[0001] Die Erfindung betrifft insbesondere einen induktiven Näherungs- oder Abstandssensor.
Solche Sensoren sind beispielsweise aus der
DE 1 03 28 122 A1 oder der
DE 102009037808 A1 bekannt.
[0002] Bei der Verwendung solcher Näherungs- bzw. Abstandssensoren in Sicherheitskritischen
Bereichen wird eine hohe Genauigkeit insbesondere bei sich verändernden Gesamtumständen,
wie beispielsweise Temperaturschwankungen und dgl. gefordert.
[0003] Zwar weisen die bekannten Konstruktionen und Aufbauten durchaus zufriedenstellende
Genauigkeiten auf. Ungeachtet dessen gibt es dennoch Raum und für zusätzliche Verbesserungen
zur Steigerung der Genauigkeit und Zuverlässigkeit.
[0004] Ausgehend davon ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung die nach dem Stand
der Technik bekannten Systeme zu verbessern. Es soll insbesondere ein Sensor, insbesondere
ein Näherungs- bzw. Abstandssensor, mit verbesserter Empfindlichkeit, Genauigkeit
und Zuverlässigkeit angegeben werden, welcher - unter anderem - auch vergleichsweise
einfach und kostengünstig hergestellt werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs. Ausgestaltungen
ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0006] Gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 1 wird ein Sensor mit einer induktiven Sensoreinheit
vorgeschlagen, welche zumindest einen Spulenträger mit einer darauf befindlichen Spulenwicklung
zur Erzeugung eines Magnetfelds und zumindest einen Kern aufweist.
[0007] Dabei erstreckt sich die Spulenwicklung in axialer Richtung unmittelbar angrenzend
an eine erste axiale Anlagefläche des Spulenträgers. Die erste axiale Anlagefläche
kann beispielsweise durch einen flanschartigen Vorsprung oder durch einen, zu einem
flanschartigen Vorsprung führenden Einschnitt im Spulenkörper gebildet sein.
[0008] Vorteilhafter Weise erstreckt sich die Spulenwicklung in Axialrichtung des Spulenträgers
bis zu einer weiteren axialen Anlagefläche, was bedeutet, dass sich die Spulenwicklung
zwischen der ersten und der weiteren axialen Anlagenfläche erstreckt. Konstruktionsbedingt
kann, und wird sich, der Kern üblicherweise über die weitere axiale Anlagefläche hinweg
erstrecken.
[0009] Der Spulenträger als solcher kann im Querschnitt rund, oval, viereckig, rechteckig,
usw. ausgebildet sein. Als Material für den Spulenkörper eignen sich insbesondere
Kunststoffe, wie z. B. PEEK.
[0010] Der Kern ist zumindest teilweise in einer Ausnehmung im Spulenträger konzentrisch
und überlappend mit der Spulenwicklung angeordnet. Konzentrisch soll insbesondere
bedeuten, dass der Kern zentral bzw. mittig in der durch die Spulenwicklung ausgebildeten
Spule liegt. Vorzugsweise ist die Ausnehmung an die äußeren Abmessungen und die äußere
Form des in die Ausnehmung ragenden Abschnitt des Kerns angepasst.
[0011] Der Kern liegt an einer zur ersten axialen Anlagefläche im Wesentlichen koplanaren
zweiten axialen Anlagefläche an. Dadurch, dass die erste und zweite axiale Anlagefläche
koplanar gelegen sind, kann vermieden werden, dass durch Temperaturschwankungen die
relative Lage der an entsprechenden axialen Anlageflächen anliegenden Enden von Spulenwicklung
und Kern verändert wird. Auf diese Weise kann ein gegenüber Temperaturschwankungen
vergleichsweise unempfindlicher Sensor erhalten werden.
[0012] Bei dem vorgeschlagenen Sensor weist zumindest ein mit der Spulenwicklung überlappender
Kernabschnitt ein rechteckförmiges Querschnittsprofil auf. Überraschenderweise wurde
gefunden, dass mit einem solchen Querschnittsprofil eine besonders hohe Genauigkeit
und Zuverlässigkeit erreicht werden kann.
[0013] Unter der Formulierung "ein mit der Spulenwicklung überlappender Kernabschnitt" soll
insbesondere ein Abschnitt des Kerns verstanden werden, welcher sich in der Ausnehmung
befindlich, von der Ebene der ersten axialen Anlagefläche weg axial über die axiale
Erstreckung der Spulenwicklung hinweg erstreckt. Anders ausgedrückt liegt der Kernabschnitt
im Inneren der durch die Spulenwicklung ausgebildeten Spule.
[0014] Die Form der Windungen bzw. Wicklungen der Spule ergibt sich aus der entsprechenden
Form des Spulenträgers. Dieser kann im Bereich der Spulenwicklung insbesondere einen
kreisförmigen, ovalen, polygonen, viereckigen, rechteckigen usw. Querschnitt aufweisen.
Bevorzugt sind Ecken oder Kanten des Spulenträgers im Bereich der Spulenwicklung abgerundet,
so dass Beschädigungen des Spulenmaterials, d. h. des Wickeldrahts, vermieden werden
können.
[0015] Der Kern kann aus einem Metall, insbesondere aus Mu-Metall bzw. Permalloy, hergestellt
sein. Das Spulenmaterial, insbesondere die Wickeldrähte für die Spule, können aus
Kupfer oder einer Kupferlegierung hergestellt sein.
[0016] Nach einer Variante ist das Querschnittsprofil zumindest eines Kernabschnitts ein
Vollprofil. D. h., dass der Kern zumindest einen Kernabschnitt aufweist, welcher aus
Vollmaterial hergestellt ist. Für ein Vollprofil ergibt sich eine besonders vorteilhafte
Empfindlichkeit des Sensors.
[0017] Nach einer anderen Variante ist das Querschnittsprofil zumindest eines Kernabschnitts
des Kerns ein geschlossenes oder ein offenes Hohlprofil. Kerne mit offenen bzw. geschlossenen
Hohlprofilen können vergleichsweise einfach und mit vergleichsweise geringen Kosten
aus einem blechartigen Vormaterial z. B. durch Blechumformung hergestellt werden.
[0018] Ein offenes Hohlprofil kann beispielsweise durch einen U-förmig gebogenen Materialabschnitt
des Kerns ausgebildet sein. Bei einem insgesamt U-förmigen Kern mit zwei Schenkeln
und einer zwischen den Schenkeln verlaufenden Basis, können die Basis als ebener Verbindungssteg
und die Schenkel als U-Profile mit einander zugewandten Öffnungen ausgebildet sein.
Hohlprofile haben den Vorteil, dass das Gewicht des gesamten Sensors deutlich reduziert
werden kann. Rechteckige Hohlprofile ermöglichen durchaus ausreichende Sensorgenauigkeiten
und Zuverlässigkeiten.
[0019] Nach einer besonders bevorzugten Variante wird der Kern durch eine Kraft, vorzugsweise
eine elastische Kraft, bevorzugt eine Federkraft, auf die zweite axiale Anlagefläche
gedrückt. Auf diese weise können Spannungen und Verspannungen, die bei anderen Befestigungsarten
bei Temperaturschwankungen ansonsten durch unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten
von Kern und Spulenträger verursacht würden, vermieden werden.
[0020] Nach einer weiteren Variante ist der Kern als U-Kern ausgebildet. Im Falle eines
U-Kerns mit zwei Schenkeln und einer die Schenkel verbindenden Basis ist jeder Schenkel
zumindest teilweise in einer Ausnehmung eines jeweiligen Spulenträgers angeordnet,
derart, dass der jeweilige Schenkel konzentrisch, d. h. mittig bzw. zentral, zur Spulenwicklung
und mit der Spulenwicklung überlappend gelegen ist.
[0021] Im Falle eines U-Kerns kann die Basis als eine Art Grundplatte ausgebildet sein,
von welcher die Schenkel in gleicher Richtung vorspringen. Ein Anpressen des Kerns
an die zweiten axialen Anlageflächen bedeutet in diesem Fall, dass die Schenkel, genauer
von der Basis abgewandt gelegene Stirnseiten der Schenkel, an bzw. auf die zweite
axiale Anlagefläche gedrückt werden. Dazu kann die Basis selbst mit einer Kraft, insbesondere
einer elastischen Kraft, insbesondere einer Federkraft, beaufschlagt werden.
[0022] Nach einer weiteren Variante wird der Kern, insbesondere der U-Kern, mittels eines
mit dem zumindest einen Spulenträger lösbar verbindbaren, insbesondere verrastbaren,
Halteelements gehaltert. Das Halteelement kann beispielsweise an einer den ersten
und zweiten axialen Anlageflächen abgewandt gelegenen Seite des Spulenträgers gelegen
sein. Entsprechend können Befestigungsmittel für das Halteelement, beispielsweise
Schnappelemente und dergleichen, vorgesehen sein, die insbesondere eine besonders
einfache Montage ermöglichen.
[0023] Insbesondere ist es möglich, dass eine den Kern bzw. die Schenkel in jeweilige Ausnehmungen,
bzw. auf die jeweiligen zweiten axialen Anlageflächen drückende bzw. pressende Kraft
durch das Halteelement und/oder durch eine das Halteelement beaufschlagende elastische
Kraft, insbesondere eine Federkraft, insbesondere eine das Halteelement gegen den
zumindest einen Spulenträger drückende Kraft, erzeugt wird. Durch ein federndes bzw.
elastisches Anpressen des Kerns an die jeweiligen zweiten axialen Anlageflächen können
der Kern und der Spulenträger einerseits ausreichend fest miteinander verbunden werden.
Andererseits ist die Verbindung zwischen Kern und Spulenträger ausreichend elastisch,
so dass durch unterschiedliche thermische Ausdehnungskoeffizienten hervorgerufene
Spannungen und Verspannungen in einem weiten Temperaturbereich vermieden werden können.
[0024] Eine Federkraft, welche den Kern bzw. die Schenkel in Richtung der jeweiligen zweiten
axialen Anlagefläche presst kann beispielsweise durch eine vom Sensor umfasste Feder
erzeugt werden, welche das Halteelement unmittelbar, und damit den dem Halteelement
nachgeschalteten Kern mittelbar, mit einer Federkraft beaufschlagt.
[0025] Nach einer weiteren Variante weist der Sensor des Weiteren ein Gehäuse auf, in welchem
der zumindest eine Spulenträger und Kern aufgenommen sind. Vorzugsweise ist das Gehäuse
derart ausgebildet, dass die Feder, mit welcher das Halteelement mit Federkraft beaufschlagt
werden kann, am Halteelement einerseits und am Gehäuse andererseits abgestützt ist.
[0026] Nach einer noch weiteren Variante weist der zumindest eine Spulenträger eine, der
Ausnehmung abgewandt gelegene axiale Stirnfläche auf, welche, vorzugsweise durch die
Feder, gegen eine Gehäuseinnenwandung des Gehäuses gedrückt wird. Dadurch können in
einfacher Weise, und insbesondere durch eine einzige Feder, der Kern in Richtung Spulenträger
und damit der Spulenträger in Richtung und auf die Gehäuseinnenwandung gepresst werden.
Das ist von besonderem Vorteil im Hinblick auf unterschiedliche Längenänderungen von
Gehäuse, Spulenträger und Kern bei Temperaturänderungen. Ferner kann erreicht werden,
dass Gehäuseinnenwandung und axiale Stirnfläche sowie Stirnfläche der Schenkel und
zweite axiale Anlagefläche stets spiel- und spaltfrei aneinander anliegen.
[0027] Insgesamt zeigt sich, dass der vorgeschlagene Sensor, welcher als Abstands- oder
Näherungssensor verwendet werden kann, vergleichsweise einfach und kostengünstig hergestellt
werden kann. Ferner kann der Sensor automatisiert, insbesondere in Massenfertigung,
hergestellt werden. Darüber hinaus weist der vorgeschlagene Sensor eine vorteilhafte
Genauigkeit und Zuverlässigkeit auf.
[0028] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der anliegenden Zeichnungen
näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Explosionsdarstellung eines Sensors;
- Fig. 2
- eine erste Schnittansicht des Sensors;
- Fig. 3
- eine zweite Schnittansicht des Sensors;
- Fig. 4
- den Sensor im montierten Zustand;
- Fig. 5
- eine erste Ausführungsform des Kerns; und
- Fig. 6
- eine zweite Ausführungsform des Kerns
- Fig. 7
- zwei Spulenträger des Näherungssensors;
- Fig. 8
- die Spulenträger mit Kern;
- Fig. 9
- die Spulenträger mit Kern und Halteelement; und
- Fig. 10
- ein Detail des Spulenträgers und Halteelements;
[0029] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente durchwegs mit den gleichen
Bezugszeichen bezeichnet. Die Figuren sind nicht zwingend maßstabsgetreu, und Maßstäbe
zwischen einzelnen Figuren können variieren. Ferner wird ein in den Figuren gezeigter
Sensor als Näherungs- oder Abstandssensor zumindest nur insoweit beschrieben, als
zum Verständnis der Erfindung erforderlich ist. Im Allgemeinen kann der Näherungs-
bzw. Abstandssensor weitere, im Folgenden nicht weiter beschriebene oder erwähnte
Elemente aufweisen.
[0030] Fig. 1 zeigt eine Explosionsdarstellung eines Näherungs- oder Abstandssensors 1,
welcher im Folgenden als Näherungssensor 1 bezeichnet wird. Der Näherungssensor 1
umfasst ein Gehäuse mit einem Gehäusedeckel 2 und einen in eine bodenseitige Öffnung
3 des Gehäusedeckels 2 einsetzbaren Gehäuseboden 4.
[0031] In dem Gehäuse sind eine induktive Sensoreinheit 5 und eine die Sensoreinheit 5 mit
einer Federkraft beaufschlagende Feder 6 aufgenommen.
[0032] Die Sensoreinheit 5 umfasst zwei Spulenträger 7 mit je einer Spulenwicklung 8. Ferner
umfasst die Sensoreinheit 5 einen U-förmigen Kern 9 , sprich einen U-Kern 9, und ein
Halteelement 10. Mittels des Halteelements 10 wird der U-Kern 9 an den Spulenträgern
7 gehaltert. Die Sensoreinheit 5 umfasst ferner noch eine in das Halteelement 5 einschraubbare
Kalibrierschraube 10. Fig. 2 und 3 zeigen Schnittansichten des Näherungssensors 1.
Wie aus Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, ist die Feder 6 bogenartig ausgebildet und stützt
sich an ihren Enden an Gehäüsevorsprüngen 12 gegenüberliegender Innenseiten des Gehäusedeckels
2 ab.
[0033] Die Feder 6 beaufschlagt unmittelbar das Halteelement 10, mittelbar die Sensoreinheit
5 mit einer Federkraft derart, dass die Sensoreinheit 5, genauer die Spulenträger
7 in den Gehäusedeckel 2 hinein gedrückt werden. Genauer werden obere Stirnflächen
13 der Spulenträger 7 innenseitig gegen den Gehäusedeckel 2 gedrückt, was insbesondere
auch aus Fig. 3 sowie aus und Fig. 4, welche den Näherungssensor 1 im montierten Zustand
zeigt, ersichtlich ist.
[0034] Insbesondere aus Fig. 2 bis 4 ist auch ersichtlich, dass sich die Spulenwicklung
8 unmittelbar angrenzend an einen stirnseitig gelegenen Axialflansch 15 in axialer
Richtung 14 erstreckt. Der Spulenträger 7 weist anschließend an den Axialflansch 15
in axialer Richtung eine umlaufende Vertiefung auf, in welcher die Spulenwicklung
8 aufgenommen ist. Die Spulenwicklung 8 liegt unmittelbar am Axialflansch 15 an, welcher
für die Spulenwicklung 8 damit eine erste axiale Anlagefläche 16 ausbildet.
[0035] Der U-Kern 9, genauer zwei von einer Basis 17 des U-Kerns 9 vorspringende Schenkel
18 sind in jeweilige Ausnehmungen 22 der Spulenträger 7 eingeführt. Die Schenkel 18
liegen etwa konzentrisch in den Ausnehmungen 22 und überlappen im Bereich umlaufenden
Vertiefung mit der jeweiligen Spulenwicklung 8. Vorzugsweise füllen die Schenkel 18
die Ausnehmungen 22 im Wesentlichen voll aus.
[0036] Die Schenkel 18, genauer In Richtung der oberen Stirnfläche 13 des Spulenträgers
7 weisende Schenkel-Stirnflächen 19 der Schenkel 18, liegen in den Ausnehmungen 22
an zweiten axialen Anlagenflächen an, welche jeweils zu den ersten axialen Anlageflächen
16 im Wesentlichen koplanar sind, Die zweiten axialen Anlageflächen werden durch die
Böden der Ausnehmungen 22 gebildet und liegen im Wesentlichen in einer Ebene mit der
ersten axialen Anlagefläche 16. Anders ausgedrückt reichen die Ausnehmungen 22 bis
zu der Ebene, in welcher die erste axiale Anlagefläche 16 liegt. Das führt dazu, dass
die relative Lage der oberen, d. h. die der ersten 16 und zweiten axialen Anlagefläche
zugewandten, Kanten der Schenkel 18 und Spulenwincklungen 8 stets auf gleichem Niveau
liegen. Dadurch kann im Wesentlichen unabhängig von temperaturbedingten Längenänderungen
des Spulenträgers 7 und der Schenkel 18 usw. eine besonders genaue und exakte Betriebsweise
erzielt werden.
[0037] Fig. 5 zeigt eine erste Ausführungsform des U-Kerns 9. Daraus ist erkennbar, dass
die Schenkel 18 an voneinander entfernten Enden der Basis 17 gelegen sind und in gleiche
Richtung von der Basis 17 vorspringen. Im vorliegenden Beispiel weisen die Schenkel
18 über deren gesamte Länge ein rechteckförmiges Querschnittsprofil, d. h. einen rechteckförmigen
Axialschnitt auf. Der Axialschnitt ist im vorliegenden Beispiel bei genauerer Betrachtung
in Form eines Quadrats mit abgerundeten Ecken, was im Sinne der Erfindung insbesondere
als "rechteckförmig" verstanden werden soll.
[0038] Der U-Kern 9, insbesondere die Schenkel 18, ist/sind im Beispiel der Fig. 5 aus Vollmaterial
hergestellt, d. h. dass das Axialprofil bzw. Querschnittsprofil ein Vollprofil ist.
Kerne dieser Art können insbesondere aus Vollmaterial hergestellt werden.
[0039] Fig. 6 zeigt eine zweite Ausführungsform des U-Kerns 9. Im Unterschied zum U-Kern
9 der Fig. 5 ist das Axialprofil der Schenkel 18 der Fig. 6 ein offenes Hohlprofil.
Bei dem Hohlprofil handelt es sich konkret um ein U-Profil. Das U-Profil wird gebildet
durch eine sekundäre Basis 20 und zwei sekundäre Schenkel 21, die im unteren Bereich,
d. h. im Bereich der Fußpunkte der Schenkel 21 seitlich an der Basis 17 anliegen.
Die Öffnungen der U-Profile der beiden Schenkel 18 sind vorliegend einander zugewandt.
[0040] Ein solcher U-Kern 9 mit offenem Hohlprofil kann beispielsweise durch Materialumformung
aus einer blechartigen, ebenen Vorform hergestellt werden. Die Vorform selbst kann
beispielsweise durch Stanzen, Schneiden, insbesondere Laserschneiden und andere Verfahren
hergestellt sein.
[0041] Ein etwa in der Mitte der Basis 17 befindliches Loch ist zum Durchgriff der Kalibrierschraube
11 vorgesehen. Im Bereich des Lochs ist die Basis 17 des in Fig. 6 gezeigten U-Kerns
9 lateral verbreitert, wodurch erhöhte mechanische Stabilität erreicht werden kann.
Die Verbreiterung ist derart ausgebildet, dass die Verbreiterungsstege lateral nicht
über das Niveau der sekundären Schenkel 21 hinausragen.
[0042] Es hat sich gezeigt, dass insbesondere mit den oben beschriebenen U-Kernen 9 eine
besonders gute Empfindlichkeit, Genauigkeit und Zuverlässigkeit erreicht werden kann.
[0043] Insbesondere im Hinblick auf Figuren 7 bis 10 wird nachfolgend genauer auf den Zusammenbau
und Aufbau des Näherungssensors 1 bzw. der Sensoreinheit 5 eingegangen.
[0044] Fig. 7 zeigt beispielhaft zwei Spulenträger 7 des Näherungssensors 1 bzw. der Sensoreinheit
5. Die Spulenträger 7 weisen, wie bereits erwähnt, zur Form der Schenkel 18 korrespondierende,
axial etwa mittig gelegene rechteckige Ausnehmungen 22 auf, in welche die Schenkel
18 des U-Kerns 9 eingeführt werden bzw. sind. Ferner weisen die Spulenträger 7 jeweils
einen quer zur axialen Richtung 14 verlaufenden Einschnitt 23 auf, der, wie weiter
unten noch näher ausgeführt wird, im Zusammenhang mit der Fixierung des U-Kerns 9
an den Spulenträgern 7 von Relevanz ist.
[0045] Die axiale Tiefe der Ausnehmungen 22 und die Länge der Schenkel 18 bzw. die Länge
der über die Basis 17 überstehenden Abschnitte der Schenkel 18, sind derart aneinander
angepasst, dass die Schenkel-Stirnflächen 19 an den zweiten axialen Anlageflächen,
welche koplanar mit den ersten axialen Anlageflächen 16 sind, anliegen.
[0046] Fig. 8 zeigt die Spulenträger 7 mit eingesetztem U-Kern 9. Wie in Fig. 8 zu sehen
ist, weisen die Einschnitte 23 in axialer Richtung 14 eine Tiefe auf, welche größer
ist als die Dicke der Basis 17. Die Basis 17 füllt also die Höhe der Einschnitt 23
nicht vollständig aus, so dass oberhalb der Basis 17 Raum für das Halteelement 10
verbleibt.
[0047] Fig. 9 zeigt die Spulenträger 7 mit eingesetztem U-Kern 9 und Halteelement 10. Das
Halteelement 10 ist in die Einschnitte 23 eingesetzt. Die Spulenträger 7 und das Halteelement
10 sind lösbar miteinander verbunden; im vorliegenden Fall mittels Rastelementen miteinander
verrastet. Das Halteelement 10, die Einschnitte 23 und die Rastelemente sind derart
ausgebildet und eingerichtet, dass bei verrastetem Halteelement 10 der U-Kern 9 und
die Spulenträger 7 aneinander gedrückt bzw. gepresst werden. Auf diese Weise werden
die Schenkel-Stirnflächen 19 auf die zweite axiale Anlagefläche gedrückt bzw. gepresst.
[0048] Die Verrastung zwischen Spulenträger 7 und Halteelement 10 ist in Fig. 10, welche
den in Fig. 9 markierten Abschnitt vergrößert zeigt, im Detail dargestellt. Als Rastelemente
weisen die Spulenträger 7 erste Rastnasen 24 und das Halteelement 10 weist korrespondierende
zweite Rastnasen 25 auf, die bei eingesetztem Halteelement 10 miteinander verrasten.
[0049] Die Spülenträger 7, insbesondere die Einschnitte 23, das Halteelement 10 und die
ersten 24 und zweiten Rastnasen 25 sind derart ausgebildet und angeordnet, dass der
U-Kern 9 ohne Spiel zwischen Spulenträgern 7 und Halteelement 10 liegt, und dass die
Schenkel-Stirnflächen 19 stets auf der zweiten axialen Anlagefläche zumindest aufliegen,
bevorzugt auf die zweiten axialen Anlageflächen gedrückt werden. Dadurch bleibt die
relative Lage der der ersten 16 und zweiten axialen Anlagefläche zugewandten Kanten
der Spulenwicklungen 8 und U-Kerne 9 konstant, insbesondere bei temperaturschwankungsbedingten
Längenänderungen der Komponenten des Näherungssensors 1 bzw. der Sensoreinheit 5.
Dadurch kann die Genauigkeit und Zuverlässigkeit des Näherungssensors 1 maßgeblich
verbessert werden.
[0050] Der Spulenträger und das Halteelement 10 sind vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial,
z. B. PEEK, hergestellt. Insbesondere diesem Fall kann durch die Schnappverbindung
zwischen Spulenträgern 7 und Halteelement 10 eine elastische Kraft erzeugt werden,
welche den U-Kern 9 in Richtung der zweiten axialen Anlagefläche drückt. Elastische
Kräfte sind für die bereits angesprochenen Längenänderungen der Komponenten des Näherungssensors
1 bei Temperaturschwankungen von Vorteil, denn es kann trotz unterschiedlicher thermischer
Ausdehnungskoeffizienten von Spulenträgern 7 und U-Kernen 9 stets erreicht werden,
dass der U-Kern 9 in Richtung der zweiten axialen Anlagefläche gedrückt wird.
[0051] Damit die oberen Stirnflächen 13 der Sensoreinheit 5, genauer der Spulenträger 7,
stets an der entsprechenden Gehäuseinnenwandung anliegen, wird, wie insbesondere aus
Fig. 1 bis 4 ersichtlich ist, die Sensoreinheit 5 mittels der Feder 6, sprich mittels
einer elastischen Kraft, in Richtung der Gehäuseinnenwandung gedrückt. Diese Kraft
wirkt zusätzlich und unterstützend zu der durch das Halteelement 10 zwischen U-Kern
9 und Spulenträger 7 wirkenden Kraft auch dahingehend, dass die Schenkel-Stirnflächen
19 gegen die zweite axiale Anlagefläche gedrückt werden. Darüber hinaus wird durch
diese Kraft die Sensoreinheit 5 im Gehäuse ausreichend fixiert. Insbesondere kann
auch bei temperaturbedingten Längenänderungen von Sensoreinheit 5 und Gehäuse sichergestellt
werden, dass die Sensoreinheit 5 an der Gehäuseinnenwandung und die Schenkel-Stirnflächen
19 an der zweiten axialen Anlagefläche in axialer Richtung 14 stets spalt- und spielfrei
anliegen.
[0052] Insgesamt zeigt sich, dass mit dem Näherungssensor 1 im Speziellen, dem Sensor im
Allgemeinen, insbesondere durch Aufbau und Geometrie des Sensors und dessen einzelner
Komponenten, die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe gelöst wird.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 1
- Näherungssensor
- 2
- Gehäusedeckel
- 3
- bodenseitige Öffnung
- 4
- Gehäuseboden
- 5
- Sensoreinheit
- 6
- Feder
- 7
- Spulenträger
- 8
- Spulenwicklung
- 9
- U-Kern
- 10
- Halteelement
- 11
- Kalibrierschraube
- 12
- Gehäusevorsprung
- 13
- obere Stirnfläche
- 14
- axiale Richtung
- 15
- Axialflansch
- 16
- erste axiale Anlagefläche
- 17
- Basis
- 18
- Schenkel
- 19
- Schenkel-Stirnfläche
- 20
- sekundäre Basis
- 21
- sekundärer Schenkel
- 22
- Ausnehmung
- 23
- Einschnitt
- 24
- erste Rastnase
- 25
- zweite Rastnase
1. Sensor (1) mit einer induktiven Sensoreinheit (5) umfassend zumindest einen Spulenträger
(7) mit einer darauf befindlichen Spulenwicklung (8) zur Erzeugung eines Magnetfelds
und zumindest einen Kern (9), wobei sich die Spulenwicklung (8) in axialer Richtung
unmittelbar angrenzend an eine erste axiale Anlagefläche (16) des Spulenträgers (7)
erstreckt, wobei der Kern (9) zumindest teilweise in einer Ausnehmung (22) im Spulenträger
(7) konzentrisch und überlappend mit der Spulenwicklung (8) angeordnet ist und an
einer zur ersten axialen Anlagefläche (16) koplanaren zweiten axialen Anlagefläche
anliegt, wobei zumindest ein mit der Spulenwicklung (8) überlappender Kernabschnitt
des zumindest einen Kerns (9) ein rechteckförmiges Querschnittsprofil aufweist.
2. Sensor (1) nach Anspruch 1, wobei das Querschnittsprofil zumindest eines Kernabschnitts
ein Vollprofil ist.
3. Sensor (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Querschnittsprofil zumindest
eines Kernabschnitts ein geschlossenes oder ein offenes Hohlprofil ist.
4. Sensor (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Kern (9) durch eine Kraft,
vorzugsweise eine elastische Kraft, bevorzugt eine Federkraft, in Richtung der zweiten
axialen Anlagefläche gedrückt wird.
5. Sensor (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Kern (9) als U-Kern (9)
mit zwei Schenkeln (18) und einer die Schenkel (18) verbindenden Basis (17) ausgebildet
ist, wobei jeder Schenkel (18) zumindest teilweise in einer Ausnehmung (22) eines
jeweiligen Spulenträgers (7), vorzugsweise konzentrisch, überlappend mit der Spulenwicklung
(8) angeordnet sind.
6. Sensor (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei von der Basis (17) abgewandt
gelegene Stirnseiten (19) der Schenkel (18), bevorzugt durch Beaufschlagung der Basis
(17) mit einer Kraft, auf jeweilige zweite axiale Anlageflächen gedrückt werden.
7. Sensor (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Kern (9), insbesondere
der U-Kern (9), mittels eines mit dem zumindest einen Spulenträger (7) lösbar verbindbaren,
insbesondere verrastbaren, Halteelements (10) gehaltert wird.
8. Sensor (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine den Kern (9) bzw. die
Schenkel (18) in jeweilige Ausnehmungen (22) und/oder die Sensoreinheit (5) in Richtung
der Gehäuseinnenwandung eines Gehäuses (2, 4,) des Sensors (1) drückende Kraft durch
das Halteelement (10) und/oder durch eine das Halteelement (10) beaufschlagende elastische
Kraft, insbesondere eine Federkraft, insbesondere eine das Halteelement (10) gegen
den zumindest einen Spulenträger (7) drückende Kraft, erzeugt wird.
9. Sensor (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, umfassend des Weiteren eine das
Halteelement (10) mit einer Federkraft beaufschlagende Feder (6).
10. Sensor (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, umfassend des Weiteren ein Gehäuse
(2, 4), in welchem der zumindest eine Spulenträger (7) und Kern (9) aufgenommen sind,
wobei vorzugsweise die Feder (6) am Halteelement (10) einerseits und am Gehäuse (2)
andererseits abgestützt ist.
11. Sensor (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der zumindest eine Spulenträger
(7) eine, der Ausnehmung (22) abgewandt gelegene axiale Stirnfläche (13) aufweist,
welche, vorzugsweise durch die Feder (6), gegen eine Gehäuseinnenwandung des Gehäuses
(2) gedrückt wird.