(19)
(11) EP 2 502 848 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
26.09.2012  Patentblatt  2012/39

(21) Anmeldenummer: 12159495.6

(22) Anmeldetag:  14.03.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65D 75/54(2006.01)
B65D 25/20(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 23.03.2011 DE 202011000668 U

(71) Anmelder: Knauf Gips KG
97346 Iphofen (DE)

(72) Erfinder:
  • Schäfer, Matthias
    97244 Bütthard (DE)
  • Pabstmann, Marco
    97320 Albertshofen (DE)
  • Gräf, Thorsten
    97348 Willanzheim (DE)

(74) Vertreter: Schlögl, Markus 
Meissner, Bolte & Partner GbR Bankgasse 3
90402 Nürnberg
90402 Nürnberg (DE)

   


(54) Behältnis, insbesondere Sack oder Eimer, und Vorrichtung zur Herstellung dieses Behältnisses


(57) Die Erfindung betrifft ein Behältnis (1), insbesondere einen Sack oder Eimer, für Baumaterialien, mit einer die Baumaterialien umschließenden Umhüllung (2). Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenseite der Umhüllung ein Booklet (3) angebracht ist.
Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zum Herstellen dieser Behältnisse, umfassend
a) ein Einlaufband (8) für mit Baumaterialien gefüllte Behältnisse (1a), bei denen die Baumaterialien von einer Umhüllung (2) umschlossen sind, an der jedoch noch kein Booklet angebracht ist,
a1) wobei die Behältnisse (1a) derart auf dem Einlaufband (8) aufliegen, dass eine Unterseite (6) der Umhüllung (2) auf dem Einlaufband (8) aufliegt,
b) eine auf das Einlaufband (8) folgende Anbringstation (10) für Booklets (3), in der an der Unterseite (6) der Umhüllung (2) der vom Einlaufband (8) antransportierten Behältnisse (1a) ein Booklet (3) an der Unterseite (6) der Umhüllung (2) angebracht wird,
c) ein auf die Anbringstation (10) folgendes Auslaufband (11) für die Behältnisse (1), die in der Anbringstation (10) mit einem Booklet (3) versehen wurden,
c1) wobei die das Booklet (3) aufweisende Unterseite (6) der Umhüllung (2) der Behältnisse (1) auf dem Auslaufband aufliegt.







Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Behältnis für Baumaterialien, insbesondere für schüttfähige Baumaterialien, sowie eine Vorrichtung zur Herstellung dieses Behältnisses.

[0002] Dieses Behältnis weist eine die Baumaterialien umschließende Umhüllung auf. Beispielsweise handelt es sich bei dem Behältnis um einen Sack, insbesondere einen Ventilsack, oder um einen Eimer. Unter schüttfähigen Baumaterialien werden beispielsweise auch pulverförmige Baustoffe verstanden. Als konkrete Beispiele seien Gips, Putz und Zement genannt. Die angebotenen Säcke weisen typischerweise Standardgewichte auf, beispielsweise 1, 3, 5, 10, 25, 30 oder 40 kg.

[0003] Es ist bekannt, auf diese Behältnisse Sicherheitshinweise und sonstige Informationen zu den eingefüllten Materialien aufzudrucken. Bei Lieferung in zahlreiche Länder müssen diese Angaben in einer Vielzahl von Sprachen vorliegen, beispielsweise in 30 und mehr Sprachen. Hier kann es vorkommen, dass der auf den Behältnissen zur Verfügung stehende Platz nicht ausreicht, um alle Sprachen unterzubringen. In diesem Fall könnten verschiedene Säcke für verschiedene Ländergruppen hergestellt werden, was aber aufwändig und mit entsprechend höheren Kosten verbunden ist.

[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Behältnis der eingangs genannten Art anzugeben, das alle relevanten Produktinformationen in mindestens 30 Sprachen an seiner Umhüllung bereitstellt. Insbesondere soll ein sogenanntes "World Bag" möglich gemacht werden, also eines zumindest nahezu weltweit bzw. in allen jeweils relevanten Abnehmerländern einsetzbaren und mit Produktinformationen in allen in Frage kommenden Sprachen versehenen Behältnisses. Pro Material und pro Gebindegröße sollte somit lediglich ein Behältnis ausreichen. Ferner soll eine Vorrichtung zur Herstellung dieses Behältnisses angegeben werden.

[0005] Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Behältnisses gelöst durch die Merkmale des Anspruches 1 und hinsichtlich der Vorrichtung zur Herstellung dieses Behältnisses durch die Merkmale des Anspruches 5. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den jeweils abhängigen Ansprüchen angegeben.

[0006] Das erfindungsgemäße Behältnis für Baumaterialien, insbesondere schüttfähige Baumaterialien, weist eine die Baumaterialien umschließende Umhüllung auf, an deren Außenseite ein Booklet angebracht ist. Bei dem Behältnis kann es sich um einen Sack, insbesondere einen Ventilsack, oder um einen Eimer handeln. Als Material der Umhüllung kommen beispielsweise Papier, Karton und/oder Kunststoff in Betracht.

[0007] Das Booklet kann sich in einer Hülle, beispielsweise einem Umschlag oder einer Tasche, befinden, die an der Umhüllung befestigt ist, insbesondere an die Umhüllung geklebt ist.

[0008] Bei dem Booklet kann es sich um ein Informationsheft oder um ein Informationsfaltblatt über die in dem Behältnis enthaltenen Baumaterialien handeln, das beispielsweise relevante Sicherheitsangaben und sonstige Produkt- und Verarbeitungsinformationen in zahlreichen Sprachen enthält. Durch das Booklet lassen sich die erforderlichen Informationen parallel in deutlich mehr Sprachen zur Verfügung stellen als dies durch Aufdruck oder Aufkleben auf der Umhüllung des Behältnisses möglich wäre. Informationen zu den eingefüllten Materialien in 30 und mehr verschiedene Sprachen lassen sich auf diese Weise problemlos an einem Behältnis vorsehen.

[0009] Bei der Booklet-Hülle kann es sich um eine Kunststoffhülle bzw. Kunststofftasche handeln, insbesondere aus einer transparentem, nicht oder teileweise bedruckten Kunststofffolie. Es kann sich aber auch um einen Papierumschlag handeln.

[0010] Das Booklet selbst kann ein gedrucktes Heft aus Papier sein, es kann sich aber auch um ein Faltblatt handeln. Die Anbringung des Booklets an der Umhüllung erfolgt entweder direkt, beispielsweise durch Ankleben einer Rückseite, oder über die Booklet-Hülle, beispielsweise indem diese an ihrer der Umhüllung des Behältnisses zugewandten Seite an die Umhüllung geklebt ist.

[0011] Eine zweckmäßige Weiterbildung sieht vor, dass die Hülle des Booklets öffenbar ist zur Entnahme des Booklets. Hierzu kann die Hülle des Booklets eine Aufreißperforation zur Entnahme des Booklets aufweisen.

[0012] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Herstellen der erfindungsgemäßen Behältnisses umfasst ein Einlaufband (auch: Zuführband, Transportband) für mit Baumaterialien, insbesondere schüttfähigen Baumaterialien, gefüllte Behältnisse, bei denen die Baumaterialien von einer Umhüllung umschlossen sind, an der jedoch noch kein Booklet angebracht ist, wobei die Behältnisse derart auf dem Einlaufband aufliegen, dass eine Unterseite der Umhüllung auf dem Einlaufband aufliegt. Weiter umfasst die Vorrichtung eine auf das Einlaufband folgende Anbringstation für Booklets, in der an der Unterseite der Umhüllung der vom Einlaufband antransportierten Behältnisse ein Booklet angebracht wird. Des Weiteren umfasst die Vorrichtung ein auf die Anbringstation folgendes Auslaufband für die Behältnisse, die in der Anbringstation mit einem Booklet versehen wurden, wobei die das Booklet aufweisende Unterseite der Umhüllung der Behältnisse auf dem Auslaufband aufliegt.

[0013] Mit dieser Vorrichtung lassen sich die erfindungsgemäßen Behältnisse automatisch, zügig, kostengünstig und in großen Stückzahlen herstellen.

[0014] Zweckmäßigerweise ist die Unterseite der Behältnisse in der Anbringstation für ein Anbringen der Booklets zugänglich.

[0015] Einlaufband und Auslaufband sind vorzugsweise im Bereich der Anbringstation zueinander beabstandet. Zweckmäßig ist, wenn das Einlaufband höher als das Auslaufband angeordnet ist, so dass die einlaufenden Behältnisse im Bereich der Anbringstation vom Einlaufband auf das Auslaufband herunterkippen und dabei die Unterseite der Umhüllung für die Anbringung der Booklets zugänglich ist.

[0016] Eine Weiterbildung sieht vor, dass die Anbringstation eine Anklebestation ist, in der die Booklets mittels Klebung an der Umhüllung der Behältnisse angebracht werden. Hierzu kann der Anbringstation eine Heißkleberstation zugeordnet sein, in der auf die zur Anbringung an dem Behältnis vorgesehenen Seite der Booklets oder der Booklethüllen ein Heißkleber aufgebracht, insbesondere aufgespritzt wird.

[0017] Es kann auch vorgesehen sein, dass die Vorrichtung ein Booklet-Magazin zur Lagerung von Booklets und eine Zuführeinrichtung zur Zuführung der Booklets aus dem Booklet-Magazin zur Anbringstation aufweist. Die Zuführeinrichtung kann einen Schlitten zum Transport der einzelnen Booklets aufweisen, der auf einem Schlittenführungssystem zwischen Booklet-Magazin und Anbringstation hin und her bewegbar ist. Das Schlittenführungssystem kann den Schlitten mit dem aus dem Booklet-Magazin geholten Booklet durch die Heißkleberstation führen, wobei Heißkleber auf die zur Anbringung an der Umhüllung des Behältnisses vorgesehenen Seite der Booklets oder der Booklethüllen aufgebracht wird.

[0018] Gemäß einer Weiterbildung weist der Schlitten eine Andrückeinrichtung für Booklets auf, mittels der die Booklets in der Anbringstation gegen die Unterseite der Umhüllung der Behältnisse drückbar sind.

[0019] Ferner kann dem Einlaufband eine Ausrichtungseinrichtung zugeordnet sein, mittels der die einlaufenden Behältnisse in eine für die Anbringung der Booklets vorgesehene Lage auf dem Einlaufband bringbar sind.

[0020] Die Erfindung wird nachstehend auch hinsichtlich weiterer Merkmale und Vorteile anhand der Beschreibung von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die beiliegenden, schematischen Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen
FIG 1
ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Behältnisses in perspektivischer Darstellung,
FIG 2
ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Behältnisses in perspektivischer Darstellung,
FIG 3
ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in perspektivischer Darstellung,
FIG 4
die Vorrichtung nach FIG 3 in einer weiteren perspektivischen Darstellung.


[0021] Einander entsprechende Teile und Komponenten sind in den Zeichnungen mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

[0022] FIG 1 und FIG 2 zeigen zwei verschiedene Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Behältnisses 1 in perspektivischer Darstellung. Bei beiden Behältnissen 1 handelt es sich beispielsweise um einen Ventilsack. Anstelle des Ventilsacks kann aber auch ein anderes Behältnis, beispielsweise ein Eimer, vorgesehen werden. Beide Behältnisse 1 sind mit Baumaterialien, insbesondere schüttfähigen Baumaterialien, gefüllt, die von einer Umhüllung 2 umschlossen sind. An der Außenseite der Umhüllung 2 ist bei beiden Behältnissen ein in eine Booklet-Hülle 4 eingepacktes Booklet 3 angebracht, beispielsweise mittels Klebung. Im Hinblick auf die in FIG 3 und 4 gezeigte Vorrichtung zur Herstellung der Behältnisse 1 wird die Seite der Umhüllung 2, an der die Booklets 3 angebracht werden, als Unterseite 6 der Umhüllung 2 bezeichnet. Dies ist zumeist die Rückseite des Behältnisses 1, die einer Vorderseite mit Markennamen und Produktbezeichnung gegenüber liegt.

[0023] Das Booklet 3 kann aus der Booklet-Hülle 4 durch Aufreißen einer hierfür vorgesehenen Aufreißperforation 5 in der Booklet-Hülle 4 herausgenommen werden. Die beiden Ausführungsbeispiele in FIG 1 und FIG 2 unterscheiden sich lediglich in der Ausrichtung der angebrachten Booklet-Hülle 4 am Behältnis 1.

[0024] Bei dem Booklet kann es sich um ein Informationsheft oder um ein Informationsfaltblatt über die in dem Behältnis 1 enthaltenen Baumaterialien handeln, das beispielsweise relevante Sicherheitsangaben und sonstige Produkt- und Verarbeitungsinformationen in zahlreichen Sprachen enthält. Durch das Booklet lassen sich die erforderlichen Informationen parallel in deutlich mehr Sprachen zur Verfügung stellen als dies durch Aufdruck oder Aufkleben auf der Umhüllung 2 des Behältnisses 1 möglich wäre.

[0025] Bei der Booklet-Hülle 4 kann es sich um eine Kunststoffhülle bzw. Kunststofftasche handeln, insbesondere aus einer transparentem, nicht oder teileweise bedruckten Kunststofffolie. Es kann sich aber auch um einen Papierumschlag handeln.

[0026] Das Booklet 3 selbst kann ein gedrucktes Heft aus Papier sein, es kann sich aber auch um ein Faltblatt handeln. Die Anbringung des Booklets 3 an der Umhüllung 2 erfolgt in den dargestellten Ausführungsbeispielen über die Booklet-Hülle 4, beispielsweise indem diese an ihrer der Umhüllung 2 des Behältnisses 1 zugewandten Seite an die Umhüllung 2 geklebt ist.

[0027] FIG 3 und FIG 4 zeigen ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 7 zum Herstellen erfindungsgemäßer Behältnisse 1, wie sie beispielsweise in FIG 1 und FIG 2 gezeigt sind. Die Vorrichtung 7 umfasst ein Einlaufband 8, eine Anbringstation 10 für Booklets 3, ein Booklet-Magazin 13, einen Schlitten 14 mit Schlittenführungssystem 15 für die Zuführung der Booklets 3 zur Anbringstation 10, eine Heißkleberstation 12 mit Heißkleber-Vorratsbehälter 12a und ein Auslaufband 22.

[0028] Über das Einlaufband 8 werden mit Baumaterial gefüllte Behältnisse 1a, beispielsweise Ventilsäcke, die noch nicht mit einem Booklet 3 versehen sind, zur Anbringstation 10 transportiert. Die Behältnisse 1a liegen mit der für die Anbringung der Booklets 3 vorgesehenen Unterseite 6 der Umhüllung 2 der Behältnisse 1a auf dem Einlaufband 8 auf.

[0029] Oberhalb des Einlaufbandes 8 ist eine Ausrichtungseinrichtung 9 für die auf dem Einlaufband 8 liegenden Behältnisse 1a vorgesehen, um die Behältnisse 1a in die für die Anbringung der Booklets vorgesehene Position zu bringen. Hierbei handelt es sich beispielsweise um eine seitliche Führungsschiene, die dafür sorgt, dass die Behältnisse 1a parallel zur Förderrichtung des Einlaufbandes 8 ausgerichtet sind und damit sichergestellt ist, dass die Booklets 3 nicht schief, sondern gerade angebracht werden, ausgerichtet parallel zu den Rändern des Behältnisses 1a.

[0030] Die Anbringstation 11 für die Booklets 3 ist im Übergangsbereich zwischen Einlaufband 8 und Auslaufband 11 angeordnet. In FIG 3 und FIG 4 wird deutlich, dass das Einlaufband 8 höher als das Auslaufband 11 angeordnet ist, d.h. beim Übergang vom Einlaufband 8 zum Auslaufband 11 kippt das Behältnis 1a aufgrund der Schwerkraft auf das Auslaufband 11. Dieses Kippen ist beispielhaft in FIG 4 gezeigt. Beim Kippen liegt die Unterseite 6 der Umhüllung 2 frei. Diese Stellung nutzt die Vorrichtung 1 zur Anbringung der Booklets 3, so dass aus den Behältnissen 1a erfindungsgemäße Behältnisse 1 werden.

[0031] Die Booklets 3 werden in dem bereits angesprochenen Booklet-Magazin 13 gelagert, und zwar bereits fertig eingetütet in ihre Booklet-Hülle 4. Zum Anbringen an das Behältnis 1a wird nun ein eingetütetes Booklet 3 vom bereits angesprochenen Schlitten 14 aus dem Booklet-Magazin 13 geholt und über das Schlittenführungssystem 15 in die Anbringstation 10 im Übergangsbereich zwischen Einlaufband 8 und Auslaufband 11 transportiert. Beispielsweise kann es sich hierbei um eine pneumatische Schlitteneinrichtung handeln. Auf seiner Fahrt vom Booklet-Magazin 13 zur Anbringstation 10 durchfährt der Schlitten 14 mit dem eingetüteten Booklet 3 die bereits erwähnte Heißkleberstation 12 mit Heißkleber-Vorratsbehälter 12a, in der die zur Anbringung vorgesehene, nach oben gewandte Seite der Booklet-Hülle 4 mit Heißkleber besprüht wird.

[0032] In der Anbringstation 10 wird das eingetütete Booklet 3 von der bereits angesprochenen Andrückeinrichtungen angehoben, und zwar genau in dem Moment, in dem das Behältnis 1a vom Einlaufband 8 auf das Auslaufband 11 kippt und die Unterseite 6 der Umhüllung 2 freigegeben ist. Durch das Anheben wird das eingetütete Booklet 3 gegen die Unterseite 6 der Umhüllung 2 gedrückt, bleibt dort aufgrund des Heißklebers auf der Booklet-Hülle 4 haften und wird vom sich weiterbewegenden Behältnis 1a mitgenommen. Durch das anschließende Aufliegen der Unterseite 6 der Umhüllung 2 des Behältnisses 1 auf dem Auslaufband 11 wird das eingetütete Booklet 3 flächig gegen die Umhüllung 2 gedrückt und damit unterstützt durch die Schwerkraft des Behältnisses 1 flächig mit der Umhüllung 2 verklebt. Aus dem Behältnis 1a ohne Booklet wurde damit ein erfindungsgemäßes Behältnis 1 hergestellt.

[0033] Die Andrückeinrichtung, die das eingetütete Booklet 3 in der Anbringstation 10 anhebt, kann direkt im Schlitten 14 vorgesehen und mit diesem mitbewegt werden. Es ist aber auch eine Anordnung unabhängig vom Schlitten 14, beispielsweise fest in die Anbringstation 10 integriert, möglich.

Bezugszeichenliste



[0034] 
1
Behältnis mit Booklet
1a
Behältnis ohne Booklet
2
Umhüllung
3
Booklet
4
Booklet-Hülle
5
Aufreißperforation
6
Unterseite der Umhüllung 2
7
Vorrichtung zum Herstellen von Behältnissen
8
Einlaufband
9
Ausrichtungseinrichtung
10
Anbringstation für Booklets
11
Auslaufband
12
Heißkleberstation
12a
Heißkleber-Vorratsbehälter
13
Booklet-Magazin
14
Schlitten
15
Schlittenführungssystem



Ansprüche

1. Behältnis (1), insbesondere Sack oder Eimer, für Baumaterialien, mit einer die Baumaterialien umschließenden Umhüllung (2), dadurch gekennzeichnet, dass
an der Außenseite der Umhüllung ein Booklet (3) angebracht ist.
 
2. Behältnis nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Booklet (3) sich in einer Hülle (4) befindet, die an der Umhüllung (2) befestigt ist, insbesondere an die Umhüllung (2) geklebt ist.
 
3. Behältnis nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülle (4) des Booklets (3) öffenbar ist zur Entnahme des Booklets (3).
 
4. Behältnis nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülle (4) des Booklets (3) eine Aufreißperforation (5) zur Entnahme des Booklets (3) aufweist.
 
5. Vorrichten (7) zum Herstellen von Behältnissen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, umfassend

a) ein Einlaufband (8) für mit Baumaterialien gefüllte Behältnisse (1a), bei denen die Baumaterialien von einer Umhüllung (2) umschlossen sind, an der jedoch noch kein Booklet angebracht ist,

a1) wobei die Behältnisse (1a) derart auf dem Einlaufband (8) aufliegen, dass eine Unterseite (6) der Umhüllung (2) auf dem Einlaufband (8) aufliegt,

b) eine auf das Einlaufband (8) folgende Anbringstation (10) für Booklets (3), in der an der Unterseite (6) der Umhüllung (2) der vom Einlaufband (8) antransportierten Behältnisse (1a) ein Booklet (3) an der Unterseite (6) der Umhüllung (2) angebracht wird,

c) ein auf die Anbringstation (10) folgendes Auslaufband (11) für die Behältnisse (1), die in der Anbringstation (10) mit einem Booklet (3) versehen wurden,

c1) wobei die das Booklet (3) aufweisende Unterseite (6) der Umhüllung (2) der Behältnisse (1) auf dem Auslaufband aufliegt.


 
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Unterseite (6) der Behältnisse (1) in der Anbringstation (10) zugänglich ist zum Anbringen der Booklets (3).
 
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
Einlaufband (8) und Auslaufband (11) im Bereich der Anbringstation (10) zueinander beabstandet sind.
 
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Einlaufband (8) höher als das Auslaufband (11) angeordnet ist, so dass die einlaufenden Behältnisse (1a) im Bereich der Anbringstation (10) vom Einlaufband (8) auf das Auslaufband (11) herunterkippen und dabei die Unterseite (6) der Umhüllung (2) für die Anbringung der Booklets (3) zugänglich ist.
 
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anbringstation (10) eine Anklebestation ist, in der die Booklets (3) mittels Klebung an der Umhüllung (2) der Behältnisse (1a) angebracht werden.
 
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Anbringstation (10) eine Heißkleberstation (12) zugeordnet ist, in der auf die zur Anbringung an dem Behältnis (1) vorgesehenen Seite der Booklets (3) oder der Booklet-Hüllen (4) ein Heißkleber aufgebracht, insbesondere aufgespritzt wird.
 
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung (7) eine Booklet-Magazin (13) zur Lagerung von Booklets (3) und eine Zuführeinrichtung (14, 15) zur Zuführung der Booklets (3) aus dem Booklet-Magazin (13) zur Anbringstation (10) aufweist.
 
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zuführeinrichtung einen Schlitten (14) zum Transport der einzelnen Booklets (3) aufweist, der von einem Schlittenführungssystem (15) zwischen Booklet-Magazin (13) und Anbringstation (10) hin und her bewegbar ist.
 
13. Vorrichtung nach Anspruch 12 und Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Schlittenführungssystem (15) den Schlitten (14) mit dem anzubringenden Booklet (3) durch die Heißkleberstation (12) führt und dabei Heißkleber auf die zur Anbringung an dem Behältnis (1a) vorgesehene Seite des Booklets (3) oder der Booklet-Hülle (4) aufbringbar ist.
 
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schlitten (14) eine Andrückeinrichtung für Booklets (3) aufweist, mittels der die Booklets (3) in der Anbringstation (10) gegen die Unterseite (6) der Umhüllung (2) der Behältnisse drückbar sind.
 
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
dem Einlaufband (8) eine Ausrichtungseinrichtung (9) zugeordnet ist, mittels der die einlaufenden Behältnisse (1a) in eine für die Bookletanbringung vorgesehene Lage auf dem Einlaufband (8) bringbar sind.
 




Zeichnung