[0001] Die Erfindung betrifft eine Brauchwassererwärmungseinheit, welche vorgesehen ist
zur Verwendung in einer Heizungsanlage, mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmalen.
[0002] In einer Heizungsanlage muss üblicherweise auch Brauchwasser erwärmt werden. Hierzu
ist es bekannt, entweder Wasserspeicher vorzusehen, in welchen das Brauchwasser erwärmt
wird, oder aber Wärmetauscher zu verwenden, in denen das Brauchwasser nach Art eines
Durchlauferhitzers von einem Heizmedium erwärmt wird.
[0003] Eine Brauchwassererwärmungseinheit stellt dabei eine Baueinheit dar, in welche alle
wesentlichen Komponenten zur Erwärmung des Brauchwassers integriert sind und somit
als vormontierte Einheit geliefert und in die Heizungsanlage integriert bzw. eingebaut
werden kann.
[0004] Zur Steuerung der Brauchwassererwärmung ist es erforderlich, eine Brauchwasseranforderung,
d. h. die Öffnung einer Zapfstelle für erwärmtes Brauchwasser zu erfassen, um dann
die Brauchwassererwärmung mittels des Heizmediums in Betrieb zu setzen, beispielsweise
Heizmedium mittels einer Umwälzpumpe durch einen Wärmetauscher zu fördern.
[0005] Aus
DE 92 19 121 U1 ist es bekannt, ein Mengenmessgeröt in der Brauchwasserleitung anzuordnen, welches
eine Strömung in der Brouchwosserieitung erfasst. Dieses Dokument offenbart den Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0006] Im Falle, dass zusätzlich eine Zirkulation für das Brauchwasser vorgesehen ist, um
das Brauchwasser in den Brauchwasserleitungen eines Gebäudes auch bei Nichtnutzung
erwärmt zu halten, ist es jedoch schwierig, eine Brauchwasseranforderung von der durch
die Zirkulation hervorgerufenen Strömung zu unterscheiden.
[0007] Im Hinblick auf dieses Problem ist es Aufgabe der Erfindung, eine Brauchwassererwärmungseinheit
bereitzustellen, welche auch bei Verwendung einer Brauchwasserzirkulation eine Brauchwasseranforderung
zuverlässig erkennen kann.
[0008] Diese Aufgabe wird durch eine Brauchwassererwärmungseinheit mit den im Anspruch 1
angegebenen Merkmalen gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen,
der nachfolgenden Beschreibung sowie den beigefügten Figuren.
[0009] Bei der erfindungsgemäßen Brauchwassererwärmungseinheit handelt es sich, wie oben
beschrieben, um eine Baueinheit, welche zum Einbau in eine Heizungsanlage vorgesehen
ist, und in der Heizungsanlage die Erwärmung des Brauchwassers übernimmt. Dabei weist
die Brauchwassererwärmungseinheit zumindest einen Wärmetauscher als zentrales Bauteil
auf. Darüber hinaus weist die Brauchwassererwärmungseinheit als integrierte Baueinheit
vorzugsweise alle weiteren für die Erwärmung des Brauchwassers erforderlichen Elemente,
beispielsweise erforderliche Pumpen, Ventile, Anschlussteile bzw. Anschlussarmaturen,
Sensoren und/oder eine Steuereinrichtung bzw. Steuereinheit auf, um die Brauchwassererwärmung
zu steuern. Eine solche Brauchwassererwärmungseinheit kann als vormontierte Baueinheit
in eine Heizungsanlage integriert werden. Die Brauchwassererwärmungseinheit weist
dazu erforderliche Leitungsanschlüsse auf, um die Brauchwassererwärmungseinheit mit
einer Heizungsanlage bzw. den Rohren in einem Gebäude zu verbinden. Diese Leitungsanschlüsse
sind insbesondere ein Ein- und Ausgang für das Heizmedium, ein Ein- und Ausgang für
das zu erwärmende Brauchwasser und eine Zirkulationsleitung für die Brauchwasserzirkulation.
Darüber hinaus ist vorzugsweise ein elektrischer Anschluss für die Energieversorgung
und gegebenenfalls Schnittstellen zur Datenkommunikation mit externen Anlagen, beispielsweise
einer zentralen Anlagensteuerung und/oder einer Heizungssteuerung vorgesehen.
[0010] Der Wärmetauscher ist vorzugsweise als Plattenwärmetauscher ausgebildet. Ein solcher
Plattenwärmetauscher kann zum einem kostengünstig gefertigt werden und zum anderen
eigenstabil ausgebildet werden, sodass er ein tragendes Bauteil der Brauchwassererwärmungseinheit
bilden kann, an welchem weitere, vorzugsweise alle übrigen Komponenten befestigt sind.
So kann auf externe Tragstrukturen zum Befestigen der Bauteile der Brauchwassererwärmungseinheit
im Idealfall verzichtet werden.
[0011] Der zumindest eine Wärmetauscher weist einen ersten Strömungsweg für ein Heizmedium
auf, welcher gegebenenfalls über Anschlussarmaturen mit Leitungsanschlüssen zur Verbindung
mit dem Heizkreislauf oder einem Wärmespeicher versehen ist. Darüber hinaus ist ein
zweiter Strömungsweg für das zu erwärmende Brauchwasser vorgesehen. Die beiden Strömungswege
im Inneren des Wärmetauschers sind voneinander getrennt, sodass ein Wärmeübergang
zwischen beiden möglich ist. In einer Eingangsleitung zu dem zweiten Strömungsweg
ist ein Knotenpunkt vorgesehen, in welchen zwei Strömungskanäle münden, nämlich zum
einen eine Kaltwasserleitung und zum anderen eine Zirkulationsleitung für erwärmtes
Brauchwasser. D. h. zu erwärmendes Kaltwasser und zirkuliertes, schon erwärmtes Brauchwasser
werden in eine Eingangsleitung zu dem zweiten Strömungsweg des Wärmetauschers gespeist.
[0012] Darüber hinaus weist die Brauchwassererwärmungseinheit eine Steuereinheit auf, welche
zur Steuerung bzw. Regelung der Brauchwassererwärmung vorgesehen ist. Die Steuereinheit
steuert dabei insbesondere die Wärmezufuhr über das Heizmedium, beispielsweise durch
Steuerung einer Umwälzpumpe zur Zufuhr des Heizmediums. Die Steuereinheit ist zum
Erfassen einer Brauchwasseranforderung ausgebildet. D. h. die Steuereinheit kann erkennen,
wann an einer Zapfstelle erwärmtes Brauchwasser entnommen wird, um entsprechend die
Zufuhr von Heizmedium zum Erwärmen des Brauchwassers über den Wärmetauscher zu veranlassen.
[0013] Erfindungsgemäß ist die Steuereinheit zur Auswertung des Ausgangssignals eines Temperatursensors
ausgebildet, welcher in der Nähe des Knotenpunktes, jedoch beabstandet von diesem,
in der Kaltwasserleitung angeordnet ist. Mittels eines solchen Temperatursensors ist
es möglich, die Brauchwasseranforderung zu detektieren. Wenn durch die Kaltwasserleitung
kaltes Brauchwasser zuströmt, welches von dem Wärmetauscher erwärmt werden soll, wird
ein Temperatursensor in der Kaltwasserleitung die Temperatur des kalten zugeführten
Brauchwassers erfassen. Da der Temperatursensor jedoch in der Nähe des Knotenpunktes
angeordnet ist, an welchem die Zirkulationsleitung mündet, wird in dem Fall, dass
kein erwärmtes Brauchwasser anfordert wird und somit keine Strömung in der Kaltwasserleitung
herrscht, das in der Kaltwasserleitung stehende Wasser von dem zirkuliertem, bereits
erwärmten Brauchwasser, welches durch den Knotenpunkt strömt, aufgrund der räumlichen
Nähe erwärmt. Dies ist an dem Temperatursensor detektierbar. Wenn nun Brauchwasser
angefordert wird, tritt wiederum eine Strömung in der Kaltwasserleitung auf, sodass
kaltes Wasser einfließt und es dort zu einem von dem Temperatursensor erfassbaren
Temperaturabfall kommt. So ist es möglich mittels eines Temperatursensors die Brauchwasseranforderung
festzustellen, sodass für diesen Zweck auf einen Strömungssensor verzichtet werden
kann. So ist es auch bei Zirkulation des erwärmten Brauchwassers in den Brauchwasserleitungen
problemlos möglich, die Zirkulation von einem tatsächlichen Brauchwasserbedarf zu
unterscheiden.
[0014] Vorzugsweise ist der Temperatursensor vertikal oberhalb des Knotenpunktes angeordnet.
Dies begünstigt die Erwärmung bei nicht vorhandener Strömung in der Kaltwasserleitung,
da erwärmtes zirkuliertes Brauchwasser in die Kaltwasserleitung aufsteigen kann.
[0015] Der Temperatursensor ist an einer Position in der der Kaltwasserleitung angeordnet,
an welcher ein Einfluss der Temperatur in der Zirkulationsleitung auf die Temperatur
in der Kaltwasserleitung gegeben ist. D. h. der Abstand des Temperatursensors von
dem Knotenpunkt darf nicht zu groß gewählt werden. Der Temperatursensor muss so nah
an dem Knotenpunkt angeordnet werden, dass an der Stelle des Temperatursensors eine
Erwärmung des stehenden Wassers in der Kaltwasserleitung durch das an dem Knotenpunkt
einmündende zirkulierte, erwärmte Brauchwasser noch gegeben ist.
[0016] Die Steuereinheit ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass sie eine Brauchwasseranforderung
anhand einer von dem Temperatursensor erfassten Temperaturänderung, insbesondere eines
Temperaturverlaufs erkennt. D. h. es wird die Temperatur über der Zeit erfasst und
Änderungen bzw. der Temperaturverlauf über der Zeit ausgewertet. Anhand eines charakteristischen
Temperaturverlaufs, insbesondere eines Temperaturabfalls, kann die Brauchwasseranforderung
von der Steuereinheit erkannt werden. Wie oben beschrieben, erfasst der Temperatursensor
unterschiedliche Temperaturen, je nachdem, ob in der Kaltwasserleitung eine Strömung
vorliegt oder das Wasser dort steht und so von dem zirkulierten Brauchwasser erwärmt
werden kann. Aus diesen Temperaturänderungen erkennt die Steuereinheit den Brauchwasserbedarf,
wenn nämlich in der Kaltwasserleitung eine Strömung auftritt, welche zu einer Verringerung
der dort herrschenden Temperatur führt.
[0017] Besonders bevorzugt ist eine Umwälzpumpe vorgesehen, welche das Heizmedium durch
den Wärmetauscher fördert. Bei dieser Umwälzpumpe handelt es sich insbesondere um
eine drehzahlgeregelte Umwälzpumpe, sodass diese den Förderstrom des Heizmediums bedarfsgerecht
variieren kann, wobei die Drehzahl von der Steuereinheit abhängig vom Wärmebedarf
zur Erwärmung des Brauchwassers vorgegeben wird.
[0018] Darüber hinaus ist die Steuereinheit vorzugsweise zum Ein- und Ausschalten der Umwälzpumpe
in Abhängigkeit einer Brauchwasseranforderung ausgebildet. D. h. wenn die Steuereinheit
den Brauchwasserbedarf erkennt, d. h. eine Strömung in der Kaltwasserleitung, durch
welche Brauchwasser zugeführt wird, schaltet die Steuereinheit die Umwälzpumpe ein,
um Heizmedium dem Wärmetauscher zum Erwärmen des Brauchwasser zuzuführen. Die Strömung
in der Kaltwasserleitung wird, wie vorangehend beschrieben, mittels des dort angeordneten
Temperatursensors erkannt.
[0019] Besondern bevorzugt ist die Steuereinheit zumindest teilweise in die Steuerelektronik
der Umwälzpumpe integriert, wobei die Umwälzpumpe als ein die Steuerelektronik und
einen elektrischen Antriebsmotor aufweisendes Umwälzpumpenaggregat ausgebildet ist.
Die Steuerelektronik dient zur Steuerung bzw. Regelung des Antriebsmotors. Insbesondere
weist der Antriebsmotor bevorzugt eine Drehzahlregelung auf, sodass die Steuereinrichtung
über die Drehzahl des Antriebsmotors den Förderstrom der Umwälzpumpe steuern bzw.
regeln kann. Wenn die Steuereinheit zur Steuerung der Brauchwassererwärmung in die
Steuerelektronik des Umwälzpumpenaggregates integriert ist, wird die Montage und Inbetriebnahme
der Brauchwassererwärmungseinheit vereinfacht, da auf diese Weise das Herstellen einer
Verbindung von Steuereinheit und Umwälzpumpe entfällt. Es muss nur eine Verbindung
bzw. Kommunikation zwischen dem Umwälzpumpenaggregat mit der integrierten Steuereinheit
und den Sensoren hergestellt werden.
[0020] Bei dem Temperatursensor handelt es sich in einer besonderen Ausführungsform um einen
kombinierten Temperatur-Drucksensor und/oder einen Temperatur-Strömungssensor, welcher
neben der Temperatur einen Absolut- und/oder Differenzdruck bzw. eine Strömung in
der Kaltwasserleitung erfasst. Die Strömungsmessung kann als Vortex-Messung mittels
einer Obstruktion und einem Drucksensor erfolgen. Das Druck-oder Strömungssignal kann
für weitere Regelungs- oder Steuerungsfunktionen in der Brauchwassererwärmungseinheit
Verwendung finden.
[0021] Ausgangsseitig des zweiten Strömungsweges des Wärmetauschers, d. h. des Strömungsweges
für das Brauchwasser, ist weiter bevorzugt ein Temperatur- und/oder Durchflusssensor
angeordnet, dessen Ausgangssignale von der Steuereinheit erfasst werden, wobei die
Steuereinheit derart ausgestaltet ist, dass sie auf Grundlage dieser Ausgangssignale
den Bedarf an Heizmedium für die Brauchwassererwärmung bestimmt. Insbesondere kann
die Steuereinheit die erfasste Ausgangstemperatur des Brauchwassers am zweiten Strömungsweg
mit einer Solltemperatur vergleichen. Ein Unterschreiten der Solltemperatur bedeutet,
dass ein erhöhter Wärmebedarf gegeben ist. Aufgrund dieser Information kann die Steuereinheit
dann eine erhöhte Wärmezufuhr über das Heizmedium veranlassen, indem beispielsweise
der Förderstrom der das Heizmedium zuführenden Umwälzpumpe durch Erhöhung deren Drehzahl
vergrößert wird. Auch der Durchfluss in dem zweiten Strömungsweg für das Brauchwasser
stellt eine Kennzahl für den erforderlichen Wärmebedarf dar. Ein erhöhter Durchfluss
bedeutet einen erhöhten Wärmebedarf, sodass die Steuereinheit direkt die Zufuhr an
Heizmedium, insbesondere durch Steigerung der Drehzahl der das Heizmedium zuführenden
Umwälzpumpe, erhöhen kann.
[0022] So stellt die Steuereinheit vorzugsweise den Förderstrom der Umwälzpumpe in Abhängigkeit
des erfassten Bedarfs an Heizmedium ein. Dies ist besonders günstig dann möglich,
wenn die Steuereinheit direkt in die Steuerelektronik der Umwälzpumpe bzw. des Umwälzpumpenaggregates
integriert ist.
[0023] Weiter bevorzugt ist eingangseitig des ersten Strömungsweges des Wärmetauschers ein
Temperatursensor zum Erfassen der Temperatur des dem Wärmetauscher zugeführten Heizmediums
angeordnet. Diese Temperatur stellt eine weitere Kenngröße dar, auf deren Grundlage
die Steuereinrichtung den Förderstrom an Heizmedium durch Drehzahlregelung bzw. Steuerung
der das Heizmedium zuführenden Umwälzpumpe einstellen kann. Eine niedrigere Heizmediumtemperatur
erfordert einen höheren Volumenstrom. Schwankungen der Heizmediumtemperatur können
beispielsweise auftreten, wenn das Heizmedium von einer Solaranlage erwärmt wird oder
einem Wärmespeicher entnommen wird.
[0024] In der Zirkulationsleitung ist vorzugsweise eine Zirkulationspumpe angeordnet und
es ist eine Zirkulationssteuerung vorgesehen, welche derart ausgestaltet ist, dass
sie die Zirkulationspumpe zumindest unter Berücksichtigung der erfassten Temperatur
des Heizmediums ein- und ausschaltet. Dies ermöglicht es, bei einer zu geringen Temperatur
des zugeführten Heizmediums auf die Zirkulation zu verzichten. So kann die Zirkulationspumpe
von der Zirkulationssteuerung abgeschaltet werden, wenn die von dem Temperatursensor,
welcher eingangsseitig des ersten Strömungsweges des Wärmetauschers angeordnet ist,
erfasste Temperatur einen vorbestimmten Grenzwert unterschreitet. Dies ist insbesondere
dann sinnvoll, wenn die Brauchwassererwärmungseinheit in Verbindung mit einem Wärmespeicher,
welchem das Heizmedium entnommen wird, verwendet wird. Sollte die Temperatur im Wärmespeicher
zu gering sein, kann die Zirkulation durch Abschalten der Zirkulationspumpe ausgesetzt
werden, um ein weiteres Auskühlen des Wärmespeichers zu verhindern. Auch dies ist
insbesondere in Kombination mit Solaranlagen sinnvoll, sodass dort die Zirkulation
beispielsweise dann ausgesetzt werden kann, wenn eine zu geringe Sonneneinstrahlung
zur Erwärmung des Heizmediums gegeben ist.
[0025] Die Zirkulationsteuerung ist weiter bevorzugt zumindest teilweise in die Steuereinheit
zur Steuerung der Brauchwassererwärmung integriert, besonders bevorzugt kann sie vollständig
in diese integriert sein, wobei die Steuereinheit selber auch ganz oder teilweise
in die Steuerelektronik des Umwälzpumpenaggregates zur Förderung des Heizmediums integriert
sein kann. Alternativ wäre es auch denkbar, die Zirkulationssteuerung und die Steuereinheit
zur Steuerung der Brauchwassererwärmung jeweils ganz oder teilweise in die Steuerelektronik
der Zirkulationspumpe zu integrieren. Durch die Integration dieser Steuerungskomponenten
in die Steuerelektronik eines Umwälzpumpenaggregates wird die Zahl der zu installierenden
elektronischen Komponenten reduziert, wodurch sich Materialkosten und Montageaufwand
verringern. Die Zirkulationspumpe kann mit der Umwälzpumpe zur Förderung des Heizmediums
über eine geeignete Schnittstelle, insbesondere drahtlos, beispielsweise über Funk,
kommunizieren, sodass die Steuerelektronik der Umwälzpumpe für das Heizmedium auch
die Zirkulationspumpe steuern kann.
[0026] Zur Vereinfachung der Integration der Sensoren kann weiter bevorzugt ein Datenerfassungsmodul
vorgesehen sein, mit welchem der Temperatursensor und/oder die weiteren Sensoren,
wie beispielsweise der Temperatursensor eingangseitig des ersten Strömungsweges und
auch Druck- und Strömungssensoren verbunden sein können. Das Datenerfassungsmodul
weist hierzu geeignete Anschlüsse für die Sensoren auf, insbesondere Anschlussstecker
oder -klemmen, an welchen die Sensoren mittels Datenleitungen angeschlossen werden
können. Alternativ ist auch eine drahtlose Kommunikation zwischen dem Datenerfassungsmodul
und den Sensoren über geeignete Schnittstellen, insbesondere Funkschnittstellen denkbar.
Das Datenerfassungsmodul weist eine Ausgabeschnittstelle auf, an welcher es ein erfasstes
Sensorsignal bzw. erfasste Sensorsignale und/oder daraus abgeleitete Daten bereitstellt.
Die Steuereinheit weist ihrerseits eine Eingangsschnittstelle zur Übernahme von Signalen
oder Daten von der Ausgabeschnittstelle auf. So kann die Steuereinheit über ihre Eingangsschnittstelle
Signale oder Daten aus der Ausgangsschnittstelle des Datenerfassungsmoduls auslesen,
um auf deren Grundlagen die Brauchwassererwärmung und gegebenenfalls die Zirkulation
zu steuern bzw. zu regeln. Ein solches Datenerfassungsmodul hat den Vorteil, dass
die Sensoren nicht direkt mit der Steuereinheit verbunden werden müssen. Dies ist
insbesondere dann vorteilhaft, wenn die Steuereinheit in ein Pumpenaggregat integriert
ist, da so auch auf eine Vielzahl von Sensoranschlüssen auf relativ kleinem Bauraum
verzichtet werden kann. Auch wird die Abdichtung des Pumpenaggregates nach außen nicht
beeinträchtigt, da keine Anschlüsse für Sensoren vorgesehen werden müssten. Stattdessen
muss lediglich eine Schnittstelle zu dem Datenerfassungsmodul bereitgestellt werden.
Auch ist der Aus- und Einbau des Pumpenaggregates vereinfacht möglich, da dabei die
Anschlüsse der Sensoren nicht beeinträchtigt werden.
[0027] Besonders bevorzugt sind die Ausgabeschnittstelle und die Eingangsschnittstelle zur
drahtlosen Kommunikation, insbesondere per Funk ausgebildet. Auf diese Weise sind
überhaupt keine Anschlüsse zur Anbindung von Kabeln zur Kommunikation zwischen Steuereinheit
und Datenerfassungsmodul erforderlich, sodass beispielsweise, wenn die Steuereinheit
in eine Umwälzpumpe integriert ist, diese außer dem Anschluss für ein Netzkabel keine
weiteren Anschlüsse aufweisen muss. Dies verbessert die Abdichtung der Steuerelektronik
des Pumpenaggregates und vereinfacht die Montage des Pumpenaggregates.
[0028] Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft der beigefügten Figuren beschrieben.
In diesen zeigt:
- Fig. 1
- eine Gesamtansicht einer an einem Wärmespeicher ange-ordneten Brauchwassererwärmungseinheit,
- Fig. 2
- eine perspektivische Gesamtansicht der Brauchwasserer-wärmungseinheit gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht des Wärmetauschers mit einer Anschlussarmatur,
- Fig. 4
- eine Schnittansicht der Brauchwassererwärmungseinheit gemäß Fig. 2,
- Fig. 5, 6
- eine Brauchwassererwärmungseinheit gemäß Fig. 1, 2 und 4 ohne Brauchwasserzirkulationsmodul,
- Fig. 7
- eine perspektivische Explosionsansicht der Brauchwasserer-wärmungseinheit mit Brauchwasserzirkulationsmodul,
- Fig.8
- eine perspektivische Ansicht der Brauchwassererwärmungs-einheit mit montiertem Brauchwasserzirkulationsmodul,
- Fig. 9
- schematisch die Strömungswege im Inneren des Wärmetauschers gemäß Fig. 3,
- Fig. 10
- den Temperaturverlauf im Inneren des Wärmetauschers über den Strömungsweg,
- Fig. 11
- ein hydraulisches Schaltbild einer Brauchwassererwärmungseinheit,
- Fig. 12
- den Temperaturverlauf, welcher von einem Temperatursensor im Kaltwassereingang der
Brauchwassererwärmungseinheit erfasst wird,
- Fig. 13
- schematisch die Datenübertragung von den Sensoren zu einer Steuereinrichtung,
- Fig. 14
- die Anordnung mehrerer Brauchwassererwärmungseinheiten 2 in einer Kaskadenanordnung,
- Fig. 15
- schematisch die Steuerung der mehreren Brauchwasserer-wärmungseinheiten gemäß Fig.
14 und
- Fig. 16
- schematisch den Regelkreis zur Regelung der Brauchwasser-erwärmungseinheiten.
[0029] Die als Beispiel gezeigte Wärmetauschereinheit ist eine Brauchwassererwärmungseinheit
2 und zur Verwendung in einer Heizungsanlage vorgesehen. Im hier gezeigten Beispiel
(Fig. 1) ist die Brauchwassererwärmungseinheit 2 an einem Wärmespeicher 4, beispielsweise
einem Wasserspeicher, welcher von einer Solaranlage erwärmtes Heizungswasser speichert,
angebracht. Aus dem Wärmespeicher 4 wird der Wärmetauscher 6 der Brauchwassererwärmungseinheit
2 mit Heizmedium zum Erwärmen von Brauchwasser versorgt. In Fig. 1 ist ein die Brauchwassererwärmungseinheit
2 umgebendes Gehäuse geöffnet dargestellt, d. h. der Frontdeckel ist abgenommen. In
den übrigen Figuren ist die Brauchwassererwärmungseinheit 2 ohne umgebendes Gehäuse
dargestellt.
[0030] Zentraler Bestanteil der Wärmetauschereinheit bzw. Brauchwassererwärmungseinheit
2 ist ein Wärmetauscher 6 in Form eines Plattenwärmetauschers. Über den Wärmetauscher
6 wird zu erwärmendes Brauchwasser erwärmt und als erwärmtes Brauchwasser abgegeben,
beispielsweise um in einem Haus Zapfstellen 7 an Waschbecken, Duschen, Badewannen
etc. mit warmem Brauchwasser zu versorgen. Um das Brauchwasser zu erwärmen, wird der
Wärmetauscher mit Heizmedium versorgt. Er weist in seinem Inneren zwei Strömungswege
auf, wie schematisch in Fig. 9 dargestellt. Ein erster Strömungsweg 10 ist der Strömungsweg,
durch welchen das Heizmedium durch den Wärmetauscher geführt wird. Der zweite Strömungsweg
12 ist der Strömungsweg, durch welchen das Brauchwasser durch den Wärmetauscher geleitet
wird. Beide Strömungswege sind in bekannter Weise durch Platten voneinander getrennt,
über welche ein Wärmeübergang von dem Heizmedium zu dem Brauchwasser möglich ist.
[0031] Die beiden äußeren Platten 13 des Plattenstapels bilden zwei einander entgegengesetzte
Seitenflächen des Wärmetauschers 6. An diesen Seitenflächen sind die Fluidanschlüsse
14 bis 20 des Wärmetauschers 6 ausgebildet und werden, wie nachfolgend beschreiben,
Anschlussarmaturen befestigt.
[0032] Durch den Eingang 14 tritt das Heizmedium in den Wärmetauscher 6 und durch den Ausgang
16 wieder aus. Das zu erwärmende Brauchwasser tritt an dem Eingang 18 in den Wärmetauscher
6 ein und an dem Ausgang 20 aus dem Wärmetauscher wieder aus. Wie in Fig. 9 schematisch
dargestellt, ist der Wärmetauscher in drei Abschnitt A, B, C geteilt. In Strömungsrichtung
des Brauchwassers durch den zweiten Strömungsweg 12 bildet der Abschnitt A einen ersten
Abschnitt, in welchem der erste Strömungsweg 10 und der zweite Strömungsweg 12 im
Gegenstrom aneinander vorbeigeführt sind. D. h. das zu erwärmende Brauchwasser und
das Heizmedium strömen in entgegengesetzten Richtungen an den sie trennenden Platten
des Wärmetauschers vorbei. Dies hat den Effekt, dass das kalte Brauchwasser, welches
am Eingang 18 in den Wärmetauscher 6 eintritt, zunächst von dem bereits angekühlten
am Ausgang 16 austretenden Heizmedium erwärmt wird und dann in Strömungsrichtung in
die Nähe von immer wärmeren Heizmedium kommt. Der Wärmetauscher 6 weist einen zweiten
Abschnitt B auf, in welchem der erste Strömungsweg 10 und der zweite Strömungsweg
12 dann nicht mehr in Gegenstromanordnung relativ zu einander geführt sind, sondern
in einer Mitstromanordnung geführt sind, d. h. die Strömungen in dem ersten Strömungsweg
10 und im zweiten Strömungsweg 12 verlaufen gleichgerichtet zueinander in derselben
Richtung entlang der sie trennenden Platten oder anderer sie trennender wärmeleitender
Trennelemente.
[0033] Zwischen dem ersten Abschnitt A und dem zweiten Abschnitt B ist ein Umkehrabschnitt
C ausgebildet, in welchem die relative Umkehr der Strömungsrichtungen in den Strömungswegen
zueinander realisiert ist. Im hier gezeigten Beispiel sind die Abschnitte A, B und
C des Wärmetauschers in einen Wärmetauscher integriert. Es ist jedoch zu verstehen,
dass die Abschnitte A und B auch in separaten Wärmetauschern ausgebildet werden könnten
und die Richtungsumkehr der Strömungen zueinander im Abschnitt C durch eine entsprechende
Verrohrung der beiden Wärmetauscher realisiert werden könnte.
[0034] Durch die Umkehr zum Mitstromprinzip wird erreicht, dass eine Überhitzung des Brauchwassers
verhindert wird, da das am Ausgang 20 austretenden erwärmte Brauchwasser im letzten
Abschnitt seines Strömungsweges 12 nicht direkt durch das am Eingang 14 eintretenden
heiße Heizmedium erwärmt wird, sondern durch bereits etwas abgekühltes Heizmedium.
Dadurch ist die maximal zu erreichende Brauchwassertemperatur begrenzt. Dies ist in
Fig. 10 zu erkennen. In dem in Fig. 10 gezeigten Diagramm ist die Temperatur T des
Heizmediums als Kurve 22 über dem Weg s aufgetragen und die Temperatur T des Brauchwassers
als Kurve 24 über dem Weg s aufgetragen. Es ist zu erkennen, dass der Austritt des
Brauchwassers nicht im Bereich der höchsten Temperatur des eintretenden Heizmediums
liegt, insofern kann maximal eine Temperatur erreicht werden, welche auf dem Niveau
der Temperatur des Heizmediums im Bereich des Ausgangs 20 des Brauchwasser aus dem
Wärmetauscher liegt.
[0035] An dem Plattenwärmetauscher 6 sind der Eingang 14 für das Heizmedium, der Ausgang
16 für das Heizmedium, der Eingang 18 für das zu erwärmende Brauchwasser sowie der
Ausgang 20 für das erwärmte Brauchwasser als Fluidanschlüsse ausgebildet, an welchen
wiederum Anschlussarmaturen angesetzt sind, welche die Verbindung zu weiteren Bauteilen
und Rohrleitungen herstellen. An den Ausgang 20 für das erwärmte Brauchwasser ist
eine erste Anschlussarmatur 26 angesetzt. Diese Anschlussarmatur weist ein Basiselement
28 auf, welches in identischer Ausgestaltung in der zweiten Anschlussarmatur 30 lediglich
um 180° gedreht an den den Ausgang 16 und den Eingang 18 bildenden Fluidanschlüssen
des Wärmetauschers 6 angesetzt ist. Dies hat den Vorteil, dass ein und dasselbe Basiselement
28 als erste Anschlussarmatur und als zweite Anschlussarmatur eingesetzt werden kann
und die Teilevielfalt reduziert werden kann.
[0036] In dem Basiselement 28 sind zwei voneinander getrennte Strömungskanäle 32 und 34
ausgebildet. Der Strömungskanal 32 ist T-förmig ausgebildet und mündet zu drei Anschlussöffnungen
36, 38 und 40 (siehe Schnittansicht in Fig. 4). Bei Verwendung des Basiselementes
28 als erste Anschlussarmatur 26 ist die Anschlussöffnung 36 ungenutzt und durch die
Wandung des Wärmetauschers 6 verschlossen, wobei zwischen dem Basiselement 28 und
der Wandung des Wärmetauschers 6 an der Anschlussöffnung 36 eine Dichtung 42 zur Abdichtung
angeordnet ist. Die Anschlussöffnung 38 bildet den Anschluss zur Verbindung mit einer
Zufuhrleitung 44, welche mit dem Wärmespeicher 4 zur Zufuhr von heißem Heizmedium
verbunden ist. An der entgegengesetzt gelegenen Anschlussöffnung 40 des Strömungskanals
32 ist an dem Basiselement 28 bei Verwendung in der ersten Anschlussarmatur 26 eine
erste Umwälzpump 46 angeordnet, welche das Heizmedium dem Eingang 14 des Wärmetausches
6 zuführt. Dazu ist an dem Eingang 14 eine dritte Anschlussarmatur 48 angeordnet,
welche in identischer Ausgestaltung lediglich um 180° gedreht an der entgegengesetzten
Seite des Wärmetauschers 6, wie weiter unten beschrieben, als vierte Anschlussarmatur
50 angeordnet werden kann. D. h. auch die dritte Anschlussarmatur 48 und die vierte
Anschlussarmatur 50 werden zumindest aus einem identischen Basiselement gebildet.
[0037] In der dritten Anschlussarmatur 48 ist ein Strömungskanal 52 ausgebildet, welcher
den Druckstutzen der Umwälzpumpe 46 mit dem Eingang 14 des Wärmetauschers verbindet.
[0038] Der zweite Strömungskanal 34 in dem Basiselement 28 ist, wie in der Schnittansicht
anhand der zweiten Anschlussarmatur 30 zu erkennen ist, ebenfalls T-förmig ausgebildet
und weist drei Anschlussöffnungen 54, 56 und 58 auf. In der ersten Anschlussarmatur
26 ist die Anschlussöffnung 58 des zweiten Strömungskanals 34 verschlossen, z. B.
durch einen eingesetzten Stopfen. Die Anschlussöffnung 54 ist mit dem Ausgang 20 des
Wärmetauschers 6 verbunden, wobei ebenfalls eine Dichtung 42 zwischen der Anschlussarmatur
26 und dem Wärmetauscher 6 angeordnet ist. An die Anschlussöffnung 56 des zweiten
Strömungskanals 34 ist in der ersten Anschlussarmatur 26 Anschlussteil 60 angesetzt,
welches die Anschlussöffnung 58 über einen im Inneren des Anschlussteils 60 ausgebildeten
Strömungskanal mit dem Leitungsanschluss 62 verbindet. Der Leitungsanschluss 62 dient
zur Verbindung mit einer Warmwasserleitung, durch die das erwärmte Brauchwasser abgeführt
wird.
[0039] An der entgegengesetzten Seitenfläche des Plattenwärmetauschers 6, welcher die tragende
Struktur der Brauchwassererwärmungseinheit bildet, ist das Basiselement 28 als zweite
Anschlussarmatur 30 angesetzt. Durch die zweite Anschlussarmatur 30 werden der Ausgang
16 für das Heizmedium sowie der Eingang 18 für das kalte Brauchwasser mit der externen
Installation verbunden. An den Ausgang 16 des Wärmetauschers schließt bei dieser um
180° gedrehten Anordnung des Basiselementes 28 die Anschlussöffnung 54 des zweiten
Strömungskanals 34 an. Dieser zweite Strömungskanal 34 stellt eine Verbindung zu dem
Leitungsanschluss bzw. der Anschlussöffnung 58 her, welche den Ausgang des abgekühlten
Heizmediums bildet. An diese Anschlussöffnung 58 kann eine Leitung angeschlossen werden,
welche das Heizmedium zurück in den Wärmespeicher 4 führt. Bei der in Fig. 2 gezeigten
Ausführungsform, bei welcher gleichzeitig, wie unten beschrieben wird, eine Zirkulation
des Brauchwasser vorgesehen ist, ist an die Anschlussöffnung 58 eine Leitung 64 angeschlossen,
welche zu einem Umschaltventil 66 führt, welches wahlweise eine Verbindung der Leitung
64 zu den Anschlüssen 68 und 70 herstellt. Die Anschlüsse 68 und 70 dienen zu Verbindung
mit dem Wärmespeicher 4, wobei diese Anschlüsse beispielsweise eine Verbindung zum
Inneren des Wärmespeichers 4 an unterschiedlichen vertikalen Position herstellen kann,
sodass je nach Temperatur des aus den Wärmetauscher 6 austretenden Heizmediums dieses
durch Umschalten des Umschaltventils 66 an unterschiedlichen vertikalen Positionen
in den Wärmespeicher 4 zurückgeführt werden kann, um eine dort vorhandene Schichtung
des Heizmediums aufrechtzuerhalten. Die Umschaltfunktion ist insbesondere dann von
Vorteil, wenn, wie unten beschrieben, ein Brauchwasserzirkulationsmodul 74 vorgesehen
ist. Die Erwärmung des zirkulierten Brauchwassers erfordert einen geringeren Wärmebedarf,
sodass dabei das Heizmedium mit höhere Temperatur in den Wärmespeicher 4 zurückströmt.
[0040] Der Strömungsweg 32 im Inneren des Basiselementes ist bei der zweiten Anschlussarmatur
30 mittels der Anschlussöffnung 36 mit dem Eingang 18 verbunden. An die Anschlussöffnung
38 wird eine Kaltwasserleitung 42 zur Zufuhr des kalten Brauchwassers angeschlossen.
Durch diese Leitung tritt das kalte Wasser dann in den Eingang 18 in den Wärmetauscher
ein.
[0041] Die hier gezeigte Brauchwasserwärmungseinheit kann in zwei verschiedenen Ausführungsformen
Verwendung finden, nämlich einmal mit einem Brauchwasserzirkulationsmodul 74 oder
auch ohne dieses Brauchwasserzirkulationsmodul 74. In Fig. 1, 2, 4, 7 und 8 ist diese
Brauchwasserzirkulationsmodul 74 an dem Wärmetauscher 6 angeordnet. Die Fig. 5 und
6 zeigen die Anordnung ohne das Brauchwasserzirkulationsmodul 74. Wenn das Brauchwasserzirkulationsmodul
74 nicht vorgesehen ist, ist die vierte Anschlussarmatur 50 nicht erforderlich und
die Anschlussöffnung bzw. der Leitungsanschluss 40 des Basiselementes 28 der zweiten
Anschlussarmatur 30 ist durch einen Stopfen verschlossen. Auch die Anschlussöffnung
56 des Strömungskanals 34 ist in diesem Fall durch einen Stopfen verschlossen.
[0042] Das Brauchwasserzirkulationsmodul 74 besteht aus einer zweiten Umwälzpumpe 76, welche
der Zirkulation des Brauchwassers im Warmwasserleitungssystem eines Gebäudes dient.
Zum Anschluss der zweiten Umwälzpumpe 76 sind ein Anschlussteil 78 und ein Rohr 80
vorgesehen. Zur Halterung der Pumpe 76 an dem Wärmetauscher 6 wird dazu am Ende einer
Seitenfläche eine vierte Anschlussarmatur 50 angeordnet, welche identisch zu der dritten
Anschlussarmatur 48 ist bzw. ein identisches Basiselement aufweist. Allerdings findet
bei der Verwendung als vierte Anschlussarmatur 50 der Strömungskanal 52 keine Verwendung.
An dem Basiselement der dritten und vierten Anschlussarmatur ist eine Aufnahme 81
ausgebildet, in welche ein Anschlusselement 82 eingesetzt wird, welches mit einem
Druckstutzen der Umwälzpumpe 76 verbunden ist. Das Anschlusselement 82 weist in seinem
Inneren einen Strömungskanal auf und stellt darüber eine Verbindung zu dem Rohr 80
her. Das Rohr 80 wird mit seinem dem Anschlusselement 82 abgewandten Ende mit der
Anschlussöffnung 40 des Strömungskanals 32 in der zweiten Anschlussarmatur 30 verbunden,
wobei die Anschlussöffnung 40 dann nicht durch einen Stopfen verschlossen ist. Auf
diese Weise kann die als Zirkulationspumpe dienende Umwälzpumpe 76 einen Teil des
erwärmten Brauchwassers zurück in den Strömungskanal 32 der zweiten Anschlussarmatur
30 und durch dessen Anschlussöffnung 36 in den Eingang 18 des Wärmetauschers zurückführen.
D. h. im Strömungskanal 32 der zweiten Anschlussarmatur fließen zugeführten kaltes
Brauchwasser durch die Anschlussöffnung 38 und durch die Zirkulationspumpe 76 zurückgefördertes
Brauchwasser durch die Anschlussöffnung 40 zusammen.
[0043] Das Anschlussteil 48 ist auf das Basiselement 28 der zweiten Anschlussarmatur 30
so aufgesetzt, dass es mit einem verschlossenen Stutzen 84 in die Anschlussöffnung
56 des zweiten Strömungskanals 34 eingreift und so die Anschlussöffnung 56 verschließt,
sodass zu deren Verschluss in der zweiten Anschlussarmatur 30 kein zusätzlicher Stopfen
mehr erforderlich ist. Das Anschlussteil 78 ist im Übrigen rohrförmig ausgebildet
und verbindet zwei an entgegengesetzten Enden gelegen Anschlussöffnungen 86 und 88.
Der Stutzen 84 weist keine fluidleitende Verbindung zu der Verbindung zwischen den
Leitungsanschlüssen bzw. Anschlussöffnungen 86 und 88 auf. Die Anschlussöffnung 86
ist mit dem Saugstutzen der zweiten Umwälzpumpe 76 verbunden und die Anschlussöffnung
88 bildet einen Anschluss, an welchen eine Zirkulationsleitung 90 angeschlossen wird.
Durch Verwendung des Anschlussteiles 78 und einer vierten Anschlussarmatur 50, welche
mit ihrem Basiselement identisch zu der dritten Anschlussarmatur 48 ausgebildet ist,
kann somit mit wenigen zusätzlichen Teilen eine zweite Umwälzpumpe 76, welche eine
Zirkulationspumpe darstellt, ebenfalls an dem als tragende Struktur dienenden Wärmetauscher
6 befestigt werden, und die Zirkulationsleitung über die Umwälzpumpe 46 direkt mit
dem zweiten Strömungsweg 12 im Inneren des Wärmetauschers fluidleitend verbunden werden.
[0044] In dem Basiselement 28 der ersten und zweiten Anschlussarmaturen 26 und 30 ist im
Strömungskanal 32 eine Sensoraufnahme 92 ausgebildet, welche zur Aufnahme eines Sensors
dienen kann. Bei Verwendung des Basiselements 28 als zweite Anschlussarmatur 30 ist
die Sensoraufnahme 92, wenn kein Brauchwasserzirkulationsmodul 74 angebracht ist,
verschlossen. In der ersten Anschlussarmatur 26 ist in die Sensoraufnahme 92 ein Temperatursensor
94 eingesetzt, welcher die Temperatur des dem Wärmetauscher 6 zugeführten Heizmediums
erfasst. Bei Verwendung des Brauchwasserzirkulationsmoduls 74 ist auch in die Sensoraufnahme
92 des Basiselementes 28 der zweiten Anschlussarmatur 30 ein Temperatursensor 96 eingesetzt,
welcher zur Erfassung einer Brauchwasseranforderung dient und dessen spezielle Funktion
weiter unten beschrieben wird. Darüber hinaus weist auch das Anschlussteil 60 eine
Sensoraufnahme auf, in welcher ein Sensor 98 eingesetzt ist. Der Sensor 98 ist ein
kombinierter Temperatur- und Strömungssensor, welcher die Temperatur und den Durchfluss
des aus dem Ausgang 20 aus dem Wärmetauscher 6 durch den Strömungsweg 34 in der ersten
Anschlussarmatur 26 austretenden erwärmten Brauchwassers erfasst. Es ist zu verstehen,
dass auch die zuvor beschriebenen Temperatursensoren 94, 96 gegebenenfalls als kombinierte
Temperatur- und Durchflusssensoren Verwendung finden könnten.
[0045] Durch den Sensor 98 kann zum einen die Temperatur des austretenden Brauchwassers
erfasst werden und basierend auf dieser Temperatur und der von dem Temperatursensor
94 erfassten Temperatur des Heizmediums der erforderliche Volumenstrom des Heizmediums
bestimmt werden und die erste Umwälzpumpe 46 entsprechend betrieben werden. Die dazu
erforderliche Steuerung bzw. Regelung für die Umwälzpumpe 46 ist vorzugsweise als
Regel- bzw. Steuerelektronik in die Umwälzpumpe 46 integriert.
[0046] Die Sensoren 94, 96 und 98 sind über elektrische Leitungen 99 mit einer Sensorbox
100 verbunden, welche ein Datenerfassungsmodul bildet. Die Sensorbox 100 erfasst die
von den Sensoren 94, 96 und 98 bereitgestellten Daten. Die Sensorbox 100 stellt die
erfassten Daten, wie in Fig. 13 gezeigt, der Steuereinheit 101, welche in diesem Beispiel
in die Steuerelektronik des Pumpenaggregates 46 integriert ist, zur Verfügung. In
der Sensorbox 100 ist dazu eine Ausgabeschnittstelle 102 und in der Steuereinheit
101 eine korrespondierende Eingangschnittstelle 104 ausgebildet. Die Ausgabeschnittstelle
102 und die Eingangsschnittstelle 104 sind hier als Funkschnittellen ausgebildet,
welche eine drahtlose Signalübertragung von der Sensorbox 100 zu der Steuereinheit
101 in dem Pumpenaggregat 46 ermöglichen. Dies ermöglicht einen sehr einfachen Anschluss
des Pumpenaggregates 46 und auch der Sensoren 94, 96 und 98, da diese nicht direkt
mit dem Pumpenaggregat 46 verbunden werden müssen. So können die Sensoren 94, 96 und
98 unabhängig von der Umwälzpumpe 46 angeschlossen und verdrahtet werden und die Umwälzpumpe
46 gegebenenfalls auch leicht ausgetauscht werden, ohne die Verkabelung der Sensoren
zu beeinträchtigen. Die Steuereinheit 101 in der Umwälzpumpe 46 steuert bzw. regelt
vorzugsweise nicht nur die Umwälzpumpe 46 sondern auch die Umwälzpumpe 76, wozu die
Steuereinheit 101 in der Umwälzpumpe 46 vorzugsweise ebenfalls drahtlos über Funk
mit der Umwälzpumpe 76 bzw. deren Steuereinrichtung kommunizieren kann. So können
beide Umwälzpumpen 46 und 76 sehr leicht angeschlossen werden, da lediglich ein elektrischer
Anschluss für die Netzstromversorgung erforderlich ist. Die gesamte Kommunikation
für die Steuerung erfolgt drahtlos.
[0047] In dem Datenerfassungsmodul 100 bzw. der Sensorbox 100 kann auch bereits eine Signalaufbereitung
der von den Sensoren 94, 96 und 98 gelieferten Signale erfolgen, um die erforderlichen
Daten in einem vorbestimmten Format der Steuereinrichtung 101 zur Verfügung zu stellen.
Die Steuereinheit 101 liest über die Eingangschnittstelle 104 bevorzugt nur die aktuell
für die Steuerung benötigten Daten aus der Ausgabeschnittstelle 102 aus, sodass die
Datenkommunikation auf ein Minimum beschränkt werden kann.
[0048] Die Steuereinheit 101 übernimmt vorzugsweise auch die Steuerung der Zirkulation,
welche durch die Umwälzpumpe 76 bei Verwendung des Brauchwasserzirkulationsmoduls
74 bewirkt wird, in der Weise, dass die Umwälzpumpe 76 zur Zirkulation dann abgeschaltet
wird, wenn der Temperatursensor 94 eine Temperatur des aus dem Wärmespeicher 4 zugeführten
Heizmediums erfasst, welche unter einem vorbestimmten Grenzwert liegt. Auf diese Weise
kann verhindert werden, dass der Wärmespeicher 4 aufgrund der Brauchwasserzirkulation
übermäßig auskühlt und die Zirkulation kann stattdessen in Zeiten, in welchen die
Wärmezufuhr zu dem Wärmespeicher 4, beispielsweise aufgrund fehlender Sonneneinstrahlung
auf ein Solarmodul, zu gering ist, ausgesetzt werden.
[0049] Die Steuereinheit 101 steuert den Betrieb der Umwälzpumpe 46 in der Weise, dass die
Umwälzpumpe 46 zunächst eingeschaltet wird, wenn ein Wärmebedarf zur Erwärmung des
Brauchwassers gegeben ist, sodass Heizmedium von dem Wärmespeicher 4 dem Wärmetauscher
6 zugeführt wird. In dem Fall, dass kein Brauchwasserzirkulationsmodul 74 vorgesehen
ist, wird dieser Wärmebedarf für das Brauchwasser über den kombinierten Temperaturdurchflusssensor
98 erfasst. Wenn dieser eine Strömung in dem Strömungsweg durch das Anschlussteil
60 erfasst, d. h. eine Brauchwasserströmung, heißt dies, dass eine Zapfstelle für
warmes Brauchwasser geöffnet ist, sodass durch die Anschlussöffnung 38 kaltes Brauchwasser
zuströmt und ein Wärmebedarf zur Erwärmung des Brauchwassers gegeben ist. So kann
die Steuereinheit 101 die Umwälzpumpe 46 in diesem Fall in Betrieb nehmen.
[0050] Für den Fall, dass das Brauchwasserzirkulationsmodul 74 angeordnet ist, kann der
Brauchwasserbedarf so nicht erfasst werden, da der Sensor 98 auch aufgrund der Zirkulation,
welche von der zweiten Umwälzpumpe 76 verursacht wird, eine Strömung erfasst, wenn
keine Zapfstelle für Brauchwasser geöffnet ist. In diesem Fall kann von dem Sensor
98 lediglich die Temperatur des aus dem Wärmetauscher 6 austretenden Brauchwassers
erfasst werden und für den Fall, dass diese unter einem vorbestimmten Grenzwert liegt,
die Umwälzpumpe 46 geschaltet werden, um die Wärmeverluste aufgrund der Zirkulation
in der Weise auszugleichen, dass Heizmedium dem Wärmetauscher 6 zugeführt wird und
so das zirkulierte Brauchwasser erwärmt wird.
[0051] Um in diesem Fall einen Brauchwasserbedarf aufgrund der Öffnung einer Zapfstelle
7 zu erfassen, wird der Temperatursensor 96 genutzt. Dieser ist, wie in Fig. 11 schematisch
dargestellt, nicht genau am Knotenpunkt des Strömungskanals 32 in dem Basiselement
28, in welchem die Abschnitte des Strömungskanals von den Anschlussöffnungen 36 und
38 sowie 40 zusammenlaufen, angeordnet, sondern ausgehend von diesem Knotenpunkt zu
der Anschlussöffnung 38 hin versetzt. D. h. der Temperatursensor 96 befindet sich
in dem Abschnitt des Strömungskanals, durch welchen das kalte Brauchwasser zugeführt
wird. Wenn eine Zapfstelle für erwärmtes Brauchwasser geöffnet wird, führt dies zu
einer Strömung von kaltem Brauchwasser in diesem Leitungsabschnitt, sodass, wie in
der unteren Kurve in Fig. 12 zu erkennen ist, von dem Sensor 96 in dem Abschnitt des
ersten Strömungskanals 32, welcher zu der Anschlussöffnung 38 verläuft, ein Temperaturabfall
erfasst wird. Bei Erfassung eines solchen Temperaturabfalls schaltet die Steuereinheit
101 die Umwälzpumpe 46 zur Zufuhr von Heizmedium ein. In Fig. 12 sind mehrere aufeinanderfolgende
Brauchwasseranforderungen dargestellt, welche jeweils wieder zu einem Temperaturabfall
und bei Beendigung der Anforderung von erwärmten Brauchwasser wieder zu einem Temperaturanstieg
führen, da sich das in dem Leitungsabschnitt, in welchem der Temperatursensor 96 angeordnet
ist, befindliche Wasser dann wieder erwärmt.
[0052] Der Temperatursensor 96 ist in der zweiten Anschlussarmatur 30 geringfügig oberhalb
des Knotenpunktes, an welchem sich die Strömungswege, bzw. Abschnitte des Strömungskanals
32 von den Anschlussöffnungen 36, 38 und 40 treffen, angeordnet. Auf diese Weise ist
sichergestellt, dass sich das Wasser in dem Leitungsabschnitt, in welchem der Sensor
96 gelegen ist, bei Schließen der Zapfstelle für Brauchwasser und somit nicht vorhandener
Strömung wieder durch das von der Anschlussöffnung 40 zu dem Eingang 16 strömende
von der Umwälzpumpe 46 zirkulierte Brauchwasser langsam durch Wärmeübertragung erwärmt
wird.
[0053] Wie oben bereits beschrieben, bildet der Wärmetauscher 6 das tragende Element der
Brauchwassererwärmungseinheit 2, an welchem die Anschlussarmaturen 26, 30, 48 und
gegebenenfalls 50 mit den Pumpen 46 und gegebenenfalls 76 sowie die Sensorbox 100
befestigt sind. Die Brauchwassererwärmungseinheit 2 bildet somit ein integriertes
Modul, welches als vorgefertigte Einheit in eine Heizungsanlage bzw. in ein Heizungssystem
eingebaut werden kann. Die Umwälzpumpen 46 und 76 sind relativ zu dem Wärmetauscher
6 so angeordnet, dass sich ihre Drehachsen X parallel zu den Oberflächen der Platten,
insbesondere der äußeren Platten 13 erstrecken. Um den Wärmetauscher 6 mit den daran
angebrachten Komponenten seinerseits an den Wärmespeicher 4 oder an einem anderen
Element einer Heizungsanlage befestigen zu können, ist an dem Wärmetauscher 6 eine
Haltevorrichtung in Form eines Bügels 106 angebracht. Der Bügel 106 bildet zum einen
eine Befestigungsvorrichtung zur Befestigung an dem Wärmespeicher 4 und bildet darüber
hinaus Griffelemente 108 an welchen die gesamte Brauchwassererwärmungseinheit 2 ergriffen
werden kann, wodurch eine einfache Handhabung der gesamten Einheit bei der Montage
möglich ist.
[0054] Fig. 14 zeigt eine spezielle Anordnung von Brauchwassererwärmungseinheiten 2. Bei
dieser Anordnung sind, um einen größeren Brauchwasserbedarf befriedigen zu können,
vier Brauchwassererwärmungseinheiten 2 gemäß der vorangehenden Beschreibung kaskadenartig
parallel geschaltet. In dem gezeigten Beispiel sind vier Brauchwassererwärmungseinheiten
2 gezeigt. Es ist jedoch zu verstehen, dass in Abhängigkeit des maximalen Brauchwasserbedarfs
auch weniger oder mehr Brauchwasserwärmungseinheiten 2 in entsprechender Weise angeordnet
werden können. Alle Brauchwassererwärmungseinheiten 2 werden im gezeigten Beispiel
mit Heizmedium aus einem gemeinsamen Wärmespeicher 4 versorgt. Die Brauchwassererwärmungseinheiten
2 sind bis auf eine identisch ausgebildet. Die erste Brauchwassererwärmungseinheit
2, diejenige, welche in Fig. 14 benachbart zu dem Wärmespeicher 4 gelegen ist, ist
gemäß der Ausgestaltung, welche in den Fig. 1, 2, 4, 7, 8 und 11 gezeigt ist, ausgebildet,
d. h. diese erste Brauchwassererwärmungseinheit 2 weist ein Brauchwasserzirkulationsmodul
74 auf. Das Brauchwasserzirkulationsmodul 74, welches die zweite Umwälzpumpe 46 aufweist,
ist mit der Zirkulationsleitung 90 verbunden. Diese schließt sich an der am entferntesten
gelegenen Zapfstelle 7 an die Leitung für erwärmtes Brauchwasser DHW an. Auf diese
Weise kann erwärmtes Brauchwasser durch das gesamte Leitungssystem, welches die Zapfstellen
7 mit erwärmten Brauchwasser versorgt, zirkuliert werden. Die Funktion dieser Brauchwassererwärmungseinheit
2 mit Brauchwasserzirkulationsmodul 74 entspricht grundsätzlich der obigen Beschreibung.
Die drei übrigen Brauchwassererwärmungseinheiten 2 sind ohne Brauchwasserzirkulationsmodul
74 ausgebildet, d. h. wie in der Fig. 5 gezeigt.
[0055] Jede der Brauchwassererwärmungseinheiten 2 gemäß Fig. 14 weist eine in die Umwälzpumpe
46 integrierte Steuereinheit 101 sowie eine separate Sensorbox 100 auf. Die einzelnen
Steuereinheiten 101 der mehreren Brauchwassererwärmungsmodule 2 kommunizieren über
Funkschnittstellen 110 (siehe Fig. 13) miteinander. In der ersten Brauchwassererwärmungseinheit
2 kann die Funkschnittstelle 110 auch zur Kommunikation mit der zweiten Umwälzpumpe
76 und gegebenenfalls dem Umschaltventil 66 Verwendung finden. Allerdings ist es auch
möglich, dass das Umschaltventil 66 über die Sensorbox 100 angesteuert wird und dazu
mit der Sensorbox 100 über eine elektrische Anschlussleitung verbunden ist.
[0056] Die Steuereinheiten 101 aller Brauchwassererwärmungseinheiten 2 sind identisch ausgebildet
und führen gemeinsam eine Steuerung der Kaskadenanordnung durch, wie sie anhand von
Fig. 15 nun näher beschrieben wird.
[0057] In Fig. 15 sind die vier Brauchwassererwärmungseinheiten 2 als M1, M2, M3 und M4
bezeichnet. In den darunter angeordneten Kästchen ist durch Zahlen 1 bis 4 die Startreihenfolge
der Brauchwassererwärmungseinheiten 2 dargestellt. Diejenige Brauchwassererwärmungseinheit
2, welche die Position 1 in der Startreihenfolge inne hat (im ersten Schritt M2) übernimmt
eine Führungsfunktion, d. h. ist die führende Brauchwassererwärmungseinheit 2, d.
h. deren Steuereinheit 101 veranlasst auch das Ein- und Ausschalten der weiteren Brauchwassererwärmungseinheiten
2.
[0058] Wenn es zu einer Brauchwasseranforderung kommt, d. h. eine der Zapfstellen 7 geöffnet
wird, wird dies in der führenden Brauchwassererwärmungseinheit 2, wie oben beschrieben,
durch den kombinierten Temperatur-Durchflusssensor 98 erfasst. Bei den mit M2 bis
M4 gekennzeichneten Brauchwassererwärmungseinheiten 2 handelt es sich um die in Fig.
14 gezeigten Brauchwassererwärmungseinheiten 2 ohne Brauchwasserzirkulationsmodul
74. Die das Brauchwasserzirkulationsmodul 74 aufweisende Brauchwassererwärmungseinheit
2 ist das in Fig. 15 mit M1 gekennzeichnete Modul. Dieses übernimmt nie eine Führungsfunktion.
Wenn nun das führende Modul M2 im Schritt A eine Brauchwasseranforderung erkennt,
wird zunächst diese Brauchwassererwärmungseinheit 2 in Betrieb genommen, d. h. die
Umwälzpumpe 46 fördert Heizmedium zu dem zugehörigen Wärmetauscher 6. Wenn nun vom
Schritt B zum C die Brauchwassererförderung abgeschaltet wird, ist diese führende
Brauchwassererwärmungseinheit 2 im Schritt C immer noch erwärmt. Wenn nun vom Schritt
C zum D erneut eine Brauchwasseranforderung durch Öffnen einer Zapfstelle 7 stattfindet,
wird daher wiederum diese führende Brauchwassererwärmungseinheit 2 (M2) in Betrieb
genommen. Wenn nun der Brauchwasserbedarf durch Öffnen beispielsweise einer weiteren
Zapfstelle 7 steigt, wird im Schritt E eine nächste Brauchwassererwärmungseinheit
2 zugeschaltet, indem die Steuereinheit 101 der führenden Brauchwassererwärmungseinheit
2 (M2) der Brauchwassererwärmungseinheit 2 mit der zweiten Position in der Startreihenfolge
(hier M3) ein Signal zur Betriebsaufnahme sendet. Deren Steuereinheit 101 nimmt dann
entsprechend die Umwälzpumpe 46 dieser weiteren Brauchwassererwärmungseinheit 2 (M3)
in Betrieb, um deren Wärmetauscher 6 mit Heizmedium zu versorgen.
[0059] Wenn nun vom Schritt E zum Schritt F die Brauchwasseranforderung wieder abgestellt
wird, wird die Brauchwassererwärmungseinheit 2 abgeschaltet und die Steuereinheiten
101 der einzelnen Brauchwassererwärmungseinheiten 2 setzten untereinander die Starfreihenfolge
neu fest. Dies geschieht in der Weise, dass in der Startreihenfolge nun die Brauchwassererwärmungseinheit
2, welche zuletzt zugeschaltet wurde, die erste Position übernimmt und die zuerst
eingeschaltete Brauchwassererwärmungseinheit 2, d. h. die bislang führende Brauchwassererwärmungseinheit
2, an die letzte Position rückt (hier M2). Auch die Führungsfunktion wechselt entsprechend
zu der Brauchwassererwärmungseinheit 2, welche in der Startreihenfolge nun an erster
Position steht (M2). Auf diese Weise wird eine gleichmäßige Nutzung der Brauchwasserwärmungseinheiten
2 sichergestellt und gleichzeitig erreicht, dass die Brauchwassererwärmungseinheit
2, welche zuerst in Betrieb genommen wird, vorzugsweise eine Brauchwassererwärmungseinheit
2 ist, welche noch Restwärme aufweist. Die Brauchwassererwärmungseinheit 2 mit dem
Brauchwasserzirkulationsmodul 74 behält stets die letzte Position in der Starfreihenfolge,
d. h. diese wird nur bei maximaler Last zugeschaltet und dient im Übrigen nur dazu,
dass zirkulierte Brauchwasser zu erwärmen. Sollte eine Brauchwassererwärmungseinheit
2 defekt sein oder ausfallen, so wird diese vollständig aus der Startreihenfolge herausgenommen,
d. h. überhaupt nicht mehr in Betrieb genommen. Dies geschieht alles durch Kommunikation
der identischen Steuereinheiten 101 untereinander, sodass auf eine zentrale Steuerung
verzichtet werden kann.
[0060] Zum Abschalten der Brauchwassererwärmungseinheiten 2, wenn die kein Brauchwasser
erwärmen, ist zusätzlich ein oben anhand der Fig. 1 bis 13 nicht beschriebenes Ventil
112 in der Eingangsleitung für kaltes Brauchwasser DCW jeder Brauchwassererwärmungseinheit
2 angeordnet. Dieses Ventil 112 wird über die Sensorbox 100 von der Steuereinheit
101 angesteuert. Das Ventil 112 ist vorzugsweise über eine elektrische Anschlussleitung
mit der Sensorbox 100 verbunden und die Steuereinheit 101 sendet über die Eingangsschnittstelle
104 und die Ausgabeschnittstelle 102 an die Sensorbox 100 ein Signal zum Öffnen und
Schließen des Ventils 112. Wenn das Ventil 112 geschlossen ist, wird erreicht, dass
kein Brauchwasser durch den jeweiligen Wärmetauscher 6 fließt, sodass verhindert wird,
dass kaltes Brauchwasser durch den Wärmetauscher 6 der nicht genutzten Brauchwassererwärmungseinheiten
2 in die Ausgangsleitung für erwärmtes Brauchwasser DHW strömt.
[0061] Anhand von Fig. 16 wird nun die Temperaturregelung des erwärmten Brauchwassers DHW
in einer Brauchwassererwärmungseinheit 2 gemäß der obigen Beschreibung beschrieben.
In der Steuereinheit 101 ist ein Regler 114 angeordnet, welchem eine Solltemperatur
T
ref für das erwärmte Brauchwasser DHW vorgegeben wird. Diese Solltemperatur kann beispielsweise
an der Steuereinheit 101 in der Umwälzpumpe 46 einstellbar sein. Dazu können an der
Umwälzpumpe 46 Bedienelemente vorgesehen sein. Alternativ kann über eine drahtlose
Schnittstelle, beispielsweise Infrarot oder Funk, auch eine Einstellung mittels einer
Fernbedienung oder über eine Anlagenautomatisation erfolgen. Von dem Sollwert T
ref wird die von Sensor 98 erfasste lsttemperatur T
DHW des erwärmten Brauchwassers DHW subtrahiert. Die Differenz wird als Regeldifferenz
ΔT dem Regler 114 zugeführt. Dieser gibt eine Solldrehzahl ω
ref für die Umwälzpumpe 76 aus, mit welcher die Ansteuerung der Umwälzpumpe 46 erfolgt,
sodass diese einen Volumenstrom Q
CH von Heizmedium dem Wärmetauscher 6 zuführt. In diesem Wärmetauscher 6 wird dann das
einströmende kalte Brauchwasser DCW erwärmt, sodass es ausgangsseitig des Wärmetauschers
6 die Ausgangstemperatur T
DHW hat. Dieser Istwert T
DHW wird dann, wie beschrieben, von dem Sensor 98 erfasst und dem Regler wieder zugeführt.
D. h. erfindungsgemäß wird die Drehzahl der Umwälzpumpe 46 und damit der Volumenstrom
Q
CH des Heizmediums in Abhängigkeit der Ausgangstemperatur des warmen Brauchwassers DHW
geregelt.
[0062] Um ein schnelles Ansprechverhalten zu erreichen, ist in diesem Beispiel darüber hinaus
eine Störgrößenaufschaltung im Regler 114 vorgesehen. Dazu wird auch der Volumenstrom
des Brauchwassers über den Sensor 98 erfasst und dieser Brauchwasservolumenstrom Q
DHW dem Regler 114 als Störgröße aufgeschaltet. Darüber hinaus wird über Temperatursensor
94 die Temperatur T
CHin des von der Umwälzpumpe 46 dem Wärmetauscher 6 zugeführten Heizmediums erfasst
und dem Regler 114 als Störgröße aufgeschaltet. Unter Berücksichtigung dieser Störgrößen
wird die Solldrehzahl ω
ref der Umwälzpumpe 46 entsprechend eingestellt, sodass beispielsweise bei kälterem Heizmedium
und/oder höherem Brauchwasservolumenstrom gleich die Drehzahl der Umwälzpumpe 46 erhöht
werden kann, um schneller die geforderte Solltemperatur T
ref für das zu erwärmende Brauchwasser zu erreichen. Eine weitere Störgröße bzw. ein
weiterer Parameter, welches Einfluss auf die Brauchwassertemperatur T
DHW hat ist die Temperatur T
DCW des einströmenden kalten Brauchwasser DCW. Im gezeigten Beispiel wird diese jedoch
dem Regler 114 nicht als Störgröße aufgeschaltet, da die Kaltwassertemperatur in der
Regel im Wesentlichen konstant ist. Für den Fall, dass die Kaltwassertemperatur erheblichen
Schwankungen unterliegen kann, wäre es jedoch denkbar, auch die Temperatur T
DCW als Störgröße dem Regler 114 aufzuschalten.
Bezugszeichenliste
[0063]
- 2
- - Brauchwassererwärmungseinheit
- 4
- - Wärmespeicher
- 6
- - Wärmetauscher
- 7
- - Zapfstelle
- 8
- - Gehäuse
- 10
- - erster Strömungsweg für das Heizmedium
- 12
- - zweiter Strömungsweg für das Brauchwasser
- 13
- - äußere Platten
- 14
- - Eingang
- 16
- - Ausgang
- 18
- - Eingang
- 20
- - Ausgang
- 22
- - Temperaturkurve des Heizmediums
- 24
- - Temperaturkurve des Brauchwassers
- 26
- - Erste Anschlussarmatur
- 28
- - Basiselement
- 30
- - Zweite Anschlussarmatur
- 32, 34
- - Strömungskanäle
- 36, 38, 40
- - Anschlussöffnungen bzw. Leitungsanschlüsse
- 42
- - Dichtungen
- 44
- - Zufuhrleitung
- 46
- - Erste Umwälzpumpe
- 48
- - Dritte Anschlussarmatur
- 50
- - Vierte Anschlussarmatur
- 52
- - Strömungskanal
- 54, 56, 58
- - Anschlussöffnungen bzw. Leitungsanschlüsse
- 60
- - Anschlussteil
- 62
- - Leitungsanschluss
- 64
- - Leitung
- 66
- - Umschaltventil
- 68, 70
- - Anschlüsse
- 72
- - Kaltwasserleitung
- 74
- - Brauchwasserzirkulationsmodul
- 76
- - Zweite Umwälzpumpe
- 78
- - Anschlussteil
- 80
- - Rohr
- 81
- - Aufnahme
- 82
- - Anschlusselement
- 84
- - Stutzen
- 86, 88
- - Anschlussöffnungen
- 90
- - Zirkulationsleitung
- 92
- - Sensoraufnahme
- 94,96
- - Temperatursensoren
- 97
- - Knotenpunkt
- 98
- - Sensor
- 99
- - Leitungen
- 100
- - Sensorbox
- 101
- - Steuereinheit bzw. Steuer- und Regelelektronik
- 102
- - Ausgabeschnittstelle
- 104
- - Eingangsschnittstelle
- 106
- - Bügel
- 108
- - Hangriffe
- 110
- - Funkschnittstelle
- 112
- - Ventil
- DCW
- - kaltes Brauchwasser
- DHW
- - warmes Brauchwasser
- CHO
- - heißes Heizmedium, Heizmediumzufuhr
- CHR
- - kaltes Heizmedium, Heizmediumrückfluss
- Tref
- - Solltemperatur
- TDHW
- - Temperatur des erwärmten Brauchwassers
- TDCW
- - Temperatur des kalten Brauchwassers
- TCHin
- - Temperatur des Heizmediums
- QDHW
- - Brauchwasservolumenstrom
- QCH
- - Heizmediumvolumenstrom
- ΔT
- - Regeldifferenz
- ωref
- - Solldrehzahl
1. Brauchwassererwärmungseinheit (2) mit
zumindest einem Wärmetauscher (6), welcher einen ersten Strömungsweg (10) für ein
Heizmedium und einen zweiten Strömungsweg (12) für zu erwärmendes Brauchwasser aufweist,
wobei eine Kaltwasserleitung (DCW) und eine Zirkulationsleitung (90) für erwärmtes
Brauchwasser in einem Knotenpunkt (97) in eine Eingangsleitung zu dem zweiten Strömungsweg
(12) des Wärmetauschers (6) münden,
sowie einer Steuereinheit (101) zur Steuerung der Brauchwassererwärmung, wobei die
Steuereinheit (101) zum Erfassen einer Brauchwasseranforderung ausgebildet ist, wobei
die Steuereinheit (101) zur Auswertung des Ausgangssignals eines Temperatursensors
(96) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperatursensor (96) in der Nähe des Knotenpunktes (97), aber beabstandet von
diesem an einer Position in der Kaltwasserleitung (DCW) angeordnet ist, an welcher
ein Einfluss der Temperatur in der Zirkulationsleitung (90) auf die Temperatur in
der Kaltwasserleitung (DCW) gegeben ist.
2. Brauchwassererwärmungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperatursensor (96) vertikal oberhalb des Knotenpunktes (97) angeordnet ist.
3. Brauchwassererwärmungseinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (101) derart ausgebildet ist, dass sie eine Brauchwasseranforderung
anhand einer von dem Temperatursensor (96) erfassten Temperaturänderung, insbesondere
eines Temperaturverlaufs erkennt.
4. Brauchwassererwärmungseinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Umwälzpumpe (46), welche das Heizmedium durch den Wärmetauscher (6) fördert.
5. Brauchwassererwärmungseinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (101) zum Ein- und Ausschalten der Umwälzpumpe (46) in Abhängigkeit
einer Brauchwasseranforderung ausgebildet ist.
6. Brauchwassererwärmungseinheit nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (101) zumindest teilweise in die Steuerelektronik der Umwälzpumpe
(46) integriert ist, wobei die Umwälzpumpe (46) als ein die Steuerelektronik und einen
elektrischen Antriebsmotor aufweisendes Umwälzpumpenaggregat ausgebildet ist.
7. Brauchwassererwärmungseinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperatursensor (96) ein kombinierter Temperatur-Druck-Sensor ist, welcher neben
der Temperatur einen Absolut- und/oder Differenzdruck erfasst.
8. Brauchwassererwärmungseinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ausgangsseitig des zweiten Strömungsweges (12) des Wärmetauschers (6) ein Temperatur-
und/oder Durchflusssensor (98) angeordnet ist, dessen Ausgangssignale von der Steuereinheit
(101) erfasst werden, wobei die Steuereinheit (101) derart ausgestaltet ist, dass
sie auf Grundlage dieser Ausgangssignale den Bedarf an Heizmedium für die Brauchwassererwärmung
bestimmt.
9. Brauchwassererwärmungseinheit nach Anspruch 8 und Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (101) derart ausgestaltet ist, dass sie einen Förderstrom der Umwälzpumpe
(46) in Abhängigkeit des erfassten Bedarfs an Heizmedium einstellt.
10. Brauchwassererwärmungseinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eingangsseitig des ersten Strömungsweges (10) des Wärmetauschers (6) ein Temperatursensor
(94) zum Erfassen der Temperatur des Heizmediums angeordnet ist.
11. Brauchwassererwärmungseinheit nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch eine in der Zirkulationsleitung (90) angeordnete Zirkulationspumpe (76) und eine
Zirkulationssteuerung, welche derart ausgestaltet ist, dass sie die Zirkulationspumpe
(76) zumindest unter Berücksichtigung der erfassten Temperatur des Heizmediums ein-
und ausschaltet.
12. Brauchwassererwärmungseinheit nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Zirkulotionssteuerung derart ausgebildet ist, dass sie die Zirkulationspumpe
(76) ausschaltet, wenn die Temperatur des Heizmediums einen vorbestimmten Grenzwert
unterschreitet.
13. Brauchwassererwörmungseinheit nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Zirkulationssteuerung zumindest teilweise in die Steuereinheit (101) zur Steuerung
der Brauchwassererwärmung integriert ist.
14. Brauchwassererwärmungseinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperatursensor (94, 96, 98) mit einem Datenerfassungsmodul (100) verbunden
ist, welches eine Ausgabeschnittstelle (102) aufweist, an welcher es ein erfasstes
Sensorsignal und/oder daraus abgeleitete Daten bereitstellt, und die Steuereinheit
(101) mit einer Eingangsschnittstelle (104) zur Übernahme von Signalen oder Daten
von der Ausgabeschnittstelle (102) versehen ist.
15. Brauchwassererwärmungseinheit nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabeschnittstelle (102) und die Eingangsschnittstelle (104) zur drahtlosen
Kommunikation, insbesondere per Funk ausgebildet sind.
1. A service water heating unit (2) with
at least one heat exchanger (6), which comprises a first flow path (10) for a heating
medium and a second flow path (12) for service water to be heated, wherein a cold
water conduit (DCW) and a circulation conduit (90) for heated service water run out
in a junction (97) into an entry conduit to the second flow path (12) of the heat
exchanger (6),
as well as a control unit (101) for controlling the heating of service water, wherein
the control unit (101) is designed for the detection of a service water demand, wherein
the control unit (101) is designed for evaluation of the output signal of a temperature
sensor (96), characterised in that the temperature sensor (96) is arranged in the vicinity of the junction (97), but
at a distance from this at a position in the cold water conduit (DCW), at which the
temperature in the circulation conduit (90) has an influence on the temperature in
the cold water conduit (DCW).
2. A service water heating unit according to claim 1, characterised in that the temperature sensor (96) is arranged vertically above the junction (97).
3. A service water heating unit according to one of the preceding claims, characterised in that the control unit (101) is designed in a manner such that it detects a service water
demand by way of a temperature change, in particular a temperature course, detected
by the temperature sensor (96).
4. A service water heating unit according to one of the preceding claims, characterised by a circulation pump (46) which delivers the heating medium through the heat exchanger
(6).
5. A service water heating unit according to claim 4, characterised in that the control unit (101) is designed to switch the circulation pump (46) on and off
in dependence on a service water demand.
6. A service water heating unit according to claim 4 or 5, characterised in that the control unit (101) is integrated at least partly into the control electronics
of the circulation pump (46), wherein the circulation pump (46) is designed as a circulation
pump assembly comprising the control electronics and an electric drive motor.
7. A service water heating unit according to one of the preceding claims, characterised in that the temperature sensor (96) is a combined temperature/pressure sensor which detects
an absolute pressure and/or differential pressure in addition to the temperature.
8. A service water heating unit according to one of the preceding claims, characterised in that a temperature sensor and/or flow sensor (98) is arranged on the exit side of the
second flow path (12) of the heat exchanger (6), and the output signals of said sensor
are detected by the control unit (101), wherein the control unit (101) is designed
in a manner such that it determines the requirement for heating medium for service
water heating, on the basis of these output signals.
9. A service water heating unit according to claim 8 and claim 4, characterised in that the control unit (101) is designed in a manner such sets a delivery flow of the circulation
pump (46) in dependence on the detected demand for heating medium.
10. A service water heating unit according to one of the preceding claims, characterised in that a temperature sensor (94) for detecting the temperature of the heating medium is
arranged on the entry side of the first flow path (10) of the heat exchanger (6).
11. A service water heating unit according to claim 10, characterised by a circulation pump (76) arranged in the circulation conduit (90), and a circulation
control which is designed in a manner such that it switches the circulation pump (76)
on and off, at least under consideration of the detected temperature of the heating
medium.
12. A service water heating unit according to claim 11, characterised in that the circulation control is designed in a manner such that it switches off the circulation
pump (76) if the temperature of the heating medium falls below a predefined limit
value.
13. A service water heating unit according to claim 11 or claim 12, characterised in that the circulation control is integrated at least partly into the control unit (101)
for the control of the heating of service water.
14. A service water heating unit according to one of the preceding claims, characterised in that the temperature sensor (94, 96, 98) is connected to a data detection module (100)
which comprises an output interface (102), at which it provides a detected sensor
signal and/or data derived therefrom, and the control unit (101) is provided with
an input interface (104) for acquiring signals or data from the output interface (102).
15. A service water heating unit according to claim 14, characterised in that the output interface (102) and the input interface (104) are designed for wireless
communication, in particular via radio.
1. Unité de chauffage d'eau pour usages sanitaires (2) comprenant au moins un échangeur
de chaleur (6) qui présente une première voie d'écoulement (10) pour un milieu de
chauffage et une seconde voie d'écoulement (12) pour l'eau pour usages sanitaires
à chauffer, et dans lequel une conduite d'eau froide (DCW) et une conduite de circulation
(90) pour l'eau pour usages sanitaires chauffée débouchent à un point nodal (97) dans
une conduite d'entrée aboutissant à la seconde voie d'écoulement (12) de l'échangeur
de chaleur (6),
ainsi qu'une unité de commande (101) servant à commander le chauffage de l'eau pour
usages sanitaires, l'unité de commande (101) étant conçue pour détecter une demande
d'eau pour usages sanitaires,
l'unité de commande (101) étant conçue pour exploiter le signal de sortie d'un capteur
de température (96), caractérisée en ce que le capteur de température (96) est disposé dans le voisinage du point nodal (97),
mais à distance de ce dernier dans un endroit de la conduite d'eau froide (DCW) où
une influence de la température régnant dans la conduite de circulation (90) s'exerce
sur la température régnant dans la conduite d'eau froide (DCW).
2. Unité de chauffage d'eau pour usages sanitaires selon la revendication 1, caractérisée en ce que le capteur de température (96) est disposé à la verticale au-dessus du point nodal
(97).
3. Unité de chauffage d'eau pour usages sanitaires selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'unité de commande (101) est conçue de manière à détecter une demande d'eau pour
usages sanitaires sur la base d'une variation de température, en particulier d'un
profil de température, qui est détecté(e) par le capteur de température (96).
4. Unité de chauffage d'eau pour usages sanitaires selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée par une pompe de circulation (46), qui fait circuler le milieu de chauffage à travers
l'échangeur de chaleur (6).
5. Unité de chauffage d'eau pour usages sanitaires selon la revendication 4, caractérisée en ce que l'unité de commande (101) est conçue pour mettre la pompe de circulation (46) en
marche et à l'arrêt en fonction d'une demande d'eau pour usages sanitaires.
6. Unité de chauffage d'eau pour usages sanitaires selon la revendication 4 ou 5, caractérisée en ce que l'unité de commande (101) est intégrée au moins en partie à l'électronique de commande
de la pompe de circulation (46), la pompe de circulation (46) étant réalisée sous
la forme d'un groupe à pompe de circulation qui comprend l'électronique de commande
et un moteur d'entraînement électrique.
7. Unité de chauffage d'eau pour usages sanitaires selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le capteur de température (96) est un capteur température-pression combiné qui, outre
la température, détecte une pression absolue et/ou différentielle.
8. Unité de chauffage d'eau pour usages sanitaires selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que, côté sortie de la seconde voie d'écoulement (12) de l'échangeur de chaleur (6),
est disposé un capteur de température et/ou de débit (98), dont les signaux de sortie
sont détectés par l'unité de commande (101), l'unité de commande (101) étant constituée
de manière à déterminer le besoin de milieu de chauffage pour le chauffage de l'eau
pour usages sanitaires sur la base de ces signaux de sortie.
9. Unité de chauffage d'eau pour usages sanitaires selon la revendication 8 et la revendication
4, caractérisée en ce que l'unité de commande (101) est constituée de manière à régler le débit de refoulement
de la pompe de circulation (46) en fonction du besoin de milieu de chauffage détecté.
10. Unité de chauffage d'eau pour usages sanitaires selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que, côté entrée de la première voie d'écoulement (10) de l'échangeur de chaleur (6),
est disposé un capteur de température (94) destiné à détecter la température du milieu
de chauffage.
11. Unité de chauffage d'eau pour usages sanitaires selon la revendication 10, caractérisée par une pompe de circulation (76) disposée dans la conduite de circulation (90) et par
une commande de circulation qui est constituée de manière à mettre la pompe de circulation
(76) en marche et à l'arrêt, au moins en tenant compte de la température du milieu
de chauffage qui a été détectée.
12. Unité de chauffage d'eau pour usages sanitaires selon la revendication 11, caractérisée en ce que la commande de circulation est constituée de manière à mettre la pompe de circulation
(76) à l'arrêt lorsque la température du milieu de chauffage devient inférieure à
une valeur limite prédéterminée.
13. Unité de chauffage d'eau pour usages sanitaires selon la revendication 11 ou 12, caractérisée en ce que la commande de circulation est intégrée au moins en partie à l'unité de commande
(101) pour assurer la commande de chauffage de l'eau pour usages sanitaires.
14. Unité de chauffage d'eau pour usages sanitaires selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le capteur de température (94, 96, 98) est relié à un module de détection de données
(100) qui présente une interface de sortie (102) à laquelle il présente un signal
de capteur détecté et/ou des données tirées de ce signal, et l'unité de commande (101)
est dotée d'une interface d'entrée (104) destinée à recevoir des signaux ou données
provenant de l'interface de sortie (102).
15. Unité de chauffage d'eau pour usages sanitaires selon la revendication 14, caractérisée en ce que l'interface de sortie (102) et l'interface d'entrée (104) sont conçues pour la communication
sans fil, en particulier la communication radio.