[0001] Die Erfindung betrifft eine Speichervorrichtung für Bindedraht einer Schnürmaschine,
insbesondere für die Zellstoffproduktion, mit einem Einlauf in die Speichervorrichtung
und einem Auslauf aus der Speichervorrichtung, und mit einem Antrieb für den Bindedraht.
[0002] Die Erfindung betrifft des weiteren ein Verfahren zum Zuführen von Bindedraht durch
eine Speichervorrichtung zu einer Schnürvorrichtung, insbesondere für die Zellstoffproduktion,
bei dem der Bindedraht durch einen Einlauf in die Speichervorrichtung zugeführt und
durch einen Auslauf aus der Speichervorrichtung zur Schnürvorrichtung zugeführt wird.
[0003] Schnürmaschinen werden bei der Zellstoffproduktion in Ballenverpackungslinien eingesetzt.
Dabei werden Zellstoffballen (verpackt in Zellstoffbögen oder unverpackt), Zellstoffstapel
(3-4 Ballen mit einem Gesamtgewicht von etwa 1 Tonne) oder Zellstoffunits (2 Stapel)
mit verzinktem Stahldraht verschnürt. Wenn im Folgenden von Ballen die Rede ist, gilt
dies sowohl für Zellstoffballen als auch für Zellstoffstapel und Zellstoffunits. Die
Funktion der Schnürmaschine ist der Transport eines Ballens in die Maschine, das Anbringen
von bis zu neun Stahldrähten pro Ballen und die Übergabe des Ballens an die folgende
Fördetereinrichtung. Der Schnürvorgang beinhaltet das Umschlingen des Ballens mit
Draht, das Straffziehen des Drahtes, das Verknoten des Drahtes und das Abschneiden
des Drahtes von der Drahtrolle.
[0004] Es gibt Anlagen, bei denen der Bindedraht von einer Rolle abgezogen, durch eine Speichervorrichtung
geführt und anschließend einem Schnürrahmen zugeführt wird. In welchem die Zellstoffballen
wie vorstehend beschrieben verschnürt werden. Beim Umschlingen des Ballens wird der
Draht in einem Schnürrahmen rund um den Ballen geführt. Die Drahtschlinge schließt
sich in einem Schnürkopf, der einen so genannten Twister, einen Greifer und eine Schneideinheit
aufweist. Dabei kommt das Drahtende, welches vom nachfolgenden, von der Drahtrolle
kommenden Draht noch nicht abgeschnitten ist, über dem Drahtanfang zu liegen. Durch
das Straffziehen des Drahtes wird das Drahtende im Greifer geklemmt und die Schlinge
um den Ballen zugezogen. Die beiden Drahtenden werden anschließend im Twister verdrillt
und das Drahtende wird vom nachfolgenden Draht abgeschnitten.
[0005] Eine derartige Vorrichtung ist aus der
WO 01/68450 A2 bekannt. Bei dieser Vorrichtung wird der von der Rolle kommende Draht durch eine
Speichertrommel dem Schnürrahmen zugeführt. Beim Straffziehen des Drahtes wird der
axial in die Speichertrommel einlaufende Draht um die Speichertrommel gewickelt. Dabei
wird der Draht um seine eigene Achse verdreht. Aufgrund der sehr geringen Taktzeiten
betragen die Drahtvorschubgeschwindigkeiten derzeit bis zu 200 m/min, was zu einem
hohen Verschleiß der Drahtführungen führt. Wenn der Draht nun zusätzlich um seine
eigene Achse verdreht ist, führt dies zu einer seitlichen Auslenkung, was den Verschleiß
zusätzlich erhöht. Zudem muss der Draht einen relativ großen Durchmesser aufweisen,
derzeit etwa 3 mm, um die nötige Steifigkeit aufzuweisen, um sicher durch die Führungseinrichtungen
geschoben werden zu können. Aus der
EP 0 129 117 A1 ist eine Maschine zum Umschnüren von Packstücken bekannt, wobei ein Kunststoffband
mit einer geringen Steifigkeit eingesetzt wird, das um das Packstück herumgezogen
werden muss. Die
US 3,946,921 beschreibt einen Speicher für Verpackungsmaschinen, wobei auch hier Kunststoffbänder
eingesetzt werden. Weiters zeigt die
DE 102 07 646 A1 einen Zwischenspeicher für ein Umschnürungsband, d.h. ebenfalls ein Material mit
geringer Steifigkeit. Die hier vorliegenden Probleme und Lösungen können nicht auf
steife Bindedrahte übertragen werden.
[0006] Ein weiteres Problem stellen bei den großen Vorschubgeschwindigkeiten von bis zu
200 m/min die relativ hohen dynamischen Kräfte beim Beschleunigen und Abbremsen des
Drahtes bzw. der Trommel, auf welcher der Draht aufgewickelt ist, dar.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine konstruktiv möglichst einfach aufgebaute
Speichervorrichtung zur Verfügung zu stellen.
[0008] Gelöst wird diese Aufgabe mit einer Speichervorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1.
[0009] Durch die erfindungsgemäße Speichervorrichtung wird es möglich, den für einen Bindevorgang
erforderlichen Draht zwischenzuspeichem und dann aus dem Speicher für den Bindevorgang
abzuziehen. So kann die Zufuhr des Drahtes aus der Speichervorrichtung in den Schnürrahmen
von der Zufuhr des Drahtes von der Rolle in die Speichervorrichtung entkoppelt werden.
Dies vereinfacht nicht nur die Steuerung der Maschine, sondern entlastet auch die
Antriebsvorrichtungen und den Bindedraht durch die Entkopplung der Drahtbewegung vor
und nach der Speichervorrichtung. Außerdem muss der Bindedraht nicht wie bei der aus
der
WO 01/68450 A2 bekannten Vorrichtung mehrfach in unterschiedlichen Richtungen gebogen werden.
[0010] Bei der Erfindung sind Ausführungsformen bzw. Durchführungsformen möglich, bei welchen
der Vorgang des Zuführens des Bindedrahtes in die Speichervorrichtung und des Abführens
des Bindedrahtes aus der Speichervorrichtung zeitlich nacheinander oder einander zeitlich
überschneidend ausgeführt werden. Es ist ebenso möglich, dass der Vorgang des Zuführens
des Bindedrahtes in die Speichervorrichtung im Wesentlichen kontinuierlich und der
Vorgang des Abführens des Bindedrahtes aus der Speichervorrichtung diskontinuierlich
erfolgt. Das heißt, dass das Abziehen des Drahtes von der Rolle vor der Speichereinrichtung
mehr oder weniger kontinuierlich und ohne große Beschleunigungen und/oder Verzögerungen
erfolgen kann, wobei gleichzeitig gewährleistet ist, dass unabhängig davon das Zuführen
des Drahtes aus der Speichervorrichtung in die Schnürvorrichtung mit sehr hoher Dynamik
erfolgen kann.
[0011] Eine erste bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist durch zwei in der Speichervorrichtung
angeordnete Rollengruppen oder Rollen gekennzeichnet, um welche der Bindedraht wenigstens
zweifach geführt ist, und deren Achsabstand veränderbar ist. Bei dieser Ausführungsform
wird der Bindedraht exakt um die beiden Rollengruppen oder Rollen geführt, so dass
ein störungsfreier Betrieb gewährleistet werden kann.
[0012] Eine Anordnung, bei der beide Rollengruppen oder Rollen vertikal übereinander angeordnet
sind, ist dabei von Vorteil, weil die Speichervorrichtung dann weniger Grundfläche
benötigt.
[0013] Eine zweite bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass die Speichervorrichtung ein Plattenspeicher ist, der einen Hohlraum bildet, in
dem der Bindedraht lose aufgenommen ist.
[0014] Derartige Plattenspeicher, welche an sich aus dem Stand der Technik bekannt sind,
um den überschüssigen Draht beim Straffziehen des Drahtes nach dem Umschlingen der
Ballen vorübergehend aufzunehmen, bestehen in der Regel aus einem flachen Kasten mit
zwei großen, parallelen Seitenwänden, die nur einen sehr geringen Abstand voneinander
haben, der üblicherweise kleiner als der doppelte Drahtdurchmesser ist. In diesen
Plattenspeicher wird der Draht vom einlaufseitigen Antrieb lose hinein geschoben und
vom auslaufseitigen Antrieb wieder herausgezogen. Da in diesem Plattenspeicher keine
konstruktiven bewegten Massen vorhanden sind, ist einerseits der konstruktive Aufwand
geringer und andererseits muss in Hinblick auf die Zufuhr- und Abzugsgeschwindigkeit
bzw. -dynamik keine Rücksicht auf zusätzlich zu bewegende Massen genommen werden.
[0015] Auch bei dieser Ausführungsform kommt der erfindungsgemäße Vorteil zum Tragen, dass
das Abziehen des Drahtes von der Trommel oder sonstigen Speichervorrichtung dynamisch
vom Zuführen des Drahtes in die Schnürvorrichtung entkoppelt werden kann.
[0016] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen.
[0017] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Vorrichtung zum Verschnüren von Ballen mit einer ersten Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Speichervorrichtung,
- Fig. 2
- die Speichervorrichtung in Vorderansicht,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch die Speichervorrichtung entlang der Linie III-III in Fig. 2,
- Fig. 4
- eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Speichervorrichtung in Vorderansicht
und
- Fig. 5
- eine Schrägansicht der Ausführungsform von Fig. 4.
[0018] In Fig. 1 ist eine Schnürmaschine zum Verschnüren von Zellstoffballen mit verzinktem
Stahldraht dargestellt, welche im Wesentlichen aus einer Speichervorrichtung 1 und
einer Schnürvorrichtung 2 besteht. Der Bindedraht, mit dem die Ballen verschnürt werden,
wird von der linken Seite von einer nicht dargestellten Trommel, einem Turm oder dergleichen
in die in Fig. 1 bis 3 dargestellte erste Ausführungsform einer Speichervorrichtung
1 zugeführt, indem er von einem ersten Antrieb 3 von der Trommel abgezogen wird. Der
in der Zeichnung nicht dargestellte Bindedraht wird anschließend mehrfach (im dargestellten
Ausführungsbeispiel drei mal) um zwei Rollengruppen 4, 5 geführt und tritt anschließend,
angetrieben von einem zweiten Antrieb 7, in den Schnürrahmen 8 ein. Die Rollengruppen
4, 5 bestehen jeweils aus koaxial nebeneinander angeordneten, unabhängig voneinander
drehbar gelagerten Scheiben, die an ihrer Umfangsfläche eine Rille zur Führung des
Bindedrahtes aufweisen.
[0019] Im Schnürrahmen 8 wird der Bindedraht ein Mal um etwas mehr als 360° gegen den Uhrzeigersinn
rund um die im Schnürrahmen 8 gestapelten Ballen geführt, bis der Drahtanfang in einem
Schnürkopf 9, der einen so genannten Twister, einen Greifer und eine Schneideinheit
aufweist, über dem nachfolgenden, von der Speichervorrichtung 1 kommenden Draht zu
liegen kommt. Zum Straffziehen des Drahtes wird der von der Speichervorrichtung 1
kommende Draht im Greifer geklemmt und in die entgegengesetzte Richtung zurück gezogen,
wodurch der Draht aus den Führungen im Schnürrahmen 8 gezogen und die Schlinge um
den Ballen zugezogen wird. Das Drahtende wird anschließend im Twister mit dem von
der Speichervorrichtung 1 kommenden Draht verdrillt und die Schlinge vom nachfolgenden
Draht abgeschnitten. Die Konstruktion des Schnürrahmens 8 ist an sich bekannt und
wird daher nicht im Detail beschrieben.
[0020] Bei Bedarf kann dieser Vorgang bei Ballen bis zu neun Mal wiederholt werden, falls
dies aufgrund der Größe und Struktur der Ballen erforderlich ist. Die Ballen werden
über Förderereinrichtungen 10, 11 quer zur Ebene, in der sich der Schnürrahmen 8 erstreckt,
zugefördert, entsprechend der Anzahl der anzubringenden Bindedrähte schrittweise weitergefördert
und anschließend aus diesem abgefördert.
[0021] Zwischen der Speichervorrichtung 1 und der Schnürvorrichtung 2 befindet sich noch
eine Kompaktiervorrichtung 12 für Restdraht. Diese dient dazu, Restdraht, also das
Ende eines vollständig von der Trommel abgezogenen Drahtes, dessen Länge nicht mehr
ausreicht, um einen Ballen vollständig zu verschnüren, einzurollen, damit dieser leichter
entsorgt werden kann.
[0022] Die Speichervorrichtung 1 der Ausführungsform gemäß Fig. 1 bis 3 weist wie erwähnt
zwei Rollengruppen 4, 5 auf, wobei die untere Rollengruppe 4 ortsfest an einem Rahmen
13 gelagert ist. Der Rahmen 13 weist des Weiteren eine Führung 14 auf, an der die
obere Rollengruppe 5 vertikal auf und ab verschiebbar ist. Die Speichervorrichtung
1 weist schließlich noch einen Kasten 6 auf, dessen Tür geöffnet dargestellt ist und
in dem die Führung 14 und die Rollengruppen 4, 5 aufgenommen sind. Die verschiebbare
Rollengruppe 5 ist in ihrer obersten Stellung mit durchgehenden Linien dargestellt
und in ihrer untersten Stellung mit strichlierten Linien. Der Draht wird, nachdem
er durch den Antrieb 3, mit dem er von der Trommel abgezogen wird, von links in die
Speichervorrichtung 1 eingeschoben wurde, zunächst um 90° um eine erste Scheibe der
unteren Rollengruppe 4 umgelenkt und anschließend mehrmals, im dargestellten Ausführungsbeispiel
drei Mal in Schlingen um die weiteren Scheiben der beiden Rollengruppen 4 und 5 geführt,
bis er anschließend nach der letzten Scheibe der unteren Rollengruppe 4 nach rechts
vom Antrieb 7 aus der Speichervorrichtung 1 heraus gezogen wird. Die Anzahl der Umschlingung
der beiden Rollengruppen 5 und 6 ist einerseits von der für die Umschlingung der Ballen
erforderlichen Länge abhängig und andererseits vom Verschiebeweg der oberen Rollengruppe
5. Mit anderen Worten muss der Längenunterschied des um die beiden Rollengruppen 4
und 5 geschlungenen Drahtes zwischen der Stellung, in der sich die beiden Rollengruppen
4 und 5 am nächsten sind und der Stellung, in der die beiden Rollengruppen 4 und 5
am weitesten voneinander entfernt sind, mindestens so groß sein, wie Draht für die
Umschlingung im Schnürrahmen 8 benötigt wird.
[0023] Anstelle von Rollengruppen kann auch nur jeweils eine ortsfeste und verschiebbare
Rolle verwendet werden, die jeweils eine der Anzahl der Umschlingungen entsprechende
Anzahl von Rillen aufweist, über welche der Bindedraht aufgrund der unterschiedlichen
Drahtgeschwindigkeiten der einzelnen Schlingen gleiten wird.
[0024] Als Antrieb für die verschiebbare Rolle oder Rollengruppe 5 kann beispielsweise eine
Feder oder ein Druckmittelzylinder, z.B. ein Pneumatikzylinder, verwendet werden,
der die verschiebbare Rolle oder Rollengruppe 5 immer von der ortsfesten Rolle oder
Rollengruppe 4 weg drückt, sodass der mehrfach um die Rollen oder Rollengruppen 4,
5 geschlungene Draht ständig gespannt ist und die verschiebbare Rolle oder Rollengruppe
5 beim Zuführen von Draht automatisch von der ortsfesten Rolle oder Rollengruppe 4
weg bewegt wird.
[0025] Der Ablauf beim Schnüren von Ballen kann beispielsweise Folgender sein. Die Rollengruppe
5 befindet sich in der untersten Stellung, wenn bei einem vorhergehenden Schnürvorgang
der gesamte Speichervorrat an Draht in der Speichervorrichtung 1 benötigt wurde. Der
Antrieb 7 ist gestoppt so dass der Draht vom Antrieb 7 festgehalten wird. Es wird
dann der Antrieb 3 gestartet, wodurch Draht von der Trommel abgezogen und in die Speichervorrichtung
1 hinein geschoben wird. Dabei wird die obere Rollengruppe 5 nach oben bewegt, bis
sie ihre oberste Stellung erreicht hat. Theoretisch wäre es auch möglich, den Antrieb
3 bereits früher zu stoppen, wenn die benötigte Drahtlänge zum Umschlingen der Ballen
geringer ist. Anschließend wird der Antrieb 3 gestoppt und der Antrieb 7 gestartet,
wodurch Draht aus der Speichervorrichtung 1 heraus gezogen wird. Da der Antrieb 3
gestoppt ist und den Draht festhält, wird die obere Rollengruppe 5 nach unten bewegt.
Durch den Antrieb 7 wird Draht soweit in den Schnürrahmen 8 hinein geschoben, bis
dieser gefüllt ist und der Drahtanfang über dem aus der Speichervorrichtung 1 nachfolgenden
Draht zu liegen kommt Nun wird die Antriebsrichtung des Antriebes 7 umgekehrt, so
dass die Schlinge um die Ballen so weit zugezogen wird, bis sie eng an den Ballen
anliegt. Dann wird der Greifer betätigt und das Drahtende im Twister mit dem aus der
Speichervorrichtung 1 kommenden Draht verdrillt und die fertig verdrillte Drahtschlinge
vom nachfolgenden Draht abgeschnitten. Während die Schlinge um die Ballen fest zugezogen
wird, wird ein Stück Draht in die Speichervorrichtung 1 zurückgeschoben, wodurch sich
die Rollengruppe 5 wieder um ein kleines Stück nach oben bewegt. Schließlich wird
wieder mit dem Befüllen der Speichervorrichtung 1 wie vorhin beschrieben begonnen,
indem der Antrieb 7 gestoppt und der Antrieb 3 gestartet werden.
[0026] In den Fig. 4 und 5 ist eine zweite Ausführungsform der Erfindung dargestellt, bei
der die Speichervorrichtung 1 als sogenannter Plattenspeicher 15 ausgeführt ist. Der
Plattenspeicher 15 besteht aus einem im wesentlichen hohlen, sehr flachen Kasten,
dessen großflächige Seitenwände 16, 17 nur einen geringen Abstand haben, der kleiner
als das Doppelte des Drahtdurchmessers ist. Vorzugsweise beträgt der Abstand der beiden
Seitenwände 16, 17 etwa das 1,5-fache des Drahtdurchmessers. Dadurch kann verhindert
werden, dass sich der Draht in Schlaufen nebeneinander legt, welche zu Verknotungen
und in der Folge zu Betriebsunterbrechungen führen würden. Gestützt wird die hintere
Seitenwand 17 durch einen Rahmen 22.
[0027] Die Speichervorrichtung 1 der Ausführungsform gemäß Fig. 4 und 5 weist ebenso wie
jene gemäß Fig. 1 bis 3 einen Einlauf mit einem Antrieb 3 und einen Auslauf mit einem
Antrieb 7 auf. Im Bereich des Einlaufs ist nach dem Antrieb 3 eine bogenförmige Führung
18 und im Bereich des Auslaufs ist vor dem Antrieb 7 eine bogenförmige Führung 19
angeordnet Die Führungen 18, 19 können Gleitführungen, wie bei der Führung 18 dargestellt,
oder Rollenführungen, wie bei der Führung 19 dargestellt, sein. Bei Bedarf können
sich die Führungen 18, 19 auch noch ein Stück seitlich entlang der Stirnwände 20,
21 nach oben erstrecken, um den Führungsbereich für den Draht zu verlängern. Zwischen
den gegebenenfalls nach oben verlängerten Führungen 18, 19 gibt es für den Draht keine
Führungen oder Stützeinrichtungen, so dass sich der Draht zwischen den Führungen 18,
19 mehr oder weniger zufällig lose mäanderförmig legt.
[0028] Zum erstmaligen Zuführen eines neuen Bindedrahtes in die Speichervorrichtung werden
die Führungen 18, 19 durch eine in den Zeichnungen nicht dargestellte geradlinige
Führung ersetzt, durch welche der Draht zwischen den Antrieben 3, 7 geradlinig durch
die Speichervorrichtung 1 durchgeführt wird. Anschließend kommen wieder die Führungen
18, 19 zum Einsatz. Der Wechsel zwischen den Führungen 18, 19 und der geradlinigen
Führung kann bevorzugt auch automatisiert durchgeführt werden.
[0029] Diese Ausführungsform bietet im Vergleich zur Ausführungsform gemäß Fig. 1 bis 3
den Vorteil eines sehr geringen konstruktiven Aufwandes sowie nicht vorhandener zu
bewegender konstruktiver Massen während des Befüllens und Entleerens der Speichervorrichtung
1 mit Bindedraht, wogegen die Ausführungsform gemäß Fig. 1 bis 3 den Vorteil einer
kontrollierten Führung des Bindedrahtes in der Speichervorrichtung 1 bietet, mit welcher
Betriebsunterbrechungen durch allfälliges Verklemmen des Drahtes im Plattenspeicher
15, welche bei bestimmten Drahtquerschnitten oder Drahtqualitäten möglicherweise nicht
ganz ausgeschlossen werden können, zuverlässig vermieden werden können.
[0030] Die Antriebe 3 und 7 beider vorstehend beschriebener Ausführungsformen müssen aber
nicht wie beschrieben während des Füllens und Entleerens der Speichervorrichtung 1
wechselseitig gestoppt werden, sondern die beiden Antriebe 3 und 7 können einander
zeitlich überschneidend angetrieben werden, so dass die Speichervorrichtung 1 mit
Hilfe des Antriebes 3 bereits wieder gefüllt werden kann, während der Draht mit Hilfe
des Antriebes 7 abgezogen wird. Dies ist möglich, weil durch das dynamische Speichervermögen
der Speichervorrichtung 1 das Abziehen des Drahtes von der Trommel vom Zuführen des
Drahtes zur Schnürvorrichtung 1 entkoppelt wird. Auf diese Weise ist eine Verkürzung
der Taktzeit der Schnürmaschine möglich. Ebenso ist es möglich, den Antrieb 3 während
des routinemäßigen Betriebes überhaupt nicht zu stoppen, sondern ihn mit mehr oder
weniger konstanter Geschwindigkeit ständig laufen zu lassen und nur den Antrieb 7
in Abhängigkeit vom Schnürvorgang diskontinuierlich anzutreiben. Wenn die Antriebe
3, 7 einander zeitlich überschneidend angetrieben werden oder der erste Antrieb beim
Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung überhaupt nicht gestoppt wird, könnte die
in der Speichervorrichtung 1 maximal speicherbare Drahtlänge auch kleiner als die
für das Befüllen des Schnürrahmens erforderliche Länge sein, sodass beispielsweise
der Verschiebeweg der verschiebbaren Rollengruppe 5 der Ausführungsform von Fig. 1
bis 3 kleiner sein könnte, da die Speichervorrichtung während des Herausziehens des
Drahtes schon wieder befüllt wird.
[0031] In Zufuhrrichtung des Bindedrahtes gesehen ist vor der Speichervorrichtung 1, vorzugsweise
noch vor dem Antrieb 3, eine Messeinrichtung für die in die Speichervorrichtung 1
zuzuführende Länge des Bindedrahtes angeordnet. Wenn das Ende des von der Trommel
abgezogenen Bindedrahtes erreicht wird, noch bevor die für den nächsten Schnürvorgang
erforderliche Länge an Bindedraht in der Speichervorrichtung 1 gespeichert wurde,
muss dieser Restdraht entsorgt werden. Dies kann, da sich erst ein kurzes Stück des
Bindedrahtes in der Schnürvorrichtung 2 befindet, auf einfache Weise dadurch erfolgen,
dass das vordere Ende des Restdrahtes, welches sich im Schnürkopf 9 befindet, aus
der Schnürvorrichtung 2 so weit zurückgezogen wird, bis es sich in der Kompaktiervorrichtung
12 befindet. Dann wird der Antrieb 7 wieder in die normale Zufuhrrichtung umgeschaltet
und der Restdraht in der Kompaktiervorrichtung 12 kompaktiert und ausgeworfen.
[0032] Anstelle einer Messeinrichtung kann vor der Speichervorrichtung 1, vorzugsweise vor
dem Antrieb 3, auch nur eine einfache Einrichtung zum Feststellen des Endes des Bindedrahtes
angeordnet sein. Sobald diese Einrichtung das Ende des Bindedrahtes fest stellt, wird
der Antrieb 3 gestoppt und der Restdraht wie vorhin beschrieben entsorgt. Diese Ausführungsform
setzt voraus, dass die Länge des in die Speichervorrichtung 1 zuzuführenden Drahtes
auf andere Weise erfasst oder bestimmt wird, beispielsweise indem als Antrieb ein
Schrittmotor verwendet wird, durch dessen Drehung die Vorschublänge des Drahtes exakt
vorgegeben werden kann, oder die Antriebsdauer des Antriebs 3 auf die Länge des zuzuführenden
Bindedrahtes abgestimmt ist.
1. Speichervorrichtung für Bindedraht einer Schnürmaschine, insbesondere für die Zellstoffproduktion,
mit einem Einlauf in die Speichervorrichtung (1) und einem Auslauf aus der Speichervorrichtung
(1), mit einem Antrieb (3, 7) für den Bindedraht, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Einlaufes und des Auslaufes ein Antrieb (3, 7) für den Bindedraht
angeordnet ist wobei zwei Rollengruppen oder Rollen (4, 5) vertikal übereinander angeordnet
sind, um welche der Bindedraht wenigstens zweifach geführt ist wobel eine Rollengruppe
oder Rolle (4) ortsfest und die zweite Rollengruppe oder Rolle (5) entlang einer Führung
(14) verschiebbar ist, so dass deren Achsabstand veränderbar ist.
2. Speichervorrichtung nach Ansprüch 1 , gekennzeichnet durch einen motorischen Antrieb zum Verschieben der verschiebbaren Rollengruppe oder Rolle
(5) entlang der Führung (14).
3. Speichervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Rollengruppe aus zwei oder mehr nebeneinander angeordneten Scheiben besteht,
die unabhängig voneinander drehbar gelagert sind.
4. Speichervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Rolle zwei oder mehr nebeneinander angeordnete Rlllen aufweist.
5. Verfahren zum Zuführen von Bindedraht durch eine Speichervorrichtung (1) zu einer
Schnürvorrichtung (2), insbesondere für die Zellstoffproduktion, bei dem der Bindedraht
durch einen Einlauf in die Speichervorrichtung (1) zugeführt und durch einen Auslauf
aus der Speichervorrichtung (1) zur Schnürvorrichtung (2) zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der durch einen Antrieb (3) zugeführte Bindedraht zunächst in der Speichervorrichtung
(1) gespeichert und anschließend durch einen Antrieb (7) aus der Speichervorrichtung
der Schnürvorrichtung (2) zugeführt wird, wobei der Bindedraht in der Speichervorrichtung
(1) um zwei Rollengruppen oder Rollen (4, 5) geführt wird, von welchen eine Rollengruppe
oder Rolle (5) während des Zuführens des Bindedrahtes in die Speichervorrichtung (1)
von der anderen Rollengruppe oder Rolle (4) weg bewegt und während des Abführens des
Bindedrahtes aus der Speichervorrichtung (1) auf die andere Rollengruppe oder Rolle
(4) zu bewegt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorgang des Zuführens des Bindedrahtes in die Speichervorrichtung (1) und des
Abführens des Bindedrahtes aus der Speichervorrichtung (1) einander zeitlich überschneiden.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorgang des Zuführens des Bindedrahtes in die Speichervorrichtung (1) und des
Abführens des Bindedrahtes aus der Speichervorrichtung (1) zeitlich nacheinander ausgeführt
werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorgang des Zuführens des Bindedrahtes in die Speichervorrichtung (1) im Wesentlichen
kontinuierlich und der Vorgang des Abführens des Bindedrahtes aus der Speichervorrichtung
(1) diskontinuierlich erfolgt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des in die Speichervorrichtung (1) zuzuführenden Bindedrahtes gemessen
und mit einer für einen Schnürvorgang erforderlichen Länge verglichen wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende des in die Speichervorrichtung (1) zuzuführenden Bindedrahtes erfasst wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Fall, dass die Länge an Restdraht in der Speichervorrichtung (1) kleiner als
die für einen Schnürvorgang erforderliche Länge ist, der Restdraht aus der Speichervorrichtung
(1) abgezogen und ausgeworfen wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Restdraht zuerst aus der Schnürvorrichtung (2) zurückgezogen und anschließend
aus der Speichervorrichtung (1) abgezogen und ausgeworfen wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Restdraht nach dem Abziehen aus der Speichervorrichtung (1) einer zwischen der
Speichervorrichtung (1) und der Schnürvorrichtung (2) angeordneten Kompaktiervorrichtung
(12) zugeführt wird.
1. Accumulator device for tying wire in a tying machine, particularly for pulp production,
with an inlet to the accumulator device (1) and an outlet from the accumulator device
(1), and with a drive (3, 7) for the tying wire, characterised by a drive (3, 7) for the tying wire being mounted at the inlet and outlet areas, where
two rolls or roll groups (4, 5) are mounted vertically one above the other and around
which the tying wire is wound at least twice, where one roll group or roll (4) is
stationary and the second roll group or roll (5) is movable along a guide (14) which
has an adjustable centre distance.
2. Accumulator device according to Claim 1, characterised by a motor drive for moving the movable roll group or roll (5) along the guide (14).
3. Accumulator device according to one of Claims 1 to 2, characterised by each roll group consisting of two or more discs arranged one beside the other and
which can be pivoted independently of one another.
4. Accumulator device according to one of Claims 1 to 2, characterised by each roll having two or more channels running adjacent to one another.
5. Process for feeding tying wire through an accumulator device (1) to a tying device
(2), particularly for pulp production, where the tying wire is fed through an inlet
into the accumulator device (1) and through an outlet out of the accumulator device
(1) to the tying device (2), characterised by the tying wire fed to the accumulator device (1) by a drive (3) being stored first
of all in the accumulator device (1) and then guided out of the accumulator device
by a drive to the tying device (2), where the tying wire in the accumulator device
(1) is wound round two roll groups or rolls (4, 5), where one roll group or roll (5)
moves away from the other roll group or roll (4) while the tying wire is fed into
the accumulator device (1) and moves towards the other roll group or roll (4) while
the tying wire is being removed from the accumulator device (1).
6. Process according to Claim 5, characterised by the process of feeding the tying wire into the accumulator device (1) and removing
the tying wire from the accumulator device (1) overlapping concurrently.
7. Process according to Claim 5, characterised by the process of feeding the tying wire into the accumulator device (1) and removing
the tying wire from the accumulator device (1) taking place consecutively.
8. Process according to one of Claims 5 to 7, characterised by the procedure of feeding the tying wire into the accumulator device (1) being conducted
continuously and the procedure of removing the tying wire from the accumulator device
(1) being conducted intermittently.
9. Process according to one of Claims 5 to 8, characterised by the length of the tying wire to be fed into the accumulator device (1) being measured
and compared with a length required for one tying cycle.
10. Process according to one of Claims 5 to 9, characterised by the end of the tying wire to be fed into the accumulator device (1) being grasped.
11. Process according to Claim 9 or 10 characterised by the leftover wire being pulled out of the accumulator device (1) and ejected if the
length of leftover wire in the accumulator device (1) is shorter than the length required
for one tying cycle.
12. Process according to Claim 11, characterised by the leftover wire being pulled back out of the tying device (2) first of all and
then pulled out of the accumulator device (1) and ejected.
13. Process according to one of Claims 11 or 12, characterised by the leftover wire being fed to a compacting device (12) located between the accumulator
device (1) and the tying device (2) after being pulled out of the accumulator device
(1).
1. Accumulateur de fil de ligature dans une machine à lier par fil, notamment dans la
production de pâte à papier, avec une entrée vers l'accumulateur (1) et une sortie
de l'accumulateur (1), avec une commande d'entraînement (3, 7) pour le fil de ligature,
caractérisé en ce qu'une commande d'entraînement (3, 7) pour le fil de ligature est montée dans les zones
d'entrée et de sortie, deux groupes de rouleaux ou des rouleaux (4, 5) étant montés
verticalement l'un au dessus de l'autre, autour desquels le fil de ligature est enroulé
au moins deux fois, où un groupe de rouleaux ou un rouleau (5) est amovible le long
d'un guidage (14) de manière que leur entraxe soit ajustable.
2. Accumulateur selon la revendication 1, caractérisé par une commande à moteur pour déplacer le groupe de rouleaux ou le rouleau (5) qui est
amovible le long du guidage (14).
3. Accumulateur selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que chaque groupe de rouleaux comporte deux ou plusieurs disques disposés l'un à côté
de l'autre et qui peuvent être pivotés indépendamment l'un de l'autre.
4. Accumulateur selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que chaque rouleau comporte deux ou plusieurs rainures disposées l'une à côté de l'autre.
5. Procédé d'alimentation d'un fil de liage vers une unité de liage (2) à travers un
accumulateur (1), notamment dans la production de pâte à papier, où le fil se trouve
alimenté par une entrée vers l'accumulateur (1) et une sortie de l'accumulateur (1),
vers l'unité à lier (2), caractérisé en ce que le fil de ligature alimenté par une commande d'entraînement (3) est d'abord accumulé
dans l'accumulateur (1) et puis guidé en dehors de l'accumulateur vers l'unité de
liage (2) par un entraînement (7), où le fil de ligature dans l'accumulateur (1) est
enroulé sur deux groupes de rouleaux ou des rouleaux (5), dont un groupe de rouleaux
ou un rouleau (5) est éloigné de l'autre groupe de rouleaux ou du rouleau pendant
l'alimentation du fil de liage vers l'accumulateur et est approché de l'autre groupe
de rouleaux ou du rouleau (4) pendant l'enlèvement du fil de liage de l'accumulateur.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le procédé d'alimentation du fil de ligature vers l'accumulateur (1) et celui de
l'enlèvement du fil de ligature à partir de l'accumulateur (1) chevauchent.
7. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le procédé d'alimentation du fil de ligature vers l'accumulateur (1) et celui de
l'enlèvement du fil de ligature à partir de l'accumulateur (1) ont lieu consécutivement.
8. Procédé selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que le procédé d'alimentation du fil de ligature vers l'accumulateur (1) se déroule,
dans l'essentiel, en continu, tandis que le procédé d'enlèvement du fil de ligature
de l'accumulateur (1) se déroule en discontinu.
9. Procédé selon l'une des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que la longueur du fil de ligature à alimenter vers l'accumulateur (1) est mesurée et
comparée à la longueur requise pour un cycle de liage.
10. Procédé selon l'une des revendications 5 à 9, caractérisé en ce que le bout du fil de ligature à alimenter vers l'accumulateur (1) est saisi.
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce qu'au cas où la longueur résiduelle dans l'accumulateur (1) est inférieure à celle requise
pour un cycle de liage, le fil résiduel est tiré en dehors de l'accumulateur (1) et
éjecté.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que le fil résiduel est tiré de l'unité de liage (2) vers l'arrière, puis tiré en dehors
de l'accumulateur (1) et éjecté.
13. Procédé selon l'une des revendications 11 ou 12, caractérisé en ce que le fil résiduel, après avoir été tiré en dehors de l'accumulateur (1), est mené à
une unité de compactage (12) disposée entre l'accumulateur (1) et l'unité à lier-(2).