[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines auf einer rotierenden Karussell-Abfüllmaschine
angeordneten, beispielsweise der Bestimmung eines Massedurchflusses eines strömenden
Mediums dienenden und/oder als ein Coriolis-Massendurchflußmeßgerät ausgebildeten,
Meßgeräts mit einem zumindest zeitweise von Medium durchströmten Meßwandler vom Vibrationstyp.
Ferner betrifft die Erfindung eine zur Verwirklichung des Verfahrens geeignete, als
Karussell-Abfüllmaschine ausgebildete Vorrichtung.
[0002] In der industriellen Meß- und Automatisierungstechnik werden im Zusammenhang von
automatisierten Abfüllprozessen fließfähiger Medien, beispielsweise Flüssigkeiten
oder Pasten, neben Linienabfüllern im besonderen auch Karussell-Abfüllmaschinen -
so genannte Rund- oder Rotationsfüller - eingesetzt, wie sie beispielsweise in der
FR-A 27 50 689, der
CA-A 20 23 652, der
EP-A 893 396, der
EP-A 405 402, der
US-B 71 14 535, der
US-B 64 74 368, der
US-A 60 26 867, der
US-A 59 75 159, der
US-A 58 65 225, der
US-A 45 88 001,
US-A 45 32 968,
US-A 45 22 238,
US-A 40 53 003,
US-A 38 26293, der
US-A 35 19 108, der
US-A 2006/0146689, der
US-A 2003/0037514 oder der
WO-A 04/049641 vorgestellt sind. Bei derartigen Karussell-Abfüllmaschinen werden die mit einer Charge
des jeweiligen Mediums, wie etwa einem Lösungsmittel, einem Lack oder einer Farbe,
einem Reinigungsmittel, einem Getränk, einem Arzneimittel oder dergleichen, zu füllenden
Behälter, beispielsweise Flaschen, Ampullen, Gläser, Dosen oder dergleichen, nach
einander über ein entsprechendes Zuführungssystem zu dem Rotationsfüller befördert.
Der eigentliche
[0003] Abfüllvorgang erfolgt während eines Zeitraums in dem sich der jeweilige Behälter
innerhalb einer auf dem Rotationsfüller installierten Abfüllstelle unterhalb einer
das Medium abgebenden Füllspitze befindet. Nach der Befüllung mit einer möglichst
hochpräzise abdosierten Charge des Mediums verlassen die Behälter den Rotationsfüller
und werden automatisch weiterbefördert. Typische Durchsatzraten solcher Karussell-Abfüllmaschinen
können durchaus in der Größenordnung von 20000 Behältern pro Stunde liegen wobei der
eigentliche Abfüllgang und damit einhergehend die eigentliche Meßphase, in der zu
messendes Medium durch den Meßwandler hindurchströmt von wenigen Sekunden bis hin
zu weniger als eine Sekunde anzusetzen ist. Dieser Meßphase vorangehend und dementsprechend
auch nachfolgend findet jeweils eine Bereitschaftsphase des Meßwandlers statt, in
der kein Medium durch den Meßwandler strömt bzw. kein Medium abdosiert wird.
[0004] Zum präzisen ermitteln des tatsächlich jeweils abdosierten Volumens an Medium werden
in solchen Rotationsfüllern oftmals In-Line-Meßgeräte eingesetzt, die die während
der entsprechenden Abfüllphase abzudosierende Charge mittels direkt gemessener und
intern totalisierter Durchflußraten des Mediums, das dafür durch einen der physikalisch-elektrischen
Wandlung der zu erfassenden Meßgröße, dienenden Meßwandler des Meßgeräts hindurchströmen
gelassen ist, hochgenau und in Echtzeit ermitteln und so eine entsprechend schnelle
und genaue Regelung des Abfüllprozesses ermöglichen. Wegen ihrer sehr hohen Meßgenauigkeit
auch bei vergleichsweise stark schwankenden Durchflußraten wie auch einer vergleichsweise
guten Reproduzierbarkeit der unter solchen Bedingungen trotzdem sehr zeitnah gelieferten
Meßwerte werden, wie beispielsweise auch im
Durchfluß-Handbuch, 4. Auflage 2003, ISBN 3-9520220-3-9 im Abschnitt "Abfüll- und Dosieranwendungen", Seite 213 ff., der
US-A 59 75 747, oder der
WO 2008/034710 A1 ausgeführt, im besonderen Coriolis-Massendurchfluß-Meßgeräte mit Meßwandlern vom
Vibrationstyp oder wie beispielsweise auch im erwähnten
Durchfluß-Handbuch, 4. Auflage 2003, ISBN 3-9520220-3-9 im Abschnitt "Abfüll- und
Dosieranwendungen", Seite 213 ff. gezeigt, magnetisch-induktive Durchflußmeßgeräte eingesetzt.
[0005] Aufbau und Wirkungsweise solcher Durchflußraten messenden In-Line-Meßgeräte, beispielsweise
mit einem Meßwandler vom Vibrationstyp oder mit einem Meßwandler vom magnetisch-induktiven
Typ, sind dem Fachmann an und für sich bekannt. In-Line-Meßgeräte mit einem Meßwandler
vom magnetisch-induktiven Typ sind im übrigen z.B. in der
EP-A 1 039 269,
US-A 60 31 740,
US-A 55 40 103,
US-A 53 51 554, oder
US-A 45 63 904 hinlänglich beschrieben, während, insb. als Coriolis-Massendurchfluß-Meßgeräte ausgebildete,
In-Line-Meßgeräte mit einem Meßwandler vom Vibrationstyp u.a. in der
WO-A 03/095950,
WO-A 03/095949, der
WO-A 02/37063, der
WO-A 01/33174, der
WO-A 00/57141, der
WO-A 99/39164, der
WO-A 98/07009, der
WO-A 95/16897, der
WO-A 88/03261, der
US-A 2005/0139015, der
US 2003/0208325, der
US-B 71 81 982, der
US-B 70 40 181, der
US-B 69 10 366, der
US-B 68 95 826, der
US-B 68 80 410, der
US-B 66 91 583, der
US-B 66 51 513, der
US-B 65 13 393, der
US-B 65 05 519, der
US-A 60 41 665, der
US-A 60 06 609, der
US-A 58 69 770, der
US-A 58 61 561, der
US-A 57 96 011, der
US-A 56 16 868, der
US-A 56 02 346, der
US-A 56 02 345, der
US-A 55 31 126, der
US-A 53 59 881, der
US-A 53 01 557, der
US-A 52 53 533, der
US-A 52 18 873, der
US-A 50 69 074, der
US-A 49 57 005, der
US-A 48 95 031, der
US-A 48 76 898, der
US-A 47 33 569, der
US-A 46 60 421, der
US-A 44 91 025 oder der
US-A 41 87 721 ausführlich und detailliert beschrieben.
[0006] Zum Führen des strömenden Mediums umfassen die Meßwandler jeweils wenigstens ein
in einem zumeist als geschlossenes Aufnehmer-Gehäuse ausgebildeten Trägerrahmen gehaltertes
Meßrohr mit gebogenem und/oder geradem Rohrsegment. Bei Meßwandlern vom Vibrationstyp
wird dieses Rohrsegment zum Erzeugen von die Meßgröße, beispielsweise eine Massendurchflußrate,
entsprechend repräsentierenden Reaktionskräfte im Betrieb mittels einer elektromechanischen
Erregeranordnung zu Schwingungen angeregt. Zum Erfassen, insb. einlaßseitiger und
auslaßseitiger, Vibrationen des Rohrsegments weisen Meßwandler vom Vibrationstyp ferner
jeweils eine auf Bewegungen des Rohrsegments reagierende Sensoranordnung auf.
[0007] Bei Massedurchflußraten messenden Coriolis-Massedurchfluß-Meßgeräten beruht beispielsweise
die Messung des Massedurchflusses bzw. einer Massendurchflußrate eines in einer Rohrleitung
strömenden Mediums bekanntlich darauf, daß das zu messende Medium durch wenigstens
ein in Rohrleitung eingefügte und im Betrieb zumindest anteilig lateral zu einer Meßrohrachse
schwingende Meßrohr strömen gelassen wird, wodurch im Medium Corioliskräfte induziert
werden. Diese wiederum bewirken, daß einlaßseitige und auslaßseitige Bereiche des
Meßrohrs zueinander phasenverschoben schwingen. Die Größe dieser Phasenverschiebung
dient dabei als ein Maß für den Massedurchfluß. Die Schwingungen des Meßrohrs werden
daher mittels zweier entlang des Meßrohres voneinander beabstandeter Schwingungssensoren
der vorgenannten Sensoranordnung erfaßt und in als Primärsignale des Meßwandlers dienende
Schwingungsmeßsignale gewandelt, aus deren gegenseitiger Phasenverschiebung der Massedurchfluß
abgleitet wird. Bereits die eingangs referierte
US-A 41 87 721 erwähnt ferner, daß mittels solcher In-Line-Meßgeräte auch die momentane Dichte des
strömenden Mediums meßbar ist, und zwar anhand einer momentanen und/oder mittleren
Frequenz wenigstens eines der von der Sensoranordnung gelieferten Schwingungsmeßsignale.
Überdies wird zumeist auch eine Temperatur des Mediums in geeigneter Weise direkt
gemessen, beispielsweise mittels eines am wenigstens einen Meßrohr angeordneten Temperatursensors.
Zudem können gerade Meßrohre, zu Torsionsschwingungen um eine im wesentlichen mit
der jeweiligen Meßrohrlängsachse parallel verlaufenden oder koinzidierenden Torsions-Schwingungsachse
angeregt, bewirken, daß im hindurchgeführten Medium radiale Scherkräfte erzeugt werden,
wodurch wiederum den Torsionsschwingungen signifikant Schwingungsenergie entzogen
und im Medium dissipiert wird. Daraus resultierend erfolgt eine erhebliche Bedämpfung
der Torsionsschwingungen des schwingenden Meßrohrs zu deren Aufrechterhaltung demzufolge
dem Meßrohr zusätzlich elektrische Erregerleistung zugeführt werden muß. Abgeleitet
von einer zum Aufrechterhalten der Torsionsschwingungen des Meßrohrs entsprechend
erforderlichen elektrischen Erregerleistung, kann in der dem Fachmann bekannten Weise
mittels des Meßwandlers so beispielsweise auch eine Viskosität des Mediums zumindest
näherungsweise bestimmt werden, vgl. hierzu insb. auch die
US-A 45 24 610, die
US-A 52 53 533, die
US-A 60 06 609 oder die
US-B 66 51 513. Es kann insoweit im folgenden ohne weiteres vorausgesetzt werden, daß - selbst wenn
nicht ausdrücklich beschrieben - mittels moderner In-Line-Meßgeräten mit einem Meßwandler
vom Vibrationstyp, insb. mittels Coriolis-Massendurchfluß-Meßgeräten, jedenfalls auch
Dichte, Viskosität und/oder Temperatur des Mediums gemessen werden können, zumal diese
bei der Massendurchflußmessung ohnehin zur Kompensation von Meßfehlern infolge schwankender
Mediumsdichte und/oder Mediumsviskosität oftmals heran zu ziehen sind, vgl. hierzu
insb. die bereits erwähnten
US-B 65 13 393,
US-A 60 06 609,
US-A 56 02 346,
WO-A 02/37063,
WO-A 99/39164 oder auch die
WO-A 00/36379.
[0008] Der Meßwandler, der üblicherweise durch ein eigenständiges, handelsübliches In-Line-Meßgerät
in Kompaktbauweise - also mit in einem entsprechenden Elektronik-Gehäuse untergebrachter,
den Meßbetrieb und die Kommunikation mit übergeordneten Betriebseinheiten, wie etwa
einer Prozeßsteuerung, ermöglichenden interner Meßwandler-Elektronikbereitgestellt
ist, wird über ein- bzw. auslaßseitige, zumeist standardisierte Anschlußelemente,
beispielsweise Schraubverschlüsse oder Flansche, an ein zu messendes Medium zu- bzw.
ein gemessenes Medium abführendes Leitungssegment des im Betrieb das Medium führenden
Rohrleitungssystems der Abfüllanlage entsprechend angeschlossen. Falls erforderlich
dienen neben den üblicherweise starr ausgebildeten Leitungssegmenten ferner zusätzliche
Haltevorrichtungen der Fixierung des Meßgeräts innerhalb des Rotationsfüllers. Üblicherweise
sind die Meßwandler dabei so innerhalb des Rotationsfüllers angeordnet, daß die gedachte,
die beiden jeweiligen Anschlußelemente imaginär verbindende Strömungsachse jedes der
Meßwandler und die Drehachse des Rotationsfüllers sich unter einem Winkel von weniger
als 90° schneiden oder im wesentlichen parallel zueinander verlaufen.
[0009] Die Meßgeräte-Elektronik von handelsüblichen In-Line-Meßgeräten der in Rede stehenden
Art weisen zumeist einen digitale Meßwerte in Echtzeit liefernden Mikrocomputer mit
entsprechenden flüchtigen und nicht-flüchtigen Datenspeichern zum Vorhalten auch von
intern ermittelten und/oder von extern an das jeweilige In-Line-Meßgerät übermittelten,
für den sicheren Ablauf des Abfüllprozesses - gegebenenfalls auch für eine nachhaltige
Protokollierung desselben - erforderlichen digitalen Meß- oder Betriebsdaten, wie
etwa eine aktuelle Winkelgeschwindigkeit, mit der der Rotationsfüller momentan betrieben
wird und mit der somit Meßwandler um die Drehachse umläuft.
[0010] Bei der Verwendung von Durchfluß messenden In-Line-Meßgeräten der in Rede stehenden
Art, insb. die Massendurchflußrate und/oder einen totalisierten Massedurchfluß messenden
Coriolis-Massedurchfluß-Meßgeräten, in Rotationsfüllern hat es sich allerdings gezeigt,
daß die Meßgenauigkeit, mit der Durchfluß oder Durchflußrate jeweils ermittelt werden,
trotz innerhalb vorgegebener Spezifikationen liegenden Strömungsverhältnissen und
selbst bei ausreichend bekannten oder auch weitgehend konstant gehaltenen Medieneigenschaften,
wie etwa Dichte und Viskosität des Mediums, durchaus erheblichen Schwankungen unterliegen
liegen können. Darüberhinaus kann die Meßgenauigkeit gelegentlich auch außerhalb eines
für solche Abfüll- oder Dosieranwendungen tolerierbaren Fehlerintervalls liegen.
[0011] Eine mögliche Ursache für solche Meßungenauigkeiten von Durchfluß messenden In-Line-Meßgeräten
kann, wie u.a. auch in den eingangs erwähnten
US-B 71 81 982,
US-B 70 40 181,
US-B 69 10 366,
US-B 68 80 410,
US-B 65 05 519,
US-B 63 11 136 oder
US-A 54 00 657 diskutiert, beispielsweise dadurch gegeben sein, daß das zu messende Medium prozeßbedingt
zwei- oder mehrphasig ausgebildet ist, beispielsweise als mit Gas und/oder mit Feststoff
beladene Flüssigkeit, als Granulat oder Pulver. Neben solchen störenden Einflüssen
infolge von Inhomogenitäten im abzudosierenden Medium, wie etwa in einer Flüssigkeit
mitgeführte Gasblasen und/oder Feststoffpartikel, können des weiteren auch, beispielsweise
durch ausgeprägte Krümmungen der Meßrohre und/oder durch Turbulenzen im strömenden
Medium hervorgerufene, Asymmetrien im Strömungsprofil zu Schwankungen von dessen Meßgenauigkeit
führen, vg. hierzu auch die eingangs erwähnte
US-B 65 13 393.
[0012] Weiterführende Untersuchungen haben ferner ergeben, daß die Schwankungen durchaus
nicht nur allein auf vorgenannte Inhomogenitäten als solche zurückzuführen sein müssen,
sondern darüber hinaus in erheblichem Maße auch von der momentanen Umlauf- bzw. Drehbewegung
des Meßwandlers bzw. mit Änderungen der Drehzahl des jeweiligen Rotationsfüllers abhängig
sein können. Diese Querempfindlichkeit von Durchfluß messenden In-Line-Meßgeräten
auf deren Winkel- und/oder Umlaufgeschwindigkeit um die Drehachse des Rotationsfüllers
bzw. dessen Drehzahl kann beispielsweise dadurch bedingt sein, daß, einhergehend mit
der Umlaufbewegung des betroffenen Meßwandlers, auf diesen und somit auch auf das
darin geführte Medium zwangsläufig einwirkende Beschleunigungskräfte bezüglich eines
ruhenden Meßwandler in ansonsten vergleichbarer Meßsituation eine geringfügige Deformation
des Strömung- und/oder Dichteprofils bewirken können; dies im besonderen auch im vorgenannten
Falle eines zwei- oder mehrphasig ausgebildten Mediums. Unglücklicherweise ist die
unter vorgenannten Umständen beeinträchtigte Meßgenauigkeit im besonderen Maße auch
auf einen veränderlichen Nullpunkt des betroffenen Meßgeräts zurückzuführen, also
von der Art, daß der von der Meßwandler-Elektronik gelieferte Meßwert, beispielsweise
die momentane Massendurchflußrate oder der totalisierte Massendurchfluß, auch eine
von der Drehzahl abhängige Abweichung aufweist.
[0013] Im besonderen hat sich bei Meßwandlern vom Vibrationstyp des weiteren gezeigt, daß
vorbezeichnete Meßfehler, wie sie gelegentlich bei herkömmlichen Durchflußmessungen
auf Rotationsfüllern, wie etwa der Bestimmung des totalisierten Massedurchflusses,
auftreten können, ferner auch darauf zurückführbar sind, daß die der Erfassung der
Schwingungsbewegung des wenigstens einen Meßrohrs dienenden Schwingungssensoren eine
durch die Drehbewegung des Meßwandlers um die Drehachse des Rundabfüllers verursachte
zusätzliche Schwingungsbewegung erfassen, vgl. hierzu auch das eingangs erwähnte internationale
Patentdokument
WO 2008/034710 A1.
[0014] Infolge solcher die eigentliche Durchflußmessung teilweise erheblich beeinträchtigenden
Störungen sind die primären Meßsignale, wie sie von auf Rotationsfüllern installierten
Meßwandlern geliefert werden, wie etwa die Schwingungsmeßsignale bei Coriolis-Massendurchfluß-Meßgeräten,
für eine hoch genaue Messung des jeweiligen physikalischen Strömungsparameters nicht
ohne weiterführende, die Drehbewegung mitberücksichtigende Korrekturmaßnahmen verwendbar,
zumal solche In-Line-Meßgeräte Prozeß bedingt zugleich auch zwei- oder mehrphasigen
Mediumsströmen ausgesetzt sein können. Dies wiederum macht es erforderlich, die die
Meßgenauigkeit störend beeinflussende Parameter, wie etwa Beschleunigungskräfte und
Drehzahländerungen oder davon abgeleitete Parameter, bei der Durchflußmessung in geeigneter
Weise mit zu berücksichtigen.
[0015] In Anbetracht dessen, daß einerseits bei auf Rotationsfüllern installierten In-Line-Meßgeräten,
insb. auch Coriolis-Massedurchfluß-Meßgeräten, mit den Rotationen einhergehenden Beschleunigungskräfte,
wie etwa Zentrifugalkräfte und/oder mit Änderungen der Drehzahl einhergehende Beschleunigungskräfte,
eine gewisse Drehzahlabhängigkeit der Meßgenauigkeit, insb. auch des Nullpunktes,
bewirken können, anderseits robuste, ausreichend gut wiederholbare wie auch hoch genaue
Messung bei Abfüllvorgängen erforderlich ist, insb. auch mittels Rotationsfüllern,
besteht eine Aufgabe der Erfindung daher darin, Meßsysteme der eingangs erwähnten
Art mit betriebsgemäß um eine Drehachse rotierenden In-Line-Meßgeräten dahingehend
zu verbessern, daß eine genauere Messung der Abfüllen zu ermittelnden Meßgrößen, insb.
der Massendurchflußraten und/oder totalisierten Massendurchflüsse, ermöglicht wird,
insb. auch bei zwei- oder mehrphasigen Medien und/oder veränderlicher Drehzahl des
jeweiligen Rotationsfüllers, und damit eine exakte Dosierung gewährleistet werden
kann.
[0016] Zur Lösung der Aufgabe besteht die Erfindung in einem Verfahren zum Betreiben eines
auf einer rotierenden Karussell-Abfüllmaschine angeordneten, insb. der Bestimmung
eines Massedurchflusses eines strömenden Mediums dienenden und/oder als ein Coriolis-Massendurchflußmeßgerät
ausgebildeten, Meßgeräts mit einem zumindest zeitweise von Medium durchströmten Meßwandler
vom Vibrationstyp, welches Verfahren folgende Schritte umfaßt:
- Strömenlassen von zu messendem Medium durch wenigstens ein zumindest momentan vibrierendes
und um eine Drehachse der Karussell-Abfüllmaschine umlaufendes Meßrohr des Meßwandlers;
- Erzeugen wenigstens eines als Primärsignal erster Klasse dienenden Schwingungsmeßsignals,
das Vibrationen des momentan von zu messendem Medium durchströmten Meßrohrs repräsentiert;
- Erzeugen wenigstens eines als Primärsignal zweiter Klasse dienenden Schwingungsmeßsignals,
das Vibrationen wenigstens eines um die Drehachse der Karussell-Abfüllmaschine umlaufenden,
nicht von Medium durchströmten Meßrohrs, insb. desselben Meßwandlers, repräsentiert;
und
- Ermitteln wenigstens eines eine Meßgröße, insb. eine Massendurchflußrate und/oder
einen totalisierten Massendurchfluß und/oder eine Dichte, des zu messenden Mediums
repräsentierenden Meßwerts basierend auf sowohl dem Primärsignal erster Klasse als
auch dem Primärsignal zweiter Klasse.
[0017] Darüber hinaus besteht die Erfindung in einer zur Verwirklichung des Verfahrens als
Karussell-Abfüllmaschine ausgebildeten, Vorrichtung, die umfaßt:
- wenigstens einen ersten Meßwandler,
-- der wenigstens ein lediglich zeitweise von zu messendem, insb. zumindest anteilig
oder überwiegend liquidem, Medium durchströrntes Meßrohr aufweist, das im Betrieb
um eine Drehachse bewegt ist, und
-- der zumindest zeitweise Primärsignale liefert, die mit wenigstens einer Meßgröße
des im wenigstens einen Meßrohr geführten Mediums korrespondieren; sowie
- wenigstens eine Meßwandler-Elektronik zum Erzeugen von, insb. digitalen, Meßwerten;
- wobei das wenigstens eine um die Drehachse bewegte Meßrohr während einer, insb. periodisch
wiederkehrenden, Meßphase des ersten Meßwandlers von zu messendem Medium durchströmt
ist, und
- wobei die wenigstens eine Meßwandler-Elektronik zumindest zeitweise, insb. wiederkehrend,
einen die wenigstes eine Meßgröße, insb. eine Durchflußrate in dem momentan von zu
messendem Medium durchströmten Meßwandler und/oder einen totalisierten Durchfluß,
repräsentierenden Meßwert sowohl basierend auf wenigstens einem vom ersten Meßwandler
während der Meßphase gelieferten Primärsignal erster Klasse als auch basierend auf
wenigstens einem Primärsignal zweiter Klasse ermittelt, das mittels eines gleichfalls
um die Drehachse bewegten, jedoch zu Zeiten der Generierung nämlichen Primärsignals
zweiter Klasse nicht vom Medium durchströmten Meßrohrs generiert ist.
[0018] Nach einer ersten Ausgestaltung des Verfahrens der Erfindung, umfaßt dieses weiters
einen Schritt des Ermittelns eines Korrekturwerts für das Primärsignal erster Klasse
basierend auf dem Primärsignal zweiter Klasse.
[0019] Nach einer zweiten Ausgestaltung des Verfahrens der Erfindung ist vorgesehen, daß
der Korrekturwert mit einer momentanen Winkelgeschwindigkeit korreliert, mit der das
wenigstens eine von Medium durchströmte Meßrohr des Meßwandlers um die Drehachse der
Karussell-Abfüllmaschine bewegt ist, und/oder der einen Einfluß der Bewegung des wenigstens
einen Meßrohrs des Meßwandlers um die Drehachse auf vom Meßwandler gelieferte Primärsignale,
insb. das wenigstens eine Primärsignal erster Klasse, repräsentiert.
[0020] Nach einer dritten Ausgestaltung des Verfahrens der Erfindung, umfaßt dieses weiters
einen Schritt des Ermittelns einer Winkelgeschwindigkeit, mit der das wenigstens eine
von Medium durchströmte Meßrohr des Meßwandlers um die Drehachse der Karussell-Abfüllmaschine
bewegt ist. Diese Ausgestaltung des Verfahrens weiterbildend ist ferner vorgesehen,
daß der wenigstens eine Meßwert unter Berücksichtigung der Winkelgeschwindigkeit ermittelt
wird.
[0021] Nach einer vierten Ausgestaltung des Verfahrens der Erfindung ist vorgesehen, daß
das zu messende Medium zeitweise daran gehindert wird, durch das wenigsten eine Meßrohr
des Meßwandlers zu strömen.
[0022] Nach einer fünften Ausgestaltung des Verfahrens der Erfindung, umfaßt dieses weiters
einen Schritt des Verwenden des Meßwandlers, während dieser bei vibrierendem Meßrohr
nicht von zu messendem Medium durchströmt ist, zum Erzeugen auch des wenigstens einen
Primärsignals zweiter Klasse.
[0023] Nach einer sechsten Ausgestaltung des Verfahrens der Erfindung, umfaßt dieses weiters
einen Schritt des Befüllens eines auslaßseitig des Meßwandlers plazierten Behältnisses
mit durch das wenigstens eine Meßrohr hindurch strömengelassenem Medium.
[0024] Nach einer siebenten Ausgestaltung des Verfahrens der Erfindung, umfaßt dieses weiters
einen Schritt des Verwendens wenigstens eines weiteren, gleichfalls um die Drehachse
der Karussell-Abfüllmaschine umlaufenden, Meßwandlers mit wenigstens einem momentan
vibrierenden, jedoch nicht von zu messendem Medium durchströmten, insb. zum momentan
von zu messendem Medium durchströmten Meßrohr im wesentlichen baugleichen, Meßrohr
zum Erzeugen des wenigstens einen Primärsignals zweiter Klasse.
[0025] Nach einer ersten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen, daß
die Meßwandler-Elektronik basierend zumindest auf dem Primärsignal zweiter Klasse,
insb. wiederkehrend, wenigstens einen Korrekturwert für das Primärsignal erster Klasse
ermittelt. Diese Ausgestaltung der Erfindung weiterbildend ist ferner vorgesehen,
daß die wenigstens eine Meßwandler-Elektronik den Korrekturwert basierend auch auf
dem vom ersten Meßwandler, insb. momentan und/oder während dessen Meßphase, gelieferten
Primärsignal erster Klasse ermittelt.
[0026] Nach einer zweiten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen, daß
die Meßwandler-Elektronik den Meßwert unter Verwendung sowohl des vom ersten Meßwandler
während dessen Meßphase gelieferten Primärsignals erster Klasse als auch unter Verwendung
des Korrekturwerts ermittelt.
[0027] Nach einer dritten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen, daß
der von der Meßwandler-Elektronik gelieferte Korrekturwert mit einer gemessenen, insb.
momentanen oder mittleren, Durchflußrate, insb. einer Massendurchflußrate oder einer
Volumendurchflußrate, korrespondiert, die in der Bereitschaftsphase scheinbar durch
den Meßwandler hindurchströmendes Medium repräsentiert.
[0028] Nach einer vierten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen, daß
der von der Meßwandler-Elektronik gelieferte Korrekturwert mit einer momentanen Winkelgeschwindigkeit
korreliert, mit der das wenigstens eine Meßrohr des ersten Meßwandlers um die Drehachse
bewegt ist, und/oder der einen Einfluß der Bewegung des wenigstens einen Meßrohrs
des ersten Meßwandlers um die Drehachse auf vom Meßwandler gelieferte Primärsignale,
insb. das während der Meßphase gelieferte Primärsignal erster Klasse, momentan repräsentiert.
[0029] Nach einer fünften Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen, daß
der wenigstens eine Korrekturwert ermittelt ist, bevor die Meßphase des ersten Meßwandlers
beginnt.
[0030] Nach einer sechsten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen, daß
die wenigstens eine Meßwandler-Elektronik den wenigstens eine Korrekturwert zumindest
zeitweise, insb. in einem flüchtigen Datenspeicher, speichert.
[0031] Nach einer siebenten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen,
daß der von der Meßwandler-Elektronik gelieferte wenigstens eine Meßwert eine, insb.
momentane oder totalisierte, Massendurchflußrate des in der Meßphase durch den ersten
Meßwandler tatsächlich hindurchströmenden Mediums repräsentiert.
[0032] Nach einer achten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen, daß
die Meßwandler-Elektronik im Betrieb zumindest zeitweise einen, insb. wiederkehrend
ermittelten und/oder aktualisierten, Drehzahlwert bereithält, der eine, insb. aktuelle,
Winkelgeschwindigkeit momentan repräsentiert, mit der das wenigstens eine Meßrohr
um die Drehachse umläuft.
[0033] Nach einer neunten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen, daß
der erste Meßwandler über ein einlaßseitiges erstes Anschlußelement, insb. einen Schraubverschluß
oder einen Flansch, an ein zu messendes Medium zu führendes Leitungssegment eines
Rohrleitungssystems angeschlossen ist. Diese Ausgestaltung der Erfindung weiterbildend
ist ferner vorgesehen daß der erste Meßwandler über ein auslaßseitiges zweites Anschlußelement,
insb. einen Schraubverschluß oder einen Flansch, an ein gemessenes Medium ab führendes
Leitungssegment des Rohrleitungssystems angeschlossen ist. Dementsprechend weist der
erste Meßwandler eine die beiden jeweiligen Anschlußelement imaginär verbindende gedachte
Strömungsachse auf, wobei der erste Meßwandler so innerhalb der Vorrichtung angeordnete
ist, daß dessen gedachte Strömungsachse und die Drehachse sich unter einem Winkel
von weniger als 90° schneiden, oder daß die gedachte Strömungsachse des ersten Meßwandlers
zur Drehachse im wesentlich parallel ist.
[0034] Nach einer zehnten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen, daß
das wenigstens eine Meßrohr, insb. ein betriebsgemäß vibrieren gelassenes Rohrsegment
davon, zumindest abschnittsweise im wesentlichen gerade ist.
[0035] Nach einer elften Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen, daß
das wenigstens eine Meßrohr, insb. ein betriebsgemäß vibrieren gelassenes Rohrsegment
davon, zumindest abschnittsweise gekrümmt ist.
[0036] Nach einer zwölften Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen, daß
die wenigstens eine Meßwandler-Elektronik in unmittelbarer Nähe zum ersten Meßwandler
angeordnet und/oder im wesentlichen starr mit diesem verbunden ist.
[0037] Nach einer dreizehnten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen,
daß jeder der Meßwandler ein das wenigstens eine Meßrohr einhausendes Meßwandler-Gehäuse
aufweist.
[0038] Nach einer vierzehnten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen,
daß die wenigstens eine Meßwandler-Elektronik in einem zugehörigen Elektronik-Gehäuse
untergebracht ist. Diese Ausgestaltung der Erfindung weiterbildend ist ferner vorgesehen,
daß das Elektronik-Gehäuse am Meßwandler-Gehäuse des ersten Meßwandlers, insb. im
wesentlichen starr, montiert ist.
[0039] Nach einer fünfzehnten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen,
daß die Vorrichtung weiters eine Steuerelektronik zum Einstellen und Überwachen einer
Winkelgeschwindigkeit, mit der das wenigstens eine Meßrohr des ersten Meßwandlers
um die Drehachse bewegt ist, umfaßt. Diese Ausgestaltung der Erfindung weiterbildend
ist ferner vorgesehn, daß die Meßwandler-Elektronik und die Steuerelektronik im Betrieb,
insb. drahtlos per Funk, zumindest zeitweise miteinander kommunizieren. Alternativ
oder in Ergänzung dazu kann die Meßwandler-Elektronik im Betrieb zumindest zeitweise,
insb. wiederkehrend, Meßdaten, insb. einen Meßwert und/oder eine Korrekturwert für
das Primärsignal erster Klasse, an die Steuerelektronik senden, und/oder kann die
Meßwandler Elektronik im Betrieb zumindest zeitweise, insb. wiederkehrend, von der
Steuerelektronik generierte Kontrolldaten, insb. eine aktuelle Winkelgeschwindigkeit
mit der das wenigstens eine Meßrohr des ersten Meßwandlers um die Drehachse bewegt
ist, empfangen.
[0040] Nach einer sechzehnten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen,
daß die Meßwandler-Elektronik im Betrieb zumindest zeitweise einen, insb. digitalen
und/oder extern der Meßwandler-Elektronik generierten, Drehzahlwert vorhält, der eine
Winkelgeschwindigkeit momentan repräsentiert, mit der das wenigstens eine Meßrohr
des ersten Meßwandlers um die Drehachse bewegt ist. Diese Ausgestaltung der Erfindung
weiterbildend ist ferner vorgesehen, daß die Meßwandler-Elektronik den wenigstens
einen Meßwert und/oder den Korrekturwert für das wenigstens eine Primärsignal erster
Klasse unter Verwendung des Drehzahlwerts ermittelt.
[0041] Nach einer siebzehnten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen,
daß der erste Meßwandler auch das Primärsignal zweiter Klasse liefert. Diese Ausgestaltung
der Erfindung weiterbildend ist ferner vorgesehen, daß der erste Meßwandler das Primärsignal
zweiter Klasse generiert während einer, insb. periodisch wiederkehrenden, Bereitschaftsphase,
in der das wenigstens eine Meßrohr des ersten Meßwandlers von zu messendem Medium
nicht durchströmt ist. Alternativ oder in Ergänzung dazu ist ferner vorgesehen, daß
die Meßwandler-Elektronik den wenigstens einen Meßwert sowohl basierend auf dem vom
ersten Meßwandler während dessen Meßphase gelieferten Primärsignal erster Klasse als
auch basierend auf dem vom ersten Meßwandler während dessen Bereitschaftsphase gelieferten
Primärsignal zweiter Klasse ermittelt.
[0042] Nach einer achtzehnten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung handelt es sich
bei dem ersten Meßwandler um einen Meßwandler vom Vibrationstyp, bei welchem Meßwandler
das wenigstens eine Meßrohr zum Erzeugen von als Primärsignale dienenden Schwingungsmeßsignalen
zumindest zeitweise vibrieren gelassen ist.
[0043] Gemäß einer ersten Weiterbildung der achtzehnten Ausgestaltung der Erfindung ist
ferner vorgesehen, daß das wenigstens eine Meßrohr des ersten Meßwandlers während
dessen Meßphase von zu messendem Medium durchströmt und zwecks Generierung wenigstens
eines als Primärsignal erster Klasse dienenden Vibrationen des wenigstens einen Meßrohrs
repräsentierenden ersten Schwingungsmeßsignals vibrieren gelassen ist. Im besonderen
ist hierbei das der Generierung des wenigstens einen Primärsignals zweiter Klasse
dienende Meßrohr, insb. das des ersten Meßwandlers, gleichfalls vibrieren gelassenen
und dient als Primärsignal zweiter Klasse ein Vibrationen nämlichen Meßrohrs repräsentierenden
zweites Schwingungsmeßsignals. Alternativ oder in Ergänzung dazu ermittelt die wenigstens
eine Meßwandler-Elektronik basierend auf dem vom ersten Meßwandler während dessen
Meßphase gelieferten Primärsignal erster Klasse sowie basierend auf dem Primärsignal
zweiter Klasse einen Differenzwert, der einen Unterschied zwischen einer, insb. momentanen
oder mittleren, Schwingfrequenz, mit der das wenigstens eine Meßrohr des ersten Meßwandlers
während dessen Meßphase vibrieren gelassen ist, und einer, insb. mittleren, Schwingfrequenz,
mit der das wenigstens eine der Generierung des Primärsignals zweiter Klasse dienende
Meßrohr vibrieren gelassen ist, repräsentiert.
[0044] Gemäß einer zweiten Weiterbildung der achtzehnten Ausgestaltung der Erfindung ist
ferner vorgesehen, daß der erste Meßwandler während dessen Meßphase ein erstes Primärsignal
erster Klasse liefert, das einlaßseitige Vibrationen des wenigstens einen Meßrohrs
repräsentiert, und wobei der erste Meßwandler, insb. zeitgleich zum ersten Primärsignal,
wenigstens ein zweites Primärsignal erster Klasse liefert, das auslaßseitige Vibrationen
des wenigstens einen Meßrohrs repräsentiert. Im besonderen ermittelt hierbei die wenigstens
eine Meßwandler-Elektronik basierend auf dem vom ersten Meßwandler während dessen
Meßphase gelieferten ersten und zweiten Primärsignal erster Klasse ferner eine mit
einer Massendurchflußrate des im wenigstens einen Meßrohr strömenden Medium korrespondierende
Phasendifferenz zwischen einlaßseitigen und auslaßseitigen Vibrationen des wenigstens
einen Meßrohrs ermittelt. In Ergänzung ermittelt wenigstens eine Meßwandler-Elektronik
ferner den wenigstens einen, insb. eine Massendurchflußrate des im wenigstens einen
Meßrohr des ersten Meßwandlers strömenden Mediums momentan repräsentierenden, Meßwert
basierend auf der Phasendifferenz.
[0045] Gemäß einer dritten Weiterbildung der achtzehnten Ausgestaltung der Erfindung ist
ferner vorgesehen, daß das wenigstens eine Meßrohr des erste Meßwandlers zwecks Generierung
des wenigstens einen Primärsignals zweiter Klasse auch während der Bereitschaftsphase
des ersten Meßwandlers vibrieren gelassen ist. Für den Fall, daß es sich bei dem Meßwandler
um einen solchen vom Vibrationstyp handelt, ist hierbei ferner vorgesehen, daß der
erste Meßwandler während dessen Bereitschaftsphase ein erstes Primärsignal zweiter
Klasse liefert, das einlaßseitige Vibrationen des wenigstens einen Meßrohrs während
der Bereitschaftsphase repräsentiert, und wobei der erste Meßwandler, insb. zeitgleich
zum ersten Primärsignal zweiter Klasse, wenigstens ein zweites Primärsignal zweiter
Klasse liefert, das auslaßseitige Vibrationen des wenigstens einen Meßrohrs während
der Bereitschaftsphase repräsentiert.
[0046] Gemäß einer vierten Weiterbildung der achtzehnten Ausgestaltung der Erfindung ist
ferner vorgesehen, daß die wenigstens eine Meßwandler-Elektronik den wenigstens einen
Meßwert basierend auf einer mit einer Dichte des im wenigstens einen Meßrohr geführten
Mediums korrespondierenden, insb. momentanen oder mittleren, Schwingfrequenz ermittelt,
mit der das wenigstens eine Meßrohr im Betrieb des ersten Meßwandlers, insb. während
dessen Meßphase, vibrieren gelassen ist. Ferner ist hierbei vorgesehen, daß die wenigstens
eine Meßwandler-Elektronik die Schwingfrequenz, mit der das wenigstens eine Meßrohr
des ersten Meßwandlers während dessen Meßphase vibrieren gelassen ist, anhand des
Primärsignals erster Klasse ermittelt.
[0047] Gemäß einer fünften Weiterbildung der achtzehnten Ausgestaltung der Erfindung ist
ferner vorgesehen, daß die wenigstens eine Meßwandler-Elektronik den wenigstens einen
Meßwert basierend auf einer mit einer Dichte des im wenigstens einen Meßrohr geführten
Mediums korrespondierenden, insb. momentanen oder mittleren, Schwingfrequenz generiert,
mit der das wenigstens eine Meßrohr des ersten Meßwandlers während dessen Bereitschaftsphase
vibrieren gelassen ist. Ferner ist hierbei vorgesehen, daß die wenigstens eine Meßwandler-Elektronik
die Schwingfrequenz, mit der das wenigstens eine Meßrohr des ersten Meßwandlers während
dessen Bereitschaftsphase vibrieren gelassen ist, anhand des Primärsignals zweiter
Klasse ermittelt.
[0048] Nach einer neunzehnten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung handelt es sich
bei dem ersten Meßwandler um einen Meßwandler vom magnetisch-induktiven Typ, bei welchem
Meßwandler das wenigstens eine Meßrohr zum Erzeugen von als Primärsignale dienenden
Spannungsmeßsignalen zumindest zeitweise, insb. während der Meßphase, von einem Magnetfeld
durchdrungen und im Medium induzierte Spannungen mittels wenigstens zweier, insb.
galvanisch und/oder kapazitiv an das Medium gekoppelten, Elektroden abgegriffen sind.
[0049] Nach einer zwanzigsten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen,
daß die Vorrichtung weiters wenigstens einen vom ersten Meßwandler beabstandeten,
insb. zu diesem bau- und funktionsgleichen, zweiten Meßwandler umfaßt.
[0050] Gemäß einer ersten Weiterbildung der zwanzigsten Ausgestaltung der Erfindung ist
ferner vorgesehen, daß der zweite Meßwandler wenigstens ein zumindest zeitweise von
Medium nicht durchströmtes Meßrohr aufweist, das im Betrieb gleichfalls um die Drehachse
bewegt ist, und daß der zweite Meßwandler zumindest zeitweise Primärsignale liefert,
die mit wenigstens einer Meßgröße von in dessen wenigstens einem Meßrohr geführten
Medium korrespondieren.
[0051] Gemäß einer zweiten Weiterbildung der zwanzigsten Ausgestaltung der Erfindung ist
ferner vorgesehen, daß das wenigstens eine um die Drehachse bewegte Meßrohr des zweiten
Meßwandlers während einer, insb. periodisch wiederkehrenden, Bereitschaftsphase des
zweiten Meßwandlers von Medium nicht durchströmt ist.
[0052] Gemäß einer dritten Weiterbildung der zwanzigsten Ausgestaltung der Erfindung ist
ferner vorgesehen, daß das Primärsignal zweiter Klasse vom zweiten Meßwandler während
dessen Bereitschaftsphase generiert ist.
[0053] Gemäß einer vierten Weiterbildung der zwanzigsten Ausgestaltung der Erfindung ist
ferner vorgesehen, daß die Meßwandler-Elektronik den wenigstens einen Meßwert sowohl
basierend auf dem vom ersten Meßwandler während dessen Meßphase gelieferten Primärsignal
erster Klasse als auch basierend auf dem vom zweiten Meßwandler während dessen Bereitschaftsphase
gelieferten Primärsignal zweiter Klasse ermittelt.
[0054] Gemäß einer fünften Weiterbildung der zwanzigsten Ausgestaltung der Erfindung ist
ferner vorgesehen, daß auch der zweite Meßwandler während einer, insb. periodisch
wiederkehrenden, Meßphase, in der das Meßrohr von zu messendem Medium durchströmt
ist, wenigstens ein Primärsignal erster Klasse liefert, das mit einer Meßgröße des
im zugehörigen wenigstens einen Meßrohr strömenden Mediums korrespondiert.
[0055] Nach einer einundzwanzigsten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen,
daß das Meßrohr des das Primärsignal zweiter Klasse generierenden Meßwandlers während
dessen Bereitschaftsphase zumindest teilweise mit im wesentlichen dem gleichen Medium
befüllt ist, das im wenigstens einen Meßrohr des das Primärsignal erster Klasse generierenden
Meßwandlers während dessen Meßphase strömen gelassen ist. Diese Ausgestaltung der
Erfindung weiterbildend ist ferner vorgesehen, daß das wenigstens eine Meßrohr des
das Primärsignal zweiter Klasse generierenden Meßwandlers während dessen Bereitschaftsphase
lediglich teilweise mit im wesentlichen dem gleichen Medium befüllt ist, das im wenigstens
einen Meßrohr des das Primärsignal erster Klasse generierenden Meßwandlers während
dessen Meßphase strömen gelassen ist.
[0056] Nach einer zweiundzwanzigsten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen,
daß das wenigstens eine Meßrohr des das Primärsignal zweiter Klasse generierenden
Meßwandlers während dessen Bereitschaftsphase zumindest teilweise mit einem anderen
Medium befüllt ist, als im wenigstens einen Meßrohr des das Primärsignal erster Klasse
generierenden Meßwandlers während dessen Meßphase strömen gelassen ist.
[0057] Nach einer dreiundzwanzigsten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen,
daß das wenigstens eine Meßrohr des das Primärsignal zweiter Klasse generierenden
Meßwandlers während dessen Bereitschaftsphase, insb. ausschließlich oder zumindest
überwiegend, mit Gas, insb. Stickstoff oder Luft, befüllt ist.
[0058] Nach einer vierundzwanzigsten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen,
daß eine Startzeit, bei der die Bereitschaftsphase des das Primärsignal zweiter Klasse
generierenden Meßwandlers beginnt, zeitlich vor eine Startzeit gelegt ist, bei der
die Meßphase des das Primärsignal erster Klasse generierenden Meßwandlers beginnt.
[0059] Nach einer fünfundzwanzigsten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen,
daß eine Stoppzeit, bei der die Bereitschaftsphase des das Primärsignal zweiter Klasse
generierenden Meßwandlers endet, zeitlich vor eine Stoppzeit gelegt ist, bei der die
Meßphase des das Primärsignal erster Klasse generierenden Meßwandlers endet. Diese
Ausgestaltung der Erfindung weiterbildend ist ferner vorgesehen, daß die Stoppzeit,
bei der die Bereitschaftsphase des das Primärsignal zweiter Klasse generierenden Meßwandlers
endet, zeitlich vor die Startzeit gelegt ist, bei der die Meßphase des das Primärsignal
erster Klasse generierenden Meßwandlers beginnt.
[0060] Nach einer sechsundzwanzigsten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen,
daß der von der Meßwandler-Elektronik gelieferte Korrekturwert mit einer, insb. momentanen
oder mittleren, gemessenen Durchflußrate, insb. einer Massendurchflußrate oder einer
Volumendurchflußrate, korrespondiert, die in der Bereitschaftsphase scheinbar durch
den Meßwandler hindurchströmendes Medium repräsentiert.
[0061] Nach einer siebenundzwanzigsten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung umfaßt
die Vorrichtung weiters wenigstens ein einen Durchfluß durch das wenigstens eine Meßrohr
des Meßwandlers einstellendes, insb. auslaßseitig des ersten Meßwandler angeordnetes,
Ventil. Diese Ausgestaltung der Erfindung weiterbildend ist ferner vorgesehen, daß
das wenigstens eine Ventil mittels der wenigstens einen Meßwandler-Elektronik, insb.
unter Verwendung des wenigstens einen Meßwerts, gesteuert ist, und/oder daß die wenigstens
eine Meßwandler-Elektronik das wenigstens eine Ventil, insb. unter Verwendung des
wenigstens einen Primärsignals zweiter Klasse und/oder eines davon abgeleiteten Korrekturwerts
für das wenigstens eine Primärsignal erster Klasse, überwacht, insb. hinsichtlich
eines Schließverhaltens davon.
[0062] Nach einer achtundzwanzigsten Ausgestaltung der Vorrichtung der Erfindung ist vorgesehen,
daß die Vorrichtung eine Vielzahl von, insb. zum ersten Meßwandler bau- und funktionsgleichen,
Meßwandlern umfaßt, von denen jeder wenigstens ein, insb. entlang eines gedachten
gemeinsamen Umfangskreises, vom wenigstens einen Meßrohr des ersten Meßwandler beabstandet
angeordneten, gleichfalls jeweils um die Drehachse bewegtes Meßrohr aufweist.
[0063] Gemäß einer ersten Weiterbildung der achtundzwanzigsten Ausgestaltung der Erfindung
ist ferner vorgesehen, daß jeder der Meßwandler zumindest zeitweise Primärsignale
liefert, die mit wenigstens einer Meßgröße des im wenigstens einen zugehörigen Meßrohr
geführten Mediums korrespondieren, und/oder daß das wenigstens eine um die Drehachse
bewegte Meßrohr jedes der Meßwandler während einer, insb. periodisch wiederkehrenden,
Meßphase des zughörigen Meßwandlers von zu messendem Medium durchströmt ist. In letzterem
Fall kann ferner jeder der Meßwandler während seiner Meßphase, insb. auch mehrere
der Meßwandler zeitgleich, Primärsignale erster Klasse liefern, die jeweils mit der
wenigstens einen zu erfassenden Meßgröße des im wenigstens einen zugehörigen Meßrohr
geführten Mediums korrespondieren.
[0064] Gemäß einer zweiten Weiterbildung der achtundzwanzigsten Ausgestaltung der Erfindung
ist ferner vorgesehen, daß das wenigstens eine um die Drehachse bewegte Meßrohr jedes
der Meßwandler während einer, insb. periodisch wiederkehrenden, Bereitschaftsphase
des zughörigen Meßwandlers nicht von Medium durchströmt ist.
[0065] Gemäß einer dritten Weiterbildung der achtundzwanzigsten Ausgestaltung der Erfindung
ist ferner vorgesehen, daß mehrere der Meßwandler während einer jeweiligen Bereitschaftsphase
Primärsignale zweiter Klasse liefern, die mit wenigstens einer Meßgröße des im wenigstens
einen zugehörigen Meßrohr geführten Mediums korrespondieren.
[0066] Gemäß einer vierten Weiterbildung der achtundzwanzigsten Ausgestaltung der Erfindung
ist ferner vorgesehen, daß mehrere der Meßwandler zeitgleich Primärsignale zweiter
Klasse liefern.
[0067] Gemäß einer fünften Weiterbildung der achtundzwanzigsten Ausgestaltung der Erfindung
ist ferner vorgesehen, daß jeder der Meßwandler jeweils eine zugehörige, insb. jeweils
in einem separaten Elektronik-Gehäuse untergebrachte, Meßwandler-Elektronik aufweist.
[0068] Gemäß einer sechsten Weiterbildung der achtundzwanzigsten Ausgestaltung der Erfindung
ist ferner vorgesehen, daß wenigstens zwei der Meßwandler-Elektroniken im Betrieb,
insb. drahtlos per Funk und/oder leitungsgebunden, miteinander, insb. Meßwerte sendend
und/oder empfangend und/oder Korrekturwerte für mittels Meßwandler erzeugte Primärsignale
sendend und/oder empfangend, kommunizieren.
[0069] Ein Grundgedanke der Erfindung besteht darin, im laufenden Betrieb von Rotationsfüllern
das tatsächliche Ausmaß der die Messung beeinflussenden Störparameter infolge der
Drehbewegung des Rotationsfüllers, wie etwa drehzahlabhängige Beschleunigungskräfte,
auf die während einer durch den eigentlichen Dosiervorgang definierte Meßphase gewonnenen
und somit sowohl die Information über die eigentlich zu erfassende Meßgröße, wie etwa
die Massendurchflußrate und/oder den totalisierten Massendurchfluß, als auch über
die Störung tragende Primärsignale von in obigem Sinne rotierenden Meßwandlern dadurch
zu ermitteln, daß zusätzlich ein mit demselben und/oder einem gleichermaßen bewegten
anderen, jedoch typgleichen, insb. bau- und funktionsgleichen, Meßwandler während
einer Bereitschaftsphase generiertes weiteres Primärsignal ausgewertet bzw. für die
eigentliche Messung herangezogen wird. Dabei kann davon ausgegangen werden, daß der
Meßwandler, bedingt durch den Prozeßablauf, während der Bereitschaftsphase zwar im
wesentlichen derselben Störung wie zu Zeiten der vorherigen und/oder nächsten Meßphase
ausgesetzt, jedoch bekanntermaßen nicht vom Medium durchströmt ist, so daß zu Zeiten
der Bereitschaftsphase generierte Primärsignale lediglich die zu kompensierende Störung
repräsentiert, beispielsweise inform einer Durchflußrate, die in der Bereitschaftsphase
scheinbar durch den Meßwandler hindurchströmendes Medium suggeriert.
[0070] Basierend auf zwei oder mehr solchen - während einer Meß- bzw. einer Bereitschaftsphase
von auf Rotationsfüllern installierten Meßwandlern generierten - Primärsignalen kann
somit z.B. der momentane Nullpunkt eines jeweils mittels Meßwandler und angeschlossener
Meßwandler-Elektronik gebildeten Meßsystems bzw. eine momentane Verschiebung des Nullpunkts
gegenüber einem vorab kalibrierten Initial-Nullpunkt im laufenden Betrieb des Rotationsfüllers
praktisch direkt ermittelt werden. Desweiteren ist es so auch möglich, einen Korrekturfaktor
im Betrieb, gegebenenfalls auch wiederkehrend, zu ermitteln, der auf die Meßgenauigkeit
von in Rotationsfüllern installierten In-Line-Meßgeräten einwirkende, insb. drehzahlabhängige,
Störeinflüsse entsprechend kompensiert, und so gegebenenfalls auch den aktuell für
das Meßsystem ermittelte Nullpunkt im Zuge eines Nullpunktabgleichs auf den Initial-Nullpunkt
entsprechend zurückzuführen.
[0071] Die Erfindung nutzt dabei den durch Abfüllprozeß bedingten besonderen Umstand aus,
daß in einer Phase des Umlaufs, in der die Durchflußrate - infolge bekanntermaßen
geschlossener Abfüllventile und/oder infolge bekanntermaßen entleerter Meßrohre -
gleich Null und insoweit definiert ist, so daß in der damit korrespondierenden Bereitschaftsphase
des Meßwandlers das dann, im Falle von Meßwandlern vom Vibrationstyp beispielsweise
basierend auf einem weiterhin vibrieren gelassenem Meßrohr, generierte Primärsignal
eigentlich kein strömendes Medium signalisieren dürfte bzw. auf diesem Primärsignal
basierend ermittelte Durchflußraten eigentlich gleich Null sein müßten. Allfällig
davon abweichende Primärsignale bzw. Meßwerte entsprechen somit im wesentlichen dem
während der vorherigen und/oder nachfolgenden eigentlichen Meßphase dieses oder eines
anderen Meßwandlers gegebenenfalls auftretenden Meßfehler und können somit entsprechend
- je nach Vorzeichen beispielsweise additiv oder subtraktiv - zumindest in das jeweilige
nächste Meßergebnis einfließen, beispielsweise inform eines in der zugehörigen Meßwandler-Elektronik
automatisch durchgeführten Nullpunktabgleichs.
[0072] Der aktuell für das Meßgerät bzw. dessen Meßwandler durch entsprechende Messungen
während dessen Bereitschaftsphase erfaßte Nullpunkt, kann, je nach Rechengeschwindigkeit
der beteiligten Meßwandler-Elektroniken, in einer der nächstfolgenden Meßphasen des
entsprechenden Meßwandlers angesetzt und somit nach einem entsprechend zeitnah durchgeführten
Nullpunktabgleich bei der Durchflußmessung für die weitere Abdosierung entsprechend
berücksichtigt werden und gegebenenfalls auch in für eine entsprechende Korrektur
einer über einen längeren Zeitraum erstellten Abfüll-Bilanz. Alternativ oder in Ergänzung
dazu können der aktuell ermittelte Nullpunkt- oder Meßfehler bzw. ein diesen entsprechend
kompensierender Korrekturfaktor bereits zur Fehlerkorrektur bei einer nachfolgenden
Messung entsprechend mit berücksichtigt werden, die in einer der nächsten Abfüllphasen
des Rotationsfüllers mittels eines anderen, demnächst also von seiner Bereitschaftsphase
in die Meßphase überführten Meßwandlers durchgeführt wird.
[0073] Um die Verläßlichkeit des während des Betriebs des Rotationsfüller wiederkehrend
ermittelten Nullpunkts des jeweiligen Meßwandlers zu verbessern, können außerdem auch
einzelne, über mehrere Umläufe und/oder mittels mehrerer Meßwandler in deren Bereitschaftsphasen
auf diese Weise ermittelte Nullpunkte und/oder Nullpunktverschiebungen bzw. diese
entsprechend kompensierende Korrekturfaktoren entsprechend gemittelt werden.
[0074] Basierend auf Vergleichen des gemessen Korrekturfaktors mit dafür entsprechend vorgegebenen
nominellen Referenzwerten und/oder basierend auf statistischen Auswertungen solcher
über einen längeren Zeitraum erfaßten Nullpunktverschiebungen und/oder Korrekturfaktoren,
beispielsweise einer empirischen Streuung des Nullpunkts um einen initial vorgegebenen
Ausgangswert, kann so auch weiterführend eine im Betrieb durchzuführende Überwachung
des Rotationsfüllers und/oder der darin angeordneten, mittels Meßwandler und zugehöriger
Meßwandler-Elektronik gebildeten Meßsystems ermöglicht werden. Bei Überschreitung
der entsprechend vorgegebenen Referenzwerte können so gegebenenfalls auch ein entsprechender
Alarm ausgelöst werden, der einen fehlerhaften Rotationsfüller, beispielsweise infolge
eines Leck geschlagenen Ventils und/oder eines defekten Meßwandlers, und/oder einen
fehlerhaften Abfüllprozeß, beispielsweise bedingt durch von entsprechenden Qualitätsvorgaben
abweichenden Mediumseigenschaften, geeignet signalisiert. Für den Fall, daß beispielsweise
jeder der für vorgenannte Meßsystem jeweils individuell ermittelten Nullpunktverschiebungen
bzw. entsprechend ermittelten Korrekturfaktoren den entsprechend vorgegebenen Referenzwert
überschreitet, ist davon auszugehen, daß der Prozeß als solches gestört ist, beispielsweise
ein von den Qualitätsvorgaben unzulässig abweichendes Medium und/oder ein Fehler in
der Karussell-Abfüllmaschine. Umgekehrt würde ein wiederholtes Überschreiten des vorgegebenen
Referenzwertes bei nur einem Meßwandler eher auf eine defekte Abfüllstelle, beispielsweise
ein defektes Ventil und/oder ein defektes Meßsystem schließen lassen.
[0075] Die Erfindung und weitere Vorteile werden nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert, die in den Figuren der Zeichnung dargestellt sind; gleiche Teile
sind in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen. Falls es der Übersichtlichkeit
dienlich ist, wird auf die Angabe bereits vergebener Bezugszeichen in nachfolgenden
Figuren verzichtet. Im einzelnen zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Aufsicht auf eine Karussell-Abfüllmaschine, und
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht einer Abfüllstelle einer Karussell-Abfüllmaschine gemäß
Fig. 1.
[0076] In Fig. 1 ist schematisiert eine Aufsicht auf einen dem sequentiellen Befüllen von
Behältnissen, wie etwa Flaschen, Becher, Ampullen oder dergleichen, mit jeweils einer
definierten Menge einer, insb. zumindest anteilig oder überwiegend liquiden, Mediums
dienenden Karussell-Abfüllmaschine RF dargestellt. Medium kann hierbei praktisch jeder
fließfähige, dosierbare Stoff, wie etwa eine niedrigviskose oder pastöse Flüssigkeit
oder z.B. auch ein Granulat, ein Pulver, sein.
[0077] Die Karussell-Abfüllmaschine RF umfaßt ein - hier als Rotor ausgebildetes - Karussell
K, an dem entlang eines Umfangs gleichmäßig verteilt eine Vielzahl von einander im
wesentlichen bau- und funktionsgleichen, insb. identischen, Abfüllstellen AS1 - ASn
angeordnet ist. Die Abfüllstellen laufen im Betrieb der Karussell-Abfüllmaschine bei
Antrieb des Karussells K um eine zentrale Drehachse DA auf einer durch das Karussell
K und die Anordnung der entsprechend Abfüllstellen entsprechenden definierten - hier
also zirkulären - Umlaufbahn um, und zwar mit einer zumindest über einen Zeitraum
von mehren Umläufen im wesentlichen konstant gehaltenen Winkelgeschwindigkeit.
[0078] Die zu befüllenden Behältnisse werden über ein, beispielsweise mittels eines Förderband
und eines sogenannten Einlaufsterns gebildetes, Zufördersystem an das Karussell K
bzw. an die jeweils zugewiesene Abfüllstelle in geeigneter Weise sequentiell übergeben.
Jedes der Behältnisse wird während einer den eigentlichen Abfüllvorgang markierenden
Abfüllphase der jeweils korrespondierenden Abfüllstelle befüllt, während der Medium
in das zugewiesene Behältnis einströmen gelassen wird, bis eine vorab definierte Füllmenge
erreicht ist. Nach Beendigung der jeweiligen Abfüllphase wird jedes der Behältnisse
von einem, beispielsweise mittels eines sogenannten Auslaufstern und eines Abförderband
gebildeten, Abfördersystem übernommen, gegebenenfalls auch bereits geeignet verschlossen,
und zur weiteren Behandlung an die nächste Station übergeben.
[0079] Die Karussell-Abfüllmaschine weist im hier gezeigten Ausführungsbeispiel 17 solcher
um die Drehachse DA bewegten Abfüllstellen A1 - An auf, von denen in Fig. 2 stellvertretend
eine erste Abfüllstelle A1 mit einem ersten Meßwandler MW1 der Karussell-Abfüllmaschine
und einem unterhalb davon plazierten, momentan zu befüllende Behältnis FL sowie eine
zweite Abfüllstelle A2 mit einem zum ersten Meßwandler im wesentlichen bau- und funktionsgleichen
zweiten Meßwandler MW2 der Karussell-Abfüllmaschine, allerdings ohne Behältnis, in
einer schematischen Seitenansicht gezeigt sind. Bei der in Fig. 2 gezeigten Situation
ist der der ersten Abfüllstelle A1 zugeordnete Meßwandler MW1 in eine - betriebsbedingt
im wesentlichen periodisch wiederkehrende - Meßphase versetzt, während der er von
abzudosierenden und somit auch zu messenden Medium durchströmt ist, während sich der
der zweiten Abfüllstelle A2 zugeordnete Meßwandler MW2 in einer - betriebsbedingt
ebenfalls im wesentlichen periodisch wiederkehrenden - Bereitschaftsphase befindet,
in der er nicht von abzudosierenden Medium durchströmt ist.
[0080] Wie aus Fig. 2 ferner ersichtlich, umfaßt jede der Abfüllstellen der Karussell-Abfüllmaschine
neben dem jeweils einen im Betrieb zeitweise von Medium durchströmten Meßwandler MW1
des weiteren ein auslaßseitig des jeweiligen Meßwandler angeordnetes Ventil V sowie
eine daran angeschlossene Füllspitze FSP. Der Meßwandler MW1 selbst weist wenigstens
ein in den Verlauf der Rohrleitung eingesetztes, zwischen einem Einlaß des Meßwandlers
für einströmendes Medium und einen Auslaß des Meßwandlers für ausströmendes Medium
verlaufendes Meßrohr MR1 auf, das im Betrieb der Karussell-Abfüllmaschine RF um die
Drehachse DA entsprechend - hier zirkulär umlaufend und überwiegend mit einer im wesentlichen
konstant gehaltenen Winkelgeschwindigkeit - bewegt ist, und durch das das im Betrieb
prozeßbedingt lediglich zeitweise das zu messenden Medium hindurch strömen gelassen
wird.
[0081] Alternativ oder in Ergänzung zu dem in Fig. 2 gezeigten als Auslaß-Ventil dienenden
Ventil V kann in den Abfüllstellen jeweils auch ein einlaßseitig des jeweiligen Meßwandlers
angeordnetes - insoweit als Einlaß-Ventil dienendes - Ventil vorgesehen sein, wodurch
beispielsweise auch ein Entleeren des jeweiligen Meßwandlers außerhalb der zugehörigen
Meßphase bzw. während dessen Bereitschaftsphase ermöglicht werden kann. Anstelle des
beim vorgenannten Entleeren zwangsläufig stattfindenden Austauschs Medium gegen Luft
kann es, beispielsweise zum Zwecke der Sterilisation des Meßrohrs, auch von Vorteil
sein, während der Bereitschaftsphase des jeweiligen Meßwandlers dessen wenigstens
eine Meßrohr vorübergehend mit CO
2, Stickstoff oder einem anderen inerten Gas zu befüllen.
[0082] Wie in Fig. 2 schematisch dargestellt, ist das zu befüllende Behältnis FL während
der Abfüllphase der zugewiesenen Abfüllstelle A1 unter deren Füllspitze FSP gehalten.
Das Behältnis FL wird dabei auf einem Drehtisch DT des Karussells K geführt und kann,
falls erforderlich, während dessen durch eine zusätzliche Halterung HAT, beispielsweise
am gegebenenfalls vorhandenen Flaschenhals, fixiert sein. Der aktuelle Füllstand im
Behältnis FL ist durch eine Wellenlinie angedeutet. Das in das Behältnis FL abzufüllende
Medium wird über die Rohrleitung RL vom Reservoir zugeführt.
[0083] Das wenigstens eine Meßrohr MR1 des Meßwandlers MW1 ist ferner in einem Schutz gebenden
Meßwandler-Gehäuse des Meßwandler untergebracht und kann selbst zumindest abschnittsweise
im wesentlichen gerade und/oder zumindest abschnittsweise gekrümmt ausgebildet sein.
Einlaßseitig ist das wenigstens eine Meßrohr und insoweit der zugehörige Meßwandler
MW über ein Medium zuführendes Leitungssegment RL eines Rohrleitungssystem mit einem
das Medium in geeigneter Weise vorhaltenden - hier nicht dargestellten - Reservoir,
wie etwa einem Tank, verbunden, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung des erwähnten
Einlaßventils. Im hier gezeigten Ausführungsbeispiel ist zudem auslaßseitig ein weiteres,
die Verbindung zum Auslaßventil V und zur Füllspitze FSP realisierendes Leitungssegment
vorgesehen. Das Anschließen des Meßwandlers an die Leitungssegmente kann in der herkömmlichen
Weise über entsprechende - hier nicht dargestellte - ein- bzw. auslaßseitige, insb.
standardisierte, Anschlußelemente, wie etwa entsprechende Schraubverschlüsse oder
Flansche erfolgen.
[0084] Bei dem in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Meßwandler - hier stellvertretend
der erste Meßwandler MW1 und der zweite Meßwandler MW2 - ferner so in der jeweiligen
Abfüllstelle plaziert, daß die Drehachse DA, um die Abfüllstellen - hier zirkulär
umlaufend und überwiegend mit einer im wesentlichen konstant gehaltenen Winkelgeschwindigkeit
- geführt werden im wesentlichen parallel zu einer gedachten, Ein- und Auslaß bzw.
die zugehörigen Anschlußelemente imaginär verbindenden Längsachse des jeweiligen Meßwandlers
verläuft. Alternativ dazu können die Meßwandler, falls erforderlich, auch so innerhalb
der Karussell-Abfüllmaschine RF angeordnet sein, daß die gedachte, die beiden jeweiligen
Anschlußelemente imaginär verbindende Strömungsachse jedes der Meßwandler und die
Drehachse der Karussell-Abfüllmaschine sich unter einem Winkel von weniger als 90°
schneiden.
[0085] Der Meßwandler MW1 ist des weiteren an wenigstens eine dem Betreiben des Meßwandlers
wie auch dem Erzeugen von die wenigstens eine Meßgröße repräsentierenden, insb. digitalen,
Meßwerten dienenden erste Meßwandler-Elektronik ME1 elektrisch angeschlossen. Dementsprechend
kann bei der in der Fig. 2 gezeigten Situation die vom Medium in das Behältnis BL
momentan bereits abgefüllt bzw. noch abzufüllende Menge mittels der an den momentan
in der Meßphase befindlichen Meßwandlers MW1 angeschlossenen der Meßwandler-Elektronik
ME1 direkt vor Ort ermittelt werden.
[0086] Die, insb. von extern mit elektrischer Energie versorgte, Meßwandler-Elektronik ME1
und der Meßwandler MW1 können - wie in Fig. 2 schematisch dargestellt und für solche
Abfüllstellen durchaus üblich - zu einem, beispielsweise als In-Line-Meßgerät in Kompaktbauweise
ausgebildeten, eigenständigen Meßsystem vereint CDM1 sein, bei dem die Meßwandler-Elektronik
ME1 in einem außen am Meßwandler, beispielsweise an dessen gegebenenfalls vorhandenen
Meßwandler-Gehäuse, geeignet fixierten Elektronik-Gehäuse untergebracht ist. Zum Haltern
des Elektronik-Gehäuses am Meßwandler-Gehäuse kann dieses beispielsweise einen entsprechenden
Anschlußstutzen mit darin eingesetzter Kabeldurchführung für dem elektrischen Anschluß
der Meßwandler-Elektronik an den Meßwandler dienende Verbindungsleitungen aufweisen.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Meßwandler-Elektronik
MW1 ferner so ausgelegt, daß sie an ein Feldbussystem angeschlossen und somit in ein
übergeordnetes elektronisches Datenübertragungs- und Datenverarbeitungssystem, beispielsweise
eine die Karussell-Abfüllmaschine steuernden speicherprogrammierbare Steuerung oder
ein anlagenübergreifendes Prozeßleitsystem PL, eingebunden werden kann. Hierfür können
beispielsweise in der industriellen Meß- und Automatisierungstechnik entsprechend
etablierte Standardschnittstellen, wie etwa PROFIBUS, FOUNDATION FIELDBUS, CAN-BUS,
MODBUS etc., zum Einsatz kommen. Darüber hinaus kann gegebenenfalls auch eine der
Speisung der Meßwandler-Elektronik dienende externe Energieversorgung an das Feldbussystem
angeschlossen sein, um das Meßsystem in der dem Fachmann bekannten Weise direkt, insb.
auch ausschließlich, via Feldbussystem mit Energie versorgen.
[0087] Bei dem in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel ist des weiteren am zweiten Meßwandler
MW2 zwecks Bildung eines weiteren eigenständigen Meßsystems CMD2 eine entsprechende,
zur ersten Meßwandler-Elektronik ME1 im wesentlichen bau- und funktionsgleiche zweite
Meßwandler-Elektronik ME2 angeschlossen.
[0088] Für den hier gezeigten Fall, daß praktisch jeder der Meßwandler in den einzelnen
Abfüllstellen jeweils eine zugehörige - hier auch jeweils in einem separaten Elektronik-Gehäuse
untergebrachte - Meßwandler-Elektronik aufweist, ist gemäß einer Ausgestaltung der
Erfindung ferner vorgesehen, daß wenigstens zwei der Meßwandler-Elektroniken im Betrieb
-drahtlos per Funk und/oder leitungsgebunden - miteinander kommunizieren. Beispielsweise
können die Meßwandler-Elektroniken von zwei momentan jeweils in einer Bereitschaftsphase
betriebene Meßwandlern intern gespeicherte Meßwerte und/oder entsprechende interne
Korrekturwerte für die mittels der Meßwandler künftig erzeugten Primärsignale senden
bzw. empfangen.
[0089] Die Karussell-Abfüllmaschine RF, insb. auch die Drehzahl, mit der die Abfüllstellen
um die Drehachse DA bewegt sind, und/oder die jeweiligen Startzeiten, zu denen die
einzelnen Abfüllphasen der Abfüllstellen begonnen werden und damit einhergehend auch
die jeweiligen Startzeiten, zu denen die Meßphasen der jeweils zugehörigen Meßwandler
begonnen werden, wird gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung mit Hilfe einer, beispielsweise
als speicherprogrammierbare Steuerung ausgebildeten, Meßwerte verarbeitende übergeordneten
Steuerelektronik SPS gesteuert und/oder überwacht. Die - beispielsweise modular aufgebaute
-Steuerelektronik SPS kann sowohl, zumindest anteilig, auf dem Karussell K als auch,
zumindest anteilig, außerhalb desselben angeordnet sein. Zwecks Steuerung und/oder
Überwachung der einzelnen Abfüllstellen ist die Steuerelektronik SPS vorteilhafterweise
auch mit den jeweiligen Meßwandler-Elektroniken der Abfüllstellen über entsprechende
Signalleitungen SL elektrisch verbunden, gegebenenfalls auch unter Zwischenschaltung
entsprechender Schleifringkontakte. Alternativ oder in Ergänzung dazu können Steuerelektronik
SPS und Meßwandler-Elektronik auch drahtlos per Funk miteinander kommunizieren. Zudem
kann für eine schnelle und präzise Steuerung der Abfüllvorgänge aber auch von Vorteil
sein, wenn die Meßwandler-Elektronik auch Steuerbefehle - drahtlos per Funk und/oder
leitungsgebunden - direkt an das wenigstens eine Ventil der jeweils zugeordneten Abfüllstelle
sendet. Zur Verbesserung der Genauigkeit wie auch der Dynamik der Karussell-Abfüllmaschinen-Steuerung
ist die Steuerelektronik SPS nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung mit einem
Drehratensensor DS verbunden, der im gezeigten Ausführungsbeispiel am Rand des Drehtisches
DT angeordnet ist, und der die Drehbewegung des Karussells K erfaßt, beispielsweise
optisch oder induktiv, und der wiederkehrend einen eine aktuell gemessene Drehzahl
des Karussells repräsentierenden, insb. digitalen, Drehzahlwert generiert und für
die Steuerelektronik SPS bereitstellt.
[0090] Als Meßwandler MW kann, wie bei solchen Karusell-Abfüllmaschinen durchaus üblich,
ein magnetisch-induktiver Durchflußaufnehmer oder aber auch ein, insb. als Coriolis-Massendurchfluß-Aufnehmer
dienender, Meßwandler vom Vibrationstyp mit einem einzigen im Betrieb vibrierenden
Meßrohr oder mit zwei im Betrieb vibrierenden Meßrohren verwendet werden. Aufbau und
Wirkungsweise magnetisch-induktiver Meßwandler wie auch Meßwandler vom Vibrationstyp
sind dem Fachmann hinlänglich bekannt, so daß darauf im weiteren nicht näher eingegangen
werden muß. Im übrigen sind magnetisch-induktive Meßwandler u.a. in den eingangs erwähnten
EP-A 1 039 269,
US-A 60 31 740,
US-A 55 40 103,
US-A 53 51 554, und
US-A 45 63 904, und Meßwandler vom Vibrationstyp u.a in den eingangs erwähnten
WO-A 03/095950,
WO-A 03/095949,
WO-A 02/37063,
WO-A 01/33174,
WO-A 00/57141,
WO-A 99/39164,
WO-A 98/07009,
WO-A 95/16897,
WO-A 88/03261,
US-A 2005/0139015,
US 2003/0208325,
US-B 71 81 982,
US-B 70 40 181,
US-B 69 10 366,
US-B 68 95 826,
US-B 68 80 410,
US-B 66 91 583,
US-B 66 51 513,
US-B 6513 393,
US-B 65 05 519,
US-A 60 41 665,
US-A 60 06 609,
US-A 58 69 770,
US-A 58 61 561,
US-A 57 96 011,
US-A 5616 868,
US-A 56 02 346,
US-A 56 02 345,
US-A 55 31 126,
US-A 53 59 881,
US-A 53 01 557,
US-A 52 53 533,
US-A 52 18 873,
US-A 50 69 074,
US-A 49 57 005,
US-A 48 95 031,
US-A 48 76 898,
US-A 47 33 569,
US-A 46 60 421,
US-A 44 91 025 und
US-A 41 87 721 jeweils ausführlich beschrieben.
[0091] Im Betrieb erzeugt jeder der, insb. im wesentlichen bau- und funktionsgleich ausgebildeten,
Meßwandler - sei er nun vom Vibrationstyp oder vom magnetisch-induktiven Typ - zumindest
zeitweise ein Primärsignal bzw. zwei oder mehr Primärsignale s
1, s
2, beispielsweise inform von hinsichtlich Amplitude und/oder Frequenz veränderlichen
Spannungen, die mit wenigstens einer für die Steuerung des Abfüllprozesses geeigneten
physikalischen Meßgröße, beispielsweise einer Strömungsgeschwindigkeit, einem Massendurchfluß
m, einem Volumendurchfluß
v und gegebenenfalls auch mit einer Dichte ρ und/oder einer Viskosität η, des im Meßrohr
befindlichen Mediums korrespondieren, und die von der jeweiligen Meßwandler-Elektronik,
insb. während der Abfüllphase der zugehörigen Abfüllstelle, in die entsprechende Meßwerte
gewandelt werden.
[0092] Zum Erzeugen des wenigstens einen Primärsignals dienen eine am Meßrohr und/oder in
dessen Nähe angeordnete Sensoranordnung des Meßwandlers, die auf Änderungen der wenigstens
einen physikalischen Meßgröße in einer das wenigstens eine Primärsignal entsprechend
beeinflussenden Weise reagiert, wobei die Änderungen mittels einer am Meßrohr und/oder
in dessen Nähe angeordnete, je nach verwendetem Meßwandlertyp beispielsweise elektro-mechanische
oder elektro-magnetische, Erregeranordnung des Meßwandlers induziert sind. Für den
vorgenannten Fall, daß es sich bei dem jeweiligen Meßwandler um einen Meßwandler vom
magnetisch-induktiven Typ handelt, ist das wenigstens eine Meßrohr zum Erzeugen von
als Primärsignale dienenden Spannungsmeßsignalen zumindest zeitweise in der dem Fachmann
bekannten Weise von einem Magnetfeld durchdrungen, und werden in der dem Fachmann
bekannten Weise im Medium induzierte Spannungen mittels wenigstens zweier, beispielsweise
galvanisch und/oder kapazitiv an das Medium gekoppelten, Elektroden abgegriffen. Für
den anderen der vorgenannten Fälle, bei dem als Meßwandler solche vom Vibrationstyp
verwendet werden, handelt es sich bei den Primärsignalen bekanntlich um Schwingungsmeßsignale,
die einlaßseitige bzw. auslaßseitige, infolge massendurchflußabhängiger Corioliskräfte
im strömenden Medium gegeneinander entsprechend phasenverschobene Schwingungen des
wenigstens einen, im Betrieb zumindest zeitweise vibrieren gelassenen Meßrohrs des
jeweiligen Meßwandlers repräsentieren.
[0093] Unter Verwendung der vom zugehörigen Meßwandler zumindest zeitweise gelieferten wenigstens
einen Primärsignals aktualisiert die Meßwandler-Elektronik - gegebenenfalls auch im
Zusammenspiel mit wenigstens einer der anderen Meßwandler-Elektroniken und/oder im
Zusammenspiel mit der Steuerelektronik SPS - im Betrieb wiederkehrend den für die
Abdosierung der vorgegebenen Füllmenge in das aktuell in der Abfüllstelle befindliche
Behältnis erforderlichen Meßwert X
M, wie etwa eine Durchflußrate in dem momentan von zu messendem Medium durchströmten
Meßwandler bzw. darauf basierend einen totalisierten Durchfluß, der letztlich die
bislang in das Behältnis tatsächlich eingelassene Menge repräsentiert, oder gegebenenfalls
auch eine Dichte des Mediums.
[0094] Die Steuerelektronik SPS startet durch Öffnen des jeweiligen Ventils den Abfüllvorgang
an jeder der Abfüllstationen und definiert somit den Beginn der Abfüllphasen der Abfüllstellen
und insoweit auch die Startzeit der Meßphasen bzw. die Stoppzeit der Bereitschaftsphasen
der einzelnen Meßwandler. Während der Abfüllphase der Abfüllstelle und der damit korrespondierenden
Meßphase des zugehörigen Meßwandlers ermitteln die Meßwandler-Elektronik - gegebenenfalls
wiederum im Zusammenspiel mit wenigstens einer der anderen Meßwandler-Elektroniken
- und/oder die angeschlossene Steuerelektronik SPS basierend auf dem wenigstens einen
aktualisierten Meßwert X
M eine mit dem Erreichen der für das momentan in der Abfüllstelle befindliche Behältnis
FL vorgegebene Füllmenge korrespondierende, das Ende der momentanen Abfüllphase der
Abfüllstelle und damit einhergehend auch das Ende der aktuellen Meßphase des zugehörigen
Meßwandlers definierende Stoppzeit. Der dementsprechende Stoppbefehl bzw. das damit
korrespondierende Schließsignal für das Ventil V, das das zu messende Medium letztlich
wieder daran hindert, durch das wenigsten eine Meßrohr des Meßwandlers zu strömen,
kann beispielsweise direkt von der Meßwandler-Elektronik ME1 per Schaltausgang an
das Ventil V geleitet werden. Alternativ oder aus Sicherheitsgründen in Ergänzung
kann das Schließsignal für das Ventil V direkt von Steuerelektronik SPS via Signalleitung
SL an das Ventil V übermittelt werden, vgl. hierzu beispielsweise auch die eingangs
erwähnte
WO-A 04/049641.
[0095] Erfindungsgemäß ist ferner vorgesehen, daß die Meßwandler-Elektronik den aktuellen
Meßwert X
M nicht nur basierend auf dem wenigstens einen vom Meßwandler während der Meßphase
gelieferten Primärsignal - im weiteren als Primärsignal erster Klasse bezeichnet -
ermittelt, sondern zudem auch basierend auf wenigstens einem - im weiteren als Primärsignal
zweiter Klasse bezeichneten - Primärsignal, das von einem der auf der Karussell-Abfüllmaschine
installierten und somit gleichfalls um die Drehachse DA umlaufenden Meßwandler während
einer von dessen wiederkehrenden Bereitschaftsphasen generiert. Demgemäß entspricht
also das gleichfalls zur Ermittlung des jeweiligen Meßwerts X
M herangezogene Primärsignal zweiter Klasse erfindungsgemäß einem solchen Primärsignal,
das mittels eines zwar gleichfalls um die Drehachse bewegten Meßwandlers generiert
ist, dessen wenigstens eine Meßrohr zu Zeiten der Generierung nämlichen Primärsignals
zweiter Klasse jedoch nicht vom Medium durchströmt ist. Als Primärsignal erster Klasse
dienen für den Fall, daß die Meßwandler, wie bereits erwähnt, jeweils als Meßwandler
vom Vibrationstyp ausgebildet sind, jeweils ein oder mehrere Schwingungsmeßsignale,
von denen jedes, insb. ein- und auslaßseitig erfaßte, Vibrationen des momentan - also
in der jeweiligen Meßphase des zugehörigen Meßwandlers - von zu messendem Medium durchströmten
wenigstens einen Meßrohrs repräsentiert. Dementsprechend dienen als Primärsignal zweiter
Klasse beispielsweise solche Schwingungsmeßsignale, die jeweils, insb. ein- und auslaßseitige
erfaßte, Vibrationen wenigstens eines um die Drehachse der Karussell-Abfüllmaschine
umlaufenden, nicht von Medium durchströmten Meßrohrs repräsentieren, beispielsweise
für die in Fig. 2 gezeigte Situation, auch des Meßwandlers MW1 in einer dessen momentaner
Meßphase vorausgegangen Bereitschaftsphase.
[0096] Ferner ist vorgesehen, basierend auf dem Primärsignal zweiter Klasse ein Korrekturwert
X
K für das Primärsignal erster Klasse zu ermitteln. Der Korrekturwert X
K kann beispielsweise dadurch ermittelt werden, daß basierend auf dem Primärsignal
zweiter Klasse nach dem gleichen Meßverfahren, wie es für in herkömmlicher Weise lediglich
basierend auf Primärsignalen erster Klasse.- also ohne Berücksichtigung der mit der
Drehbewegung der Karussell-Abfüllmaschine und/oder Änderungen von deren Drehzahl einhergehenden
Einflüsse auf die Primärsignale erster Klasse - generierte vorläufige Meßwerte X'
M bislang angewendet wird, ein entsprechender Hilfsmeßwert X'
K ermittelt wird. Der insoweit mit dem vorläufigen Meßwert X'
M praktisch typgleiche Hilfsmeßwert X'
K entspricht dann dem zu korrigierenden Fehleranteil, der infolge der Drehbewegung
der Karussell-Abfüllmaschine und der damit einhergehenden Bewegung des jeweiligen
Meßwandlers im Primärsignal erster Klasse enthalten ist. Insoweit repräsentiert der
Hilfsmeßwert X'
K auch eine momentane Verschiebung des Nullpunkts des mittels des entsprechenden Meßwandlers
und der zugehörigen Meßwandler-Elektronik gebildeten Meßsystems gegenüber einem initialen
Nullpunkt, der beispielsweise bei einer entsprechenden Kalibrierung des Meßsystems
mit bekannten Medium unter Referenzbedingungen ermittelt worden ist.
[0097] Für den erwähnten Fall, daß der Meßwert X
M eine momentane oder gegebenenfalls auch eine mittlere Durchflußrate, beispielsweise
also eine Massendurchflußrate oder einer Volumendurchflußrate, repräsentiert, entspricht
der Hilfsmeßwert X'
K im wesentlichen also einer gemessenen momentanen bzw. mittleren Durchflußrate, die
in der Bereitschaftsphase scheinbar durch den Meßwandler hindurchströmendes Medium
repräsentiert. Der durch den Hilfsmeßwert X'
K repräsentierte scheinbare Durchfluß kann dabei beispielsweise infolge von Drehzahländerungen
und damit einhergehenden Beschleunigungen bzw. Abweichungen der Drehzahl von einem
entsprechenden Vorgabewert und/oder infolge von aufsteigenden Gasblasen innerhalb
der im Meßrohr geführten Mediums provoziert sein. Durch einen einfachen Vorzeichenwechsel
kann der Hilfsmeßwert X'
K sehr einfach in den entsprechenden Korrekturwert X
K überführt und bei der Ermittlung des eigentlichen Meßwerts X
M entsprechend berücksichtig werden, beispielsweise durch vorzeichenrichtige Addition
auf einen zunächst allein mittels des Primärsignals erster Klasse generierten vorläufigen
Meßwert. Dementsprechend kann der Meßwert in einfacher Weise nach folgender Beziehung
ermittelt werden:

[0098] Der das Primärsignal zweiter Klasse liefernde Meßwandler kann beispielsweise der
in Fig. 2 gezeigte zweite Meßwandler MW2 und/oder beispielsweise auch der Meßwandler
sein, der zwecks Ermittlung des aktuellen Meßwerts momentan das Primärsignal erster
Klasse liefert, für die in Fig. 2 gezeigte Situation also der Meßwandler MW1. Für
letzteren Fall, ist das Primärsignal zweiter Klasse insoweit bei der Ermittlung des
aktuellen Meßwerts verwendet, als der wenigstens eine auf dem Primärsignal zweiter
Klasse basierend ermittelter Korrekturwert bzw. ein dem vorausgehend ermittelter Hilfsmeßwert
für das aktuelle Primärsignal erster Klasse entsprechend vorgehalten ist, beispielsweise
in einem digitalen flüchtigen Datenspeicher der jeweiligen Meßwandler-Elektronik und/oder
in einem digitalen Datenspeicher der Steuerelektronik SPS, und bei der Ermittlung
des aktuellen Meßwerts entsprechend in das Ergebnis einfließen gelassen wird. Dementsprechend
ist im weiteren vorgesehen, daß die Meßwandler-Elektronik im Betrieb zumindest zeitweise,
insb. wiederkehrend, Meßdaten, beispielsweise also einen in einer meßphase ermittelten
Meßwert und/oder einen in einer Bereitschaftsphase ermittelten Hilfsmeßwert und/oder
einen entsprechenden Korrekturwert für das Primärsignal erster Klasse, an die Steuerelektronik
sendet.
[0099] Besonders für den Fall, daß das es sich bei dem zu ermittelnde Meßwert um eine Durchflußrate,
insb. eine momentane Massendurchflußrate oder eine momentane Volumendurchflußrate,
repräsentiert, ist der in vorgenannter Weise dafür entsprechend ermittelte Korrekturwert
sehr stark mit einer momentanen Winkelgeschwindigkeit korreliert, mit der das wenigstens
eine von Medium durchströmte Meßrohr des Meßwandlers um die Drehachse der Karussell-Abfüllmaschine
bewegt ist, und zwar in der Weise, daß der Betrag des Korrekturwerts X
K mit steigender Drehzahl zunimmt. Bei bekannten Mediumseigenschaften kann der zwecks
Ermittlung von Durchflußraten basierend auf einem oder mehreren Primärsignalen zweiter
Klasse ermittelt Korrekturwert somit auch als ein Maß für die aktuelle Drehzahl der
Karussell-Abfüllmaschine dienen und entsprechend auch in der Steuerelektronik bei
der Drehzahlregelung mitberücksichtigt werden. Umgekehrt kann dementsprechend auch
eine für die Karussell-Abfüllmaschine aktuelle eingestellte bzw. ermittelte Winkelgeschwindigkeit,
mit der die Abfüllstellen und insoweit auch das wenigstens eine von Medium durchströmte
Meßrohr des Meßwandlers um die Drehachse der Karussell-Abfüllmaschine bewegt sind,
bei der Ermittlung des Meßwerts X
M entsprechend berücksichtigt werden, vgl. hierzu auch das eingangs erwähnte Patentdokument
WO 2008/034710 A1. Daher ist nach einer weiteren Ausgestaltung vorgesehen, daß die Meßwandler-Elektronik
im Betrieb zumindest zeitweise einen, gegebenenfalls wiederkehrend ermittelten und/oder
aktualisierten, Drehzahlwert bereithält, der eine möglichst aktuelle Winkelgeschwindigkeit,
mit der jeweilige Meßwandler bzw. dessen wenigstens eine Meßrohr um die Drehachse
umläuft, momentan repräsentiert. Der, beispielsweise nichtflüchtig gespeicherte, Drehzahlwert
kann dabei auch extern der Meßwandler-Elektronik generiert worden sein, beispielsweise
mittels der Steuerelektronik und/oder mittels des vorgenannten Drehratensensor DS.
Dem Rechnung tragend wird nach einer Weiterbildung der Erfindung die Drehzahl des
Karussells K repräsentierende Kontrolldaten, wie etwa ein für die Drehzahl eingestellter
Sollwert und/oder ein tatsächlich gemessener Drehzahlwert, rechtzeitig, möglichst
also vor Beginn einer Meßphase, an die dem jeweiligen Meßwandler zugehörige Meßwandler-Elektronik
übermittelt.
[0100] Falls erforderlich, können einzelne der im Betrieb ermittelten Korrekturwerts X
K zusätzlich zur Überwachung der Karussell-Abfüllmaschine herangezogen werden, beispielsweise
dadurch, daß innerhalb der Steuerelektronik unzulässig hohe Abweichung eines oder
mehrere solcher Korrekturwert X
K gegenüber vorab entsprechend definierten Referenzwerten detektiert werden. Im Ergebnis
eines Vergleichs mit einem oder mehreren solcher Referenzwerten kann gegebenenfalls
ein entsprechender, beispielsweise eine defekte Abfüllstelle etwa infolge eines fehlerhaft
schließenden Ventils, ein mangelhaftes Medium und/oder ein defektes Meßsystem signalisierender,
Alarm generiert werden, der beispielsweise vor Ort und/oder in einer entfernten Warte
zur Anzeige gebracht wird.
1. Verfahren zum Betreiben eines auf einer rotierenden Karussell-Abfüllmaschine angeordneten.
insb. der Bestimmung eines Massedurchflusses eines strömenden Mediums dienenden und/oder
als ein Coriolis-Massendurchflußmeßgerät ausgebildeten. Meßgeräts mit einem zumindest
zeitweise von Medium durchströmten Meßwandler vom Vibrationstyp, welches Verfahren
folgende Schritte umfaßt:
- Strömenlassen von zu messendem Medium durch wenigstens ein zumindest momentan vibrierendes
und um eine Drehachse der Karussell-Abfüllmaschine umlaufendes Meßrohr des Meßwandlers;
- Erzeugen wenigstens eines als Primärsignal erster Klasse dienenden Schwingungsmeßsignals.
das Vibrationen des momentan von zu messendem Medium durchströmten Meßrohrs repräsentiert:
- Erzeugen wenigstens eines als Primärsignal zweiter Klasse dienenden Schwingungsmeßsignals.
das Vibrationen wenigstens eines um die Drehachse der Karussell-Abfüllmaschine umlaufenden,
nicht von Medium durchströmten Meßrohrs, insb. desselben Meßwandlers, repräsentiert;
und
- Ermitteln wenigstens eines eine Meßgröße, insb. eine Massendurchflußrate und/oder
einen totalisierten Massendurchfluß und/oder eine Dichte, des zu messenden Mediums
repräsentierenden Meßwerts basierend auf sowohl dem Primärsignal erster Klasse als
auch dem Primärsignal zweiter Klasse.
2. Verfahren nach dem vorherigen Anspruch, weiters umfassend:
- einen Schritt des Ermittelns eines Korrekturwerts für das Primärsignal erster Klasse
basierend auf dem Primärsignal zweiter Klasse, insb. derart, daß der Korrekturwert
mit einer momentanen Winkelgeschwindigkeit korreliert, mit der das wenigstens eine
von Medium durchströmte Meßrohr des Meßwandlers um die Drehachse der Karussell-Abfüllmaschine
bewegt ist, und/oder der Korrekturwert einen Einfluß der Bewegung des wenigstens einen
Meßrohrs des Meßwandlers um die Drehachse auf vom Meßwandler gelieferte Primärsignale,
insb. das wenigstens eine Primärsignal erster Klasse, repräsentiert und/oder
- einen Schritt des Ermittelns einer Winkelgeschwindigkeit, mit der das wenigstens
eine von Medium durchströmte Meßrohr des Meßwandlers um die Drehachse der Karussell-Abfüllmaschine
bewegt ist; und/oder
- einen Schritt des Befüllens eines auslaßseitig des Meßwandlers plazierten Behältnisses
mit durch das wenigstens eine Meßrohr hindurch strömengelassenem Medium; und/oder
- einen Schritt des Verwendens wenigstens eines weiteren, gleichfalls um die Drehachse
der Karussell-Abfüllmaschine umlaufenden, Meßwandlers mit wenigstens einem momentan
vibrierenden, jedoch nicht von zu messendem Medium durchströmten, insb. zum momentan
von zu messendem Medium durchströmten Meßrohr im wesentlichen baugleichen, Meßrohr
zum Erzeugen des wenigstens einen Primärsignals zweiter Klasse.
3. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das zu messende Medium zeitweise
daran gehindert wird, durch das wenigsten eine Meßrohr des Meßwandlers zu strömen.
4. Verfahren nach dem vorherigen Anspruch, weiters umfassend einen Schritt des Verwenden
des Meßwandlers, während dieser bei vibrierendem Meßrohr nicht von zu messendem Medium
durchströmt ist, zum Erzeugen auch des wenigstens einen Primärsignals zweiter Klasse.
5. Vorrichtung zur Verwirklichung eines Verfahrens gemäß einem der vorherigen Ansprüche,
ausgebildet als Karussell-Abfüllmaschine (RF), welche Vorrichtung umfaßt:
- wenigstens einen ersten Meßwandler (MW1),
- der wenigstens ein lediglich zeitweise von zu messendem, insb. zumindest anteilig
oder überwiegend liquidem, Medium durchströmtes Meßrohr aufweist, das im Betrieb um
eine Drehachse (DA), insb. zirkulär umlaufend und/oder mit einer im wesentlichen konstant
gehaltenen Winkelgeschwindigkeit, bewegt ist, und
- der zumindest zeitweise Primärsignale liefert, die mit wenigstens einer Meßgröße
des im wenigstens einen Meßrohr geführten Mediums korrespondieren; sowie
- wenigstens eine Meßwandler-Elektronik (ME1; ME2) zum Erzeugen von, insb. digitalen,
Meßwerten (XM);
- wobei das wenigstens eine um die Drehachse bewegte Meßrohr während einer, insb.
periodisch wiederkehrenden, Meßphase des ersten Meßwandlers (MW1) von zu messendem
Medium durchströmt ist, und
- wobei die wenigstens eine Meßwandler-Elektronik zumindest zeitweise, insb. wiederkehrend,
einen die wenigstes eine Meßgröße, insb. eine Durchflußrate in dem momentan von zu
messendem Medium durchströmten Meßwandler und/oder einen totalisierten Durchfluß,
repräsentierenden Meßwert sowohl basierend auf wenigstens einem vom ersten Meßwandler
während der Meßphase gelieferten Primärsignal erster Klasse als auch basierend auf
wenigstens einem Primärsignal zweiter Klasse ermittelt, das mittels eines gleichfalls
um die Drehachse bewegten, jedoch zu Zeiten der Generierung nämlichen Primärsignals
zweiter Klasse nicht vom Medium durchströmten Meßrohrs generiert ist.
6. Vorrichtung nach dem vorherigen Anspruch, wobei die Meßwandler-Elektronik (ME1, ME2)
basierend zumindest auf dem Primärsignal zweiter Klasse, insb. wiederkehrend, wenigstens
einen Korrekturwert für das Primärsignal erster Klasse ermittelt.
7. Vorrichtung nach dem vorherigen Anspruch.
- wobei die wenigstens eine Meßwandler-Elektronik (ME1, ME2) den Korrekturwert basierend
auch auf dem vom ersten Meßwandler (MW1), insb. momentan und/oder während dessen Meßphase,
gelieferten Primärsignal erster Klasse ermittelt; und/oder
- wobei die Meßwandler-Elektronik den Meßwert unter Verwendung sowohl des vom ersten
Meßwandler (MW1) während dessen Meßphase gelieferten Primärsignals erster Klasse als
auch unter Verwendung des Korrekturwerts ermittelt; und/oder
- wobei der von der Meßwandler-Elektronik (ME1, ME2) gelieferte Korrekturwert mit
einer gemessenen, insb. momentanen oder mittleren, Durchflußrate, insb. einer Massendurchflußrate
oder einer Volumendurchflußrate, korrespondiert, die in der Bereitschaftsphase scheinbar
durch den Meßwandler (MW1) hindurchströmendes Medium repräsentiert; und/oder
- wobei der von der Meßwandler-Elektronik (ME1, ME2) gelieferte Korrekturwert mit
einer momentanen Winkelgeschwindigkeit korreliert, mit der das wenigstens eine Meßrohr
des ersten Meßwandlers (MW1) um die Drehachse (DA) bewegt ist, und/oder der einen
Einfluß der Bewegung des wenigstens einen Meßrohrs (MR1) des ersten Meßwandlers um
die Drehachse auf vom Meßwandler gelieferte Primärsignale, insb. das während der Meßphase
gelieferte Primärsignal erster Klasse, momentan repräsentiert; und/oder
- wobei der wenigstens eine Korrekturwert ermittelt ist, bevor die Meßphase des ersten
Meßwandlers (MW1) beginnt; und/oder
- wobei die wenigstens eine Meßwandler-Elektronik (ME1, ME2) den wenigstens eine Korrekturwert
zumindest zeitweise, insb. in einem flüchtigen Datenspeicher, speichert.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
- wobei der von der Meßwandler-Elektronik (ME1, ME2) gelieferte wenigstens eine Meßwert
eine, insb. momentane oder totalisierte, Massendurchflußrate des in der Meßphase durch
den ersten Meßwandler (MW1) tatsächlich hindurchströmenden Mediums repräsentiert;
und/oder
- wobei die Meßwandler-Elektronik (ME1, ME2) im Betrieb zumindest zeitweise einen,
insb. wiederkehrend ermittelten und/oder aktuallsierten, Drehzahlwert bereithält,
der eine, insb. aktuelle, Winkelgeschwindigkeit momentan repräsentiert, mit der das
wenigstens eine Meßrohr (MR1, MR2) µm die Drehachse (DA) umläuft; und/oder)
- wobei der erste Meßwandler (MW1) über ein einlaßseitiges erstes Anschlußelement,
insb. einen Schraubverschluß oder einen Flansch, an ein zu messendes Medium zu führendes
Leitungssegment eines Rohrleitungssystems angeschlossen ist; und/oder
- wobei das wenigstens eine Meßrohr (ME1, ME2), insb. ein betriebsgemäß vibrieren
gelassenes Rohrsegment davon, zumindest abschnittsweise im wesentlichen gerade ist;
und/oder
- wobei das wenigstens eine Meßrohr (MR1, MR2), insb. ein betriebsgemäß vibrieren
gelassenes Rohrsegment davon, zumindest abschnittsweise gekrümmt ist; und/oder
- wobei die wenigstens eine Meßwandler-Elektronik (ME1, ME2) in unmittelbarer Nähe
zum ersten Meßwandler (MW1) angeordnet und/oder im wesentlichen starr mit diesem verbunden
ist; und/oder
- wobei jeder der Meßwandler (MW1,MW2) ein das wenigstens eine Meßrohr (MR1,MR2) einhausendes
Meßwandler-Gehäuse aufweist: und/oder
- wobei die Meßwandler-Elektronik (ME1,ME2) im Betrieb zumindest zeitweise einen,
insb. digitalen und/oder extern der Meßwandler-Elektronik generierten. Drehzahlwert
vorhält, der eine Winkelgeschwindigkeit momentan repräsentiert, mit der das wenigstens
eine Meßrohr (MR1,MR2) des ersten Meßwandlers (MW1) µm die Drehachse (DA) bewegt ist,
und wobei die Meßwandler-Elektronik (ME1,ME2) den wenigstens einen Meßwert und/oder
den Korrekturwert für das wenigstens eine Primärsignal erster Klasse unter Verwendung
des Drehzahlwerts ermittelt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
- wobei der erste Meßwandler (MW1) über ein einlaßseitiges erstes Anschlußelement,
insb. einen Schraubverschluß oder einen Flansch, an ein zu messendes Medium zu führendes
Leitungssegment eines Rohrleitungssystems und über ein auslaßseitiges zweites Anschlußelement,
insb. einen Schraubverschluß oder einen Flansch, an ein gemessenes Medium ab führendes
Leitungssegment des Rohrleitungssystems angeschlossen ist, und
- wobei der erste Meßwandler (MW1) eine die beiden jeweiligen Anschlußelemente imaginär
verbindende gedachte Strömungsachse aufweist und so innerhalb der Vorrichtung angeordnete
ist, daß dessen gedachte Strömungsachse und die Drehachse (DA) sich unter einem Winkel
von weniger als 90° schneiden oder daß die gedachte Strömungsachse des ersten Meßwandlers
zur Drehachse (DA) im wesentlich parallel ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, weiters umfassend:
- eine Steuerelektronik (SPS) zum Einstellen und Überwachen einer Winkelgeschwindigkeit,
mit der das wenigstens eine Meßrohr (MR1) des ersten Meßwandlers (MW1) um die Drehachse
(DA) bewegt ist, sowie
- wenigstens ein einen Durchfluß durch das wenigstens eine Meßrohr (MR1, MR2) des
Meßwandlers (MW1,MW2) einstellendes, insb. auslaßseitig des ersten Meßwandler (MW1)
angeordnetes, Ventil.
11. Vorrichtung nach dem vorherigen Anspruch,
- wobei das wenigstens eine Ventil mittels der wenigstens einen Meßwandler-Elektronik
(ME1, ME2) insb. unter Verwendung des wenigstens einen Meßwerts, gesteuert ist, insb.
derart, daß die wenigstens eine Meßwandler-Elektronik (ME1,ME2) das wenigstens eine
Ventil (v) insb. unter Verwendung des wenigstens einen Primärsignals zweiter Klasse
und/oder eines davon abgeleiteten Korrekturwerts für das wenigstens eine Primärsignal
erster Klasse, überwacht, insb. hinsichtlich eines Schließverhaltens davon: und/oder
- wobei die Meßwandler-Elektronik (ME1,ME2) und Steuerelektronik (SPS) im Betrieb,
insb. drahtlos per Funk, zumindest zeitweise miteinander kommunizieren, insb. derart,
daß die Meßwandler-Elektronik (ME1,ME2) im Betrieb zumindest zeitweise, insb. wiederkehrend,
Meßdaten, insb. einen Meßwert und/oder eine Korrekturwert für das Primärsignal erster
Klasse, an die Steuerelektronik (SPS) sendet, und/oder daß die Meßwandler-Elektronik
(ME1,ME2) im Betrieb zumindest zeitweise, insb. wiederkehrend, von der Steuerelektronik
(SPS) generierte Kontrolldaten, insb. eine aktuelle Winkelgeschwindigkeit mit der
das wenigstens eine Meßrahr (MR1,MR2) des ersten Meßwandlers (MW1) um die Drehachse
(DA) bewegt ist, empfängt
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, wobei der erste Meßwandler (MW1) auch
das Primärsignal zweiter Klasse liefert, derart, daß der erste Meßwandler (MW1) das
Primärsignal zweiter Klasse während einer, insb periodisch wiederkehrenden, Bereitschaftsphase
generiert, in der das wenigstens eine Meßrohr (MR1) des ersten Meßwandler (MW1) von
zu messendem Medium nicht durchströmt ist.
13. Vorrichtung nach dem vorherigen Anspruch,
- wobei die Meßwandler-Elektronik (ME1,ME2) den wenigstens einen Meßwert sowohl basierend
auf dem vom ersten Meßwandler (MW1) während dessen Meßphase gelieferten Primärsignal
erster Klasse als auch basierend auf dem vom ersten Meßwandler (MW1) während dessen
Bereitschaftsphase gelieferten Primärsignal zweiter Klasse ermittelt; und/oder
- wobei der von der Meßwandler-Elektronik (ME1) gelieferte Korrekturwert mit einer,
insb. momentanen oder mittleren, gemessenen Durchflußrate, insb. einer Massendurchflußrate
oder einer Volumendurchflußrate, korrespondiert, die in der Bereitschaftsphase scheinbar
durch den Meßwandler (MW1) hindurchströmendes Medium repräsentiert; und/oder
- wobei das wenigstens eine Meßrohr (MR1,MR2) des das Primärsignal zweiter Klasse
generierenden Meßwandlers (MW1,MW2) während dessen Bereitschaftsphase zumindest teilweise
mit einem anderen Medium befüllt ist, als im wenigstens einen Meßrohr des das Primärsignal
erster Klasse generierenden Meßwandlers während dessen Meßphase strömen gelassen ist;
und/oder
- wobei das wenigstens eine Meßrohr des das Primärsignal zweiter Klasse generierenden
Meßwandlers während dessen Bereitschaftsphase, insb. ausschließlich oder zumindest
überwiegend, mit Gas, insb. Stickstoff oder Luft, befüllt ist; und/oder
- wobei eine Startzeit, bei der die Bereitschaftsphase des das Primärsignal zweiter
Klasse generierenden Meßwandlers (MW1,MW2) beginnt, zeitlich vor eine Startzeit gelegt
ist, bei der die Meßphase des das Primärsignal erster Klasse generierenden Meßwandlers
beginnt, insb. derart, daß eine Stoppzeit, bei der die Bereitschaftsphase des das
Primärsignal zweiter Klasse generierenden Meßwandlers endet, zeitlich vor eine Stoppzeit
gelegt ist, bei der die Meßphase des das Primärsignal erster Klasse generierenden
Meßwandlers (MW1,MW2) endet, und/oder derart, daß die Stoppzeit, bei der die Bereitschaftsphase
des das Primärsignal zweiter Klasse generierenden Meßwandlers (MW1,MW2) endet, zeitlich
vor die Startzeit gelegt ist, bei der die Meßphase des das Primärsignal erster Klasse
generierenden Meßwandlers beginnt.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 13, wobei es sich bei dem ersten Meßwandler
(MW1) um einen Meßwandler vom Vibrationstyp handelt, bei welchem Meßwandler das wenigstens
eine Meßrohr (MR1) zum Erzeugen von als Primärsignale dienenden Schwingungsmeßsignalen
zumindest zeitweise vibrieren gelassen ist.
15. Vorrichtung nach dem vorherigen Anspruch
- wobei das wenigstens eine Meßrohr (MR1) des ersten Meßwandlers (MW1) während dessen
Meßphase von zu
- wobei das wenigstens eine Meßrohr (MR1) des ersten Meßwandlers (MW1) während dessen
Meßphase von zu messendem Medium durchströmt und zwecks Generierung wenigstens eines
als Primärsignal erster Klasse dienenden Vibrationen des wenigstens einen Meßrohrs
repräsentierenden ersten Schwingungsmeßsignals vibrieren gelassen ist: und/oder
- wobei das wenigstens eine Meßrohr (MR1) des erste Meßwandlers (MW1) zwecks Generierung
des wenigstens einen Primärsignals zweiter Klasse auch während der Bereitschaftsphase
des ersten Meßwandlers vibrieren gelassen ist: und/oder
- wobei die wenigstens eine Meßwandler-Elektronik (ME1,ME2) den wenigstens einen Meßwert
basierend auf einer mit einer Dichte des im wenigstens einen Meßrohr (MR1,MR2) geführten
Mediums korrespondierenden, insb. momentanen oder mittleren, Schwingfrequenz ermittelt,
mit der das wenigstens eine Meßrohr im Betrieb des ersten Meßwandlers, insb. während
dessen Meßphase, vibrieren gelassen ist; und/oder
- wobei die wenigstens eine Meßwandler-Elektronik (ME1,ME2) den wenigstens einen Meßwert
basierend auf einer mit einer Dichte des im wenigstens einen Meßrohr (MR1,MR2) geführten
Mediums korrespondierenden, insb. momentanen oder mittleren, Schwingfrequenz generiert,
mit der das wenigstens eine Meßrohr (MR1) ersten Meßwandlers (MW1) während dessen
Bereitschaftsphase vibrieren gelassen ist: und/oder
- wobei der erste Meßwandler (MW1) während dessen Meßphase ein erstes Primärsignal
erster Klasse liefert, das einlaßseitige Vibrationen des wenigstens einen Meßrohrs
repräsentiert, und der erste Meßwandler, insb. zeitgleich zum ersten Primärsignal,
wenigstens ein zweites Primärsignal erster Klasse liefert, das auslaßseitige Vibrationen
des wenigstens einen Meßrohrs repräsentiert.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei es sich bei dem ersten Meßwandler
(MW1) um einen Meßwandler vom magnetisch-induktiven Typ handelt, bei welchem Meßwandler
das wenigstens eine Meßrohr (MR1) zum Erzeugen von als Primärsignale dienenden Spannungsmeßsignalen
zumindest zeitweise, insb. während der Meßphase, von einem Magnetfeld durchdrungen
und im Medium induzierte Spannungen mittels wenigstens zweier, insb. galvanisch und/oder
kapazitiv an das Medium gekoppelten, Elektroden abgegriffen sind.
17. Vorrichtung nach einem der 5 bis 16, weiters umfassend wenigstens einen vom ersten
Meßwandler (MW1) beabstandeten, insb. zu diesem bau- und funktionsgleichen, zweiten
Meßwandler (MW2), der wenigstens ein zumindest zeitweise von Medium nicht durchströmtes
Meßrohr (MR1,MR2) aufweist, das im Betrieb gleichfalls um die Drehachse (DA) bewegt
ist, und der zumindest zeitweise Primärsignale liefert, die mit wenigstens einer Meßgröße
von in dessen wenigstens einem Meßrohr (MR1,MR2) geführten Medium korrespondieren.
18. Vorrichtung nach dem vorherigen Anspruch, wobei auch der zweite Meßwandler (MW2) während
einer, insb. periodisch wiederkehrenden, Meßphase, in der das Meßrohr (MR2) von zu
messendem Medium durchströmt ist, wenigstens ein Primärsignal erster Klasse liefert,
das mit einer Meßgröße des im zugehörigen wenigstens einen Meßrohr strömenden Mediums
korrespondiert, und wobei das wenigstens eine um die Drehachse (DA) bewegte Meßrohr
(MR2) des zweiten Meßwandlers (MW2) während einer, insb. periodisch wiederkehrenden,
Bereitschaftsphase des zweiten Meßwandlers von Medium nicht durchströmt ist.
19. Vorrichtung nach dem vorherigen Anspruch.
- wobei das Meßrohr (MR1,MR2) des das Primärsignal zweiter Klasse generierenden Meßwandlers
(MW1,MW2) während dessen Bereitschaftsphase zumindest teilweise mit im wesentlichen
dem gleichen Medium befüllt ist, das im wenigstens einen Meßrohr (MR1,MR2) des das
Primärsignal erster Klasse generierenden Meßwandlers (MW1,MW2) während dessen Meßphase
strömen gelassen ist, insb. derart, daß das wenigstens eine Meßrohr des das Primärsignal
zweiter Klasse generierenden Meßwandlers während dessen Bereitschaftsphase lediglich
teilweise mit im wesentlichen dem gleichen Medium befüllt ist, das im wenigstens einen
Meßrohr (MR1,MR2) des das Primärsignal erster Klasse generierenden Meßwandlers (MW1,MW2)
während dessen Meßphase strömen gelassen ist; und/oder
- wobei das Primärsignal zweiter Klasse vom zweiten Meßwandler (MW2) während dessen
dessen Bereitschaftsphase generiert ist, und wobei die Meßwandler-Elektronik (ME2)
den wenigstens einen Meßwert sowohl basierend auf dem vom ersten Meßwandler während
dessen Meßphase gelieferten Primärsignal erster Klasse als auch basierend auf dem
vom zweiten Meßwandler (MW2) während dessen Bereitschaftsphase gelieferten Primärsignal
zweiter Klasse ermittelt.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 19, umfassend eine Vielzahl von, insb.
zum ersten Meßwandler (MW1) bau- und funktionsgleichen, Meßwandlern (MW1,MW2), von
denen jeder wenigstens ein, insb. entlang eines gedachten gemeinsamen Umfangskreises,
vom wenigstens einen Meßrohr (MR1,MR2) des ersten Meßwandler (MW1) beabstandet angeordneten,
gleichfalls jeweils um die Drehachse bewegtes Meßrohr aufweist.
21. Vorrichtung nach dem vorherigen Anspruch,
- wobei jeder der Meßwandler (MW1,MW2) zumindest zeitweise Primärsignale liefert,
die mit wenigstens einer Meßgröße des im wenigstens einen zugehörigen Meßrohr (MR1,MR2)
geführten Mediums korrespondieren; und/oder
- wobei das wenigstens eine um die Drehachse (DA) bewegte Meßrohr (MR1,MR2) jedes
der Meßwandler (MW1,MW2) während einer, insb. periodisch wiederkehrenden, Meßphase
des zughörigen Meßwandlers von zu messendem Medium durchströmt ist, insb. derart,
daß jeder der Meßwandler während seiner Meßphase Primärsignale erster Klasse liefert,
die mit wenigstens einer Meßgröße des im wenigstens einen zugehörigen Meßrohr (MR1,MR2)
geführten Mediums korrespondieren; und/oder
- wobei das wenigstens eine um die Drehachse (DA) bewegte Meßrohr (MR1,MR2) jedes
der Meßwandler (MW1,MW2) während einer, insb. periodisch wiederkehrenden, Bereitschaftsphase
des zughörigen Meßwandlers nicht von Medium durchströmt ist, insb. derart, daß mehrere
der Meßwandler (MW1,MW2) während einer jeweiligen Bereitschaftsphase Primärsignale
zweiter Klasse liefern, die mit wenigstens einer Meßgröße des im wenigstens einen
zugehörigen Meßrohr (MR1,MR2) geführten Mediums korrespondieren; und/oder
- wobei jeder der Meßwandler (MW1, MW2) jeweils eine zugehörige, insb. jeweils in
einem separaten Elektronik-Gehäuse untergebrachte, Meßwandler-Elektronik (ME1,ME2)
aufweist, insb. derart, daß wenigstens zwei der Meßwandler-Elektroniken (ME1,ME2)
im Betrieb, insb. drahtlos per Funk und/oder leitungsgebunden, miteinander, insb.
Meßwerte sendend und/oder empfangend und/oder Korrekturwerte für mittels Meßwandler
(MW1,MW2) erzeugte Primärsignale sendend und/oder empfangend, kommunizieren.
1. Method to operate a measuring device, which is arranged on a rotating carousel bottling
machine, particularly a device that is used to determine a mass flow of a flowing
medium and/or a device designed as a Coriolis mass flowmeter, with a vibration-type
transducer through which medium at least partially flows, said method comprising the
following steps:
- the medium to be measured is allowed to flow through at least one measuring pipe
of the transducer, wherein the pipe is at least currently vibrating and turns around
a rotary axis of the carousel bottling machine;
- at least one vibration measuring signal, which acts as a first-class primary signal,
is generated, said signal representing the vibrations of the measuring pipe through
which the medium to be measured is currently flowing;
- at least one vibration measuring signal, which acts as a second-class primary signal,
is generated, said signal representing vibrations of at least one measuring pipe which
turns around the rotary axis of the carousel bottling machine and through which medium
does not flow, particularly of the same transducer; and
- at least one measured value is determined, said measured value representing at least
a measured variable, particularly a mass flow rate and/or a totalized mass flow and/or
a density, of the medium to be measured, based on both the first-class primary signal
and the second-class primary signal.
2. Method as claimed in the previous claims, further comprising:
- a step to determine a correction value for the first-class primary signal based
on the second-class primary signal, particularly in such a way that the correction
value correlates with a current angular velocity at which the at least one transducer
measuring pipe, through which medium flows, moves around the rotary axis of the carousel
bottling machine, and/or the correction value represents an effect which the movement
of the one measuring pipe, at least, of the transducer around the rotary axis has
on the primary signals returned by the transducer, particularly the at least one first-class
primary signal; and/or
- a step to determine an angular velocity at which the at least one transducer measuring
pipe, through which medium flows, turns around the rotary axis of the carousel bottling
machine: and/or
- a step to fill a container, positioned at the outlet of the transducer, with medium
which has been allowed to flow through the one measuring pipe at least; and/or
- a step to use another transducer, which also turns around the rotary axis of the
carousel bottling machine, with at least one measuring pipe to generate the one second-class
primary signal, at least, wherein said measuring pipe currently vibrates, but does
not bear the medium under measurement, and in particular is essentially identical
in design to the measuring pipe through which the medium under measurement currently
flows.
3. Method as claimed in one of the previous claims, wherein the medium under measurement
is at times prevented from flowing through the one measuring pipe, at least, of the
transducer.
4. Method as claimed in the previous claim, further comprising a step to use the transducer
to also generate the one second-class primary signal, at least, while the medium under
measurement is not flowing through the transducer while the measuring pipe is vibrating.
5. Unit to enable a method in accordance with one of the previous claims, designed as
a carousel bottling machine (RF), said unit comprising:
- at least a first transducer (MW1)
-- said transducer having at least one measuring pipe, through which medium under
measurement, particularly medium which is at least partially or primarily liquid,
only flows intermittently, said measuring pipe turning during operation around a rotary
axis (DA), particularly circular and/or at a primarily constant angular velocity,
and
-- said transducer delivering primary signals at least intermittently, said signals
corresponding to at least one measured variable of the medium borne in at least one
measuring pipe; and
- at least one transducer electronics system (ME1; ME2) to generate measured values
(XM), particularly digital measured values;
- wherein medium under measurement flows through the one measuring pipe, at least,
which moves around the rotary axis, during a measurement phase of the first transducer
(MW1), particularly a measuring phase that recurs periodically; and
- wherein the one transducer electronics system, at least, at least intermittently
- and particularly repeatedly - determines a measured value which represents the one
measured variable at least, particularly a flow rate in the transducer through which
medium under measurement currently flows and/or a totalized flow based both on at
least one first-class primary signal returned by the first transducer during the measuring
phase, and based on at least one second-class primary signal which is generated using
a measuring pipe which also moves around the rotary axis but through which medium
does not flow when the second-class primary signal is generated.
6. Unit as claimed in the previous claim, wherein the transducer electronics system (ME1,
ME2), based at least on the second-class primary signal, determines a correction value
for the first-class primary signal, particularly repeatedly.
7. Unit as claimed in the previous claim,
- wherein the one transducer electronics system (ME1, ME2), at least, determines the
correction value also on the basis of the first-class primary signal supplied by the
first transducer (MW1), particularly instantaneously and/or during the transducer's
measuring phase; and/or
- wherein the transducer electronics system determines the measured value using both
the first-class primary signal returned by the first transducer (MW1) during its measuring
phase and using the correction value; and/or
- wherein the correction value returned by the transducer electronics system (ME1,
ME2) corresponds to a measured flow rate, particularly an instantaneous or average
flow rate, especially a mass flow rate or a volume flow rate which represents the
medium apparently flowing through the transducer (MW1) during the standby phase; and/or
- wherein the correction value returned by the transducer electronics system (ME1,
ME2) correlates to a current angular velocity at which the one measuring pipe, at
least, of the first transducer (MW1) turns around the rotary axis (DA), and/or which
currently represents an effect of the movement of the one measuring pipe (MR1), at
least, of the first transducer around the rotary axis on primary signals returned
by the transducer, particularly the first-class primary signal returned during the
measuring phase; and/or
- wherein the one correction value, at least, is determined before the measuring phase
of the first transducer (MW1) commences; and/or
- wherein the one transducer electronics system (ME1, ME2), at least, saves the at
least one correction value, at least intermittently, particularly in a volatile data
memory.
8. Unit as claimed in one of the claims 5 to 7,
- wherein the one measured value, at least, returned by the transducer electronic
system (ME1, ME2) represents a mass flow rate (particularly a current or totalized
mass flow rate) of the medium actually flowing through the first transducer (MW1)
during the measuring phase; and/or
- wherein the transducer electronics system (ME1, ME2) keeps a rotational speed value
ready at least intermittently, said value being determined and/or updated repeatedly,
and wherein the rotational speed value is an instantaneous representation of a, particularly
current, angular velocity at which the one measuring pipe (MR1, MR2) at least rotates
around the rotary axis; and/or
- wherein the first transducer (MW1) is connected to a piping system pipe segment,
designed to convey medium to be measured, via a first connection element on the inlet
side, particularly a screw coupling or a flange; and/or
- wherein the at least one measuring pipe (MR1, MR2), particularly a pipe segment
of it which is allowed to vibrate during operation, is essentially straight at least
in sections; and/or
- wherein the at least one measuring pipe (MR1, MR2), particularly a pipe segment
of it which is allowed to vibrate during operation, is bent at least in sections;
and/or
- wherein the one transducer electronics system (ME1, ME2), at least, is arranged
in the direct proximity of the first transducer (MW1) and/or is connected to this
in a primarily rigid manner; and/or
- wherein each transducer (MW1, MW2) has a transducer housing which houses the one
measuring pipe (MR1, MR2) at least; and/or
- wherein during operation the transducer electronics system (ME1, ME2) provides,
at least intermittently, a rotational speed value, particularly a digital value and/or
a value generated outside the transducer electronics system, wherein said rotational
speed value is the instantaneous representation of an angular velocity at which the
one measuring pipe (MR1, MR2), at least, of the first transducer (MW1) turns around
the rotary axis (DA), and wherein the transducer electronics (ME1, ME2) determines
the one measured value, at least, and/or the correction value for the one first-class
primary signal, at least, using the rotational speed value.
9. Unit as claimed in one of the claims 5 to 8,
- wherein the first transducer (MW1) is connected to a piping system pipe segment,
designed to convey medium to be measured, via a first connection element on the inlet
side, particularly a screw coupling or a flange, and is connected to a piping system
pipe segment, designed to convey away a measured medium, via a second connection element
on the outlet side, particularly a screw coupling or a flange, and
- wherein the first transducer (MW1) has a flow axis which provides an imaginary connection
between the two connection elements, and is arranged in the unit in such a way that
the imaginary flow axis and the rotary axis (DA) intersect at an angle of less than
90° or that the imaginary flow axis of the first transducer is essentially parallel
to the rotary axis (DA).
10. Unit as claimed in one of the claims 5 to 10, further comprising:
- control electronics (SPS) for setting and monitoring an angular velocity at which
the one measuring pipe (MR1), at least, of the first transducer (MW1) turns around
the rotary axis (DA), and
- a valve, which is arranged particularly on the outlet side of the first transducer
(MW1) and adjusts a flow through the one measuring pipe (MR1, MR2), at least of the
transducer (MW1, MW2).
11. Unit as claimed in the previous claim,
- wherein the one valve, at least, is controlled by the one transducer electronics
system (ME1, ME2), at least, particularly using the one measured value, at least,
particularly in such a way that the one transducer electronics system (ME1, ME2),
at least, monitors the one valve (v) at least, particularly using the one second-class
primary signal, at least, and/or a correction value derived from this for the one
first-class primary signal, at least, said monitoring focusing in particular on the
closing behavior of the valve; and/or
- wherein during operation the transducer electronics system (ME1, ME2) and the control
electronics (SPS) communicate with one another at least intermittently particularly
via wireless communication, particularly in such a way that during operation the transducer
electronics system (ME1, ME2) at least intermittently and particularly repeatedly
sends measuring data, particularly a measured value and/or a correction value for
the first-class primary signal, to the control electronics (SPS), and/or that during
operation the transducer electronics system (ME1, ME2) at least intermittently and
particularly repeatedly receives control data generated by the control electronics,
particularly a current angular velocity at which the one measuring pipe (MR1, MR2),
at least, of the first transducer (MW1) turns around the rotary axis (DA).
12. Unit as claimed in one of the Claims 5 to 11, wherein the first transducer (MW1) also
delivers the second-class primary signal in such a way that the first transducer (MW1)
generates the second-class primary signal during a standby phase, particularly a standby
phase the recurs periodically, in which the medium under measurement does not flow
through the one measuring pipe (MR1), at least, of the first transducer (MW1).
13. Unit as claimed in the previous claim,
- wherein the transducer electronics system (ME1, ME2) determines the one measured
value, at least, both based on the first-class primary signal returned by the first
transducer (MW1) during its measuring phase and based on the second-class primary
signal returned by the first transducer (MW1) during its standby phase; and/or
- wherein the correction value returned by the transducer electronics system (ME1)
corresponds to a measured flow rate, particularly an instantaneous or average flow
rate, and particularly a mass flow rate or a volume flow rate, which represents medium
apparently flowing through the transducer (MW1) in the standby phase; and/or
- wherein, during the transducer standby phase, the one measuring pipe (MR1, MR2),
at least, of the transducer (MW1, MW2) that generates the second-class primary signal
is at least partially filled by a medium other than the medium that flows through
at least one measuring pipe of the transducer that generates the first-class primary
signal during the transducer measuring phase; and/or
- wherein, during the transducer standby phase, the one measuring pipe, at least,
of the transducer that generates the second-class primary signal is filled with a
gas, especially nitrogen or air, particularly exclusively or at least primarily; and/or
- wherein a starting time that marks the start of the standby phase of the transducer
(MW1, MW2) that generates the second-class primary signal is chronologically before
a starting time that marks the start of the measuring phase of the transducer that
generates the first-class primary signal, particularly in such a way that a stopping
time that marks the end of the standby phase of the transducer that generates the
second-class primary signal is chronologically before a stopping time that marks the
end of the measuring phase of the transducer (MW1, MW2) that generates the first-class
primary signal and/or in such a way that the stopping time that marks the end of the
standby phase of the transducer (MW1, MW2) that generates the second-class primary
signal is chronologically before the starting time that marks the start of the measuring
phase of the transducer that generates the first-class primary signal.
14. Unit as claimed in one of the Claims 5 to 13, wherein the first transducer (MW1) is
a vibration-type transducer where the one measuring pipe (MR1), at least, is allowed
to vibrate at least intermittently to generate vibration measuring signals that act
as primary signals.
15. Unit as claimed in the previous claim
- wherein medium to be measured flows through the one measuring pipe (MR), at least,
of the first transducer (MW1) during the measuring phase and the measuring pipe (MR)
is allowed to vibrate for the purpose of generating at least one first vibration measuring
signal that represents the vibrations of the one measuring pipe at least and serves
as the first-class primary signal
- wherein the one measuring pipe (MR1) at least of the first transducer (MW1) is also
allowed to vibrate during the standby phase of the first transducer for the purpose
of generating the one second-class primary signal at least; and/or
- wherein the one transducer electronics system (ME1, ME2), at least, determines the
one measuring value, at least, based on a vibration frequency, particularly an instantaneous
or average vibration frequency, that corresponds to a density of the medium conveyed
in at least one measuring pipe (MR1, MR2), said vibration frequency being the frequency
at which the one measuring pipe, at least, is allowed to vibrate during the operation
of the first transducer, particularly during the transducer's measuring phase; and/or
- wherein the one transducer electronics system (ME1, ME2), at least, generates the
one measuring value, at least, based on a vibration frequency, particularly an instantaneous
or average vibration frequency, that corresponds to a density of the medium conveyed
in at least one measuring pipe (MR1, MR2), said vibration frequency being the frequency
at which the one measuring pipe (MR1), at least, of the first transducer (MW1) is
allowed to vibrate during the standby phase of the first transducer; and/or
- wherein the first transducer (MW1) returns a first first-class primary signal during
its measuring phase, said signal representing inlet-side vibrations of the one measuring
pipe, at least, and the first transducer returns at least a second first-class primary
signal - particularly at the same time as the first primary signal - that represents
outlet-side vibrations of the one measuring pipe, at least.
16. Unit as claimed in one of the Claims 1 to 13, wherein the first transducer (MW1) is
an electromagnetic-type transducer where a magnetic field at least intermittently
penetrates the one measuring pipe (MR1), at least, to generate voltage measuring signals
that serve as primary signals, particularly during the measuring phase and voltages
induced in the medium are measured by at least two electrodes, particularly electrodes
that are coupled to the medium via galvanic and/or capacitance coupling.
17. Unit as claimed in one of the Claims 5 to 16, further comprising at least a second
transducer (MW2), which is at a distance from the first transducer (MW1), and, in
particular, has the same design and function as the first transducer, said second
transducer having a measuring pipe (MR1, MR2) through which at least temporarily medium
does not flow and which also turns around the rotary axis (DA) during operation, wherein
the second transducer delivers primary signals, at least intermittently, which correspond
to at least one measured variable of medium conveyed in the transducer's one measuring
pipe (MR1, MR2) at least.
18. Unit as claimed in the previous claim, wherein the second transducer (MW2) also returns
at least a first-class primary signal during a, particularly periodically recurring,
measuring phase in which medium to be measured flows through the measuring pipe (MR2),
said signal corresponding to a measured variable of the medium flowing through the
associated one measuring pipe, at least, and wherein the one measuring pipe (MR2),
at least, of the second transducer (MW2) which turns around the rotary axis (DA) does
not carry medium during a standby phase of the second transducer, particularly a standby
phase that recurs periodically.
19. Unit as claimed in the previous claim,
- wherein the measuring pipe (MR1, MR2) of the transducer (MW1, MW2) that generates
the second-class primary signal is filled, during the transducer's standby phase,
at least partially with primarily the same medium that is allowed to flow through
at least one measuring pipe (MR1, MR2) of the transducer (MW1, MW2) that generates
the first-class primary signal during said transducer's measuring phase, particularly
in such a way that the one measuring pipe, at least, of the transducer generating
the second-class primary signal is filled during the transducer's standby phase only
occasionally with essentially the same medium that is allowed to flow through the
one measuring pipe (MR1, MR2), at least, of the transducer (MW1, MW2) that generates
the first-class primary signal during the transducer's measuring phase; and/or
- wherein the second-class primary signal is generated by the second transducer (MW2)
during the transducer's standby phase, and wherein the transducer electronics system
(ME2) determines the one measured value, at least, based on both the first-class primary
signal returned by the first transducer during its measuring phase and based on the
second-class primary signal returned by the second transducer (MW2) during its standby
phase.
20. Unit as claimed in one of the Claims 12 to 19, comprising multiple transducers (MW1,
MW2), particularly transducers with the same design and function as the first transducer
(MW1), each having at least one measuring pipe, which also rotates around the rotary
axis, arranged at a distance from at least one measuring pipe (MR1, MR2) of the first
transducer (MW1) particularly along an imaginary shared circumference.
21. Unit as claimed in the previous claim
- wherein each transducer (MW1, MW2) at least occasionally delivers primary signals
that correspond to at least one measured variable of the medium conveyed in at least
one associated measuring pipe (MR1, MR2)
- wherein each of the transducers' one measuring pipe (MR1, MR2), at least, which
rotates about the rotary axis (DA) carries medium to be measured during a measuring
phase of the associated transducer, particularly a measuring phase the recurs periodically,
particularly in such a way that each transducer delivers first-class primary signals
during the measuring phase that correspond to at least one measured variable of the
medium transported in at least one associated measuring pipe (MR1, MR2); and/or
- wherein each of the transducers' one measuring pipe (MR1, MR2), at least, which
rotates about the rotary axis (DA) is not filled with medium during a standby phase
of the associated transducer, particularly a standby phase the recurs periodically,
particularly in such a way that - during a standby phase - several of the transducers
(MW1, MW2) deliver second-class primary signals that correspond to at least one measured
variable of the medium conveyed in at least one associated measuring pipe (MR1, MR2);
and/or
- wherein each transducer (MW1, MW2) has an associated transducer electronics system
(ME1, ME2), particularly a system that is arranged in a separate electronics housing,
particularly in a way that at least two of the transducer electronics systems (ME1,
ME2) communicate with one another during operation, particularly via wireless or cable
communication, and in particular send and/or receive measured values and/or correction
values for primary signals generated by transducers (MW1, MW2).
1. Procédé destiné à l'exploitation d'un appareil de mesure conçu en tant que débitmètre
massique Coriolis, disposé sur une machine de remplissage à carrousel rotative, notamment
destiné à la détermination d'un débit massique d'un produit en circulation, avec un
convertisseur de mesure du type à vibrations au moins temporairement parcouru par
le produit, lequel procédé comprend les étapes suivantes :
- Écoulement du produit à mesurer à travers au moins un tube de mesure du convertisseur
de mesure, vibrant au moins momentanément et tournant autour d'un axe de rotation
de la machine de remplissage à carrousel ;
- Génération d'au moins un signal de mesure de vibration servant de signal primaire
de premier ordre, lequel signal représente les vibrations du tube de mesure parcouru
momentanément par le produit à mesurer ;
- Génération d'au moins un signal de mesure de vibration servant de signal primaire
de deuxième ordre, lequel signal représente les vibrations du tube de mesure, notamment
du même convertisseur de mesure, non parcouru par le produit ; et
- Détermination d'au moins une valeur mesurée représentant une grandeur de mesure,
notamment une valeur de débit massique et/ou un débit massique totalisé et/ou une
densité du produit à mesurer, laquelle valeur mesurée est basée à la fois sur le signal
primaire de premier ordre et sur le signal primaire de deuxième ordre.
2. Procédé selon la revendication précédente, comprenant en outre :
- une étape de détermination d'une valeur de correction pour le signal primaire de
premier ordre, se basant sur le signal primaire de deuxième ordre, notamment de telle
manière que la valeur de correction soit corrélée avec une vitesse angulaire momentanée
à laquelle l'au moins un tube de mesure du convertisseur de mesure, parcouru par le
produit, se déplace autour de l'axe de rotation de la machine de remplissage à carrousel,
et/ou de telle manière que la valeur de correction représente une influence du mouvement
de l'au moins un tube de mesure du convertisseur de mesure sur les signaux primaires
fournis par le convertisseur de mesure, notamment sur l'au moins un signal primaire
de premier ordre ; et/ou
- une étape de détermination d'une vitesse angulaire à laquelle l'au moins un tube
de mesure du convertisseur de mesure, parcouru par le produit, se déplace autour de
l'axe de rotation de la machine de remplissage à carrousel ; et/ou
- une étape de remplissage d'un récipient placé en sortie du convertisseur de mesure
avec le produit s'écoulant à travers l'au moins un tube de mesure ; et/ou
- une étape d'utilisation d'au moins un autre convertisseur de mesure, se déplaçant
également autour de l'axe de rotation de la machine de remplissage à carrousel avec
au moins un tube de mesure vibrant momentanément, lequel n'est cependant pas parcouru
par le produit, notamment pour l'essentiel de construction identique au tube de mesure
parcouru momentanément par le produit à mesurer, lequel tube de mesure est destiné
à la génération de l'au moins un signal primaire de deuxième ordre.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, pour lequel le produit à mesurer
est empêché temporairement de circuler à travers l'au moins un tube de mesure du convertisseur
de mesure.
4. Procédé selon la revendication précédente, comprenant en outre une étape d'utilisation
du convertisseur, pendant laquelle ce dernier n'est pas parcouru par le produit à
mesurer lorsque le tube de mesure vibre, étape destinée à la génération également
de l'au moins un signal primaire de deuxième ordre.
5. Dispositif destiné à la réalisation d'un procédé selon l'une des revendications précédentes,
conçu en tant que machine de remplissage à carrousel (RF), lequel dispositif comprend
:
- au moins un convertisseur de mesure (MW1),
-- lequel comporte au moins un tube de mesure parcouru seulement temporairement par
le produit à mesurer, notamment au moins partiellement ou essentiellement liquide,
lequel tube est déplacé, en fonctionnement, autour d'un axe de rotation (DA), notamment
circulaire, et/ou à une vitesse angulaire pour l'essentiel maintenue constante, et
-- qui fournit au moins temporairement des signaux primaires, qui correspondent à
une grandeur de mesure du produit acheminé dans l'au moins un tube de mesure ; ainsi
que
- au moins une électronique de convertisseur de mesure (ME1, ME2) destinée à la génération
de valeurs mesurées (XM), notamment numériques ;
- pour lequel l'au moins un tube de mesure se déplaçant autour de l'axe de rotation
est parcouru par le produit à mesurer pendant une phase de mesure, notamment périodiquement
récurrente, du premier convertisseur de mesure (MW1), et
- pour lequel l'au moins une électronique de convertisseur de mesure détermine au
moins temporairement, notamment de façon récurrente, une valeur mesurée représentant
l'au moins une grandeur de mesure, notamment une valeur de débit dans le convertisseur
de mesure parcouru momentanément par le produit à mesurer et/ou un débit totalisé,
laquelle valeur mesurée est à la fois basée sur l'au moins un signal primaire de premier
ordre fourni par le premier convertisseur de mesure pendant la phase de mesure, et
basée sur l'au moins un signal primaire de deuxième ordre, lequel signal est généré
au moyen d'un tube de mesure se déplaçant également autour de l'axe de rotation, lequel
n'est cependant pas parcouru par le produit au moment de la génération du signal primaire
de deuxième ordre.
6. Dispositif selon la revendication précédente, pour lequel l'électronique de convertisseur
de mesure (ME1, ME2) détermine, notamment de façon récurrente, au moins une valeur
de correction pour le signal primaire de premier ordre, sur la base de l'au moins
un signal primaire de deuxième ordre.
7. Dispositif selon la revendication précédente,
- pour lequel l'au moins une électronique de convertisseur de mesure (ME1, ME2) détermine,
notamment momentanément et/ou pendant sa phase de mesure, la valeur de correction
sur la base du signal primaire de premier ordre également fourni par le premier convertisseur
de mesure ; et/ou
- pour lequel l'électronique de convertisseur de mesure détermine la valeur mesurée
en utilisant à la fois le signal primaire de premier ordre fourni par le premier convertisseur
de mesure (MW1) pendant sa phase de mesure, et la valeur de correction ; et/ou
- pour lequel la valeur de correction fournie par l'électronique de convertisseur
de mesure (ME1, ME2) correspond à une valeur de débit mesurée, notamment momentanée
ou moyenne, notamment une valeur de débit massique ou une valeur de débit volumique,
laquelle valeur représente virtuellement le produit traversant le convertisseur de
mesure (MW1) dans la phase de veille ; et/ou
- pour lequel la valeur de correction fournie par l'électronique de convertisseur
de mesure (ME1, ME2) est corrélée avec une vitesse angulaire momentanée, à laquelle
l'au moins un tube de mesure du premier convertisseur de mesure (MW1) se déplace autour
de l'axe de rotation (DA), et/ou qui représente momentanément une influence du mouvement
de l'au moins un tube de mesure (MR1) du premier convertisseur de mesure autour de
l'axe de rotation sur les signaux primaires fournis par le convertisseur de mesure,
notamment le signal primaire de premier ordre fourni pendant la phase de mesure ;
et/ou
- pour lequel l'au moins une valeur de correction est déterminée avant que la phase
de mesure du premier convertisseur de mesure (MW1) ne commence ; et/ou
- pour lequel l'au moins une électronique de convertisseur de mesure (ME1, ME2) mémorise
au moins temporairement l'au moins une valeur de correction, notamment dans une mémoire
de données volatile.
8. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 7,
- pour lequel l'au moins une valeur mesurée fournie par l'électronique de convertisseur
de mesure (ME1, ME2) représente une valeur de débit massique, notamment momentanée
ou totalisée, du produit traversant effectivement le premier convertisseur de mesure
(MW1) pendant la phase de mesure ; et/ou
- pour lequel l'électronique de convertisseur de mesure (ME1, ME2) met à disposition,
en fonctionnement, au moins temporairement une valeur de vitesse de rotation déterminée
et/ou actualisée, notamment de façon récurrente, laquelle valeur représente momentanément
une vitesse angulaire, notamment actuelle, à laquelle l'au moins un tube de mesure
(MR1, MR2) tourne autour de l'axe de rotation (DA) ; et/ou
- pour lequel le premier convertisseur de mesure (MW1) est raccordé, par l'intermédiaire
d'un premier élément de raccordement situé en entrée, notamment une fermeture à vis
ou une bride, à un segment de conduite d'un système de tuyauteries acheminant le produit
à mesurer ; et/ou
- pour lequel l'au moins un tube de mesure (MR1, MR2) est, au moins en partie, pour
l'essentiel rectiligne, notamment un segment du tube de mesure pouvant entrer en vibrations
de façon appropriée ; et/ou
- pour lequel l'au moins un tube de mesure (MR1, MR2) est, au moins en partie, pour
l'essentiel curviligne, notamment un segment du tube de mesure pouvant entrer en vibrations
de façon appropriée ; et/ou
- pour lequel l'au moins une électronique de convertisseur de mesure (ME1, ME2) est
disposée à proximité immédiate du premier convertisseur de mesure (MW1) et/ou est
reliée avec celui-ci pour l'essentiel de façon rigide ; et/ou
- pour lequel chacun des convertisseurs de mesure (MW1, MW2) comporte au moins un
boîtier de convertisseur de mesure, dans lequel est logé l'au moins un tube de mesure
(MR1, MR2) ; et/ou
- pour lequel l'électronique de convertisseur de mesure (ME1, ME2) tient à disposition
en fonctionnement, au moins temporairement une valeur de vitesse de rotation, notamment
numérique, et/ou générée à l'extérieur de l'électronique de convertisseur de mesure,
laquelle valeur représente momentanément une vitesse angulaire à laquelle l'au moins
un tube de mesure (MR1, MR2) du premier convertisseur de mesure (MW1) est déplacé
autour de l'axe de rotation, et dispositif pour lequel l'électronique de convertisseur
de mesure détermine l'au moins une valeur mesurée et/ou la valeur de correction pour
l'au moins un signal primaire de premier ordre en utilisant la valeur de vitesse de
rotation.
9. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 8,
- pour lequel le premier convertisseur de mesure (MW1) est raccordé, par l'intermédiaire
d'un premier élément de raccordement situé en entrée, notamment une fermeture à vis
ou une bride, à un segment de conduite d'un système de tuyauteries acheminant le produit
à mesurer, et par l'intermédiaire d'un deuxième élément situé en sortie, notamment
une fermeture à vis ou une bride, à un segment de conduite d'un système de tuyauteries
évacuant le produit à mesurer, et
- pour lequel le premier convertisseur de mesure (MW1) présente un axe d'écoulement
imaginaire reliant les deux éléments de raccordement respectifs, et est ainsi disposé
à l'intérieur du dispositif de telle sorte que son axe d'écoulement imaginaire et
l'axe de rotation (DA) se coupent avec un angle inférieur à 90° ou que l'axe d'écoulement
imaginaire du premier convertisseur de mesure est pour l'essentiel parallèle à l'axe
de rotation (DA).
10. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 10, comprenant en outre :
- une électronique de commande (API) destinée au réglage et à la surveillance de la
vitesse angulaire, à laquelle l'au moins un tube de mesure (MR1) du premier convertisseur
de mesure (MW1) est déplacé autour de l'axe de rotation (DA), ainsi que
- au moins une vanne, notamment disposée en sortie du premier convertisseur de mesure
(MW1), régulant le débit à travers l'au moins un tube de mesure (MR1, MR2) du convertisseur
de mesure (MW1, MW2).
11. Dispositif selon la revendication précédente,
- pour lequel l'au moins une vanne est commandée au moyen de l'au moins une électronique
de convertisseur de mesure (ME1, ME2), notamment en utilisant l'au moins une valeur
mesurée, notamment de telle manière que l'au moins une électronique de convertisseur
de mesure (ME1, ME2) surveille l'au moins une vanne (V), notamment en utilisant l'au
moins un signal primaire de deuxième ordre et/ou une valeur de correction en découlant
pour l'au moins un signal primaire de premier ordre, surveillant notamment un comportement
de fermeture de la vanne ; et/ou
- pour lequel l'électronique de convertisseur de mesure (ME1, ME2) et l'électronique
de commande (API) communiquent au moins temporairement entre elles, en fonctionnement,
notamment sans fil par liaison radio, notamment de telle manière que l'électronique
de convertisseur de mesure (ME1, ME2) envoie au moins temporairement, en fonctionnement,
notamment de façon récurrente, des données de mesure, notamment une valeur mesurée
et/ou une valeur de correction pour le signal primaire de premier ordre, à l'électronique
de commande (API), et/ou de telle manière que l'électronique de convertisseur de mesure
(ME1, ME2) reçoive au moins temporairement, en fonctionnement, notamment de façon
récurrente, des données de contrôle, notamment une vitesse angulaire actuelle à laquelle
l'au moins un tube de mesure (MR1, MR2) du premier convertisseur de mesure (MW1) est
déplacé autour de l'axe de rotation(DA), données qui sont générées par l'électronique
de commande (API).
12. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 11, pour lequel le premier convertisseur
de mesure (MW1) fournit également le signal primaire de deuxième ordre, de telle manière
que le premier convertisseur de mesure (MW1) génère le signal primaire de deuxième
ordre pendant une phase de veille, notamment périodiquement récurrente, au sein de
laquelle l'au moins un tube de mesure (MR1) du premier convertisseur de mesure (MW1)
n'est pas parcouru par le produit à mesurer.
13. Dispositif selon la revendication précédente,
- pour lequel l'électronique de convertisseur de mesure (ME1, ME2) détermine l'au
moins une valeur mesurée, à la fois sur la base du signal primaire de premier ordre
fourni par le premier convertisseur de mesure (MW1) pendant sa phase de mesure, et
sur la base du signal primaire de deuxième ordre fourni par le premier convertisseur
de mesure (MW1) pendant sa phase de veille ; et/ou
- pour lequel la valeur de correction fournie par l'électronique de convertisseur
de mesure (ME1) correspond à une valeur de débit mesurée, notamment momentanée ou
moyenne, notamment une valeur de débit massique ou une valeur de débit volumique,
laquelle valeur représente virtuellement le produit traversant le convertisseur de
mesure (MW1) dans la phase de veille ; et/ou
- pour lequel l'au moins un tube de mesure (MR1, MR2) du convertisseur de mesure (MW1,
MW2) générant le signal primaire de deuxième ordre est rempli, pendant sa phase de
veille, au moins partiellement avec un autre produit que celui parcourant, pendant
sa phase de mesure, l'au moins un tube de mesure du convertisseur de mesure générant
le signal primaire de premier ordre ; et/ou
- pour lequel l'au moins un tube de mesure du convertisseur de mesure générant le
signal primaire de deuxième ordre est rempli, pendant sa phase de veille, notamment
exclusivement ou au moins principalement de gaz, notamment d'azote ou d'air ; et/ou
- pour lequel un instant de démarrage, auquel commence la phase de veille du convertisseur
de mesure (MW1, MW2) générant le signal primaire de deuxième ordre, est défini chronologiquement
avant un instant de démarrage, auquel commence la phase de mesure du convertisseur
de mesure générant le signal primaire de premier ordre, notamment de telle manière
qu'un instant d'arrêt, auquel se termine la phase de veille du convertisseur de mesure
générant le signal primaire de deuxième ordre, soit défini chronologiquement avant
un instant d'arrêt, auquel se termine la phase de mesure du convertisseur de mesure
(MW1, MW2) générant le signal primaire de premier ordre, et/ou de telle manière que
l'instant d'arrêt, auquel la phase de veille du convertisseur de mesure (MW1, MW2)
générant le signal primaire de deuxième ordre, soit défini chronologiquement avant
un instant de démarrage, auquel commence la phase de mesure du convertisseur de mesure
générant le signal primaire de premier ordre.
14. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 13, pour lequel il s'agit, concernant
le premier convertisseur de mesure (MW1), d'un convertisseur du type à vibrations,
convertisseur de mesure pour lequel l'au moins un tube de mesure (MR1) est amené au
moins temporairement en vibrations pour la génération de signaux de mesure de vibrations
servant de signaux primaires.
15. Dispositif selon la revendication précédente,
- pour lequel l'au moins un tube de mesure (MR1) du premier convertisseur de mesure
(MW1) est parcouru, pendant sa phase de mesure, par le produit à mesurer et est amené
en vibrations à des fins de génération d'un premier signal de mesure de vibrations
représentant les vibrations de l'au moins un tube de mesure, servant de signal primaire
de premier ordre ; et/ou
- pour lequel l'au moins un tube de mesure (MR1) du premier convertisseur de mesure
(MW1) est amené en vibrations à des fins de génération de l'au moins un signal primaire
de deuxième ordre, également pendant la phase de veille du premier convertisseur de
mesure ; et/ou
- pour lequel l'au moins une électronique de convertisseur de mesure (ME1, ME2) détermine
l'au moins une valeur mesurée sur la base d'une fréquence de vibration, notamment
momentanée ou moyenne, correspondant à une densité du produit acheminé dans l'au moins
un tube de mesure (MR1, MR2), fréquence avec laquelle l'au moins un tube de mesure
est amené en vibrations lors du fonctionnement du premier convertisseur de mesure,
notamment pendant sa phase de mesure ; et/ou
- pour lequel l'au moins une électronique de convertisseur de mesure (ME1, ME2) génère
l'au moins une valeur mesurée sur la base d'une fréquence de vibration, notamment
momentanée ou moyenne, correspondant à une densité du produit acheminé dans l'au moins
un tube de mesure (MR1, MR2), fréquence avec laquelle l'au moins un tube de mesure
(MR1) du premier convertisseur de mesure (MW1) est amené en vibrations pendant sa
phase de veille ; et/ou
- pour lequel le premier convertisseur de mesure (MW1) fournit, pendant sa phase de
mesure, un premier signal primaire de premier ordre, qui représente les vibrations
en entrée de l'au moins un tube de mesure, et pour lequel le premier convertisseur
de mesure fournit, notamment au même moment que le premier signal primaire, au moins
un deuxième signal primaire de premier ordre, qui représente les vibrations en sortie
de l'au moins un tube de mesure.
16. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 13, pour lequel il s'agit, concernant
le premier convertisseur de mesure (MW1), d'un convertisseur de mesure du type magnéto-inductif,
convertisseur de mesure pour lequel l'au moins un tube de mesure (MR1) est traversé
au moins temporairement par un champ magnétique, notamment pendant la phase de mesure,
pour la génération de signaux de mesure de tension servant de signaux primaires, et
pour lequel des tensions induites dans le produit sont prélevées à l'aide d'au moins
deux électrodes, notamment couplées de façon galvanique et/ou capacitive au produit.
17. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 16, comprenant en outre au moins un
deuxième convertisseur de mesure (MW2) disposé à distance du premier convertisseur
de mesure (MW1), notamment identique à ce dernier en termes de construction et de
fonction, lequel deuxième convertisseur de mesure comporte au moins un tube de mesure
(MR1, MR2) au moins temporairement non parcouru par le produit qui , en fonctionnement,
se déplace également autour de l'axe de rotation (DA), et qui fournit au moins temporairement
des signaux primaires, qui correspondent à au moins une grandeur de mesure du produit
acheminé dans son au moins un tube de mesure (MR1, MR2).
18. Dispositif selon la revendication précédente, pour lequel le deuxième convertisseur
de mesure (MW2) fournit également au moins un signal primaire de premier ordre pendant
une phase de mesure, notamment périodiquement récurrente, au sein de laquelle le tube
de mesure (MR2) est parcouru par le produit à mesurer, lequel signal primaire correspond
à une grandeur de mesure du produit s'écoulant dans l'au moins un tube de mesure correspondant,
et pour lequel l'au moins un tube de mesure (MR2), se déplaçant autour de l'axe de
rotation (DA), du deuxième convertisseur de mesure (MR2) n'est pas parcouru par le
produit pendant une phase de veille, notamment périodiquement récurrente, du deuxième
convertisseur de mesure.
19. Dispositif selon la revendication précédente,
- pour lequel le tube de mesure (MR1, MR2) du convertisseur de mesure (MW1, MW2) générant
le signal primaire de deuxième ordre est rempli, pendant sa phase de veille, au moins
temporairement avec le même produit que celui s'écoulant dans l'au moins un tube de
mesure (MR1, MR2) du convertisseur de mesure (MW1, MW2) générant le signal primaire
de premier ordre pendant sa phase de mesure, notamment de telle manière que l'au moins
un tube de mesure du convertisseur de mesure générant le signal primaire de deuxième
ordre est rempli, pendant sa phase de veille, seulement partiellement avec pour l'essentiel
le même produit que celui s'écoulant dans l'au moins un tube de mesure (MR1, MR2)
du convertisseur de mesure (MW1, MW2) générant le signal primaire de premier ordre
pendant sa phase de mesure ; et/ou
- pour lequel le signal primaire de deuxième ordre est généré par le deuxième convertisseur
de mesure (MW2) pendant sa phase de veille, et pour lequel l'électronique de convertisseur
de mesure (ME2) détermine l'au moins une valeur mesurée à la fois sur la base du signal
primaire de premier ordre fourni par le premier convertisseur de mesure (MW1) pendant
sa phase de mesure, et sur la base du signal primaire de deuxième ordre fourni par
le deuxième convertisseur de mesure (MW2) pendant sa phase de veille.
20. Dispositif selon l'une des revendications 12 à 19, comprenant un grand nombre de convertisseurs
de mesure (MW1, MW2), notamment identiques en termes de construction et de fonction
au premier convertisseur de mesure (MW1), chacun parmi ces convertisseurs comportant
au moins un tube de mesure, se déplaçant également autour de l'axe de rotation, disposé
à distance de l'au moins un tube de mesure (MR1, MR2) du premier convertisseur de
mesure (MW1), notamment le long d'un cercle circonférentiel commun imaginaire.
21. Dispositif selon la revendication précédente,
- pour lequel chacun des convertisseurs de mesure (MW1, MW2) fournit au moins temporairement
des signaux primaires, qui correspondent à au moins une grandeur de mesure du produit
acheminé dans l'au moins un tube de mesure (MR1, MR2) correspondant ; et/ou
- pour lequel l'au moins un tube de mesure (MR1, MR2), se déplaçant autour de l'axe
de rotation (DA), de chacun des convertisseurs de mesure (MW1, MW2) est parcouru par
le produit à mesurer pendant la phase de mesure, notamment périodiquement récurrente,
du convertisseur de mesure correspondant, notamment de telle manière que chacun des
convertisseurs de mesure fournisse des signaux primaires de premier ordre pendant
sa phase de mesure, lesquels signaux primaires correspondent à l'au moins une grandeur
de mesure du produit acheminé dans l'au moins un tube de mesure (MR1, MR2) correspondant
; et/ou
- pour lequel l'au moins un tube de mesure (MR1, MR2), se déplaçant autour de l'axe
de rotation (DA), de chacun des convertisseurs de mesure (MW1, MW2) n'est pas parcouru
par le produit pendant une phase de veille, notamment périodiquement récurrente, du
convertisseur de mesure correspondant, notamment de telle manière que plusieurs des
convertisseurs de mesure (MW1, MW2) fournissent, pendant une phase de veille respective,
des signaux primaires de deuxième ordre, qui correspondent à l'au moins une grandeur
de mesure du produit acheminé dans l'au moins un tube de mesure (MR1, MR2) correspondant
; et/ou
- pour lequel chacun des convertisseurs de mesure (MW1, MW2) comporte une électronique
de convertisseur de mesure (ME1, ME2) correspondante, notamment logée respectivement
dans un boîtier électronique séparé, notamment de telle manière qu'au moins deux des
électroniques de convertisseur de mesure (ME1, ME2) communiquent entre elles, notamment
sans fil via liaison radio et/ou par câble, notamment envoyant et/ou recevant des
valeurs mesurées, et/ou envoyant et/ou recevant des valeurs de correction pour les
signaux primaires générés par les convertisseurs de mesure (MW1, MW2).