[0001] Die Erfindung betrifft ein Unterseeboot.
[0002] Insbesondere größere Unterseeboote, wie z.B. militärisch genutzte Unterseeboote,
weisen üblicherweise neben dem eigentlichen Ausstiegsluk ein oder mehrere Notausstiegsluks
auf, über die die Besatzung das Unterseeboot bei einer Unterwasserhavarie verlassen
kann. Diese Notausstiegsluks sind vorzugsweise in einem Bereich des Unterseeboots
angeordnet, in dem die Außenhaut des Unterseebootes durch ein Oberdeck gebildet ist.
Um die Signatureigenschaften des Unterseeboots nicht zu beeinträchtigen, sind außenseitig
des den Notausstiegsluk druckdicht verschließenden Deckels Verkleidungen angeordnet,
die einen Teil der Außenhaut bilden. Die Verkleidungen sind fest mit dem Bootskörper
und/oder mit dem Deckel verbunden und müssen vor dem Öffnen des Deckels mit eigens
hierfür vorgesehenem Werkzeug von der Außenseite des Unterseeboots aus entfernt werden.
[0003] Für die Rettung der Besatzung eines gesunkenen Unterseeboots stehen spezielle Rettungsunterseeboote,
beispielsweise das von der USamerikanischen Marine eingesetzte "Deep Submergence Rescue
Vehicle" (DSRV) zur Verfügung. Diese Rettungsunterseeboote verfügen über eine glockenförmige,
nach außen offene Andockschürze, mit der sie direkt außenseitig eines Notausstiegsluks
an dem Unterseeboot andocken können. Die Andockschürze dient als Zugang von dem Notausstiegsluk
zu dem Rettungsunterseeboot.
[0004] Vor der Evakuierung der Besatzung eines havarierten Unterseeboots muss zunächst das
in der Andockschürze befindliche Wasser ausgepumpt werden. Anschließend kann ein Besatzungsmitglied
des Rettungsunterseeboots die Andockschürze betreten und die außenseitig des Deckels
des Notausstiegsluks angeordnete Verkleidung demontieren und entfernen. Das Demontieren
und Entfernen der Verkleidung ist wegen der vergleichsweise beengten Verhältnisse
in der Andockschürze schwierig und zeitaufwändig und verzögert in erheblicher Weise
die Rettung der in dem havarierten Unterseeboot befindlichen Personen.
[0005] Diesbezüglich stellt ein aus
EP 1 767 451 A2 bekannter zweiteiliger Verkleidungsdeckel, der mit einem Lukendeckel verschwenkbar
ist, eine Verbesserung dar, da er nicht von dem Lukendeckel gelöst werden muss. Ein
Teil des Verkleidungsdeckels ist schwenkbar an dem Bootskörper eines Unterseeboots
befestigt, während ein zweiter Teil schwenkbar an dem Lukendeckel angelenkt ist. Beide
Teile sind scharnierartig miteinander verbunden und bauen sich gegenüber dem Lukendeckel
beim Verschwenken verhältnismäßig groß auf, so dass der Verkleidungsdeckel in der
Andockschürze eines Rettungsunterseeboots einen erheblichen Raum einnimmt, was einen
Notausstieg aus einem havarierten Unterseeboot in ein Rettungsunterseeboot ggf. behindern
kann.
[0006] Aus
EP 1 457 419 A1 ist ein Unterseeboot bekannt, das innerhalb des Druckkörpers, d.h. der druckdichten
Außenhülle der Unterseebootes einen mit einem schwenkbaren Deckel verschließbaren
Schleusendruckkörper zum Aussetzen und Einholen von Tauchern aufweist. In einem Bereich
außenseitig vor dem Deckel des Schleusendruckkörpers ist an dem Druckkörper des Unterseebootes
eine Öffnung ausgebildet, die von einem wegbewegbaren Druckkörperabschnitt verkleidet
wird. Dieser Druckkörperabschnitt ist in einen an den Außenrand der Druckkörperöffnung
angrenzenden Bereich verschwenkbar, wobei er flach außenseitig des Druckkörpers anliegt.
Aufgrund dieser Schwenkbarkeit des
[0007] Druckkörperabschnitts und aufgrund der Lage der Druckkörperöffnung an einer Längsseite
des Unterseebootes ist ein Andocken eines Rettungsseebootes an dieser Druckkörperöffnung
nicht möglich, so dass diese Druckkörperöffnung nicht als Teil eines Notausstiegsluks
genutzt werden kann. Dies gilt auch für eine weitere aus
EP 1 457 419 A1 bekannte Ausgestaltung, bei der ein Schleusendruckkörper in einem Bereich außerhalb
des eigentlichen Druckkörpers eines Unterseebootes angeordnet ist, der von einer ein
Oberdeck des Unterseebootes bildenden Außenhaut umgeben ist. An einem den Schleusendruckkörper
verschließenden Deckel ist eine einteilige Verkleidung befestigt, die bei geschlossenem
Schleusendruckkörper einen Teil der Außenhaut bildet.
[0008] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Unterseeboot
der vorgenannten Art zu schaffen, aus dem die Besatzung im Fall einer Unterwasserhavarie
leichter und schneller mittels eines wie oben beschriebenen Rettungsunterseeboots
gerettet werden kann.
[0009] Diese Aufgabe wird mit einem Unterseeboot mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen
gelöst, wobei sich vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung aus den Unteransprüchen,
der nachfolgenden Beschreibung sowie der Zeichnung ergeben.
[0010] Das erfindungsgemäße Unterseeboot weist einen Druckkörper auf, an dem zumindest ein
Notausstiegsluk ausgebildet ist. Dieses Notausstiegsluk wird von einem an den Druckkörper
angelenkten Deckel druckdicht verschlossen. Außenseitig des Deckels ist eine zweiteilige
Verkleidung angeordnet, die einen Teil einer Außenhaut des Unterseebootes bildet.Gemäß
der Erfindung sind der Deckel und die Verkleidung miteinander bewegungsgekoppelt.
[0011] Grundidee der Erfindung ist es, die Verkleidung derart zusammenwirkend mit dem Deckel
zu verbinden, dass die Verkleidung zusammen mit dem Deckel in eine Stellung bewegt
werden kann, in der der Öffnungsquerschnitt des Notausstiegsluks im Wesentlichen vollständig
freigegeben wird. Dementsprechend ist es bei dem erfindungsgemäßen Unterseeboot dann,
wenn die Besatzung in ein Rettungsunterseeboot evakuiert werden soll, nicht mehr nötig,
die Verkleidung von einer in der Andockschürze des Rettungsunterseeboots befindlichen
Person demontieren und entfernen zu lassen. Bei dem erfindungsgemäßen Unterseeboot
ist es lediglich erforderlich, den das Notausstiegsluk verschließenden Deckel entweder
aus dem Inneren des Druckkörpers oder aus dem Inneren der Andockschürze heraus zu
öffnen und den Deckel anschließend in die Andockschürze zu verschwenken, wobei gleichzeitig
die Verkleidung in die Andockschürze bewegt wird, ohne den Ausstiegsweg durch die
Andockschürze in das Rettungsunterseeboot zu behindern. Hierdurch wird die für die
Vorbereitung der Evakuierung benötigte Zeit deutlich reduziert.
[0012] Die Verkleidung ist zweiteilig ausgebildet, wobei die beiden Verkleidungsteile schwenkbar
sind. Hierbei ist insbesondere vorgesehen, die Verkleidung parallel zur Schwenkachse
des Deckels in zwei in einer Richtung der Längsausdehnung des Druckkörpers des Unterseebootes
hintereinander angeordnete Verkleidungsteile zu teilen. Auf diese Weise können die
Verkleidungsteile durch eine geeignete Bewegungskopplung mit dem Deckel zusammen mit
diesem in eine besonders platzsparende Stellung innerhalb der Andockschürze verschwenkt
werden.
[0013] Die Verkleidung weist hierzu ein erstes Verkleidungsteil auf, das mit dem Deckel
fest verbunden ist. Das erste Verkleidungsteil ist also direkt mit dem Deckel bewegungsgekoppelt
und um die Schwenkachse des Deckels schwenkbar. Zweckmäßigerweise ist dieses Verkleidungsteil
so dimensioniert, dass es sich gar nicht oder nur unwesentlich über die Außenkontur
des Deckels hinaus erstreckt, sodass das erste Verkleidungsteil zusammen mit dem Deckel
nach dem Verschwenken in eine Andockschürze eines Rettungsunterseeboots dort im Wesentlichen
den gleichen Raum wie ein alleiniger Deckel einnimmt. Bevorzugt handelt es sich bei
dem ersten Verkleidungsteil um das von der Schwenkachse des Deckels am weitesten beabstandete
der beiden Verkleidungsteile.
[0014] Vorteilhaft weist die Verkleidung ein zweites Verkleidungsteil auf, das um eine von
der Schwenkachse des Deckels beabstandete Schwenkachse schwenkbar ist. Das zweite
Verkleidungsteil ist demzufolge nicht direkt mit dem Deckel verbunden. Stattdessen
ist es an anderer Stelle an dem Unterseeboot angelenkt und über geeignete Getriebemittel
mit dem Deckel bewegungsgekoppelt. Das zweite Verkleidungsteil ist zweckmäßigerweise
unmittelbar benachbart zur Schwenkachse des Deckels, vorzugsweise diesen überdeckend
angeordnet. Die Schwenkachse des zweiten Verkleidungsteils kann hierbei in Schwenkrichtung
des Deckels hinter der Schwenkachse des Deckels angeordnet sein, wobei die Schwenkachse
des zweiten Verkleidungsteils in Richtung der Längsausdehnung des Druckkörpers des
Unterseeboots und/oder in einer Richtung normal zu dieser Längsausdehnung von der
Schwenkachse des Deckels beabstandet ist. Bevorzugt sind die Schwenkachse des Deckels
und die Schwenkachse des zweiten Verkleidungsteils parallel zueinander ausgerichtet.
[0015] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Unterseeboots sieht
vor, dass das zweite Verkleidungsteil an dessen Außenhaut angelenkt ist. Die Anlenkung
des zweiten Verkleidungsteils ist hierbei zweckmäßigerweise an der Unterseite der
Außenhaut vorgesehen. Um einen möglichst großen Schwenkwinkel des zweiten Verkleidungsteils
zu ermöglichen, ist dieses Verkleidungsteil nicht direkt an einem an der Außenhaut
vorgesehenen Lager angelenkt, sondern über zumindest ein zwischen dem Lager und dem
zweiten Verkleidungsteil angeordnetes Verbindungsteil mit dem Lager schwenkbeweglich
verbunden, wobei das Verbindungsteil derart ausgebildet ist, dass es die Außenhaut
des Unterseeboots im aufgeschwenkten Zustand des zweiten Verkleidungsteils umgreift,
wodurch das zweite Verkleidungsteil im aufgeschwenkten Zustand oberhalb der Außenhaut
angeordnet ist.
[0016] Weiter vorteilhaft kann der Platzbedarf der beiden Verkleidungsteile in der Andockschürze
durch eine solche Bewegungskopplung mit dem Deckel verringert werden, bei der in einer
Schließstellung des Deckels voneinander abgewandte Flachseiten der Verkleidungsteile
in einer Öffnungsstellung des Deckels einander gegenüberliegend angeordnet sind.
[0017] In der Schließstellung des Deckels sind das erste und das zweite Verkleidungsteil
zur Bildung eines Teils der Außenhaut des Unterseeboots typischerweise in einer gemeinsamen
Ebene im Wesentlichen parallel zur Längsausdehnung des Druckkörpers des Unterseeboots
aneinander angrenzend angeordnet. Die oben genannte Weiterbildung sieht vor, dass
die beiden Verkleidungsteile beim Aufschwenken des Deckels auf unterschiedlichen Schwenkwegen
so bewegt werden, dass sie in der Öffnungsstellung des Deckels in Richtung quer zur
Schwenkachse und parallel zur Außenhaut gesehen einander teilweise überdeckend angeordnet
sind. In der Schließstellung des Deckels liegt die dem Notausstiegsluk zugewandte
Flachseite eines Verkleidungsteils, vorzugsweise des zweiten Verkleidungsteils, einer
Flachseite des anderen Verkleidungsteils, vorzugsweise des ersten Verkleidungsteils,
gegenüber, die in der Schließstellung des Deckels einen Teil der Außenseite des Unterseeboots
bildet. Aufgrund dieser Ausgestaltung weist die von den beiden Verkleidungsteilen
gebildete Verkleidung in der Öffnungsstellung des Deckels eine bezogenen auf dessen
Schließstellung deutlich kleinere Baugröße auf und ist so vorteilhaft an das geringe
Raumangebot in der Andockschürze angepasst.
[0018] Die Bewegungskopplung des Deckels mit dem zweiten Verkleidungsteil erfolgt bevorzugt
über ein Koppelgetriebe. Hierbei kann eine Schwenkbewegung des Deckels über eine exzentrisch
zur Schwenkachse des Deckels angelenkte Koppel, die ebenfalls an dem zweiten Verkleidungsteil
exzentrisch zu dessen Schwenkachse angelenkt ist, übertragen werden. In diesem Zusammenhang
ist eine Ausgestaltung vorteilhaft, bei der an der Schwenkachse des Deckels und der
Schwenkachse des zweiten Verkleidungsteils jeweils zumindest eine Exzenterscheibe
drehfest angeordnet ist, wobei die Exzenterscheiben mittels einer daran angelenkten
Schubstange als Koppel verbunden sind. Zwischen den Exzenterscheiben auf der Welle
des Deckels und dem Lagerzapfen des zweiten Verkleidungsteils ergibt sich durch unterschiedliche
Abstände von der Mitte der jeweiligen Exzenterscheibe zum Anlenkpunkt der Koppelstange
eine Übersetzung. Dadurch schwenkt das zweite Verkleidungsteil geringer auf als der
Deckel mit dem festverbundenen Verkleidungsteil. Der Platzbedarf in der Andockschürze
wird somit reduziert.
[0019] Nachfolgend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Darin zeigt:
- Fig. 1
- in einer Schnittansicht einen Bereich eines Unterseeboots mit einem darin ausgebildeten
Notausstiegsluk,
- Fig. 2
- den Bereich nach Fig. 1 in einer Draufsicht,
- Fig. 3
- den Bereich nach Fig. 1 in einer perspektivischen Darstellung
- Fig. 4.
- in einer Seitenansicht den Bereich nach Fig. 1 mit einer auf dem Bereich angedockten
Andockschürze eines Rettungsunterseeboots,
- Fig. 5.
- in einer Seitenansicht den Bereich nach Fig. 1 mit einem geöffneten Deckel des Notausstiegsluks,
- Fig. 6.
- die Anordnung nach Fig. 5 in einer Draufsicht,
- Fig. 7.
- die Anordnung nach Fig. 5. in perspektivischer Darstellung und
- Fig. 8.
- in einer Schnittansicht die Anordnung nach Fig. 5 bei angedockter Andockschürze eines
Rettungsunterseeboots.
[0020] In dem in den Figuren dargestellten Bereich weist ein Druckkörper 2 eines nicht in
Einzelnen dargestellten Unterseeboots eine Öffnung 4 auf, in die ein im Wesentlichen
ringförmig ausgebildetes Notausstiegsluk 6 eingreift, wobei sich das Notausstiegsluk
6 umfänglich an der Öffnung 4 und über eine an der Umfangsseite auskragende Anlageschulter
8 an der Außenseite des Druckkörpers 2 abstützt.
[0021] Eine Ausstiegsöffnung 10 des Notausstiegsluks 6 wird von einem im Wesentlichen kalottenförmig
ausgebildeten Deckel 12 druckdicht verschlossen. Der Deckel 12 ist über zwei an seiner
Außenseite auskragende Hebel 14, die zueinander parallel angeordnet sind, drehfest
mit einer druckkörperseitig angelenkten Welle 16 verbunden. Die Welle 16 bildet eine
Schwenkachse, um die der Deckel 12 in eine die Ausstiegsöffnung 10 des Notausstiegsluks
6 verschließende Stellung (Fig. 1 und 3) und eine die Ausstiegsöffnung 10 freigebende
Stellung (Fig. 5 bis 8) schwenkbar ist.
[0022] Außenseitig des Druckkörpers 2 ist eine Außenhaut 20 des Unterseeboots angeordnet,
die über Stützbauteile 18 von dem Druckkörper 2 beabstandet ist. Auf die Darstellung
der Außenhaut 20 ist in den Figuren mit Ausnahme der Fig. 1 und 2 der besseren Übersichtlichkeit
halber verzichtet worden. Die Außenhaut 20 weist direkt außenseitig des Notausstiegsluks
6 eine Öffnung 22 auf, die, wie insbesondere aus Fig. 2 deutlich wird, von lösbaren
Außenhautteilen 24, 26 und 28 sowie einer zweiteilig ausgebildeten Verkleidung mit
einem ersten Verkleidungsteil 30 sowie einem zweiten Verkleidungsteil 32 verschlossen
wird, wobei die genannten Teile außenbündig in der Außenhaut 20 liegen.
[0023] An dem von den Hebeln 14 abgewandten Ende weist der Deckel 12 an seiner Außenseite
zwei parallel zur Welle 16 ausgerichtete Auflagerbauteile 34 auf, deren Auflagerflächen
36 in der Schließstellung des Deckels 12 parallel zur Außenhaut 20 ausgerichtet sind.
Zwischen den Auflagerbauteilen 34 und den Hebeln 14 weist der Deckel 12 außenseitig
zwei ebenfalls parallel zur Welle 16 ausgerichtete, nach außen vorstehende Vorsprünge
38 auf, deren Stirnseiten in einer gemeinsamen Ebene mit den Auflagerflächen 36 der
Auflagerbauteile 34 liegen.
[0024] Auf den Auflagerflächen 36 der Auflagerbauteile 34 sowie auf den Stirnseiten der
Vorsprünge 38 liegt das Verkleidungsteil 30 auf, das korrespondierend zur Lage der
Auflagerflächen 36 zwei Ausnehmungen 40 und korrespondierend zur Lage der Stirnseiten
der Vorsprünge 38 zwei Ausnehmungen 42 aufweist, wobei es über durch die Ausnehmungen
40 und 42 geführte Schrauben an den Auflagerbauteilen 34 und den Vorsprüngen 38 verschraubt
ist.
[0025] Darüber hinaus weist das Verkleidungsbauteil 30 eine weitere Ausnehmung 44 auf. Diese
Ausnehmung 44 schafft einen Zugang zu einer nicht dargestellten Verriegelung des Deckels
12. Durch Einführen eines geeigneten Werkzeugs in die Ausnehmung 44 und anschließendes
Betätigen dieses Werkzeugs kann der Deckel 12 von der Außenseite des Unterseeboots
aus geöffnet werden.
[0026] In einem in Schwenkrichtung des Deckels 12 hinter der Schwenkachse des Deckels 12
angeordneten Bereich der Außenhaut 20 sind an der dem Druckkörper 2 zugewandten Flachseite
der Außenhaut 20 zwei Lager 46 parallel zur Welle 16 angeordnet. An jedem der Lager
46 ist jeweils ein Hebel 48 schwenkbeweglich angelenkt, wobei an einer der Welle 16
zugewandten Seite des Hebels 48 ein Verbindungsteil 50 angebracht ist.
[0027] Das Verbindungsteil 50 ist bügelförmig ausgebildet, mit einem Mittelbereich und zwei
sich an den Enden dieses Mittelbereichs anschließenden Schenkeln, von den ein erster
Schenkel im Wesentlichen C-förmig gewölbt ausgebildet ist und ein zweiter gerader
Schenkel in einem Winkel von etwa 45° vom Mittelbereich in Richtung zum ersten Schenkel
hin abgewinkelt ist. Das Verbindungsteil 50 ist an der Innenseite des ersten Schenkels
an dem Hebel 48 befestigt, der an einer der Welle 16 zugewandten Seite eine mit der
Wölbung des ersten Schenkels korrespondierende Wölbung nach innen aufweist. An einer
von dem ersten Schenkel des Verbindungsteils 50 abgewandten Seite des zweiten Schenkels
des Verbindungsteils 50 liegt das zweite Verkleidungsteil 32 auf, wobei es mit dem
Verbindungsteil 50 verschraubt ist. Zur Aufnahme der hierzu verwendeten Schrauben
weist das zweite Verkleidungsteil 32 zwei mit der Lage der Verbindungsteile 50 korrespondierende
Ausnehmungen 52 auf.
[0028] An den beiden Enden der die Schwenkachse des Deckels 12 bildenden Welle 16 ist jeweils
eine Exzenterscheibe 54 befestigt. In ähnlicher Weise ist jeweils eine Exzenterscheibe
56 fest mit den von Lagerzapfen gebildeten Schwenkachsen der Lager 46 verbunden. Jeweils
eine Exzenterscheibe 54 ist in Schwenkrichtung des Deckels parallel zu einer Exzenterscheibe
56 angeordnet, wobei die Exzenterscheiben 54 und 56 durch eine Schubstange 58 miteinander
verbunden sind, die an der Exzenterscheibe 54 radial beabstandet von der Schwenkachse
des Deckels und an der Exzenterscheibe 56 radial beabstandet von der Schwenkachse
des Lagers 46 drehbeweglich befestigt ist. Die Exzenterscheiben 54 und 56 bilden mit
der Schubstange 58 ein Koppelgetriebe, mit dem eine Schwenkbewegung des Deckels 12
über den Hebel 48 und das Verbindungsteil 50 auf das zweite Verkleidungsteil 32 übertragen
wird.
[0029] Die Fig. 4 und 8 zeigen ein außenseitig des Notausstiegsluks 6 angedocktes Rettungsunterseeboot,
wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit lediglich eine Andockschürze 60 des Rettungsunterseeboots
dargestellt ist. Um das Andocken eines Rettungsunterseeboots zu erleichtern, ist an
der Außenseite des Deckels 12 ein U-förmiger Bügel 62 befestigt. Dieser Bügel 62 ist
durch einen an dem ersten Verkleidungsteil 30 ausgebildeten Schlitz 64 und einen an
dem zweiten Verkleidungsteil 32 ausgebildeten Schlitz 66 geführt. Zum Andocken des
Rettungsunterseeboots befestigt ein Taucher ein mit dem Unterseeboot verbundenes Seil
an dem Bügel 62, woraufhin das Rettungsunterseeboot über das befestigte Seil an den
Notausstieg 6 des havarierten Unterseeboots herangezogen werden kann.
[0030] Die Andockschürze 60 des Rettungsunterseeboots ist an ihrer beim Andocken dem havarierten
Unterseeboot zugewandten Stirnseite offen ausgebildet und daher nach dem Andocken
mit Wasser gefüllt. Dieses Wasser muss zunächst aus der Andockschürze entfernt werden.
Anschließend wird die Verriegelung des Deckels 12 entweder von einer in er Andockschürze
60 oder einer in dem Druckkörper 2 befindlichen Person gelöst und der Deckel 12 nach
außen aufgeschwenkt, wobei das an der Außenseite des Deckels 12 befestigte erste Verkleidungsteil
30 mit verschwenkt wird. Gleichzeitig wird die Drehbewegung der Welle 16 über die
Exzenterscheiben 54 und 56 sowie die Schubstange 58 auf die Lagerzapfen des Lagers
46 und die daran befestigten Hebel 48 übertragen, sodass auch das Verkleidungsteil
32 verschwenkt wird. Da die Schwenkachse des Deckels 12 und die Schwenkachse des Lagers
46 voneinander beabstandet sind und da das zweite Verkleidungsteil 32 an dem Lager
46 über das Verbindungsteil 50 und den Hebel 48 angelenkt ist, unterscheidet sich
die Schwenkbewegung des Deckels 12 und des daran angeordneten Verkleidungsteils 30
derart von der Schwenkbewegung des zweiten Verkleidungsteils 32, dass die in der Schließstellung
des Deckels 12 dem Druckkörper 2 zugewandte Flachseite des zweiten Verkleidungsteils
32 in der Öffnungsstellung des Deckels 12 im Wesentlichen gegenüberliegend der äußeren
Flachseite des ersten Verkleidungsteils 30 angeordnet ist. Insofern überlappen die
beiden Verkleidungsteile 30 und 32 in Richtung quer zur Schwenkachse und parallel
zur Außenhaut gesehen einander quasi, was insbesondere aus den Fig. 5, 7 und 8 deutlich
wird, und sind auf diese Weise in optimaler Weise an das geringe Raumangebot in der
Andockschürze 60 angepasst. Zwischen den Exzenterscheiben 54 und 56 auf der Welle
16 des Deckels 12 bzw. auf dem Lagerzapfen des zweiten Verkleidungsteils 32 ergibt
sich durch unterschiedliche Abstände von der Mitte der jeweiligen Exzenterscheibe
zum Anlenkpunkt der Schubstange 58 eine Übersetzung. Hierdurch schwenkt das zweite
Verkleidungsteil 32 geringer auf als der Deckel 12 mit dem festverbundenen Verkleidungsteil
30. Der Platzbedarf in der Andockschürze 60 wird somit reduziert.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 2
- Druckkörper
- 4
- Öffnung
- 6
- Notausstiegsluk
- 8
- Anlageschulter
- 10
- Ausstiegsöffnung
- 12
- Deckel
- 14
- Hebel
- 16
- Welle
- 18
- Stützbauteil
- 20
- Außenhaut
- 22
- Öffnung
- 24
- Außenhautteil
- 26
- Außenhautteil
- 28
- Außenhautteil
- 30
- Verkleidungsteil
- 32
- Verkleidungsteil
- 34
- Auflagerbauteil
- 36
- Auflagerfläche
- 38
- Vorsprung
- 40
- Ausnehmung
- 42
- Ausnehmung
- 44
- Ausnehmung
- 46
- Lager
- 48
- Hebel
- 50
- Verbindungsteil
- 52
- Ausnehmung
- 54
- Exzenterscheibe
- 56
- Exzenterscheibe
- 58
- Schubstange
- 60
- Andockschürze
- 62
- Bügel
- 64
- Schlitz
- 66
- Schlitz
1. Unterseeboot mit einem Druckkörper (2), an dem zumindest ein Notausstiegsluk (6) ausgebildet
ist, welches mit einem an dem Druckkörper (2) angelenkten Deckel (12) druckdicht verschließbar
ist, und mit einer außenseitig des Deckels angeordneten zweiteiligen verschwenkbaren
Verkleidung (30, 32), die einen Teil einer Außenhaut (20) des Unterseeboots bildet,
wobei der Deckel (2) und die Verkleidung (30, 32) miteinander bewegungsgekoppelt sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung (30, 32) ein erstes Verkleidungsteil (30) aufweist, welches unbeweglich
mit dem Deckel (12) verbunden ist und um die Schwenkachse des Deckels (12) schwenkbar
ist.
2. Unterseeboot nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung (30, 32) ein zweites Verkleidungsteil (32) aufweist, welches um eine
von einer Schwenkachse des Deckels (12) beabstandete Schwenkachse schwenkbar ist.
3. Unterseeboot nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Verkleidungsteil (32) an der Außenhaut (20) angelenkt ist.
4. Unterseeboot nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Verkleidungsteile (30, 32) derart mit dem Deckel (12) bewegungsgekoppelt
sind, dass in einer Schließstellung des Deckels (12) voneinander abgewandte Flachseiten
der Verkleidungsteile (30, 32) in einer Öffnungsstellung des Deckels (12) einander
gegenüberliegend angeordnet sind.
5. Unterseeboot noch einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Verkleidungsteil (32) mit dem Deckel (12) über ein Koppelgetriebe bewegungsgekoppelt
ist.
6. Unterseeboot nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Schwenkachse des Deckels (12) und der Schwenkachse des zweiten Verkleidungsteils
(32) jeweils zumindest eine Exzenterscheibe (54, 56) drehfest angeordnet ist, wobei
die Exzenterscheiben (54, 56) mittels einer daran angelenkten Schubstange (58) verbunden
sind.
1. A submarine with a pressure hull (2), on which at least one emergency exit hatch (6)
is formed, said hatch being closable in a pressure-tight manner with a cover (12)
articulated on the pressure hull (2), and with a two-part, pivotable casing (30, 32)
which is arranged on the outside of the cover and which forms a part of the outer
hull (20) of the submarine, wherein the cover (2) and the casing (30, 32) are coupled
in movement to one another, characterised in that the casing (30, 32) comprises a first casing part (30) which is immovably connected
to the cover (12) and is pivotable about the pivot axis of the cover (12).
2. A submarine according to claim 1, characterised in that the casing (30, 32) comprises a second casing part (32) which is pivotable about
a pivot axis distanced to a pivot axis of the cover (12).
3. A submarine according to claim 2, characterised in that the second casing part (32) is articulated on the outer hull (20).
4. A submarine according to one of the claims 2 or 3, characterised in that the two casing parts (30, 32) are coupled in movement to the cover (12) in a manner
such that flat sides of the casing parts (30, 32) which are away from one another
in a closure position of the cover (12), are arranged lying opposite one another in
an open position of the cover (12).
5. A submarine according to one of the claims 2 to 4, characterised in that the second casing part (32) is coupled in movement to the cover (12) via a coupling
gear.
6. A submarine according to claim 5, characterised in that in each case at least one eccentric disk (54, 56) is arranged in a rotationally fixed
manner on the pivot axis of the cover (12) and on the pivot axis of the second casing
part (32), wherein the eccentric disks (54, 56) are connected by way of a push rod
(58) articulated thereon.
1. Sous-marin comprenant une coque pressurisée (2), sur laquelle est formée au moins
une écoutille de secours (6) qui peut être fermée d'une manière étanche à la pression
au moyen d'un panneau (12) articulé sur la coque pressurisée (2) et comprenant un
habillage (30, 32) en deux parties, apte à pivoter et disposé côté extérieur du panneau,
qui forme une partie d'une coque extérieure (20) du sous-marin, le panneau (12) et
l'habillage (30, 32) étant couplés en mouvement, caractérisé en ce que l'habillage (30, 32) présente un premier élément d'habillage (30) qui est relié au
panneau (12) de manière fixe et est apte à pivoter autour de l'axe de pivotement du
panneau (12).
2. Sous-marin selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'habillage (30, 32) présente un deuxième élément d'habillage (32) apte à pivoter
autour d'un axe de pivotement situé à distance d'un axe de pivotement du panneau (12).
3. Sous-marin selon la revendication 2, caractérisé en ce que le deuxième élément d'habillage (32) est articulé au niveau de la coque extérieure
(20).
4. Sous-marin selon l'une des revendications 2 ou 3, caractérisé en ce que les deux éléments d'habillage (30, 32) sont couplés en mouvement avec le panneau
(12) de façon telle que des faces planes des éléments d'habillage (30, 32) détournées
l'une de l'autre dans une position de fermeture du panneau (12) sont disposées en
regard l'une de l'autre dans une position d'ouverture du panneau (12).
5. Sous-marin selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que le deuxième élément d'habillage (32) est couplé en mouvement avec le panneau (12)
par l'intermédiaire d'un mécanisme articulé.
6. Sous-marin selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'au moins un disque d'excentrique (54, 56) est disposé de manière solidaire en rotation
respectivement sur l'axe de pivotement du panneau (12) et sur l'axe de pivotement
du deuxième élément d'habillage (32), les disques d'excentrique (54, 56) étant reliés
au moyen d'une bielle (58) articulée sur ceux-ci.