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(11) |
EP 2 114 744 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.08.2012 Patentblatt 2012/31 |
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Anmeldetag: 02.01.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/050017 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/081019 (10.07.2008 Gazette 2008/28) |
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REGELUNG EINER LUFTFEDER
REGULATION OF AN AIR SPRING
REGULATION D'UN RESSORT PNEUMATIQUE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
03.01.2007 DE 102007001342
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.11.2009 Patentblatt 2009/46 |
| (73) |
Patentinhaber: Siemens Aktiengesellschaft |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- WIESAND, Manfred
90559 Burgthann (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 354 438 DE-C1- 19 544 622
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DE-A1- 1 455 140
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit einer Luftfeder zum Abstützen einer Last
an einem Drehgestell eines Schienenfahrzeuges, einer Druckluftversorgung, die mit
der Luftfeder über ein Luftfederventil zum Entlüften oder zum Füllen der Luftfeder
mit Druckluft pneumatisch verbunden ist, und einer Regelungseinheit zum Einstellen
des Luftvolumens und/oder des Luftdruckes in der Luftfeder, wobei das Be- und Entlüften
der Luftfeder über wenigstens eine Druckluftleitung erfolgt.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Regeln des Luftdruckes und des Luftvolumens
einer Luftfeder eines Schienenfahrzeuges, bei dem eine Regelungseinheit auf ein Luftfederventil
zugreift, das mit der Luftfeder und einer Druckluftversorgung kommuniziert, wobei
wenigstens eine Druckluftleitung zum Be- und Entlüften der Luftfeder vorgesehen ist.
[0003] Aus der
DE 1 455 140 A ist eine Luftfederung für Schienenfahrzeuge mit einer lastabhängigen Steuerung des
Innendrucks der Luftfeder bekannt. Die lastabhängige Einstellung der Luftfeder erfolgt
bei geöffneten Türen und somit bei Stillstand des Zuges. Nach dem Schließen der Türen
des Schienenfahrzeugs kommt es mittels eines pneumatischen Schaltrelais sowie eines
pneumatischen Schaltventils zu einer Änderung der Begrenzung der Druckluftleitung,
so dass das Einspeisen von Druckluft sowie das Entlüften der Druckluftfeder nur noch
verlangsamt möglich ist.
[0004] Die
EP 0 354 438 offenbart ein Luftfedersystem für einen Bus. Überschreitet die Geschwindigkeit des
Busses einen Schwellenwert, wird die Möglichkeit der Entlüftung oder Belüftung der
Luftfedern des Busses durch elektrisch ansteuerbare Schaltventile unterbunden.
[0005] Ein weiteres Druckluftfedersystem ist in der
DE 195 44 622 C1 offenbart. Auch hier wird bei Überschreiten eines Schwellenwertes die Druckluftleitung,
welche ein Druckreservoir mit der Luftfeder verbindet, verengt.
[0006] Die Federung eines Schienenfahrzeugs zur Personenbeförderung umfasst in der Regel
eine mechanisch ausgestaltete Primärfeder und eine sekundäre Luftfeder. Die Luftfeder
ermöglicht neben der zusätzlichen Dämpfung auch eine Niveauregulierung des Wagenkastens
zum Ausgleich unterschiedlicher Lasten, durch welche die Federung unterschiedlich
stark zusammen gedrückt wird. Der vorbekannten Vorrichtung haftet der Nachteil an,
dass bei hohen Geschwindigkeiten des Schienenfahrzeugs Fliehkräfte das Niveau des
Wagenkastens bezüglich des Drehgestells dynamisch beeinflussen. Beim Durchfahren von
Senken wird das Niveau des Wagenkastens beispielsweise dynamisch abgesenkt, so dass
das Luftfederventil Luft nachführt, um dem Absenken des Wagenkastens entgegenzuwirken.
Beim Überfahren von Kuppen hingegen wird der Boden oder das Niveau des Wagenkastens
dynamisch angehoben, so dass das Luftfederventil ein Ablassen der Druckluft aus der
Luftfeder bewirkt. Durch die dynamische Belastung wird daher Druckluft unnötig in
die Luftfeder gespeist oder in die Atmosphäre abgegeben. Eine Niveauregelung während
der Fahrt ist jedoch in der Regel unnötig.
[0007] Der Erfindung liegt ausgehend von dem genannten Stand der Technik die Aufgabe zugrunde,
ein unnötiges Be- und Entlüften der Luftfeder zu vermeiden.
[0008] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch Mittel zum Begrenzen des Volumenstromes in
wenigstens einer der Druckluftleitungen in Abhängigkeit der Geschwindigkeit des Schienenfahrzeuges,
wobei bei hohen Geschwindigkeiten des Schienenfahrzeugs die Druckluftleitung stärker
begrenzt wird als bei langsamen Fahrten.
[0009] Erfindungsgemäß sind Mittel zum Begrenzen des Luftstromes in einer oder in mehreren
der Druckluftleitungen vorgesehen, die zum Belüften oder zum Entlüften der Luftfeder
bei deren Regelung dienen. Diese Begrenzung ist von der Geschwindigkeit des Schienenfahrzeuges
abhängig. Bei hohen Geschwindigkeiten des Schienenfahrzeuges wird im Rahmen der Erfindung
die den Begrenzungsmitteln zugeordnete Druckluftleitung und somit der Volumenstrom
der Druckluft stärker begrenzt als bei langsamen Fahrten. Bei hohen Geschwindigkeiten
sind die dynamischen Belastungen beim Durchfahren von Senken oder Kuppen und somit
das beschriebene unnötige Be- und Entlüften der Luftfeder größer als bei langsamen
Geschwindigkeiten. Durch die stärkere Begrenzung des Volumenstromes in den Druckluftleitungen
kann das unnötige Be- und Entlüften daher herabgesetzt werden. Mit anderen Worten
wird die Regelung träger. Kommt es - wie bei hohen Geschwindigkeiten üblich - nur
zu einem kurzzeitigen Abheben des Wagenkastens bezüglich des Drehgestells, ist aufgrund
der größeren Trägheit der Druckluftstromes das Luftfederventil nicht in der Lage,
eine maßgebliche Menge an Druckluft abzulassen, da im Falle einer elektronischen Regelungseinheit
zuvor Messsensoren der Regelungseinheit melden, dass das Niveau des Wagenkastens nach
der Kuppe beispielsweise wieder seine normale Höhe erreicht hat. Das Ent- und Belüften
wird daher im Rahmen der Erfindung begrenzt oder sogar vollständig vermieden.
[0010] Vorteilhafterweise sind die Mittel zum Begrenzen des Volumenstromes zum Verengen
der ihnen zugeordneten Druckluftleitung eingerichtet, sobald das Schienenfahrzeug
eine Schwellengeschwindigkeit überschreitet. Diese Form der Volumenstrombegrenzung
ist eine der einfachsten und kostengünstigsten Ausgestaltungen der Erfindung. Die
Verengung der Druckluftleitung kann mit beliebigen Ventilen erfolgen, die dem Fachmann
als solche bekannt sind, so dass an dieser Stelle hierauf nicht näher eingegangen
zu werden braucht.
[0011] Die Verengung tritt gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung ein, wenn die Geschwindigkeit
des Schienenfahrzeugs eine Schwellengeschwindigkeit übersteigt. Abweichend hiervon
können im Rahmen der Erfindung auch kompliziertere Verfahren zum Feststellen des Zustandes
ausgewählt werden, in dem das Schienenfahrzeug eine Geschwindigkeit aufgenommen hat,
in der es zum ungewollten und unnötigen Ent- oder Belüften der Luftfeder kommt. Hierzu
weist die Auswerteeinheit eine in ihr implementierte Logik auf, die anhand der Messwerte
und der vorgegebenen Sollwerte diesen Zustand feststellt.
[0012] In vorteilhafter Weise umfassen die Messsensoren Türsensoren, wobei die Türsensoren
bei einer Öffnung der Türen des Schienenfahrzeugs zum Erzeugen eines Freigabesignals
eingerichtet sind. Die Messsensoren und/oder das Freigabesignal müssen nicht gesondert
bereitgestellt werden. Vielmehr ist es im Rahmen der Erfindung zweckmäßig auf ohnehin
vorhandene Messsensoren oder Freigabesignale zurückzugreifen. Das Freigabesignal bewirkt
beispielsweise, dass eine Druckluftleitung zum Belüften durch ein zweckmäßiges Regelventil
abgesperrt wird, so dass ein Volumenstrom durch die Druckluftleitung vollständig verhindert
ist. Auf eine Niveauregelung während der Fahrt wird gemäß dieser vorteilhaften Ausgestaltung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung vollständig verzichtet.
[0013] Vorteilhafterweise ist die Regelungseinheit eine mechanische Regelungseinheit. Zur
mechanischen Regelung ist das Luftfederventil beispielsweise über eine Hebelmechanik
parallel zur Luftfeder mit einem Wagenkasten eines Schienenfahrzeugs mechanisch verbunden.
Der Wagenkasten ist mittels einer Primärfeder und der Luftfeder an Drehgestellen abgestützt.
Die besagten Federn werden im Falle einer zusätzlichen Belastung des Wagenkastens
stärker zusammengedrückt, so dass es zu einer Absenkung des Wagenkastens kommt. Diese
Absenkbewegung wird über die besagte Hebelmechanik in das Luftfederventil eingeleitet,
so dass dieses zweckmäßig angesteuert wird und für eine Belüftung der Luftfeder mit
einer Anhebung des Wagenkastens im Gefolge sorgt. Das iastbedingte Absinken des Wagenkastens
kann so ausgeglichen werden.
[0014] Bei einer davon abweichenden Variante der Erfindung ist die Regelungseinheit eine
elektronische Regelungseinheit, die Messsensoren zum Erfassen eines Luftdruckes und/oder
Luftvolumens der Luftfeder aufweist. Die Regelungseinheit verfügt ferner über eine
zweckmäßige Logik, beispielsweise in Form einer Software, die auf einer programmierbaren
Recheneinheit umgesetzt wird. Die Messsensoren stellen der Software Istwerte zur Verfügung,
die mit entsprechenden Sollwerten verglichen werden. In Abhängigkeit der Abweichung
zwischen Soll- und Istwert steuert ein geeigneter Regler das beispielsweise elektronisch
ansprechbare Luftfederventil an.
[0015] Vorteilhafterweise ist das Luftfederventil über eine Ablassrohrleitung mit der Außenatmosphäre
verbunden, wobei die Mittel zum Begrenzen des Volumenstromes den Volumenstrom der
Ablassrohrleitung begrenzen. Die Begrenzung des Volumenstroms in der Ablassrohrleitung
unterstützt beispielsweise die Begrenzung der Druckluftleitung zum Belüften der Luftfeder.
Abweichend davon ist im Rahmen der Erfindung auch die Begrenzung des Volumenstromes
der Ablassrohrleitung allein ausreichend, um ein unnötiges Entlüften der Luftfeder
zu verhindern.
[0016] Die Erfindung löst diese Aufgabe ausgehend von dem eingangs genannten Verfahren dadurch,
dass der Volumenstrom in wenigsten einer der Druckluftleitungen in Abhängigkeit der
Geschwindigkeit des Schienenfahrzeuges begrenzt wird, wobei der Volumenstrom in der
zugeordneten Druckluftleitung dynamisch an die Geschwindigkeit des Schienenfahrzeuges
angepasst wird.
[0017] Erfindungsgemäß wird der Luftstrom in der zugeordneten Druckluftleitung dynamisch
an die Geschwindigkeit des Schienenfahrzeuges angepasst. Beispielsweise ist ein Ventil
vorgesehen, das eine kontinuierliche Verengung der Druckluftleitung ermöglicht oder
aber eine abgestufte Verengung, so dass bestimmte Verengungsstufen gezielt angesteuert
werden können. Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht ein allmähliches Anpassen
der Luftfederregelung an den Hochgeschwindigkeitsfall, in dem es zu den größten unnötig
abgegebenen Volumina an Druckluft kommen kann. Bei Langsamfahrten bleibt der Fahrkomfort
jedoch erhalten.
[0018] Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der
nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung unter Bezug auf
die beigefügte Figur der Zeichnung, wobei die
Figur eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zeigt.
[0019] Die Figur zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
1, die eine Luftfeder 2 aufweist, die aus zwei Teilen besteht und die an einem in
der Figur nicht sichtbaren Drehgestell befestigt ist. An der Luftfeder 2 stützt sich
ein ebenfalls nicht dargestellter Wagenkasten ab, wobei die Luftfeder 2 neben einem
Primärfedersystem, das beispielsweise aus Schraubenfedern besteht, zum Federn und
Dämpfen des Wagenkastens am Drehgestell eingerichtet ist.
[0020] Die Luftfeder 2 kommuniziert mittels einer Druckluftleitung 3 mit einer Druckluftversorgung
4, die in der Figur nur schematisch angedeutet ist. Die Zuladung oder Last des Wagenkastens
wird mittels eines Messsensors 5 erfasst, mit dem der Druck in der Luftfeder 2 ermittelbar
ist. Über den Druck kann auf die Zuladung des Wagenkastens zurück geschlossen werden.
Zum Einstellen des Druckes und des Volumens an Druckluft in der Luftfeder 2 ist ein
Luftfederventil 6 vorgesehen, wobei die Luftfeder 2 über die Ablassrohrleitung 8 als
zusätzliche Druckluftleitung entlüftet wird. Das Luftfederventil 6 ist mit einer in
der Figur nicht dargestellten Regelungseinheit verbunden, mit der auch der Messsensor
5 in Verbindung steht. Mit der Regelungseinheit ist beispielsweise eine Niveauregelung
ermöglicht, so dass beispielsweise bei einer erhöhten Zuladung des Wagenkastens ein
Absinken des Niveaus des Wagenkastens in Folge des Eindrückens der Primärfeder ausgeglichen
werden kann. Hierzu führt die Regelungseinheit den durch den Messsensor 5 bereitgestellten
Druckwert einer in der Regelungseinheit abgelegten Logik zu, die anhand von Sollwerten
und dem Druckwert eine Erhöhung des Druckes mittels des Luftfederventils 6 bewirkt.
[0021] Bei einem abweichenden figürlich nicht verdeutlichten Ausführungsbeispiel der Erfindung
ist die Regelungseinheit rein mechanisch ausgeführt, wobei die Luftfederventile über
einen Hebel und ein Gestänge parallel zur Luftfeder mit dem Wagenkasten mechanisch
verbunden sind. Somit wird mit jeder Änderung des Niveaus über das Gestänge und den
Hebel das Luftfederventil angesteuert, welches dann die Luftfeder be- beziehungsweise
entlüftet.
[0022] Darüber hinaus ist die Regelungseinheit mit Absperrventilen 7 verbunden, die sowohl
in der Druckluftleitung 3 als auch in der Ablassrohrleitung 8 angeordnet sind. Steuert
die Regelungseinheit die Absperrventile 7 mit einem Absperrsignal an, verschließen
die Absperrventile 7 die Druckluftleitungen 3 und 8, so dass die pneumatische Verbindung
der Luftfeder 2 mit der Druckluftversorgung 4 beziehungsweise mit der Außenatmosphäre
unterbrochen ist. Darüber hinaus ist die Auswerteeinheit mit einem figürlich nicht
dargestellten Türsensor verbunden, der den Zustand der Türen des Schienenfahrzeuges,
also "Türen auf" oder "Türen geschlossen" durch entsprechende Signale an die Regelungseinheit
übermittelt. Die Regelungseinheit steuert ebenfalls aufgrund einer in ihr abgelegten
Logik die Absperrventile 7 zum Öffnen an, wenn die Türsensoren anzeigen, dass die
Türen des Schienenfahrzeuges geöffnet sind. In diesem Fall ist die Druckluftregelung
der Luftfeder 2 ermöglicht und eine Niveauregelung durch die Regelungseinheit bereitgestellt.
Sobald sich jedoch die Türen des Schienenfahrzeuges schließen, steuert die Regelungseinheit
die Absperrventile 7 jedoch zum Absperren der Druckluftleitungen 3 und 8 an, so dass
eine unnötige Niveauregelung und somit ein unnötiges Be- und Entlüften der Luftfeder
2 verhindert ist.
1. Vorrichtung (1) mit
- einer Luftfeder (2) zum Abstützen einer Last an einem Drehgestell eines Schienenfahrzeuges,
- einer Druckluftversorgung (4), die mit der Luftfeder (2) über ein Luftfederventil
(6) zum Entlüften oder zum Füllen der Luftfeder (2) mit Druckluft pneumatisch verbunden
ist, und
- einer Regelungseinheit zum Einstellen des Luftvolumens und/oder des Luftdruckes
in der Luftfeder (2), wobei
- das Be- und/oder Entlüften der Luftfeder (2) über wenigstens eine Druckluftleitung
(3) erfolgt,
gekennzeichnet durch
Mittel zum Begrenzen des Volumenstromes (7) in wenigstens einer der Druckluftleitungen
(3) in Abhängigkeit der Geschwindigkeit des Schienenfahrzeuges, wobei bei hohen Geschwindigkeiten
des Schienenfahrzeugs die Druckluftleitung (3) stärker begrenzt wird als bei langsamen
Fahrten.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Begrenzen des Volumenstromes (7) zum Verengen der den besagten Mitteln
zugeordneten Druckluftleitung (3) eingerichtet sind, sobald das Schienenfahrzeug eine
Schwellengeschwindigkeit überschreitet.
3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Regelungseinheit Messsensoren (5) und Türsensoren umfasst, wobei die Türsensoren
bei geöffneten Türen des Schienenfahrzeuges zum Erzeugen eines Freigabesignals eingerichtet
sind.
4. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelungseinheit eine mechanische Regelungseinheit ist.
5. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Regelungseinheit eine elektronische Regelungseinheit ist, die Messsensoren (5)
zum Erfassen eines Luftdruckes und/oder Luftvolumens der Luftfeder (2) aufweist.
6. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet dass das Luftfederventil (6) über eine Ablassrohrleitung (8) mit der Auβenatmosphäre verbunden
ist, wobei die Mittel zum Begrenzen des Volumenstromes (7) den Volumenstrom (7) der
Ablassrohrleitung (8) begrenzen.
7. Verfahren zum Regeln des Luftdruckes und des Luftvolumens einer Luftfeder (2) eines
Schienenfahrzeuges, bei dem eine Regelungseinheit auf ein Luftfederventil (6) zugreift,
das mit der Luftfeder (2) und einer Druckluftversorgung (4) kommuniziert, wobei wenigstens
eine Druckluftleitung zum Be- und Entlüften der Druckluftleitung (3) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Volumenstrom in wenigsten einer der Druckluftleitungen (3) in Abhängigkeit der
Geschwindigkeit des Schienenfahrzeuges begrenzt wird, wobei der Volumenstrom in der
zugeordneten Druckluftleitung (3) dynamisch an die Geschwindigkeit des Schienenfahrzeuges
angepasst wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Volumenstrom begrenzt wird, sobald ein Türfreigabesignal geschlossene Türen signalisiert.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der Volumenstrom begrenzt wird, sobald das Schienenfahrzeug eine zuvor festgelegte
Schwellengeschwindigkeit überschreitet.
1. Device (1) having
- a pneumatic spring (2) for supporting a load on bogie of a rail vehicle,
- a compressed air supply (4) which is pneumatically connected to the pneumatic spring
(2) via a pneumatic spring valve (6) in order to vent or fill the pneumatic spring
(2) with compressed air, and
- a control unit for adjusting the air volume and/or air pressure in the pneumatic
spring (2), wherein
- the ventilation and/or venting of the pneumatic spring (2) takes place via at least
one compressed air line (3),
characterized by
means for limiting the volume flow (7) in at least one of the compressed air lines
(3) as a function of the speed of the rail vehicle, wherein the compressed air line
(3) is limited to a greater extent at high speeds of the rail vehicle than when the
vehicle is traveling slowly.
2. Device (1) according to Claim 1,
characterized in that the means for limiting the volume flow (7) are configured to constrict the compressed
air line (3) assigned to said means, as soon as the rail vehicle exceeds a threshold
speed.
3. Device (1) according to Claim 1,
characterized in that the control unit comprises measuring sensors (5) and door sensors, wherein the door
sensors are configured to generate a release signal when the doors of the rail vehicle
are opened.
4. Device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the control unit is a mechanical control unit.
5. Device (1) according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the control unit is an electronic control unit which has measuring sensors (5) for
measuring an air pressure and/or air volume of the pneumatic spring (2).
6. Device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the pneumatic spring valve (6) is connected to the external atmosphere via an outlet
pipeline (8), wherein the means for limiting the volume flow (7) limit the volume
flow (7) of the outlet pipeline (8).
7. Method for controlling the air pressure and the air volume of a pneumatic spring (2)
of a rail vehicle, in which a control unit accesses a pneumatic spring valve (6) which
communicates with the pneumatic spring (2) and a compressed air supply (4), wherein
at least one compressed air line is provided for ventilating and venting the pneumatic
spring (2), characterized in that the volume flow in at least one of the compressed air lines (3) is limited as a function
of the speed of the rail vehicle, wherein the volume flow in the assigned compressed
air line (3) is dynamically adapted to the speed of the rail vehicle.
8. Method according to Claim 7, characterized in that the volume flow is limited as soon as a door release signal signals closed doors.
9. Method according to one of Claims 7 to 8, characterized in that the volume flow is limited as soon as the rail vehicle exceeds a previously defined
threshold speed.
1. Dispositif ( 1 ) comprenant
- un ressort ( 2 ) pneumatique d'appui d'une charge sur un boggie d'un véhicule ferroviaire,
- une alimentation ( 4 ) en air comprimé, qui communique pneumatiquement avec le ressort
( 2 ) pneumatique par une vanne ( 6 ) de ressort pneumatique pour évacuer l'air du
du ressort ( 2 ) pneumatique ou pour le remplir d'air comprimé, et
- une unité de régulation pour régler le volume de l'air et/ou la pression de l'air
dans le ressort ( 2 ) pneumatique, dans lequel
- l'alimentation et/ou l'évacuation de l'air du ressort ( 2 ) pneumatique s'effectue
par au moins par un conduit ( 3 ) pour de l'air comprimé,
caractérisé par
- des moyens de limitation du courant ( 7 ) en volume dans au moins l'un des conduits
( 3 ) pour de l'air comprimé en fonction de la vitesse du véhicule ferroviaire, le
conduit ( 3 ) pour de l'air comprimé étant limité davantage à des vitesses grandes
du véhicule ferroviaire qu'à des marches lentes.
2. Dispositif ( 1 ) suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
les moyens de limitation du courant ( 7 ) en volume sont conçus pour étrangler le
conduit ( 3 ) pour de l'air comprimé associé auxdits moyens dès que le véhicule ferroviaire
dépasse une vitesse de seuil.
3. Dispositif ( 1 ) suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'unité de régulation comprend des capteurs ( 5 ) de mesure et des capteurs de porte,
les capteurs de porte étant conçus pour produire un signal de libération lorsque des
portes du véhicule ferroviaire sont ouvertes.
4. Dispositif ( 1 ) suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'unité de régulation est une unité de régulation mécanique.
5. Dispositif ( 1 ) suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'unité de régulation est une unité de régulation électronique, qui comporte des
capteurs ( 5 ) de mesure pour la détection d'une pression de l'air et/ou du volume
de l'air du ressort ( 2 ) pneumatique.
6. Dispositif ( 1 ) suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la vanne ( 6 ) du ressort pneumatique communique avec l'atmosphère extérieur par
un conduit ( 8 ) tubulaire d'évacuation, les moyens de limitation du courant ( 7 )
en volume limitant le courant ( 7 )en volume du conduit ( 8 ) tubulaire d'évacuation.
7. Procédé de réglage de la pression de l'air et du volume de l'air d'un ressort ( 2
) pneumatique d'un véhicule ferroviaire, dans lequel une unité de régulation a accès
à une vanne ( 6 ) de ressort pneumatique, qui communique avec le ressort ( 2 ) pneumatique
et avec une alimentation ( 4 ) en air comprimé, au moins un conduit pour de l'air
comprimé étant prévu pour l'alimentation en air et pour l'évacuation de l'air du conduit
( 3 ) pour de l'air comprimé,
caractérisé en ce qu'on limite le courant en volume dans au moins l'un des conduits ( 3 ) pour de l'air
comprimé en fonction de la vitesse du véhicule ferroviaire, le courant en volume dans
le conduit ( 3 ) pour de l'air comprimé associé étant adapté dynamiquement à la vitesse
du véhicule ferroviaire.
8. Procédé suivant la revendication 7,
caractérisé en ce qu'on limite le courant en volume dès qu'un signal de libération de porte signale des
portes fermées.
9. Procédé suivant l'une des revendications 7 à 8, caractérisé en ce qu'on limite le courant en volume dès que le véhicule ferroviaire dépasse une vitesse
de seuil fixée à l'avance.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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