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(11) |
EP 2 342 512 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.08.2012 Patentblatt 2012/31 |
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Anmeldetag: 16.10.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/063586 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/049290 (06.05.2010 Gazette 2010/18) |
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KÜHLGERÄT SOWIE VERFAHREN ZUR KÜHLRAUM-BEFEUCHTUNG IN EINEM KÜHLGERÄT
COOLING APPLIANCE, AND METHOD FOR HUMIDIFYING THE COOLING COMPARTMENT IN A COOLING
APPLIANCE
APPAREIL FRIGORIFIQUE ET PROCÉDÉ D'HUMIDIFICATION DE L'ENCEINTE FRIGORIFIQUE D'UN
APPAREIL FRIGORIFIQUE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
27.10.2008 DE 102008043187
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.07.2011 Patentblatt 2011/28 |
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Patentinhaber: BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH |
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81739 München (DE) |
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Erfinder: |
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- DAMRATH, Joachim
26721 Emden (DE)
- MRZYGLOD, Matthias
89075 Ulm (DE)
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Entgegenhaltungen: :
JP-A- 3 217 779
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US-A- 5 042 266
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Kühlgerät mit einer Kühlraum-Befeuchtungseinrichtung nach
dem Oberbegriff des Patentanspruches 1
[0002] Die Luft im Kühlraum eines Kühlgerätes ist üblicherweise unmittelbar in Kontakt mit
dem Verdampfer eines Kältemittelkreislaufes. Der Verdampfer weist sehr niedrige Oberflächentemperaturen
auf, die zu einem sofortigen Auskondensieren der Luftfeuchtigkeit führen. Die auskondensierte
Luftfeuchtigkeit gefriert auf der Verdampferoberfläche und wird damit dauerhaft gebunden.
Bei gelegentlichen Abtauvorgängen wird das Eis geschmolzen und nach außen abgeführt.
Für eine Befeuchtung der Kühlraumluft steht dieses Kondenswasser also nicht zur Verfügung.
Die Luftfeuchtigkeit im Kühlschrank ist daher äußerst gering.
[0003] Zur Steigerung der Luftfeuchtigkeit im Kühlraum weist ein aus der
US 5,042,266 bekanntes Kühlgerät eine Befeuchtungseinrichtung auf. Die Befeuchtungseinrichtung
arbeitet mit einem reversibel dehydrierbaren Sorptionsmittel, das unter Wärmebeaufschlagung
Feuchtigkeit in den Kühlraum abgibt. Das Sorptionsmittel wird in einem Adsorptionsvorgang
mit Umgebungsluft hoher Luftfeuchtigkeit durchströmt, wodurch das Sorptionsmittel
der Umgebungsluft eine Wassermenge entzieht und diese speichert. In einem nachfolgenden
Desorptionsvorgang wird die Kühlraumluft befeuchtet. Hierzu durchströmt die Kühlraumluft
unter Wärmebeaufschlagung das Sorptionsmittel. Mit der erwärmten Kühlraumluft wird
die im Sorptionsmittel gespeicherte Wassermenge als Wasserdampf freigesetzt und in
den Kühlraum geführt. Für die Wärmebeaufschlagung ist dem Sorptionsmittel ein Heizelement
vorgeschaltet, das den Kühlraumluftstrom während des Desorptionsvorgangs energieaufwendig
erwärmt.
[0004] Ein kältegerät gemäß dem oberbegriff des anspruchs 1 ist aus of 3 217779 bekannt.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Kühlgerät bereitzustellen,
bei dem die Kühlraum-Befeuchtung mit reduziertem Energieaufwand erfolgt.
[0006] Die Aufgabe ist durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen offenbart.
[0007] Auf diese Weise kann die im Verdichter-Betrieb erzeugte Abwärme zur Wärmebeaufschlagung
des Sorptionsmittels verwendet werden. Der Verdichter ist Teil eines an sich bekannten
Kältemittel-Kreislaufes, in dem auch der den Kühlraum kühlende Verdampfer geschaltet
ist.
[0008] Zwischen dem Verdichter des Kältemittelkreislaufes und dem Sorptionselement der Befeuchtungseinrichtung
ist ein Wärmeübertragungskreislauf geschaltet mit dem die Verdichter-Abwärme zum Sorptionsmittel
übertragen wird. Der Wärmeübertragungskreislauf kann bevorzugt geschlossen sein. Als
Wärmemittel eignet sich beispielsweise Wasser. Im Wärmeübertragungskreislauf kann
ein Wärmetauscher vorgesehen, mit dem die Abwärme unmittelbar in das Sorptionsmittel
übertragen werden kann. Durch Zwischenschaltung des Wärmeübertragungskreislaufes kann
der Verdichter örtlich unabhängig von dem Sorptionsmittel angeordnet werden.
[0009] Das Sorptionsmittel kann beispielhaft als eine Sorptionskolonne mit darin angeordnetem
reversibel dehydrierbaren Material vorgesehen sein. Die Sorptionskolonne kann einerseits
von einem Kühlraumluftstrom durchströmbar sein. Andererseits kann in der Sorptionskolonne
der oben genannte Wärmetauscher des Wärmeübertragungskreislaufes angeordnet sein.
[0010] Das Sorptionsmittel der Befeuchtungseinrichtung kann in einem separaten Befeuchtungskreislauf
integriert sein, der zumindest über einen Lufteinlass und einen Luftauslass mit dem
Kühlraum des Kühlgerätes strömungstechnisch verbunden ist. Für einen Adsorptionsvorgang,
das heißt zur Speicherung von Feuchtigkeit im Sorptionsmittel, kann dem Befeuchtungskreislauf
die mit Feuchtigkeit beladene Außenluft zugeführt werden.
[0011] Für eine gerätetechnisch einfache Ausführung kann der Befeuchtungskreislauf nach
außen zur Umgebung geschlossen sein. Das heißt, dass im Gegensatz zum Stand der Technik
der Kühlraum sowie das Sorptionsmittel in einem geschlossenen Kreislauf angeordnet
sind, ohne dass eine unmittelbare Zuführung der mit Feuchtigkeit beladenen Luft aus
der Umgebung ermöglicht ist.
[0012] In diesem Fall kann die mit Feuchtigkeit beladene Umgebungsluft nicht unmittelbar
dem Befeuchtungskreislauf zugeführt werden, sondern gemäß einem Aspekt der Erfindung
bei geöffneter Kühlgerätetür über den Kühlraum sowie den Lufteinlass der Befeuchtungseinrichtung.
[0013] Alternativ zu dem oben erwähnten geschlossenen Befeuchtungskreislauf kann dieser
zusätzliche Ein- und/oder Auslässe aufweisen, über die der Befeuchtungskreislauf unmittelbar
mit der Umgebung verbindbar ist. Auf diese Weise kann die mit Feuchtigkeit beladene
Umgebungsluft dem Befeuchtungskreislauf unmittelbar zugeführt werden, ohne die Kühlgerätetür
öffnen zu müssen.
[0014] Zur Beschleunigung des Adsorptionsvorganges bzw. Desorptionsvorganges des Sorptionsmittels
kann ein Fördergebläse im Befeuchtungskreislauf vorgesehen werden, wodurch die durch
das Sorptionsmittel geführte Luftströmung beschleunigt wird. Das Fördergebläse kann
gezielt durch eine Steuereinrichtung aktiviert oder deaktiviert werden, und zwar in
Abhängigkeit davon, ob ein Adsorptionsvorgang bzw. Desorptionsvorgang erfolgen soll.
Zusätzlich können in dem Befeuchtungskreislauf weitere Strömungselemente, etwa Drehklappen
oder dergleichen, angeordnet werden, die Strömungswege im Befeuchtungskreislauf öffnen
bzw. sperren.
[0015] Wie oben bereits erwähnt, kann ein gegenüber der Umgebung geschlossener Befeuchtungskreislauf
vorgesehen sein. In diesem Fall kann die Steuereinrichtung nach Erfassen der Kältegerätetür-Betätigung
den Adsorptionsvorgang starten, bei dem das Sorptionsmittel die in den Kühlraum einströmende,
mit Feuchtigkeit beladene Umgebungsluft aufnimmt. Für eine effektive Adsorption kann
bei Erfassung der Türbetätigung das Fördergebläse eingeschaltet werden, wodurch die
in den Kühlraum einströmende Umgebungsluft in den Befeuchtungskreislauf gesaugt wird.
Gleichzeitig kann die Steuereinrichtung während des Adsorptionsvorganges den Verdichter
ausschalten. Auf diese Weise kondensiert die in den Kühlraum eingeströmte, mit Feuchtigkeit
beladene Umgebungsluft nicht am Verdampfer, sondern kann diese mit hoher Feuchtigkeit
zum Sorptionsmittel geführt werden. Der Steuereinrichtung kann hierzu signaltechnisch
einfach ein Türöffnungssensor zugeordnet werden, der ein Öffnen bzw. Schließen der
Gerätetür erfasst und entsprechend ein Türbetätigungssignal an die Steuereinrichtung
leitet.
[0016] Das Fördergebläse kann nach erfolgter Türbetätigung über ein vorgegebenes Zeitintervall,
etwa 1 min., nachlaufen. In diesem Zeitintervall kann bevorzugt die Steuereinrichtung
den Verdichter des Kältemittelkreislaufes außer Betrieb setzen. Auf diese Weise ist
erreicht, dass einerseits keine Wärmebeaufschlagung des Sorptionsmittels durch Verdichter-Abwärme
erfolgt, wodurch der Adsorptionsvorgang nicht beeinträchtigt wird. Andererseits ist
bei ausgeschaltetem Verdichter die Verdampfertemperatur entsprechend erhöht, so dass
an der vom Verdampfer bereitgestellten Kondensationsfläche weniger Luftfeuchtigkeit
auskondensiert.
[0017] Nach dem oben genannten Adsorptions-Zeitintervall erfolgt der Desorptionsvorgang,
der erfindungsgemäß mit den Laufzeiten des Verdichters gekoppelt ist. Das heißt, dass
die während einer Laufzeit des Verdichters erzeugte Abwärme das Sorptionsmittel beaufschlagt.
Das erwärmte Sorptionsmittel setzt wiederum Feuchtigkeit frei, die bei aktiviertem
Lüftergebläse in den Kühlraum einführbar ist. Der Desorptionsvorgang ist daher in
voneinander getrennte Desorptionszeitintervalle aufgeteilt, die im Wesentlichen den
Laufzeitintervallen des Verdichters entsprechen.
[0018] Für eine effektive Einleitung der vom Sorptionsmittel freigesetzten Feuchtigkeit
ist eine zeitliche Abstimmung der Laufzeiten des Verdichters und des Lüftergebläses
von Bedeutung. Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, das Lüftergebläse zum Laufzeitende
des Verdichters und/oder während der Standzeit des Verdichters zu aktivieren. Auf
diese Weise ist gewährleistet, dass beim Einströmen feuchter Luft in den Kühlraum
zumindest teilweise der Kältemittelkreislauf ausgeschaltet ist. Dadurch ist vermieden,
dass in den Kühlraum einströmende feuchte Luft sich unmittelbar an der Verdampferoberfläche
niederschlägt.
[0019] Nachfolgend sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten Figuren
beschrieben.
[0020] Es zeigen:
- Fig. 1
- in einer perspektivischen Prinzipdarstellung ein Kältegerät gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel;
- Fig. 2
- ein Betriebs-Zeit-Diagramm, das die Laufzeiten des Fördergebläses bzw. des Verdichters
des Kühlgerätes zeigt; und
- Fig. 3
- in einer der Fig. 2 entsprechenden Ansicht ein Kühlgerät gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel.
[0021] In der Fig. 1 ist ein Kühlgerät mit einem Kühlraum 1 gezeigt. Der Kühlraum 1 ist
frontseitig mit einer Gerätetür 3 verschlossen. An der Rückwand 5 des Kühlraumes 1
ist ein Verdampfer 7 eines Kältemittelkreislaufes vorgesehen. Bodenseitig weist der
Kühlraum 1 ein über Trennwände 9 separiertes Kühlfach 11 auf. In dem Kältemittelkreislauf
des Kühlgerätes ist in bekannter Weise neben dem Verdampfer 7 ein Verdichter 13 geschaltet,
der das Kältemittel über ein Expansionsventil 15 in den Verdampfer 7 führt.
[0022] Dem in der Fig. 1 gezeigten Kühlgerät ist außerdem eine Befeuchtungseinrichtung 17
zugeordnet, mit der dem Kühlfach 11 gezielt und aktiv Luftfeuchtigkeit zugeführt werden
kann. Hierzu ist der Kühlraum 1 über einen Lufteinlass 19 an einem Einlasskanal 21
der Befeuchtungseinrichtung 17 angeschlossen. Der Einlasskanal 21 mündet in einer
Sorptionskolonne 23, die ein reversibel deydrierbares Material enthält, das bei niedrigen
Temperaturen Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen kann und bei höheren Temperaturen
diese Feuchtigkeit wieder freisetzen kann. Die Sorptionskolonne 23 ist an ihrer Auslassseite
mit einem Fördergebläse 25 gekoppelt, das über einen Auslasskanal 27 mit einem, in
das Kühlfach 11 mündenden Luftauslass 29 verbunden ist.
[0023] Wie aus der Fig. 1 weiter hervorgeht, ist der Verdampfer 13 des Kältemittelkreislaufes
über einen Wärmeübertragungskreislauf W thermisch mit dem in der Sorptionskolonne
23 erhaltenen Material gekoppelt. Auf diese Weise wird die während eines Verdichter-Betriebes
erzeugte Abwärme in die Sorptionskolonne 23 geführt, wodurch das darin vorgesehene
reversibel deydrierbare Material die gespeicherte Feuchtigkeit freisetzt.
[0024] Die Befeuchtung der Kühlraumluft wird im Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 1 mittels
einer Steuereinrichtung 31 gesteuert. Die Steuereinrichtung ist gemäß der Fig. 1 über
gestrichelt dargestellte Signalleitungen 33 in Signalverbindung mit einem Türbetätigungssensor
35, der eine Betätigung der Gerätetür 3 erfasst und ein entsprechendes Türbetätigungssignal
T
S an die Steuereinrichtung 31 leitet.
[0025] Bei Erfassen des Türbetätigungssignales T
S startet die Steuereinrichtung 31 einen Adsorptionsvorgang Δt
A, wie er in dem Diagramm der Fig. 2 gezeigt ist. Während des Adsorptionsvorganges
Δt
A aktiviert die Steuereinrichtung 31 das Lüftergebläse 25. Dadurch wird die bei geöffneter
Gerätetür 3 in den Kühlraum 1 einströmende, mit Feuchtigkeit beladene Umgebungsluft
über den Lufteinlass 19, sowie den Einlasskanal 21 durch die Sorptionskolonne 23 geführt.
Gleichzeitig hält die Steuereinrichtung 31 den Verdichter 13 des Kältemittelkreislaufes
während des gesamten Adsorptionsvorganges Δt
A außer Betrieb. Die Sorptionskolonne 23 wird daher für eine effektive Adsorption bei
niedrigen Temperaturen nicht mittels Verdichter-Abwärme erwärmt.
[0026] Wie aus der Fig. 2 hervorgeht, erstreckt sich der Adsorptionsvorgang Δt
A zwischen den Zeitpunkten t
0, zu dem das Türbetätigungssignal T
S erfasst ist, und dem Zeitpunkt t
1. Nach dem Ende des Adsorptionsvorganges Δt
A wird der Verdichter 13 wieder in üblicher Weise angesteuert, um den Kühlraum 1 auf
vorgegebener Kühlraum-Temperatur zu halten. Der Adsorptionsvorgang Δt
A kann nach dem Schließen der Gerätetür 3 etwa 1 min. andauern. Die Sorptionskolonne
23 kann während dieses Zeitintervalles die in der Kühlraumluft enthaltene Feuchtigkeit
aufnehmen und diese speichern.
[0027] Nach erfolgtem Adsorptionsvorgang Δt
A startet der Desorptionsvorgang Δt
D der Befeuchtungseinrichtung 17. Der Desorptionsvorgang Δt
D ist erfindungsgemäß gekoppelt mit den Laufzeiten den Verdichters 13. Bei aktiviertem
Verdichter 13 wird nämlich über den Wärmeübertragungskreislauf W Verdichter-Abwärme
in die Sorptionskolonne 23 geführt, wodurch die Temperatur des reversibel dehydrierbaren
Materials ansteigt. Durch die Wärmebeaufschlagung der Sorptionskolonne 23 wird die
darin gespeicherte Feuchtigkeit freigesetzt. Wie aus der Fig. 2 hervorgeht, ist der
Desorptionsvorgang Δt
D in voneinander zeitlich getrennte Desorptionsintervalle Δt
D1, Δt
D2, Δt
D3 aufgeteilt, die den Laufzeitintervallen des Verdichters 13 entsprechen.
[0028] Die freigesetzte Feuchtigkeit kann durch erneutes Einschalten des Lüftergebläses
25 über den Auslasskanal 27 in das Kühlfach 11 eingeführt werden. Die Laufzeiten des
Lüftergebläses 25 können während der Desorptionsphase Δt
D derart gesteuert sein, dass das Lüftergebläse 25 insbesondere zum Laufzeitende des
Verdichters 13 und/oder unmittelbar anschließend an die Laufzeit, d. h. bereits während
der Standzeit des Verdichters, aktiviert wird. Auf diese Weise ist gewährleistet,
dass beim Einströmen feuchter Luft in das Kühlfach 11 zumindest teilweise der Kältemittelkreislauf
außer Betrieb gesetzt ist, wodurch ein unmittelbares Auskondensieren der zugeführten
feuchten Luft an der Verdampferoberfläche vermieden werden kann.
[0029] In der Fig. 3 ist ein Kältegerät gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel gezeigt. Das
Kältegerät gemäß der Fig. 3 entspricht in Aufbau und Funktionsweise größtenteils dem
in der Fig. 1 gezeigten Kältegerät. Insofern wird auf dessen Beschreibung verwiesen.
[0030] Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel ist der Befeuchtungskreislauf B der
Befeuchtungseinrichtung 17 nach außen hin nicht geschlossen, sondern weist dieser
zusätzliche Ein- und Auslässe 37, 38 auf, über die der Befeuchtungskreislauf B strömungstechnisch
ohne Zwischenschaltung des Kühlraumes 1 unmittelbar mit der Umgebung verbindbar ist.
Der zusätzliche Einlass 37 ist durch entsprechende Schaltung einer im Befeuchtungskreislauf
B vorgesehenen Strömungsklappe 39 mit der Sorptionskolonne 23 strömungstechnisch verbindbar.
Je nach Stellung der Strömungsklappe 39 kann daher die Sorptionskolonne 23 eingangsseitig
mit dem Kühlraum 1 oder unmittelbar mit der Umgebung verbunden werden. Analog ist
dem Lüftergebläse 25 ebenfalls eine Strömungsklappe 41 nachgeschaltet, die je nach
Schaltstellung das Lüftergebläse 25 ausgangsseitig mit der Umgebung bzw. mit dem Kühlraum
1 strömungstechnisch verbindet.
[0031] Die beiden Strömungsklappen 39, 41 sind von der Steuereinrichtung 31 betätigbar.
Auf diese Weise kann der Adsorptionsvorgang Δt
A unabhängig von einer Türöffnung erfolgen. Zur Durchführung des Adsorptionsvorganges
Δt
A werden die Strömungsklappen 39, 41 von der Steuereinrichtung 31 in die, in der Fig.
3 gezeigte Schaltstellung verbracht und das Lüftergebläse 25 aktiviert. Gleichzeitig
wird der Verdichter 13 deaktiviert. Somit wird die mit Feuchtigkeit beladene Außenluft
über den zusätzlichen Lufteinlass 37 durch die Sorptionskolonne 23 geführt, in der
das reversibel dehydrierbare Material die Feuchtigkeit der Luft aufnimmt, so dass
vergleichsweise trockene Luft über den zusätzlichen Luftauslass 38 wieder in die Umgebung
rückgeführt wird. Der Desorptionsvorgang Δt
D. kann, wie bereits anhand der Fig. 1 und 2 beschrieben ist, erfolgen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0032]
- 1
- Kühlraum
- 3
- Gerätetür
- 5
- Rückwand
- 7
- Verdampfer
- 9
- Trennwände
- 11
- Kühlfach
- 13
- Verdichter
- 15
- Expansionselement
- 17
- Befeuchtungseinrichtung
- 19
- Lufteinlass
- 21
- Lufteinlasskanal
- 23
- Sorptionsmittel
- 25
- Lüftergebläse
- 27
- Auslasskanal
- 29
- Luftauslass
- 31
- Steuereinrichtung
- 33
- Signalleitungen
- 35
- Türbetätigungssensor
- 37, 38
- zusätzliche Lufteinlass- Luftauslassöffnungen
- 39, 41
- Strömungsklappen
- TS
- Türbetätigungssignal
- ΔtA
- Adsorptionsvorgang
- ΔtD
- Desorptionsvorgang
- ΔtD1, ΔtD2, ΔtD3
- Desorptionsintervalle
- B
- Befeuchtungskreislauf
- W
- Wärmeübertragungskreislauf
1. Kühlgerät mit einer Kühlraum-Befeuchtungseinrichtung (17), die ein reversibel dehydrierbares
Sorptionsmittel (23) aufweist, das unter Wärmebeaufschlagung Feuchtigkeit in den Kühlraum
(1) abgibt, wobei das Sorptionsmittel (23) mit einem im Kühlgeräte-Kältekreislauf
geschalteten Verdichter (13) thermisch gekoppelt ist, dessen im Betrieb erzeugte Abwärme
zur Wärmebeaufschlagung des Sorptionsmittels (23) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Verdichter (13) und dem Sorptionsmittel (23) ein Wärmeübertragungskreislauf
(W) geschaltet ist, mit dem die Verdichter-Abwärme zum Sorptionsmittel (23) übertragbar
ist, und dass das Sorptionsmittel (23) in einem Befeuchtungskreislauf (B) geschaltet
ist, der über einen Lufteinlass (19) und einen Luftauslass (29) mit dem Kühlraum (1)
in Verbindung ist.
2. Kühlgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Aufnahme von Feuchtigkeit dem Sorptionsmittel (23), insbesondere dem Befeuchtungskreislauf
(B), mit Feuchtigkeit beladene Außenluft zuführbar ist.
3. Kühlgerät, insbesondere nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Befeuchtungskreislauf (B) nach außen geschlossen ist, so dass die mit Feuchtigkeit
beladene Außenluft bei geöffneter Kühlgerätetür (3) über den Lufteinlass (19) in den
Befeuchtungskreislauf gelangt.
4. Kühlgerät nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Befeuchtungskreislauf (B) zusätzliche Ein- und/oder Auslässe (37, 38) aufweist,
über die der Befeuchtungskreislauf (B) unmittelbar mit der Umgebung verbindbar ist.
5. Kühlgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Befeuchtungskreislauf (B) ein Fördergebläse (25) geschaltet ist.
6. Kühlgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlgerät eine Steuereinrichtung (31) aufweist, die nach Erfassen einer Kältegerätetür-Betätigung
einen Adsorptionsvorgang (ΔtA) startet, bei dem das Sorptionsmittel (23) Feuchtigkeit aufnimmt.
7. Kühlgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass während des Adsorptionsvorganges (ΔtA) das im Befeuchtungskreislauf (B) vorgesehene Fördergebläse (25) eingeschaltet ist,
und/oder der Verdichter (13) ausgeschaltet ist.
8. Kühlgerät nach Anspruch 6 oder Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Adsorptionsvorgang (ΔtA) ein Desorptionsvorgang (ΔtD1) erfolgt, in dem das Sorptionsmittel (23) unter Wärmebeaufschlagung die Feuchtigkeit
freisetzt.
9. Kühlgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördergebläse (25) während des Desorptionsvorgangs (ΔtD) zumindest teilweise eingeschaltet ist.
10. Kühlgerät nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Desorptionsvorgang (ΔtD) in voneinander zeitlich getrennte Desorptionsintervalle (ΔtD1, ΔtD2, ΔtD3) aufgeteilt ist, die insbesondere mit den Laufzeitintervallen des Verdichters (13)
übereinstimmen.
11. Kühlgerät nach Anspruch 8, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördergebläse (25) zum Laufzeitende des Verdichters (13) und/oder während der
Standzeit des Verdichters (13) aktivierbar ist.
12. Kühlgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlraum (1) ein davon abgetrenntes Kühlfach (11) aufweist, in das die vom Sorptionsmittel
(23) freigegebene Feuchtigkeit führbar ist.
1. Cooling appliance with a cooling chamber humidifier (17) comprising a reversibly dehydratable
sorption means (23), which when acted on by heat delivers moisture to the cooling
chamber (1), wherein the sorption means (23) is thermally coupled with a compressor
(13), which is connected into the cooling appliance refrigerant circuit and the waste
heat of which generated in operation is provided for heat action on the sorption means
(23), characterised in that connected between the compressor (13) and the sorption means (23) is a heat transfer
circuit (W) by which the compressor waste heat is transferable to the sorption means
(23), and that the sorption means (23) is connected into a humidifying circuit (B)
which is connected with the cooling chamber (1) by way of an air inlet (19) and an
air outlet (29).
2. Cooling appliance according to claim 1, characterised in that ambient air laden with moisture can be fed to the sorption means (23), particularly
to the humidifying circuit (B), for the take-up of moisture.
3. Cooling appliance, particularly according to claim 2, characterised in that the humidifying circuit (B) is closed towards the outside so that the ambient air
laden with moisture passes via the air inlet (19) into the humidifying circuit when
the cooling appliance door (3) is open.
4. Cooling appliance according to one of claims 1, 2 and 3, characterised in that the humidifying circuit (B) additionally has inlet and/or outlets (37, 38) by way
of which the humidifying circuit (B) is directly connectible with the environment.
5. Cooling appliance according to any one of the preceding claims, characterised in that a conveying fan (25) is connected into the humidifying circuit (B).
6. Cooling appliance according to any one of the preceding claims, characterised in that the cooling appliance comprises a control device (31) which after detection of actuation
of the cooling appliance door starts an adsorption process (ΔtA) in which the sorption means (23) takes up moisture.
7. Cooling appliance according to claim 6, characterised in that during the adsorption process (ΔtA) the conveying fan (25) provided in the humidifying circuit (B) is switched on and/or
the compressor (13) is switched off.
8. Cooling appliance according to claim 6 or claim 7, characterised in that after the adsorption process (ΔtA) a desorption process (ΔtD1) takes place in which the sorption means (23) is freed of moisture under the action
of heat.
9. Cooling appliance according to claim 8, characterised in that the conveying fan (25) is at least partly switched on during the desorption process
(ΔtD).
10. Cooling appliance according to claim 8 or 9, characterised in that the desorption process (ΔtD) is divided up into desorption intervals (ΔtD1, ΔtD2, ΔtD3) which are separated from one another in time and which correspond with, in particular,
the running time periods of the compressor (13).
11. Cooling appliance according to claim 8, 9 or 10, characterised in that the conveying fan (25) is activatable up to the running time end of the compressor
(13) and/or during standstill of the compressor (13).
12. Cooling appliance according to any one of the preceding claims, characterised in that the cooling chamber (1) has a cooling compartment (11) which is separated therefrom
and into which the moisture liberated from the sorption means (23) can be conducted.
1. Appareil de réfrigération comprenant un dispositif d'humidification de l'enceinte
de réfrigération (17) qui présente un agent de sorption déshydrogénable de manière
réversible (23) dégageant de l'humidité dans l'enceinte de réfrigération (1) lorsqu'il
est alimenté en chaleur, l'agent de sorption (23) étant couplé thermiquement à un
compresseur (13) connecté dans le circuit frigorifique de l'appareil de réfrigération,
dont la chaleur dissipée générée pendant le fonctionnement est ménagée pour l'alimentation
en chaleur de l'agent de sorption (23), caractérisé en ce qu'un circuit de transfert de chaleur (W) est connecté entre le compresseur (13) et l'agent
de sorption (23), au moyen duquel circuit la chaleur dissipée du compresseur est transférable
à l'agent de sorption (23), et en ce que l'agent de sorption (23) est connecté dans un circuit d'humidification (B) qui est
en liaison avec l'enceinte de réfrigération (1) par l'intermédiaire d'une entrée d'air
(19) et d'une sortie d'air (29).
2. Appareil de réfrigération selon la revendication 1, caractérisé en ce que pour l'absorption d'humidité, de l'air extérieur chargé d'humidité peut être amené
à l'agent de sorption (23), notamment au circuit d'humidification (B).
3. Appareil de réfrigération, notamment selon la revendication 2, caractérisé en ce que le circuit d'humidification (B) est fermé vers l'extérieur, de sorte que l'air extérieur
chargé d'humidité arrive dans le circuit d'humidification par l'intermédiaire de l'entrée
d'air (19) lorsque la porte (3) de l'appareil de réfrigération est ouverte.
4. Appareil de réfrigération selon l'une quelconque des revendications 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que le circuit d'humidification (B) présente en plus des entrées et/ou des sorties (37,
38) par l'intermédiaire desquelles le circuit d'humidification (B) peut être directement
relié aux environs.
5. Appareil de réfrigération selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un aspirateur-chargeur (25) est connecté dans le circuit d'humidification (B).
6. Appareil de réfrigération selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'appareil de réfrigération présente un dispositif de commande (31) qui, après l'enregistrement
d'un actionnement de la porte de l'appareil de réfrigération, démarre une opération
d'adsorption (ΔtA) lors de laquelle l'agent de sorption (23) absorbe de l'humidité.
7. Appareil de réfrigération selon la revendication 6, caractérisé en ce que pendant l'opération d'adsorption (ΔtA) l'aspirateur-chargeur (25) ménagé dans le circuit d'humification (B) est mis en
marche et/ou le compresseur (13) est arrêté.
8. Appareil de réfrigération selon la revendication 6 ou la revendication 7, caractérisé en ce qu'après l'opération d'adsorption (ΔtA) une opération de désorption (ΔtD1) est réalisée pendant laquelle l'agent de sorption (23) libère l'humidité sous l'amenée
de chaleur.
9. Appareil de réfrigération selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'aspirateur-chargeur (25) est mis en marche au moins en partie pendant l'opération
de désorption (ΔtD).
10. Appareil de réfrigération selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que l'opération de désorption (ΔtD) est divisée en intervalles de désorption (ΔtD1, ΔtD2, ΔtD3) séparés temporellement les uns des autres, qui correspondent notamment aux intervalles
de temps de marche du compresseur (13).
11. Appareil de réfrigération selon la revendication 8, 9 ou 10, caractérisé en ce que l'aspirateur-chargeur (25) est activable à la fin du temps de marche du compresseur
(13) et/ou pendant le temps passé à l'arrêt du compresseur (13).
12. Appareil de réfrigération selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'enceinte de réfrigération (1) présente un compartiment frigorifique (11) qui en
est séparé, dans lequel peut être amenée l'humidité libérée par l'agent de sorption.
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