Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft einen Trockner für Trocknungsgut mit einer Aufgabestelle für
das Trocknungsgut, einem Trocknungsbereich, sowie einer Abgabestelle für das Trocknungsgut,
wobei ein Zuluftkanal für die Zufuhr eines Trocknungsgases, vorzugsweise Trocknungsluft,
zum Trocknungsbereich vorgesehen ist, sowie zumindest eine Abgasöffnung für die Abfuhr
des Trocknungsgases nach Durchtreten des Trocknungsbereiches, wobei der Zuluftkanal
zumindest abschnittsweise von einer äußeren Wand beabstandet umgeben ist, die zumindest
eine Zufuhröffnung für die Zufuhr eines Kühlmediums aufweist, sowie zumindest eine
Abfuhröffnung für das Kühlmedium vorgesehen ist, und zwischen der zumindest einen
Zufuhröffnung und der zumindest einen Abfuhröffnung eine Strömungsstrecke für das
Kühlmedium zwischen äußerer Wand und dem Zuluftkanal gebildet wird, gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1.
Stand der Technik
[0002] Trockner dieser Art werden etwa in der Mineralien-Industrie eingesetzt, wo Trocknungsgut
durch heiße Trocknungsluft mit Temperaturen von mehreren Hundert Grad getrocknet wird.
Die Trockner können dabei unterschiedlich ausgeführt sein, etwa als Trommel-, Band-,
stationäre Fließbett-, schwingungserregte Fließbett- oder Scheibentrockner. Bei einem
schwingungserregten Fließbetttrockner etwa wird das Trocknungsgut durch Vibration
über einen in einem Gehäuse untergebrachten Anströmboden transportiert. Das Gehäuse
wird hierbei über Federpakete und einen entsprechenden Schwingungsantrieb in Schwingung
versetzt. Dem Trockner wird über einen Zuluftkanal Trocknungsluft zugeführt, die mithilfe
eines Heißgaserzeugers erhitzt wurde. Der Zuluftkanal befindet sich dabei in der Regel
in den unteren Bereichen des Trockners, und die Abgasöffnung in den oberen Bereichen
des Trockners, sodass die Trocknungsluft auf ihrem Weg vom Zuluftkanal zu den Abgasöffnungen
den Anströmboden und das darauf geförderte Trocknungsgut durchströmt, und dabei das
Trocknungsgut trocknet.
[0003] Da sich aufgrund der Zufuhr der heißen Trocknungsluft der innerhalb des Gehäuses
angeordnete Zuluftkanal stark erhitzt, sind die zu schützenden, tragenden Bauteile
des Gehäuses mit einer Innenisolierung, zumeist aus Stein- oder Mineralwolle, umgeben.
Der Zuluftkanal ist dabei als geschraubter Innentrog aus hitzebeständigen Stahlblechen
ausgeführt. Das hat jedoch den Nachteil, dass bei den vorherrschenden Innenraumtemperaturen
der Innentrog eine besonders hohe Wärmeausdehnung erfährt, und sich dabei mit fortschreitender
Betriebsdauer stark verwirft, und an einzelnen Stellen sogar brechen kann. Durch die
hohen Temperaturen können sich außerdem Innentrog-Befestigungsschrauben lösen, oder
sind nach einer gewissen Betriebsdauer nicht mehr zerstörungsfrei demontierbar. Des
Weiteren wird die eingebrachte Innenisolierung bei schwingungserregten Trocknertypen
durch die Schwingbeanspruchung langsam zerstört, verliert mit zunehmender Betriebsdauer
Isolierwirkung und muss erneuert werden. Schließlich können diese Trocknertypen innen
nicht mit Wasser gereinigt werden, da sich die Isolierschicht mit Wasser voll saugen
würde, und dies einen äußerst negativen Einfluss auf das Schwingverhalten und die
Isolierwirkung hätte.
[0004] Die
DE 26 08 228 A1 offenbart einen Ofen zum Backen von keramischen Platten. Der Ofen weist einen die
zu backenden Gegenstände aufnehmenden Tunnel sowie einen darunter angeordneten, mit
heißen Gasen gespeisten unteren Kasten auf. Die unter Druck stehenden heißen Gase
werden durch einen porösen Boden aus dem unteren Kasten in den Tunnel getrieben, wodurch
die zu backenden Gegenstände vom Boden abgehoben und in Schwebe gebracht werden. Es
ist eine äußere Wand vorgesehen, welche sowohl den Tunnel als auch den unteren Kasten
umgibt. Der untere Kasten wird also von der äußeren Wand umgeben, wobei zwischen innerer
Wand und äußerer Wand ein Kühlfluid, z.B. Luft zirkuliert.
[0005] Der Kühlluftstrom tritt seitlich in den Boden ein, wird durch horizontal verlaufende
Kanäle innerhalb des Boden geführt und tritt dann durch die Oberseite des Bodens hindurch
und steigt in Richtung des das zu backende material bergenden Tunnels hinauf.
[0006] Bei der Anlage gemäß der
DE 26 08 228 A1 handelt es sich um ein System mit einem geschlossenen Kreislauf. Die mittels einem
Gebläse in das System eingebrachte, mit dem Heißgas gemischte Kühlluft wird über einen
im Deckenbereich des Tunnels angeordneten Umwälzkanal angesaugt und wieder in den
unteren Kasten befördert. Hierzu die Vorsehung einer Umwälzeinrichtung, z.B. einer
Saugstrahlpumpe oder eines Injektors erforderlich.
[0007] Der (Kühlluft-)Bereich zwischen äußerer und innerer Wand ist durch einen rohrförmigen
Umwälzkanal mit dem unteren Kasten 3 verbunden.
[0008] Die
AT 384 349 B offenbart eine Trockungsanlage, bei welcher die Trocknungskammer bzw. deren Leitbleche
mit Kühlelementen bestückt sind, durch welche Kühlflüssigkeit zirkuliert.
[0009] Es ist das Ziel der Erfindung die Nachteile bekannter Trocknungsanlagen zu vermeiden
und einen Trockner zu verwirklichen, der ohne Verwendung eines Isoliermaterials eine
hinreichende Kühlung des Zuluftkanals für die Trocknungsluft sicherstellt. Dabei sollen
übermäßige Wärmeausdehnungen des Zuluftkanals vermieden, und somit die Materialbeanspruchung
reduziert werden. Des Weiteren soll der Wartungsaufwand verringert werden, indem der
Austausch des Isoliermaterials vermieden werden kann. Durch eine verbesserte Kühlung
des Zuluftkanals und einer geringeren Erwärmung der tragenden Gehäuseteile soll des
Weiteren eine Erhöhung der Tragfähigkeit erreicht werden. Schließlich soll die Reinigung
mit Wasser ermöglicht werden, was den Betrieb eines erfindungsgemäßen Trockners erleichtern
soll.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0010] Diese Ziele werden durch die Merkmale von Anspruch 1 erreicht. Anspruch 1 bezieht
sich auf einen Trockner für Trocknungsgut mit einer Aufgabestelle für das Trocknungsgut,
einem Trocknungsbereich, sowie einer Abgabestelle für das Trocknungsgut, wobei ein
Zuluftkanal für die Zufuhr eines Trocknungsgases, vorzugsweise Trocknungsluft, zum
Trocknungsbereich vorgesehen ist, sowie zumindest eine Abgasöffnung für die Abfuhr
des Trocknungsgases nach Durchtreten des Trocknungsbereiches, wobei der Zuluftkanal
zumindest abschnittsweise von einer äußeren Wand beabstandet umgeben ist, die zumindest
eine Zufuhröffnung für die Zufuhr eines Kühlmediums aufweist, sowie zumindest eine
Abfuhröffnung für das Kühlmedium vorgesehen ist, und zwischen der zumindest einen
Zufuhröffnung und der zumindest einen Abfuhröffnung eine Strömungsstrecke für das
Kühlmedium zwischen äußerer Wand und dem Zuluftkanal gebildet wird. Erfindungsgemäß
ist hierbei vorgesehen, dass die zumindest eine Abfuhröffnung als Durchtrittsöffnung
im Zuluftkanal, die den von der äußeren Wand begrenzten Bereich mit dem Inneren des
Zuluftkanals verbindet, ausgeführt ist, wobei die zumindest eine Durchtrittsöffnung
in den oberen Bereichen des Zuluftkanals angeordnet und ausgeführt ist, um eine Strömung
des Kühlmediums entlang der Innenseite des Zuluftkanals nach unten zu ermöglichen.
[0011] Die Kühlluft strömt somit nach Eintritt in den Zuluftkanal entlang der Innenwände
des Zuluftkanals abwärts, und bildet dabei einen "Kaltluftvorhang" zwischen der heißen
Trocknungsluft und der Innenwand des Zuluftkanals, was eine besonders effektive Kühlung
des Zuluftkanals bewirkt.
[0012] Der Zuluftkanal wird also auf effektive Weise von einem Kühlmedium umströmt, und
bewirkt auf diese Weise die Kühlung des Zuluftkanals, anstatt über die Verwendung
eines Isoliermaterials eine Wärmeübertragung auf Gehäuseteile zu verhindern. Durch
die Kühlung des Zuluftkanals werden außerdem übermäßige Wärmeausdehnungen verhindert,
sodass Materialbeanspruchungen hintan gehalten werden können. Außerdem kann der Trockner
auch kürzer ausgeführt werden, da aufgrund der verbesserten Kühlung eine Steigerung
der Trocknungslufttemperatur möglich ist.
[0013] Um die Ausbildung eines Kaltluftvorhangs zu begünstigen, können im Bereich der Durchtrittsöffnungen
Leitbleche für das Kühlgas angeordnet sein.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann es sich bei dem Kühlmedium
um ein Kühlgas handeln, und zumindest eine Abfuhröffnung als Durchtrittsöffnung im
Zuluftkanal, die den von der äußeren Wand begrenzten Bereich mit dem Inneren des Zuluftkanals
verbindet, ausgeführt sein. Das Kühlgas ist dabei vorzugsweise Kühlluft. Mithilfe
der Durchtrittsöffnungen wird die Kühlluft in das Innere des Zuluftkanals geleitet,
wo sie allerdings keine nennenswerte Temperaturreduktion der Trocknungsluft bewirkt.
[0015] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass
zumindest eine Abfuhröffnung auf den der Abgabestelle zugewandten Bereich des Trocknungsbereiches
gerichtet ist. In diesen Bereichen ist das Trocknungsgut bereits vergleichsweise heiß,
sodass die niedrigen Temperaturen der Kühlluft ausreichen, um Restfeuchtigkeit im
Trocknungsgut abzuführen. Das Kühlmedium erfüllt somit neben seiner kühlenden Funktion
auch die Funktion einer Nachtrocknung.
[0016] Besonders vorteilhaft gestaltet sich die Erfindung dabei, wenn es sich bei dem Trockner
um einen Fließbetttrockner handelt, insbesondere um einen schwingungserregten Fließbetttrockner.
[0017] In einer speziellen Ausführungsvariante ist die mindestens eine Zuführöffnung unterhalb
des Zuluftkanals angeordnet.
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0018] Die Erfindung wird im Folgenden anhand möglicher Ausführungsformen mithilfe der beiliegenden
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen hierbei die
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Trockners,
Fig. 2 die Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Trockners gemäß Fig. 1 von der
linken Seite der Fig. 1 gesehen,
Fig. 3 einen Detailausschnitt zur Illustrierung der Durchtrittsöffnungen im Zuluftkanal,
Fig. 4 ein Schema für eine mögliche Trocknungsanlage mit einem erfindungsgemäßen Trockner,
und die
Fig. 5 eine im Vergleich zu Fig. 1 alternative Ausführungsform, bei der die Abfuhröffnung
auf den der Abgabestelle zugewandten Bereich des Trocknungsbereiches gerichtet ist,
und das Kühlmedium somit auch die Funktion einer Nachtrocknung erfüllt.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0019] Die Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Trockners anhand eines
schwingungserregten Fließbetttrockners mit einem Gehäuse 1, das über Federpakete 2
und einen entsprechenden Schwingungsantrieb 3 in Schwingung versetzt wird. Der Trockner
weist eine Aufgabestelle 9 für das Trocknungsgut T, sowie eine Abgabestelle 10 für
das Trocknungsgut T auf, wobei das Trocknungsgut T zwischen der Aufgabestelle 9 und
der Abgabestelle 10 einen Trocknungsbereich durchläuft.
[0020] Dem Trockner wird des Weiteren über die Zuluftöffnung 6 eines Zuluftkanals 4 Trocknungsluft
zugeführt, die mithilfe eines Heißgaserzeugers 5 (siehe Fig. 4) erhitzt wurde. Der
Zuluftkanal 4 befindet sich dabei in der Regel in den unteren Bereichen des Trockners,
und wird nach oben von einem Anströmboden 7, etwa ein Lochblechboden, begrenzt, auf
dem das Trocknungsgut T transportiert wird. Der Zuluftkanal 4 wird aufgrund seiner
trogartigen Ausführung auch oft als "Innentrog" bezeichnet, und ist mit dem Gehäuse
1 fest verbunden (siehe auch Fig. 3). Die Abgasöffnungen 8 für die Abfuhr des Trocknungsgases
befinden sich in der Regel in den oberen Bereichen des Trockners, sodass die Trocknungsluft
auf ihrem Weg vom Zuluftkanal 4 zu den Abgasöffnungen 8 den Anströmboden 7 und das
darauf geförderte Trocknungsgut T durchströmt, und dabei das Trocknungsgut T trocknet.
[0021] Der Zuluftkanal 4 ist zumindest abschnittsweise von einer äußeren Wand 11 beabstandet
umgeben (siehe auch Fig. 2), die zumindest eine Zufuhröffnung 12 für die Zufuhr eines
Kühlmediums K aufweist, sowie zumindest eine Abfuhröffnung 13 für das Kühlmedium K
vorgesehen ist, wobei zwischen der zumindest einen Zufuhröffnung 12 und der zumindest
einen Abfuhröffnung 13 eine Strömungsstrecke 14 für das Kühlmedium K zwischen äußerer
Wand 11 und dem Zuluftkanal 4 gebildet wird. Die zumindest eine Abfuhröffnung 13 wird
dabei durch Durchtrittsöffnungen im Zuluftkanal 4 zwischen dem von der äußeren Wand
11 begrenzten Bereich und dem Zuluftkanal 4 gebildet. Beim Kühlmedium K handelt es
sich etwa um Kühlluft, die in der Regel Raumtemperatur aufweisen wird.
[0022] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die zumindest eine Abfuhröffnung 13 als Durchtrittsöffnung
im Zuluftkanal 4, die den von der äußeren Wand 11 begrenzten Bereich mit dem Inneren
des Zuluftkanals 4 verbindet, ausgeführt ist, wobei die zumindest eine Durchtrittsöffnung
13 in den oberen Bereichen des Zuluftkanals 4 angeordnet und ausgeführt ist, um eine
Strömung des Kühlmediums K entlang der Innenseite des Zuluftkanals 4 nach unten zu
ermöglichen.
[0023] Wie in der Fig. 3 ersichtlich ist, wird verläuft die Strömung der Kühlluft K entlang
der Innenseite des Zuluftkanals 4 nach unten, wobei hierfür auch Leitbleche vorgesehen
sein können, die die Ausbildung eines günstigen Strömungsverlaufes unterstützen. Durch
eine solche Ausführung der Abfuhröffnung 13 wird ein Kaltluftvorhang gebildet, der
die Innenseite des Zuluftkanals 4 effektiv vor übermäßiger Wärmebelastung schützt.
[0024] Eine starke Aufheizung des Zuluftkanals 4 kann so verhindert werden, und somit auch
eine starke Wärmeausdehnung der Stahlbleche des Zuluftkanals 4. Die Kühlluft K vermischt
sich in weiterer Folge mit der Trocknungsluft innerhalb des Zuluftkanals 4, bewirkt
aber lediglich eine geringfügige Herabsetzung ihrer Temperatur. Die Kühlluft K entweicht
schließlich gemeinsam mit der Trocknungsluft durch den Anströmboden 7.
[0025] Wie in der Fig.3 zu sehen ist, können im Nahebereich zur Zufuhröffnung 12 Drosseln
15 vorgesehen sein, die etwa durch Öffnungen in entlang der Längsrichtung des Trockners
verlaufenden Abstandsleisten gebildet werden. Die Drosseln 15 begünstigen eine gleichmäßige
Strömung der Kühlluft K entlang der Strömungsstrecke 14 zu den Abführöffnungen 13.
Auch in den Abfuhröffnungen 13 können Drosseln 16 vorgesehen sein.
[0026] In der Fig. 4 ist schließlich eine Ausführungsform einer möglichen Trocknungsanlage
für Trocknungsgut T mit einem erfindungsgemäßen Trockner gezeigt, der sich in der
Fig. 4 in der Mitte des Bildes befindet. Dem Trockner wird über die Aufgabestelle
9 ein Trocknungsgut T zugeführt, etwa Kalziumcarbonat, das über die Abgabestelle 10
den Trockner wieder verlässt. Dem Trockner wird des Weiteren Trocknungsluft zugeführt,
die mithilfe eines Heißgaserzeugers 5 erhitzt wurde. Der Heißgaserzeuger 5 weist hierzu
einen Brenner 17 auf, der mit Brennstoff B, vorzugsweise Gas oder Öl, versorgt wird.
Die Brennstoffzufuhr ist dabei über eine Regeleinheit 18 regelbar. Der Heißgaserzeuger
5 weist des Weiteren eine Zündgaseinheit 31 auf. Mithilfe eines ersten Gebläses 19
wird Verbrennungsluft V dem Heißgaserzeuger 5 zugeführt. Wahlweise kann hierbei ein
Schalldämpfer 20 vorgesehen sein.
[0027] Die Fig. 5 zeigt des Weiteren eine im Vergleich zu Fig. 1 alternative Ausführungsform,
bei der die Abfuhröffnung 13 auf den der Abgabestelle 10 zugewandten Bereich des Trocknungsbereiches
gerichtet ist. In diesen Bereichen ist das Trocknungsgut bereits vergleichsweise heiß,
sodass die niedrigen Temperaturen der Kühlluft ausreichen, um Restfeuchtigkeit im
Trocknungsgut abzuführen. Das Kühlmedium erfüllt somit neben seiner kühlenden Funktion
auch die Funktion einer Nachtrocknung.
[0028] Die Trocknungsluft wird in die unteren Bereiche des Trockners dem Zuluftkanal 4 zugeführt,
und über Abgasöffnungen 8, die sich im oberen Bereich des Trockners befinden, abgeführt.
Auf ihrem Weg vom Zuluftkanal 4 zu den Abgasöffnungen 8 durchströmt sie dabei den
Anströmboden 7 und das darauf geförderte Trocknungsgut T. Die Trocknungsluft wird
in weiterer Folge einem Filter und/oder Abscheider 21 zugeführt, der mit der Trocknungsluft
mitgeführte Anteile des Trocknungsgutes T abscheidet. Diese Anteile können über einen
Auslass 22 entfernt werden. Die gefilterte Trocknungsluft verlässt den Abscheider
21 über die Leitung 23, passiert ein zweites Gebläse 24, und wird über einen Schalldämpfer
25 als Abluft abgegeben. Vor dem Eintritt in den Abscheider 21 kann der Trocknungsluft
Frischluft F zugesetzt werden, um die Temperatur der Trocknungsluft zu kontrollieren.
Hierzu kann ein Mengenregler 26 vorgesehen sein, der über einen Temperatursensor 27
geregelt wird. Ein weiterer Sensor 28 überwacht die Trocknungsluft nach Passieren
des Trockners und regelt die Regeleinheit 18 für den Brennstoff über einen Mengenregler
29. Der Mengenregler 29 wird des Weiteren über einen weiteren Sensor 30, der die Temperatur
der Trocknungsluft vor Eintritt in den Trockner überwacht, geregelt.
[0029] Für die erfindungsgemäß vorgesehene Kühlung des Zuluftkanals 4 ist ein weiteres Gebläse
32 vorgesehen, das Frischluft als Kühlmedium K ansaugt, und über die Zufuhröffnung
12 (in der Fig. 4 nicht ersichtlich) dem Zuluftkanal 4 zuführt. Die Kühlluft K weist
hierbei etwa Raumtemperatur auf.
[0030] Mithilfe der Erfindung wird somit ein Trockner verwirklicht, der ohne Verwendung
eines Isoliermaterials eine effektive Kühlung des Zuluftkanals 4 sicherstellt. Dabei
können übermäßige Wärmeausdehnungen des Zuluftkanals 4 vermieden, und somit die Materialbeanspruchung
reduziert werden. Des Weiteren kann der Wartungsaufwand verringert werden, da der
Austausch des Isoliermaterials, oder des Zuluftkanals 4 vermieden werden kann. Durch
eine verbesserte Kühlung des Zuluftkanals 4 und einer geringeren Erwärmung der tragenden
Gehäuseteile kann des Weiteren eine Erhöhung der Tragfähigkeit erreicht werden. Schließlich
ist eine Reinigung mit Wasser möglich, was den Betrieb des erfindungsgemäßen Trockners
zusätzlich erleichtert.
1. Trockner für Trocknungsgut (T) mit einer Aufgabestelle (9) für das Trocknungsgut,
einem Trocknungsbereich, sowie einer Abgabestelle (10) für das Trocknungsgut (T),
wobei ein Zuluftkanal (4) für die Zufuhr eines Trocknungsgases, vorzugsweise Trocknungsluft,
zum Trocknungsbereich vorgesehen ist, sowie zumindest eine Abgasöffnung (8) für die
Abfuhr des Trocknungsgases nach Durchtreten des Trocknungsbereiches, wobei der Zuluftkanal
(4) zumindest abschnittsweise von einer äußeren Wand (11) beabstandet umgeben ist,
die zumindest eine Zufuhröffnung (12) für die Zufuhr eines Kühlmediums (K) aufweist,
sowie zumindest eine Abfuhröffnung (13) für das Kühlmedium (K) vorgesehen ist, und
zwischen der zumindest einen Zufuhröffnung (12) und der zumindest einen Abfuhröffnung
(13) eine Strömungsstrecke (14) für das Kühlmedium (K) zwischen äußerer Wand (11)
und dem Zuluftkanal (4) gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Abfuhröffnung (13) als Durchtrittsöffnung im Zuluftkanal (4),
die den von der äußeren Wand (11) begrenzten Bereich mit dem Inneren des Zuluftkanals
(4) verbindet, ausgeführt ist, wobei die zumindest eine Durchtrittsöffnung (13) in
den oberen Bereichen des Zuluftkanals (4) angeordnet und ausgeführt ist, um eine Strömung
des Kühlmediums (K) entlang der Innenseite des Zuluftkanals (4) nach unten zu ermöglichen.
2. Trockner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Durchtrittsöffnung (13) Leitbleche für das Kühlgas angeordnet sind.
3. Trockner nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Abfuhröffnung (13) auf den der Abgabestelle (10) zugewandten Bereich
des Trocknungsbereiches gerichtet ist.
4. Trockner nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Trockner um einen Fließbetttrockner handelt.
5. Trockner nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Fließbetttrockner um einen schwingungserregten Fließbetttrockner
handelt.
6. Trockner nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Kühlmedium (K) um ein Kühlgas handelt.
7. Trockner nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Zufuhröffnung (12) unterhalb des Zuluftkanals (4) angeordnet ist.
1. A dryer for material to be dried (T) comprising a feeding point (9) for the material
to be dried, a drying region, as well as a delivery point (10) for the material to
be dried (T), wherein an air supply channel (4) for supplying a drying gas, preferably
drying air, to the drying region is provided, as well as at least one exhaust-gas
opening (8) is provided for removing the drying gas after passing through the drying
region, wherein the air supply channel (4) is surrounded at least in sections at a
distance by an outer wall (11), which has at least one supply opening (12) for supplying
a cooling medium (K) as well as at least one removal opening (13) for the cooling
medium (K), wherein between the at least one supply opening (12) and the at least
one removal opening (13) a flow section (14) for the cooling medium (K) is formed
between the outer wall (11) and the air supply channel (4), characterized in that the at least one removal opening (13) is configured as a through-opening in the air
supply channel (4), which connects the region bounded by the outer wall (11) to the
interior of the air supply channel (4), wherein the at least one through-opening (13)
is arranged in the upper regions of the air supply channel (4) and is configured in
such a way as to make it possible for the cooling medium (K) to flow downwards along
the inner side of the air supply channel (4).
2. Dryer according to claim 1, characterized in that baffle plates for the cooling gas are arranged in the region of the through-opening
(13).
3. Dryer according to claim 1 or 2, characterized in that at least one removal opening (13) is directed towards the area of the drying region
facing the delivery point (10).
4. Dryer according to one of claims 1 to 3, characterized in that the dryer is a fluid bed dryer.
5. Dryer according to claim 4, characterized in that the fluid bed dryer is a vibrating fluid bed dryer.
6. Dryer according to one of claims 1 to 5, characterized in that the cooling medium (K) is a cooling gas.
7. Dryer according to one of claims 1 to 6, characterized in that the at least one supply opening (12) dryer is arranged below the air supply channel
(4).
1. Sécheuse pour matière à sécher (T) avec un poste de dépôt (9) de la matière à sécher,
une zone de séchage ainsi qu'un poste de remise (10) de la matière à sécher (T), sachant
qu'un conduit d'arrivée d'air (4) est prévu pour l'approvisionnement en gaz de séchage,
de préférence en air de séchage, de la zone de séchage, ainsi qu'au moins une ouverture
d'échappement (8) pour l'évacuation du gaz de séchage après le passage dans la zone
de séchage, sachant que le conduit d'arrivée d'air (4) est, du moins partiellement,
entouré d'une paroi extérieure (11) à distance qui présente au moins une ouverture
d'alimentation (12) pour l'approvisionnement en réfrigérant (K) et qu'au moins une
ouverture d'évacuation (13) du réfrigérant (K) est prévue, et qu'entre l'ouverture
d'alimentation (12), au moins au nombre de une, et l'ouverture d'évacuation (13) au
moins au nombre de une, est constituée une voie d'écoulement (14) pour le réfrigérant
(K) entre la paroi extérieure (11) et le conduit d'arrivée d'air (4), caractérisée en ce que l'ouverture d'évacuation (13) au moins au nombre de une est conçue comme ouverture
de passage dans le canal d'arrivée d'air (4) qui relie la zone délimitée par la paroi
extérieure (11) avec l'intérieur du conduit d'arrivée d'air (4), sachant que l'ouverture
de passage (13) au moins au nombre de une est disposée dans les parties supérieures
du conduit d'arrivée d'air (4) et est conçue pour permettre un écoulement du réfrigérant
(K) le long du côté intérieur du conduit d'arrivée d'air (4) vers le bas.
2. Sécheuse selon la revendication1, caractérisée en ce que dans la zone de l'ouverture de passage (13), des tôle-guides sont disposées pour
le gaz réfrigérant.
3. Sécheuse selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'au moins une ouverture d'évacuation (13) est dirigée sur la partie de la zone de séchage
orientée vers le poste de remise (10).
4. Sécheuse selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la sécheuse consiste en une sécheuse de lit fluidisé.
5. Sécheuse selon la revendication 4, caractérisée en ce que la sécheuse pour lit fluidisée consiste en une sécheuse pour lit fluidisé stimulée
par des oscillations.
6. Sécheuse selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que le réfrigérant (K) consiste en un gaz réfrigérant.
7. Sécheuse selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que l'ouverture d'alimentation (12) au moins au nombre de une, est disposée en-dessous
du conduit d'arrivée d'air (4).