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EP 2 123 585 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.09.2012 Patentblatt 2012/39 |
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Anmeldetag: 20.05.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren und Vorrichtung zum Bearbeiten einer bewegten, bedruckten Materialbahn
Method and device for processing a moved, printed sheet of material
Procédé et dispositif de traitement d'une bande de matériau déplacée imprimée
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.11.2009 Patentblatt 2009/48 |
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Patentinhaber: Hunkeler AG |
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4806 Wikon (CH) |
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Erfinder: |
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- Gerhard, Jakob
4805 Brittnau (CH)
- Gfeller, Martin
4665 Oftringen (CH)
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Vertreter: Schaad, Balass, Menzl & Partner AG |
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Dufourstrasse 101
Postfach 8034 Zürich 8034 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 107 126 US-A- 5 938 243
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US-A- 5 230 501
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Bearbeiten
einer in einer Vorschubrichtung bewegten, bedruckten Materialbahn. Dabei erfolgt das
Bedrucken der Materialbahn vorzugsweise mittels eines Digitaldruckers.
[0002] Es ist bekannt, in einem Digitaldrucker bedruckte, endlose Materialbahnen in einer
an den Digitaldrucker anschliessenden Verarbeitungslinie zu Endprodukten zu verarbeiten.
Dabei ist es erwünscht, dass mit ein und derselben Verarbeitungslinie verschiedenartige
Endprodukte hergestellt werden können. Das Dokument
EP 0 107 126 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bearbeiten einer bedruckten Materialbahn.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zu Grunde ein Verfahren bzw. eine
Vorrichtung zu schaffen, das bzw. die es erlaubt, zeit- und platzsparend bedruckte
Materialbahnen auf unterschiedliche Weise bearbeiten zu können.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1 bzw. einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst.
[0005] Da zwei Bearbeitungsstrecken vorgesehen sind, die ein unterschiedliches Bearbeiten
einer bedruckten Materialbahn erlauben und die wahlweise benutzt werden, können in
ein und derselben Verarbeitungslinie Produkte unterschiedlicher Art hergestellt werden.
Das Anordnen der Bearbeitungsstrecken übereinander verkürzt die Verarbeitungslinie,
was zu einer platzsparenden Bauweise führt. Zu einer solchen platzsparenden Bauweise
trägt auch der Einsatz eines dachförmig ausgebildeten Falzorgans zum Längsfalzen der
Materialbahn bei. Das Umstellen von einer Bearbeitungsart auf die andere Bearbeitungsart,
d.h. das Umstellen von einer Bearbeitung der Materialbahn in der einen Bearbeitungsstrecke
auf eine Bearbeitung in der andern Bearbeitungsstrecke, kann auf einfache weise dadurch
erfolgen, dass bei Nichtbenutzung der einen Bearbeitungsstrecke diese in eine Ausserbetriebsstellung,
in der sie sich ausserhalb der Bewegungsbahn der Materialbahn befindet, bewegt wird,
vorzugsweise durch ein seitliches Verschieben.
[0006] Bevorzugte Weiterausgestaltungen des erfindungsgemässen Verfahrens und der erfindungsgemässen
Vorrichtung bilden Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0007] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen
rein schematisch:
- Fig. 1 und 2
- in Seitenansicht bzw. in Draufsicht die erfindungsgemässe Vorrichtung während des
Längsfalzens einer Materialbahn,
- Fig. 3
- in einer Ansicht in Richtung des Pfeils A in Fig. 2 die gefalzte Materialbahn
- Fig. 4 und 5
- in Seitenansicht bzw. in Draufsicht die erfindungsgemässe Vorrichtung während des
Längsschneiden einer Materialbahn und Übereinanderlegens der Materialbahnstränge,
- Fig. 6
- in einer Ansicht in Richtung des Pfeils B in Fig. 5 das aus zwei übereinanderliegenden
Materialbahnsträngen bestehende Produkt,
- Fig. 7
- in Vorderansicht die beiden übereinander angeordneten Bearbeitungsanordnungen mit
der oberen Bearbeitungsanordnung in ihrer Betriebstellung,
- Fig. 8
- in Vorderansicht die beiden übereinander angeordneten Bearbeitungsanordnungen mit
der oberen Bearbeitungsanordnung in ihrer Ausserbetriebstellung,
- Fig. 9 und 10
- in Seitenansicht bzw. in Draufsicht die erfindungsgemässe Vorrichtung zum Längsfalzes
einer Materialbahn in einem andern Betriebszustand,
- Fig. 11
- in einer Ansicht in Richtung des Pfeils C in Fig. 10 das gefalzte Produkt, und
- Fig. 12
- in einer der Fig. 10 entsprechenden Ansicht eine Variante des gefalzten Produkts.
[0008] Unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 sowie 4 und 5 wird zunächst der Aufbau der
erfindungsgemässen Bearbeitungsvorrichtung 1 beschrieben.
[0009] Diese Bearbeitungsvorrichtung 1 weist eine erste Bearbeitungsanordnung 2 mit einer
ersten Bearbeitungsstrecke 3 sowie eine zweite Bearbeitungsanordnung 4 mit einer zweiten
Bearbeitungsstrecke 5 auf. Die Bearbeitungsanordnung 2 gehört zu einer ersten Bearbeitungseinheit
6, während die zweite Bearbeitungsanordnung 4 zu einer zweiten Bearbeitungseinheit
7 gehört. Die beiden Bearbeitungseinheiten 6 und 7 sind übereinander angeordnet und
weisen einen gemeinsamen Eingang 8 für die zu bearbeitende Materialbahn 9 auf.
[0010] Die durch den Eingang 8 in die Bearbeitungsvorrichtung 1 einlaufende Materialbahn
9 durchläuft ein Bremswalzenpaar 10, dem in Laufrichtung D der Materialbahn 9 eine
nur schematisch angedeutete Längsschneideinrichtung 11 nachgeschaltet ist. Wie die
Fig. 5 zeigt, weist diese Längsschneideinrichtung 11 eine Bahnschneideeinheit 11a
auf, die zum Längsschneiden der Materialbahn 9 entlang einer zur Vorschubrichtung
D parallelen Linie dient. Zur Längsschneideinrichtung 11 gehören noch Randschneideeinheiten
11b und 11c, die dazu dienen, bei Bedarf die Randabschnitte 9' und 9'' der Materialbahn
9 wegzuschneiden. Hinter der Längsschneideinrichtung 11 ist eine Umlenkwalze 12 angeordnet.
Das Bremswalzenpaar 10, die Längsscheideinrichtung 11 sowie die Umlenkwalze 12 sind
in der unteren Bearbeitungseinheit 7 untergebracht und gehören sowohl zur ersten Bearbeitungsstrecke
3 wie auch zur zweiten Bearbeitungsstrecke 5.
[0011] Die erste Bearbeitungsstrecke 3 weist ferner ein Transportwalzenpaar 13 und eine
Perforiereinheit 14 auf, die beide in der oberen Bearbeitungseinheit 6 untergebracht
sind. Die Perforiereinheit 14 dient dazu, eine Längsperforation 15 (Abrissperforation)
herzustellen. Es ist aber auch möglich, die Perforiereinheit 14 so einzustellen, dass
die Perforationslinie 15 in der vorgesehenen Falzlinie liegt. Der Perforiereinheit
14 ist eine Rilleinheit 16 nachgeschaltet, die in der Materialbahn 9 eine Rillung
17 erzeugt, welche entlang der vorgesehenen Falzlinie verläuft. Die Rilleinheit 16
kann aber auch entfallen. In diesem Fall erfolgt das Falzen ohne ein Rillung 17. Wie
die Fig. 2 zeigt, kann diese Rillung 17 (und damit die Falzlinie) bezüglich der Mittellinie
der Materialbahn 9 seitlich versetzt sein. In Vorschubrichtung D der Materialbahn
9 gesehen hinter der Rilleinheit 16 ist eine Bahnführungswalze 18 vorgesehen, an die
ein dachförmiges Falzorgan 19 anschliesst, das in der Fig. 1 nur angedeutet ist. Dieses
Falzorgan 19 dient dazu, auf an sich bekannte Weise die Materialbahn 9 entlang einer
Falzlinie zu falzen. Die gefalzte Materialbahn läuft an einer zweiten Perforiereinheit
20 vorbei, welche eine Längsperforation 21 (Abrissperforation) erzeugt, die beide
übereinanderliegenden Materialbahnstränge 9a, 9b durchdringt. Diese zweite Perforiereinheit
20 kann aber auch entfallen. Der Perforiereinheit 20 nachgeschaltet ist ein Transportwalzenpaar
22, auf das eine Tänzerwalze 23 folgt, die im Bereich des Ausgangs 24 der Bearbeitungsvorrichtung
1 angeordnet ist. In diesem Ausgangsbereich 24 ist weiter ein Zugwalzenpaar 25 vorgesehen.
Dieses Zugwalzenpaar 25 ist beim in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiel Teil
einer nachgeschalteten Querschneideeinrichtung, die nicht weiter gezeigt ist. Es ist
aber auch möglich, dieses Zugwalzenpaar 25 als Teil der Bearbeitungsvorrichtung 1
auszugestalten.
[0012] Die vorstehend beschriebenen, zur ersten Bearbeitungsstrecke 3 gehörenden Bauelemente
13, 14, 16, 18 - 20, 22 und 23 sind in der oberen Bearbeitungseinheit 6 untergebracht.
[0013] Wie insbesondere aus den Fig. 4 und 5 hervorgeht, gehören zur unteren zweiten Bearbeitungsanordnung
4 ausser dem Bremswalzenpaar 10, der Längsschneideinrichtung 11 und der Umlenkwalze
12, die in der zweiten Bearbeitungsanordnung 4 nur als Bahnführungswalze dient, Wendestangen
26, über die der eine Materialbahnstrang 9e geführt wird, sowie eine im Bereich des
Ausgangs 24 angeordnete Bahnführungswalze 27.
[0014] Die beiden übereinander angeordneten Bearbeitungsanordnungen 2 und 4 werden - wie
das noch beschrieben werden wird - wechselweise eingesetzt. Soll die Materialbahn
9 in der oberen Bearbeitungsstrecke 2 bearbeitet werden, das heisst gefalzt werden,
so befindet sich die obere Bearbeitungseinheit 6 in ihrer in der Fig. 7 gezeigten
Betriebsstellung, in der sie sich oberhalb der unteren Bearbeitungseinheit 7 und damit
in der Bewegungsbahn der Materialbahn 9 befindet.
[0015] Soll dem gegenüber eine Bearbeitung der Materialbahn 9 in der unteren, zweiten Bearbeitungsstrecke
5 erfolgen, so wird die obere Bearbeitungseinheit 6 in ihre in der Fig. 8 dargestellte
Ausserbetriebsstellung verbracht. Dies geschieht durch ein seitliches Verschieben
der oberen Bearbeitungseinheit 6 in einer Richtung E, die rechtwinklig zur Vorschubrichtung
D der Materialbahn 9 verläuft, wie das in Fig. 8 dargestellt ist. In dieser Ausserbetriebsstellung
befindet sich die obere Bearbeitungseinheit 6 somit seitlich der Bewegungsbahn der
Materialbahn 9.
[0016] Nachfolgend wird nun beschrieben, wie die Bearbeitung der Materialbahn 9 entweder
in der oberen, ersten Bearbeitungsstrecke 3 oder in der unteren, zweiten Bearbeitungsstrecke
5 erfolgt.
[0017] Anhand der Fig. 1 - 3 wird nun das Bearbeiten der Materialbahn 9 in der oberen Bearbeitungsstrecke
3 erläutert.
[0018] Wie die Fig. 2 zeigt, wird die Materialbahn 9 in einer Schleife S dem Eingang 8 der
Bearbeitungsvorrichtung 1 zugeführt. Die Zugspannung in der die Bearbeitungsvorrichtung
1 durchlaufenden Materialbahn 9 wird durch das Bremswalzenpaar 10 und das Zugwalzenpaar
25 erzeugt. Beim Vorbeilaufen der Materialbahn 9 an der Längsschneideinrichtung 11
werden die Randabschnitte 9' und 9'' (Fig. 2) abgetrennt. Die Bahnschneideeinheit
11a ist dabei nicht aktiviert. Anschliessend wird die Materialbahn 9 über die Umlenkwalze
12 nach oben in die obere Bearbeitungseinheit 6 geführt. Die Materialbahn 9 läuft
dann durch das Transportwalzenpaar 13 hindurch und wird anschliessend mittels der
Perforiereinheit 14 mit einer Längsperforation 15 versehen. Mittels der nachfolgenden
Rilleinheit 16 wird die Materialbahn 9 entlang der vorgesehenen Falzlinie mit einer
Längsrillung 17 versehen, die beim gezeigten Ausführungsbeispiel gegenüber der Mittellinie
der Materialbahn 9 seitlich versetzt ist. Hinter der Bahnführungswalze 18 läuft die
Materialbahn 9 über das dachförmige Falzorgan 19, was zu einem Falzen der Materialbahn
9 entlang der Rillung 17 zur Folge hat. Die Materialbahn 9 wird unter Zugspannung
über das Falzorgan 19 geführt. Diese Zugspannung wird durch das vor dem Falzorgan
19 angeordnete Transportwalzenpaar 13 und das hinter dem Falzorgan 19 angeordnete
Transportwalzenpaar 22 erzeugt. Mittels der Perforiereinheit 20 werden die beiden
übereinanderliegenden Materialbahnstränge 9a, 9b der gefalzten Materialbahn 9 mit
einer Längsperforation 21 versehen. Die aus der ersten, oberen Bearbeitungseinheit
6 austretende gefalzte Materialbahn 9 wird über die Tänzerwalze 23 geführt und gelangt
zum Zugwalzenpaar 25, das wie bereits erwähnt zur nachfolgenden Bearbeitungseinheit,
das heisst einer Querschneideinheit, gehört.
[0019] Wie die Fig. 3 zeigt, liegt der schmalere Materialbahnstrang 9b unterhalb des breiteren
Materialbahnstranges 9a. Der Falz liegt dabei in Vorschubrichtung D der Materialbahn
9 gesehen auf der linken Seite. Durch Umstellen des Falzorgans 19 kann die Materialbahn
9 auch derart gefalzt werden, dass der Falz in Vorschubrichtung D der Materialbahn
9 gesehen auf der rechten Seite liegt. Durch Verstellen der Rilleinheit 16 und des
Falzorganes 19 in einer rechtwinklig zur Vorschubrichtung D der Materialbahn 9 verlaufenden
Richtung kann die Lage der Rillung 17 und der Falzlinie verändert werden. Auf diese
Weise lässt sich die Breite der Materialbahnstränge 9a und 9b einstellen.
[0020] Soll nun die Materialbahn 9 statt wie beschrieben in der ersten Bearbeitungsstrecke
3 in der unteren, zweiten Bearbeitungsstrecke 5 bearbeitet werden (Fig. 4 - 6), so
wird die obere Bearbeitungseinheit 6 wie in den Fig. 7 und 8 gezeigt und anhand dieser
Figuren bereits beschrieben in die Ausserbetriebsstellung verschoben. Befindet sich
die Materialbahn 9 noch in der ersten, oberen Bearbeitungsstrecke 3, so muss bei dieser
Umstellung vor dem Verschieben der oberen Bearbeitungseinheit 6 die Materialbahn 9
im Bereich der Umlenkwalze 12 durchgetrennt und in die zweite Bearbeitungsstrecke
5 eingeführt werden.
[0021] Bei der in der Fig. 4 - 6 gezeigten Bearbeitung der Materialbahn 9 in der unteren,
zweiten Bearbeitungsstrecke 5 wird die Materialbahn 9 ebenfalls in einer Schleife
S dem Eingang 8 der Bearbeitungsvorrichtung 1 zugeführt. Der Transport der Materialbahn
durch die Bearbeitungsstrecke 5 hindurch unter Zugspannung wird auch hier durch das
Bremswalzenpaar 10 und das Zugwalzenpaar 25 übernommen. Beim Durchlaufen durch die
Längsschneideinrichtung 11 werden mittels der Randschneideeinheiten 11b, 11c die Randabschnitte
9', 9'' weggeschnitten und die Materialbahn 9 mittels der Bahnschneideeinheit 11a
entlang einer zur Vorschubrichtung D parallelen Linie in zwei Materialbahnstränge
9d und 9e aufgetrennt (Fig. 5). Der eine Materialbahnstrang 9d durchläuft die zweite
Bearbeitungsstrecke 5 entlang einer im Wesentlichen geraden Bewegungsbahn, während
der daneben liegende Materialbahnstrang 9e derart über Wendestangen 26 geführt wird,
dass der in Vorschubrichtung D gesehen rechte Materialbahnstrang 9e unter den in Vorschubrichtung
D gesehen linken Materialbahnstrang 9d zu liegen kommt, wie das aus der Fig. 6 ersichtlich
ist. Man kann aber den Materialbahnstrang 9e auch so über die Wendestangen 26 führen,
dass dieser Materialbahnstrang 9e über den anderen Materialbahnstrang 9d zu liegen
kommt. Dieses Übereinanderlegen der zwei ursprünglich nebeneinander liegenden Materialbahnstränge
9d, 9e ist an sich bekannt. Die übereinander liegenden Materialbahnstränge 9d, 9e
laufen an der Bahnführungswalze 27 vorbei und gelangen zum Zugwalzenpaar 25.
[0022] Es ist auch möglich, die Materialbahn 9 in der Längsschneideinrichtung 11 in mehr
als zwei Materialbahnstränge aufzutrennen und anschliessend diese Materialbahnstränge
übereinander zu legen.
[0023] In den Fig. 9 - 12 ist eine andere Möglichkeit zur Bearbeitung der Materialbahn 9
in der oberen, ersten Bearbeitungsstrecke 3 gezeigt. Bei dieser Ausführungsform wird
die Materialbahn 9 in der Längsschneideinrichtung 11 nicht nur am Rand beschnitten,
sondern mittels der Bahnschneideeinheit 11a in zwei Materialbahnstränge 9a und 9c
aufgetrennt. Der Materialbahnstrang 9a durchläuft die Bearbeitungsstrecke 3 auf dieselbe
Art wie anhand der Fig.
1 und 2 beschrieben. Das heisst, der Materialbahnstrang 9a wird mit einer Längsperforation
15 und mit einer Rillung 17 versehen. Demgegenüber wird der Materialbahnstrang 9c
von der Umlenkwalze 12 her direkt zum Falzorgan 19 geführt und vor diesem Falzorgan
19 von unten mit dem anderen Materialbahnstrang 9a zusammen gebracht. Wie die Fig.
11 zeigt, wird durch das Falzen des Materialbahnstranges 9a der Materialbahnstrang
9c in den gefalzten Materialbahnstrang 9a eingelegt. Wie die Fig. 10 und 11 erkennen
lassen, ist der ungefalzte Materialbahnstrang 9a etwa doppelt so breit wie der andere
Materialbahnstrang 9c.
[0024] Wird jedoch die Materialbahn 9 in zwei etwa gleich breite Materialbahnstränge 9a,
9c aufgeteilt und der Materialbahnstrang 9c mit dem Materialbahnstrang 9a ausgerichtet
dem Falzorgan 19 zugeführt, so entsteht das in Fig. 12 dargestellte Endprodukt, bei
dem beide Materialbahnstränge 9a und 9c gefalzt sind.
[0025] Bei der in den Fig. 9 und 10 gezeigten Ausführungsform ist die Perforiereinheit 20
weggelassen. Es versteht sich jedoch, dass bei Bedarf auch bei dieser Ausführungsform
eine solche Perforiereinheit 20 vorgesehen werden kann.
[0026] Es ist selbstverständlich auch möglich, in der ersten oder zweiten Bearbeitungsstrecke
3 bzw. 5 andere als die beschriebenen Bearbeitungsschritte an der Materialbahn 9 vorzunehmen.
[0027] Bei einer weiteren Variante kann in der Bearbeitungsvorrichtung 1 in Vorschubrichtung
D gesehen hinter dem Falzorgan 19 bzw. hinter den Wendestangen 26 eine weitere Falzeinheit
vorgesehen werden, um die bereits gefalzte Materialbahn 9 nochmals zu falzen bzw.
die beiden übereinander liegenden Materialbahnstränge 9d, 9e zu falzen.
[0028] Anhand der Fig. 7 und 8 wurde beschrieben, dass die obere Bearbeitungseinheit 6 durch
seitliches Verschieben aus der Bewegungsbahn der Materialbahn 9 heraus bewegt wird.
Es ist aber auch möglich, diese erste Bearbeitungseinheit 6 durch Verschieben nach
oben in die Ausserbetriebsstellung zu bringen.
[0029] Bei den gezeigten Ausführungsbeispielen wird die bearbeitete, die Bearbeitungsvorrichtung
1 verlassende Materialbahn 9 einem Querschneidapparat zugeführt. Selbstverständlich
ist es auch möglich, anstelle eines solchen Querschneidapparates andersartige Bearbeitungsmodule
vorzusehen.
1. Verfahren zum Bearbeiten einer in einer Vorschubrichtung bewegten, bedruckten Materialbahn,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Bearbeitung der laufenden Materialbahn (9) diese wahlweise durch eine von zwei
übereinander angeordneten Bearbeitungsstrecken (3, 5) geführt wird und entweder in
der einen, ersten Bearbeitungsstrecke (3) um eine zur Vorschubrichtung (D) parallele
Linie gefaltet wird oder in der andern, zweiten Bearbeitungsstrecke (5) durch Längsschneiden
entlang wenigstens einer zur Vorschubrichtung (D) parallelen Linie in wenigstens zwei
Materialbahnstränge (9d, 9e) aufgetrennt wird, die anschliessend übereinander gelegt
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Bearbeitungsstrecke (3) bei Nichtbenutzung aus der Bewegungsbahn der Materialbahn
(9) heraus bewegt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Bearbeitung der Materialbahn (9) in der oberen Bearbeitungsstrecke (3)
die ankommende Materialbahn (9) über mindestens eine Umlenkwalze (12) nach oben umgelenkt
wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Längsfalzen in der ersten Bearbeitungsstrecke (3) bzw. zusammen mit dem Längsschneiden
der Materialbahn (9) in der zweiten Bearbeitungsstrecke (5) die seitlichen Randbereiche
(9', 9") der ankommenden Materialbahn (9) weggeschnitten werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbahn (9) am Eingang (8) zu den Bearbeitungsstrecken (3, 5) gebremst und
am Ausgang (24) der Bearbeitungsstrecken (3, 5) angetrieben wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zum Längsfalzen der Materialbahn (9) in der ersten Bearbeitungsstrecke (3) die Materialbahn
(9) unter Zugspannung über ein dachförmig ausgebildetes Falzorgan (19) geführt wird,
wobei die Zugspannung vorzugsweise durch vor und hinter dem Falzorgan (19) angeordnete
Transportwalzen (13, 22) erzeugt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbahn (9) vor dem Längsfalzen in der ersten Bearbeitungsstrecke, (3) entlang
der vorgesehenen Falzlinie gegrillt und/oder perforiert wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbahn (9) vor und/oder nach dem Längsfalzen in der ersten Bearbeitungsstrecke
(3) mit einer Längsperforation (15, 21) versehen wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Längsfalzen der Materialbahn (9) in der ersten Bearbeitungsstrecke (3) von
dieser Materialbahn (9) entlang einer zur Vorschubrichtung (D) parallelen Linie ein
Materialbahnstrang (9c) abgetrennt wird, der vor dem Längsfalzen des verbleibenden
Materialbahnatrangs (9a) an letzteren angelegt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zum Übereinanderlegen der Materialbahnstränge (9d, 9e) in der zweiten Bearbeitungsstrecke
(5) ein Materialbahnstrang (9e) über Wendestangen (26) geführt wird.
11. Vorrichtung zum Bearbeiten einer in einer Vorschubrichtung bewegten, bedruckten Materialbahn,
insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei unterschiedliche, übereinander angeordnete Bearbeitungsanordnungen (2, 4) vorgesehen
sind, die einen gemeinsamen Eingang (8) für die zu bearbeitende Materialbahn (9) aufweisen,
von dem die Materialbahn (9) wahlweise entweder der einen oder der andern Bearbeitungsanordnung
(2, 4) zugeführt wird, und dass die eine, erste Bearbeitungsanordnung (2) zum Falzen
der Materialbahn (9) um eine zur vorschubrichtung (D) parallele Linie und die andere,
zweite Bearbeitungsanordnung (4) zum Auftrennen der Materialbahn (9) in wenigstens
zwei Materialbahnstränge (9d. 9e) durch Längsschneiden entlang wenigstens einer zur
Vorschubrichtung (D) parallelen Linie und anschliessendem Übereinanderlegen dieser
Materialbahnstränge (9d, 9e) ausgebildet sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die obere, erste Bearbeitungsanordnung (2) relativ zur unteren, zweiten Bearbeitungsanordnung
(4) in Bezug auf die Vorschubrichtung (D) nach der Seite hin verfahrbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Bearbeitungsanordnung (2) ein dachförmig ausgebildetes Falzorgan (19) aufweist,
über das die Materialbahn (9) unter Zugspannung geführt wird, wobei vorzugsweise vor
und hinter dem Falzorgan (19) Transportwalzen (13, 22) zum Erzeugen dieser Zugspannung
in der Materialbahn (9) angeordnet sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Bearbeitungsanordnung (4) eine Längsschneideeinheit (11) zum Längsschneiden
der Materialbahn (9) und der Längsschneideeinheit (11) nachgeschaltete Wendestangen
(26), über die ein Materialbahnstrang (9e) geführt wird, aufweist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Bearbeitungsanordnung (2) eine dem Falzorgan (19) vorgeschaltete Rilleinheit
(16) zum Rillen der Materialbahn (9) entlang der vorgesehenen Falzlinie und/oder eine
ebenfalls dem Falzorgan (19) vorgeschaltete Perforiereinheit (14) zum Perforieren
der Materialbahn (9) entlang der vorgesehenen Falzlinie oder zum Anbringen einer in
einem Abstand von der vorgesehenen Falzlinie verlaufenden Längsperforation (15) aufweist.
1. A method of processing a printed material web moving in an advancement direction,
wherein, for the purpose of processing the material web (9) as it moves, the latter
is guided optionally through one of two processing sections (3, 5) arranged one above
the other and either, in the one, first processing section (3), is folded about a
line parallel to the advancement direction (D) or, in the other, second processing
section (5), is separated, by longitudinal cutting along at least one line parallel
to the advancement direction (D), into at least two material-web strands (9d, 9e),
which are then positioned one above the other.
2. The method as claimed in claim 1, wherein the upper processing section (3), when not
in use, is moved out of the movement path of the material web (9).
3. The method as claimed in claim 1 or 2, wherein, during processing of the material
web (9) in the upper processing section (3), the incoming material web (9) is deflected
upward via at least one deflecting roller (12).
4. The method as claimed in one of claims 1 to 3, wherein prior to the longitudinal folding
in the first processing section (3) or together with the longitudinal cutting of the
material web (9) in the second processing section (5), the lateral border regions
(9', 9") of the incoming material web (9) are cut away.
5. The method as claimed in one of claims 1 to 4, wherein the material web (9) is braked
at the entry (8) to the processing sections (3, 5) and is driven at the exit (24)
from the processing sections (3, 5).
6. The method as claimed in one of claims 1 to 5, wherein, for the longitudinal folding
of the material web (9) in the first processing section (3), the material web (9)
is guided, with tensile stressing, via a folding mechanism (19) of roof-like design,
the tensile stressing preferably being produced by transporting rollers (13, 22) arranged
upstream and downstream of the folding mechanism (19).
7. The method as claimed in one of claims 1 to 6, wherein, prior to the longitudinal
folding in the first processing section (3), the material web (9) is scored and/or
perforated along the envisaged folding line.
8. The method as claimed in one of claims 1 to 7, wherein, prior to and/or following
the longitudinal folding in the first processing section (3), the material web (9)
is provided with longitudinal perforations (15, 21).
9. The method as claimed in one of claims 1 to 8, wherein, prior to the longitudinal
folding of the material web (9) in the first processing section (3), a material-web
strand (9c) is severed from this material web (9) along a line parallel to the advancement
direction (D), and this material-web strand (9c) is positioned on the remaining material-web
strand (9a) prior to the longitudinal folding of the latter.
10. The method as claimed in one of claims 1 to 5, wherein, for the purpose of positioning
material-web strands (9d, 9e) above one another in the second processing section (5),
a material-web strand (9e) is guided via angle bars (26).
11. An apparatus for processing a printed material web moving in an advancement direction,
in particular for implementing the method as claimed in claim 1, wherein two different
processing arrangements (2, 4) arranged one above the other are provided, and these
have a common entry (8) for the material web (9) which is to be processed, the material
web (9) being fed from the entry optionally either to the one processing arrangement
(2, 4) or the other, and wherein the one, first processing arrangement (2) is designed
for folding the material web (9) about a line parallel to the advancement direction
(D) and the other, second processing arrangement (4) is designed for separating the
material web (9) into at least two material-web strands (9d, 9e) by longitudinal cutting
along at least one line parallel to the advancement direction (D), and then for positioning
these material-web strands (9d, 9e) one above the other.
12. The apparatus as claimed in claim 11, wherein the upper, first processing arrangement
(2) can be displaced to the side, as seen in respect of the advancement direction
(D), relative to the lower, second processing arrangement (4).
13. The apparatus as claimed in claim 11 or 12, wherein the first processing arrangement
(2) has a folding mechanism (19) which is of roof-like design and via which the material
web (9) is guided under tensile stressing, transporting rollers (13, 22) for producing
this tensile stressing in the material web (9) being arranged preferably upstream
and downstream of the folding mechanism (19).
14. The apparatus as claimed in claim 11 or 12, wherein the second processing arrangement
(4) has a longitudinal-cutting unit (11) for the longitudinal cutting of the material
web (9) and also has angle bars (26) which are arranged downstream of the longitudinal-cutting
unit (11) and via which an material-web strand (9e) is guided.
15. The apparatus as claimed in claim 13, wherein the first processing arrangement (2)
has a scoring unit (16), which is arranged upstream of the folding mechanism (19)
and is intended for scoring a material web (9) along the envisaged folding line, and/or
a perforating unit (14), which is likewise arranged upstream of the folding mechanism
(19) and is intended for perforating the material web (9) along the envisaged folding
line or for applying longitudinal perforations (15) at a distance apart from the envisaged
folding line.
1. Procédé pour traiter une bande de matériau imprimée déplacée dans une direction d'avance,
caractérisé en ce que pour le traitement de la bande de matériau en mouvement (9), celle-ci est guidée
de manière sélective à travers l'une de deux sections de traitement (3, 5) disposées
l'une au-dessus de l'autre et soit dans l'une, la première, section de traitement
(3), est pliée autour d'une ligne parallèle à la direction d'avance (D), soit dans
l'autre, la deuxième, section de traitement (5), est sectionnée par découpe longitudinale
le long d'au moins une ligne parallèle à la direction d'avance (D) en au moins deux
tronçons de bande de matériau (9d, 9e), qui sont ensuite placés l'un au-dessus de
l'autre.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la section de traitement supérieure (3), lorsqu'elle n'est pas utilisée, est déplacée
à l'écart de la voie de déplacement de la bande de matériau (9).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que dans le cas d'un traitement de la bande de matériau (9) dans la section de traitement
supérieure (3), la bande de matériau arrivant (9) est déviée vers le haut par le biais
d'au moins un cylindre déflecteur (12).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'avant le pliage longitudinal dans la première section de traitement (3) ou conjointement
avec la découpe longitudinale de la bande de matériau (9) dans la deuxième section
de traitement (5), les régions de bord latérales (9', 9") de la bande de matériau
arrivant (9) sont enlevées par découpage.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la bande de matériau (9) est freinée à l'entrée (8) dans les sections de traitement
(3, 5) et est entraînée à la sortie (24) des sections de traitement (3, 5).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que pour le pliage longitudinal de la bande de matériau (9) dans la première section
de traitement (3), la bande de matériau (9) est guidée avec une tension de traction
sur un organe de pliage (19) réalisé en forme de toit, la tension de traction étant
produite de préférence par des cylindres de transport (13, 22) disposés avant et après
l'organe de pliage (19).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la bande de matériau (9) est rainurée et/ou perforée avant le pliage longitudinal
dans la première section de traitement (3) le long de la ligne de pliage prévue.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la bande de matériau (9) est munie d'une perforation longitudinale (15, 21) avant
et/ou après le pliage longitudinal dans la première section de traitement (3).
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'avant le pliage longitudinal de la bande de matériau (9) dans la première section
de traitement (3), un tronçon de bande de matériau (9c) est séparé de cette bande
de matériau (9) le long d'une ligne parallèle à la direction d'avance (D), lequel
tronçon de bande de matériau est appliqué avant le pliage longitudinal du tronçon
de bande de matériau restant (9a) sur ce dernier.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que pour le positionnement l'un sur l'autre des tronçons de bande de matériau (9d, 9e)
dans la deuxième section de traitement (5), un tronçon de bande de matériau (9e) est
guidé sur des barres de retournement (26).
11. Dispositif pour traiter une bande de matériau imprimée déplacée dans une direction
d'avance, en particulier pour mettre en oeuvre le procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que deux agencements de traitement différents, disposés l'un au-dessus de l'autre (2,
4), sont prévus, lesquels présentent une entrée commune (8) pour la bande de matériau
(9) à traiter, depuis laquelle la bande de matériau (9) est acheminée de manière sélective
soit à l'un, soit à l'autre des agencements de traitement (2, 4), et en ce que l'un, le premier, agencement de traitement (2) est réalisé pour plier la bande de
matériau (9) autour d'une ligne parallèle à la direction d'avance (D) et l'autre,
le deuxième, agencement de traitement (4) est réalisé pour sectionner la bande de
matériau (9) en au moins deux tronçons de bande de matériau (9d, 9e) par découpe longitudinale
le long d'au moins une ligne parallèle à la direction d'avance (D) et pour ensuite
superposer l'un sur l'autre ces tronçons de bande de matériau (9d, 9e).
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que le premier agencement de traitement (2), supérieur, peut être déplacé par rapport
au deuxième agencement de traitement (4), inférieur, par rapport à la direction d'avance
(D) vers le côté.
13. Dispositif selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que le premier agencement de traitement (2) présente un organe de pliage (19) réalisé
en forme de toit, par le biais duquel la bande de matériau (9) est guidée avec une
tension de traction, des cylindres de transport (13, 22) pour produire cette tension
de traction dans la bande de matériau (9) étant disposés de préférence avant et après
l'organe de pliage (19).
14. Dispositif selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que le deuxième agencement de traitement (4) présente une unité de découpe longitudinale
(11) pour la découpe longitudinale de la bande de matériau (9) et des barres de retournement
(26) montées après l'unité de découpe longitudinale (11), par le biais desquelles
un tronçon de bande de matériau (9e) est guidé.
15. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que le premier agencement de traitement (2) présente une unité de rainurage (16) montée
avant l'organe de pliage (19) pour rainurer la bande de matériau (9) le long de la
ligne de pliage prévue et/ou une unité de perforation (14) également montée avant
l'organe de pliage (19) pour perforer la bande de matériau (9) le long de la ligne
de pliage prévue ou pour appliquer une perforation longitudinale (15) s'étendant à
distance de la ligne de pliage prévue.
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