[0001] Die Erfindung betrifft ein optisch variables Sicherheitselement zur Absicherung von
Wertgegenständen. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Herstellung eines derartigen Sicherheitselements sowie ein Sicherheitspapier und
einen Datenträger mit einem solchen Sicherheitselement.
[0002] Datenträger, wie Wert- oder Ausweisdokumente, aber auch andere Wertgegenstände, wie
etwa Markenartikel, werden zur Absicherung oft mit Sicherheitselementen versehen,
die eine Überprüfung der Echtheit des Datenträgers gestatten und die zugleich als
Schutz vor unerlaubter Reproduktion dienen. Die Sicherheitselemente können beispielsweise
in Form eines in eine Banknote eingebetteten Sicherheitsfadens, einer Abdeckfolie
für eine Banknote mit Loch, eines aufgebrachten Sicherheitsstreifens, eines selbsttragenden
Transferelements oder auch in Form eines direkt auf ein Wertdokument aufgedruckten
Merkmalsbereichs ausgebildet sein.
[0003] Eine besondere Rolle bei der Echtheitsabsicherung spielen Sicherheitselemente, die
betrachtungswinkelabhängige visuelle Effekte zeigen, da diese selbst mit modernsten
Kopiergeräten nicht reproduziert werden können. Die Sicherheitselemente werden dazu
mit optisch variablen Elementen ausgestattet, die dem Betrachter unter unterschiedlichen
Betrachtungswinkeln einen unterschiedlichen Bildeindruck vermitteln und beispielsweise
je nach Betrachtungswinkel einen anderen Farb- oder Helligkeitseindruck und/oder ein
anderes graphisches Motiv zeigen.
[0004] In diesem Zusammenhang ist bekannt, Sicherheitselemente mit mehrschichtigen Dünnschichtelementen
einzusetzen, deren Farbeindruck sich für den Betrachter mit dem Betrachtungswinkel
ändert, und beim Kippen des Sicherheitsmerkmals beispielsweise von Grün nach Blau,
von Blau nach Magenta oder von Magenta nach Grün wechselt. Das Auftreten derartiger
Farbänderungen beim Verkippen eines Sicherheitselements wird im Folgenden als Farbkippeffekt
bezeichnet.
[0005] Aus der Druckschrift
WO 02/073250 A2 sind optisch variable Dünnschichtelemente bekannt, in deren Schichtaufbau zumindest
eine Magnetschicht integriert ist. Die magnetischen Eigenschaften dieser optisch variablen
Dünnschichtelemente können dann als zusätzliches Echtheitskennzeichen verwendet werden.
[0006] In der Druckschrift
EP 1780 040 A2 ist ein Sicherheitselement beschrieben, bei dem in einem Teilbereich magnetisch ausgerichtete
Pigmentteilchen vorliegen, die einen kinematischen visuellen Effekt erzeugen. Die
magnetisch ausgerichteten Pigmentteilchen können dabei insbesondere auch optisch variable
Eigenschaften aufweisen.
[0007] Die Druckschrift
EP 1 669 213 A1 offenbart ein Sicherheitselement mit einer Beschichtung, die aus bestimmten Betrachtungsrichtungen
transparent erscheint und einen visuellen Zugang zu der darunterliegenden Information
gibt, während sie aus anderen Betrachtungswinkeln opak bleibt.
[0008] Die Druckschrift
WO 2004/024836 A2 betrifft diffraktive Pigmentflocken, die selektiv ausrichtet sind, um ein Bild zu
formen. In einer Ausgestaltung weisen die Flocken eine magnetische Schicht auf und
sind so geformt, dass sie die Ausrichtung in einem Magnetfeld ermöglichen. In einer
anderen Ausgestaltung enthalten die Flocken eine magnetisch diskontinuierliche Schicht.
[0009] Die Druckschrift
EP 1 806 238 A2 betrifft einen optisch variablen Artikel, bei dem auf einer Oberfläche zwei beabstandete
optische Einrichtungen vorgesehen sind. Eine optische Einrichtung enthält diffraktive
Flocken, die zweite optische Einrichtung enthält nicht-diffraktive Flocken, die andere
spezielle Effekteigenschaften, wie etwa einen Farbkippeffekt aufweisen können. Bei
einem Einfallswinkel oder einem Betrachtungswinkel nahe der Senkrechten stimmen die
Farben der optischen Einrichtungen überein, bei anderen Winkeln stimmen sie nicht
überein. Die diffraktiven Flocken sind vorzugsweise magnetisch ausgerichtet, so dass
die Gitterstrukturen parallel sind.
[0010] Die Druckschrift
WO 2007/120683 A2 ist ein Dokument nach Artikel 54 (3) EPÜ. Sie betrifft ein Sicherheitsbild, das gebildet
ist aus Flocken mit einer ersten Farbe, gleichmäßig gemischt innerhalb eines Trägers
mit Flocken einer zweiten Farbe. Die Flocken mit der zweiten Farbe sind magnetisch
ausrichtbar und die Flocken mit der ersten Farbe sind nichtmagnetisch und richten
sich nicht in einem magnetischen Feld aus.
[0011] Die Druckschrift
EP 1 970 753 A1 ist ein Dokument nach Artikel 54 (3) EPÜ. Sie stellt ein Identifikationsmedium mit
einer Schichtstruktur bereit, umfassend laminierte Schichten aus einer magnetisch
kontrollierbaren Schicht, in der magnetische Mikrokapseln verteilt sind ,und einer
farbkippenden Schicht.
[0012] Ausgehend davon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Sicherheitselement
der eingangs genannten Art weiter zu verbessern und insbesondere ein Sicherheitselement
mit einem attraktiven visuellen Erscheinungsbild und hoher Fälschungssicherheit zu
schaffen, das zudem eine intelligente Kombination mit weiteren, insbesondere darunterliegenden
Sicherheitsmerkmalen erlaubt.
[0013] Diese Aufgabe wird durch das Sicherheitselement mit den Merkmalen des Hauptanspruchs
gelöst. Ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung eines derartigen Sicherheitselements,
ein Sicherheitspapier und ein Datenträger mit einem solchen Sicherheitselement sind
in den nebengeordneten Ansprüchen angegeben. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der abhängigen Ansprüche.
[0014] Gemäß der Erfindung weist ein gattungsgemäßes Sicherheitselement eine zumindest bereichsweise
transluzente, optisch variable Farbschicht auf, die ein Motiv in Form von Mustern,
Zeichen oder einer Codierung zeigt, und bei dem die Farbschicht des Sicherheitselements
erste, optisch variable Effektpigmente und zweite, magnetisch ausrichtbare Effektpigmente
enthält, die magnetisch in Form des darzustellenden Motivs ausgerichtet sind.
[0015] Ein solches Sicherheitselement bietet eine Kombination attraktiver visueller Effekte,
nämlich einerseits des optisch variablen Effekts der ersten Effektpigmente und andererseits
des durch die magnetische Ausrichtung der zweiten Effektpigmente erzeugten Motivs,
welches ein ausgeprägtes dreidimensional anmutendes Erscheinungsbild aufweist. Durch
ihre zumindest bereichsweise vorliegende Transluzenz kann die optisch variable Farbschicht
darüber hinaus mit weiteren darunterliegenden Sicherheitsmerkmalen, wie etwa einer
informationsführenden Druckschicht oder einem Durchsichtsbereich kombiniert werden.
[0016] Im Rahmen der vorliegenden Beschreibung bedeutet "transluzent" durchscheinend im
Sinn einer gewissen oder vollständigen Lichtdurchlässigkeit und schließt somit auch
Transparenz mit ein. Eine transluzente Schicht erlaubt es, die hinter bzw. unter ihr
befindlichen Objekte wahrzunehmen, auch wenn durch die transluzente Schicht die Helligkeit
der Objekte reduziert und/oder die Farbe der Objekte verändert sein kann. Ist die
Lichtdurchlässigkeit einer Schicht dagegen so gering, dass die hinter bzw. unter ihr
befindlichen Objekte nicht mehr erkennbar sind, ist sie nicht mehr transluzent, sondern
wird als opak oder deckend bezeichnet.
[0017] Die Erfindung beruht nun auf dem Gedanken, eine Farbschicht mit zwei verschiedenen
Effektpigmenten mit unterschiedlichen spezifischen Eigenschaften einzusetzen. Die
ersten Effektpigmente sind dabei optisch variabel, während die zweiten Effektpigmente
magnetisch ausrichtbar sind. Im Wesentlichen nur letztere, nicht aber die ersten Effektpigmente
werden bei der Ausrichtung durch ein externes Magnetfeld in Form des darzustellenden
Motivs magnetisch orientiert.
[0018] Diese Entkoppelung der optisch variablen und der magnetischen Eigenschaften erlaubt
eine kostengünstige Herstellung, da Effektpigmente, die optisch variable und magnetische
Eigenschaften in sich vereinen, einen höheren Herstellungsaufwand und damit auch einen
höheren Kostenaufwand erfordern. Daneben sind derartige Effektpigmente typischerweise
deckend, so dass eine intelligente Kombination mit anderen Druckverfahren oder Druckfarben
nur sehr eingeschränkt möglich ist. Zudem stellt der erforderliche Schichtaufbau der
Pigmente und die damit einhergehende selektive Reflexion stringente Anforderungen
an die möglichen Schichtdicken des magnetischen Materials. Dies führt zu Beschränkungen
bei den magnetischen Eigenschaften, insbesondere der Remanenz und der Koerzitivfeldstärke,
die eine Erzeugung maschinenlesbarer Sicherheitselemente schwierig machen.
[0019] In der Erfindung enthält die optisch variable Farbschicht ein Pigmentgemisch mit
den ersten und zweiten Effektpigmenten.
[0020] Die ersten Effektpigmente sind auf der Basis von cholesterochen flüssigkristallinen
Polymeren hergestellte Pigmente
[0021] Die zweiten Effektpigmente sind bevorzugt auf Basis von hochreinem Eisenpulver gebildet
und können beispielsweise aus reduzierend behandeltem Carbonyleisenpulver hergestellt
sein. Vorteilhafte plättchenförmige Eisenpigmente können insbesondere der Druckschrift
EP 1 251 152 B1 entnommen werden, deren Offenbarung zur Herstellung und Eigenschaften solcher Pigmente
in die vorliegende Beschreibung aufgenommen wird.
[0022] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die zweiten Effektpigmente
hartmagnetisch und erlauben so auf besonders zuverlässige Weise ein maschinelles magnetisches
Auslesen des dargestellten Motivs. Vorzugsweise sind die zweiten Effektpigmente dazu
in Form einer maschinenlesbaren magnetischen Codierung, wie etwa eines Barcodes, ausgerichtet.
Selbstverständlich können die zweiten Effektpigmente grundsätzlich auch weichmagnetisch
sein, wenngleich weichmagnetische Effektpigmente für das maschinelle magnetische Auslesen
nicht so gut geeignet sind wie hartmagnetische Pigmente.
[0023] Bevorzugt sind die zweiten Effektpigmente nicht-sphärisch, beispielsweise nadelförmig
ausgebildet. Besonders bevorzugt sind Effektpigmente, die eine Plättchenform aufweisen.
Im Weiteren wird der größte Durchmesser eines nicht-sphärischen Pigments als Länge
oder Größe des Pigments bezeichnet, während die Dicke des Pigments als Pigmentdicke
bezeichnet wird. Im Allgemeinen wird die Dicke der Pigmente mit dem kleinsten Durchmesser
des Pigments identisch sein. Im Weiteren werden die Begriffe Länge, Größe und größter
Durchmesser des Pigments sowie Dicke und kleinster Durchmesser des Pigments synonym
verwendet. Das Verhältnis des größten zum kleinsten Durchmesser, also das Durchmesser-zu-Dickenverhältnis
der nicht-sphärischen zweiten Effektpigmente beträgt vorzugsweise mehr als 5:1, bevorzugt
mehr als 10:1. Besonders bevorzugt liegt dieses Verhältnis zwischen 40:1 und 400:1.
Der größte Durchmesser, also die Länge der nicht-sphärischen zweiten Effektpigmente
beträgt mit Vorteil mehr als 2 µm, bevorzugt mehr als 5 µm, besonders bevorzugt mehr
als 10 µm und ganz besonders bevorzugt ca. 13 µm bis ca. 15 µm.
[0024] Die Verwendung von magnetisch ausrichtbaren Effektpigmenten im Mikrometerbereich
und insbesondere im genannten Größenbereich hat einerseits den Vorteil, dass die Teilchenkonzentration
verglichen mit Nanopartikeln geringer gehalten werden kann. Darüber hinaus richten
sich diese Pigmente aufgrund des günstigeren Durchmesser-zu-Dickenverhältnisses ohne
externe Kräfte besser parallel zur Schichtoberfläche aus.
[0025] Plättchenförmige Effektpigmente, insbesondere im bevorzugten Größenbereich und im
bevorzugten Durchmesser-zu-Dicken-Bereich, können durch ein externes Magnetfeld relativ
zur Schichtebene nach Wunsch orientiert werden. Sie geben dann, wie die Lamellen einer
Jalousie, je nach Orientierung den Blick auf darunterliegende Schichten entweder weitgehend
frei (annähernd senkrechte Orientierung relativ zur Schichtebene) oder blockieren
ihn teilweise (schräge Orientierung relativ zur Schichtebene) oder vollständig (im
Wesentlichen waagrechte Orientierung relativ zur Schichtebene). Bei hohen Durchmesser-zu-Dickenverhältnissen
lassen sich hohe Kontraste zwischen transluzenten und deckenden Schichtbereichen einstellen.
[0026] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die zweiten Effektpigmente
plättchenförmig ausgebildet und sind in ersten Teilbereichen im Wesentlichen senkrecht
zur Ebene der Farbschicht ausgerichtet, um transluzente Teilbereiche der Farbschicht
zu bilden. Alternativ oder zusätzlich können plättchenförmige zweite Effektpigmente
in zweiten Teilbereichen im Wesentlichen parallel zur Ebene der Farbschicht ausgerichtet
sein, um deckende Teilbereiche der Farbschicht zu bilden.
[0027] Die optisch variable Farbschicht ist vorzugsweise durch eine Siebdruckschicht, in
manchen Ausgestaltungen auch durch eine Stichtiefdruckschicht gebildet. Sie kann in
allen genannten Ausgestaltungen zusätzlich blindverprägt sein, insbesondere zur Verstärkung
des 3D-Effekts der magnetisch ausgerichteten Effektpigmente.
[0028] Zur Fixierung des magnetisch ausgerichteten Motivs ist die Farbschicht mit dem Pigmentgemisch
vorzugsweise auf Basis eines UV-härtenden Farbsystems gebildet, wobei reine UV-Systeme,
UV/wasserbasierte Systeme oder auch UV/lösemittelbasierte Systeme in Betracht kommen.
Neben den ersten und zweiten Effektpigmenten kann die Farbschicht auch weitere Pigmente,
insbesondere isotrope Pigmente und/ oder weichmagnetische Pigmente enthalten. Selbstverständlich
können die weiteren Pigmente bzw. ganz allgemein weitere Zusatzstoffe alle visuell
und/oder maschinell erfassbare Eigenschaften aufweisen, die den visuellen Eindruck
des erfindungsgemäßen Sicherheitselements nicht oder nur geringfügig beeinträchtigen.
[0029] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die optisch variable Farbschicht auf einem
Banknotenpapier oder auf einer farbigen Untergrundschicht aufgebracht. Als Substratmaterial
für das Banknotenpapier kommt jede Art von Papier in Betracht, insbesondere Baumwoll-Velinpapier.
Selbstverständlich kann auch Papier eingesetzt werden, welches einen Anteil x polymeren
Materials im Bereich von 0 < x < 100 Gew.-% enthält.
[0030] Weiterhin ist es grundsätzlich denkbar, wenn auch gegenwärtig nicht bevorzugt, dass
das Substratmaterial der Banknote oder ganz allgemein eines Datenträgers eine Kunststofffolie,
z. B. eine Polyesterfolie, ist. Die Folie kann ferner monoaxial oder biaxial gereckt
sein. Die Reckung der Folie führt unter anderem dazu, dass sie polarisierende Eigenschaften
erhält, die als weiteres Sicherheitsmerkmal genutzt werden können.
[0031] Zweckmäßig kann es auch sein, wenn das Substratmaterial des Banknotenpapiers ein
mehrschichtiger Verbund ist, der wenigstens eine Schicht aus Papier oder einem papierartigen
Material aufweist. Ein solcher Verbund zeichnet sich durch eine außerordentlich große
Stabilität aus, was für die Haltbarkeit des Papiers bzw. Datenträgers von großem Vorteil
ist.
[0032] Denkbar ist aber auch, als Substratmaterial ein mehrschichtiges, papierfreies Kompositmaterial
einzusetzen. Auch diese Materialien sind gegenwärtig nicht bevorzugt, können aber
in bestimmten Klimaregionen der Erde mit Vorteil eingesetzt werden.
[0033] Alle als Substratmaterial eingesetzten Materialien können Zusatzstoffe aufweisen,
die als Echtheitsmerkmale dienen. Dabei ist in erster Linie an Lumineszenzstoffe zu
denken, die im sichtbaren Wellenlängenbereich vorzugsweise transparent sind und im
nicht sichtbaren Wellenlängenbereich durch ein geeignetes Hilfsmittel, z. B. eine
UV- oder IR-Strahlung emittierende Strahlungsquelle, angeregt werden können, um eine
sichtbare oder zumindest mit Hilfsmitteln detektierbare Lumineszenz zu erzeugen. Auch
andere Sicherheitsmerkmale können mit Vorteil eingesetzt werden, sofern sie die Betrachtung
des erfindungsgemäßen Sicherheitselements nicht oder zumindest nicht wesentlich beeinträchtigen.
[0034] Untergrundschichten mit dunklen Farben führen in der Regel zu einer besonders hohen
Brillanz der optisch variablen Effekte. Als Substrat kommt jedoch auch eine transparente
oder transluzente Folie infrage. In diesem Fall kann das Sicherheitselement mit Vorteil
in oder über einem Fensterbereich oder einer durchgehenden Öffnung eines Wertdokuments
als Durchsichtssicherheitselement verwendet werden. Die Folie kann als ein eine Teilfläche
des Substrats bedeckendes Patch oder als ein sich im Wesentlichen über die gesamte
Länge oder Breite des Sicherheitspapiers oder Wertdokuments erstreckender Streifen
ausgebildet sein. Als Materialien für die Folie kommen in erster Linie die Kunststoffe
PET (Polyethylenterephthalat), PBT (Polybutylenterephthalat), PEN (Polyethylennaphthalat),
PP (Polypropylen), PA (Polyamid), PE (Polyethylen) in Betracht. Die Folie kann ferner
monoaxial oder biaxial gereckt sein.
[0035] In manchen Ausgestaltungen wird die Öffnung bereits bei der Herstellung des für die
Banknote verwendeten Sicherheitspapiers erzeugt und weist einen faserigen, unregelmäßigen
Rand auf. Ein solcher Rand ist charakteristisch für bereits bei der Blattbildung hergestellte
Öffnungen und kann nicht nachträglich erzeugt werden. Einzelheiten zur Herstellung
des faserigen, unregelmäßigen Rands können der
WO 03/054297 A2 entnommen werden. Insoweit wird der Offenbarungsgehalt der
WO 03/054297 A2 in die vorliegende Anmeldung aufgenommen. In anderen Ausgestaltungen wird die Öffnung
erst nach der Papierherstellung durch Stanzen oder Schneiden, beispielsweise durch
Laserstrahlschneiden, erzeugt.
[0036] Die optisch variable Farbschicht kann in einer Weiterbildung der Erfindung auf einer
informationsführenden Untergrundschicht, insbesondere einer Siebdruckschicht oder
einer Stichtiefdruckschicht aufgebracht sein. Da die Information in den transluzenten
Bereichen der Farbschicht erkennbar, in den opaken Bereichen dagegen verdeckt ist,
können Farbschicht und Untergrundschicht zur Erzeugung eines weiteren Echtheitsmerkmals
zusammenwirken, wie weiter unten genauer erläutert.
[0037] Die Untergrundschicht kann mit Vorteil auch thermochrome Eigenschaften aufweisen,
um ein interaktiv beeinflussbares Sicherheitselement zu schaffen. Eine solche thermochrome
Untergrundschicht kann insbesondere so ausgelegt sein, dass bei ihrer Aktivierung
durch Temperaturerhöhung der optisch variable Effekt der ersten Effektpigmente für
den Betrachter verschwindet.
[0038] Die Erfindung umfasst auch ein Verfahren zum Herstellen eines optisch variablen Sicherheitselements
zur Absicherung von Wertgegenständen, roil Anspruch 11.
[0039] Bevorzugt werden dabei die ersten und zweiten Effektpigmente zu einem Pigmentgemisch
gemischt und gemeinsam verdruckt, vorzugsweise im Siebdruck- oder im Stichtiefdruck-Verfahren.
[0040] Das durch die magnetische Ausrichtung erzeugte Motiv wird in einer vorteilhaften
Ausgestaltung durch UV-Härten der Farbschicht bzw. der reinen Magnetschicht dauerhaft
fixiert.
[0041] Die Erfindung umfasst ferner ein Sicherheitspapier für die Herstellung von Wertdokumenten
oder dergleichen sowie einen Datenträger, insbesondere ein Wertdokument, wie eine
Banknote, einen Pass, eine Urkunde, eine Ausweiskarte, Kreditkarte oder dergleichen.
Das Sicherheitspapier bzw. der Datenträger sind erfindungsgemäß mit einem Sicherheitselement
der beschriebenen Art ausgestattet. Das Sicherheitselement kann, insbesondere wenn
es auf einem transparenten oder transluzenten Substrat vorliegt, auch in oder über
einem Fensterbereich oder einer durchgehenden Öffnung des Sicherheitspapiers bzw.
des Datenträgers angeordnet sein.
[0042] Gegenstand der Erfindung ist weiter eine Vorrichtung zur Durchführung des beschriebenen
Herstellungsverfahrens, die Mittel zum Aufbringen der optisch variablen Farbschicht
auf ein Substrat und Mittel zum magnetischen Ausrichten der zweiten Effektpigmente
aufweist, wobei die Mittel zum magnetischen Ausrichten vorzugsweise durch eine Anordnung
von Permanent- oder Elektromagneten gebildet sind.
[0043] Mit Vorteil wird dabei die optisch variable Farbschicht mit einem geeigneten Verfahren
auf dem vorgesehenen Substrat aufgebracht und die zweiten Effektpigmente sodann ausgerichtet,
z. B. durch einen magnetischen Druckzylinder. Anschließend wird die optisch variable
Farbschicht samt dem durch die Ausrichtung der zweiten Effektpigmente gebildeten Motiv
dauerhaft fixiert, was z. B. durch das vorstehend erwähnte UV-Härten erfolgen kann.
[0044] In einer zweckmäßigen Ausgestaltung sind die Mittel zum magnetischen Ausrichten durch
ein magnetisches Sieb gebildet, so dass die zweiten Effektpigmente bereits beim Aufdrucken
der Farbschicht bzw. der reinen Magnetschicht im Siebdruck magnetisch ausrichtbar
sind.
[0045] Wird. die Farbschicht im Stichtiefdruck-verfahren aufgebracht, so können die Mittel
zum magnetischen Ausrichten auch durch eine magnetische Stichplatte gebildet sein,
so dass die zweiten Effektpigmente bereits beim Aufdrucken der Farbschicht bzw. der
reinen Magnetschicht im Stichtiefdruck magnetisch ausrichtbar sind.
[0046] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs- und proportionsgetreue
Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen.
[0047] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Banknote mit einem erfindungsgemäßen Sicherheitselement,
- Fig. 2
- die Banknote der Fig. 1 im Bereich des Sicherheitselements im Querschnitt,
- Fig. 3
- ein interaktiv beeinflussbares Sicherheitselement nach einem anderen Ausführungsbeispiel
der Erfindung im Querschnitt,
- Fig. 4
- ein Sicherheitselement nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung im Querschnitt,
- Fig. 5
- eine Banknote mit einem erfindungsgemäßen Durchsichtssicherheitselement, das über
einer durchgehenden Öffnung angeordnet ist, und
[0048] Die Erfindung wird nun am Beispiel einer Banknote erläutert. Fig. 1 zeigt dazu eine
schematische Darstellung einer Banknote 10, die mit einem in Fig. 2 im Querschnitt
gezeigten erfindungsgemäßen Sicherheitselement 12 versehen ist.
[0049] Mit Bezug auf die Darstellung der Fig. 2 ist auf das Banknotenpapier 20 im Bereich
des Sicherheitselements 12 eine Druckschicht 22 aufgebracht, die eine beliebige Information,
wie etwa ein Linienmuster 24, eine alphanumerische Zeichenfolge, ein Logo oder dergleichen
darstellen kann. Die Druckschicht 22 kann beispielsweise mittels Siebdruck oder Stichtiefdruck
auf das Banknotenpapier 20 aufgebracht sein, wobei die Aufbringung der Druckschicht
22 besonders bevorzugt zusammen mit weiteren, in den Figuren nicht näher dargestellten
Druckschichten erfolgt, die den sogenannten Untergrunddruck des Datenträgers bilden.
Die weiteren Druckschichten können z.B. als Guillochen oder ähnliche Muster ausgebildet
sein und, wie auch die Druckschicht 22, in Flexodruck auf den Datenträger aufgebracht
sein.
[0050] Über die informationsführende Druckschicht 22 ist im Siebdruckverfahren eine optisch
variable Farbschicht 26 mit einem Farbkippeffekt aufgedruckt, bei dem sich der Farbeindruck
der Schicht 26 für den Betrachter beim Kippen des Sicherheitselements 12 z. B. von
Grün bei senkrechter Aufsicht zu Blau bei schräger Betrachtung ändert. Denkbar ist
aber auch ein Farbwechsel von z. B. kupferfarben nach Grün oder von goldfarben nach
Grün.
[0051] Weiter enthält die Farbschicht 26 ein Motiv, das im Ausführungsbeispiel der Fig.
2 zur Illustration in Form eines einfachen Streifenmusters 28, 30 ausgeführt ist.
Wie nachfolgend genauer erläutert, weist dieses Motiv 28, 30 aufgrund seines Zustandekommens
durch die unterschiedliche Ausrichtung plättchenförmiger Pigmente 34, 36 für den Betrachter
einen ausgeprägten 3D-Effekt auf.
[0052] Im Bereich der Streifen 30 ist die Farbschicht 26 dabei transluzent, so dass in den
Teilbereichen 30 die Information 24 durch die Farbschicht 26 hindurch erkennbar ist.
Im Bereich der Streifen 28 ist die Farbschicht 26 dagegen opak, dort wird die Information
24 der Druckschicht 22 verdeckt.
[0053] Um diese Kombination eines Motivs mit 3D-Effekt, Farbkippeffekt und partieller Sichtbarkeit
der Untergrunddruckschicht 22 zu erzeugen, wird die Farbschicht 26 unter Verwendung
eines Pigmentgemisches aus ersten Effektpigmenten 32 und zweiten Effektpigmenten 34,
36 aufgedruckt.
[0054] Bei den ersten Effektpigmenten 32 handelt es sich um optisch variable Pigmente, nämlich
um auf der Basis von flüssigkristallinen Polymeren hergestellte Pigmente
[0055] Neben diesen optisch variablen ersten Effektpigmenten 32 enthält das Pigmentgemisch
als zweite Effektpigmente magnetisch ausrichtbare, plättchenförmige Eisenpigmente
34, 36, die im Ausführungsbeispiel aus reduzierend behandeltem Carbonyleisenpulver
hergestellt sind. Solche plättchenförmigen Eisenpigmente können mit einem hohen Verhältnis
von Plättchendurchmesser zu Plättchendicke erzeugt werden, wobei der (größte) Plättchendurchmesser
vorzugsweise zwischen 6 µm und 60 µm und die Plättchendicke insbesondere zwischen
40 nm und 250 nm liegt. Details der Herstellung und Eigenschaften solcher plättchenförmiger
Eisenpigmente können der Druckschrift
EP 1 251152 B1 entnommen werden, deren Offenbarung insoweit in die vorliegende Beschreibung aufgenommen
wird.
[0056] Für die Erzeugung der Farbschicht 26 wurden die ersten und zweiten Effektpigmente
32, 34, 36 gemischt und gemeinsam im Siebdruck verdruckt. Dann wurden die magnetisch
ausrichtbaren zweiten Effektpigmente durch ein externes Magnetfeld teilweise ausgerichtet.
Die Eisenpigmente 34, 36 orientieren sich dabei mit der Plättchenausdehnung entlang
der Magnetfeldlinien, so dass die Eisenpigmente 36 in denjenigen Bereichen 30, in
denen die Magnetfeldlinien beim Ausrichtschritt im Wesentlichen senkrecht zur Substratebene
stehen, im Wesentlichen senkrecht zur Ebene der Farbschicht ausgerichtet werden, wie
in Fig. 2 gezeigt. In denjenigen Bereichen 28, in denen die Magnetfeldlinien im Wesentlichen
parallel zur Substratebene verlaufen, ergibt sich entsprechend eine im Wesentlichen
in der Ebene der Farbschicht liegende Orientierung der Eisenpigmente 34.
[0057] Die plättchenförmigen Eisenpigmente 34, 36 werden erfindungsgemäß in Form eines gewünschten
Motivs, im Ausführungsbeispiel in Form des Streifenmotivs 28, 30 ausgerichtet. Für
das menschliche Auge erscheinen die so erzeugten Motive mit einem effektvollen, dreidimensional
anmutenden Erscheinungsbild, das im Rahmen dieser Beschreibung auch als 3D-Effekt
oder 3D-Eindruck des Motivs bezeichnet wird.
[0058] Im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 sind der Einfachheit halber nur zwei Orientierungen,
nämlich senkrecht (90°, Pigmente 36) bzw. parallel (0°, Pigmente 34) zur Substratebene
gezeigt. Es versteht sich jedoch, dass sich durch entsprechende Orientierung der Magnetfeldlinien
beliebige Winkel α zwischen den Eisenpigmentplättchen und der Schichtebene einstellen
lassen. Insbesondere können auch kontinuierliche, räumlich langsam variierende Übergänge
in der Orientierung der Eisenpigmente erzeugt werden.
[0059] Die nicht-magnetischen ersten Effektpigmente 32 werden durch das externe Magnetfeld
beim Ausrichtschritt nicht oder kaum beeinflusst, ihre Orientierung ist daher in den
Teilbereichen 28 und 30 gleich.
[0060] Nach dem magnetischen Ausrichten der zweiten Effektpigmente 34, 36 wird die Farbschicht
26 getrocknet. Um das magnetisch erzeugte Motiv dauerhaft fixieren zu können, werden
insbesondere UV-härtende Farbsysteme eingesetzt, wobei reine UV-Systeme, UV/wasserbasierte
Systeme oder auch UV/lösemittelbasierte Systeme in Betracht kommen.
[0061] Wie ebenfalls in Fig. 2 zu erkennen, wirken die ausgerichteten Effektpigmente 34,
36 aufgrund ihrer plättchenförmigen Gestalt wie die Lamellen einer Jalousie, die den
Blick auf die darunterliegenden Schichten freigeben oder ganz oder teilweise blockieren
kann. In den Bereichen 28, in denen die Eisenpigmente 34 im Wesentlichen parallel
zur Substratebene ausgerichtet sind, schränken sie die Sicht auf die darunterliegende
Druckschicht 22 so stark ein, dass die Farbschicht 26 in diesem Bereich opak erscheint.
Dabei ist zu bedenken, dass in der Praxis die deckende Wirkung der Pigmente 34 natürlich
durch eine Vielzahl von Pigmenten herbeigeführt wird, die die wenigen Pigmente 34
der schematischen Darstellung der Fig. 2 um ein Vielfaches übersteigt. Dagegen geben
die Eisenpigmente 36 in den Bereichen 30, in denen sie im Wesentlichen senkrecht zur
Substratebene ausgerichtet sind, den Blick auf die Druckschicht 22 frei.
[0062] Aufgrund des relativ hohen Verhältnisses von Plättchendurchmesser zu Plättchendicke
lässt sich ein hoher Kontrast zwischen deckenden Teilbereichen 28 und transluzenten
Teilbereichen 30 erzeugen. Es versteht sich, dass durch einen kontinuierlichen Übergang
der Plättchenorientierung auch ein weicher, kontinuierlicher Übergang zwischen transluzenten
und deckenden Bereichen der Farbschicht 26 erzeugt werden kann.
[0063] Der Farbkippeffekt der vom externen Magnetfeld im Wesentlichen nicht beeinflussten
ersten Effektpigmente 32 bleibt in beiden Teilbereichen 28, 30 sichtbar. Aufgrund
der Überlagerung mit dem metallischen Glanz der parallel zur Substratoberfläche orientierten
zweiten Effektpigmente 34 ist er allerdings im Teilbereich 28 in der Regel deutlich
schwächer ausgeprägt als im Teilbereich 30. Die Brillanz des Farbkippeffekts im Teilbereich
30 hängt auch von der Gestaltung der Untergrundschicht ab, wobei bei der Verwendung
dunkler Farben eine besonders hohe Brillanz erreicht wird.
[0064] Das Ausführungsbeispiel der Fig. 3 zeigt ein Sicherheitselement 40, das eine interaktive
Beeinflussung des visuellen Erscheinungsbilds erlaubt. Dazu ist ein Substrat 42 mit
einem Aufdruck 43, insbesondere einen Offsetaufdruck, in Form von Mustern und/ oder
Zeichen 45 versehen. Auf dem Aufdruck 43 ist eine thermochrome Untergrundschicht 44
aufgebracht, beispielsweise im Siebdruck oder Stichtiefdruck. Auf dieser thermochromen
Schicht 44 ist dann eine optisch variable Farbschicht 26 mit Motiv, wie in Zusammenhang
mit Fig. 2 beschrieben, aufgedruckt und magnetisch ausgerichtet.
[0065] Die thermochrome Schicht 44 ist so ausgelegt, dass der Farbkippeffekt der Farbschicht
26 bei der Aktivierung der thermochromen Schicht 44 für den Betrachter verschwindet
und nur noch die Grobstruktur der ausgerichteten Magnetpigmente 34, 36 sichtbar ist.
Wechselt die thermochrome Schicht 44 beispielsweise bei Aktivierung durch Temperaturerhöhung
ihre Farbe von Schwarz (bzw. allgemein einem dunklen Erscheinungsbild) auf Weiß (bzw.
allgemein einem hellen Erscheinungsbild), so wird die Brillanz des Farbkippeffekts
bei der Aktivierung deutlich reduziert, bis hin zu einem Grad, bei dem der optisch
variable Effekt der ersten Effektpigmente 32 für den Betrachter völlig verschwindet.
Gleichzeitig ist durch die sehr helle Schicht 44 der Aufdruck 43 für den Betrachter
zu erkennen. Bei Abkühlung wechselt die Farbe der thermochrome Schicht 44 wieder zurück
zu Schwarz bzw. zu dem ursprünglichen dunklen Erscheinungsbild, und der Farbkippeffekt
der Farbschicht 26 tritt wieder in Erscheinung. Gleichzeitig verdeckt die dunkle Schicht
44 dann wieder den unter ihr angeordneten Aufdruck 43.
[0066] Auf diese Weise kann eine 3D-Information und/oder ein optisch variabler Effekt durch
Temperaturerhöhung interaktiv gelöscht bzw. auf eine zweidimensionale Information
reduziert werden. Des Weiteren wirkt die thermochrome Schicht 44 quasi als interaktiver
Schalter, mit dem der Blick auf den Aufdruck 43 bzw. die Information 45 für den Betrachter
freigegeben werden kann. Das beschriebene Ausführungsbeispiel hat für den Betrachter
demnach einen großen Wiedererkennungswert und im Allgemeinen eine sehr hohe Fälschungssicherheit.
[0067] Die thermochrome Schicht 44 kann ferner vollflächig ausgebildet oder auch mit einer
Information, z. B. in Form von Mustern und/oder Zeichen, versehen sein. Sie kann auch
eine Mischung unterschiedlicher thermochromer Farben mit unterschiedlichen Aktivierungstemperaturen
aufweisen, so dass bei Temperaturerhöhung eine Kaskade sich verändernder optisch variabler
Effekte entsteht.
[0068] Als ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt Fig. 4 ein Sicherheitselement
50, bei dem auf einem Substrat 52 eine Untergrundschicht 54 mit einer Bildinformation
aufgebracht ist. Über der Untergrundschicht 54 ist im Siebdruckverfahren eine optisch
variable Farbschicht 56 mit einem Pigmentgemisch 58, 60 verdruckt, dessen erste Effektpigmente
58 auf der Basis von cholesterischen flüssigkristallinen Polymeren hergestellt sind.
Diese lasierenden optisch variablen Effektpigmente 58 erscheinen in senkrechter Aufsicht
z. B. Grün und beim Verkippen Blau. Natürlich ist auch ein Farbwechsel von kupferfarben
nach Grün oder von goldfarben nach Grün realisierbar.
[0069] Die zweiten Effektpigmente 60 sind durch plättchenförmige Eisenpigmente gebildet,
die im Ausführungsbeispiel einen mittleren Plättchendurchmesser von 20 µm bis 30 µm
und eine Dicke von einigen zehn bis zu einigen hundert Nanometern (nm) aufweisen.
Werden diese zweiten Effektpigmente 60 durch einen externen punktförmigen Magneten
66 ausgerichtet, so ergibt sich ein rotationssymmetrisches Orientierungsmuster, wie
es in Fig. 4 im Querschnitt schematisch dargestellt ist. Der übersichtlicheren Darstellung
halber sind die zweiten Effektpigmente 60 in Fig. 4 mit kurzen Strichen und die ersten
Effektpigmente 58 als Kreisscheiben dargestellt, obwohl letztere ebenfalls nicht-sphärisch,
beispielsweise in Form von Nadeln oder Plättchen ausgebildet sein können. Da die ersten
Effektpigmente 58 jedoch durch das externe Magnetfeld praktisch nicht beeinflusst
werden, ist ihre Orientierung über die gesamte Fläche der gedruckten Farbschicht 56
im Wesentlichen homogen.
[0070] Nach der Fixierung der magnetischen Ausrichtung der zweiten Effektpigmente 60 entsteht
ein mit dem Farbkippeffekt der ersten Effektpigmente 58 kombiniertes, ringförmiges
3D-Motiv mit weichen kontinuierlichen Übergängen. In einem zentralen Bereich 62, in
dem die zweiten Effektpigmente 60 im Wesentlichen senkrecht zur Substratebene ausgerichtet
sind, ist die Farbschicht 56 bei senkrechter Betrachtung transluzent und die Bildinformation
der Untergrundschicht 54 ist für den Betrachter 64 sichtbar. Außerhalb des zentralen
Bereichs 62 sind die zweiten Effektpigmente 60 zunehmend aus der Senkrechten verkippt,
so dass die Farbschicht 56 nach Art einer sich schließenden Jalousie zunehmend deckend
wirkt, bis die Bildinformation für den Betrachter 64 nicht mehr erkennbar ist.
[0071] Wie in Fig. 4 ebenfalls zu erkennen, ergibt sich bei schräger Betrachtung des Sicherheitselements
ein etwas verschobener Bereich 62', in dem die zweiten Effektpigmente 60 für den Betrachter
64' senkrecht orientiert sind und die Farbschicht 56 damit transluzent erscheint.
Entsprechend ist für den Betrachter 64' ein leicht verschobener Ausschnitt der Bildinformation
der Untergrundschicht 54 erkennbar, während die Bildinformation außerhalb des Bereichs
62' zunehmend verdeckt wird.
[0072] Beim Kippen des Sicherheitselements 50 ist daher jeweils ein leicht unterschiedlicher
Bereich der Bildinformation erkennbar, so dass die Bildinformation für den Betrachter
"wegzuschwimmen" scheint. Dieser Bewegungseffekt ist selbstverständlich mit dem bereits
beschriebenen 3D-Effekt des Motivs und dem Farbkippeffekt der ersten Effektpigmente
58 kombiniert.
[0073] Anstelle der beispielhaft beschriebenen einfachen Ringstruktur, wie sie mithilfe
eines Punktmagneten erzeugt werden kann, lassen sich durch geeignete magnetische Ausrichtung
selbstverständlich auch wesentlich komplexere Motive erzeugen.
[0074] Die optisch variable Farbschicht mit dem Pigmentgemisch kann nicht nur auf einem
opaken oder im Wesentlichen opaken Substrat, sondern auch auf einer transparenten
oder transluzenten Folie aufgedruckt sein. Wie in Fig. 5 gezeigt, kann eine solche
Folie mit der optisch variablen Farbschicht über einem Fensterbereich oder einer durchgehenden
Öffnung 72 einer Banknote 70 angeordnet werden und ein Durchsichtssicherheitselement
74 bilden.
[0075] In Durchsicht ist dabei lediglich die magnetische Ausrichtung der zweiten Effektpigmente
zu erkennen, die in Fig. 5 beispielhaft durch eine Ringstruktur 76 angedeutet ist.
Der Farbkippeffekt der ersten Effektpigmente ist wegen des hellen Hintergrunds bei
Durchsicht dagegen praktisch unsichtbar. Legt man die Banknote 70 auf einen dunklen
Untergrund, so tritt zusätzlich zur 3D-Wirkung des magnetisch ausgerichteten Motivs
76 auch der Farbkippeffekt der ersten Effektpigmente in Erscheinung.
[0076] Ein solcher dunkler Untergrund kann auch auf der Banknote 70 selbst bereitgestellt
sein. Beispielsweise kann ein dunkler Druckbereich so auf der Banknote angeordnet
sein, dass das Durchsichtssicherheitselement 74 durch Falten der Note auf dem dunklen
Druckbereich zu liegen kommt. Zur weiteren Echtheitsabsicherung kann der Druckbereich
eine zusätzliche Information enthalten, von der nach dem Falten der Banknote nur noch
der im transluzenten Bereich liegende Teil sichtbar ist.
[0077] Bei allen beschriebenen Ausführungsbeispielen kann die optisch variable Farbschicht
zusätzlich im Stichtiefdruck blindverprägt werden, insbesondere zur Verstärkung des
optischen 3D-Eindrucks. Die bevorzugt eingesetzten plättchenförmigen Eisenpigmente
sind hartmagnetisch, so dass ihr Orientierungsmuster auch als maschinenlesbares Echtheitskennzeichen
eingesetzt werden kann.
[0078] Weiter resultieren aus der anisotropen Geometrie der Eisenplättchen und einer bereichsweise
unterschiedlichen Ausrichtung anisotrope magnetische Eigenschaften der Farbschicht.
Auf diese Weise lassen sich durch Anlegen eines motivbildenden Magnetfelds in einer
homogen aufgebrachten Farbschicht Bereiche mit unterschiedlichen magnetischen Eigenschaften
erzeugen, die ebenfalls maschinell ausgelesen werden können. Es versteht sich, dass
die ersten und zweiten Effektpigmente auch mit weiteren Pigmenten, insbesondere mit
isotropen Pigmenten und/ oder weichmagnetischen Pigmenten, kombiniert werden können,
die für sich im Wesentlichen keine Modulation der magnetischen Eigenschaften der Farbschicht
ermöglichen. Beim Siebdruckverfahren kann die Ausrichtung der magnetisch ausrichtbaren
Effektpigmente auch durch die Verwendung magnetischer Siebe erfolgen. Im Stichtiefdruckverfahren
kommt für diesen Zweck die Verwendung magnetischer Stichplatten in Betracht. Wie bereits
erwähnt, ist die magnetische Ausrichtung der Effektpigmente ferner auf besonders einfache
Weise nach dem Aufbringen der optisch variablen Farbschicht durch ein geeignetes Magnetfeld
möglich.
1. Optisch variables Sicherheitselement zur Absicherung von Wertgegenständen mit einer
zumindest bereichsweise transluzenten, optisch variablen Farbschicht, die ein Motiv
in Form von Mustern, Zeichen oder einer Codierung zeigt, bei dem die optisch variable
Farbschicht ein Pigmentgemisch mit ersten und zweiten Effektpigmenten enthält, wobei
- die ersten Effektpigmente nicht-magnetische, optisch variable Effektpigmente sind,
die durch auf der Basis von cholesterischen flüssigkristallinen Polymeren hergestellte
Pigmente gebildet sind, und
- die zweiten Effektpigmente magnetisch ausrichtbare Effektpigmente sind, die magnetisch
in Form des darzustellenden Motivs ausgerichtet sind.
2. Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Effektpigmente auf Basis von hochreinem Eisenpulver gebildet sind und/oder
hartmagnetisch sind.
3. Sicherheitselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Effektpigmente nicht-sphärisch, insbesondere plättchenförmig ausgebildet
sind, wobei das Verhältnis des größten zum kleinsten Durchmesser (Durchmesser-zu-Dickenverhältnis)
der nicht-sphärischen zweiten Effektpigmente insbesondere mehr als 5:1, bevorzugt
mehr als 10:1 beträgt, und besonders bevorzugt zwischen 40:1 und 400:1 liegt.
4. Sicherheitselement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der größte Durchmesser der nicht-sphärischen zweiten Effektpigmente mehr als 2 µm,
bevorzugt mehr als 5 µm, besonders bevorzugt mehr als 10 µm und ganz besonders bevorzugt
ca. 13 µm bis ca.15 µm beträgt.
5. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Effektpigmente plättchenförmig ausgebildet sind und in ersten Teilbereichen
im Wesentlichen senkrecht zur Ebene der Farbschicht ausgerichtet sind, um transluzente
Teilbereiche der Farbschicht zu bilden, und/ oder dass die zweiten Effektpigmente
plättchenförmig ausgebildet sind und in zweiten Teilbereichen im Wesentlichen parallel
zur Ebene der Farbschicht ausgerichtet sind, um deckende Teilbereiche der Farbschicht
zu bilden.
6. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die optisch variable Farbschicht durch eine Siebdruckschicht oder durch eine Stichtiefdruckschicht
gebildet ist.
7. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbschicht mit dem Pigmentgemisch auf Basis eines UV-härtenden Farbsystems gebildet
ist und/oder dass die Farbschicht neben den ersten und zweiten Effektpigmenten weitere
Pigmente, insbesondere isotrope Pigmente und/oder weichmagnetische Pigmente, enthält.
8. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die optisch variable Farbschicht auf einem Banknotenpapier, auf einer farbigen Untergrundschicht,
vorzugsweise einer Untergrundschicht mit einer dunklen Farbe, oder auf einer transparenten
oder transluzenten Folie aufgebracht ist.
9. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die optisch variable Farbschicht auf einer informationsführenden Untergrundschicht,
insbesondere einer Siebdruckschicht oder einer Stichtiefdruckschicht, aufgebracht
ist.
10. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die optisch variable Farbschicht auf einer thermochromen Untergrundschicht aufgebracht
ist, wobei die thermochrome Untergrundschicht bevorzugt so ausgelegt ist, dass bei
ihrer Aktivierung durch Temperaturerhöhung der optisch variable Effekt der ersten
Effektpigmente für den Betrachter verschwindet, und wobei die thermochrome Untergrundschicht
bevorzugt über einem Aufdruck, insbesondere einem Aufdruck in Form von Mustern und/oder
Zeichen, angeordnet ist.
11. Verfahren zum Herstellen eines optisch variablen Sicherheitselements zur Absicherung
von Wertgegenständen, bei dem
- auf ein Substrat eine zumindest bereichsweise transluzente, optisch variable Farbschicht
aufgebracht wird, die ein Pigmentgemisch mit ersten und zweiten Effektpigmenten enthält,
wobei
-- die ersten Effektpigmente nicht-magnetische, optisch variable Effektpigmente sind,
die durch auf der Basis von cholesterischen flüssigkristallinen Polymeren hergestellte
Pigmente gebildet sind, und
-- die zweiten Effektpigmente magnetisch ausrichtbare Effektpigmente sind, und
- die zweiten Effektpigmente durch ein externes Magnetfeld ausgerichtet werden, um
ein Motiv in Form von Mustern, Zeichen oder einer Codierung zu bilden, wobei die ersten
Effektpigmente bei der Ausrichtung der zweiten Effektpigmente nicht in Form des Motivs
magnetisch orientiert werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten Effektpigmente zu einem Pigmentgemisch gemischt und gemeinsam
verdruckt werden.
13. Sicherheitspapier oder Datenträger mit einem Sicherheitselement nach wenigstens einem
der Ansprüche 1 bis 10, wobei das Sicherheitselement bevorzugt in oder über einem
Fensterbereich oder einer durchgehenden Öffnung des Sicherheitspapiers oder Datenträgers
angeordnet ist, und wobei der Datenträger bevorzugt eine Banknote, ein Wertdokument,
ein Pass, eine Urkunde oder eine Ausweiskarte ist.
1. An optically variable security element for safeguarding valuable articles, having
an optically variable ink layer that is translucent in at least some regions and that
displays a motif in the form of patterns, characters or a code, in which the optically
variable ink layer includes a pigment mixture having first and second effect pigments,
- the first effect pigments being non-magnetic, optically variable effect pigments
that are formed by pigments manufactured on the basis of cholesteric liquid crystal
polymers, and
- the second effect pigments being magnetically alignable effect pigments that are
aligned magnetically in the form of the motif to be depicted.
2. The security element according to claim 1, characterized in that the second effect pigments are formed on the basis of ultra-pure iron powder and/or
are hard-magnetic.
3. The security element according to claim 1 or 2, characterized in that the second effect pigments are developed to be non-spherical, especially platelet-shaped,
the ratio of the largest to the smallest diameter (diameter-to-thickness ratio) of
the non-spherical second effect pigments especially being more than 5:1, preferably
more than 10:1, and particularly preferably being between 40:1 and 400:1.
4. The security element according to claim 3, characterized in that the largest diameter of the non-spherical second effect pigments is more than 2 µm,
preferably more than 5 µm, particularly preferably more than 10 µm and very particularly
preferably approx. 13 µm to approx. 15 µm.
5. The security element according to at least one of claims 1 to 4, characterized in that the second effect pigments are developed to be platelet shaped and, in first sub-regions,
are aligned substantially vertical to the plane of the ink layer to form translucent
sub-regions of the ink layer, and/ or in that the second effect pigments are developed
to be platelet shaped and, in second sub-regions, are aligned substantially parallel
to the plane of the ink layer to form opacifying sub-regions of the ink layer.
6. The security element according to at least one of claims 1 to 5, characterized in that the optically variable ink layer is formed by a screen printing layer or by an intaglio
printing layer.
7. The security element according to at least one of claims 1 to 6, characterized in that the ink layer having the pigment mixture is formed on the basis of a UV-curing ink
system, and/ or in that the ink layer includes, in addition to the first and second effect pigments, further
pigments, especially isotropic pigments and/ or soft-magnetic pigments.
8. The security element according to at least one of claims 1 to 7, characterized in that the optically variable ink layer is applied on a banknote paper, on a colored background
layer, preferably a background layer having a dark color, or on a transparent or translucent
foil.
9. The security element according to at least one of claims 1 to 8, characterized in that the optically variable ink layer is applied on an information-bearing background
layer, especially a screen printing layer or an intaglio printing layer.
10. The security element according to at least one of claims 1 to 9, characterized in that the optically variable ink layer is applied on a thermochromic background layer,
the thermochromic background layer preferably being designed such that, upon its activation
by temperature increase, the optically variable effect of the first effect pigments
disappears for the viewer, and the thermochromic background layer preferably being
arranged over an imprint, especially an imprint in the form of patterns and/or characters.
11. A method for manufacturing an optically variable security element for safeguarding
valuable articles, in which
- to a substrate is applied an optically variable ink layer that is translucent in
at least some regions and that includes a pigment mixture having first and second
effect pigments,
-- the first effect pigments being non-magnetic, optically variable effect pigments
that are formed by pigments manufactured on the basis of cholesteric liquid crystal
polymers, and
-- the second effect pigments being magnetically alignable effect pigments, and
- the second effect pigments are aligned by an external magnetic field to form a motif
in the form of patterns, characters or a code, the first effect pigments not being
magnetically oriented in the form of the motif upon the alignment of the second effect
pigments.
12. The method according to claim 11, characterized in that the first and second effect pigments are mixed to form a pigment mixture and are
printed together.
13. A security paper or data carrier having a security element according to at least one
of claims 1 to 10, the security element preferably being arranged in or over a window
region or a through opening of the security paper or data carrier, and the data carrier
preferably being a banknote, a value document, a passport, a certificate or an identification
card.
1. Elément de sécurité optiquement variable pour la protection d'objets de valeur, comportant
un film d'encre optiquement variable, translucide au moins par zones, film qui présente
un motif sous forme de modèles, de caractères ou d'un codage, et dans lequel le film
d'encre optiquement variable contient un mélange de pigments comportant des premiers
et des deuxièmes pigments à effets,
- les premiers pigments à effets étant des pigments à effets optiquement variables,
amagnétiques, qui sont formés par des pigments fabriqués à base de polymères cristaux
liquides cholestériques, et
- les deuxièmes pigments à effets étant des pigments à effets à orientation magnétique,
qui sont orientés magnétiquement sous forme du motif à représenter.
2. Elément de sécurité selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deuxièmes pigments à effets sont formés à base d'une poudre de fer de haute pureté,
et/ou sont magnétiques durs.
3. Elément de sécurité selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les deuxièmes pigments à effets ont une configuration asphérique, en particulier
lamellaire, le rapport du diamètre le plus grand au diamètre le plus petit (rapport
diamètre/épaisseur) des deuxièmes pigments à effets asphériques étant en particulier
supérieur à 5:1, de préférence supérieur à 10:1 et d'une manière particulièrement
préférée compris entre 40:1 et 400:1.
4. Elément de sécurité selon la revendication 3, caractérisé en ce que le diamètre le plus grand des deuxièmes pigments à effets asphériques est supérieur
à 2 µm, de préférence supérieur à 5 µm, d'une manière particulièrement préférée supérieur
à 10 µm et d'une manière tout particulièrement préférée compris entre environ 13 µm
et environ 15 µm.
5. Elément de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les deuxièmes pigments à effets ont une configuration lamellaire et, dans des premières
zones partielles, sont orientés pour l'essentiel perpendiculairement au plan du film
d'encre, pour former des zones partielles translucides du film d'encre, et/ou que
les deuxièmes pigments à effets ont une configuration lamellaire, et sont orientés
dans des deuxièmes zones partielles pour l'essentiel parallèlement au plan du film
d'encre, pour former des zones partielles couvrantes du film d'encre.
6. Elément de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le film d'encre optiquement variable est formé d'une couche obtenue par sérigraphie
ou d'une couche obtenue par impression en taille-douce.
7. Elément de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le film d'encre, comportant le mélange de pigments, est formé à base d'un système
d'encre durcissant aux UV et/ou que le film d'encre contient, outre le premier et
le deuxième pigments à effets, des pigments supplémentaires, en particulier des pigments
isotropes et/ou des pigments magnétiques doux.
8. Elément de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le film d'encre optiquement variable est appliqué sur un papier pour billets de banque,
sur une couche de fond colorée, de préférence une couche de fond ayant une couleur
foncée, ou sur une feuille transparente ou translucide.
9. Elément de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le film d'encre optiquement variable est appliqué sur une couche de fond conduisant
des informations, en particulier une couche obtenue par sérigraphie ou une couche
obtenue par impression en taille-douce.
10. Elément de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le film d'encre optiquement variable est appliqué sur une couche de fond thermochrome,
la couche de fond thermochrome étant de préférence configurée de telle sorte que,
lors de son activation sous l'effet d'une élévation de la température, l'effet optiquement
variable des premiers pigments à effets disparaisse pour l'observateur, et la couche
de fond thermochrome étant de préférence disposée par-dessus une surimpression, en
particulier une surimpression sous forme de modèles et/ou de caractères.
11. Procédé de fabrication d'un élément de sécurité optiquement variable pour la protection
d'objets de valeur, dans lequel
- on applique sur un substrat un film d'encre optiquement variable, translucide au
moins par zones, film qui contient un mélange de pigments ayant des premiers et des
deuxièmes pigments à effets,
- les premiers pigments à effets étant des pigments à effets amagnétiques et optiquement
variables, qui sont formés par des pigments fabriqués à base de polymères cristaux
liquides cholestériques, et
- les deuxièmes pigments à effets étant des pigments à effets à orientation magnétique,
et
- les deuxièmes pigments à effets sont orientés sous l'effet d'un champ magnétique
externe, pour former un motif sous forme de modèles, de caractères ou d'un codage,
les premiers pigments à effets, lors de l'orientation des deuxièmes pigments à effets,
ne subissant pas d'orientation magnétique sous forme du motif.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que les premiers et les deuxièmes pigments à effets sont mélangés pour donner un mélange
de pigments et sont imprimés ensemble.
13. Papier de sécurité ou support de données comportant un élément de sécurité selon au
moins l'une des revendications 1 à 10, l'élément de sécurité étant de préférence disposé
dans ou par-dessus une zone formant fenêtre ou une ouverture continue du papier de
sécurité ou du support de données, le support de données étant de préférence un billet
de banque, un document de valeur, un passeport, un certificat ou une carte d'identité.