[0001] Die Erfindung betrifft ein Walzgerüst zur Herstellung von Walzband oder Blech mit
Arbeitswalzen, die sich an Stützwalzen oder Zwischenwalzen und Stützwalzen abstützen,
wobei die Arbeitswalzen und/oder Zwischenwalzen im Walzgerüst gegeneinander axial
verschiebbar angeordnet sind und jede Arbeits- und/oder Zwischenwalze eine über die
gesamte wirksame Ballenlänge verlaufende, gekrümmte, durch eine trigonometrische Funktion
beschreibbare Ballenkontur aufweist und sich diese beiden Ballenkonturen ausschließlich
in einer bestimmten relativen Axialstellung der Walzen des Walzenpaares im unbelasteten
Zustand komplementär ergänzen.
[0002] Bei Quarto-Walzgerüsten oder Sexto-Walzgerüsten gehört es zur gängigen Praxis, zumindest
die beiden Arbeitswalzen oder die beiden Zwischenwalzen mit einer speziellen Ballenkontur
auszustatten und axial wirkende Verstelleinrichtungen für diese Arbeitswalzen oder
Stützwalzen vorzusehen, um die Walzspaltkontur in Abhängigkeit vom aktuellen Walzbandprofil
einstellen zu können.
[0003] Ein Walzgerüst der gattungsbildenden Art ist bereits aus der
EP-A 0258482 bekannt. Die Walzballenkontur der in der Fachwelt unter der Bezeichnung SmartCrown®
aus z.B. der
AT 410765B bekannten Walzen ist mathematisch durch eine modifizierte Sinusfunktion beschreibbar.
Durch geeignete Wahl der Konturparameter ergibt sich dabei ein kosinusförmiger Leerwalzspalt,
der durch Axialverschiebung der Walzen in seiner Amplitude gezielt beeinflusst werden
kann.
[0004] Bei Einsatz von Arbeitswalzen bzw. Zwischenwalzen mit dieser speziellen Ballenkontur
und zylindrisch geformten Stützwalzen in Quarto- oder Sexto-Walzgerüsten, wie im Normalfall
üblich, ist es unvermeidbar, dass es im laufenden Walzbetrieb zu inhomogenen Lastverteilungen
zwischen den Stützwalzen und den unmittelbar benachbarten Walzen kommt. Da der mit
Hilfe der konturierten Walzen abzudeckende Balligkeitsbereich immer durch die Anforderungen
des Walzprozesses bestimmt werden, wie beispielsweise durch unterschiedliche Prozessparameter,
Dimensionen und verformungstechnische Eigenschaften des Walzgutes, ist der Verschiebehub
der konturierten Walzen die einzige Einflussgröße, mit welcher sich die Ausgeprägtheit
der Inhomogenität der Lastverteilung beeinflussen lässt.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die zuvor beschriebenen Nachteile
des Standes der Technik zu vermeiden und ein Walzgerüst vorzuschlagen, bei dem Inhomogenitäten
in der Lastverteilung entlang der Kontaktlinie der Stützwalzen und ihrer Nachbarwalzen
zu minimieren und insbesondere örtliche Belastungsspitzen im Lastverteilungsverlauf
abzubauen und damit die Einsatzdauer der Walzen und die notwendigen Nachschleifintervalle
zu vergrößern.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Walzgerüst mit den Merkmalen von Anspruch 1 in Kombination
gelöst.
[0007] Bei einem Quartogerüst bezieht sich diese teilweise oder vollständige Ergänzung der
Ballenkonturen auf die beiden Stützwalzen und die jeweils benachbarten Arbeitswalzen.
Bei einem Sextogerüst bezieht sich diese teilweise oder vollständige Ergänzung der
Ballenkonturen auf die beiden Stützwalzen und die jeweils benachbarten Zwischenwalzen.
[0008] Aus prozesstechnischer Sicht ist ein möglichst kurzer Verschiebehub der Arbeitswalzen
von Vorteil, da damit sowohl die Verschiebezeit als auch die anlagentechnisch vorzusehenden
Verschiebeführungen kurz gehalten werden können. Ein kurzer Verschiebehub führt allerdings
dazu, dass bei einem vorgegebenen Profilstellbereich der Arbeitswalzen größere Durchmesserunterschiede
über der Ballenlänge auftreten als bei einem längeren Verschiebehub. Diese Nachteile
aus einem kurzen Verschiebehub können durch die komplementäre Ergänzung der Ballenkonturen
von Stützwalzen und benachbarten Walzen wesentlich reduziert werden.
[0009] Die Walzen im Walzgerüst sind nach einer möglichen Ausführungsform der Erfindung
so ausgerichtet, dass eine vollständige Ergänzung der Ballenkonturen der Stützwalzen
und der unmittelbar benachbarten Arbeitswalzen oder Zwischenwalzen im unverschobenen
Zustand der unmittelbar benachbarten Arbeitswalzen oder Zwischenwalzen auftritt.
[0010] Da der maximale Verschiebehub in der Regel jedoch wesentlich kleiner als die Walzenballenlänge
ist, treten auch in einem verschobenen Zustand der Walzen im unbelasteten Zustand
zwischen den Walzen wesentlich kleinere Spalte als bei zylindrischen Stützwalzen auf,
wodurch es in jedem Betriebszustand zu einer annähernd homogenen Lastverteilung zwischen
den Walzen kommt.
[0011] Nach einer weiteren möglichen Ausführungsform der Erfindung wird die zugrunde liegende
Aufgabe auch dann gelöst, wenn eine unvollständige Ergänzung der Ballenkonturen der
Stützwalzen und der unmittelbar benachbarten Arbeitswalzen oder Zwischenwalzen im
unverschobenen Zustand der unmittelbar benachbarten Arbeitswalzen oder Zwischenwalzen
unter der Bedingung auftritt, dass bei einem Stützwalzenradius R
B(x) entsprechend der Formel R
B(x) = R
0 + k.r
B(x)
mit
R
B(x) Stützwalzenradius an der Stelle x der axialen Stützwalzenerstreckung,
R
0 Radiusoffset,
r
B(x) Kontur an der Stelle x der axialen Stützwalzenerstreckung und
k Korrekturfaktor,
der Korrekturfaktor k im Intervall 0 < k ≤ 2 unter Ausschluss des Wertes k = 1 festgelegt
ist.
[0012] Dieser Formalismus lässt sich ausgehend von einer Betrachtung der geometrischen Zusammenhänge
bei einer vollständigen Ergänzung der Walzenballenkonturen einer Stützwalze und ihrer
benachbarten Walze darstellen.
[0013] Bei einer vollständigen Ergänzung der Walzenballenkontur der Stützwalze und der benachbarten
Walze (Zwischenwalze oder Arbeitswalze) sind die Achsen der beiden Walzen im unbelasteten
Zustand parallel. Für die Radien der Walzen bedeutet dies:

mit
- RN(x)
- Radius der Nachbarwalze an der Stelle x
- RB(x)
- Radius der Stützwalze an der Stelle x
- A
- Achsabstand
[0014] Durch die Definition der Kontur der Arbeits- oder Zwischenwalze ist damit auch die
Kontur der Stützwalze in diesem Fall vollständig bestimmt. Der Radius setzt sich dabei
aus einem Offset-Wert R
0 und der eigentlichen Kontur r
B zusammen, die eine modifizierte Sinusfunktion darstellt:

mit
- R0
- Radiusoffset
- rB(x)
- Kontur an der Stelle x
[0015] Eine unvollständige Ergänzung tritt daher dann auf, wenn die Konturfunktion r
B durch einen Korrekturfaktor k modifiziert wird. Daraus folgt:

mit
- k
- Konturfaktor (k ≠ 1)
[0016] Für den Fall k = 1 ergibt sich die vollständige Ergänzung der Walzenballenkonturen.
Bei einer Abweichung des Konturfaktors k vom Wert k = 1 ist eine vollständige Ergänzung
der Walzenballenkonturen nicht mehr gegeben. Der Konturfaktor kann größer oder kleiner
als 1 sein. Die Position der Extrempunkte und der Wendepunkte der Walzenballenkontur
bleiben dabei unverändert. Nimmt der Konturfaktor k den Wert 0 an, wird die Stützwalzen-Ballenkontur
zylindrisch. Eine ausreichende Minimierung der Inhomogenitäten in der Lastverteilung
entlang der Walzenballenkontur wird mit Korrekturfaktoren im gewählten Bereich 0 <
k ≤ 2 unter Ausschluss des Wertes k=1 erreicht.
[0017] Um unzulässig hohe Kantenpressungen zwischen Arbeitswalzen und Stützwalzen oder zwischen
Zwischenwalzen und Stützwalzen zu vermeiden, sind Ballenenden der Walzen üblicherweise
angefast und weisen in diesen Randbereichen somit eine Freistellung auf. Freistellungen
dieser Art sind aus der
EP 0 258 482 A1 oder der
EP 1 228 818 A2 bereits bekannt. Diese Freistellungen sind bei konturierten Walzenballen in Randbereichen
mit zum Rand hin zunehmenden Ballenradius durch ein zylindrisches Ballenende ausgebildet,
wie dies in der
EP 0 258 482 A1 dargestellt ist oder kann bei Walzen mit zylindrischer Walzenballenkontur durch einen
konusförmigen Randbereich ausgebildet sein, wie dies beispielsweise in der
EP 1 228 818 A2 dargestellt und beschrieben ist. Jedenfalls kommt es bei diesen bekannten Freistellungen
lediglich zu einer Vorlagerung der kritischen Pressung von den Ballenenden (Kanten)
zum Übergangsbereich zwischen der verbliebenen Ballenkontur und der Kontur der Anfasung,
da bei dieser Ausgestaltung der Anfasung wiederum einen Knick im Konturverlauf des
Walzenballens auftritt.
[0018] Sehr gute Ergebnisse hinsichtlich einer Minimierung und Vergleichmäßigung der Lastverteilung
werden erzielt, wenn die Anfasungsfunktion von einer Kreisfunktion gebildet ist. Ähnlich
gute Ergebnisse werden auch erzielt, wenn die Anfasungsfunktion von einer Sinusfunktion
oder einer Funktion 2. Ordnung, beispielsweise einer parabolischen Funktion gebildet
ist.
[0019] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung nicht einschränkender Ausführungsbeispiele, wobei auf die beiliegenden
Figuren Bezug genommen wird, die Folgendes zeigen:
- Fig. 1
- die schematische Darstellung eines Quarto-Gerüstes mit konturierten Arbeitswalzen
und zylindrischen Stützwalzen gemäß dem Stand der Technik,
- Fig. 2
- die typische Lastverteilung zwischen Arbeitswalzen und Stützwalzen in einem Quarto-Gerüst
gemäß Figur 1,
- Fig. 3
- die schematische Darstellung eines Quarto-Gerüstes mit konturierten Arbeitswalzen
und komplementären Stützwalzen.
- Fig. 4
- die typische Lastverteilung zwischen Arbeitswalzen und Stützwalzen in einem Quarto-Gerüst
gemäß Figur 3,
- Fig. 5
- die schematische Darstellung eines Sexto-Gerüstes mit konturierten Stützwalzen und
komplementären Zwischenwalzen,
- Fig. 6
- die schematische Darstellung eines Quarto-Gerüstes mit konturierten Arbeitswalzen
und komplementären Stützwalzen mit einem Korrekturfaktor k=0,75,
- Fig. 7
- die erfindungsgemäße Kontur der oberen Stützwalze mit einer kreisförmigen Anfasung
im Vergleich mit einer Ballenkontur gemäß Stand der Technik.
[0020] In den Figuren 1 bis 4 wird die Lastverteilung zwischen Stützwalzen und Arbeitswalzen
bei einer Walzenballenkontur gemäß dem Stand der Technik der Lastverteilung zwischen
Stützwalzen und Arbeitswalzen bei einer Walzenballenkontur gemäß der Erfindung am
Beispiel eines Quarto-Gerüstes gegenübergestellt.
[0021] Figur 1 zeigt in einer schematischen Darstellung die Walzenanordnung in einem Quarto-Gerüst
zum Walzen eines Metallbandes B, insbesondere eines Stahlbandes mit Arbeitswalzen
1 und Stützwalzen 2. Die axial verschiebbaren Arbeitswalzen 1 weisen jeweils eine
durch eine modifizierte Sinusfunktion beschreibbare Ballenkontur 3 auf. Diese Ballenkonturen
3 ergänzen sich in einer bestimmten relativen Axialstellung der Walzen des Arbeitswalzenpaares
komplementär. Die Arbeitswalzen 1 werden von Stützwalzen 2 gestützt, die eine zylindrische
Ballenkontur 4 aufweisen und auf die Arbeitswalzen einwirkende Walzkräfte abstützen.
Die Lastverteilung zwischen der oberen Arbeitswalze 1 und der oberen Stützwalze 2
ist für diesen Fall der Walzenballengestaltung in Figur 2 dargestellt, wobei die spezifische
Kraft zwischen den Walzen über die Ballenlänge aufgetragen ist und einerseits Belastungsspitzen
im Kantenbereich hervortreten und andererseits Maximal- und Minimalwerte entsprechend
dem sinusförmigen Konturverlauf auftreten. Für vier ausgewählte Werte der maximalen
relativen Axialverschiebung (Verschiebehub) der Arbeitswalzen zueinander sind Lastverteilungskurven
dargestellt.
[0022] Figur 3 zeigt in einer schematischen Darstellung die Walzenanordnung in einem Quarto-Gerüst
mit Arbeitswalzen 1 und Stützwalzen 2. Die axial verschiebbaren Arbeitswalzen 1 weisen
jeweils eine durch eine modifizierte Sinusfunktion beschreibbare Ballenkontur 3 auf,
wobei sich diese Ballenkonturen in einer bestimmten relativen Axialstellung der Arbeitswalzen
komplementär ergänzen. Die beiden Stützwalzen 2 weisen ebenfalls eine sich ergänzende
komplementäre Ballenkontur 4 auf, die ebenfalls von einer modifizierten Sinusfunktion
gebildet ist, wobei sich die Ballenkonturen der benachbarten, zusammenwirkenden Arbeitswalze
1 und Stützwalze 2 in einem unbelasteten Zustand vollständig ergänzen. Die Lastverteilung
zwischen der oberen Arbeitswalze 1 und der oberen Stützwalze 2 ist für diesen Fall
der Walzenballengestaltung in Figur 4 dargestellt. Belastungsspitzen im Kantenbereich
treten in Abhängigkeit von der Axialverschiebung unterschiedlich stark hervor. Insgesamt
zeigt sich über den Walzballenverlauf bei der erfindungsgemäßen Ausführung jedoch
bereits eine grundlegende Vergleichmäßigung der Lastverteilung.
[0023] Figur 5 zeigt in einer schematischen Anordnung die Walzenanordnung in einem SextoGerüst
mit Arbeitswalzen 1, Zwischenwalzen 5 und Stützwalzen 2, wobei die Arbeitswalzen über
die Zwischenwalzen an den Stützwalzen abgestützt sind. Die Arbeitswalzen 1 sind mit
einer zylindrischen Ballenkontur 3 ausgestattet. Nach einer weiteren möglichen Ausgestaltung
kann sich die Ballenkontur der Arbeitswalzen jedoch auch an der Ballenkontur der benachbarten
Zwischenwalzen orientieren. Die Zwischenwalzen 5 weisen eine durch eine modifizierte
Sinusfunktion beschreibbare Ballenkontur 6 auf. Gleichermaßen weisen die Stützwalzen
2 eine durch eine Sinusfunktion beschreibbare Ballenkontur 4 auf. Die Ballenkonturen
4 der Stützwalzen 2 und die Ballenkontur der Zwischenwalzen 5 ergänzen sich in der
unverschobenen Axialstellung der axial verstellbaren Zwischenwalzen 5 im unbelasteten
Zustand vollständig.
[0024] Figur 6 zeigt Arbeitswalzen 1 und Stützwalzen 2 in einem Quarto-Gerüst in einer schematischen
Darstellung, wobei der grundsätzliche Aufbau der Ballenkonturen 3,,4 der Ausführungsform
nach Figur 3 folgt. Allerdings ist der Konturverlauf durch einen Konturfaktor k =
0,75 verändert, wodurch im unbelasteten Zustand nur mehr eine teilweise Ergänzung
der Ballenkonturen der Stützwalze 2 und der unmittelbar benachbarten Arbeitswalze
1 auftritt.
[0025] Nach einer nicht dargestellten Ausführungsform ist es gleichermaßen bei einem SextoGerüst
analog der Figur 5 möglich, den Konturverlauf der Stützwalzen und der Zwischenwalzen
durch einen Korrekturfaktor k zu verändern, wodurch im unbelasteten Zustand nur mehr
eine teilweise Ergänzung der Ballenkonturen der Stützwalze und der unmittelbar benachbarten
Zwischenwalze auftritt.
[0026] In Figur 7 ist der Verlauf der Walzenballenkontur 7 einer Stützwalze oder Zwischenwalze
oder Arbeitswalze über die Ballenlänge dargestellt. Mit strichpunktierten Linien 8,
9 sind aus dem Stand der Technik bekannte Möglichkeiten der Anfasung einer Walze in
deren Endbereichen dargestellt, um hohe Kantenpressungen zu vermeiden. Die Anfasung
entsprechend der strichpunktierten Linie 8 erzeugt einen zylindrischen Endbereich
und die Anfasung entsprechend der strichpunktierten Linie 9 einen konusförmigen Endbereich
an den Walzen, wobei in beiden Fällen ein Knick 10 im Konturverlauf über die Ballenlänge
auftritt, der eine umlaufende Kante auf der Walze bildet. Eine Verbesserung der Belastungsverhältnisse
ergibt sich durch eine sich an die Ballenkontur allmählich annähernde Anfasung, wodurch
beiderseits eine korrigierte Ballenkontur entsteht, die durch die punktierten Linien
11 und 12 veranschaulicht ist. Im Übergangspunkt P der Ballenkontur in die korrigierte
Ballenkontur weisen beide Kurvenverläufe dieselbe Steigung wie die Tangente t auf.
1. Walzgerüst zur Herstellung von Walzband oder Blech mit Arbeitswalzen, die sich an
Stützwalzen oder Zwischenwalzen und Stützwalzen abstützen, wobei die Arbeitswalzen
und/oder Zwischenwalzen im Walzgerüst gegeneinander axial verschiebbar angeordnet
sind und jede Arbeits- und/oder Zwischenwalze eine über die gesamte wirksame Ballenlänge
verlaufende, gekrümmte, durch eine trigonometrische Funktion beschreibbare Ballenkontur
aufweist und sich diese beiden Ballenkonturen ausschließlich in einer bestimmten relativen
Axialstellung der Walzen des Walzenpaares im unbelasteten Zustand komplementär ergänzen,
wobei die Stützwalzen eine komplementäre Ballenkontur aufweisen und im unbelasteten
Zustand eine teilweise oder vollständige Ergänzung der Ballenkonturen der Stützwalzen
und der unmittelbar benachbarten Arbeitswalzen oder Zwischenwalzen auftritt, wobei
die Ballenkontur der Arbeitswalzen oder der Zwischenwalzen oder der Stützwalzen in
mindestens einem der Randbereiche ihrer Längserstreckung Anfasungen aufweist und in
diesen Randbereichen korrigierte Ballenkonturen bilden, die sich durch Subtraktion
einer beliebigen mathematischen Anfasungsfunktion von der Konturfunktion ergebene,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steigung der Ballenkontur und die Steigung der korrigierten Ballenkontur im Übergangspunkt
von der Ballenkontur zur korrigierten Ballenkontur gleich sind.
2. Walzgerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine vollständige Ergänzung der Ballenkonturen der Stützwalzen und der unmittelbar
benachbarten Arbeitswalzen oder Zwischenwalzen im unverschobenen Zustand der unmittelbar
benachbarten Arbeitswalzen oder Zwischenwalzen auftritt.
3. Walzgerüst nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass eine unvollständige Ergänzung der Ballenkonturen der Stützwalzen und der unmittelbar
benachbarten Arbeitswalzen oder Zwischenwalzen im unverschobenen Zustand der unmittelbar
benachbarten Arbeitswalzen oder Zwischenwalzen unter der Bedingung auftritt, dass
bei einem Stützwalzenradius R
B(x) entsprechend der Formel

mit
R
B(x) Stützwalzenradius an der Stelle x der axialen Stützwalzenerstreckung
R
0 Radiusoffset
r
B(x) Kontur an der Stelle x der axialen Stützwalzenerstreckung
k Korrekturfaktor
der Korrekturfaktor k im Intervall 0 < k ≤ 2 unter Ausschluss des Wertes k=1 festgelegt
ist.
4. Walzgerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anfasungsfunktion eine Kreisfunktion ist.
5. Walzgerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anfasungsfunktion eine Sinusfunktion ist.
6. Walzgerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anfasungsfunktion eine Funktion 2. Ordnung ist.
1. Rolling mill stand for the production of rolled strip or sheet metal, with working
rolls which are supported on supporting rolls or intermediate rolls and supporting
rolls, the working rolls and/or intermediate rolls being arranged in the rolling mill
stand so as to be displaced axially with respect to one another, and each working
and/or intermediate roll having a curved barrel contour which runs over the entire
effective barrel length and can be described by a trigonometric function, and these
two barrel contours completing one another in a complementary way, in the non-loaded
state, solely in one specific relative axial position of the rolls of the pair of
rolls, the supporting rolls having a complementary barrel contour, and a partial or
full completion of the barrel contours of the supporting rolls and of the directly
adjacent working rolls or intermediate rolls occurring in the non-loaded state, the
barrel contour of the working rolls or the intermediate rolls or the supporting rolls
having chamfers in at least one of the marginal regions of its longitudinal extent
and in these marginal regions corrected barrel contours form which are obtained by
subtracting any mathematical chamfer function from the contour function, characterized in that the pitch of the barrel contour and the pitch of the corrected barrel contour at
the transition point from the barrel contour to the corrected barrel contour are identical.
2. Rolling mill stand as claimed in Claim 1, characterized in that a full completion of the barrel contours of the supporting rolls and of the directly
adjacent working rolls or intermediate rolls occurs in the nondisplaced state of the
directly adjacent working rolls or intermediate rolls.
3. Rolling mill stand as claimed in Claim 1,
characterized in that an incomplete completion of the barrel contours of the supporting rolls and of the
directly adjacent working rolls or intermediate rolls occurs in the nondisplaced state
of the directly adjacent working rolls or intermediate rolls, on the condition that,
in the case of a supporting roll radius R
B(x) according to the formula

where
R
B(x) is the supporting roll radius at the point x of the axial supporting roll extent,
R
0 is the radius offset,
r
B(x) is the contour at the point x of the axial supporting roll extent,
k is a correcting factor,
the correcting factor k being fixed in the interval 0 < k ≤ 2, excluding the value
k=1.
4. Rolling mill stand as claimed in Claim 1, characterized in that the chamfer function is a trigonometric function.
5. Rolling mill stand as claimed in Claim 1, characterized in that the chamfer function is a sine function.
6. Rolling mill stand as claimed in Claim 1, characterized in that the chamfer function is a second order function.
1. Cage de laminoir servant à produire un feuillard ou une tôle laminée et dotée de cylindres
de travail qui sont soutenus sur des cylindres de soutien ou sur des cylindres intermédiaires
et des cylindres de soutien,
les cylindres de travail et/ou les cylindres intermédiaires étant disposés dans la
cage de laminoir de manière à pouvoir coulisser axialement l'un par rapport à l'autre
et chaque cylindre de travail et/ou cylindre intermédiaire présentant un contour de
corps qui s'étend sur la totalité de la longueur efficace du corps, courbé et décrit
par une fonction trigonométrique, tandis qu'à l'état non sollicité, ces deux concours
de corps se complètent de manière complémentaire uniquement dans une position axiale
relative définie des cylindres de la paire de cylindres,
les cylindres de soutien présentant un contour de corps complémentaire et à l'état
non sollicité, le contour de corps des cylindres de soutien et des cylindres de travail
ou cylindres intermédiaires immédiatement voisins étant partiellement ou complètement
complémentaires,
le contour de corps des cylindres de travail, des cylindres intermédiaires ou des
cylindres de soutien présentant un chanfrein dans au moins une des parties de bord
de leur extension longitudinale et formant dans ces parties de bord des contours de
corps corrigés obtenus en soustrayant une fonction mathématique quelconque de chanfrein
de la fonction du contour, caractérisée en ce que
la pente du contour de corps et la pente du contour de corps corrigé sont identiques
au point de transition entre le contour de corps corrigé et le contour de corps.
2. Cage de laminoir selon la revendication 1, caractérisée en ce que lorsque les cylindres de travail ou cylindres intermédiaires immédiatement voisins
sont en position non déplacée, les contours de corps des cylindres de soutien et des
cylindres de travail ou cylindres intermédiaires immédiatement voisins se complètent
totalement.
3. Cage de laminoir selon la revendication 1,
caractérisée en ce que lorsque les cylindres de travail ou cylindres intermédiaires immédiatement voisins
sont en position non déplacée, les contours de corps des cylindres de soutien et des
cylindres de travail ou cylindres intermédiaires immédiatement voisins ne se complètent
pas totalement, avec la condition que le rayon R
b(x) du cylindre de soutien correspond à la formule

dans laquelle
R
b(x) est le rayon du cylindre de soutien à l'emplacement x de l'extension axiale du
cylindre de soutien,
R
0 est un décalage de rayon,
R
b(x) est le contour à l'emplacement x de l'extension axiale du cylindre de soutien
et
k est un facteur de correction,
le facteur de correction k étant défini dans l'intervalle 0 < k ≤ 2 avec exclusion
de la valeur k = 1.
4. Cage de laminoir selon la revendication 1, caractérisée en ce que la fonction de chanfrein est une fonction circulaire.
5. Cage de laminoir selon la revendication 1, caractérisée en ce que la fonction de chanfrein est une fonction sinusoïdale.
6. Cage de laminoir selon la revendication 1, caractérisée en ce que la fonction de chanfrein est une fonction d'ordre 2.