[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen hitzebeständigen Handschuh, insbesondere
Feuerwehrhandschuh, mit zumindest einem Protektor nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Handschuhe mit Schutzplatten auf der Handrückenseite sind aus dem Stand der Technik
bekannt. Insbesondere im Motorsportbereich, wie bspw. Motorradhandschuhe, oder anderen
Sportarten, wie z.B. Eishockeyhandschuhe, Baseballhandschuhe, etc. gibt es Handschuhe
mit Schutzplatten, die vor Verletzungen schützen sollen.
[0003] Aus der
US 2007/0245453 A1 ist ein Feuerwehrhandschuh mit einem Schutzbereich am Handrücken offenbart, welcher
aus einem halbsteifen Material besteht. Die
US 5,822,796 A beschreibt einen Feuerwehrhandschuh mit einen dickeren Handrückenseite, welche ebenfalls
relativ steif ausgebildet sein kann.
[0004] Eine konkrete Ausführungsform eines Handschuhs mit einer Schutzplatte am Handrücken
wird auch in der
US 5,640,712 A gezeigt. Weiters wird hierzu angeführt, dass der Handschuh in der Waschmaschine gereinigt
werden kann und somit entsprechenden Temperaturen Stand hält.
[0005] Einen speziellen Anwendungsbereich offenbart die
US 2,448,697 A, wo ein Schweißhandschuh gezeigt wird, der ein Feuer- bzw. ein Funkschutzschild auf
der Handrückenseite zeigt.
[0006] DE 20 2004 013 316 01 offenbart einen fenerfesten Hondschuh mit einem schichtban, der einen oder mehrene
verstörklen Bereich aufweist, in denen der Handschuh eine höhere mechanische und thermische
widerstandsfähgteit aufweist.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen hitzebeständigen und hitzeisolierenden
Handschuh, insbesondere einen Feuerwehrhandschuh, zur Verfügung zu stellen, der neben
der Temperaturbeständigkeit auch eine Beständigkeit gegenüber hoher mechanischer Beanspruchung
aufweist.
[0008] Beide Funktionen des Handschuhs, d.h. Temperaturbeständigkeit und Beständigkeit gegenüber
hoher mechanischer Beanspruchung, sind dabei Voraussetzungen, welche einen entsprechenden
Einsatz des Handschuhs durch seinen Träger ermöglichen. Hierbei wird durch die Temperaturbeständigkeit
der Komponenten und deren isolierendes Zusammenwirken ein thermischer Schutz der Hand
bewirkt.
[0009] Die Beständigkeit gegenüber hoher mechanischer Beanspruchung erlaubt zum einen den
verbesserten Schutz der Hand des Trägers. Zum anderen wird hierdurch das Einsatzspektrum
erweitert und dem Handschuh eine werkzeugartige Funktionalität verliehen. So kann
dieser bspw. auch als Schlagwerkzeug verwendet werden.
[0010] In einigen Anwendungen treten Belastungen auf, die sowohl thermische als auch mechanische
Beständigkeit erfordern. Dies ist z.B. bei Aufdrücken von Türen in brennenden Gebäuden
oder aber durch Reibungshitze beim Abseilen oder beim unfallbedingten Gleiten über
Strassenbelag. So reicht der Anwendungsbereich solcher hitzebeständiger Handschuhe
von Motorradhandschuhen über Einsatzhandschuhe militärischer Spezialeinheiten bis
hin zu ausgesprochenen Feuerwehrhandschuhen. Je nach konkretem Szenario sind hierbei
thermische Isolierung oder mechanische Belastbarkeit in unterschiedlichem Umfang relevant.
[0011] Temperaturbeständigkeit und thermische Isolierung werden durch einen abgestimmten
Aufbau verschiedener Materialien gewährleistet, die selbst temperaturbeständig, in
ihrem Zusammenwirken aber thermisch isolierend sind. Im einfachsten Fall kann der
Handschuh in seiner Grundstruktur aber auch aus einem einzigen temperaturbeständigen
Material gearbeitet sein, dass nur einen kurzzeitigen thermischen Schutz durch die
Wärmekapazität des ansonsten homogenen Materials gewährleistet. Vorteilhaft sind jedoch
schichtartige Strukturen aus unterschiedlichen Materialien, wie z.B. Futterstoffen,
Inserts aus Membranen und/oder Obermaterialien, die im Zusammenwirken einen erhöhten
Schutz der Hand vor thermischer Belastung bewirken.
[0012] Die mechanische Beständigkeit wird durch das Aufbringen von die mechanische Belastung
aufnehmenden und verteilenden Strukturelementen als sogenannte Protektoren auf den
Handschuhkörper bewirkt. Durch diese Protektoren werden mechanische Belastungen von
der Hand bzw. Hautoberfläche ferngehalten und somit ein Schutz der Hand bewirkt. Hierbei
werden Abmessungen und Anbringungsort der meist schalen-, rinnen-, platten- oder plättchenförmigen
Elemente zum einen durch die typischen Belastungszonen und zum anderen durch die Erfordernisse
an die Deformierbarkeit des Handschuhs bedingt.
[0013] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird durch einen Feuerwehrhandschuh als hitzeisolierenden
Handschuh gelöst, wobei der zumindest eine Protektor im Bereich des Handrückens, der
Handinnenfläche und/oder Handkante angeordnet ist und eine konvexe bzw. konkave Krümmung
und eine Temperaturbeständigkeit bei mindestens 200°C für zumindest 9 Sekunden aufweist.
Vorteilhaft dabei erweist sich, dass bspw. beim Löschen eines Brandes in einem brennenden
Haus mit Hilfe der Hände bzw. der Arme Türen, die bereits brennen aber noch nicht
geöffnet sind, mit den mit Protektoren ausgestatteten Handschuhen geschützten Händen
geöffnet bzw. eingedrückt werden können oder sich der Feuerwehrmann vor herabstürzenden
Balken oder dergleichen schützen kann, weil die Hände einerseits durch die Protektoren
gegen die hohe mechanische Beanspruchung beim Einschlagen und Eindrücken von Türen
bzw. restlichen Bestandteilen von Türen oder von herabstürzenden Bauteilen geschützt
sind und andererseits durch das temperaturbeständige Obermaterial des Feuerwehrhandschuhs
die Hände vor zu großer Erhitzung durch das Feuer geschützt sind.
[0014] Der Protektor ist als Hartschale ausgebildet , wobei durch die Härte des Protektors
ein Schutz der Hand gegenüber mechanischer Beanspruchung, insbesondere beim Aufdrücken
bzw. beim Aufschlagen einer Tür, Fenster bzw. beim Wegdrücken von brennenden Materialien,
insbesondere auch bei Tunnelbränden, gegeben ist.
[0015] Es ist vorgesehen, dass die Hartschale ein thermoplastisches Elastomer, insbesondere
ein Polyamid umfasst, wodurch eine Hartschale mit hoher Festigkeit, Steifigkeit und
Zähigkeit hergestellt werden kann.
[0016] In einer Weiterbildung erweist sich von Vorteil, dass das thermoplastische Elastomer
hochwärmestabilisiert ist und eine Schmelztemperatur ausgewählt aus einem Bereich
mit einer unteren Grenze von 200°C und einer oberen Grenze von 300°C aufweist, weil
dadurch sowohl eine hohe Härte als auch ein hohes Dämpfungsvermögen und gute flammwidrige
Eigenschaften gegeben sind.
[0017] Das thermoplastische Elastomer kann glasfaserverstärkt, karbonfaserverstärkt, mineraliengefüllt
und/oder glaskugelgefüllt sein, wodurch einerseits die Temperaturbeständigkeit und
die flammwidrigen Eigenschaften und andererseits die mechanische Widerstandskraft
erhöht werden können.
[0018] Insbesondere erweist sich dabei von Vorteil, dass das Material der Hartschale eine
Kerbschlagzähigkeit ausgewählt aus einem Bereich mit einer unteren Grenze von 3 kJ/m
2 und einer oberen Grenze von 60 kJ/m
2 aufweist, weil dadurch Beschädigungen der Hartschale per se bei starker mechanischer
Beanspruchung vermieden werden können und die Feuerwehrhandschuhe nach einer derartigen
Belastung mehrmals verwendet werden können.
[0019] Ferner erweist sich von Vorteil, dass das Material der Hartschale eine Bruchspannung
ausgewählt aus einem Bereich mit einer unteren Grenze von 40 MPa und einer oberen
Grenze von 230 MPa aufweist, wodurch ein Zerbrechen der Hartschale bzw. des Protektors
bei hoher mechanischer Beanspruchung verhindert werden kann.
[0020] Vorteilhaft ist auch, dass das Material der Hartschale eine Dichte ausgewählt aus
einem Bereich mit einer unteren Grenze von 1,0 g/cm
3 und einer oberen Grenze von 1,6 g/cm
3 bei Raumtemperatur aufweist, wodurch eine gewisse Steifigkeit und Härte erzielt werden
können, die einen Schutz der Hände vor mechanischer Beanspruchung gewährleisten.
[0021] Ferner zeigt sich von Vorteil, dass der Protektor eine Erhitzung des Materials der
Handinnenfläche bei einer Kontakttemperatur von zumindest 250°C für einem Zeitraum
von zumindest 10 sec abhält, wodurch sichergestellt wird, dass selbst bei unmittelbarer
Berührung eines glühenden Gegenstands die Hitze neben dem feuerfesten Obermaterial
des Feuerwehrhandschuhs auch durch den Protektor selbst abgeschirmt wird.
[0022] In einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass der zumindest eine Protektor im Bereich
des Handrückens, Handinnenfläche, der Fingerknöchel und/oder des Schafts angeordnet
ist, wodurch die bei Verwendung der Hände mechanisch stark beanspruchten Teile besonders
durch die Hartschale geschützt sind und somit eine Verletzung der Hände vermieden
werden kann.
[0023] Ferner ist in einer Weiterbildung vorgesehen, dass die Hartschale zumindest an jener
dem Handrücken bzw. der Handfläche zugewandten Seite anatomisch geformt ist, wodurch
die Passform des Handschuhs durch die Hartschale und die Greiffähigkeit beim Tragen
des erfindungsgemäßen Feuerwehrhandschuhs nicht beeinträchtigt werden, weil das Abbiegen
der Finger bzw. der Fingerknöchel und das Ballen einer Faust nach wie vor möglich
ist.
[0024] Des weiteren ist vorgesehen, dass die Handrückenseite bzw. der Handinnenfläche zu-
mindest eine Schicht Obermaterial und gegebenenfalls zumindest eine Schicht Futter
bzw. Insert, z.B. eine semipermeable Membran, umfasst und der Protektor am bzw. zwischen
Obermaterial und Futter angeordnet ist oder in das Obermaterial integriert ist, wodurch
der Protektor, der selbst bereits eine sehr hohe Temperaturbeständigkeit aufweist,
durch das Obermaterial des Feuerwehrhandschuhs zudem von der Hitze des Feuers geschützt
ist. Zudem kann der Protektor auch von einem Besatzmaterial bedeckt sein. Somit ergibt
sich eine synergistische Wirkung aus hitzebeständigem Obermaterial und Protektor,
wodurch deren Einzelwirkungen deutlich verstärkt werden.
[0025] In einer alternativen Ausführungsvariante ist vorgesehen, dass der Protektor über
der Schicht des Obermaterials auf der Außenseite angeordnet ist, wodurch die darunter
liegende feuerfeste Schicht des Obermaterials vor mechanischer Beanspruchung geschützt
wird.
[0026] In einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Protektor mit dem Handschuh verbunden
ist, insbesondere durch Vernähen, Verkleben und/oder Einschieben, wodurch ein Verrutschen
des Protektors in Bezug auf das Obermaterial verhindert werden kann und die Positionierung
selbst bei hoher mechanischer Beanspruchung bzw. bei Betätigen der Finger konstant
gehalten wird.
[0027] Ferner kann ein Dämpfungselement im Bereich des zumindest einen Protektors, vorzugsweise
im Bereich der Fingergrundgelenke, der Handkante und/oder Handinnenfläche angeordnet
sein, wodurch einerseits die Stoßwirkung und andererseits die Schutzwirkung bei mechanischer
Beanspruchung vergrößert werden können.
[0028] Das Dämpfungselement im Bereich des Protektors kann von einem weiteren Protektor
oder einer Abdeckung bedeckt sein, wodurch das Dämpfungselement nicht direkt mit dem
Träger des hitzebeständigen Handschuhs bzw. dem Obermaterial in Kontakt gelangt. Das
Dämpfungselement kann alls Feder, insbesondere Spiralfeder, als Kissen, insbesondere
umfassend ein Elastomer, ausgebildet sein, wodurch einerseits die Stoßkraft vergrößert
werden kann und andererseits die Schutzwirkung für den Träger verbessert wird.
[0029] Des weiteren ist vorgesehen, dass zumindest ein Karabiner und/oder Öse umfassend
ein thermoplastisches Material, insbesondere Polyamid, am Handschuh angeordnet ist
und der zumindest eine Karabiner und/oder Öse eine Temperaturbeständigkeit von mindestens
200°C für zumindest 9 sec aufweist, wodurch die aus Kunststoff hergestellten Karabiner
bzw. Ösen sich durch unmittelbaren Kontakt mit dem Feuer nicht übermäßig erhit-zen,
wie dies bei aus dem Stand der Technik bekannten Metallkarabinern bzw. Metallösen
vorkommen kann, und somit eine Beschädigung des hitze- bzw. feuerbeständigen Obermaterials
des Feuerwehrhandschuhs verursachen und dadurch eine Verletzung des Feuerwehrmannes
im Einsatz verhindert werden kann. Auch eine durch den Feuerwehrmann selbst hergestellte
Berührung der erfindungsgemäßen Ösen bzw. Karabiner ist nicht so gefährlich wie mit
aus dem Stand der Technik bekannten Metallösen bzw. -karabinern.
[0030] Die Nachbrennzeit erfindungsgemäßen Handschuhs beträgt < 2 sec, wodurch abermals
die Sicherheit des handschuhtragenden Feuerwehrmannes erhöht werden kann.
[0031] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0032] Es zeigen jeweils in stark schematisch vereinfachter Darstellung:
Fig. 1 einen Handschuh mit Protektoren;
Fig. 2a einen Schnitt durch einen Protektor im Bereich eines Fingerendgelenks;
Fig. 2b einen Schnitt durch eine alternative Ausführungsform eines Protektors im Bereich
der Fingerendgelenke;
Fig. 3a einen Schnitt durch einen Protektor im Bereich eines Fingergrundgelenks;
Fig. 3b einen Schnitt durch eine alternative Ausführungsform eines Protektors im Bereich
der Fingergrundgelenke.
[0033] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters
können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen
unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder
erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
[0034] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mit umfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mitumfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen mit
einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder
weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1 oder 5,5 bis 10.
[0035] Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Handschuh 1 mit Protektoren 2 im Bereich der
Handrückenseite 3. Der Protektor 2 ist vorzugsweise schalenförmig ausgebildet und
weist eine Temperaturbeständigkeit bei mindestens 200°C für zumindest 9 sec auf.
[0036] Die konvexe bzw. konkave Krümmung zur Ausbildung der Schalenform kann abhängig vom
Bereich, wo der zumindest eine Protektor 2 angeordnet ist, annähernd Null sein bzw.
entsprechend den anatomischen Anforderungen einen größeren Wert betragen.
[0037] Alternative Ausführungsformen, wie die Anordnung des zumindest einen Protektors 2
im Bereich des Schafts, der Handkante und der Handinnenfläche, insbesondere im Bereich
des Ulnarnerves und des Daumengrundgelenks, sind nicht dargestellt.
[0038] Die erfindungsgemäßen Protektoren 2 sind als Hartschale ausgebildet, wo- durch neben
der Temperaturbeständigkeit und somit der Möglichkeit mit dem Handschuh im Bereich
des Feuers bzw. extrem hohen Temperaturen zu arbeiten auch die Möglichkeit besteht,
sich einen versperrten Weg durch brennende Objekte mithilfe der Handschuhe frei zuräumen
bzw. frei zuboxen, indem mit den Protektoren der Feuerwehrhandschuhe Hindernisse aus
dem Weg geschlagen werden können.
[0039] Die Hartschale des Protektors 2 ist vorzugsweise aus einem thermoplastischen Elastomer,
insbesondere Polyamid, hergestellt. Das thermoplastische Elastomer ist hochwärmestabilisiert
und weist eine Schmelztemperatur ausgewählt aus einem Bereich mit einer unteren Grenze
von 200°C und einer oberen Grenze von 350°C. In einer Weiterbildung der Erfindung
kann das thermoplastische Elastomer glasfaserverstärkt, karbonfaserverstärkt, mineraliengefüllt
und/oder glaskugelgefüllt sein.
[0040] Vorzugsweise ist das thermoplastische Elastomer der Hartschale des Protektors 2 karbonfaserverstärkt,
wodurch eine noch höhere Temperaturbeständigkeit als durch das Elastomer selbst erreicht
werden kann und zudem eine größere Härte des Protektors 2 erzielt werden kann.
[0041] Das Material der Hartschale des Protektors 2 weist eine Kerbschlagfähigkeit, ausgewählt
aus einem Bereich mit einer unteren Grenze von 3 kJ/m
2 und einer oberen Grenze von 60 kJ/m
2 aus. Weiters weist das Material der Hartschale des Protektors 2 eine Bruchspannung,
ausgewählt aus einem Bereich mit einer unteren Grenze von 40 MPa und einer oberen
Grenze von 230 MPa auf beziehungsweise beträgt die Dichte einen Wert ausgewählt aus
einem Bereich mit einer unteren Grenze von 1 g/cm
3 und einer oberen Grenze von 1,6 g/cm
3 bei Raumtemperatur. Die Kerbschlagfähigkeit wird gemäß der DIN EN ISO 179/1eA festgelegt.
Die Bruchspannung wird gemäß der Norm DIN EN ISO 527-1/2 bestimmt.
[0042] Der erfindungsgemäße Protektor 2 ist zudem in der Lage, ein Erhitzen des Materials
des erfindungsgemäßen Handschuhs bei einer Kontakttemperatur von zumindest 250°C für
einen Zeitraum von zumindest 10 sec abzuhalten.
[0043] Die Hartschale des Protektors 2 ist im Bereich des Handrückens angeordnet. Dort vorzugsweise
im Bereich der Fingergrundgelenke beziehungsweise im Bereich der Fingerendgelenke.
Ferner kann der Protektor 2 auch im Bereich des Schaftes 6 bzw. im Bereich der Handinnenseite,
wie z.B. im Bereich des Ulnarnervs bzw. Daumengrundgelenk, und/oder Handkante angeordnet
sein.
[0044] Das Obermaterial sowie auch das Futter- oder Isoliermaterial des Handschuhs kann
beispielsweise aus folgenden Grundstoffen oder deren Mischungen bestehen
- (aromatische) Polyamide mit hohem Schmelzpunkt, insbesondere Meta- oder Para-Aramide,
wie z.B. Kermel, Nomex, Kevlar, Technora, PBI, Apyeil, Teijinconex oder Twaron,
- kristalline Polymere, insbesondere PBO-Fasern, wie z.B. Zylon oder Vectran,
- Viskose FR, z.B. Lenzing FR,
- Glasfaser,
- flammhemmend ausgerüstetes Leder oder entsprechende Textilien bzw. flexible Trägermaterialien,
z.B. mit Beschichtungen aus Silikon, Polyurethan oder Silikon-Carbon.
[0045] In Fig. 2a und 2b ist jeweils ein Schnitt A-A durch einen erfindungsgemäßen Protektor
im Bereich eines der Fingerendgelenke 5 dargestellt. Fig. 2a zeigt dabei einen Protektor
2 aus einer Hartschale, wobei zumindest jene dem Handrücken zugewandte Seite 7 anatomisch
geformt ist, sowie jene dem Handrücken abgewandte Seite 8 des Protektors 2 ebenfalls
parallel zur anatomischen Ausbildung dargestellt ist.
[0046] In Fig. 2b ist eine alternative Ausführungsform des erfindungsgemäßen Protektors
2 dargestellt, wobei lediglich jene dem Handrücken zugewandte Seite 7 anatomisch geformt
ist und jene dem Handrücken abgewandte Seite 8 des Protektors 2 eine beliebige Form
aufweisen kann, beispielsweise jene wie sie am einfachsten und kostengünstigsten herstellbar
ist und am einfachsten bei der Herstellung geformt werden kann.
[0047] In Fig. 3a ist ein erfindungsgemäßer Protektor 2 im Bereich der Fingergrundgelenke
4 dargestellt. Hierbei ist der Protektor 2 entsprechend der Anatomie der Fingergrundgelenke
4 mit jeweils vier Ausbuchtungen entsprechend den vier Fingern der menschlichen Hand
ausgebildet. Sowohl jene dem Handrücken zugewandte Seite 7 als auch jene dem Handrücken
abgewandte Seite 8 des Protektors 2 ist dabei anatomisch ausgebildet.
[0048] In Fig. 3b ist eine alternative Ausführungsform des erfindungsgemäßen Protektors
2 im Bereich der Fingergrundgelenke 4 dargestellt, wobei lediglich jene dem Handrücken
zugewandte Seite 7 anatomisch gebildet ist und jene dem Handrücken abgewandte Seite
8 entsprechend einer einfachen Herstellungsvariante beliebig, beispielsweise gerade
geformt sein kann.
[0049] In einer alternativen nicht dargestellten Ausführungsvariante kann der zumindest
eine Protektor 2 auch aus mehreren aneinander angeordneten Elementen, die zumindest
bereichsweise konkav und/oder konvex gekrümmt sind, gebildet sein. Die Elemente können
miteinander vollflächig oder nur teilweise, wie z.B. leiterförmig, verbunden sein.
Bei einer leiterförmigen Verbindung kann in den Sprossenzwischenräumen ein Füllelement
angeordnet sein, das ebenfalls die hitzebeständigen Eigenschaften des erfindungsgemäßen
Handschuhs aufweist. Diese Füllelemente können einzeln oder ebenfalls miteinander
verbunden sein. Die Ausbildung solcher Protektoren ist beispielsweise bei der Verwendung
von Tormannhandschuhen bekannt.
[0050] Die Anordnung des Protektors 2 kann sowohl unmittelbar an der Außenseite des Obermaterials
der Handrückenseite 3 bzw. der Handinnenseite erfolgen beziehungsweise kann der zumindest
eine erfindungsgemäße Protektor 2 im Bereich der Handrückenseite 3 bzw. der Handinnenseite
mit zumindest einer Schicht des Obermaterials oder einem Besatz- material abgedeckt
sein. In Richtung Hand kann der Protektor zumindest durch eine Schicht Futter bzw.
Insert, wie z. B. eine semipermeable Membran, abgedeckt sein. In alternativen Ausführungsformen
ist es auch möglich, den erfindungsgemäßen Protektor 2 zwischen mehreren Schichten
des Obermaterials oder Futters der Handrückenseite 3 bzw. der Handinnenseite zu integrieren.
[0051] Der Protektor 2 kann mit dem Handschuh 1 verbunden sein, beispielsweise durch Vernähen
und/oder Verkleben. Des weiteren kann der Protektor 2 auch beispielsweise nicht direkt
durch eine Naht mit dem Handschuh 1 verbunden sein, sondern so abgenäht werden, dass
er an einer bestimmten Position im Bereich der Handrückenseite 3 des Handschuhs 1
gehalten wird bzw. in eine Ausnehmung, insbesondere taschenartige Ausnehmung, eingelegt
bzw. eingeschoben werden kann. Ferner kann der Protektor 2 auch über Klammern, Druckknöpfe
oder dergleichen mit dem Handschuh 1 verbunden werden.
[0052] In einer Weiterbildung der Erfindung ist es möglich, neben den Protektoren 2, welche
einerseits die hohe Temperaturstabilität aufweisen und andererseits auch hohe mechanische
Beanspruchungen standhalten, auch andere Bestandteile eines Feuerwehrhandschuhs, wie
beispielsweise Karabiner und/oder Ösen oder dergleichen aus einem thermoplastischen
Elastomer, insbesondere Polyamid, zu fertigen, wobei diese Karabiner und/oder Ösen
oder dergleichen eine Temperaturbeständigkeit bei 200°C für zumindest 9 sec aufweisen.
Die Ösen können beispielsweise in Form von D- oder O-Ringen ausgebildet sein.
[0053] Von Vorteil erweist sich zudem, dass die Nachbrennzeit des Obermaterials des Handschuhs
1 und des Protektors 2 des Handschuhs 1 weniger beziehungsweise max. 2 sec beträgt.
Mögliche Materialen zur Herstellung des erfindungsgemäßen Protektors 2 sind wie bereits
erwähnt thermoplastische Elastomere, wie beispielsweise Polyamide, wie sie unter den
Handelsnamen Ultramid® der Firma BASF, der Bezeichnung Bergamid® der Firma Poly-One
und der Bezeichnung Alcom® der Firma Albis Plastic GmbH vertrieben werden.
[0054] Die Zusammensetzung für die Hartschale des Protektors 2 kann auch aus einer Mischung
aus mehreren, handelsüblichen Polyamiden hergestellt werden, wie beispielsweise aus
Alcom® und Ultramid®, z.B. aus 5% Alcom und 95% Ultramid, oder auch aus anderen Komponenten,
die die Temperaturbeständigkeit erhöhen.
[0055] Die erfindungsgemäßen hitzebeständigen Handschuhe, insbesondere Feuerwehrhandschuhe,
mit den Protektoren 2 entsprechen sowohl der europäischen Feuerwehrnorm EN 659 als
auch der australischen Feuerwehrnorm AS 2161.10 und der amerikanischen Feuerwehrnorm
NFPA 1971. Des Weiteren entsprechen die erfindungsgemäßen Handschuhe 1 auch der Rescue
Norm NFPA 1951 und weiteren weltweiten bekannten Normen, wie z.B. der EN 407 (thermische
Risiken), der Norm gegen Hitze und Flammen, etc.
[0056] Die erfindungsgemäßen Handschuhe 1 entsprechen somit den Anforderungen eines Feuerwehrhandschuhs,
wobei bei einer Beflammungszeit zwischen 3 und 15 sec. die Nachbrennzeit kleiner als
2 sec. und die Nachglimmzeit kleiner als 5 sec ist. Der Abstand zwischen Flammenspitze
und untersten Punkt des beflammten Handschuhs beträgt zwischen 10 und 30 mm. Der Handschuh
kann senkrecht oder waagrecht beflammt werden. Das hierbei verwendete Material des
Handschuhs tropft weder, noch schmilzt es bei der Beflammung und/oder die beflammte
Stelle weist keinen Durchbruch auf.
[0057] Ferner beträgt die Zeitspanne des Temperaturanstiegs beim Kontakt von Flammen mit
dem Handschuh von 24°C an der nicht beflammten Stelle weniger als 13 sec.
[0058] Bei einer Wärmestromdichte von 40 kW/m
2 beträgt die Zeitspanne zum Temperaturanstieg von 24°C an der nicht beflammten Stelle
von dem vom Handrücken entnommenem Material nicht weniger als 11 sec. Bei einer Kontakttemperatur
von zumindest 250°C hält das Material des Innenhandaufbaus die Hitze für eine Dauer
von zumindest 10 sec. ab, bevor eine Verbrennung 2. Grades entsteht. Zudem darf das
Futtermaterial bei einer Mindesttemperatur von 180°C weder schmelzen, tropfen noch
sich entzünden. Der Schrumpf des Handschuhs beträgt bei einer Mindesttemperatur von
180°C für eine Dauer von 5 min nicht mehr als 5 %.
[0059] In einer Weiterbildung kann der hitzebeständige Handschuh im Bereich der Protektoren
2 Dämpfungs- bzw. Federelemente aufweisen, die einerseits die Stoßwirkung der Protektoren
2 vergrößert und andererseits aber auch die Kraft, die durch das z.B. Aufstoßen einer
Tür auf den Träger einwirkt, verkleinert. Die Dämpfungs- bzw. Federelemente können
als Feder, wie z.B. Schraubenfeder/Spiralfeder, Biegefeder, Ringfeder, Elastomerfeder
bzw. Elastomerkissen ausgebildet sein. Vorzugsweise sind die Dämpfungs- bzw. Federelemente
im Bereich der Protektoren 2 im Bereich der Fingergrundgelenke 4 auf der Handrückenseite
3 angeordnet. Selbstverständlich kann das Dämpfungs- bzw. Federelement auch im Bereich
der Handkante, Handinnenfläche, Fingerendgelenke 5 und Schafts 6 angeordnet sein.
Die Dämpfungs- bzw. Federelemente können auch vom Obermaterial, einer Abdeckplatte
und/oder einem weiteren Protektor 2 bedeckt sein.
[0060] Der Handrücken bzw. die Handinnenseite/fläche umfasst bei dem erfindungsgemäß beschriebenen
Handschuh den Bereich von den Fingerspitzen bzw. der Daumenspitze bis zum Schaftende.
Daher kann der erfindungsgemäße Handschuh 1 mit den Protektoren 2 sowohl für den Einsatz
im Rescue Bereich als auch für den Einsatz im Feuerwehrbereich verwendet werden.
[0061] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten des Handschuhs 1, wo-
bei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten
Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen
der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit
aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können
des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt.
[0062] Es sind also auch sämtliche denkbaren Ausführungsvarianten, die durch Kombinationen
einzelner Details der dargestellten und beschriebenen Ausführungsvariante möglich
sind, vom Schutzumfang mit umfasst.
[0063] In den Fig. 3a und 3b sind weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsformen
der/des Protektors 2 gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen
bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Fig. 1, 2a und 2b verwendet werden.
Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in
den vorangegangenen Fig. 1 hingewiesen bzw. Bezug genommen.
[0064] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus des Handschuhs 1 und Protektors 2 diese bzw. deren Bestandteile teil-
weise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
[0065] Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der
Beschreibung entnommen werden.
[0066] Vor allem können die einzelnen in den Fig. 2a, 2b bzw. 3a, 3b gezeigten Ausführungen
den Gegenstand von eigenständigen, erfindungsgemäßen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen,
erfindungsgemäßen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren
zu entnehmen.
1. Hitzebeständiger Handschuh (1), insbesondere Feuerwehrhandschuh, mit zumindest einem
Protektor (2) und insbesondere mit einem feuerfesten Obermaterial, wobei der zumindest
eine Protektor (2) im Bereich des Handrückens, der Handinnenfläche und/oder Handkante
angeordnet ist und eine konvexe bzw. konkave Krümmung und eine Temperaturbeständigkeit
bei mindestens 200°C für zumindest 9 Sekunden aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Protektor (2) als Hartschale ausgebildet ist.
2. Hitzebeständiger Handschuh (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet dass
Obermaterial und Protektor (2) so ausgebildet und angeordnet sind, dass Hitze neben
dem feuerfesten Obermaterial des Feuerwehrhandschuhs auch durch den Protektor selbst
abgeschirmt wird.
3. Hitzebeständiger Handschuh (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Protektor (2) an der Außenseite des Obermaterials angeordnet ist.
4. Hitzebeständiger Handschuh (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Handrückenseite oder die Handinnenfläche zumindest eine Schicht des Obermaterials
und zumindest eine Schicht Futter aufweist und der Protektor (2) zwischen Obermaterial
und Futter angeordnet ist oder in das Obermaterial integriert ist.
5. Hitzebeständiger Handschuh (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hartschale ein thermoplastisches Elastomer, insbesondere Polyamid, umfasst.
6. Hitzebeständiger Handschuh (1) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
das thermoplastische Elastomer
- hochwärmestabilisiert ist und eine Schmelztemperatur ausgewählt aus einem Bereich
mit einer unteren Grenze von 250°C und einer oberen Grenze von 350°C aufweist und/oder
- glasfaserverstärkt, karbonfaserverstärkt,
mineraliengefüllt und/oder glaskugelgefüllt ist.
7. Hitzebeständiger Handschuh (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Material der Hartschale wenigstens eine der folgenden Eigenschaften aufweist
- eine Kerbschlagzähigkeit (gemäβ DIN EN ISO 179/1eA) ausgewählt aus einem Bereich
mit einer unteren Grenze von 3 KJ/m2 und einer oberen Grenze von 60 KJ/m2;
- eine Bruchspannung (gemäβ DIN EN ISO 527-1/2) ausgewählt aus einem Bereich mit einer
unteren Grenze von 40 MPa und einer oberen Grenze von 230 MPa;
- eine Dichte ausgewählt aus einem Bereich mit einer unteren Grenze von 1,00 g/cm3 und einer oberen Grenze von 1,60 g/cm3
8. Hitzebeständiger Handschuh (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hartschale zumindest an jener der Handrückenseite bzw. der Handinnenfläche zugewandten
Seite (7) anatomisch geformt ist.
9. Hitzebeständiger Handschuh (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Protektor (2) ein Erhitzen des Materials der Außen- und einer Innenhand bei einer
Kontakttemperatur von zumindest 250°C für einen Zeitraum von zumindest 10 Sekunden
abhält.
10. Hitzebeständiger Handschuh (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Protektor im Bereich des Handrückens (3), der Fingergrundgelenke (4), Fingerendgelenke
(5) und/oder des Schafts (6) der Handrückenseite und/oder im Bereich des Ulnarnerves
bzw. Daumengrundgelenks der Handinnenfläche angeordnet ist.
11. Hitzebeständiger Handschuh (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Protektor (2) mit dem Handschuh (1) verbunden ist, insbesondere durch Vernähen,
Verkleben und/oder Einschieben.
12. Hitzebeständiger Handschuh (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Dämpfungs- bzw. Federelement im Bereich des zumindest einen Protektors (2), vorzugsweise
im Bereich der Fingergrundgelenke (4), der Handkante und/oder Handinnenfläche angeordnet
und insbesondere von einem weiteren Protektor (2) oder einer Abdeckung bedeckt ist.
13. Hitzebeständiger Handschuh (1) nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Dämpfungs- bzw. Federelement als Feder, insbesondere Schraubenfeder, als Kissen,
insbesondere umfassend ein Elastomer, ausgebildet ist.
14. Hitzebeständiger Handschuh (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest ein Karabiner und/oder Öse umfassend ein thermoplastisches Elastomer, insbesondere
Polyamid, am Handschuh (1) angeordnet ist/sind und der zumindest eine Karabiner und/oder
Öse eine Temperaturbeständigkeit von mindestens 200°C für zumindest 9 Sekunden aufweist/en.
15. Hitzebeständiger Handschuh (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Nachbrennzeit des Obermaterials und des Protektors (2) weniger als 2 Sekunden
beträgt.
1. Heat-resistant glove (1), in particular a fire department glove, with at least one
protector (2) and, in particular, with a fire-resistant outer material, the at least
one protector (2) being arranged in the region of the back of the hand, the inner
surface of the hand and/or the edge of the hand and having a convex or concave curvature
and a temperature resistance at at least 200°C for at least 9 seconds,
characterized in that the protector (2) is formed as a hard shell.
2. Heat-resistant glove (1) according to Claim 1, characterized in that the outer material and the protector (2) are formed and arranged such that heat is
shielded not only by the fire-resistant outer material of the fire department glove
but also by the protector itself.
3. Heat-resistant glove (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that the protector (2) is arranged on the outer side of the outer material.
4. Heat-resistant glove (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that the back side of the hand or the inner surface of the hand comprises at least one
layer of the outer material and at least one layer of lining, and the protector (2)
is arranged between the outer material and the lining or is integrated in the outer
material.
5. Heat-resistant glove (1) according to anyone of the preceding claims, characterized in that the hard shell comprises a thermoplastic elastomer, in particular polyamide.
6. Heat-resistant glove (1) according to Claim 5, characterized in that the thermoplastic elastomer - is high-temperature stabilized and has a melting temperature
selected from a range with a lower limit of 250°C and an upper limit of 350°C, and/or
is glass-fiber-reinforced, carbon-fiber-reinforced, mineral-filled and/or glass-bead-filled.
7. Heat-resistant glove (1) according to any one of the preceding claims,
characterized in that the material of the hard shell has at least one of the following properties
- a notched impact strength (in accordance with DIN EN ISO 179/1eA) selected from
a range with a lower limit of 3 KJ/m2 and an upper limit of 60 KJ/m2;
- a fracture stress ( in accordance with DIN EN ISO 527-1/2) selected from a range
with a lower limit of 40 MPa and an upper limit of 230 MPa;
- a density selected from a range with a lower limit of 1.00 g/cm3 and an upper limit of 1.6 g/cm3.
8. Heat-resistant glove (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the hard shell is anatomically shaped, at least on that side (7) that is facing the
back side of the hand or the inner surface of the hand.
9. Heat-resistant glove (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the protector (2) withstands heating of the material of the outer and inner hand
at a contact temperature of at least 250°C for a time period of at least 10 seconds.
10. Heat-resistant glove (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the protector is arranged in the region of the back of the hand (3), the base joints
of the fingers (4), the end joints of the fingers (5) and/or the shaft (6) of the
back side of the hand and/or in the region of the ulnar nerve or the base joint of
the thumb of the inner surface of the hand.
11. Heat-resistant glove (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the protector (2) is connected to the glove (1), in particular by sewing, adhesive
bonding and/or insertion.
12. Heat-resistant glove (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that a damping or resilient element is arranged in the region of the at least one protector
(2), preferably in the region of the base joints of the fingers (4), the edge of the
hand and/or the inner surface of the hand, and in particular is covered by a further
protector (2) or a covering.
13. Heat-resistant glove (1) according to Claim 12, characterized in that the damping or resilient element is formed as a spring, in particular a helical spring,
or as a pad, in particular comprising an elastomer.
14. Heat-resistant glove (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that at least one carabiner and/or eyelet comprising a thermoplastic elastomer, in particular
polyamide, is/are arranged on the glove (1) and the at least one carabiner and/or
eyelet has/have a temperature resistance of at least 200°C for at least 9 seconds.
15. Heat-resistant glove (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the burning time of the outer material and the protector (2) is less than 2 seconds.
1. - Gant résistant à la chaleur (1), en particulier gant pour sapeur-pompier, avec au
moins un insert de protection (2) et en particulier avec un matériau du dessus anti-feu,
ledit au moins un insert de protection (2) étant disposé au niveau du dos de la main,
de la paume de la main et/ou de l'arête de la main et possédant une courbure convexe
ou concave et une résistance à la température d'au moins 9 secondes à au moins 200
°C, caractérisé en ce que l'insert de protection (2) forme une coque rigide.
2. - Gant résistant à la chaleur (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le matériau du dessus et l'insert de protection (2) sont configurés et disposés de
manière à ce que la protection contre la chaleur soit assurée non seulement par le
matériau du dessus anti-feu du gant pour sapeur-pompier, mais aussi par l'insert de
protection lui-même.
3. - Gant résistant à la chaleur (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'insert de protection (2) est disposé sur la face extérieure du matériau du dessus.
4. - Gant résistant à la chaleur (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dos de la main ou la paume de la main présentent au moins une couche de matériau
du dessus et au moins une couche de doublure et en ce que l'insert de protection (2) est disposé entre le matériau du dessus et la doublure
ou bien est intégré dans le matériau du dessus.
5. - Gant résistant à la chaleur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la coque rigide comprend un élastomère thermoplastique, en particulier du polyamide.
6. - Gant résistant à la chaleur (1) selon la revendication 5,
caractérisé en ce que l'élastomère thermoplastique :
- est stabilisé par la chaleur et possède une température de fusion sélectionnée sur
une étendue ayant une limite inférieure de 250 °C et une limite supérieure de 350
°C et/ou
- est renforcé par des fibres de verre, des fibres de carbone ou garni d'une charge
minérale et/ou de billes de verre.
7. - Gant résistant à la chaleur (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le matériau de la coque rigide possède au moins l'une des propriétés suivantes :
- une résistance au choc sur barreau entaillé (selon DIN EN ISO 179/1eA) sélectionnée
sur une étendue ayant une limite inférieure de 3 kJ/m2 et une limite supérieure de 60 kJ/m2 ;
- une contrainte de rupture (selon DIN EN ISO 527
- 1/2) sélectionnée sur une étendue ayant une limite inférieure de 40 MPa et une limite
supérieure de 230 MPa ;
- une densité sélectionnée sur une étendue ayant une limite inférieure de 1,00 g/cm3 et une limite supérieure de 1,60 g/cm3.
8. - Gant résistant à la chaleur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la coque rigide est formée anatomiquement sur la face (7) tournée vers le dos de
la main ou vers la paume de la main.
9. - Gant résistant à la chaleur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'insert de protection (2) empêche l'échauffement du matériau du dos de la main et
de la paume de la main pendant au moins 10 secondes en présence d'une température
de contact d'au moins 250 °C.
10. - Gant résistant à la chaleur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'insert de protection est placé au niveau du dos de la main (3), des articulations
métacarpo-phalangiennes (4), des articulations interphalangiennes (5) et/ou du poignet
du dos de la main et/ou au niveau du nerf ulnaire ou de l'articulation métacarpo-phalangienne
du pouce sur la paume de la main.
11. - Gant résistant à la chaleur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'insert de protection (2) est relié au gant (1), en particulier par couture, collage
et/ou insertion.
12. - Gant résistant à la chaleur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un élément amortisseur ou élastique est disposé au niveau du au moins un insert de
protection (2), de préférence au niveau des articulations métacarpo-phalangiennes
(4), de l'arête de la main et/ou de la paume de la main et est en particulier recouvert
par un autre insert de protection (2) ou par une couverture.
13. - Gant résistant à la chaleur (1) selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'élément amortisseur ou élastique prend la forme d'un ressort, en particulier d'un
ressort à boudin, ou d'un coussinet, en particulier comprenant un élastomère.
14. - Gant résistant à la chaleur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un mousqueton et/ou un oeillet comprenant un élastomère thermoplastique,
en particulier polyamide, est disposé sur le gant (1) et en ce que ledit au moins un mousqueton et/ou oeillet présente une résistance à la température
d'au moins 200 °C pendant au moins 9 secondes.
15. - Gant résistant à la chaleur (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la durée d'incandescence résiduelle du matériau du dessus et de l'insert de protection
(2) est inférieure à 2 secondes.