(19)
(11) EP 2 125 257 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
27.03.2013  Patentblatt  2013/13

(21) Anmeldenummer: 07819746.4

(22) Anmeldetag:  12.11.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B21B 37/44(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2007/009755
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2008/071277 (19.06.2008 Gazette  2008/25)

(54)

VERFAHREN UND SCHMIERMITTELAUFTRAGUNGSVORRICHTUNG ZUM REGELN DER PLANHEIT UND/ODER DER RAUHEIT EINES METALLBANDES

METHOD AND LUBRICANT APPLICATION DEVICE FOR REGULATING THE PLANARITY AND/OR ROUGHNESS OF A METAL STRIP

PROCÉDÉ ET DISPOSITIF D'APPLICATION DE LUBRIFIANT EN VUE DE RÉGULER LA PLANÉITÉ ET/OU LA RUGOSITÉ D'UN FEUILLARD MÉTALLIQUE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 15.12.2006 DE 102006059246
12.07.2007 DE 102007032485

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
02.12.2009  Patentblatt  2009/49

(73) Patentinhaber: SMS Siemag AG
40237 Düsseldorf (DE)

(72) Erfinder:
  • RICHTER, Hans-Peter
    57520 Friedewald (DE)
  • PAWELSKI, Hartmut
    40883 Ratingen (DE)

(74) Vertreter: Klüppel, Walter 
Hemmerich & Kollegen Patentanwälte Hammerstraße 2
57072 Siegen
57072 Siegen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 908 248
JP-A- 4 111 902
DE-A1- 19 918 880
JP-A- 59 118 211
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Schmiermittelauftragungsvorrichtung zum Regeln der Planheit und/oder der Rauheit eines Metallbandes im Auslauf eines Kaltwalzgerüstes durch geeignetes Dosieren der im Einlauf des Kaltwalzgerüstes auf das Metallband aufgetragenen Menge von mindestens einem Schmiermittel pro Zeiteinheit.

    [0002] Ein derartiges Verfahren ist zum Beispiel in der nicht-vorveföffentlichten deutschen Patentanmeldung DE 10 2005 042 020 A1 beschrieben.

    [0003] Die japanische Druckschrift JP 59 11 82 11 betrifft die Regelung der Planheit eines Metallbandes. Sie lehrt, die Planheit am Ausgang eines Walzgerüstes zu messen und eine Schmiermittelauftragung über der Breite des Metallbandes verteilt so zu regeln, dass am Ausgang des Walzgerüstes eine gewünschte Planheit erzielt wird.

    [0004] Ausgehend von dieser technischen Lehre liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein bekanntes Verfahren und eine bekannte Schmiermittelauftragungsvorrichtung zum Regeln der Planheit und/oder der Rauheit eines Metallbandes im Auslauf eines Kaltwalzgerüstes dahingehend weiterzubilden, dass die Quantität des kaltgewalzten Metallbandes im Hinblick auf seine Planheit und /oder seine Rauheit weiter verbessert wird.

    [0005] Diese Aufgabe wird durch das in Patentanspruch 1 beanspruchte Verfahren gelöst. Dieses ist dadurch gekennzeichnet, dass die aufgetragene Menge des Schmiermittels in Form einer Mengenverteilung über der Breite des Metallbanddes pro Zeiteinheit dosiert wird nach Maßgabe einer festgestellten Regelabweichung zwischen einer Ist- und einer Soll-Planheitsverteilung über der Breite des Metallbandes im Auslauf des Kaltwalzgerüstes oder einer Regelabweichung zwischen einer Ist- und einer Soll-Rauheitsverteilung über der Breite des Metallbandes im Auslauf des Kaltwalzgerüstes oder einer Kombination aus den beiden Regelabweichungen.

    [0006] Im Unterschied zu der technischen Lehre der einleitend zitierten Patentanmeldung erfolgt bei der vorliegenden Patentanmeldung die Auftragung einer geeigneten Menge an Schmiermittel auf der Einlaufseite des Kaltwalzgerüstes nicht pauschal, sondern über die Breite des Metallbandes verteilt. Auf diese Weise gelingt es vorteilhafterweise, für jeden Abschnitt in Breitenrichtung des Metallbandes, z.B. im Auftragungsbereich einer einzelnen Düse, eine individuelle Menge an Schmiermittel zuzuführen, um auf diese Weise eine vorgegebene Soll-Planheit in dem jeweiligen Breitenabschnitt einzustellen.

    [0007] Die Menge des aufgetragenen Schmiermittels liegt in einem Bereich von 1 - 20 ml / min / 100 mm Breite des Metallbandes. Diese Menge ist vorteilhafterweise so gering, dass sie eine gezielte Veränderung der Reibungszahl im Walzspalt des Kaltwalzgerüstes ermöglicht im Hinblick auf die gewünschte Soll-Planheit oder Soll-Rauheit. Die im Auslauf auf dem Metallband verbleibende Restmenge an Schmiermittel ist minimal; sie ist vorteilhafterweise so gering, dass sie nicht separat entsorgt werden muß.

    [0008] Die Erfindung sieht vor, dass vorteilhafterweise der Restgehalt an Schmiermittel auf dem Metallband auf der Auslaufseite des Kaltwalzgerüstes gemessen wird. Dieser Restgehalt sollte zum einen einen vorgegebenen unteren Schwellenwert nicht unterschreiten, weil sonst die Gefahr von Rostbildung auf dem Metallband besteht, denn die typischerweise verwendeten Schmiermittel haben in der Regel auch eine Rostschutzwirkung. Andererseits sollte der Restgehalt an Schmiermittel einen oberen Schwellenwert nicht überschreiten, weil sonst die Gefahr eines seitlichen Verlaufes des Metallbandes auf einem dem Kaltwalzgerüst nachgeordneten Rollengang besteht.

    [0009] Sämtliche im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorgegebenen Soll-Werte basieren vorzugsweise auf Erfahrungswerten aus der Praxis.

    [0010] Für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es wichtig, dass auf der Einlaufseite lediglich das Schmiermittel in genau dosierter Menge aufgetragen wird. Eine zusätzliche Auftragung von Kühlmittel in den Walzspalt auf der Einlaufseite des Kaltwalzgerüstes ist bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht vorgesehen, denn dies würde die gezielte Einstellung der Reibungszahl im Walzspalt verfälschen. Eine Auftragung von Kühlmittel ist deshalb bei dem erfindungsgemäßen Verfahren, wenn überhaupt, dann lediglich auf der Auslaufseite des Kaltwalzgerüstes vorzusehen oder einlaufseitig derart, dass kein Kühlmittel in den Walzspalt gelangt.

    [0011] Vorteilhafterweise steht eine Mehrzahl von Schmiermitteln mit jeweils unterschiedlichen die Reibungszahl im Walzspalt verändernden Eigenschaften zur Verfügung. Alternativ zu einer Mengendosierung eines Schmiermittels oder eines Schmiermittelgemisches kann eine genaue Reibungszahl im Walzspalt dann auch durch ein entsprechend geeignetes Mischungsverhältnis der verschiedenen Schmiermittel eingestellt werden. Vorteilhafterweise erfolgt eine Mischung der einzelnen Schmiermittel erst innerhalb der einzelnen Düsen eines Düsenbalkens; damit ist eine ganz gezielte Einstellung der Reibungszahl im Walzspalt für jeden Breitenabschnitt des Metallbandes individuell möglich. Außerdem ist dann eine getrennte Entsorgung / Aufbewahrung der nicht verbrauchten Schmiermittel möglich.

    [0012] Die Einstellung der gewünschten Planheit oder Rauheit auf dem Metallband erfolgt bei der vorliegenden Erfindung ausdrücklich nicht über eine Veränderung der Größe des Walzspaltes im Kaltwalzgerüst; vielmehr bleibt die Größe des Walzspaltes während der gesamten Bearbeitungsdauer des Metallbandes konstant bzw. wird mit Hilfe eines separaten Regelkreises, der nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, geregelt. Dabei dient beispielsweise die Differenz zwischen der Geschwindigkeit des Metallbandes im Einlauf und im Auslauf als Maß für die Größe des Walzspaltes bzw. die Abnahme des Bandes.

    [0013] Die oben genannte Aufgabe der Erfindung wird weiterhin durch ein Computerprogramm, einen Datenträger mit diesem Computerprogramm und eine Schmiermittelauftragungsvorrichtung gelöst. Die Vorteile dieser Lösungen entsprechen den zuvor unter Bezugnahme auf das erfindungsgemäße Verfahren genannten Vorteilen.

    [0014] Der Beschreibung sind insgesamt vier Figuren beigefügt, wobei
    Figur 1
    ein Kaltwalzgerüst mit einem Düsenbalken;
    Figur 2
    die erfindungsgemäße Kaskadenregelung; und
    Figur 3
    eine Detaildarstellung eines Blockes der Kaskadenregelung

    veranschaulicht.



    [0015] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die genannten Figuren detailliert beschrieben.

    [0016] Figur 1 zeigt eine Schmiermittelauftragungsvorrichtung 100 zum Auftragen von Schmiermittel S1, S2, S3 auf die Oberfläche eines Metallbandes 400 im Einlauf eines Kaltwalzgerüstes. Die Schmiermittelauftragungsvorrichtung 100 umfasst einen Düsenbalken 110-o mit einer Mehrzahl von Düsen 110-i mit i = 1-I zum Auftragen des Schmiermittels 200 auf die Oberseite des Metallbandes 400 und einen weiteren Düsenbalken 110-u, ebenfalls mit einer Mehrzahl von Düsen, zum Aufbringen von Schmiermittel auf die Unterseite des Metallbandes 400. Jede einzelne Düse ist 100-i ist im Hinblick auf die von ihr abgegebene Schmiermittelmenge individuell einstellbar bzw. regelbar.

    [0017] Neben der abgegebenen Schmiermittelmenge ist auch die jeweilige Schmier mittelzusammensetzung mit Hilfe eines Mischers 150 für jede Düse 110-i individuell einstellbar. Wenn eine Mehrzahl von Schmiermitteln S1, S2, S3 mit jeweils unterschiedlichen die Reibungszahl im Walzspalt verändernden Eigenschaften verfügbar ist, so gestattet der Mischer 100 die Zusammenstellung eines geeigneten Schmiermittelgemisches aus den verfügbaren Schmiermitteln S1, S2 und S3 mit einer konkret gewünschten Eigenschaft im Hinblick auf die Reibungszahl im Walzspalt.

    [0018] Die bereits erwähnte mit Hilfe der Düsen mögliche Dosierung der aufgetragenen Schmiermittelmenge ermöglicht auch ein vollständiges Abschalten einzelner Düsen 110-i. Dies ist besonders vorteilhaft, bei den äußeren Düsen des Düsenbalkens, weil durch deren Ein- bzw. Abschaltung eine Anpassung an die Breite des jeweils gewalzten Metallbandes 400 erfolgen kann und auf diese Weise eine Verschwendung von Schmiermittel verhindert werden kann.

    [0019] Figur 2 veranschaulicht das der Erfindung zugrunde liegende Verfahren zum Regeln der Planheit und/oder der Rauheit eines Metallbandes 400 im Auslauf eines Kaltwalzgerüstes 300 in Form eines Regelschematas. Das Schemata lässt erkennen, dass die Dosierung der auf das Metallband aufgetragenen Menge an Schmiermittel in Form einer Kaskadenregelung erfolgt mit einem inneren Regelkreis für die Verteilung der aufgetragenen Menge an Schmiermittel in Breitenrichtung, wobei der Sollwert für die Mengenverteilung Soll-MV mit Hilfe eines überlagerten Regelkreises ermittelt bzw. vorgegeben wird.

    [0020] Der innere Regelkreis umfasst einen Soll-/ Ist-Wertvergleicher 124, einen Mengenregler 126 und ein Stellglied in Form der Schmiermittelauftragungsvorrichtung 110 sowie eine Mengenerfassungseinrichtung 115 zum Erfassen der von dem Düsenbalken 110 auf das Metallband 400 aufgetragenen Schmiermittelmenge vor dem Einlauf des Bandes in das Kaltwalzgerüst 300. Die so als Ist-Größe erfasste Mengenverteilung Ist-MV über der Breite des Metallbandes 400 wird in dem Vergleicher 124 mit einer vorgegebenen Soll-Mengenverteilung Soll-MV verglichen und die aus diesem Vergleich resultierende Regelabweichung e-MV wird dem nachgeschalteten.Mengenregler 126 zugeführt. Der Mengenregler, vorzugsweise ein proportional P-Regler, wandelt die empfangene Regelabweichung e-MV in ein geeignetes Stellsignal zur Ansteuerung der Düsen 110-i des Düsenbalkens 110. Der Mengenregler 126 besteht vorzugsweise aus I Einzelreglern, die jeweils einer Düse 110-i des Düsenbalkens individuell zugeordnet sind. Diese Einzelregler können über einen Bus miteinander verknüpft sein. Das Ausgangssignal des Mengenreglers 126 in Form des Stellsignals für den Düsenbalken 110 umfasst dann seinerseits eine Mehrzahl von i einzelnen Stellsignalen für die einzelnen Düsen 110-i. Natürlich erfolgt die Erfassung der Mengenverteilung und deren Regelung mit Hilfe des Innenregelkreises für die Oberseite und die Unterseite des Metallbandes 400 getrennt.

    [0021] Unter Bezugnahme auf die Figuren 2 und 3 wird nachfolgend die erfindungsgemäße Berechnung der auf das Metallband aufgetragenen Soll-Menge Soll-MV an Schmiermittel für die Ober- oder Unterseite des Metallbandes 400 mit Hilfe des überlagerten Regelkreises näher erläutert.

    [0022] Die Berechnung erfolgt in der Sollwertberechnungseinrichtung 122 auf Basis einer vorgegebenen Soll-Planheitsverteilung Soll-PLV und/oder einer vorgegebenen Soll-Rauheitsverteilung Soll-RHV. Bei diesen beiden vorgegebenen Sollgrößen handelt es sich um Erfahrungswerte, welche insbesondere in Abhängigkeit des Werkstoffes des jeweils zu walzenden Bandes geeignet vorgegeben werden. Wie in Figur 3 zu erkennen ist, wird der Soll-Wert für die Planheitsverteilung Soll-PLV zunächst in einer ersten Vergleichereinrichtung 122-1 mit einem Ist-Wert Ist-PLV verglichen, welcher die Planheitsverteilung des Metallbandes 400 am Ausgang des Kaltwalzgerüstes 300 repräsentiert. Der Ist-Wert Ist-PLV für die Planheitsverteilung in Breitenrichtung des Metallbandes wird mit Hilfe einer Planheitssenoreinrichtung 130-1, z. B. in Form einer Planheitsmessrolle, gemessen. Am Ausgang der Vergleichereinrichtung 122-1 liegt dann die Regelabweichung Planheitsverteilung e-PLV an. Analog wird der Soll-Wert für die Rauheitsverteilung Soll-RHV mit dem zugehörigen Ist-Wert Ist-RHV am Auslauf des Kaltwalzgerüstes 300 in einer zweiten Vergleichereinrichtung 122-2 verglichen, so dass dann eine Regelabweichung Rauheit e-RHV am Ausgang der zweiten Vergleichereinrichtung 122-2 anliegt. Der Ist-Wert Ist-RHV für die Rauheitsverteilung in Breitenrichtung des Metallbandes wird mit Hilfe einer Rauheitssensoreinrichtung 130-2, z.B. in Form eines optischen Sensors, gemessen. Je nach Wunsch des Anwenders / Anwendungsfall, können die Regelabweichung Planheitsverteilung und die Regelabweichung Rauheitsverteilung jeweils individuell gewichtet in die Berechnung der Soll-Mengenverteilung eingehen. Zu diesem Zweck werden die beiden Regelabweichungen in einer Gewichtungseinrichtung 122-3 individuell gewichtet, bevor sie innerhalb der Recheneinrichtung 122-4 in die Berechung der Soli-Mengenverteilung eingehen.

    [0023] Wie in Figur 3 zu erkennen ist, gehen neben den beiden gewichteten Regelabweichungen auch diverse Kenngrößen in die Berechnung der Soll-Mengenverteilung ein. Bei diesen Kenngrößen handelt es sich zum einen um Metallband 400 spezifische Kenngrößen P1 auf der Einlaufseite des Kaltwalzgerüstes 300. Dies ist zum einen die Bandgeschwindigkeit auf der Einlaufseite (variabel) sowie die Breite des Metallbandes, der Werkstoff bzw. die Legierung des Metallbandes und dessen Profilierung. Im Unterschied zu der Geschwindigkeit des Metallbandes auf der Einlaufseite sind die drei nachfolgend genannten Kenngrößen im Rahmen der vorliegenden Erfindung als konstant anzusehen. Neben den metallbandspezifischen Kenngrößen P1 gehen auch walzgerüstspezifische Kenngrößen P2 in die Berechnung der Soll-Mengenverteilung ein, die ihrerseits im Rahmen der vorliegenden Erfindung alle als konstant angesehen werden. Bei diesen kaltwalzgerüstspezifischen Kenngrößen handelt es sich um den Durchmesser der Arbeitswalzen, deren Rauheit, deren Werkstoff und deren Balligkeit. Als dritte Gruppe sind die auslaufseitigen Kenngrößen P3 zu erwähnen, welche die Planheitsverteilung des Metallbandes, dessen Rauheitsverteilung, dessen Bandbreite und dessen Restölgehalt pro Transportlängeneinheit, jeweils gemessen auf der Auslaufseite des Kaltwalzgerüstes umfasst. Wie bereits erwähnt, werden die Planheitsverteilung und die Rauheitsverteilung als Ist-Größen auf der Auslaufseite online gemessen und den Vergleichereinrichtung 122-1 bzw. 122-2 als variable Prozessgrößen individuell zugeführt. Demgegenüber werden die Bandbreite (im Rahmen der Erfindung als konstant angenommen) und der Restölgehalt (als variable Prozessgröße online gemessen) der Recheneinheit 122-4 zugeführt. Die beiden auslaufseitigen Kenngrößen Bandbreite und Restölgehalt werden nachfolgend unter der Bezeichnung P3' zusammengefasst.

    [0024] Als Zwischenergebnis ist somit festzuhalten, dass die Sollmengenverteilung für den inneren Regelkreis innerhalb der Recheneinheit 122-4 nach Maßgabe der einlaufseitigen Kenngrößen P1, der Kaltwalzgerüst spezifischen Kenngrößen P2, der auslaufseitigen Kenngrößen P3' und nach Maßgabe der gewichteten Regelabweichungen für die Planheitsverteilung und die Rauheitsverteilung ermittelt wird. Dabei gilt es zu beachten, dass von all den genannten Kenngrößen lediglich die Geschwindigkeit des Metallbandes auf der Einlaufseite, die beiden Regelabweichungen und der auslaufseitige Restölgehalt pro Transportlängeneinheit des Metallbandes zeitlich variabel sind, während alle anderen Kenngrößen als zeitlich konstant betrachtet werden.

    [0025] Das erfindungsgemäße Verfahren wird nun an einigen Fällen beispielhaft beschrieben:

    a) Die am Auslauf des Kaltwalzgerüstes 300 festgestellte Rauheit des Metallbandes 400 ist weicht vom Sollwert ab.
    Dies kann z.B. bedeuten, dass die Ist-Rauheitsverteilung größer ist als der entsprechende vorgegebene Soll-Wert Soll-RHV, so dass die aus einem Vergleich dieser beiden Größen resultierende Regelabweichung Rauheitsverteilung e-RHV negativ ist. In diesem Beispiel soll die Planheitsverteilung außer Acht bleiben, so dass die negative Regelabweichung bezüglich der Rauheit zu 100 % in die Recheneinrichtung 124-4 eingeht. Die Recheneinrichtung wird dann nach Maßgabe der Regelabweichung Rauheitsverteilung, sämtlicher konstanter Kenngrößen und nach Maßgabe des online ermittelten Restölgehaltes auf dem Metallband auf der Auslaufseite des Kaltwalzgerüstes 300 eine geeignete Soll-Mengenverteilung für den inneren Regelkreis vorgeben, so dass sich die Rauheitsverteilung im Auslauf des Kaltwalzgerüstes möglichst kurzfristig wieder auf das Niveau der Soll-Rauheitsverteilung einpegelt.
    Allgemein lässt sich festhalten, dass die Recheneinheit 122-4 bei zu großer Rauheit die Soll-Mengenverteilung und damit die einlaufseitig aufgetragene Menge an Schmiermittel nach Maßgabe der negativen Regelabweichung Rauheit verändern wird, um kurzfristig wieder eine Angleichung der gemessenen Rauheitsverteilung auf der Auslaufseite an die vorgegebene Rauheitsverteilung zu erzielen.
    In welcher Weise die Rauheit durch die Schmiermittelmenge und/oder Schmiermittelart beeinflusst wird, hängt von den allgemeinen Prozessbedingungen des Walzfalls ab, und wird vorteilhafterweise durch ein Prozessmodell berechnet.

    b) Die Planheitsverteilung auf der Auslaufseite des Kaltwalzgerüstes ist weicht von der Soll-Planheitsverteilung ab.
    In welcher Weise die Bandzugsspannungsverteilung und damit die Planheitsverteilung durch die Schmiermittelmenge und/oder Schmiermittelart beeinflusst wird, hängt von den allgemeinen Prozessbedingungen des Walzfalls ab, und wird vorteilhafterweise durch ein Prozessmodell berechnet.



    [0026] Die Kriterien Rauheitsverteilung und Planheitsverteilung können nicht nur separat, sondern auch parallel betrachtet und auf jeweils vorgegebene Soll-Werte eingestellt werden. Dazu ist es erforderlich, die einlaufseitig aufgetragene Schmiermittelmenge in Abhängigkeit der beiden Regelabweichungen Planheitsverteilung und Rauheitsverteilung geeignet einzustellen.

    [0027] Für jede Berechnung der Soll-Mengenverteilung innerhalb der Recheneinrichtung 122-4 gilt, dass der jeweils aktuelle Restölgehalt dabei nur insofern Berücksichtigung findet, als dass innerhalb der Recheneinheit 122-4 geprüft wird, dass der Restölgehalt zum einen einen vorgegebenen oberen Schwellenwert für den Restölgehalt nicht überschreitet und zum anderen einen vorgegebenen unteren Schwellenwert für den Restölgehalt nicht unterschreitet. Die Einhaltung des oberen Schwellenwertes ist wichtig, um ein seitliches Verlaufen des Metallbandes auf einem dem Kaltwalzgerüst nach geschalteten Rollengang zu vermeiden. Die Einhaltung des unteren Schwellenwertes ist erforderlich um eine Rostbildung auf dem Metallband zu vermeiden.

    [0028] Für alle Anwendungsfälle gilt, dass eine jeweils gewünschte Veränderung der Reibungszahl im Walzspalt nicht nur durch eine Mengenänderung, sondern alternativ auch über eine Veränderung der Zusammensetzung des Schmiermittelgemisches aus den verfügbaren Schmiermittelkomponenten S1, S2 und S3 etc. oder durch eine Kombination von Mengenveränderung und Gemischveränderung realisiert werden.

    [0029] Vorzugsweise findet die Erfindung Anwendung beim letzten Gerüst einer mehrgerüstigen Walzstraße.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Regeln der Planheit eines Metallbandes (400) im Auslauf eines Kaltwalzgerüstes (300) durch geeignetes Dosieren der im Einlauf des Kaltwalzgerüstes auf das Metallband aufgetragenen Menge von mindestens einem Schmiermittel (200) in Form einer Mengenverteilung über der Breite des Metallbandes (400) pro Zeiteinheit;
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Dosierung erfolgt nach Maßgabe einer festgestellten Regelabweichung (e-RHV) zwischen einer Ist- und einer, Soll-Rauheitsverteilurig über der Breite des Metallbandes (400) im Auslauf des Kaltwalzgerüstes ' (300).
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1;
    dadurch gekennzelchnet, dass
    die Dosierung zusätzlich nach Maßgabe einer festgestellten Regelabweichung (e-PLV) zwischen einer Ist- und einer Soll-Planheitsverteilung über der Breite des Metallbandes (400) im Auslauf des Kaltwalzgerüstes erfolgt.
     
    3. Verfahren zum Regeln der Rauheit eines Metallbandes (400) im Auslauf eines Kaltwälzgerüstes (300) durch geeignetes Dosieren der im Einlauf des Kaltwalzgerüstes auf das Metallband aufgetragenen Menge von
    mindestens einem Schmiermittel (200) pro Zeiteinheit;
    wobei
    die aufgetragene Menge des Schmiermittels (200) in Form einer Mengenverteilung über der Breite des Metallbandes (400) pro Zeiteinheit dosiert wird nach Maßgabe einer festgestellten Regelabweichung (e-PLV) zwischen einer Ist- und einer Soll-Planheitsverteilung über der Breite des Metallbandes (400) im Auslauf des Kaltwalzgerüstes oder einer Regelabweichung (e-RHV) zwischen einer Ist- und einer Soll-Rauheitsverteilung über der Breite des Metallbandes (400) im Auslauf des Kaltwalzgerüstes (300) oder einer Kombination aus beiden Regelabweichungen.
     
    4. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Menge des aufgetragenen Schmiermittels (200) in einem Bereich von 1 - 20 ml /Minute/100mm Breite des Metallbandes (400) variiert wird.
     
    5. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosierung der Menge in Form einer Kaskadenregelung erfolgt mit einem inneren Regelkreis für die aufgetragene Mengenverteilung, wobei der Sollwert für die Mengenverteilung (Soll-MV) mit Hilfe eines überlagerten Regelkreises auf Basis von einzelnen, mehreren oder allen Kenngrößen aus den Gruppen der einlaufseitigen (P1), kaltwalzgerüst-spezifischen (P2) und auslaufseitigen (P3) Kenngrößen sowie nach Maßgabe der festgestellten Regelabweichung (e-PLV) zwischen der Ist- und der Soll-Planheitsverteilung, der Regelabweichung (e-RHv) zwischen der Ist- und der Soll-Rauheitsverteilung oder einer Kombination aus beiden Regelabweichungen ermittelt wird.
     
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gruppe der einlaufseitigen Kenngrößen (P1) des Metallbandes (400) umfasst:

    dessen dortige Geschwindigkeit, dessen dortige Breite, dessen Werkstoff und dessen dortige Profilierung.


     
    7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gruppe der kaltwalzgerüst-spezifischen Kenngrößen (P2) umfasst: den Arbeitswalzendurchmesser, die Arbeitswalzenrauheit, den Werkstoff der Arbeitswalzen und die Balligkeit der Arbeitswalzen.
     
    8. Verfahren nach Anspruch 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gruppe der auslaufseitigen Kenngrößen (P3) des Metallbandes (400) umfasst: dessen dortige Geschwindigkeit, dessen dortige Breite, den dortigen Restgehalt des Schmiermittels auf dessen Oberfläche pro Längeneinheit in Transportrichtung, dessen dortige Planheitsverteilung in Breitenrichtung und dessen dortige Rauheitsverteilung in Breitenrichtung.
     
    9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein oberer und / oder ein unterer Schwellenwert für den zulässigen Restgehalt des Schmiermittels auf der Auslaufseite vorgegeben wird.
     
    10. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zu Beginn des Verfahrens für die erste Bestimmung des Sollwertes für die Mengenverteilung die Ist-Planheitsverteilung und die Ist-Rauhheitsverteilung jeweils auf einen geeigneten Anfangswert, beispielsweise zu Null, voreingestellt werden.
     
    11. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallband (400) nur auf der Auslaufseite, nicht aber auf der Einlaufseite des Kaltwalzgerüstes gekühlt wird.
     
    12. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Schmiermitteln (S1, S2, S3) mit jeweils unterschiedlicher die Reibungszahl im Walzspalt des Kaltwalzgerüstes (300) senkender Wirkung zur Verfügung steht und die Dosierung der Mengenverteilung des auf das Metallband aufgetragenen Schmiermittels (200) pro Zeiteinheit und über der Breite des Metallbandes durch eine im Hinblick auf eine gewünschte Reibungszahl im Walzspalt geeignete Mischung der verfügbaren Schmiermittel (S1, S2, S3) untereinander und mit Luft erfolgt.
     
    13. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Metallband (400) z.B. um ein Stahl-oder um ein Nichteisen NE-Metall-Band, z. B. ein Aluminium-Band, handelt.
     
    14. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Größe des Walzspaltes des Kaltwawgerüstes während der gesamten Bearbeitungsdauer des Metallbandes (400) konstant gehalten wird.
     
    15. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmiermittel im Einlauf des Kaltwalzgerüstes auf die Ober- und/oder Unterseite des Metallbandes und/oder auf mindestens eine Arbeitswalze des Kaltwatzgerüstes aufgetragen wird.
     
    16. Computerprogramm mit einem Programmcode für eine Steuerungseinrichtung (120) einer Schmiermittelauftragungsvorrichtung (100) dadurch gekennzeichnet, dass das der Programmcode ausgebildet ist zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 15.
     
    17. Datenträger mit einem Computerprogramm nach Anspruch 16.
     
    18. Schmiermittelauftragungsvorrichtung (100) aufweisend:

    Behälter (160) für mindestens ein Schmiermittel (S1, S2, S3);

    mindestens einen Düsenbalken (110) mit einer Mehrzahl von Düsen (110-i), wobei der Düsenbalken auf der Einlaufseite eines Kaltwalzgerüstes (300) quer zur Transportrichtung eines Metallbandes (400) angeordnet ist zum Dosieren des Schmiermittels (S1, S2, S3) auf dem Metall-band pro Zeiteinheit; und

    eine Steuerungseinrichtung (120) zum geeigneten Ansteuern der Düsen (110-i) des Düsenbalkens (110) im Hinblick auf eine gewünschte Planheit des Metallbandes;

    dadurch gekennzeichnet, dass

    eine Rauheitssensoreinrichtung (130-2) auf der Auslaufseite vorgesehen ist zum Erfassen der dortigen Ist-Rauheitsverteilung über der Breite des Metallbandes (400); und

    die Steuerungseinrichtung (120) im Zusammenwirken mit dem Düsenbalken (110) ausgebildet ist, das mindestens eine Schmiermittel (S1, S2, S3) mengenverteilt über der Breite des Metallbandes (400) und pro Zeit-einheit zu dosieren nach Maßgabe einer Regelabweichung (e-RH) zwischen der Ist- und einer Soll-Rauheitsverteilung über der Breite des Metallbandes (400) im Auslauf des Kaltwalzgerüstes.


     
    19. Schmiermittelauftragungsvorrichtung (100) nach Anspruch 18,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    eine Planheitssensoreinrichtung (130-1) auf der Auslaufseite des Kaltwalzgerüstes (300) vorgesehen ist zum Erfassen der dortigen Ist-Planheitsverteilung über der Breite des Metallbandes; und die Steuerungseinrichtung (120) ausgebildet ist, das Schmiermittel im Hinblick auf die gewüschte Planheit zusätzlich nach Maßgabe einer festgestellten Regelabweichung (e-PLV) zwischen der Ist- und einer Soll-Planheitsverteilung über der Breite des Metallbandes im Auslauf des Kaltwalzgerostes (300) im Hinblick auf eine gewünschte Planhelt des Metallbandes zu dosieren.
     
    20. Schmiermittelauftragungsvorrichtung (100) aufweisend:

    Behälter (160) für mindestens ein Schmiermittel (S1, S2, S3);

    mindestens einen Düsenbalken (110) mit einer Mehrzahl von Düsen (110-i), wobei der Düsenbalken auf der Einlaufseite eines Kaltwalzgerüstes (300) quer zur Transportrichtung eines Metallbandes (400) angeordnet ist zum Dosieren des Schmiermittels (S1, S2, S3) auf dem Metall-band pro Zeiteinheit; und

    eine Steuerungseinrichtung (120) zum geeigneten Ansteuern der Düsen (110-i) des Düsenbalkens (110) im Hinblick auf eine gewünschte Rauheit des Metallbandes;

    wobei

    eine Planheitssensoreinrichtung (130-1) auf der Auslaufseite des Kaltwalzgerüstes (300) vorgesehen ist zum Erfassen der dortigen Ist-Planheitsverteilung über der Breite des Metallbandes und/oder eine Rauheitssensoreinrichtung (130-2) auf der Auslaufseite vorgesehen ist zum Erfassen der dortigen Ist-Rauheitsverteilung über der Breite des Metallbandes (400); und

    die Steuerungseinrichtung (120) im Zusammenwirken mit dem Düsenbalken (110) ausgebildet ist, das mindestens eine Schmiermittel (S1, S2, S3) mengenverteilt über der Breite des Metallbandes (400) und pro Zeiteinheit zu dosieren nach Maßgabe einer festgestellten Regelabweichung (e-PLV) zwischen der Ist- und einer Soll-Planheitsverteilung über der Breite des Metallbandes im Auslauf des Kaltwalzgerüstes (300) oder einer Regelabweichung (e-RH) zwischen der Ist- und einer Soll-Rauheitsverteilung über der Breite des Metallbandes (400) im Auslauf des Kaltwalzgerüstes oder einer Kombination aus beiden Regetabweichungen.


     
    21. Schmiermittelauftragungsvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 18, 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmiermittelauftragungsvorrichtung ausgebildet ist zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 15.
     


    Claims

    1. Method of regulating the planarity of a metal strip (400) in the outlet of a cold-rolling stand (300) by suitable metering of the quantity, which is applied to the metal strip in the inlet of the cold-rolling stand, of at least one lubricant (200) in the form of a quantity distribution over the width of the metal strip (400) per unit of time, characterised in that the metering is carried out in accordance with an ascertained regulating difference (e-RHV) between an actual and a target surface roughness distribution over the width of the metal strip (400) in the outlet of the cold-rolling stand (300).
     
    2. Method according to claim 1, characterised in that the metering is additionally carried out in accordance with an ascertained regulating difference (e-PLV) between an actual and a target planarity distribution over the width of the metal strip (400) in the outlet of the cold-rolling stand.
     
    3. Method of regulating the surface roughness of a metal strip (400) in the outlet of a cold-rolling stand (300) by suitable metering of the quantity, which is applied to the metal strip in the inlet of the cold-rolling stand, of at least one lubricant (200) per unit of time, wherein the applied quantity of the lubricant (200) is metered in the form of a quantity distribution over the width of the metal strip (400) per unit of time in accordance with an ascertained regulating difference (e-PLV) between an actual and a target planarity distribution over the width of the metal strip (400) in the outlet of the cold-rolling stand or a regulating difference (e-RHV) between an actual and a target surface roughness distribution over the width of the metal strip (400) in the outlet of the cold-rolling stand (300) or a combination of the two regulating differences.
     
    4. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the quantity of the applied lubricant (200) is varied in a range of 1 to 20 ml / minute / 100 mm width of the metal strip (400).
     
    5. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the metering of the quantity is carried out in the form of a cascade regulation by an internal regulating circuit for the applied quantity distribution, wherein the target value for the quantity distribution (Soll-MV) is determined with the help of a superimposed regulating circuit on the basis of individual, multiple or all variables from the groups of inlet-side variables (P1), variables (P2) specific to the cold rolling stand and outlet-side variables (P3) in accordance with the ascertained regulating deviation (e-PLV) between the actual and the target planarity distribution, the regulating difference (e-RHV) between the actual and the target surface roughness distribution or a combination of the two regulating differences.
     
    6. Method according to claim 5, characterised in that the group of inlet-side variables (P1) of the metal strip (400) comprises the speed thereof there, the width thereof there, the material thereof and the profiling thereof there.
     
    7. Method according to claim 5 or 6, characterised in that the group of variables (P2) specific to the cold rolling stand comprises the working roll diameter, the working roll surface roughness, the material of the working rolls and the camber of the working rolls.
     
    8. Method according to claim 5, 6 or 7, characterised in that the group of outlet-side variables (P3) of the metal strip (400) comprises the speed thereof there, the width thereof there, the residual content of lubricant there on the surface thereof per unit of length in transport direction, the planarity distribution thereof there in width direction and the surface distribution thereof there in width direction.
     
    9. Method according to claim 8, characterised in that an upper threshold value and/or a lower threshold value for the permissible residual content of lubricant on the outlet side is or are predetermined.
     
    10. Method according to any one of claims 5 to 7, characterised in that the actual planarity distribution and the actual surface roughness distribution are each preset to a suitable start value, for example to zero, at the start of the method for the first determination of the target value for the quantity distribution.
     
    11. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the metal strip (400) is cooled only on the outlet side, but not on the inlet side of the cold-rolling stand.
     
    12. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that a plurality of lubricants (S1, S2, S3) with respectively different action in reducing the coefficient of friction in the rolling gap of the cold-rolling stand (300) is available and the metering of the quantity distribution of the lubricant (200), which is applied to the metal strip, per unit of time and over the width of the metal strip is carried out by mixing, which is appropriate with respect to a desired coefficient of friction in the rolling gap, of the available lubricants (S1, S2, S3) with one another and with air.
     
    13. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the metal strip (400) is, for example, a steel strip or a non-ferrous NE metal strip, for example an aluminium strip.
     
    14. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the size of the rolling gap of the cold-rolling stand is kept constant during the entire period of processing of the metal strip (400).
     
    15. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the lubricant is applied in the inlet of the cold-rolling stand to the upper side and/or lower side of the metal strip and/or to at least one working roll of the cold-rolling stand.
     
    16. Computer program with a program code for a control device (120) of a lubricant application device (100), characterised in that the program code is constructed for performing the method according to any one of claims 1 to 15.
     
    17. Data carrier with a computer program according to claim 16.
     
    18. Lubricant application device (100) comprising:

    containers (160) for at least one lubricant (S1, S2, S3);

    at least one nozzle bar (110) with a plurality of nozzles (110-i), wherein the nozzle bar is arranged on the inlet side of a cold-rolling stand (300) transversely to the transport direction of a metal strip (400) for metering the lubricant (S1, S2, S3) to the metal strip per unit of time; and

    a control device (120) for suitable control of the nozzles (110-i) of the nozzle bar (110) with respect to a desired planarity of the metal strip;

    characterised in that a

    a surface roughness sensor device (130-2) is provided on the outlet side for detecting the actual surface roughness distribution there over the width of the metal strip (400); and

    the control device (120) is constructed in co-operation with the nozzle bar (110) to meter the at least one lubricant (S1, S2, S3) in quantity distribution over the width of the metal strip (400) and per unit of time in accordance with a regulating difference (e-RH) between the actual and a target surface roughness distribution over the width of the metal strip (400) in the outlet of the cold-rolling stand.


     
    19. Lubricant application device (100) according to claim 18, characterised in that a planarity sensor device (130-1) is provided on the outlet side of the cold-rolling stand (300) for detecting the actual planarity distribution there over the width of the metal strip and the control device (120) is constructed to meter the lubricant with respect to the desired planarity additionally in accordance with an ascertained regulating difference (e-PLV) between the actual and a target planarity distribution over the width of the metal strip in the outlet of the cold-rolling stand (300) with respect to a desired planarity of the metal strip.
     
    20. Lubricant application device (100) comprising:

    containers (160) for at least one lubricant (S1, S2, S3);

    at least one nozzle bar (110) with a plurality of nozzles (110-i), wherein the nozzle bar is arranged on the inlet side of a cold-rolling stand (300) transversely to the transport direction of a metal strip (400) for metering the lubricant (S1, S2, S3) to the metal strip per unit of time; and

    a control device (120) for suitable control of the nozzles (110-i) of the nozzle bar (110) with respect to a desired surface roughness of the metal strip;

    wherein

    a planarity sensor device (130-1) is provided on the outlet side of the cold-rolling stand (300) for detecting the actual planarity distribution there over the width of the metal strip and/or a surface roughness sensor device (130-2) is provided on the outlet side for detecting the actual surface roughness distribution there over the width of the metal strip (400); and

    the control device (120) is constructed in co-operation with the nozzle bar (110) to meter the at least one lubricant (S1, S2, S3) in quantity distribution over the width of the metal strip (400) and per unit of time in accordance with an ascertained regulating difference (e-PLV) between the actual and a target planarity distribution over the width of the metal strip in the outlet of the cold-rolling stand (300) or a regulating difference (e-RH) between the actual and a target surface roughness distribution over the width of the metal strip (400) in the outlet of the cold-rolling stand or a combination of the two regulating differences.


     
    21. Lubricant application device (100) according to any one of claims 18, 19 and 20, characterised in that the lubricant application device is constructed for performance of the method according to any one of claims 1 to 15.
     


    Revendications

    1. Procédé pour la régulation de la planéité d'une bande métallique (400) à la sortie d'une cage de laminage à froid (300) par un dosage approprié de la quantité appliquée d'au moins un lubrifiant (200) sur la bande métallique à l'entrée de la cage de laminage à froid, sous forme d'une répartition de la quantité sur la largeur de la bande métallique (400) par unité de temps, caractérisé en ce que le dosage a lieu en fonction d'un écart de réglage constaté (e-RHV) entre une répartition réelle et une répartition de consigne de la rugosité sur la largeur de la bande métallique (400) à la sortie de la cage de laminage à froid (300).
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dosage a en outre lieu en fonction d'un écart de réglage constaté (e-PHV) entre une répartition réelle et une répartition de consigne de la planéité sur la largeur de la bande métallique (400) à la sortie de la cage de laminage à froid.
     
    3. Procédé pour la régulation de la rugosité d'une bande métallique (400) à la sortie d'une cage de laminage à froid (300) par un dosage approprié de la quantité appliquée d'au moins un lubrifiant (200) sur la bande métallique par unité de temps à l'entrée de la cage de laminage à froid, où
    la quantité appliquée de lubrifiant (200) est dosée sous forme d'une répartition de quantité sur la largeur de la bande métallique (400) par unité de temps en fonction d'un écart de réglage (e-PLV) constaté entre une répartition réelle et une répartition de consigne de la planéité sur la largeur de la bande métallique (400) à la sortie de la cage de laminage à froid, ou d'un écart de réglage (e-RHV) entre une répartition réelle et une répartition de consigne de la rugosité sur la largeur de la bande métallique (400) à la sortie de la cage de laminage à froid (300) ou d'une combinaison des deux écarts de réglage.
     
    4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la quantité de lubrifiant (200) appliqué est variée dans une plage de 1-20 ml /minute/100 mm de largeur de la bande métallique (400).
     
    5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dosage de la quantité a lieu sous forme d'une régulation en cascade avec un circuit de réglage interne pour la répartition de quantité appliquée, la valeur de consigne pour la répartition de la quantité (Soll-MV) étant déterminée à l'aide d'un circuit de réglage superposé à base de différentes, plusieurs ou toutes les valeurs caractéristiques des groupes des caractéristiques à l'entrée (P1), spécifiques à la cage de laminage à froid (P2) et de sortie (P3) ainsi qu'en fonction de l'écart de réglage (e-PLV) constaté entre la répartition réelle et de consigne de la planéité, de l'écart de réglage (e-RHV) entre la répartition réelle et de consigne de la rugosité ou d'une combinaison de deux écarts de réglage.
     
    6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le groupe des caractéristiques à l'entrée (P1) de la bande métallique (400) comprend sa vitesse à l'entrée, sa largeur à l'entrée, son matériau et son profil à l'entrée.
     
    7. Procédé selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que le groupe des caractéristiques spécifiques à la cage (P2) comprend : le diamètre des cylindres de travail, la rugosité des cylindres de travail, le matériau des cylindres de travail et le bombé des cylindres de travail.
     
    8. Procédé selon la revendication 5, 6 ou 7 caractérisé en ce que le groupe des caractéristiques à la sortie (P3) de la bande métallique (400) comprend : sa vitesse à la sortie, sa largeur à la sortie, la teneur résiduelle en lubrifiant sur sa surface par unité de longueur à la sortie dans le sens du transport, sa répartition de la planéité à la sortie dans le sens de la largeur et sa répartition de la rugosité à la sortie dans le sens de la largeur.
     
    9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'on prédéfinit une valeur seuil supérieure et/ou inférieure pour la teneur résiduelle admise de lubrifiant côté sortie.
     
    10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 5 à 7, caractérisé en ce qu'on prérègle, au début du procédé, pour la première détermination de la valeur de consigne pour la répartition de la quantité, la répartition réelle de la planéité et la répartition réelle de la rugosité à chaque fois à une valeur de départ appropriée, par exemple à zéro.
     
    11. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la bande métallique (400) n'est refroidie que côté sortie, mais pas côté entrée de la cage de laminage à froid.
     
    12. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une pluralité de lubrifiants (S1, S2, S3) présentant à chaque fois un effet différent de diminution de l'indice de frottement dans la fente de laminage de la cage de laminage à froid (300) est à disposition et le dosage de la répartition de la quantité du lubrifiant (200) appliqué sur la bande métallique par unité de temps et sur la largeur de la bande métallique a lieu par un mélange des lubrifiants (S1, S2, S3) disponibles les uns avec les autres et avec de l'air, approprié eu égard à l'indice de frottement souhaité dans la fente de laminage.
     
    13. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il s'agit, pour la bande métallique (400), par exemple d'une bande d'acier ou d'un métal non ferreux NF, par exemple d'une bande d'aluminium.
     
    14. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la taille de la fente de laminage de la cage de laminage à froid est maintenue constante pendant toute la durée d'usinage de la bande métallique (400).
     
    15. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le lubrifiant à l'entrée de la cage de laminage à froid est appliqué sur la face supérieure et/ou la face inférieure de la bande métallique et/ou sur au moins un cylindre de travail de la cage de laminage à froid.
     
    16. Programme informatique comprenant un code de programmation pour un dispositif de commande (120) d'un dispositif d'application (100) de lubrifiant, caractérisé en ce que le code de programmation est conçu pour réaliser le procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 15.
     
    17. Support de données comprenant un programme informatique selon la revendication 16.
     
    18. Dispositif d'application (100) d'un lubrifiant, présentant :

    un récipient (160) pour au moins un lubrifiant (S1, S2, S3) ; au moins une barre de pulvérisation (110) équipée d'une pluralité de pulvérisateurs (110-i), la barre de pulvérisation étant disposée côté entrée d'une cage de laminage à froid (300), transversalement au sens du transport d'une bande métallique (400) pour le dosage du lubrifiant (S1, S2, S3) sur la bande métallique par unité de temps ; et

    un dispositif de commande (120) pour la commande appropriée des pulvérisateurs (110-i) de la barre de pulvérisation (110) eu égard à une planéité souhaitée de la bande métallique, caractérisé en ce que

    un dispositif de détection (130-2) de la rugosité est prévu sur le côté sortie pour enregistrer la répartition réelle de la rugosité à la sortie sur la largeur de la bande métallique (400) ; et

    le dispositif de commande (120), en interaction avec la barre de pulvérisation (110), est conçu pour doser ledit au moins un lubrifiant (S1, S2, S3) par répartition de la quantité sur la largeur de la bande métallique (400) et par unité de temps en fonction d'un écart de réglage (e-RHV) entre la répartition réelle et une répartition de consigne de la rugosité sur la largeur de la bande métallique (400) à la sortie de la cage de laminage à froid.


     
    19. Dispositif d'application (100) de lubrifiant selon la revendication 18, caractérisé en ce qu'un dispositif de détection (130-1) de la planéité est prévu côté sortie de la cage de laminage à froid (300) pour enregistrer la répartition réelle de la planéité sur la largeur de la bande métallique à la sortie ; et le dispositif de commande (120) est conçu pour doser le lubrifiant, eu égard à la planéité souhaitée en plus en fonction d'un écart de réglage (e-PLV) constaté entre la répartition réelle et une répartition de consigne de la planéité sur la largeur de la bande métallique à la sortie de la cage de laminage à froid (300) eu égard à une planéité souhaitée de la bande métallique.
     
    20. Dispositif d'application (100) d'un lubrifiant, présentant :

    un récipient (160) pour au moins un lubrifiant (S1, S2, S3) ; au moins une barre de pulvérisation (110) équipée d'une pluralité de pulvérisateurs (110-i), la barre de pulvérisation étant disposée côté entrée d'une cage de laminage à froid (300), transversalement au sens du transport d'une bande métallique (400) pour le dosage du lubrifiant (S1, S2, S3) sur la bande métallique par unité de temps ; et

    un dispositif de commande (120) pour la commande appropriée des pulvérisateurs (110-i) de la barre de pulvérisation (110) eu égard à une rugosité souhaitée de la bande métallique ;

    un dispositif de détection (130-1) de la planéité est prévu sur le côté sortie de la cage de laminage à froid (300) pour enregistrer la répartition réelle de la planéité sur la largeur de la bande métallique à la sortie et/ou

    un dispositif de détection (130-2) de la rugosité est prévu sur le côté sortie pour enregistrer la répartition réelle de la rugosité sur la largeur de la bande métallique (400) ; et

    le dispositif de commande (120), en interaction avec la barre de pulvérisation (110), est conçu pour doser ledit au moins un lubrifiant (S1, S2, S3) par répartition de la quantité sur la largeur de la bande métallique (400) et par unité de temps en fonction d'un écart de réglage (e-PHV) constaté entre la répartition réelle et une répartition de la consigne de la planéité sur la largeur de la bande métallique à la sortie de la cage de laminage à froid (300) ou d'un écart de réglage (e-RHV) entre la répartition réelle et une répartition de consigne de la rugosité sur la largeur de la bande métallique (400) à la sortie de la cage de laminage à froid ou d'une combinaison des deux écarts de réglage.


     
    21. Dispositif d'application (100) de lubrifiant selon l'une quelconque des revendications 18, 19 ou 20, caractérisé en ce que le dispositif d'application du lubrifiant est conçu pour réaliser le procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 15.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente