| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 512 814 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
05.06.2013 Patentblatt 2013/23 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.08.2004 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Kraftfahrzeug-Türschliesssystem und Türgriff
Motor vehicle door lock system and door handle
Système de verrouillage pour une porte de véhicule automobile et une poignée
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
|
| (30) |
Priorität: |
05.09.2003 DE 10341402
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
09.03.2005 Patentblatt 2005/10 |
| (73) |
Patentinhaber: Brose Schliesssysteme GmbH & Co. KG |
|
42369 Wuppertal (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Kachouh, Checrallah
44227 Dortmund (DE)
- Hentsch, Ingmar
42369 Wuppertal (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Gottschald, Jan et al |
|
Patentanwaltskanzlei Gottschald
Am Mühlenturm 1 40489 Düsseldorf 40489 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-02/21455 DE-A1- 10 132 077 DE-A1- 19 617 038
|
DE-A1- 10 051 055 DE-A1- 10 240 828
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug-Türschließsystem gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, einen Türgriff für eine Kraftfahrzeugtür gemäß Anspruchs 23 sowie
eine Kraftfahrzeugtür gemäß Anspruch 25.
[0002] Bei Kraftfahrzeug-Türschließsystemen wird bisher üblicherweise ein Türinnengriff
mechanisch mit einem zugeordneten Kraftfahrzeug-Türschloß verbunden. Beim Ziehen des
Türinnengriffs - also bei dessen Betätigung - ist aufgrund der Trägheit und/oder Schwergängigkeit
der Mechanik ein unbeabsichtigtes Öffnen der zugeordneten Kraftfahrzeugtür unwahrscheinlich.
Der Einsatz eines Elektroschlosses als Kraftfahrzeug-Türschloß mit einem Taster zum
elektrischen Ansteuern und Entriegeln oder Öffnen ist bereits vorgeschlagen worden.
Zum Beispiel
De 10132077 A1 oder
DE 10051 055 A1 offenbaren derartige Türschelleßsystemen. Hierbei besteht jedoch gegenüber der mechanischen
Ansteuerung ein wesentlich erhöhtes Risiko, daß ein ungewolltes Betätigen des Tasters
oder einer sonstigen Betätigungseinrichtung zu einem unbeabsichtigten Öffnen der zugeordneten
Kraftfahrzeugtür führt.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, anzugeben, wie ein ungewolltes
Öffnen einer Kraftfahrzeugtür bei Verwendung eines elektrisch angesteuerten Kraftfahrzeug-Türschlosses,
also eines sogenannten Elektroschlosses, vermieden werden kann.
[0004] Die obige Aufgabe wird zunächst durch ein Kraftfahrzeug-Türschließsystem gemäß Anspruch
1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 22. Die
obige Aufgabe wird auch durch einen Türgriff für eine Kraftfahrzeugtür gemäß Anspruch
23 gelöst. Insoweit faßt Anspruch 24 vorteilhafte Weiterbildungen zusammen. Schließlich
ist die zuvor aufgezeigte Aufgabe auch durch eine Kraftfahrzeugtür insgesamt gelöst,
die ein entsprechendes Kraftfahrzeug-Türschließsystem und einen entsprechenden Türinnengriff
aufweist, alles beschrieben in Anspruch 25.
[0005] Eine wesentliche Idee der vorliegenden Erfindung liegt darin, über eine erste Betätigungseinrichtung
zur elektrischen Ansteuerung hinaus eine zweite Betätigungseinrichtung vorzusehen
und ein Entriegeln und/oder Öffnen des zugeordneten Kraftfahrzeug-Türschlosses nur
bei gleichzeitiger Betätigung beider Betätigungseinrichtungen und/oder vorheriger
Entsperrung der ersten Betätigungseinrichtung durch Betätigung der zweiten Betätigungseinrichtung
zu ermöglichen. So wird vermieden, daß eine ungewollte Betätigung der ersten Betätigungseinrichtung
zu einem unbeabsichtigten Entriegeln und/oder Öffnen des Kraftfahrzeug-Türschlosses
und damit der zugeordneten Kraftfahrzeugtür führen kann.
[0006] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die beiden Betätigungseinrichtungen
an einem Türinnengriff auf unterschiedlichen, insbesondere voneinander abgewandten
Seiten angeordnet, so daß unterschiedliche Handbereiche und/oder Finger zur Betätigung
der beiden Betätigungseinrichtungen eingesetzt werden müssen. Folglich führt eine
unbeabsichtigte Betätigung einer der beiden, beispielsweise zum Fahrzeuginnenraum
weisenden Betätigungseinrichtungen - beispielsweise durch einen Arm oder ein Bein
eines Fahrzeuginsassen-nicht zu einem ungewollten Entriegeln und/oder Öffnen des zugeordneten
Kraftfahrzeug-Türschlosses, da eine vorherige oder gleichzeitige Betätigung der anderen
Betätigungseinrichtung nicht erfolgt ist.
[0007] Gemäß einer ganz besonders bevorzugte Ausführungsform sind die Betätigungseinrichtungen
derart ausgebildet und/oder angeordnet, daß ein Umgreifen eines Türinnengriffs zu
deren Betätigung und damit zum Entriegeln bzw. Öffnen eines zugeordneten Kraftfahrzeug-Türschlosses
erforderlich ist. So wird sichergestellt, daß eine Bedienperson beim Entriegeln bzw.
Öffnen der Kraftfahrzeugtür den Türinnengriff in der Hand hält und folglich auf ein
eventuelles Öffnen Kraftfahrzeugtür vorbereitet ist.
[0008] Je nach Ausgestaltung kann die zusätzlich vorgesehene, zweite Betätigungseinrichtung
auch derart wirken, daß erst durch ihre Betätigung die erste Betätigungseinrichtung
entsperrt wird, wobei dies mechanisch und/oder elektrisch erfolgen kann.
[0009] Die Bezeichnung "Betätigung" ist bei der vorliegenden Erfindung zunächst in einem
engeren Sinne als mechanisches Einwirken einer Bedienperson bzw. eines Fahrzeuginsassen,
insbesondere mit einer Hand oder einem Finger, auf einen Taster, Schalter oder dgl.
oder ein Verformen eines Griffabschnitts durch die Bedienperson zu verstehen. In einem
weiteren Sinne ist hierunter jedoch auch ein Annähern - beispielsweise an einen Sensor
bzw. einen Türgriff - und/oder ein Berühren eines Türgriffabschnitts oder dgl. zu
verstehen, wobei die Annäherung bzw. Berührung erfaßbar und als Betätigung auswertbar
ist.
[0010] Es darf darauf hingewiesen werden, daß die vorschlagsgemäße Lösung auch bei einem
Türaußengriff oder bei sonstigen Handhabungselementen einsetzbar ist. Dies gilt insbesondere
für die Lehre gemäß Anspruch 23, der eigenständige Bedeutung zukommt und nach der
ein Türgriff als solcher beansprucht wird. Dieser Türgriff kann entsprechend als Türinnengriff,
als Türaußengriff oder als sonstiges Handhabungselement ausgestaltet sein.
[0011] Der Einsatz der vorschlagsgemäßen Lösung führt bei einem Kraftfahrzeug-Türschließsystem
mit einer Passive-Entry-Funktion zur Entriegelung des Kraftfahrzeug-Türschlosses von
Außen zu ganz besonderen Vorteilen. Die Entriegelung des Kraftfahrzeug-Türschlosses
beginnt bei einem derartigen System mit einem Anlaufintervall, um das System bei Annäherung
der Bedienperson zu aktivieren. Es folgt ein Berechtigungs-Prüfintervall, um die Bedienperson
auf seine Berechtigung zu überprüfen. Hierfür trägt die Bedienperson beispielsweise
ein Fernsteuermodul bei sich, mit dem entsprechende Signale ausgetauscht werden können.
Schließlich folgt das Aktionsintervall, in dem die eigentliche Entriegelung im Kraftfahrzeug-Türschloß
durchgeführt wird. Nach Abschluß des Aktionsintervalls ist das Kraftfahrzeug-Türschloß
öffenbar.
[0012] Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird eine der Betätigungseinrichtungen
nun dazu genutzt, das oben beschriebene Anlaufintervall zu starten. Hierfür ist diese
Betätigungseinrichtung vorzugsweise als Näherungsschalter ausgebildet. Die anschließende
Betätigung der anderen Betätigungseinrichtung führt dann vorzugsweise dazu, daß das
Kraftfahrzeug-Türschloß geöffnet wird, sofern das Aktionsintervall, also die Entriegelung,
abgeschlossen ist. Auch hier ist es im Grunde so, daß das Öffnen des Kraftfahrzeug-Türschlosses
nur bei gleichzeitiger bzw. aufeinander folgender Betätigung beider Betätigungseinrichtungen
ermöglicht wird. Der Betrieb mit zwei Betätigungseinrichtungen macht es möglich, Wartezeiten
für die Bedienperson während des Anlaufintervalls, des Berechtigungs-Prüfintervalls
und des Aktionsintervalls zu vermeiden. Dies gilt insbesondere dann, wenn die das
Anlaufintervall startende Betätigungseinrichtung als Näherungsschalter ausgestaltet
ist.
[0013] Weitere Vorteile, Merkmale, Eigenschaften und Aspekte der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform anhand
der Zeichnung. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische, perspektivische Darstellung eines Kraftfahrzeugs mit mehreren Kraftfahrzeug-Türschlössern;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines vorschlagsgemäßen Kraftfahrzeug-Türschließsystems;
und
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines vorschlagsgemäßen Türinnengriffs.
[0014] In den Figuren werden für gleiche oder ähnliche Teile die selben Bezugszeichen verwendet,
wobei entsprechende oder vergleichbare Eigenschaften und Vorteile erreicht werden,
auch wenn eine wiederholte Beschreibung weggelassen ist.
[0015] Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung ein Kraftfahrzeug 1 mit einem nur teilweise
angedeuteten Kraftfahrzeug-Türschließsystem 2, das insbesondere mehrere Kraftfahrzeug-Türschlösser
3, vorzugsweise für Kraftfahrzeugseitentüren 4, eine Kraftfahrzeugheckklappe oder
dgl., aufweist, wobei die Einbaupositionen der Kraftfahrzeug-Türschlösser 3 in Fig.
1 durch Pfeile schematisch angedeutet sind.
[0016] Vorzugsweise ist jedes Kraftfahrzeug-Türschloß 3 motorisch, insbesondere elektromotorisch,
entriegelbar und verriegelbar und/oder öffenbar, wie in der schematischen Darstellung
des vorschlagsgemäßen Türschließsystems 2 gemäß Fig. 2 dargestellt.
[0017] Das Kraftfahrzeug-Türschloß 3 weist beim Darstellungsbeispiel einen Aktuator oder
Antrieb 5 auf, der auf eine übliche Schließmechanik, hier eine Sperrklinke 6 wirkt,
die einer Sicherung einer zugeordneten Drehfalle 7 des Kraftfahrzeug-Türschlosses
3 dient. Es ist selbstverständlich, daß hier auch andere Arten von Schließmechaniken
einsetzbar sind.
[0018] Der Aktuator 5 weist insbesondere einen Elektromotor auf. Anstelle der bevorzugten
Ausbildung als Elektroschloß kann der Aktuator 5 jedoch beispielsweise auch pneumatisch
oder hydraulisch wirken bzw. betätigbar sein. In jedem Fall ist das Kraftfahrzeug-Türschloß
3 vorzugsweise elektrisch gesteuert bzw. ansteuerbar.
[0019] Das Kraftfahrzeug-Türschloß 3 weist eine Steuereinheit 8 zur Steuerung bzw. Ansteuerung
des Aktuators 5 und/oder zur Erfassung, ggf. auch Auswertung, von Betätigungssignalen
auf.
[0020] Das Kraftfahrzeug-Türschloß 3 bzw. dessen Steuereinheit 8 ist über eine Steckverbindung
9 an eine vorzugsweise zentrale Steuereinrichtung 10 des Kraftfahrzeugs 1 bzw. des
Kraftfahrzeug-Türschließsystems 2 angeschlossen.
[0021] Dem Kraftfahrzeug-Türschloß 3 sind eine erste Betätigungseinrichtung 11 und eine
zweite Betätigungseinrichtung 12 zugeordnet, die beim Darstellungsbeispiel - wie durch
die strichpunktierten Linien 13 angedeutet - elektrisch unmittelbar an das Kraftfahrzeug-Türschloß
3 bzw. dessen Steuereinheit 8 angeschlossen sind. Jedoch können die Betätigungseinrichtungen
11, 12 wahlweise auch an die Steuereinrichtung 10 angeschlossen sein. In jedem Fall
dienen die Betätigungseinrichtungen 11, 12 einer elektrischen Ansteuerung des zugeordneten
Kraftfahrzeug-Türschlosses 3.
[0022] Beim Darstellungsbeispiel sind die Betätigungseinrichtungen 11, 12 einem Türinnengriff
14 zugeordnet, insbesondere daran angeordnet und/oder in diesen integriert, wie in
Fig. 2 angedeutet. Weitere Aspekte des vorschlagsgemäßen Türinnengriffs 14 und des
Kraftfahrzeug-Türschließsystems 2 werden nachfolgend anhand der vergrößerten schematischen
Darstellung des Türinnengriffs 14 gemäß Fig. 3 näher erläutert.
[0023] Der Türinnengriff 14 ist auf der Türinnenseite 15 an der zugeordneten Kraftfahrzeugtür
4 angeordnet, die in Fig. 3 schematisch und nur ausschnittsweise dargestellt ist.
[0024] In Fig. 3 ist eine Hand 16 mit Fingern 17 einer nicht dargestellten Bedienperson
strichpunktiert angedeutet, wobei die Hand 16 den Türinnengriff 14 zumindest teilweise
umgreift und mit den Fingern 17 in einem Innenbereich 18 des Türinnengriffs 14 eingreift.
[0025] Die erste Betätigungseinrichtung 11 ist beim Darstellungsbeispiel vorzugsweise als
Taster 19 ausgebildet, der beispielsweise mittels des Daumens 20 der Hand 16 betätigbar
ist, wie in Fig. 3 angedeutet.
[0026] Die zweite Betätigungseinrichtung 12 weist beim Darstellungsbeispiel einen Sensor
21 auf, der eine Annäherung und/oder Berührung der Hand 16 bzw. der Finger 17, insbesondere
ein Eingreifen der Finger 17 in den Innenraum 18 und/oder ein Umgreifen des Türinnengriffs
14 erfassen kann. Insbesondere arbeitet der Sensor 21 kapazitiv. Jedoch kann der Sensor
21 beispielsweise auch induktiv, piezo-elektrisch oder optisch arbeiten.
[0027] Vorzugsweise ist der Sensor 21 als Schalter ausgebildet bzw. schaltend auswertbar,
so daß eine Betätigung erfaßbar ist. Eine Betätigung liegt insbesondere dann vor,
wenn die Hand 16 bzw. die Finger 17 den Türinnengriff 14 zumindest bereichsweise und/oder
teilweise umfassen, berühren und/oder in den Innenraum 18 eingreifen.
[0028] Eine entsprechende Auswertung der erfaßten Signale ist innerhalb der zweiten Betätigungseinrichtung
12, im Sensor 21, im Türinnengriff 14, in der Steuereinheit 8 und/oder in der Steuereinrichtung
10 möglich. Entsprechendes gilt auch für die erste Betätigungseinrichtung 11.
[0029] Bedarfsweise ist der Sensor 21 als Näherungsschalter und/oder Berührungsschalter
ausgebildet. Anstelle des Sensors 21 kann jedoch auch ein Taster 19 oder eine sonstige
geeignete Schalteinrichtung oder dgl. für die zweite Betätigungseinrichtung 12 eingesetzt
werden.
[0030] Anstelle des Tasters 19 kann bedarfsweise für die erste Betätigungseinrichtung 11
ebenfalls ein Sensor 21 oder eine sonstige geeignete Schalteinrichtung oder dgl. eingesetzt
werden.
[0031] Vorschlagsgemäß ist vorgesehen, daß nur dann, wenn eine gleichzeitige Betätigung
- also zeitlich überlappende Betätigung - der beiden Betätigungseinrichtungen 11,
12 erfolgt bzw. detektiert wird, das zugeordnete Kraftfahrzeug-Türschloß 3 entriegelt
bzw. öffnet. Dies kann durch entsprechende Verschaltung der Betätigungseinrichtungen
11, 12 und/oder entsprechende Auswertung von von den Betätigungseinrichtungen 11,
12 ausgegebenen Betätigungssignalen - beispielsweise in der Steuereinheit 8 und/oder
der Steuereinrichtung 10 - erfolgen. Bedarfsweise kann diese Auswertung auch in den
Türinnengriff 14 integriert sein; in diesem Fall handelt es sich um einen "intelligenten"
Türinnengriff 14.
[0032] Zusätzlich zu dem Erfordernis der gleichzeitigen bzw. zeitlich überlappenden Betätigung
der beiden Betätigungseinrichtungen 11, 12 kann - insbesondere beim Darstellungsbeispiel
- vorgesehen sein, daß zuerst eine Betätigung der zweiten Betätigungseinrichtung 12
- also insbesondere ein Eingreifen in den Türinnengriff 14 bzw. dessen Innenraum 18
-. erfolgen muß und erst dann bei nachfolgender Betätigung der ersten Betätigungseinrichtung
11 - beim Darstellungsbeispiel des Tasters 19 mit dem Daumen 20 - ein Entriegeln bzw.
Öffnen des zugeordneten Kraftfahrzeug-Türschlosses 3 erfolgt bzw. ermöglicht wird.
[0033] Selbstverständlich kann das bei Betätigung beider Betätigungseinrichtungen 11, 12
an sich erfolgende Entriegeln bzw. Öffnen des Kraftfahrzeug-Türschlosses 3 durch eine
Kindersicherung oder dgl. bedarfsweise übersteuert werden, so daß dann kein Entriegeln
oder Öffnen des Kraftfahrzeug-Türschlosses 3 erfolgt.
[0034] Ein Öffnen des Kraftfahrzeug-Türschlosses 3 bzw. der Kraftfahrzeugtür 4 durch unbeabsichtigtes
Betätigen eines Öffnungstasters 19 oder dgl. wird vorschlagsgemäß also dadurch verhindert,
daß zwei Betätigungseinrichtungen 11, 12 vorgesehen und derart eingesetzt bzw. gestaltet
oder ausgewertet werden, daß sich das Kraftfahrzeug-Türschloß 3 nur entriegelt bzw.
öffnet, wenn beide Betätigungseinrichtungen 11, 12 gleichzeitig betätigt werden. Durch
entsprechende Anordnung der Betätigungseinrichtungen 11, 12 erfordert das gleichzeitige
Betätigen insbesondere ein zumindest teilweises Umfassen des Türinnengriffs 14 bzw.
Eingreifen in den von dem Türinnengriff 14 zumindest teilweise abgetrennten bzw. umfaßten
Innenraum 18.
[0035] Bedarfsweise können beide Betätigungseinrichtungen 11, 12 jeweils einen Taster 19
und/oder einen Sensor 21 und/oder einen geeigneten Schalter oder dgl. aufweisen. Vorzugsweise
ist die auf der zum Fahrzeuginnenraum hin weisenden Seite oder Oberseite des Türinnengriffs
14 angeordnete oder in diese integrierte erste Betätigungsseinrichtung 11 derart ausgebildet,
daß eine mechanische Betätigung - beim Darstellungsbeispiel des Tasters 19 - oder
ein Verformen - also eine relativ kräftige mechanische Einwirkung - der Bedienperson
zur Betätigung erforderlich ist.
[0036] Die zweite Betätigungseinrichtung 12 ist vorzugsweise hingegen auf einer abgewandten
bzw. zu dem vom Türinnengriff 14 zumindest teilweise begrenzten Innenraum 18 hin gewandten
Seite oder Unterseite des Türinnengriffs 14 angeordnet oder darin integriert und derart
ausgebildet, daß eine Annäherung oder Berührung - also allenfalls geringe mechanische
Einwirkung einer Bedienperson-als Betätigung genügt. So wird einerseits die gewünschte
Sicherung gegen ein ungewolltes Entriegeln oder Öffnen der Kraftfahrzeugtür 3 und
andererseits eine einfache Bedienung, da sich die Bedienperson lediglich auf das aktive
Betätigen der ersten Betätigungseinrichtung 11 konzentrieren muß, ermöglicht.
[0037] Die vorschlagsgemäße Lösung ist grundsätzlich auch bei einem Türaußengriff oder bei
sonstigen Handhabungselementen einsetzbar.
[0038] Zusätzlich oder alternativ zu der beschriebenen elektrischen bzw. elektronischen
Kombination bzw. Auswertung der Betätigungssignale von beiden Betätigungseinrichtungen
11 und 12 kann die zweite Betätigungseinrichtung 12 auch mechanisch auf die erste
Betätigungseinrichtung 11 - beispielsweise als mechanische Sperre - wirken.
[0039] Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Kraftfahrzeug-Türschließsystem
2 mit einer Passiv-Entry-Funktion zur Entriegelung des Kraftfahrzeug-Türschlosses
3 ausgestattet. Dies wurde im allgemeinen Teil der Beschreibung bereits erläutert.
Bei der Entriegelung mittels der Passive-Entry-Funktion werden hintereinander ein
Anlaufintervall, ein Berechtigungs-Prüfintervall und ein Aktionsintervall durchlaufen.
Das Anlaufintervall wird nun vorzugsweise durch die Betätigung zumindest einer der
beiden Betätigungseinrichtungen 11, 12 gestartet.
[0040] Eine besonders kompakte Anordnung kann dadurch erreicht werden, daß die Betätigung
der ersten Betätigungseinrichtung 11 das Anlaufmtervall startet und daß die Betätigung
der zweiten Betätigungseinrichtung 12 die Öffnung des Kraftfahrzeug-Türschlosses 3
bewirkt, sofern das Aktionsintervall, also die Entriegelung des Kraftfahrzeug-Türschlosses
3, abgeschlossen ist.
[0041] Optimal ist es bei dem mit einer Passive-Entry-Funktion ausgestatteten Kraftfahrzeug-Türschließsystem
2, wenn die erste Betätigungseinrichtung 11, durch die das Anlaufmtervall gestartet
werden kann, als Näherungsschalter ausgestaltet ist. Dann ist nämlich gewährleistet,
daß das Anlaufintervall und die darauf folgenden Intervalle bereits durchlaufen worden
sind, bevor die Bedienperson die zweite Betätigungseinrichtung 12 betätigt. Die zweite
Betätigungseinrichtung 12 ist hier vorzugsweise als Taster ausgestaltet.
[0042] Besonders vorteilhaft und praxisgerecht ist es, wenn die erste Betätigungseinrichtung
11 an einer von der Kraftfahrzeugtür 4 weg weisenden Seite angeordnet ist, so daß
die Annäherung der Bedienperson frühzeitig erfaßbar ist.
[0043] Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen des Türaußengriffs bei dem mit
einer Passive-Entry-Funktion ausgestatteten Kraftfahrzeug-Türschließsystem 2 darf
auf die obigen Ausführungen verwiesen werden.
1. Kraftfahrzeug-Türschließsystem (2) mit einem elektrisch angesteuerten Kraftfahrzeug-Türschloß
(3) und an einer Kraftfahrzeugtür (4) mit einer dem Kraftfahrzeug-Türschloß (3) zugeordneten
ersten Betätigungseinrichtung (11), deren Betätigung zur Ansteuerung, insbesondere
zum Entriegeln und/oder Öffnen, des Kraftfahrzeug-Türschlosses (3) detektierbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kraftfahrzeug-Türschließsystem (2) eine zweite dem Kraftfahrzeug-Türschloß (3)
zugeordnete Betätigungseinrichtung (12) aufweist und daß das Kraftfahrzeug-Türschloß
(3) nur bei gleichzeitiger oder aufeinander folgender Betätigung der beiden Betätigungseinrichtungen
(11, 12) entriegelbar und/oder öffenbar ist.
2. Kraftfahrzeug-Türschließsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, die erste und/oder zweite Betätigungseinrichtung (11, 12) derart ausgebildet ist
bzw. sind, daß eine Annäherung und/oder Berührung, insbesondere eines Körperteils
einer Bedienperson, wie einer Hand (16) und/oder eines Fingers (17), und/oder eine
Verformung erfaßbar und als Betätigung auswertbar ist bzw. sind.
3. Kraftfahrzeug-Türschließsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, die erste und/oder zweite Betätigungseinrichtung (11, 12) als Taster (19) ausgebildet
ist bzw. sind.
4. Kraftfahrzeug-Türschließsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und/oder zweite Betätigungseinrichtung (11, 12) als vorzugsweise schaltender
Sensor (21) ausgebildet ist bzw. sind.
5. Kraftfahrzeug-Türschließsystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet daß der Sensor (21) als Näherungsschalter und/oder Berührungsschalter ausgebildet ist.
6. Kraftfahrzeug-Türschließsystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (21) als Näherungsschalter induktiv, kapazitiv oder optisch arbeitet.
7. Kraftfahrzeug-Türschließsystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (21) als Berührungsschalter piezo-elektrisch arbeitet.
8. Kraftfahrzeug-Türschließsystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Betätigungseinrichtung (11) als Taster (19) und die zweite Betätigungseinrichtung
(12) als Sensor (21) ausgebildet ist.
9. Kraftfahrzeug-Türschließsystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Kraftfahrzeug-Türschloß (3) durch Betätigung des Tasters (19) nur dann entriegelbar
und/oder öffenbar ist, wenn der Sensor (21) eine Annäherung und/oder Berührung, insbesondere
eines Körperteils einer Bedienperson, wie einer Hand (16) und/oder eines Fingers (17),
und/oder eine Verformung - vorzugsweise vor einer Detektion einer Betätigung des Tasters
(19) - detektiert.
10. Kraftfahxzeug-Türschließsystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und die zweite Betätigungseinrichtung (11, 12) oder zumindest deren Detektionsbereiche
beabstandet voneinander angeordnet sind.
11. Kraftfahrzeug-Türschließsystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und/oder zweite Betätigungseinrichtung (11, 12) an einem Türinnengriff
(14) oder an einem Türaußengriff einer Kraftfahrzeugtür (4), der das Kraftfahrzeug-Türschloß
(3) zugeordnet ist, angeordnet oder darin integriert oder diesem bzw. diesen zugeordnet
ist bzw. sind.
12. Kraftfahrzeug-Türschließsystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtungen (11, 12) auf zueinander geneigten oder voneinander abgewandten
Seiten des Türinnengriffs (14) oder des Türaußengriffs angeordnet sind.
13. Kraftfahrzeug-Türschließsystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kraftfahrzeug-Türschloß (3) eine Steuereinheit (8), insbesondere zur Erfassung
und/oder Auswertung von Signalen der Betätigungseinrichtungen (11, 12), vorzugsweise
hinsichtlich einer Betätigung der ersten und/oder zweiten Betätigungseinrichtung (11,
12), aufweist.
14. Kraftfahrzeug-Türschließsystem nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Kraftfahrzeug-Türschloß (3) einen von der Steuereinheit (8) angesteuerten Aktuator
(5) aufweist.
15. Kraftfahrzeug-Türschließsystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kraftfahrzeug (1) bzw. das Kraftfahrzeug-Türschließsystem (2) eine vorzugsweise
zentrale Steuereinrichtung (10), insbesondere zur Erfassung und/oder Auswertung von
Signalen der Betätigungseinrichtungen (11, 12), vorzugsweise hinsichtlich einer Betätigung
der ersten und/oder zweiten Betätigungseinrichtung (11, 12), aufweist.
16. Kraftfahrzeug-Türschließsystem nach Anspruch 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß Betätigungssignale der ersten und zweiten Betätigungseinrichtung (11, 12) mittels
der Steuereinheit (8) und/oder Steuereinrichtung (10) dahingehend auswertbar sind,
ob gleichzeitige und/oder aufeinanderfolgende Betätigungen erfolgen, insbesondere
wobei bejahendenfalls ein Entriegelungs- und/oder Öffnungssignal an das Kraftfahrzeug-Türschloß
(3) oder einen Aktuator (5) des das Kraftfahrzeug-Türschlosses (3) ausgebbar ist.
17. Kraftfahrzeug-Türschließsystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kraftfahrzeug-Türschließsystem (2) mit einer Passive-Entry-Funktion zur Entriegelung
des Kraftfahrzeug-Türschlosses (3) ausgestattet ist, daß bei der Entriegelung mittels
der Passive-Entry-Funktion ein Anlaufintervall, ein Berechtigungs-Prüfintervall und
ein Aktionsintervall hintereinander durchlaufen werden und daß die Betätigung zumindest
einer der beiden Betätigungseinrichtungen (11, 12) das Anlaufintervall startet.
18. Kraftfahrzeug-Türschließsystem nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigung der ersten Betätigungseinrichtung (11) das Anlaufmtervall startet
und daß die Betätigung der zweiten Betätigungseinrichtung (12) die Öffnung des Kraftfahrzeug-Türschlosses
(17) bewirkt, sofern das Aktionsintervall abgeschlossen ist.
19. Kraftfahrzeug-Türschließsystem nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Betätigungseinrichtung (11) als Sensor, vorzugsweise als Näherungsschalter,
ausgebildet ist.
20. Kraftfahrzeug-Türschließsystem nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Betätigungseinrichtung (12) als Taster ausgebildet ist.
21. Kraftfahrzeug-Türschließsystem nach Anspruch 11 und ggf. einem der Ansprüche 12 bis
20, dadurch gekennzeichnet, daß der Türinnengriff (14) oder der Türaußengriff sowohl die erste Betätigungseinrichtung
(11), deren Betätigung zum Entriegeln und/oder Öffnen eines der Kraftfahrzeugtür (4)
zugeordneten Kraftfahrzeug-Türschlosses (3) elektrisch detektierbar ist, als auch
die zweite Betätigungseinrichtung (12) aufweist, die einer Entsperrung der ersten
Betätigungseinrichtung (11) dient oder mit der ersten Betätigungseinrichtung (11)
derart verschaltet oder verschaltbar ist, daß das Kraftfahrzeug-Türschloß (3) nur
bei gleichzeitiger Betätigung der beiden Betätigungseinrichtungen (11, 12) entriegelbar
und/oder öffenbar ist.
22. Kraftfahrzeug-Türschließsystem nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Taster (19) an einer von der Kraftfahrzeugtür (4) weg weisenden Seite und der
Sensor (21) auf einer zur Kraftfahrzeugtür (4) bzw. zu einem vom Türgriff (14) zumindest
teilweise umgrenzten Innenraum (18) hin weisenden Seite angeordnet ist.
23. Türgriff, nämlich Türinnengriff (14) oder Türaußengriff, für eine Kraftfahrzeugtür
(4), mit einer ersten Betätigungseinrichtung (11), deren Betätigung zum Entriegeln
und/oder Öffnen eines der Kraftfahrzeugtür (4) zugeordneten Kraftfahrzeug-Türschlosses
(3) elektrisch detektierbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Türgriff (14) eine zweite Betätigungseinrichtung (12) aufweist, die einer Entsperrung
der ersten Betätigungseinrichtung (11) dient oder mit der ersten Betätigungseinrichtung
(11) derart in dem Türgriff (14) integriert verschaltet ist, daß das Kraftfahrzeug-Türschloß
(3) nur bei gleichzeitiger Betätigung der beiden Betätigungseinrichtungen (11, 12)
entriegelbar und/oder öffenbar ist.
24. Türgriff nach Anspruch 23, gekennzeichnet durch die Merkmale des jeweiligen kennzeichnenden Teils eines oder mehrerer der Ansprüche
2 bis 11.
25. Kraftfahrzeugtür mit einem Kraftfahrzeug-Türschließsystem nach einem der Ansprüche
1 bis 22 und mit einem Türinnengriff (14), der gemäß Anspruch 23 oder 24 ausgebildet
ist.
1. Motor vehicle door lock system (2) with an electrically activated motor vehicle door
lock (3) and, on a motor vehicle door (4), with a first actuating device (11) which
is assigned to the motor vehicle door lock (3) and the actuation of which for activating,
in particular for unlocking and/or opening, the motor vehicle door lock (3) can be
detected, characterized in that the motor vehicle door lock system (2) has a second actuating device (12) which is
assigned to the motor vehicle door lock (3), and in that the motor vehicle door lock (3) can be unlocked and/or can be opened only upon simultaneous
or consecutive actuation of the two actuating devices (11, 12).
2. Motor vehicle door lock system according to Claim 1, characterized in that the first and/or second actuating device (11, 12) are or is designed in such a manner
that an approach and/or contact, in particular of a body part of an operator, such
as of a hand (16) and/or of a finger (17), and/or a deformation can be detected and
can be evaluated as an actuation.
3. Motor vehicle door lock system according to Claim 1 or 2, characterized in that the first and/or second actuating device (11, 12) are or is designed as a push-button
switch (19).
4. Motor vehicle door lock system according to Claim 1 or 2, characterized in that the first and/or second actuating device (11, 12) are or is designed as a preferably
switching sensor (21).
5. Motor vehicle door lock system according to Claim 4, characterized in that the sensor (21) is designed as a proximity switch and/or contact switch.
6. Motor vehicle door lock system according to Claim 5, characterized in that the sensor (21) as a proximity switch operates inductively, capacitively or optically.
7. Motor vehicle door lock system according to Claim 5, characterized in that the sensor (21) as a contact switch operates piezo-electrically.
8. Motor vehicle door lock system according to one of the preceding claims, characterized in that the first actuating device (11) is designed as a push-button switch (19) and the
second actuating device (12) is designed as a sensor (21).
9. Motor vehicle door lock system according to Claim 8, characterized in that the motor vehicle door lock (3) can be unlocked and/or can be opened by actuation
of the push-button switch (19) only when the sensor (21) detects an approach and/or
contact, in particular of a body part of an operator, such as of a hand (16) and/or
of a finger (17), and/or a deformation - preferably before detection of an actuation
of the push-button switch (19).
10. Motor vehicle door lock system according to one of the preceding claims, characterized in that the first and the second actuating device (11, 12) or at least the detection ranges
thereof are arranged spaced apart from one another.
11. Motor vehicle door lock system according to one of the preceding claims, characterized in that the first and/or second actuating device (11, 12) are or is arranged on an inside
door handle (14) or on an outside door handle of a motor vehicle door (4), to which
the motor vehicle door lock (3) is assigned, or are or is integrated therein or are
or is assigned to one or both thereof.
12. Motor vehicle door lock system according to Claim 11, characterized in that the actuating devices (11, 12) are arranged on mutually facing sides or mutually
remote sides of the inside door handle (14) or of the outside door handle.
13. Motor vehicle door lock system according to one of the preceding claims, characterized in that the motor vehicle door lock (3) has a control unit (8), in particular for detecting
and/or evaluating signals of the actuating devices (11, 12), preferably with respect
to an actuation of the first and/or second actuating device (11, 12).
14. Motor vehicle door lock system according to Claim 13, characterized in that the motor vehicle door lock (3) has an actuator (5) activated by the control unit
(8).
15. Motor vehicle door lock system according to one of the preceding claims, characterized in that the motor vehicle (1) or the motor vehicle door lock system (2) has a preferably
central control device (10), in particular for detecting and/or evaluating signals
of the actuating devices (11, 12), preferably in respect of an actuation of the first
and/or second actuating device (11, 12).
16. Motor vehicle door lock system according to Claims 13 to 15, characterized in that actuating signals of the first and second actuating device (11, 12) can be evaluated
by means of the control unit (8) and/or control device (10) to the effect of whether
simultaneous and/or consecutive actuations are being carried out, wherein, in particular
in the event of an affirmative answer, an unlocking and/or opening signal is output
to the motor vehicle door lock (3) or to an actuator (5) of the motor vehicle door
lock (3).
17. Motor vehicle door lock system according to one of the preceding claims, characterized in that the motor vehicle door lock system (2) is equipped with a passive entry function
for unlocking the motor vehicle door lock (3), in that, upon unlocking by means of the passive entry function, a starting interval, authorization-checking
interval and an action interval are passed through one after another, and in that the actuation of at least one of the two actuating devices (11, 12) starts the starting
interval.
18. Motor vehicle door lock system according to Claim 17, characterized in that the actuation of the first actuating device (11) starts the starting internal, and
in that the actuation of the second actuating device (12) brings about the opening of the
motor vehicle door lock (17) if the action interval is finished.
19. Motor vehicle door lock system according to Claim 17 or 18, characterized in that the first actuating device (11) is designed as a sensor, preferably as a proximity
switch.
20. Motor vehicle door lock system according to Claim 19, characterized in that the second actuating device (12) is designed as a push-button switch.
21. Motor vehicle door lock system according to Claim 11 and optionally one of Claims
12 to 20, characterized in that the inside door handle (14) or the outside door handle has both the first actuating
device (11), the actuation of which for unlocking and/or opening a motor vehicle door
lock (3) assigned to the motor vehicle door (4) can be detected electrically, and
the second actuating device (12) which serves to unblock the first actuating device
(11) or is connected or can be connected to the first actuating device (11) in such
a manner that the motor vehicle door lock (3) can be unlocked and/or can be opened
only upon simultaneous actuation of the two actuating devices (11, 12).
22. Motor vehicle door lock system according to Claim 21, characterized in that the push-button switch (19) is arranged on a side pointing away from the motor vehicle
door (4) and the sensor (21) is arranged on a side pointing to the motor vehicle door
(4) or to an interior space (18) which is at least partially bounded by the door handle
(14).
23. Door handle, namely an inside door handle (14) or an outside door handle, for a motor
vehicle door (4), with a first actuating device (11), the actuation of which for unlocking
and/or opening a motor vehicle door lock (3) assigned to the motor vehicle door (4)
can be detected electrically, characterized in that the door handle (14) has a second actuating device (12) which serves to unblock the
first actuating device (11) or is connected to the first actuating device (11) integrated
in the door handle (14) in such a manner that the motor vehicle door lock (3) can
be unlocked and/or can be opened only upon simultaneous actuation of the two actuating
devices (11, 12).
24. Door handle according to Claim 23, characterized by the features of the respective characterizing part of one or more of Claims 2 to
11.
25. Motor vehicle door with a motor vehicle door lock system according to one of Claims
1 to 22 and with an inside door handle (14) designed as per Claim 23 or 24.
1. Système de fermeture de porte de véhicule automobile (2) doté d'une serrure de porte
de véhicule automobile (3) commandée sur le plan électrique et placée au niveau d'une
porte de véhicule automobile (4) pourvue d'un premier dispositif d'actionnement (11)
associé à la serrure de porte de véhicule automobile (3) et dont l'actionnement peut
être détecté pour commander, notamment pour déverrouiller et/ou ouvrir,
la serrure de porte de véhicule automobile (3) ;
caractérisé en ce que :
le système de fermeture de porte de véhicule automobile (2) comporte un second dispositif
d'actionnement (12) associé à la serrure de porte de véhicule automobile (3) et en ce que la serrure de porte de véhicule automobile (3) ne peut être déverrouillée et/ou ouverte
qu'en cas d'actionnement simultané ou successif des deux dispositifs d'actionnement
(11, 12).
2. Système de fermeture de porte de véhicule automobile selon la revendication 1, caractérisé en ce que les premier et/ou second dispositifs d'actionnement (11, 12) sont conçus de telle
sorte qu'une approche et/ou un contact, notamment d'une partie du corps d'un utilisateur,
par exemple d'une main (16) et/ou d'un doigt (17), et/ou une déformation puissent
être détectés et être analysés comme un actionnement.
3. Système de fermeture de porte de véhicule automobile selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que les premier et/ou second dispositifs d'actionnement (11, 12) prennent la forme d'un
palpeur (19).
4. Système de fermeture de porte de véhicule automobile selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que les premier et/ou second dispositifs d'actionnement (11, 12) prennent la forme d'un
capteur (21) pouvant de préférence être commuté.
5. Système de fermeture de porte de véhicule automobile selon la revendication 4, caractérisé en ce que le capteur (21) prend la forme d'un capteur d'approche et/ou d'un capteur de contact.
6. Système de fermeture de porte de véhicule automobile selon la revendication 5, caractérisé en ce que le capteur (21) fonctionne, en tant que capteur d'approche, de façon inductive, capacitive
ou optique.
7. Système de fermeture de porte de véhicule automobile selon la revendication 5, caractérisé en ce que le capteur (21) fonctionne, en tant que capteur de contact, de façon piézo-électrique.
8. Système de fermeture de porte de véhicule automobile selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le premier dispositif d'actionnement (11) prend la forme d'un palpeur (19) et que
le second dispositif d'actionnement (12) prend la forme d'un capteur (21).
9. Système de fermeture de porte de véhicule automobile selon la revendication 8, caractérisé en ce que la serrure de porte de véhicule automobile (3) ne peut être déverrouillée et/ou ouverte
par actionnement du palpeur (19) que lorsque le capteur (21) détecte une approche
et/ou un contact, notamment d'une partie du corps d'un utilisateur, comme d'une main
(16) et/ou d'un doigt (17), et/ou une déformation - de préférence avant une détection
d'un actionnement du palpeur (19).
10. Système de fermeture de porte de véhicule automobile selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que les premier et second dispositifs d'actionnement (11, 12) ou au moins leurs zones
de détection sont disposés à une certaine distance l'un de l'autre.
11. Système de fermeture de porte de véhicule automobile selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que les premier et/ou second dispositifs d'actionnement (11, 12) sont disposés au niveau
d'une poignée intérieure de porte (14) ou au niveau d'une poignée extérieure de porte
(4) associée à la serrure de porte de véhicule automobile (3) ou intégrés à l'intérieur
de celle-ci ou celles-ci ou associés à celle-ci ou celles-ci
12. Système de fermeture de porte de véhicule automobile selon la revendication 11, caractérisé en ce que les dispositifs d'actionnement (11, 12) sont disposés sur les côtés orientés l'un
vers l'autre ou espacés l'un par rapport à l'autre de la poignée intérieure de porte
(14) ou de la poignée extérieure de porte.
13. Système de fermeture de porte de véhicule automobile selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la serrure de porte de véhicule automobile (3) comporte une unité de commande (8)
servant notamment à la détection et/ou à l'analyse de signaux des dispositifs d'actionnement
(11, 12), de préférence par rapport à un actionnement des premier et/ou second dispositifs
d'actionnement (11, 12).
14. Système de fermeture de porte de véhicule automobile selon la revendication 13, caractérisé en ce que la serrure de porte de véhicule automobile (3) comporte un actionneur (5) commandé
par l'unité de commande (8).
15. Système de fermeture de porte de véhicule automobile selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le véhicule automobile (1) et/ou le système de fermeture de porte de véhicule automobile
(2) comporte un dispositif de commande (10) de préférence centralisé, servant notamment
à la détection et/ou à l'analyse de signaux des dispositifs d'actionnement (11, 12),
de préférence par rapport à un actionnement des premier et/ou second dispositifs d'actionnement
(11, 12).
16. Système de fermeture de porte de véhicule automobile selon les revendications 13 à
15, caractérisé en ce que des signaux d'actionnement des premier et second dispositifs d'actionnement (11,
12) peuvent être analysés à l'aide de l'unité de commande (8) et/ou du dispositif
de commande (10) pour savoir si des actionnements simultanés et/ou successifs se produisent
et si c'est le cas, un signal de déverrouillage et/ou d'ouverture pouvant notamment
être envoyé à la serrure de porte de véhicule automobile (3) ou à un actionneur (5)
de la serrure de porte de véhicule automobile (3).
17. Système de fermeture de porte de véhicule automobile selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le système de fermeture de porte de véhicule automobile (2) est équipé d'une fonction
d'entrée passive servant au déverrouillage de la serrure de porte de véhicule automobile
(3), en ce qu'en cas de déverrouillage à l'aide de la fonction d'entrée passive, un intervalle de
lancement, un intervalle de contrôle de vérification et un intervalle de mise en action
se suivent et en ce que l'actionnement d'au moins un des deux dispositifs d'actionnement (11, 12) lance l'intervalle
de lancement.
18. Système de fermeture de porte de véhicule automobile selon la revendication 17, caractérisé en ce que l'actionnement du premier dispositif d'actionnement (11) lance l'intervalle de lancement
et en ce que l'actionnement du second dispositif d'actionnement (12) provoque l'ouverture de la
serrure de porte de véhicule automobile (17) dans la mesure où l'intervalle de mise
en action est écoulé.
19. Système de fermeture de porte de véhicule automobile selon la revendication 17 ou
18, caractérisé en ce que le premier dispositif d'actionnement (11) prend la forme d'un capteur, de préférence
d'un capteur d'approche.
20. Système de fermeture de porte de véhicule automobile selon la revendication 19, caractérisé en ce que le second dispositif d'actionnement (12) prend la forme d'un palpeur.
21. Système de fermeture de porte de véhicule automobile selon la revendication 11 et
le cas échéant selon l'une quelconque des revendications 12 à 20, caractérisé en ce que la poignée intérieure de porte (14) ou la poignée extérieure de porte comportent
tant le premier dispositif d'actionnement (11) dont l'actionnement peut être détecté
sur le plan électrique pour déverrouiller et/ou ouvrir une serrure de porte de véhicule
automobile (3) associée à la porte de véhicule automobile (4) que le second dispositif
d'actionnement (12) servant à un déblocage du premier dispositif d'actionnement (11)
ou étant connecté ou pouvant être connecté au premier dispositif d'actionnement (11)
de telle sorte que la serrure de porte de véhicule automobile (3) ne peut être déverrouillée
et/ou ouverte qu'en cas d'actionnement simultané des deux dispositifs d'actionnement
(11, 12).
22. Système de fermeture de porte de véhicule automobile selon la revendication 21, caractérisé en ce que le palpeur (19) est disposé au niveau d'un côté s'écartant de la porte de véhicule
automobile (4) et en ce que le capteur (21) est disposé sur un côté orienté vers la porte de véhicule automobile
(4) et/ou vers un habitacle (18) délimité au moins en partie par la poignée de porte
(14).
23. Poignée de porte, notamment poignée intérieure de porte (14) ou poignée extérieure
de porte pour une porte de véhicule automobile (4), dotée d'un premier dispositif
d'actionnement (11) dont l'actionnement peut être détecté sur le plan électrique pour
déverrouiller et/ou ouvrir une serrure de porte de véhicule automobile (3) associée
à la porte de véhicule automobile (4), caractérisée en ce que la poignée de porte (14) comporte un second dispositif d'actionnement (12) servant
à un déblocage du premier dispositif d'actionnement (11) ou étant connecté, de façon
intégrée dans la poignée de porte (14), au premier dispositif d'actionnement (11)
de telle sorte que la serrure de porte de véhicule automobile (3) ne peut être déverrouillée
et/ou ouverte qu'en cas d'actionnement simultané des deux dispositifs d'actionnement
(11, 12).
24. Poignée de porte selon la revendication 23, caractérisée par les caractéristiques de la partie caractérisante respective d'une ou de plusieurs
des revendications 2 à 11.
25. Porte de véhicule automobile dotée d'un système de fermeture de porte de véhicule
automobile selon l'une quelconque des revendications 1 à 22 et dotée d'une poignée
intérieure de porte (14) conçue selon la revendication 23 ou 24.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente