[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbinden von einen Hohlquerschnitt aufweisenden
Sprossen eines Sprossengitters für eine Isolierglasscheibe, wobei an einer Abzweig-
oder Kreuzungsstelle eine durchgehende Sprosse mit einem sie an ihrer Schmalseite
- oder an ihren Schmalseiten - überragenden Verbindungsstift versehen und das oder
die abgehenden Sprossenstücke auf diesen in ihren Hohlquerschnitt passenden Verbindungsstift
aufgesteckt werden und mit dem Überstand des Verbindungsstiftes eine kraftschlüssige
oder Klemm-Verbindung eingehen, wobei die Sprossen ein im Querschnitt längliches Sprossenprofil
mit zwei einen freien Zwischenraum oder Abstand zwischen sich aufnehmenden breitseitigen
Stegen und zwei etwa rechtwinklig dazu angeordneten schmalseitigen Stegen aufweisen,
welche schmalseitigen Stege in Gebrauchsstellung etwa rechtwinklig zu den Einzelscheiben
der Isolierglasscheibe ausgerichtet werden.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zum Verbinden von einem Hohlquerschnitt
aufweisenden, sich kreuzenden oder abgezweigten Sprossen eines Sprossengitters einer
Isolierglasscheibe mit einer an der Abzweig- oder Kreuzungsstelle durchgehenden Sprosse
und wenigstens einer insbesondere rechtwinklig davon abgehenden und mittels eines
Verbindungsstiftes kraftschlüssig festlegbaren weiteren Sprosse, die mit dem Verbindungsstift
in Gebrauchsstellung kraftschlüssig oder klemmend verbunden ist.
[0003] Aus
DE 100 50 928 B4 ist ein Sprossenfenster mit im Querschnitt hohlen Kunststoffsprossen bekannt, die
an Kreuzungsstellen mittels eines Verbinderstifts verbunden werden und in Gebrauchsstellung
verbunden sind. Bei der Montage wird der Verbindungsstift in die entsprechende Innenlängshöhlung
des Hohlprofils der Sprosse eingesteckt und soll sich darin verklemmen.
[0004] In der Praxis lässt sich jedoch die zum klemmenden Aufnehmen des Verbindungsstifts
dienende Innenhöhlung nicht so exakt fertigen, wie es für diese Verbindung wünschenswert
oder notwendig wäre. Die Verbindung muss nämlich einerseits einen ausreichenden Widerstand
haben, um ein erneutes Öffnen oder Lösen dieser Kreuzverbindung zum Beispiel bei einem
Transport eines Sprossenkreuzes im Fertigungsprozess zu verhindern, muss aber andererseits
das Zusammenfügen dieser Verbindung von Hand und/oder mit möglichst wenig Kraft ermöglichen.
[0005] Es besteht deshalb die Aufgabe, ein Verfahren und auch eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art sowie ein Sprossengitter zu schaffen, wodurch das Zusammenfügen der
Sprossen an einer Abzweigstelle oder einem Kreuzungspunkt erleichtert und dennoch
eine gute Klemmwirkung erzielt wird.
[0006] Diese Aufgabe wird mit den Mitteln und Merkmalen der Patentansprüche 1 und 4 und
16 gelöst.
[0007] Das eingangs definierte Verfahren ist zur Lösung der Aufgabe dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest einer der breitseitigen Stege vor dem Aufschieben der Sprosse auf den
Verbindungsstift oder vor dem Einschieben des Verbindungsstifts in die Sprosse zumindest
bereichsweise dadurch von dem anderen breitseitigen Steg wegbewegt und/oder zur Vergrößerung
des Abstands der beiden breitseitigen Stege elastisch verformt wird, dass die schmalseitigen
Stege mit Druck unter elastischer Verformung des Querschnitts der zu befestigenden
Sprosse einander angenähert werden.
[0008] Die mit Hilfe des Verbindungsstifts zu befestigende Sprosse wird also in ihrer Breite
elastisch gestaucht und damit in ihrer Querschnitts-Dicke oder -Höhe so vergrößert,
dass der Verbindungsstift ohne eine Kraftanstrengung in den Hohlquerschnitt und den
entsprechenden Kanal oder Schraubkanal eingeschoben werden kann. Wird die Stauchung
dann beendet oder zurückgenommen, verformt sich die Sprosse aufgrund der Elastizität
wieder soweit in ihre Ausgangslage, dass der Verbindungsstift klemmend oder gepresst
fixiert wird. Ein Lösen dieser Verbindung beispielsweise durch Transportbeanspruchungen
wird dadurch weitestgehend vermieden.
[0009] Besonders günstig ist es dabei, wenn die beiden breitseitigen Stege in entgegengesetzte
Richtungen zur zeitweiligen Vergrößerung ihres Abstands elastisch verformt werden.
Eine solche gleichzeitige Verformung und Stauchung des Hohlprofils der zu befestigenden
Sprosse ist relativ einfach durchführbar und führt aufgrund einer weitgehend symmetrischen
Krafteinleitung dazu, dass die Vergrößerung des Abstands der breitseitigen Stege auf
diese beiden Stege verteilt wird, also für jeden einzelnen dieser beiden Stege entsprechend
geringer ausfallen kann.
[0010] Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens kann
vorsehen, dass im Inneren der - hohlen - Sprosse ein geteilter, durch von den beiden
breitseitigen Stegen des Sprossenprofils jeweils nach innen ragenden Innenprofilen
gebildeter zweiteiliger Sitz für den Verbindungsstift vorgesehen wird, dessen Querschnitt
durch das Verformen oder durch ein Aufwölben der breitseitigen Stege bezüglich des
Abstands seiner beiden Teile gegen die elastische Rückstellkraft der breitseitigen
Stege vergrößert und nach dem Aufstecken auf den Verbindungsstift oder dem Einführen
des Verbindungsstifts durch Beenden des Stauchvorgangs wieder verkleinert und an den
Verbindungsstift angedrückt wird. Es kann also bereits bei der Fertigung der Sprosse
an den breitseitigen Stegen jeweils ein Teil des Sitzes für den Verbindungsstift vorgesehen
werden, so dass diese beiden Teile dieses Sitzes bei dem elastischen Stauchen der
Sprosse gegen eine Rückstellkraft auseinander bewegt werden, so dass der Verbindungsstift
leicht zwischen sie eingeführt oder eingesteckt werden kann, wonach selbsttätig die
Verklemmung mit diesem Verbindungsstift dadurch erfolgt, dass der Stauch- oder Verformungsvorgang
beendet wird.
[0011] Dabei ist es für einen festen Sitz in Gebrauchsstellung vorteilhaft, wenn der Abstand
der beiden breitseitigen Stege der Sprosse und der Teile des Sitzes nach dem Aufstecken
auf den Verbindungsstift durch diesen Verbindungsstift weniger verkleinert wird, als
er vor dem Aufstecken auf den Verbindungsstift oder dem Einführen des Verbindungsstifts
vergrößert wird, und dass die Teile des Sitzes nach dem Aufstecken auf den Verbindungsstift
oder dem Einführen des Verbindungsstifts mit der elastischen Rückstellkraft des Sprossenprofils
an den Verbindungsstift angedrückt werden. Die Abmessungen des Verbindungsstifts und
des im Inneren der Sprosse befindlichen zweiteiligen Sitzes für diesen Verbindungsstift
werden also so gewählt, dass der Verbindungsstift bereits klemmend erfasst wird, bevor
die elastische Rückstellkraft des Sprossenprofils vollständig verbraucht ist, so dass
sie jedenfalls teilweise als Klemmkraft erhalten bleibt.
[0012] Eine besonders gut praktisierbare Ausgestaltung des Verfahrens kann dabei vorsehen,
dass die elastische Verformung der jeweiligen Sprosse mit einem zwei Klemmbacken aufweisenden
Werkzeug derart durchgeführt wird, dass die Klemmbacken des Werkzeugs nach dem Erfassen
der Schmalseiten des Sprossenprofils zusammengedrückt werden.
[0013] Die eingangs definierte Vorrichtung ist zur Lösung der Aufgabe dadurch gekennzeichnet,
dass diese Vorrichtung zwei relativ zueinander verstellbare Klemmbacken aufweist,
deren Abstand zumindest der Breite der Sprosse entspricht, und dass der Abstand der
verstellbaren Klemmbacken beim und nach dem Verstellen zum Verformen, Aufbauchen oder
Stauchen der Breitseiten der Sprosse kleiner als in der Ausgangslage der Klemmbacken
beim Erfassen der Sprosse ist. Die Vorrichtung sieht also im wesentlichen ein Werkzeug
mit zwei relativ zueinander verstellbaren Klemmbacken vor, durch welche die Sprosse
so aufgebaucht oder verformt werden kann, dass der Verbindungsstift leicht in den
dafür vorgesehenen zweiteiligen Sitz einführbar ist, wonach er dann durch Entfernen
der Vorrichtung oder Lösen der Klemmbacken festgeklemmt wird. Dabei kann die Relativbewegung
der beiden Klemmbacken durch eine Bewegung nur einer Klemmbacke gegenüber einer feststehenden
Klemmbacke oder auch durch zwei gegensinnige Bewegungen beider Klemmbacken erfolgen.
[0014] Ausgestaltung der Vorrichtung sind in den Ansprüchen 7 bis 15 genannt und betreffen
die Relativbewegung der Klemmbacken und die Hilfsmittel zur Betätigung einer oder
beider Klemmbacken entweder von Hand oder mit Hilfe eines oder mehrerer Hebel oder
Exzenter oder auch eine pneumatische oder hydraulische oder maschinelle Betätigung
eines solchen Hebels oder Exzenters mittels Spindeltrieb.
[0015] Für eine einfache und zweckmäßige Bedienung der Vorrichtung und entsprechend gute
Ausführung des Verfahrens ist es vorteilhaft, wenn die Klemmbacken und ihr Betätigungsglied
in Gebrauchsstellung in der Ebene angeordnet sind, die durch die Sprossen des Sprossengitters
aufgespannt ist, und wenn das Betätigungsglied oder der Betätigungshebel etwa parallel
zu den Breitseiten der erfassten Sprossen bewegbar ist. Dies erlaubt dem Benutzer
nicht nur einen guten Blick auf die Vorrichtung und die Klemmbacken während der Benutzung,
sondern führt auch zu einer bestmöglichen Einleitung der beim Annähern der Klemmbacken
auf eine Sprosse ausgeübten Kraft.
[0016] Die Erfindung betrifft außerdem ein Sprossengitter mit wenigstens zwei winklig zueinander
angeordneten und/oder sich kreuzenden, einen Hohlquerschnitt aufweisenden Sprossen
mit zwei schmalseitigen und zwei breitseitigen Stegen und mit zumindest einem von
einer durchgehenden Sprosse gehaltenen Verbindungsstift, der in den Hohlquerschnitt
oder einen Sitz in der an der durchgehenden Sprosse befestigten Sprosse eingreift.
[0017] Ein derartiges Sprossengitter ergibt sich aus der
DE 100 50 928 B4 und verursacht bei der Montage die eingangs geschilderten Schwierigkeiten.
[0018] Zur Lösung der vorstehend erwähnten Aufgabe ist dieses Sprossengitter dadurch gekennzeichnet,
dass der Sitz im Inneren der anzuschließenden Sprosse zumindest zweiteilig ist und
jeweils einer der sich ergänzenden und an dem Verbindungsstift in Gebrauchsstellung
angreifenden Teile dieses Sitzes an einem der breitseitigen Stege angeordnet und bei
Verformung des oder der breitseitigen Stege mit diesen mitbewegbar ist. Vor allem
diese zweiteilige Ausbildung des Sitzes für den Angriff an dem Verbindungssteg ermöglicht
die erfindungsgemäße Verfahrensweise, den Abstand dieser Teile des Sitzes so zu vergrößern,
dass das Einfügen des Verbindungsstifts oder das Aufstecken auf den Verbindungsstift
einfach und mühelos möglich ist, wonach dann der Verbindungsstift von den beiden Teilen
dieses Sitzes klemmend erfasst wird, wenn die Verformung und Aufbauchung der breitseitigen
Stege beendet wird.
[0019] Vorteilhafte und zweckmäßige Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Sprossengitters
und insbesondere des erfindungsgemäß zweiteiligen Sitzes sind Gegenstand der Ansprüche
17 und 18 und betreffen vor allem die Form des Sitzes und seiner beiden Teile.
[0020] Es sei noch erwähnt, dass die Sprossen aus Metall oder elastischem Kunststoff bestehen
können und dass die Breite der breitseitigen, die Teile des Sitzes für den Verbindungsstift
aufweisenden Stege zumindest in Sonderfällen nicht größer, sondern gleich oder kleiner
als die der schmalseitigen Stege sein kann.
[0021] Nachstehend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung und insbesondere der zum Durchführen
des erfindungsgemäßen Verfahrens dienenden Vorrichtung anhand der Zeichnung näher
beschrieben. Es zeigt in zum Teil stark schematisierter Darstellung:
- Fig. 1
- eine Draufsicht einer an einem Kreuzungspunkt eines Sprossengitters durchgehenden
Sprosse mit seitlich rechtwinklig abstehenden Verbindungsstiften und von der Seite
her auf diese Verbindungsstifte aufsteckbare Sprossen,
- Fig. 2
- eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung während des Aufsteckens der beiden quer
zu ihrer Erstreckung etwas zusammengedrückten oder gestauchten Sprossen auf die Verbindungsstifte,
- Fig. 3
- den fertigen Kreuzungspunkt eines Sprossengitters mit einer durchgehenden und zwei
seitlich abgehenden Sprossen nach der gegenseitigen Verbindung,
- Fig. 4
- einen Querschnitt einer erfindungsgemäß gestalteten Sprosse mit zwei schmalseitigen
und zwei breitseitigen, teilweise nach innen gewölbten Stegen zur Begrenzung des Hohlquerschnitts,
wobei an den breitseitigen Stegen jeweils ein Teil des Sitzes zum Umfassen eines Verbindungsstifts
angeordnet ist,
- Fig. 5
- eine der Fig. 4 entsprechende Darstellung, wobei schematisiert zwei Klemmbacken oder
dergleichen Teile an den schmalseitigen Stegen angreifen, aber noch keine Kraft ausüben,
so dass ein im Bereich des Sitzes angeordneter Verbindungsstift noch nicht in diesen
Sitz passt,
- Fig. 6
- eine der Fig. 5 entsprechende Darstellung, bei welcher die Klemmbacken durch Pfeile
angedeutet eine aufeinander gerichtete Kraft ausüben und dadurch die breitseitigen
Stege voneinander weg verformen und
- Fig. 7
- den Querschnitt der erfindungsgemäß gestalteten Sprosse nach dem Aufwölben der breitseitigen
Stege und dem dadurch ermöglichten Einführen des Verbindungsstifts in seinen Sitz,
- Fig. 8 bis Fig. 13
- schematisierte Darstellungen erfindungsgemäß gestalteter Vorrichtungen zum Verbinden
von sich kreuzenden oder abgezweigten Sprossen jeweils mit zwei relativ zueinander
verstellbaren Klemmbacken zum Beaufschlagen der schmalseitigen Stege einer Sprosse
für ein elastisches Aufwölben oder Stauchen oder Verformen der breitseitigen Stege
und der an deren Innenseite angeordneten Teile eines Sitzes für einen Verbindungsstift.
[0022] Bei der nachfolgenden Beschreibung verschiedener Ausführungsbeispiele erhalten hinsichtlich
ihrer Funktion übereinstimmende Teile auch bei abgewandelter Gestaltung und Formgebung
übereinstimmende Bezugszahlen.
[0023] Von einem Sprossengitter für eine Isolierglasscheibe etwa analog
DE 100 50 928 B4 oder auch
DE 43 40 302 A1 ist in Fig. 3 eine Kreuzungsstelle dargestellt, bei welcher eine vertikale durchgehende
Sprosse 1 zwei rechtwinklig zu ihr und miteinander fluchtende Sprossen 2 aufweist,
die an einem durchgehenden oder zwei seitlich abgehenden Verbindungsstiften 3 in Gebrauchsstellung
klemmend gehalten sind. Die Sprossen 1 und 2, insbesondere die Sprossen 2, haben einen
in den Fig. 4 bis 7 erkennbaren Hohlquerschnitt, der von zwei schmalseitigen Stegen
4 und zwei im wesentlichen rechtwinklig dazu angeordneten breitseitigen Stegen 5 umschlossen
ist, wobei die breitseitigen Stege 5 über einen konkav gekrümmten Bereich 5a zu den
beiden schmalseitigen Stegen 4 hin übergehen. Im Inneren des Hohlquerschnitts der
Sprossen 2 befindet sich ein im Ganzen mit 6 bezeichneter Sitz, in welchen gemäß Fig.
7 der jeweilige Verbindungsstift 3 in noch zu beschreibender Weise eingreift, nachdem
die Sprossen 2 auf diesen Verbindungsstift 3 gemäß den Fig. 1 und 2 aufgesteckt sind.
[0024] In den Fig. 4 bis 7 wird deutlich, dass der Sitz 6 zweiteilig ist und jeweils einer
der sich ergänzenden und an dem Verbindungsstift 3 angreifenden Teile 7 an einem der
breitseitigen Stege 5 innenseitig angreift oder einstückig damit verbunden ist und
bei einer Verformung der breitseitigen Stifte 5 mit diesem mitbewegbar ist.
[0025] Die Verformung ist erforderlich, um den Verbindungsstift 3 in den eigentlich gemäß
Fig. 4 zu engen Abstand zwischen den beiden Teilen 7 des Sitzes 6 einbringen zu können.
[0026] Dabei wird deutlich, dass die beiden Teile 7 des Sitzes 6 an den Innenseiten der
breitseitigen Stege 5 einen etwa rinnenförmigen Querschnitt haben und mit ihren offenen
Seiten einander zugewandt sind, so dass sich die Teile 7 zu dem Sitz 6 derart ergänzen,
dass der Verbindungsstift 3 gemäß Fig. 7 in Gebrauchsstellung an seinem Umfang erfasst
und geklemmt und kraftschlüssig festgelegt werden kann.
[0027] Die Teile 7 des Sitzes 6 sind dabei jeweils durch rechtwinklig zueinander angeordnete
Stege 8 gebildet, welche die erwähnte Rinnenform ergeben und den Verbindungsstift
3 in Gebrauchsstellung an jeweils zwei Punkten berühren können, so dass ein rüttelfreier
Sitz gebildet ist.
[0028] Zum Verbinden dieser einen Hohlquerschnitt aufweisenden Sprossen 1 und 2 eines Sprossengitters
für eine Isolierglasscheibe wird an eine Abzweig- oder Kreuzungsstelle gemäß Fig.
1 die Sprosse 1 mit einem sie an ihrer Schmalseite, also an einem schmalseitigem Steg
4, überragenden Verbindungsstift 3 versehen und für eine Kreuzungsstelle überragt
der Verbindungsstift 3 dabei beide Schmalseiten der durchgehenden Sprosse 1 um die
gleiche Länge. Die abgehenden oder kreuzenden Sprossenstücke, also die Sprossen 2,
werden gemäß Fig. 2 auf diesen in ihren Hohlquerschnitt und den Sitz 6 passenden Verbindungsstift
3 aufgesteckt, wobei der Sitz 6 gemäß Fig. 5 und 6 eigentlich etwas zu eng für den
Verbindungsstift 3 ist, so dass sich nach dem Aufstecken eine kraftschlüssige oder
Klemmverbindung zwischen dem Sitz 6 und dem Verbindungsstift 3 ergibt.
[0029] Damit der Verbindungsstift 3 dennoch leichtgängig in den Sitz 6 gelangt oder die
Sprosse 2 leichtgängig auf den Verbindungsstift 3 aufgesteckt werden kann, werden
die breitseitigen Stege 5 vor dem Aufschieben der Sprosse 2 auf den Verbindungsstift
3 dadurch bereichsweise in Richtung der Pfeile Pf2 voneinander wegbewegt, dass die
schmalseitigen Stege 4 mit Druck gemäß den beiden aufeinander zu gerichteten Pfeilen
Pf 1 in Fig. 6 und in den Fig. 1 und 2 unter elastischer Verformung des Querschnitts
der Sprosse 2 einander angenähert werden.
[0030] Durch den beidseitigen Druck auf die schmalseitigen Stege 4 werden die breitseitigen
Stege 5 etwas gestaucht und aufgewölbt, so dass ihr gegenseitiger Abstand zumindest
im Bereich des Sitzes 6 soweit vergrößert wird, dass der Verbindungsstift 3 leichtgängig
in den Zwischenraum der beiden Teile 7 des Sitzes 6 eingeschoben oder umgekehrt die
Sprosse 2 leichtgängig auf den Verbindungsstift 3 aufgesteckt werden kann, wobei sie
so lange unter dem Verformungsdruck gehalten wird, bis sie die Position gemäß Fig.
3 und 7 erreicht hat.
[0031] Der im Inneren der Sprosse 2 vorgesehene geteilte, durch von den beiden breitseitigen
Stegen 5 des Sprossenprofils jeweils nach innen ragende zweiteilige Sitz 6 für den
Verbindungsstift 3 wird also durch das Verformen oder Aufwölben der breitseitigen
Stege 5 bezüglich des Abstands seiner beiden Teile 7 gegen die elastische Rückstellkraft
der breitseitigen Stege 5 vergrößert und nach dem Aufstecken auf den Verbindungsstift
3 durch Beenden des Stauchvorganges wieder so weit verkleinert, dass der Sitz 6 mit
beiden Teilen 7 an dem Verbindungsstift 3 angedrückt wird, wie es in Fig. 7 dargestellt
ist.
[0032] Der Abstand der breitseitigen Stege 5 und der Teile 7 des Sitzes 6 ist also nach
dem Aufstecken auf den Verbindungsstift 3 durch diesen Verbindungsstift 3 weniger
verkleinert, als er vor dem Aufstecken auf den Verbindungsstift 3 durch den Stauchvorgang
vergrößert wird. Dies erkennt man deutlich beim Vergleich der Fig. 4 bis 6 mit Fig.
7. In den Fig. 4 bis 6 ist der Abstand der breitseitigen Stege 5 und vor allem der
beiden Teile 7 des Sitzes 6 noch relativ klein und zu klein für den Querschnitt des
Verbindungsstifts 3, während nach dem Aufwölben der breitseitigen Stege 5 der Verbindungsstift
3 locker in den Sitz 6 einschiebbar ist und dessen Teile 7 dann auf dem etwas vergrößerten
Abstand hält, wie es Fig. 7 zeigt. Somit ist dann der Verbindungsstift 3 durch die
elastische Rückstellkraft des Sprossenprofils an den Verbindungsstift 3 angedrückt.
[0033] Im Ausführungsbeispiel ist die Querschnittsabmessung der breitseitigen Stege 5 größer
als die der schmalseitigen Stege 4. Sie könnte aber auch gleich oder eventuell kleiner
sein.
[0034] Die erwähnte elastische Verformung der jeweiligen Sprosse 2 wird gemäß den Fig. 1,
2 und 6 mit einem zwei Klemmbacken 8 und 9 aufweisenden, im Ganzen mit 10 bezeichneten
Werkzeug durchgeführt, wobei gemäß den Fig. 8 bis 13 die Klemmbacken 8 und 9 des Werkzeugs
10 nach dem Erfassen der schmalseitigen Stege 4 der jeweiligen Sprosse zusammengedrückt
werden, wodurch die einander entgegengesetzten Kräfte gemäß den Pfeilen Pf 1 entstehen.
[0035] In den Fig. 8 bis 13 ist also eine als Werkzeug 10 ausgebildete Vorrichtung zum Verbinden
von einen Hohlquerschnitt aufweisenden, sich kreuzenden oder auch abzweigenden Sprossen
1 und 2 eines Sprossengitters einer Isolierglasscheibe mit einer an der Abzweig- oder
Kreuzungsstelle durchgehenden Sprosse 1 und wenigstens einer rechtwinklig davon abgehenden,
mit dem Verbindungsstift 3 kraftschlüssig festlegbaren weiteren Sprosse 2 dargestellt,
um zu erreichen, dass die Sprosse 2 mit dem Verbindungsstift 3 in Gebrauchsstellung
kraftschlüssig oder klemmend verbunden ist. Die als Werkzeug 10 bezeichnete Vorrichtung
hat dazu die beiden relativ zueinander verstellbaren Klemmbacken 8 und 9, deren Abstand
zumindest der Breite der Sprosse 2, also dem Abstand der schmalseitigen Stege 4 dieser
Sprosse 2 entspricht.
[0036] Dieser Abstand der verstellbaren Klemmbacken 8 und 9 ist bei und nach dem Verstellen
der Klemmbacken 8 und 9 aufeinander zu zum Verformen, Aufbauchen oder Stauchen der
breitseitigen Stege 5 der Sprosse 2 zeitweilig kleiner als in der Ausgangslage dieser
Klemmbacken 8 und 9. Die Ausgangslage ist praktisch in Fig. 5 angedeutet, während
in Fig. 7 die schmalseitigen Stege 4 durch ein Zusammendrücken der Klemmbacken 8 und
9 einander angenähert und in dieser Lage dann durch den Verbindungsstift 3 festgelegt
sind, so dass die Klemmbacken 8 und 9 entfernt werden können und deshalb in Fig. 7
nicht mehr dargestellt sind.
[0037] In allen Ausführungsbeispielen sind die beiden Klemmbacken 8 und 9 und ihre Klemmflächen
parallel zueinander angeordnet und verstellbar, wobei jeweils die Klemmbacke 8 relativ
zu der Klemmbacke 9 beweglich und verstellbar ist und die Klemmbacke 9 als festes
Widerlager für die Sprosse 2 dient. Die Klemmbacke 9 ist dazu an einer Halte- oder
Trägerplatte 11 befestigt, an welcher die Sprosse 2 auch während ihrer Verformung
anliegen kann, um eine gute Ausrichtung während ihrer Verformung zu haben.
[0038] In den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 8 bis 11 ist die bewegliche Klemmbacke 8
schwenkbar und dadurch verstellbar an einem seinerseits schwenkbaren Betätigungsglied
befestigt, welches gemäß den Fig. 8 bis 11 ein schwenkbarer Hebel 12 ist. Dabei erkennt
man, dass der Schwenkpunkt 13 des Schwenkhebels 12, also das Schwenkgelenk des Schwenkhebels
12 an der Halte- oder Trägerplatte 11 zu einem Schwenkpunkt oder Gelenk 14 der Klemmbacke
8 beabstandet ist und sich auf der Seite des Schwenkpunkts oder Gelenks 14 befindet,
die dem eigentlichen Hebel 12 abgewandt ist. Über das Gelenk 14 ist die bewegliche
Klemmbacke 8 mit dem Hebel 12 verbunden und mit ihm mitbewegbar, behält aber ihre
parallele Lage, wenn der Hebel 12 verschwenkt wird.
[0039] Die Fig. 8 bis 13 zeigen auch, dass die Klemmbacken 8 und 9 und ihr Betätigungsglied,
beispielsweise der Hebel 12, in Gebrauchsstellung, wenn sie an der Sprosse 2 angreifen,
in der Ebene angeordnet sind, die durch die Sprossen 1 und 2 des Sprossengitters aufgespannt
sind. Der Betätigungshebel 12 oder ein sonstiges Betätigungsglied befindet sich dabei
etwa parallel zu den breitseitigen Stegen 5 der von der Vorrichtung erfassten Sprosse
2 und sind in dieser Ebene gemäß dem Doppelpfeil Pf 3 in einzelnen Figuren in dieser
Ebene bewegbar. Diese Zuordnung zu der Bewegung des Sprossengitters ergibt sich daraus,
wie die Sprosse 2 relativ zu der Halte- und Trägerplatte 11 während ihrer Bearbeitung
angeordnet wird.
[0040] Die zweite Klemmbacke 9 ist in den Ausführungsbeispielen ein festes oder starres
Widerlager, dessen Abstand von der bewegbaren Klemmbacke 8 in Ausgangsstellung zumindest
der Breite der Sprosse 2 entspricht und an der Halte- und Trägerplatte 11 befestigt
ist.
[0041] In den Fig. 9 und 10 sind Ausführungsbeispiele gezeigt, bei denen der Hebel 12 mit
einem Antrieb 15, beispielsweise mit einem pneumatischen oder hydraulischen oder Spindel-Antrieb
verbunden ist, um dem Benutzer den erforderlichen Kraftaufwand zu ersparen.
[0042] Fig. 10 zeigt dabei eine Anordnung, bei welcher an dem schwenkbaren Hebel 12 zum
Verstellen der beweglichen Klemmbacke 8 ein Exzenter 16 in einem Langloch 17 des Hebels
12 angreift, wobei der Antrieb des Exzenters 16 der Einfachheit halber nicht dargestellt
ist.
[0043] Die Fig. 12 und 13 zeigen abgewandelte Möglichkeiten, die bewegliche Klemmbacke 8
relativ zu der feststehenden Klemmbacke 9 zu verstellen und dadurch die breitseitigen
Stege 5 der Sprosse 2 für die Montage an dem Verbindungsstift 3 zu verformen. Die
bewegliche Klemmbacke 8 ist dabei mit einem sie unmittelbar selbst in Verstellrichtung
beaufschlagenden Antrieb 15, der ähnlich wie der Antrieb gemäß Fig. 9 ein hydraulischer,
pneumatischer oder Schraubspindel-Antrieb sein kann, verbunden. Dessen Antriebsglied
wirkt dabei unmittelbar auf die Klemmbacke 8.
[0044] Fig. 13 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei welchem wie in Fig. 10 an dem Hebel 12
an der beweglichen Klemmbacke 8 ein quer zu ihrer Verstellrichtung verlaufendes Langloch
17 vorgesehen ist, in welches ein exzentrischer Stift 18 eines relativ zu der Klemmbacke
8 verdrehbaren Exzenters 16 derart eingreift, dass die Klemmbacke 8 gemäß der gewählten
Exzentrizität in Richtung zu der festen Klemmbacke 9 hin- und herverstellbar und damit
in ihrem Abstand zu dem von der festen Klemmbacke 9 gebildeten Widerlage veränderbar
ist. Wegen des Langloches 17 ist dabei praktisch die gesamte Ausdehnung der Klemmbacke
8 bis in den Bereich des Landloches 17 beibehalten.
[0045] Hinsichtlich Fig. 11 sei noch kurz darauf hingewiesen, dass dort die beiden Klemmbacken
8 und 9 bis an den Rand der Halte- und Trägerplatte 11 laufen und bündig mit diesem
Rand 11a sind, während sie bei den anderen Ausführungsbeispielen gegenüber dem Rand
11a etwas zurückversetzt sind.
[0046] Durch die Ausgestaltung der Sprossen 2 mit dem innen angeordneten Sitz 6 für den
Verbindungsstift 3 und die Art der Montage, die aus Metall oder Kunststoff bestehenden
Sprossen 2 von ihren breitseitigen Stegen 4 her zu drücken und dadurch die schmalseitigen
Stege 5 aufzubauchen, können die Sprossen 2 stranggepresst werden ohne dass enge Fertigungstoleranzen
eingehalten werden müssen.
[0047] Zur Montage der Verbindung einer durchgehenden Sprosse 1 mit einer davon abgehenden
oder zwei sie kreuzenden Sprossen 2 wird in einen kanalförmigen innenliegenden Sitz
6 ein Verbindungsstift 3 eingesteckt, der sich in dem Sitz 6 zwischen dessen beiden
Teilen 7 verklemmt. Dazu wird das Querschnittsprofil der mit dem Verbindungsstift
3 zu verbindenden Sprosse 2 einer Druckkraft von seinen beiden schmalseitigen Stegen
4 her ausgesetzt und dadurch im Bereich der breitseitigen Stege 5, die die Teile 7
des innenliegenden Sitzes 6 aufweisen, eine elastische Verformung erzielt, durch welche
die Stege 5 und die Teile 7 derart voneinander wegbewegt werden, dass der Zwischenraum
zwischen den Teilen 7 des Sitzes 6 vergrößert wird, in welchen vergrößerten Zwischenraum
der Verbindungsstift 3 passt, also leicht eingefügt werden kann und nach dem Beenden
der Verformung von diesen Teilen 7 des Sitzes 6 durch die elastische Rückstellkraft
der Sprosse 2 eingeklemmt wird.
1. Verfahren zum Verbinden von einen Hohlquerschnitt aufweisenden Sprossen (1, 2) eines
Sprossengitters für eine Isolierglasscheibe, wobei an einer Abzweig- oder Kreuzungsstelle
eine durchgehende Sprosse (1) mit einem sie an ihrer Schmalseite überragenden Verbindungsstift
(3) versehen und das oder die abgehenden Sprossenstücke auf diesen in ihren Hohlquerschnitt
passenden Verbindungsstift (3) aufgesteckt werden und mit dem Überstand des Verbindungsstiftes
(3) eine kraftschlüssige oder Klemm-Verbindung eingehen, wobei die Sprossen ein im
Querschnitt längliches Sprossenprofil mit zwei einen freien Zwischenraum oder Abstand
zwischen sich aufweisenden breitseitigen Stegen (5) und zwei etwa rechtwinklig dazu
angeordneten schmalseitigen Stegen (4) aufweisen, welche schmalseitigen Stege (4)
in Gebrauchsstellung etwa rechtwinklig zu den Einzelscheiben der Isolierglasscheibe
ausgerichtet werden, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der breitseitigen Stege (5) vor dem Aufschieben der Sprosse (2) auf
den Verbindungsstift (3) oder vor dem Einschieben des Verbindungsstifts (3) zumindest
bereichsweise dadurch von dem anderen breitseitigen Steg (5) wegbewegt und/oder zur
Vergrößerung des Abstands der beiden breitseitigen Stege (5) elastisch verformt wird,
dass die schmalseitigen Stege (4) mit Druck unter elastischer Verformung des Querschnitts
der Sprosse (2) einander angenähert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden breitseitigen Stege (5) in entgegengesetzte Richtungen zur zeitweisen
Vergrößerung ihres Abstandes elastisch verformt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren der Sprosse ein geteilter, durch von den beiden breitseitigen Stegen (5)
des Sprossenprofils jeweils nach innen ragenden Innenprofilen gebildeter zweiteiliger
Sitz (6) für den Verbindungsstift (3) vorgesehen wird, dessen Querschnitt durch das
Verformen oder ein Aufwölben der breitseitigen Stege (5) bezüglich des Abstands seiner
beiden Teile (7) gegen die elastische Rückstellkraft der breitseitigen Stege (5) vergrößert
und nach dem Aufstecken auf den Verbindungsstift (3) oder dem Einführen des Verbindungsstifts
(3) durch Beenden des Stauchvorganges wieder verkleinert und an den Verbindungsstift
(3) angedrückt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der beiden breitseitigen Stege (5) der Sprosse und der Teile (7) des
Sitzes (6) nach dem Aufstecken auf den Verbindungsstift (3) durch diesen Verbindungsstift
(3) weniger verkleinert wird, als er vor dem Aufstecken auf den Verbindungsstift (3)
oder dem Einführen des Verbindungsstifts vergrößert wird, und dass die Teile (7) des
Sitzes (6) nach dem Aufstecken auf den Verbindungsstift (3) oder dem Einführen des
Verbindungsstiftes (3) mit der elastischen Rückstellkraft des Sprossenprofils an den
Verbindungsstift (3) angedrückt werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die elastische Verformung der jeweiligen Sprosse (2) mit einem zwei Klemmbacken (8,
9) aufweisenden Werkzeug (10) derart durchgeführt wird, dass die Klemmbacken (8, 9)
des Werkzeugs (10) nach dem Erfassen der schmalseitigen Stege (4) der Sprosse (2)
zusammengedrückt werden.
6. Vorrichtung zum Verbinden von einen Hohlquerschnitt aufweisenden, sich kreuzenden
oder abzweigenden Sprossen (1, 2) eines Sprossengitters einer Isolierglasscheibe mit
einer an der Abzweig- oder Kreuzungsstelle durchgehenden Sprosse (1) und wenigstens
einer insbesondere rechtwinklig davon abgehenden und mittels eines Verbindungsstiftes
(3) kraftschlüssig festlegbaren weiteren Sprosse (2), die mit dem Verbindungsstift
(3) in Gebrauchsstellung kraftschlüssig oder klemmend verbunden ist insbesondere zur
Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zwei relativ zueinander verstellbare Klemmbacken (8, 9) aufweist,
deren Abstand zumindest der Breite der Sprosse (2) entspricht, und dass der Abstand
der verstellbaren Klemmbacken (8, 9) beim und nach dem Verstellen zum Verformen, Aufbauchen
oder Stauchen der breitseitigen Stege (5) der Sprosse (2) kleiner als in der Ausgangslage
der Klemmbacken beim Erfassen der Sprosse ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Klemmbacken (8, 9) parallel zueinander angeordnet und verstellbar sind,
insbesondere eine der Klemmbacken (8) relativ zu der anderen Klemmbacke (9) beweglich
und verstellbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die bewegliche Klemmbacke (8) schwenkbar oder verstellbar an einem seinerseits schwenkbaren
Betätigungsglied befestigt ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegbare Betätigungsglied für die bewegliche Klemmbacke (8) ein schwenkbarer
Hebel (12) ist, wobei der Schwenkpunkt (13) des Hebels (12) zu einem Schwenkpunkt
(14) der Klemmbacke (8) beabstandet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbacken (8, 9) und ihr Betätigungsglied in Gebrauchsstellung in der Ebene
angeordnet sind, die durch die Sprossen (1, 2) des Sprossengitters aufgespannt ist,
und dass das Betätigungsglied oder der Betätigungshebel (12) etwa parallel zu den
breitseitigen Stegen (5) der erfassten Sprosse (2) bewegbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Klemmbacke (9) ein festes oder starres Widerlager ist, dessen Abstand
von der beweglichen Klemmbacke (8) in Ausgangsstellung zumindest der Breite der Sprosse
(2) entspricht.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (12) mit einem Antrieb (15), insbesondere mit einem pneumatischen oder
hydraulischen oder Spindel-Antrieb verbunden ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass an dem schwenkbaren Hebel (12) zum Verstellen der beweglichen Klemmbacke (8) ein
Exzenter (16) in einem Langloch (17) dieses Hebels (12) angreift.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die bewegliche Klemmbacke (8) mit einem sie in Verstellrichtung beaufschlagenden
Antrieb (15), insbesondere einem hydraulischen, pneumatischen oder Schraubspindel-Antrieb
verbunden ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass an der beweglichen Klemmbacke (8) ein quer zu ihrer Verstellrichtung verlaufendes
Langloch (17) vorgesehen ist, in welches ein exzentrischer Stift (18) eines relativ
zu der Klemmbacke (8) verdrehbaren Exzenters derart eingreift, dass die Klemmbacke
(8) gemäß der gewählten Exzentrizität hin- und herverstellbar und damit in ihrem Abstand
zu dem Widerlager veränderbar ist.
16. Sprossengitter für eine Isolierglasscheibe mit wenigstens zwei winklig zueinander
angeordneten und/oder sich kreuzenden, einen Hohlquerschnitt aufweisenden Sprossen
(1, 2) mit zwei schmalseitigen Stegen (4) und zwei breitseitigen Stegen (5) und mit
zumindest einem von einer durchgehenden Sprosse (1) gehaltenen Verbindungsstift (3),
der in den Hohlquerschnitt oder einen Sitz (6) in der an der durchgehenden Sprosse
(1) befestigten Sprosse (2) eingreift, insbesondere gefertigt mit einem Verfahren
nach einem der Ansprüche 1 bis 5 und/oder mit einer Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche
6 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz (6) zumindest zweiteilig ist und jeweils einer der sich ergänzenden und
an dem Verbindungsstift (3) angreifenden Teile (7) des Sitzes (6) an einem der breitseitigen
Stege (5) angeordnet und bei Verformung des/der breitseitigen Stege (5) mitbewegbar
ist.
17. Sprossengitter nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Teile (7) des Sitzes (6) an den Innenseiten der breitseitigen Stege (5)
einen etwa rinnenförmigen Querschnitt haben und mit ihren offenen Seiten einander
zugewandt sind, so dass sich die Teile (7) zu dem Sitz (6) derart ergänzen, dass der
Verbindungsstift (3) in Gebrauchsstellung an seinem Umfang erfasst, geklemmt und kraftschlüssig
festgelegt ist.
18. Sprossengitter nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Teile (7) des Sitzes (6) durch rechtwinklig zueinander angeordnete Stege (8)
gebildet sind, welche die Rinnenform ergeben.