[0001] Die Erfindung betrifft ein modulares Unterputz-System für die Herstellung von wandseitigen
Anschlüssen für Sanitärarmaturen in der Form von Ventilen und/oder Zapfauslässen.
[0002] Soweit Sanitärarmaturen der vorgenannten Art an das hausseitige Kaltwasser und Warmwasser
führende Versorgungssystem anzuschließen sind, weisen die entsprechenden Sanitärarmaturen,
wie zum Beispiel Unterputz-Bade- oder Duschbatterien, jeweils einen eigenen Unterputzkörper
auf, der an die in der Gehäusewand verlegten Zuleitungen für das kalte und das warme
Wasser anzuschließen ist. Sollen mehrere solcher Sanitärarmaturen mit unterschiedlicher
Funktion zum Einbau kommen, so besteht eine bekannte Vorgehensweise darin, für den
Anschluss der einzelnen Sanitärarmaturen jeweils einzelne wandseitige Installationen
vorzurichten. Alternativ ist es möglich, einzelne Sanitärarmaturen über wandseitig
verlegte Verbindungsrohre miteinander zu einem Installationssystem zu verbinden.
[0003] Mit den bekannten Installationsmöglichkeiten ist der Nachteil verbunden, dass die
Planung und Installation von aus mehreren Sanitärarmaturen bestehenden Installationssystemen
aufwendig ist. Insbesondere ist es dabei oft nicht möglich, eine Anpassung der Lage
der einzelnen Sanitärarmaturen an die Befliesung vorzunehmen und insoweit die Abmessungen
der Fliesen und/oder die Lage der Fugen zu berücksichtigen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Installationsmöglichkeit für eine
Mehrzahl von untereinander verbundenen Sanitärarmaturen zur Verfügung zu stellen,
bei der die vorgenannten Nachteile vermieden sind.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich einschließlich vorteilhafter Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung aus dem Inhalt der Patentansprüche, welcher dieser
Beschreibung nachgestellt sind.
[0006] Die Erfindung sieht hierzu ein modulares Unterputz-System vor, bestehend aus einem
eine an die hauseigenen Zuflussleitungen für kaltes und warmes Wasser anschließbare
elektronisch ansteuerbare Temperatur- und Volumensteuereinheit aufweisendes Mischmodul
und aus wenigstens einem weiteren getrennt davon angeordneten und über eine Zuleitung
mit der Temperatur-und Volumensteuereinheit des Mischmoduls verbundenen, für die Durchleitung
des Mischwassers und/oder den Anschluss einer Sanitärarmatur daran eingerichteten
Unterputz-Modul, wobei das Mischmodul einen Unterputz-Einbaukasten mit der in dessen
Innerem angeordneten, zur Einstellung von Temperatur und Menge des zu erzeugenden
Mischwassers motorgetrieben verstellbaren Temperatur- und Volumensteuereinheit umfasst
und in dem Einbaukasten ferner ein an die Zuflussleitungen anzuschließendes Wasserverteilelement
mit zwei Wassereingängen und zwei Wasserausgängen und dazwischen ausgebildeten, jeweils
ein mechanisch zu betätigendes Absperrventil sowie einen nachgeschalteten Schalldämpfer
aufweisenden Wasserwegen eingesetzt und die Temperatur- und Volumensteuereinheit an
die
[0007] Wasserausgänge des Wasserverteilelements anschließbar und ein Mischwasserabgang über
die nach außerhalb des Einbaukastens führende Zuleitung mit dem Unterputz-Modul verbindbar
ist, und wobei in dem Einbaukasten ein einerseits an die Temperatur- und Volumensteuereinheit
und andererseits an eine Bedieneinheit anzuschließender Verteilerbaustein sowie ein
an den Verteilerbaustein anzuschließender elektronischer Steuerbaustein angeordnet
sind und der Verteilerbaustein über eine an dem Einbaukasten ausgebildete Kabeldurchführung
mit einer außerhalb des Einbaukastens angeordneten Stromquelle verbunden ist.
[0008] Mit der Erfindung ist der Vorteil verbunden, dass ausgehend von einem an die hausseitigen
Wasseranschlüsse anzuschließenden Mischmodul mittels einer gegebenenfalls vorzusehenden
Mehrzahl von weiteren Unterputz-Modulen ein Installationssystem für eine beliebige
Anzahl von Sanitärarmaturen aufgebaut werden kann. Dabei kann die Lage der einzelnen
Unterputz-Module beispielsweise an räumliche Gegebenheiten oder Notwendigkeiten in
der Anordnung der Sanitärarmaturen ebenso angepasst werden, wie an die Gegebenheiten
einer Befliesung, da die einzelnen Unterputz-Module mittels in einer beliebigen Länge
herzustellender Rohrverbindungen mit dem Mischmodul beziehungsweise auch untereinander
verbunden werden können.
[0009] Insbesondere bildet einen wichtigen Bestandteil der Erfindung die den Kern des zentralen
Mischmoduls ausmachende elektronisch ansteuerbare Temperatur- und Volumensteuereinheit,
die erstmalig ebenfalls in einem Unterputz-Baukasten angeordnet ist. Hierzu ist die
Temperatur- und Volumensteuereinheit kombiniert mit einem Wasserverteilelement, welches
zwischen den hausseitigen Zuflussleitungen und der Temperatur- und Volumensteuereinheit
zwischengeschaltet ist. Das Wasserverteilelement dient der Aufnahme von Absperrventilen
und Wasserschalldämpfern in den in dem Wasserverteilelement getrennt ausgebildeten
Wasserwegen für das kalte und das warme Wasser. Dabei dienen die mechanisch arbeitenden
Absperrventile lediglich Wartungszwecken, wenn die elektronisch angesteuerte Temperatur-
und Volumensteuereinheit gewartet oder ausgetauscht werden muss. Die ebenfalls in
den zugeordneten Wasserwegen des Wasserverteilelements angeordneten Wasserschalldämpfer
sind der Temperatur- und Volumensteuereinheit vorgeschaltet und erfüllen insoweit
ihre Aufgabe vor dem Eintritt des kalten beziehungsweise des warmen Wassers in die
Temperatur- und Volumensteuereinheit. Es versteht sich, dass die Zuleitung zum außerhalb
des Unterputz-Einbaukastens der Mischeinheit liegenden Unterputz-Modul an einem Mischwasserabgang
angeschlossen ist. Das zur Ausbildung des Mischmoduls vorgesehene Baukastensystem
wird vervollständigt durch einen elektronischen Steuerbaustein und einen der Stromversorgung
des Mischmoduls dienenden Verteilerbaustein, der seinerseits an eine außerhalb des
Mischmoduls liegende Stromquelle angeschlossen ist und über den die Stromversorgung
des die Temperatur- und Volumensteuereinheit antreibenden Motors sowie der in den
Steuerbaustein integrierten Steuerung erfolgt.
[0010] Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass das Wasserverteilelement
vier von außen zugängliche Anschlussstutzen zum Einsetzen von jeweils einem Absperrventil
und einem Schalldämpfer in die im Inneren des Wasserverteilelements zwischen dem jeweiligen
Wassereingang und dem zugeordneten Wasserausgang verlaufenden, voneinander getrennten
Wasserwege für das kalte und das warme Wasser aufweist.
[0011] Aus Gründen einer einfachen Montage des Mischmoduls kann nach einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung vorgesehen sein, dass der Anschluss des Wasserverteilelements an die
gebäudeseitigen Zufuhrleitungen und die Verbindung zwischen dem Wasserverteilelement
und der Temperatur- und Volumensteuereinheit jeweils als abgedichtete Steckverbindungen
ausgebildet sind, so dass das Wasserverteilelement sowie die Temperatur- und Volumensteuereinheit
lediglich einerseits in den Einbaukasten eingesteckt und andererseits zusammengesteckt
werden müssen.
[0012] Zur Regelung und Überwachung der Temperatur- und Volumensteuereinheit ist nach einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgesehen, dass in den Warmwasserzulauf für die
Temperatur- und Volumensteuereinheit und in den Mischwasserweg jeweils ein leitungsmäßig
mit dem elektronischen Steuerbaustein verbundenen Sensor eingeschaltet ist.
[0013] Die Montage der Mischeinheit ist weiterhin dadurch vereinfacht, wenn gemäß einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung der elektronische Steuerbaustein und der Verteilerbaustein
über eine elektrische Steckverbindung aneinander anschließbar sind.
[0014] Soweit eine Bedieneinheit für das sanitäre Installationssystem mit den daran angeschlossenen
Armaturen vorzusehen ist, kann die Bedieneinheit nach einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung an einem den Einbaukasten verschließenden Deckel ausgebildet und über
eine Kabelverbindung mit dem Verteilerbaustein verbunden sein.
[0015] Alternativ kann vorgesehen sein, dass eine entsprechende Bedieneinheit mit räumlichem
Abstand zu dem Einbaukasten angeordnet und über eine durch eine an dem Einbaukasten
ausgebildete zugeordnete Kabeldurchführung geführte Anschlussleitung mit dem Verteilerbaustein
verbunden ist.
[0016] Soweit eine Steuerung des aus dem Mischwasserabgang austretenden Mischwasserstroms
über an einem oder mehreren angeschlossenen Unterputz-Modulen angeordnete Sanitärarmaturen
ermöglicht sein soll, kann nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgesehen
sein, dass den einzelnen Modulen Magnetventile zur entsprechenden Ansteuerung der
Mischwasserwege angeordnet sind, wobei an den Verteilerbaustein eine längs der die
Temperatur- und Volumensteuereinheit mit dem wenigstens einen weiteren Modul verbindenden
Zuleitung verlaufende und zu einem in dem Modul angeordneten zur Steuerung des Mischwasserflusses
eingerichteten Magnetventil führende Stromversorgungs- und Steuerleitung angeschlossen
ist. Damit kann über die Bedieneinheit zur Steuerung der Temperatur- und Volumensteuereinheit
ebenfalls eine Ansteuerung der den einzelnen angeschlossenen Modulen zugeordneten
Armaturen erfolgen, wobei über die entsprechenden Steuerleitungen auch Informationen
über die jeweilige Funktionsstellung des Magnetventils an den Steuerbaustein übertragen
und von hier aus beispielsweise an die Bedieneinheit übermittelt und dort kenntlich
gemacht werden können.
[0017] Im Hinblick auf eine entsprechend gute Ansteuerung kann weiterhin vorgesehen sein,
dass die an den Verteilerbaustein angeschlossene Stromzuleitung eine zusätzliche Datenleitung
umfasst, die über die zwischen Verteilerbaustein und Steuerbaustein ausgebildete Steckverbindung
an den elektronischen Steuerbausteinen anschließbar ist; hiermit ist dann auch die
Möglichkeit gegeben, sowohl Steuerbefehle wie auch entsprechende Zustandsmeldungen
über eine zugeordnete Datenverarbeitung zu verarbeiten.
[0018] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben, welches
nachstehend beschrieben ist. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein aus einem Mischmodul und einer Mehrzahl von daran angeschlossenen Unterputzmodulen
bestehendes Installationssystem für Sanitärarmaturen in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 2
- das zu dem Installationssystem gehörige Mischmodul in einer Einzelansicht mit einer
auseinander gezogenen perspektivischen Darstellung seiner Einzelbauteile.
[0019] Bei dem in Figur 1 schematisch dargestellten Installationssystem ist ein Mischmodul
10 vorgesehen, welches über seinen Umfang verteilt vier Abgänge 11 für das in dem
Mischmodul bereitgestellte Mischwasser aufweist. An jedem der Abgänge 11 ist zunächst
ein weiters Unterputz-Modul 12 angeschlossen, wobei die zum Anschluss im Einzelnen
zu verwendenden, in ihrer Länge beliebig ablängbaren Rohrabschnitte nicht dargestellt
sind. An eines der vier Unterputzmodule 12 sind reihenartig zwei weitere Unterputz-Module
12 angeschlossen. Dabei weisen die Unterputz-Module 12 jeweils einen daran ausgebildeten
Mischwassereingang 13 auf, während an jedem Unterputz-Modul 12 bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel vier Mischwasserausgänge 14 ausgebildet sind. Soweit Mischwassereingang
13 und Mischwasserausgänge 14 in einer parallel zu einer Hauswand beziehungsweise
einer Installationswand ausgerichteten Ebene angeordnet sind, sind an jedem Grundmodul
12 senkrecht zu dieser Ebene Funktionsanschlüsse 15a und 15b zum Ansetzen von Sanitärarmaturen
ausgebildet. Soweit ein derartiges Unterputz-Modul 12 lediglich zur Durchleitung beziehungsweise
Umlenkung von Mischwasser benötigt wird, sind die Funktionsanschlüsse 15a, 15b verschlossen.
Entsprechendes gilt für die Mischwasserausgänge 14, die je nach Ausbildung des Installationssystems
nicht zur Weiterleitung von Mischwasser benötigt sind.
[0020] Das einen wesentlichen Bestandteil des Installationssystems bildende Mischmodul 10
ist in seinem Aufbau aus Figur 2 ersichtlich, wobei bei dem darin dargestellten Ausführungsbeispiel
der Erfindung in Abwandlung des in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiels nur zwei
Mischwasserabgänge 11 zum Anschluss von weiteren Unterputz-Modulen ausgebildet sind.
[0021] Die für die Funktion des Mischmoduls 10 notwendigen Baueinheiten sind in einem Unterputz-Einbaukasten
40 angeordnet, der an seinem äußeren Umfang mit Befestigungsösen 41 zur Befestigung
des Einbaukastens beispielsweise an einer Wand versehen ist. Der Einbaukasten 40 ist
in seinem Bodenbereich mittels einer Bodenverschlusskappe 35 verschlossen, in der
Durchführungen 36 für die wandseitigen Zuflussleitungen für das kalte und das warme
Wasser ausgebildet sind. Im Inneren des Einbaukastens ist auf die wandseitigen Zuflussleitungen
ein Wasserverteilelement 50 mit einem Wassereingang 16 für kaltes Wasser und eine
Wassereingang 17 für warmes Wasser im Rahmen einer dichtenden Steckverbindung aufmontierbar.
In dem Wasserverteilelement 50 sind voneinander getrennte, den Wassereingang 16 für
kaltes Wasser beziehungsweise den Wassereingang 17 für warmes Wasser mit einem Wasserabgang
18 für das kalte Wasser beziehungsweise einem Wasserabgang 19 für das warme Wasser
verbindende Wasserwege ausgebildet, wobei in diese Wasserwege jeweils ein Absperrventil
und ein nachgeschalteter Wasserschalldämpfer eingesetzt sind. Hierzu ist das Wasserverteilelement
50 mit insgesamt vier von außen zugänglichen Anschlussstutzen versehen, und zwar mit
zwei Anschlussstutzen 20 zur Aufnahme eines Absperrventils und mit zwei Anschlussstutzen
21 zur Aufnahme eines Wasserschalldämpfers. Dabei ist zunächst jeweils ein Anschlussstutzen
20 mit einem darin eingesetzten Absperrventil dem zugeordneten Wassereingang 16 beziehungsweise
17 nachgeschaltet. Das Absperrventil ist mechanisch zu betätigen und dient im Wesentlichen
dazu, den Wasserzufluss in das Wasserverteilelement 50 und nachgeschaltete Bauteile
abzusperren, wenn eine Wartung beziehungsweise eine Reparatur des Mischmoduls 10 erforderlich
ist. In den jeweiligen Anschlussweg ist dem Absperrventil nachgeschaltet ein Wasserschalldämpfer
angeordnet, der über den zugeordneten Anschlussstutzen 21 in das Wasserverteilelement
50 einsetzbar ist, wobei der Anschlussstutzen 21 nach Einsetzen des Wasserschalldämpfers
entsprechend verschlossen ist. Somit durchströmt das über den Wassereingang 16 beziehungsweise
17 in das Wasserverteilelement 50 einströmende kalte beziehungsweise warme Wasser
zunächst das zugeordnete Absperrventil und anschließend den Wasserschalldämpfer, bevor
das kalte beziehungsweise warme Wasser über den Wasserabgang 18 beziehungsweise Wasserabgang
19 des Wasserverteilelements 50 daraus austritt.
[0022] Entsprechend ist eine Temperatur- und Volumensteuereinheit 22 mit ihren nicht weiter
dargestellten Eingängen für das kalte und das warme Wasser an die Wasserabgänge 18
beziehungsweise 19 des Wasserverteilelements 50 angeschlossen, und zwar ebenfalls
wiederum im Rahmen einer an sich bekannten dichtenden Steckverbindung. In der Temperatur-
und Volumensteuereinheit 22 findet eine Mischung des kalten und des warmen Wassers
mit der gewünschten Temperatur unter Einstellung des gewünschten Mischwasserstromes
statt, und zwar über die Ansteuerung beziehungsweise Betätigung entsprechender Elektromotoren,
wobei die Ausbildung der Temperatur- und Volumensteuereinheit 22 im Einzelnen nicht
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist. Das in der Temperatur- und Volumensteuereinheit
22 erzeugte Mischwasser tritt über einen an dem Wasserverteilelement 50 angeordneten
Mischwassereingang 23 in das Wasserverteilelement 50 ein und strömt von hier aus über
einen im Inneren des Wasserverteilelements 50 ausgebildeten Wasserweg zu dem im vorliegenden
Ausführungsbeispiel an dem Wasserverteilelement 50 ausgebildeten zwei Abgängen 11
für das Mischwasser. Wird nur ein Abgang 11 benötigt, so ist der andere Abgang 11
entsprechend verschlossen. Es können aber auch mehr als zwei Abgänge 11 an dem Wasserverteilelement
15 ausgebildet sein. Mit diesen Abgängen 11 sind entsprechend der zur Figur 1 gegebenen
Erläuterung die an das Mischmodul 10 angeschlossenen Unterputz-Module 12 verbunden.
[0023] In den Einbaukasten 40 ist ferner ein Steuerbaustein 24 eingesetzt, der insbesondere
zur Ansteuerung der motorgetrieben verstellbaren Temperatur- und Volumensteuereinheit
22 vorgesehen ist. Insofern sind an dem Steuerbaustein 24 mehrere Kabelanschlüsse
25 angedeutet, die zu den an der Temperatur- und Volumensteuereinheit 22 angeordneten
Motoren beziehungsweise zu in den Warmwasserzulauf für die Temperatur- und Volumensteuereinheit
22 und in den Mischwasserweg (Mischwasserabgang 11 beziehungsweise Mischwassereingang
23) eingesetzten Sensoren führen, mittels deren eine Überwachung der Mischerzeugung
erfolgt.
[0024] Vervollständigt wird der Aufbau der für das Mischmodul 10 notwendigen Funktionseinheiten
durch einen ebenfalls im Inneren des Einbaukastens 40 angeordneten Verteilerbaustein
26, der eine Kabelzuführung 27 aufweist, die wiederum durch eine an dem Einbaukasten
40 ausgebildete Kabeldurchführung 28 nach außerhalb des Einbaukastens 40 geführt ist,
so dass der Verteilerbaustein 26 an eine außerhalb des Einbaukastens 40 an beliebiger
Stelle angeordnete Stromquelle anschließbar ist. Der Verteilerbaustein 26 weist einen
Steckverbinder 29 auf, mittels dessen der Verteilerbaustein 26 mit dem Steuerbaustein
24 zusammensteckbar ist, so dass über den Verteilerbaustein 26 zunächst eine Stromversorgung
des Steuerbausteins 24 gewährleistet ist. Der Verteilerbaustein 26 weist dann noch
zwei nebeneinander liegende Kabelbuchsen 30 sowie eine weitere Kabelbuchse 31 zum
Anschluss weiterer Steuerleitungen für außerhalb des Einbaukastens angeordnete Funktionseinheiten
in Form von Umschaltern oder entsprechend angeschlossenen weiteren Unterputz-Modulen
mit daran angesetzten Sanitärarmaturen auf.
[0025] An seiner offenen Oberseite ist in den Einbaukasten 40 ein Befestigungsblech 32 sowie
ein Dicht- und Befestigungsrahmen 33 eingesetzt, wobei der Aufbau des Mischmoduls
10 durch eine außenliegende Bedieneinheit 34 vervollständigt ist. In einer nicht dargestellten
Weise kann die Bedieneinheit 34 über eine interne Kabelverbindung mit dem Verteilerbaustein
26 verbunden sein, so dass über entsprechend an der Bedieneinheit getätigte Eingaben
eine Ansteuerung der Temperatur- und Volumensteuereinheit 22 wie aber auch mittels
über den Steuerbaustein 24 geführter weiterer Datenleitungen der Sanitärarmaturen
von weiteren Unterputz-Modulen 12 erfolgen kann.
[0026] Es versteht sich, dass eine derartige Bedieneinheit auch außerhalb des Einbaukastens
40 vorgesehen sein kann, wobei in diesem Fall der Einbaukasten über einen Abschlussdeckel
verschlossen sein kann. In diesem Fall ist eine extern angeordnete Bedieneinheit bzw.
sind auch mehrere Bedieneinheiten über eine gesonderte und an dem Einbaukasten 40
vorgesehene zusätzliche Kabeldurchführung 28 in das Innere des Einbaukastens 40 zu
führende Kabelverbindung an den Verteilerbaustein 26, und zwar an dessen Kabelbuchse
31, anschließbar.
[0027] Der Aufbau des Mischmoduls 10 ermöglicht es auch, von außerhalb Datenleitungen über
den Verteilerbaustein 26 an den Steuerbaustein 24 anzuschließen und so eine Abfrage
von Zustandsdaten vorzunehmen beziehungsweise weitere Steuerbefehle einzuspeisen,
so dass auch ein rechnergestützter Betrieb des modularen Unterputz-Systems mit daran
angeschlossenen Sanitärarmaturen möglich ist.
[0028] Die in der vorstehenden Beschreibung, den Patentansprüchen, der Zusammenfassung und
der Zeichnung offenbarten Merkmale des Gegenstandes dieser Unterlagen können einzeln
als auch in beliebigen Kombinationen untereinander für die Verwirklichung der Erfindung
in ihrer verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.
1. Modulares Unterputz-System bestehend aus einem eine an Zuflussleitungen für kaltes
und warmes Wasser anschließbare elektronisch ansteuerbare Temperatur- und Volumensteuereinheit
(22) aufweisenden Mischmodul (10) und aus wenigstens einem weiteren getrennt davon
angeordneten und über eine Zuleitung mit der Temperatur- und Volumensteuereinheit
(22) des Mischmoduls (10) verbundenen, für die Durchleitung des Mischwassers und/oder
den Anschluss einer Sanitärarmatur daran eingerichteten Unterputz-Modul (12), wobei
das Mischmodul (10) einen Unterputz-Einbaukasten (40) mit der in dessen Innerem angeordneten,
zur Einstellung von Temperatur und Menge des zu erzeugenden Mischwassers motorgetrieben
verstellbaren Temperatur- und Volumensteuereinheit (22) umfasst und in dem Einbaukasten
(40) ferner ein an die Zuflussleitungen anzuschließendes Wasserverteilelement (50)
mit zwei Wassereingängen (16, 17) und zwei Wasserausgängen (18, 19) und dazwischen
ausgebildeten, jeweils ein mechanisch zu betätigendes Absperrventil sowie einen nachgeschalteten
Schalldämpfer aufweisenden Wasserwegen eingesetzt und die Temperatur- und Volumensteuereinheit
(22) an die Wasserausgänge (18, 19) des Wasserverteilelements (50) anschließbar und
ein Mischwasserabgang (11) über die nach außerhalb des Einbaukastens (40) führende
Zuleitung mit dem Unterputz-Modul (12) verbindbar ist, und wobei in dem Einbaukasten
(40) ein einerseits an die Temperatur- und Volumensteuereinheit (22) und andererseits
an eine Bedieneinheit (34) anzuschließender Verteilerbaustein (26) sowie ein an den
Verteilerbaustein (26) anzuschließender elektronischer Steuerbaustein (24) angeordnet
sind und der Verteilerbaustein (26) über eine an dem Einbaukasten (40) ausgebildete
Kabeldurchführung (28) mit einer außerhalb des Einbaukastens (40) angeordneten Stromquelle
verbunden ist.
2. Modulares Unterputz-System nach Anspruch 1, wobei das Wasserverteilelement (50) vier
von außen zugängliche Anschlussstutzen (20, 21) zum Einsetzen von jeweils einem Absperrventil
und einem Schalldämpfer in die im Inneren des Wasserverteilelements (50) zwischen
dem jeweiligen Wassereingang (16, 18) und dem zugeordneten Wasserausgang (17, 19)
verlaufenden, voneinander getrennten Wasserwege für das kalte und das warme Wasser
aufweist.
3. Modulares Unterputz-System nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Anschluss des Wasserverteilelements
(50) an die gebäudeseitigen Zufuhrleitungen und die Verbindung zwischen dem Wasserverteilelement
(50) und der Temperatur- und Volumensteuereinheit (22) jeweils als abgedichtete Steckverbindungen
ausgebildet sind.
4. Modulares Unterputz-System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei in den Warmwasserzulauf
für die Temperatur- und Volumensteuereinheit (22) und in den Mischwasserabgang jeweils
ein leitungsmäßig mit dem elektronischen Steuerbaustein (24) verbundenen Sensor eingeschaltet
ist.
5. Modulares Unterputz-System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der elektronische
Steuerbaustein (24) und der Verteilerbaustein (26) über eine elektrische Steckverbindung
(29) aneinander anschließbar sind.
6. Modulares Unterputz-System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei eine Bedieneinheit
(34) an einem den Einbaukasten (40) verschließenden Deckel ausgebildet und über eine
Kabelverbindung mit dem Verteilerbaustein (26) verbunden ist.
7. Modulares Unterputz-System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei eine Bedieneinheit
mit räumlichem Abstand zu dem Einbaukasten (40) angeordnet und über eine durch eine
an dem Einbaukasten (40) ausgebildete zugeordnete Kabeldurchführung (28) geführte
Anschlussleitung mit dem Verteilerbaustein (26) verbunden ist.
8. Modulares Unterputz-System nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei an den Verteilerbaustein
(26) eine längs der die Temperatur- und Volumensteuereinheit (22) mit dem wenigstens
einen weiteren Modul (12) verbindenden Zuleitung verlaufende und zu einem in dem Modul
(12) angeordneten zur Steuerung des Mischwasserflusses eingerichteten Magnetventil
führende Stromversorgungs- und Steuerleitung angeschlossen ist.
9. Modulares Unterputz-System nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die an den Verteilerbaustein
(26) angeschlossene Stromzuleitung eine zusätzliche Datenleitung umfasst, die über
die zwischen Verteilerbaustein (26) und Steuerbaustein (24) ausgebildete Steckverbindung
(29) an den elektronischen Steuerbaustein (24) anschließbar ist.