[0001] Die Erfindung betrifft eine Schabereinrichtung mit einem Schaberbalken, einer Schaberklinge
und einem Klingenhalter. Auf den Oberbegriff von Anspruch 1 wird verwiesen.
[0002] Derartige Schabereinrichtungen sind aus der
US 5 269 846 bekannt und werden zum Beispiel in der Papierindustrie eingesetzt. Hierbei dienen
sie dem Reinigen der Oberfläche von Walzen, aber auch der Abnahme der Papierbahn von
einem Walzenmantel, beispielsweise vom Mantel eines Trockenzylinders.
[0003] Die Schaberklinge erstreckt sich im Allgemeinen über die gesamte Walzenbreite. Sie
liegt während des Betriebes an der Mantelfläche an und bildet hierbei mit der Mantelfläche
einen bestimmten Winkel mit einer der Umlaufrichtung des Walzenmantels entgegengerichteten
Komponente.
[0004] Die Walzen einer Papiermaschine sind in einer Stuhlung gelagert. Der Schaberbalken
ist somit über die Schaberklinge als auch über die Stuhlung mit der betreffenden Walze
mechanisch gekoppelt. Daher findet eine Wechselwirkung zwischen den genannten Baugruppen
statt.
[0005] Die Walze, beziehungsweise der Zylinder regt das Schabersystem mit der eigenen Drehfrequenz,
zum Teil auch mit mehrfach drehfrequenten Anteilen, an. Diese Fremderregung verursacht
eine Schwingung des Schaberbalkens selbst.
[0006] Diese Anregung wird dann kritisch, wenn die anregende Frequenz im Bereich der Eigenfrequenz
des Schaberbalkens liegt und es zu Resonanzschwingungen kommt. Bei einer Anregung
im Bereich der Eigenfrequenz des Schaberbalkens steigt die Schwingungsamplitude über
das zulässige Maß hinaus an, was dazu führt, dass ein ausreichendes Anliegen der Klinge
am Zylinder nicht mehr gewährleistet ist. Um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten,
ist es daher zwingend notwendig, diese Resonanzen zu vermeiden.
[0007] Die Auslegung des Schabersystems erfolgt daher heute gewöhnlich so, dass die erste
Eigenfrequenz des Schaberbalkens mit einem gewissen Abstand oberhalb der höchsten
Anregungsfrequenz liegt. Die Gestaltung des Querschnitts des Schaberbalkens ist dabei
wesentlich für die erzielbare Steifigkeit und die sich ergebenden Eigenfrequenzen
des Systems.
[0008] Die Maschinengeschwindigkeiten und -breiten sind heutzutage bereits hoch. Will man
solche Resonanzen vermeiden, so muß der Schaberbalken sehr groß dimensioniert werden.
Dies ist häufig kaum möglich, da der Bauraum nicht ausreicht.
[0009] Mit steigender Breite und Betriebsgeschwindigkeit verschärft sich diese Problematik
zunehmend. Zum einen steigt die Frequenz der Anregung proportional zur Geschwindigkeit
der Maschine. Zum anderen sinkt mit zunehmender Breite die Eigenfrequenz des Schaberbalkens,
sofern der Querschnitt nicht vergrößert wird.
[0010] Eine Vergrößerung des zulässigen Bauraums ließe sich nur mit erheblichen Mehrkosten
realisieren, da die Dimensionen der Gesamtanlage vergrößert werden müssten. Auch eine
Erhöhung der Steifigkeit des Körpers durch Wahl anderer Werkstoffe mit höherem Elastizitätsmodul,
was ebenfalls eine Anhebung der Eigenfrequenz zur Folge hätte, ist aufgrund der damit
verbundenen Mehrkosten nicht wirtschaftlich.
[0011] Man ist stets bestrebt, Maschinengeschwindigkeit und Maschinenbreite zu steigern,
um damit die Produktivität einer Anlage zu verbessern. Dies findet jedoch seine Grenze
durch die genannten Schwingungsprobleme.
[0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Schwingungsverhalten eines Schabersystems
dahingehend zu beeinflussen, dass die Empfindlichkeit gegenüber fremderregten Schwingungen
deutlich gesenkt wird und ein sicherer Betrieb auch unter Einfluss anregender Frequenzen
im Bereich der ersten Eigenfrequenz des konventionell ausgelegten Systems möglich
wird.
[0013] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale von Anspruch 1 gelöst. Demgemäß wird mindestens
eine Zusatzmasse vorgesehen. Diese wird an den Schaberbalken federnd, oder pendelnd
angeschlossen. Auch eine Kombination aus diesen zwei Maßnahmen ist denkbar.
[0014] Es gibt zahlreiche Möglichkeiten die Erfindung zu verwirklichen. Prinzipiell kann
sich die Zusatzmasse über die gesamte Länge des Schaberbalkens erstrecken und wenigstens
annähernd so lang sein wie dieser selbst. Es sind jedoch auch Ausführungen möglich,
bei denen die Länge der Zusatzmasse kleiner oder deutlich kleiner als die Länge des
Schaberbalkens ist. Auch ist es denkbar, die Zusatzmasse länger als den Schaberbalken
auszuführen.
[0015] Der Schaberbalken ist hohl. Dies bietet die Möglichkeit, die Zusatzmasse im Inneren
des Schaberbalkens unterzubringen.
[0016] Der Schaberbalken beispielsweise in Form eines Hohlprofils, weist eine im Querschnitt
geschlossene Kontur auf. Die Wandstärke des Schaberbalkens kann über seinem Umfang
und/oder über seiner Länge variieren.
[0017] Die Zusatzmasse kann in verschiedensten Formen ausgeführt sein. Beispielsweise kommt
eine Kugelform, eine Stabform, eine Quaderform, eine Zylinderform oder die Form eines
Vielecks in Betracht. Andere Formen sind möglich.
[0018] Die Erfindung ist anhand der Zeichnungen exemplarisch erläutert. Darin ist im Einzelnen
folgendes dargestellt:
- Figur 1
- zeigt in einer Seitenansicht einen Trockenzylinder einer Trockenpartie einer Papiermaschine.
- Figur 2
- zeigt in schematisch, perspektivischer Darstellung eine erste Ausführungsform einer
Schabereinrichtung.
- Figur 3
- zeigt wiederum in schematischer Darstellung eine zweite Ausführungsform einer Schabereinrichtung.
- Figur 4
- zeigt in schematischer Darstellung eines Beispiels einer Schabereinrichtung, das nicht
unter die beanspruchte Erfindung fällt
- Figur 5
- zeigt in schematischer Darstellung eines Beispiels einer Schabereinrichtung, das nicht
unter die beanspruchte Erfindung fällt
- Figur 6
- zeigt in schematischer Darstellung eines Beispiels einer Schabereinrichtung, das nicht
unter die beanspruchte Erfindung fällt
[0019] In Figur 1 erkennt man im einzelnen einen Trockenzylinder 1 einer Papiermaschine.
Dieser Trockenzylinder ist in der Trockenpartie angeordnet, wobei die letztere in
der Regel eine Vielzahl von Trockenzylindern beziehungsweise mit dem Trockenzylinder
zusammenarbeitenden Zylindern aufweist. Der Trockenzylinder 1 ist in einer Stuhlung
2 drehbar gelagert. Eine zu trocknende Papierbahn 3 wird über eine Leitwalze 4 an
die Mantelfläche des Zylinders 1 herangeführt.
[0020] Eine Schabereinrichtung 5 erstreckt sich über den Zylinder 1. Die Schabereinrichtung
5 umfasst einen Schaberbalken 6, einen Klingenhalter 7 und eine Schaberklinge 8. Die
Schaberklinge 8 ist gegen die Mantelfläche des Trockenzylinders 1 angestellt. Die
Schaberklinge 8 nimmt die Papierbahn, welche je nach Ausgestaltung der Trockenpartie
weitgehend getrocknet sein kann, von der Mantelfläche des Trockenzylinders 1 ab.
[0021] In Figur 2 erkennt man einen hohlen Schaberbalken 6 mit einer darin befindlichen
Zusatzmasse 9, welche durch ein Feder-, oder Feder-Dämpfer-Element 10 mit diesem in
Verbindung steht.
[0022] In Figur 3 ist eine zweite Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Sie zeigt eine
Zusatzmasse 9, welche durch ein Pendelelement 11 in einem hohlen Schaberbalken 6 an
demselben angeschlossen ist.
[0023] Das in Figur 4 dargestellte Beispiel zeigt im Einzelnen einen hohlen Schaberbalken
6 mit einer darin eingeschlossenen hochviskosen Flüssigkeit 12- beispielsweise ein
Gel. Im Gel ist eine Zusatzmasse 9 eingelagert, die lose auf dem Boden des Schaberbalkens
6 aufliegt. Statt eines Gels kommen auch andere Flüssigkeiten in Betracht, beispielsweise
Öl oder Wasser.
[0024] Das in Figur 5 gezeigte Beispiel weist wiederum einen Schaberbalken 6 auf. An diesem
ist eine Zusatzmasse 9 über ein Feder- oder Feder-Dämpfer-Element 10 angeschlossen.
Unter Feder-Dämpfer-Element ist ein Element zu verstehen, welches sowohl eine federnde
als auch eine dämpfende Wirkung beim Schwingen der Zusatzmasse bewirkt. Die Zusatzmasse
9 und das Feder-Dämpfer-Element 10 sind in einem Gehäuse 13 untergebracht.
[0025] Der Schaberbalken 6 ist hohl. Alternativ sind Ausführungsformen, die nicht unter
die beanspruchte Erfindung fallen, mit einem offenen Hohlprofil denkbar, beispielsweise
in Form einer Rinne. Eine solche offene Kontur ist in der Figur 6 dargestellt. Die
Öffnung 14 im Schaberbalken 6 ist dem Zylinder 1 zugewandt. Wenn die Schabereinrichtung
beispielsweise zum Reinigen der Oberflächen des Zylinders 1 eingesetzt wird, fallen
von der Oberfläche des Zylinders 1 abgelöste Partikel aufgrund der unmittelbar neben
der Öffnung beziehungsweise im Bereich neben der Öffnung 14 angeschlossenen Schaberklinge
8 durch die Öffnung 14 in den Schaberbalken 6 hinein. Zur Vereinfachung ist die Zusatzmasse
in der Figur 6 nicht dargestellt.
[0026] Die in den Figuren 2 bis 5 gezeigten Zusatzmassen 9 sind als Stäbe ausgeführt, welche
sich über die gesamte Länge, oder über einen wesentlichen Teil des Schaberbalkens
6 erstrecken. Es sind aber auch weitere Gestaltungsformen der Zusatzmasse 9, wie beispielsweise
eine Kugel denkbar. Des Weiteren können in den Figuren 2 bis 5 jeweils mehrere Zusatzmassen
9 vorgesehen werden. Die Zusatzmasse 9 kann aus Metall oder Kunststoff bestehen.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 1
- Trockenzylinder
- 2
- Stuhlung
- 3
- Papierbahn
- 4
- Leitwalze
- 5
- Schabereinrichtung
- 6
- Schaberbalken
- 7
- Klingenhalter
- 8
- Schaberklinge
- 9
- Zusatzmasse
- 10
- Feder- oder Feder-Dämpfer-Element
- 11
- Pendelelement
- 12
- hochviskose Flüssigkeit (Gel)
- 13
- Gehäuse
- 14
- Öffnung
1. Schabersystem
mit einem Schaberbalken (6); wobei der Schaberbalken (6) hohl ist, mit einem geschlossenen
Umfang;
mit einem an dem Schaberbalken (6) befestigtenKlingenhalter (7);
mit einer daran befindlichen Schaberklinge (8);
es ist mindestens eine Zusatzmasse (9) vorgesehen;
dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzmasse (9) innerhalb des Schaberbalkens (6) angeordnet ist;
die Zusatzmasse (9) durch ein Feder-, oder ein Feder-Dämpfer-Element (10) oder ein
Pendelement (11) an den Schaberbalken (6) angeschlossen ist,
der Schwerpunkt der mindestens einen Zusatzmasse (9) in der Mitte des Schaberbalkens
(6) liegt.
2. Schabersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Zusatzmasse (9) über die gesamte Länge, oder über einen Teil des Schaberbalkens
(6) erstreckt
3. Schabersystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzmasse (9) in der Größenordnung von 5 bis 20 Prozent der Gesamtmasse des
Schaberbalkens (6) liegt.
4. Schabersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzmasse (9) in Gestalt einer Kugel, eines Stabes, eines Quaders, eines Zylinders
und/oder eines Vielecks ausgeführt ist.
5. Schabersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzmasse (9) aus Metall oder Kunststoff besteht.
1. Doctor system
having a doctor beam (6);
the doctor beam (6) being hollow, with a closed circumference;
having a blade holder (7) fixed to the doctor beam (6);
having a doctor blade (8) located therein;
at least one additional mass (9) being provided;
characterized in that
the additional mass (9) is arranged within the doctor beam (6);
the additional mass (9) is connected to the doctor beam (6) by a spring element or
a spring-damper element (10) or a pendulum element (11);
the centre of gravity of the at least one additional mass (9) is located in the middle
of the doctor beam (6).
2. Doctor system according to Claim 1,
characterized in that
the additional mass (9) extends over the entire length or over part of the doctor
beam (6).
3. Doctor system according to Claim 1 or 2,
characterized in that
the additional mass (9) is of the order of magnitude of 5 to 20 per cent of the total
mass of the doctor beam (6).
4. Doctor system according to one of Claims 1 to 3,
characterized in that
the additional mass (9) is implemented in the form of a sphere, a rod, a parallelepiped,
a cylinder and/or a polygon.
5. Doctor system according to one of Claims 1 to 4,
characterized in that
the additional mass (9) consists of metal or plastic.
1. Système de racloir comprenant :
une poutre de racloir (6) ; la poutre de racloir (6) étant creuse, avec un pourtour
fermé ;
un support de lame (7) fixé sur la poutre de racloir (6) ;
une lame de racloir (8) disposée sur le support ;
au moins une masse supplémentaire (9) étant prévue
caractérisé en ce que
la masse supplémentaire (9) est disposée à l'intérieur de la poutre de racloir (6),
la masse supplémentaire (9) est raccordée par le biais d'un élément de ressort ou
d'un élément amortisseur à ressort (10) ou d'un élément pendulaire (11) à la poutre
de racloir (6),
le centre de gravité de l'au moins une masse supplémentaire (9) se situe au milieu
de la poutre de racloir (6).
2. Système de racloir selon la revendication 1, caractérisé en ce que la masse supplémentaire (9) s'étend sur toute la longueur ou sur une partie de la
poutre de racloir (6).
3. Système de racloir selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la masse supplémentaire (9) se situe dans un ordre de grandeur de 5 à 20 % de la
masse totale de la poutre de racloir (6).
4. Système de racloir selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la masse supplémentaire (9) est réalisée sous la forme d'une bille, d'une barre,
d'un quadrilatère, d'un cylindre et/ou d'un polygone.
5. Système de racloir selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la masse supplémentaire (9) se compose de métal ou de plastique.