[0001] Die Erfindung betrifft eine Standfigur, die zwei miteinander verbundene Bögen und
einen Ständer umfasst. Außerdem betrifft die Erfindung einen modularen Bausatz.
[0002] Standfiguren, die im Stand der Technik auch als Aufsteller bekannt sind, werden häufig
in Auslagen, Restaurants, Messeständen oder Empfangstheken genutzt, um Informationen
an einen Betrachter zu vermitteln. Hierbei können Informationen z.B. aus Werbebotschaften,
Preisen, Produktinformationen, Tischnummern oder Namen bestehen. Die Standfiguren
sind aus Wellpappe oder Karton geformt und einseitig bedruckt. Durch eine rückseitig
angebrachte Stütze können die Standfiguren stehend dargestellt werden. Hierdurch steht
jedoch nur eine Seite der Standfiguren zum Bedrucken zur Verfügung.
[0003] Die Standfiguren können in Oval- oder Rundform hergestellt sein. Im Stand der Technik
sind auch Figuren beschrieben, die beidseitig bedruckt sind und eine innenliegende
Aufstell- und Formgebevorrichtung enthalten. Diese Figuren sind jedoch sehr schwer
und werden häufig aus Kunststoff gefertigt, woraus hohe Herstellungskosten resultieren.
[0004] Im Stand der Technik sind weiterhin Aufsteller aus unterschiedlichen Materialien
bekannt, die vielfach eingesetzt werden, um beispielsweise blattförmige Informationsmaterialien
zu präsentieren. Hierbei weist das blattförmige Informationsmaterial ein Format in
der Größe DIN A4 oder geringer auf und wird zwischen zwei Präsentationsflächen gehalten.
[0005] Außerdem sind im Stand der Technik Schildersysteme, Schilderhalter, Informationssysteme
oder Stützeinrichtung für Schilder für den Innen- und Außenbereich von Gebäuden in
den unterschiedlichen Ausführungsformen bekannt. Die auf den Markt befindlichen Aufsteller
bestehend aus vielen Einzelelementen, um den verschiedenen Einsatzgebieten gerecht
zu werden. Es sind z.B. Stützeinrichtungen für Schilder mit mehreren elastischen und
flexiblen Schilderelementen bekannt, bei denen die Stützeinrichtung mit U-förmigen
Halteeinrichtungen versehen sind, in die die Schilderelemente beidseitig eingesetzt
werden.
[0006] Die
EP 1 159 898 A2 beschreibt beispielsweise eine Standfigur oder einen Aufsteller zur Aufnahme einer
zu präsentierenden Ware. Weiterhin offenbart die
DE 297 05 336 U1 einen Aufsteller, bei dem Bildmaterial verschiedener Größe schnell ausgewechselt
werden kann. Der Aufsteller ist aus Naturstein gefertigt und mit Naturölen behandelt.
[0007] Außerdem offenbart die
DE 20 2007 013 958 einen Aufsteller in Form eines Wölbplakates mit integrierten Standfuß.
[0008] Viele Aufsteller oder Standfiguren sind aus Kunststoff gefertigt und enthalten mindestens
eine teilweise transparente Fläche. Hinter der transparenten Fläche können Papier,
Pappen oder Folien platziert werden, auf denen Informationen darstellbar sind. Weiterhin
sind im Stand der Technik Ausführungsformen beschrieben, die aus Metall hergestellt
sind. Dabei werden vorwiegend Aluminium oder Stahl genutzt. Derartige Aufsteller sind
aus im Querschnitt dachförmig ausgebildeten Profilen ausgebildet und weisen ein hohes
Gewicht auf.
[0009] Im Stand der Technik sind weiterhin Aufsteller beschrieben, die platzsparend flach
zusammengelegt werden können und in faltbarer Form vorliegen. Diese können jedoch
nicht zur Darstellung von dreidimensionalen Motiven verwendet werden. Eine dreidimensionale
Wirkung kann lediglich durch Standfiguren aus Kunststoff erreicht werden, die durch
Kunststoffverformverfahren (z. B. Tiefziehverfahren oder Spritzgussverfahren) hergestellt
werden. Diese Verfahren sind sehr zeitaufwendig und kostenintensiv.
[0010] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine alternative Standfigur bereitzustellen,
welche kompakt ist, leicht zusammengebaut und zerlegt werden kann und eine relativ
große bedruckbare Fläche bereitstellt und nicht die Nachteile oder Mängel des Stands
der Technik aufweist.
[0011] Gelöst wird die Aufgabe durch die unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Ausführungsformen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0012] Die Erfindung betrifft mithin eine Standfigur umfassend
a. einen ersten und zweiten Bogen,
b. einen Ständer, bestehend aus einem Formgeber und mindestens einer Standfläche,
wobei die Bögen umlaufend am Rand zueinander beabstanded verbunden sind und Wölbflächen
und eine Aufnahme mit einer Öffnung aufweisen, wobei in die Aufnahme der Formgeber
in Höhenrichtung ragt und mindestens eine Seite des Formgebers senkrecht auf einer
Wölbfläche aufliegt.
[0013] Es war völlig überraschend, dass durch die erfindungsgemäße Kombination eine Standfigur
bereitgestellt werden kann, die nicht die Nachteile oder Mängel des Stands der Technik
aufweist und zur Darstellung von Druckprodukten genutzt werden kann. Es kann durch
die erfindungsgemäße Standfigur eine dreidimensionale Wirkung erzielt werden, die
daraus resultiert, dass ein einfacher Formgeber, der auch als Stanzteil bezeichnet
werden kann, zur Abstandsherstellung zwischen die Bögen gebracht wird und hierdurch
die Bögen auseinander presst, wodurch Wölbflächen entstehen. Das heißt, die Bögen
sind vorzugsweise derart symmetrisch miteinander verbunden, dass ein Hohlraum zwischen
den Bögen gebildet ist, wodurch die Standfiguren als Hohlkörper ausgeformt sind. Durch
die bedruckten Wölbfläche bzw. den Hohlkörper wird eine dreidimensionale Wirkung erreicht.
[0014] Es wird vorzugsweise mindestens eine Seite eines Bogens mit einem Motiv bedruckt,
wobei der zweite Bogen gekontert zum ersten Bogen bedruckt wird. Das heißt, die Bögen
werden bevorzugt symmetrisch bedruckt. Die Standfigur weist bevorzugt eine bedruckte
Vorder- und Rückseite auf. Es ist bevorzugt, dass lediglich die Vorderseite des ersten
Bogens und die Rückseite des zweiten Bogens bedruckt wird, so dass auf den Bögen eine
Vorderansicht und Rückansicht eines Motivs darstellbar ist. Es kann jedoch auch vorteilhaft
sein, auf beiden Bögen das identische Motiv darzustellen, so dass ein Betrachter bei
der Betrachtung der Standfigur auf beiden Bögen das gleiche Motiv erkennt. Bei dem
Motiv kann es sich beispielsweise um eine Person oder ein Objekt handeln. Es ist beispielsweise
bevorzugt, die Standfiguren als eine Bierfläche oder als Fußballer auszuformen, wobei
Vorder- und Rückseite der Standfigur mit dem Motiv bedruckt sind. Beide Seiten stehen
zur Bedruckung zur Verfügung. Die Motive werden bevorzugt mittels eines Druckverfahrens
auf die Bögen gedruckt.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Bögen gleich groß. Es kann jedoch für
die Darstellung bestimmter Motive vorteilhaft sein, wenn die Bögen eine unterschiedliche
Größe aufweisen und hierdurch komplexe strukturierte Standfiguren bereitgestellt werden
können. Die Bögen sind bevorzugt aus Pappe, Karton oder anderen faltbaren Materialien
oder Kunststoff gefertigt.
[0016] Im Sinne der Erfindung bezeichnet Pappe einen zellstoffhaltigen Werkstoff und bildet
den Oberbegriff für Vollpappe und Wellpappe. Pappe ist demgemäß ein flächiger Werkstoff,
der zumeist aus pflanzlichen Fasern besteht und durch Entwässern einer Faserstoffaufschwemmung
auf einem Sieb gebildet wird. Pappe und Karton bezeichnen im Sinne der Erfindung unterschiedliche
Werkstoffe, die ein unterschiedliches Flächengewicht aufweisen. Hierbei bezeichnet
ein Flächengewicht von 150 bis circa 600 g/m2 Karton und ab 600 g/m2 Pappe. Pappe
umfasst bevorzugt Wellpappe, Spezialpappe und Vollpappe. Karton bezeichnet im Sinne
der Erfindung insbesondere einen flächigen, im Wesentlichen aus Fasern meist pflanzlicher
Herkunft bestehender Packstoff, der ein Flächengewicht von vorzugsweise 150 g/m2 bis
600 g/m2 aufweist. Karton ist steifer als Papier und wird bevorzugt aus hochwertigeren
Stoffen als Pappe mit nur geringem Anteil an Altpapier hergestellt. Karton kann vorzugsweise
als endlose Bahn gefertigt werden, so dass er im Massendruckverfahren auf Rollen einsetzbar
ist. Vorteilhafterweise können aber auch andere faltbaren Materialien für die Fertigung
der Bögen verwendet werden.
[0017] Es kann aber auch vorteilhaft sein, wenn die Bögen aus Kunststoff gefertigt sind.
Kunststoffe bezeichnen Materialien, deren wesentliche Bestandteile aus solchen makromolekularen
organischen Verbindungen bestehen, die synthetisch oder durch Abwandeln von Naturprodukten
entstehen. Sie sind in vielen Fällen unter bestimmten Bedingungen (Wärme u. Druck)
schmelz- und formbar. Für die vorteilhafte Ausführungsform können Kunststoffe aus
der Gruppe abgewandelte Naturstoffe, synthetische Kunststoffe (Polykondensate, Polymerisate,
Polyaddukte), Duroplaste, und/oder ungesättigte Polyesterharze, umfassend Cellulosenitrat,
Celluloseacetat, Cellulosemischester, Celluloseether, Polyamid, Polycarbonat, Polyester,
Polyphenylenoxid, Polysulfon, Polyvinylacetal, Polyethylen, Polypropylen, Poly-1-buten,
Poly-4-methyl-1-penten, lonomere, Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid, Polymethylmethacrylat,
Polyacrylnitril, Polystyrol, Polyacetal, Fluor-Kunststoffe, Polyvinylalkohol, Polyvinylacetat,
Poly-p-xylylen, lineare Polyurethane, chlorierte Polyether, Casein-Kunststoffe, Phenol-Harz,
Harnstoff-Harz, Thioharnstoff-Harz, Melamin-Harz, Epoxidharz, vernetzte Polyurethane,
Alkydharz, Allylharz, Silicon, Polyimid, und/oder Polybenzimidazol verwendet werden.
Durch die Verwendung von Kunststoff bei der Ausgestaltung der Bögen sind Standfiguren
mit gummi-elastischen Eigenschaften herstellbar. Durch die vorteilhafte Ausführungsform
kann somit eine erhöhte Flexibilität erreicht werden.
[0018] Es ist bevorzugt, dass auch der Ständer aus den vorgenannten Materialien, umfassend
Pappe, Karton oder anderen faltbaren Materialien oder Kunststoff gefertigt ist. Es
kann jedoch auch vorteilhaft sein, wenn der Ständer aus Metall besteht. Hierbei sind
leichte Metalle umfassend Stahl- oder Aluminiumbleche bevorzugt.
[0019] Nachdem ein Motiv auf jeweils eine Seite der Bögen vorzugsweise flächig gedruckt
ist, werden die Bögen am Rand miteinander verbunden, so dass die bedruckten Flächen
außenliegend angeordnet sind. Vorzugsweise werden die Bögen lediglich am Rand zueinander
beabstandet verbunden, wodurch ein Hohlraum zwischen den Bögen entsteht, der als Aufnahme
für den Formgeber des Ständers dient.
[0020] Die Bögen sind bevorzugt umlaufend am Rand oder auch oben offen verklebt oder gefalzt.
Um eine optimale Verbindung zwischen den Bögen herzustellen, kann es bevorzugt sein,
diese mittels stoffschlüssiger Verbindungen zu verbinden. Stoffschlüssige Verbindungen
bezeichnen alle Verbindungen, bei denen die Verbindungspartner durch atomare oder
molekulare Kräfte zusammengehalten werden. Sie sind gleichzeitig nicht lösbare Verbindungen,
die sich nur durch Zerstörung der Verbindungsmittel trennen lassen. Hierzu zählt z.
B. das Kleben mittels chemischer Haftverbinder oder das Laminieren. Es kann jedoch
auch bevorzugt sein, wenn die Bögen durch Falzung miteinander verbunden sind.
[0021] Die verbundenen Bögen weisen vorzugsweise an der Unterseite eine Öffnung auf, durch
die der Formgeber in die Aufnahme eingeführt werden kann. Hierbei ragt der Formgeber
in Höhenrichtung, d. h. in Richtung der Längsachse der Bögen. Der Formgeber liegt
in nicht-aufgestellten Zustand freibeweglich in der Aufnahme vor. In aufgestellten
Zustand liegt mindestens eine Flächenseite des Formgebers senkrecht auf mindestens
einer Wölbfläche auf. Im Sinne der Erfindung bezeichnet eine Wölbfläche insbesondere
eine gewölbte Fläche der Bögen, die vorzugsweise im aufgestellten Zustand vorliegt.
[0022] Es ist bevorzugt, dass die Wölbflächen konvexförmig geformt sind. Es kann jedoch
auch bevorzugt sein, dass die Bögen oder die Wölbflächen plan geformt sind. Eine konvexe
Form der Wölbflächen tritt auf, wenn die Flächen nach außen gewölbt sind. Um diesen
Zustand zu erreichen, wird der Formgeber bzw. der Ständer nach Einbringen in die Aufnahme
gedreht, so dass die schmale Seite des Formgebers an mindestens einer, bevorzugt beiden
Wölbflächen anliegt. Hierdurch werden die Bögen durch den Formgeber auseinander gedrückt,
wobei sich der Abstand zwischen den Ebenen der Bögen vergrößert und eine Wölbung der
Bögen entsteht. Es ist somit bevorzugt, dass sich die Aufnahme in Höhenrichtung hinter
der Öffnung erweitert. Der Formgeber ist vorzugsweise derart gestaltet, dass er aus
der Aufnahme entfernt und wieder in die Aufnahme eingesetzt werden kann. Hierdurch
ist der Formgeber in der Aufnahme beweglich und kann optimal in dieser positioniert
werden.
[0023] Es kann aber auch bevorzugt sein, dass nicht der Ständer sondern die miteinander
verbundenen Bögen gedreht werden. Die Drehung des Ständers ist für eine Person leicht
durchzuführen, da durch die Bögen die erforderliche Hebelwirkung bereitgestellt wird.
Durch die Wölbung vorzugsweise beider Bögen, wird ein dreidimensionales Aussehen der
Standfigur erreicht, durch die auch komplexe Motive darstellbar sind. Es ist bevorzugt,
dass die Figuren selbststehend sind. Die selbststehenden Standfiguren ermöglichen
die Illustration von großen und komplexen Motiven in einer dreidimensionalen Form,
durch die die Motive schnell und auch aus weiter Entfernung wahrnehmbar sind. Durch
die Drehung des Ständers und/oder der Bögen wird erreicht, dass die Wölbflächen jeweils
einen Radius gemessen von dem Mittelpunkt der jeweiligen Wölbfläche bis zum Formgeber
besitzen, der kleiner als die halbe Höhe des Formgeber ist. Somit weist die Standfigur
eine ovale oder runde Form auf, die sich optimal zur Darstellung von flächigen Motiven
eignet.
[0024] Die Standfiguren weisen zahlreiche Vorteile gegenüber den im Stand der Technik offenbarten
Figuren auf. So sind sie beispielsweise selbststehend und weisen trotz hoher Stabilität
ein geringes Gewicht auf. Die Standfiguren bestehen im Wesentlichen aus recycelbaren
Materialien und können kostensparend, auch im Massendruckverfahren hergestellt werden.
Außerdem sind sie leicht aufzubauen und benötigen keine weiteren Mittel oder Werkzeug
zum Aufbau oder zur Darstellung. Die Standfiguren können mit jeglichem Motiv bedruckt
werden und sind auch in unterschiedlichen Formen darstellbar, da die Bögen leicht
zu bearbeiten sind. Demgemäß kann es bevorzugt sein, dass die Bögen in Figuren-, Rund-
oder Ovalform vorliegen. Es können aber auch andere geometrische Formen durch die
Bögen dargestellt werden. Ein wesentlicher Vorteil der Standfiguren ist, dass diese
selbststehend sind und somit keine weitere Aufstellvorrichtung benötigen. Die Bögen
können vollflächig bedruckt werden.
[0025] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Ständer eine Schwenkachse zwischen
Formgeber und Standfläche auf. Der Formgeber ist über eine Schwenkachse mit mindestens
einer Standfläche verbunden. Hierdurch kann der Formgeber zur Standfläche hin oder
weg bewegt werden. Es ist bevorzugt, dass der Formgeber insbesondere im aufgestellten
Zustand der Standfigur in einem Winkel von 90° zur Standfläche steht. Durch die bevorzugte
Drehung des Ständers oder der Bögen kann eine Arretierung des Formgebers in einer
bestimmten Position in der Aufnahme erreicht werden, die eine Wölbung der Bogenflächen
bewirkt. Weiterhin erzielt die Drehung eine Stabilisierung der Standflächen, die mit
dem Formgeber verbunden sind, wodurch die Standfigur stabil vertikal steht. Die Standfläche
kann vorteilhafterweise einteilig, zweiteilig oder mehrteilig aufgebaut sein und über
die Schwenkachse mit dem Formgeber verbunden sein. Somit können Standflächen bereitgestellt
werden, die eine Aufstellung der Standfigur auf jeglichem Untergrund ermöglichen.
[0026] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weisen die Bögen und der Ständer, insbesondere
der Formgeber mindestens eine komplementäre Falzung auf. Eine Falzung bezeichnet im
Sinne der Erfindung eine Knickkante, die mit einem Werkzeug oder einer Maschine hergestellt
wird und durch die der Bogen bevorzugt an dieser Kante knickbar wird. Die Falzung
ist bevorzugt quer zur Längsachse der Bögen horizontal angeordnet. Vorzugsweise weist
der erste Bogen eine Falzung auf, die komplementär zu der des zweiten Bogens ist.
Hierdurch können die Bögen nach deren Verbindung an einer Falzung einheitlich geknickt
werden, wodurch die Standfigur zusammenfaltbar ist.
[0027] Weiterhin ist es bevorzugt, dass der Ständer mindestens eine Falzung aufweist, die
ebenfalls quer zu dessen Längsachse angeordnet ist. In einer bevorzugten Ausführungsform
der Standfigur ist wenigstens eine Falzung des Formgebers und der Bögen abschnittsweise
komplementär zueinander ausgeformt. Wenn der Formgeber durch die Öffnung in die Aufnahme
eingeführt ist, können die Bögen und der Formgeber an einer Falzung geknickt werden,
da wenigstens eine Falzung zwischen den Bögen und dem Formgeber komplementär zueinander
ist. In einem nicht-aufgestellten Zustand können die Bögen und der Formgeber an der
komplementären Falzung geknickt werden, so dass die Flächen zu einer flachen Ebene
reduziert sind. Hierbei werden die Flächen durch die Bögen und die Standfläche gebildet.
Es ist somit eine drastische Reduzierung der Maße, insbesondere der Höhe der Standfigur
möglich, was insbesondere für eine Verpackung oder Versendung der Figur wichtig ist.
Vorzugsweise ist die Standfigur im zusammengeklappten Zustand versendbar.
[0028] Die Erfindung betrifft weiterhin einen modularen Bausatz umfassend eine Standfigur,
wobei die Standfigur in aufgestellten Zustand mindestens zwei bedruckte Wölbfläche
aufweist. Der Bausatz kann an einen Kunden in einem zusammengeklappten Zustand versendet
oder geliefert werden. Der Kunde entfaltet die Standfigur, indem er die Bögen aus
der zusammengeklappten Form in eine entfaltete Form bringt und richtet hierdurch die
Figur auf. Anschließend wird der Ständer oder die Bögen gedreht, wodurch mindestens
eine flache Seite des Formgebers senkrecht auf den Bögen bzw. den Wölbflächen aufliegt
und die Bögen bzw. die Wölbflächen auseinanderdrückt. Hierdurch wird ein Hohlkörper
gebildet, die vorzugsweise beidseitig bedruckt ist, einen innenliegenden Ständer aufweist
und selbststehend ist. Der modulare Bausatz kann versendet und einfach und schnell
von einem Kunden aufgebaut werden.
[0029] Die Erfindung wird nunmehr anhand von Figuren beispielhaft beschrieben, ohne jedoch
auf diese beschränkt zu sein; es zeigt:
- Fig. 1A-C
- Ansichten eines Ständers
- Fig. 2A-B
- Geschlossene und geöffnete Ansicht verbundener Bögen
- Fig. 3
- Einbringung eines Formgebers in eine Aufnahme
- Fig. 4
- Faltbare Standfigur
- Fig. 5A-C
- Aufstellen einer Standfigur
[0030] Fig. 1 zeigt verschiedene Ansichten eines Ständers. Der Ständer 1 weist einen Formgeber
3 und wenigstens eine Standfläche 2 auf. Figur 1A und Fig. 1B zeigen jeweils einen
Ständer 1 mit einer Standfläche 2, wohingegen Fig. 1C einen Ständer 1 mit zwei Standflächen
2 darstellt. Der Ständer 1 ist vorzugsweise aus Pappe, Karton oder einem faltbaren
Material oder Kunststoff gefertigt. Der Formgeber 3 weist vorzugsweise eine Falzung
4 auf, die quer zur Längsrichtung des Formgebers 3 angeordnet ist. Die Standfläche
2 und der Formgeber 3 sind über eine Schwenkachse 11 miteinander verbunden, durch
die eine Bewegung des Formgebers 3 relativ zur Standfläche 2 möglich ist. Hierdurch
kann der Formgeber 3 in bestimmte Bewegungsrichtungen 5 bewegbar sein.
[0031] Fig. 2A und Fig. 2B zeigen eine geschlossene und geöffnete Ansicht verbundener Bögen.
Fig. 2A zeigt zwei miteinander verbundene Bögen 6 in einem geschlossenen Zustand,
wohingegen die Bögen 6 der Fig. 2B in einem geöffneten Zustand vorliegen.
[0032] Die Bögen 6 können mittels einem Druckverfahren mit einem Motiv bedruckt werden und
sind vorzugsweise umlaufend an den Rändern miteinander verbunden, z. B. miteinander
verklebt. An der Unterseite 7 besteht keine Verbindung zwischen den Bögen 6, so dass
eine Öffnung 8 vorliegt. Es kann auch bevorzugt sein, dass weitere Ränder der Bögen
6 nicht miteinander verbunden sind. So kann es beispielsweise vorteilhaft sein, wenn
die Bögen 6 im oberen Bereich offen und nicht verklebt sind. Zwischen den verbundenen
Bögen 6 besteht ein Hohlraum, der eine Aufnahme 9 formt. Die Bögen 6 weisen vorzugsweise
eine horizontale Falzung 4 auf, die quer zur Längsachse der Bögen 6 verläuft. Durch
die Falzung 4 ist eine Knickung der Bögen 6 entlang der Knickkante möglich.
[0033] Fig. 3 stellt eine Einbringung eines Formgebers in eine Aufnahme dar. Der Formgeber
3 kann durch die Öffnung 8, die durch die verbundenen Bögen 6 geformt wird, in die
Aufnahme 9 eingeführt werden. Die Bewegungsrichtung 5 des Formgebers 3 erfolgt in
Höhenrichtung, so dass er in Längsrichtung in die Aufnahme 9 eingeführt wird. Vorzugsweise
wird der Formgeber 3 derart in die Aufnahme 9 eingebracht, dass die Falzung 4 der
Bögen 6 komplementär zur Falzung 4 des Formgebers 3 ist.
[0034] In Fig. 4 ist eine faltbare Standfigur dargestellt. Die Standfigur 10 umfasst einen
Ständer und zwei Bögen 6, die an den Rändern oder Kanten umlaufend miteinander verbunden,
z. B. verklebt sind. Quer zur Längsachse der Bögen 6 ist eine Falzung integriert,
die die Bögen 6 knickbar macht, wobei der in der Aufnahme eingeführte Formgeber ebenfalls
eine Falzung aufweist, die komplementär zur Falzung 4 der Bögen 6 ist. Hierdurch kann
die Standfigur 10 als Ganzes eingeknickt und zusammengefaltet werden, was durch die
Bewegungsrichtung 5 angedeutet ist. Auch die Standfläche 2 kann eingeknickt werden,
so dass diese vorzugsweise eine Ebene mit den eingeknickten Bögen 6 bildet. Dies ist
insbesondere für den Versand der Standfigur als modularer Bausatz vorteilhaft, da
die Standfigur 10 platzsparend verpackt werden kann. Zum Aufbau der Standfigur 10,
kann diese einfach entfaltet werden.
[0035] Fig. 5A-C zeigt beispielhaft das Aufstellen einer Standfigur. Die Standfigur 10 wird
vorzugsweise im zusammengefalteten Zustand versendet. Nach Erhalt der Standfigur 10
kann diese einfach entfaltet werden, indem beispielsweise die Standfigur 10 auf die
Standflächen 2 aufgestellt und das Teil oberhalb der Falzung 4 nach oben geklappt
wird, was durch die Bewegungsrichtung 5 angedeutet ist. In der Aufnahme, die durch
eine Verbindung der Bögen 6 geformt ist, ist der Formgeber angeordnet. Durch eine
Drehung der Bögen 6 (Fig. 5B) oder des Formgebers werden die Flächen der Bögen 6 auseinander
gepresst und Wölbflächen 12 gebildet. Der Formgeber liegt nun mit einer flachen Seite
senkrecht auf den Wölbflächen 12 auf und arretiert in dieser Position. Es ist bevorzugt,
dass die Bögen 6 oder der Formgeber um 45° bis 120°, bevorzugt 60° bis 100°, besonders
bevorzugt 90° gedreht wird. Die Standfigur 10 steht bevorzugt senkrecht zu den Standflächen
2, bzw. senkrecht zu einem Boden und wird durch den Formgeber und die Standflächen
2 in Position gehalten. Dadurch, dass die Standfigur 10 als Hohlkörper ausgeformt
ist und die Bögen 6 Wölbflächen 12 bilden, kann eine räumliche Wirkung des auf den
Bögen 6 gedruckten Motivs erreicht werden. Die Standfigur 10 erhält ein dreidimensionales
Aussehen. Außerdem können beide Bögen 6 der Standfigur 10 bedruckt werden, so dass
die Standfigur 10 eine bedruckte Vorder- und Rückseite aufweist, wobei keine weitere
Halterung zur Aufstellung der Standfigur 10 nötig ist, da die Standfigur 10 durch
den Formgeber und die Standflächen 2 stabil, bevorzugt senkrecht auf einem Boden steht.
Es hat sich herausgestellt, dass die Standfigur 10 eine hohe Stabilität aufweist und
in Abhängigkeit von dem Material der Bögen 6 wind- und wetterfest ist und somit auch
für den Außeneinsatz geeignet ist. Um die Wind- und Wetterbeständigkeit der Bögen
6 bzw. der Standfigur 10 zu verbessern, können die Bögen 6 laminiert vorliegen, wodurch
die Oberfläche der Bögen mit einer weiteren Schicht bedeckt sind und eine längere
Haltbarkeit aufweisen.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 1
- Ständer
- 2
- Standfläche
- 3
- Formgeber
- 4
- Falzung
- 5
- Bewegungsrichtung
- 6
- Bögen
- 7
- Unterseite
- 8
- Öffnung
- 9
- Aufnahme
- 10
- Standfigur
- 11
- Schwenkachse
- 12
- Wölbflächen
1. Standfigur umfassend
a. einen ersten und zweiten Bogen (6),
b. einen Ständer (1), bestehend aus einem Formgeber (3) und mindestens einer Standfläche
(2),
wobei die Bögen (6) umlaufend am Rand zueinander beabstanded verbunden sind und im
aufgestellten Zustand Wölbflächen (12) und eine Aufnahme (9) mit einer Öffnung (8)
aufweisen, wobei in die Aufnahme (8) der Formgeber (3) in Höhenrichtung ragt und mindestens
eine Seite des Formgebers (3) senkrecht auf einer Wölbfläche (12) aufliegt.
2. Standfigur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Standfigur (10) selbststehend ist.
3. Standfigur nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Formgeber (3) in einem Winkel von 90° zur Standfläche (2) steht.
4. Standfigur nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bögen (6) aus Pappe, Karton oder anderen faltbaren Materialien oder Kunststoff
gefertigt sind.
5. Standfigur nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bögen (6) in Figuren-, Rund- oder Ovalform vorliegen.
6. Standfigur nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bögen (6) auf mindestens einer Seite bedruckt sind.
7. Standfigur nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bögen (6) gleich groß sind.
8. Standfigur nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Falzung (4) des Formgebers (3) und der Bögen (6) abschnittsweise
komplementär zueinander ausgeformt sind.
9. Standfigur nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wölbflächen (12) konvexförmig geformt sind.
10. Standfigur nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Aufnahme (9) in Höhenrichtung hinter der Öffnung (8) erweitert.
11. Standfigur nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ständer (1) aus Pappe, Karton oder anderen faltbaren Materialien oder Kunststoff
oder Metall gefertigt sind.
12. Standfigur nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ständer (1) eine Schwenkachse (11) zwischen Formgeber (3) und Standfläche (2)
aufweist.
13. Standfigur nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Standfläche (2) einteilig, zweiteilig oder mehrteilig aufgebaut ist und über
die Schwenkachse (11) mit dem Formgeber (3) verbunden ist.
14. Standfigur nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wölbflächen (12) jeweils einen Radius gemessen von dem Mittelpunkt der jeweiligen
Wölbfläche (12) bis zum Formgeber (3) besitzen, der kleiner als die halbe Höhe des
Formgebers (3) ist.
15. Modularer Bausatz umfassend eine Standfigur nach einem oder mehreren der vorherigen
Ansprüche, wobei die Standfigur (10) in aufgestellten Zustand mindestens zwei bedruckte
Wölbfläche (12) aufweist.