Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Werkzeugmaschine, insbesondere eine elektrisch betreibbare
Handwerkzeugmaschine nach der Gattung der unabhängigen Ansprüche.
[0002] Werkzeugmaschinen, welche mindestens einem Drehantrieb von Einsatzwerkzeugen dienen,
weisen üblicherweise Überrastkupplungen auf, welche ein auf das Einsatzwerkzeug wirkendes
Drehmoment auf ein bestimmtes, vorgewähltes Grenzdrehmoment begrenzen. Insbesondere
bei Handwerkzeugmaschinen mit leistungsstarken Drehantrieben wie z.B. Bohrmaschinen,
Schlagbohrmaschinen oder Bohr-/Kombihämmern kommt dem vorgewählten Grenzdrehmoment
und damit der Überrastkupplung eine erhebliche Bedeutung bei der Unfallvermeidung
zu. Üblicherweise stellt das vorgewählte Grenzdrehmoment dabei einen Kompromiss zwischen
einer möglichst geringen Drehmomentbelastung des Einsatzwerkzeugs, der Werkzeugmaschine
und/oder eines Bedieners und einem möglichst hohen Arbeitsdrehmoment zur Verwendung
großer Werkzeugdurchmesser des Einsatzwerkzeugs dar.
[0003] Um unterschiedlichen Arbeitssituationen gerecht zu werden, bieten sich Überrastkupplungen
oder Kupplungsvorrichtungen mit einstellbaren Grenzdrehmomenten an. Aus
DE 43 04 899 A1 ist ein Bohrhammer als Beispiel einer Handwerkzeugmaschine bekannt, bei dem in der
Getriebevorrichtung zwischen einer Antriebsquelle und einer drehend antreibbaren Werkzeugaufnahme
mindestens zwei separate Kupplungen vorgesehen sind. Die Kupplungen weisen dabei unterschiedliche
Grenzdrehmomente auf und können durch den Bediener unabhängig voneinander in Eingriff
gebracht werden, so dass bei der Benutzung des Bohrhammers unterschiedliche Grenzdrehmomente
wirksam werden können.
[0004] Daneben sind bereits verschiedene Ausführungsformen von zweistufigen Kupplungsvorrichtungen
bekannt. So ist aus
DE 38 32 302 C1 eine Kupplungsvorrichtung mit zwei koppelbaren, seriell auf einer Welle angeordneten
Überrastkupplungen bekannt. Die Überrastkupplungen werden dabei über einen schaltbaren,
axial verschieblichen Stift, welcher in einem radial äußeren Bereich der Überrastkupplungen
angeordnet ist, wahlweise miteinander verbunden und/oder an einem Gehäuse festgelegt,
so dass bezogen auf die Welle unterschiedliche Grenzdrehmomente wirksam werden.
[0005] Aus
DE 101 30 520 A1 ist weiterhin eine Kupplungsvorrichtung mit einer Überrastkupplung für Handwerkzeugmaschinen
bekannt, bei der über ein Steuerelement das Grenzdrehmoment der Überrastkupplung eingestellt
werden kann. Die Überrastkupplung weist dazu radiale angeordnete, auf eine Vorspannkraft
eingestellte Federelemente zur Erzeugung eines Überrastdrehmoments auf, deren Vorspannkraft
über Steuerelement veränderbar ist.
[0006] Üblicherweise ist auch bei der Verwendung sehr leistungsstarker Werkzeugmaschinen
ein sehr hohes Arbeitsdrehmoment nur in relativ wenigen Anwendungsfällen notwendig.
In den weitaus häufigsten Anwendungen kann mit relativ geringem Arbeitsdrehmoment
ein sehr gutes Arbeitsergebnis erreicht werden. Zur Steigerung der Bedienerfreundlichkeit
ist daher eine automatische Rückstellung auf ein niedrigeres Arbeitsdrehmoment vorteilhaft.
Aus
WO 2004/024398 A1 ist es dazu ein Bohrhammer mit einer zweistufigen Kupplungsvorrichtung bekannt, bei
dem eine automatische Rücksetzung der Kupplungsvorrichtung auf das niedrigstmögliche
Grenzdrehmoment ausgelöst wird, sobald der Bohrhammer von der Netzspannung getrennt
wird.
Vorteile der Erfindung
[0007] Die erfindungsgemäße Werkzeugmaschine mit den Merkmalen des Hauptanspruchs hat den
Vorteil, dass der Wechsel eines Einsatzwerkzeugs und/oder eines wechselbaren Werkzeughalters
als Indikator für ein wahrscheinlich unterschiedliches notwendiges Grenzdrehmoment
der Kupplungsvorrichtung genutzt wird. Dazu ist in der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine
mindestens eine einstellbare Kupplungsvorrichtung vorgesehen, welche eine Werkzeugantriebswelle
mit einer Antriebsvorrichtung der Werkzeugmaschine koppelt. Die einstellbare Kupplungsvorrichtung
weist dabei mindestens zwei unterschiedliche, vorzugsweise durch einen Bediener wählbare,
Grenzdrehmomente auf. Weiters ist in der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine mindestens
ein Mittel vorgesehen, welches bei einem Wechsel eines Einsatzwerkzeugs an der Werkzeugmaschine
die einstellbare Kupplungsvorrichtung automatisch auf das niedrigstmögliche Grenzdrehmoment
der mindestens zwei Grenzdrehmomente der Kupplungsvorrichtung zurückstellt. Dieses
Mittel kann dabei insbesondere als mechanisches und/oder elektromechanisches Mittel
ausgeführt sein.
[0008] Als weiterer Vorteil ist anzusehen, dass mögliche Beschädigungen eines weniger stabilen,
weil z.B. kleineren Einsatzwerkzeugs durch ein zu hohes anliegendes Grenzdrehmoment
durch die automatische Rückstellung auf das niedrigstmögliche Grenzdrehmoment vermieden
werden
[0009] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen ergeben sich vorteilhafte
Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Merkmale.
[0010] In einer besonders robusten Ausführung der Erfindung sind Wirkmittel vorgesehen,
welche eine Betätigung eines ersten Betätigungselements am Werkzeughalter bei der
Entnahme eines Einsatzwerkzeugs zu einer automatischen Rückstellung der Kupplungsvorrichtung
bewirken. Dabei wird die Kupplungsvorrichtung auf das niedrigstmögliche Grenzdrehmoment
zurückgestellt.
[0011] In einer anderen vorteilhaften Ausführung sind Wirkmittel vorgesehen, welche beim
Einsetzen eines Einsatzwerkzeugs in den Werkzeughalter eine automatische Rückstellung
der Kupplungsvorrichtung bewirken. Dabei wird die Kupplungsvorrichtung auf das niedrigstmögliche
Grenzdrehmoment zurückgestellt.
[0012] Für Werkzeugmaschinen bei denen der Werkzeughalter lösbar, insbesondere wechselbar
mit der Werkzeugmaschine verbunden, wie sie unter anderem aus der
DE 100 05 910 A1 bekannt sind, weist der Werkzeughalter ein zweites Betätigungselement zum Wechsel
des Werkzeughalters auf. In einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung, können
insbesondere für derartige Werkzeugmaschinen Wirkmittel vorgesehen sein, die bei einer
Betätigung des zweiten Betätigungselements eine automatische Rückstellung der Kupplungsvorrichtung
bewirken. Dabei wird die Kupplungsvorrichtung vorzugsweise auf das niedrigstmögliche
Grenzdrehmoment zurückgestellt.
[0013] In einer robusten Ausführung einer erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine weist die Kupplungsvorrichtung
eine Drehmomentwahlvorrichtung auf, welche in einer Ausgangsposition das niedrigstmögliche
Grenzdrehmoment der einstellbaren Kupplungsvorrichtung einstellt.
[0014] In einer besonders robusten Ausführung umfasst die Drehmomentwahlvorrichtung ein
elastisches Rückstellelement. Durch das elastische Rückstellelement wird die Drehmomentwahlvorrichtung
in die Ausgangsposition rückstellbar, insbesondere automatisch rückstellbar gemacht.
[0015] Bei einer konstruktiv einfache Ausführung einer erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine
umfasst die Drehmomentwahlvorrichtung eine Rastvorrichtung mit mindestens einer Raststellung
und einer Entriegelungsstellung. Dadurch wird die Drehmomentwahlvorrichtung in der
aktuell gewählten Schaltposition arretierbar gemacht. Bei einer besonders robusten
Ausführung dieser Art umfasst die Rastvorrichtung ein lösbar bewegliches Rastelement,
vorzugsweise einen Arretierhebel.
[0016] Vorteilhafter Weise ist in der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine eine Auslösevorrichtung
vorgesehen. Die Auslösevorrichtung detektiert eine Entnahme und/oder ein Einsetzen
und/oder einen Wechsel des Einsatzwerkzeugs im Werkzeughalter und/oder des wechselbaren
Werkzeughalters. Darüber hinaus wirkt die Auslösevorrichtung derart auf die an der
Kupplungsvorrichtung vorgesehene Drehmomentwahlvorrichtung ein, dass diese bei Eintritt
eines der vorgenannten Ereignisse in die Ausgangsposition zurückgestellt wird.
[0017] In einer kostengünstigen Ausführung umfasst die Auslösevorrichtung mindestens ein
mechanisches Element, welches vorzugsweise ein Hebel, eine Stange, ein Bowdenzug und/oder
ein Blechteil sein kann. Das mechanische Element überträgt eine Betätigung des ersten
und/oder zweiten Betätigungselements des Werkzeughalters auf die Drehmomentwahlvorrichtung.
[0018] In einer anspruchsvolleren und zugleich vielseitigeren Ausführung weist die Betätigungs-
und/oder Auslösevorrichtung mindestens eine Sensoreinheit auf. Die Sensoreinheit kann
dabei insbesondere einen berührungslosen Sensor umfassen. Mit der Sensoreinheit wird
eine Betätigung des ersten und/oder zweiten Betätigungselements am Werkzeughalter
detektiert.
[0019] In einer Weiterentwicklung weist die Betätigungs- und/oder Auslösevorrichtung eine
Steuereinheit und mindestens eine Aktoreinheit auf. Vorzugsweise ist die Aktoreinheit
dabei als Schaltmagnet ausgebildet.
[0020] In einer kompakten Ausführung ist die Aktoreinheit mit der Drehmomentwahlvorrichtung
wirkverbunden.
[0021] In einer bevorzugten Ausführung der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine stellen das
mindestens eine mechanische Element und/oder die mindestens eine Aktoreinheit die
Drehmomentwahlvorrichtung in die Ausgangsposition zurück.
[0022] In einer weiteren bevorzugten Ausführung der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine bewegen
das mindestens eine mechanische Element und/oder die mindestens eine Aktoreinheit
die Rastvorrichtung in die Entriegelungsstellung.
[0023] Bei einer bevorzugte Weiterentwicklung der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine ist
eine Spannungsüberwachungseinheit vorgesehen. Die Spannungsüberwachungseinheit überwacht
eine elektrische Verbindung der Antriebseinheit zu einer Spannungsquelle zur Spannungsversorgung.
Liegt eine Unterbrechung der Spannungsversorgung vor, löst die Spannungsüberwachungseinheit
ein Rücksetzsignal aus. Dadurch wird bei einer Unterbrechung der Spannungsversorgung
eine Rückstellung der Drehmomentwahlvorrichtung in die Ausgangsposition bewirkt.
[0024] In anderen Weiterentwicklung ist an der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine mindestens
ein Signalgeber vorgesehen. Dieser Signalgeber kann dabei als optischer, akustischer
und/oder haptischer Signalgeber ausgeführt sein. Der Signalgeber ist aktiviert sobald
an der Drehmomentwahlvorrichtung ein anderes als das niedrigstmögliche Grenzdrehmoment
ausgewählt wird.
[0025] In einer besonders komfortablen Ausführung der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine
ist mindestens ein Anzeigeelement an der Werkzeugmaschine vorgesehen, welche das aktuell
ausgewählte Grenzdrehmoment anzeigt.
[0026] Weitere Vorteile, Abwandlungen und Weiterentwicklungen der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele.
Beschreibung der Zeichnungen
[0027] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und in der
folgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Bohrhammer als erstes Ausführungsbeispiel in der Seitenansicht
Fig. 2 eine Detailvergrößerung des Bohrhammers auf Fig. 1
Fig. 3a eine Aufsicht auf eine Kupplungsvorrichtung längs der Schnittlinie A - A aus
Fig. 1
Fig. 3b eine Aufsicht auf eine alternative Kupplungsvorrichtung analog zu Fig. 3a
Fig. 4 ein zweites Ausführungsbeispiel in der vergrößerten Seitenansicht
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0028] Fig. 1 zeigt eine seitliche Schnittansicht eines Bohrhammers 10 als erstes Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine, insbesondere einer erfindungsgemäßen elektrisch
betreibbaren Handwerkzeugmaschine. In einem Gehäuse 12 des Bohrhammers 10 ist eine
Antriebsvorrichtung 14 zum drehenden und/oder schlagenden Antrieb eines hier nicht
dargestellten, in einem stirnseitig am Gehäuse 12 angeordneten Werkzeughalter 16 aufgenommenen
Einsatzwerkzeugs vorgesehen. Die Antriebsvorrichtung 14 weist einen Elektromotor 18
als Antriebseinheit 19, eine Getriebevorrichtung 20 und eine, als ein Hammerrohr 22
ausgeführte, Werkzeugantriebswelle 23 auf. An einem, der Antriebseinheit 19 abgewandten
Endbereich des Hammerrohrs 22 ist der Werkzeughalter 16 angeordnet und drehfest, vorzugsweise
lösbar, insbesondere wechselbar mit dem Endbereich des Hammerrohrs 22 verbunden. Das
Hammerrohr 22 ist dabei drehbar im Gehäuse 12 gelagert aufgenommen. In der Ausführung
nach Fig. 1 ist das Hammerrohr 22 in einem als Getriebeträger 24 ausgebildeten Innengehäuse
25 aufgenommen und drehbar gelagert. Das Innengehäuse 25 ist seinerseits gehäusefest
im Gehäuse 12 aufgenommen.
[0029] Der Elektromotor 18 weist gemäß Fig. 1 eine Motorwelle 26 auf, an deren freien Ende
27 ein Abtriebsritzel 28 vorgesehen ist. Die Motorwelle 26 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel
unter einem Winkel, insbesondere rechtwinklig zu einer Hauptachse 30 des Hammerrohrs
22 angeordnet. Die geometrische Anordnung der Motorwelle 26 ist dabei aber nicht erfindungswesentlich.
Vielmehr kann eine erfindungsgemäße Werkzeugmaschine auch parallel zur Werkzeugantriebswelle
23 orientierte Anordnungen der Motorwelle 26 aufweisen.
[0030] Das Abtriebsritzel 28 ist mit dem Hammerrohr 22 über die Getriebevorrichtung 20 derart
wirkverbunden, dass das Hammerrohr 22 durch eine Drehbewegung des Abtriebsritzels
28 drehend antreibbar ist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Werkzeugmaschine nach Fig. 1 umfasst die Getriebevorrichtung 20 eine erste Getriebestufe
32. Die erste Getriebestufe 32 wird auf einer Eingangsseite 32a durch das Abtriebsritzel
28 und auf einer Ausgangsseite 32b durch ein erstes Stirnrad 34 gebildet, welches
mit dem Abtriebsritzel 28 kämmt. Das erste Stirnrad 34 ist auf einer parallel zur
Motorwelle 26 angeordneten Übertragungswelle 36 angeordnet und vorzugsweise drehfest
mit dieser verbunden. Die Übertragungswelle 36 ist drehbar im Getriebeträger 24 gelagert.
[0031] Auf der Übertragungswelle 36 ist ein zweites Stirnrad 38 vorgesehen, welches vorzugsweise
drehfest mit der Übertragungswelle 36 verbunden ist. Das zweite Stirnrad 38 ist Teil
einer zweiten Getriebestufe 40, wobei das zweite Stirnrad 38 als eine Eingangsseite
40a der zweiten Getriebestufe 40 wirkt. Das zweite Stirnrad 38 kämmt mit einem Kupplungsstirnrad
42 einer Kupplungsvorrichtung 44. Das Kupplungsstirnrad 42 bildet so eine Ausgangsseite
40b der zweiten Getriebestufe 40.
[0032] Die Kupplungsvorrichtung 44 ist als eine Überrastkupplung, insbesondere als eine
mindestens zweistufige Überrastkupplung 45 ausgeführt. Wie weiter unten noch eingehender
beschrieben wird, ist die Kupplungsvorrichtung 44, 45 als einstellbare Kupplungsvorrichtung
44, 45 ausgeführt. Das Kupplungsstirnrad 42 ist auf einer parallel zur Übertragungswelle
36 angeordneten Kupplungswelle 46 angeordnet und frei drehbar auf dieser gelagert.
Das Kupplungsstirnrad 42 ist als hohler Scheibenkranz 48 ausgebildet, in dem ein Kupplungsmechanismus
50 der Kupplungsvorrichtung 44, 45 angeordnet ist.
[0033] Die Kupplungsvorrichtung 44, 45 umfasst ein, als ein Kegelrad 52 ausgeführtes Abtriebsrad
54, welches auf der Kupplungswelle 46 angeordnet ist. In einem geschlossenen Zustand
der Kupplungsvorrichtung 44, 45 ist das Kupplungsstirnrad 42 mit dem Abtriebsrad 52,
54 derart wirkverbunden, dass eine Drehbewegung des Kupplungsstirnrads 42 auf das
Abtriebsrad 52, 54 übertragen wird.
[0034] Am Hammerrohr 22 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Schalthülse 56 angeordnet.
Die Schalthülse 56 ist drehfest und axial verschieblich mit dem Hammerrohr 22 verbunden.
An einer äußeren Mantelfläche 58 der Schalthülse 56 ist ein Kegelrad 60 angeordnet
und vorzugsweise drehfest mit der Schalthülse 56 verbunden. Die Schalthülse 56 weist
bezüglich einer Axialverschiebung V eine erste Schaltposition und mindestens eine
weitere, zweite Schaltposition auf. In der ersten Schaltposition ist die Schalthülse
56 derart axial positioniert, dass das Kegelrad 60 mit dem Kegelrad 52 der Kupplungsvorrichtung
44, 45 in Eingriff ist, so dass eine Drehbewegung des Kegelrads 52 auf das Kegelrad
60 übertragen wird. Dadurch wird ein Drehantrieb des Hammerrohrs 22 bewirkt. Diese
Schaltposition ist in Fig. 1 dargestellt. In der zweiten, nicht dargestellten Schaltposition
ist die Schalthülse 56 derart axial positioniert, dass das Kegelrad 60 mit dem Kegelrad
52 der Kupplungsvorrichtung 44, 45 außer Eingriff ist, wodurch der Drehantrieb des
Hammerrohrs 22 deaktiviert ist.
[0035] Ist die Schalthülse 56 in der ersten Schaltposition, so kann die im Vorhergehenden
beschriebene Anordnung eine Drehbewegung der Motorwelle 26 auf das Hammerrohr 22 und
damit auf den Werkzeughalter 16 und das darin aufgenommene, hier nicht dargestellte
Einsatzwerkzeug übertragen.
[0036] Darüber hinaus umfasst die Getriebevorrichtung 20 des Bohrhammers 10 des Ausführungsbeispiels
einen Schlagwerksantrieb zum Antrieb eines Schlagwerks. Im vorliegenden Beispiel ist
das Schlagwerk als ein Luftpolsterschlagwerk ausgeführt. In der hier gezeigten Ausführung
ist der Schlagwerksantrieb als Exzenterantrieb ausgeführt. Im vorliegenden Beispiel
weist dazu das erste Stirnrad 34 einen, in einem radialen Abstand zur Übertragungswelle
36 angeordneten Exzenterpin 68 auf. Das erste Stirnrad 34 wirkt so als Exzenterrad
70. Über ein Pleuel 72 oder eine Kurbelstange 73 ist ein Schlagwerkskolben 74 des
Schlagwerks mit dem Exzenterpin 68 wirkverbunden und durch diesen antreibbar.
[0037] Es sind jedoch auch Ausführungen des Exzenterantriebs möglich, bei welchen ein separates
Exzenterrad 70 vorgesehen ist, welches wahlweise auch auf der Übertragungswelle 36
angeordnet ist oder durch mindestens eine weitere Getriebestufe angetrieben wird.
Auch ist es möglich anstelle des Exzenterrades 70 eine Exzenterwelle oder Kurbelwelle
einzusetzen. Darüber hinaus ist die Art des Schlagwerksantriebs nicht erfindungswesentlich,
so dass andere, dem Fachmann bekannte Schlagwerksantriebe wie z.B. Taumelfingerantriebe,
Koaxialantriebe, Kipphebel- oder Schubstangenantriebe in einer erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine
eingesetzt werden können.
[0038] Der Schlagwerkskolben 74 ist axial verschieblich in einem hinteren Endbereich 76
des Hammerrohrs 22 angeordnet. In Richtung auf den Werkzeughalter 16 zu ist vor dem
Schlagwerkskolben 74 ein Luftpolster 78 und ein ebenfalls im Hammerrohr 22 axial verschieblicher
Schläger 80 vorgesehen. Im vorliegenden Beispiel weist der Bohrhammer 10 weiters einen
axial verschieblich im Hammerrohr 22 vor dem Schläger 80 angeordneten Zwischendöpper
82 auf.
[0039] Wird der Schlagwerkskolben 74 durch den Schlagwerksantrieb zu einer oszillierenden
Axialbewegung im Hammerrohr 22 angetrieben, so überträgt der, in bekannter Weise durch
das Luftpolster 78 als Luftfeder angetriebene Schläger 80 Schlagimpulse auf den Zwischendöpper
82, welcher die Schlagimpulse wiederum an ein Einsteckende 83 eines Einsatzwerkzeugs
übertragen kann. Da weder der exakte Aufbau noch die damit verbundene genaue Wirkungsweise
des Schlagwerks erfindungswesentlich sind, wird der Fachmann an dieser Stelle auf
die einschlägig bekannte Literatur verwiesen.
[0040] In Fig. 2 ist der Bereich der Kupplungsvorrichtung 44, 45 des Bohrhammers 10 aus
Fig. 1 als Beispiel einer erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine vergrößert dargestellt.
Der Kupplungsmechanismus 50 der Kupplungsvorrichtung 44, 45 weist eine erste und eine
zweite Kupplungsscheibe 84, 85 auf, welche entlang der Kupplungswelle 46 übereinander
liegend im Scheibenkranz 48 aufgenommen sind. Der Scheibenkranz 48 weist an einer
inneren Mantelfläche 86 Rastvertiefungen 88 auf, wie sie am besten in Fig. 3a oder
Fig. 3b zu sehen sind. Die Rastvertiefungen 88 weisen dabei ein in Umfangsrichtung
gerichtetes Rastprofil 89 auf und erstrecken sich parallel zu Kupplungswelle 46 in
axialer Richtung.
[0041] Die Fig. 3a und 3b zeigen dazu zwei unterschiedliche Ausführungsformen, die sich
in der Ausführung des Rastprofils 89 und der Anzahl der Rastvertiefungen 88 unterscheiden.
Zu der Anzahl der Rastvertiefungen 88 korrespondierend sind in den Kupplungsscheiben
84, 85 zum Außendurchmesser hin offene Radialnuten 90 vorgesehen. Im inneren Radialbereich
zu einer zentralen Bohrung hin sind die Radialnuten 90 durch einen inneren Haltering
91 abgeschlossen. In jeder Radialnut 90 ist ein als Schraubenfedern ausgeführtes Federelement
92 und ein, in Richtung auf den Aussendurchmesser vor dem Federelement 92 angeordnetes
Rastelement 94 aufgenommen. Bevorzugt ist das Rastelement 94 als Zylinderstift oder
Kugel ausgeführt. Das Federelement 92 ist dabei derart vorgespannt, dass das Rastelement
94 mit einer definierten Rastkraft FR gegen die innere Mantelfläche 86 des Scheibenkranzes
48, insbesondere in die Rastvertiefung 88 gedrückt wird.
[0042] Die Anzahl von Rastvertiefungen 88 und von korrespondierenden Radialnuten 90 kann
dabei frei gewählt werden. Insbesondere ist es auch möglich, dass die Anzahl von Rastvertiefungen
88 und die Anzahl der Radialnuten 90 von einander abweichen. Vorzugsweise wird jedoch
eine radialsymmetrische Anordnung von Rastvertiefungen 88 und Radialnuten 90 über
den Umfang gewählt. Durch die Radialsymmetrie wird eine möglichst gleichmäßige Belastung
des Kupplungsmechanismus 50 erzielt. Die in Fig. 3a und 3b gezeigten Ausführungen
weisen acht bzw. vier gleichmäßig über den Umfang verteilte Rastvertiefungen 88 und
Radialnuten 90 auf.
[0043] In der Kupplungswelle 46 ist ein axial verschieblicher Steuerschieber 96 einer Drehmomentwahlvorrichtung
97 angeordnet. Die Kupplungswelle 46 ist dazu als einseitig offenes Hohlrohr 98 ausgebildet,
an dessen vorzugsweise geschlossenem Ende 100 das Kegelrad 52 der Kupplungsvorrichtung
44, 45 angeordnet, vorzugsweise angeformt ist. Das Hohlrohr 98 ist über Lagerungen
drehbar im Getriebeträger 24 gelagert.
[0044] Der Steuerschieber 96 weist mindestens einen vorzugsweise zwei oder mehrere, radial
nach außen weisende Steuerflügel 102 auf. Diese Steuerflügel 102 ragen mit einem freien
Ende 104 durch korrespondierende Steuernuten, welche im Hohlrohr 98 vorgesehen sind.
Die inneren Halteringe 91, 91a der Kupplungsscheiben 84, 85 weisen an ihrer Mantelfläche
ihrer Innendurchmesser eine Anzahl von Aufnahmennuten 108, 109 zur Aufnahme der freien
Enden 104 der Steuerflügel 102 auf. Die Anzahl der Aufnahmenuten 108, 109 ist dabei
mindestens gleich der Anzahl der Steuerflügel 102 des Steuerschiebers 96. Die freien
Enden 104 der Steuerflügel 102 können durch axiales Verschieben des Steuerschiebers
96 wahlweise mit den Aufnahmenuten 108, 109 einer der beiden Kupplungsscheiben 84,
85 in Eingriff gebracht werden. Dabei befindet sich der Steuerschieber 96 in einer
ersten axialen Steuerposition SP1, wenn die Steuerflügel 102 mit den Aufnahmenuten
108 der ersten Kupplungsscheibe 84 in Eingriff stehen. In einer zweiten axialen Steuerposition
SP2 sind die Steuerflügel 102 mit den Aufnahmenuten 109 der zweiten Kupplungsscheibe
85 in Eingriff.
[0045] In einer bevorzugten Ausführung können die freien Enden 104 der Steuerflügel 102
in einer axialen Zwischenposition des Steuerschieber 96 auch gleichzeitig mit den
Aufnahmenuten 108, 109 der beiden Kupplungsscheiben 84, 85 in Eingriff gebracht werden.
Durch den Eingriff der freien Enden 104 der Steuerflügel 102 in die Aufnahmenuten
108, 109 wird die jeweilig zugehörige Kupplungsscheibe 84, 85 drehfest mit dem Hohlrohr
98 und damit der Kupplungswelle 46 verbunden.
[0046] Im Weiteren soll der Einfachheit halber nur die Variante ohne axiale Zwischenposition
des Steuerschiebers 96 betrachtet werden. Wie bereits oben angedeutet werden die Rastelemente
94 durch die vorgespannten Federelemente 92 mit der Rastkraft FR in die Rastvertiefungen
88 des Scheibenkranzes 48 gedrückt. Dadurch stellt sich ein zur Rastkraft proportionales
Grenzdrehmoment MG zwischen dem Scheibenkranz 48 und dem, über den Steuerschieber
96 mit jeweiliger Kupplungsscheibe 84, 85 drehfest verbundenen Hohlrohr 98 ein.
[0047] Das wirksame Grenzdrehmoment MG hängt dabei im Wesentlichen von dem Wert der Rastkraft
FR, der Anzahl von Paaren aus Radialnuten 90 und Rastvertiefungen 88 der Kupplungsscheibe
84, 85 und der geometrischen Gestalt der Rastvertiefungen 88 und/oder der Rastelemente
94 ab.
[0048] Durch entsprechende Wahl dieser Parameter kann für die erste Kupplungsscheibe 84
ein erstes wirksames Grenzdrehmoment MG1 vorgesehen werden, welches von einem wirksamen
zweiten Grenzdrehmoment MG2 der zweiten Kupplungsscheibe 85 abweicht. Vorzugsweise
ist dabei das erste Grenzdrehmoment MG1 kleiner als das zweite Grenzdrehmoment MG2
ausgeführt. Ist das erste Grenzdrehmoment MG1 das niedrigste mit der Kupplungsvorrichtung
44, 45 einstellbare Grenzdrehmoment MG kann auch vom niedrigstmöglichen Grenzdrehmoment
MGmin gesprochen werden.
[0049] Bei der Kupplungsvorrichtung 44, 45 des erfindungsgemäßen Bohrhammers 10 aus Fig.
2 ist der Steuerschieber 96 in der zweiten Steuerposition dargestellt, so dass das
zweite Grenzdrehmoment MG2 im dargestellten Zustand des Bohrhammers 10 wirksam ist.
[0050] An einem steuerflügelseitigen Ende des Steuerschiebers 96 ist ein elastisches Rückstellelement
112 angeordnet, wobei sich das elastische Rückstellelement 112 an einer inneren Anlagefläche
in Richtung auf das vorzugsweise geschlossene Ende 100 des Hohlrohrs 98 abstützt.
[0051] An einem gegenüberliegenden, freien Ende 116 des Steuerschiebers 96 ist eine Betätigungseinrichtung
118 vorgesehen. Die Betätigungsvorrichtung 118 weist einen ersten Schaltzustand und
mindestens einen weiteren Schaltzustand auf. Die Betätigungsvorrichtung 118 umfasst
eine Rastvorrichtung 120 mit einer Raststellung, die den mindestens einen weiteren
Schaltzustand lösbar arretierbar macht. Die Rastvorrichtung 120 weist eine Auslösevorrichtung
122 auf, die in einer Entriegelungsstellung einen arretierten Zustand der Rastvorrichtung
120 lösbar macht. Die Auslösevorrichtung 122 kann dabei als Beispiel eines Mittels
122' zum Rücksetzen der Kupplungsvorrichtung 44, 45 auf ein niedrigeres, vorzugsweise
das niedrigstmögliche Grenzdrehmoment verstanden werden. Weiters weist die Betätigungsvorrichtung
118 eine, vorzugsweise am Gehäuse 12 zugängliche, Schalteinheit 124 zur Betätigung
der Betätigungsvorrichtung 118 durch einen Bediener auf.
[0052] Im ersten Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und Fig. 2 ist die Betätigungsvorrichtung
118 als mechanische Betätigungsvorrichtung 118a ausgeführt. Die Betätigungsvorrichtung
118a ist dabei ein Beispiel eines mechanischen Mittels gemäß dem Kerngedanken der
vorliegenden Erfindung.
[0053] Die Schalteinheit 124 weist dabei ein Schaltelement 126 auf, das am Gehäuse 12 für
den Bediener zugänglich angeordnet ist. Im vorliegenden Beispiel ist das Schaltelement
126 als Schalthebel 128 ausgeführt, welcher beweglich im Gehäuse 12 aufgenommen ist
und mit einem Ende 128a teilweise aus dem Gehäuse 12 heraus ragt. Der Schalthebel
128 ist dabei um eine Schwenkachse 130 schwenkbar ausgeführt. Die Schwenkachse 130
ist dabei vorzugsweise im Wesentlichen senkrecht zur Kupplungswelle 46 der Kupplungsvorrichtung
44, 45 ausgeführt. An einem anderen, im Gehäuse 12 liegenden Ende 128b des Schalthebels
128 ist ein Kipphebel 132 vorgesehen. Ein Ende 132a des Kipphebels 132 ragt dabei
in eine Aufnahme 134 am Ende 128a des Schalthebels 128. Ein zweites Ende 132b des
Kipphebels 132 weist ein Befestigungselement 136 auf. Mit dem Befestigungselement
136 ist der Kipphebel 132 mit dem freien Ende 116 des Steuerschiebers 96 verbunden,
vorzugsweise lösbar verbunden. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und
Fig. 2 weist das freie Ende 116 des Steuerschiebers 96 eine Aufnahmenut 138 auf. Das
Befestigungselement 136 ist als Befestigungsgabel 140 ausgeführt, die in die Aufnahmenut
138 eingreift. Der Kipphebel 132 ist um eine Kipphebelachse 141 schwenkbar ausgeführt,
die im Wesentlichen senkrecht zur Kupplungswelle 46 der Kupplungsvorrichtung 44, 45
ausgerichtet ist.
[0054] Die Rastvorrichtung 120 der Betätigungsvorrichtung 118a ist als Arretiervorrichtung
120a ausgeführt. Die Arretiervorrichtung 120a weist dazu einen Arretierhebel 192,
eine Arretierhebelschwenkachse 144 und ein Schließelement auf. Der Arretierhebel 192
ist als Winkelhebel ausgeführt. Ein erstes Ende des Winkelhebels ist in einem Abstand
von Kipphebelachse 141 unter einem Winkel, vorzugsweise rechtwinklig zu einem ersten,
vorzugsweise zur Kupplungswelle 46 parallelen Hebelarm in Richtung des Steuerschiebers
96 abgewinkelt. Am ersten Ende des Winkelhebels ist ein Rastelement 148 vorgesehen,
vorzugsweise angeformt. Das Rastelement 148 ist dabei ein zur Kupplungswelle 46 paralleles
Einrastprofil 150 auf. Auf einer der Kupplungsvorrichtung 44, 45 abgewandten Seite
ist das Einrastprofil 150 keilförmig zum ersten Ende hin abfallend ausgebildet. Auf
der gegenüberliegenden, der Kupplungsvorrichtung 44, 45 zugewandten Seite ist Einrastprofil
150 im Wesentlichen plan ausgeführt.
[0055] Zwischen dem zur Kupplungswelle 46 vorzugsweise parallel verlaufenden Teil des ersten
Hebelarms und einer relativ zum Arretierhebel 192 festen Anlagefläche ist das Schließelement
angeordnet. In der hier gezeigten Ausführungsform ist das Schließelement als Schraubenfeder
ausgeführt. Das Schließelement ist so ausgeführt und angeordnet, dass der Arretierhebel
192 in eine bevorzugte Ruhelage zurückgestellt wird. Fig. 2 zeigt den Arretierhebel
192 in dieser Ruhelage.
[0056] In dieser Ruhelage überdeckt das Rastelement 148 am ersten Ende des Arretierhebels
einen Schwenkbereich 152 des zweiten Endes 132b des Kipphebels 132, so dass eine Schwenkbewegung
des Kipphebels 132 im Wesentlichen nur in einer ersten, aus Richtung der Seite des
Einrastprofils 150 kommenden Schwenkrichtung R1 möglich ist. Überstreicht das zweite
Ende 132b des Kipphebels 132 bei einer Schwenkbewegung aus Schwenkrichtung R1 das
Rastelement 148, so wird der Arretierhebel 192 gegen eine Schließkraft FS des Schließelements
kurzzeitig ausgelenkt. Wird die Schwenkbewegung in Schwenkrichtung R1 fortgesetzt,
so stellt das Schließelement den Arretierhebel 192 in seine Ruhelage zurück. Bei einer
Bewegung in Schwenkrichtung R1 wird zudem der Steuerschieber 96 entgegen der Kraft
des Rückstellelements 112 in zweite axiale Steuerposition SP2 verschoben. Eine Schwenkbewegung
des Kipphebels 192 in einer zweiten, aus Richtung der Seite des Einrastprofils 150
kommenden Schwenkrichtung R2 wird durch die im Wesentlichen plane Ausführung des Einrastprofils
150 auf der Seite des Rastelements 148 weitestgehend blockiert. Dadurch wird eine
spontane Rückstellung des Steuerschiebers 96 von der durch den Bediener gewählten
zweiten Steuerposition SP2 in die Steuerposition SP1 vermieden. Vorzugsweise ist eine
Blockierwirkung der Rastvorrichtung 120 so ausgelegt, dass durch manuelles Betätigen
des Schaltelements 126 ein Auslösen der Rastvorrichtung 120 möglich ist, so dass der
Bediener in die Steuerposition SP1 und damit auf das erste Grenzdrehmoment MG1 zurückschalten
kann.
[0057] Auf einer dem ersten Hebelarm im Wesentlichen gegenüberliegenden Seite der Arretierhebelschwenkachse
144 ist weiters ein zweiter, vorzugsweise geradlinig ausgeführter Hebelarm 147b vorgesehen.
Dieser ist bei einer Bewegung in der ersten Schwenkrichtung R1 weitgehend freibeweglich
ausgeführt. Auf einer, der Kupplungswelle 46 abgewandten Seite des zweiten Hebelarms
147b ist eine Steuerstange 154 als mechanisches Element 155 der Auslösevorrichtung
122 angeordnet.
[0058] Die Auslösevorrichtung 122 umfasst neben der Steuerstange 154 ein Rückstellelement
156, welches im vorliegenden Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und Fig. 2 am Getriebeträger
24 abstützt. Die Steuerstange 154 ist als gewinkelte Schubstange ausgeführt. An einem
dem Werkzeughalter 16 zugewandten Ende ragt sie dabei mit einem Aufnehmerelement 158
aus dem stirnseitigen, dem Werkzeughalter 16 zugewandten Ende des Gehäuses 12. Ein
zweites Ende der Steuerstange 154 ist an der, der Kupplungswelle 46 abgewandten Seite
des zweiten Hebelarms 147b angeordnet, vorzugsweise direkt benachbart, in besonders
bevorzugter Weise berührend mit dem zweiten Hebelarm 147b ausgeführt. In einem Winkelübergangsbereich
160 der Steuerstange 154 ist eine Anlagefläche 162 vorgesehen. Zwischen dieser Anlagefläche
162 und einer weiteren Anlagefläche am Getriebeträger 24 ist das Rückstellelement
156 vorgesehen. Das Rückstellelement 156 erzeugt dabei eine in Richtung auf den Werkzeughalter
16 zu gerichtete Rückstellkraft, welche die Steuerstange 154 in einer axialen Ausgangsposition
hält.
[0059] Der Werkzeughalter 16 umfasst ein erstes Betätigungselement 164. Das erste Betätigungselement
164 dient dabei der Entriegelung einer Werkverriegelung einer Werkzeugaufnahme des
Werkzeughalters 16 durch den Bediener. Nach erfolgter Entriegelung kann ein Einsatzwerkzeug
entnommen oder ausgetauscht werden. Derartige Werkzeughalter 16 sind dem Fachmann
hinlänglich bekannt, so dass auf eine detaillierte Beschreibung an dieser Stelle verzichtet
wird. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das erste Betätigungselement 164 als
Betätigungshülse 164a ausgeführt. Zur Entriegelung wird die Betätigungshülse 164a
durch den Bediener in Richtung auf die Werkzeugmaschine bewegt, um so die Entriegelung
auszulösen.
[0060] Bei der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine nach dem ersten Ausführungsbeispiel ist
das Aufnehmerelement 158 so angeordnet, dass eine stirnseitige Anlagefläche 166 der
Betätigungshülse 164a bei Betätigung durch den Bediener einen Druck auf das Aufnehmerelement
158 ausübt. Durch diesen Druck wird die Steuerstange 154 axial im Gehäuse 12 in Richtung
auf die Kupplungsvorrichtung 44, 45 entgegen der Rückstellkraft des Rückstellelements
156 verschoben. Diese axiale Verschiebung wird über das zweite Ende der Steuerstange
154 auf den zweiten Hebelarm 147b des Arretierhebels übertragen. Dadurch wird der
Arretierhebel entgegen der Schließkraft des Schließelements aus seiner Ruhelage geschwenkt,
so dass der Schwenkbereich 152 des Kipphebels 132 freigegeben wird. Nun wird der Steuerschieber
96 auf Grund der rückstellenden Kraft des Rückstellelements 112 in die erste axiale
Steuerposition SP1 zurückgestellt. Dadurch wird eine von einer Werkzeugentnahme und/oder
einem Werkzeugwechsel am Werkzeughalter 16 ausgelöste, automatische Rückstellung auf
das niedrigstmögliche Grenzdrehmoment MGmin der Kupplungsvorrichtung 44, 45 ausgelöst.
[0061] Neben der im ersten Ausführungsbeispiel beschriebenen Ausführungsform einer mechanischen
Betätigungsvorrichtung 118a sind dem Fachmann alternative mechanische Einrichtungen
zum einseitig arretierbaren Schalten mindestens zweier Steuerpositionen SP1, SP2 eines
Steuerschiebers 96 bekannt. Insbesondere können abweichende Schaltelemente 126 wie
zum Beispiel Drehschalter, Wippschalter, Schiebeschalter und ähnliche Schalter zur
manuellen Bedienung der Kupplungsvorrichtung 44, 45 erfindungsgemäß eingesetzt werden.
Auch kann die Übertragung von der Betätigungsvorrichtung 118a auf den Steuerschieber
96 in bekannter Weise abweichend gelöst werden, ohne dass erfindungswesentliche Änderungen
erforderlich sind. So können anstelle des Kipphebels 132 Schaltstangen, Zugvorrichtungen,
wie z.B. Seil- oder Bowdenzüge, oder ähnliche Anordnungen zur Anwendung kommen. Ferner
können abweichende Rastvorrichtungen 120 und/oder Rücksetzvorrichtungen 122 vorgesehen
sein. Außerdem kann auch die Übertragung der Betätigung des ersten Betätigungselements
164 z.B. als Hebel-, Schub- oder Zugvorrichtung abweichend gelöst sein, ohne dass
in den Charakter der Erfindung eingegriffen wird.
[0062] Ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine ist in Fig.
4 dargestellt und wird im Folgenden beschrieben.
[0063] Der Bohrhammer 310 entspricht in diesem Ausführungsbeispiel in seinem grundsätzlichen
Aufbau dem ersten Ausführungsbeispiel, so dass auf dessen Beschreibung in den vorhergehenden
Absätzen verwiesen wird. Die Bezugszeichen gleicher oder gleichwirkender Merkmale
sind in hierbei um 300 erhöht.
[0064] Abweichend zum ersten Ausführungsbeispiel ist die Betätigungsvorrichtung 418 als
elektromechanische Betätigungsvorrichtung 418b ausgeführt. Die Betätigungsvorrichtung
418b ist dabei ein Beispiel eines elektromechanischen Mittels gemäß dem Kerngedanken
der vorliegenden Erfindung. Die Betätigungsvorrichtung 418b weist dabei eine Aktoreinheit
466 auf. Im vorliegenden Beispiel ist die Aktoreinheit 466 als Schaltmagnet ausgeführt.
Weiters umfasst die Betätigungsvorrichtung 418b vorzugsweise eine Steuereinheit 468
sowie mindestens eine erste Sensoreinheit 470.
[0065] Der Schaltmagnet weist einen, vorzugsweise als Ringspule ausgeführten Elektromagneten
472 auf. Der Elektromagnet 472 weist eine, in einer Querebene 474 vorgesehen Führungsbohrung
auf. In der Führungsbohrung ist ein längs der Führungsbohrung axial verschieblich
angeordneter Magnetanker 478 vorgesehen. In einer bevorzugten Ausführung ist die Querebene
474 senkrecht zur Kupplungswelle 346 der Kupplungsvorrichtung 344, 345 ausgerichtet.
In einer besonders bevorzugten Ausführung der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine ist
die Führungsbohrung des Elektromagneten 472 parallel, insbesondere koaxial zur Kupplungswelle
346 ausgerichtet.
[0066] Der Magnetanker 478 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel vorwiegend stiftförmig
ausgebildet. An einem, dem Elektromagnet 472 abgewandten Ende des Magnetankers 478
ist eine Befestigungsvorrichtung 480 vorgesehen. An dieser Befestigungsvorrichtung
480 ist das freie Ende des Steuerschiebers 396 der Kupplungsvorrichtung 344, 345 befestigt.
Im vorliegenden Beispiel weist der Steuerschieber 396 eine Aufnahmenut zur formschlüssigen
Verbindung zwischen der Befestigungsvorrichtung 480 des Magnetankers 478 und dem freien
Ende 416 des Steuerschiebers 396 auf. Selbstverständlich können abweichende Befestigungsgeometrien
für eine formschlüssige Verbindung zwischen Steuerschieber 396 und Magnetanker 478
oder aber andere Befestigungskonzepte zum Einsatz kommen, ohne erfindungswesentlich
zu sein. Insbesondere können der Magnetanker 478 und der Steuerschieber 396 auch als
einteiliges Bauteil ausgeführt sein.
[0067] An einem, dem Elektromagneten 472 zugewandten Ende des Magnetankers 478 ist ein Permanentmagnet
482 derart angeordnet, dass der Magnetanker 478 bei einem Übergang von einem unbestromten
Zustand in einen bestromten Zustand des Elektromagneten 472 aus einer ersten Schaltstellung
in mindestens eine, zweite Schaltstellung gebracht wird. Im vorliegenden Beispiel
nach Fig. 4 ist der Permanentmagnet 482 als Stabmagnet ausgebildet. Der Stabmagnet
bildet dabei einen Schaft des Magnetankers 478.
[0068] Der Elektromagnet 472 des Schaltmagneten ist mit der Steuereinheit 468 elektrisch
verbunden. Die Steuereinheit 468 kann dabei zwischen dem unbestromten und dem bestromten
Zustand des Elektromagneten 472 hin- und herschalten.
[0069] In der in Fig. 4 gezeigten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine
wird der Steuerschieber 396, dem ersten, bereits beschriebenen Ausführungsbeispiel
folgend, durch das Rückstellelement 412 aus der zweiten Steuerposition SP2 in die
erste Steuerposition SP1 zurückgestellt. Wird der Elektromagnet 472 in den bestromten
Zustand versetzt, so wird eine Rückstellkraft des Rückstellelements 412 überwunden,
und der Steuerschieber 396 von ersten Steuerposition SP1 in die zweite Steuerposition
SP2 verschoben. Zur Auswahl der Steuerposition und damit des ausgewählten Grenzdrehmoments
MG der Kupplungsvorrichtung 344, 345 ist die Steuereinheit 468 über ein für den Bediener
am Gehäuse 312 zugängliches Wahlelement 369, z.B. einen Schalter, einen Taster, ein
Sensorfeld etc., bedienbar.
[0070] Über eine zweite, elektrische Verbindung ist die Steuereinheit 468 mit der ersten
Sensoreinheit 470 verbunden. Die erste Sensoreinheit 470 dient einer Überwachung eines
Betätigungszustandes des ersten Betätigungselements 464 am Werkzeughalter 316 der
erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine. Die erste Sensoreinheit 470 kann dabei einen mechanischen
Berührungssensor - z.B. einen Taster - oder einen berührungslosen Bewegungssensor
ausweisen.
[0071] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist die erste Sensoreinheit 470 als
berührungsloser Bewegungssensor , insbesondere als Hallsensor ausgeführt. In dem als
Betätigungshülse 464a ausgeführten ersten Betätigungselement 464 ist ein Auslösering
484 vorgesehen. Die Betätigungshülse 464a umgreift dabei einen zylindrischen Endbereich
486 des Gehäuses 312. In einer äußeren Mantelfläche des zylindrischen Endbereichs
486 ist ein Sensorelement 488 des berührungslosen Bewegungssensor derart angeordnet,
dass der Auslösering 484 das Sensorelement 488 in einem radialen Abstand in Umfangsrichtung
umgibt. In der vorliegenden Ausführung ist das Sensorelement 488 als Hallsensor ausgeführt.
Der Auslösering 484 besteht vorzugsweise aus einem permanentmagnetischen Material,
so dass eine zum Hallsensor axiale Bewegung des der Betätigungshülse 464a und damit
des Auslöserings 484 eine detektierbare Hallspannung als ein Sensorsignal im Hallsensor
erzeugt. Das Sensorsignal wird an die Steuereinheit 470 übertragen, wodurch der Betätigungszustand
des ersten Betätigungselements 464 überwacht werden kann.
[0072] In ihrer Wirkungsweise entspricht das zweite Ausführungsbeispiel dem ersten, bereits
beschriebenen Ausführungsbeispiel. Der Bediener kann über das Wahlelement 369 das
Grenzdrehmoment MG der Kupplungsvorrichtung 344, 345 einstellen. Insbesondere kann
von einem ersten Grenzdrehmoment MG1, als niedrigstmöglichem Grenzdrehmoment MGmin,
in mindestens ein zweites Grenzdrehmoment MG2, welches höher ist als das erste Grenzdrehmoment
MG1, hochgeschaltet werden. Wird im Zuge eines für die Bearbeitung notwendigen Werkzeugwechsels
das erste Betätigungselement 464 der Werkzeugmaschine betätigt, so nimmt die erste
Sensoreinheit 470 diese Betätigung wahr und meldet diese als Sensorsignal an die Steuereinheit
468. Das Sensorsignal löst in der Steuereinheit 468 eine Umschaltung vom bestromten
Zustand des Elektromagneten 472 in den unbestromten Zustand aus, wodurch der Steuerschieber
396 der Kupplungsvorrichtung 344, 345 in die erste Steuerposition SP1 zurückgestellt
wird. Die Steuereinheit 468 und die erste Sensoreinheit 470 wirken so als Mittel zum
Rücksetzen der Kupplungsvorrichtung 344, 345 in ein niedrigeres, vorzugsweise das
niedrigstmögliche Grenzdrehmoment.
[0073] Mögliche Abwandlungen ergeben sich für den Fachmann durch Modifikation der Anordnung
des Sensorelements 488 und des Auslöserings 484 an der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine
in naheliegender Weise. Ebenso ergeben sich alternative Ausführungsformen, welche
jedoch nicht in den Erfindungsgedanken eingreifen, durch den Einsatz alternativer
Sensorprinzipien wie z.B. induktive oder kapazitive Sensorik in der ersten Sensoreinheit
470.
[0074] In einer weiteren Abwandlung kann bei einer Kupplungsvorrichtung 344, 345 mit elektromechanischer
Betätigungsvorrichtung 418b die Aktoreinheit 466 so ausgeführt sein, dass auf das
Rückstellelement 412 verzichtet werden kann. Die Aktoreinheit 466 weist in diesem
Fall mindestens zwei stabile Schaltzustände auf, zwischen denen über die Steuereinheit
468 umgeschaltet werden kann.
[0075] In einer bevorzugten Weiterentwicklung ist eine zweite Sensoreinheit 490 vorgesehen.
Die zweite Sensoreinheit 490 überwacht die Schaltposition der Aktoreinheit 466 und/oder
die Steuerposition des Steuerschiebers 396. Die zweite Sensoreinheit 490 ist dabei
ebenfalls mit der Steuereinheit 470 elektrisch verbunden, so dass die Steuereinheit
470 über ein zweites Sensorsignal der zweiten Sensoreinheit 490 den aktuellen Schaltzustand
der Kupplungsvorrichtung 344, 345 auswerten kann.
[0076] In einer besonders bevorzugten Ausführung umfasst die Steuereinheit 468 der erfindungsgemäßen
Werkzeugmaschine eine Steuerlogik zu einer Überwachung einer Verfügbarkeit einer Versorgungsspannung.
Liegt eine Unterbrechung der Versorgungsspannung vor, so veranlasst die Steuereinheit
468 eine Rückstellung der Kupplungsvorrichtung 344, 345 auf das niedrigstmögliche
Grenzdrehmoment.
[0077] Auch kann die beschriebene Funktionalität analog auf bekannte Werkzeugmaschinen mit
lösbaren, insbesondere wechselbaren Werkzeughaltern übertragen werden. Dazu ist im
wechselbaren Werkzeughalter eine weitere Sensoreinheit vorgesehen, welche eine Betätigung
eines zweiten Betätigungselements überwacht und in analoger Weise an die Steuereinheit
468 übermittelt.
[0078] Weitere Abwandlungen ergeben sich durch die Übertragung des Erfindungsgedankens auf
alternative Kupplungsvorrichtungen. So können zum Beispiel statt der hier beschriebenen
Überrastkupplung mit in Richtung einer Kupplungsscheibenebene wirkenden Rastelementen
Überrastkupplungen mit quer zu Kupplungsscheibe orientierten Rastelementen verwendet
werden. Auch können anstelle von Rastkupplungen mehrstufige Reibkupplungen zum Einsatz
kommen.
[0079] Weiters kann die Anordnung der Kupplungsvorrichtung 44, 45 in der Getriebevorrichtung
20 variiert werden. So kann es insbesondere vorteilhaft sein, die Kupplungsvorrichtung
44 auf dem Hammerrohr 22 anzuordnen. Dazu kommen vorteilhafterweise Kupplungsscheiben
mit quer zur jeweiligen Kupplungsscheibe orientierten Rast- oder Reibelementen zum
Einsatz wie sie zum Beispiel als einstufige Kupplung aus
DE 43 04 899 A1 bekannt sind. Auch hier kann man von einer einstellbaren Kupplungsvorrichtung 44
sprechen.
[0080] Auch kann der Erfindungsgedanke ohne Einschränkung auf eine Getriebevorrichtung 20
mit einer Kupplungsvorrichtung 44 mit zwei verteilt angeordneten, einstufigen Kupplungseinrichtungen
mit unterschiedlichen Grenzdrehmomenten MG1 und MG2 übertragen werden, wie sie z.B.
aus
DE 43 04 899 A1 bekannt sind. So kann in einer solchen Werkzeugmaschine eine Blockiereinrichtung
mit Rücksetzvorrichtung vorgesehen sein, welche mindestens eine der beiden Kupplungseinrichtungen
derart blockierbar macht, dass die Kupplungseinrichtung mit dem niedrigstmöglichen
Grenzdrehmoment MGmin blockiert und die Kupplungseinrichtung mit dem höheren Grenzdrehmoment
aktiviert ist. Die Rücksetzvorrichtung ist mit der ersten Betätigungshülse des Werkzeughalters
derart wirkverbunden, dass die Blockade der Kupplungseinrichtung mit dem niedrigstmöglichen
Grenzdrehmoment MGmin aufgehoben und diese wieder wirksam ist.
[0081] Des Weitern kann der Erfindungsgedanke ohne Einschränkung auf eine Getriebevorrichtung
20 mit einer einstufigen, einstellbaren Kupplungsvorrichtung mit variierbarem Grenzdrehmoment
MGV übertragen werden, wie sie unter anderem aus der
DE 101 30 520 A1 bekannt sind. Bei einer derartigen Kupplungsvorrichtung ist ein Steuermechanismus
vorgesehen, welcher die Vorspannkraft der Federelemente 92c des Kupplungsmechanismus
50c variierbar macht. Die Wirkungsweise entspricht ansonsten der oben beschriebenen
Kupplungsvorrichtung 44, 45. Wird dieser Steuermechanismus derart mit einer der im
Vorhergehenden beschriebenen Betätigungseinrichtungen 118, 318 verbunden, dass Betätigung
des ersten Betätigungselements 164, 464 eine Rücksetzung auf die niedrigste Vorspannkraft
der Federelemente 92c bewirkt, so entspricht dieses Zusammenwirkung dem beanspruchten
Erfindungsgedanken.
[0082] In einer bevorzugten Weiterentwicklung weist die erfindungsgemäße Werkzeugmaschine
mindestens einen optische, akustische und/oder haptische Signalgeber auf, der bei
Anliegen eines anderen als des niedrigstmöglichen Grenzdrehmoments an der Kupplungsvorrichtung
44, 45 aktiviert ist. Darüber hinaus kann ein Anzeigeelement an der erfindungsgemäßen
Werkzeugmaschine vorgesehen sein, welches das aktuell ausgewählte Grenzdrehmoment
für den Bediener sichtbar anzeigt.
[0083] Weitere Abwandlungen und Weiterbildungen ergeben sich für den Fachmann in naheliegender
Weise aus Kombinationen der im Vorhergehenden beschriebenen Merkmale.
1. Werkzeugmaschine, insbesondere eine elektrisch betreibbare Handwerkzeugmaschine, mit
mindestens einer Werkzeugantriebswelle (22, 322) zum direkten oder indirekten, drehenden
Antrieb eines Einsatzwerkzeugs, wobei das Einsatzwerkzeug in einem, mit der Werkzeugantriebswelle
(22, 322) verbundenen oder lösbar verbundenen, insbesondere wechselbaren, Werkzeughalter
(16, 316) aufgenommen wird, und mit mindestens einer Antriebsvorrichtung (14, 314),
sowie mit mindestens einer, die mindestens eine Antriebsvorrichtung (14, 314) mit
der mindestens einen Werkzeugantriebswelle (22, 322) koppelnden Kupplungsvorrichtung
(44, 45, 344, 345), welche zumindest zwei unterschiedliche, vorzugsweise durch einen
Bediener wählbare, Grenzdrehmomente aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel (118, 118a, 418, 418b) vorgesehen sind, die es ermöglichen, dass bei einem
Wechsel des Einsatzwerkzeuges die Kupplungsvorrichtung (44, 45, 344, 345) auf das
niedrigstmögliche der mindestens zwei Grenzdrehmomente automatisch zurückgestellt
wird.
2. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeughalter (16, 316) ein erstes Betätigungselement (164, 464) zur Entnahme
des Einsatzwerkzeugs umfasst, wobei Wirkmittel vorgesehen sind, so dass eine Betätigung
des ersten Betätigungselementes (164) eine automatische Rückstellung der Kupplungsvorrichtung
(44, 45, 344, 345) auf das niedrigstmögliche der mindestens zwei Grenzdrehmomente
bewirkt.
3. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Wirkmittel vorgesehen sind, so dass beim Einsetzen eines Einsatzwerkzeugs in den
Werkzeughalter (16, 316) die Kupplungsvorrichtung (44"45. 344, 345) automatisch auf
das niedrigstmögliche der mindestens zwei Grenzdrehmomente zurückgestellt wird.
4. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Betätigungselement zum Wechsel eines wechselbaren Werkzeughalters vorgesehen
ist, wobei eine Betätigung des zweiten Betätigungselementes eine automatische Rückstellung
der Kupplungsvorrichtung (44, 45, 344, 345), insbesondere eine automatische Rückstellung
auf das niedrigstmögliche der mindestens zwei Grenzdrehmomente bewirkt.
5. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsvorrichtung (44,, 45, 344, 345) eine Drehmomentwahlvorrichtung (97,
397) umfasst, welche in einer Ausgangsposition das niedrigstmögliche Grenzdrehmoment
der Kupplungsvorrichtung (44, 45, 344, 345) einstellt.
6. Werkzeugmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehmomentwahlvorrichtung (97, 397) ein elastisches Rückstellelement (112, 412)
umfasst, welches die Drehmomentwahlvorrichtung (97, 397) in die Ausgangsposition rückstellbar
macht.
7. Werkzeugmaschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehmomentwahlvorrichtung (97, 397) eine Rastvorrichtung (120, 420) mit mindestens
einer Raststellung und einer Entriegelungsstellung ausweist, welches die Drehmomentwahlvorrichtung
(97, 397) in der aktuell gewählten Schaltposition arretierbar macht.
8. Werkzeugmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastvorrichtung (120, 420) ein lösbar bewegliches Rastelement, insbesondere einen
Arretierhebel (192) umfasst.
9. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Auslösevorrichtung (122) vorgesehen ist, die eine Entnahme und/oder ein Einsetzen
und/oder einen Wechsel eines Einsatzwerkzeugs im Werkzeughalter (16, 316) und/oder
des wechselbaren Werkzeughalters detektiert und bei einem Eintritt eines der vorgenannten
Ereignisse auf die Drehmomentwahlvorrichtung (97, 397), welche an der Kupplungsvorrichtung
(44, 45, 344, 345) vorgesehen ist, derart einwirkt, dass die Drehmomentwahlvorrichtung
(97, 397) in die Ausgangsposition zurückgestellt wird.
10. Werkzeugmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslösevorrichtung (122) mindestens ein mechanisches Element (155), insbesondere
einen Hebel, eine Stange, einen Bowdenzug und/oder ein Blechteil, umfasst, welches
eine Betätigung des ersten und/oder zweiten Betätigungselements (164, 464) auf die
Drehmomentwahlvorrichtung (97, 397) überträgt.
11. Werkzeugmaschine nach Anspruch 7, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungs- und/oder Auslösevorrichtung (118, 122, 418, 422) mindestens eine
Sensoreinheit (470), insbesondere einen berührungslosen Sensor, zur Detektion der
Betätigung des ersten und/oder des zweiten Betätigungselements (164, 464) aufweist.
12. Werkzeugmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungs- und/oder Auslösevorrichtung (118, 122, 418, 422) zudem mindestens
eine Steuereinheit (468) und mindestens eine Aktoreinheit (466), insbesondere einen
Schaltmagneten aufweist.
13. Werkzeugmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Aktoreinheit (466) und die Drehmomentwahlvorrichtung (97, 397)
wirkverbunden sind.
14. Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine mechanische Element (155) und/oder die mindestens eine Aktoreinheit
(466) die Drehmomentwahlvorrichtung (97, 397) in die Ausgangsposition zurückstellt.
15. Werkzeugmaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine mechanische Element (155) und/oder die mindestens eine Aktoreinheit
(466) die Rastvorrichtung (120) in die Entriegelungsstellung zu bewegen vermag.
16. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Spannungsüberwachungseinheit vorgesehen, welche eine elektrische Verbindung
der Antriebseinheit (19, 319) zu einer Spannungsquelle zur Spannungsversorgung überwacht
und bei einer Unterbrechung der Spannungsversorgung eine Rückstellung der Drehmomentwahlvorrichtung
(97, 397) in die Ausgangsposition bewirkt.
17. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein optischer, akustischer und/oder haptischer Signalgeber vorgesehen
ist, der bei Anliegen eines anderen als des niedrigstmöglichen Grenzdrehmoments an
der Drehmomentwahlvorrichtung (97, 397) aktiviert ist.
18. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Anzeigeelement vorgesehen, welches das aktuell ausgewählte Grenzdrehmoment
anzeigt.
1. Power tool, in particular an electrically operable hand-held power tool, comprising
at least one tool drive shaft (22, 322) for the direct or indirect rotary drive of
an insertion tool, wherein the insertion tool is accommodated in an, in particular
interchangeable tool holder (16, 316) connected or releaseably connected to the tool
drive shaft (22, 322), and comprising at least one drive device (14, 314), and also
comprising at least one clutch device (44, 45, 344, 345) which couples the at least
one drive device (14, 314) to the at least one tool drive shaft (22, 322) and which
has at least two different limit torques which can preferably be selected by an operator,
characterized in that means (118, 118a, 418, 418b) are provided which make it possible that, with a replacement
of the insertion tool, the clutch device (44, 45, 344, 345) is automatically reset
to the lowest possible of the at least two limit torques.
2. Power tool according to Claim 1, characterized in that the tool holder (16, 316) comprises a first actuating element (164, 464) for removing
the insertion tool, wherein active means are provided such that an actuation of the
first actuating element (164) causes an automatic resetting of the clutch device (44,
45, 344, 345) to the lowest possible of the at least two limit torques.
3. Power tool according to Claim 1, characterized in that active means are provided such that, when inserting an insertion tool into the tool
holder (16, 316), the clutch device (44, 45, 344, 345) is automatically reset to the
lowest possible of the at least two limit torques.
4. Power tool according to one of the preceding claims, characterized in that a second actuating element for changing an interchangeable tool holder is provided,
wherein an actuation of the second actuating element causes an automatic resetting
of the clutch device (44, 45, 344, 345), in particular an automatic resetting to the
lowest possible of the at least two limit torques.
5. Power tool according to one of the preceding claims, characterized in that the clutch device (44, 45, 344, 345) comprises a torque selecting device (97, 397)
which, in a starting position, selects the lowest possible limit torque of the clutch
device (44, 45, 344, 345).
6. Power tool according to Claim 5, characterized in that the torque selecting device (97, 397) comprises an elastic restoring element (112,
412) which makes it possible to restore the torque selecting device (97, 397) to the
starting position.
7. Power tool according to Claim 5 or 6, characterized in that the torque selecting device (97, 397) has a latching device (120, 420) with at least
one latching position and one unlocking position and makes it possible to lock the
torque selecting device (97, 397) in the currently selected switching position.
8. Power tool according to Claim 7, characterized in that the latching device (120, 420) comprises a detachably moveable latching element,
in particular a locking lever (192).
9. Power tool according to one of the preceding claims, characterized in that a releasing device (122) is provided which detects a removal and/or an insertion
and/or a change of an insertion tool in the tool holder (16, 316) and/or of the interchangeable
tool holder and, on the occurrence of one of the aforementioned events, acts on the
torque selecting device (97, 397), which is provided on the clutch device (44, 45,
344, 345), in such a way that the torque selecting device (97, 397) is reset to the
starting position.
10. Power tool according to Claim 9, characterized in that the releasing device (122) comprises at least one mechanical element (155), in particular
a lever, a rod, a Bowden cable and/or a sheet metal part, which transmits an actuation
of the first and/or second actuating element (164, 464) to the torque selecting device
(97, 397).
11. Power tool according to Claim 7, 8, or 9, characterized in that the actuating and/or releasing device (118, 122, 418, 422) has at least one sensor
unit (470), in particular a contactless sensor, for detecting the actuation of the
first and/or the second actuating element (164, 464).
12. Power tool according to Claim 11, characterized in that the actuating and/or releasing device (118, 122, 418, 422) additionally has at least
one control unit (468) and at least one actuator unit (466), in particular a switching
magnet.
13. Power tool according to Claim 11, characterized in that the at least one actuator unit (466) and the torque selecting device (97, 397) are
operatively connected.
14. Power tool according to one of Claims 9 to 13, characterized in that the at least one mechanical element (155) and/or the at least one actuator unit (466)
resets the torque selecting device (97,397) to the starting position.
15. Power tool according to Claim 14, characterized in that the at least one mechanical element (155) and/or the at least one actuator unit (466)
makes it possible to move the latching device (120) into the unlocking position.
16. Power tool according to one of the preceding claims, characterized in that a voltage monitoring unit is provided which monitors an electrical connection of
the drive unit (19, 319) to a voltage source for voltage supply and, in the case of
an interruption of the voltage supply, triggers a resetting of the torque selecting
device (97, 397) to the starting position.
17. Power tool according to one of the preceding claims, characterized in that at least one optical, acoustic and/or haptic signal transmitter is provided which
is activated upon application of a limit torque at the torque selecting device (97,
397) that differs from the lowest possible limit torque.
18. Power tool according to one of the preceding claims, characterized in that at least one display element is provided which displays the currently selected limit
torque.
1. Machine-outil, en particulier machine-outil à main pouvant être commandée électriquement,
comprenant au moins un arbre d'entraînement d'outil (22, 322) pour l'entraînement
rotatif direct ou indirect d'un outil à insérer, l'outil à insérer étant reçu dans
un porte-outil (16, 316) connecté ou connecté de manière amovible, notamment remplaçable,
à l'arbre d'entraînement d'outil (22, 322), et comprenant au moins un dispositif d'entraînement
(14, 314), ainsi qu'au moins un dispositif d'embrayage (44, 45, 344, 345) accouplant
l'au moins un dispositif d'entraînement (14, 314) à l'au moins un arbre d'entraînement
d'outil (22, 322), qui présente au moins deux couples limites différents, de préférence
sélectionnables par un utilisateur, caractérisée en ce que des moyens (118, 118a, 418, 418b) sont prévus, lesquels font en sorte que lors d'un
changement d'outil à insérer, le dispositif d'embrayage (44, 45, 344, 345) soit ramené
automatiquement au couple limite le plus bas possible des au moins deux couples limites.
2. Machine-outil selon la revendication 1, caractérisée en ce que le porte-outil (16, 316) comprend un élément d'actionnement (164, 464) pour enlever
l'outil à insérer, des moyens d'action étant prévus, de telle sorte qu'un actionnement
du premier élément d'actionnement (164) provoque un retour automatique du dispositif
d'embrayage (44, 45, 344, 345) au couple limite le plus bas possible des au moins
deux couples limites.
3. Machine-outil selon la revendication 1, caractérisée en ce que des moyens d'action sont prévus, de telle sorte que lors de l'insertion d'un outil
d'insertion dans le porte-outil (16, 316), le dispositif d'embrayage (44, 45, 344,
345) soit automatiquement ramené au couple limite le plus bas possible des au moins
deux couples limites.
4. Machine-outil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un deuxième élément d'actionnement est prévu pour remplacer un porte-outil remplaçable,
un actionnement du deuxième élément d'actionnement provoquant un retour automatique
du dispositif d'embrayage (44, 45, 344, 345), en particulier un retour automatique
au couple limite le plus bas possible des au moins deux couples limites.
5. Machine-outil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif d'embrayage (44, 45, 344, 345) comprend un dispositif de sélection
de couple (97, 397), qui, dans une position de départ, ajuste le couple limite le
plus bas possible du dispositif d'embrayage (44, 45, 344, 345).
6. Machine-outil selon la revendication 5, caractérisée en ce que le dispositif de sélection de couple (97, 397) comprend un élément de rappel élastique
(112, 412) qui permet le rappel dans la position de départ du dispositif de sélection
de couple (97, 397).
7. Machine-outil selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce que le dispositif de sélection de couple (97, 397) présente un dispositif d'encliquetage
(120, 420) comprenant au moins une position d'encliquetage et une position de déverrouillage,
lequel permet de bloquer le dispositif de sélection de couple (97, 397) dans la position
de commutation actuellement sélectionnée.
8. Machine-outil selon la revendication 7, caractérisée en ce que le dispositif d'encliquetage (120, 420) comprend un élément d'encliquetage déplaçable
de manière amovible, en particulier un levier de blocage (192).
9. Machine-outil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'il est prévu un dispositif de libération (122), qui détecte un enlèvement et/ou une
insertion et/ou un changement d'un outil à insérer dans le porte-outil (16, 316) et/ou
du porte-outil remplaçable, et en cas d'apparition de l'un des événements susmentionnés,
agit sur le dispositif de sélection de couple (97, 397) qui est prévu sur le dispositif
d'embrayage (44, 45, 344, 345), de telle sorte que le dispositif de sélection de couple
(97, 397) soit ramené dans la position de départ.
10. Machine-outil selon la revendication 9, caractérisée en ce que le dispositif de libération (122) comprend au moins un élément mécanique (155), en
particulier un levier, une tige, un câble Bowden et/ou une pièce en tôle, qui transfère
un actionnement du premier et/ou du deuxième élément d'actionnement (164, 464) au
dispositif de sélection de couple (97, 397).
11. Machine-outil selon la revendication 7, 8 ou 9, caractérisée en ce que le dispositif d'actionnement et/ou de libération (118, 122, 418, 422) présente au
moins une unité de capteur (470), en particulier un capteur sans contact, pour détecter
l'actionnement du premier et/ou du deuxième élément d'actionnement (164, 464).
12. Machine-outil selon la revendication 11, caractérisée en ce que le dispositif d'actionnement et/ou de libération (118, 122, 418, 422) présente en
outre au moins une unité de commande (468) et au moins une unité d'actionneur (466),
en particulier un aimant de commutation.
13. Machine-outil selon la revendication 11, caractérisée en ce que l'au moins une unité d'actionneur (466) et le dispositif de sélection de couple (97,
397) sont en liaison fonctionnelle.
14. Machine-outil selon l'une quelconque des revendications 9 à 13, caractérisée en ce que l'au moins un élément mécanique (155) et/ou l'au moins une unité d'actionneur (466)
ramènent le dispositif de sélection de couple (97, 397) dans la position de départ.
15. Machine-outil selon la revendication 14, caractérisée en ce que l'au moins un élément mécanique (155) et/ou l'au moins une unité d'actionneur (466)
permettent de déplacer le dispositif d'encliquetage (120) dans la position de déverrouillage.
16. Machine-outil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'il est prévu une unité de surveillance de la tension, qui surveille une connexion
électrique de l'unité d'entraînement (19, 319) à une source de tension pour l'alimentation
en tension, et qui, en cas d'interruption de l'alimentation en tension, provoque un
rappel du dispositif de sélection de couple (97, 397) dans la position de départ.
17. Machine-outil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins un générateur de signal optique, acoustique et/ou tactile est prévu, lequel
est activé lors de l'application au dispositif de sélection de couple (97, 397) d'un
couple limite différent du couple limite le plus bas possible.
18. Machine-outil selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'il est prévu au moins un élément d'affichage qui affiche le couple limite actuellement
sélectionné.