[0001] Die Erfindung betrifft eine Brandschutz-Pendeltür, die vorzugsweise beidseitig öffnend
in einem die Pendeltür umgebenden Türrahmen anordenbar ist, mit einem ein brandhemmendes
Material aufweisenden Flächenelement, das in einem umlaufenden Rahmen angeordnet ist.
[0002] Im Stand der Technik sind Pendeltüren mit einem Glasausschnitt bekannt, welche in
Rahmenbauweise mit einem Holzrahmen hergestellt sind. Derartige Pendeltüren werden
beispielsweise von der Firma Frank Türen AG vertrieben.
[0003] Die bekannten Pendeltüren mit Holzrahmen genügen den Bestimmungen der niedrigsten
Brandschutzklasse, welche nach DIN-Norm 4102 mit E30 bezeichnet wird; die Verwendung
in höheren Brandschutzklassen ist jedoch nicht ohne weiteres möglich. Zudem ist die
Biegesteifigkeit der Holzrahmenkonstruktion, insbesondere bei länger andauernder Hitzeeinwirkung,
mangelhaft, so dass die Tür im Brandfall beträchtlichen Verformungen unterliegen kann.
Die bekannte Ausführung weist weiters den Nachteil auf, dass ein vergleichsweise breiter
Holzrahmen zur Einfassung des Glasausschnitts erforderlich ist.
[0004] Demnach sind im Stand der Technik zwar verschiedenste Pendeltüren bekannt, jedoch
wurde bislang keine zufriedenstellende Lösung vorgeschlagen, mit welchen die gesteigerten
Anforderungen an den Brandschutz erfüllt werden könnten.
[0005] Aus der
AT 004 249 U1 ist eine andersartige Brandschutztür bekannt, welche Dekor-Glasscheiben aufweist,
die in einem Rahmen eingebettet sind. Die Glasscheiben sind durch Hohlkammer-Profile
voneinander beabstandet angeordnet. Der Zwischenraum zwischen den beabstandeten Glasscheiben
ist mit einem transparenten Brandschutzmittel ausgefüllt. Diese Brandschutztür hat
sich grundsätzlich bewährt; allerdings wäre es vielfach wünschenswert, wenn auf die
die Außenflächen des Türpaneels bildenden Dekor-Glasscheiben verzichtet werden könnte.
Zudem weisen die bekannten Brandschutztüren konstruktionsbedingt eine vergleichsweise
große Wandstärke auf, welche durch die Hohlprofil-Abstandshalter für die Dekor-Glasscheiben
bestimmt wird.
[0006] Im Stand der Technik sind insbesondere auch verschiedenste Ausgestaltungen von Anschlagtüren
ubekannt, welche jedoch im Hinblick auf den Brandschutz von gänzlich anderen Voraussetzungen
ausgehen, da diese Anschlagtüren über einen Türfalz verfügen.
[0007] Demnach ist beispielsweise in der
DE 39 07 280 A1 eine Anschlagtür mit einbruchs- bzw. beschusshemmenden Eigenschaften beschrieben.
Zudem sind diverse Maßnahmen zur Erhöhung der Feuerfestigkeit vorgesehen. Die Tür
weist ein Türblatt auf, das durch ein Verglasungselement gebildet ist, welches von
einem umlaufenden Rahmen getragen wird. Der Rahmen weist das Verglasungselement einfassende
Vierkantrohre auf, welche über Befestigungsbolzen miteinander verbunden sind. Zwischen
den Vierkantrohren ist stirnseitig eine Leiste aus feuerfestem bzw. feuerhemmendem
Material vorgesehen.
[0008] Die
EP 0 654 578 A1 offenbart zudem ein andersartiges Brandschutz-Bauelement mit einer Glasscheibe gezeigt,
welche randseitig in einem metallischen Halterahmen eingesetzt ist. Zudem sind hohle
Glashalteleisten vorgesehen, mit welchen die Glasscheibe im Halterahmen fixiert wird.
[0009] Die
DE 44 21 210 A1 offenbart eine feuerwiderstandsfähige Trennwand mit einem Tragrahmen, welcher vertikale
Pfosten und horizontale Riegel aufweist. Die Pfosten und Riegel sind aus Metallprofilen
gebildet. Das Türblatt ist durch Felder auf feuerwiderstandsfähigem Material, insbesondere
Brandschutzglas, gebildet.
[0010] Demnach kann dem Stand der Technik zu Anschlagtüren und fix eingebauten Trennelementen
kein Hinweis darauf entnommen werden, wie der Brandschutz bei einer Pendeltür ohne
Türfalz verbessert werden könnte.
[0011] Demgegenüber besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Brandschutz-Pendeltür
der eingangs angeführten Art zu schaffen, welche hinsichtlich der Nachteile der bekannten
Lösungen verbessert ist. Demnach soll insbesondere eine Pendeltür mit einer gewichtssparenden,
konstruktiv einfachen Rahmenkonstruktion zur Verfügung gestellt werden, welche im
Brandfall einen hohen Verformungs- und Feuerwiderstand bietet.
[0012] Diese Aufgabe wird bei der Brandschutz-Pendeltür der eingangs angeführten Art dadurch
gelöst, dass der Rahmen zumindest zwei die Randbereiche des Flächenelements einrahmende
Rahmenteile aufweist, die durch Hohlprofile aus einem brandhemmenden Material gebildet
sind, wobei zur Abdichtung eines Zwischenraums zwischen dem Türrahmen und der Pendeltür
eine Dichtung vorgesehen ist.
[0013] Demnach ist die Pendeltür in Rahmenbauweise mit einem die Randbereiche des Flächenelements
einfassenden Rahmen ausgeführt. Der Rahmen ist aus einzelnen, durch Hohlprofile gebildeten
Rahmenteilen zusammengesetzt. Die Hohlprofile sind aus einem der Brandschutzklasse
der Pendeltür entsprechenden, zumindest brandhemmenden Material gefertigt. Die Rahmenkonstruktion
aus Hohlprofilen weist vorteilhafterweise eine im Vergleich zu bekannten Ausführungen
höhere Biegesteifigkeit auf, welche den Feuerwiderstand der Pendeltür verbessert.
Die Hohlprofile verleihen der Pendeltür ausreichende Stabilität, um hitzebedingte
Verformungen der Pendeltür im Brandfall weitestgehend zu verhindern. Der Einsatz von
Hohlprofilen zur Einfassung des Flächenelements ermöglicht weiters eine Reduktion
des Gesamtgewichts der Pendeltür, wodurch der Transport und die Montage bzw. Demontage
der Pendeltür erleichtert wird. Die Hohlprofil-Rahmenteile zeichnen sich zudem durch
ihre variable Verwendbarkeit aus, da die Rahmenteile je nach Anwendung mit verschiedensten
Hohlquerschnitten ausgestattet werden können. Durch Verwendung besonders steifer Materialien
für die Rahmenteile und/oder durch Anordnung von Versteifungselementen in den Hohlprofilen
ist es ausreichend, wenn vergleichsweise schmale Randbereiche des Flächenelements
im Rahmen eingefasst werden. Hierdurch kann im Fall eines transparenten Flächenelements
der transparente Anteil der Pendeltür gegenüber den bekannten Hohlrahmen-Pendeltüren
mit Glasausschnitt vergrößert werden. Darüber hinaus ist zur Abdichtung eines Zwischenraums
zwischen dem Türrahmen und der Pendeltür eine Dichtung vorgesehen. Vorzugsweise erstreckt
sich der Zwischenraum entlang allen vier Schmalseiten der Pendeltür. Zudem ist bevorzugt
vorgesehen, dass der Zwischenraum bzw. die Fuge im Wesentlichen, d.h. abgesehen von
den Lagerstellen für die Pendeltür, durchgehend verläuft. Demnach ist vorzugsweise
eine falzfreie Anordnung der Pendeltür im Türrahmen vorgesehen. Vorteilhafterweise
kann durch die Anordnung der Dichtung erreicht werden, dass der Zwischenraum zwischen
der falzfrei gelagerten Pendeltür und dem Türrahmen brandhemmend bzw. feuerwiderstandsfähig
abgedichtet wird. Aufgrund der erfindungsgemäßen Kombination von Hohlprofilen zur
Einfassung des Flächenelements und der Anordnung einer Dichtung für den vierseitig
umlaufenden Zwischenraum zum Türrahmen kann vorteilhafterweise eine brandhemmende
bzw. feuerwiderstandsfähige Pendeltür zur Verfügung gestellt werden.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausführung weist die Dichtung eine im Rahmen befestigte Lippendichtung
auf. Hiermit kann vorteilhafterweise eine brandhemmende bzw. feuerwiderstandsfähige
Ausgestaltung der Pendeltür sichergestellt werden.
[0015] Darüber hinaus ist bevorzugt vorgesehen, dass an zumindest einer dem Türrahmen zugewandten
Schmalseite der Brandschutz-Pendeltür ein plattenförmiges Rahmen-Abschlussprofil vorgesehen
ist, in welchem Rahmen-Abschlussprofil vorzugsweise eine mit dem Türrahmen bzw. einer
am Türrahmen angeordneten Dichtlippe zusammenwirkende Dichtlippe der Dichtung angebracht
ist.
[0016] Wenn das Flächenelement außerhalb der im Rahmen fixierten Randbereiche im Wesentlichen
freiliegend angeordnet ist, kann eine besonders kompakte Pendeltür zur Verfügung gestellt
werden. Die Wandstärke der Pendeltür richtet sich somit im Wesentlichen nach der Wandstärke
des Flächenelements. Hierbei kann grundsätzlich auf den Einsatz von die Außenflächen
der Pendeltür bildenden Dekor-Glasscheiben verzichtet werden, welche allerdings bei
einer weniger bevorzugten Ausführung noch vorhanden sein können.
[0017] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Brandschutz-Pendeltür ist vorgesehen, dass
das Flächenelement quer zu seiner Hauptebene im Wesentlichen mittig im Rahmen angeordnet
ist. Hierdurch wird eine stabile Einfassung des Flächenelements erreicht; zudem bietet
die Pendeltür bei dieser Ausführung auf beiden Seiten im Wesentlichen den gleichen
Feuerwiderstand.
[0018] Zur Fixierung des Flächenelements im Rahmen ist es von Vorteil, wenn der Rahmen zwei
äußere, bezüglich der Hauptebene des Flächenelements gegenüberliegende Rahmenteile
aufweist, welche die Außenflächen der Randbereiche des Flächenelements einrahmen.
Vorzugsweise ist zwischen den randseitigen Außenflächen des Flächenelements und den
zugewandten Halteflächen der äußeren Rahmenteile jeweils ein Einglasungsmaterial,
insbesondere ein Vorlegeband aus Schaumstoff, angeordnet.
[0019] Wenn die äußeren Rahmenteile im Wesentlichen ident ausgestaltet sind, kann ein gegenüber
einer gewendeten Stellung der Pendeltür symmetrischer Aufbau erzielt werden, so dass
eine variabel verwendbare Ausführung zur Verfügung gestellt wird; zudem wird im Brandfall
nach beiden Seiten hin eine entsprechende brandhemmende Wirkung erzielt.
[0020] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführung ist an den Schmalseiten der Pendeltür
jeweils ein die Rahmenteile des Rahmens abdeckendes, plattenförmiges Abschlussprofil
vorgesehen, in welchem ein intumeszierende Material angeordnet ist, welches eine hitzebeständige
Schutzschicht bildet.
[0021] Hinsichtlich einer besonders stabilen Einrahmung des Flächenelements ist es günstig,
wenn die äußeren Rahmenteile jeweils im Querschnitt im Wesentlichen rechteckig sind.
Allerdings sind hier je nach Anwendung im Rahmen der Erfindung vielfältige Abwandlungen
möglich.
[0022] Zur Ausbildung der Hohlprofile des Rahmens ist es günstig, wenn die äußeren Rahmenteile
jeweils durch zwei halbschalenförmig miteinander verbundene, im Querschnitt vorzugsweise
im Wesentlichen U-förmige, Profile gebildet sind. Die halbschalenförmigen Profile
sind vorzugsweise über eine lösbare Verbindung, insbesondere eine Schnappverbindung,
miteinander verbunden.
[0023] Zur Verstärkung der brandhemmenden Wirkung des Rahmens ist es von Vorteil, wenn die
Hohlprofile der äußeren Rahmenteile mit einem brandhemmenden bzw. wärmedämmenden Material,
insbesondere faserverstärkter Gipskarton, Silikatplatten oder Bauplatten, gefüllt
sind. Hierdurch kann die Feuerbeständigkeit der Pendeltür vorzugsweise derart gesteigert
werden, dass die Pendeltür den Anforderungen höherer Brandschutzklassen, insbesondere
bis zur Klasse E90, genügt. Andererseits kann eine besonders leichte und materialsparende
Pendeltür insbesondere der niedrigsten Brandschutzklasse E30 zur Verfügung gestellt
werden, wenn ein vergleichsweise dünnes brandhemmendes Flächenelement vorgesehen wird,
das von unbefüllten Hohlprofil-Rahmenteilen eingerahmt wird. Die Hohlräume der Rahmenteile
können zudem zur Anordnung von Verstärkungselementen, Verbindungselementen, Beschlägen
oder Kabelführungen genutzt werden, wodurch die Funktionalität des Rahmens wesentlich
erweiterbar ist.
[0024] Um das Flächenelement gegenüber Belastungen in Richtung der Hauptebene der Pendeltür
abzustützen, ist es von Vorteil, wenn der Rahmen ein die Schmalseiten des Flächenelements
umfassendes Rahmenteil aufweist. Demnach wird das Flächenelement gemäß einer bevorzugten
Ausführung von den äußeren Rahmenteilen an den randseitigen Außenflächen eingerahmt;
zudem kann zwischen den äußeren Rahmenteilen ein die Schmalseiten des Flächenelements
umrahmendes Rahmenteil vorgesehen sein, welches vorzugsweise durch ein umlaufendes
Formrohr gebildet ist. Das die Schmalseiten des Flächenelements umrahmende Rahmenteil
kann einstückig mit einem der äußeren Rahmenteile gebildet sein, so dass ein im Querschnitt
im Wesentlichen T-förmiges Rahmenprofil erhalten wird. Gemäß einer bevorzugten Ausführung
ist zudem an zumindest einer dem Türrahmen zugewandten Schmalseite der Brandschutz-Pendeltür
ein plattenförmiges Rahmen-Abschlussprofil vorgesehen, in welchem eine mit dem Türrahmen
bzw. einer am Türrahmen angeordneten Dichtlippe zusammenwirkende Dichtlippe angebracht
sein kann.
[0025] Zur stabilen und gewichtssparenden Einrahmung des Flächenelements ist es von Vorteil,
wenn das die Schmalseiten des Flächenelements umfassende Rahmenteil durch ein Hohlprofil
mit einem insbesondere im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt gebildet ist. Bei
einer alternativen Ausführung ist zwischen den äußeren Rahmenteilen ein Brandschutzmaterial
vorgesehen, welches das die Schmalseiten des Flächenelements umfassende Rahmenteil
ersetzen kann. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführung ist zwischen den äußeren
Rahmenteilen und dem die Schmalseiten des Flächenelements umfassenden Rahmenteil ein
insbesondere plattenförmiges Brandschutzmaterial vorgesehen.
[0026] Zur belastbaren Anordnung der Rahmenteile ist es von Vorteil, wenn das die Schmalseiten
des Flächenelements umfassende Rahmenteil zwischen über die Randbereiche des Flächenelements
vorragenden Abschnitten der äußeren Rahmenteile angeordnet ist. Demnach wird zwischen
den vorstehenden Abschnitten der äußeren Rahmenteile ein Freiraum geschaffen, in welchem
das die Schmalseiten des Flächenelements umfassende Rahmenteil angeordnet ist. Hierdurch
kann zudem die Montage bzw. Demontage der Pendeltür erleichtert werden.
[0027] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das brandhemmende Material der Rahmenteile
ein Metall, insbesondere Stahl oder Aluminium, ein Kunststoffmaterial, insbesondere
ein faserverstärktes Kunststoffmaterial, ein feuerbeständiges Plattenmaterial oder
eine Kombination davon.
[0028] Zur Erzielung der brandhemmenden Wirkung der Brandschutz-Pendeltür ist es günstig,
wenn als Flächenelement eine Brandschutzscheibe oder ein feuerfestes Paneel vorgesehen
ist. Die Brandschutzscheibe kann einen im Stand der Technik an sich bekannten Schichtaufbau
aufweisen; das feuerfeste Paneel kann durch mehrere Schichten, z.B. Metallblech -
feuerfeste Platte - Metallblech, gebildet sein.
[0029] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird zudem durch eine Brandschutz-Pendeltürvorrichtung
gelöst, bei welcher eine Pendeltür in einer der zuvor beschriebenen Ausführungen vorgesehen
ist. Bevorzugt ist eine einflügelige oder zweiflügelige Pendeltür vorgesehen. Wenn
die Pendeltür ohne Ausbildung einer Stoßfuge bzw. ohne Profilübergriffe im Türrahmen
angeordnet ist, kann die Pendeltür in beide Richtungen geöffnet werden. Im Brandfall
kann somit die Brandstätte auf schnellstmögliche Weise verlassen werden. Andererseits
kann die Bewegung der Pendeltür mittels eines Anschlags auf eine einzige Richtung
bzw. einen maximalen Öffnungswinkel der Pendeltür beschränkt werden.
[0030] Die Erfindung wird nachstehend anhand von in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen,
auf die sie jedoch nicht beschränkt sein soll, noch weiter erläutert.
[0031] Im Einzelnen zeigen in der Zeichnung:
Fig. 1 eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Brandschutz-Pendeltür, die in einem die
Pendeltür umgebenden Türrahmen angeordnet ist;
Fig. 2 einen Horizontalschnitt der Brandschutz-Pendeltür entlang der Linie II-II in
Fig. 1 in demgegenüber vergrößertem Maßstab;
Fig. 3 einen Vertikalschnitt der Brandschutz-Pendeltür entlang der Linie III-III in
Fig. 1 in demgegenüber vergrößertem Maßstab;
Fig. 4 einen Fig. 2 entsprechenden Horizontalschnitt einer Brandschutz-Pendeltür gemäß
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 5 einen Fig. 2 bzw. Fig. 4 entsprechenden Horizontalschnitt einer Brandschutz-Pendeltür
gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 6 einen Fig. 3 entsprechenden Vertikalschnitt einer Brandschutz-Pendeltür gemäß
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 7 eine Ansicht einer zweiflügeligen Ausführung der erfindungsgemäßen Brandschutz-Pendeltür;
Fig. 8 einen Vertikalschnitt der zweiflügeligen Brandschutz-Pendeltür entlang der
Linie VIII-VIII in Fig. 7; und
Fig. 9 einen Horizontalschnitt durch eine Brandschutz-Pendeltür gemäß einer weiteren
Ausführungsform der Erfindung.
[0032] In Fig. 1 ist eine Brandschutz-Pendeltürvorrichtung 1 mit einer einflügeligen Brandschutz-Pendeltür
2 gezeigt, die in einem die Pendeltür 2 umgebenden Türrahmen 3 angeordnet ist. Die
Pendeltür 2 liegt gemäß Fig. 1 in einer Schließstellung vor, in welcher eine vom Türrahmen
3 und einem Boden 4 begrenzte Durchtrittsöffnung im Wesentlichen vollständig verschlossen
wird. Durch Betätigung eines stangenförmigen Griffelements 2' kann die Pendeltür 2
in beide Richtungen geöffnet werden, um auf die jeweils gegenüberliegende Seite der
Pendeltür 2 zu gelangen. Bei einer alternativen Ausführung der Pendeltür 2 (nicht
gezeigt) kann ein Anschlag, insbesondere eine Anschlagknagge, vorgesehen sein, so
dass die Pendeltür 2 lediglich in eine einzige Richtung verschwenkbar ist.
[0033] Wie aus Fig. 1 weiters ersichtlich, ist die Pendeltür 2 mittels eines axiale Kräfte
aufnehmenden Drehlagers 5 verschwenkbar gelagert; das Drehlager 5 ist in der in Fig.
1 gezeigten Ausführung im Bodenbereich angeordnet.
[0034] Wie aus Fig. 1 weiters ersichtlich, sind im oberen Randbereich der Pendeltür 2 an
der frei aufschwingenden Seite Rollenschnapper 6 vorgesehen, mit welchen die Pendeltür
2 leichtgängig lösbar in der Schließstellung festgelegt wird. Weiters weist die Pendeltürvorrichtung
1 einen im oberen Teil des Türrahmens 3, nahe der Schwenkachse der Pendeltür 2 angeordneten
Türschließer 7 auf, mit welchem die Pendeltür 2 selbsttätig aus einer Offenstellung
in die in Fig. 1 gezeigte Schließstellung rückgeführt wird.
[0035] Wie aus Fig. 1 weiters ersichtlich, weist die Brandschutz-Pendeltür 2 ein Flächenelement
8 auf, welches das Türblatt der Pendeltür 2 bildet. Das Flächenelement 8 ist je nach
Brandschutzklasse der Pendeltür 2 aus einem brandhemmenden Material, einem hochbrandhemmenden,
einem feuerbeständigen oder einem hochfeuerbeständigen Material gefertigt; das Flächenelement
8 ist bevorzugt durch eine Brandschutzglasscheibe, welche einen im Stand der Technik
bekannten Schichtaufbau aufweist, oder ein feuerfestes Paneel, ebenfalls mit einem
an sich bekannten Schichtaufbau, gebildet.
[0036] Wie aus Fig. 1 bis 3 ersichtlich, ist das brandhemmende Flächenelement 8 in einem
umlaufenden Rahmen 9 angeordnet, welcher die Randbereiche des Flächenelements 8 (d.h.
beide Seitenränder, Ober- und Unterkante des Flächenelements 8) einfasst. Das Flächenelement
8 ist in der gezeigten Ausführung quer zu seiner Hauptebene im Wesentlichen mittig
im Rahmen 9 angeordnet. Die Außenflächen 8' des Flächenelements 8 sind abgesehen von
den im Rahmen 9 fixierten Randbereichen freiliegend, d.h. ohne Abdeckung durch außenliegende
Dekor-Glasscheiben oder dergl., angeordnet. Demnach bilden die Außenflächen 8' des
Flächenelements 8 innerhalb des Rahmens 9 die Außenseiten der Pendeltür 2, wodurch
eine besonders kompakte Ausgestaltung der Pendeltür 2 erzielbar ist.
[0037] Wie aus Fig. 1 bis 3 weiters ersichtlich, weist der Rahmen 9 zumindest zwei die Randbereiche
des Flächenelements 8 einrahmende Rahmenteile 10 auf. Zur Erzielung einer gewichtssparenden,
biegesteifen und feuerbeständigen Ausführung der Pendeltür 2 sind die Rahmenteile
10 durch Hohlprofile gebildet. Die Hohlprofile der Rahmenteile 10 weisen eine geschlossene
Querschnittsgeometrie auf, welche einen sich insbesondere über die gesamte Ausdehnung
des Hohlprofils erstreckenden Hohlraum 11 einschließt. Die Hohlprofil-Rahmenteile
10 des Rahmens 9 können aus Aluminium, Stahl, (faserverstärktem) Kunststoff oder einem
Brandschutz-Plattenmaterial gefertigt sein. Andererseits kann der Rahmen 9 auch aus
einer Kombination der genannten Materialien hergestellt sein.
[0038] Wie aus Fig. 2, 3 weiters ersichtlich, ist der Türrahmen 3 mittels einer Montagespange
11' in einer Wand 12, beispielsweise einer Leichtbau-Wand, verankert. Der Türrahmen
3 ist aus mehreren, jeweils durch Hohlprofile gebildeten Türrahmenteilen 13 zusammengesetzt.
In der gezeigten Ausführung sind äußere Türrahmenteile 13' vorgesehen, welche über
einen zentralen Türrahmenteil 13" miteinander verbunden sind. Die Türrahmenteile 13
sind entsprechend den Rahmenteilen 10 des Rahmens 9 aus einem zumindest brandhemmenden
Material, vorzugsweise Stahl, Aluminium, Kunststoff oder Brandschutz-Plattenmaterial,
gefertigt.
[0039] Wie aus Fig. 2 weiters ersichtlich, sind zwischen den äußeren Türrahmenteilen 13'
des Türrahmens 3 und der Wand 12 Fugen gebildet, welche mit Hilfe von Versiegelungen
14 abgedichtet sind. Die Versiegelung 14 weist eine Dichtschnur 15 auf, die mit einer
Fugenmasse, beispielsweise Acryl, verbunden ist. Die äußeren Türrahmenteile 13' sind
in der gezeigten Ausführung mit einem brandhemmenden bzw. wärmedämmenden Material
17, beispielsweise plattenförmiger Gipskarton, gefüllt. Zur Abdichtung des Zwischenraums
zwischen dem Türrahmen 3 und der Pendeltür 2 ist eine Dichtung 18 vorgesehen, welche
in der gezeigten Ausführung jeweils eine im Türrahmen 3 bzw. im Rahmen 9 der Pendeltür
2 befestigte Lippendichtung 18' aufweist.
[0040] Wie aus Fig. 2, 3 weiters ersichtlich, ist an der dem Türstock 3 zugewandten Schmalseite
der Brandschutz-Pendeltür 2 ein intumeszierendes Material 19 angeordnet, welches im
Brandfall einen hitzebeständigen Schaum bildet.
[0041] Wie aus Fig. 2, 3 weiters ersichtlich, weist der Rahmen 9 zwei äußere, bezüglich
der Hauptebene des Flächenelements 8 gegenüberliegende Rahmenteile 10' auf, welche
die Außenflächen 8' des Flächenelements 8 in den Randbereichen einrahmen. Zwischen
den einander zugewandten Halteflächen der äußeren Rahmenteile 10' bzw. des Flächenelements
8 ist ein Einglasungsmaterial 19', beispielsweise ein Vorlegeband, angeordnet, welches
mit einer Fugenmasse 16, beispielsweise Acryl, verfugt ist. Die Rahmenteile 10' des
Rahmens 9 sind entsprechend den Türrahmenteilen 13 des Türrahmens 3 ausgebildet. Wie
aus der Zeichnung ersichtlich, weisen die Rahmenteile 10' des Rahmens 9 bzw. die äußeren
Türrahmenteile 13 einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf, welcher durch
Verbindung von zwei im Querschnitt jeweils im Wesentlichen U-förmigen Profilen 20
entsteht. Die U-förmigen Profile 20 der äußeren Rahmenteile 10' bzw. Türrahmenteile
13' sind über eine Schnappverbindung miteinander verbunden, welche eine Demontage
der äußeren Rahmenteile 10' bzw. Türrahmenteile 13' erlaubt. Zur Verstärkung der Brandschutzwirkung
sind die äußeren Rahmenteile 10' bzw. die äußeren Türrahmenteile 13' mit einem brandhemmenden
bzw. wärmedämmenden Material 17 gefüllt. Hierfür können in der gezeigten Ausführung
Platten aus Gipskarton vorgesehen sein. Zudem können in den Hohlräumen 11 der Rahmenteile
10 Verstärkungselemente, Verkabelungen, etc. angeordnet werden.
[0042] Wie aus Fig. 2, 3 weiters ersichtlich, ragen die äußeren Rahmenteile 10' des Rahmens
9 über die Randbereiche des Flächenelements 8 hinaus. Die hinausstehenden Abschnitte
der äußeren Rahmenteile 10' sind über ein zentrales Rahmenteil 10" miteinander verbunden,
welches die Schmalseiten 8" des Flächenelements 8 einfasst. Das die Schmalseiten 8"
des Flächenelements 8 umfassende Rahmenteil 10" ist in der gezeigten Ausführung durch
ein Hohlprofil mit einer im Wesentlichen rechteckigen, abgerundete Kanten aufweisenden
Querschnittsform gebildet. In der gezeigten Ausführung ist der Hohlraum 11 des Rahmenteils
10" frei von einer Befüllung mit brandhemmendem Material. Die Rahmenteile 10', 10"
des Rahmens 9 bzw. die Türrahmenteile 13 sind über Schraubverbindungen, wie Linsenkopfbohrschrauben,
miteinander verbunden.
[0043] Wie aus Fig. 2, 3 weiters ersichtlich, ist an den Schmalseiten der Pendeltür 2 jeweils
ein die Rahmenteile 10', 10" des Rahmens 9 abdeckendes, plattenförmiges Abschlussprofil
21 vorgesehen, in welchem das intumeszierende Material 19 angeordnet ist, welches
eine hitzebeständige Schutzschicht bildet. Das Abschlussprofil 21 weist weiters eine
Aufnahme für eine der beiden Lippendichtungen 18' auf; die andere Lippendichtung 18'
ist in einem dem Abschlussprofil 21 des Rahmens 9 zugewandten Abschlussprofil 21'
des Türrahmens 3 angeordnet. Das Abschlussprofil 21' des Türrahmens 3 schließt bündig
mit den Stirnseiten der äußeren Türrahmenteile 13' ab. Im Zwischenraum zwischen den
äußeren Türrahmenteilen 13' und dem zentralen Türrahmenteil 13" ist ein brandhemmendes
bzw. wärmedämmendes Material 17 angeordnet.
[0044] Wie aus Fig. 2, 3 weiters ersichtlich, ist an der der Schmalseite 8" des Flächenelements
8 zugewandten Stirnseite des zentralen Rahmenteils 10" ein Brandschutzstreifen 22
angeordnet, welcher ein blähfähiges Material aufweist.
[0045] Wie aus Fig. 4 bis 6 ersichtlich, kann je nach Einsatzzweck der Pendeltür 2 auf eine
Befüllung einzelner Hohlprofile der Rahmenteile 10 bzw. der Türrahmenteile 13 mit
einem brandhemmenden Material verzichtet werden. Im Folgenden wird lediglich auf die
Unterschiede zur Ausführungsform der Fig. 1 bis 3 eingegangen.
[0046] In der Ausführungsform gemäß Fig. 4 schließen die äußeren Rahmenteile 10' des Rahmens
9 bzw. die äußeren Türrahmenteile 13' des Türrahmens 3 unbefüllte Hohlräume 11 ein.
Der Türrahmen 3 weist zwischen dem Türrahmenteil 13" und dem Abschlussprofil 21 ein
brandhemmendes bzw. wärmedämmendes Material 17 auf.
[0047] In der Ausführungsform gemäß Fig. 5 sind die äußeren Rahmenteile 10' des Rahmens
9 bzw. die äußeren Türrahmenteile 13' des Türrahmens 3 durch unbefüllte Hohlprofile
gebildet. Wie aus Fig. 5 ersichtlich, ist zwischen den äußeren Rahmenteilen 10' des
Rahmens 9 bzw. zwischen den äußeren Türrahmenteilen 13' des Türrahmens 3 jeweils ein
brandhemmendes bzw. wärmedämmendes Material 17, beispielsweise ein faserverstärkter
Gipskarton, eine Silikat-Platte, eine zementgebundene Bauplatte oder eine Kombination
davon, vorgesehen, welches das in den vorherigen Ausführungen vorhandene Rahmenteil
10" des Rahmens 9 bzw. das Rahmenteil 13" des Türrahmens 3 ersetzt.
[0048] In der Ausführungsform gemäß Fig. 6 sind die Rahmenteile 10 des Rahmens 9 bzw. die
Türrahmenteile 13 des Türrahmens 3 durch Hohlprofile mit freibleibenden Hohlräumen
11, d.h. ohne Füllung mit einem brandhemmenden Material, gebildet. Wie aus Fig. 6
ersichtlich, weist der Rahmen 9 ein im Querschnitt im Wesentlichen T-förmiges Rahmenprofil
23 auf, welches das die Schmalseiten 8" des Flächenelements 8 einrahmende Rahmenteil
10" sowie eines der beiden äußeren Rahmenteile 10' des Rahmens 9 bildet. Das Rahmenprofil
23 ist beispielsweise über eine Schnappverbindung mit dem gegenüberliegenden äußeren
Rahmenteil 10' verbunden. Wie aus Fig. 6 weiters ersichtlich, weist die Brandschutz-Pendeltür
2 in der gezeigten Ausführung ein außermittig angeordnetes Flächenelement 8 mit einer
vergleichsweise geringen Wandstärke auf. Das Flächenelement 8 ist in einer entsprechenden
Aufnahme des Rahmens 9 gehalten. Hierfür weist der Rahmen 9 eine bündig mit den Schmalseiten
der äußeren Rahmenteile 10' des Rahmens 9 abschließende Rahmenleiste 24 auf. Zur dichten
Einfassung des Flächenelements 8 im Rahmen 9 sind in der gezeigten Ausführung an den
randseitigen Außenflächen 8' des Flächenelements 8 anliegende Dichtungen 25 vorgesehen,
welche in entsprechenden Aufnahmen des T-förmigen Rahmenprofils 23 bzw. der Rahmenleiste
24 angebracht sind. Wie aus Fig. 6 weiters ersichtlich, weist der Türrahmen 3 einen
dem Rahmen 9 entsprechenden Aufbau mit einem im Wesentlichen T-förmigen Rahmenprofil
26 und einem dazu passenden äußeren Türrahmenteil 13' auf. Der Rahmen 9 und der Türrahmen
3 weisen weiters entsprechende Abschlussprofile 21 bzw. 21' auf, welche die Lippendichtungen
18' der Dichtung 18 aufnehmen.
[0049] In den Fig. 7, 8 ist eine alternative Ausführungsform der Brandschutz-Pendeltürvorrichtung
1 gezeigt, bei welcher die Pendeltür 2 aus zwei verschwenkbar gelagerten Flügeln 2"
aufgebaut ist, welche in der gezeigten Schließstellung das Überschlagen von Feuer
auf die jeweils gegenüberliegende Seite verhindern. Je nach Ausführung können die
Flügel 2" der Pendeltür 2 in beide Richtungen geöffnet werden; wie bereits erwähnt,
kann jedoch alternativ die Bewegung zumindest eines Flügels 2" mittels eines Anschlags,
beispielsweise einer Anschlagsknagge, auf eine einzige Öffnungsrichtung beschränkt
werden. Die Flügel 2" weisen einen weitestgehend der einflügeligen Ausführung gemäß
Fig. 1 bis 3 entsprechenden Aufbau auf; alternativ können die Flügel 2" auch wie in
den Fig. 4 bis 6 dargestellt ausgeführt sein.
[0050] Wie aus Fig. 7 ersichtlich, weist jeder Flügel 2" der Pendeltür 2 einen benachbart
des Türrahmens 3 in den Boden 4 versenkten Türschließer 7 zur Rückführung des Flügels
2" in die gezeigte Schließstellung auf. Zudem ist jeder Flügel 2" mittels eines Türbeschlags
5' verschwenkbar gelagert, welcher in der gezeigten Ausführung durch ein Zapfenband
gebildet ist. Die verschwenkbare Anordnung der Flügel 2" der Pendeltür 2 im Türrahmen
3 kann alternativ jeweils mittels eines im Boden 4 angeordneten Drehlagers 5, insbesondere
in Verbindung mit einem oberseitigen Türschließer 7, erfolgen, wie in Fig. 1 für die
einflügelige Pendeltür 2 dargestellt.
[0051] Wie aus Fig. 8 ersichtlich, sind an den frei aufschwingenden Seitenrändern der Flügel
2" zusammenwirkende Lippendichtungen 18' vorgesehen, welche in der Schließstellung
der Pendeltür 2 den Spalt zwischen den Flügeln 2" abdichten.
[0052] In Fig. 9 ist eine alternative Ausführungsform einer einflügeligen Brandschutz-Pendeltür
2 gezeigt, welche eine von den zuvor beschriebenen Ausführungen abweichende Rahmenkonstruktion
aufweist. Wie aus Fig. 9 ersichtlich, weist der gezeigte Rahmen 10 ein einen Hauptrahmen
bildenden Rahmenteil 10 auf, welches einen leistenförmigen Haltevorsprung 27 aufweist.
Das Flächenelement 8 ist zwischen dem Haltevorsprung 27 des Hauptrahmens und einer
gegenüberliegenden Rahmenleiste 28 eingefasst.
1. Brandschutz-Pendeltür (2), die vorzugsweise beidseitig öffnend in einem die Pendeltür
(2) umgebenden Türrahmen (3) anordenbar ist, mit einem ein brandhemmendes Material
aufweisenden Flächenelement (8), das in einem umlaufenden Rahmen (9) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (9) zumindest zwei die Randbereiche des Flächenelements (8) einrahmende
Rahmenteile (10; 10', 10") aufweist, die durch Hohlprofile aus einem brandhemmenden
Material gebildet sind, wobei zur Abdichtung eines Zwischenraums zwischen dem Türrahmen
(3) und der Pendeltür (2) eine Dichtung (18) vorgesehen ist.
2. Brandschutz-Pendeltür (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (18) eine im Rahmen (9) befestigte Lippendichtung (18') aufweist.
3. Brandschutz-Pendeltür (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an zumindest einer dem Türrahmen (3) zugewandten Schmalseite der Brandschutz-Pendeltür
(2) ein plattenförmiges Rahmen-Abschlussprofil (21) vorgesehen ist, in welchem Rahmen-Abschlussprofil
(21) vorzugsweise eine mit dem Türrahmen (3) bzw. einer am Türrahmen (3) angeordneten
Dichtlippe (18') zusammenwirkende Dichtlippe (18') der Dichtung (18) angebracht ist.
4. Brandschutz-Pendeltür (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenelement (8) außerhalb der im Rahmen (9) fixierten Randbereiche im Wesentlichen
freiliegend angeordnet ist.
5. Brandschutz-Pendeltür (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenelement (8) quer zu seiner Hauptebene im Wesentlichen mittig im Rahmen
(9) angeordnet ist.
6. Brandschutz-Pendeltür (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (9) zwei äußere, bezüglich der Hauptebene des Flächenelements (8) gegenüberliegende
und vorzugsweise im Wesentlichen ident ausgestaltete Rahmenteile (10') aufweist, welche
die Außenflächen (8') der Randbereiche des Flächenelements (8) einrahmen.
7. Brandschutz-Pendeltür (2) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an den Schmalseiten der Pendeltür (2) jeweils ein die Rahmenteile (10', 10") des
Rahmens (9) abdeckendes, plattenförmiges Abschlussprofil (21) vorgesehen ist, in welchem
ein intumeszierende Material (19) angeordnet ist, welches eine hitzebeständige Schutzschicht
bildet.
8. Brandschutz-Pendeltür (2) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die äußeren Rahmenteile (10') jeweils im Querschnitt im Wesentlichen rechteckig sind.
9. Brandschutz-Pendeltür (2) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die äußeren Rahmenteile (10') jeweils durch zwei halbschalenförmig miteinander verbundene,
im Querschnitt vorzugsweise im Wesentlichen U-förmige, Profile (20) gebildet sind.
10. Brandschutz-Pendeltür (2) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlprofile der äußeren Rahmenteile (10') mit einem brandhemmenden bzw. wärmedämmenden
Material (17), insbesondere faserverstärkter Gipskarton (17), Silikatplatten oder
Bauplatten, gefüllt sind.
11. Brandschutz-Pendeltür (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (9) ein die Schmalseiten (8") des Flächenelements (8) umfassendes, vorzugsweise
zwischen über die Randbereiche des Flächenelements (8) vorragenden Abschnitten der
äußeren Rahmenteile (10') angeordnetes Rahmenteil (10") aufweist, welches vorzugsweise
durch ein Hohlprofil mit einem insbesondere im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt
gebildet ist.
12. Brandschutz-Pendeltür (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das brandhemmende Material der Rahmenteile (10) ein Metall, insbesondere Stahl oder
Aluminium, ein Kunststoffmaterial, insbesondere ein faserverstärktes Kunststoffmaterial,
ein feuerbeständiges Plattenmaterial oder eine Kombination davon ist.
13. Brandschutz-Pendeltür (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass als Flächenelement (8) eine Brandschutzscheibe oder ein feuerfestes Paneel vorgesehen
ist.
14. Brandschutz-Pendeltürvorrichtung (1), mit einer Pendeltür (2), die vorzugsweise beidseitig
öffnend in einem die Pendeltür (2) umgebenden Türrahmen (3) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Pendeltür (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 ausgebildet ist.
15. Brandschutz-Pendeltürsystem (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine einflügelige oder zweiflügelige Pendeltür (2) vorgesehen ist.