[0001] Die Erfindung bezieht sich auf den Bereich des Maschinenbaus, und zwar auf eine hydraulische
oder pneumatische Turbine oder eine Dampfturbine für den Antrieb von Elektrogeneratoren,
Kompressoren von Kühlanlagen, von Wärmepumpen usw.
[0002] Durch das
US-Patent 3 282 560 ist ein Verfahren zur Gewinnung von mechanischer Energie in einer Turbine bekannt,
wobei das Herausfließen des Arbeitsmittels aus den Kanälen des Rotors und der Hülle
in einer Richtung erfolgt. Der Rotor und die Hülle lassen eine Welle drehen, an der
sie starr befestigt sind.
[0003] Ein Nachteil dieses Verfahrens besteht darin, dass es nicht möglich ist, die mechanische
Energie aus dem Rotor der Turbine zu gewinnen, weil das Moment, das am Rotor beim
Herausfließen des Arbeitsmittels aus den Rotorkanälen entsteht (nach dem Gesetz der
Erhaltung der Bewegungsenergie), mit einem Gegenmoment ausgeglichen wird, das beim
Bremsen des abgearbeiteten Arbeitsmittels im Rotor auf der Innenfläche der Hülle erzeugt
wird; das Nutzmoment wird erst beim Herausfließen des Arbeitsmittels aus den Öffnungen
der Hülle unter dem Druck erzeugt, der nach der Ausdehnung des Arbeitsmittels in den
Rotorkanälen geblieben ist, wodurch wesentliche Energieverluste (etwa 50%) entstehen.
[0004] Durch das
CH-Patent 6 694 428 ist ein Verfahren zur Gewinnung von mechanischer Energie in einer Turbine bekannt,
bei dem die Hülle als radiale Schaufelturbine ausgeführt ist und sich gegen den Rotor
dreht.
[0005] Ein Nachteil dieses bekannten Verfahrens besteht in der nicht ausreichenden Größe
der gewonnenen, mechanischen Energie, weil das Arbeitsmittel beim Herausfließen über
vier Kanäle des Rotors und bei seinem Einführen in den von der Hülle in Form der Schaufelturbine
gebildeten Raum um den Rotor herum sowie bei dem Herausfließen über die Öffnungen
in der Hülle zwischen den Schaufeln der Turbine im Zeitpunkt der Berührung mit den
Strömen aus den Rotorkanälen ausgestoßen wird, wobei es sich bis zur Geschwindigkeit
desjenigen Stroms beschleunigt, der aus den Rotorkanälen kommt; dafür wird ein Teil
der Energie des Stroms aufgebraucht.
[0006] Beim Herausfließen über die Öffnungen in der Hülle, die als radiale Schaufelturbine
ausgebildet ist, gibt es bei der Beschleunigung des Arbeitsmittels in den radialen
Schaufeln infolge der Zentrifugalkraft Verluste. Außerdem gibt es Verluste bei der
Lüftung wegen des Umlaufs des Arbeitsmittels zwischen den Schaufeln beim Herausfließen
über die Öffnungen in der Hülle.
[0007] Aus der sich drehenden Hülle, die als radiales Schaufelrohr ausgebildet ist, fließt
das Arbeitsmittel mit einer Geschwindigkeit heraus, die sich wesentlich von der Geschwindigkeit
der Drehung der Hülle unterscheidet, wodurch Energieverluste entstehen.
[0008] Ferner ist durch das
US-Patent 3 282 560 eine reaktive Strahlturbine bekannt, die folgendes aufweist:
- ein Arbeitsrad, das als drehbares Rohr mit einem geschlossenen Ende ausgeführt ist;
das Rohr ist koaxial mit der Turbinenwelle gekoppelt, und am Rohr ist mindestens ein
Paar gegenüberliegender Stutzen mit offenen Enden befestigt,
- eine drehbare Hülle, die ein Arbeitsrad umfasst,
- ein das Arbeitsrad und die Hülle umfassendes Gehäuse mit Öffnungen für die Unterbringung
der Welle sowie mit Stutzen für die Zuleitung und den Auslauf des Arbeitsmittels,
wobei an der Hülle mindestens ein Paar gegenüberliegender Stutzen mit offenen Enden
befestigt ist und die Hülle und das Arbeitsrad an einer Welle angebracht sind.
[0009] Ein Nachteil dieser bekannten Turbine ist die feste Verbindung der Hülle und des
Arbeitsrads, die an einer Welle installiert sind, sowie die Drehung des Arbeitsrads
und der Hülle in einer Richtung, wodurch die Erzeugung von mechanischer Energie nur
an einer Hülle sichergestellt wird. Die Stutzen des Arbeitsrads sind nur Elemente
der Turbine, die nur den Druck der Zuleitung des Arbeitsmittels drosseln, wobei diese
Elemente zu nutzlosen Energieverlusten und damit zu einem geringen Wirkungsgrad führen.
Außerdem begrenzt die niedrige Festigkeit der langen zylindrischen Hülle mit vielen
Öffnungen auf ihrer Oberfläche die Umlaufgeschwindigkeit der Hülle und setzt den Wirkungsgrad
der Turbine noch mehr herab.
[0010] Durch das
CH-Patent 669 428 ist eine radiale Zweiwellenturbine bekannt, die folgendes aufweist:
- ein schottisches Drehkreuz, das als drehbares Rohr mit geschlossenen Enden ausgebildet
ist, wobei das Rohr koaxial mit einer Welle gekoppelt ist und am Rohr mindestens ein
Paar radial gegenüberliegender Stutzen mit von deren Achse in entgegengesetzten Richtungen
abgebogenen, offenen Enden aufweist, wobei die Achsen der abgebogenen, offenen Enden
der Stutzen zu derjenigen Fläche senkrecht stehen, die über die Achsen des Stutzenpaars
und die Achse des Rohrs verläuft, und wobei an der Rohrwand Öffnungen entsprechend
den Stutzen ausgebildet sind,
- eine drehbare Hülle, die koaxial mit der Welle gekoppelt ist und das schottische Drehkreuz
umfasst;
- ein das Arbeitsrad und die Hülle umfassendes Gehäuse mit Öffnungen für die Unterbringung
des Rohrs und der Wellen des schottischen Drehkreuzes und der Hülle mit dem Stutzen
für den Auslauf des Arbeitsmittels, wobei die Hülle als Schaufelturbine ausgebildet
ist.
[0011] Ein Nachteil dieser bekannten Turbine besteht darin, dass die Schaufeln in der Hülle,
die als Schaufelturbine ausgeführt ist, an der Kante einer Scheibe befestigt ist,
wodurch die Zentrifugalkraftbelastung der Schaufel durch ein zusätzliches Moment erhöht
wird, denn der Knotenpunkt der Befestigung der Schaufeln ist nicht imstande, eine
hohe Belastung zu tragen, so dass eine Herabsetzung der Umlaufgeschwindigkeit der
Schaufelturbine nötig ist und damit der Wirkungsgrad der Schaufelturbine vermindert
wird. Für den Durchgang zwischen den Schaufeln muss der Arbeitsmittelstrom von den
Rotordüsen auf die Schaufeln unter einem bestimmten Winkel gerichtet werden, der durch
die Form der Schaufeln und durch die Form des Stroms aus den Düsen bestimmt wird.
Bei dieser bekannten Turbine gelangt der Arbeitsmittelstrom von den Düsen auf die
Schaufeln unter unterschiedlichen Winkeln, wodurch im Querschnitt vergrößerte Winkel,
die in den Turbinen mit einem separaten Düsenapparat üblich sind, und eine Verminderung
des Wirkungsgrads erreicht werden.
[0012] Die Verwendung des hohlen Rotors (des schottischen Drehkreuzes) führt zu Verlusten
bei der Reibung durch die Entstehung des Umlaufs des Arbeitsmittels in der Höhlung
des Rotors, das durch die Viskosität an den Wänden und durch den Rückfluss im mittleren
Teil der Rotorhöhlung (des schottischen Drehkreuzes) mitgerissen wird, d.h. durch
die Bildung eines Krümmerwirbels. Im Ergebnis geht die Kapazität verloren, die vom
Rotor mit Höhlung abgenommen wird.
[0013] Bei der partiellen Zuleitung des Arbeitsmittels an die Hülle (Schaufelturbine) durch
die vier Düsen des Rotors (des schottischen Drehkreuzes), das sich selbst in Gegenrichtung
dreht, wird das Arbeitsmittel, das sich zwischen den Schaufeln unter niedrigem Druck
befindet, im Zeitpunkt der Berührung mit den Strömen aus den Rotorkanälen ausgestoßen,
wobei es sich bis zur Geschwindigkeit des Stroms beschleunigt, der aus den Rotorkanälen
kommt; dafür wird ein Teil der Energie des Stroms aufgebraucht.
[0014] In der Hülle (Schaufelturbine) gibt es Verluste beim Beschleunigen des Arbeitsmittels
in den radialen Schaufeln durch die Zentrifugalkraft. Außerdem gibt es Verluste bei
der Lüftung durch den Umlauf des Arbeitsmittels zwischen den Schaufeln beim Herausfließen
über die Öffnungen in der Hülle.
[0015] Aus der sich drehenden, als Schaufelturbine ausgeführten Hülle fließt das Arbeitsmittel
mit einer Geschwindigkeit heraus, die sich erheblich von der Geschwindigkeit der Hüllendrehung
unterscheidet, wodurch Energieverluste entstehen.
[0016] Diese bekannte Turbine hat eine komplizierte Konstruktion sowie eine komplizierte
Herstellungstechnologie, weil als Hülle eine Schaufelturbine eingesetzt ist.
[0017] Durch
US 4,332,520 ist eine Vorrichtung zur Energiegewinnung aus einer Expansion eines Fluids aus einem
zweiphasigen gesättigten oder ungesättigten Gas-Dampf-Gemisch. Die Vorrichtung besteht
aus zwei konzentrisch angeordneten Rotoren, einem inneren Rotor und einem diesen umgebenden
äußeren Rotor, die von einem heißen, gesättigten oder ungesättigten Gas-Dampf-Gemisch
angetrieben werden. Das Gas-Dampf-Gemisch strömt vom inneren Rotor zum äußeren Rotor
durch einen konzentrisch zu den Rotoren angeordneten Strömungskanal steten Querschnitts,
in dem das Gas-Dampf-Gemisch auf seinen Sättigungsdruck reduziert wird. Der als Turbine
ausgeführte äußere Rotor treibt den als Pumpe in Form einer Strömungspumpe ausgeführten
inneren Rotor an. Dabei findet ein Verfahren zur Gewinnung von Energie statt, bei
dem zunächst das durch das Gas-Dampf-Gemisch gebildete Arbeitsmittel durch Drehung
des inneren Rotors in Kanäle des inneren Rotors eingesaugt und beim Herausfließen
aus den Kanälen in Richtung des Radius des Rotors, der zum Umkreis des Rotors senkrecht
steht, beschleunigt und aus den Kanälen des Rotors in einen vom äußeren Rotor in Form
einer Hülle gebildeten, geschlossenen Raum um den inneren Rotor eingeführt wird. Das
Gas-Dampf-Gemisch tritt anschließend durch Öffnungen in der Hülle heraus, wobei es
in einer Richtung unter Drehung der Hülle beschleunigt wird. Die Hülle ist mechanisch
mit dem inneren Rotor gekoppelt und treibt durch einen Teil ihrer bei der Beschleunigung
des Gas-Dampf-Gemischs beim Heraustreten aus der Hülle erfahrenen Rotationsenergie
den inneren Rotor an. Der durch die Hülle gebildete Raum ist geschlossen ausgebildet
und verläuft in der Nähe desjenigen Umkreises, dessen Radius durch den Abstand der
Ausgangsöffnung eines Rotorkanals von der Rotorachse gebildet ist. Das über die Öffnungen
in der Hülle herausfließende Arbeitsmittel wird längs des Umkreises senkrecht zum
Hüllenradius in einer Richtung beschleunigt, die dem Herausfließen des Arbeitsmittels
aus dem inneren Rotor gleichgerichtet ist. Dabei fließt das Arbeitsmittel für den
ruhenden Beobachter aufgrund der Reibung aus dem inneren Rotor in derjenigen Richtung
heraus, in welcher dieser angetrieben ist.
[0018] Durch
GRIMSEHL, Ernst, Handbuch der Physik, Bd, 1, 27. Auflage 1992, Teubner KG, Leipzig,
ISBN 3-322-00812-6, Seiten 392-393, ist eine Wärmekraftmaschine nach dem Rückstoßprinzip bekannt. Diese umfasst eine
mit Wasser oder Weingeist gefüllte, leicht drehbar unterstützte Metallkugel. Durch
Erhitzen entstehender Dampf entweicht durch rechtwinklig zur Drehachse angeordnete
Ansätze und versetzt die Kugel in rasche Umdrehungen.
[0019] Mit dem vorgeschlagenen Verfahren gemäß der Erfindung zur Gewinnung von mechanischer
Energie in einer Turbine wird die Aufgabe der Erhöhung der mechanischen Energie gelöst,
die in der Turbine aufgrund der Erhöhung des Wirkungsgrads durch einen maximalen Einsatz
von kinetischer Energie des Stroms des abgearbeiteten Arbeitsmittels, das aus den
Rotorkanälen der Turbine herausfließt, und durch die Gewährleistung einer minimalen,
absoluten Geschwindigkeit des Stroms beim Herausfließen aus den Kanälen der Hülle
gewonnen wird.
[0020] Die Aufgabe, ein Verfahren zur erhöhten Gewinnung von mechanischer Energie in einer
Turbine zu entwickeln, wird folgenderweise gelöst:
[0021] Das Verfahren zur Gewinnung von mechanischer Energie in der Turbine schließt die
Zuleitung des Arbeitsmittels in die Rotorkanäle und die Beschleunigung des Arbeitsmittels
beim Herausfließen aus den Kanälen in eine Richtung des Umkreises, die zum Rotorradius
senkrecht steht, unter Gewährleistung der Rotordrehung ein; nach diesem Verfahren
wird das Arbeitsmittel aus den Rotorkanälen in den von der Hülle gebildeten, geschlossenen
Raum um den Rotor herum eingeführt, wobei es durch Reibung mit der Hülle zusammenwirkt;
das Arbeitsmittel fließt durch Öffnungen in der Hülle heraus, wobei es in einer Richtung
unter Gewährleistung der Hüllendrehung beschleunigt wird. Gemäß der Erfindung ist
der durch die Hülle gebildete Raum geschlossen ausgebildet und verläuft in der Nähe
desjenigen Umkreises, dessen Radius durch den Abstand der Ausgangsöffnung eines Rotorkanals
von der Rotorachse gebildet ist; ferner wird das über die Öffnungen in der Hülle herausfließende
Arbeitsmittel längs des Umkreises senkrecht zum Hüllenradius in einer Richtung beschleunigt,
die dem Herausfließen des Arbeitsmittels aus dem Rotor entgegengesetzt ist.
[0022] Die geschlossene Ausführung des durch die Hülle gebildeten Raums und die auf dem
Umkreis angeordneten Ausgangsöffnungen der Rotorkanäle sowie die Beschleunigung des
über die Öffnungen in der Hülle herausfließenden Arbeitsmittels längs des Umkreises
senkrecht zum Hüllenradius in einer Richtung, die dem Herausfließen aus dem Rotor
entgegengesetzt ist, erlauben die Sicherung der Drehung der Turbinenhülle unter Ausnutzung
der überflüssigen Energie des Arbeitsmittelstroms, der aus den Rotorkanälen herausfließt.
Dies führt zu einer Erhöhung der mechanischen Energie, die in der Turbine gewonnen
wird.
[0023] Außerdem erfolgt das Herausfließen des Arbeitsmittels über die Öffnungen in der Hülle
mit einer Geschwindigkeit, die der Umlaufgeschwindigkeit der Hülle in der Gegenrichtung
nahe ist, so dass die absolute Geschwindigkeit des Arbeitsmittelstroms nahe Null ist,
wodurch die Verluste an mechanischer Energie vermindert werden.
[0024] Die Belastung kann für den Rotor und die Hülle so gewählt werden, dass die gleichen
Umlaufgeschwindigkeiten an den Umkreisen mit dem Außendurchmesser des Rotors und dem
Innendurchmesser der Hülle erreicht werden.
[0025] Die Wahl der Belastung für den Rotor und die Hülle, um die gleichen Umlaufgeschwindigkeiten
bei der Drehung des Rotors an dessen Außendurchmesser und der Hülle an deren Innendurchmesser
festzulegen, erlaubt das Erreichen eines maximalen Nutzeffekts bei der Wirkung der
Turbine.
[0026] Mit der vorgeschlagenen Turbine wird die Aufgabe der Erhöhung der mechanischen Energie
gelöst, die in der Turbine durch die Steigerung des Nutzeffekts infolge der minimalen
Energieverluste beim Herausfließen des Arbeitsmittels aus der Hülle sowie durch die
Vereinfachung der Konstruktion gewonnen wird.
[0027] Die Aufgabe, eine Turbine mit höherem Wirkungsgrad zu schaffen, wird mit einer Turbine
gelöst, die folgendes umfasst:
- ein schottisches Drehkreuz, das als drehbares Rohr mit geschlossenen Enden ausgebildet
ist, wobei das Rohr koaxial mit einer Welle gekoppelt ist und am Rohr mindestens ein
Paar radial gegenüberliegender Stutzen mit von deren Achse in entgegengesetzte Richtungen
abgebogenen, offenen Enden befestigt ist, wobei ferner die Achsen der abgebogenen,
offenen Enden der Stutzen senkrecht zu derjenigen Fläche stehen, die über die Achsen
des Stutzenpaars und die Achse des Rohrs verläuft; und wobei an der Rohrwand Öffnungen
entsprechend den Stutzen vorgesehen sind,
- eine drehbare Hülle, die koaxial mit der Welle gekoppelt ist und das schottische Drehkreuz
umfasst,
- ein das Arbeitsrad und die Hülle umfassendes Gehäuse mit Öffnungen für die Unterbringung
des Rohrs des schottischen Drehkreuzes und der Wellen des schottischen Drehkreuzes
und der Hülle mit dem Stutzen für den Auslauf des Arbeitsmittels.
[0028] Gemäß der Erfindung ist die Hülle als zylindrische Trommel ausgebildet, die mit einem
zylindrischen Gurt versehen ist, der an die abgebogenen Enden der Stutzen des schottischen
Drehkreuzes mit einem Spalt anschließt und auf dem mindestens ein Paar gegenüberliegender
Stutzen mit offenen Enden befestigt ist, die in Bezug auf ihre Achsen in entgegengesetzte
Richtungen abgebogen sind. Diese Richtungen sind den Richtungen der Stutzen des schottischen
Drehkreuzes entgegengesetzt angeordnet, wobei die Achsen der abgebogenen, offenen
Enden der Trommelstutzen zu derjenigen Fläche senkrecht stehen, die über die Achsen
des Stutzenpaars und die Achse des Rohrs verläuft; an der Wand des Gurts sind Öffnungen
entsprechend den Stutzen vorgesehen.
[0029] Die Ausführung der Hülle als zylindrische Trommel, das Anschließen des zylindrischen
Trommelgurts an die abgebogenen Enden der Stutzen des schottischen Drehkreuzes mit
einem Spalt, die Befestigung mindestens eines Stutzenpaars mit den offenen Enden,
die in von ihrer Achse verschiedene Richtungen abgebogen sind, die den Richtungen
der auf dem zylindrischen Trommelgurt radial gegenüberliegenden Stutzen des schottischen
Drehkreuzes entgegengesetzt sind, wobei die Achsen der abgebogenen, offenen Enden
der Trommelstutzen zu derjenigen Fläche senkrecht stehen, die über die Achsen des
Stutzenpaars und die Achse des Rohrs verläuft, sowie das Vorsehen von Öffnungen an
der Wand des Gurts entsprechend den Stutzen ermöglichen:
- dem abgearbeiteten Arbeitsmittel, das aus dem schottische Drehkreuz strömt, mit dem
zylindrischen Gurt der Trommel zusammenzuwirken, der sehr nahe, und zwar im Abstand
eines Spalts, an den abgebogenen Enden der Stutzen des schottischen Drehkreuzes angebracht
ist, wobei das Arbeitsmittel das Drehkreuz drehen lässt;
- die Drehung der Trommel beim Herausfließen des Arbeitsmittels aus den offenen Enden
der Trommelstutzen zu verstärken;
- die Konstruktion und die Herstellungstechnologie durch den Ersatz der Schaufelturbine
zu vereinfachen.
[0030] Außerdem erfolgt das Herausfließen des Arbeitsmittels aus den offenen Enden der zylindrischen
Trommel mit einer Geschwindigkeit, die der Umlaufgeschwindigkeit der zylindrischen
Trommel in der Gegenrichtung nahe ist, so dass die absolute Geschwindigkeit des Arbeitsmittelstroms
nahe Null ist, wodurch der Wirkungsgrad der Turbine erhöht wird.
[0031] Der Einsatz eines oder mehrerer Stutzenpaare ermöglicht, die Trommel drehen zu lassen
und dadurch zusätzliche, mechanische Energie zu gewinnen. Auf diese Weise entsteht
eine zusätzliche, mechanische Energie infolge der Drehung der Trommel, so dass der
Wirkungsgrad der Turbine erhöht wird.
[0032] Die Stutzen des schottischen Drehkreuzes können tropfenförmig ausgebildet werden.
Die Ausbildung der Stutzen in Stromlinienform, d.h. mit den Außenumrissen, die bei
der Bewegung einen minimalen Widerstand des Gegenstroms des Arbeitsmittels sicherstellen,
beispielsweise eine im Querschnitt tropfenförmigen Form, erlaubt die Verminderung
der aerodynamischen Reibungsverluste bei der Drehung des schottischen Drehkreuzes
in der mit dem Arbeitsmittel gefüllten Trommel, wodurch die mechanische Energie, die
in der Trommel gewonnen wird, erhöht werden kann.
[0033] Die Stromlinienform des Stutzens des schottischen Drehkreuzes kann im Querschnitt
ein flügelartiges Profil im Verhältnis L/b≥5 bilden, wobei L die Sehne des Flügels
und b die maximale Stärke des Flügels ist.
[0034] Die Ausbildung der Stutzen des schottischen Drehkreuzes in Stromlinienform, im Querschnitt
als flügelartiges Profil im Verhältnis L/b≥5, erlaubt die Schaffung von maximal optimalen
Bedingungen mit einer Verminderung der aerodynamischen Reibungsverluste bei der Drehung
des schottischen Drehkreuzes in der mit dem Arbeitsmittel gefüllten Trommel.
[0035] Die Trommelstutzen können tropfenförmig ausgebildet werden.
[0036] Die Ausbildung der Trommelstutzen in Stromlinienform, d.h. mit den Außenumrissen,
die bei der Bewegung einen minimalen Widerstand des Gegenstroms des Arbeitsmittels
sicherstellen und beispielsweise im Querschnitt als tropfenförmiges Profil ausgebildet
sind, erlaubt eine Verminderung der aerodynamischen Reibungsverluste bei der Drehung
der mit dem Arbeitsmittel gefüllten Trommel im Gehäuse.
[0037] Die Stromlinienform der Trommelstutzen kann im Querschnitt als flügelartiges Profil
im Verhältnis L/b≥5 ausgeführt werden, wobei L die Sehne des Flügels und b die maximale
Stärke des Flügels ist.
[0038] Die Ausbildung der Stromlinienform der Trommelstutzen im Querschnitt als flügelartiges
Profil im Verhältnis L/b≥5 erlaubt die Schaffung von maximal optimalen Bedingungen
unter Verminderung der aerodynamischen Reibungsverluste bei der Drehung der mit dem
Arbeitsmittel gefüllten Trommel im Gehäuse.
[0039] Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine allgemeine Darstellung der Turbine im Querschnitt,
- Fig. 2
- eine Frontansicht der in Fig. 1 dargestellten Turbine,
- Fig 3
- einen Längsschnitt durch einen Stutzen eines schottischen Drehkreuzes oder der Trommel,
der im Querschnitt als flügelartiges Profil ausgebildet ist,
- Fig. 4
- einen Querschnitt längs der Linie A-A in Fig. 3 und
- Fig. 5
- einen Querschnitt längs der Linie B-B in Fig. 3.
[0040] Die Turbine enthält ein schottisches Drehkreuz, das als Rohr 1 mit einem geschlossenen
Ende ausgebildet ist. Das Rohr 1 ist koaxial mit einer Welle 2 gekoppelt und kann
sich zusammen mit dieser drehen. Am Rohr 1 ist mindestens ein Paar radial gegenüberliegender
Stutzen 3 mit in entgegengesetzte Richtungen abgebogenen, offenen Enden 4 befestigt.
Die Achsen der abgebogenen, offenen Enden 4 der Stutzen 3 stehen senkrecht zu derjenigen
Fläche, die über die Achsen des Stutzenpaars 3 und die Achse des Rohrs 1 verläuft.
An der Rohrwand 1 sind Öffnungen 13 entsprechend den Stutzen 3 vorgesehen. Die offenen
Enden 4 können als Düsen ausgebildet sein.
[0041] Eine koaxial mit einer Welle 6 gekoppelte, drehbare, zylindrische Trommel 5 ist koaxial
zum Rohr 1 gelagert und umfasst das schottische Drehkreuz. Ein zylindrischer Gurt
7 der zylindrischen Trommel 5 schließt an die abgebogenen Enden 4 der Stutzen 3 des
schottischen Drehkreuzes mit einem Spalt an. Auf dem zylindrischen Gurt 7 der zylindrischen
Trommel 5 ist mindestens ein Paar Stutzen 8 mit offenen Enden 9 befestigt, die in
gegenüber ihrer Achse verschiedene Richtungen abgebogen sind. Radial von den Gegenrichtungen
dieser Richtungen sind die Richtungen der Stutzen 3 des schottischen Drehkreuzes entgegengesetzt
angeordnet. Die Achsen der abgebogenen, offenen Enden 9 der Stutzen 8 der zylindrischen
Trommel 5 stehen zu derjenigen Fläche senkrecht, die über die Achsen des Stutzenpaars
8 der zylindrischen Trommel 5 und die Achse des Rohrs 1 verläuft. An der Wand des
zylindrischen Gurts 7 der zylindrischen Trommel 5 sind Öffnungen 10 entsprechend den
Stutzen 8 vorgesehen. Ein Gehäuse 11 umfasst das schottische Drehkreuz und die zylindrische
Trommel 5 mit den Öffnungen für die Unterbringung des Rohres 1 des schottischen Drehkreuzes
und der Wellen 6 und 2 der zylindrischen Trommel 5 und des schottischen Drehkreuzes
und mit Stutzen 12 für den Auslauf des Arbeitsmittels. Das Gehäuse 11 ist mit einem
Eingangsstutzen 14 der Zuleitung des Arbeitsmittels verbunden. Das Rohr 1 des schottischen
Drehkreuzes weist an seinem Ausgangsteil zahlreiche Durchbohrungen 15 auf, wobei es
gemeinsam mit dem Eingangsstutzen 14 Labyrinthdichtungen bildet, die einen minimalen
Abfluss des Arbeitsmittels sichern, das in die Turbine eingeführt wird.
[0042] Die Stutzen 3 des schottischen Drehkreuzes können in Stromlinienform ausgebildet
sein, z.B. im Querschnitt als tropfenförmiges Profil.
[0043] Die Stromlinienform der Stutzen 3 des schottischen Drehkreuzes kann im Querschnitt
als flügelartiges Profil im Verhältnis L/b≥5 gebildet werden, wobei L die Sehne des
Flügels und b die maximale Stärke des Flügels ist.
[0044] Die Stutzen 8 der zylindrischen Trommel 5 können in Stromlinienform ausgebildet sein,
z.B. im Querschnitt als tropfenförmiges Profil.
[0045] Die Stromlinienform der Stutzen 8 der zylindrischen Trommel kann im Querschnitt als
flügelartiges Profil im Verhältnis L/b≥5 gebildet werden, wobei L die Sehne des Flügels
und b die maximale Stärke des Flügels ist.
[0046] Die Auswahl der minimalen, aerodynamischen, integralen Verluste bei der Drehung der
Stutzen 3 des schottischen Drehkreuzes und der Stutzen 8 der zylindrischen Trommel
5, die im Querschnitt als flügelartiges Profil, beispielsweise symmetrisches Zhukovksy-Profil,
ausgebildet sind, wurde gemäß dem Wert des Profilwiderstands Cx=0,02 gemäß der Methode
durchgeführt, die im Buch von G.I. Abramowitsch "
Die angewandte Gasdynamik", Verlag "Nauka"; Redaktion der Literatur für Physik und
Mathematik, M, 1969, S. 545, Bild 10.12 dargelegt ist. Das symmetrische Zhukovsky-Profil ist in den Figuren 3,
4 und 5 gezeigt.
[0047] Die Turbine arbeitet folgendermaßen: Das Arbeitsmittel wird in den Eingangsstutzen
14 und das Rohr 1 des schottischen Drehkreuzes eingelassen. Danach wird es in die
Kanäle jedes Stutzenpaars weitergeleitet. Das Arbeitsmittel fließt mit einer hohen
Geschwindigkeit aus den entgegengesetzten, offenen Enden 4 der Stutzen 3 heraus, wobei
es in Richtung des Umkreises senkrecht zum Radius des schottischen Drehkreuzes unter
der Gewährleistung von dessen Drehung durch die Erzeugung eines Rückstoßkraftmoments
beschleunigt wird.
[0048] Der Rückstrom des Arbeitsmittels aus den offenen Enden 4 der Stutzen 3 mit der hohen
Geschwindigkeit gelangt in die Höhlung des geschlossenen Raums um das schottische
Drehkreuz herum, der durch die zylindrische Trommel 5 gebildet wird, und wirkt mittels
Reibung mit der Wand der zylindrischen Trommel 5 zusammen, wobei es die Trommeldrehung
veranlasst. Das Arbeitsmittel gelangt danach in das Stutzenpaar 8 der zylindrischen
Trommel 5 und fließt über die offenen Enden 9 mit hoher Geschwindigkeit, wobei es
beschleunigt wird und die Drehung der zylindrischen Trommel 5 infolge der Erzeugung
des Rückstoßkraftmoments veranlasst.
[0049] Im Zuge der Drehung der zylindrischen Trommel 5 wird der aus den offenen Enden 4
herausfließende Arbeitsmittelstrom innerhalb der zylindrischen Trommel 5 durch die
Reibungskräfte bis zur Umlaufgeschwindigkeit gebremst, wobei ein Reibungsmoment erzeugt
wird, das die Drehung der zylindrischen Trommel 5 veranlasst.
[0050] Gleichzeitig wirkt auf das Arbeitsmittel bei der Drehung der zylindrischen Trommel
5 (innerhalb der Trommel) eine Zentrifugalkraft ein, wobei ein Zentrifugaldruck erzeugt
wird, unter dessen Einwirkung das Arbeitsmittel aus den offenen Enden 9 der zylindrischen
Trommel 5 herausfließt, wobei ein Zusatzmoment erzeugt wird, das sich zum Reibungsmoment
addieren lässt.
[0051] Vom sich drehenden schottischen Drehkreuz und der zylindrischen Trommel 5 werden
die Drehungen an die Wellen 2 und 6 und dann an die Verbraucher übertragen.
[0052] Auf diese Weise erfolgen die nützliche Verwendung der Energie des im schottischen
Drehkreuz abgearbeiteten Arbeitsmittels und die Gewinnung der zusätzlichen Leistung.
[0053] Das Arbeitsmittel gelangt weiterhin ins Gehäuse 11 und strömt über den Stutzen 12
für den Auslauf des Arbeitsmittels ab.
[0054] Die Verwendung der Stutzen 3 und 8 des schottischen Drehkreuzes und der zylindrischen
Trommel 5 in Stromlinienform erlaubt die Verminderung der aerodynamischen Verluste
bei der Drehung der Stutzen und die Erhöhung der gewonnenen, mechanischen Energie
in der Turbine.
[0055] Das Verfahren zur Gewinnung von mechanischer Energie in der Turbine wird folgendermaßen
umgesetzt:
[0056] Das Arbeitsmittel wird in die Rotorkanäle der Turbine eingeführt und beschleunigt,
d. h. seine Geschwindigkeit wird beim Herausfließen aus den Kanälen in Richtung des
Umkreises mit dem Rotorradius unter Gewährleistung der Rotordrehung und der Gewinnung
von mechanischen Energie erhöht. Dabei dreht sich neben dem Rotor auch dessen Welle,
von der die Nutzenergie abgenommen wird.
[0057] Das Arbeitsmittel gelangt aus den Rotorkanälen in den geschlossenen Raum um den Rotor
herum und wirkt mittels Reibung mit der Hülle zusammen, die einen geschlossenen Raum
bildet und die gemäß dem Umkreis der Ausgangsöffnungen der Rotorkanäle verläuft. Die
Ausbildung der Hülle gemäß dem Radius des Umkreises längs den Ausgangsöffnungen der
Rotorkanäle erlaubt der Hülle, sich um den Rotor zu drehen; das Zusammenwirken der
Reibung des Arbeitsmittels mit der Hülle verursacht die Drehung der Hülle, wobei ein
Zentrifugaldruck innerhalb der Hülle erzeugt wird. Die Hülle kann beispielsweise als
Trommel ausgeführt werden. Danach fließt das Arbeitsmittel durch Einwirkung des Zentrifugaldrucks
über die Öffnungen in der Hülle heraus (das können beispielsweise die Öffnungen 10
in der zylindrischen Trommel 5 und die Öffnungen in den Stutzen 8 sein); dabei wird
das Arbeitsmittel in Richtung des Umkreises, die zum Radius der Hülle senkrecht steht,
und in der entgegengesetzten Richtung des Herausfließens aus dem Rotor unter Gewährleistung
der Drehung der Hülle und der Gewinnung der mechanischen Energie beschleunigt. Das
Herausfließen mit Beschleunigung (Erhöhung der Geschwindigkeit) aus den Öffnungen
der Hülle in Richtung des Umkreises, die zum Radius der Hülle senkrecht steht, erlaubt
ein Drehen der Hülle. Die Bremsung des Arbeitsmittels, das aus den Rotorkanälen in
die Hülle fließt, erlaubt die Stärkung der Drehwirkung durch die Kräfte der Reibung
des Arbeitmittels mit der Hülle und durch die Rückstoßkräfte. Dabei dreht sich mit
der Hülle auch ihre Welle, von der die zusätzliche Nutzenergie abgenommen wird.
[0058] Die Belastung des Rotors und der Hülle kann so gewählt werden, dass gleiche Umlaufgeschwindigkeiten
der Drehung des Außendurchmessers des Rotors und des Innendurchmessers der Hülle erreicht
werden. Dies wird durch den Anschluss von Energieverbrauchern verwirklicht, beispielsweise
von Generatoren an die Wellen des Rotors und der Welle, sowie durch die Einstellung
von solchen Betriebsarten verwirklicht, bei denen die Umlaufgeschwindigkeiten der
Drehung des Außendurchmessers des Rotors und des Innendurchmessers der Hülle gleich
sind. In diesem Fall kann ein maximaler Nutzeffekt der Turbine erreichen werden.
[0059] Nach dem Erhaltungssatz des Moments der Bewegungsenergie ist das Drehmoment, das
auf den Rotor M1 einwirkt, gleich dem Gesamtdrehmoment M2, das auf die Hülle einwirkt
(M1-M2).
[0060] Wenn die Ausfließgeschwindigkeit von 1kg/s des Arbeitsmittels aus den Rotorkanälen
mit dem Radius R W1 ist, dann ist

wobei V1 die Umlaufgeschwindigkeit des Rotors ist.
[0061] Die vom Rotor erreichte Leistung bei der Winkelgeschwindigkeit ω1=V1/R ist

[0062] Jeweils bei gleichem Moment M1=M2 ist die Leistung, die von der Hülle erreicht wird,
bei

wobei V2 die Umlaufgeschwindigkeit der Hülle ist,

[0063] Damit erlaubt das Vorhandensein der sich drehenden Hülle bei gleichen Umlaufgeschwindigkeiten
V1=V2 und bei Fehlen der aerodynamischen und anderen Verluste, zusätzlich die gleiche
Leistung zu erhalten wie die Leistung des Rotors, d.h. die Gesamtleistung des Systems
Rotor-Hülle verdoppelt sich, und es wird der theoretisch maximale Nutzeffekt der Turbine
erreicht.
[0064] Bei V1=V2=V beträgt der Nutzeffekt:

und bei einem Verhältnis V/W1=0,25

[0065] Als Arbeitsmittel kann in der Turbine eine Flüssigkeit, ein Gas oder Dampf verwendet
werden.
Beispiel des Verwendung des Verfahrens
[0066] Die Turbine arbeitet mit Wasserdampf. Ein Rotor vom Typ des schottischen Drehkreuzes
mit zwei Kanälen wird verwendet. Der Wasserdampf wird in die zwei Rotorkanäle eingelassen.
Der Wasserdampfstrom wird beim Herausfließen aus den Kanälen in Richtung des Umkreises
beschleunigt, die zum Rotorradius senkrecht steht, bis zu einer Geschwindigkeit von
790 m/s. Ein Rotor mit einem Radius von r=0,48m und einer Drehzahl von n=5000U/min
wird verwendet. Die Umlaufgeschwindigkeit des Rotors beträgt 251 m/s. Der Rotor dreht
sich, und von seiner Welle wird die mechanische Energie abgenommen.
[0067] Der Wasserdampf gelangt aus den Rotorkanälen in den geschlossenen Raum um den Rotor
herum und wirkt mittels Reibung mit der Hülle zusammen, die einen geschlossenen Raum
bildet und die mit Ausgangsöffnungen gemäß dem Radius des Umkreises der Rotorkanäle
versehen ist. Über die Öffnungen in der Hülle fließt der Wasserdampf heraus, wobei
dieser bis zur Geschwindigkeit von 251 m/s in Richtung des Umkreises, die zum Radius
der Hülle senkrecht steht, und in der Richtung, die der Richtung des Herausfließens
des Arbeitsmittels aus dem Rotor entgegengesetzt ist, unter Gewährleistung der Drehung
der Hülle beschleunigt wird. Der Radius der Hülle überschreitet unwesentlich den Radius
des Rotors und beträgt 0,4805m. Die Drehzahl der Hülle beträgt n=4990U/min. Die Hülle
dreht sich, und von ihrer Welle wird die zusätzliche mechanische Energie abgenommen.
[0068] Die Wellen des Rotors und der Hülle werden die Belastung durch einzelne Generatoren
belastet. Es werden solche Betriebsarten der Generatoren eingestellt, dass die Umlaufgeschwindigkeiten
der Drehung des Außendurchmessers des Rotors und des Innendurchmessers der Hülle gleich
251 m/s sind. In diesem Fall wird von der Turbine die maximale mechanische Energie
bei dem theoretischen Wirkungsgrad von η=0,86 abgenommen.
[0069] Das Verfahren gemäß der Erfindung zur Gewinnung von mechanischer Energie ist durch
Versuche bestätigt worden, und die dieses Verfahren verwirklichende Turbine hat die
Prüfung erfolgreich bestanden.
[0070] Am erfolgreichsten kann die Erfindung als hydraulische, pneumatische oder Dampfturbine
für den Antrieb von Elektrogeneratoren, Kompressoren von Kühlanlagen und von Wärmepumpen
usw. verwendet werden.
1. Verfahren zur Gewinnung von mechanischer Energie, bei dem das Arbeitsmittel in Kanäle
eines Rotors eingeführt und aus den Kanälen des Rotors in einen von einer Hülle gebildeten,
geschlossenen Raum um den Rotor eingeführt wird, und bei dem das Arbeitsmittel durch
Öffnungen in der Hülle herausfließt, wobei es in einer Richtung unter Drehung der
Hülle beschleunigt wird, wobei der durch die Hülle gebildete Raum geschlossen ausgebildet
ist und in der Nähe desjenigen Umkreises verläuft, dessen Radius durch den Abstand
der Ausgangsöffnung eines Rotorkanals von der Rotorachse gebildet ist,
wobei:
- das Arbeitsmittel beim Herausfließen aus den Kanälen des Rotors in Richtung des
Umkreises, der zum Radius des Rotors senkrecht steht, beschleunigt wird, unter der
Gewährleistung der Drehung des Rotors durch die Erzeugung eines Rückstoßkraftmoments,
- das Arbeitsmittel mittels Reibung mit der Hülle zusammenwirkt, und
- das über die Öffnungen in der Hülle herausfließende Arbeitsmittel längs des Umkreises
senkrecht zum Hüllenradius in einer Richtung beschleunigt wird, die dem Herausfließen
des Arbeitsmittels aus dem Rotor entgegengesetzt ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
wobei
Rotor und Hülle so betrieben werden, dass gleiche Umlaufgeschwindigkeiten an den Stellen
des Außendurchmessers des Rotors und des Innendurchmessers der Hülle erreicht werden.
3. Turbine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, mit
- einem schottischen Drehkreuz, das als drehbares Rohr (1) mit geschlossenem Ende
ausgebildet ist, wobei das Rohr koaxial mit einer Turbinenwelle (2) gekoppelt ist
und am Rohr (1) mindestens ein Paar radial gegenüberliegender Stutzen (3) mit von
ihrer Achse in entgegengesetzte Richtungen abgebogenen, offenen Enden (4) befestigt
ist, wobei die Achsen der abgebogenen, offenen Stutzenenden (4) zu derjenigen Fläche
senkrecht stehen, die über die Achsen des Stutzenpaars (3) und die Achse des Rohrs
(1) verläuft, und wobei an der Rohrwand Öffnungen (13) entsprechend den Stutzen (3)
ausgebildet sind,
- einer drehbaren Hülle, die koaxial mit der Welle (2) gekoppelt ist und das schottische
Drehkreuz umfasst,
- einem das Drehkreuz und die Hülle umfassenden Gehäuse (11) mit Öffnungen für die
Unterbringung des Rohrs (1) des schottischen Drehkreuzes, der Welle des schottischen
Drehkreuzes und der Hülle, und mit einem Stutzen (12) für den Auslauf des Arbeitsmittels,
wobei:
- die Hülle als zylindrische Trommel (5) ausgebildet ist,
- ein zylindrischer Gurt (7) der Trommel (5) an die abgebogenen Enden (4) der Stutzen
(3) des schottischen Drehkreuzes mit einem Spalt abschließt,
- auf dem zylindrischen Gurt (7) der Trommel (5) mindestens ein Paar radial gegenüberliegender
Stutzen (8) mit offenen Enden (9) befestigt ist, die gegenüber ihrer Achse in verschiedenen
Richtungen abgebogen sind, wobei diese Richtungen gegenüber den Richtungen der Stutzen
(3) des schottischen Drehkreuzes entgegengesetzt sind und die Achsen der abgebogenen,
offenen Enden (9) der Stutzen (8) der Trommel (5) zu derjenigen Fläche senkrecht stehen,
die über die Achsen des Stutzenpaars (3) und die Achse des Rohrs (1) verläuft, und
- an der Wand des Gurts (7) Öffnungen (10) entsprechend den Stutzen (8) ausgebildet
sind.
4. Turbine nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stutzen (3) des schottischen Drehkreuzes tropfenförmig ausgebildet sind.
5. Turbine nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stromlinienform der Stutzen (3) des schottischen Drehkreuzes im Querschnitt als
flügelartiges Profil im Verhältnis L/b≥5 gebildet ist, wobei L die Sehne des Flügels
und b die maximale Stärke des Flügels ist.
6. Turbine nach Anspruch einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stutzen (8) der Trommel (5) tropfenförmig ausgebildet sind.
7. Turbine nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stromlinienform der Trommelstutzen (8) im Querschnitt als flügelartiges Profil
im Verhältnis L/b≥5 gebildet ist, wobei L die Sehne des Flügels und b die maximale
Stärke des Flügels ist.
1. A method for recovering mechanical energy, in which the working substance is carried
in conduits of a rotor and from the conduits of the rotor is introduced into a closed
chamber around the rotor formed by a sheath, and in which the working substance flows
out through openings in the sheath, and it is accelerated in one direction by rotation
of the sheath, and the chamber formed by the sheath is embodied in closed fashion
and extends in the vicinity of the circumscribed circle whose radius is formed by
the spacing of the outlet opening of a rotor conduit from the rotor axis,
wherein:
- the working substance on flowing out of the conduits of the rotor in the direction
of the circumscribed circle, which is perpendicular to the radius of the rotor, is
accelerated by means of ensuring the rotation of the rotor by the generation of a
recoil force moment,
- the working substance cooperates with the sheath by means of friction, and
- the working substance flowing out through the openings in the sheath is accelerated
along the circumscribed circle perpendicular to the sheath radius in a direction which
is opposite the outflow of the working substance from the rotor.
2. The method according to claim 1,
wherein
the rotor and the sheath are operated such that identical rotary speeds are attained
at the points on the outer diameter of the rotor and on the inner diameter of the
sheath.
3. A turbine for performing the method according to claim 1 or 2, having
- a Scottish capstan, which is embodied as a rotatable tube (1) with a closed end,
the tube being coupled coaxially with a turbine shaft (2), and at least one pair of
radially opposed struts (3) is secured to the tube (1) by their open ends (4) bent
in opposite directions away from their axis, and the axes of the bent, open strut
ends (4) are perpendicular to the face that extends via the axes of the pair of struts
(3) and the axis of the tube (1), and openings (13) corresponding to the struts (3)
are embodied on the tube wall,
- a rotatable sheath, which is coupled coaxially with the shaft (2) and includes the
Scottish capstan,
- a housing (11) including the capstan and the sheath, having openings for accommodating
the tube (1) of the Scottish capstan, the shaft of the Scottish capstan, and the sheath,
and having a strut (12) for the outflow of the working substance,
wherein:
- the sheath is embodied as a cylindrical drum (5);
- a cylindrical belt (7) of the drum (5) ends with a gap at the bent ends (4) of the
struts (3) of the Scottish capstan;
- at least one pair of radially opposed struts (8) with open ends (9) is secured to
the cylindrical belt (7) of the drum (5), its open ends being bent in different directions
counter to their axis, and these directions are opposite the directions of the struts
(3) of the Scottish capstan, and the axi\es of the bent, open ends (9) of the struts
(8) of the drum (5) are perpendicular to the face which extends via the axes of the
pair of struts (3) and the axis of the tube (1); and
- openings (10) corresponding to the struts (8) are embodied on the wall of the belt
(7).
4. The turbine according to claim 3,
characterized in that the struts (3) of the Scottish capstan are embodied in the shape of a teardrop.
5. The turbine according to claim 4,
characterized in that
the streamlined shape of the struts (3) of the Scottish capstan is formed in cross
section as an airfoil-like profile with the ratio L/b ≥ 5, in which L is the chord
of the airfoil and b is the maximum thickness of the airfoil.
6. The turbine according to one of claims 3-5,
characterized in that
the struts (8) of the drum (5) are embodied in the shape of a teardrop.
7. The turbine according to claim 6,
characterized in that
the streamlined shape of the struts (8) of the drum is formed in cross section as
an airfoil-like profile with the ratio L/b ≥ 5, in which L is the chord of the airfoil
and b is the maximum thickness of the airfoil.
1. Procédé de production d'énergie mécanique, dans lequel le fluide de travail est introduit
dans des canaux d'un rotor et est admis, à partir desdits canaux du rotor, dans un
espace clos constitué d'une enveloppe et entourant ledit rotor, et dans lequel ledit
fluide de travail sort en empruntant des orifices pratiqués dans ladite enveloppe,
en étant accéléré dans une direction sous l'effet d'une rotation de ladite enveloppe,
sachant que l'espace formé par l'enveloppe est de réalisation close, et s'étend à
proximité de la circonférence dont le rayon est matérialisé par la distance comprise
entre l'axe de rotation et l'orifice de sortie d'un canal rotorique,
sachant que :
- le fluide de travail est accéléré, lors de l'écoulement hors des canaux du rotor,
dans la direction de la circonférence perpendiculaire au rayon dudit rotor, la rotation
dudit rotor étant garantie par la génération d'un moment de force de réaction,
- ledit fluide de travail coopère avec l'enveloppe par frottement, et
- ledit fluide de travail sortant en empruntant les orifices pratiqués dans l'enveloppe
est accéléré, le long de la circonférence perpendiculaire au rayon de ladite enveloppe,
dans une direction orientée à l'opposé de l'écoulement dudit fluide de travail hors
du rotor.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel
le rotor et l'enveloppe sont actionnés en vue de l'obtention de vitesses de révolution
identiques dans les zones du diamètre extérieur dudit rotor et du diamètre intérieur
de ladite enveloppe.
3. Turbine dédiée à la mise en oeuvre du procédé conforme à la revendication 1 ou 2,
comprenant
- un tourniquet réalisé sous la forme d'un tube rotatif (1) à extrémité fermée, ledit
tube étant couplé coaxialement à un arbre (2) de la turbine, et au moins une paire
de manchons (3) radialement opposés étant fixée audit tube (1), lesquels manchons
présentent des extrémités ouvertes (4) coudées dans des directions opposées à partir
de leur axe, les axes desdites extrémités ouvertes coudées (4) desdits manchons étant
perpendiculaires à la surface s'étendant par les axes de la paire de manchons (3)
et par l'axe du tube (1), et des orifices (13) étant pratiqués dans la paroi dudit
tube, en correspondance avec lesdits manchons (3),
- une enveloppe rotative, couplée coaxialement à l'arbre (2) et incluant le tourniquet,
- un carter (11) incluant le tourniquet et l'enveloppe, percé d'orifices dévolus à
l'installation du tube (1) dudit tourniquet, de l'arbre dudit tourniquet et de l'enveloppe,
et pourvu d'une tubulure (12) destinée à l'écoulement du fluide de travail,
sachant que :
- l'enveloppe est réalisée sous la forme d'un tambour cylindrique (5),
- une membrure cylindrique (7) dudit tambour (5) s'achève au niveau des extrémités
coudées (4) des manchons (3) du tourniquet, en réservant un interstice,
- au moins une paire d'embouts (8) radialement opposés est fixée sur ladite membrure
cylindrique (7) du tambour (5), lesquels embouts présentent des extrémités ouvertes
(9) coudées dans différentes directions vis-à-vis de leur axe, ces directions pointant
à l'opposé par rapport aux directions des manchons (3) du tourniquet, et les axes
desdites extrémités ouvertes coudées (9) desdits embouts (8) du tambour (5) étant
perpendiculaires à la surface s'étendant par les axes de la paire de manchons (3)
et par l'axe du tube (1), et
- des orifices (10) sont pratiqués dans la paroi de ladite membrure (7), en correspondance
avec lesdits embouts (8).
4. Turbine selon la revendication 3,
caractérisée par le fait
que les manchons (3) du tourniquet sont réalisés en forme de gouttes.
5. Turbine selon la revendication 4,
caractérisée par le fait
que la forme aérodynamique des manchons (3) du tourniquet se présente, en coupe transversale,
comme un profil du type aile obéissant au rapport L/b ≥ 5, L étant la corde de l'aile,
et b étant l'épaisseur maximale de ladite aile.
6. Turbine selon l'une des revendications 3 à 5,
caractérisée par le fait
que les embouts (8) du tambour (5) sont réalisés en forme de gouttes.
7. Turbine selon la revendication 6,
caractérisée par le fait
que la forme aérodynamique des embouts (8) du tambour se présente, en coupe transversale,
comme un profil du type aile obéissant au rapport L/b≥5, L étant la corde de l'aile,
et b étant l'épaisseur maximale de ladite aile.