(57) Die vorliegende Erfindung betrifft einen Warenausgabeautomaten mit zumindest einem
Sensor zur Erfassung mindestens einer kapazitiven Größe. Erfindungswesentlich ist
dabei, dass der zumindest eine Sensor als drahtloser Signalübertragungschip, insbesondere
als RFID-Chip (Radio Frequency Identification), ausgebildet ist. Hierdurch ist eine
besonders exakte und reproduzierbare Erfassung von Messergebnissen möglich, wobei
aufgrund der drahtlosen Signalübertragung zugleich ein Verkabelungsaufwand reduziert
werden kann.
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Warenausgabeautomaten mit zumindest einem
Sensor zur Erfassung mindestens einer kapazitiven Größe, gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0002] In Getränkeautomaten und insbesondere in Kaffeemaschinen gibt es zahlreiche Sensoren,
die insbesondere Füllstände, beispielsweise denjenigen eines Wassertanks, detektieren
und an eine Steuerungseinrichtung übermitteln. Dabei werden insbesondere auch sogenannte
kapazitive Sensoren verwendet, die auf Basis der Veränderung der Kapazität eines einzelnen
Kondensators oder eines ganzen Kondensatorsystems arbeiten. Die dabei derzeit verwendeten
Sensoren sind üblicherweise fest verkabelt, wobei insbesondere kapazitive Sensoren
eine exakte Positionierung des zu messenden Mediums zum Sensor erfordern, um genaue
und reproduzierbare Ergebnisse zu liefern. Werden dabei die Sensoren in Verbindung
mit demontierbaren Komponenten eingesetzt, wie beispielsweise bei einem Wassertank
oder einem Milchvorratsbehälter, so werden sehr hohe Anforderungen an die Kopplung
bzw. die Ausführung der Messstelle gestellt, um oben genannte genaue und reproduzierbare
Messergebnisse zu erhalten.
[0003] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich daher mit dem Problem, für einen gattungsgemäßen
Warenausgabeautomaten, eine verbessert oder zumindest eine alternative Ausführungsform
anzugeben, die insbesondere konstruktiv einfach aufgebaut ist und gleichzeitig Messergebnisse
hoher Qualität liefert.
[0004] Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand des abhängigen Anspruchs.
[0005] Die vorliegende Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, einen kapazitiven
Sensor in einem Warenausgabeautomaten als drahtlosen Signalübertragungschip, insbesondere
als RFID-Chip auszubilden bzw. mit einem solchen zur Signalübertragung zu koppeln,
wobei dieser RFID-Chip zur drahtlosen Signalübertragung in der Lage ist und dadurch
direkt an der Messstelle eingebaut werden kann. Der kapazitive Sensor erfasst eine
Veränderung der Kapazität eines einzelnen Kondensators oder eines ganzen Kondensatorsystems
und leitet den so erfassten Messwert drahtlos weiter, beispielsweise an eine Kontroll-Steuereinrichtung
oder ein Anzeigenfeld. Unter dem Begriff Warenausgabeautomat soll sowohl ein Automat
zur Ausgabe von Feststoffen als auch ein Automat zur Ausgabe von Flüssigkeiten, Pasten
oder Gemischen verstanden werden. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn mit
dem Sensor beispielsweise der Füllstand eines abnehmbaren Wassertanks erfasst werden
soll, weil in diesem Fall der drahtlose Signalübertragungschip direkt am Behälter
fest montiert werden kann. Durch die drahtlose Signalübertragung mittels bestimmter
Frequenzen kann darüber hinaus ein ansonsten hoher Verkabelungsaufwand innerhalb des
Warenausgabeautomatens vermieden werden. Von größtem Vorteil ist jedoch, dass der
als insbesondere RFID-Chip ausgebildete Sensor durch seine einmal festgelegte Lage
stets richtig zum zu messenden Medium positioniert ist und dadurch besonders exakte
Ergebnisse liefert.
[0006] Bei bisherigen Sensoren, die den Füllstand beispielsweise eines abnehmbaren Wassertanks
erfassen sollten, war dies nur durch eine äußert präzise Kopplung bzw. Ausführung
der Messstelle möglich. Mit dem erfindungsgemäßen Signalübertragungschip ist das Problem
der optimalen Relativlage zwischen diesem und dem zu messenden Medium gelöst, da der
drahtlose Signalübertragungschip einmal an seiner Einbauposition angebracht und dort
fixiert wird. Insbesondere ist hierbei auch vorstellbar, dass der Signalübertragungschip
in eine Wandung eines Behälters, beispielsweise eines Wassertanks integriert ist und
dadurch zusammen mit diesem abnehmbar und spülbar ist.
[0007] Der englische Begriff RFID (Radio Frequency Identification) bedeutet dabei im Deutschen
"Identifizierung mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen" und ermöglicht dadurch
eine automatische Identifizierung bzw. Lokalisierung, beispielsweise von zu messenden
Größen bzw. Gegenständen, wie beispielsweise eines Wasserstandes in einem Wassertank.
Ein RFID-System besteht überlicherweise aus dem RFID-Chip (Transponder) der sich am
oder im Gegenstand befindet und diesen kennzeichnet, sowie einem Lesegerät zum Auslesen
der Transponderkennung. Das Lesegerät, welches im vorliegenden Fall im Getränkeautomaten
integriert ist, enthält üblicherweise eine Software, die den eigentlichen Leseprozess
steuert. In der Regel erzeugt dabei das Lesegerät ein elektromagnetisches Hochfrequenzfeld
geringer Reichweite, vorzugsweise durch Induktionsspulen, wodurch nicht nur Daten
übertragen werden können, sondern zugleich auch der RFID-Chip mit Energie versorgt
werden kann. RFID-Chips können dabei so klein wie ein Reiskorn sein und dadurch an
nahezu allen wichtigen Stellen des Getränkeautomatens problemlos positioniert werden.
[0008] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung, ist der Signalübertragungschip
an zumindest einem der folgenden Behälter angeordnet und ermittelt dessen Präsenz
bzw. einen Füllstand in diesem Behälter: Bohnenbehälter, Kaffeemehlbehälter, Filterkaffeebehälter,
Reinigerbehälter, Milchvorratsbehälter, Satzkasten, Wassertank, Mischfluidbehälter
und/oder Tropfschale. Unter Mischfluid kann hierbei insbesondere Sirup, Alkohol, Sahne,
Milch, Farbstoff, etc. verstanden werden. Selbstverständlich ist ein derartiger Signalübertragungschip
auch zur Erkennung von Leckagen bzw. zur Überwachung einer Funktionskontrolle (ist
beispielsweise ein Schlauch/Rohr gefüllt oder nicht) einsetzbar. Bereits die Aufzählung
lässt dabei erahnen, wie breit das mögliche Einsatzgebiet eines derartigen drahtlosen
Signalübertragungschips im Bereich von Warenausgabeautomaten und insbesondere im Bereich
von Kaffeemaschinen bzw. Kaffeevollautomaten ist.
[0009] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung, bildet
der wenigstens eine Signalübertragungschip einen integralen Bestandteil des Behälters.
Hierbei kann der Signalübertragungschip beispielsweise in die Wandung eines Wassertanks
eingelassen, insbesondere eingespritzt sein, und dadurch zusammen mit dem Wassertank
entnommen bzw. auch zusammen mit diesem gespült werden. Durch die integrierte Lage
des Signalübertragungschips in beispielsweise der Wandung des Behälters, ist dieser
auch geschützt vor äußeren Einflüssen angeordnet, wodurch eine hohe Funktionssicherheit
erreicht werden kann. Selbstverständlich ist dabei der Signalübertragungschip nicht
nur auf eine kapazitive Arbeitsweise bzw. die Erfassung kapazitiver Messgrößen beschränkend
anzusehen, sondern kann generell auch eine davon abweichende Arbeitsweise aufweisen.
[0010] Zweckmäßig ist wenigstens ein Signalübertragungschip zur Erfassung beispielsweise
eines Durchfluss, eines Drucks, einer Drehzahl, einer Wegstrecke/Entfernung, eines
Feuchtegehalts, einer Dichte oder zur Erkennung von Wasserinhaltsstoffen ausgebildet.
Auch diese Aufzählung lässt wiederum erkennen, dass der erfindungsgemäße Signalübertragungschip
(RFID-Chip) zur Erfassung nahezu beliebiger Größen innerhalb des Getränkeautomatens,
d. h. insbesondere eine Kaffeevollautomatens einer Kaffeemaschine verwendbar ist.
Die Aufzählung ist dabei selbstverständlich nicht abschließend anzusehen, so dass
auch weitere Größen bzw. weitere bisher nicht genannte Einbauorte für den erfindungsgemäßen
Signalübertragungschip vorgesehen werden können.
[0011] Mit dem erfindungsgemäßen drahtlosen Signalübertragungschip können insbesondere bei
Kaffeemaschinen diejenigen Teile, die oftmals abgenommen und wieder eingesetzt werden,
ausgerüstet werden, wobei der Signalübertragungschip vorzugsweise fest in oder an
dem abnehmbaren Teil ein- /angebaut ist. Hierdurch wird sichergestellt, dass der Signalübertragungschip
zum zu messenden Medium immer gleich positioniert ist und dadurch zuverlässig exakt
reproduzierbare Ergebnisse liefert. Durch die drahtlose Signalübertragung ist es auch
möglich, eine Vielzahl von insbesondere RFID-Chips von lediglich einem Lesegerät lesen
zu lassen, wobei insbesondere der Verkabelungsaufwand aufgrund der drahtlosen Übertragung
deutlich reduziert werden kann. Hierdurch werden die erfindungsgemäßen Getränkeautomaten
nicht nur konstruktiv einfacher und kostengünstiger, sondern zugleich auch servicefreundlicher.
1. Warenausgabeautomat mit zumindest einem Sensor zur Erfassung mindestens einer kapazitiven
Größe, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Sensor als drahtloser Signalübertragungschip, insbesondere als
RFID-Chip (Radio Frequency Identification), ausgebildet ist.
2. Warenausgabeautomat nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Warenausgabeautomat als Getränkeautomat ausgebildet und der Signalübertragungschip
an zumindest einem der folgenden Behälter angeordnet ist und in diesen einen Füllstand
oder dessen Präsenz ermittelt; Bohnenbehälter, Kaffeemehlbehälter, Filterkaffeebehälter,
Topping/Schok/Reiniger-Behälter, Milchvorratsbehälter, Satzkasten, Wassertank, Mischfluidbehälter,
Tropfschale.
3. Warenausgabeautomat nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Signalübertragungschip einen integralen Bestandteil des Behälters bildet.
4. Warenausgabeautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Signalübertragungschip zur Erfassung eines Durchflusses, eines Drucks,
einer Drehzahl, einer Wegstrecke/Entfernung, eines Feuchtegehalts, einer Dichte oder
zur Erkennung von Wasserinhaltsstoffen ausgebildet ist.
5. Warenausgabeautomat nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Behälter von dem Getränkeautomat abnehmbar ausgebildet ist.
6. Warenausgabeautomat nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Getränkeautomat als Kaffeemaschine oder als Kaffeevollautomat ausgebildet ist.