| (19) |
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(11) |
EP 1 978 131 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.06.2012 Patentblatt 2012/23 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.03.2007 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
Mittel zur Herstellung von Korrosionsschutzschichten auf Metalloberflächen
Means for manufacturing corrosion protection coats on metal surfaces
Moyen de fabrication de couche anti-corrosion sur des surfaces métalliques
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.10.2008 Patentblatt 2008/41 |
| (73) |
Patentinhaber: Atotech Deutschland GmbH |
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10553 Berlin (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Hofmann, Udo, Dr.
64319 Pfungstadt (DE)
- Donsbach, Hermann
65468 Trebur (DE)
- Unger, Jörg
65468 Trebur (DE)
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| (74) |
Vertreter: WSL Patentanwälte
Partnerschaftsgesellschaft |
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Postfach 6145 65051 Wiesbaden 65051 Wiesbaden (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 358 338 JP-A- 4 132 636
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WO-A-01/86016 US-B1- 6 524 403
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Mittel zur Herstellung von Korrosionsschutzschichten
auf Metalloberflächen, Verfahren zur Herstellung solcher Mittel und deren Verwendung.
[0002] Die erfindungsgemäßen Mittel dienen insbesondere der Erzeugung von korrosionsschützenden
Konversionsschichten bzw. Passivierungsschichten auf Metalloberflächen, wie den Oberflächen
reiner Metallsubstrate wie Zink, Aluminium, Magnesium oder deren Legierungen und galvanisch
erzeugten Oberflächen aus Zink oder deren Legierungen.
Hintergrund der Erfindung
[0003] Metallteile werden zum Schutz vor Korrosion beispielsweise galvanisch mit unedlen
Metallen beschichtet, wie z. B. Zink, Nickel, Chrom, Aluminium, Magnesium und Legierungen
der vorgenannten, und die Korrosionsbeständigkeit der Metallbeschichtung durch Erzeugung
einer Konversionsschicht, häufig einer Passivierungsschicht, weiter verbessert. Zur
Erzeugung einer Passivierungsschicht werden die Metalloberflächen vielfach mit Chrom(VI)
enthaltenden Lösungen behandelt. Aufgrund der hohen Toxizität und Kanzerogenität von
Chrom(VI)-Verbindungen ist man in jüngerer Zeit jedoch dazu übergegangen, derartige
Konversionsschichten mit Chrom(III)-haltigen Lösungen herzustellen. Diesen Chrom(III)-haltigen
Behandlungsflüssigkeiten werden zur Erhöhung der Korrosionsschutzwirkung der hergestellten
Konversionsschichten vielfach hohe Mengen an Kobalt(II)-Verbindungen zugegeben. Allerdings
stellen auch diese Behandlungslösungen ein Problem dar, da sowohl Chrom(III) als auch
Kobalt(II) hinsichtlich ihrer Toxizität nicht unbedenklich sind und aufgrund von analytischen
Problemen nicht sichergestellt werden kann, daß die Konversionsschichten frei von
Chrom(VI) sind. Daher besteht ein dringender Bedarf, vollständig chrom- und kobaltfreie
Korrosionsschutzschichten herzustellen.
[0004] Neuere Verfahren erzeugen Schutzschichten mit einem Bindemittelsystem auf organischer
bzw. siliziumorganischer Basis, denen korrosionshemmende bzw. schichtverstärkende
Zusatzstoffe auf Basis von Molybdän, Wolfram, Titan, Zirkonium, Vanadium und anderen
Metallen zugegeben werden.
[0005] Die
US-A-6,524,403 beschreibt eine chromfreie Zusammensetzung zur Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit
von Zink- oder Zinklegierungsoberflächen, wobei die Zusammensetzung eine Quelle für
Titanionen oder Titanaten, ein Oxidationsmittel und Fluoride sowie Verbindungen von
Metallen der Gruppe II enthält und die Zusammensetzung im wesentlichen frei von Silikaten
und Siliziumdioxid ist. Als Metall der Gruppe II wird insbesondere Strontium eingesetzt.
[0006] Die
EP 0 760 401 offenbart eine Korrosionsschutzzusammensetzung, die ein Oxidationsmittel, ein Silikat
und/oder Siliziumdioxid und Metallkationen, ausgewählt unter Ti, Zr, Ce, Sr, V, W
und Mo, Oximetallanionen davon und/oder Fluorometallanionen davon enthält.
[0007] Die bislang bekannten chromfreien Korrosionsschutzmittel haben den Nachteil, daß
sie entweder keine hinreichenden Korrosionsschutzeigenschaften der Konversionsschichten
liefern oder nicht ausreichend stabil sind, um sie in einem kontinuierlichen Verfahren
einzusetzen oder beides.
Aufgabe der Erfindung
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung bestand darin, die Nachteile der im Stand
der Technik bekannten Mittel zur Herstellung von Korrosionsschutzschichten bzw. Konversionsschichten
auf Metalloberflächen, insbesondere Oberflächen von Zink, Aluminium, Magnesium oder
deren Legierungen, zu überwinden, wobei die Mittel frei von Chrom und Kobalt sein
sollen.
Beschreibung der Erfindung
[0009] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Mittel zur Herstellung von Korrosionsschutzschichten
auf Metalloberflächen, hergestellt durch die folgenden Stufen:
- A) Herstellen einer wässrigen Lösung, die wenigstens folgendes enthält:
- a) Oxo-Kationen, ausgewählt unter MnO3+, VO3+, VO2+, WO22+, MoO22+, TiO2+, ZrO2+ und Gemischen davon,
- b) Halogen-Komplexanionen der Struktur MXab-, wobei M unter B, Ti, Zr, Si, Al ausgewählt ist, X unter F, Cl, Br, I ausgewählt
ist, a eine ganze Zahl von 3 bis 6 ist und b eine ganze Zahl von 1 bis 4 ist,
- B) Bildung von Nanopartikeln mit einem mittleren Teilchendurchmesser < 500 nm in der
Lösung in situ durch physikalische und/oder chemische Behandlung der Lösung, wobei die physikalische
und/oder chemische Behandlung ausgewählt ist unter Veränderung der Temperatur, Veränderung
der Ionen-Konzentration, Veränderung des pH-Wertes, Veränderung des Drucks, Übersättigung
der Lösung, Rühren der Lösung, Zugabe eines Oxidationsmittels und/oder Zugabe eines
Reduktionsmittels.
[0010] Das erfindungsgemäße Mittel zeichnet sich unter anderem dadurch aus, daß es
in situ erzeugte Nanopartikel enthält, die stabil oder wenigstens metastabil sind. Bei der
Behandlung von Metalloberflächen mit dem erfindungsgemäßen Mittel wird eine Konversionsschicht
bzw. Passivierungsschicht gebildet. Die in der Behandlungslösung
in situ erzeugten Nanopartikel werden bei der Bildung der Konversionsschicht in diese eingebaut
und bewirken dadurch eine besonders hohe Korrosionsschutzwirkung der behandelten Metalloberflächen.
Bei dem erfindungsgemä-ßen Mittel werden diese Nanopartikel
in situ durch Hydrolyse oder Oxidation der in der Ausgangslösung enthaltenen Stoffe erzeugt.
Die Nanopartikel werden der Lösung nicht als bereits vorhandene nanopartikuläre Teilchen
von außen zugesetzt. Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß die erfindungsgemäß
in situ erzeugten Nanopartikel besser in die Konversionsschichten eingebaut werden und hierdurch
diese Schichten dichter und somit korrosionsbeständiger werden als solche, die durch
Aufbringen einer Korrosionsschutzlösung herstellbar sind, der Nanopartikel von außen
zugegeben wurden, beispielsweise in Form einer Silica- oder Silikatlösung.
[0011] Die Nanopartikel in dem erfindungsgemäßen Mittel werden
in situ durch physikalische und/oder chemische Behandlung der Ausgangslösung erzeugt, wobei
eine kolloide Lösung entsteht. Mittels einer Tyndall-Lampe läßt sich die Bildung der
Nanopartikel leicht nachweisen. Die Nanopartikel haben einen mittleren Teilchendurchmesser
< 500 nm. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung haben die in Stufe B)
gebildeten Nanopartikel einen mittleren Teilchendurchmesser < 250 nm, vorzugsweise
< 200 nm, besonders bevorzugt < 150 nm.
[0012] Die Nanopartikel entstehen aus den Halogen-Komplexanionen und/oder Oxo-Kationen durch
Hydrolyse oder Oxidation. Die Nanopartikel bestehen somit im wesentlichen aus den
Oxiden der Metalle oder Metalloide.
[0013] Ohne daß sich die Anmelderin hiermit an eine Theorie bindet, wird angenommen, daß
die Bildung von Nanopartikeln
in situ durch die physikalische und/oder chemische Behandlung dadurch erfolgt, daß man den
zunächst vorliegenden Gleichgewichtszustand der Ausgangslösung in einen Ungleichgewichtszustand
überführt und das System sich in einem metastabilen Zustand stabilisiert. Die Überführung
aus dem Gleichgewichtszustand in einen Ungleichgewichtszustand kann durch Veränderung
der Temperatur, Veränderung der Ionen-Konzentration, Veränderung des pH-Wertes, Veränderung
des Drucks, Übersättigung der Lösung, Rühren der Lösung, Zugabe eines Oxidationsmittels
und/oder Zugabe eines Reduktionsmittels erfolgen. In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung erfolgt die Bildung der Nanopartikel
in situ durch Übersättigung der Lösung und/oder Rühren der Lösung.
[0014] Das erfindungsgemäße Mittel kann in verschiedenen Formen und Fertigstellungsstufen
vor der Behandlung von Metalloberflächen als Handelsprodukt bereitgestellt werden.
Vorzugsweise wird das erfindungsgemäße Mittel als ein Konzentrat bereitgestellt, das
vor der Verwendung noch zu verdünnen ist. Als Handelsprodukt geeignet ist das erfindungsgemäße
Mittel, sobald die Oxo-Kationen und Halogen-Komplexanionen enthaltende wäßrige Lösung
gemäß Stufe A) hergestellt und die Nanopartikel gemäß B)
in situ gebildet sind.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird in einer weiteren Stufe C)
der gemäß B) hergestellten Lösung eine oxidative Substanz zugegeben, ausgewählt unter
Wasserstoffperoxid, organischen Peroxiden, Alkalimetallperoxiden, Persulfaten, Perboraten,
Nitraten und Gemischen davon, wobei die Zugabe von Wasserstoffperoxid als oxidative
Substanz besonders bevorzugt ist. Die Zugabe der oxidativen Substanz erfolgt zweckmäßigerweise
vor der Verwendung des erfindungsgemäßen Mittels zur Herstellung von Korrosionsschutzschichten,
wobei das erfindungsgemäße Mittel bereits mit der darin enthaltenen oxidativen Substanz
bereitgestellt werden kann oder die oxidative Substanz erst kurz vor der Verwendung
des erfindungsgemäßen Mittels beim Hersteller der Korrosionsschutzschichten zugegeben
wird.
[0016] Die Zugabe der oxidativen Substanz vor der Verwendung des erfindungsgemäßen Mittels
zur Herstellung von Korrosionsschutzschichten bewirkt u.a. eine Vorpassivierung der
metallischen Oberfläche, insbesondere einer Zink- oder Zinklegierungsoberfläche, was
vorteilhaft ist, da die Behandlungslösung äußerst aggressiv gegen die metallische
Oberfläche sein kann und diese wenigstens teilweise auflösen könnte.
[0017] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mittels wird
in einer weiteren Stufe D) der pH-Wert mittels einer Säure oder Base auf einen Wert
im Bereich von 0,5 bis 5,0, vorzugsweise im Bereich von 1,0 bis 3,0, besonders bevorzugt
im Bereich von 1,3 bis 2,0 eingestellt. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn das erfindungsgemäße
Mittel zur Herstellung von Korrosionsschutzschichten auf Zink- oder Zinklegierungsoberflächen
verwendet wird. Die Einstellung des erfindungsgemäß bevorzugten sauren pH-Wertes gewährleistet
einen ausreichenden Abtrag des metallischen Untergrundes, so daß die Metalloberfläche
im wesentlichen vollständig von anhaftenden Verunreinigungen befreit wird und sich
die Korrosionsschutzschicht anschließend vollständig und lückenlos über die gesamte
Oberfläche ausbilden kann.
[0018] In einer weitere bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das erfindungsgemäße
Mittel hergestellt, indem die Bildung von Nanopartikeln gemäß Stufe B) bei einer Temperatur
im Bereich von Raumtemperatur bis 100 °C, vorzugsweise im Bereich von 30 °C bis 80
°C, besonders bevorzugt im Bereich von 35 °C bis 50 °C durchgeführt wird. Bei einer
zu niedrigen Temperatur erfolgt die Bildung von Nanopartikeln in einer unwirtschaftlich
langsamen Geschwindigkeit. Darüber hinaus besteht die Gefahr, daß sich die Teilchen
zusammenlagern und der nanopartikuläre Charakter verloren geht. Eine zu hohe Temperatur
hat den Nachteil, daß der metastabile Zustand nicht erreicht wird und keine Nanopartikel
gebildet werden.
[0019] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das Mittel hergestellt,
indem die Halogen-Komplexanionen b) der wäßrigen Lösung in Stufe A) in der Form ihrer
Metallsalze, vorzugsweise ihrer Alkalimetallsalze, besonders bevorzugt ihrer Natrium-
und Kaliumsalze zugegeben werden. Ganz besonders bevorzugt ist die Zugabe der Feststoffe,
indem man zunächst eine wäßrige Lösung der Oxo-Kationen a) bereitstellt und den die
Halogen-Komplexanionen enthaltenden Feststoff zugibt und löst.
[0020] Erfindungsgemäß ganz besonders bevorzugt sind die Halogen-Komplexanionen b) Fluoroanionen,
die unter BF
41-, TiF
62-, ZrF
62-, SiF
62-, AIF
63- und Gemischen davon ausgewählt sind.
[0021] In einer weiteren erfindungsgemäß bevorzugten Ausführungsform werden der wäßrigen
Lösung in Stufe A) weitere Metallsalze zugegeben, vorzugsweise Salze der Metalle B,
Ti, Zr, Si und/oder Al. Vorzugsweise werden die Metalle in der Form der Metallhalogenide,
Metallnitrate und/oder Metallsulfate zugegeben. Hierdurch kann die farbliche Gestaltung
der Schutzschicht verändert und/oder der Korrosionsschutz erhöht werden.
[0022] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die in Stufe
A) hergestellte wäßrige Lösung die Oxo-Kationen in einer Konzentration von 0,1 bis
0,5 Gew.-%, vorzugsweise in einer Konzentration von 0,1 bis 0,3 Gew.-%.
[0023] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die in der Stufe
A) hergestellte wäßrige Lösung die Halogen-Komplexanionen in einer Konzentration von
0,1 bis 3,0 Gew.-%, vorzugsweise in einer Konzentration von 0,5 bis 2,0 Gew.-%.
[0024] Wie oben bereits ausgeführt wurde, kann das erfindungsgemäße Mittel als ein Konzentrat
bereitgestellt werden, das vor der Anwendung zu verdünnen ist. Alternativ kann das
erfindungsgemäße Mittel bereits in der für die Anwendung geeigneten Konzentration
bzw. Verdünnung bereitgestellt werden. In diesem Fall wird die in Stufe B) erhaltene
Lösung zweckmäßigerweise vor oder nach der Zugabe einer oxidativen Substanz in Stufe
C) mit Wasser in einem Verhältnis von 1:3 bis 1:5 verdünnt.
[0025] Die Anwendung des erfindungsgemäßen Mittels zur Herstellung von Korrosionsschutzschichten
erfolgt durch direkte Behandlung der Metalloberflächen mit dem Mittel, vorzugsweise
durch Eintauchen oder Schwenken der Gegenstände mit Metalloberflächen in das bzw.
dem Mittel. Die Anwendung durch Eintauchen oder Schwenken erfolgt vorzugsweise bei
einer Temperatur des Behandlungsbades im Bereich von 20 bis 100°C, vorzugsweise von
30 bis 70°C, bevorzugter von 40 bis 60°C und besonders bevorzugt bei etwa 50°C.
[0026] Die geeignetste Behandlungsdauer zur Herstellung von Korrosionsschutzschichten durch
Eintauchen oder Schwenken der Gegenstände mit Metalloberflächen in das bzw. dem Behandlungsbad
variiert in Abhängigkeit von verschiedenen Parametern, wie z. B. der Zusammensetzung
der Behandlungslösung, der Behandlungstemperatur, der Art der Metalloberfläche und
dem Grad des gewünschten Korrosionsschutzes. Bei Metalloberflächen aus Zink oder Zinklegierung
liegt eine geeignete Behandlungsdauer im Bereich von 10 bis 120 Sekunden, vorzugsweise
im Bereich von 20 bis 60 Sekunden.
[0027] Weitere Vorteile, Merkmale und Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden
anhand der nachfolgenden Beispiele deutlich.
Beispiele und Vergleichsbeispiele
[0028] Zur Herstellung erfindungsgemäßer Mittel und von Vergleichszusammensetzungen wird
eine wäßrige Lösung von Oxo-Anionen a) hergestellt. Unter leichtem Rühren wird anschließend
die Halogen-Komplexanionen-Komponente b), in diesem Beispiel eine Fluoroanionen-Komponente,
als Feststoff in 800 ml der zuvor hergestellten Lösung gelöst. Anschließend wird diese
Lösung einer physikalischen und/oder chemischen Behandlung durch starkes Rühren (Propellerrührer,
700 bis 1000 Upm) unterzogen. Die Bildung von Nanopartikeln wird mittels einer Tyndall-Lampe
überprüft. Anschließend wird die erhaltene Lösung mit Wasser auf 1 I aufgefüllt.
[0029] Die zuvor hergestellte Lösung wird vor der Verwendung zur Herstellung von Korrosionsschutzschichten
im Verhältnis 1 zu 4 mit Wasser verdünnt (1 I Lösung plus 3 I Wasser). Anschließend
wird 1 Liter 10 %-ige H
2O
2-Lösung hinzugefügt und der pH-Wert mit NaOH oder HNO
3 auf einen Wert von 1,5 bis 1,8 eingestellt. Die einzelnen Komponenten der hergestellten
Lösungen (5 Liter Lösung je Ansatz) und die physikalischen und/oder chemischen Behandlungen
sind in der nachfolgenden Tabelle 1 wiedergegeben.
Tabelle 1
| Behandlungs-Lsg. Nr. |
Oxo-Anionen a) (Gew.-%) |
Fluoroanionen-Komponente b) |
physikalische und/oder chemische Behandlung |
Tyndall-Effekt |
| 1a (Erfindung) |
VOSO4 |
0,25 Gew.-% |
K2TiF6 |
13,6 g |
Rühren, 40°C, 30 min |
positiv |
| 1b (Vgl.-Bsp.) |
VOSO4 |
0,25 Gew.-% |
K2TiF6 |
13,6 g |
Stehen, 40°C, 30 min |
negativ |
| 2a (Vgl.-Bsp.) |
VOSO4 |
0,25 Gew.-% |
H2TiF6 |
9,1 g |
Rühren, 40°C, 30 min |
negativ |
| 2b (Vgl.-Bsp.) |
VOSO4 |
0,25 Gew.-% |
H2TiF6 |
9,1 g |
Stehen, 40°C, 30 min |
negativ |
| 3a (Erfindung) |
TiOSO4 |
0,25 Gew.-% |
K2TiF6 |
13,6 g |
Rühren, 40°C, 30 min |
positiv |
| 3b (Vgl.-Bsp.) |
TiOSO4 |
0,25 Gew.-% |
K2TiF6 |
13,6 g |
Stehen, 40°C, 30 min |
negativ |
| 4a (Vgl.-Bsp.) |
TiOSO4 |
0,25 Gew.-% |
H2TiF6 |
9,1 g |
Rühren, 40°C, 30 min |
negativ |
| 4b (Vgl.-Bsp.) |
TiOSO4 |
0,25 Gew.-% |
H2TiF6 |
9,1 g |
Stehen, 40°C, 30 min |
negativ |
| 5a (Erfindung) |
TiOSO4 |
0,25 Gew.-% |
K2AlF6 |
14,2 g |
Rühren, 40°C, 30 min |
positiv |
| 5b (Vgl.-Bsp.) |
TiOSO4 |
0,25 Gew.-% |
K2AlF6 |
14,2 g |
Stehen, 40°C, 30 min |
negativ |
| 6a (Erfindung) |
TiOSO4 |
0,25 Gew.-% |
K2SiF6 |
12,5 g |
Rühren, 40°C, 30 min |
positiv |
| 6b (Vgl.-Bsp.) |
TiOSO4 |
0,25 Gew.-% |
K2SiF6 |
12,5 g |
Stehen, 40°C, 30 min |
negativ |
| 7a (Vgl.-Bsp.) |
TiOSO4 |
0,25 Gew.-% |
H2SiF6 |
7,9 g |
Rühren, 40°C, 30 min |
negativ |
| 7b (Vgl.-Bsp.) |
TiOSO4 |
0,25 Gew.-% |
H2SiF6 |
7,9 g |
Stehen, 40°C, 30 min |
negativ |
| 8a (Erfindung) |
TiOSO4 |
0,25 Gew.-% |
K2ZrF6 |
16,0 g |
Rühren, 40°C, 30 min |
positiv |
| 8b (Vgl.-Bsp.) |
TiOSO4 |
0,25 Gew.-% |
K2ZrF6 |
16,0 g |
Stehen, 40°C, 30 min |
negativ |
| 9a (Vgl.-Bsp.) |
TiOSO4 |
0,25 Gew.-% |
H2ZrF6 |
9,7 g |
Rühren, 40°C, 30 min |
negativ |
| 9b (Vgl.-Bsp.) |
TiOSO4 |
0,25 Gew.-% |
H2ZrF6 |
9,7 g |
Stehen, 40°C, 30 min |
negativ |
| 10a (Erfindung) |
ZrOSO4 |
0,25 Gew.-% |
K2TiF6 |
13,6 g |
Rühren, 40°C, 30 min |
positiv |
| 10b (Vgl.-Bsp.) |
ZrOSO4 |
0,25 Gew.-% |
K2TiF6 |
13,6 g |
Stehen, 40°C, 30 min |
negativ |
| 11a (Vgl.-Bsp.) |
ZrOSO4 |
0,25 Gew.-% |
H2TiF6 |
9,1 g |
Rühren, 40°C, 30 min |
negativ |
| 11b (Vgl.-Bsp.) |
ZrOSO4 |
0,25 Gew.-% |
H2TiF6 |
9,1 g |
Stehen, 40°C, 30 min |
negativ |
[0030] Tabelle 1 zeigt, daß ohne Behandlung der Lösungen durch Rühren (Lösungen 1b bis 11b)
kein Tyndall-Effekt beobachtet und somit keine Bildung von Nanopartikeln erzielt wurde.
Das gleiche wurde beobachtet, wenn die Fluoroanionen-Komponente in der Form ihrer
freien Säure mit und ohne Rühren verwendet wurde (Lösungen 2a, 2b, 4a, 4b, 7a, 7b,
9a, 9b, 11a und 11b).
[0031] Galvanisch verzinkte Bleche wurden mit den zuvor hergestellten und in Tabelle 1 angegebenen
Behandlungslösungen durch Eintauchen in die Lösungen für 60 Sekunden bei 50°C behandelt.
Anschließend wurden die Bleche mit Wasser gespült und einem Korrosionstest nach DIN
50021 SS (Salzsprühtest) für Trommelware unterzogen und die Dauer bis zum Auftreten
von i) ersten Korrosionserscheinungen und ii) 5% Weißrost verglichen. Die Ergebnisse
sind in Tabelle 2 wiedergegeben.
Tabelle 2
| Behandlungs-Lsg. Nr. |
erste Korrosionserscheinungen |
5% Weißrost |
| 1a (Erfindung) |
8 h |
24 h |
| 1b (Vgl.-Bsp.) |
3 h |
8 h |
| 2a (Vgl.-Bsp.) |
2 h |
7 h |
| 2b (Vgl.-Bsp.) |
2 h |
7 h |
| 3a (Erfindung) |
24 h |
72 h |
| 3b (Vgl.-Bsp.) |
4 h |
10 h |
| 4a (Vgl.-Bsp.) |
3 h |
10 h |
| 4b (Vgl.-Bsp.) |
8 h |
24 h |
| 5a (Erfindung) |
12 h |
48 h |
| 5b (Vgl.-Bsp.) |
4 h |
12 h |
| 6a (Erfindung) |
120 h |
168 h |
| 6b (Vgl.-Bsp.) |
5 h |
28 h |
| 7a (Vgl.-Bsp.) |
5 h |
20 h |
| 7b (Vgl.-Bsp.) |
8 h |
24 h |
| 8a (Erfindung) |
48 h |
96 h |
| 8b (Vgl.-Bsp.) |
3 h |
16 h |
| 9a (Vgl.-Bsp.) |
4 h |
12 h |
| 9b (Vgl.-Bsp.) |
8 h |
24 h |
| 10a (Erfindung) |
72 h |
120 h |
| 10b (Vgl.-Bsp.) |
8 h |
28 h |
| 11a (Vgl.-Bsp.) |
5 h |
24 h |
| 11b (Vgl.-Bsp.) |
5 h |
24 h |
1. Mittel zur Herstellung von Korrosionsschutzschichten auf Metalloberflächen, hergestellt
durch die folgenden Stufen:
A) Herstellen einer wässrigen Lösung, die wenigstens folgendes enthält:
a) Oxo-Kationen, ausgewählt unter MnO3+, VO3+, VO2+, WO22+, MoO22+, TiO2+, ZrO2+ und Gemischen davon,
b) Halogen-Komplexanionen der Struktur MXab-, wobei M unter B, Ti, Zr, Si, Al ausgewählt ist, X unter F, Cl, Br, I ausgewählt
ist, a eine ganze Zahl von 3 bis 6 ist und b eine ganze Zahl von 1 bis 4 ist,
B) Bildung von Nanopartikeln mit einem mittleren Teilchendurchmesser < 500 nm in der
Lösung in situ durch physikalische und/oder chemische Behandlung der Lösung, wobei die physikalische
und/oder chemische Behandlung ausgewählt ist unter Veränderung der Temperatur, Veränderung
der Ionen-Konzentration, Veränderung des pH-Wertes, Veränderung des Drucks, Übersättigung
der Lösung, Rühren der Lösung, Zugabe eines Oxidationsmittels und/oder Zugabe eines
Reduktionsmittels.
2. Mittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die weitere Stufe, in der man C) der gemäß Stufe B) hergestellten Lösung eine oxidative
Substanz zugibt, ausgewählt unter Wasserstoffperoxid, organischen Peroxiden, Alkalimetallperoxiden,
Persulfaten, Perboraten, Nitraten und Gemischen davon.
3. Mittel nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die weitere Stufe, in der man D) den pH-Wert der gemäß Stufe C) hergestellten Lösung
mittels einer Säure oder einer Base auf einen Wert im Bereich von 0,5 bis 5,0, vorzugsweise
im Bereich von 1,0 bis 3,0, besonders bevorzugt im Bereich von 1,3 bis 2,0 einstellt.
4. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildung von Nanopartikeln gemäß Stufe B) durch Übersättigung der Lösung an Halogen-Komplexanionen
b) und/oder durch Rühren der Lösung erfolgt.
5. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildung von Nanopartikeln gemäß Stufe B) bei einer Temperatur im Bereich von
Raumtemperatur bis 100°C, vorzugsweise im Bereich von 30°C bis 80°C, besonders bevorzugt
im Bereich von 35°C bis 50°C durchgeführt wird.
6. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Halogen-Komplexanionen b) der wäßrigen Lösung in Stufe A) in der Form ihrer Metallsalze,
vorzugsweise ihrer Alkalimetallsalze, besonders bevorzugt ihrer Natrium- und Kaliumsalze
zugegeben werden.
7. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der wäßrigen Lösung in Stufe A) weitere Metallsalze zugegeben werden, vorzugsweise
Salze der Metalle B, Ti, Zr, Si und/oder Al und vorzugsweise in der Form der Metallhalogenide,
Metallnitrate und/oder Metallsulfate.
8. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die in Stufe A) hergestellte wäßrige Lösung die Oxokationen in einer Konzentration
von 0,1 bis 0,5 Gew.-%, vorzugsweise in einer Konzentration von 0,1 bis 0,3 Gew.-%
enthält.
9. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die in Stufe A) hergestellte wäßrige Lösung die Halogen-Komplexanionen in einer Konzentration
von 0,1 bis 3,0 Gew.-%, vorzugsweise in einer Konzentration von 0,5 bis 2,0 Gew.-%
enthält.
10. Mittel nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß man die in Stufe B) erhaltene Lösung vor der Zugabe einer oxidativen Substanz in
Stufe C) mit Wasser in einem Verhältnis von 1 zu 3 bis 1 zu 5 verdünnt.
11. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Halogen-Komplexanionen b) unter BF41-, TiF62-, ZrF62-, SiF62-, AlF63- und Gemischen davon ausgewählt sind.
12. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß in Stufe B) gebildeten Nanopartikel einen mittleren Teilchendurchmesser < 250 nm,
vorzugsweise < 200 nm, besonders bevorzugt < 150 nm aufweisen.
1. An agent for the production of anti-corrosion layers on metal surfaces, produced by
the following steps:
A) producing an aqueous solution which contains at least the following:
a) oxo-cations selected from MnO3+, VO3+, VO2+, WO22+, MoO22+, TiO2+, ZrO2+ and mixtures thereof, and
b) halogen complex anions of the structure MXab-, wherein M is selected from B, Ti, Zr, Si, Al, X is selected from F, Cl, Br, I, a
is an integer of between 3 and 6 and b is an integer of between 1 and 4, and
B) forming nanoparticles having a mean particle diameter of <500 nm in the solution
in situ by physical and/or chemical treatment of the solution, wherein the physical and/or
chemical treatment is selected among a change in temperature, a change in the ion
concentration, a change in the pH-value, a change in the pressure, supersaturation
of the solution, agitation of the solution, adding an oxidising agent and/or adding
a reducing agent.
2. An agent as set forth in claim 1 characterised by the further step C) in which there is added to the solution produced in accordance
with step B) an oxidative substance selected from hydrogen peroxide, organic peroxides,
alkali metal peroxides, persulfates, perborates, nitrates and mixtures thereof.
3. An agent as set forth in claim 2 characterised by the further step D) in which the pH-value of the solution produced in accordance
with step C) is adjusted by means of an acid or base to a value in the range of between
0.5 and 5.0, preferably in the range of between 1.0 to 3.0, particularly preferably
in the range of between 1.3 and 2.0.
4. An agent as set forth in one of claims I through 3 characterised in that the formation of nanoparticles in accordance with step B) is effected by supersaturation
of the solution in respect of halogen complex anions b) and/or by agitation of the
solution.
5. An agent as set forth in one of claims 1 through 4 characterised in that the formation of nanoparticles in accordance with step B) is effected at a temperature
in the range of between ambient temperature and 100°C, preferably in the range of
between 30°C and 80°C, particularly preferably in the range of between 35°C and 50°C.
6. An agent as set forth in one of claims 1 through 5 characterised in that the halogen complex anions b) of the aqueous solution in step A) are added in the
form of their metal salts, preferably their alkali metal salts, particularly preferably
their sodium and potassium salts.
7. An agent as set forth in one of claims 1 through 6 characterised in that there are added to the aqueous solution in step A) further metal salts, preferably
salts of the metals B, Ti, Zr, Si and/or Al and preferably in the form of the metal
halides, metal nitrates and/or metal sulfates.
8. An agent as set forth in one of claims 1 through 7 characterised in that the aqueous solution produced in step A) contains the oxo-cations in a concentration
of between 0.1 and 0.5% by weight, preferably in a concentration of between 0.1 and
0.3% by weight.
9. An agent as set forth in one of claims 1 through 8 characterised in that the aqueous solution produced in step A) contains the halogen complex anions in a
concentration of between 0.1 and 3.0% by weight, preferably in a concentration of
between 0.5 and 2.0% by weight.
10. An agent as set forth in one of claims 2 through 9 characterised in that the solution obtained in step B) is diluted with water in a ratio of between 1:3
and 1:5 prior to the addition of an oxidative substance in step C).
11. An agent as set forth in one of claims 1 through 10 characterised in that the halogen complex anions b) are selected from BF41-, TiF62-, ZrF62-, SiF62-, AlF63- and mixtures thereof.
12. An agent as set forth in one of claims 1 through 11 characterised in that the nanoparticles formed in step B) are of a mean particle diameter of <250 nm, preferably
<200 nm, particularly preferably <150 nm.
1. Procédé de réalisation de couches anticorrosion sur des surfaces métalliques, ledit
procédé comprenant les étapes suivantes :
A) la réalisation d'une solution aqueuse qui contient au moins les composés suivants
:
a) des cations Oxo, choisis parmi MnO3+, VO3+, VO2+, WO22+, MoO22+, TiO2+, ZrO2+ et leurs mélanges,
b) des anions complexes halogénés de la structure MXab-, M étant choisi parmi B, Ti, Zr, Si, Al, X étant choisi parmi F, Cl, Br, I, a étant
un nombre entier allant de 3 à 6 et b étant un nombre entier allant de 1 à 4,
B) la formation de nanoparticules d'un diamètre de particule moyen < 500 nm dans a
solution in situ par traitement physique et/ou chimique de la solution, le traitement
physique et/ou chimique étant choisi parmi une variation de la température, une variation
de la concentration ionique, une variation de la valeur de pH, une variation de la
pression, une sursaturation de la solution, une agitation de la solution, une addition
d'un agent d'oxydation et/ou une addition d'un agent de réduction.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par une autre d'étape consistant à C) ajouter à la solution réalisée à l'étape B) une
substance oxydative choisie parmi le peroxyde d'hydrogène, des peroxydes organiques,
des peroxydes de métaux alcalins, des persulfates, des perborates, des nitrates et
leurs mélanges.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé par une autre étape consistant à D) ajuster la valeur du pH de la solution réalisée à
l'étape B) au moyen d'un acide ou d'une base à une valeur dans la gamme allant de
0,5 à 5,0, de préférence dans la gamme allant de 1,0 à 3,0, de façon particulièrement
préférée dans la gamme allant de 1,3 à 2,0.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la formation de nanoparticules à l'étape B) est effectuée par sursaturation de la
solution en anions complexes halogénés et/ou par agitation de la solution.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la formation de nanoparticules à l'étape B) est réalisée à une température dans la
gamme allant de la température ambiante à 100°C, de préférence dans la gamme allant
de 30°C à 80°C, de façon particulièrement préférée dans la gamme allant de 35°C à
50°C.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les anions complexes halogénés b) de la solution aqueuse de l'étape A) sont ajoutés
sous la forme de leurs sels métalliques, de préférence de leurs sels de métaux alcalins,
de façon particulièrement préférée de leurs sels de sodium et de potassium.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que à la solution aqueuse de l'étape A) sont ajoutés d'autres sels métalliques, de préférence
des sels des métaux B, Ti, Zr, Si et/ou Al et de préférence sous la forme d'halogénures
métalliques, de nitrures métalliques et/ou de sulfates métalliques.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la solution aqueuse réalisée à l'étape A) contient les cations Oxo à une concentration
allant de 0,1 à 0,5% en poids, de préférence à une concentration allant de 0,1 à 0,3%
en poids.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la solution aqueuse réalisée à l'étape A) contient les anions complexes halogénés
à une concentration allant de 0,1 à 3,0% en poids, de préférence à une concentration
allant de 0,5 à 2,0% en poids.
10. Procédé selon l'une des revendications 2 à 9, caractérisé en ce que, avant d'ajouter une substance oxydative à l'étape C), on dilue la solution aqueuse
obtenue à l'étape B) avec de l'eau dans un rapport allant de 1 à 3 jusqu'à 1 à 5.
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que les anions complexes halogénés sont choisis parmi BF41-, TiF62-, ZrF62-, SiF62-, AlF63- et leurs mélanges.
12. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que les nanoparticules formées à l'étape B) ont un diamètre de particule moyen < 250
nm, de préférence < 200 nm, de façon particulièrement préférée < 150 nm.
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