TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Bodenablaufsystem nach dem Oberbegriff von
Anspruch 1.
STAND DER TECHNIK
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Bodenablaufsysteme für sanitäre Installationen bekannt.
Solche Bodenablaufsysteme dienen der Wegführung von Wasser beispielsweise aus einer
Duschwanne oder einer Duschfläche.
[0003] Solche Bodenablaufsysteme haben den Vorteil, dass die Bodenfläche, auf welcher der
Benutzer stehen kann, ohne Unterbrechung, also als vollständig durchgehende Fläche,
ausgeführt ist. Dies ist für den Benutzer vorteilhaft, denn ein Stolpern über hervorstehende
Elemente kann verhindert werden. Weiter muss zwischen dem in der Wand montierten Abflusssystem
und der Bodenfläche eine Fuge vorgesehen sein, welche auch den Übergang zu entsprechenden
Fliesen beinhalten kann.
[0004] Der Hauptvorteil von solchen Systemen ist, dass eine bodenebene Fläche ohne Fugen
oder Ablauföffnungen in der Fläche ausgebildet sein kann.
[0005] Allerdings hat die Praxis gezeigt, dass die Bodenablaufsysteme aus dem Stand der
Technik kompliziert und daher auch zeitraubend in der Montage sind.
[0006] Zudem können aufgrund von Temperaturunterschieden und die Verwendung von unterschiedlichen
Materialien Spannungen entstehen, welche die Betriebssicherheit beeinflussen.
[0007] Beispielsweise zeigt die
EP 2 236 683 ein eingangs genanntes System, wobei hier die eben genannten Probleme auftreten.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde ein
Bodenablaufsystem anzugeben, welches die Nachteile des Standes der Technik überwindet.
Insbesondere soll das Bodenablaufsystem einfacher zu montieren und im Betrieb möglichst
spannungsfrei sein.
[0009] Eine solche Aufgabe löst ein Bodenablaufsystem für eine sanitäre Installation, insbesondere
eine Dusche, nach Anspruch 1. Demgemäss umfasst das Bodenablaufsystem ein Montagegestell,
eine mit dem Montagegestell in Verbindung stehende Ablaufeinheit mit einem Ablaufkanal,
der über eine Ablauföffnung zugänglich ist, und ein Wannenelement mit einer Stehfläche.
Die Stehfläche mündet an bzw. in die Ablauföffnung, so dass auf der Stehfläche befindliches
Bodenwasser dem Ablaufkanal zuführbar ist. Das Bodenablaufsystem umfasst mindestens
ein Befestigungselement zur Befestigung des Wannenelements am Montagegestell, so dass
eine feste Verbindung zwischen Montagegestell und Wannenelement vorhanden ist. Das
Wannenelement ist vorzugsweise aus Stahl-Emaille oder Acryl.
[0010] Die Befestigung des Wannenelementes am Montagegestell hat den Vorteil, dass ein Bodenablaufsystem
bereitstellbar ist, welches sehr einfach zu montieren ist. Zudem können über die Verbindung
zwischen Montagegestell und Wannenelement Spannungen zwischen dem Montagegestell und
dem Wannenelement weitgehend vermieden werden.
[0011] Vorzugsweise weist das Befestigungselement die Gestalt einer stoffschlüssigen Verbindung
auf, insbesondere die Gestalt eines Klebstoffes oder eines Dichtstoffes. Ein solches
Befestigungselement löst die Aufgabe der einfachen Ausbildung der Gesamtkonstruktion
und hat somit den Vorteil, dass die feste Verbindung zwischen dem Ablaufelement und
dem Wannenelement zugleich eine Dichtungslösung bereitstellt.
[0012] Das Befestigungselement kann aber auch die Gestalt einer mechanischen Verbindung
aufweisen, welche direkt oder indirekt in das Montagegestell eingreift. Das besagte
mechanische Befestigungselement weist insbesondere die Gestalt einer Schraube auf,
welche durch eine im Wannenelement angeordnete Öffnung hindurch ragt und in ein mit
dem Montagegestell direkt oder indirekt in Verbindung stehendes Gewinde eingreift.
[0013] Es ist auch denkbar mechanische und stoffschlüssige Befestigungselemente miteinander
zu kombinieren, womit die Spannungen zwischen den Elementen bei Betreten des Wannenelements
durch den Benutzer weiter verkleinert werden und zugleich eine effiziente Dichtung
bereitgestellt wird.
[0014] Vorzugsweise ist das Befestigungselement derart ausgebildet, dass Kräfte in im Wesentlichen
rechtwinkliger Richtung zur Schwerkraft aufnehmbar sind. Dies hat den Vorteil, dass
eine gute Anbindung an den Montagerahmen ermöglicht wird, während Kräfte in Richtung
der Schwerkraft anderweitig, wie beispielsweise durch Stützen oder eine direkte Auflage
des Wannenelementes auf einem Boden kompensierbar sind.
[0015] Vorzugsweise steht das mindestens eine Befestigungselement direkt mit dem Montagegestell
in Verbindung. Alternativ steht das mindestens eine Befestigungselement indirekt über
mindestens ein weiteres Element, wie beispielsweise eine Adapterplatte und/oder eine
Paneele mit dem Montagegestell in Verbindung.
[0016] Das Wannenelement umfasst mindestens einen am Wannenelement angeformten Befestigungsflansch,
wobei das Wannenelement über diesen Befestigungsflansch mit dem Montagegestell in
Verbindung steht. Der Befestigungsflansch hat den Vorteil, dass dieser besonderes
einfach herstellbar ist und zudem auch noch eine einfache Montage erlaubt.
[0017] Bevorzugterweise sind zwei beabstandet zueinander angeordnete Befestigungsflansche
am Wannenelement angeformt, wobei die Befestigungsflansche einen Durchflussdurchgang
begrenzen, durch welchen das Bodenwasser der Ablaufeinheit zuführbar ist.
[0018] Vorzugsweise ragen die Befestigungsflansche bezüglich der Stehfläche nach oben gegen
die Richtung der Schwerkraft. Weiter verfügen die Befestigungsflansche über je mindestens
eine optionale Öffnung, welche der Durchführung des Befestigungselementes dienen.
[0019] Vorzugsweise ragt ein weiterer Flansch bezüglich der Stehfläche nach unten in Richtung
der Schwerkraft ragt, wobei dieser Flansch sich vorzugsweise seitlich über den Durchflussdurchgang
erstreckt. Somit bilden die Befestigungsflansche und der weitere Flansch eine Aufnahmefläche
für ein Dichtungselement bzw. das Befestigungselement.
[0020] Das mechanische Befestigungselement weist wie oben erwähnt die Gestalt einer mechanischen
Verbindung auf, insbesondere die Gestalt einer Schraube. Das mechanische Befestigungselement
ragt bevorzugt durch eine Öffnung im Befestigungsflansch hindurch und greift in ein
mit dem Montagegestell direkt oder indirekt in Verbindung stehendes Gewinde ein.
[0021] Vorzugsweise ist zur indirekten Verbindung zwischen dem Wannenelement und dem Montagegestell
eine Adapterplatte angeordnet, wobei die Adapterplatte über Verbindungselemente fest
mit dem Montagegestell in Verbindung steht und wobei das mindestens eine Befestigungselement
das Wannenelement mit der Adapterplatte verbindet.
[0022] Vorzugsweise verfügt die Adapterplatte über Gewinde zur Aufnahme des Befestigungselementes
in der Gestalt der Schraube, wobei die Gewinde bevorzugt durch mit der Adapterplatte
in Verbindung stehende Gewindemuttern bereitgestellt werden.
[0023] Vorzugsweise ist zwischen der Adapterplatte und dem Montagegestell eine Paneele mit
Öffnungen und einer Durchflussöffnung zur Bereitstellung eines Durchgangs für das
Bodenwasser angeordnet, wobei die Verbindungselemente durch Öffnungen in dieser Paneele
hindurch ragen und wobei Teile der Ablaufeinheit in eine Durchflussöffnung in der
Paneele hinein ragen.
[0024] Bevorzugterweise ist zwischen der Adapterplatte und dem Flansch das besagte Dichtelement
angeordnet. Bevorzugterweise ist zwischen der Adapterplatte und der Paneele ein weiteres
Dichtelement angeordnet. Das Dichtelement kann beispielsweise ein auf die entsprechende
Fläche aufgespritzter Silikondichtstoff oder eine feste Dichtung, wie eine Gummidichtung,
sein.
[0025] Vorzugsweise verfügen die Adapterplatte und/oder das Wannenelement über Distanzhalteelemente,
welche zwischen Adapterplatte und Wannenelement einen definierten Spalt bereitstellen,
in welchem die besagte Dichtung anordbar ist.
[0026] Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0027] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Bodenablaufsystems für eine sanitäre Installation
gemäss der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2
- eine Explosionsansicht des Bodenablaufsystems nach Figur 1; und
- Fig. 3
- eine Schnittdarstellung durch das Bodenablaufsystem nach Figur 1.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0028] In den Figuren 1 und 2 wird eine Ausführungsform eines Bodenablaufsystems 1 gemäss
der vorliegenden Erfindung gezeigt. In der Figur 1 befinden sich alle Elemente des
Bodenablaufsystems im montierten Zustand und in der Figur 2 wird eine Explosionsdarstellung
gezeigt, in welcher die einzelnen Komponenten erkennbar sind.
[0029] Das Bodenablaufsystem 1 für eine sanitäre Installation umfasst im Wesentlichen ein
Montagegestell 2, eine Ablaufeinheit 3 mit einem Ablaufkanal 4, der über eine Ablauföffnung
27 zugänglich ist, und ein Wannenelement 5 mit einer Stehfläche 6. Die Stehfläche
6 mündet dabei in oder an die Ablauföffnung 27, so dass Bodenwasser, welches auf der
Stehfläche 6 aufliegt, dem Ablaufkanal 4 zuführbar und über diesen wegführbar ist.
Bevorzugterweise ist die Stehfläche 6 derart zur Ablauföffnung 27 angeordnet, dass
die Stehfläche 6 bündig mit einer unteren Kante 18 der Ablauföffnung 27 ist. Somit
mündet die Stehfläche über diese untere Kante 18 in die Ablauföffnung.
[0030] Vorzugsweise ist die sanitäre Installation eine Dusche, wobei das Wannenelement 5
dann eine Duschwanne bereitstellt. Die hierin verwendete Ausdrucksweise Wannenelement
umfasst jedes Element, auf welchem ein Benutzer stehen kann, also eine Wanne mit umlaufenden
Seitenrändern oder aber eine Wanne in der Gestalt eines Bleches ohne umlaufende Seitenränder.
Der Benutzer der Dusche steht auf der Stehfläche 6 des Wannenelementes 5 auf. Das
Duschwasser liegt als Bodenwasser auf dieser Stehfläche 6 auf und wird über die Fläche
aus der Dusche zur Ablaufeinheit 2 weggeführt. Hierfür ist die Stehfläche 6 bezüglich
der Richtung der Schwerkraft zur Ablaufeinheit 2 hin bevorzugt geneigt, also mit einem
Gefälle, angeordnet.
[0031] Das Montagegestell 1 steht im Wesentlichen senkrecht in einem Raum und wird hinter
einer hier nicht dargestellten Wand angeordnet bzw. stellt mit einer optionalen Paneele
14 zugleich die Wand selbst bereit. Die Paneele 14 kann zusätzlich mit Fliesen bedeckt
werden. Das Wannenelement 5 erstreckt sich winklig zum Montagegestell 1 und liegt
im Wesentlichen auf der Höhe einer unteren Kante 18 des Ablaufkanals 4. Das Montagegestell
1 ist hier als Rahmen mit zwei vertikalen verlaufenden Trägern 28 und einen horizontal
verlaufenden Träger 29 ausgebildet. Im unteren Bereich ist zwischen den beiden vertikal
verlaufenden Trägern 28 die Ablaufeinheit 4 angeordnet.
[0032] Weiter umfasst das Bodenablaufsystem mindestens ein Befestigungselement 7 zur Befestigung
des Wannenelementes 5 am Montagegestell 2. Folglich wird das Wannenelement 5 mit dem
Montagegestell 2 durch das mindestens eine Befestigungselement 7 fest verbunden. Diese
Anbindung hat den Vorteil, dass eine feste Verbindung zwischen Montagegestell 2 und
Wannenelement 5 bereitgestellt werden kann, womit sichergestellt wird, dass Montagegestell
2 und Wannenelement 5 reproduzierbar zueinander ausgerichtet werden können und somit
auch eine einfache Montage bereitgestellt wird. Weiter können Bewegungen und somit
Spannungen zwischen Wannenelement 5 und Montagegestell 2 vermieden werden.
[0033] Das Befestigungselement 7 ist vorzugweise derart ausgebildet, dass dieses Kräfte,
die im Wesentlichen rechtwinklig zur Richtung der Schwerkraft S verlaufen, aufnimmt.
Mit anderen Worten dient das Befestigungselement 7 also im Wesentlichen der Anbindung
des Wannenelementes 5 an das Montagegestell. Das Wannenelement 5 selbst liegt vorzugsweise
über nicht dargestellte Stützen auf dem Boden auf, womit das Gewicht des Benutzers,
welcher auf dem Wannenelement 5 steht, über diese Stützen getragen wird. Alternativ
kann das Wannenelement 5 auch direkt auf dem Boden aufliegen.
[0034] Das mindestens eine Befestigungselement 7 kann direkt mit dem Montagegestell 2 in
Verbindung stehen. Alternativ kann das Befestigungselement 7 auch über mindestens
ein weiteres Element, wie beispielsweise eine Adapterplatte 12 und/oder eine Paneele
14 mit dem Montaggestell 2 in Verbindung stehen. Mit anderen Worten ist eine direkte
Verbindung oder aber eine indirekte Verbindung zwischen dem Befestigungselement 7
und dem Montagegestell 2 möglich.
[0035] Das Befestigungselement 7 kann mechanisch und/oder stoffschlüssig ausgebildet sein.
Bevorzugt ist das Befestigungselement 7 eine Schraube, welche eine mechanische Verbindung
zwischen Wannenelement und Montagegestell 2 bereitstellt. Alternativ kann das Befestigungselement
7 auch ein Klebstoff oder ein Dichtstoff sein.
[0036] Das Wannenelement 5 umfasst vorzugsweise mindestens einen am Wannenelement 5 angeformten
Befestigungsflansch 8. Der Befestigungsflansch 8 dient dabei der Befestigung des Wannenelementes
5 am Montagegestell 2. Folglich steht das Wannenelement 5 über diesen Flansch 8 mit
dem Montagegestell 2 in Verbindung. Der Befestigungsflansch 8 ragt vorzugsweise bezüglich
der Stehfläche 6 nach oben gegen die Richtung der Schwerkraft S. Dies erlaubt eine
gute Zugänglichkeit des Befestigungsflansches 8, um das Wannenelement 5 zu montieren.
[0037] In der vorliegenden Ausführungsform sind zwei Befestigungsflansche 8 beabstandet
zueinander angeordnet und begrenzen einen Durchflussdurchgang 19, durch welchen das
Bodenwasser zum Ablaufkanal 4 gelangen kann. Zudem ist hier zwischen den beiden Befestigungsflanschen
8 noch ein optionaler weiterer Flansch 9 angeordnet, welcher sich in die andere Richtung,
also von der Stehfläche in Richtung der Schwerkraft S erstreckt. Der weitere Flansch
9 erstreckt sich hier von einem Befestigungsflansch 8 zum anderen Befestigungsflansch
8 und weist eine grössere Länge als der Durchflussdurchgang 19 auf, so dass die Enden
des weiteren Flansches 9 in den Bereich der Befestigungsflansche 8 zu liegen kommen.
Der weitere Flansch 9 hat nicht nur die Wirkung als Abstützflansch sondern kann auch
ein Dichtelement aufnehmen, wie dies weiter unten erläutert wird. Der weitere Flansch
9 kann, wie es in der Figur 3 ersichtlich ist, an den Befestigungsflanschen angeschweisst
werden, wobei der weitere Flansch 9 dann auch eine dem Durchflussdurchgang 19 entsprechende
Ausnehmung aufweisen muss.
[0038] Das Befestigungselement 7 weist bevorzugt die Gestalt einer Schraube 7 auf, welche
durch die Öffnungen 10 in den Befestigungsflanschen 8 hindurch ragt und in ein mit
dem Montagegestell 2 in Verbindung stehendes Gewinde 11 eingreift. Dieses Gewinde
11 kann entweder direkt am Montagegestell 2 liegen oder aber am besagten weiteren
Element angeordnet sein. Alternativ kann das Befestigungselement 7 auch die Gestalt
eines Klebstoffes aufweisen.
[0039] Das weitere Element für die indirekte Verbindung zwischen dem Wannenelement 5 und
dem Montagegestell 2 weist vorzugsweise die Gestalt einer Adapterplatte 12 auf, welche
zwischen Montagegestell 2 und Wannenelement 5 angeordnet ist. Die Adapterplatte 12
steht dabei über mindestens ein Verbindungselement 13, wie eine Schraube und/oder
einen Klebstoff bzw. Dichtstoff mit dem Montagegestell 2 in Verbindung und das Wannenelement
5 steht dabei mit der Adapterplatte 12 in Verbindung. Folglich wird über das Verbindungselement
13 die Adapterplatte 12 am Montagegestell 2 befestigt und über das Befestigungselement
7 wird das Wannenelement 5 zum Montagegestell 2 befestigt. Bei der Montage kann dann
die Adapterplatte 12 zum Montagegestell 2 montiert werden und anschliessend kann das
Wannenelement 5 mit der Adapterplatte 12 verbunden werden. Es handelt sich dabei um
die indirekte Verbindung.
[0040] Die Adapterplatte 12 umfasst für die mechanische Verbindung zwischen Wannenelement
5 und Montagegestell 2 die Gewinde 11. Vorzugsweise handelt es sich dabei um Gewindemuttern
11, welche mit der Adapterplatte 12 in Verbindung stehen. Die Adapterplatte 12 umfasst
weiterhin Öffnungen 31, durch welche die Verbindungselemente 13 hindurchführbar sind.
Vorzugweise handelt es sich bei den Verbindungselementen 13 um Schrauben, welche dann
in Gewinde, die am Montagegestell 2 angeordnet sind, eingreifen.
[0041] Die Adapterplatte 12 umfasst weiterhin eine Durchflussöffnung 21, welche im Wesentlichen
den gleichen Querschnitt aufweist wie der Durchflussdurchgang 19. Weiter kann die
Adapterplatte 12 noch einen Biegeabschnitt 30 umfassen, welcher der Adapterplatte
12 eine zusätzliche Stabilität verleiht.
[0042] Zudem kann zwischen Adapterplatte 12 und Montagegestell 2 eine Paneele 14 angeordnet
sein. Die Paneele 14 weist hierfür eine Vielzahl von Öffnungen 15 auf, durch welche
die Verbindungselement 13 hindurch ragen können, so dass diese mit dem Montagegestell
12 verbindbar sind. Auch die Paneele 14 umfasst eine Durchflussöffnung 22, durch welche
das Wasser dem Ablaufkanal 4 zuführbar ist. Wenn nun also Adapterplatte 12 und Paneele
14 angeordnet sind, fliesst das Bodenwasser durch den Durchflussdurchgang 19 und die
beiden Durchflussöffnungen 21, 22 zum Ablaufkanal 4 der Ablaufeinheit 3.
[0043] Alle vom Bodenwasser durchflossenen Querschnitte werden bevorzugt als rechteckige
Querschnitte ausgebildet, was den Vorteil hat, dass eine untere Kante 18 bereitgestellt
werden kann, über welche das Bodenwasser abfliessen kann. Die untere Kante 18 aller
vom Bodenwasser durchflossenen Elemente liegt im Wesentlichen auf der Höhe der Stehfläche
6. Folglich liegt die untere Kante 18 der Ablaufeinheit 3 auf der Höhe der Stehfläche
6. Diese unteren Kanten 18 liegen alle bündig miteinander.
[0044] Zwischen der Adapterplatte 12 und dem Wannenelement 5 ist bevorzugt ein Dichtelement
16 angeordnet. Das Dichtelement 16 erstreckt sich dabei auf den Befestigungsflanschen
8 entlang der Richtung S und dann über den weiteren Flansch 9. Folglich entsteht eine
durchgehende Dichtlinie, welche unterhalb des Durchflussdurchganges 19 verläuft.
[0045] Sofern die Paneele 14 angeordnet ist, ist ein weiteres Dichtelement 20 zwischen Paneele
und Adapterplatte 12 angeordnet. Das Dichtelement 20 ist dabei im Wesentlichen identisch
zum Dichtelement 16 ausgebildet und bildet ebenfalls eine durchgehende Dichtlinie,
welche unterhalb des Durchflussdurchganges 19 bzw. der Durchflussöffnung 21 verläuft.
[0046] Bei beiden Dichtelementen 16, 20 ist es vorteilhaft, dass sich diese um den Durchflussdurchgang
19 bzw. um die Durchflussöffnung 21 im Adapterblech 12 erstrecken, so dass kein Wasser
zwischen Adapterblech 12 und Wannenelement 5 bzw. Paneele 14 gelangen kann.
[0047] Bezüglich der Dichtung hat es sich zudem als vorteilhaft erwiesen, wenn Distanzhaltelemente
17 angeordnet werden, welche zwischen den entsprechenden Elementen zwischen denen
die Dichtung angeordnet wurde, eine fixe Distanz schafft. Solche Distanzhalteelemente
17 können beispielsweise durch Sicken oder durch das Anbringen von entsprechenden
Streifen auf der Adapterplatte bereitgestellt werden.
[0048] Die Dichtelemente 16, 20 sind vorzugweise aus einem flexiblen Dichtstoff. Besonders
bevorzugt wird ein Elastomerdichtstoff oder ein Silikondichtstoff eingesetzt, welcher
mit einer Spritzpistole aufgebracht wird. Dieser Dichtstoff hat zudem eine Klebewirkung
zwischen den einzelnen Elementen. Folglich besteht also eine mechanische Verbindung
über die Befestigungselemente 7 und stoffschlüssige Verbindung über die Silikondichtung
16, 20. Die mechanische Verbindung dient dabei der Übernahme von den oben beschriebenen
Kräften und die Silikonverbindung stellt im Wesentlichen eine Dichtverbindung bereit.
Alternativ kann auch eine Gummidichtung eingesetzt werden.
[0049] In einer alternativen Ausführungsform kann auch nur das Dichtelement 16 als Befestigungselement
7 dienen, wobei dann kein mechanisches Befestigungselement zwischen Wannenelement
5 und Montagegestell bzw. Adapterplatte vorhanden sein muss. Das Dichtelement 16 kann
in diesem Fall beispielsweise als Silikondichtung ausgebildet sein und stellt eine
Klebeverbindung zwischen Wannenelement 5 und Adapterplatte 12 oder zwischen Wannenelement
5 und Montagegestell 2 bereit.
[0050] Das Wannenelement 5 ist vorzugsweise aus Stahl-Emaille oder Acryl gefertigt, während
die Adapterplatte 12 vorzugsweise aus einem Stahl besteht. Das Montagegestell 2 besteht
dabei ebenfalls aus Stahl. Die Paneele 14 kann aus Gipskartonplatten bestehen.
[0051] Mit Hilfe der Figur 3 wird nun der bevorzugte Einsatz der Paneele 14 erläutert. Die
Paneele 14 umfasst eine vordere Oberfläche 23, welche dem Wannenelement 5 zugewandt
ist, und eine hintere Oberfläche 24, welche auf dem Montagegestell 2 aufliegt. Die
vordere Oberfläche 23 weist dabei eine Vertiefung 25 auf, in welcher die Adapterplatte
12, der Befestigungsflansch 8 und der Flansch 9 eingelassen sind. Die Vertiefung 25
weist dabei eine Tiefe auf, welche im Wesentlichen der Dicke der darin angeordneten
Elementen entspricht, so dass die Oberfläche 26 des Befestigungsflansches 8, welche
zur Stehfläche 6 hin gewandt ist, bündig mit der vorderen Oberfläche 23 zu liegen
kommt. Somit wird ermöglich, dass die vordere Oberfläche 23 und die Oberfläche 26
mit Fliesen befliesbar ist. Die Fliesen können sich dann über die Befestigungsflansche
8 und die Paneele 14 erstrecken. Hierbei hat die feste Anbindung des Wannenelementes
5 an das Montagegestell 2, an welchem wiederum auch die Paneele 14 fest anliegt, den
Vorteil, dass Bewegungen zwischen Wannenelement 5 und Montagegestell 2 bzw. Paneele
14 verhindert werden, was einen Spannungsaufbau verhindert.
[0052] Ein weiterer Vorteil ergeht, dass wegen der Anbindung des Wannenelementes 5 und das
Montagegestell 1 auf die Anordnung von weiteren speziell auf das Wannenelement zugeschnittenen
Elemente verzichtet werden kann. Es kann also ein standardisiertes Ablaufsystem 1
bereitgestellt werden.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0053]
- 1
- Bodenablaufsystem
- 2
- Montagegestell
- 3
- Ablaufeinheit
- 4
- Ablaufkanal
- 5
- Wannenelement
- 6
- Stehfläche
- 7
- Befestigungselement
- 8
- Befestigungsflansch
- 9
- Flansch
- 10
- Öffnungen
- 11
- Gewinde
- 12
- Adapterplatte
- 13
- Verbindungselemente
- 14
- Paneele
- 15
- Öffnung
- 16
- Dichtelement
- 17
- Distanzhalteelemente
- 18
- untere Kante
- 19
- Durchflussdurchgang
- 20
- Dichtelement
- 21
- Durchflussöffnung
- 22
- Durchflussöffnung
- 23
- vordere Oberfläche
- 24
- hintere Oberfläche
- 25
- Vertiefung
- 26
- Oberfläche
- 27
- Ablauföffnung
- 28
- Träger
- 29
- Träger
- 30
- Biegeabschnitt
- 31
- Öffnungen
- S
- Schwerkraft
- R
- Richtung
1. Bodenablaufsystem (1) für eine sanitäre Installation, insbesondere eine Dusche, umfassend
ein Montagegestell (2), eine mit dem Montagegestell (2) in Verbindung stehende Ablaufeinheit
(3) mit einem Ablaufkanal (4), der über eine Ablauföffnung (27) zugänglich ist, und
ein Wannenelement (5) mit einer Stehfläche (6), wobei die Stehfläche an bzw. in die
Ablauföffnung (27) mündet, so dass auf der Stehfläche (6) befindliches Bodenwasser
dem Ablaufkanal (4) zuführbar ist, dadurch gekennzeichnet,
dass das Bodenablaufsystem (1) mindestens ein Befestigungselement (7) zur Befestigung
des Wannenelements (5) am Montagegestell (2) umfasst.
2. Bodenablaufsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (7) die Gestalt einer stoffschlüssigen Verbindung, insbesondere
die Gestalt eines Klebstoffes oder eines Dichtstoffes (16, 20), aufweist.
3. Bodenablaufsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (7) die Gestalt einer mechanischen Verbindung aufweist, welche
direkt oder indirekt in das Montagegestell (2) eingreift, wobei das besagte Befestigungselement
(7) insbesondere die Gestalt einer Schraube aufweist, welche durch eine im Wannenelement
(5) angeordnete Öffnung (10) hindurch ragt und in ein mit dem Montagegestell (2) direkt
oder indirekt in Verbindung stehendes Gewinde (11) eingreift.
4. Bodenablaufsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (7) Kräfte in im Wesentlichen rechtwinkliger Richtung (R)
zur Schwerkraft aufnimmt.
5. Bodenablaufsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Befestigungselement (7) direkt mit dem Montagegestell (2) in
Verbindung steht, oder dass das mindestens eine Befestigungselement (7) indirekt über
mindestens ein weiteres Element (12, 14) mit dem Montagegestell in Verbindung steht.
6. Bodenablaufsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wannenelement (5) mindestens einen am Wannenelement (5) angeformten Befestigungsflansch
(8) umfasst, wobei das Wannenelement (5) über diesen Befestigungsflansch (8) mit dem
Montagegestell (2) in Verbindung steht.
7. Bodenablaufsystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwei beabstandet zueinander angeordnete Befestigungsflansche (8) am Wannenelement
(5) angeformt sind, wobei die Befestigungsflansche (8) einen Durchflussdurchgang (19)
begrenzen, durch welches das Bodenwasser der Ablaufeinheit (3) zuführbar ist.
8. Bodenablaufsystem nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsflansche (8) bezüglich der Stehfläche (6) nach oben gegen die Richtung
der Schwerkraft (S) ragen und/oder, dass die Befestigungsflansche (8) über je mindestens
eine Öffnung (10) verfügen, welche der Durchführung des Befestigungselementes (7)
dienen.
9. Bodenablaufsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiterer Flansch (9) bezüglich der Stehfläche nach unten in Richtung der Schwerkraft
(S) ragt, wobei dieser Flansch (9) sich vorzugsweise seitlich über den Durchflussdurchgang
(19) erstreckt und im Wesentlichen parallel zum Befestigungsflansch (8) verläuft.
10. Bodenablaufsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur indirekten Verbindung zwischen dem Wannenelement (5) und dem Montagegestell (2)
eine Adapterplatte (12) angeordnet ist, wobei die Adapterplatte (12) über Verbindungselemente
(13) fest mit dem Montagegestell (2) in Verbindung steht und wobei das mindestens
eine Befestigungselement (7) das Wannenelement (5) mit der Adapterplatte (12) verbindet.
11. Bodenablaufsystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapterplatte (12) über Gewinde (11) zur Aufnahme des Befestigungselementes (7)
verfügt, wobei die Gewinde (11) bevorzugt durch mit der Adapterplatte in Verbindung
stehende Gewindemuttern (11) bereitgestellt werden.
12. Bodenablaufsystem nach einem der Ansprüche 10 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Adapterplatte (12) und dem Montagegestell (2) eine Paneele (14) mit
Öffnung (15) und einer Durchflussöffnung (22) zur Bereitstellung eines Durchgangs
für das Bodenwasser angeordnet ist, wobei die Verbindungselemente (13) durch Öffnungen
(15) in dieser Paneele (14) hindurch ragen und wobei Teile der Ablaufeinheit (3) in
eine Durchflussöffnung (22) in der Paneele (14) hinein ragen.
13. Bodenablaufsystem nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Adapterplatte (12) und dem Flansch (8, 9) ein Dichtelement (16) angeordnet
ist und/oder dass zwischen der Adapterplatte (12) und der Paneele (14) ein weiteres
Dichtelement (20) angeordnet ist.
14. Bodenablaufsystem nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapterplatte (12) und/oder das Wannenelement (5) über Distanzhalteelemente (17)
verfügen, welche zwischen Adapterplatte (12) und Wannenelement (5) einen definierten
Spalt bereitstellen, in welchem die besagte Dichtung (16) anordbar ist.
15. Bodenablaufsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stehfläche (6) bezüglich der Richtung der Schwerkraft (S) geneigt zum Ablaufkanal
(4) angeordnet ist, so dass auf der Stehfläche (6) befindliches Bodenwasser dem Ablaufkanal
(4) zuführbar ist und somit das Bodenwasser vom Wannenelement (5) wegführbar ist.