[0001] Die Erfindung betrifft eine Betätigungshandhabe für Bauelemente wie Fenster, Türen
u.dgl.
[0002] Betätigungshandhaben sind in zahlreichen Ausgestaltungen bekannt. Sie dienen beispielsweise
zum Öffnen und Schließen eines Fensters, einer Tür o.dgl., wobei ein Handgriff meist
über einen Mitnehmer, z.B. einen Vierkantstift, zur Dreh-Mitnahme einer Betätigungseinrichtung
im Fenster- oder Türflügel ausgebildet ist, etwa eines Fenstergetriebes oder einer
Schloßnuß.
[0003] Neben dem Drehmoment muß der Mitnehmer gewöhnlich auch axiale Zugkräfte übertragen,
z.B. bei Türbeschlägen. Die Verbindung zwischen Handgriff und Mitnehmer muß dabei
so ausgebildet sein, daß beide nach der Montage axial und drehfest miteinander verankert
sind, wobei - je nach Ausbildung des Fensters oder der Tür - eine Anpassung der Stiftverbindung
an die jeweilige Dicke des Fensterrahmens oder des Türblatts möglich sein muß.
[0004] DE-U1-1 927 916 oder
DE-U1-1 937 220 verwenden hierzu zweigeteilte Vierkantstifte, wobei an den Enden beider Stifthälften
breitere Kerben mit Keilflächen ausgebildet sind, die sich in zwei Richtungen verengen
und zwischen die eine Spreizschraube eingreift. Die längliche Ausbildung der Kerben
ermöglicht in Axialrichtung eine variable Festlegung des Vierkantstifts und damit
eine Anpassung an die jeweilige Türstärke. Die in den Griffhals eingedrehte Spreizschraube
kann jedoch aus dem Handgriff hervorstehen, was ästhetisch unbefriedigend ist und
zu Verletzungen führen kann. Zudem ist der Fertigungsaufwand relativ hoch, weil für
jeden Vierkantstift eine rechte und eine linke Stifthälfte benötigt wird; Produktion
und Lagerhaltung werden mithin doppelt belastet. Die Montage ist aufwendig und ohne
Werkzeug nicht möglich.
[0005] DE-U1-86 05 427 verwendet für eine Türgriffverbindung einen besonders gestalteten Gewindestift, der
an äußeren Kanten oberhalb von Längsnuten zweier gleichartiger Vierkanthälften angreift
und beim Einschrauben dazwischen gepreßt wird. Die zwiebelkopfförmige Spitze des Gewindestifts
stützt sich dabei in einem V-förmigen Hohlraum an verdrängtem Material der Vierkanthälften
ab. Auch hier ist für die Festlegung des Mitnehmers im Handgriff ein separater Füge-
und Montagevorgang notwendig, wobei die Festigkeit der Verbindung von der ordnungsgemäßen
Festlegung des Gewindestifts abhängig ist. Dieser zerstört die Oberflächen und Kanten
der Vierkanthälften nachhaltig, so daß eine wiederholte Montage nur bedingt möglich
ist. Zudem können sich die Vierkanthälften bei starker Beanspruchung gegeneinander
verschieben, so daß eine dauerhafte Axialbefestigung nicht immer gewährleistet ist.
[0006] Andere Lösung verwenden zur Verbesserung der Axialfestigkeit sowie zur Überbrückung
von Fertigungstoleranzen Vollprofil-Vierkantstifte in Verbindung mit geschlitzten
Blattfederelementen oder mit gewellten Federelementen (siehe z.B.
DE-A-2 024 652). In
EP-B1-0 436 795 hat der Verbindungsstift an einer Seitenfläche eine durchgehende Längsnut und endseitig
ein Sackloch mit Schultern zur Abstützung der abgewinkelten Enden einer länglichen
Blattfeder. Die Längsnut im Vierkantstift erleichtert das Eindringen der Befestigungsschraube
in einen endseitig vorhandenen Blattfeder-Längsschlitz, der schmaler ist als die endseitige
Verdickung der Befestigungsschraube. Die Befestigung erhält dadurch eine besondere
Spannung, wobei der Wellbereich der Blattfeder den Verbindungsstift in der Schloßnuß
axial festhält. Eine solche Verbindung ist ebenfalls aufwendig in der Herstellung
und in der Lagerhaltung. Bei der Montage müssen mehrere Bauteile gefügt werden, wobei
stets das passende Werkzeug greifbar sein muß.
[0007] US 2 478 304 A beschreibt eine Betätigungshandhabe für Bauelemente wie Fenster, Türen u.dgl., mit
wenigstens einem Handgriff und einem Vierkant, der drehfest mit dem Handgriff in Eingriff
bringbar ist. Hierzu ist zwischen dem Handgriff und dem Vierkant eine Vorrichtung
vorgesehen, welche derart ausgebildet ist, dass das Einführen des Vierkants in den
Handgriff in einer ersten Richtung bewirkbar und in entgegengesetzter Richtung gesperrt
ist. Die Vorrichtung hat einen Klemmrahmen, der den Vierkant schwenkbar umschließt
und mit diesem kraft-, form- und/oder reibschlüssig in Eingriff bringbar ist. Dabei
ist der Klemmrahmen in ein Richtung parallel zum Vierkant von einer permanenten Federkraft
beaufschlagt. Ferner ist der Klemmrahmen um eine Schwenkachse gelagert, die parallel
zu einer der Seitenflächen des Vierkants verläuft.
[0008] DE 149 929 C skizziert eine Betätigungshandhabe für Bauelemente wie Fenster, Türen u.dgl., mit
wenigstens einem Handgriff und einem Vierkant, der drehfest mit dem Handgriff in Eingriff
bringbar ist. Hierzu ist zwischen dem Handgriff und dem Vierkant eine Vorrichtung
vorgesehen, welche derart ausgebildet ist, dass der eingeführte Vierkant fixiert werden
kann. Die Vorrichtung weist einen Klemmrahmen auf, der den Vierkant schwenkbar umschließt
und mit dem Vierkant kraft-, form- und/oder reibschlüssig in Eingriff bringbar ist.
Dieser Klemmrahmen hat eine Schwenkachse, die parallel zu einer der Seitenflächen
des Vierkants verläuft. Mittel einer Hülse zwischen dem Türgriff und der Tür, mit
einem Führungsgewinde, kann der Klemmrahmen geschwenkt werden, indem dieser einseitig
in das Führungsgewinde eingreift.
[0009] GB 24105 A offenbart eine Betätigungshandhabe für Bauelemente wie Fenster, Türen u.dgl., mit
wenigstens einem Handgriff und einem Vierkant, der drehfest mit dem Handgriff in Eingriff
bringbar ist. Hierzu ist zwischen dem Handgriff und dem Vierkant eine Vorrichtung
vorgesehen, welche derart ausgebildet ist, dass das Einführen des Vierkants in den
Handgriff in einer ersten Richtung bewirkbar und in entgegengesetzter Richtung gesperrt
ist. Die Vorrichtung weist einen Klemmrahmen auf, der den Vierkant schwenkbar umschließt
und mit dem Vierkant kraft-, form- und/oder reibschlüssig in Eingriff bringbar ist.
Dabei ist der Klemmrahmen in einer Richtung parallel zum Vierkant von einer permanenten
Federkraft beaufschlagt. Ferner ist der Klemmrahmen um eine Schwenkachse gelagert,
die parallel zu einer der Seitenflächen des Vierkants verläuft.
[0010] JP 2003 097 103 A offenbart eine Betätigungshandhabe für Bauelemente wie Fenster, Türen u.dgl., mit
wenigstens einem Handgriff und einem Vierkant, der drehfest mit dem Handgriff in Eingriff
bringbar ist. Hierzu ist zwischen dem Handgriff und dem Vierkant eine Vorrichtung
vorgesehen, welche derart ausgebildet ist, dass das Einführen des Vierkants in den
Handgriff in einer ersten Richtung bewirkbar und in entgegengesetzter Richtung gesperrt
ist. Die Vorrichtung weist einen Klemmrahmen auf, der den Vierkant schwenkbar umschließt
und mit dem Vierkant kraft-, form- und/oder reibschlüssig in Eingriff bringbar ist.
Dabei ist der Klemmrahmen in einer Richtung parallel zum Vierkant von einer permanenten
Federkraft beaufschlagt. Ferner ist der Klemmrahmen um eine Schwenkachse gelagert,
die parallel zu einer der Seitenflächen des Vierkants verläuft
[0011] JP 8 232 511 A erörtert eine Betätigungshandhabe für Bauelemente wie Fenster, Türen u.dgl., mit
wenigstens einem Handgriff und einem Vierkant, der drehfest mit dem Handgriff in Eingriff
bringbar ist. Hierzu ist zwischen dem Handgriff und dem Vierkant eine Vorrichtung
vorgesehen, welche derart ausgebildet ist, dass das Einführen des Vierkants in den
Handgriff in einer ersten Richtung bewirkbar und in entgegengesetzter Richtung gesperrt
ist. Die Vorrichtung weist einen Klemmrahmen auf, der den Vierkant schwenkbar umschließt
und mit dem Vierkant kraft-, form- und/oder reibschlüssig in Eingriff bringbar ist.
Zur Verstärkung des Eingriffs hat der Vierkant zusätzlich eine raue Oberflächenzone.
Der Klemmrahmen ist in einer Richtung parallel zum Vierkant von einer permanenten
Federkraft beaufschlagt. Ferner ist der Klemmrahmen um eine Schwenkachse gelagert,
die parallel zu einer der Seitenflächen des Vierkants verläuft.
[0012] US 708 336 A beschreibt eine Betätigungshandhabe für Bauelemente wie Fenster, Türen u.dgl., mit
wenigstens einem Handgriff und einem Vierkant, der drehfest mit dem Handgriff in Eingriff
bringbar ist. Hierzu ist zwischen dem Handgriff und dem Vierkant eine Vorrichtung
vorgesehen, welche derart ausgebildet ist, dass das Einführen des Vierkants in den
Handgriff in einer ersten Richtung bewirkbar und in entgegengesetzter Richtung gesperrt
ist. Die Vorrichtung weist einen Klemmrahmen auf, der den Vierkant schwenkbar umschließt,
und mit dem Vierkant kraft-, form- und/oder reibschlüssig in Eingriff bringbar ist.
Dabei ist der Klemmrahmen in einer Richtung parallel zum Vierkant von einer permanenten
Federkraft beaufschlagt. Ferner ist der Klemmrahmen um eine Schwenkachse gelagert,
die parallel zu einer der Seitenflächen des Vierkants verläuft.
[0013] Ziel der Erfindung ist es, diese und weitere Nachteile des Standes der Technik zu
überwinden und eine Betätigungshandhabe zu schaffen, die eine dauerhaft zuverlässige
Verbindung zwischen Mitnehmer und Handgriff ermöglicht und ohne jedes Werkzeug montierbar
ist. Die Verbindung soll sich an unterschiedliche Rahmen- und Flügelstärken anpassen
und selbst erhöhten Belastungen dauerhaft standhalten. Angestrebt wird ferner ein
kostengünstiger, bei Bedarf demontierbarer Aufbau sowie eine einfache Handhabung.
Außerdem soll die Wiederverwendbarkeit nach wiederholter Demontage gewährleistet sein.
[0014] Hauptmerkmale der Erfindung sind im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 angegeben.
Ausgestaltungen sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 17.
[0015] Bei einer Betätigungshandhabe für Bauelemente wie Fenster, Türen u.dgl., mit wenigstens
einem Handgriff und mit einem Mitnehmerelement, das drehfest mit dem Handgriff in
Eingriff bringbar ist, wobei zwischen dem Handgriff und dem Mitnehmerelement eine
Vorrichtung vorgesehen ist, welche derart ausgebildet ist, daß das Einführen des Mitnehmerelements
in den Handgriff in einer ersten Richtung bewirkbar und in entgegengesetzter Richtung
gesperrt ist, wobei die Vorrichtung wenigstens ein Sperr- oder Klemmelement aufweist,
das mit dem Mitnehmerelement kraft-, form- und/oder reibschlüssig in Eingriff bringbar
ist, wobei die Sperr- oder Klemmelemente in der entgegengesetzten Richtung von einer
permanenten Kraft, die eine Federkraft ist, beaufschlagt sind, wobei das Sperr- oder
Klemmelement wenigstens ein Klemmrahmen ist, der das Mitnehmerelement umschließt,
wobei das Sperr- oder Klemmelement in einer Hülse angeordnet ist und die Hülse im
Griff fixiert oder fixierbar ist, und wobei das Sperr- oder Klemmelement schwenkbar
gelagert ist, sieht die Erfindung vor, dass die Schwenkachse des Sperr- oder Klemmelements
diagonal zur Querschnittsfläche des Mitnehmerelements liegt.
[0016] Damit ist es möglich, die Betätigungshandhabe ebenso einfach wie rasch ohne jegliches
Werkzeug zu montieren. Der Mitnehmer, meist ein Vierkantstift, wird lediglich - wie
gewohnt - in den Handgriff eingeführt. Ein Herausziehen in der entgegengesetzten Richtung
ist danach jedoch nicht mehr möglich, weil die Vorrichtung als Sperrvorrichtung wirkt
und den Mitnehmer im Handgriff fixiert. Dabei ist es unerheblich wie weit man den
Mitnehmer in den Handgriff einführt. Sobald die Sperrvorrichtung den Mitnehmer erfaßt
hat, ist dieser - vorzugsweise in Axialrichtung - festgelegt und kann zunächst nicht
wieder aus dem Handgriff herausgezogen werden. Unterschiedliche Türstärken oder Fensterrahmenprofile
werden dabei automatisch berücksichtigt, d.h. der Handgriff wird lediglich bis zum
Anschlag aufgesteckt und liegt anschließend wackelfrei an seiner Anschlagplatte oder
am jeweiligen Bauelement an. Die Vorrichtung fixiert den Mitnehmer im Handgriff derart,
daß die Betätigungshandhabe auch hohen Belastungen dauerhaft standhält. Ein versehentliches
Lösen oder Lockern ist nicht möglich. Der Vierkantstift wird beim Festlegen weder
merklich beschädigt noch verformt, so daß die Wiederverwendbarkeit nach einer Demontage
gewährleistet ist.
[0017] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Wortlaut
der Ansprüche sowie aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand
der Zeichnungen. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Sperrvorrichtung mit einem Klemmrahmen mit eingeführtem Vierkantstift, wobei
die Schwenkachse des Klemmrahmens parallel zu einer Seitenfläche des Vierkantstifts
verläuft;
- Fig. 2
- eine Teilansicht einer erfindungsgemäßen Ausführungsform einer Sperrvorrichtung für
eine Betätigungshandhabe, teilweise im Schnitt;
- Fig. 3
- eine Schrägansicht der Hülse der Sperrvorrichtung von Fig. 2;
- Fig. 4
- eine Teil-Schrägansicht einer weiteren Bauform einer Betätigungshandhabe;
- Fig. 5
- die Betätigungshandhabe von Fig. 4 in einer auseinandergezogenen Darstellung; und
- Fig. 6
- eine weitere Ausführungsform einer Sperrvorrichtung für eine Betätigungshandhabe als
vormontierte Baueinheit.
[0018] Fig. 1 zeigt eine Betätigungshandhabe 10 mit einer Vorrichtung 40, die derart ausgebildet
ist, daß das Einführen des Mitnehmerelements 30 in den (hier nicht gezeigten) Handgriff
20 in einer ersten Richtung R1 bewirkbar ist, während das Herausziehen des Mitnehmerelements
30 aus dem Handgriff 20 in entgegengesetzter Richtung R2 sofort gesperrt wird. Diese
Ausführungsform ist nicht von Anspruch 1 umfasst, denn die Schwenkachse eines Klemmrahmens
verläuft hier parallel zu einer der Seitenflächen des Mitnahmeelements. Es handelt
sich mithin nicht um einen Teil der Erfindung, sondern um Stand der Technik, der jedoch
das Verständnis der Erfindung erleichtert.
[0019] Eine Hülse 150 ist mit einem Zylindermantel 52 in der Ausnehmung 25 im (ebenfalls
nicht dargestellten) Griffhals 23 des Handgriffs 20 fest montiert, vorzugsweise eingeschraubt.
Der axial erhöhte, flanschartige Bund 55 stützt sich mit einem Kragen 48 an einer
oberen Stufe 21 im Griffhals 23 ab, so daß über dem Griffhals 23 ein Griffbund 24
ausgebildet ist.
[0020] Der Bund 55 hat seitlich eine quer zur Längsachse A verlaufende Ausnehmung 45, in
der ein etwa ringförmiger Klemmrahmen 71 schubladenartig und mit Bewegungsspiel eingesetzt
ist. Der Rahmen 71 weist zentrisch eine eckige Ausnehmung 73 auf, die kongruent zur
Ausnehmung 44 im Bund 55 liegt und deren lichte Weite zumindest in Längsrichtung der
Ausnehmung 45 größer ist als die Querschnittsabmessung des Vierkantstifts 30. Quer
zur Längsachse A und parallel zu einer Seitenfläche 32 des Vierkantstifts 30 ist an
dem Klemmrahmen 71 eine Stützkante 75 ausgebildet, die gegenüber der Rahmenoberseite
77 in Axialrichtung A leicht erhöht liegt und die beispielsweise durch Abkröpfen erzeugt
worden ist. Der Klemmrahmen 71 stützt sich mithin einseitig an der (nicht näher bezeichneten)
Unterseite der Ausnehmung 45 im Bund 55 ab und bildet ein schräg zur Axialrichtung
A liegendes Sperr- bzw. Klemmelement 70, so daß zwei gegenüberliegende (ebenfalls
nicht näher bezeichnete) Kanten der Ausnehmung 73 mit den Seitenflächen 32 des Vierkantstifts
30 in Eingriff bringbar sind.
[0021] Zwischen dem Klemmrahmen 71 und dem Boden 53 der Hülse 150 sitzt die Feder 80, die
den Klemmrahmen 71 und damit das Sperrelement 70 permanent in Axialrichtung A bzw.
in Richtung R2 belastet. Die lichte Höhe der Ausnehmung 45 im Bund 55 und die Höhe
der Stützkante 75 gegenüber der Oberseite 77 des Klemmrahmens 71 sind dabei so bemessen,
daß der Klemmrahmen 71 bezogen auf den Vierkantstift 30 stets seine Schrägstellung
einnehmen kann.
[0022] Führt man den Vierkantstift 30 in Fügerichtung R1 in die Vorrichtung 40 bzw. in den
Handgriff 20 ein, so wird der schräg liegende Klemmrahmen 71 gegen den Widerstand
der Feder 80 aus seiner Schräglage heraus nach unten geschwenkt. Die Schwenkbewegung
erfolgt dabei parallel zu den Seitenflächen 32 des Vierkantstifts 30 um die seitliche
Stützkante 75 herum. Der Vierkantstift 30 kann ungehindert in die Ausnehmung 73 im
Klemmrahmen 71 eintreten, wobei die Kanten der Ausnehmung 73 an den Seitenflächen
32 des Vierkantstifts 30 ungehindert entlanggleiten.
[0023] Zieht man hingegen den Vierkantstift 30 in entgegengesetzter Richtung R2, verbleibt
der von der Feder 80 permanent belastete Klemmrahmen 71 in seiner Schräglage und die
bereits an den Seitenflächen 32 des Vierkantstifts 30 anliegenden Kanten der Ausnehmung
73 werden in den Vierkantstift 30 hineingedrückt. Die dadurch sofort entstehende Klemmwirkung
verhindert, daß sich der Vierkantstift 30 aus der Vorrichtung 40 und damit vom Handgriff
20 lösen kann. Um eine hohe Klemmkraft zu erzielen, ist es zweckmäßig, die Stützkante
75 in maximalem Abstand zur Längsachse A anzuordnen.
[0024] Auch hier läßt sich der Handgriff 20 ohne Einsatz eines Werkzeugs fest mit dem Vierkantstift
30 verbinden. Nach Einführen des Stiftteils der Betätigungshandhabe 10 von einer Seite
des Türblatts aus in die Schloßnuß muß lediglich der noch fehlende Handgriff 20 mit
der Vorrichtung 40 auf das freie Ende des Vierkantstifts 30 aufgesteckt werden. Sobald
beide Handgriffe 20 an den Türschildern anliegen, ist die Montage beendet. Es entsteht
eine dauerhaft zuverlässige Verbindung zwischen Mitnehmer 30 und Handgriff 20, die
sich zudem automatisch an unterschiedliche Rahmen- und Flügelstärken anpaßt.
[0025] Fig. 1 zeigt den Klemmrahmen 71 in Eingriff mit dem Vierkantstift 30. Dieser ist
in der Vierkantausnehmung 44 des Bundes 55 radial und in Umfangsrichtung gelagert
sowie im Boden 53 der Hülse radial geführt. Der Klemmrahmen 71 ist schwimmend in der
(Schacht-)Ausnehmung 45 gelagert, so daß er sich am Vierkantstift 30 ausrichten kann.
Dies gewährleistet ein geschmeidiges Einführen des Vierkantstifts 30 in die Vorrichtung
40 und dennoch ein stets formschlüssiges Anliegen der Klemmkanten des Klemmrahmens
71 an den Seitenflächen 32 des Vierkantstifts 30.
[0026] Die (Schacht-)Ausnehmung 45 ist im Bund 55 der Hülse 150 derart angeordnet, daß sie
nach der Montage der Vorrichtung 40 im Griffhals 23 vollständig verdeckt ist. Der
Klemmrahmen 71 kann dadurch auch bei nicht eingesetztem Vierkantstift 30 nicht herausfallen.
[0027] Um den Gesamtaufbau der Betätigungshandhabe 10, insbesondere der Sperrvorrichtung
40 noch weiter zu vereinfachen, ist die Zahl der unterschiedlichen Bauteile in der
erfindungsgemäßen Ausführungsform von Fig. 2 auf insgesamt drei reduziert, was sich
nicht nur günstig auf den Montageaufwand auswirkt, sondern vor allem die Herstellkosten
deutlich mindert.
[0028] Die Hülse 150 hat - im Gegensatz zu der bisherigen Bauform - keinen Zylindermantel
52 und keinen Boden 53, sondern nur noch einen Bund 55, der zur Festlegung der Vorrichtung
40 im Griffhals 23 beispielsweise mit einem Außengewinde 51 versehen ist. Letzteres
greift in ein korrespondierendes Innengewinde 29 im Randbereich des Griffhalses 23
ein. Über dem Gewinde 51 ist der Bund 55 im Außendurchmesser reduziert. Er bildet
dort den Ansatz bzw. Griffbund 24 des Handgriffs 20. Unterhalb des Gewindes 51 ist
der stufenförmige Kragen 48 ausgebildet, mit dem die Hülse 150 auf der Stufe 21 der
Ausnehmung 25 im Griffhals 23 einen Axialanschlag findet.
[0029] Unterhalb des Kragens 48 weist die als Flanschdeckel dienende Hülse 150 stirnseitig
eine in sich ebene Schrägfläche 90 auf, die bezogen auf eine Ebene E senkrecht zur
Axialrichtung A um einen Winkel β schräg gestellt ist. Man erkennt in Fig. 3, daß
die Neigungsrichtung der Schrägfläche 90 diagonal zum Querschnitt des Vierkantstifts
30 verläuft, der von einer formgleichen Ausnehmung 44 in der Hülse 150 drehfest aufgenommen
wird.
[0030] Zwischen der Schrägfläche 90 der Hülse 150 und einer weiteren radial einspringenden
Stufe 92 der Ausnehmung 25 des Griffhalses 23 liegen zwei Klemmrahmen 71 axial übereinander,
die den Vierkantstift 30 allseits umschließen. Beide Rahmen 71 sind zentrisch mit
je einer eckigen Ausnehmung 73 versehen (siehe Fig. 5), deren Abmessungen soweit größer
sind als die Außenabmessungen des Vierkantstifts 30, daß sich beide Rahmen 71 gegenüber
der Ebene E schräg legen können. Wichtig ist, daß die Ausnehmungen 73 fluchtend zur
Ausnehmung 44 im Bund 55 ausgerichtet sind, damit man den Vierkantstift 30 ungehindert
in die Vorrichtung 40 einführen kann. Der innere Teil 26 der Ausnehmung 25 kann unterhalb
einer unteren Stufe 94 im Griffhals 23 ebenfalls viereckig ausgebildet sein, um den
Vierkantstift 30 formschlüssig aufnehmen zu können.
[0031] Die übereinander liegenden, identisch ausgebildeten Klemmrahmen 71 bilden erfindungsgemäß
die Sperr- und Klemmelemente 70 der Sperrvorrichtung 40. Sie werden in Richtung R2
von einer permanenten Kraft beaufschlagt, die von der Schraubenfeder 80 aufgebracht
wird. Letztere stützt sich innerhalb des Griffhalses 23 an der unteren Stufe 94 ab
und drückt die Klemmrahmen 71 gegen die Schrägfläche 90.
[0032] Zur Montage der Betätigungshandhabe 10 wird der (nicht gezeigte) Stiftteil der Betätigungshandhabe
10 von einer Seite des Türblatts aus in die Schloßnuß eingeführt. Anschließend steckt
man den Handgriff 20 mit der Sperrvorrichtung 40 auf das freie Ende des Vierkantstifts
30 auf. Dieser dringt dabei in die Ausnehmung 44 der Hülse 150 ein, bis er die schräg
liegenden Klemmrahmen 71 erreicht.
[0033] Führt man den Vierkantstift 30 in Fügerichtung R1 weiter in die Vorrichtung 40 bzw.
in den Handgriff 20 ein, so werden die schräg liegenden Klemmrahmen 71 gegen den Widerstand
der Feder 80 aus ihrer Schräglage heraus nach unten geschwenkt. Die Schwenkbewegung
erfolgt dabei aufgrund der Ausrichtung der Schrägfläche 90 stets diagonal zur Querschnittsfläche
des Vierkantstifts 30. Mithin gleiten die Kanten der Ausnehmungen 73 zunächst am Vierkantstift
30 entlang. Dieser kann ungehindert in die Ausnehmungen 73 der Klemmrahmen 71 und
damit in die Sperrvorrichtung 40 eintreten.
[0034] Zieht man hingegen den Vierkantstift 30 in der entgegengesetzten Richtung R2 aus
dem Handgriff 20 heraus, greifen die von der Feder 80 permanent belasteten Klemmrahmen
71 in ihrer diagonalen Schräglage zum Vierkantstift 30 sofort in die Eckkanten 33
und in die Seitenflächen 32 des Vierkantstift 30 ein. Dieser wird unmittelbar blockiert,
wobei die Klemmung über die Eckkanten 33 des Vierkantstifts 30 deutlich wirkungsvoller
ist als eine Klemmung allein über dessen Seitenflächen 32.
[0035] Die schräge Fläche 90 der Hülse 150 sorgt dafür, daß die Klemmrahmen 71 stets einen
maximal großen Hebelarm bilden. Eine gesonderte Stützkante als Drehachse ist nicht
erforderlich. Im Gegenteil: die Klemmrahmen 71 können kostengünstig in Form von einfachen
Scheiben hergestellt werden, die lediglich mit einem quadratischen Durchbruch 73 zu
versehen sind, z.B. durch Stanzen. Die ebenfalls geometrisch einfache Hülse 150 ist
bevorzugt ein Druckgußteil, das ebenfalls kostengünstig zu fertigen ist.
[0036] Der Handgriff 20 läßt sich ohne Werkzeug fest mit dem Vierkantstift 30 verbinden.
Sobald beide Handgriffe 20 an den Türschildern anliegen, entsteht eine dauerhaft zuverlässige
Verbindung zwischen Mitnehmer 30 und Handgriff 20, die selbst erhöhten Belastungen
dauerhaft standhält und sich jederzeit an unterschiedliche Rahmen- und Flügelstärken
anpaßt. Die Sperrelemente 70 liegen bedingt durch die Druckfeder 80 permanent und
spielfrei an den Eckkanten 33 und zumindest abschnittsweise an den Seitenflächen 32
des Vierkantstifts 30 an. Sobald man diesen in Richtung R2 bewegen will, greifen die
permanent im Kraftfluß stehenden Wirkelemente 30, 150, 70 der Vorrichtung 40, so daß
der Vierkantstift 30 nahezu ohne jegliches Bewegungsspiel arretiert bzw. fixiert wird.
Auch Maßtoleranzen fallen aufgrund der einfachen Gestaltung der Vorrichtung 40 innerhalb
des Handgriffs 20 kaum ins Gewicht, was sich ebenfalls günstig auf die Herstellkosten
auswirkt.
[0037] Die Reib- und Klemmwirkung läßt sich bei Bedarf noch weiter erhöhen, wenn man drei
oder mehr Klemmrahmen 71 auf dem Vierkantstift 30 anordnet. Dadurch hält die Verankerung
in der Vorrichtung 40 selbst extrem großen Belastungen dauerhaft stand.
[0038] Um die Betätigungshandhabe 10 demontieren zu können, ist in der Seitenwandung des
Griffhalses 23 radial eine Durchgangsbohrung 96 eingebracht, in die ein (nicht dargestelltes)
Stechwerkzeug einführbar ist, das endseitig mit einer leicht konischen Spitze versehen
ist. Die axiale Lage der Bohrung 96 richtet sich im wesentlichen nach der Anzahl und
der Stärke der Klemmscheiben 71, wenn diese den Vierkantstift 30 umschließen. Sie
wird derart gewählt, daß man beim Einführen des Stechwerkzeugs die Klemmscheiben 71
axial in Richtung R1 bewegt. Erreichen diese eine Lage etwa parallel zur Ebene E,
kann man den Vierkantstift 30 einfach und bequem aus der Vorrichtung 40 herausziehen
und damit den Handgriff 20 von dem Vierkantstift 30 abziehen.
[0039] Die Fig. 4 und 5 zeigen eine noch andere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Betätigungshandhabe.
[0040] Bei gleicher Funktion der Sperrvorrichtung 40 ist die Hülse 150 nicht mit einem Außengewinde
51 versehen, sondern mit einer Umlaufnut 98, die formschlüssig einen Sprengring 99
aufnimmt. Entsprechend weist der Griffhals 23 kein Innengewinde 29, sondern einen
umlaufenden Einstich 88 auf, der ebenfalls den Sprengring 99 formschlüssig aufnehmen
kann.
[0041] Diese Anordnung erlaubt das axiale Verrasten der Hülse 150 im Griffhals 23. Als Verdrehsicherung
sind am Außenumfang des Bundes 55 radial vorstehende Ohren oder Vorsprünge 86 vorgesehen,
die beim axialen Montieren der Hülse 150 in entsprechende Aussparungen 87 im Innenumfang
des Griffhalses 23 eingreifen. Damit ist eine feste Verbindung zwischen Hülse 150
und Griff 20 hergestellt, die sowohl die Längszugkraft als auch das Drehmoment solide
formschlüssig zwischen beiden Fügepartnern übertragen kann.
[0042] Bei einem in Fig. 6 gezeigten weiteren Ausführungsbeispiel einer Betätigungshandhabe
10 ist die Vorrichtung 40 zum Festlegen des Vierkantstifts 30 als vormontierte Baueinheit
ausgebildet.
[0043] Die Hülse 150 hat einen Zylindermantel 52, der an seinem im Griffhals 23 liegenden
Ende mit einem Boden 53 versehen ist und der an seinem dem Türblatt zugewandten Ende
einen Bund 55 aufweist. Letzterer stützt sich mit einem radial ausgebildeten Kragen
49 auf der Stirnfläche des (hier nicht gezeigten) Griffhalses 23 ab. Er ist vorzugsweise
so dimensioniert, daß er den Ansatz bzw. den Griffbund 24 des Handgriffs 20 bildet.
[0044] Die dem Griffhals 23 zugewandte innere Stirnseite des Bundes 55 ist mit der Schrägfläche
90 versehen, deren Neigungsrichtung diagonal zum Querschnitt des Vierkantstifts 30
bzw. zu einer den Vierkantstift 30 formschlüssig aufnehmenden Ausnehmung 44 im Bund
55 verläuft. Die Ausnehmung 44 nimmt den Vierkantstift 30 zur Drehmomentübertragung
drehfest auf.
[0045] Der Boden 53 der Hülse 150 wird von einem Hülsen-Unterteil 82 gebildet, das von unten
fest in die Hülse 150 bzw. in den Zylindermantel 52 eingesetzt ist. Die Verbindung
kann beispielsweise durch Verschweißen, Verkleben oder Verbördeln erfolgen. Man kann
das Unterteil 82 aber auch in die Hülse 150 einschrauben.
[0046] Das Hülsen-Unterteil 82 bildet mit dem Boden 53 eine Stützfläche 83 für die Schraubenfeder
80, welche zwei darüber angeordnete Klemmrahmen 71 permanent in Richtung R2 belastet.
Die Klemmrahmen 71 bilden die Sperrelemente 70 für die Vorrichtung 40. Sie liegen
zumindest randseitig an der Schrägfläche 90 an und werden von dem Hülsen-Unterteil
82 unterstützt, das hierzu über dem Boden 53 mit einem zylindrischen Stützrand 84
versehen ist. Der lichte Abstand zwischen dem Stützrand 84 und der Schrägfläche 90
ist so bemessen, daß die Klemmrahmen 71 bezogen auf den Vierkantstift 30 ihre Schrägstellung
einnehmen können.
[0047] Unterhalb des Bodens 53 weist das Hülsen-Unterteil 82 einen zylindrischen Fortsatz
85 auf, dessen Innenflächen 91 eine Vierkantausnehmung bilden, welche kongruent zur
Ausnehmung 44 im Bund 55 liegt und den Vierkantstift 30 formschlüssig und drehfest
aufnimmt. Den unteren Abschluß des Fortsatzes 85 bildet eine Bodenfläche 95, in die
zentrisch zur Längsachse A eine Senkbohrung 89 eingebracht ist.
[0048] Man erkennt, daß die Hülse 150 und das Hülsen-Unterteil 82 eine Patrone bilden, die
stirnseitig in den Griffhals 23 des Handgriffs 20 eingesetzt wird. Die Festlegung
in einem Griff 20, der als Rohrgriff ausgebildet ist, kann beispielsweise durch Verkleben
oder Verschweißen erfolgen, während die Patrone 150, 82 in einem massiv ausgebildeten
Griff 20 bevorzugt axial verschraubt wird. Hierzu wird in die Bohrung 89 eine (nicht
dargestellte) Schraube eingesetzt und axial mit dem Griffhals 23 des Handgriffs 20
verschraubt. Eine am Griff 20 angreifende Zugkraft wird dadurch unmittelbar axial
von der Schraube auf die Patrone 150, 82 und damit auf die Vorrichtung 40 und den
darin arretierten Vierkantstift 30 übertragen. Der Zugriff zur Schraube erfolgt durch
die Ausnehmungen 44, 73 und die Schraubenfeder 80 hindurch, bevor der Vierkantstift
30 eingesetzt wird. Um eine stets zuverlässige Drehmomentübertragung von der Vorrichtung
40 auf den Griff 20 zu gewährleisten, ist der Außenumfang der Hülse 150 bzw. des Zylindermantels
52 mit einer (nicht dargestellten) Profilierung versehen. Man kann aber auch die radialen
Vorsprünge 86 verwenden, die in formgleiche Aussparungen 87 im Griffhals 23 eingreifen
(vergl. Fig. 4 und 5).
[0049] Von besonderer Bedeutung ist, daß auch die Vorrichtung 40 in der Ausbildung von Fig.
6 als gekapselte Baugruppe vorgefertigt ist und nur noch im Griffhals 23 des Handgriffs
20 verschraubt, verpreßt oder verklebt werden muß. Dies vereinfacht die Lagerhaltung.
Die Vorrichtung 40 kann zudem werkseitig mit jedem beliebigen Tür- oder Fenstergriff
versehen werden. Die Vierkantausnehmungen 44 und 91 in der Patrone 150, 82 übernehmen
dabei die Führung des Vierkantstifts 30, der gleich nach dem Einführen in die Hülse
150 Drehmomente aufnehmen kann. Der axiale Stellbereich der Stiftverbindung ist damit
vergrößert.
[0050] Die Erfindung ist nicht auf eine der vorbeschriebenen Ausführungsformen beschränkt,
sondern in vielfältiger Weise abwandelbar. So läßt sich die Betätigungshandhabe 10
auch bei Türbeschlägen anwenden, die auf einer Seite des Türblatts anstelle eines
Handgriffs einen Türknopf oder Türknauf aufweisen. Ferner kann man die Betätigungshandhabe
10 auch als Fenstergriff ausbilden.
[0051] In den Ausführungsbeispielen der Fig. 1 bis 6 kann man anstelle von zwei Klemmscheiben
71 auch nur ein einzelne oder auch drei oder mehr verwenden, die in Axialrichtung
übereinander angeordnet sind. Wichtig ist, daß die Sperrelemente 70 allesamt spielfrei
an den Seitenflächen 32 oder an den Längskanten 33 des Vierkantstifts 30 anliegen,
damit die Sperrwirkung unmittelbar eintreten kann, sobald eine Kraft in Richtung R2
auf den Vierkantstift 30 ausgeübt wird. Je nach Anwendung kann auch eine Kombination
verschiedener Sperrelemente 70 zweckmäßig sein.
[0052] Die Sperrelemente 70 können auch als (nicht dargestellte) Sperrklinken ausgebildet
sein, die schwenkbar in der Hülse 150 gelagert sind und die mit endseitig ausgebildeten
Krallen oder Spitzen in die Seitenflächen 32 oder in die Kanten 33 des Vierkants 30
eingreifen.
[0053] Die Nuten, Sicken o.dgl. in den Seitenflächen 32 des Vierkantstifts 30 müssen - soweit
sie vorgesehen sind - nicht zwingend parallel zur Längsachse A verlaufen. Man kann
die Nuten 34 auch quer ausbilden, um beispielsweise die Reib- bzw. Klemmwirkung zu
erhöhen oder um Raststufen für das Einführen des Vierkantstifts 30 in die Vorrichtung
40 auszubilden.
[0054] Man erkennt, daß die Vorrichtung spiegelsymmetrisch (Fig. 1 bis 6) zur Längsachse
A ausgebildet ist. Dies wirkt sich nicht nur günstig auf die Fertigungskosten aus.
Auch die Montage der Betätigungshandhabe 10 selbst ist äußerst einfach, weil sämtliche
Bauteile lediglich axial gefügt werden müssen.
[0055] Weiterhin erkennt man, daß die Vorrichtung 40 ein axial stufenloses, reibschlüssiges
Gesperr bildet. Dieses erlaubt das leichtgängige Einschieben des Vierkantstifts 30
in Richtung R1. In der Gegenrichtung R2 hingegen wird der Vierkantstift 30 sofort
gesperrt und innerhalb der Vorrichtung 40 arretiert.
[0056] Ein weiterer Vorzug der äußerst einfach und rasch montierbaren Betätigungshandhabe
10 liegt darin, daß bereits vorhandene Unterkonstruktionen wie Rosetten, Türschilder
u.dgl. unmittelbar verwendet werden können. Bauliche Veränderungen oder Anpassungen
sind nicht erforderlich. Gleichzeitig wird mit der Schnellmontage für den Anwender
unmerklich automatisch jede vorhandene Türstärke oder Fensterstärke berücksichtigt,
wenn das Griffpaar oder der Türgriff 20 bis zum Anschlag auf das Schild oder die Rosette
aufgesteckt wird.
Bezugszeichenliste
[0057]
- A
- Längsachse/Axialrichtung
- E
- Ebene
- R1
- erste Richtung
- R2
- entgegengesetzte Richtung
- β
- Winkel
- 10
- Betätigungshandhabe
- 20
- Handgriff
- 21
- obere Stufe
- 23
- Griffhals
- 24
- Ansatz/Griffbund
- 25
- Ausnehmung
- 26
- innerer Teil
- 29
- Innengewinde
- 30
- Mitnehmerelement/Vierkantstift
- 32
- Seitenfläche
- 33
- Eckkanten
- 40
- Sperrvorrichtung
- 44
- Ausnehmung
- 45
- Ausnehmung
- 48
- Kragen
- 49
- Kragen
- 51
- Außengewinde
- 52
- Zylindermantel
- 53
- Boden
- 55
- Bund
- 70
- Sperrelement
- 71
- Klemmrahmen
- 73
- Ausnehmung
- 75
- Stützkante
- 77
- Oberseite
- 80
- Feder
- 82
- Hülsenunterteil
- 83
- Stützfläche
- 84
- Stützrand
- 85
- Fortsatz
- 86
- Vorsprung
- 87
- Aussparung
- 88
- Einstich
- 89
- Bohrung
- 90
- Schrägfläche
- 91
- Innenausnehmung/Vierkantfläche
- 92
- weitere Stufe
- 94
- untere Stufe
- 96
- Durchgangsbohrung
- 98
- Umlaufnut
- 99
- Sprengring
- 150
- Hülse
1. Betätigungshandhabe (10) für Bauelemente wie Fenster, Türen u.dgl., mit wenigstens
einem Handgriff (20) und mit einem Mitnehmerelement (30), das drehfest mit dem Handgriff
(20) in Eingriff bringbar ist, wobei zwischen dem Handgriff (20) und dem Mitnehmerelement
(30) eine Vorrichtung (40) vorgesehen ist, welche derart ausgebildet ist, daß das
Einführen des Mitnehmerelements (30) in den Handgriff (20) in einer ersten Richtung
(R1) bewirkbar und in entgegengesetzter Richtung (R2) gesperrt ist,
■ wobei die Vorrichtung (40) wenigstens ein Sperr- oder Klemmelement (70) aufweist,
das mit dem Mitnehmerelement (30) kraft-, form- und/oder reibschlüssig in Eingriff
bringbar ist,
■ wobei die Sperr- oder Klemmelemente (70) in entgegengesetzter Richtung (R2) von
einer permanenten Kraft, die eine Federkraft ist, beaufschlagt sind,
■ wobei das Sperr- oder Klemmelement (70) wenigstens ein Klemmrahmen (71) ist, der
das Mitnehmerelement (30) umschließt,
■ wobei das Sperr- oder Klemmelement (70) in einer Hülse ( 150) angeordnet ist und
die Hülse ( 150) im Griff fixiert oder fixierbar ist, und
■ wobei das Sperr- oder Klemmelement (70) schwenkbar gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet,
die Schwenkachse des Sperr- oder Klemmelements (70) diagonal zur Querschnittsfläche
des Mitnehmerelements (30) liegt.
2. Betätigungshandhabe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (40) drehfest mit dem Handgriff (20) verbunden oder verbindbar ist.
3. Betätigungshandhabe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (40) in den Handgriff (20) integriert ist.
4. Betätigungshandhabe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (40) das Mitnehmerelement (30) drehfest aufnimmt.
5. Betätigungshandhabe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperr- oder Klemmelemente (70) von dem in Richtung (R1) bewegten Mitnehmerelement
(30) axial und/oder radial betätigbar sind.
6. Betätigungshandhabe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperr- oder Klemmelemente (70) das in Richtung (R2) bewegte Mitnehmerelement
(30) fixieren und/oder arretieren.
7. Betätigungshandhabe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Mitnehmerelement (30) ein Vierkantstift ist.
8. Betätigungshandhabe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperr- oder Klemmelemente (70) mit wenigstens einer Seitenfläche (32) des Mitnehmerelements
(30) zusammenwirken und/oder in Eingriff bringbar sind.
9. Betätigungshandhabe nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Seitenfläche (32) des Mitnehmerelements (30) eine den Sperr- oder
Klemmelementen (70) formangepaßte Sicke, Nut (34) o.dgl. aufweist.
10. Betätigungshandhabe nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperr- oder Klemmelemente (70) mit wenigstens einer Eckkante (33) des Mitnehmerelements
(30) zusammenwirken und/oder in Eingriff bringbar sind.
11. Betätigungshandhabe nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperr- oder Klemmelement (70) schräg zur Axialrichtung (A) liegt.
12. Betätigungshandhabe nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Klemmrahmen oder Klemmscheiben (71) vorgesehen sind.
13. Betätigungshandhabe nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmrahmen oder Klemmscheiben (71) axial über- oder hintereinander angeordnet
sind.
14. Betätigungshandhabe nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Sperr- oder Klemmelement (70) axial an der Hülse (150) abstützt.
15. Betätigungshandhabe nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Sperr- oder Klemmelement (70) an einer an der Hülse (150) ausgebildeten
Schrägfläche (90) abstützt, deren Neigungsrichtung diagonal zur Querschnittsfläche
des Mitnehmerelements (30) verläuft.
16. Betätigungshandhabe nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse ( 150) einen Bund (55) aufweist, der als Ansatz oder Griffbund (24) drehbar
in einem Türschild gelagert ist.
17. Betätigungshandhabe nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (40) eine vormontierte Baueinheit bildet.
1. Actuation handle (10) for structural elements such as windows, doors and the like,
comprising at least one handle (20) and a driving element (30) which can be brought
into engagement with the handle (20) in a rotatably fixed manner, wherein between
the handle (20) and the driving element (30), a device (40) is provided which is formed
in such a manner that the insertion of the driving element (30) into the handle (20)
can be effected in a first direction (R1) and is blocked in the opposite direction
(R2),
• wherein said device (40) has at least one blocking or clamping element (70) which
can be brought into engagement with the driving element (30) in a force-, form- and/or
frictionally locking manner,
• wherein the blocking or clamping elements (70) are put in the opposite direction
(R2) under a permanent force which is a spring force,
• wherein the blocking or clamping element (70) is at least one clamping frame (71)
which encloses the driving element (30),
• wherein the blocking or clamping element (70) is arranged in a sleeve (150), and
said sleeve (150) is fixed or is fixable in the handle, and
• wherein the blocking or clamping element (70) is slewably mounted,
characterized in
that the swiveling axis of the blocking or clamping element (70) lies diagonally to the
cross-sectional area of the driving element (30).
2. Actuation handle according to claim 1, characterized in that the device (40) is connected or can be connected to the handle (20) in a rotatably
fixed manner.
3. Actuation handle according to claim 1 or claim 2, characterized in that the device (40) is integrated in the handle (20).
4. Actuation handle according to any one of the claims 1 to 3, characterized in that the device (40) accommodates the driving element (30) in a rotatably fixed manner.
5. Actuation handle according to any one of the claims 1 to 4, characterized in that the blocking or clamping elements (70) can be actuated axially and/or radially by
the driving element (30) moving in the direction (R2).
6. Actuation handle according to claim 5, characterized in that the blocking or clamping elements (70) fix and/or lock the driving element (30) moved
in the direction (R2).
7. Actuation handle according to any one of the claims 1 to 6, characterized in that the driving element (30) is a square pin.
8. Actuation handle according to claim 7, characterized in that the blocking or clamping elements (70) interact and/or can be brought into engagement
with at least one side face (32) of the driving element (30).
9. Actuation handle according to claim 7 or claim 8, characterized in that at least one side face (32) of the driving element (30) has a bead, groove (34) or
the like that has a shape adapted to the blocking or clamping elements (70).
10. Actuation handle according to any one of the claims 7 to 9, characterized in that the blocking or clamping elements (70) interact and/or can be brought into engagement
with at least one corner edge (33) of the driving element (30).
11. Actuation handle according to any one of the claims 1 to 10, characterized in that the blocking or clamping element (70) is inclined with respect to the axial direction
(A).
12. Actuation handle according to any one of the claims 1 to 11, characterized in that at least two clamping frames or clamping disks (71) are provided.
13. Actuation handle according to claim 12, characterized in that the clamping frames or clamping disks (71) are arranged axially one above or one
behind the other.
14. Actuation handle according to any one of the claims 1 to 13, characterized in that the blocking or clamping element (70) is axially supported on the sleeve (150).
15. Actuation handle according to any one of the claims 1 to 14, characterized in that the blocking or clamping element (70) is supported on an inclined surface (90) which
is formed on the sleeve (150) and the direction of inclination of which runs diagonal
to the cross-sectional area of the driving element (30).
16. Actuation handle according to any one of the claims 1 to 15, characterized in that the sleeve (150) has a collar (55) which, as a shoulder or handle collar (24), is
rotatably mounted in a door plate.
17. Actuation handle according to any one of the claims 1 to 16, characterized in that the device (40) forms a pre-assembled constructional unit.
1. Manette d'actionnement (10) pour des pièces de construction, telles que des fenêtres,
des portes et autres, avec au moins une poignée (20) et avec un élément d'entraînement
(30) susceptible d'être engagé de façon bloquée en rotation avec la poignée (20),
dans laquelle un dispositif (40) est prévu entre la poignée et l'élément d'entraînement
(30) et est conçu de telle manière que l'introduction de l'élément d'entraînement
(30) dans la poignée peut être actionnée dans une première direction (R1) et bloquée
dans la direction opposée (R2),
- dans laquelle le dispositif (40) comporte au moins un élément de blocage ou de serrage
(70) susceptible d'être engagé par complémentarité de forme ou par blocage et/ou par
friction avec l'élément d'entraînement (30),
- dans laquelle les éléments de blocage ou de serrage (70) sont sollicités dans une
direction opposée (R2) par une force permanente qui est une force de ressort,
- dans laquelle l'élément de blocage ou de serrage (70) consiste en au moins un cadre
de serrage (71) enserrant l'élément d'entraînement (30),
- dans laquelle l'élément de blocage ou de serrage (70) est monté dans une douille
(150), et la douille (150) est fixée ou peut être fixée dans la poignée, et
- dans laquelle l'élément de blocage ou de serrage (70) est monté de façon pivotante,
caractérisée en ce que
l'axe de pivotement de l'élément de blocage ou de serrage (70) s'étend diagonalement
à l'aire de section de l'élément d'entraînement (30).
2. Manette d'actionnement selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif (40) est relié ou peut être relié de façon bloquée en rotation à la
poignée (20).
3. Manette d'actionnement selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le dispositif (40) est intégré dans la poignée (20).
4. Manette d'actionnement selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le dispositif (40) reçoit l'élément d'entraînement (30) de façon bloquée en rotation.
5. Manette d'actionnement selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les éléments de blocage ou de serrage (70) peuvent être actionnés axialement et/ou
radialement par l'élément d'entraînement (30) déplacé dans la direction (R1).
6. Manette d'actionnement selon la revendication 5, caractérisée en ce que les éléments de blocage ou de serrage (70) fixent et/ou arrêtent l'élément d'entraînement
(30) déplacé dans la direction (R2).
7. Manette d'actionnement selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que l'élément d'entraînement (30) est une tige carrée.
8. Manette d'actionnement selon la revendication 7, caractérisée en ce que les éléments de blocage ou de serrage (70) coopèrent et/ou peuvent être engagés avec
au moins une surface latérale (32) de l'élément d'entraînement (30).
9. Manette d'actionnement selon la revendication 7 ou 8, caractérisée en ce qu'au moins une surface latérale (32) de l'élément d'entraînement (30) comporte un creux
ou une rainure (34) ou autre adaptée à la forme des éléments de blocage ou de serrage
(70).
10. Manette d'actionnement selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisée en ce que les éléments de blocage ou de serrage (70) coopèrent et/ou peuvent être engagés avec
au moins une arête de coin (33) de l'élément d'entraînement (30).
11. Manette d'actionnement selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que l'élément de blocage ou de serrage (70) s'étend en biais par rapport à la direction
axiale (A).
12. Manette d'actionnement selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce qu'il est prévu au moins deux cadres de serrage ou disques de serrage (71).
13. Manette d'actionnement selon la revendication 12, caractérisée en ce que les cadres de serrage ou disques de serrage (71) sont montés axialement l'un au-dessus
de l'autre ou l'un derrière l'autre.
14. Manette d'actionnement selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce que l'élément de blocage ou de serrage (70) s'appuie axialement sur la douille (150).
15. Manette d'actionnement selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisée en ce que l'élément de blocage ou de serrage (70) s'appuie sur une surface oblique (90) formée
sur la douille (150), dont le sens d'inclinaison s'étend diagonalement à l'aire de
surface de l'élément d'entraînement (30).
16. Manette d'actionnement selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisée en ce que la douille (150) comporte un rebord (55) monté de façon rotative dans une plaque
de porte, en tant que saillie ou rebord de préhension (24).
17. Manette d'actionnement selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisée en ce que le dispositif (40) forme une unité de construction pré-assemblée.