[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Kabelsatz mit einer Vielzahl von zu einer Einheit
zusammengefaßten elektrischen Adern, von denen jede aus einem von einer Isolierung
umgebenen elektrischen Leiter besteht, bei welchem die Adern zur unverwechselbaren
Identifizierung unterschiedlich gekennzeichnet sind (
DE 37 10 642 A1).
[0002] Kabelsätze, auch "Kabelbäume" genannt, werden in elektrischen Geräten aller Art und
insbesondere in Kraftfahrzeugen eingesetzt. In einem Kabelbaum ist eine sehr große
Anzahl von aus isolierten elektrischen Leitern bestehenden Adern zu einer Einheit
zusammengefaßt, die unterschiedlich lang und an ihren Enden mit unterschiedlichen
Bauteilen bestückt sind. Damit beim Aufbau eines Kabelbaums und insbesondere bei seiner
Konfektionierung, d. h. bei der Bestückung mit den Bauteilen, keine Verwechslungen
der meist relativ weit voneinander entfernten Enden der Adern stattfindet, haben deren
Isolierungen bei den bekannten, auf dem Markt befindlichen Kabelsätzen unterschiedliche
Farben. Entsprechende, unterschiedlich gefärbte Adern sind auf Spulen aufgewickelt.
Die Spulen werden in einem Lager angeordnet, mit einem von der großen Anzahl der unterschiedlichen
Farben abhängigen großen Platzbedarf.
[0003] Das gilt auch für den in der eingangs erwähnten
DE 37 10 642 A1 beschriebenen Kabelbaum, der insbesondere in Kraftfahrzeugen eingesetzt werden soll.
Der Kabelbaum hat einen Stammbereich, in dem eine Vielzahl von Adern zusammengefaßt
ist und von dem Äste mit Adern abzweigen. Der Stammbereich ist in einen formstabilen
Formkörper eingebettet. An den freien Enden aller Adern sind Kontaktelemente angebracht.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den eingangs geschilderten Kabelsatz so
zu gestalten, daß er mit weniger Aufwand hergestellt werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst,
- daß die Isolierung aller Adern bzw. von Gruppen von Adern aus optisch identischem
Material besteht und
- daß an beiden Enden einer jeden Ader identische Kennzeichen angebracht sind, die für
die verschiedenen Adern unterschiedlich ausgeführt sind.
[0006] In diesem Kabelsatz können alle Adern eine in gleicher Farbe ausgeführte Isolierung
haben. Zu ihrer einwandfreien Identifizierung beim Aufbau eines Kabelsatzes sind an
den beiden Enden einer jeden Ader identische Kennzeichen angebracht. Solche Kennzeichen
sind beispielsweise aus Isoliermaterial Ringe, Schlauchstücke oder Tüllen, die beim
Zuschneiden bzw. Ablängen der Adern angebracht werden können. Als Ringe können beispielsweise
Farbringe oder Ringe mit leicht zu identifizierenden Mustern eingesetzt werden. Bei
dieser Ausführungsform des Kabelsatzes wird für alle Leiterquerschnitte jeweils nur
eine Ader mit einer wie auch immer aussehenden Isolierung benötigt, die in großer
Länge auf eine Spule aufgewickelt ist. Diese Ader wird zum Aufbau eines Kabelsatzes
von der Spule abgezogen und einer Schneideinrichtung zugeführt, in welcher die Adern
des Kabelsatzes in den erforderlichen Längen abgetrennt bzw. abgelängt werden.
[0007] Es ist auch möglich, insgesamt zwei oder in engem Rahmen auch mehr als zwei identische
Isolierungen zu verwenden, beispielsweise für bestimmte Gruppen von Adern oder auch
für unterschiedliche Leiterquerschnitte. So können beispielsweise alle Adern mit gleichem
Leiterquerschnitt oder gleicher Temperaturbeständigkeit eine identische Isolierung
haben, die sich von den Isolierungen der Adern mit anderen Leiterquerschnitten unterscheidet.
Auch in diesen Fällen sind an den beiden Enden einer jeden Ader die bereits erwähnten
Kennzeichen angebracht.
[0008] Die jeweils identische Isolierung kann einfarbig ausgeführt sein. Sie kann aber auch
mehrfarbig sein oder Muster aufweisen. Von Bedeutung ist nur, daß für alle Adern oder
für Gruppen von Adern jeweils identische Isolierungen vorhanden sind.
[0009] Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in den Zeichnungen dargestellt.
[0010] Es zeigen:
Fig. 1 in schematischer Darstellung einen Kabelsatz nach der Erfindung.
Fig. 2 ebenfalls in schematischer Darstellung eine Anordnung zur Erzeugung einer Ader
des Kabelsatzes nach Fig. 1.
Fig. 3 eine in einem Kabelsatz nach Fig. 1 verwendbare Ader.
Fig. 4 bis 6 drei unterschiedliche Ausführungsformen einer mit Kennzeichen versehenen
Ader.
[0011] Ein Kabelsatz nach Fig. 1 weist eine größere Anzahl von elektrischen Adern 1 auf,
von denen jede aus einem von einer Isolierung umgebenen elektrischen Leiter besteht.
Der Kabelsatz ist in Fig. 1 nur in seinem grundsätzlichen Aufbau dargestellt, ohne
irgendwelche Abschlüsse an den Enden der Adern 1. Auch sind der Übersichtlichkeit
halber nur relativ wenige Adern 1 eingezeichnet. Die Adern 1 haben unterschiedliche
Längen. Sie sind in einem zentralen Bereich B zusammengefaßt, der durch zwei strichpunktierte
Linien begrenzt ist. Von dem zentralen Bereich B gehen Adern 1 aus, die zu unterschiedlichen
elektrischen Verbrauchern führen, welche beispielsweise in einem Kraftfahrzeug angebracht
sind. Die Adern 1 können - so wie es in Fig. 1 dargestellt ist - auch im Verlauf des
Bereiches B aus dem Kabelsatz abzweigen.
[0012] Die Adern 1 haben in bevorzugter Ausführungsform alle eine Isolierung, die optisch
identisch ausgeführt ist. Alle Adern können beispielsweise eine Isolierung gleicher
Farbe haben. Die Isolierung aller Adern kann auch identisch gemustert oder mit identischen
Symbolen versehen sein. Grundsätzlich gilt das auch dann, wenn für Gruppen von Adern
zwei oder mehr als zwei unterschiedliche, jeweils aber optisch identische Isolierungen
verwendet werden. Eine solche Maßnahme könnte beispielsweise eingesetzt werden, wenn
alle Adern mit gleichem Leiterquerschnitt oder gleicher Temperaturbeständigkeit jeweils
optisch identische Isolierungen aufweisen.
[0013] Die Adern 1 werden zum Aufbau des Kabelsatzes mit unterschiedlichen Längen von einer
größeren Länge abgetrennt. Dazu wird gemäß Fig. 2 beispielsweise eine auf einer Spule
2 befindliche Ader in Richtung des Pfeiles 3 abgezogen. Nach Vorliegen einer ausreichenden
Länge wird die jeweilige Ader 1 an der Stelle 4 abgetrennt und an ihren Enden abisoliert
(Fig. 3), so daß ihr elektrischer Leiter 5 für Kontaktierungszwecke zur Verfügung
steht. Der Leiter 5 besteht vorzugsweise aus Kupfer oder Aluminium.
[0014] Gleichzeitig mit dem Abisolieren des Leiters 5 kann an den beiden Enden der Ader
1 je ein Kennzeichen angebracht werden. Das könnte aber auch in einem gesonderten
Arbeitsgang durchgeführt werden. Die Kennzeichen an den beiden Enden einer Ader sind
identisch ausgeführt, damit dieselbe bei der Herstellung des Kabelsatzes eindeutig
identifiziert werden kann, wenn alle Adern oder jeweils Gruppen von Adern eine identische
Isolierung aufweisen. Diese einwandfreie Identifizierung jeder einzelnen Ader ist
erforderlich, damit bei der Konfektionierung des Kabelsatzes keine Fehler gemacht
werden.
[0015] Als Kennzeichen können beispielsweise Ringe 6 aus Isoliermaterial an den Enden einer
Ader 1 auf deren Isolierung aufgebracht werden. Dabei kann es sich um Farbringe handeln
und/oder auch um Ringe mit deutlich erkennbaren Mustern auf ihren äußeren Oberflächen.
Ein solches Muster sind beispielsweise die Buchstaben "A" (Fig. 4) oder "B" (Fig.
5) oder "X" (Fig. 6). Solche Muster können auch mit unterschiedlichen Farben kombiniert
werden und es können pro Aderende auch zwei oder mehr Ringe aufgebracht werden. Es
ergibt sich dadurch die Möglichkeit, daß in einer bevorzugten Ausführungsform des
Kabelsatzes auch bei einer sehr großen Anzahl von Adern in einem Kabelsatz durchweg
nur Adern mit identischer Isolierung eingesetzt werden können. Statt der Ringe 6 können
auch Schlauchstücke oder Tüllen eingesetzt werden.
1. Kabelsatz mit einer Vielzahl von zu einer Einheit zusammengefaßten elektrischen Adern,
von denen jede aus einem von einer Isolierung umgebenen elektrischen Leiter besteht,
bei welchem die Adern zur unverwechselbaren Identifizierung unterschiedlich
gekennzeichnet sind, dadurch gekennzeichnet,
- daß die Isolierung aller Adern (1) bzw. von Gruppen von Adern (1) aus optisch identischem
Material besteht und
- daß an beiden Enden einer jeden Ader (1) identische Kennzeichen angebracht sind,
die für die verschiedenen Adern unterschiedlich ausgeführt sind.
2. Kabelsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierung der Adern (1) in gleicher Farbe ausgeführt ist.
3. Kabelsatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kennzeichen aus Isoliermaterial bestehende Ringe (6) sind.
4. Kabelsatz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kennzeichen Farbringe sind.
5. Kabelsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierung von Adern mit gleichem Leiterquerschnitt jeweils aus optisch identischem
Material besteht, das sich vom Isoliermaterial der Adern mit anderen Leiterquerschnitten
unterscheidet.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Kabelsatz mit einer Vielzahl von zu einer Einheit zusammengefaßten elektrischen Adern,
von denen jede aus einem von einer Isolierung umgebenen elektrischen Leiter besteht,
bei welchem die Isolierung aller Adern (1) bzw. von Gruppen von Adern (1) aus optisch
identischem Material besteht und bei welchem zur unverwechselbaren Identifizierung
der Adern an beiden Enden einer jeden Ader (1) identische Kennzeichen angebracht sind,
die für die verschiedenen Adern unterschiedlich ausgeführt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Kennzeichen aus Isoliermaterial bestehende Ringe (6) sind, die auf die Isolierung
einer jeden Ader (1) an deren beiden Enden aufgebracht sind.
2. Kabelsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kennzeichen Farbringe sind.
3. Kabelsatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierung der Adern (1) in gleicher Farbe ausgeführt ist.
4. Kabelsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierung von Adern mit gleichem Leiterquerschnitt jeweils aus optisch identischem
Material besteht, das sich vom Isoliermaterial der Adern mit anderen Leiterquerschnitten
unterscheidet.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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