[0001] Die Erfindung betrifft ein Farbwerk sowie eine Druckeinheit einer Druckmaschine gemäß
dem Oberbegriff des Anspruches 1 bzw. 10.
[0002] Durch die
WO 2005/097504 A2 ist eine Druckeinheit mit vier übereinander angeordneten Doppeldruckwerken bekannt,
deren vier Druckwerkszylinder in einer Ausführung mit ihren Zentren in einer selben
Ebene liegen. In einer Ausführung der Druckeinheit sind die Druckwerke für den wasserlosen
Offsetdruck ausgebildet und weisen als Kurzfarbwerk ausgebildete Farbwerksmodule auf,
wobei von einer als Rasterwalze ausgebildeten zentralen Walze über zwei Auftragwalzen
Farbe aufgebracht wird. Zusätzlich wirkt die zentrale Rasterwalze mit zwei weiteren
Walzen zusammen, welche ihrerseits über je eine changierende Reibwalze mit der benachbarten
Farbauftragwalze zusammenwirkt. Die Rasterwalze des Kurzfarbwerks erhält die Farbe
aus einer Farbauftragvorrichtung, insbesondere einer Kammerrakel oder auch über einen
nicht näher ausgeführten Walzenzug von einem Farbkasten her. In einer anderen Ausführung
ist das Farbwerksmoduls als Walzenfarbwerk ausgebildet und weist stromabwärts des
Farbkastens einen Walzenzug mit in Serie einer Duktorwalze, einer Filmwalze, einer
Übertragungswalze, einem ersten Reibzylinder, einer weiteren Übertragungswalze und
einem zweiten Reibzylinder auf, bevor die Farbe von letzterem parallel über zwei Auftragwalzen
auf den Formzylinder aufgetragen wird. In einer dritten Ausführung des Farbwerkmoduls
ist dieses als zweizügiges Walzenfarbwerk ausgebildet, wobei sich der Walzenzug vom
Farbkasten kommend am zweiten Reibzylinder teilt und je Zweig über weitere Walzen
zu jeweils zwei Auftragwalzen führt.
[0003] Durch die
WO 2005/108081 A1 ist ein Ausschnitt eines Farbwerkes für eine Druckmaschine zur Zufuhr und Dosierung
der Druckfarbe offenbart, wobei ein Farbduktor rotatorisch angetrieben wird, so dass
dessen Außenumfang am Reservoir der Druckfarbe vorbei streicht, wodurch sich eine
Farbschicht bestimmter Schichtdicke auf der Duktorwalze bildet. Von der Duktorwalze
wird die Druckfarbe anschließend mittels einer Filmwalze abgenommen und in Richtung
der Druckzone der Druckmaschine weitergefördert. Zur zonal individuellen Dosierung
der vom Farbwerk zu übertragenden Farbmenge dient eine Dosiereinrichtung aus mehreren
nebeneinander angeordnete Farbmessern. Das jeweilige Farbmesser ist verstellbar gelagert,
so dass die Farbzonenöffnung zwischen der Vorderkante des Farbmessers und dem Außenumfang
der Duktorwalze verändert werden kann.
[0004] Die
DE 38 18 339 A1 betrifft ein Farbwerk für Druckmaschinen, insbesondere für die obere Farbzufuhr von
Doppeldruckwerken, wobei eine saubere Farbführung und exakte Dosierung gesichert,
und gleichzeitig die Charakteristik eines Kurzfarbwerks beibehalten werden soll. Hierzu
sind einem Formzylinder zwei Farbauftragwalzen sowie eine mit diesen zusammenwirkende
Rasterwalze vorgeordnet. Die Rasterwalze bildet zusammen mit einer Farbzuführwalze
(Duktorwalze) einen Spalt. Zur Vordosierung wirkt die Farbzuführwalze mit einem Farbmesser
eines Farbkastens zusammen, während zusätzlich für die Dosierung ein Farbstauraum
zwischen der Farbzuführwalze, der Rasterwalze und einer die Rasterwalze abrakelnden
Rakel gebildet ist.
[0005] Die
EP 0 752 311 A2 offenbart ein Farbwerk einer Druckmaschine, wobei von einem zonal stellbaren Farbkasten
Farbe durch eine Duktorwalze über einen Spalt an eine zentrale Walze, und von dort
über zwei Auftragwalzen an den Formzylinder übertragen wird. An die zentrale Walze
ist wahlweise eine Rakelvorrichtung an- und abstellbar. In Weiterbildung kann am Umfang
der zentralen Walze eine zusätzliche Reiterwalze vorgesehen sein, mit welcher eine
weitere Reiterwalze zusammen wirkt. Die zentrale Walze weist hier eine Strukturierung
mit einer Liniendichte von 80 bis 200 Linien/cm auf.
[0006] Durch die
US 5,709,147 A ist Druckwerk mit einem Farb- und einem Feuchtwerk offenbart, wobei Farbe von einem
Farbkasten und einer Farbkastenwalze über eine erste und eine zweite Zwischenwalze
an eine zentrale Walze transportiert wird, von welcher sie über zwei Auftragwalzen
an den Formzylinder übertragen wird. An die zentrale Walze ist zur Dosierung der Farbmenge
eine Rakeleinrichtung anstellbar. Die zentrale Walze weist eine strukturierte Oberfläche
mit z. B. einer Dichte von 80 bis 200 Linien/cm auf.
[0007] Die
EP 0 956 973 A2 betrifft eine Druckmaschine mit auswechselbarem Plattenzylinder und einem Farbwerk,
dessen Walzen verstelltt werden können um sie an Plattenzylinder unterschiedlicher
Durchmesser anstellen zu können. Im Farbwerk wird die Farbe von einer Duktorwalze
über eine Dosierwalze an eine zentrale Primärwalze übertragen, von welcher sie über
zwei Walzenzüge mit jeweils einer Übertragungswalze, einer Reibwalze und einer Auftragwalze
an den Formzylinder transportiert wird.
[0008] Die
US 2 466 603 betrifft ein Direktdruckwerk, wobei mehrere Formzylinder an einen Gegendruckzylinder
anstellbar sind. Die Farbe wird aus einem Farbkasten von einer Farbkastenwalze über
zwei Duktorwalzen an eine zentrale Walze übertragen, von welcher die Farbe über zwei
jeweils eine Übertragungswalze, eine Reibwalze und zwei parallele Auftragwalzen enthaltende
Walzenzüge an den Formzylinder abgegeben wird.
[0009] Die
EP 1 543 969 A1 offenbart ein typisches Kurzfarbwerk mit einer Rasterwalze, welcher Druckfarbe direkt
über ein angestelltes Kammerrakel zugeführt wird. Die Farbmenge wird in derartigen,
nicht zonal dosierbaren Farbwerken über die Temperatur eingestellt.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Farbwerk einer Druckmaschine
sowie eine das Farbwerk aufweisende Druckeinheit zu schaffen.
[0011] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 bzw. 10 gelöst.
[0012] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass das
Farbwerk besonders raumsparend, und dennoch zonal hinsichtlich der Farbmenge einstellbar,
sowie den hohen Anforderungen an eine gute Verreibung gerecht werdend ausgebildet
ist.
[0013] Durch das Farbdosiersystem mit zonal individuell einstellbarer Farbzufuhr in Kombination
mit einer mehrfachen Farbabnahme z. B. bereits an der der Duktorwalze folgenden Walze
kann das Farbwerk äußerst kurz und dennoch zonal einstellbar ausgebildet werden. Von
besonderem Vorteil zweigen an dieser (zentralen) Walze zwei Walzenzüge ab, welche
jeweils mindestens eine changierbare Walze aufweisen. Durch den Abzweig im Bereich
einer vom Formzylinder abgewandten Walzenseite der zentralen Walze ist trotz kürzester
Bauweise eine Farbspaltung in einer Mehrzahl von Walzenspalten möglich.
[0014] Eine mit derartigen Farbwerken ausgestattete Druckeinheit kann äußerst kompakt ausgebildet
werden. Dies lässt sich vorteilhaft noch dadurch steigern, dass die Druckeinheit teilbar
ausgebildet ist.
[0015] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0016] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein als Offsetdruckwerk ausgebildetes Druckwerk einer Druckmaschine in einer ersten
Ausführungsvariante eines zweiten Beispiels;
- Fig. 2
- ein als Offsetdruckwerk ausgebildetes Druckwerk einer Druckmaschine in einer zweiten
Ausführungsvariante eines zweiten Beispiels;
- Fig. 3
- ein als Offsetdruckwerk ausgebildetes Druckwerk einer Druckmaschine in einer dritten
Ausführungsvariante bzw. einer gemischten Betriebsweise aus der ersten und zweiten
Ausführungsvariante des zweiten Ausführungsbeispiels;
- Fig. 4
- ein als Offsetdruckwerk ausgebildetes Druckwerk einer Druckmaschine in einer ersten
Ausführungsvariante eines dritten Beispiels;
- Fig. 5
- ein als Offsetdruckwerk ausgebildetes Druckwerk einer Druckmaschine in einer zweiten
Ausführungsvariante eines dritten Beispiels;
- Fig. 6
- ein als Offsetdruckwerk ausgebildetes Druckwerk einer Druckmaschine in einer dritten
Ausführungsvariante eines dritten Beispiels;
- Fig. 7
- ein als Offsetdruckwerk ausgebildetes Druckwerk einer Druckmaschine in einer vierten
Ausführungsvariante eines dritten Beispiels;
- Fig. 8
- ein als Offsetdruckwerk ausgebildetes Druckwerk einer Druckmaschine in einer fünften
Ausführungsvariante eines dritten Beispiels;
- Fig. 9
- ein als Offsetdruckwerk ausgebildetes Druckwerk einer Druckmaschine in einer sechsten
Ausführungsvariante eines dritten Beispiels;
- Fig. 10
- eine Ausführung einer Druckeinheit, insbesondere als teilbare Druckeinheit;
- Fig. 11
- eine Ausführung einer teilbaren Druckeinheit in offener Stellung.
[0017] Ein Druckwerk 01 einer Druckmaschine, insbesondere einer Zeitungsdruckmaschine, weist
zumindest einen ersten Druckwerkszylinder 02, z. B. einen mindestens eine Druckform
tragenden Formzylinder 02 sowie ein die Druckform auf dem Formzylinder 02 einfärbendes
Farbwerk 03 auf (siehe z. B. Fig. 1). Grundsätzlich kann zusätzlich zum Farbwerk 03
ein die Druckform mit Feuchtmittel benetzendes Feuchtwerk vorgesehen sein, jedoch
ist das hier als Offsetdruckwerk 01 ausgebildete Druckwerk 01 vorzugsweise als Trockenoffsetdruckwerk
01, d. h. ohne Feuchtwerk bzw. ohne Mittel zur gesonderten Feuchtmittelzufuhr, ausgebildet.
[0018] Die Druckform des Formzylinders 02 kann grundsätzlich in der Art einer Gravur in
der Mantelfläche oder als auf der Mantelfläche lösbar angeordnete Druckform in der
Art eines die Druckbildvorlage (im Hochdruck-, Tiefdruck- oder Flachdruckverfahren)
aufweisenden plattenartigen Aufzuges oder einer Hülse ausgebildet sein. Vorzugsweise
ist die mindestens eine Druckform auf dem Formzylinder 02 jedoch hier als Flachdruckform,
insbesondere als zur Verwendung im wasserlosen Offsetdruck ausgebildete Flachdruckform,
ausgeführt. In bevorzugter Ausführung ist zumindest einer der Druckwerkszylinder 02;
06, insbesondere zumindest der Formzylinder 02, temperierbar ausgeführt. Hierfür ist
zumindest einem der Druckwerkszylinder 02; 06, insbesondere zumindest dem Formzylinder
02, eine nicht dargestellte Temperiereinrichtung zugeordnet, durch welche die Temperatur
des Zylindermantels und/oder der auf dem Zylindermantel befindlichen Druckfarbe mittelbar
oder unmittelbar temperierbar ist. Vorzugsweise ist der Formzylinder 02 hierzu mit
einem Temperierfluid durchströmbar ausgebildet, welches beispielsweise aus einer geeignete
Temperiereinrichtung dem Formzylinder 02 zugeführt wird.
[0019] Die durch das Farbwerk 03 auf die Druckform(en) des Formzylinders 02 entsprechend
der Druckbildvorlage aufgetragene Druckfarbe kann dann grundsätzlich in einem Direktdruckverfahren
direkt vom Formzylinder 02 an einen Bedruckstoff 04, z. B. eine Papierbahn 04 (kurz:
Bahn 04) abgegeben werden. Vorzugsweise wird sie hier jedoch im indirekten Flachdruckverfahren,
d. h. im Offsetdruck, über einen als Übertragungszylinder 06 ausgebildeten Druckwerkszylinder
06 im Bereich einer Druckstelle 07 an den Bedruckstoff 04 abgegeben. Der Bedruckstoff
04 kann Grundsätzlich auch als in einer Bogendruckmaschine zu bedruckender Bedruckstoffbogen
ausgeführt sein.
[0020] Die Druckstelle 07 ist vorzugsweise als Druckspalt 07 mit einem weiteren Druckwerkszylinder
08 gebildet, welcher dem Übertragungszylinder 06 über den zu bedruckenden Bedruckstoff
04 als Widerlager dient. Dieser dritte Druckwerkszylinder 08 kann als reiner, keine
Druckfarbe führender Gegendruckzylinder, vorteilhaft jedoch als ein zweiter, farbführender
Übertragungszylinder 08 eines zweiten Druckwerks 09 mit einem zweiten als Formzylinder
10 ausgebildeten Druckwerkszylinder 10 ausgeführt. Dieses bildet mit dem ersten Druckwerk
01 bei einander über den Bedruckstoff 04 angestellten Übertragungszylindern06; 08
eine als Doppeldruckstelle 07 für den gleichzeitig beidseitigen Druck ausgebildete
Druckstelle 07 (siehe z. B. Fig. 10). In einer vorteilhaften Ausführung liegen in
Druck-An-Stellung die Zentren der beiden Druckwerkszylinder 02; 06 des Druckwerks
01 und des dritten Druckwerkszylinders 08, in der Ausführung mit Doppeldruckstelle
07 die Zentren aller vier Druckwerkszylinder 02; 06; 08; 10, in einer gemeinsamen
Ebene E (siehe z. B. Fig. 10).
[0021] Das Farbwerk 03 weist eingangsseitig, d. h. formzylinderfern ein Farbdosiersystem
11 auf, durch welches die Druckfarbe hinsichtlich zumindest ihrer Menge dosiert in
das Farbwerk 03 eintragbar ist. Im vorliegenden Farbwerk 03 soll das Farbdosiersystem
11 vorzugsweise als kontinuierlich Druckfarbe eintragendes System ausgeführt sein.
Zwischen Farbdosiersystem 11 und Formzylinder 02 ist ein je nach Farbwerkstyp unterschiedlich
ausgeprägter Walzenzug vorgesehen, durch welchen die eingetragene Druckfarbe "verrieben",
d. h. auf den Walzenumfängen möglichst vergleichmäßigt wird. Tendenziell steigt mit
der Anzahl der Walzen, d. h. der Farbspaltungen, die Güte der Verreibung, die Flexibilität
bei der Einstellung und die Kapazität der im Farbwerk 03 gespeicherten und vergleichmäßigten
Druckfarbe, was jedoch gleichzeitig zu erhöhtem Raumbedarf und zu hohen Kosten führt.
[0022] Das nachfolgend in Beispielen beschriebene Farbwerk 03 ist raum- und kostensparend,
jedoch gleichzeitig mit einer hohen Güte bei der Verreibung und einer hinsichtlich
der Steuerbarkeit des Farbeintrages optimalen Flexibilität ausgebildet.
[0023] Das Farbwerk 03 weist (wenigstens) zwei rotierbar gelagerte Walzen 12.1; 12.2, z.
B. Farbauftragwalzen 12.1; 12.2, auf, durch welche im an den Formzylinder 02 angestellten
Zustand Druckfarbe auf die Druckform aufbringbar ist. Im Hinblick auf einen Reihenfolge
des Durchtritts eines Formzylinderpunktes durch die benachbarten Nippstellen können
die Farbauftragswalzen 12.1; 12.2 auch als vordere Farbauftragwalze 12.1 und hintere
Farbauftragwalze 12.2 bezeichnet sein. Diese beiden Farbauftragwalzen 12.1; 12.2 erhalten
die Druckfarbe unmittelbar und/oder mittelbar von einer zentralen Walze 13, welche
die Druckfarbe von einer stromaufwärts des Farbwerks 03 vorgesehenen weiteren Walze
14, z. B. einer Duktorwalze 14, erhält, die ihrerseits stromaufwärtig mittelbar oder
vorzugsweise unmittelbar durch das Farbdosiersystem 11 mit Druckfarbe versorgt wird.
Grundsätzlich kann die zentrale Walze 13 durch eine zwischen Duktorwalze 14 und zentraler
Walze 13 pendelnde Heberwalze (nicht dargestellt) oder über eine oder mehrere weitere,
zwischen der zentralen Walze 13 und der Duktorwalze 14 angeordneter Walzen mit Druckfarbe
versorgt werden.
[0024] Bevorzugt wird jedoch ein kontinuierlicher, vorzugsweise unmittelbarer Farbübertrag
von der Duktorwalze 14 auf die zentrale Walze 13, indem diese permanent in Kontakt
mit einem auf der Duktorwalze 14 aufgebrachtem Farbfilm steht. Vorzugsweise dreht
die zentrale Walze 14 in etwa (z. B. maximal ± 2% Abweichung) mit der Umfangsgeschwindigkeit
der Druckwerkszylinder 02; 06 und die Duktorwalze 14 mit einer hiervon signifikant
verschiedenen, insbesondere signifikant niedrigeren (z. B. bei Produktion mindestens
Faktor 2 niedrigeren) Umfangsgeschwindigkeit. Durch die Differenz in der Umfangsgeschwindigkeit
wird durch die zentrale Walze 13 permanent Druckfarbe vom Farbfilm der Duktorwalze
14 abgenommen. Die Zentren der zentralen Walze 13 und der Duktorwalze 14 sind vorzugsweise
derart voneinander beabstandet gelagert, so dass zwischen den farbfreien Mantelflächen
ein Spalt 18, z. B. ein Spalt 18 einer Breite von 0,03 bis 0,08 mm, verbleibt. Dieser
ist groß genug, dass die blanken Mantelflächen nicht in Berührung stehen, jedoch klein
genug, dass durch die zentrale Walze 13 Druckfarbe von der eingefärbten Duktorwalze
14 abgenommen werden kann. Der Spalte 18 ist in seiner breite vorzugsweise einstellbar,
indem mindestens eine der beiden Walzen 13; 14, z. B. die Walze 14, am Gestell in
einer Richtung mit zumindest einer zu ihrer Axialrichtung senkrecht stehenden Komponente
bewegbar ist. Damit die Walze 13 sicher ausreichend Druckfarbe vom Farbfilm der Duktorwalze
14 abnehmen kann, ist sie vorzugsweise mit einer strukturierten Mantelfläche, z. B.
in der Art einer Filmwalze 13 oder ggf. auch in einer geeigneten Bauart einer Rasterwalze
ausgebildet.
[0025] In einer vorteilhaften Ausführung ist die Breite des Spaltes 18 einstellbar, indem
z. B. die Ducktorwalze 14 (ggf. zusammen mit Komponenten des Farbdosiersystems 11)
und/oder die zentrale Walze 13 (ggf. zusammen mit anderen Komponenten des Walzenzuges)
relativ im Abstand zueinander bewegbar gelagert ist bzw. sind. In einer Ausführung
ist hierfür beispielsweise die zentrale Walze 13 bewegbar, insbesondere z. B. in Excenterlagern
stellbar, gelagert. In einer anderen, vorteilhaften Ausführung ist z. B. die Duktorwalze
14 und ggf. das Farbdosiersystem 11 bewegbar gelagert. Hierzu sind beispielsweise
Duktorwalze 14 und Farbdosiersystem 11 an einem gemeinsamen, bewegbar gelagerten Rahmenteil
angeordnet. Im Hinblick auf die Axialrichtung der zentralen Walze 13 ist diese in
allen Varianten vorzugsweise gestellfest, d. h. beispielsweise nicht changierbar,
gelagert.
[0026] Vorzugsweise ist die Duktorwalze 14 hinsichtlich ihrer Rotation durch einen von der
zentralen Walze 13 mechanisch unabhängigen Motor 16 - z. B. direkt oder über ein Getriebe
(z. B. ein Zahnradgetriebe oder einen Riementrieb) - zwangsangetrieben. Der Antrieb
erfolgt bei in o. g. Weise stellbarer Walze 13 z. B. über eine winkel- und/oder versatzausgleichende
Kupplung oder über eine Ausgleichswelle. Motoren bzw. Antriebsmotoren sind in den
Figuren durch das entsprechende quadrantweise gefüllte Kreissymbol angedeutet. Vorzugsweise
ist der Motor 16 und damit die Drehzahl der Duktorwalze 14 variierbar ausgebildet.
Hierdurch ist die von der Duktorwalze 14 auf die zentrale Walze 13 zu übertragende
Farbmenge veränder- und damit einstellbar. Die Lagerung der Duktorwalze 14 ist vorteilhafter
Weise innerhalb einer Lichten Weite von die Druckwerkszylinder 02; 06; 08; 10 stirnseitig
tragenden Gestellwänden vorgesehen, d. h. jeweils auf der Innenseite der jeweiligen
Gestellflucht.
[0027] Vorzugsweise ist das der Duktorwalze 14 die Druckfarbe liefernde Farbdosiersystem
11 hinsichtlich der einzutragenden Druckfarbe zonal einstellbar ausgeführt. Hierbei
sind mehrere über die Breite des Farbwerks 03 nebeneinander liegende Abschnitte, z.
B. Zonen, unabhängig voneinander hinsichtlich der eingebrachten bzw. einzubringenden
Farbmenge einstellbar. Hierzu weist das Farbdosiersystem 11 abschnittsweise eine einstellbare
Dosiereinrichtung 17 auf. Die Dosiereinrichtung 17 kann den Zonen zugeordnete Leitungsöffnungen
eines Pumpfarbwerkes umfassen, wobei die Farbauslassmengen für Leitungsöffnungen unterschiedlicher
Zonen individuell z. B. über Ventile oder einzelne Pumpen einstellbar ist. In der
hier dargelegten bevorzugten Ausführung ist das Farbdosiersystem 11 als sog. Farbkasten
11 ausgebildet und umfasst als Dosiereinrichtung 17 über die Breite des Farbwerkes
03 nebeneinander angeordnet eine Anzahl von Farbmessern 17 oder durch Schlitzen eines
breiteren Messers erhaltene Farbmesserzungen - was ebenfalls unter die Bedeutung "mehrerer
Farbmesser" fallen soll. Diese Farbmesser 17 (bzw. Zungen) sind jeweils durch nicht
näher dargestellte und erläuterte Stellmittel in ihrem Abstand zur Mantelfläche der
Duktorwalze 14 individuell einstellbar. Vorzugsweise sind die Stellmittel durch eine
Steuer- und/oder Regeleinrichtung der Druckmaschine und/oder einen Leitstand ferbetätigt
steuerbar ausgebildet. Je nach eingestelltem Abstand kann eine Farbschicht einer größeren
oder kleineren Stärke vom Farbreservoir des Farbkastens 11 durch den zwischen Farbmesser
17 und Mantelfläche gebildeten Spalt treten und in den Walzenzug des Farbwerks 03
eingetragen werden. Durch die individuell einstellbaren Farbmesser 17 (bzw. Zungen)
kann somit zonal, d. h. abschnittsweise über die wirksame Breite des Farbwerks 03
bzw. des Farbdosiersystems 11, die einzutragende Farbmenge eingestellt werden. Die
Aufnahme für den Farbkasten 11 ist vorteilhafter Weise innerhalb einer Lichten Weite
von die Druckwerkszylinder 02; 06; 08; 10 stirnseitig tragenden Gestellwänden vorgesehen,
d. h. jeweils auf der Innenseite der jeweiligen Gestellflucht.
[0028] In einer ersten, einfachsten Ausführung des äußerst kurzen, vorzugsweise jedoch zonal
einstellbaren Farbwerks 03 weist dieses z. B. zwei Farbauftragwalzen 12.1; 12.2, eine
z. B. mit strukturierter Mantelfläche ausgeführte zentrale Walze 13, eine über einen
Spalt 18 zusammen wirkende Duktorwalze 14 sowie ein vorzugsweise zonal einstellbares
Farbdosiersystem 11 auf. In dieser Ausführung weist das Farbwerk 03 einen kürzesten
Farbweg vom Farbdosiersystem 11 über eine Duktorwalze 14, über eine mit geringem Spalt
18 angeordnete zentrale Walze 13, auf eine in diesem Beispiel mit letzterer in Berührkontakt
stehende Farbauftragwalze 12.1; 12.2, und von dort auf den Formzylinder 02 auf. In
dieser einfachsten Ausführung sind die beiden Farbauftragwalzen 12.1; 12.2 sowohl
an den Formzylinder 02 als auch an die Walze 13 angestellt. Von der mit der Duktorwalze
14 über einen Spalt 18 zusammen wirkenden zentralen Walze 13 wird hier also Druckfarbe
bezüglich des Farbstroms stromabwärts an zwei in Umfangsrichtung voneinander beabstandeten
Stellen durch die Walzen 12.1; 12.2 abgenommen.
[0029] Die zentrale Walze 13 ist für alle Beispiele vorzugsweise mittel- oder unmittelbar
rotatorisch zwangsgetrieben. Hierzu kann sie am Zapfen über eine mechanische Antriebsverbindung
von einem der Druckwerkszylinder 02; 06 her, oder aber vorzugsweise durch einen Antriebsmotor
19 mechanisch unabhängig von den Druckwerkszylindern 02; 06 rotatorisch zwangsgetrieben
sein.
[0030] In einer hinsichtlich der Verreibung und Vergleichmäßigung vorteilhafteren zweiten
Ausführung des Farbwerks 03 ist im Farbwerk 03 jedoch wenigstens eine weitere Walze
21.1; 21.2 (z. B. Abnahmewalze 21.1; 21.2) vorgesehen, welche mit der zentralen Walze
13 stromabwärts zusammen wirkt. Diese wirkt ihrerseits stromabwärts mit einer weiteren
Walze 22.1; 22.2 (z. B. Übertragungs- und/oder Verreibewalze 22.1; 22.2), und letztere
mit der dem Umfang der zentralen Walze 13 geometrisch am nächsten liegenden Farbauftragwalze
12.1; 12.2 zusammen.
[0031] Vorzugsweise sind - wie dargestellt - zwei derartige Abnahmewalzen 21.1; 21.2, z.
B. beidseitig einer die Zentren des Formzylinders 02 und der zentralen Walze 13 verbindenden
Ebene Z, am Umfang der zentralen Walze 13 vorgesehen, welche jeweils über eine Übertragungs-
und/oder Verreibewalze 22.1; 22.2 mit der geometrisch am nächsten liegenden Farbauftragwalze
12.1; 12.2 zusammen wirken. Zumindest die Übertragungs- und/oder Verreibewalzen 22.1;
22.2 sind in bevorzugter Weise in axialer Richtung bewegbar und über einen entsprechenden
Antrieb zwangsweise changierbar gelagert. Der Changierantrieb ist hier nicht konkret
dargestellt, kann aber grundsätzlich über ein Getriebe aus der Rotationsbewegung der
Walze 22.1; 22.2 abgeleitet werden (kostengünstig) oder aber durch ein eigens hierfür
vorgesehenes Antriebsmittel erfolgen (variabler bzgl. Frequenz). Beidenfalls erfolgt
die Changierbewegung zwangsweise. Dies erfolgt beispielsweise durch ein die Rotationsbewegung
der Walze 22.1; 22.2 oder eines Motorrotors in eine changierende Axialbewegung umsetzendes
Getriebe, z. B. über ein mit einer kurvenförmige umlaufende Nut zusammen wirkenden
Mitnehmer, über eine Taumelscheibe, über ein Schnecken- oder ein Kurbelgetriebe. Die
Walze 22.1; 22.2 ist bzw. die Walzen 22.1; 22.2 sind hier rotatorisch lediglich durch
Friktion mit der Abnahmewalze 21.1; 21.2 und/oder der Farbauftragwalze 12.1; 12.2
angetrieben, können in Weiterbildung jedoch auch zusätzlich durch den Antriebsmotor
19 der zentralen Walze 13, durch einen Antrieb der Druckwerkszylinder 02; 06 oder
gar einen eigens vorgesehenen Antriebsmotor einzeln oder paarweise rotatorisch zwangsgetrieben
sein. Die Abnahme- und die Farbauftragwalzen 21.1; 21.2; 12.1; 12.2 sind vorzugsweise
lediglich über Friktion rotatorisch angetrieben. Zumindest die Abnahme- und die Farbauftragwalzen
21.1; 21.2; 12.1; 12.2 weisen vorzugsweise eine elastische und/oder kompressible Mantelschicht,
z. B. ein Elastomer enthaltend, auf. Die Mantelfläche der Farbauftragwalze 12.1; 12.2
ist vorzugsweise mit einer Härte im Bereich von 35 - 40° Shore A ausgebildet. Die
Mantelflächen der zentralen Walze 13 und/oder der Übertragungs- und/oder Verreibewalze
22.1; 22.2 sind vorzugsweise mit einer harten, im wesentlichen unnachgiebigen Mantelfläche
ausgebildet. Die Mantelflächen (bzw. ggf. der gesamte Walzenkörper) der Übertragungs-
und/oder Verreibewalze 22.1; 22.2 sind beispielsweise aus einem Polyamid, z. B. aus
Rilsan, oder aus einem Metall, z. B. aus Kupfer, gebildet.
[0032] Um einen Schlupf im Reibgetriebe zwischen Formzylinder 02 und den Farbwerkswalzen
durch z. B. variierende Eindrückung weicher Walzen beeinflussen zu können, ist vorzugsweise
zwischen dem Farbwerk 03 und zumindest dem Formzylinder 02 keine mechanische Antriebsverbindung
vorgesehen. Der Formzylinder 02 ist hierzu durch einen vom Farbwerk 03 mechanisch
unabhängigen Antriebsmotor 23 - direkt oder über ein Getriebe - rotatorisch zwangsangetrieben.
Übertragungszylinder 06 und Formzylinder 02 des Druckwerks 01 (09) können paarweise
durch einen gemeinsamen Antriebsmotor 23, oder jeweils einzeln durch einen eigenen
Antriebsmotor 23 angetrieben sein.
[0033] Im Folgenden sind zwei Ausführungsvarianten des Farbwerks 03 aus dem zweiten Ausführungsbeispiel
dargelegt:
In der ersten, besonders vorteilhaften Ausführungsvariante (siehe z. B. Fig. 1) stehen
lediglich die beiden Abnahmewalzen 21.2; 21.2 in Berührkontakt mit der zentralen Walze
13, während die beiden Auftragwalzen 12.1; 12.2 ohne Berührung zur zentralen Walze
13 angeordnet sind. Von der mit der Duktorwalze 14 über einen Spalt 18 zusammen wirkenden,
z. B. in der Art einer "Filmwatze" 13 wirksamen und/oder ausgebildeten (zentralen)
Walze 13 wird auch hier Druckfarbe an zwei in Umfangsrichtung voneinander beabstandeten
Stellen durch zwei im Farbwerk 03 stromabwärts zur zentralen Walze 13 angeordnete
Walzen 21.1; 21.2 abgenommen. Hierbei erfolgt eine nach Auftrag durch die Duktorwalze
14 nachfolgende erste Farbabnahme durch eine Abnahmewalze 21.2, welche die Druckfarbe
über eine Übertragungs- und/oder Verreibewalze 22.2 an die zusammen wirkende Farbauftragwalze
12.2 überträgt. Eine zweite Farbabnahme erfolgt über die andere Abnahmewalze 21.1,
welche die Druckfarbe ebenfalls über eine die Druckfarbe vergleichmäßigende Übertragungs-
und/oder Verreibewalze 22.1 an die zugeordnete Farbauftragwalze 12.1 überträgt. Das
Farbwerk 03 arbeitet stromabwärts der zentralen Walze 13 somit zwar in der Art eines
zweizügigen Walzenfarbwerks, jedoch teilen sich die beiden Zweige bzw. Walzenzüge
an einer z. B. in Funktion einer Filmwalze 13 ausgebildeten, stromaufwärts mit einer
Duktorwalze 14 zusammenwirkenden Walze 13.
[0034] In einer zweiten Ausführungsvariante (siehe z. B. Fig. 2) stehen sowohl die beiden
Abnahmewalzen 21.2; 21.2, als auch die beiden Auftragwalzen 12.1; 12.2 in Berührkontakt
mit der zentralen Walze 13. Von der mit der Duktorwalze 14 über einen Spalt 18 zusammen
wirkenden, z. B. in der Art einer "Filmwalze" 13 wirksamen und/oder ausgebildeten
(zentralen) Walze 13 wird hier Druckfarbe an vier in Umfangsrichtung voneinander beabstandeten
Stellen durch stromabwärts zur zentralen Walze 13 angeordnete Walzen 12.1; 12.2; 21.1;
21.2 abgenommen. Hierbei erfolgt eine nach Auftrag durch die Duktorwalze 14 nachfolgende
erste Farbabnahme durch eine Abnahmewalze 21.2, welche die Druckfarbe über eine Übertragungs-
und/oder Verreibewalze 22.2 an die zusammen wirkende Farbauftragwalze 12.2 überträgt.
Eine zweite und eine dritte Farbabnahme erfolgt jeweils direkt durch die jeweilige
Farbauftragwalze 12.2; 12.1, und eine vierte Farbabnahme wieder über eine Abnahmewalze
21.1, welche die Druckfarbe wieder über eine die Druckfarbe vergleichmäßigende Übertragungs-
und/oder Verreibewalze 22.1 an die zugeordnete Farbauftragwalze 12.1 abgibt.
[0035] Für die vorausgehenden Beispiele ist die Walze 13 - im Gegensatz zu einer z. B. in
einem herkömmlichen Kurz- oder Aniloxfarbwerk mit einer Rakel zusammenwirkenden Rasterwalze
- in ihrer Ausbildung z. B. dadurch charakterisierbar, dass sie stromaufwärts über
den o. g. Spalt 18 zur Farbaufnahme unmittelbar, d. h. ohne weitere Zwischenwalze(n),
mit einer Duktorwalze 14 zusammen wirkt. Im Gegensatz zu einer Funktion einer Rasterwalze
steht sie zur Farbdosierung jedoch nicht mit einer die überschüssige Druckfarbe abrakelnden
Rakel in Wirkverbindung. D. h., die zentrale, vorzugsweise strukturierte Walze 13
ist ohne Berührkontakt zu einer Druckfarbe abnehmenden Rakel ausgebildet. Die Farbdosierung
erfolgt hier vorzugsweise allein über den Spalt 19 und das der Duktorwalze 14 vorgeordnete
Farbdosiersystem 11.
[0036] Wie oben bereits dargelegt, ist die zentrale Walze 13 vorzugsweise mit einer strukturierten
Mantelfläche ausgebildet, damit sie z. B. in Funktion einer "Filmwalze" 13 ausreichend
Druckfarbe von der Duktorwalze 14 abnehmen kann. Dabei kann die zentrale, mit der
Duktorwalze 14 zusammen wirkende Walze 13 vorteilhaft in der Art einer Filmwalze 13,
grundsätzlich jedoch auch in der Art einer herkömmlichen Rasterwalze 13 aufgebaut
sein, deren Struktur z. B. durch eine regelmäßige Struktur von Näpfchen oder Haschuren
auf der Mantelfläche gegeben ist. In der vorliegenden Anwendung und Funktion ist dann
jedoch keine Rakel an die z. B. in Art einer Filmwalze 13 betriebene Rasterwalze 13
angestellt und/oder vorgesehen. Die Strukturierung auf der Mantelfläche sollte derart
sein, dass entlang zumindest einer Richtung auf der Mantelfläche betrachtet, welche
in axialer, in Umfangs oder in einer zwischen axialer und Umfangsrichtung liegenden
Richtung verlaufen kann , im Mittel z. B. wenigstens 0,5 Vertiefungen pro cm, vorteilhaft
wenigstens eine Vertiefung pro cm vorgesehen sind ("Feinheit" der Strukturierung).
Eine in der Weise definierte "Feinheit" der Struktur auf der Walze 13 kann grundsätzlich
zwischen einer Vertiefung und 50 Vertiefungen pro cm liegen, wobei zwischen einem
groben, einem feinen und einem mittleren Bereich unterschieden werden kann. Ein Bereich
für eine grobe Strukturierung kann beispielsweise in 0,5 bis 15 Vertiefungen pro cm
und ein Bereich für eine feine Strukturierung in z. B. 30 bis 80, z. B. größer 30,
vorteilhaft mindestens 35, und kleiner 80, vorteilhaft höchstens 75, Vertiefungen
je cm gesehen werden. Ein die Grenzen zum feinen und groben Bereich überlappender
mittlerer Bereich ist z. B. in 5 bis 50, insbesondere 10 bis 45 Vertiefungen pro cm
zu sehen. Der mittlere Bereich schließt somit Rasterwalzen des Offsetdrucks mit gröberer
Struktur und Filmwalzen mit besonders feiner Struktur mit ein.
[0037] Je nach Ausführung des Farbwerks 03 in einer der o. g. Beispiele kann es von besonderem
Vorteil sein, die Walze 13 mit einer feineren oder gröberen Struktur auszubilden.
[0038] In der Ausführung gemäß dem erstem Ausführungsbeispiel und der zweiten Variante des
zweiten Ausführungsbeispiels kann es von Vorteil sein, die Walze 13 (z. B. in Art
einer Rasterwalze 13 mit Näpfchen oder Haschuren) mit einer Strukturierung im Bereich
der feinen Strukturierung, insbesondere z. B. im Überschneidungsbereich der feinen
und mittleren Strukturierung, vorzusehen. In der ersten Variante des zweiten Ausführungsbeispiels
kann es von Vorteil sein, die Walze 13 (z. B. in Art einer Rasterwalze 13 oder Filmwalze
13) mit einer im mittleren Bereich liegenden Strukturierung angesiedelten Strukturierung
vorzusehen. Hierbei ist die Walze 13 dann z. B. als eine "grobe Rasterwalze" oder
eine "feine Filmwalze"ausgeführt.
[0039] In einer Weiterbildung ist das Farbwerks 03 derart ausgebildet, dass wahlweise zwischen
einem Betrieb entsprechend der ersten und der zweiten Ausführungsvariante des zweiten
Beispiels umgestellt werden kann. Hierzu kann z. B. zumindest eine der Farbauftragwalzen
12.1; 12.2 oder es können z. B. beide (oder sämtliche) Farbauftragwalzen 12.1; 12.2
(und ggf. zusammen mit dieser bzw. diesen die zugeordneten Walzen 22.1; 22.2 und/oder
Walzen 21.1; 21.2) zwischen den beiden entsprechenden Stellungen bewegbar gelagert
angeordnet sein. Dann kann je nach Bedarf zwischen einer Einstellung mit erhöhter
Anzahl an Walzenspalten oder einer Einstellung unter Vermeidung eines zu kurzen Farbweges
umgeschaltet bzw. gewählt werden.
[0040] So kann in einer vorteilhaften dritten Ausführungsvariante des Farbwerkes der zweiten
Ausführung eine der Auftragwalzen 12.1; 12.2, vorzugsweise die in Drehrichtung der
zentralen Walze 13 nach der Nippstelle mit der Duktorwalze 14 nächstfolgende Auftragwalze
12.2, entsprechend dem Prinzip aus Fig. 1 ohne direkten Kontakt zur zentralen Walze
13 angeordnet sein, während mindestens eine andere Auftragwalze 12.1; 12.2 entsprechend
des Prinzips aus Fig. 2 sowohl in Kontakt zum Formzylinder 02 als auch zur zentralen
Walze 13 steht (Fig. 3). Das zu Fig. 1 und 2 im übrigen jeweils hierzu dargelegte
gilt zur Ergänzung entsprechend. In Weiterbildung ist zumindest die in dieser Ausführung
nicht im Kontakt mit der zentralen Walze 13 stehende Auftragwalze 12.2 in der Weise
bewegbar im Farbwerk 01 gelagert, sodass sie in anderer Betriebsweise gleichzeitig
an den Formzylinder 02 und die zentrale Walze 13 anstellbar ist. Der Kontakt zur weiteren
Walze 22.1; 22.2 ist vorzugsweise in beiden Betriebssituationen gegeben. Damit ist
ein direkter Farbweg von der Duktorwalze 14 über die zentrale Walze direkt auf die
Auftragwalze 12.2 und von dort auf den Formzylinder 02 zumindest für eine der Auftragwalzen
12.1; 12.2 vermeidbar. Vorzugsweise gilt dies für die im Hinblick auf den Formzylinder
02 in Drehrichtung vor der Nippstelle mit dem Übertragungszylinder 06 letzte Auftragwalze
12.2. Bei dieser ist die Gefahr besonders groß, dass sich ggf. ein noch sichtbares
Muster aus der strukturierten Oberfläche der zentralen Walze 13 ohne nochmals geglättet
zu werden auf dem Formzylinder 02 bzw. den Druckformen niederschlägt.
[0041] In einer in hohem Maße an die Erfordernisse anpassbaren Ausführung sind die Auftragwalzen
12.1; 12.2 derart gelagert, dass in einer Betriebsstellung zwei Auftragwalzen 12.1;
12.2 in Kontakt zum Formzylinder 02, jedoch nicht im direkten Kontakt zur zentralen
Walze 13 stehen, in zweiter Betriebssituation eine Auftragwalze 12.1; 12.2 in Kontakt
zu Formzylinder 02 und direkt zur zentralen Walze 13 steht und eine andere Auftragwalze
12.1; 12.2 zum Formzylinder 02, jedoch nicht direkt zur zentralen Walze 13 steht,
und in dritter Betriebsweise zwei bzw. sämtliche Auftragwalzen 12.1; 12.2 zwar in
Kontakt zum Formzylinder 02, jedoch nicht direkt zur zentralen Walze 13 stehen.
[0042] In einem dritten Ausführungsbeispiel (siehe z. B. Fig. 4 und 5) wirkt die zentrale
Walze 13 nicht unmittelbar mit der Duktorwalze 14 zusammen. Ducktorwalze 14 und zentrale
Walze 13 sind soweit voneinander beabstandet, dass kein direkter Farbübertrag erfolgt.
Die Duktorwalze 14 überträgt die Druckfarbe hier über einen Spalt 18' auf eine zusätzlich
angeordnete Walze 31, z. B. Filmwalze 31, welche ihrerseits die Druckfarbe stromabwärts
auf eine der um die zentrale Walze 13 angeordneten Walzen 21.1; 21.2, insbesondere
auf eine bzgl. ihres Zentrums weiter als die zentrale Walze 13 beabstandete Walze
21.1; 21.2 (s. o.), überträgt. Grundsätzlich können hierbei die um die zentrale Walze
13 angeordneten Walzen 21.1; 21.2; 22.1; 22.2; 12.1; 12.2 wie in der ersten oder der
zweiten Variante des zweiten Ausführungsbeispiels angeordnet bzw. ausgeführt sein.
Vorteilhaft ist hier jedoch die Anordnung gemäß der zweiten Variante, d. h. mit gleichzeitig
an Formzylinder 02 und zentrale Walze 13 in Druck-An angestellten bzw. anstellbaren
Farbauftragwalzen 12.1; 12.2. Die zusätzliche Walze 31 kann dann im Farbwerk 03 entweder
so angeordnet sein, dass sie in erster Variante des dritten Ausführungsbeispiels mit
der oberen Walze 21.2 zusammen wirkt (z. B. Fig. 4), oder aber dass sie in zweiter
Variante mit der unteren Walze 21.1 zusammen wirkt (z. B. Fig. 5). In den beiden Varianten
des dritten Ausführungsbeispiels kann die zentrale Walze 13 entweder glatt, d. h.
ohne Strukturierung oder mit einer feinen Struktur ausgebildet sein, während die als
Filmwalze 31 wirksame Walze 31 vorzugsweise mit einer Strukturierung an der Mantelfläche
im groben Bereich ausgebildet ist.
[0043] In einer dritten (Fig. 6) und vierten (Fig. 7) Variante des dritten Ausführungsbeispiels
entspricht die Walzenanordnung derjenigen der ersten (Fig. 4) bzw. zweiten (Fig. 5)
Variante mit dem Unterschied, dass die Filmwalze 31 lediglich mit der Duktorwalze
14 und mit der zentralen Walze 31 in direktem Kontakt steht. Das zu Fig. 4 und Fig.
5 im übrigen dargelegte gilt entsprechend. Die in Fig. 6 vorzugsweise in Drehrichtung
der zentralen Walze 13 folgende Auftragwalze 12.2 bzw. die in Fig. 7 hinsichtlich
der Drehrichtung der zentralen Walze 13 der Nippstelle mit der Filmwalze 31 vorangehende
Auftragwalze 12.1 kann dann mit einer als Reiterwalze 22.2; 22.1 wirksamen, vorzugsweise
changierbaren, Walze 22.2; 221 zusammen wirken. In einer Weiterbildung kann diese
Walze 22.2; 22.1 oder kann diese zusammen mit der betreffenden Auftragwalze 12.2;
12.1 derart bewegbar angeordnet sein, dass die Walze 22.2; 22.1 in anderer Betriebssituation
bei gleichzeitigem Kontakt zur Auftragwalze 12.2; 12.1 auch in Kontakt mit der Filmwalze
31 entsprechend Fig. 4 bzw. Fig. 5 verbringbar ist.
[0044] In einer fünften (Fig. 8) und sechsten (Fig. 9) Variante der dritten Ausführung des
Farbwerks 01 (09) entspricht die Walzenanordnung derjenigen der ersten (Fig. 4) bzw.
zweiten (Fig. 5) Variante mit dem Unterschied, dass diejenige Auftragwalze 12.2; 12.2,
welche mit der dieser Auftragwalze 12.2; 12.1 zugeordneten Zwischenwalze 22.2; 22.1
und die mit letzterer zusammen wirkenden Walze 22.2; 22.1 einen Walzenzug zur Filmwalze
31 bildet, zwar an den Formzylinder 02, nicht jedoch an die zentrale Walze 13 angestellt
ist. Das zu Fig. 4 und Fig. 5 im übrigen dargelegte gilt entsprechend. In einer Weiterbildung
kann diese Auftragwalze 12.2; 12.1 jedoch derart bewegbar angeordnet sein, dass diese
Auftragwalze 12.2; 12.1 in anderer Betriebssituation in gleichzeitigen Kontakt zum
Formzylinder 02, zur Walze 21.2 und zur zentralen Walze 13 gebracht werden kann.
[0045] Für das zweite Druckwerk 09 eines Doppeldruckwerks 26 ist für alle Beispiele das
zum ersten Druckwerk 01 genannte jeweils entsprechend anzuwenden.
[0046] Unter "Strukturierung" werden hier keine lediglich durch geringfügige Oberflächenrauheit
bedingte Unebenheiten verstanden, sondern - vorzugsweise nachträglich z. B. mechanisch,
thermisch oder durch chemische Reaktion in die Oberfläche eingebrachte - Vertiefungen
von mindestens 10 µm, insbesondere mindestens 20 µm, Tiefe gegen die ungestörte Oberfläche.
[0047] Die Struktur der strukturierten Walze 13 (oder der Walze 31) kann beispielsweise
durch Näpfchen (z. B. in Ausführung als Rasterwalze), durch eine der Feinheit entsprechende
Anzahl von geneigt zur Umfangsrichtung umlaufender Vertiefungen, z. B. geritzter oder
mittels Laser eingebrachter Rillen oder je einer Anzahl zueinander gekreuzt umlaufender
Vertiefungen, z. B. Rillen, gebildet sein, sodass letztlich rautenförmige Erhebungen
stehen bleiben. Auch kann die Walze 13 (bzw. Walze 31), insbesondere als Filmwalze
13 (31), im Querschnitt mit einem polygonförmigen Umfang ausgebildet sein, deren Sekanten
dann als Vertiefungen zum "Greifen" der Druckfarbe wirksam sind. In einer anderen
vorteilhaften Ausführung weist die Walze 13 bzw. 31 (z. B. in Ausführung als Filmwalze
13; 31) eine Mantelfläche mit einer stochastischen Struktur von Vertiefungen auf,
d. h. eine Mantelfläche mit einer unregelmäßigen Verteilung von diese Oberfläche strukturierenden
Vertiefungen, welche beispielsweise auch eine ungleichmäßige Form und/oder keine bestimmte
Vorzugsrichtung aufweisen. Die stochastische Struktur ist z. B. durch Kugelstrahlen
in die ursprünglich glatt und homogen ausgebildete Mantelfläche der Walze 13; 31 eingebracht.
Die Walze 13; 31 weist z. B. eine harte Oberfläche (z. B. mindestens 50 Shore D) auf.
[0048] In einer besonders vorteilhaften Ausführung ist die zentrale Walze 13 temperierbar
ausgeführt. Hierfür ist ihr eine nicht dargestellte Temperiereinrichtung zugeordnet,
durch welche die Temperatur des Walzenmantels und/oder der auf dem Walzenmantel befindlichen
Druckfarbe mittelbar oder unmittelbar temperierbar ist. Vorzugsweise ist die Walze
13 hierzu mit einem Temperierfluid durchströmbar ausgebildet, welches beispielsweise
aus einer geeignete Temperiereinrichtung zugeführt wird. Die Temperiereinrichtung
kann hierbei diejenige sein, welche auch den Formzylinder 02 mit Temperiermittel versorgt.
[0049] In einer vorteilhaften Weiterbildung sind Temperiermittel (entsprechende Temperiervorrichtung
und Sensorik) vorgesehen, durch welche im Farbkasten 11 befindliche und/oder in diesen
eintretende Druckfalbe temperierbar ist, bzw. zumindest in einem einseitig (z. B.
zu höheren Temperaturen oder zu niedrigeren Temperaturen) oder zweiseitig (zu höheren
und zu niedrigeren Temperaturen) begrenzten bzw. begrenzbaren Temperaturbereich gehalten
werden kann. Damit ist der über den Spalt zwischen den Walzen 13 und 14 und/oder zwischen
den Farbmessern 17 und der Walze 14 erforderliche Regelungsbereich einschränkbar.
[0050] Die kompakte Anordnung der die Druckfarbe von der zentralen Walze 13 abnehmenden
Walzen 21.2; 12.2; 12.1; 21.1 der zweiten, dritten und vierten Ausführungsbeispiele
führt zu einer hohen Anzahl von Farbspaltungen auf engstem Raum und vermindert überdies
durch das Vorhandensein von Übertragungs- und/oder Verreibewalzen 22.1; 22.2 die Bildung
von in axialer Richtung ausgeprägter Farbdichteschwankungen im Farbwerk 03, wie sie
beispielsweise durch axial aufgrund des Druckbildes differierender Farbabnahme entstehen
können. Diesem Effekt wird insbesondere auch durch die Kombination mit der Ausbildung
des Farbdosiersystems 11 als zonenweise bezüglich der zuzuführenden Farbmenge einstellbaren
Systems 11 begegnet.
[0051] Das Farbwerk 03 ist durch die spezielle geometrische Anordnung der Walzen12.1; 12.2;
13; 14; 21.1; 21.2; 22.1; 22.2; 31 äußerst kompakt ausgeführt. Die Rotationsachse
der zentralen Walze 13 ist hierbei in einem kleineren Abstand zum Formzylinder 02
angeordnet, als eine mit der zentralen Walze 13 zusammen wirkende Walze 21.1; 21.2,
insbesondere als eine nach Einfärbung folgende erste und eine letzte von mehreren
(z. B. zwei oder vier) mit der Walze 13 stromabwärts zur Farbabnahme zusammen wirkenden
Walzen 21.1; 21.2. Durch diese Anordnung teilt sich ein Farbstrom an einer Stelle
auf dem Umfang der Walze 13, welche im Bereich der vom Formzylinder 02 abgewandten
"Halbschale" der zylindrischen Mandelfläche der Walze 13 liegt, und wird über weitere
Spalt- und/oder Verreibestellen um diese Walze 13 zum Formzylinder 02 hin herumgeführt.
Im Fall der ersten und zweiten Ausführungsvariante werden zwei, je eine Übertragungs-
und/oder Verreibewalze 22.1; 22.2 aufweisende Walzenzüge in der genannten Weise um
die die Druckfarbe liefernde zentrale Walze 13 herumgeführt. Das Zentrum der zentralen
Walze 13 ist hierbei z. B. auf der formzylindernäheren Seite einer die Zentren der
beiden Aufnahmewalzen 21.1; 21.2 verbindenden Ebene angeordnet. Die Abnahmestelle
der Abnahmewalze 21.1; 21.2 befinden sich z. B. in einem Winkelbereich zwischen 90°
und 180°, gemessen (jeweils) von der formzylindernächste Umfangsstelle in Umfangsrichtung
des kürzesten Weges zur betreffenden Abnahmewalze 21.1; 21.2. Die formzylindernächsten
Umfangsstelle entspricht dabei dem formzylindernahen Schnittpunkt der Ebene Z mit
der Umfangskreislinie. Im Ergebnis umgeben die beiden Walzenzüge gemeinsam mit dem
Formzylinder 02 die zentrale Walze 13 auf einem Winkelbereich von über 180°. Diese
Anordnung spart bei Beibehaltung einer Mehrzahl von zur Vergleichmäßigung dienenden
Nippstellen gegenüber herkömmlichen Lösungen erheblich Raum ein. Das o. g. Prinzip
des größeren Abstandes der Rotationsachse der Abnahmewalze 21.1; 21.2 vom Zentrum
des Formzylinders 02 ist auch auf eine Anordnung anwendbar, wobei dies durch lediglich
eine von mehreren oder durch lediglich eine einzige am Umfang der Walze 13 vorgesehene
Abnahmewalze 21.1; 21.2 erfüllt wird.
[0052] Hinsichtlich der Stabilität und/oder Bedienbarkeit ist es von Vorteil, wenn die zentrale
Walze 13 derart im Farbwerk 03 angeordnet ist, dass die gedachte, die Zentren des
Formzylinders 02 und der zentralen Walze 13 verbindenden Ebene Z eine horizontale,
durch das Zentrum des Formzylinders 02 gehende Ebene H mit einem Winkel β von 20°
bis 25° schneidet. Vorzugsweise liegt das Zentrum der Walze 13 unterhalb dessen des
Formzylinders 02. Die Farbauftrags- und Abnahmewalzen 12.1; 12.2; 21.1; 21.2 sind
vorteilhaft derart im Farbwerk 03 angeordnet, dass sich die Ebenen, welche jeweils
durch die Zentren der oberen Walzen 12.2; 21.2 und das Zentrum der zentralen Walze
13 verlaufen, sich unter einem Winkel γ2 von 80° bis 95° schneiden, während sich die
Ebenen, welche jeweils durch die Zentren der unteren Walzen 12.1; 21.1 und das Zentrum
der zentralen Walze 13 verlaufen, sich unter einem Winkel γ1 von 65° bis 80° schneiden.
[0053] In Weiterbildung können mit einer oder mit beiden der Walzen 22.1; 22.2 stromabwärts
zwei, z. B. mit einem kleineren Durchmesser ausgeführte, an den Formzylinder 02 anstellbare
Farbauftragwalzen 12.1; 12.2 zusammen wirkend vorgesehen sein. In dieser Ausführung
können mit dem Formzylinder 02 insgesamt drei oder gar vier
[0054] Farbauftragswalzen 12.1; 12.2 zusammenwirkend angeordnet sein.
[0055] In einer die o. g. Anordnung der Abnahmewalzen 21.1; 21.2 verallgemeinernden Variante
kann die zentrale Walze 13 auch über mehrere stromaufwärts angeordnete Walzen mit
einem Farbdosiersystem 11 zusammen wirken. Hierbei wirkt sie z. B. nicht direkt mit
einer Duktorwalze 14 zusammen und muss z. B. auch nicht mit einer strukturierten Mantelfläche
ausgebildet sein. Das Genannte zur Anordnung der Abnahmewalzen 21.1; 21.2 am Umfang
der zentralen Walze 13, insbesondere hinsichtlich der relativen Lage der Zentren in
Bezug auf das Zentrum der Walze 13 und/oder des Formzylinders 02, ist auch hierbei
anzuwenden.
[0056] Das Farbwerk 03 ist grundsätzlich in Druckwerken 01 (09) von Druckeinheiten unterschiedlichen
Typs anzuwenden, beispielsweise im Bogenoffsetdruck, in im Illustrationsdruck anzutreffenden
I-Druckeinheiten, in im Zeitungs- oder Semicommercialdruck vorgesehenen Satellitendruckeinheiten
oder hier bevorzugt in im Zeitungs- oder Semicommercialdruck zu einem Druckturm gestapelten
liegenden Doppeldruckwerken.
[0057] Von besonderem Vorteil ist die Anordnung des beschriebenen kompakten Farbwerks 03
in Druckeinheiten 24, welche auf möglichst kleinem Raum (bzgl. Grundfläche und Raumhöhe)
eine Vielzahl von Druckstellen 07 (vorzugsweise je Bahnseite zumindest vier Druckstellen
07) bereitstellen, jedoch durch das Betriebspersonal noch gut bedienbar (z. B. bei
Wartung, Druckformwechsel, Reinigen und/oder Justieren) sein sollen.
[0058] Eine derartige Druckeinheit 24 ist beispielsweise durch einen Druckturm 24 mit mindestens
vier übereinander angeordneten Doppeldruckwerken 26 aus je zwei an ihren Übertragungszylindern
06; 08 als Doppeldruckstelle 07 zusammen wirkenden Druckwerken 01; 09 gegeben (siehe
z. B. Fig. 10 und 11. In bzgl. der Stabilität vorteilhafter Ausführung sind die Druckwerkszylinder
02; 06; 08; 10 der Doppeldruckwerke 26 in der o. g. gemeinsamen Ebene E angeordnet.
Ggf. auftretende Kanalschläge erfolgen dann gleichzeitig und z. T. entgegengerichtet.
Um bei ebener Ausführung des Doppeldruckwerks 26 ein Flattern des Bedruckstoffs 04und
damit Qualitätseinbußen zu vermeiden, ist die Ebene E vorzugsweise um einen Winkel
αvon 76 bis 86° zur Ebeneder einlaufenden Bahn 04 geneigt. Bei einer vertikal verlaufenden
Bahn 04 ist die Ebene somit um 4° bis 14° zur horizontalen Ebene H geneigt.
[0059] Für das zweite Druckwerk 09 mit den Druckwerkszylindern 08; 10 und dem Farbwerk 03
ist das zum ersten Druckwerk 01, den Druckwerkszylindern 02; 06 und dem Farbwerk 03
Ausgeführte in gleicher Weise anzuwenden.
[0060] Hinsichtlich der Stabilität und/oder Bedienbarkeit ist es weiter von Vorteil, wenn
das kompakte Farbwerk 03 in Verbindung mit einer teilbaren Druckeinheit 24 eingesetzt
ist. Hierdurch kann noch enger gebaut werden, wobei sie ausreichend gut bedienbar
bleibt. So können beispielsweise aufgrund der kurzen Bauweise von einer Außenseite
her Druckformen gewechselt werden, wobei diese z. B. manuell aufzulegen oder vorzugsweise
in eine Vorrichtung zum halb- oder vollautomatischen Plattenwechsel einzubringen sind.
[0061] Eine im Bereich ihrer Doppeldruckstelle(n) 07 betriebsmäßig, d. h. für Rüst- und
Wartungszwecke (im Gegensatz zum Zerlegen bzw. einer Demontage), teilbar ausgeführte
Druckeinheit 24 weist zwei voneinander trennbaren Teile, im folgenden als Teildruckeinheiten
24.1 und 24.2 bezeichnet, auf.
[0062] Hierzu sind die Druckwerkszylinder 02; 06; 08; 10 der mehreren (vier) übereinander
angeordneten Doppeldruckwerke 26 rotierbar in bzw. an einem rechten und einem linken
Gestell- bzw. Wandabschnitt 27; 28 in der Weise gelagert, dass die beiden Druckwerkszylinder
02; 06 bzw. 08; 10 eines selben Druckwerkes 01; 09 dem selben Gestell- bzw. Wandabschnitt
27; 28 zugeordnet sind. Vorzugsweise sind die Druckwerkszylinder 02; 06 bzw. 08; 10
mehrerer, insbesondere aller die Bahn 04 auf der selben Seite bedruckenden Druckwerke
01; 09 am selben Gestell- bzw. Wandabschnitt 27; 28 gelagert. Die Druckwerkszylinder
02; 06 bzw. 08; 10 können prinzipiell lediglich einseitig, d. h. fliegend an lediglich
nur einer stirnseitigen Gestellabschnitte 27; 28 gelagert sein. Vorzugsweise sind
jedoch je Teildruckeinheit 24.1; 24.2 zwei stirnseitig zu den Druckwerkszylindern
02; 06 bzw. 08; 10 angeordnete Gestell- bzw. Wandabschnitte 27; 28 vorgesehen. Die
beiden voneinander trennbaren Teildruckeinheiten 24.1 und 24.2 weisen die jeweiligen
Gestell- bzw. Wandabschnitte 27; 28 und Druckwerke 01; 09 (Druckwerkszylinder 02;
06 bzw. 08; 10 und Farbwerke 03) auf.
[0063] Die Teildruckeinheiten 24.1; 24.2 sind entlang einer Richtung senkrecht zur Rotationsachse
der Druckwerkszylinder 02; 06 bzw. 08; 10 aufeinander zu bzw. voneinander weg bewegbar,
indem vorzugsweise eine von beiden raumfest (hier Teildruckeinheit 24.1), d. h. beispielsweise
auf einem Boden 29 des Druckereiraumes, einem raumfesten Träger 29, einer Montageplatte
29 oder einem Montagerahmen 13 für die Druckeinheit 24 ortsfest, und die andere (hier
Teildruckeinheit 24.2) bewegbar gegenüber dem Boden 29 bzw. Träger 29 bzw. der Montageplatte
29 oder dem Montagerahmen 29 gelagert ist. Um im Bereich der Druckstellen 07 bzw.
Übertragungszylinder 06; 08 Wartungen durchzuführen, kann die Druckeinheit 24 auseinander
gefahren werden; es ist daher kein besonders Großer vertikaler Abstand zwischen übereinander
angeordneten Druckwerken 01; 09 erforderlich.
[0064] Durch das kompakte Farbwerk 03 und ggf. i.V.m. der teilbaren Druckeinheit 24 sowie
ggf. mit der Anordnung der Druckwerkszylinder 02; 06; 08; 10 in gemeinsamer Ebene
E ist ein Druckwerk 01; 09 bzw. eine Druckeinheit 24 geschaffen, welches bzw. welche
auf engem Raum eine gute Bedienbarkeit gewährleistet und bei ausreichender Druckqualität
hinsichtlich der Farbzonen individuell einstellbar ist.
Bezugszeichenliste
[0065]
- 01
- Druckwerk, Offsetdruckwerk, Trockenoffsetdruckwerk
- 02
- Druckwerkszylinder, Formzylinder
- 03
- Farbwerk
- 04
- Bedruckstoff, Papierbahn, Bahn
- 05
- -
- 06
- Druckwerkszylinder, Übertragungszylinder
- 07
- Druckstelle, Druckspalt, Doppeldruckstelle
- 08
- Druckwerkszylinder, Übertragungszylinder
- 09
- Druckwerk
- 10
- Druckwerkszylinder, Formzylinder
- 11
- Farbdosiersystem, Farbkasten
- 12
- Walze, Farbauftragwalze
- 13
- Walze (zentral, strukturiert), Filmwalze, Rasterwalze
- 14
- Walze, Duktorwalze
- 15
- -
- 16
- Motor
- 17
- Dosiereinrichtung, Farbmesser
- 18
- Spalt (13; 14)
- 19
- Antriebsmotor
- 20
- -
- 21
- Walze, Abnahmewalze
- 22
- Walze, Übertragungs- und/oder Verreibewalze
- 23
- Antriebsmotor
- 24
- Druckeinheit, Druckturm
- 25
- -
- 26
- Doppeldruckwerk
- 27
- Gestellabschnitt, Wandabschnitt
- 28
- Gestellabschnitt, Wandabschnitt
- 29
- Boden, Träger, Montageplatte, Montagerahmen
- 30
- -
- 31
- Walze, Filmwalze
- E
- Ebene (D02; 06; 08; 10)
- H
- horizontale Ebene
- Z
- Ebene (Zentren des Formzylinders und der zentralen Walze verbindend)
- α
- Winkel (E; 04)
- β
- Winkel (H; Z)
- δ1
- Winkel
- δ2
- Winkel
1. Farbwerk (03) einer wenigstens ein Offsetdruckwerk (01) mit einem Form- und einem
Übertragungszylinder (02, 06; 10, 08) aufweisenden Druckmaschine, wobei das Farbwerk
(03) wenigstens zwei an den Formzylinder (02; 10) anstellbare Farbauftragwalzen (12.1;
12.2) aufweist, welchen parallel von einer zentralen Walze (13) her unmittelbar Farbe
zuführbar ist, und wobei an der Mantelfläche der zentralen Walze (13) wenigstens eine
weitere Walzen (21.1; 21.2) als Abnahmewalzen (21.1; 21.2) angeordnet ist, welche
ebenfalls mit der zentralen Walze (13) stromabwärts des Farbstroms zusammen wirkend
angeordnet ist, und welche ihrerseits stromabwärts mit einer Übertragungs- und/oder
Verreibewalze (22.1; 22.2), und letztere mit der am Umfang der zentralen Walze (13)
geometrisch am nächsten liegenden Farbauftragwalze (12.1; 12.2) zusammen wirkend angeordnet
ist, wobei die Zentrale Walze (13) eine regelmäßig oder stochastisch strukturierte
Mantelfläche ausweist, dadurch gekennzeichnet, dass die zentrale Walze (13) stromaufwärts zur Bildung eines Farbfilmes über einen Spalt
(18) mit einer Duktorwalze (14) zusammen wirkend angeordnet ist, welche ihrerseits
mit einem hinsichtlich der Farbmenge zonal einstellbaren Farbdosiersystem (11) zusammen
wirkend angeordnet ist.
2. Farbwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Mantelfläche der mit der Duktorwalze (14) zusammen wirkenden Walze (13) zwei
weitere Walzen (21.1; 21.2) als Abnahmewalzen (21.1; 21.2) angeordnet sind.
3. Farbwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Abnahmewalzen (21.1; 21.2) derart im Farbwerk (03) angeordnet sind, sodass
das Zentrum der zentralen Walze (13) auf der formzylindemäheren Seite einer die Zentren
der beiden Aufnahmewalzen (21.1; 21.2) verbindenden Ebene angeordnet sind.
4. Farbwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Farbauftragwalzen (12.1; 12.2) an den Formzylinder (02; 10) angestellt,
jedoch ohne direkten Berührkontakt zur mit der Duktorwalze (14) zusammen wirkenden
Walze (13) angeordnet sind.
5. Farbwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturierung der zentralen Walze (13) entlang zumindest einer Richtung auf
der Mantelfläche betrachtet, welche in axialer, in Umfangs oder in einer zwischen
axialer und Umfangsrichtung liegenden Richtung verlaufen kann, im Mittel 30 bis 80,
insbesondere 35 bis 75, Vertiefungen je cm vorgesehen sind.
6. Farbwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass kein die mit der Duktorwalze (14) zusammen wirkende Walze (13) keinen Berührkontakt
zu einer Farbe abrakelnden Rakeleinrichtung aufweist.
7. Farbwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mit der Duktorwalze (14) zusammen wirkende Walze (13) zu ihrer Temperierung mit
einer Temperiervorrichtung in Wirkverbindung steht.
8. Farbwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die wenigstens eine Farbauftragwalze (12.1; 12.2) zwischen zwei Stellungen
bewegbar gelagert angeordnet ist, so dass sie wahlweise zwischen einem Betrieb, wobei
sowohl die wenigstens eine Abnahmewalze (21.2; 21.2) als auch diese Auftragwalze (12.1;
12.2) in Berührkontakt mit der zentralen Walze 13 stehen, und einem Betrieb, wobei
die Abnahmewalze (21.2; 21.2) in Berührkontakt mit der zentralen Walze (13) steht
und die nächstfolgende Auftragwalze (12.1; 12.2) ohne Berührung zur zentralen Walze
13 angeordnet sind, umgestellt werden kann.
9. Farbwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Farbauftragwalzen (12.1; 12.2) zwischen zwei Stellungen bewegbar
gelagert angeordnet ist, so dass sie wahlweise zwischen einem Betrieb, wobei sowohl
die beiden Abnahmewalzen (21.2; 21.2) als auch die beiden Auftragwalzen (12.1; 12.2)
in Berührkontakt mit der zentralen Walze 13 steht, und einem Betrieb, wobei die beiden
Abnahmewalzen (21.2; 21.2) in Berührkontakt mit der zentralen Walze (13) stehen und
die beiden Auftragwalzen 12.1; 12.2 ohne Berührung zur zentralen Walze (13) angeordnet
sind, umgestellt werden kann.
10. Druckeinheit (24) einer Druckmaschine mit mehreren einen Form- und einen Übertragungszylinder
(02, 06; 10, 08) aufweisenden Offsetdruckwerken (01) sowie jeweils einem dem Formzylinder
(02; 10) zu dessen Einfärbung zugeordneten Farbwerk (03), gekennzeichnet durch die Ausführung des Farbwerkes (03) gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
9.
11. Druckeinheit nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Formzylinder (02; 10) mit einer Temperiervorrichtung zu seiner Temperierung in
Wirkverbindung steht.
12. Farbwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Temperierung der im zonal einstellbaren Farbdosiersystem (11) befindlichen
oder in dieses eintretenden Druckfarbe vorgesehen ist.
13. Druckeinheit nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckeinheit (24) übereinander mehrere Doppeldruckwerke (26) aus je zwei mit
ihren Übertragungszylindern (06; 08) als Doppeldruckstelle (07) zusammen wirkenden
Druckwerken (01; 09) aufweist.
14. Farbwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Spalt (18) zwischen den beiden Walzen (13; 14) in seiner Breite einstellbar ist.
1. Inking unit (03) of a printing press which has at least one offset printing unit (01)
with a forme and a transfer cylinder (02, 06; 10, 08), the inking unit (03) having
at least two ink applicator rolls (12.1; 12.2) which can be set against the forme
cylinder (02; 10) and to which ink can be fed directly in parallel from a central
roll (13), and at least one further roll (21.1; 21.2) being arranged as take-off roll
(21.1; 21.2) on the circumferential face of the central roll (13), which take-off
roll (21.1; 21.2) is arranged so as to likewise interact with the central roll (13)
downstream of the ink stream, and which take-off roll (21.1; 21.2) is arranged so
as to interact for its part downstream with a transfer and/or distributor roll (22.1;
22.2), and the latter being arranged so as to interact with the ink applicator roll
(12.1; 12.2) which lies geometrically closest to the circumference of the central
roll (13), the central roll (13) having a regularly or stochastically structured circumferential
face, characterized in that the central roll (13) is arranged so as to interact upstream with a ductor roll (14)
in order to form an ink film via a nip (18), which ductor roll (14) is arranged so
as to interact for its part with an ink metering system (11) which can be set zonally
with regard to the ink quantity.
2. Inking unit according to Claim 1, characterized in that two further rolls (21.1; 21.2) are arranged as take-off rolls (21.1; 21.2) on the
circumferential face of the roll (13) which interacts with the ductor roll (14).
3. Inking unit according to Claim 2, characterized in that the two take-off rolls (21.1; 21.2) are arranged in the inking unit (03) in such
a way that the centre of the central roll (13) is arranged on the side, which is closer
to the forme cylinder, of a plane which connects the centres of the two take-off rolls
(21.1; 21.2).
4. Inking unit according to Claim 1, characterized in that the two ink applicator rolls (12.1; 12.2) are arranged such that they are set against
the forme cylinder (02; 10), but without direct touching contact with the roll (13)
which interacts with the ductor roll (14).
5. Inking unit according to Claim 1, characterized in that, as viewed along at least one direction on the circumferential face which can extend
in the axial direction, in the circumferential direction or in a direction which lies
between the axial and circumferential directions, on average from 30 to 80, in particular
from 35 to 75, depressions per cm are provided in the structuring of the central roll
(13).
6. Inking unit according to Claim 1, characterized in that no roll (13) which interacts with the ductor roll (14) is not in touching contact
with a doctor device which doctors off ink.
7. Inking unit according to Claim 1, characterized in that, in order to control its temperature, the roll (13) which interacts with the ductor
roll (14) is operatively connected to a temperature control device.
8. Inking unit according to Claim 1, characterized in that at least the at least one ink applicator roll (12.1; 12.2) is arranged in a mounted
manner such that it can be moved between two positions, with the result that it can
be switched over optionally between a mode, wherein both the at least one take-off
roll (21.1; 21.2) and the said applicator roll (12.1; 12.2) are in touching contact
with the central roll (13), and a mode, wherein the take-off roll (21.1; 21.2) is
in touching contact with the central roll (13) and the next following applicator roll
(12.1; 12.2) is arranged without contact with the central roll (13).
9. Inking unit according to Claim 2, characterized in that at least one of the ink applicator rolls (12.1; 12.2) is arranged in a mounted manner
such that it can be moved between two positions, with the result that it can be switched
over optionally between a mode, wherein both the two take-off rolls (21.1; 21.2) and
the two applicator rolls (12.1; 12.2) are in touching contact with the central roll
(13), and a mode, wherein the two take-off rolls (21.1; 21.2) are in touching contact
with the central roll (13) and the two applicator rolls (12.1; 12.2) are arranged
without contact with the central roll (13).
10. Press unit (24) of a printing press having a plurality of offset printing units (01)
which have a forme and a transfer cylinder (02, 06; 10, 08), and having in each case
one inking unit (03) which is assigned to the forme cylinder (02; 10) in order to
ink it, characterized by the configuration of the inking unit (03) according to one or more of Claims 1 to
9.
11. Press unit according to Claim 10, characterized in that, in order to control its temperature, the forme cylinder (02; 10) is operatively
connected to a temperature control device.
12. Inking unit according to Claim 1, characterized in that a means is provided for controlling the temperature of the printing ink which is
situated in the zonally adjustable ink metering system (11) or enters into the latter.
13. Press unit according to Claim 10, characterized in that the press unit (24) has a plurality of double printing units (26) above one another
comprising in each case two printing units (01; 09) which interact with their transfer
cylinders (06; 08) as double printing point (07).
14. Inking unit according to Claim 1, characterized in that the nip (18) between the two rolls (13; 14) can have its width set.
1. Mécanisme d'encrage (03) d'une machine d'impression comportant au moins un groupe
d'impression offset (01) avec un cylindre porte-cliché et un cylindre de transfert
(02, 06 ; 10, 08), ledit mécanisme d'encrage (03) comportant au moins deux rouleaux
encreurs (12.1 ; 12.2) pouvant être serrés contre le cylindre porte-cliché (02 ; 10)
et alimentés en encre en parallèle directement par un rouleau central (13), et au
moins un autre rouleau (21.1 ; 21.2) étant disposé comme rouleau d'enlèvement (21.1
; 21.2) contre la surface extérieure du rouleau central (13), lequel est également
disposé de manière à coopérer avec le rouleau central (13), en aval du flux d'encre,
et est à son tour disposé de manière à coopérer en aval avec un rouleau de transfert
et/ou rouleau baladeur (22.1 ; 22.2), ce dernier étant disposé de manière à coopérer
avec le rouleau encreur (12.1 ; 12.2) géométriquement le plus proche à la périphérie
du rouleau central (13), le rouleau central (13) présentant une surface extérieure
régulièrement ou stochastiquement structurée, caractérisé en ce que le rouleau central (13) est disposé de manière à coopérer en amont avec un rouleau
ducteur (14) pour la formation d'un film d'encre par un interstice (18), ledit rouleau
ducteur étant lui-même disposé de manière à coopérer avec un système doseur d'encre
(11) réglable par zones quant à son débit d'encre.
2. Mécanisme d'encrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que deux autres rouleaux (21.1 ; 21.2) sont disposés comme rouleaux d'enlèvement (21.1
; 21.2) sur la surface extérieure du rouleau (13) coopérant avec le rouleau ducteur
(14).
3. Mécanisme d'encrage selon la revendication 2, caractérisé en ce que les deux rouleaux d'enlèvement (21.1 ; 21.2) sont disposés dans le mécanisme d'encrage
(03) de telle manière que le centre du rouleau central (13) soit disposé sur la face
la plus proche du cylindre porte-cliché d'un plan reliant les centres des deux rouleaux
d'enlèvement (21.1 ; 21.2).
4. Mécanisme d'encrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deux rouleaux encreurs (12.1 ; 12.2) sont serrés contre le cylindre porte-cliché
(02 ; 10), mais sans contact direct avec le rouleau (13) coopérant avec le rouleau
ducteur (14).
5. Mécanisme d'encrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que dans la structuration du rouleau central (13), considérée au moins dans une direction
sur la surface extérieure qui peut s'étendre en direction axiale, périphérique ou
dans une direction intermédiaire entre direction axiale et périphérique, sont prévues
en moyenne de 30 à 80, en particulier de 35 à 75, cannelures par cm.
6. Mécanisme d'encrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rouleau (13) coopérant avec le rouleau ducteur (14) ne présente aucun contact
avec un dispositif racleur destiné à racler l'encre.
7. Mécanisme d'encrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que, pour équilibrer sa température, le rouleau (13) coopérant avec le rouleau ducteur
(14) est en liaison active avec un dispositif d'équilibrage de température.
8. Mécanisme d'encrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le ou les rouleaux encreurs (12.1 ; 12.2) sont montés pour être mobiles entre deux
positions, de manière à pouvoir être commutés en option entre un mode de service où
le ou les rouleaux d'enlèvement (21.1 ; 21.2) ainsi que ledit rouleau encreur (12.1
; 12.2) sont en contact avec le rouleau central (13), et un mode de service où le
rouleau d'enlèvement (21.1 ; 21.2) est en contact avec le rouleau central (13) et
où le rouleau encreur (12.1 ; 12.2) le plus proche est disposé sans contact avec le
rouleau central (13).
9. Mécanisme d'encrage selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'au moins un des rouleaux encreurs (12.1 ; 12.2) est monté pour être mobile entre deux
positions, de manière à pouvoir être commuté en option entre un mode de service où
les deux rouleaux d'enlèvement (21.1 ; 21.2) ainsi que les deux rouleaux encreurs
(12.1 ; 12.2) sont en contact avec le rouleau central (13), et un mode de service
où les deux rouleaux d'enlèvement (21.1 ; 21.2) sont en contact avec le rouleau central
(13) et où les deux rouleaux encreurs (12.1 ; 12.2) sont disposés sans contact avec
le rouleau central (13).
10. Unité d'impression (24) d'une machine d'impression avec plusieurs groupes d'impression
offset (01) comportant un cylindre porte-cliché et un cylindre de transfert (02, 06
; 10, 08), ainsi qu'un mécanisme d'encrage (03) correspondant au cylindre porte-cliché
(02 ; 10) pour l'encrage de celui-ci, caractérisé par le mode d'exécution du mécanisme d'encrage (03) selon l'une ou plusieurs des revendications
1 à 9.
11. Unité d'impression selon la revendication 10, caractérisé en ce que, pour équilibrer sa température, le cylindre porte-cliché (02 ; 10) est en liaison
active avec un dispositif d'équilibrage de température.
12. Mécanisme d'encrage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu un moyen d'équilibrage de température de l'encre d'impression se trouvant
dans le système doseur d'encre (11) réglable par zones, ou pénétrant dans celui-ci.
13. Unité d'impression selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'unité d'impression (24) comporte plusieurs groupes d'impression doubles (26) superposés,
composés chacun de deux groupes d'impression (01 ; 09) coopérant avec leurs cylindres
de transfert (06 ; 08) en tant qu'emplacement d'impression double (07).
14. Mécanisme d'encrage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'interstice (18) entre les deux rouleaux (13 ; 14) est de largeur réglable.