[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Raffstoreneinrichtung gemäss Patentanspruch
1.
[0002] Dokument
DE 42 41 781 A1 offenbart ein motorisches Betätigungssystem für roll- oder verschiebbare Beschattungs-,
Wetterschutz- oder Sicherheitsanlagen an Gebäuden. Außenseitig des Gebäudes ist eine
montierbare elektromotorische Antriebseinrichtung angebracht, welche mindestens einen
Gleichstrommotor sowie eine solare Stromerzeugungsvorrichtung umfasst, wobei zwischen
Gleichstrommotor und solarer Stromerzeugungsvorrichtung ein Akkumulator geschaltet
ist. Hierbei ist zwischen Akkumulator und Gleichstrommotor eine fernsteuerbare Schaltstufe
geschaltet, wofür der Schaltstufe ein Empfänger einer drahtlosen Fernsteuerung mit
einem Sender vorgeschaltet ist. Die äussere Anordnung der Elemente der elektromotorischen
Antriebseinrichtung verhindert zwar das Durchdringen der Gebäudeaussenwand zur Montage
der Antriebseinrichtung, hingegen sind die Elemente der Antriebseinrichtung derart
um die Beschattungsanlage verteilt, dass die vollständige Montage erst vor Ort erfolgen
kann.
[0003] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Raffstoreneinrichtung
zu schaffen, bei der eine Motorsteuereinheit und ein Raffmotor platzsparend vorab
montiert werden können, um bei der vor Ort Montage Zeit und Materialkosten zu sparen.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einer Raffstoreneinrichtung gelöst, welche die Merkmale des
Patentanspruchs 1 aufweist.
[0005] Die Raffstoreneinrichtung gemäss Patentanspruch 1 umfasst eine Raffstore mit vertikal
übereinander angeordneten Lamellen, wobei in einer Oberschiene eine Wippe angeordnet
ist, welche eine Aufzugwalze zum Heben und Senken der Lamellen mittels eines an einer
unterhalb der Lamellen angeordneten Unterschiene befestigten Aufzugbandes und eine
Kippwalze zum Tragen, Beabstanden und Wenden der Lamellen mittels eines an den Lamellen
befestigten Leiterbandes aufweist. Ein Raffmotor als Teil der Raffstoreneinrichtung
weist eine Motorwelle auf, welche mit der Wippe zusammenwirkt, um die Aufzugwalze
und die Kippwalze anzutreiben, wobei ein Motorgehäuse des Raffmotors an der Oberschiene
befestigt ist. Zudem weist die Raffstoreneinrichtung eine Motorsteuereinheit mit einem
elektrischen Akkumulator und einem mit einer externen Energiequelle verbundenen Laderegler
auf, welcher das Laden des elektrischen Akkumulators regelt. Des Weiteren umfasst
die Motorsteuereinheit ein Empfangselement, welches ein externes Eingangssignal zum
Heben, Senken oder Wenden der Lamellen empfängt und eine Motorsteuerung ist vom elektrischen
Akkumulator gespiesen und erhält ein Steuersignal vom Empfangselement, um den Raffmotor
zu steuern und zu speisen, wobei die Motorsteuereinheit am Motorgehäuse angeordnet
ist.
[0006] Durch die erfindungsgemässe Anordnung der Motorsteuereinheit am Motorgehäuse des
Raffmotors ist eine integrale und kompakte vorab Montage der Raffstoreneinrichtung
mit der Raffstore, dem Raffmotor und der Motorsteuereinheit möglich. Entsprechend
ist der Monteur nicht auf die äusserlichen Gegebenheiten des Gebäudes angewiesen,
an welcher die Raffstore montiert werden soll. Da die Raffstoreneinrichtung vorab
schon vollständig ab Werk vormontiert werden kann und keine Durchführungen für die
elektrischen Verbindungen zwischen den einzelnen Komponenten der Motorsteuereinheit
notwendig sind, kann auf bauliche Massnahmen im Mauerwerk des Gebäudes verzichtet
werden; dies führt zu einer erheblichen Zeitersparnis bei der Montage vor Ort, was
wiederum zu reduzierten Montagekosten führt.
[0007] Da lediglich ein Anschlusskabel für die Verbindung der externen Energiequelle mit
dem Laderegler in der Motorsteuereinheit notwendig ist, kann auf zusätzliche elektrische
Kabelverbindungen verzichtet werden, was eine enorme Platzersparnis mit sich bringt.
Zudem sind auch die Materialkosten der gesamten Raffstoreneinrichtung erheblich reduziert.
[0008] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Motorsteuereinheit in einem direkt
am Motorgehäuse angeordneten Steuergehäuse angeordnet. Die Verwendung eines Steuergehäuses
für die Motorsteuereinheit hat den Vorteil, dass die elektronischen Bauteile, wie
der elektrische Akkumulator, der Laderegler, das Empfangselement und die Motorsteuerung
auf elektronischen Platinen kompakt und integral kombiniert werden können, ohne Verwendung
von externen Kabelverbindungen. Zum Schutz der elektronischen Bauteile vor Staub und/oder
Feuchtigkeit von Aussen, ist das Steuergehäuse vorzugsweise geschlossen. Es sei erwähnt,
dass für die elektronischen Bauteile der Motorsteuereinheit im Steuergehäuse entweder
eine gemeinsame Platine oder aber auch separate Platinen mit elektronischen Baugruppen
zum Einsatz kommen können, welche über eine Hauptplatine miteinander elektrisch in
Verbindung stehen.
[0009] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Steuergehäuse an einer den
Lamellen zugewandten Seite des Motorgehäuses angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass
die im Steuergehäuse angeordneten elektronischen Bauteile der Motorsteuereinheit zum
Einen von der Oberschiene, respektive dem Motorgehäuse und zum Anderen von den Lamellen
vor äusseren Einwirkungen im Steuergehäuse geschützt sind. Zudem erlaubt die lamellenseitige
Anordnung des Motorsteuereinheit aufweisenden Steuergehäuses zum Motorgehäuse eine
kaum begrenzende laterale Dimensionierung des Steuergehäuses in Längsrichtung der
Oberschiene.
[0010] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist am Steuergehäuse lamellenseitig ein Endschalter
angeordnet, welcher dazu dient, den Raffmotor zu stoppen, sobald die oberste Lamelle
den Endschalter betätigt. Dies ermöglicht auf einfache und günstige Art und Weise
das Abschalten des Raffmotors, sobald die Raffstore vollständig eingefahren ist. Zum
Schutz vor Verunreinigungen der elektronischen Bauteile im Steuergehäuse kann lamellenseitig
das Steuergehäuse mit einem Deckel versehen sein, an welchem der Endschalter angeordnet
ist. Als Endschalter könnte beispielsweise ein handelsüblicher Drucksensor zum Einsatz
kommen, welcher bei zusammenwirken der obersten Lamelle mit dem Drucksensor ein Stopsignal
für den Raffmotor generiert und an die Motorsteuereinheit übermittelt.
[0011] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist das Empfangselement ein Funkempfänger,
welcher ein Funksignal von einem Funksender empfängt. Dies bewirkt in bekannter Art
und Weise eine kabellose Verbindung von vom Benutzer getätigten Eingaben an einem
Funksender integrierten Handgerät betreffend der Kipplage der Lamellen oder der Höhe
der Raffstore.
[0012] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die externe Energiequelle eine Solarenergiequelle,
welche mittels Solarzellen die Sonnenenergie in elektrische Energie umwandelt. Die
Verwendung der Solarzelle als Energiequelle hat den Vorteil, dass die gewandelte Sonnenenergie
den elektrischen Akkumulator energieautonom auflädt.
[0013] Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die Solarzellen an der Oberschiene der
Raffstore, an einer Blende der Raffstore, an den Lamellen der Raffstore oder am selben
Gebäude wie die Raffstore angeordnet. Dies ist zweckmässig für Raffstoreneinrichtungen,
die sich an der dem Tageslicht zugewandten Seite befinden und ermöglichen die energieautonome
Aufladung des elektrischen Akkumulators mittels des Ladereglers in der Motorsteuereinheit.
[0014] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die externe Energiequelle eine
Windenergiequelle, welche mittels eines Windgenerators die Windenergie in elektrische
Energie umwandelt. Auch bei dieser Ausführungsform, wird in der Motorsteuereinheit
der elektrische Akkumulator mittels des Ladereglers energieautonom aufgeladen.
[0015] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der Windgenerator ein Windrad, welches
am selben Gebäude wie die Raffstore angeordnet ist. Diese Ausführungsform kann vorzugsweise
in Regionen mit regelmässigem Windaufkommen zum Einsatz kommen und bildet eine zusätzliche
Alternative zur oben genannten Sonnenenergie. Für den Fall, dass keine Sonnenenergie
verfügbar ist, hingegen ausreichend Wind das Windrad antreiben könnte, würde der elektrische
Akkumulator alternativ mit windgestützter elektrischer Energie aufgeladen werden.
[0016] Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist der Raffmotor einen elektrischen Gleichstrommotor
mit 12V bzw. 24V Versorgungsspannung auf. Dies hat den Vorteil, dass der elektrische
Gleichstrommotor mit dem elektrischen Akkumulator antreibbar ist, welcher seine elektrische
Energie über die externe Energiequelle, insbesondere mittels der Solarzelle oder des
Windrades, erhält.
[0017] Alternativ ist es auch denkbar, dass die elektrische Energiequelle beispielsweise
eine 12V Batterie, wie beispielsweise eine Autobatterie ist, oder über das Stromnetz
von 230V betrieben wird.
[0018] Hierbei sei erwähnt, dass das Stromnetz mittels eines AC/DC-Wandlers und eines elektrischen
Transformators auf die notwendige Speisespannung von 12V bzw. 24V herab transformiert
werden müsste. Entsprechend könnte die Motorsteuereinheit die notwendigen elektrischen
Bauteile optional auf elektronischen Platinen im Steuergehäuse aufweisen.
[0019] Weitere Vorteile und Eigenschaften der erfindungsgemässen Raffstoreneinrichtung gehen
aus der nachstehenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels hervor, welches anhand
der Zeichnung erläutert wird.
[0020] Es zeigen rein schematisch:
- Fig. 1
- in Ansicht eine erfindungsgemässe Raffstoreneinrichtung mit einer Motorsteuereinheit
zur Ansteuerung einer Raffstore mittels eines Raffmotors; und
- Fig. 2
- ein Blockschaltbild der Motorsteuereinheit.
[0021] Die in Fig. 1 gezeigte Raffstoreneinrichtung 10 weist eine Raffstore 12 mit vertikal
übereinander angeordneten Lamellen 14 auf, die in vorliegendem Ausführungsbeispiel,
beispielsweise zum Schutz vor Pendelbewegungen bei höheren Windstärken im Aussenbereich,
von zwei parallel zueinander angeordneten Führungsschienen 16 mittels Führungsbolzen
18 geführt sind. Zur besseren Veranschaulichung, sind die Lamellen 14 in einer geringen
Kipplage dargestellt.
[0022] Um im eingefahrenen Zustand der Raffstore 12 eine enge Stapelung der Lamellen 14
zu ermöglichen, ist an jeder Lamelle 14 lediglich ein Führungsbolzen 18 angeordnet,
welcher zur darunterliegenden Lamelle 14 mit Führungsbolzen 18 alternierend angeordnet
ist, so dass die übereinander angeordneten benachbarten Lamellen 14 durch den Versatz
der Führungsbolzen 18 bei der Stapelung nicht behindern werden. In diesem Zusammenhang
sei noch erwähnt, dass bei Raffstoren 12, welche im Aussenbereich angebracht sind,
auf Grund der Windverhältnisse und zum Schutz gegen Verschmutzungen, in der Regel
die gestapelten Lamellen 14 von einer Blende 20 geschützt sind. Diese Blende 20 kann
beispielsweise an einer Oberschiene 22 der Raffstore 12 oder an einem Mauerwerk (nicht
gezeigt) eines Gebäudes (nicht gezeigt), an welcher die Raffstore 12 zum Einsatz kommt,
angeordnet sein.
[0023] Zum Heben und Senken der Lamellen 14 der Raffstore 12 sind sämtliche Lamellen 14
in bekannter Art und Weise von einem Aufzugband 24 (schematische Darstellung) mit
Spiel durchgriffen. Die am Aufzugband 24 angeordneten Lamellen 14 können mittels einer
Wippe 26 der Raffstore 12 rauf und runter bewegt werden, wobei die Wippe 26 in bekannter
Art und Weise eine Aufzugwalze (nicht gezeigt) aufweist. Das Aufzugband 24 ist fest
mit der Aufzugwalze verbunden und bei Drehung der Aufzugwalze wickelt sich das Aufzugband
auf oder ab. Diesbezüglich weist die Aufzugwalze als Teil der Wippe 26 ein Mitnahmeprofil
(nicht gezeigt) für eine Antriebswelle 27 auf, welche über eine Kupplung 28 mit einer
Motorwelle 29 eines Raffmotors 30 (gestrichelt angedeutet) verbunden ist. Bei Antrieb
der mit der Motorwelle 29 in Verbindung stehenden Antriebswelle 27 wird die Aufzugwalze
in Rotation versetzt und wie oben ausgeführt wickelt sich das Aufzugband 24 entsprechend
der Drehrichtung des Raffmotors 30 auf oder ab. In diesem Zusammenhang werden die
am Aufzugband 24 angeordneten Lamellen 14 gehoben oder gesenkt, wobei das Aufzugband
24 an einem der Wippe 26 abgewandten Ende 32 des Aufzugbandes 24 an einer Unterschiene
34 befestigt ist. Die Unterschiene 34 kann durch eine unterste Lamelle 34' gebildet
sein. Bevorzugt ist zur Stabilisierung der Raffstore 12 die Unterschiene 34 in beiden
Führungsschienen 16 mit Führungsbolzen 18 geführt.
[0024] Unabhängig vom Heben und Senken der Lamellen 14 besteht die Möglichkeit, die Lamellen
14 der Raffstore 12 mittels eines Leiterbandes 36 zu Tragen, zu Beabstanden und zu
Wenden. Das Leiterband 36 wirkt ebenfalls mit der Wippe 26 zusammen, wobei eine Kippwalze
38 zusammen mit dem Leiterband 36 eine Reibungsmitnahme in bekannter Art und Weise
erlaubt. Durch das Kippen der Lamellen 14 kann eine Parallelstellung zur freien Sicht
nach Aussen bzw. Innen, eine Zwischenstellung zum Schutz vor einfallendem Sonnenlicht
und Heben bzw. Senken der Lammelen oder das vollständige Schliessen der Raffstore
12 zur Abdunkelung bewerkstelligt werden. Somit wird dem Benutzer durch die Kipplage
der Lamellen 14 ermöglicht, je nach Einfallswinkel des Sonnenstrahls die Lamellen
14 zur Beschattung oder gar als Sichtschutz anzupassen. Auch das Leiterband 36 ist
vorzugsweise zur Stabilisierung der Raffstore 12 an der Unterschiene 34 befestigt.
[0025] Wie oben ausgeführt, durchgreift die mit der Motorwelle 29 in Verbindung stehende
Antriebswelle 27 das Mitnahmeprofil der Wippe 26 derart, dass die Aufzugwalze und
die Kippwalze gleichermassen angetrieben werden. Durch die Reibmitnahme des Leiterbandes
36 in der Kippwalze, kann der Raffmotor 30 nach Erhalt eines Steuersignals die Kipplage
der Lamellen 14 definiert einstellen.
[0026] Ein Motorgehäuse 40 des Raffmotors 30 ist an der Oberschiene 22 der Raffstore 12
befestigt. Die Oberschiene 22 ist in bekannter Art und Weise als u-förmiges Profil
(nicht gezeigt) ausgebildet und schützt den Raffmotor 30 sowie die mit der Motorwelle
29 in Verbindung stehende Antriebswelle 27 vor allfälligen Einflüssen von Aussen.
[0027] Eine Motorsteuereinheit 44, welche im Zusammenhang mit Fig. 2 im Detail beschrieben
wird, dient der Steuerung und Versorgung des Raffmotors 30. Die Motorsteuereinheit
44 ist in einem direkt am Motorgehäuse 40 angeordneten Steuergehäuse 46 angeordnet.
Das Steuergehäuse 46 wiederum ist an einer den Lamellen 14 zugewandten Seite 48 des
Motorgehäuses 40 angeordnet.
[0028] Zur Feststellung des eingefahrenen Zustandes der Raffstore 12 ist dem Steuergehäuse
46 lamellenseitig ein Endschalter 50 angeordnet, welcher dazu dient, den Raffmotor
30 zu stoppen, sobald die oberste Lamelle 52 der Raffstore 12 den Endschalter 50 betätigt.
Zum Schutz der elektronischen Bauteile in der Motorsteuereinheit 44 ist lamellenseitig
das Steuergehäuse 46 vorzugsweise mit einem Deckel 49 versehen und der Endschalter
50 ist entsprechend am Deckel 49 angeordnet.
[0029] Die elektrische Versorgung der Raffstore 12 erfolgt vorzugsweise durch Zufuhr der
elektrischen Energie mittels einer externen Energiequelle 54, welche mit dem Raffmotor
30 respektive der Motorsteuereinheit 44 über ein Verbindungskabel 56 verbunden ist.
In Fig. 1 ist der Stromverlauf der elektrischen Verbindung schematisch dargestellt
und kann beliebig ausgeführt sein.
[0030] In bevorzugter Weise ist die externe Energiequelle 54 eine Solarenergiequelle 54',
welche mittels Solarzellen 58 die Solarenergie in elektrische Energie umwandelt. In
vorliegendem Ausführungsbeispiel ist die Solarzelle 58 auf dem Dach eines Gebäudes
mit der Raffstore 12 angeordnet und mittels des Verbindungskabels 56 kann die elektrische
Verbindung zur Motorsteuereinheit 44 hergestellt werden.
[0031] Ebenso ist es auch denkbar, dass die externe Energiequelle 54 eine Windenergiequelle
54" ist, welche mittels Windrädern 60 die Windenergie in elektrische Energie umwandelt.
Hierbei sei erwähnt, dass auch kleine Windräder zum Einsatz kommen können, welche
am selben Gebäude wie die Raffstore 12 angeordnet sind. Auch bei dieser Ausführungsform
kann mit dem Verbindungskabel 56 die elektrische Verbindung zur Motorsteuereinheit
44 herstellt werden.
[0032] Alternativ besteht auch die Möglichkeit als externe Energiequelle 54 eine beispielsweise
12V Batterie 61, wie beispielsweise eine Autobatterie, oder das elektrische Stromnetz
63 von 230V zu nutzen. Entsprechend wird über das Verbindungskabel 56' (gestrichelt
gezeichnet) die elektrische Verbindung zur Motorsteuereinheit 44 hergestellt.
[0033] Beim elektrischen Stromnetz 63 ist selbstredend ein Netzgerät notwendig, wobei nach
AC/DC-Wandlung und elektrischer Transformation auf eine Versorgungsspannung von 12V
bzw. 24V der Raffmotor 30 betrieben werden könnte. Diesbezüglich sei erwähnt, dass
der Raffmotor 30 vorzugsweise einen elektrischen Gleichstrommotor mit 12V bzw. 24V
Versorgungsspannung aufweist.
[0034] Die erfindungsgemässe Anordnung der Motorsteuereinheit 44 am Motorgehäuse 40 des
Raffmotors 30 führt zu einer einfachen und kompakten Montage der Raffstoreneinrichtung
10, da deren Bestandteile schon vorab montiert werden können und eine Montage vor
Ort und bauliche Massnahmen am Gebäude, an welchem die Raffstore 12 montiert werden
soll, wegfallen.
[0035] Die in Fig. 2 gezeigte Motorsteuereinheit 44 ist wie oben ausgeführt, im Steuergehäuse
46 angeordnet. Die Motorsteuereinheit 44 umfasst einen Laderegler 62, welcher mit
der externen Energiequelle 54, wie im Zusammenhang mit Fig. 1 beschrieben, mittels
des Verbindungskabels 56 elektrisch in Verbindung steht. Entsprechend regelt der Laderegler
62 das Aufladen eines elektrischen Akkumulators 64. In vorliegendem Ausführungsbeispiel
handelt es sich vorzugsweise um vier elektrische Akkumulatoren 64, die in der Motorsteuereinheit
platzsparend angeordnet sind und über den Laderegler 62 aufgeladen werden können.
[0036] Mittels eines Zustandsüberwachers 65 kann der Ladezustand der Akkumulatoren 64 optisch
über LED's (nicht gezeigt) angezeigt und überwacht werden. Entsprechend können die
LED's des Zustandsüberwachers 65 gemäss dem Ampelprinzip bei rot den ungeladenen Zustand,
bei gelb den Auflagevorgang und bei grün den vollständig geladenen Zustand der Akkumulatoren
64 visuell darstellen.
[0037] Ein in der Motorsteuereinheit 44 angeordnetes Empfangselement 66 ist in vorliegendem
Ausführungsbeispiel als Funkempfänger 66' ausgebildet. Der Funkempfänger 66' empfängt
ein externes Eingangssignal 68 in Form eines Funksignals 68' von einem Funksender
(nicht gezeigt) zum Heben, Senken oder Wenden der Lamellen 14.
[0038] Für den Fall, dass die Raffstore 12 vollständig eingefahren ist, wird der Raffmotor
30 ausschließlich eine Drehrichtung zum Senken der Raffstore 12 ausführen. In einer
Zwischenstellung oder geschlossenen Stellung der Lamellen 14 hingegen, wird erst mittels
der Kippwalze eine Parallelstellung der Lamellen 14 eingestellt und dann in der Höhe
verfahren. Bei der vollständig ausgefahrenen Raffstore 12, wird ebenfalls erst die
Parallelstellung eingestellt und dann erst die Raffstore 12 nach oben verfahren. Hierbei
erhält der Raffmotor 30 in der vollständig ausgefahrenen Stellung der Raffstore 12
ausschließlich ein Signal zum Heben der Lamellen und nicht zum Senken.
[0039] Die Motorsteuerung 72 ist ebenfalls in der Motorsteuereinheit 44 angeordnet und vom
elektrischen Akkumulator 64 gespiesen. Somit erfolgt die elektrische Versorgung des
Raffmotors 30 über die vom elektrischen Akkumulator 64 gespiesene Versorgungsspannung.
[0040] Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die in Fig. 2 im Steuergehäuse 46 angeordneten
elektronischen Bauteile, insbesondere der elektrische Akkumulator 64, der Laderegler
62, der Funkempfänger 66', der Zustandsüberwacher 65, der Endschalter 50 und die Motorsteuerung
72 entweder auf einer einzigen Platine oder auf separaten Platinen aufgebaut und mit
einer Hauptplatine (nicht gezeigt) verbunden sein können.
[0041] Dem Motorgehäuse 40 des Raffmotors 30 kann eine Speisebuchse (nicht gezeigt) für
das Verbindungskabel 56 angeordnet sein, so dass die elektrische Verbindung innerhalb
des Raffmotors 30 zum Steuergehäuse 46 und über die Motorsteuerung 72 wieder zum Raffmotor
30 zurück geführt wird, wie in Fig. 1 schematisch gezeigt. Es ist aber auch denkbar,
dass das Verbindungskabel 56 direkt am Steuergehäuse 46 angeordnet ist, um die elektrischen
Akkumulatoren 64 mit dem Laderegler 62 aufzuladen.
[0042] Alternativ ist es auch denkbar, dass das Empfangselement 66 in der Motorsteuereinheit
44 über eine WLAN (wireless LAN) Verbindung oder eine Bluetooth Verbindung ein weiteres
externes Eingangssignal zum Heben, Senken oder Wenden der Lamellen 14 erhält.
1. Raffstoreneinrichtung umfassend:
eine Raffstore (12) mit vertikal übereinander angeordneten Lamellen (14), einer in
einer Oberschiene (22) angeordneten Wippe (26), welche eine Aufzugwalze zum Heben
und Senken der Lamellen (14) mittels eines an einer unterhalb der Lamellen (14) angeordneten
Unterschiene (34) befestigten Aufzugbandes (24) und eine Kippwalze zum Tragen, Beabstanden
und Wenden der Lamellen mittels eines an den Lamellen (14) befestigten Leiterbandes
(36) aufweist;
einen Raffmotor (30) mit einer mit der Wippe (26) zusammenwirkenden Motorwelle (29),
um die Aufzugwalze und die Kippwalze anzutreiben, wobei ein Motorgehäuse (40) des
Raffmotors (30) an der Oberschiene (22) befestigt ist; und
eine Motorsteuereinheit (44) mit einem elektrischen Akkumulator (64), einem Laderegler
(62), welcher mit einer externen Energiequelle (54) verbunden ist und das Laden des
elektrischen Akkumulators (64) regelt, einem Empfangselement (66), welches ein externes
Eingangssignal zum Heben, Senken oder Wenden der Lamellen (14) empfängt, und einer
Motorsteuerung (72), welche vom elektrischen Akkumulator (64) gespiesen ist und ein
Steuersignal vom Empfangselement (66) erhält, um den Raffmotor (30) zu steuern und
zu speisen, wobei
die Motorsteuereinheit (44) am Motorgehäuse (40) angeordnet ist.
2. Raffstoreneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Motorsteuereinheit (44) in einem direkt am Motorgehäuse (40) angeordneten Steuergehäuse
(46) angeordnet ist.
3. Raffstoreneinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuergehäuse (46) an einer den Lamellen (14) zugewandten Seite (48) des Motorgehäuses
(40) angeordnet ist.
4. Raffstoreneinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass am Steuergehäuse (46) lamellenseitig ein Endschalter (50) angeordnet ist, welcher
dazu dient, den Raffmotor (30) zu stoppen, sobald die oberste Lamelle (52) den Endschalter
(50) betätigt.
5. Raffstoreneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Empfangselement (66) ein Funkempfänger (66') ist, welcher ein Funksignal von
einem Funksender empfängt.
6. Raffstoreneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die externe Energiequelle (54) eine Solarenergiequelle (54') ist, welche mittels
Solarzellen (58) die Sonnenenergie in elektrische Energie umwandelt.
7. Raffstoreneinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Solarzellen (58) an der Oberschiene (22) der Raffstore (12), an einer Blende
(20) der Raffstore (12), an den Lamellen (14) der Raffstore (12) oder am selben Gebäude
wie die Raffstore (12) angeordnet sind.
8. Raffstoreneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die externe Energiequelle (54) eine Windenergiequelle (54") ist, welche mittels eines
Windgenerators die Windenergie in elektrische Energie umwandelt.
9. Raffstoreneinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Windgenerator ein Windrad (60) ist, welches am selben Gebäude wie die Raffstore
(12) angeordnet ist.
10. Raffstoreneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Raffmotor (30) einen elektrischen Gleichstrommotor mit 12V bzw. 24V Versorgungsspannung
aufweist.