Bezeichnung der Erfindung
[0001] Hülsenpuffer für Schienenfahrzeuge mit Bolzenanschlag
Beschreibung
[0002] Die Erfindung betrifft einen gefederten Puffer für Schienenfahrzeuge mit ineinander
gleitenden Gehäuseteilen (Pufferhülse und Pufferstößel) mit einem Anschlag für den
Rückhub. Im inneren Gehäuseteil befindet sich ein Federelement zur Dämpfung der Stößelbewegung.
Stand der Technik
[0003] Die sogenannten Puffer zur Stoßdämpfung zwischen Waggons und zwischen Waggons und
Triebfahrzeug bestehen jeweils aus zwei ineinander gleitenden zylindrischen Gehäuseteilen.
Diese besitzen einerseits eine Grundplatte zur Befestigung am Fahrzeugrahmen, andererseits
tragen sie die Pufferplatte. Zur Führung und als Verdrehsicherung sind bei vielen
Ausführungen eine Passfeder und eine Passfedernut in den Gehäusewandungen angeordnet.
Im inneren Gehäuseteil befindet sich ein Federelement, das die Gehäuseteile gegen
einen Anschlag vorspannt. Die Bewegungen des Gehäuseteiles mit der Pufferplatte, der
so genannte Stößel, werden durch das Federelement gedämpft.
[0004] Viele ältere Puffer besitzen als Federelement eine Stahlfeder. Eine bekannte, viel
verwendete Ausführung ist die so genannte Ringfeder. Diese besteht aus mehreren, nebeneinander
angeordneten Ringen aus Federstahl, die teilweise aufeinander gleiten. Diese Ausführung
besitzt gute Federungseigenschaften mit bei der Einfederung steigender Federkraft.
Nachteile sind das große Gewicht und die hohen Fertigungskosten. Seit einigen Jahren
werden deshalb verstärkt Elastomerfedern in Puffern eingesetzt. Diese sind wesentlich
leichter und auch preiswerter herzustellen. Auch hier sind verschiedene Bauarten entwickelt
worden, wie die Durel- und Miner- Feder. Da diese Federn kürzer als die anderer Federtypen
sind, ist in der Pufferhülse zusätzlich ein Mittelsteg quer angeordnet. Auf diesem
stützt sich die Elastomerfeder ab. Es ist bekannt, zur Führung dieser Feder eine Führungsstange
zentral in der Pufferhülse anzuordnen, die im Mittelsteg geführt wird.
[0005] Da die Feder im Puffer immer vorgespannt ist, ist an allen Puffertypen ein Anschlag
für den Pufferstößel vorhanden, der den Rückhub bzw. Ausfederweg begrenzt.
[0006] Seit längerem bekannt sind Halteringe, die in einer Radialnut einsetzbar sind und
als Anschlag wirken. Häufig werden die Halteringe nach der Montage mit dem Pufferstößel
verschweißt (
EP 0650879A). Gemäß der
US PS 3,253,718 wird ein von außen eingelegtes Führungsteil fest mit dem Pufferstößel verbunden.
Diese Lösungen besitzen den Nachteil, dass bei der Demontage Teile zerstört werden
müssen.
[0007] Lösungen, die eine zerstörungsfreie Demontage ermöglichen, sind ebenfalls bekannt.
Gemäß der
DE 29610605 U ist in einer Pufferhülse eine Achsialnut definierter Länge eingebracht. Im Pufferstößel
ist eine Öffnung für das Einlegen der Passfeder vorhanden. Nach dem Einlegen wird
die Passfeder durch eine äußere Banderole gehalten.
[0008] Diese Konstruktion ist, wie weitere vergleichbare, technisch aufwendig und nicht
sehr robust für einen Dauerbetrieb, da diese von außen beschädigt werden kann.
[0009] Durch die Anmelderin wurde in der
DE 102009005968 A1 bereits ein Anschlag für den Pufferstößel vorgeschlagen, der aus einer lösbar am
Boden der Pufferplatte befestigten Führungsstange besteht. Das andere Ende der Führungsstange
durchdringt den Mittelsteg und besitzt dort einen verstellbaren Anschlag.
[0010] Die Verbindung des Kopfes der Führungsstange mit der Pufferplatte erfolgt durch Verdrehen
des Kopfes in einer Arretierungsbuchse. Diese ist in einer Ausdrehung der Pufferplatte
angeschweißt. Da eine ungewollte Rückdrehung des Kopfes verhindert werden muss, besitzt
die Arretierungsbuchse eine zusätzlich innere Vertiefung für die Aufnahme des Kopfes
und einen Sicherungsring, der diese Lage fixiert. Dieser ist wiederum in einer Druckplatte
geführt, welche die Arretierungsbuchse überdeckt und die Federkraft überträgt. Nachteilig
sind die große Dicke der Konstruktion und die Verkleinerung der Länge des Federraumes.
[0011] Weiterhin hat sich im Betrieb gezeigt, dass bei der Ausfederung des Pufferstößels
am Hubende der Kopf der Führungsstange und der Anschlag für die Begrenzung des Federweges
schlagartig belastet werden. Das wirkt sich bei der Vielzahl der Hubbewegungen sehr
negativ auf die Lebensdauer dieser Bauelemente aus.
Aufgabe der Erfindung
[0012] Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, den Rückschlag bei der Ausfederung des Pufferstößels
am Hubende zu dämpfen, um die Lebensdauer der Elemente zu erhöhen. Auf die Anordnung
einer zusätzlichen Feder soll dabei verzichtet werden.
[0013] Eine weitere Aufgabe ist es, die Sicherung zur Verhinderung der Rückdrehung des Kopfes
der Führungsstange zu vereinfachen und gleichzeitig die Baulänge kürzer zu gestalten.
[0014] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs eins gelöst.
[0015] Gemäß dem wesentlichen Merkmal der Erfindung besteht die Führung am Mittelsteg (7),
aus einem äußeren Anschlag (3) mit Zwischenstück (11) und einer federseitigen Zentrierscheibe
(12) mit konischem Grundkörper entsprechend der Bohrung im Mittelsteg (7).
[0016] Die Zentrierscheibe (12) und/oder das Zwischenstück (11) ragt/ragen dabei soweit
in, oder durch die Bohrung, dass diese mit den Stirnseiten aneinander liegen und einen
Anschlag bilden. So kann je nach Einfederungstiefe des Stößels (5) nur die Zentrierscheibe
(12) oder das Zwischenstück (11) am Mittelsteg (7) anliegen. Das Gegenstück besitzt
jeweils einen Freiraum (14) zum Mittelsteg (7), dessen Größe von der Höhe der Durchdringung
der Zentrierscheibe (12) und/oder des Zwischenstück (11) durch die Bohrung bestimmt
ist.
[0017] Wenn das Zwischenstück (11) bei ausgefedertem Stößel (5) am Mittelsteg anliegt, verbleibt
erfindungsgemäß somit zwischen der Mantelfläche der Zentrierscheibe (12) und der Bohrung
im Mittelsteg (7) ein Freiraum (14) von einigen Millimetern Dicke. Bei der Einfederung
und während der Ausfederung des Stößels (5) liegt dagegen nur die Zentrierscheibe
(12) am Mittelsteg (7) an.
[0018] In der Endphase des Rückhubes trifft das Zwischenstück (11) zuerst auf die Zentrierscheibe
(12). Diese wird mit dem federseitigen Absatz auf die Feder (4) gepresst und dämpft
so die Bewegung des Zwischenstücks (11) bis zum Anschlag auf den Mittelsteg (7) ab.
Dabei wird dann wieder die Zentrierscheibe vom Mittelsteg (7) abgehoben.
[0019] Durch die Dämpfungsbewegung werden alle Anschlagelemente nicht mehr stoßartig belastet,
was die Lebensdauer wesentlich erhöht. Zusätzliche Bauelemente sind hierfür überraschend
nicht erforderlich.
[0020] Gemäß einem weiteren Merkmal besitzt die Arretierungsbuchse (8) eine zentrische Bohrung
für die Führungsstange (1), einen rückwärtigen Freiraum für den Kopf (10) und einen
Querschlitz für den Durchgang eines beidseitig abgeflachten Kopfes (10) der Führungsstange
(1). Das andere Ende der Führungsstange (1) ist durch eine Bohrung im Mittelsteg(7)
geführt und trägt dort einen Anschlag (3).
[0021] Erfindungsgemäß wird der Querschlitz nach dem Einsetzen und Verdrehen des Kopfes
(10) durch ein oder mehrere Sicherungsstück/e (9) einschließlich der freien Tiefe
der Arretierungsbuchse (8) ausgefüllt.
[0022] Die Arretierungsbuchse (8) kann dadurch kurz gehalten und einfacher gefertigt werden.
Eine Druckplatte und der Sicherungsring entfallen. Der Federdruck verhindert ein herausfallen
des Sicherungsstückes (9) und dieses arretiert den Kopf (10) der Führungsstange.
[0023] Die Unteransprüche 2 bis 4 enthalten bevorzugte Bauformen zur Arretierung des Kopfes
(10).
[0024] Gemäß Anspruch 2 ist das Sicherungsstück (9) als eine auf die Führungsstange (1)
aufschiebbare Buchse mit zwei axial vorstehenden Zapfen in der Abmessung des Querschlitzes
und mit einer Länge einschließlich der Tiefe der Arretierungsbuchse (8) ausgebildet.
Der Querschlitz der Arretierungsbuchse (8) und der Freiraum neben dem abgeflachten
Kopf (10) wird so von den Zapfen ausgefüllt und ein Rückdrehen des Kopfes (10) der
Führungsstange (1) verhindert. Es wird somit nur ein Teil zur Sicherung der Lage des
Kopfes (10) erforderlich, dass sicher auf der Führungsstange (1) geführt wird.
[0025] Entsprechend einer bevorzugten Ausführung nach Anspruch 3 besitzt das Sicherungsstück
(9) an dem der Feder (4) zugewandten Ende seitlich abgewinkelte Stege, bzw. einen
umlaufenden Absatz mit vergrößertem Durchmesser. So wird durch den Druck der Feder
(4) auf die Arretierungsbuchse (8) ein Lösen des Sicherungsstückes (9) verhindert.
[0026] Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung entsprechend Anspruch 4 besitzt
der Boden der Pufferplatte (2) zentrisch eine Ausdrehung zur Aufnahme der Arretierungsbuchse
(8), die mit dem Boden in einer Ebene verschweißt ist. Die Befestigung und Sicherung
des Kopfes 10 der Führungsstange (1) ist somit raumsparend in der Pufferplatte (2)
angeordnet. Der Boden der Pufferplatte (2) bleibt eben für die Auflage der Feder (4).
[0027] In den Unteransprüchen 5 bis 7 werden günstige Lösungen zur Gestaltung des Anschlags
beschrieben.
[0028] Nach einer Ausführung entsprechend Anspruch 5 trägt das Ende der Führungsstange (1),
welches den Mittelsteg (7) in Richtung Grundplatte überragt, ein Gewinde mit einer
Mutter mit Sicherungselement und das Zwischenstück (11) in Form einer Scheibe. Diese
besitzt stirnseitig Ausnehmungen zur Führung der Mutter und gegenüberliegend des Absatzes
zur Führung der Zentrierscheibe (12).
[0029] Beim Einfedern des Stößels (5) werden die Mutter und das Zwischenstücks (11) abgehoben.
Diese Gestaltung bewirkt eine sichere Führung der Mutter und des Zwischenstücks (11)
beim Ausfedern.
[0030] Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung entsprechend Anspruch 6 ist die
Zentrierscheibe (12) am Umfang kegelstumpfförmig, entsprechend der Durchgangsbohrung
im Mittelsteg (7) ausgebildet und besitzt stirnseitig eine vorragende Fläche zur Feder
(4). Gegenüberliegend besitzt die Zentrierscheibe (12) einen Absatz (13) mit einem
kegelförmigen Endabschnitt für die Führung im Zwischenstück (11), wobei der Absatz
(13) eine Höhe besitzt, dass die kegelstumpfförmige Umfangsfläche der Zentrierscheibe
(12) einen Abstand von 2 bis 10 mm zur Durchgangsbohrung im Mittelsteg (7) hat, wenn
das Zwischenstück (11) bei ausgefedertem Stößel (5) am Mittelsteg (7) anliegt.
[0031] Damit wird eine sichere Führung der Zentrierscheibe (12) zum Mittelsteg (7) und zum
Zwischenstück (11) beim Ein- und Ausfedern bewirkt.
[0032] Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung entsprechend Anspruch 7 besitzt
die stirnseitig vorragende Fläche der Zentrierscheibe (12) zur Feder (4) eine Höhe
und Fläche, die in Abhängigkeit von der jeweiligen Federkraft der Feder (4), eine
ausreichende Dämpfung des Aufschlages des Zwischenstückes (11) auf die Zentrierscheibe
(12) bei der Ausfederung bewirkt.
[0033] Mit dieser Ausbildung kann somit die Größe der Dämpfung bei der Rückfederung/Ausfederung
vorgegeben werden. Eine Berücksichtigung der unterschiedlichen Federkraft von verschiedenen
Bauarten von Federn (4) ist gleichzeitig möglich.
[0034] Eine Weiterentwicklung der Erfindung für Puffer ohne Mittelsteg (7) ist im Unteranspruch
8 enthalten.
Beispiel
[0035] Nachfolgend soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden.
[0036] Die Figur 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen Puffer.
[0037] Die Figuren 2 bis 5 zeigen die Einzelheiten der lösbaren, zugfesten Lagerung der
Führungsstange 1.
[0038] Das innere, zylinderförmige Gehäuse, die Hülse 6 endet in einer nicht dargestellten
Grundplatte zur Befestigung des Puffers an einem Rahmen des Fahrzeuges. Das äußere
Gehäuseteil, der Stößel 5, trägt am Ende die Pufferplatte 2. In der Hülse 6 ist eine
Elastomerfeder 4 gelagert, die sich auf einen Mittelsteg 7 abstützt. Der Mittelsteg
7 ist eine massive Wandung, die den Querschnitt der Hülse 6 ausfüllt und allseitig
mit der Außenwandung verbunden ist. In der Mitte befindet sich eine größere, kegelförmige
Bohrung, die durch eine kegelstumpfförmige Zentrierscheibe 12 annähernd ausgefüllt
ist. In der Zentrierscheibe 12 wird die Führungsstange 1 in einem Endbereich geführt.
Das andere Ende ist in der Arretierungsbuchse 8 am Boden der Pufferplatte 2 mittig
gelagert.
[0039] Die Arretierungsbuchse 8 ist in einer Ausdrehung des Bodens der Pufferplatte 2 eingeschweißt,
so dass die äußere Stirnseite mit dem Boden der Pufferplatte 2 abschließt. Die Führungsstange
1 besitzt einen beidseitig abgeflachten Kopf 10, wie aus der Einzelheit Fig. 2 und
3 ersichtlich. Die Arretierungsbuchse 8 hat eine zentrale Durchgangsbohrung die etwas
größer als der Durchmesser der Führungsstange 1 ist. Außerdem ist im Bereich der Bohrung
ein Querschlitz eingebracht. Der Kopf 10 der Führungsstange 1 kann so bei entsprechendem
Drehwinkel in die Arretierungsbuchse 8 eingeführt werden. Mit einer Drehung um 90
° gemäß Einzelheit Fig. 4 wird verhindert, dass die Führungsstange 1 wieder herausgezogen
werden kann. In dieser Lage wird ein buchsenförmiges Sicherungsstück 9 mit zwei axialen
Zapfen auf die Führungsstange 1 bis in die Arretierungsbuchse 8 geschoben. Die beiden
Zapfen greifen dabei in den Querschlitz und bis in die Tiefe der Arretierungsbuchse
8 ein. Anschließend wird die Feder 4 aufgesetzt. Durch den Federdruck wird das Sicherungsstück
9 in der Arretierungsbuchse 8 gehalten. Die Verbindung ist dadurch gegen Zug und Verdrehung
gesichert, besitzt aber eine geringe Bewegungsfreiheit für Schwenkbewegungen der Führungsstange
1.
[0040] Am anderen Ende der Führungsstange 1 ist ein Gewinde aufgebracht. Eine Mutter mit
Sicherungsscheibe und das Zwischenstück 11 bilden den Anschlag 3 für die Rückbewegung
des Stößels 5. Das Zwischenstück 11 in Form einer Scheibe besitzt stirnseitig Ausnehmun-
gen zur Führung der Mutter und gegenüberliegend zur Führung eines kegelförmigen Absatzes
13 der Zentrierscheibe (12).
[0041] Dem gegenüber, auf der Innenseite des Mittelstegs 7 ist eine kegelstumpfförmige Zentrierscheibe
12 angeordnet. Diese besitzt an einer Stirnseite einen verlängernden Absatz 13, der
beim Anliegen der Zentrierscheibe 12 an dem Mittelsteg 7 durch die Bohrung ragt und
das Zwischenstück 11 vom Mittelsteg 7 abhebt. Das Ende des Absatzes 13 ist kegelstumpfförmig
ausgebildet und ragt dann in die entsprechende Ausnehmung des Zwischenstückes 11.
[0042] Bei ausgefedertem Stößel 5 sitzt die Zentrierscheibe 12 mit einem geringen Abstand
von 4 mm in der kegelförmigen Durchgangsbohrung des Mittelstegs 7. Der Abstand wird
bewirkt durch die Auflage des Absatzes 13 an der Stirnseite des Zwischenstücks 11
und dessen Auflage auf den Mittelsteg 7, bedingt durch den Federdruck.
[0043] Federt der Puffer ein, wird der Anschlag 3 mit der Führungsstange 1 von dem Mittelsteg
7 wegbewegt, gleichzeitig kann die Zentrierscheibe 12 bis zum Anschlag in die Bohrung
gleiten und die Führungsstange 1 sicher führen. In der Phase der Ein- und Ausfederung
überträgt die Zentrierscheibe 12 über die stirnseitig zur Feder 4 vorragende Fläche
einen Teil des Federdrucks auf den Mittelsteg 7 und wird so auf/in den Mittelsteg
7 gedrückt. In der Endphase des Rückhubes trifft das Zwischenstück (11) zuerst auf
den Absatz 13 der Zentrierscheibe (12). Diese wird mit dem federseitigen Absatz auf
die Feder gepresst und dämpft so die Bewegung des Zwischenstücks (11) bis zum Anschlag
auf den Mittelsteg (7) ab. Dabei wird dann wieder die Zentrierscheibe vom Mittelsteg
(7) entsprechend der Höhe des Absatzes 13 abgehoben und es entsteht eine Freiraum
14. Durch Verdrehen der Mutter kann der maximale Hubweg eingestellt werden. Zur Demontage
wird die Mutter entfernt, so dass der Stößel 5 von der Hülse 6 abgezogen werden kann.
Die Feder 4 wird dann vom Boden der Pufferplatte 2 zurückgezogen. Nun kann das Sicherungsstück
9 abgezogen und die Führungsstange 1 um 90° gedreht und aus der Arretierungsbuchse
8 gezogen werden.
Verzeichnis der Bezugszeichen
[0044]
- 1
- Führungsstange
- 2
- Pufferplatte
- 3
- Anschlag
- 4
- Feder
- 5
- Stößel
- 6
- Hülse
- 7
- Mittelsteg
- 8
- Arretierungsbuchse
- 9
- Sicherungsstück
- 10
- Kopf der Führungsstange
- 11
- Zwischenstück
- 12
- Zentrierscheibe
- 13
- Absatz
- 14
- Freiraum
1. Hülsenpuffer für Schienenfahrzeuge mit Bolzenanschlag, bestehend aus zwei ineinander
geführten zylindrischen Gehäuseteilen, dessen inneres Gehäuseteil, die Hülse (6),
am Ende eine Grundplatte zur Befestigung und einen Mittelsteg (7) besitzt, auf dem
im Inneren eine vorgespannte Feder (4) abgestützt ist, und dessen äußeres Gehäuseteil,
der Stößel (5), am Ende eine Pufferplatte (2) trägt, wobei der Boden der Pufferplatte
(2) und der Mittelsteg (7) eine Führung für eine Führungsstange (1) besitzen, welche
die Feder (4) führt, wobei die Führungsstange (1) mit einem Kopf (10) am Boden der
Pufferplatte (2) mittels einer dort befestigten Arretierungsbuchse (8) lösbar, aber
zugfest gelagert ist und das Ende der Führungsstange (1) durch eine Bohrung im Mittelsteg
(7) diesen in Richtung Grundplatte überragt und einen Anschlag (3) besitzt, dadurch gekennzeichnet,
dass die Führung am Mittelsteg (7), aus einem äußeren Anschlag (3) mit Zwischenstück (11)
und einer federseitigen Zentrierscheibe (12) mit konischem Grundkörper entsprechend
der Bohrung im Mittelsteg (7) besteht,
wobei die Zentrierscheibe (12) und/oder das Zwischenstück (11) soweit in, oder durch
die Bohrung ragt/ragen, dass diese mit den Stirnseiten aneinander liegen und einen
Anschlag bilden, so dass je nach Einfederungstiefe des Stößels (5) nur die Zentrierscheibe
(12) oder das Zwischenstück (11) am Mittelsteg (7) anliegen kann und das Gegenstück,
jeweils einen Freiraum (14) zum Mittelsteg (7) besitzt, dessen Größe von der Höhe
der Durchdringung der Zentrierscheibe (12) und/oder des Zwischenstück (11) durch die
Bohrung bestimmt ist,
und dass die Arretierungsbuchse (8) die eine zentrische Bohrung für die Führungsstange (1),
einen rückwärtigen Freiraum für den Kopf (10) und einen Querschlitz für den Durchgang
eines beidseitig abgeflachten Kopfes (10) der Führungsstange (1) besitzt und der Querschlitz
nach dem Einsetzen und Verdrehen des Kopfes (10) durch ein oder mehrere Sicherungsstück/e
(9) einschließlich der freien Tiefe der Arretierungsbuchse (8) ausgefüllt ist.
2. Hülsenpuffer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungsstück (9) als eine auf die Führungstange (1) aufschiebbare Buchse mit
zwei axial vorstehenden Zapfen in der Abmessung des Querschlitzes und mit einer Länge
einschließlich der Tiefe der Arretierungsbuchse (8) ausgebildet ist, so dass der Querschlitz
der Arretierungsbuchse (8) und der Freiraum neben dem abgeflachten Kopf (10) von den
Zapfen ausgefüllt wird und ein Rückdrehen des Kopfes (10) der Führungsstange (1) verhindert.
3. Hülsenpuffer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass das Sicherungsstück (9) an dem der Feder (4) zugewandten Ende seitlich abgewinkelte
Stege, bzw. einen umlaufenden Absatz mit vergrößertem Durchmesser besitzt, die/der
durch den Druck der Feder (4) auf die Arretierungsbuchse (8) gepresst wird und ein
Lösen des Sicherungsstückes (9) verhindert.
4. Hülsenpuffer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass der Boden der Puffer- platte (2) zentrisch eine Ausdrehung zur Aufnahme der Arretierungsbuchse
(8) besitzt, die mit dem Boden in einer Ebene verschweißt ist.
5. Hülsenpuffer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende der Führungsstange (1), welches den Mittelsteg (7) in Richtung Grundplatte
überragt, ein Gewinde mit einer Mutter mit Sicherungselement und das Zwischenstück
(11) in Form einer Scheibe trägt, welches stirnseitig Ausnehmungen zur Führung der
Mutter und gegenüberliegend des Absatzes der Zentrierscheibe (12) besitzt.
6. Hülsenpuffer nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Zentrierscheibe (12) am Umfang kegelstumpfförmig, entsprechend der Durchgangsbohrung
im Mittelsteg (7) ausgebildet ist und stirnseitig eine vorragende Fläche zur Feder
(4) besitzt, gegenüberliegend einen Absatz (13) mit einem kegelförmigen Endabschnitt
für die Führung im Zwischenstück (11) besitzt, wobei der Absatz (13) eine Höhe besitzt,
dass die kegelstumpfförmige Umfangsfläche der Zentrierscheibe (12) einen Abstand von
2 bis 10 mm zur Durchgangsbohrung im Mittelsteg (7) hat, wenn das Zwischenstück (11)
bei ausgefedertem Stößel (5) am Mittelsteg (7) anliegt.
7. Hülsenpuffer nach einem der Ansprüche 1 und 6, dadurch gekennzeichnet,
dass die stirnseitig vorragende Fläche der Zentrierscheibe (12) zur Feder (4) eine Höhe
und Fläche besitzt, die in Abhängigkeit von der jeweiligen Federkraft der Feder (4),
eine ausreichende Dämpfung des Aufschlages des Zwischenstückes (11) auf die Zentrierscheibe
(12) bei der Ausfederung bewirkt.
8. Hülsenpuffer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Hülse (6) ohne Mittelsteg (7) auf der Grundplatte zusätzlich eine zentral
angeordnete, in den Federfreiraum ragende Führung für die Führungsstange (1) befestigt
ist.