[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Prüfung von mindestens einem in einer Druckmaschine
ermittelten Messwert auf seine Plausibilität gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0002] Durch die
WO 2005/092613 A2 ist eine vorzugsweise im Mehrfarbendruck druckende Druckmaschine mit mindestens einem
eine Dosiereinrichtung aufweisenden Farbwerk bekannt, wobei die Dosiereinrichtung
des Farbwerks von einer Regeleinrichtung geregelt ist, wobei die Regeleinrichtung
mit einer vorzugsweise optischen Erfassungseinrichtung verbunden ist, wobei die Erfassungseinrichtung
mit einem auf eine Oberfläche eines in der Druckmaschine bedruckten Bedruckstoffes
gerichteten Sensor die Qualität des Druckes erfasst.
[0003] Durch die
DE 42 38 557 A1 ist ein Verfahren zur Einstellung der Feuchtmittelmenge bei einer Offset-Rotationsdruckmaschine
bekannt, bei dem mit einem Densitometer in nebeneinander liegenden Farbzonen eines
Farbkontrollstreifens deren jeweilige Farbdichte gemessen wird, wobei hinsichtlich
einer bestimmten Farbe ermittelt wird, in welchem Verhältnis eine zuvor festgelegte
Anzahl von Farbzonen zu der Anzahl derjenigen Farbzonen steht, in denen sich deren
jeweilige Farbdichte gleichzeitig verändert hat.
[0004] Durch die
EP 0 741 026 A2 ist ein Verfahren zur Bildinspektion und Farbführung an Druckprodukten einer Druckmaschine
bekannt, wobei mit einer optischen Erfassungseinrichtung Druckbilder der Druckprodukte
erfasst werden, wobei die Druckbilder der Druckprodukte in Zonen entsprechend der
zonalen Teilung eines Farbwerks der Druckmaschine eingeteilt sind, wobei in einem
von mehreren Prüfschritten für jede der verdruckten Farben Felder einer Zone mit Feldern
von Nachbarzonen verglichen und auf eine jeweils ähnliche Farbabweichung überprüft
werden, wobei eine Farbregelung nur dann aufgerufen wird, wenn die aktuelle Farbführung
ursächlich für die ermittelte Farbabweichung ist.
[0005] Durch die
EP 1 437 222 A1 ist ein Verfahren zum Drucken eines mehrere Messfelder aufweisenden Farbmessstreifens
bekannt, wobei die in den einzelnen Messfeldern auf einem Bedruckstoff aufgetragenen
Farbdichten gemessen und für eine Farbregelung einer Druckmaschine verwendet werden,
wobei innerhalb einer selben längs zur Transportrichtung des Bedruckstoffes verlaufenden
Farbzone quer zur Transportrichtung dieses Bedruckstoffes nebeneinander angeordnete
Messfelder jeweils in drei Gruppen von Messfeldern angeordnet sind, wobei in jeder
Gruppe den am Druck beteiligten Druckfarben zugeordnete Messfelder jeweils in derselben
Reihenfolge nebeneinander angeordnet sind, wobei jeweils ein Verhältnis oder eine
Differenz einer in einem Messfeld der mittleren Gruppe gemessenen Farbdichte einer
bestimmten Farbe zu den beiden anderen jeweils in einem Messfeld der beiden anderen
Gruppen gemessenen Farbdichten derselben Farbe gebildet wird, wobei geprüft wird,
ob sich das ermittelte Verhältnis oder die ermittelte Differenz innerhalb zulässiger
zuvor festgelegter Grenzen befindet. Ein außerhalb dieser festgelegten Grenzen liegendes
Ergebnis wird z. B. als ein Tonen oder als ein Schmieren gewertet.
[0006] Durch die
EP 1 084 843 A1 ist eine Vorrichtung zum densitometrischen Ausmessen von Druckprodukten bekannt,
wobei mit vorgegebenen Sollwerten verrechnete Messergebnisse eines Densitometer-Messkopfes
zu Stellbefehlen für eine Farbführung einer Druckmaschine verwendet werden, wobei
durch eine dem Densitometer nachgeschaltete und eine Recheneinheit umfassende Auswerteeinheit
ein Vergleich der Farbdichtewerte eines Messfeldes mit den benachbarten Messfeldern
der gleichen Farbe und Messfeldart (Vollton bzw. Rasterton) vorgenommen wird.
[0007] Durch die
DE 10 2004 003 612 A1 ist ein Verfahren zur Auswertung eines Bildes von einem vorbestimmten Ausschnitt
eines Druckerzeugnisses bekannt, bei dem ein Bild von einem vorbestimmten Ausschnitt
des Druckerzeugnisses von einer Kamera mit einem elektronischen Flächenbildsensor
aufgenommen wird, bei dem ein von dem Bildsensor erfasstes Bild von einer elektronischen
Auswertungseinheit ausgelesen und verarbeitet wird, wobei von ersten vorbestimmten
Feldern innerhalb des Ausschnitts aufgenommene Intensitätssignale rechnerisch mit
Referenzdatenwerten verknüpft werden, welche ein Maß für die Intensität der Lichtremission
von unbedruckten Bereichen des Druckerzeugnisses darstellen, wobei zu Beginn ein Bild
von einer Weißreferenz aufgenommen wird und von den Intensitätssignalen dieses Bildes
Grundreferenzdaten für den gesamten Ausschnitt abgeleitet werden, wobei bei jeder
Auswertung eines Bildes des vorbestimmten Ausschnitts aus von zweiten vorbestimmten
Feldern innerhalb des Ausschnitts aufgenommenen Intensitätssignalen Korrekturdaten
abgeleitet werden, und wobei vor der rechnerischen Verknüpfung der von den ersten
vorbestimmten Feldern innerhalb des vorbestimmten Ausschnitts aufgenommenen Intensitätssignale
mit den Referenzdaten letztere durch eine rechnerische Verknüpfung der Grundreferenzdaten
mit den Korrekturdaten ermittelt werden.
[0008] Durch die
DE 10 2004 021 601 A1 ist ein Verfahren zur Verwendung in einer Druckmaschine mit mindestens einem Farbwerk
bekannt, wobei mindestens eine Einstellung des betreffenden Farbwerks in einem laufenden
eine Oberfläche eines Bedruckstoffs bedruckenden Druckprozess der Druckmaschine anhand
mindestens eines in diesem Druckprozess in der Druckmaschine erfassten Messwertes
von einer Regeleinrichtung änderbar ist, wobei die Regeleinrichtung den erfassten
Messwert vor einer Veränderung der Einstellung des betreffenden Farbwerks auf Plausibilität
prüft. Für die Plausibilitätsprüfung der Messwerte werden z. B. Grenzwerte für eine
Abweichung z. B. im Farbdichtebereich festgelegt, welche zwei aufeinander folgende
oder örtlich benachbarte, zusammenliegende Messwerte nicht überschreiten dürfen.
[0009] Durch die
DE 38 29 341 A1 ist ein Verfahren zum Erfassen von Daten eines Druckbildes für die Regelung der Farbzufuhr
in Druckmaschinen unter Verwendung eines Densitometers zur Erzeugung der Daten, eines
Speichers für die Sammlung der Daten oder Spektralphotometers und eines Rechners für
die Auswertung der Daten zur Ansteuerung einer zonal aufgeteilten Farbdosiereinrichtung
bekannt, wobei das Druckbild entsprechend seinem Aufbau in Bildzonen aufgeteilt wird,
deren jede sich über unterschiedlich viele Zonen der Farbdosiereinrichtung erstrecken
kann und wobei die Bildzonendaten in einem Bildzonenspeicher abgelegt werden, wobei
im Bildbereich jeder Bildzone mit deren Densitometer bzw. Spektralphotometer Farbdichtewerte
gemessen werden, wobei die so gewonnenen Daten dem Rechner übergeben werden, der sie
auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft, wobei die Daten bei erfolgreicher Prüfung
in einem Bilddatenspeicher abgelegt, das Densitometer bzw. Spektralphotometer für
die nächste Messung freigegeben und der nächste Schritt innerhalb eines Messzyklus
angegeben wird, oder wobei bei nicht erfolgreicher Prüfung der Daten eine Fehlermeldung
ausgegeben und das Densitometer noch einmal für den gleichen Schritt im Messzyklus
freigegeben wird.
[0010] Durch die
DE 35 43 444 A1 ist ein Verfahren zur Erzielung eines gleichförmigen Druckresultats an einer autotypisch
arbeitenden Mehrfarbendruckmaschine bekannt, bei dem die Zufuhr der Druckfarben zu
benachbarten Farbzonen eines Bedruckstoffs mittels Stellgliedern veränderbar ist und
bei dem zur Regelung des Druckvorgangs an innerhalb der Farbzonen mitgedruckten Messfeldern
wiederholt Volltondichten und/oder Rasterpunktgrößen ermittelt und beim Herausfallen
derselben aus ihnen zugeordneten Toleranzbereichen durch Betätigung der Stellglieder
korrigierend in den Druckvorgang eingegriffen wird, wobei zur Aufrechterhaltung des
Farbgleichgewichts während des Druckvorgangs auch wiederholt ausgewählte Beziehungen
von Volltondichten und/oder Rasterpunktgrößen verschiedener Druckfarben zueinander
ermittelt und auch beim Herausfallen der ausgewählten Beziehungen aus ihnen zugeordneten
Toleranzbereichen durch Betätigung der Steuerorgane korrigierend in den Druckvorgang
eingegriffen wird.
[0011] Durch die
DD 80 046 A1 ist ein Verfahren zur Erkennung von Makulaturexemplaren beim Rollendruck bekannt,
wobei eine oder mehrere fotoelektrische Abtaster oder Beleuchtungs- und Messstrahlen
das Remissionsvermögen einer nichtbedruckten Fläche auf dem Papier von einer oder
beiden Seiten messen, wobei dieses Verfahren die Möglichkeit bietet, das Messsignal
vor der Austastung zur Erkennung unbedruckter Exemplare oder solcher mit zu geringer
Farbführung heranzuziehen.
[0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Prüfung von mindestens
einem in einer Druckmaschine ermittelten Messwert auf seine Plausibilität zu schaffen.
[0013] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0014] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass bei
einer in einem laufenden Druckprozess innerhalb einer Druckmaschine automatisch, d.
h. ohne Eingriff von Bedienpersonal durchgeführten Farbregelung die Plausibilität
mindestens eines in der Druckmaschine erfassten Messwertes einer in einer ausgewählten
Farbzone ermittelten Farbdichte einer Druckfarbe in Relation zu dem jeweiligen Messwert
einer in einer anderen Farbzone ermittelten Farbdichte derselben Druckfarbe geprüft
wird, wobei diese Farbzonen vorzugsweise nebeneinander quer zur Transportrichtung
des Bedruckstoffes angeordnet sind. Für die Farbregelung werden dann ausschließlich
solche Messwerte verwendet, die im Kontext weiterer für dieselbe Druckfarbe ermittelter
Messwerte plausibel sind. Dieses Verfahren trägt dazu bei, dass kurzzeitige singuläre
Störungen das Regelverhalten einer die Farbregelung ausführenden Regeleinrichtung
nicht unnötigerweise destabilisieren. Darüber hinaus wird zumindest diese Relation
vorzugsweise nur unter einer bestimmten Bedingung gebildet, wobei diese vor dem Druckprozess
festgelegte, vorzugsweise frei parametrierbare und in der das Farbwerk regelnden Regeleinrichtung
gespeicherte Bedingung definiert, in welchem Betriebszustand der Druckmaschine eine
aktive automatische Farbregelung sinnvoll ist. Denn nicht in jedem Betriebszustand
der Druckmaschine ist eine aktive automatische Farbregelung sinnvoll, z. B. nicht
in den ersten Momenten des Anfahrens der Druckmaschine, in welchem der Farbübertragungsvorgang
erst aufgebaut wird. Die aus jeweils eine Farbdichte angebenden Messwerten gebildete
Relation wird von der das Farbwerk z. B. elektronisch und/oder mittels eines Programms
regelnden Regeleinrichtung während des laufenden Druckprozesses der Druckmaschine
vorzugsweise auf eine Veränderung geprüft. Die im laufenden Druckprozess innerhalb
der Druckmaschine vorzugsweise fortlaufend durchgeführte Überprüfung dieses Messwertes
auf seine Plausibilität sowie die daran anschließende selektive Verwendung des betreffenden
Messwertes für die Farbregelung tragen wesentlich zu einem stabilen Regelverhalten
der das Farbwerk regelnden Regeleinrichtung bei, was eine Erzeugung von Druckprodukten
von einer hohen Qualität mit hoher Wirtschaftlichkeit unterstützt und unnötige Unterbrechungen
des Druckbetriebs vermeiden hilft.
[0015] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
im Folgenden näher beschrieben.
[0016] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine vereinfachte Darstellung einer Offsetbogendruckmaschine;
- Fig. 2
- einen Ausschnitt eines Druckbogens mit einem Messstreifen;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer von einem Druckbogen remittiertes Licht erfassenden
Erfassungseinrichtung mit einer zugehörigen Beleuchtungseinrichtung;
- Fig. 4
- einen Druckbogen mit einem Messstreifen und mehreren Farbzonen.
[0017] Die Fig. 1 zeigt eine beispielhaft als eine Bogendruckmaschine ausgebildete Druckmaschine.
Alternativ kann die Druckmaschine jedoch auch als eine Rollendruckmaschine ausgebildet
sein. Die Druckmaschine ist insbesondere als eine Offsetdruckmaschine ausgebildet,
wobei die Druckmaschine unter Anwendung eines konventionellen oder eines wasserlosen,
d. h. ohne Zugabe eines Feuchtmittels druckenden Offsetdruckverfahrens drucken kann.
[0018] Die Druckmaschine weist vorzugsweise mehrere, denselben Bedruckstoff 09 (Fig. 2)
jeweils mit einer Druckfarbe z. B. in einem der Farbtöne Schwarz, Cyan, Magenta oder
Gelb bedruckende Druckwerke 01 auf. In dem Beispiel der Fig. 1 sind in einer durch
Pfeile angedeuteten Transportrichtung T des Bedruckstoffes 09 in Reihenbauweise einander
nachfolgend fünf Druckwerke 01 vorgesehen, wobei jedes dieser Druckwerke 01 z. B.
mindestens einen jeweils mit einem Übertragungszylinder 14 zusammenwirkenden Formzylinder
08 aufweist. Jedem Formzylinder 08 ist jeweils ein Druckfarbe auf den Formzylinder
08 auftragendes Farbwerk 07 zugeordnet. Den Druckwerken 01 folgen in Transportrichtung
T des Bedruckstoffes 09 z. B. eine Lackiereinrichtung in Form eines Lackturmes 02
sowie eine Auslageverlängerung 03 und ein Ausleger 04. Am gegenüberliegenden Ende
der Bogendruckmaschine ist ein Bogenanleger 06 angeordnet. Die Zahl der einander nachfolgenden
Druckwerke 01 kann je nach Bedarf niedriger oder höher gewählt sein als in dem in
der Fig. 1 dargestellten Beispiel. Eine Erweiterung bis auf zehn Druckwerke 01 ist
durchaus möglich. Zumindest eines der mehreren Druckwerke 01 kann als ein Imprinter
ausgebildet sein, sodass an der Druckmaschine ein fliegender Plattenwechsel, d. h.
ein Wechsel von Druckformen an dem jeweiligen Formzylinder 08 des betreffenden Druckwerks
01 bei laufender Produktion der Druckmaschine aufgrund einer Trennung des betreffenden
Formzylinders 08 aus dem laufenden Druckvorgang möglich ist. Auch kann die Bogendruckmaschine
für einen Schön- und Widerdruck vorgesehen sein, d. h. für einen beidseitigen Druck
auf dem die Bogendruckmaschine durchlaufenden Bedruckstoff 09, und zur Realisierung
dieser Funktion z. B. eine Wendeeinrichtung aufweisen. Die Imprinterfunktion kann
für den Schön- und Widerdruck, d. h. beidseitig des Bedruckstoffes 09 vorgesehen sein.
Imprinterfähige Druckeinheiten 01 können auch für den Druck von Schmuckfarben oder
Sonderfarben verwendet werden. Außer einer Anordnung der Druckwerke 01 in Reihenbauweise
kann auch eine Anordnung in Form eines Turms mit einer im Wesentlichen vertikalen
Führung des Bedruckstoffes 09 vorgesehen sein. Häufig werden in Transportrichtung
T des Bedruckstoffes 09 vor einem Auftragen der helleren Druckfarben, wie z. B. Gelb
oder Magenta, zuerst die dunkleren Druckfarben verdruckt, wie z. B. Schwarz oder Cyan.
[0019] Bei dem Bedruckstoff 09 handelt es sich je nach verwendetem Typ von Druckmaschine
um Material in Form von Druckbogen 09 oder um eine Materialbahn, die jeweils vorzugsweise
aus einem aus aufgeschlossenen Pflanzenfasern hergestellten Werkstoff bestehen und
je nach ihrer Anwendung und ihrem Flächengewicht der Produktsorte Papier (< 150 g/m
2), Karton (150 bis 600 g/m
2) oder Pappe (> 600 g/m
2) zuzurechnen sind. Die Größe eines Druckbogens 09 kann längs zu seiner Transportrichtung
T (Fig. 4) durch die Druckmaschine z. B. mehr als 1.000 mm und quer zu seiner Transportrichtung
T z. B. mehr als 700 mm betragen. Auch eine Materialbahn kann längs zu ihrer Transportrichtung
T durch die Druckmaschine eine Breite z. B. von mehr als 1.000 mm aufweisen. Im Rollendruck
werden Breiten z. B. von bis zu 2.600 mm realisiert.
[0020] Zur Verbesserung der Bedruckbarkeit des Bedruckstoffes 09 kann insbesondere ein aus
Papier bestehender Bedruckstoff 09 einseitig oder beidseitig auf seiner Oberfläche
gestrichen sein, d. h. mit einer weißen, einschichtig oder mehrschichtig aufgetragenen
Strichmenge aus Pigmenten, Bindemitteln und Zusatzstoffen, z. B. optischen Aufhellern,
versehen sein, wodurch die Oberfläche des Bedruckstoffes 09 hinsichtlich ihrer Helligkeit,
ihres Farbtons und/oder ihrer herstellungsbedingten Struktur oder Rauheit gezielt
beeinflusst wird. Das Flächengewicht der Strichmenge liegt dabei z. B. im Bereich
zwischen 5 und 20 g/m
2, vorzugsweise zwischen 5 g/m
2 und 10 g/m
2. Auch kann nach dem Streichen der Oberfläche des Bedruckstoffes 09 dessen Satinage,
d. h. eine Glättung der Oberfläche des Bedruckstoffes 09 in einem Kalander, erfolgen,
was sich wiederum auch auf die optischen Eigenschaften des Bedruckstoffes 09 und dessen
Bedruckbarkeit auswirkt. Die Oberfläche des Bedruckstoffes 09 kann z. B. zur Verwendung
als Banknotenpapier oder Dokumentenpapier auch eine eingeprägte oder aufgeprägte Struktur
aufweisen, wobei diese Struktur flächig oder als ein Relief ausgebildet sein kann.
[0021] Bei einem Durchlauf des Bedruckstoffes 09 durch die Druckmaschine ist dessen Beeinflussung
durch Feuchtigkeit aus ihn umgebender Luft, aus einer auf seiner Oberfläche aufgetragenen
Druckfarbe oder aus einem dem Druckprozess zugeführten Feuchtmittel oder durch einen
Angriff mechanischer Kräfte unvermeidbar. Je nach seiner Beschaffenheit wirken sich
diese Einflüsse unterschiedlich auf eine Dehnung von dessen Oberfläche quer und/oder
längs in dessen durch die Druckmaschine verlaufender Transportrichtung T aus, wobei
je nach Ursache zwischen einer Feuchtdehnung und/oder einer mechanischen Dehnung zu
unterscheiden ist. Diese sich am Bedruckstoff 09 zeigenden Wirkungen beeinflussen
seine Verdruckbarkeit.
[0022] Am Druck sind zumeist mehrere Druckfarben beteiligt, die sich nach dem Übereinanderdruck
mehrerer Farbauszüge in einem autotypischen Farbmischprozess zu einem mehrfarbigen
Druckbild 21 (Fig. 2) ergänzen, wobei jeder Farbauszug jeweils nur eine der am Druck
beteiligten Druckfarben auf den Bedruckstoff 09 druckt. Häufig verwendet man als Primärdruckfarben
Druckfarben in den Farbtönen Magenta, Cyan und Gelb, aus denen eine Vielzahl weiterer
Farbtöne gemischt werden. Um den technologischen Aufwand zur Erzeugung von Schwarz
oder von einem Grauton als Mischung aus den drei zuvor genannten Buntfarben zu reduzieren
und dadurch hochwertige Buntfarben einzusparen, wird zumeist zusätzlich Druckfarbe
im Farbton Schwarz eingesetzt. Darüber hinaus können eine oder mehrere Sonderfarben
verdruckt werden, um im Druck einen kundenspezifischen Farbton oder Effekt zu erzeugen.
Dabei beeinflussen die farbmetrischen Eigenschaften der im Druck verwendeten Druckfarben
in Verbindung mit der Beschaffenheit des Bedruckstoffes 09, auf den die Druckfarben
in der Druckmaschine aufgetragen werden, den im Druck reproduzierbaren Farbumfang
erheblich. Die farbmetrischen Eigenschaften der Druckfarben sind u. a. auch von der
chemischen Zusammensetzung ihrer Farbpigmente abhängig. Zumeist vergleichsweise teure
Farbpigmente können beispielsweise den mit dieser Druckfarbe reproduzierbaren Farbraum
erweitern. Überdies ist vom verwendeten Bedruckstoff 09 z. B. der mit einer Druckfarbe
wiedergebbare Farbkontrast abhängig. Bei gestrichenen Papieren ist im Übereinanderdruck
der Primärdruckfarben für den Vollton eine optische Dichte von etwa zwei Dichteeinheiten
(kurz: 2D) erreichbar, insbesondere für die Druckfarbe Schwarz.
[0023] Beim autotypischen Farbmischprozess wird das mehrfarbige Druckbild 21 durch jeweils
Rasterpunkte aufweisende Farbauszüge drucktechnisch zusammengesetzt, wobei für alle
am Druck beteiligten Druckfarben jeweils ein Farbauszug vorgesehen ist und die Rasterpunkte
unterschiedlicher Farbauszüge auf dem Bedruckstoff 09 sowohl nebeneinander freistehend
als auch übereinander aufgetragen werden. Die Qualität des Druckes wird von der Art
und der Feinheit der Rasterung, d. h. der Formgebung und Anordnung der Rasterpunkte,
beeinflusst. In einem Offsetdruckverfahren können Rasterpunkte typischerweise ab einer
Größe von ca. 10 µm zuverlässig übertragen werden, wobei im Mehrfarbendruck Rasterweiten
zwischen 50 und 80 Linien pro cm gebräuchlich sind. Feinraster zur Wiedergabe filigraner
Strukturen weisen bis zu 150 Linien pro cm auf, denn je feiner die Rasterung ist,
desto höher ist das Auflösungsvermögen des Druckes und damit die Reproduktionsfähigkeit
feiner Strukturen. Um im Mehrfarbendruck Moiré, d. h. eine Interferenzerscheinung,
oder eine Rosettenbildung zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Rasterung nichtperiodisch
auszubilden. Durch eine Kombination einer periodischen und einer nichtperiodischen
Rasterung lässt sich die Qualität des Druckes weiter steigern. Durch eine geeignete
Rasterwinkelung von am Druck beteiligten Farbauszügen in Winkelabständen von z. B.
jeweils 15° kann Moié weitgehend vermieden werden.
[0024] Rasterpunkte können z. B. eine kreisförmige, quadratische oder elliptische Form aufweisen
und in einer amplitudenmodulierten, frequenzmodulierten oder intensitätsmodulierten
Rasterung angeordnet sein. Bei einer amplitudenmodulierten Rasterung weisen die einzelnen
Rasterpunkte einen konstanten Mittelpunktsabstand auf und variieren in ihrer Flächenausdehnung,
wohingegen bei einer frequenzmodulierten Rasterung die einzelnen Rasterpunkte eine
konstante Flächenausdehnung mit variierenden Mittelpunktsabständen aufweisen. Bei
einer intensitätsmodulierten Rasterung wird die Schichtdicke der auf dem Bedruckstoff
09 aufgetragenen Rasterpunkte variiert, wodurch die optische Dichte der Rasterpunkte
verändert wird. Mischformen der Rasterung mit einer mehrdimensionalen Modulation sind
möglich. Im Mehrfarbendruck nimmt die relative Positionierung der Rasterpunkte unterschiedlicher
am Druck beteiligter Farbauszüge zueinander sowie der Grad der flächigen Verteilung
der Rasterpunkte in jedem dieser Farbauszüge beim Übereinanderdruck der Rasterpunkte
auf die Qualität des Druckes Einfluss. Beim Übereinanderdruck wird die relative Lage
der Farbauszüge zueinander als Farbregister oder auch als Passer bezeichnet.
[0025] Die Beschaffenheit der im Druck verwendeten Druckfarben wirkt nachhaltig auf die
Qualität des Druckes. Zur Beschaffenheit der Druckfarbe zählt auch ihr rheologisches
Verhalten, d. h. ihre Fließfähigkeit und ihr Haftungsvermögen auf dem Bedruckstoff
09 sowie auf Rasterpunkten zumindest eines zuvor gedruckten Farbauszuges. Die Fließfähigkeit
der Druckfarbe ist durch ihre Viskosität bestimmt. Je hochviskoser eine Druckfarbe
ist, desto zäher ist sie, was zur Folge hat, dass sie schlechter verläuft und sich
schwieriger zu einem homogenen Film verteilen lässt. Das Haftungsvermögen der Druckfarbe
wird durch ihre Zügigkeit spezifiziert. Je höher die in Form eines Tackwertes angegebene
Zügigkeit der Druckfarbe ist, desto schlechter ist sie spaltfähig, sodass es höherer
Kräfte bedarf, um einen Film dieser Druckfarbe durch eine Anordnung von Rotationskörpern
zu transportieren und auf den Bedruckstoff 09 zu übertragen, was in der Druckmaschine
zufolge eines höheren Reibungswiderstandes zu einer Wärmeerzeugung führt.
[0026] Die Viskosität und Zügigkeit einer Druckfarbe sind temperaturabhängig. Auch eine
Produktionsgeschwindigkeit der Druckmaschine, mit der der Bedruckstoff 09 durch die
Druckmaschine transportiert wird und die z. B. bei einer Bogendruckmaschine 18.000
Bogen/h oder bei einer Rollendruckmaschine 16 m/s betragen kann, nimmt zumindest indirekt
auf die Viskosität und Zügigkeit der Druckfarbe Einfluss. Damit beim Übereinanderdruck
mehrerer Druckfarben eine nachfolgend gedruckte Druckfarbe auf einer zuvor gedruckten
Druckfarbe haftet, muss die nachfolgende Druckfarbe einen geringeren Tackwert aufweisen
("Trapping").
[0027] Die in der Fig. 1 gezeigte Druckmaschine weist in oder an mindestens einem ihrer
Druckwerke 01 mindestens eine Erfassungseinrichtung 11 mit mindestens einem vorzugsweise
optischen Sensor 24 auf (Fig. 3), wobei dieser Sensor 24 auf eine Oberfläche des in
der Druckmaschine bedruckten Bedruckstoffes 09 gerichtet ist und mindestens einen
mit der Qualität des Druckes korrelierenden Messwert erfasst. Sich aus diesem Messwert
ergebende vorzugsweise digitale Daten werden von der optischen Erfassungseinrichtung
11 an eine Regeleinrichtung 12 gesendet, woraufhin die Regeleinrichtung 12 zumindest
das mindestens eine Farbwerk 07 in Abhängigkeit einer Differenz zwischen einer als
Sollwert vorgegebenen Qualität des Druckes und der als Istwert von der optischen Erfassungseinrichtung
11 erfassten Qualität des Druckes vorzugsweise nach dem Erreichen oder Überschreiten
einer zulässigen Toleranzgrenze in einer die Differenz zwischen dem Sollwert und dem
Istwert minimierenden Weise einstellt. Eine von der Regeleinrichtung 12 ausgeübte
Regelung hinsichtlich der vom Farbwerk 07 auf den Bedruckstoff 09 aufzutragenden Druckfarbe
ist somit unmittelbar von denjenigen Daten abhängig, die der Regeleinrichtung 12 von
der Erfassungseinrichtung 11 zugeführt werden.
[0028] Jedes Farbwerk 07 weist eine Dosiereinrichtung zum Dosieren der Menge der auf den
Bedruckstoff 09 zu übertragenden Druckfarbe auf. Diese Dosiereinrichtung kann in Axialrichtung
des Formzylinders 08 nebeneinander mehrere, z. B. zwischen 30 und 60 oder auch mehr
vorzugsweise jeweils gleich breite Zonen 22 - so genannte Farbzonen 22 - aufweisen
(Fig. 2), wobei die Dosierung der auf den Bedruckstoff 09 zu übertragenen Druckfarbe
von der Regeleinrichtung 12 in unterschiedlichen Zonen 22 unterschiedlich einstellbar
und bei Bedarf nachführbar ist. Die Dosiereinrichtung kann z. B. steuerbare Zonenschrauben
aufweisen, wobei in der im Mehrfarbendruck druckenden Druckmaschine insgesamt mehrere
hundert jeweils einzeln steuerbare Zonenschrauben vorgesehen sein können. Die Dosiereinrichtung
dosiert in Abhängigkeit einer von der Regeleinrichtung 12 gegebenen Vorgabe eine Menge
der auf den Bedruckstoff 09 zu übertragenden Druckfarbe durch eine Einstellung ihrer
Schichtdicke und/oder ihrer Auftragungsdauer. So kann die Dosiereinrichtung auch als
ein mindestens eine Farbpumpe verwendendes Farbzufuhrsystem, z. B. als ein Pumpfarbwerk,
ausgebildet sein, wobei Druckfarbe an einen Farbduktor des Farbwerks 07 herangeführt
wird und am Farbduktor vorzugsweise zonenweise mittels individuell auf die verschiedenen
Farbzonen 22 wirkender Stellmittel dosierbar ist, wobei die Stellmittel z. B. ein
von mindestens einem elektrisch betätigbaren Stellantrieb antreibbares Farbdosiermittel,
z. B. mindestens ein Farbmesser oder einen Farbschieber, aufweisen, wobei der Stellantrieb
z. B. als ein von der Regeleinrichtung 12 stellbarer Stellmotor ausgebildet ist. Das
Farbwerk 07 kann als ein Kurzfarbwerk oder als ein auf dem Farbtransportweg z. B.
mehr als vier Walzen aufweisendes konventionelles Walzenfarbwerk ausgebildet sein.
[0029] In der Druckmaschine werden der Formzylinder 08 und der zugeordnete Übertragungszylinder
14 vorzugsweise unabhängig voneinander jeweils z. B. durch einen vorzugsweise lagegeregelten
elektrischen Antrieb angetrieben. Die Druckmaschine ist demnach vorzugsweise wellenlos
ausgebildet, wobei die Antriebe der Formzylinder 08 und/oder der Übertragungszylinder
14 von einem Antrieb eines zugehörigen Gegendruckzylinders 16 mechanisch entkoppelt
sind. Es kann zwar vorgesehen sein, dass der Formzylinder 08 und der Übertragungszylinder
14 z. B. mit Zahnrädern mechanisch gekoppelt sind und einen gemeinsamen vorzugsweise
lagegeregelten Antrieb aufweisen, dass aber dieser gemeinsame Antrieb auf jeden Fall
von einem Antrieb des Gegendruckzylinders 16 mechanisch entkoppelt ist. Mit mindestens
einem dieser Antriebe ist eine Phasenlage oder eine Winkellage zwischen dem Formzylinder
08 und/oder dem Übertragungszylinder 14 gegenüber dem Gegendruckzylinder 16 oder relativ
zu einem anderen Formzylinder 08 der Druckmaschine einstellbar und vorzugsweise regelbar,
wobei die Phasenlage oder Winkellage zur Einstellung eines Umfangsregisters nutzbar
ist. Es kann aber auch bei formschlüssiger Kopplung des Formzylinders 08 an den Gegendruckzylinder
14 ein Stellantrieb zur Phasenverstellung vorgesehen sein. Das Umfangsregister beeinflusst
die Lagegenauigkeit eines Farbauszugs relativ zu einer quer zur Transportrichtung
T des Bedruckstoffes 09 gerichteten Bezugskante oder Bezugslinie des Bedruckstoffes
09. Der Bedruckstoff 09 wird zwischen dem Gegendruckzylinder 16 und einem mit dem
Gegendruckzylinder 16 zusammenwirkenden Übertragungszylinder 14 hindurchgeführt. Des
Weiteren weist jedes Druckwerk 01 der in der Fig. 1 beispielhaft dargestellten Druckmaschine
jeweils ein mit dem Formzylinder 08 zusammenwirkendes Feuchtwerk 17 auf. Die von mindestens
zwei Druckwerken 01 dieser Druckmaschine auf denselben Bedruckstoff 09 gedruckten
Druckfarben weisen vorzugsweise sich voneinander unterscheidende Farbtöne auf.
[0030] Die zur Erfassung der Qualität des Druckes vorgesehene optische Erfassungseinrichtung
11 ist vorzugsweise als ein Inspektionssystem ausgebildet, insbesondere als ein den
Bedruckstoff 09 während seines Transports durch die Druckmaschine inspizierendes Inline-Inspektionssystem.
Ein Inspektionssystem erweitert die Funktionalität einer optischen Erfassungseinrichtung
11 dahingehend, dass alternativ oder insbesondere zusätzlich zur Detektion der z.
B. densitometrisch ermittelbaren optischen Dichte einer auf dem Bedruckstoff 09 aufgetragenen
Druckfarbe und/oder des farbmetrisch, insbesondere spektralfotometrisch ermittelbaren
Farbtons und/oder des von Farbauszügen zueinander eingenommenen Farbregisters oder
des Umfangsregisters und/oder des Seitenregisters eines Farbauszuges auch noch eventuelle
Störungen im Druck, die z. B. durch den Transport des Bedruckstoffes 09 oder den Druckprozess
verursacht sind, erkannt und geeignete Maßnahmen zur Beseitigung der Störung oder
zur Ausschleusung des fehlerhaften Druckerzeugnisses ergriffen werden können. Von
einem Inspektionssystem erkannte Störungen sind z. B. Kratzer, Knicke, Papier- oder
Schmutzpartikel, Farbablagerungen oder Butzen.
[0031] Die optische Erfassungseinrichtung 11 erfasst vorzugsweise berührungslos in ihrer
Grundfunktion eine Annahme von mindestens einer am Druck beteiligten Druckfarbe auf
dem in der Druckmaschine bedruckten Bedruckstoff 09. Wenn mindestens eine im Druck
verwendete Druckfarbe auf dem in der Druckmaschine bedruckten Bedruckstoff 09 am Erfassungsort
der optischen Erfassungseinrichtung 11 vorhanden ist, erkennt die optische Erfassungseinrichtung
11 das Vorhandensein der Druckfarbe an mindestens einer Beschaffenheit dieser Druckfarbe.
[0032] Die Beschaffenheit der Druckfarbe kann ihr farbmetrischer Farbton, eine optische
Dichte oder eine Schichtdicke, eine Form, eine Position, eine Winkelung oder eine
flächige Verteilung ihrer auf dem Bedruckstoff 09 aufgetragenen Rasterpunkte sein.
Die optische Erfassungseinrichtung 11 kann auch z. B. eine Lage von mindestens einem
Rasterpunkt einer am Druck beteiligten Druckfarbe relativ zu einer Lage von mindestens
einem Rasterpunkt mindestens einer anderen am Druck beteiligten Druckfarbe oder eine
Lage von mindestens einem Rasterpunkt einer am Druck beteiligten Druckfarbe in einem
auf dem Bedruckstoff 09 gedruckten Druckbild 21 erfassen, wobei die zuerst genannte
Erfassungsoption eine Relativmessung und die zweite Erfassungsoption eine Absolutmessung,
d. h. eine Bestimmung von Koordinaten des Rasterpunktes mit Bezug auf das zu druckende
Druckbild 21, ist.
[0033] Insbesondere wenn die Druckmaschine den Bedruckstoff 09 beidseitig bedruckt, d. h.
als Bogendruckmaschine im Schön- und Widerdruck arbeitet, kann die optische Erfassungseinrichtung
11 auf gegenüberliegenden Seiten desselben Bedruckstoffes 09 gedruckte Druckbilder
21 und deren relative Lage zueinander erfassen, d. h. ein so genanntes Wenderegister.
Die jeweiligen auf einer der beiden Seiten des Bedruckstoffs 09 gedruckten Druckbilder
21 bestehen vorzugsweise jeweils aus mehreren Farbauszügen.
[0034] Die optische Erfassungseinrichtung 11 erfasst z. B. auch eine Beschaffenheit des
in der Druckmaschine bedruckten Bedruckstoffes 09. Die Beschaffenheit des Bedruckstoffes
09 ist insbesondere eine dessen Bedruckbarkeit oder dessen Verdruckbarkeit betreffende
Eigenschaft. So kann die Beschaffenheit des Bedruckstoffes 09 eine Feuchtdehnung und/oder
eine mechanische Dehnung von dessen Oberfläche quer und/oder längs in dessen durch
die Druckmaschine verlaufender Transportrichtung T sein. Die Beschaffenheit des Bedruckstoffes
09 kann auch eine auf dessen Oberfläche aufgetragene Strichmenge sein, insbesondere
eine auf die Oberfläche des Bedruckstoffes 09 aufgetragene Strichmenge mit einem Strichgewicht
von mehr als 5 g/m
2. Die Beschaffenheit des Bedruckstoffes 09 kann insbesondere auch einen Weißgrad von
dessen Oberfläche betreffen.
[0035] Wie am Beispiel eines in der Fig. 2 ausschnittsweise dargestellten Druckbogens 09
gezeigt, erfasst die optische Erfassungseinrichtung 11 mindestens ein Messfeld 13,
wobei das betreffende Messfeld 13 jeweils einem bestimmten der am Druckprozess beteiligten
Farbauszüge zugeordnet ist. Das Messfeld 13 enthält Rasterpunkte mindestens einer
Druckfarbe und ist z. B. als ein dem betreffenden Farbauszug zugeordnetes Volltonfeld
ausgebildet. Das Messfeld 13 kann Bestandteil eines vorzugsweise außerhalb eines Satzspiegels
des auf den Bedruckstoff 09 aufgedruckten Druckbildes 21 angeordneten Messstreifens
19 sein, wobei der sich z. B. in Axialrichtung des Formzylinders 08 zeilenförmig erstreckende
Messstreifen 19 z. B. mehrere vorzugsweise jeweils gleiche Gruppen von jeweils z.
B. fünf aneinander gereihten Feldern aufweist, wobei in jeder Gruppe jeweils ein z.
B. als Volltonfeld ausgebildetes Messfeld 13 für die Druckfarben Schwarz, Cyan, Magenta
und Gelb sowie ein unbedrucktes Weißfeld 23 vorgesehen ist. Jedes vorzugsweise quadratisch
ausgebildete Messfeld 13 sowie das Weißfeld 23 haben jeweils z. B. das Format von
6x6 mm. Eine Gruppe bestehend aus vier nebeneinander angeordneten Messfeldern 13 sowie
dem Weißfeld 23 erstreckt sich damit in Axialrichtung des Formzylinders 08 z. B. über
30 mm, wobei diese Erstreckung z. B. einer Breite b22 einer der Farbzonen 22 der Dosiereinrichtung
des Farbwerks 07 entspricht. In jeder Farbzone 22 der Dosiereinrichtung des Farbwerks
07 ist z. B. die vorgenannte Gruppe bestehend aus vier nebeneinander angeordneten
Messfeldern 13 sowie dem Weißfeld 23 angeordnet.
[0036] Die Erfassungseinrichtung 11 kann insbesondere durch den Einsatz einer optischen
Einrichtung, z. B. eines Objektives, derart ausgebildet sein, dass sie zumindest eine
quer zur Transportrichtung T verlaufende Breite eines Farbauszugs vollständig erfasst,
vorzugsweise sogar eine quer zur Transportrichtung T verlaufende Breite des Bedruckstoffes
09. Die Erfassungseinrichtung 11 ist in der Druckmaschine vorzugsweise hinter dem
in Transportrichtung T des Bedruckstoffes 09 letzten Druckwerk 01 angeordnet. In einer
im Schön- und Widerdruck arbeitenden Bogendruckmaschine ist die Erfassungseinrichtung
11 z. B. vor einer Wendeeinrichtung des Bedruckstoffes 09 angeordnet. Die Erfassungseinrichtung
11 stellt an ihrem Ausgang entsprechend der Detektion ihres Sensors 24 vorzugsweise
digitale Daten, insbesondere Bilddaten, bereit, die von der mit der Erfassungseinrichtung
11 verbundenen Regeleinrichtung 12 empfangen und ausgewertet werden.
[0037] Der Sensor 24 der Erfassungseinrichtung 11 ist vorzugsweise als ein Bildsensor 24
ausgebildet. Die Erfassungseinrichtung 11 kann mehrere Sensoren 24, auch mehrere Bildsensoren
24, aufweisen. Der Sensor 24 ist z. B. als eine Fotodiode ausgebildet, der Bildsensor
24 z. B. als ein CCD-Chip oder als ein CMOS-Chip. Der Sensor 24 sensiert vorzugsweise
mehrere Farbtöne, insbesondere gleichzeitig. Die Erfassungseinrichtung 11 weist als
Sensor 24 z. B. eine Zeilenkamera oder eine Flächenkamera auf.
[0038] In einer Wirkverbindung mit der Erfassungseinrichtung 11 ist vorzugsweise eine gleichsam
mit der Regeleinrichtung 12 verbundene Beleuchtungseinrichtung 18 vorgesehen. Die
Beleuchtungseinrichtung 18 kann ihr Licht permanent oder gepulst aussenden und z.
B. als eine Kaltlichtquelle ausgebildet sein, d. h. als eine Lichtquelle mit einem
nur sehr geringen oder praktisch nicht vorhandenem Infrarotanteil in ihrem Licht.
Als Leuchtmittel werden in der Beleuchtungseinrichtung 18 z. B. mehrere Leuchtdioden
oder Laserdioden zum Einsatz gebracht. Es ist vorteilhaft, in der Beleuchtungseinrichtung
18 insbesondere für ihr Leuchtmittel eine Kühleinrichtung vorzusehen. Die Kühleinrichtung
kann die Kühlung der Leuchtmittel mit einem gasförmigen oder flüssigen Kühlmittel
durchführen. Die Beleuchtungseinrichtung 18 kann für eine leichtere Adaption an eine
quer zur Transportrichtung T des Bedruckstoffes 09 gerichtete, zu erfassende Breite
des Messfeldes 13, des Farbauszuges oder des Bedruckstoffes 09 aus mehreren aneinander
reihbaren Modulen bestehen.
[0039] Die Beleuchtungseinrichtung 18 ist vorzugsweise nah am Druckfarbe auf den Bedruckstoff
übertragenden Übertragungszylinder 14 oder nah an dem Gegendruckzylinder 16 angeordnet.
Bei einer Bogendruckmaschine ist die Beleuchtungseinrichtung 18 z. B. unter einem
Fußtritt hinter dem letzten Druckwerk 01 der Druckmaschine angeordnet. Die Beleuchtungseinrichtung
18 weist zur Oberfläche des bedruckten Bedruckstoffes 09 einen Abstand z. B. im Bereich
zwischen 30 mm und 200 mm auf, vorzugsweise zwischen 80 mm und 140 mm, wohingegen
der Sensor 24 der Erfassungseinrichtung 11 zum Bedruckstoff 09 einen sich im Bereich
zwischen 10 mm und 1.000 mm, vorzugsweise zwischen 50 mm und 400 mm bemessenen Abstand
aufweist. Der Abstand der Beleuchtungseinrichtung 18 zur Oberfläche des bedruckten
Bedruckstoffes 09 ist derart gewählt, dass einerseits eine gleichmäßige, intensive
Ausleuchtung der Oberfläche des Bedruckstoffes 09 erfolgt, andererseits aber eine
Verschmutzung der Beleuchtungseinrichtung 18 durch beim Transport des Bedruckstoffes
09 aufgewirbelte Schmutzpartikel oder einen Farbsprühnebel weitgehend vermieden wird.
[0040] Da die von der Regeleinrichtung 12 ausgeübte Regelung hinsichtlich der vom Farbwerk
07 auf den Bedruckstoff 09 aufzutragenden Druckfarbe von denjenigen Daten abhängig
ist, die der Regeleinrichtung 12 von der Erfassungseinrichtung 11 zugeführt werden,
müssen die von der Erfassungseinrichtung 11 erfassten Messwerte unverfälscht und zuverlässig
sein, denn unerkannte verfälschte Messwerte führen ansonsten unwillkürlich zu einem
unerwünschten Regelverhalten der Regeleinrichtung 12, welches für die im Produktionsprozess
angestrebte Druckqualität abträglich ist. Daher wird zur verbesserten Stabilität der
automatisch ausgeführten Farbregelung vorgeschlagen, bei einer Inline-Farbregelung,
bei der mindestens ein Farbwerk 07 während eines laufenden Produktionsprozesses der
Druckmaschine in seiner jeweiligen Einstellung seiner Dosiereinrichtung eingestellt
und bedarfsweise nachgeführt wird, die von der Erfassungseinrichtung 11 erfassten
Messwerte vorzugsweise fortlaufend auf ihre Plausibilität zu prüfen und nur plausibel
erscheinende Messwerte für die von der Regeleinrichtung 12 ausgeübte Regelung des
mindestens einen Farbwerks 07 zu verwenden. Die von der Erfassungseinrichtung 11 erfassten
Messwerte können z. B. durch Schmutzpartikel, durch ein Tonen oder ein Schmieren einer
Druckfarbe oder einen anderen während des laufenden Produktionsprozesses eintretenden
Störeinfluss verfälscht sein. Kurzzeitige Störeffekte, die lediglich als singuläre,
d. h. vereinzelte Ausreißer in den von der Erfassungseinrichtung 11 erfassten Messwerten
zu betrachten sind, sollen die Farbregelung möglichst nicht destabilisieren. Andererseits
muss die Farbregelung sensibel genug sein, um einen sich allmählich verschlechternden
Farbauftrag eindeutig zu erkennen und durch eine entsprechende Einstellung der Dosiereinrichtung
des Farbwerks 07 aktiv dem Störeinfluss wirksam gegenzusteuern.
[0041] Dazu trägt auch ein Verfahren zur Verwendung in einer Druckmaschine mit mindestens
einem Farbwerk 07 bei, bei dem mindestens eine Einstellung des betreffenden Farbwerks
07 in einem laufenden eine Oberfläche eines Bedruckstoffs 09 bedruckenden Druckprozess
der Druckmaschine anhand mindestens eines in diesem Druckprozess in der Druckmaschine
erfassten Messwertes von einer Regeleinrichtung 12 änderbar ist, bei dem die Regeleinrichtung
12 den erfassten Messwert vor einer Veränderung der Einstellung des betreffenden Farbwerks
07 z. B. dadurch auf Plausibilität prüft, indem die Regeleinrichtung 12 z. B. ein
Remissionsverhalten der Oberfläche des unbedruckten Bedruckstoffs 09 und/oder eine
Relation einer an einer Messstelle, z. B. in einem Messfeld 13 ermittelten primären
Farbdichte zu mindestens einer an derselben Messstelle, d. h. in demselben Messfeld
13 insbesondere gleichzeitig ermittelten sekundären Farbdichte und/oder eine in einer
Farbzone 22 des betreffenden Farbwerks 07 ermittelte Farbdichte auf ihre Relation
zu in mindestens einer benachbarten Farbzone 22 desselben Farbwerks 07 ermittelten
Farbdichte prüft. Vorzugsweise werden mindestens zwei der die Plausibilität des erfassten
Messwertes betreffenden Prüfungen von der Regeleinrichtung 12 gleichzeitig durchgeführt.
Die Regeleinrichtung 12 setzt eine anstehende Veränderung der Einstellung des betreffenden
Farbwerks 07 insbesondere dann aus, wenn wenigstens eine der Prüfungen hinsichtlich
der Plausibilität des erfassten Messwertes zu einem negativen Ergebnis führt, d. h.
das der betreffende erfasste Messwert von der Regeleinrichtung 12 als nicht plausibel
zu verwerfen und für die Farbregelung nicht zu verwenden ist. In diesem Fall wird
von der Regeleinrichtung 12 z. B. eine akustische und/oder eine optische Warnmeldung
an einen zu der Druckmaschine gehörenden Leitstand abgesetzt. Dabei ist es unerheblich,
ob der auf seine Plausibilität zu prüfende Messwert densitometrisch oder farbmetrisch
erfasst wird.
[0042] Wie zuvor beschrieben, wird der auf seine Plausibilität zu prüfende Messwert z. B.
mit einer Kamera, insbesondere einer Zeilenkamera erfasst. In einer bevorzugten Ausführung
ist mindestens eine der die Plausibilität des erfassten Messwertes betreffenden Prüfungen
in ihren Prüfkriterien z. B. am zur Druckmaschine gehörenden Leitstand und/oder an
einer anderen mit der Druckmaschine verbindbaren Bedieneinheit parametrierbar.
[0043] In einer weiteren Ausgestaltung der Farbregelung ist z. B. auch ein Verfahren zur
Prüfung von mindestens einem in einer Druckmaschine ermittelten Messwert auf seine
Plausibilität verwirklicht, bei dem der Messwert eine Farbdichte einer auf einem durch
die Druckmaschine transportierten Bedruckstoff 09 aufgetragenen Druckfarbe angibt,
wobei auf dem Bedruckstoff 09 mehrere voneinander verschiedene Druckfarben aufgetragen
werden, wobei diese auf dem Bedruckstoff 09 aufgetragenen Druckfarben von einer mindestens
einen Bildsensor 24 aufweisenden Erfassungseinrichtung 11 gleichzeitig erfasst werden,
wobei die Erfassungseinrichtung 11 an ihrem Ausgang elektronische, insbesondere digitale
Bilddaten bereitstellt, wobei diese Bilddaten von einer mit der Erfassungseinrichtung
11 verbundenen, z. B. elektronischen Regeleinrichtung 12 ausgewertet werden, wobei
aus den der Regeleinrichtung 12 zugeführten Bilddaten der jeweilige Messwert der Farbdichte
von mehreren der auf dem Bedruckstoff 09 aufgetragenen Druckfarben insbesondere programmtechnisch,
d. h. durch Anwendung spezieller Filter- und/oder Berechnungsverfahren, ermittelt
wird, wobei die Plausibilität des mindestens einen so ermittelten Messwertes der Farbdichte
von mindestens einer der Druckfarben anhand seines qualitativen und/oder quantitativen
Verhältnisses zu dem jeweiligen mindestens einen ebenso ermittelten Messwert der Farbdichte
von mindestens einer der anderen Druckfarben geprüft wird.
[0044] Wie erwähnt, prüft die Regeleinrichtung 12 unter Verwendung der Erfassungseinrichtung
11 zusätzlich oder alternativ auch das Remissionsverhalten der Oberfläche des unbedruckten
Bedruckstoffs 09 z. B. in Verbindung mit einem Verfahrens zur automatischen Farbregelung
in einem laufenden Druckprozess innerhalb der
[0045] Druckmaschine, wobei der Bedruckstoff 09 in dem mit der Druckmaschine ausgeführten
Druckprozess fortlaufend bedruckt wird, wobei eine Messung eines Remissionsverhaltens
einer mit der Druckmaschine auf dem Bedruckstoff 09 aufgetragenen Druckfarbe bewertet
wird, wobei zumindest ein das Remissionsverhalten der Druckfarbe erfassender Messwert
unter Bezugnahme auf das Remissionsverhalten der Oberfläche des unbedruckten Bedruckstoffs
09 ausgewertet und für die Farbregelung herangezogen wird, wobei das Remissionsverhalten
der Oberfläche des unbedruckten Bedruckstoffs 09 unter der Voraussetzung unveränderter
Materialeigenschaften des in dem betreffenden Druckprozess verwendeten Bedruckstoffes
09 auf seine Stabilität während des laufenden Druckprozesses der Druckmaschine geprüft
wird, wobei in einer Regeleinrichtung 12 der Farbregelung als ein Referenzwert ein
mit dem Remissionsverhalten der Oberfläche des unbedruckten Bedruckstoffs 09 korrespondierender
Messwert gesetzt wird, wobei während des Druckprozesses der Druckmaschine das Remissionsverhalten
der Oberfläche des unbedruckten Bedruckstoffs 09 fortlaufend gemessen wird, wobei
die dabei erfassten Messwerte auf eine Abweichung von dem zuvor als Referenzwert gesetzten
Messwert geprüft werden, wobei ein vom Referenzwert abweichender Messwert jeweils
als fehlerhaft aufgetragene Druckfarbe gewertet wird. Dabei werden vom Referenzwert
abweichende Messwerte insbesondere als ein Tonen oder als ein Schmieren gewertet.
In einer bevorzugten Ausführung lassen vom Referenzwert abweichende Messwerte eine
Anwendung eines in der Druckmaschine verwendeten Farbregelungsverfahrens aussetzen.
[0046] In der konkreten Ausführung wird das Remissionsverhalten mindestens eines z. B. zum
Messstreifen 19 gehörenden unbedruckten Weißfeldes 23 ausgewertet und unter der Voraussetzung
unveränderter Materialeigenschaften des in dem betreffenden Produktionsprozess der
Druckmaschine verwendeten Bedruckstoffes 09 auf seine Stabilität während dieses laufenden
Produktionsprozesses geprüft. Denn im Fall eines vom Remissionsverhalten des Weißfeldes
23 abgeleiteten, aber instabilen Referenzwertes würden auch auf diesen Referenzwert
bezogene aus anderen Messfeldern 13 stammende Messwerte zu einem verfälschten Ergebnis
führen.
[0047] Dabei erfolgt die Messung des Remissionsverhaltens der Oberfläche des bedruckten
und/oder unbedruckten Bedruckstoffs 09 jeweils z. B. densitometrisch oder farbmetrisch.
Bei der Verwendung dieses Prüfungsverfahrens wird der Bedruckstoff 09 in einem mit
der Druckmaschine ausgeführten Druckprozess vorzugsweise fortlaufend bedruckt. Vorzugsweise
wird während des laufenden Druckprozesses der Druckmaschine das Remissionsverhalten
der Oberfläche des unbedruckten Bedruckstoffs 09 an mehreren voneinander verschiedenen
Messstellen der Oberfläche dieses Bedruckstoffs 09 fortlaufend gemessen. So könnte
das Remissionsverhalten der Oberfläche des unbedruckten Bedruckstoffs 09 auch in einem
von der Druckmaschine während ihres Druckprozesses auf dem Bedruckstoff 09 erstellten
Druckbild 21 gemessen werden. Alternativ dazu wird das Remissionsverhalten der Oberfläche
des unbedruckten Bedruckstoffs 09 außerhalb eines von der Druckmaschine während ihres
Druckprozesses auf dem Bedruckstoff 09 erstellten Druckbildes gemessen. Als Bedruckstoff
09 wird z. B. eine Sequenz von Druckbogen 09 bedruckt. Das Remissionsverhalten der
Oberfläche des unbedruckten Bedruckstoffs 09 wird in mindestens einem Messfeld 13
eines von der Druckmaschine während ihres Druckprozesses auf dem Bedruckstoff 09 erstellten
Farbmessstreifens 19, vorzugsweise in mehreren von dessen Messfeldern 13 gemessen.
Dabei wird das Remissionsverhalten der Oberfläche des unbedruckten Bedruckstoffs 09
in einer die Druckbogen 09 durch die Druckmaschine transportierenden Transportrichtung
T z. B. direkt hinter einem Bogengreifer gemessen. Vom Referenzwert abweichende Messwerte
werden als ein Tonen oder als ein Schmieren gewertet. In der Folge lassen vom Referenzwert
abweichende Messwerte - ausgelöst z. B. durch ein von der Regeleinrichtung 12 abgesetztes
Signal - eine Anwendung des in der Druckmaschine verwendeten Farbregelungsverfahrens
aussetzen. Auch hier lassen vom Referenzwert abweichende Messwerte an der Druckmaschine
und/oder an einem zu dieser Druckmaschine gehörenden Leitstand z. B. eine akustische
und/oder eine optische Warnmeldung ergehen. Wie beschrieben wird zumindest das Remissionsverhalten
der Oberfläche des unbedruckten Bedruckstoffs 09 z. B. mit einer Zeilenkamera erfasst.
[0048] Des Weiteren kann bei einem Verfahren, bei dem auf dem Bedruckstoff 09 mehrere voneinander
verschiedene Druckfarben aufgetragen werden, wobei an einer selben Messstelle auf
dem Bedruckstoff 09 die jeweilige Farbdichte von mehreren dieser Druckfarben ermittelt
wird, mindestens ein in einem laufenden Druckprozess der Druckmaschine z. B. von der
Erfassungseinrichtung 11 erfasster, eine Farbdichte von einer der auf dem durch die
Druckmaschine transportierten Bedruckstoff 09 aufgetragenen Druckfarben repräsentierender
Messwert dadurch auf seine Plausibilität geprüft werden, dass ein qualitatives und/oder
quantitatives Verhältnis dieses mindestens einen Messwertes von einer der an der betreffenden
Messstelle ermittelten Farbdichten zu dem jeweiligen mindestens einen Messwert von
mindestens einer der anderen dort gleichfalls ermittelten Farbdichten geprüft und
überwacht wird. Dabei wird zumindest derjenige Messwert der betreffenden Farbdichte
als nicht plausibel verworfen, der zu dem Messwert der mindestens einen anderen an
der ausgewählten Messstelle ermittelten Farbdichte in einem von einem für die ausgewählte
Messstelle vorgegebenen Referenzverhältnis abweichenden Verhältnis steht.
[0049] Wie die Fig. 3 in einem perspektivisch dargestellten Ausschnitt aus der Fig. 2 andeutet,
sendet die in oder an der Druckmaschine angeordnete, mit der Erfassungseinrichtung
11 zusammenwirkende Beleuchtungseinrichtung 18 z. B. weißes Licht auf eine auf der
Oberfläche des Bedruckstoffes 09 angeordnete mit mindestens einer der Druckfarben
bedruckte Messstelle, welche z. B. durch eines der Messfelder 13 in dem Messstreifen
19 gegeben ist. Die Erfassungseinrichtung 11 erfasst mit ihrem mindestens einen Sensor
24 von dieser Messstelle remittiertes Licht. Vorzugsweise weist die Erfassungseinrichtung
11 mehrere, z. B. drei Sensoren 24 auf, wobei jeder dieser Sensoren 24 dem jeweiligen
Remissionsverhalten von einer der in dem laufenden Druckprozess verdruckten Druckfarben
zugeordnet ist. So ist z. B. für die Druckfarben Cyan, Magenta und Gelb jeweils ein
eigener Sensor 24, zumindest aber ein von der jeweiligen Druckfarbe remittiertes Licht
in einem schmalen Frequenzband filternder Filter 24 vorgesehen. Die Erfassungseinrichtung
11 stellt an ihrem Ausgang mindestens einen Messwert bereit, der die Farbdichte von
einer der an der Messstelle erfassten Druckfarben angibt. Die jeweilige an derselben
Messstelle vorhandene Farbdichte von den drei Druckfarben Cyan, Magenta und Gelb wird
von der Erfassungseinrichtung 11 vorzugsweise gleichzeitig erfasst. Auch werden in
einem laufenden Druckprozess der Druckmaschine der jeweiligen Druckfarbe zugeordnete
Messwerte vorzugsweise fortlaufend erfasst.
[0050] In einem einer bestimmten Druckfarbe, z. B. Cyan zugeordneten als Volltonfeld ausgebildeten
Messfeld 13 wird für diese Druckfarbe eine Farbdichte z. B. im Bereich zwischen 1,3D
und 1,6D, vorzugsweise z. B. 1,5D erwartet. In diesem Messfeld 13 bildet Cyan eine
primäre Farbdichte oder Hauptdichte. In demselben Messfeld 13 werden jedoch auch die
jeweiligen Farbdichten der anderen an demselben Druckprozess beteiligten Druckfarben,
z. B. Magenta und Gelb ermittelt, welche hinsichtlich des gewählten, der Druckfarbe
Cyan zugeordneten Messfeldes 13 als sekundäre Farbdichten oder Nebendichten bezeichnet
werden. Die Nebendichte Magenta soll in diesem Messfeld 13 gemäß einer zuvor getroffenen
Festlegung nicht mehr als z. B. 60% der Hauptdichte betragen, was einem Wert der optischen
Dichte z. B. zwischen 0,75D und 1,OD entspricht, wodurch in diesem Beispiel ein erstes
Referenzverhältnis zwischen der Hauptdichte Cyan und der Nebendichte Magenta gebildet
ist. Für die Nebendichte Gelb soll in diesem Beispiel gelten, dass ihr Messwert z.
B. nicht mehr als 30% der Hauptdichte beträgt, was einem Wert der optischen Dichte
z. B. zwischen 0,35D und 0,5D entspricht, wodurch in diesem Beispiel dann ein zweites
Referenzverhältnis zwischen der Hauptdichte Cyan und der Nebendichte Gelb gebildet
ist. Auch für die übrigen am Druckprozess beteiligten Hauptdichten können bezüglich
ihrer jeweils vorzugsweise als Volltonfelder 13 ausgebildeten Messfelder 13 ähnliche,
im Zahlenwert jedoch unterschiedliche Festlegungen getroffen werden. Im Ergebnis ergibt
sich für alle am Druckprozess beteiligten Druckfarben z. B. eine vorzugsweise parametrierbare
Einstellungsmatrix, welche z. B. an einem zur Druckmaschine gehörenden Leitstand und/oder
an einer anderen mit der Druckmaschine verbindbaren Bedieneinheit eingebbar und/oder
einstellbar ist, wobei die jeweiligen Werte der Nebendichten z. B. jeweils auf die
jeweilige Hauptdichte bezogen dargestellt sind.
[0051] Nur wenn die in einem laufenden Druckprozess zu den jeweiligen Druckfarben ermittelten
Messwerte die jeweils zuvor festgelegten Relationen zueinander, d. h. ihre betreffenden
Referenzverhältnisse nicht überschreiten, dann soll der bezüglich eines bestimmten
Messfeldes 13 als Hauptdichte ermittelte Messwert als plausibel und damit als weiter
verwendbar gelten. Andernfalls wird ein zumindest eine der festgelegten Relationen
nicht einhaltender Messwert einer Hauptdichte für eine Inline-Farbregelung nicht herangezogen,
sondern von der Regeleinrichtung 12 verworfen werden, d. h. die Regeleinrichtung 12
nimmt anhand eines mindestens ein Referenzverhältnis nicht einhaltendes Messwertes
keine Änderung in der Einstellung der Dosiereinrichtung des Farbwerks 07 vor. Vielmehr
wird ein Bediener der Druckmaschine beim Vorliegen eines nicht plausiblen Messwertes
durch eine optische und/oder akustische Meldung auf diesen unerwünschten Betriebszustand
der Druckmaschine hingewiesen. Farbzonen 22 (Fig. 2 und 4) mit unzulässig hohen Nebendichten
können von der Regeleinrichtung 12 für eine spätere Auswertung und Ermittlung der
Störungsursache registriert werden.
[0052] Es ist vorteilhaft, dieses Verfahren zur Prüfung eines einer Hauptdichte zugeordneten
Messwertes auf seine Plausibilität nach einem Anfahren der Druckmaschine erst dann
durchzuführen, wenn der Messwert z. B. 80% seines erwarteten, voreingestellten oder
maximalen Wertes erreicht hat, und sich die Druckmaschine somit nicht mehr in ihrem
Andruck, sondern in ihrem Fortdruck befindet. Das für die ausgewählte Messstelle vorgegebene
Referenzverhältnis ist vorzugsweise einstellbar. Dieses mindestens eine Relation zwischen
einer Hauptdichte und mindestens einer Nebendichte auswertende Verfahren lässt erkennen,
inwieweit eine am Druckprozess beteiligte Druckfarbe z. B. durch Tonen, Schmieren,
Farbrückspaltung im Farbwerk 07 oder eine andere Verschmutzung in ihrer Brauchbarkeit
beeinträchtigt ist. Die Prüfung einer ermittelten Farbdichte auf ihre Plausibilität
wird in dem in der Druckmaschine angewendeten Farbregelungsverfahren automatisiert,
d. h. ohne Zutun durch einen Bediener der Druckmaschine durchgeführt.
[0053] Eine weitere Plausibilitätsprüfung von Messwerten bezieht sich darauf, einen in einer
z. B. von der Regeleinrichtung 12 ausgewählten Farbzone 22 des betreffenden Farbwerks
07 ermittelten Messwert einer Farbdichte auf eine Veränderung seiner Relation zu einem
in mindestens einer benachbarten Farbzone 22 desselben Farbwerks 07 ermittelten Messwert
der Farbdichte zu prüfen. In dem von der Regeleinrichtung 12 hinsichtlich der in den
Farbzonen 22 bereitgestellten Farbmenge geregelten Farbwerk 07 wird von dessen Dosiereinrichtung
eingetragene Druckfarbe i. d. R. in Axialrichtung des zugeordneten Formzylinders 08
durch eine Changierbewegung eines in dem Farbwerk 07 angeordneten Reibers seitlich
verrieben und damit in ihrem Auftrag vergleichmäßigt, so dass sich für eine im Fortdruck
der Druckmaschine zwischen benachbarten Farbzonen 22 einstellende Relation für die
jeweiligen Farbdichten bei einer im laufenden Druckprozess unveränderten Einstellung
der von der Dosiereinrichtung in die jeweilige Farbzone 22 eingetragenen Farbmenge
nur eine sehr geringe Veränderung zu erwarten ist. Wenn sich die Relation der in benachbarten
Farbzonen 22 in einem laufenden Druckprozess ermittelten Messwerte der Farbdichten
in unzulässiger Weise verändert, z. B. bei einer ermittelten Differenz der optischen
Dichte von 0,3D oder 0,4D zwischen benachbarten Farbzonen 22, ohne dass in diesem
laufenden Druckprozess z. B. durch eine Regelanweisung der Regeleinrichtung 12 eine
Einstellung der Dosiereinrichtung verändert wurde, lässt dies z. B. auf Butzen oder
eine andere Verschmutzung schließen.
[0054] Fig. 4 zeigt einen Ausschnitt aus einem Druckbogen 09, auf welchem ein orthogonal
zu seiner Transportrichtung T verlaufender Messstreifen 19 aufgebracht ist (Fig. 2).
Längs zur Transportrichtung T des Druckbogens 09 verlaufen mehrere Farbzonen 22, z.
B. die vier beispielhaft dargestellten Farbzonen 22A; 22B; 22C; 22D, wobei jede Farbzone
22A; 22B; 22C; 22D in dem Messstreifen 19 jeweils mehrere aneinander gereihte Messfelder
13 aufweist, wobei z. B. jedes der in einer der Farbzonen 22A; 22B; 22C; 22D angeordneten
Messfelder 13 jeweils einer bestimmten am Druckprozess beteiligten Druckfarbe zugeordnet
und z. B. als Volltonfeld 13 ausgebildet ist. Eines der in den Farbzonen 22A; 22B;
22C; 22D angeordneten Messfelder 13 kann auch jeweils als ein Weißfeld 23 ausgebildet
sein (Fig. 2).
[0055] In dem in der Fig. 4 dargestellten Beispiel wird der z. B. in der Farbzone 22B in
dem einer bestimmten Druckfarbe zugeordneten Messfeld 13 ermittelte Messwert für deren
Farbdichte mit demjenigen Messwert in eine Relation gesetzt, der in dem betreffenden
Messfeld 13 für die Farbdichte derselben Druckfarbe z. B. in der Farbzone 22A oder
22C ermittelt wird. Solange diese Relation insbesondere im Fortdruck der Druckmaschine
bei einer im laufenden Druckprozess unveränderten Einstellung der von der Dosiereinrichtung
in den betreffenden Farbzonen 22A; 22B; 22C eingetragenen Farbmenge innerhalb zulässiger
Grenzen verbleibt, wird der in der ausgewählten Farbzone 22B für eine bestimmte Druckfarbe
ermittelte Messwert für deren Farbdichte von der Regeleinrichtung 12 als plausibel
gewertet, wohingegen im Fall einer durch Überschreitung oder Unterschreitung mindestens
einer Grenze, d. h. eines zuvor festgelegten, z. B. in der Regeleinrichtung 12 gespeicherten
Grenzwertes, unzulässig veränderten Relation der aktuell ermittelte Messwert nicht
für die Farbregelung, insbesondere nicht für eine Inline-Farbregelung, herangezogen
wird, wobei die Farbregelung eine Nachführung der Einstellung der Dosiereinrichtung
des betreffenden Farbwerks 07 bewirkt. Im Fall einer unzulässig veränderten Relation
wird der aktuell ermittelte Messwert von der Regeleinrichtung 12 als für die Farbregelung,
insbesondere für die Inline-Farbregelung nicht brauchbar verworfen. Für die betreffende
Farbzone 22B wird dann von der Regeleinrichtung 12 statt des aktuell ermittelten Messwertes
ersatzweise ein Wert für die Farbdichte der betreffenden Druckfarbe anhand der aus
den benachbarten Farbzonen 22A; 22C ermittelten Messwerte z. B. rechnerisch durch
Interpolation oder Extrapolation gewonnen. Das Bilden von Relationen der Messwerte
für Farbdichten zwischen verschiedenen Farbzonen 22; 22A; 22B; 22C; 22D ist nicht
auf unmittelbar zueinander benachbarte Farbzonen 22A; 22B; 22C beschränkt, sondern
kann auch auf voneinander weiter beabstandete, z. B. in demselben Messstreifen 19
weiter entfernt liegende Farbzonen 22D ausgedehnt werden. Durch diese Plausibilitätsprüfung
wird erreicht, dass singuläre Störungen, d. h. so genannte Ausreißer in den Messwerten,
denen keine anhaltenden Probleme in der Farbführung zugrunde liegen, die Farbregelung
nicht aktivieren und damit nicht unnötigerweise das Regelverhalten der die Farbregelung
ausführenden Regeleinrichtung 12 destabilisieren. Die Farbregelung erfolgt mithin
nur dann, wenn tatsächlich Handlungsbedarf zur Korrektur der Farbführung besteht.
[0056] In einer bevorzugten Ausführung ist das Bilden von Relationen der Messwerte für Farbdichten
zwischen verschiedenen Farbzonen 22; 22A; 22B; 22C; 22D an einem zur Druckmaschine
gehörenden Leitstand und/oder an einer anderen mit der Druckmaschine verbindbaren
Bedieneinheit parametrierbar, d. h. die zu bildende Relation der Messwerte für Farbdichten
zwischen verschiedenen Farbzonen 22; 22A; 22B; 22C; 22D kann an einem zur Druckmaschine
gehörenden Leitstand und/oder an einer anderen mit der Druckmaschine verbindbaren
Bedieneinheit parametriert werden. Beispielsweise kann als Voraussetzung für das Bilden
von Relationen der Messwerte für Farbdichten zwischen verschiedenen Farbzonen 22;
22A; 22B; 22C; 22D am Leitstand und/oder an der Bedieneinheit z. B. unter Verwendung
einer an einer Anzeigeeinrichtung dargestellten Programmmaske eine Bedingung eingestellt
werden, wobei die Bedingung fordert, dass die bezüglich eines bestimmten Farbwerks
07 vorhandenen Farbzonen 22; 22A; 22B; 22C; 22D mehrheitlich jeweils einen Messwert
für die Farbdichte einer von diesem Farbwerk 07 bereitgestellten Druckfarbe liefern,
welcher mindestens einen zuvor festgelegten Bruchteil des in der jeweiligen Farbzone
22; 22A; 22B; 22C; 22D voreingestellten, d. h. durch die z. B. von der Regeleinrichtung
12 vorgenommenen Einstellung vorgegebenen Sollwertes erreicht, z. B. mindestens 25%,
insbesondere mindestens 50% jeweils dieses Sollwertes. Dies kann bedeuten, dass erst
in über 50%, z. B. in mindestens 60%, 70% oder 80% der zu einem bestimmten Farbwerk
07 gehörenden Farbzonen 22; 22A; 22B; 22C; 22D die jeweilige Farbdichte jeweils vorzugsweise
zumindest den halben Wert des für die jeweilige Farbzone 22; 22A; 22B; 22C; 22D voreingestellten
Sollwertes erreichen muss, bevor die Regeleinrichtung 12 beginnt, einen in den jeweiligen
Farbzonen 22; 22A; 22B; 22C; 22D für die Farbdichte ermittelten Messwert auf seine
Plausibilität zu prüfen. Dadurch wird erreicht, dass die von der Regeleinrichtung
12 vorgenommene Farbregelung erst dann aktiv wird, nachdem sich der Druckprozess mit
dem Farbauftrag in einem ausreichend stabilen Zustand befindet. Zumindest gewisse
Teile einer Anfahrphase der Druckmaschine bleiben demnach vom Regelprozess unberücksichtigt.
Nachdem aber z. B. gegen Ende der Anfahrphase der Druckmaschine die vorgenannte Bedingung
in dem dann laufenden Druckprozess der Druckmaschine, insbesondere in deren sich der
Anfahrphase anschließendem Fortdruck erfüllt ist, wird mit Bezug auf eine ausgewählte
Farbzone 22; 22B deren Messwert für eine Farbdichte mit einem Messwert aus mindestens
einer anderen zu demselben Farbwerk 07 gehörenden Farbzone 22; 22A; 22C; 22D zur Bildung
einer Relation ins Verhältnis gesetzt, wobei der Messwert für die Farbdichte in der
ausgewählten Farbzone 22; 22B dann als nicht plausibel verworfen wird, wenn die gebildete
Relation um mehr als 50% von ihrem erwarteten voreingestellten Wert abweicht. Eine
Farbzone 22; 22A; 22B; 22C; 22D mit einem als nicht plausibel verworfenen Messwert
für die Farbdichte wird in der Regeleinrichtung 12 vorzugsweise registriert. Prinzipiell
kann jede der zu einem bestimmten Farbwerk 07 gehörenden Farbzonen 22; 22A; 22B; 22C;
22D ausgewählt werden, wobei von der Regeleinrichtung 12 mehrere oder alle diese Farbzonen
22; 22A; 22B; 22C; 22D jeweils entweder einzeln nacheinander oder gleichzeitig in
zueinander parallel ausgeführten Verfahren ausgewählt werden. Zur Prüfung der Plausibilität
eines in einer ausgewählten Farbzone 22; 22B für eine Farbdichte ermittelten Messwertes
werden Messwerte aus mindestens zwei weiteren, jeweils zu einer Seite der ausgewählten
Farbzone 22; 22B angeordneten Farbzonen 22; 22A; 22C; 22D herangezogen. Vorzugsweise
werden dafür beidseitig zu der ausgewählten Farbzone 22; 22B jeweils mindestens zwei
weitere Farbzonen 22; 22A; 22C; 22D verwendet.
[0057] Alle zuvor beschriebenen Prüfungen von jeweils eine Farbdichte angebenden Messwerten
oder die aus ihnen gebildeten Relationen können in einem Farbregler, d. h. in einer
Regeleinrichtung 12 zur Farbregelung in einer Druckmaschine, jeweils einzeln oder
in einer beliebigen Kombination angewendet werden. Die Farbregelung kann derart ausgestaltet
sein, dass sie erst dann einsetzt, nachdem sich das Auftragen von Druckfarbe auf den
Bedruckstoff 09 stabilisiert hat, d. h. ein bestimmter Grad von für die Farbdichte
der jeweiligen Druckfarbe zuvor eingestellten Sollwerten erreicht ist, wobei sich
diese anhand von Sollwerten durchgeführte Stabilitätsprüfung auf einzelne ausgewählte
Farbzonen 22; 22A; 22B; 22C; 22D oder eine Gruppe von ausgewählten Farbzonen 22; 22A;
22B; 22C; 22D beziehen kann. Sodann werden für die Farbregelung nachfolgend nur solche
jeweils mittels einer Erfassungseinrichtung 11 vorzugsweise aus digitalen Bilddaten
gewonnenen Messwerte verwendet, die plausibel sind und z. B. keine durch nur kurzfristig
wirkende Störungen verursachte Ausreißer bilden. Ausreißer werden z. B. von der Regeleinrichtung
12 durch andere, für dieselbe Druckfarbe vorzugsweise in benachbarten Farbzonen 22;
22A; 22C; 22D gewonnene Messwerte ersetzt. Die Plausibilität der Messwerte von verschiedenen
Druckfarben kann auch durch ihre jeweilige Relation ermittelt werden, die sie insbesondere
mit Bezug auf ein flächenmäßig eng begrenztes Messfeld 13 untereinander annehmen.
In jedem Fall wird z. B. von der Regeleinrichtung 12 geprüft, ob die jeweiligen während
einer laufenden Produktion der Druckmaschine inline erfassten Messwerte oder die aus
ihnen gebildeten Relationen bestimmte, z. B. an einem Leitstand der Druckmaschine
für eine bestimmte Produktion zuvor festgelegte Grenzwerte einhalten. Sofern die jeweiligen
Messwerte oder die aus ihnen gebildeten Relationen diese Grenzwerte in unzulässiger
Weise überschreiten oder unterschreiten, wird der betroffene, der Prüfung unterzogene
Messwert oder die betreffende Relation als nicht plausibel verworfen und für die von
der Regeleinrichtung 12 auszuführende Farbregelung nicht verwendet. Überdies kann
ein Weißwert, der sich aus einer Prüfung des unbedruckten Bedruckstoffes 09 ergibt
und auf den aus der Prüfung von Buntfarben gewonnene Messwerte als Nullmarke für deren
jeweilige Farbdichte bezogen werden, in der laufenden Produktion stabil ist oder sich
in unzulässiger Weise verändert. Insgesamt wird mit den beschriebenen Verfahren für
eine in einer laufenden Druckmaschine durchgeführten Farbregelung ein sehr stabiles
Regelverhalten erreicht, welches dazu beiträgt, in einem in einer Druckmaschine ausgeführten
Druckprozess Druckprodukte von hoher Qualität zu erzeugen.
Bezugszeichenliste
[0058]
| 01 |
Druckwerk |
| 02 |
Lackturm |
| 03 |
Auslageverlängerung |
| 04 |
Ausleger |
| 05 |
- |
| 06 |
Bogenanleger |
| 07 |
Farbwerk |
| 08 |
Formzylinder |
| 09 |
Bedruckstoff; Druckbogen |
| 10 |
- |
| 11 |
Erfassungseinrichtung |
| 12 |
Regeleinrichtung |
| 13 |
Messfeld |
| 14 |
Übertragungszylinder |
| 15 |
- |
| 16 |
Gegendruckzylinder |
| 17 |
Feuchtwerk |
| 18 |
Beleuchtungseinrichtung |
| 19 |
Messstreifen |
| 20 |
- |
| 21 |
Druckbild |
| 22 |
Zone, Farbzone |
| 23 |
Weißfeld |
| 24 |
Sensor, Bildsensor, Filter |
| |
|
| 22A |
Farbzone |
| 22B |
Farbzone |
| 22C |
Farbzone |
| 22D |
Farbzone |
| |
|
| b22 |
Breite |
| |
|
| T |
Transportrichtung |
1. Verfahren zur Prüfung von mindestens einem in einer Druckmaschine ermittelten Messwert
auf seine Plausibilität, wobei der Messwert eine Farbdichte einer auf einem durch
die Druckmaschine transportierten Bedruckstoff (09) aufgetragenen Druckfarbe angibt,
wobei diese Druckfarbe in mehreren Farbzonen (22; 22A; 22B; 22C; 22D) auf den Bedruckstoff
(09) aufgetragen wird, wobei eine Relation zwischen einer ausgewählten Farbzone (22;
22B) einer bestimmten Druckfarbe und mindestens einer weiteren Farbzone (22; 22A;
22C) derselben Druckfarbe gebildet wird, wobei ein in der ausgewählten Farbzone (22;
22B) für die bestimmte Druckfarbe ermittelter Messwert der Farbdichte als nicht plausibel
verworfen und für eine in der Druckmaschine vorgesehene automatische Farbregelung
nicht verwendet wird, wenn die Relation mindestens einen zuvor festgelegten Grenzwert
unzulässig überschreitet oder unterschreitet, wobei die Farbregelung von einer Regeleinrichtung
(12) ausgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Relation zwischen dem in einer ausgewählten Farbzone (22; 22B) für eine bestimmte
Druckfarbe ermittelten Messwert der Farbdichte und einem in mindestens einer weiteren
Farbzone (22; 22A; 22C) für dieselbe Druckfarbe ermittelten Messwert der Farbdichte
gebildet wird, wobei zur Bildung der Relation mit Bezug auf die ausgewählte Farbzone
(22; 22B) deren Messwert für eine Farbdichte mit einem Messwert aus der mindestens
einen anderen zu demselben Farbwerk (07) gehörenden Farbzone (22; 22A; 22C; 22D) ins
Verhältnis gesetzt wird, wobei von der Regeleinrichtung (12) der in der ausgewählten
Farbzone (22; 22B) für die bestimmte Druckfarbe ermittelte Messwert der Farbdichte
als nicht plausibel verworfen wird, wenn dieser Messwert um mindestens einen zuvor
festgelegten Bruchteil von dem in der mindestens einen weiteren Farbzone (22) zu derselben
Druckfarbe ermittelten Messwert abweicht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von der Regeleinrichtung (12) der in der ausgewählten Farbzone (22; 22B) für die
bestimmte Druckfarbe ermittelte Messwert der Farbdichte als nicht plausibel verworfen
wird, wenn dieser Messwert um mindestens 50% von dem in der mindestens einen weiteren
Farbzone (22) zu derselben Druckfarbe ermittelten Messwert abweicht.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von der Regeleinrichtung (12) anstelle des in der ausgewählten Farbzone (22; 22B)
für eine bestimmte Druckfarbe ermittelten, als nicht plausibel verworfenen Messwertes
der Farbdichte ersatzweise ein Wert für die Farbdichte der betreffenden Druckfarbe
anhand der aus der mindestens einen weiteren Farbzone (22A; 22C) ermittelten Messwerte
gewonnen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckfarbe, von der deren Farbdichte betreffende Messwerte in Relation zueinander
gesetzt werden, in mehreren quer zu einer Transportrichtung (T) des Bedruckstoffes
(09) nebeneinander angeordneten Farbzonen (22; 22A; 22B; 22C; 22D) auf den Bedruckstoff
(09) aufgetragen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Relation zwischen dem Messwert der in der ausgewählten Farbzone (22; 22B) für
eine bestimmte Druckfarbe ermittelten Farbdichte zu dem für dieselbe Druckfarbe in
der mindestens einen weiteren Farbzone (22; 22A; 22C) ermittelten Messwert der Farbdichte
zwischen unmittelbar benachbarten Farbzonen (22; 22A; 22B; 22C) und/oder zwischen
weiter voneinander beabstandeten Farbzonen (22; 22A; 22B; 22C; 22D) gebildet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von der Regeleinrichtung (12) die Relation zwischen dem Messwert der in einer ausgewählten
Farbzone (22; 22B) für eine bestimmte Druckfarbe ermittelten Farbdichte zu einem in
mindestens einer weiteren Farbzone (22; 22A; 22C) für dieselbe Druckfarbe ermittelten
Messwert der Farbdichte während des laufenden Druckprozesses der Druckmaschine auf
eine Veränderung geprüft wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Relation der Messwerte für Farbdichten zwischen verschiedenen Farbzonen (22;
22A; 22B; 22C; 22D) nur dann gebildet wird, wenn die bezüglich eines bestimmten Farbwerks
(07) der Druckmaschine vorhandenen Farbzonen (22; 22A; 22B; 22C; 22D) mehrheitlich
jeweils einen Messwert für die Farbdichte einer von diesem Farbwerk (07) bereitgestellten
Druckfarbe liefern, welcher mindestens einen zuvor festgelegten Bruchteil des in der
jeweiligen Farbzone (22; 22A; 22B; 22C; 22D) voreingestellten Sollwertes erreicht.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Prüfung der Plausibilität eines in einer ausgewählten Farbzone (22; 22B) für
eine Farbdichte ermittelten Messwertes Messwerte aus mindestens zwei weiteren, jeweils
zu einer Seite der ausgewählten Farbzone (22; 22B) angeordneten Farbzonen (22; 22A;
22C; 22D) herangezogen werden.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Prüfung der Plausibilität eines in einer ausgewählten Farbzone (22; 22B) für
eine Farbdichte ermittelten Messwertes Messwerte aus mindestens zwei weiteren, jeweils
zu beiden Seiten der ausgewählten Farbzone (22; 22B) angeordneten Farbzonen (22; 22A;
22C; 22D) herangezogen werden.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest mehrere der Farbdichten in einem laufenden Druckprozess unter Verwendung
einer Zeilenkamera erfasst werden.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der auf seine Plausibilität zu prüfende Messwert densitometrisch oder farbmetrisch
erfasst wird.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einem Farbwerk (07) dieser Druckmaschine eine Einstellung von dessen
Dosiereinrichtung in dem laufenden eine Oberfläche eines Bedruckstoffs (09) bedruckenden
Druckprozess anhand von mindestens einem in diesem Druckprozess in der Druckmaschine
erfassten Messwert von der Regeleinrichtung (12) änderbar ist.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinrichtung (12) den erfassten Messwert vor einer Veränderung der Einstellung
des betreffenden Farbwerks (07) auf Plausibilität prüft.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass diese Plausibilitätsprüfung anhand einer Prüfung eines Remissionsverhaltens der Oberfläche
des unbedruckten Bedruckstoffs (09) und einer Prüfung einer Relation einer in einem
Messfeld (13) auf dem Bedruckstoff (09) ermittelten primären Farbdichte zu mindestens
einer in demselben Messfeld (13) gleichzeitig ermittelten sekundären Farbdichte erfolgt.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die in dem betreffenden Messfeld (13) ermittelte primäre und sekundäre Farbdichte
jeweils auf einen Referenzwert bezogen wird, welcher in der Prüfung des Remissionsverhaltens
der Oberfläche des unbedruckten Bedruckstoffs (09) festgelegt worden ist.
1. Method for checking at least one measurement determined in a printing press for its
plausibility, the measurement indicating an ink density of a printing ink applied
to a printing substrate (09) transported by the printing press, this printing ink
being applied to the printing substrate (09) in a number of ink zones (22; 22A; 22B;
22C; 22D), a relationship being formed between a selected ink zone (22; 22B) of a
specific printing ink and at least one further ink zone (22; 22A; 22C) of the same
printing ink, a measurement of the ink density determined for the specific printing
ink in the selected ink zone (22; 22B) being discarded as not plausible and not being
used for automatic ink control provided in the printing press if the relationship
unduly exceeds or falls short of at least one previously set limit value, the ink
control being carried out by a control device (12), characterized in that the relationship is formed between the measurement of the ink density determined
for a specific printing ink in a selected ink zone (22; 22B) and a measurement of
the ink density determined for the same printing ink in at least one further ink zone
(22; 22A; 22C), its measurement for an ink density for the formation of the relationship
with respect to the selected ink zone (22; 22B) being related to a measurement from
the at least one other ink zone (22; 22A; 22C; 22D) belonging to the same inking unit
(07), the measurement of the ink density determined for the specific printing ink
in the selected ink zone (22; 22B) being discarded as not plausible by the control
device (12) if this measurement differs by at least a previously fixed fraction from
the measurement determined for the same printing ink in the at least one further ink
zone (22).
2. Method according to Claim 1, characterized in that the measurement of the ink density for the specific printing ink determined in the
selected ink zone (22; 22B) is discarded as not plausible by the control device (12)
if this measurement differs by at least 50% from the measurement determined for the
same printing ink in the at least one further ink zone (22).
3. Method according to Claim 1, characterized in that instead of the measurement of the ink density determined for a specific printing
ink in the selected ink zone (22; 22B) discarded as not plausible by the control device
(12), a value for the ink density of the printing ink concerned is alternatively obtained
with the aid of the measurements determined from the at least one further ink zone
(22A; 22C).
4. Method according to Claim 1, characterized in that the printing ink, of which measurements concerning its ink density are to be related
to one another, is applied to the printing substrate (09) in a number of ink zones
(22; 22A; 22B; 22C; 22D) arranged next to one another transverse to a transport direction
(T) of the printing substrate (09).
5. Method according to Claim 1, characterized in that the relationship between the measurement of the ink density determined for a specific
printing ink in the selected ink zone (22; 22B) to the measurement of the ink density
determined for the same printing ink in the at least one further ink zone (22; 22A;
22C) is formed between directly adjacent ink zones (22; 22A; 22B; 22C) and/or between
ink zones (22; 22A; 22B; 22C; 22D) spaced further from one another.
6. Method according to Claim 1, characterized in that the relationship between the measurement of the ink density determined for a specific
printing ink in a selected ink zone (22; 22B) to a measurement of the ink density
determined for the same printing ink in at least one further ink zone (22; 22A; 22C)
is checked for a change by the control device (12) during the ongoing printing process
of the printing press.
7. Method according to Claim 1, characterized in that the relationship of the measurements for ink densities between various ink zones
(22; 22A; 22B; 22C; 22D) can only be formed if the ink zones (22; 22A; 22B; 22C; 22D)
present with respect to a specific inking unit (07) of the printing press mostly yield
a measurement for the ink density of a printing ink provided by this printing unit
(07), which at least achieves a previously set fraction of the target value preset
in the respective ink zone (22; 22A; 22B; 22C; 22D).
8. Method according to Claim 1, characterized in that for checking the plausibility of a measurement determined for an ink density in a
selected ink zone (22; 22B), measurements are used from at least two further ink zones
(22; 22A; 22C; 22D), in each case arranged on one side of the selected ink zone (22;
22B).
9. Method according to Claim 1, characterized in that for checking the plausibility of a measurement for an ink density determined in a
selected ink zone (22; 22B), measurements are used from at least two further ink zones
(22; 22A; 22C; 22D), in each case arranged on both sides of the selected ink zone
(22; 22B).
10. Method according to Claim 1, characterized in that at least a number of the ink densities in an ongoing printing process are recorded
using a line scan camera.
11. Method according to Claim 1, characterized in that the measurement to be checked for its plausibility is recorded densitometrically
or colorimetrically.
12. Method according to Claim 1, characterized in that in at least one printing unit (07) of this printing press an adjustment of its metering
device in the ongoing printing process printing one surface of a printing substrate
(09) is alterable by the control device (12) with the aid of at least one measurement
recorded in the printing press in this printing process.
13. Method according to Claim 12, characterized in that the control device (12) checks the recorded measurement for plausibility before a
change in the adjustment of the inking unit (07) concerned.
14. Method according to Claim 13, characterized in that this plausibility check is carried out with the aid of a check of a reflectance behaviour
of the surface of the unprinted printing substrate (09) and a check of a relationship
of a primary ink density determined in a measuring field (13) on the printing substrate
(09) to at least one secondary ink density simultaneously determined in the same measuring
field (13).
15. Method according to Claim 14, characterized in that the primary and secondary ink density determined in the measuring field (13) concerned
is in each case related to a reference value, which has been set in the checking of
the reflectance behaviour of the surface of the unprinted printing substrate (09).
1. Procédé de contrôle de plausibilité d'au moins une valeur de mesure déterminée dans
une machine à imprimer, ladite valeur de mesure indiquant une densité d'une encre
d'impression appliquée sur un support d'impression (09) transporté au travers de la
machine à imprimer, l'encre d'impression étant appliquée dans plusieurs zones d'encrage
(22 ; 22A ; 22B ; 22C ; 22D) sur le support d'impression (09), une relation étant
formée entre une zone d'encrage (22 ; 22B) sélectionnée d'une encre d'impression définie
et au moins une autre zone d'encrage (22 ; 22A ; 22C) de la même encre d'impression,
une valeur de mesure de la densité d'encre déterminée dans la zone d'encrage (22 ;
22B) sélectionnée pour l'encre d'impression définie étant rejetée comme non plausible
et n'étant pas utilisée pour une régulation d'encre automatique prévue dans la machine
à imprimer quand la relation devient inadmissiblement supérieure ou inférieure à au
moins une valeur limite préalablement fixée, la régulation d'encre étant effectuée
par un dispositif de régulation (12), caractérisé en ce que la relation est formée entre la valeur de mesure de la densité d'encre déterminée
dans une zone d'encrage (22 ; 22B) sélectionnée pour une encre d'impression définie
et une valeur de mesure de la densité d'encre déterminée dans au moins une autre zone
d'encrage (22 ; 22A ; 22C) pour la même encre d'impression, en ce que, pour former la relation par rapport à la zone d'encrage (22 ; 22B) sélectionnée,
la valeur de mesure de celle-ci pour une densité d'encre est mise en relation avec
une valeur de mesure de la ou des autres zones d'encrage (22 ; 22A ; 22C ; 22D) faisant
partie du même groupe d'encrage (07), la valeur de mesure de la densité d'encre déterminée
par le dispositif de régulation (12) dans la zone d'encrage (22 ; 22B) sélectionnée
pour l'encre d'impression définie étant rejetée comme non plausible si cette valeur
de mesure s'écarte d'au moins une fraction préalablement fixée de la valeur de mesure
déterminée dans la ou les autres zones d'encrage (22) pour la même encre d'impression.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la valeur de mesure de la densité d'encre déterminée par le dispositif de régulation
(12) dans la zone d'encrage (22 ; 22B) sélectionnée pour l'encre d'impression définie
est rejetée comme non plausible si cette valeur de mesure s'écarte d'au moins 50 %
de la valeur de mesure déterminée dans la ou les autres zones d'encrage (22) pour
la même encre d'impression.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au lieu de la valeur de mesure de la densité d'encre déterminée pour une encre d'impression
définie dans la zone d'encrage (22 ; 22B) sélectionnée, rejetée comme non plausible
par le dispositif de régulation (12), une valeur pour la densité d'encre de l'encre
d'impression concernée est acquise de manière subsidiaire à partir des valeurs de
mesure déterminées pour l'autre ou les autres zones d'encrage (22A ; 22C).
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'encre d'impression, dont les valeurs de mesure relatives à la densité d'encre sont
mise en relation entre elles, est appliquée sur le support d'impression (09) dans
plusieurs zones d'encrage (22 ; 22A ; 22B ; 22C ; 22D) disposées côte à côte transversalement
à une direction de transport (T) du support d'impression (09).
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la relation entre la valeur de mesure de la densité d'encre déterminée dans la zone
d'encrage (22 ; 22B) sélectionnée pour une encre d'impression définie et la valeur
de mesure de la densité d'encre déterminée pour la même encre d'impression dans la
ou les autres zones d'encrage (22 ; 22A ; 22C) est formée entre zones d'encrage (22
; 22A ; 22B ; 22C) immédiatement adjacentes et/ou entre zones d'encrage (22 ; 22A
; 22B ; 22C ; 22D) espacées l'une de l'autre.
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une variation de la relation entre la valeur de mesure de la densité d'encre déterminée
dans une zone d'encrage (22 ; 22B) sélectionnée pour une encre d'impression définie
et une valeur de mesure de la densité d'encre déterminée pour la même encre d'impression
dans la ou les autres zones d'encrage (22 ; 22A ; 22C) est contrôlée par le dispositif
de régulation (12) en cours de processus d'impression de la machine à imprimer.
7. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la relation des valeurs de mesure pour des densités d'encre entre différentes zones
d'encrage (22 ; 22A ; 22B ; 22C ; 22D) n'est formée que si les zones d'encrage (22
; 22A ; 22B ; 22C ; 22D) existantes relativement à un groupe d'encrage (07) défini
de la machine à imprimer livrent majoritairement une valeur de mesure pour la densité
d'encre d'une encre d'impression fournie par ledit groupe d'encrage (07), laquelle
correspond au moins à une fraction préalablement fixée de la valeur de consigne déterminée
dans chaque zone d'encrage (22 ; 22A ; 22B ; 22C ; 22D).
8. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, pour le contrôle de plausibilité d'une valeur de mesure déterminée dans une zone
d'encrage (22 ; 22B) sélectionnée pour une densité d'encre, des valeurs de mesure
d'au moins deux autres zones d'encrage (22 ; 22A ; 22C ; 22D), disposées d'un côté
de la zone d'encrage (22 ; 22B) sélectionnée, sont exploitées.
9. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, pour le contrôle de plausibilité d'une valeur de mesure déterminée dans une zone
d'encrage (22 ; 22B) sélectionnée pour une densité d'encre, des valeurs de mesure
d'au moins deux autres zones d'encrage (22 ; 22A ; 22C ; 22D), disposées de part et
d'autre de la zone d'encrage (22 ; 22B) sélectionnée, sont exploitées.
10. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins plusieurs des densités d'encre sont saisies au moyen d'une caméra cellulaire
en cours de processus d'impression.
11. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la valeur de mesure dont la plausibilité doit être contrôlée est saisie par densitométrie
ou par colorimétrie.
12. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, dans au moins un groupe d'encrage (07) de ladite machine à imprimer, un réglage
du dispositif de dosage de celui-ci est modifiable en cours de processus d'impression
d'une surface du support d'impression (09), sur la base d'au moins une valeur de mesure
saisie sur la machine à imprimer par le dispositif de régulation (12) lors de ce processus
d'impression.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que le dispositif de régulation (12) contrôle la plausibilité de la valeur de mesure
saisie avant une modification du réglage du groupe d'encrage (07) concerné.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que ledit contrôle de plausibilité est effectué sur la base d'un contrôle d'un comportement
de rémission de la surface du support d'impression (09) vierge et d'un contrôle d'une
relation entre une densité primaire déterminée dans un champ de mesure (13) sur le
support d'impression (09) et au moins une densité secondaire simultanément déterminée
dans le même champ de mesure (13).
15. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce que les densités d'encre primaire et secondaire déterminées dans le champ de mesure (13)
concerné sont rapportées à une valeur de référence qui a été fixée lors du contrôle
du comportement de rémission de la surface du support d'impression (09) vierge.