[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Regelverfahren für eine Kaltwalzstraße, die
mehrere von einem Kaltband nacheinander durchlaufene Walzgerüste und eine dem zuerst
durchlaufenen Walzgerüst vorgeordnete Bandzuführeinrichtung aufweist,
- wobei der Bandzuführeinrichtung eine nullte Sollgeschwindigkeit zugeführt wird, so
dass die Bandzuführeinrichtung das Kaltband dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst mit
einer mit der nullten Sollgeschwindigkeit korrespondierenden nullten Istgeschwindigkeit
zuführt,
- wobei dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst eine erste Sollgeschwindigkeit zugeführt
wird, so dass Walzen des zuerst durchlaufenen Walzgerüsts mit einer mit der ersten
Sollgeschwindigkeit korrespondierenden ersten Istgeschwindigkeit rotieren,
- wobei mittels einer zwischen dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst und dem als nächstes
durchlaufenen Walzgerüst angeordneten ersten Dickenerfassungseinrichtung eine erste
Istdicke des Kaltbandes erfasst wird,
- wobei anhand der ersten Istdicke des Kaltbandes und einer ersten Solldicke des Kaltbandes
ein Grundausgangssignal ermittelt wird.
[0002] Aus
JP- A 2004268084 ist bekannt, die Banddicke am Ausgang einer Tandemwalzstrasse zu regeln, indem starke
Bandzugänderungen zwischen den einzelnen Walzgerüsten vermieden werden. Dazu wird
die Walzenumfangsgeschwindigkeit des dem Walzgerüst N vorgelagerten Walzgerüstes N-1
mittels eines Koeffizienten angepasst. Der Koeffizient wird auf Basis der Abweichung
zwischen dem Zielwert der Banddicke und der mittels des Massenflussgesetzes geschätzten
Bandausgangsdicke ermittelt.
[0003] Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin ein Computerprogramm, das Maschinencode
aufweist, der von einer Steuereinrichtung einer mehrgerüstigen Walzstraße unmittelbar
ausführbar ist und dessen Ausführung durch die Steuereinrichtung bewirkt, dass die
Steuereinrichtung die Kaltwalzstraße gemäß einem derartigen Regelverfahren regelt.
Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung einen Datenträger mit einem auf dem Datenträger
gespeicherten derartigen Computerprogramm.
[0004] Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung eine Steuereinrichtung einer Kaltwalzstraße,
die mehrere von einem Kaltband nacheinander durchlaufene Walzgerüste und eine dem
zuerst durchlaufenen Walzgerüst vorgeordnete Bandzuführeinrichtung aufweist,
- wobei die Steuereinrichtung der Bandzuführeinrichtung eine nullte Sollgeschwindigkeit
zuführt, so dass die Bandzuführeinrichtung das Kaltband dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst
mit einer mit der nullten Sollgeschwindigkeit korrespondierenden nullten Istgeschwindigkeit
zuführt,
- wobei die Steuereinrichtung dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst eine erste Sollgeschwindigkeit
zuführt, so dass Walzen des zuerst durchlaufenen Walzgerüsts mit einer mit der ersten
Sollgeschwindigkeit korrespondierenden ersten Istgeschwindigkeit rotieren,
- wobei die Steuereinrichtung von einer ersten Dickenerfassungseinrichtung, die zwischen
dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst und dem als nächstes durchlaufenen Walzgerüst
angeordnet ist, eine erste Istdicke des Kaltbandes entgegen nimmt,
- wobei die Steuereinrichtung einen Dickenregler aufweist, der anhand der ersten Istdicke
des Kaltbandes und einer ersten Solldicke des Kaltbandes ein Grundausgangssignal ermittelt.
[0005] Schließlich betrifft die vorliegende Erfindung eine Kaltwalzstraße,
- wobei die Kaltwalzstraße mehrere von einem Kaltband nacheinander durchlaufene Walzgerüste
aufweist,
- wobei die Kaltwalzstraße eine dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst vorgeordnete Bandzuführeinrichtung
aufweist,
- wobei die Kaltwalzstraße eine erste Dickenerfassungseinrichtung aufweist, die zwischen
dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst und dem als nächstes durchlaufenen Walzgerüst
angeordnet ist und mittels derer eine erste Istdicke des Kaltbandes erfasst wird,
- wobei die Kaltwalzstraße eine Steuereinrichtung der obenstehend beschriebenen Art
aufweist, so dass die Kaltwalzstraße gemäß einem Regelverfahren der obenstehend beschriebenen
Art betrieben wird.
[0006] Diese Gegenstände sind allgemein bekannt.
[0007] Aus der
DE 39 25 104 A1 ist eine Vorrichtung zur Banddickenregelung bei eingerüstigen Kaltwalzwerken bekannt,
wobei die Vorrichtung einen Abhaspel für den in das Walzgerüst des Kaltwalzwerks einlaufenden
Bandteil und einen Aufhaspel für den aus dem Walzgerüst auslaufenden Bandteil aufweist.
Es ist eine Einrichtung zur Regelung der Drehzahl des Abhaspels in dem Sinne vorgesehen,
dass die Geschwindigkeit des einlaufenden Bandteiles in Relation zur Geschwindigkeit
des auslaufenden Bandteiles entsprechend der gewünschten Stichabnahme geregelt wird.
In der
DE 39 25 104 A1 ist weiterhin ausgeführt, dass durch diese Maßnahmen das entsprechende Massenflussprinzip
realisiert wird und die Anwendung dieses Prinzips zur Regelung von mehrgerüstigen
Kaltbandstraßen grundsätzlich bekannt sei.
[0008] Bei mehrgerüstigen Kaltwalzstraßen werden die Banddicken und die Bandzüge üblicherweise
nach dem Massenfluss-Regelkonzept eingestellt, vorzugsweise in der erweiterten Variante,
bei der eine einlaufseitig angeordnete Bandzuführeinrichtung als nulltes Walzgerüst
betrachtet wird. Über die Vorgabe der Bandgeschwindigkeiten in den einzelnen Sektionen
der mehrgerüstigen Walzstraße (also zwischen je zwei unmittelbar benachbarten Walzgerüsten)
stellen sich quasi-automatisch die gewünschten Banddicken ein. Da die Istgeschwindigkeiten
des Kaltbandes in den einzelnen Sektionen jedoch nur mittelbar über die Walzenumfangsgeschwindigkeiten
der Walzgerüste eingestellt werden können, ist die Voreilung der Istgeschwindigkeiten
des Kaltbandes in den einzelnen Sektionen gegenüber den Walzengeschwindigkeiten ein
Unsicherheitsfaktor. Die zunehmend höheren Anforderungen an die Maßhaltigkeit der
Walzprodukte erfordern daher neue Methoden, um diese Unsicherheiten in der Voreilung
ausschalten zu können.
[0009] Zur Lösung der obenstehend erläuterten Problematik ist bekannt, Dickenfehler, die
sich aus den nicht bekannten Voreilungen in den Zwischengerüsten ergeben, durch einen
Dickenregelkreis im Auslauf der Kaltwalzstraße zu bedämpfen. Insbesondere in der üblichsten
Betriebsart, bei der das letzte Walzgerüst der Kaltwalzstraße im Dressierbetrieb arbeitet
(also nur mit sehr geringer Dickenabnahme von beispielsweise 1 % bis 2 %), kann die
langsame Monitorregelung am Auslauf der Kaltwalzstraße diese Dickenfehler nur unzureichend
korrigieren.
[0010] Es ist bekannt, die Voreilung an den wesentlichen Arbeitspunkten jedes Walzgerüsts
zu modellieren. Hierdurch werden die Walzenumfangsgeschwindigkeiten derart vorgesteuert,
dass die Istgeschwindigkeiten des Kaltbandes in den einzelnen Sektionen den entsprechenden
Sollwerten möglichst nahe kommen. Wenn weiterhin - was insbesondere bei Kaltwalzwerken
mit einem S-Rollensatz im Einlauf möglich ist - der einlaufende Materialfluss auf
einen Soll-Massenfluss festgelegt werden kann, wirken sich bei Nutzung der bekannten
Zugregelkonzepte die Voreilungsunsicherheiten kaum auf die Zieldickenqualität aus.
[0011] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, Möglichkeiten zu schaffen,
mittels derer die auslaufende Istdicken mindestens eines der Walzgerüste korrekt eingestellt
werden kann. Die Möglichkeit soll hierbei mit einer korrekten Einstellung des einlaufseitigen
Massenflusses kombiniert sein.
[0012] Die Aufgabe wird für ein Regelverfahren der eingangs beschriebenen Art dadurch gelöst,
- dass anhand des Grundausgangssignals die erste Sollgeschwindigkeit, nicht aber die
nullte Sollgeschwindigkeit nachgeführt wird, so dass die erste Istdicke des Kaltbandes
an die erste Solldicke des Kaltbandes angeglichen wird,
- dass mittels einer zwischen der Bandzuführeinrichtung und dem zuerst durchlaufenen
Walzgerüst angeordneten nullten Dickenerfassungseinrichtung eine nullte Istdicke des
Kaltbandes erfasst wird und
- dass mittels eines nullten Vorwärtsreglers die nullte Sollgeschwindigkeit derart nachgeführt
wird, dass das Produkt von nullter Sollgeschwindigkeit und nullter Istdicke auf einen
Sollmassenfluss eingestellt wird.
[0013] Hiermit korrespondierend ist das Computerprogramm derart ausgebildet, dass es diese
Maßnahmen bewirkt. Ebenso weist der Datenträger ein entsprechendes Computerprogramm
auf.
[0014] Weiterhin wird die Aufgabe für die obenstehend beschriebene Steuereinrichtung durch
die korrespondierende Maßnahmen gelöst. Die erfindungsgemäße Kaltwalzstraße weist
eine derartige Steuereinrichtung auf, so dass die Steuereinrichtung im Betrieb die
Kaltwalzstraße entsprechend einem derartigen Regelverfahren betreibt.
[0015] In einer bevorzugten Ausgestaltung des Regelverfahrens ist vorgesehen,
- dass die Steuereinrichtung einen Massenflussregler aufweist, der von einer nullten
Dickenerfassungseinrichtung, die zwischen der Bandzuführeinrichtung und dem zuerst
durchlaufenen Walzgerüst angeordnet ist, eine nullte Istdicke des Kaltbandes entgegen
nimmt,
- dass der Massenflussregler weiterhin die nullte Istgeschwindigkeit und eine Istgeschwindigkeit
des Kaltbandes zwischen dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst und dem als nächstes durchlaufenen
Walzgerüst entgegen nimmt und
- dass der Massenflussregler anhand der von ihm entgegen genommenen Größen ein Zusatzausgangssignal
ermittelt, anhand dessen die erste Sollgeschwindigkeit, nicht aber die nullte Sollgeschwindigkeit,
nachgeführt wird, so dass die erste Istdicke des Kaltbandes an die erste Solldicke
des Kaltbandes angeglichen wird.
[0016] Durch diese Maßnahme kann eine höhere Regeldynamik erreicht werden.
[0017] In einer bevorzugten Ausgestaltung der letztgenannten Ausführungsform nimmt der Massenflussregler
auch das Grundausgangssignal entgegen.
[0018] In einer weiter bevorzugten Ausgestaltung gibt der nullte Vorwärtsregler sein Ausgangssignal
beim Zuschalten des nullten Vorwärtsreglers gerampt aus. Durch diese letztgenannte
Maßnahme ergibt sich ein sanfteres, stabileres Zuschalten des nullten Vorwärtsreglers.
[0019] In einer weiterhin bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen,
dass die Steuereinrichtung einen ersten Vorwärtsregler aufweist, der von der ersten
Dickenerfassungseinrichtung die erste Istdicke entgegen nimmt. Der erste Vorwärtsregler
führt in diesem Fall die erste Sollgeschwindigkeit und die nullte Sollgeschwindigkeit
gleichartig nach.
[0020] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der letztgenannten Ausführungsform gibt
der erste Vorwärtsregler sein Ausgangssignal beim Zuschalten des ersten Vorwärtsreglers
gerampt aus. Durch diese letztgenannte Maßnahme ergibt sich ein sanfteres, stabileres
Zuschalten des ersten Vorwärtsreglers.
[0021] Die obenstehend beschriebenen Ausgestaltungen des Regelverfahrens sind auch bei dem
Computerprogramm und der Steuereinrichtung realisierbar.
[0022] Die Steuereinrichtung kann schaltungstechnisch realisiert sein. In der Regel ist
die Steuereinrichtung jedoch als programmierbare Steuereinrichtung ausgebildet, die
im Betrieb ein Computerprogramm der obenstehend beschriebenen Art ausführt.
[0023] Die Bandzuführeinrichtung kann nach Bedarf ausgebildet sein. Beispielsweise kann
sie als S-Rollensatz oder als Abhaspel ausgebildet sein.
[0024] Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Zeichnungen. Es zeigen in Prinzipdarstellung:
- FIG 1
- schematisch eine Kaltwalzstraße einschließlich einer Steuereinrichtung für die Kaltwalzstraße,
- FIG 2 und 3
- schematisch die Anordnung von FIG 1 mit abgewandelter Steuereinrichtung und
- FIG 4
- eine mögliche Ausgestaltung der Steuereinrichtungder FIG 1 bis 3.
[0025] Gemäß FIG 1 weist eine Kaltwalzstraße zum Walzen eines Kaltbandes 1 mehrere Walzgerüste
2 auf. Die Walzgerüste 2 werden von dem Kaltband 1 nacheinander durchlaufen.
[0026] Soweit erforderlich, ist nachfolgend den Walzgerüsten 2 mit Bindestrich jeweils eine
Ziffer oder der Buchstabe n nachgestellt. Hierbei steht die Ziffer "1" für das zuerst
durchlaufene Walzgerüst 2, die Ziffer "2" für das nächste durchlaufene Walzgerüst
2 und der Buchstabe "n" für das zuletzt durchlaufene Walzgerüst 2. Die gleiche Vorgehensweise
wird auch in Verbindung mit anderen mit Bezugszeichen bezeichneten Elementen und Größen
ergriffen, soweit dies erforderlich ist.
[0027] Die Kaltwalzstraße weist weiterhin eine Bandzuführeinrichtung 3 auf. Die Bandzuführeinrichtung
3 ist dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst 2-1 vorgeordnet. Die Bandzuführeinrichtung
3 ist gemäß FIG 1 als S-Rollensatz ausgebildet. Die Bandzuführeinrichtung 3 wird nachfolgend
teilweise als "nulltes Walzgerüst" bezeichnet. Hiermit korrespondierend sind Elemente
und Größen, die sich auf die Bandzuführeinrichtung 3 beziehen, soweit erforderlich,
mit dem Zusatz "-0" versehen.
[0028] Die Kaltwalzstraße weist weiterhin eine erste Dickenerfassungseinrichtung 4-1 auf.
Die erste Dickenerfassungseinrichtung 4-1 ist dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst
2-1 nachgeordnet, also zwischen dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst 2-1 und dem als
nächstes durchlaufenen Walzgerüst 2-2 angeordnet. Mittels der ersten Dickenerfassungseinrichtung
4-1 wird eine erste Istdicke d-1 des Kaltbandes 1 erfasst, also die Istdicke d-1,
mit der das Kaltband 1 aus dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst 2-1 ausläuft.
[0029] Schließlich weist die Kaltwalzstraße eine Steuereinrichtung 5 auf. Die Steuereinrichtung
5 führt ein Regelverfahren aus, das nachfolgend detailliert erläutert wird. Auf Grund
der Arbeitsweise der Steuereinrichtung 5 wird die Kaltwalzstraße folglich gemäß einem
derartigen Regelverfahren betrieben.
[0030] Gemäß FIG 1 führt die Steuereinrichtung 5 der Bandzuführeinrichtung 3 eine nullte
Sollgeschwindigkeit v-0* zu. Die Bandzuführeinrichtung 3 nimmt die nullte Sollgeschwindigkeit
v-0* entgegen und stellt sich so ein, dass sie das Kaltband 1 dem zuerst durchlaufenen
Walzgerüst 2-1 mit einer nullten Istgeschwindigkeit v-0 zuführt. Die nullte Istgeschwindigkeit
v-0 korrespondiert hierbei mit der nullten Sollgeschwindigkeit v-0*. Zum Einstellen
der nullten Istgeschwindigkeit v-0 kann die Bandzuführeinrichtung 3 beispielsweise
einen nullten Geschwindigkeitsregler 6-0 aufweisen, der die nullte Istgeschwindigkeit
v-0 der Bandzuführeinrichtung 3 entsprechend regelt.
[0031] Die Bandzuführeinrichtung 3 wird, wie bereits erwähnt, in logischer Hinsicht als
nulltes Walzgerüst angesehen. Sie walzt das Kaltband 1 jedoch nicht. Eine Voreilung
oder dergleichen tritt bezüglich der Bandzuführeinrichtung 3 daher nicht auf. Die
Umfangsgeschwindigkeit der Bandzuführeinrichtung 3 korrespondiert daher direkt mit
der nullten Istgeschwindigkeit v-0. Es muss lediglich beachtet werden, dass das Kaltband
1 nicht durchrutscht.
[0032] In analoger Weise führt die Steuereinrichtung 5 dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst
2-1 eine erste Sollgeschwindigkeit v-1* zu. Das zuerst durchlaufene Walzgerüst 2-1
nimmt die erste Sollgeschwindigkeit v-1* entgegen und stellt sich so ein, dass Walzen
7-1 des zuerst durchlaufenen Walzgerüsts 2-1 mit einer ersten Istgeschwindigkeit v-1
rotieren, die mit der ersten Sollgeschwindigkeit v-1* korrespondiert.
[0033] Das zuerst durchlaufene Walzgerüst 2-1 walzt das Kaltband 1. Das Kaltband 1 tritt
daher aus dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst 2-1 mit einer Voreilung aus. Eine Istgeschwindigkeit
v'-1 des Kaltbandes 1 hinter dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst 2-1 ist daher größer
als die erste Istgeschwindigkeit v-1. Hierauf wird später noch näher eingegangen werden.
[0034] Mittels der ersten Dickenerfassungseinrichtug 4-1 wird, wie bereits erwähnt, die
erste Istdicke d-1 erfasst. Die erste Dickenerfassungseinrichtung 4-1 führt die von
ihr erfasste erste Istdicke d-1 der Steuereinrichtung 5 zu. Die Steuereinrichtung
5 nimmt die erste Istdicke d-1 entgegen.
[0035] Die Steuereinrichtung 5 weist intern einen Dickenregler 8 auf. Der Dickenregler 8
kann beispielsweise als P-, PI-, PID-, oder anderer Regler ausgebildet sein. Dem Dickenregler
8 werden die erste Istdicke d-1 sowie eine erste Solldicke d-1* zugeführt. Der Dickenregler
8 ermittelt anhand der ersten Istdicke d-1 des Kaltbandes 1 und einer ersten Solldicke
d-1* des Kaltbandes 1 ein Grundausgangssignal Δ. Anhand des Grundausgangssignals Δ
führt die Steuereinrichtung 5 die erste Sollgeschwindigkeit v-1* nach, so dass die
erste Istdicke d-1 des Kaltbandes 1 an die erste Solldicke d-1* des Kaltbandes 1 angeglichen
wird. Das Grundausgangssignal Δ dient jedoch lediglich zum Nachführen der ersten Sollgeschwindigkeit
v-1*. Hingegen wird die nullte Sollgeschwindigkeit v-0* nicht nachgeführt, zumindest
nicht anhand des Grundausgangssignals Δ.
[0036] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung und Wirkungsweise der Steuereinrichtung
5 wird erreicht, dass das Kaltband 1 mit einer korrekten ersten Istdicke d-1 in das
als nächstes durchlaufene Walzgerüst 2-2 einläuft. Eine nennenswerte Korrektur eines
Dickenfehlers im letzten Walzgerüst 2-n ist daher nicht erforderlich.
[0037] Gemäß FIG 1 weist die Kaltwalzstraße weiterhin eine nullte Dickenerfassungseinrichtung
4-0 auf. Die nullte Dickenerfassungseinrichtung 4-0 ist zwischen der Bandzuführeinrichtung
3 und den zuerst durchlaufenen Walzgerüst 2-1 angeordnet. Sie erfasst eine nullte
Istdicke d-0 des Kaltbandes 1, also die Istdicke d-0, mit der das Kaltband 1 in das
zuerst durchlaufene Walzgerüst 2-1 einläuft.
[0038] Die nullte Dickenerfassungseinrichtung 4-0 führt die nullte Istdicke d-0 einem nullten
Vorwärtsregler 9-0 zu. Der nullte Vorwärtsregler 9-0 ist hierbei Bestandteil der Steuereinrichtung
5. Der nullte Vorwärtsregler 9-0 nimmt die nullte Istdicke d-0 entgegen. Er führt
die nullte Sollgeschwindigkeit v-0* derart nach, dass das Produkt von nullter Sollgeschwindigkeit
v-0* und nullter Istdicke d-0 auf einen Sollmassenfluss eingestellt wird. Der nullte
Vorwärtsregler 9-0 berücksichtigt hierbei vorzugsweise einen Abstand, den die nullte
Dickenerfassungseinrichtung 4-0 vom zuerst durchlaufenen Walzgerüst 2-1 aufweist,
eine Dynamik der Bandzuführeinrichtung 3 und den zeitlichen Verlauf der nullten Istgeschwindigkeit
v-0. Durch diese Maßnahmen kann - entsprechend einer Wegverfolgung - erreicht werden,
dass die Bandzuführeinrichtung 3 zeitrichtig (nämlich dann, wenn die jeweils korrespondierende
Stelle des Kaltbandes 1 das zuerst durchlaufene Walzgerüst 2-1 erreicht) mit der entsprechenden
nullten Sollgeschwindigkeit v-0* beaufschlagt wird.
[0039] Das obenstehend erläuterte Prinzip arbeitet bereits recht gut, kann jedoch durch
die nachfolgend erläuterten Ausgestaltungen weiter verbessert werden. Die nachfolgenden,
in Verbindung mit den FIG 1, 2 und 3 erläuterten bevorzugten Ausgestaltungen sind
hierbei nach Bedarf alternativ oder kumuliert realisierbar.
[0040] Entsprechend FIG 1 kann die Steuereinrichtung 5 weiterhin einen ersten Vorwärtsregler
9-1 aufweisen. Der erste Vorwärtsregler 9-1 nimmt von der ersten Dickenerfassungseinrichtung
4-1 die erste Istdicke d-1 entgegen. Der erste Vorwärtsregler 9-1 führt die erste
Sollgeschwindigkeit v-1* und die nullte Sollgeschwindigkeit v-0* gleichartig nach.
[0041] Diese Ausgestaltung stellt keinen Widerspruch zur Regelung durch den Dickenregler
8 dar. Denn die Regelung durch den ersten Vorwärtsregler 9-1 weist eine andere (größere)
Dynamik auf als die Regelung durch den Dickenregler 8.
[0042] Gemäß FIG 2 kann - gegebenenfalls alternativ, im Regelfall zusätzlich - zu der obenstehend
beschriebenen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Grundprinzips die Steuereinrichtung
5 einen Massenflussregler 10 aufweisen. Der Massenflussregler 10 nimmt entgegen
- die nullte Istdicke d-0,
- die nullte Istgeschwindigkeit v-0 sowie
- die Istgeschwindigkeit v'-1 des Kaltbandes 1 hinter dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst
2-1.
[0043] Weiterhin kann der Massenflussregler 10 gegebenenfalls vom Dickenregler 8 das Grundausgangssignal
Δ entgegen nehmen.
[0044] Die nullte Istdicke d-0 wird dem Massenflussregler 10 von der nullten Dickenerfassungseinrichtung
4-0 zugeführt. Die nullte Istgeschwindigkeit v-0 kann relativ einfach erfasst werden,
da die Bandzuführeinrichtung 3 das Kaltband 1 nicht umformt. Es muss lediglich gewährleistet
sein, dass das Kaltband 1 gegenüber der Bandzuführeinrichtung 3 keinen Schlupf aufweist.
[0045] Die Geschwindigkeit v'-1 des Kaltbandes 1 zwischen dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst
2-1 und dem als nächstes durchlaufenen Walzgerüst 2-2 kann anhand einer Modellierung
des Verhaltens des Kaltbandes 1 im zuerst durchlaufenen Walzgerüst 2-1 in Verbindung
mit der ersten Istgeschwindigkeit v-1 der Walzen 7-1 ermittelt werden. Es sind jedoch
auch andere Vorgehensweisen möglich. Insbesondere ist es möglich, die Geschwindigkeit
v'-1 des Kaltbandes 1 hinter dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst 2-1 zu messen, beispielsweise
mittels an sich bekannter optischer Verfahren oder über die Drehzahl einer an das
Kaltband 1 angestellten Messrolle.
[0046] Der Massenflussregler 10 ermittelt anhand der ihm zugeführten Größen (also der beiden
Geschwindigkeiten v-0 und v'-1, der nullten Istdicke d-0 und gegebenenfalls des Grundausgangssignals
Δ) ein Zusatzausgangssignal δ. Anhand des Zusatzausgangssignals δ wird - analog zum
Grundausgangssignal Δ - die erste Sollgeschwindigkeit v-1* nachgeführt, so dass die
erste Istdicke d-1 des Kaltbandes 1 an die erste Solldicke d-1* des Kaltbandes 1 angeglichen
wird. Anhand des Zusatzausgangssignals 8 wird hingegen - analog zum Grundausgangssignal
A - nicht die nullte Sollgeschwindigkeit v-0* nachgeführt.
[0047] Die Ausgestaltung gemäß FIG 2 ist sinnvoll, da die Korrektur durch das Zusatzausgangssignal
8 - im Gegensatz zur Korrektur durch das Grundausgangssignal A - zwar relativ ungenau
ist, dafür jedoch mit erheblich größerer Dynamik möglich ist.
[0048] FIG 3 zeigt im Wesentlichen eine ähnliche Ausgestaltung wie FIG 1. Der Unterschied
zur Ausgestaltung von FIG 1 besteht darin, dass zusätzlich Rampengeber 11 und Multiplizierer
12 vorhanden sind. Wenn den Rampengebern 11 ein jeweiliges Startsignal S zugeführt
wird, erhöhen die Rampengeber 11 ihre Ausgangssignale nach und nach von Null auf Eins.
Die Multiplizierer 12 nehmen das Ausgangssignal ihres jeweiligen Rampengebers 11 sowie
das Ausgangssignal des nullten bzw. des ersten Vorwärtsreglers 9-0, 9-1 entgegen und
geben als ihr Ausgangssignal das Produkt ihrer beiden Eingangsignale aus. Damit haben
die Multiplizier 12 in Verbindung mit den Rampengebern 11 die Wirkung, dass das Ausgangssignal
des nullten bzw. des ersten Vorwärtsreglers 9-0, 9-1 gerampt ausgegeben wird.
[0049] Das Zuführen des jeweiligen Startsignals S zu den Rampengebern 11 erfolgt zu einem
geeigneten Zeitpunkt. Der Zeitpunkt ist hierbei derart gewählt, dass er in einem Zeitbereich
fällt, zu dem ein Bandkopf des Kaltbandes 1 noch nicht in das zuerst durchlaufene
Walzgerüst 2-1 eingelaufen ist bzw. zwar bereits aus dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst
2-1 ausgetreten ist, jedoch noch nicht in das als nächstes durchlaufene Walzgerüst
2-2 eingelaufen ist. Das Rampen erfolgt daher beim Anwalzen des Kaltbandes 1.
[0050] Die Steuereinrichtung 5 der FIG 1 bis 3 kann schaltungstechnisch realisiert sei.
In vielen Fällen wird die Steuereinrichtung 5 jedoch entsprechend FIG 4 als (software-)programmierbare
Steuereinrichtung ausgebildet sein, die im Betrieb ein Computerprogramm 13 ausführt.
Unabhängig davon, ob die Steuereinrichtung 5 schaltungstechnisch realisiert ist oder
(software-)programmierbar ist, kann die Steuereinrichtung 5 jedoch im Betrieb alternativ
ein Regelverfahren gemäß dem obenstehend erläuterten Grundprinzip der vorliegenden
Erfindung oder ein Regelverfahren gemäß einer der obenstehend ebenfalls erläuterten
bevorzugten Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Regelverfahrens realisieren.
[0051] Wenn die Steuereinrichtung 5 softwareprogrammierbar ist, weist das entsprechende
Computerprogramm 13 Maschinencode 14 auf. Der Maschinencode 14 ist von der Steuereinrichtung
5 unmittelbar ausführbar. Das Ausführen des Maschinencodes 14 durch die Steuereinrichtung
5 bewirkt, dass die Steuereinrichtung 5 die Kaltwalzstraße gemäß einem der obenstehend
näher erläuterten Regelverfahren regelt.
[0052] Das Computerprogramm 13 kann bereits bei der Herstellung der Steuereinrichtung 5
in der Steuereinrichtung 5 hinterlegt werden. Alternativ ist es möglich, das Computerprogramm
13 der Steuereinrichtung 5 über eine Rechner-Rechner-Verbindung (beispielsweise ein
LAN oder das Internet) zuzuführen. Wiederum alternativ ist es möglich, das Computerprogramm
13 auf einem Datenträger 15 zu speichern und das Computerprogramm 13 der Steuereinrichtung
5 über den Datenträger 15 zuzuführen. Rein beispielhaft ist in FIG 4 der Datenträger
15 als CD-ROM dargestellt. Er könnte jedoch alternativ andersartig ausgebildet sein,
beispielsweise als USB-Memorystick oder als Speicherkarte.
[0053] FIG 4 zeigt weiterhin zwei alternative Ausgestaltungen der Bandzuführeinrichtung
3, nämlich einerseits als S-Rollensatz (wie in den FIG 1 bis 3) und andererseits als
Abhaspel (nur in FIG 4). Die letztgenannte Ausgestaltung der Bandzuführeinrichtung
3 ist selbstverständlich auch bei den Kaltwalzstra-βen gemäß den FIG 1 bis 3 realisierbar.
[0054] Die vorliegende Erfindung weist viele Vorteile auf. Insbesondere wird erreicht, dass
die erste Istdicke d-1 des Kaltbandes 1 korrekt eingestellt wird. In Verbindung mit
dem nullten Vorwärtsregler 9-0 wird weiterhin erreicht, dass auch der Massenfluss
durch die Kaltwalzstraße korrekt eingestellt wird. Dennoch weist der regelungstechnische
Aufbau der Steuerungseinrichtung 5 eine bestechende Einfachheit auf. Insbesondere
sind nur wenige miteinander verkoppelte Regelungen erforderlich. Weiterhin ergibt
sich im Betrieb der erfindungsgemäßen Kaltwalzstraße eine deutlich verbesserte Maßhaltigkeit
der Istdicke d-n hinter zuletzt durchlaufenen Walzgerüst 2-n der Kaltwalzstraße, und
zwar sowohl unter statischen Betriebsbedingungen als auch unter dynamischen Betriebsbedingungen
(beispielsweise Beschleunigen oder Verzögern des Kaltbandes 1 oder Schweißnahtdurchlauf).
Weiterhin ist das Zusatzausgangssignal 8 des Massenflussreglers 10 ein direktes Indiz
für die Modellierungsgüte der Voreilung und kann somit in hervorragender Weise zu
einer etwaigen Adaption eines Prozessmodells 16 verwendet werden.
[0055] Die obige Beschreibung dient ausschließlich der Erläuterung der vorliegenden Erfindung.
Der Schutzumfang der vorliegenden Erfindung soll hingegen ausschließlich durch die
beigefügten Ansprüche bestimmt sein.
1. Regelverfahren für eine Kaltwalzstraße, die mehrere von einem Kaltband (1) nacheinander
durchlaufene Walzgerüste (2) und eine dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst (2-1) vorgeordnete
Bandzuführeinrichtung (3) aufweist,
- wobei der Bandzuführeinrichtung (3) eine nullte Sollgeschwindigkeit (v-0*) zugeführt wird, so dass die Bandzuführeinrichtung (3) das Kaltband (1) dem zuerst
durchlaufenen Walzgerüst (2-1) mit einer mit der nullten Sollgeschwindigkeit (v-0*) korrespondierenden nullten Istgeschwindigkeit (v-0) zuführt,
- wobei dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst (2-1) eine erste Sollgeschwindigkeit (v-1*) zugeführt wird, so dass Walzen (7-1) des zuerst durchlaufenen Walzgerüsts (2-1)
mit einer mit der ersten Sollgeschwindigkeit (v-1*) korrespondierenden ersten Istgeschwindigkeit (v-1) rotieren,
- wobei mittels einer zwischen dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst (2-1) und dem als
nächstes durchlaufenen Walzgerüst (2-2) angeordneten ersten Dickenerfassungseinrichtung
(4-1) eine erste Istdicke (d-1) des Kaltbandes (1) erfasst wird,
- wobei anhand der erste Istdicke (d-1) des Kaltbandes (1) und einer ersten Solldicke
(d-1*) des Kaltbandes (1) ein Grundausgangssignal (A) ermittelt wird,
- wobei anhand des Grundausgangssignals (A) die erste Sollgeschwindigkeit (v-1*), nicht aber die nullte Sollgeschwindigkeit (v-0*), nachgeführt wird, so dass die erste Istdicke (d-1) des Kaltbandes (1) an die erste
Solldicke (d-1*) des Kaltbandes (1) angeglichen wird,
- wobei mittels einer zwischen der Bandzuführeinrichtung (3) und dem zuerst durchlaufenen
Walzgerüst (2-1) angeordneten nullten Dickenerfassungseinrichtung (4-0) eine nullte
Istdicke (d-0) des Kaltbandes (1) erfasst wird,
- wobei mittels eines nullten Vorwärtsreglers (9-0) die nullte Sollgeschwindigkeit
(v-0*) derart nachgeführt wird, dass das Produkt von nullter Sollgeschwindigkeit (v-0*) und nullter Istdicke (d-0) auf einen Sollmassenfluss eingestellt wird.
2. Regelverfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Steuereinrichtung (5) einen Massenflussregler (10) aufweist, der von einer nullten
Dickenerfassungseinrichtung (4-0), die zwischen der Bandzuführeinrichtung (3) und
dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst (2-1) angeordnet ist, eine nullte Istdicke (d-0)
des Kaltbandes (1) entgegen nimmt,
- dass der Massenflussregler (10) weiterhin die nullte Istgeschwindigkeit (v-0) und eine
Istgeschwindigkeit (v'-1) des Kaltbandes (1) zwischen dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst
(2-1) und dem als nächstes durchlaufenen Walzgerüst (2-2) entgegen nimmt und
- dass der Massenflussregler (10) anhand der von ihm entgegen genommenen Größen (v-0, v'-1,
d-0) ein Zusatzausgangssignal (8) ermittelt, anhand dessen die erste Sollgeschwindigkeit
(v-1*), nicht aber die nullte Sollgeschwindigkeit (v-0*), nachgeführt wird, so dass die erste Istdicke (d-1) des Kaltbandes (1) an die erste
Solldicke (d-1*) des Kaltbandes (1) angeglichen wird.
3. Regelverfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Massenflussregler (10) auch das Grundausgangssignal (A) entgegen nimmt.
4. Regelverfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der nullte Vorwärtsregler (9-0) sein Ausgangssignal beim Zuschalten des nullten Vorwärtsreglers
(9-0) gerampt ausgibt.
5. Regelverfahren nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines ersten Vorwärtsreglers (9-1), der von der ersten Dickenerfassungseinrichtung
(4-1) die erste Istdicke (d-1) des Kaltbandes (1) entgegen nimmt, die erste Sollgeschwindigkeit
(v-1*) und die nullte Sollgeschwindigkeit (v-0*) gleichartig nachgeführt werden.
6. Regelverfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Vorwärtsregler (9-1) sein Ausgangssignal beim Zuschalten des ersten Vorwärtsreglers
(9-1) gerampt ausgibt.
7. Computerprogramm, das Maschinencode (14) aufweist, der von einer Steuereinrichtung
(5) einer mehrgerüstigen Kaltwalzstraße unmittelbar ausführbar ist und dessen Ausführung
durch die Steuereinrichtung (5) bewirkt, dass die Steuereinrichtung (5) die Kaltwalzstraße
gemäß einem Regelverfahren nach einem der obigen Ansprüche regelt.
8. Datenträger mit einem auf dem Datenträger gespeicherten Computerprogramm (13) nach
Anspruch 7.
9. Steuereinrichtung einer Kaltwalzstraße, die mehrere von einem Kaltband (1) nacheinander
durchlaufene Walzgerüste (2) und eine dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst (2-1) vorgeordnete
Bandzuführeinrichtung (3) aufweist,
- wobei die Steuereinrichtung der Bandzuführeinrichtung (3) eine nullte Sollgeschwindigkeit
(v-0*) zuführt, so dass die Bandzuführeinrichtung (3) das Kaltband (1) dem zuerst
durchlaufenen Walzgerüst (2-1) mit einer mit der nullten Sollgeschwindigkeit (v-0*)
korrespondierenden nullten Istgeschwindigkeit (v-0) zuführt,
- wobei die Steuereinrichtung dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst (2-1) eine erste
Sollgeschwindigkeit (v-1*) zuführt, so dass Walzen (7-1) des zuerst durchlaufenen
Walzgerüsts (2-1) mit einer mit der ersten Sollgeschwindigkeit (v-1*) korrespondierenden
ersten Istgeschwindigkeit (v-1) rotieren,
- wobei die Steuereinrichtung von einer ersten Dickenerfassungseinrichtung (4-1),
die zwischen dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst (2-1) und dem als nächstes durchlaufenen
Walzgerüst (2-2) angeordnet ist, eine erste Istdicke (d-1) des Kaltbandes (1) entgegen
nimmt,
- wobei die Steuereinrichtung einen Dickenregler (8) aufweist, der anhand der ersten
Istdicke (d-1) des Kaltbandes (1) und einer ersten Solldicke (d-1*) des Kaltbandes (1) ein Grundausgangssignal (A) ermittelt,
- wobei die Steuereinrichtung anhand des Grundausgangssignals (A) die erste Sollgeschwindigkeit
(v-1*), nicht aber die nullte Sollgeschwindigkeit (v-0*), nachführt, so dass die erste Istdicke (d-1) des Kaltbandes (1) an die erste Solldicke
(d-1*) des Kaltbandes (1) angeglichen wird,
- wobei die Steuereinrichtung (5) einen nullten Vorwärtsregler (9-0) aufweist, der
von einer nullten Dickenerfassungseinrichtung (4-0), die zwischen der Bandzuführeinrichtung
(3) und dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst (2-1) angeordnet ist, eine nullte Istdicke
(d-0) des Kaltbandes (1) entgegen nimmt,
- wobei der nullte Vorwärtsregler (9-0) die nullte Sollgeschwindigkeit (v-0*) derart nachführt, dass das Produkt von nullter Sollgeschwindigkeit (v-0*) und nullter Istdicke (d-0) auf einen Sollmassenfluss eingestellt wird.
10. Steuereinrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass sie derart ausgebildet ist, dass sie ein Regelverfahren nach einem der Ansprüche
2 bis 6 ausführt.
11. Steuereinrichtung nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass sie als programmierbare Steuereinrichtung ausgebildet ist, die im Betrieb ein Computerprogramm
(13) nach Anspruch 7 ausführt.
12. Kaltwalzstraße,
- wobei die Kaltwalzstraße mehrere von einem Kaltband (1) nacheinander durchlaufene
Walzgerüste (2) aufweist,
- wobei die Kaltwalzstraße eine dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst (2-1) vorgeordnete
Bandzuführeinrichtung (3) aufweist,
- wobei die Kaltwalzstraße eine erste Dickenerfassungseinrichtung (4-1) aufweist,
die zwischen dem zuerst durchlaufenen Walzgerüst (2-1) und dem als nächstes durchlaufenen
Walzgerüst (2-2) angeordnet ist und mittels derer eine erste Istdicke (d-1) des Kaltbandes
(1) erfasst wird,
- wobei die Kaltwalzstraße eine Steuereinrichtung (5) nach Anspruch 9, 10 oder 11
aufweist, so dass die Kaltwalzstraße gemäß einem Regelverfahren nach einem der Ansprüche
1 bis 6 betrieben wird.
13. Kaltwalzstraße nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet dass die Bandzuführeinrichtung (3) als S-Rollensatz oder als Abhaspel ausgebildet ist.
1. Regulation method for a cold-rolling mill train which has a plurality of rolling stands
(2), through which a cold strip (1) passes in succession, and a strip feeding device
(3) arranged upstream of the rolling stand (2-1) passed through first,
- wherein a zeroth desired speed (v-0*) is supplied to the strip feeding device (3) so that the strip feeding device (3)
feeds the cold strip (1) to the rolling stand (2-1) passed through first at a zeroth
actual speed (v-0) which corresponds to the zeroth desired speed (v-0*),
- wherein a first desired speed (v-1*) is supplied to the rolling stand (2-1) passed through first so that rolls (7-1)
of the rolling stand (2-1) passed through first rotate at a first actual speed (v-1)
which corresponds to the first desired speed (v-1*),
- wherein a first thickness detection device (4-1) arranged between the rolling stand
(2-1) passed through first and the rolling stand (2-2) passed through next is used
to detect a first actual thickness (d-1) of the cold strip (1),
- wherein a basic output signal (0) is determined on the basis of the first actual
thickness (d-1) of the cold strip (1) and a first desired thickness (d-1*) of the
cold strip (1),
- wherein the first desired speed (v-1*), but not the zeroth desired speed (v-0*),
is adjusted on the basis of the basic output signal (0), so that the first actual
thickness (d-1) of the cold strip (1) is matched to the first desired thickness (d-1*) of the cold strip (1),
- wherein a zeroth thickness detection device (4-0) arranged between the strip feeding
device (3) and the rolling stand (2-1) passed through first is used to detect a zeroth
actual thickness (d-0) of the cold strip (1),
- wherein a zeroth feed-forward regulator (9-0) is used to adjust the zeroth desired
speed (v-0*) in such a way that the product of zeroth desired speed (v-0*) and zeroth actual thickness (d-0) is set to a desired mass flow.
2. Regulation method according to Claim 1,
characterized
- in that the control device (5) has a mass flow regulator (10) which receives a zeroth actual
thickness (d-0) of the cold strip (1) from a zeroth thickness detection device (4-0)
arranged between the strip feeding device (3) and the rolling stand (2-1) passed through
first,
- in that the mass flow regulator (10) furthermore receives the zeroth actual speed (v-0) and
an actual speed (vi-I) of the cold strip (1) between the rolling stand (2-1) passed through first and
the rolling stand (2-2) passed through next, and
- in that the mass flow regulator (10) uses the variables (v-0, viz-1, d-0) which it has received
to determine an additional output signal (0), on the basis of which the first desired
speed (v-1*), but not the zeroth desired speed (v-0*), is adjusted, so that the first
actual thickness (d-1) of the cold strip (1) is matched to the first desired thickness
(d-1*) of the cold strip (1).
3. Regulation method according to Claim 2,
characterized in that the mass flow regulator (10) also receives the basic output signal (Δ).
4. Regulation method according to Claim 1, 2 or 3, characterized in that the zeroth feed-forward regulator (9-0) outputs its output signal in ramped form
when the zeroth feed-forward regulator (9-0) is connected.
5. Regulation method according to one of the preceding claims,
characterized in that a first feed-forward regulator (9-1), which receives the first actual thickness (d-1)
of the cold strip (1) from the first thickness detection device (4-1), is used to
adjust the first desired speed (v-1*) and the zeroth desired speed (v-0*) in the same
way.
6. Regulation method according to Claim 5,
characterized in that the first feed-forward regulator (9-1) outputs its output signal in ramped form when
the first feed-forward regulator (9-1) is connected.
7. Computer program which has machine code (14) which can be executed directly by a control
device (5) for a multi-stand cold-rolling mill train, and the execution of which by
the control device (5) has the effect that the control device (5) regulates the cold-rolling
mill train in accordance with a regulation method according to one of the preceding
claims.
8. Data storage medium having a computer program (13) according to Claim 7 stored on
the data storage medium.
9. Control device for a cold-rolling mill train which has a plurality of rolling stands
(2), through which a cold strip (1) passes in succession, and a strip feeding device
(3) arranged upstream of the rolling stand (2-1) passed through first,
- wherein the control device supplies a zeroth desired speed (v-0*) to the strip feeding
device (3) so that the strip feeding device (3) feeds the cold strip (1) to the rolling
stand (2-1) passed through first at a zeroth actual speed (v-0) which corresponds
to the zeroth desired speed (v-0*),
- wherein the control device supplies a first desired speed (v-1*) to the rolling
stand (2-1) passed through first so that rolls (7-1) of the rolling stand (2-1) passed
through first rotate at a first actual speed (v-1) which corresponds to the first
desired speed (v-1*),
- wherein the control device receives a first actual thickness (d-1) of the cold strip
(1) from a first thickness detection device (4-1) arranged between the rolling stand
(2-1) passed through first and the rolling stand (2-2) passed through next,
- wherein the control device has a thickness regulator (8) which determines a basic
output signal (Δ) on the basis of the first actual thickness (d-1) of the cold strip
(1) and a first desired thickness (d-1*) of the cold strip (1),
- wherein the control device adjusts the first desired speed (v-1*), but not the zeroth
desired speed (v-0*), on the basis of the basic output signal (Δ), so that the first
actual thickness (d-1) of the cold strip (1) is matched to the first desired thickness
(d-1*) of the cold strip (1),
- wherein the control device (5) has a zeroth feed-forward regulator (9-0) which receives
a zeroth actual thickness (d-0) of the cold strip (1) from a zeroth thickness detection
device (4-0) arranged between the strip feeding device (3) and the rolling stand (2-1)
passed through first,
- wherein the zeroth feed-forward regulator (9-0) adjusts the zeroth desired speed
(v-0*) in such a way that the product of zeroth desired speed (v-0*) and zeroth actual
thickness (d-0) is set to a desired mass flow.
10. Control device according to Claim 9,
characterized in that the device is designed in such a manner that it carries out a regulation method according
to one of Claims 2 to 6.
11. Control device according to Claim 9 or 10,
characterized in that the device is designed as a programmable control device which, during operation,
executes a computer program (13) according to Claim 7.
12. Cold-rolling mill train,
- wherein the cold-rolling mill train has a plurality of rolling stands (2) through
which a cold strip (1) passes in succession,
- wherein the cold-rolling mill train has a strip feeding device (3) arranged upstream
of the rolling stand (2-1) passed through first,
- wherein the cold-rolling mill train has a first thickness detection device (4-1),
which is arranged between the rolling stand (2-1) passed through first and the rolling
stand (2-2) passed through next and is used to detect a first actual thickness (d-1)
of the cold strip (1),
- wherein the cold-rolling mill train has a control device (5) according to Claim
9, 10 or 11, so that the cold-rolling mill train is operated in accordance with a
regulation method according to one of Claims 1 to 6.
13. Cold-rolling mill train according to Claim 12, characterized in that the strip feeding device (3) is designed as a tension bridle or as an uncoiler.
1. Procédé de régulation pour un train de laminoir à froid qui a plusieurs cages (2)
de laminoir parcourues les unes après les autres par une feuillard (1) à froid et
un dispositif (3) d'amenée de feuillard monté en amont de la cage (2-1) de laminoir
parcourue en premier,
- dans lequel on envoie au dispositif (3) d'amenée du feuillard une vitesse (v-0*)
de consigne mise à zéro de sorte que le dispositif (3) d'amenée du feuillard amène
le feuillard (1) à froid à la cage (2-1) de laminoir parcourue en premier à une vitesse
(v-0) réelle mise à zéro correspondant à la vitesse (v-0*) de consigne mise à zéro,
- dans lequel on envoie à la cage (2-1) de laminoir parcourue en premier, une première
vitesse (v-1*) de consigne de sorte que des cylindres (7-1) de la cage (2-1) de laminoir
parcourue en premier tournent à une première vitesse (v-1) réelle correspondant à
la première vitesse (v-1*) de consigne,
- dans lequel au moyen d'un premier dispositif (4-1) de détection d'épaisseur, monté
entre la cage (2-1) de laminoir parcourue en premier et la cage (2-2) laminoir parcourue
à la suite, on détecte une première épaisseur (d-1) réelle du feuillard (1) à froid,
- dans lequel on détecte un signal (Δ) de sortie de base, au moyen de la première
épaisseur (d-1) réelle du feuillard (1) à froid et d'une première épaisseur (d-1*)
de consigne du feuillard (1) à froid,
- dans lequel au moyen du signal (Δ) de sortie de base, on adapte la première vitesse
(v-1*) de consigne, mais non la vitesse (v-0*) de consigne mise à zéro, de manière
à égaliser la première épaisseur (d-1) réelle du feuillard (1) à froid à la première
épaisseur (d-1*) de consigne du feuillard (1) à froid,
- dans lequel on détecte une épaisseur (d-0) réelle mise à zéro du feuillard (1) à
froid au moyen d'un dispositif (4-0) de détection d'épaisseur mis à zéro monté entre
le dispositif (3) d'amenée du feuillard et la cage (2-1) de laminoir parcourue en
premier,
- dans lequel on adapte au moyen d'un régleur (9-0) d'avance mis à zéro la vitesse
(v-0*) de consigne mise à zéro de manière à régler à un flux massique de consigne
le produit de la vitesse (v-0*) de consigne mise à zéro par l'épaisseur (d-0) réelle
mise à zéro.
2. Procédé de régulation suivant la revendication 1,
caractérisé
- en ce que le dispositif (5) de commande a un régulateur (10) de flux massique, qui reçoit une
épaisseur (d-0) réelle mise à zéro du feuillard (1) à froid d'un dispositif (4-0)
de détection d'épaisseur mis à zéro, qui est monté entre le dispositif (3) d'amenée
du feuillard et la cage (2-1) du laminoir parcourue en premier,
- en ce que le régulateur (10) de flux massique reçoit en outre la vitesse (v-0) réelle mise
à zéro et une vitesse (v'-1) réelle du feuillard (1) à froid entre la cage (2-1) de
laminoir parcourue en premier et la cage (2-2) de laminoir parcourue à la suite et
- en ce que le régulateur (10) de flux massique détermine au moyen des grandeurs (v-0, v'-1,
d-0) qu'il a reçu un signal (δ) supplémentaire de sortie, au moyen duquel la première
vitesse (v-1*) de consigne, mais non la vitesse (v-0*) de consigne mise à zéro, est
adaptée de manière à égaliser la première épaisseur (d-1) réelle du feuillard (1)
à froid à la première épaisseur (d-1*) de consigne du feuillard (1) à froid.
3. Procédé de régulation suivant la revendication 2,
caractérisé en ce que le régulateur (10) de flux massique reçoit également le signal (Δ) de base.
4. Procédé de régulation suivant la revendication 1, 2 ou 3,
caractérisé en ce que le régulateur (9-0) d'avance mis à zéro émet en rampe son signal de sortie lorsque
le régulateur (9-0) d'avance mis à zéro est branché.
5. Procédé de régulation suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moyen d'au moins un premier régulateur (9-1) d'avance, qui reçoit la première épaisseur
(d-1) réelle du feuillard (1) à froid du premier dispositif (4-1) de détection d'épaisseur,
on adapte de la même façon la première vitesse (v-1*) de consigne et la vitesse (v-0*)
de consigne mise à zéro.
6. Procédé de régulation suivant la revendication 5,
caractérisé en ce que le premier régulateur (9-1) d'avance émet en rampe son signal de sortie lorsque le
premier régulateur (9-1) d'avance est branché.
7. Programme informatique qui a un code (14) machine, lequel peut être exécuté directement
par un dispositif (5) de commande d'un train de laminoir à froid à plusieurs cages
et dont l'exécution par le dispositif (5) de commande fait que le dispositif (5) de
commande régule le laminoir à froid suivant un procédé de régulation selon l'une des
revendications précédentes.
8. Support de données ayant un programme très informatique suivant la revendication 7
mémorisé sur le support de données.
9. Dispositif de commande d'un train de laminoir à froid qui a plusieurs cages (2) de
laminoir parcourues les unes après les autres par un feuillard (1) à froid et un dispositif
(3) d'amenée de feuillard monté en amont de la cage (2-1) de laminoir parcourue en
premier,
- dans lequel le dispositif de commande envoie au dispositif (3) d'amenée du feuillard
une vitesse (v-0*) de consigne mise à zéro de sorte que le dispositif (3) d'amenée
du feuillard amène le feuillard (1) à froid à la cage (2-1) de laminoir parcourue
en premier à une vitesse (v-0) réelle mise à zéro correspondante à la vitesse (v-0*)
de consigne mise à zéro,
- dans lequel le dispositif de commande envoie une première vitesse (v-1*) de consigne
à la cage (2-1) de laminoir parcourue en premier de manière à ce que des cylindres
(7-1) de la cage (2-1) de laminoir parcourue en premier tournent à une première vitesse
(v-1) réelle correspondant à la première vitesse (v-1*) de consigne,
- dans lequel le dispositif de commande reçoit une première épaisseur (d-1) réelle
du feuillard (1) à froid d'un premier dispositif (4-1) de détection d'épaisseur, qui
est monté entre la cage (2-1) de laminoir parcourue en premier et la cage (2-2) de
laminoir parcourue à la suite,
- dans lequel le dispositif de commande a un régulateur (8) d'épaisseur, qui détermine
un signal (Δ) de sortie de base au moyen de la première épaisseur (d-1) réelle du
feuillard (1) à froid et d'une première épaisseur (d-1*) de consigne du feuillard
(1) à froid,
- dans lequel le dispositif de commande adapte, au moyen du signal (Δ) de sortie de
base, la première vitesse (v-1*) de consigne, mais non la vitesse (v-0*) de consigne
mise à zéro, de manière à égaliser la première épaisseur (d-1) réelle du feuillard
(1) à froid à la première épaisseur (d-1*) de consigne du feuillard (1) à froid,
- dans lequel le dispositif (5) de commande a un régulateur (9-0) d'avance mis à zéro,
qui reçoit une épaisseur (d-0) réelle mise à zéro du feuillard (1) à froid d'un dispositif
(4-0) de détection d'épaisseur mis à zéro, qui est monté entre le dispositif (3) d'amenée
du feuillard et la cage (2-1) de laminoir parcourue en premier,
- dans lequel le régulateur (9-0) d'avance mis à zéro adapte la vitesse (v-0*) de
consigne mise à zéro de manière à régler à un flux massique de consigne le produit
de la vitesse (v-0*) de consigne mise à zéro par l'épaisseur (d-0) réelle mise à zéro.
10. Dispositif de commande suivant la revendication 9, caractérisé en ce qu'il est constitué de manière à effectuer un procédé de régulation suivant l'une des
revendications 2 à 6.
11. Dispositif de commande suivant la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce qu'il est constitué sous la forme d'un dispositif de commande programmable, qui en fonctionnement
exécute un programme (13) informatique suivant la revendication 7.
12. Train de laminoir à froid,
- dans lequel le train de laminoir à froid a plusieurs cages (2) de laminoir parcourues
les unes après les autres par un feuillard (1) à froid,
- dans lequel le train de laminoir à froid a un premier dispositif d'amenée de feuillard,
monté en amont de la cage (2-1) de laminoir parcourue en premier,
- dans lequel le train de laminoir à froid a un premier dispositif (4-1) de détection
d'épaisseur, qui est monté entre la cage (2-1) de laminoir parcourue en premier et
la cage (2-1) de laminoir parcourue en premier et la cage (2-2) de laminoir parcourue
à la suite et au moyen duquel une première épaisseur (d-1) réelle du feuillard (1)
à froid est détectée,
- dans lequel le train de laminoir à froid a un dispositif (5) de commande suivant
la revendication 9, 10 ou 11 de sorte que le train de laminoir à froid fonctionne
suivant un procédé de régulation selon l'une des revendications 1 à 6.
13. Train de laminoir à froid suivant la revendication 12, caractérisé en ce que le dispositif (3) d'amenée de feuillard est constitué sous la forme d'un jeu de cylindres
en S ou sous la forme d'un dispositif dérouleur.