(19)
(11) EP 1 800 274 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
05.06.2013  Patentblatt  2013/23

(21) Anmeldenummer: 05802726.9

(22) Anmeldetag:  06.10.2005
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
G08G 1/09(2006.01)
G08G 1/0969(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE2005/001789
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2006/037316 (13.04.2006 Gazette  2006/15)

(54)

PORTABLER COMPUTER FÜR NAVIGATIONSAUFGABEN

PORTABLE COMPUTER FOR NAVIGATION TASKS

ORDINATEUR PORTABLE POUR DES TACHES DE NAVIGATION


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 06.10.2004 DE 102004048894

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
27.06.2007  Patentblatt  2007/26

(73) Patentinhaber:
  • Inventis GmbH
    52072 Aachen (DE)
  • Lauterbach, Martin
    52072 Aachen (DE)
  • Soriano-Lopez, Maria-Dolores
    52072 Aachen (DE)

(72) Erfinder:
  • LAUTERBACH, Martin
    52072 Aachen (DE)
  • Dr. rer. nat. SORIANO-LOPEZ, Maria-Dolores
    52072 Aachen (DE)

(74) Vertreter: Kohlmann, Kai 
Donatusstraße 1
52078 Aachen
52078 Aachen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 1 286 324
EP-A- 1 347 428
DE-A1- 10 008 454
DE-A1- 10 310 115
DE-A1- 19 640 735
EP-A- 1 347 428
DE-A1- 4 029 583
DE-A1- 10 008 454
DE-A1- 10 310 115
   
  • ZIEGLER P-M: "GROSSE FREIHEIT SATELLITENNAVIGATION MIT DEM HANDY" CT MAGAZIN FUER COMPUTER TECHNIK, HEISE ZEITSCHRIFTEN VERLAG, HANNOVER, DE, Nr. 15, 14. Juli 2003 (2003-07-14), Seiten 176-178,181, XP001164470 ISSN: 0724-8679
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen für den mobilen Einsatz konzipierten, portablen Computer für Navigationsaufgaben.

[0002] Ein derartiger portabler Computer enthält mindestens einen Prozessor, mindestens eine Speichereinheit und mindestens ein Benutzerinterface und wenigstens eine von außen zugängliche Daten-Schnittstelle. Über eine im Gehäuse befindliche Spannungsversorgung ist er temporär auch ohne externe Spannungsversorgung betreibbar. Der Computer weist einen eingebauten, für Kartendarstellung geeigneten Bildschirm als Benutzerinterface auf, der Farbdarstellungen ermöglicht, einen fest eingebauten Solid-State-Speicher von mindestens 3 MByte, der ohne mechanisch bewegliche Teile Daten speichert und ohne Spannungszufuhr den Speicherinhalt bewahrt. Der portable Computer wiegt nach Entfernung aller ohne Werkzeug lösbaren und für den bestimmungsgemäßen Betrieb nicht erforderlichen Teile weniger als 300 Gramm.

[0003] Kleine für einen mobilen Einsatz konzipierte Computer lassen sich für Navigationsaufgaben in Kraftfahrzeugen, anderen Fortbewegungsmitteln und auch für Fußgänger nutzen. Für die Navigation benötigen diese Geräte Informationen von außen, wie z.B. über die aktuellen Geo-Koordinaten oder bei Kraftfahrzeugen Informationen über die aktuelle Verkehrslage. Die Koordinaten lassen sich über Satellitenempfänger ermitteln, die z.B. das Global Positioning System (GPS) nutzen. Verkehrsinformationen stehen über verschiedene Infcrmationskanäle zur Verfügung. Dies können z.B. der Traffic Message Channel (TMC) oder auch über Internet oder Mobilfunk angebotene Informationen sein. Weitere die Navigation unterstützende Daten sind z.B. Beschleunigungswerte in verschiedenen Achsenrichtungen oder um verschiedene Achsen.

[0004] Mit der Verfügbarkeit kleinster Computer mit hoher Rechenleistung, die mit geringem Aufwand im Fahrzeug befestigt werden können und zunehmend auch als Computer für Navigationsaufgaben eingesetzt werden, kommen neue Anforderungen auf die zur Navigation erforderliche Peripherie zu. Hauptbedürfnisse sind einfache Installierbarkeit im Fahrzeug bei gleichzeitig zuverlässiger Funktionalität und einfacher Anwendbarkeit.

[0005] Ziel ist es, die gegensätzlich orientierten Parameter "geringer Installationsaufwand" und "hohe Funktionalität" gleichzeitig zu optimieren.

[0006] Der Installationsaufwand wird bestimmt durch die Zahl und Komplexität der zu verlegenden Kabel für Stromversorgung, Antennenspeisung und Datenanbindung, durch die Kompatibilität der erforderlichen Verbindungen und durch den Platzbedarf sowie erforderliche bauliche Änderungen am Fahrzeug.

[0007] Die Funktionalität wird bestimmt durch die Empfangsqualität, die stark von der Ausrichtung der Antennen oder der Nutzbarkeit vorhandener Antennensignalleitungen abhängt. Weitere Qualitätsmerkmale liegen in der schnellen Verfügbarkeit, Vollständigkeit und Fehlerfreiheit der empfangenen Informationen. Insbesondere bei Kopplung über Funk an den Computer ist eine rechtzeitige Betriebsaufnahme des Empfängers schon vor der Kopplung vorteilhaft.

[0008] Bisher bekannte Empfangselemente oder Sensoren sind über diverse Kabel an den weiterverarbeitenden Computer zu verbinden. Eine nachträgliche Installation erfordert eine Verlegung zusätzlicher Kabel mit fahrzeugtypabhängig angepassten Einbauelementen für eine Rundfunkantenne und für die Stromversorgung sowie vom Typ des zur Navigation verwendeten Computers abhängigen Steckverbindern und elektrische Schnittstellen für die Weiterleitung des gewonnenen digitalen Nutzsignals.

[0009] Die EP 1 347 428 A1 offenbart einen handelsüblichen Handheld Computer mit einem Benutzer-Interface, beispielsweise einem Touchscreen, einer Recheneinheit einem Speicher und einer Hardware-Schnittstelle. Eine separate Anschlusseinrichtung ist mit einer einzigen bidirektionalen Hostschnittstelle mit der einzigen Hardwareschnittstelle des Handheld Computers entweder über ein Verbindungskabel oder über eine Infrarotverbindung oder über eine Funkverbindung angeschlossen. Die Anschlusseinrichtung verfügt über Hardwareschnittstellen, an die ein Positionsdatenempfänger in Form eines GPS-Empfangsmoduls und ein Verkehrsdatenempfänger in Form eines FM-Tuners mit nachgeschaltetem RDS-Dekoder-Baustein angeschlossen sind. Die Anschlusseinrichtung fasst mit Hilfe eines Mikroprozessors die digitalen Daten des GPS-Empfangsmoduls und des Verkehrsdatenempfängers zu einem einzigen seriellen Datensignalstrom zusammen, der in einem Speicherbereich des Handheld Computers in ein Dekoderprogramm einlesbar ist. Hierdurch wird die Übertragung von Positions- und Verkehrsinformationen über eine einzige Datenleitung und damit die Verwendung handelsüblicher Handheld Computer als Navigationssystem ermöglicht, wobei die Navigationssoftware auf dem Handheld Computer eine von der Verkehrslage abhängige dynamische Streckenberechnung ausführen kann.

[0010] Die DE 100 08 454 A1 offenbart ein kompaktes Navigationsgerät, insbesondere zur Verwendung im Kfz, bei welchen in einem Gehäuserahmen handelsübliche Geräte angeordnet sind, nämlich eine mobile Datenverarbeitungseinheit, beispielsweise in Form eines Personal-Organizers, eine Positionsbestimmungseinheit in Form eines GPS-Empfängers, ein Mobiltelefon sowie eine separate Steuereinheit mit Dateneingabemitteln in Form eines Funktionstastenblocks. Ausgehend von den bekannten GPS-Empfängern, die über einfache Kabel mit einem Personal-Organizer gekoppelt werden, soll durch die Integration der handelsüblichen Komponenten in einen Gehäuserahmen ein multifunktionales Navigationsgerät in einer auch in einem Fahrzeug leicht handhabbaren Form geschaffen werden, wobei zumindest Teile der Komponenten auch an anderen Orten außerhalb des Fahrzeuges verwendbar sein sollen. Das Navigationsgerät wird mit der Kfz-Elektrik und Kfz-Stromversorgung beispielsweise über den Zigarettenanzünder verbunden. Ferner kann eine Kopplung an ein vorhandenes Autoradio mit RDS- und TMC-Signalen erfolgen- Die Anordnung setzt daher voraus, dass der vorhandene Rundfunkempfänger verkehrsinformationen z.B. übar das Radio Data System (RDS) empfangen kann und über eine passende Schnittstelle für die Übergabe an den verwendeten Personal Organizer verfügt. Schließlich sind Anschlüsse für die Ankopplung externer Antennen vorgesehen. Die von dem vorhandenen Autoradio stammenden TMC-Daten werden bei der Errechnung der empfohlenen Fahrtroute berücksichtigt.

[0011] Die US 6 301 855 B1 offenbart einen für den mobilen Einsatz konzipierten, portablen Computer für Navigationsaufgaben, nämlich einen PDA in dessen Gehäuse ein GPS-Receiver sowie eine GPS-Antenne integriert sind. Der PDA weist eine Sende-Empfangseinheit auf, die über eine Leitung mit dem Prozessor des PDAs verbunden ist. Die Funktion der Sende-Empfangseinheit besteht darin, Navigationsdaten zu einem anderen PDA zu übertragen bzw. Navigationsdaten von dem anderen PDA zu empfangen oder mit einem Kommunikationsnetz bidirektional auszutauschen. Die Navigationsdaten umfassen kartografische Daten einschließlich Daten zu verschiedenen Orten und zu den Verkehrsstraßen, die die verschiedenen Orte verbinden. Die beiden PDAs tauschen über ihre jeweiligen Sende-Empfangseinheiten kabellos die Navigationsdaten und Positionsinformationen aus. Die Datenübertragung zwischen den beiden PDAs kann über Infrarotsignale, RF-Signale, Mobilfunkbasierte Signale, Bluetooth-Signale und Mikrowellensignale erfolgen.

[0012] Ausgehend von dem Stand der Technik nach der US 6 801 855 B1 liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen für den mobilen Einsatz konzipierten, portablen Computer für Navigationsaufgaben zu schaffen, der Positions- und Verkehrsinformationen bei der Navigation berücksichtigt.

[0013] Diese Aufgabe wird durch einen für den mobilen Einsatz konzipierten, portablen Computer für Navigationsaufgaben mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, der sich von dem aus der US 6 801 855 B1 bekannten portablen Computer dadurch unterscheidet, dass
  • die Empfangseinheit mindestens ein Empfangselement für Verkehrsinformationen umfasst,
  • wobei das Empfangselement für Verkehrsinformationen für den Empfang von über den Hörrundfunk unidirektional übertragenen Verkehrsinformationen eingerichtet ist,
  • das Empfangselement für Verkehrsinformationen einen Rundfunkempfänger zum Empfang von analogen Rundfunksignalen sowie von über die-analogen Rundfunksignale übertragenen Verkehrsinformationen, einen Dekoder, der für die Dekodierung von Daten des Radio-Data-Systems (RDS) eingerichtet ist, zur Gewinnung der digital kodierten Verkehrsinformationen und eine digitale Schnittstelle zur Weiterleitung der digital kodierten Verkehrsinformationen an eine computerinterne Schnittstelle aufweist,
  • das Empfangselement für Verkehrsinformationen an die computerinterne Schnittstelle gekoppelt ist und
  • das Empfangselement für Verkehrsinformationen mit einem Antennenanschluss in das Gehäuse des Computers integriert ist, wobei außer einem Antennenanschluss keine weiteren Kabel erforderlich sind.


[0014] Die von der prozessorgesteuerten Empfangseinheit bereitgestellten Eingabedaten für die Navigation, im folgenden Navigationsdaten genannt, umfassen Informationen zur aktuellen geografischen Position z.B. in Form von Längen- und Breitenkoordinaten, ggf. Beschleunigungswerte, die mit einem entsprechenden Sensor im Fahrzeug erfasst werden, sowie digitale Verkehrsinformationen, die von Verkehrsinformationszentren über Internet und Rundfunk angeboten werden. Die Erfindung kann auch für den Empfang weiterer Informationen, wie z.B. Wetterinformationen, eingesetzt werden.

[0015] Die Navigationsdaten werden kleinen, für den mobilen Einsatz konzipierten Computern z.B. in Form von Personal Digital Assistants (PDA) oder leistungsfähigen Mobiltelefonen über speziell konzipierte Schnittstellen zur Verfügung gestellt und dort für Navigationsaufgaben weiterverarbeitet.

[0016] Die für die Nutzung von Navigationssystemen benötigten Navigationsdaten werden über entsprechende Empfangselemente für Funksignale oder Sensoren erfasst.

[0017] Bei bisher bekannten Empfangssystemen für Navigationsdaten verursacht die nachträgliche Installation in Fahrzeugen Probleme bzw. Aufwand, weil diese an Positionen mit günstigen Empfangseigenschaften im Fahrzeug oder mit einem einfachen Antennenzugang installiert werden müssen und dazu diverse Kabel für Antenne, Stromversorgung und Datenkopplung mit fahrzeugabhängig unterschiedlichen Steckern erforderlich sind.

[0018] Eine optisch unauffällige Kabelverlegung ist aufwendig, teilweise unmöglich, und verursacht einen erheblichen Aufwand. Darüber hinaus zeigen für den nachträglichen Einbau konzipierte Empfänger gegenüber fest installierten Systemen meist eine schlechtere Qualität der gelieferten Daten, da Kompromisse bezüglich der Empfangseigenschaften eingegangen werden.

[0019] Der erfindungsgemäße portable Computer ist ein kombiniertes Gerät, das sowohl die Eigenschaften eines mobilen Kleincomputers als auch die eines Verkehrsinformationsempfänger- unterstützten Positionsempfängers aufweist. In einer Ausführungsform des portablen Computers handelt es sich um einen kleinen handlichen Computer für den persönlichen Bedarf, der die komplette Empfangseinheit mit den für eine exakte verkehrslageabhängige Navigation erforderlichen Empfangselementen für Verkehrsinformation in Kombination mit einem Positionsenpfänger fest im Computergehäuse integriert enthält.

[0020] Für den mobilen Einsatz konzipierte kleine Computer, wie z.B. Personal Digital Assistants (PDA) und Mobiletelefone, zeichnen sich durch ihre Handlichkeit und zunehmend auch durch ihre Leistungsfähigkeit aus, wodurch ihre erfindungsgemäße Verwendung als Navigationscomputer möglich wird. Ein besonderer Vorteil liegt in ihren mobilen und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten.

[0021] Die Geräte, hier als Computer bezeichnet, weisen folgende Eigenschaften auf:
  • Portabilität: üblicherweise in einer Jackentasche unterzubringen
  • mit einer kleinen Halterung im Armaturenbereich von Fahrzeugen anzubringen und ohne Werkzeug wieder lösbar, sodass sie z.B. für den Einsatz in verschiedenen Fahrzeugen zur Verfügung stehen
  • geringes Gewicht von max. ca. 200g bis 300g
  • Farbbildschirm, der auch eine Kartendarstellung ermöglicht, z.B. zur optischen Darstellung von Verkehrsbehinderungen und Ausweichrouten
  • eingebauter Solid-State-Speicher, der ohne bewegliche Teile und ohne Spannungszufuhr den Speicherinhalt bewahrt (z.B. FLASH Memory)
  • mindestens ein von außen zugängliche Steckplatz für Speichererweiterungen, die auch ohne Spannungszufuhr den Speicherinhalt bewahren
  • eingebauter Akkumulator oder andere mobile Stromversorgung


[0022] Weitere Anforderungen des Computers für den mobilen Einsatz können sein:
  • Bedienbarkeit über einen berührungsempfindlichen Bildschirm
  • Sende- und Empfangseinheit für Mobilfunk, sodass mit dem Gerät auch telefoniert werden kann. Der Wählvorgang kann dabei über einen berührungsempfindlichen Bildschirm oder über Tasten oder durch Sprachsignale erfolgen
  • festinstallierte Softwareprogramme für persönliche Aufgaben-, Termin- und Emailverwaltung
  • mindestens ein Erweiterungssteckplatz, dessen Interface auch die Aufnahme von Einsteckkarten für andere Funktionen erlaubt.


[0023] Verkehrsinformationen werden von Verkehrsinformationszentren über verschiedene Kanäle bereitgesteilt. Diese Informationen lassen sich über Internet und damit auch über einen drahtlosen mobilen Internetzugang aus dem fahrenden Fahrzeug von den dafür bereitgestellten Servern abrufen. In diesem Falle wird die Information von jedem teilnehmenden Empfänger z.B. über GPRS individuell zu beliebig wählbaren Zeitpunkten abgerufen. Da diese Funktion mit verfügbaren Mobiltelefonen ohne technischen Zusatzaufwand bereits erfüllt werden kann, erscheint dieser Weg zunächst kostengünstig und einfache. Aufgrund der individuell von jedem Fahrzeug und bei jeder Anfrage aufzubauenden Datenverbindung ist dies jedoch recht aufwendig und damit auf Dauer sehr kostenintensiv.

[0024] Im Gegensatz zur Punkt-zu-Punkt-Verbindung baut die Rundfunkübertragung typischerweise von einem Sendepunkt unidirektionale Verbindungen parallel zu vielen Empfangspunkten auf. Eine typische Rundfunkübertragung ist die des Hörfunks, welche ein Programm an eine große Zahl von Zuhörern überträgt. Eine weitere typische Eigenschaft der Rundfunkverbindung besteht darin, dass die Übertragung unidirektional von einem Sender zu vielen Empfängern erfolgt.

[0025] Eine spezielle Art der Rundfunkübertragung ist das unidirektionale Cell Broadcasting in Mobilfunkzellen. Auch hier werden Informationen von einem Sender an viele Empfänger übertragen. Es unterscheidet sich von bidirektionalen Punkt- zu Punkt Datenverbindungen über Mobilfunk, die meist auch zu wesentlich höheren Kosten führen.

[0026] Die Erfindung basiert indes auf den Empfang von über den Hörrundfunk übertragenen Verkehrsinformationen.

[0027] Unter Verkehrsinformationen werden hier auch nur Informationen über die Verkehrslage und damit über die zu erwartende Fahrgeschwindigkeit auf definierten Streckenabschnitten verstanden. Diese unterscheiden sich elementar von Routeninformationen, welche unter Berücksichtigung der Verkehrslage erstellt werden. Routeninformationen mit Berücksichtigung der Verkehrslage beschreiben ausgewählte Fahrtrouten, die nach aktuellem Informationsstand einen relativ günstigen Verkehrsfluss erwarten lassen.

[0028] Aktuell empfängt das Empfangselement bevorzugt TMC-kodierte Rundfunksignale:

Hierfür bietet sich die Nutzung von UKW (FM)-Trägersignalen an, die das analoge Radioprogramm und zusätzlich Daten über das RDS (Radio Data System) übertragen. Eine Teilmenge dieser über RDS übertragenen Daten kodiert mit Hilfe des TMC (Traffic Message Channel)-Verfahrens Verkehrsinformationen in einer sehr kompakten Form. Zur Dekodierung sind spezielle Empfänger erforderlich. Für den Empfang und die Dekodierung z.B. des Traffic Message Channels (TMC) wird ein Empfangselement aus einen Empfänger für FM-Signale und einem Decoder für RDS (Fig. 2) verwendet. Die weitere Dekodierung geschieht durch Herausfiltern der gewünschten Datenpakete, z.B. der Verkehrsinformationen. In dieser Phase liegen die Verkehrsnachrichten in einer sehr kompakten Form vor. Um den Übertragungsaufwand in den Computer zu begrenzen, ist es sinnvoll, die Daten in Form dieses TMC-Rohdatenstroms in den Computer für die weitere Auswertung zu transferieren. Durch Kombination mit Referenzlisten für die geografische Zuordnung (Locationliste) und die Zuordnung von Ereignissen (Eventliste) wird der Inhalt der Nachrichten ausgewertet. Da Location- und Eventliste im Laufe der Zeit Aktualisierungen unterliegen, empfiehlt sich die Ablage dieser Listen in wiederbeschreibbarem Speicher, den z.B. der Computer zur Verfügung stellt.



[0029] Für die Kodierung können außer RDS (nach DIN EN 62106) in Kombination mit TMC (nach ISO 14819-1-3) auch TPEG (z.B. nach CEN ISO TS 18234 ff und ISO TS 24530 ff / www.tpeg.org) oder ein anderes Verfahren verwendet werden.

[0030] Die aktuell nach dem TMC-Verfahren erfolgende Kodierung soll in Zukunft durch die TPEG-Kodierung abgelöst werden, die bestimmte Grenzen des TMC-Verfahrens beseitigt. Ebensc ist auch zu erwarten, dass die analoge Rundfunkübertragung als Träger durch volldigitale Übertragung, z.B. das DAB-oder auch das DVB-T Verfahren abgelöst werden.

[0031] Das analoge FM-Rundfunksignal wird üblicherweise im Frequenzbereich zwischen 70 und 120 MHz übertragen.

[0032] Die Übertragung über Mobilfunkzellen wird mit Frequenzen um 900 MHz, 1800 MHz oder über 2000 MHz realisiert. Digitales Radio (DAB) liegt z.B. in den Bereichen 174 MHz bis 230 MHz und 1450 MHz bis 1470 MHz. Das Empfangselement muss für diese Frequenzbereiche entsprechend ausgelegt sein.

[0033] Geografische Koordinaten lassen sich z.B. über Positionsinformationsempfänger ermitteln, die Satellitensysteme wie GPS (Global Positioning System), Galileo oder Glonass nutzen. Positionsempfänger sind aktuell meist als Empfänger für das GPS-System ausgebildet. Übliche Geräte verfügen über eine serielle Schnittstelle für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen.

[0034] Es lassen sich auch Positionsinformationsempfänger einsetzen, die anstelle von Satelliten die Signale terrestrischer Referenzsender auswerten. Dies geschieht z.B. durch die Bestimmung der Entfernung zu Mobilfunk-Sendestationen aus der Signallaufzeit und Referenzierung der bekannten geographische Koordinaten der jeweiligen Sendestation. Die hierfür verwendeten Positionsbestimmungsempfänger sind aktuell noch ungenauer als die satellitenbasierten Ausführungen.

[0035] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Empfangseinheit mindestens ein Empfangselement für Beschleunigungsinformationen, das an die computerinterne Schnittstelle gekoppelt ist, und keine von außen zugängliche Daten-Schnittstelle des Computers belegt. Für Situationen, in denen der Empfang eines Empfangselements für Positionsinformationen unterbrochen ist, bietet die Erfassung und Verarbeitung der mit dem Fahrzeug durchgeführten Beschleunigung eine Möglichkeit, Positionsveränderungen rechnerisch zu ermitteln. Hierzu werden die mit einem Beschleunigungssensor erfassten Bewegungsänderungen, ausgehend vom letzten bekannten Bewegungsvektor, mit der aktuell abzufahrenden Wegstrecke verrechnet und hieraus auf die Fahrzeugposition geschlossen.

[0036] Es wird hierzu die gemessene Beschleunigung über der Zeit integriert. Hieraus ergibt sich die Geschwindigkeitsänderung über der gleichen Zeit in Richtung der Beschleunigung. Die Fahrzeuggeschwindigkeit wiederum ergibt sich aus der Geschwindigkeit zu Beginn der Integration und der errechneten Geschwindigkeitsänderung. Eine Änderung der Position wiederum lässt sich errechnen aus der Ursprungsposition zu Beginn der Messung und dem Integral der Geschwindigkeit über der Zeit. Solange sich das Fahrzeug auf einer vorgegebenen Route befindet, kann von einer Positionsänderung entlang dieser Route ausgegangen werden.

[0037] Zur Kompensation der Einflüsse von Fahrzeugneigung oder Steigung der Fahrtstrecke lassen sich wiederum Beschleunigungswerte in mehrere Achsenrichtungen bzw. Änderungen der Winkelgeschwindigkeit um mehrere Achsen messen und in die Rechnung einbeziehen. Durch Berücksichtigung der Schwerkraftkomponente wird hiermit die Beschleunigung in Fahrtrichtung exakter bestimmt.

[0038] Der Einsatz der beschriebenen Ausführungsformen ermöglicht die zuverlässige Durchführung einer verkehrslageabhängigen Navigation sowie eine verkehrslageabhängige Kalkulation der optimalen Abfahrtszeit in mobilen Computern. Dies bietet eine deutliche Erhöhung des Nutzungskomforts für den Anwender.

[0039] Weitere Vorteile und Wirkungen ergeben sich aus den Unteransprüche sowie der nachfolgenden Beschreibung der Figuren 1 a, 1 b und 2:

[0040] Nachfolgend wird ein erfindungsgemäßer, für den mobilen Einsatz bestimmter, portable Computer beschrieben, der ein Nachrüsten von Empfangseinheiten erspart und gleichzeitig die Vorteile der einfachen Portabilität mitbringt. Der Computer (5) wird von vornherein so ausgelegt, dass er die Belange eines mobilen Kleincomputers mit Verwaltung persönlicher Daten ebenso erfüllt sowie die Anforderungen zur Navigation von Straßenfahrzeugen. Hierzu wird der Computer (5) folgendermaßen ausgeprägt:
  • Der Computer (5) sollte etwa die Größe haben, dass er in einer Hemdtasche unterzubringen ist. Dadurch wird er einerseits portabler, er schränkt aber auch den Sichtbereich im Fahrzeug nur beschränkt ein
  • Der Computer (5) sollte mit einer kleinen Halterung im Armaturenbereich von Fahrzeugen anzubringen, aber auch ohne Werkzeug wieder lösbar sein, sodass er auch z.B. für den Einsatz in verschiedenen Fahrzeugen zur Verfügung steht
  • geringes Gewicht, d.h. maximal ca. 200 bis 300g. Ein höheres Gewicht schränkt die Portabilität ein und erschwert die Befestigung am Armaturenbrett. Große, schwere oder unzureichend befestigte Geräte stellen überdies eine Gefährdung im Fahrzeug bei Unfällen oder kritischen Situationen dar.
  • Ein Farbbildschirm (46), der auch eine Kartendarstellung ermöglicht, erlaubt z.B die optische Darstellung von Verkehrsbehinderungen und Ausweichrouten
  • Fest in den Computer (5) eingebauten Solid-State-Speicher (47) von mindestens 3 MByte, der ohne mechanisch bewegliche Teile und ohne Spannungszufuhr den Speicherinhalt bewahrt, ermöglicht einen schnellen Systemstart sowie sicheren Betrieb unter allen im Fahrzeug zu erwartenden Temperaturbedingungen
  • Mindestens ein Steckplatz für Speichererweiterungen, die auch ohne Stromzufuhr den Speicherinhalt bewahren (FLASH Memory), ermöglicht die Ablage und den schnellen Austausch der für die Navigation erforderlichen Kartendaten
  • Eine Datenschnittstelle dient alternativ zum Laden neuer Kartendaten in den Computer
  • Ein eingebauter Akkumulator oder eine andere mobile Stromversorgung (45) erlauben es dem Benutzer, das Gerät auch außerhalb des Fahrzeugs zu benutzen, um z.B. in Ruhe zu Hause oder am Arbeitsplatz Routenplanungen vorzunehmen oder sich an die rechtzeitige Abfahrt durch einen Alarm erinnern zu lassen


[0041] Zusätzliche Vorteile ergeben sich, wenn der Computer (5) noch folgende Eigenschaften aufweist:
  • Bedienbarkeit über einen berührungsempfindlichen Bildschirm ermöglicht eine sehr schnelle Bedienung auch komplexer Menüstrukturen für den Programmablauf
  • Eine Sende- und Empfangseinheit für Mobilfunk erlaubt es, mit dem Gerät auch zu telefonieren. Der Wählvorgang erfolgt dabei über einen berührungsempfindlichen Bildschirm oder über Tasten oder durch Sprachsignale
  • Festinstallierte Softwareprogramme für persönliche Aufgaben-, Termin- und Emailverwaltung erlauben zum Beispiel die Nutzung des persönlichen Adressbestandes für die schnelle Eingabe der Fahrtziele. Die Abfahrttermine lassen sich in den Terminkalender integrieren und die Alarme für den rechtzeitigen Fahrtbeginn abhängig von Fahrtroute und Verkehrslage auslösen
  • Erweiterungssteckplätze für Speichererweiterungen, deren Interface auch die Aufnahme von Einsteckkarten für andere Funktionen erlaubt, ermöglichen den Anschluss zusätzlicher Ein-/Ausgabegeräte mit Empfangselementen (2, 24, 48).


[0042] In das Gehäuse des Computers (5) ist eine Empfangseinheit (1) integriert. Dies ist vorgesehen für Empfangselemente (2) für Verkehrsinformationen in Kombinationen desselben mit Empfangselenenten für Position (24) oder Position (24) und Beschleunigung (48).

[0043] Im Empfangselement (2) wird über einen Rundfunkempfänger (34) das Rundfunksignal einer Antenne (28) empfangen (Fig. 2). Mit einem Dekoder (35) werden die digitalen Verkehrsinformationen gewonnen und über eine digitale Schnittstelle (37) an eine Schnittstelle (50), die als computerinterne und von außen nicht zugängliche Schnittstelle ausgebildet ist, weitergeleitet.
Durch die Ausbildung als computerinterne Schnittstelle wird diese wesentlich einfacher gestaltet als dies bei externen Schnittstellen möglich ist. Es werden keine Steckkontakte benötigt, der Anwender braucht sich um die Ankopplung nicht zu kümmern, die Anordnung nimmt weniger Platz ein und es wird keiner der knappen Steckplätze belegt. Letztlich wird auch die Zahl möglicher Fehlerquellen bei der Anwendung und Produktion reduziert. Es ist möglich, die Empfangselemente (2, 24, 48) sehr weit in das Gehäuse des Computers (5) zu integrieren. Die Empfangselemente können scgar in die Hauptplatine des Computers (5) integriert werden.

[0044] Eine besonders kompakte Bauform wird dadurch erreicht, dass die Empfangsantenne (26) für Positionsinformationen (24) direkt in das Gehäuse des Computers (5) integriert ist.

[0045] Fig. la und b zeigen, dass die Empfangseinheit (1) mit einem Computer (5) in einer Einheit zusammengefasst ist, wobei hierfür die Empfangseinheit keinen freien Steckplatz und keine von außen zugängliche Schnittstelle des Computers (5) belegt. Der Computer (5) besteht in dieser Ausführungsform mindestens aus einen Prozessor (8), einem Speicher (6) und einem Bedien-Interface (22). Vorteile ergeben sich dadurch, dass außer einem Antennenanschluss keine weiteren Kabel erforderlich sind. Es wird in diesem Fall das Empfangselement (2) mit dem Antennenanschluss (28) in das Gehäuse, das den Computer (5) beinhaltet und der mit den weiter oben definierten Mobilitätseigenschaften (Gewicht, Größe, Schnittstellen, mobile Stromversorgung etc.) ausgestattet wird, integriert. Die Kopplung an den Prozessor (8) geschieht über eine Schnittstelle (37) der Empfangseinheit und eine computerinterne Schnittstelle (50) des Computers (5), wobei die Kopplung nicht ohne Werkzeug lösbar ausgelegt sein sollte. Hierfür ist z.B. die Ausführung als I2C - Schnittstelle geeignet. Die Erfindung sieht vor, dass weitere von außen zugängliche Schnittstellen (7) und (15) oder ein Steckplatz für Speichererweiterungen (38) am Computer (5) nicht durch die Schnittstelle (37) des Empfangselements (2) belegt werden.

[0046] Das Empfangselement (2) für Verkehrsinformationen ist für analogen Rundfunk ausgelegt. Es enthält, wie in Fig. 2 dargestellt, einen FM-Empfänger (34), als Tuner bezeichnet, und einen RDS-Decoder (35).

[0047] Positionsinformationsempfänger (24), insbesondere in Form von GPS-Empfängern, sind oft so aufgebaut, dass sie alle Rechenoperationen, die nötig sind, um aus empfangenen Satellitensignalen des Global Positioning Systems die aktuellen Längen-, Breiten- und Höhenkoordinaten zu errechnen, selbsttätig ausführen und mit einem standardisierten Protokoll an den empfangenden Computer (5) weiterleiten.

[0048] Bei Ausstattung mit einem Empfangselement (48) wird auch dieses über Schnittstelle (37) und (36) mit dem Computer (5) verbunden. Bei Ausführung des Mobilcomputers (5) mit direkt innerhalb des Computers integriertem Empfangselement (48) wird dieses über die computerinterne Schnittstelle (50) angeschlossen. Dieser Sensor kann z.B. im Falle des Empfangselements (48) ein Beschleunigungssensor sein, der Beschleunigungen in translatorischer oder rotatorischer Form für eine oder mehrere Achsen erfasst. In diesem Fall werden die Daten ausgewertet, um die Positionserfassung des Positionserfassungsempfängers zu unterstützen, z.B. wenn dieser keinen Empfang hat.

[0049] Es werden dazu die Fahrtrichtungs- und Geschwindigkeitsänderungen erfasst und an den Computer (5) weitergeleitet, der damit in die Lage versetzt wird, Lageänderungen aus den letzten bekannten Koordinaten und dem letzten bekannten Geschwindigkeitsvektor durch Berücksichtigung der translatorischen oder rotatorischen Beschleunigungswerte zu errechnen.

[0050] Um zu verhindern, dass die beschriebenen Vorrichtungen in einer vom Hersteller nicht autorisierten Form zum Einsatz kommen, ist eine Schutzvorrichtung vorgesehen. Dazu müssen vor Aufnahme der Datenkommunikation Schlüsselkombinationen abgefragt werden, die als Daten in den Computer (5) fest und unveränderlich bei der Herstellung eingebracht worden sind. Erst nach Feststellung, dass es sich um autorisierte Schlüsselkombinationen handelt, wird die Kommunikation freigeschaltet. Die Autorisierung der Schlüsselkombinationen geschieht z.B. durch Registrierung und Generierung eines Freischaltschlüssels beim Hersteller, der nur in Kombination mit den bei der Herstellung eingeprägten Schlüsselkombinationen eine Verbindungsaufnahme ermöglicht.

[0051] Die Empfangseinheit (1) mit Empfangselementen (2) für Verkehrsinformationen ermöglichen ein Verfahren zur Kombination der für die Fahrzeugnavigation erforderlichen Positionsdaten mit Verkehrsinformationen. Hierdurch lässt sich eine Verbesserung der Navigation erreichen, indem die Verkehrslage und damit die Begrenzung der Fahrgeschwindigkeit auf bestimmten Routen oder gar Sperrung bestimmter Routen in die Streckenplanung einbezogen wird.

[0052] Das folgend beschriebene Vorgehen führt zu einer Optimierung der Fahrtroute unter Berücksichtigung der Verkehrslage. Hierzu wird zunächst die günstigste Fahrtroute berechnet und mit den Verkehrsinformationen geprüft, ob Verkehrsstörungen auf der ermittelten Route bestehen. Sind hier Störungen vorhanden, wird eine den gemeldeten Verkehrsstörungen zuzurechnende verminderte Fahrgeschwindigkeit für die gestörten Bereiche angesetzt. Hiermit wird nun eine neue Route berechnet und wieder überprüft, ob Verkehrsstörungen auf der neu berechneten Route liegen, bis keine Verbesserung der Routenführung mehr erreichbar ist. Alternativ zu diesem iterativen Vorgehen können auch schon im ersten Rechenschritt die Verkehrsstörungen aller in Frage kommenden Routen berücksichtigt werden. Dieses Vergehen ist speicherintensiver als das zuvor beschriebene.

[0053] Ein weiteres verfahren eröffnet bei der Anwendung kleiner portabler Computer (5) für Navigation bei Vorhandensein von Verkehrsinformationen die Möglichkeit - ausgehend von der zurückzulegenden Strecke und dem Wunsch-Zeitpunkt, zu dem die Strecke zurückgelegt sein soll - den optimalen Abfahrtzeitpunkt zu ermitteln. Hierzu kann auch eine Vorlaufzeit addiert werden. Dies ermöglicht die Ermittlung eines angemessenen Alarmzeitpunkts, zu dem der Computer (5), der sich zu diesem Zeitpunkt nicht im Fahrzeug befinden muss, ein Signal gibt, das an den anstehenden Start der Fahrt erinnert. Die für die Berechnung genutzten Verkehrsinformationen werden über ein Empfangselement (2) empfangen. Vorteilhaft ist, dass der Computer (5) so leicht transportabel ist, dass der Anwender ihn aus dem Fahrzeug mitnehmen kann, sodass er die Alarmmeldung auch registriert, wenn er sich nicht im Fahrzeug befindet.

[0054] Alternativ kann das Alarmsignal von der Empfangseinheit (1) auch als Kurznachricht mit einer gekoppelten Mobilfunksendeeinheit an ein Mobiltelefon des Anwenders gesendet werden, sodass dieser an den Fahrtantritt erinnert wird, sobald dieser aufgrund geplanter Fahrtstrecke und Verkehrslage sinnvoll ist. In diesem Fall können Computer (5) und Empfangseinheit (1) im Fahrzeug verbleiben.

[0055] Neben den Vorteilen der einzelnen Problemlösungen ergeben sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen durch Kombination der beschriebenen Erfindungselemente.


Ansprüche

1. Für den mobilen Einsatz konzipierter, portabler Computer (5) für Navigationsaufgaben mit einem Gehäuse, wobei der portable Computer

1.1 mindestens einen Prozessor (8), mindestens eine Speichereinheit (6) und mindestens ein Benutzerinterface (22) enthält,

1.2 wenigstens eine von außen zugängliche Daten-Schnittstelle (15) enthalt

1.3 über eine im Gehäuse befindliche Spannungsversorgung (45) temporär auch ohne externe Spannungsversorgung betreibbar ist,

1.4 einen eingebauten, für Kartendarstellung geeigneten Bildschirm (46) als Benutzerinterface (22) aufweist, der Farbdarstellungen ermöglicht,

1.5 einen fest eingebauten Solid-State-Speicher (47) von mindestens 3 MByte enthält, der ohne mechanisch bewegliche Teile Daten speichert und ohne Spannungszufuhr den Speicherinhalt bewahrt sowie

1.6 nach Entfernung aller ohne Werkzeug lösbaren und für den bestimmungsgemäßen Betrieb nicht erforderlichen Teile weniger als 300 Gramm wiegt,
wobei

1.7 der Computer (5) eine prozessorgesteuerte Empfangseinheit (1) für Navigationsdaten aufweist,

1.8 die Empfangseinheit (1) mindestens ein Empfangselement (2) für Verkehrsinformationen und mindestens ein Empfangselement (24) für Positionsinformationen umfasst,

1.9 wobei das Empfangselement (2) für verkehrsinformationen für den Empfang von über den Hörrundfunk unidirektional übertragenen Verkehrsinformationen eingerichtet ist,

1.10 das Empfangselement (2) für Verkehrsinformationen einen Rundfunkempfänger (34) zum Empfang von analogen Rundfunksignalen sowie von über die analogen Rundfunksignale übertragenen Verkehrsinformationen, einen Dekoder (35), der für die Dekodierung von Daten des Radio-Data-Systems (RDS) eingerichtet ist, zur Gewinnung der digital kodierten Verkehrsinformationen und eine digitale Schnittstelle (37) zur Weiterleitung der digital kodierten Verkehrsinformationen an eine computerinterne Schnittstelle (50) aufweist,

1.11 das Empfangselement (2) für Verkehrsinformationen an die computerinterne Schnittstelle (50) gekoppelt ist und

1.12 die Empfangseinheit (1) in das Gehäuse des Computers (5) integriert ist,

1.13 das Empfangselement (2) für Verkehrsinformationen mit einem Antennenanschluss (28) in das Gehäuse des Computers (5) integriert ist, wobei außer einem Antennenanschluss keine weiteren Kabel erforderlich sind,

1.14 eine Empfangsantenne für Positionsinformationen (24) in das Gehäuse des Computers (5) integriert ist.


 
2. Für den mobilen Einsatz konzipierter, portabler Computer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfangseinheit (1) mindestens ein Empfangselement (48) für Beschleunigungsinformationen umfasst, das an die computerinterne Schnittstelle (50) gekoppelt ist, und keine von außen zugängliche Daten-Schnittstelle (15) des Computers belegt.
 
3. Für den mobilen Einsatz konzipierter, portabler Computer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Empfangselement (48) für Beschleunigungsinformationen einen Beschleunigungssensor aufweist.
 
4. Für den mobilen Einsatz konzipierter, portabler Computer nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Empfangselement für Beschleunigungsinformationen (48) Geschwindigkeitsänderungen in mindestens einer Achsenrichtung und/oder Winkelgeschwindigkeitsänderungen um mindestens eine Achse erfasst.
 
5. Für den mobilen Einsatz konzipierter, portabler Computer nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu den Empfangselementen (2,24,48) für Verkehrsinformationen, für Positionsinformationen und Beschleunigungsinformationen ein Empfangselement (49) in der Empfangseinheit (1) enthalten ist, das weitere Informationen erfasst.
 
6. Für den mobilen Einsatz konzipierter, portabler Computer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Computer (5) speicherresistente Softwareprogramme zur persönlichen Aufgaben-, Termin- und Emailverwaltung enthält.
 
7. Für den mobilen Einsatz konzipierter, portabler Computer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Computer (5) eine Wähleinrichtung sowie eine Sende-Empfangseinheit für Mobilfunk enthält.
 
8. Für den mobilen Einsatz konzipierter, portabler Computer nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Computer (5) im Armaturenbereich von Kraftfahrzeugen mit einer Halterung installierbar und ohne Werkzeuganwendung lösbar befestigbar ist.
 
9. Für den mobilen Einsatz konzipierter, portabler Computer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Solid-State-Speicher (47) ein Flash-Memory ist.
 
10. Für den mobilen Einsatz konzipierter, portabler Computer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Empfangselement (24) für Positionsinformationen als satellitenbasierter Positionsinformationsempfänger ausgestaltet ist.
 
11. Für den mobilen Einsatz konzipierter, portabler Computer nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Empfangselement (24) für Positionsinformationen als Positionsinformationsempfänger für Signale terrestrischer Referenzsender ausgestaltet ist.
 
12. Für den mobilen Einsatz konzipierter, portabler Computer nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Computer einen Signalgeber aufweist, der an den anstehenden Start einer Fahrt unter Berücksichtigung von Verkehrsinformationen, der zurückzulegenden Strecke und dem gewünschten Zeitpunkt, zu dem die Strecke zurückgelegt sein soll, erinnert.
 
13. Für den mobilen Einsatz konzipierter, portabler Computer nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Empfangselement (2) TMC-kodierte Rundfunksignale empfängt.
 


Claims

1. Portable computer (5) for navigation tasks, designed for mobile use, comprising a housing, wherein the portable computer

1.1 includes at least one processor (8), at least one memory unit (6) and at least one user interface (22),

1.2 at least one data interface (15) which is accessible from outside,

1.3 said portable computer can also be operated temporarily without an external power supply by means of a power supply (45) located in the housing,

1.4 said portable computer has a built-in screen (46) as a user interface (22), which is suitable for displaying maps, which allows colour displays,

1.5 said portable computer includes a fixedly built-in solid-state memory (47) of at least 3 MByte which stores data without mechanically movable parts and retains the memory content when no power is supplied, and

1.6 after removing all parts which can be released without tools and which are not required for operation as intended weighs less than 300 gram,
wherein

1.7 the computer (5) comprises a processor-controlled reception unit (1) for navigation data,

1.8 the reception unit (1) comprises at least one reception element (2) for traffic information and at least one reception element (24) for position information,

1.9 wherein the reception element (2) for traffic information is adapted for the reception of traffic information transmitted unidirectionally via radio broadcasting,

1.10 the reception element (2) for traffic information comprises a radio receiver (34) for reception of analogue radio signals and traffic information transmitted via the analogue radio signals, a decoder (35) which is adapted for decoding data of the radio data system (RDS) for obtaining the digitally encoded traffic information and a digital interface (37) for relaying the digitally encoded traffic information to a computer-internal interface (50),

1.11 the reception element (2) for traffic information is coupled to the computer-internal interface (50), and

1.12 the reception unit (1) is integrated in the housing of the computer (5),

1.13 the reception element (2) for traffic information with an antenna connection (28) is integrated in the housing of the computer (5), wherein no further cables are required apart from an antenna connection,

1.14 a reception antenna for position information (24) is integrated in the housing of the computer (5).


 
2. Portable computer designed for mobile use according to claim 1, characterized in that the reception unit (1) comprises at least one reception element (48) for acceleration information which is coupled to the computer-internal interface (50) and does not use any data interface (15) of the computer which is accessible from outside.
 
3. Portable computer designed for mobile use according to claim 2, characterized in that the reception element (48) for acceleration information comprises an acceleration sensor.
 
4. Portable computer designed for mobile use according to claim 2 or 3, characterized in that the reception element for acceleration information (48) detects speed changes in at least one axial direction and/or angular velocity changes about at least one axis.
 
5. Portable computer designed for mobile use according to any one of claims 2 to 4, characterized in that in addition to the reception elements (2, 24, 48) for traffic information, for position information and acceleration information, a reception element (49) which detects further information is contained in the reception unit (1).
 
6. Portable computer designed for mobile use according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the computer (5) includes memory-resistant software programs for personal task, appointment and email management.
 
7. Portable computer designed for mobile use according to any one of claims 1 to 6, characterized in that the computer (5) includes a selector device and a transceiver unit for mobile radio.
 
8. Portable computer designed for mobile use according to any one of claims 1 to 7, characterized in that the computer (5) can be installed in the dashboard area of motor vehicles with a bracket and can be fastened detachably without using tools.
 
9. Portable computer designed for mobile use according to any one of claims 1 to 8, characterized in that the solid-state memory (47) is a flash memory.
 
10. Portable computer designed for mobile use according to any one of claims 1 to 9, characterized in that the reception element (24) for position information is configured as a satellite-based position information receiver.
 
11. Portable computer designed for mobile use according to any one of claims 1 to 10, characterized in that the reception element (24) for position information is configured as a position information receiver for signals of terrestrial reference transmitters.
 
12. Portable computer designed for mobile use according to any one of claims 1 to 11, characterized in that the computer has a signal generator which indicates the impending start of a journey taking into account traffic information, the distance to be covered and the desired time at which the distance should be covered.
 
13. Portable computer designed for mobile use according to any one of claims 1 to 12, characterized in that the reception element (2) receives TMC-encoded radio signals.
 


Revendications

1. Ordinateur (5) portable conçu pour une utilisation mobile pour des tâches de navigation, avec un boîtier, l'ordinateur portable

1.1. contenant au moins un processeur (8), au moins une unité de mémoire (6) et au moins une interface utilisateur (22),

1.2 contenant au moins une interface de données (15) accessible par l'extérieur,

1.3 étant exploitable temporairement également sans alimentation électrique extérieure, par l'intermédiaire d'une alimentation électrique (45) située dans le boîtier,

1.4 comportant en tant qu'interface utilisateur (22) un écran (46) intégré, adapté à la reproduction de cartes qui permet des représentations en couleurs,

1.5 contenant une mémoire Solid-State (47) fixement intégrée d'au moins 3 mégaoctets qui mémorise des données sans pièces mécaniquement mobiles et qui conserve le contenu de la mémoire sans apport d'électricité et

1.6 après retrait de toutes les pièces amovibles sans outil et non requises pour une exploitation selon la vocation pesant moins de 300 grammes,

1.7 l'ordinateur (5) comportant une unité de réception (1) de données de navigation commandée par processeur,

1.8 l'unité de réception (1) comprenant au moins un élément récepteur (2) d'informations de trafic et au moins un élément récepteur (24) d'informations de position,

1.9 l'élément récepteur (2) d'informations de trafic étant installé pour réceptionner des informations de trafic transmises de manière unidirectionnelle par la radio,

1.10 l'élément récepteur (2) d'informations de trafic comportant un récepteur radio (34) pour réceptionner des signaux radio analogiques ainsi que des informations de trafic transmises par l'intermédiaire des signaux radio analogiques, un décodeur (35) qui est installé pour décoder des données du Radio-Data-System (RDS), pour obtenir les informations de trafic codées numérique et une interface numérique (37) pour retransmettre les informations de trafic codées numérique à une interface (50) interne à l'ordinateur,

1.11 l'élément récepteur (2) d'informations de trafic étant couplé à l'interface (50) interne de l'ordinateur et

1.12 l'unité réceptrice (1) étant intégrée dans le boîtier de l'ordinateur (5),

1.13 l'élément récepteur (2) d'informations de trafic étant intégré dans le boîtier de l'ordinateur (5) avec un raccordement d'antenne (28), aucun autre câble n'étant nécessaire, à l'exception du raccordement d'antenne,

1.14 une antenne réceptrice d'information de position (24) étant intégrée dans le boîtier de l'ordinateur (5).


 
2. Ordinateur portable conçu pour une utilisation mobile selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité réceptrice (1) comprend au moins un élément récepteur (48) d'informations d'accélération qui est couplé à l'interface (50) interne de l'ordinateur et qui n'occupe aucune interface de données (15) accessible par l'extérieur de l'ordinateur.
 
3. Ordinateur portable conçu pour une utilisation mobile selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'élément récepteur (48) d'informations d'accélération comporte un capteur d'accélération.
 
4. Ordinateur portable conçu pour une utilisation mobile selon la revendication 2 ou la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément récepteur d'informations d'accélération (48) détecte des modifications de la vitesse dans au moins une direction d'essieu et/ou des modifications de la vitesse angulaire autour d'au moins un essieu.
 
5. Ordinateur portable conçu pour une utilisation mobile selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, caractérisé en ce qu'en supplément des éléments récepteurs (2, 24, 48) d'informations de trafic, d'informations de position et d'informations d'accélération, un élément récepteur (49) détectant des informations supplémentaires est contenu dans l'unité réceptrice (1).
 
6. Ordinateur portable conçu pour une utilisation mobile selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'ordinateur (5) contient des programmes logiciels à mémoire résidente pour la gestion de tâches, de rendez-vous et de courriels.
 
7. Ordinateur portable conçu pour une utilisation mobile selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'ordinateur (5) contient un dispositif de sélection, ainsi qu'une unité émettrice/réceptrice de téléphonie mobile.
 
8. Ordinateur portable conçu pour une utilisation mobile selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'ordinateur (5) peut s'installer avec une fixation dans la zone du tableau de bord de véhicules automobiles et se fixer de manière amovible sans utilisation d'un outil.
 
9. Ordinateur portable conçu pour une utilisation mobile selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la mémoire Solid-State (47) est une mémoire flash.
 
10. Ordinateur portable conçu pour une utilisation mobile selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'élément récepteur (24) d'informations de position est conçu en tant que récepteur par satellite d'informations de position.
 
11. Ordinateur portable conçu pour une utilisation mobile selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'élément récepteur (24) d'informations de position est conçu en tant que récepteur d'informations de position pour des signaux d'émetteurs terrestres de référence.
 
12. Ordinateur portable conçu pour une utilisation mobile selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que l'ordinateur comporte un transmetteur de signaux qui rappelle le démarrage imminent d'un voyage, sous considération d'informations de trafic, du trajet à parcourir et de l'heure souhaitée à laquelle le trajet doit être parcouru.
 
13. Ordinateur portable conçu pour une utilisation mobile selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que l'élément récepteur (2) réceptionne des signaux radio codés TMC.
 




Zeichnung











Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente