[0001] Die Erfindung betrifft ein Wäschetrocknungsgerät mit einem Prozessluftkanal, wobei
in dem Prozessluftkanal ein Flusenfilter vorgesehen ist. Zudem betrifft die Erfindung
ein Verfahren zum Reinigen eines Flusenfilters in einem Wäschetrocknungsgerät.
[0002] Ein solches Wäschetrocknungsgerät und ein Verfahren zum Reinigen eines Flusenfilters
in einem solchen Wäschetrocknungsgerät gehen hervor aus der
EP 0 395 484 A1.
[0003] In einem Wäschetrocknungsgerät, z.B. Waschtrockner und Wäschetrockner, ist in einen
Prozessluftkanal typischerweise ein Flusenfilter eingesetzt, um von einer Wäsche bzw.
Textilien bei einem Trocknungsprozess mitgenommene Fasern und andere feinteilige Partikel,
zusammenfassend als wie Flusen bezeichnet, zurückzuhalten, damit diese keine ebenfalls
in dem Prozessluftkanal befindlichen Funktionseinheiten wie Gebläse, Pumpen, Heizung,
Wärmetauscher, Wasserwege, Luftwege usw. verunreinigen oder sogar verstopfen können.
Dazu weist ein Flusenfilter bisher ein flächiges Flusensieb aus Stoff, insbesondere
Kunststoffgaze, kleinporiger Folie oder feinem Gitter auf. Zum Entfernen der an dem
Flusensieb anhaftenden Flusen ist das Flusensieb zumeist entnehmbar und kann nach
einer Entnahme von einem Benutzer gereinigt werden. Ein solches Flusenfilter ist aus
der
WO 2007/057264 A1 bekannt, wobei dort zusätzlich ein Geruchsfilter, z.B. mit Aktivkohle, vorhanden
ist.
[0004] Nachteilig bei den herkömmlichen Flusenfiltern ist, dass zwar. Flusen effektiv zurückgehalten
werden, Haare unter Umständen jedoch nicht. Die Gaze wird bisher so ausgelegt, dass
eine freie Durchtrittsfläche von ca. 36 % bis 45% der gesamten Fläche und eine Maschenweite
von 100 µm bis 200 µm gewährleistet ist, da sich ansonsten das Flusensieb zu schnell
zusetzt und sein Luftwiderstand gegenüber durchtretender Prozessluft zu hoch wird.
Feinere Gaze mit einer Maschenweite von weniger als 150 µm neigt zu einem schnellen
Zusetzen während eines Trocknungsprozesses. Das bedeutet jedoch, dass Haare in der
Prozessluft, die durchschnittlich einen Durchmesser zwischen 40 µm und 120 µm aufweisen
(ein mittlerer Durchmesser von Haaren liegt bei ca. 80 µm), durch diese Gaze durchtreten
und in die nachgelagerten Luftkanäle und Bauteile wie Heizung, Wärmetauscher, Gebläse
usw. gelangen können.
[0005] Aus den Dokumenten
WO 2008/119611 A1,
WO 2009/050003 A1,
WO 2009/050004 A1 und
WO 2009/077291 A1 geht ein Wäschetrocknungsgerät hervor, welches einen mit Flusen belasteten Wärmetauscher
aufweist, der durch eine spezielle Spüleinrichtung mittels einer Flüssigkeit von Flusen
gereinigt wird. Aus der
EP 2 072 660 A1 geht ein Wäschetrocknungsgerät mit einem einem Wärmetauscher vorgeschalteten Flusenfilter
hervor, welcher mittels einer entsprechenden Spüleinrichtung von Flusen gereinigt
werden kann und das herkömmliche manuelle Entfernen von Flusen von dem Flusenfilter
im Anschluss an einen Trocknungsprozess überflüssig macht. In einem Wäschetrocknungsgerät
solcher Art, in dem eine Komponente im Luftweg der Prozessluft mit Flüssigkeit gespült
wird, können Haare von der Flüssigkeit aufgenommen und von dieser in das Flüssigkeitsführungssystem
hinein transportiert werden und dort Probleme in der meist sehr einfach aufgebauten
Pumpe hervorrufen; es kann z.B. zu Verstopfungen durch Haarbündel kommen. Auch können
Haare sich um eine Antriebswelle eines Gebläses wickeln und dieses Gebläse blockieren.
Ferner lassen sich Haare in dem Prozessluftkanal nur schwierig entfernen.
[0006] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die oben genannten Nachteile zu vermeiden
und insbesondere eine Möglichkeit zur effektiven Rückhaltung von Haaren in einem Prozessluftkanal
eines Wäschetrocknungsgeräts ohne einen erhöhten Druckverlust bereitzustellen.
[0007] Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Bevorzugte
Ausführungsformen sind insbesondere den abhängigen Patentansprüchen entnehmbar.
[0008] Die Aufgabe wird demnach gelöst durch ein Wäschetrocknungsgerät mit einem Prozessluftkanal,
wobei in dem Prozessluftkanal ein Flusenfilter vorgesehen ist, welcher Flusenfilter
mindestens einen Bürstenfilter aufweist, welcher den Prozessluftkanal vollflächig
quert und abströmseitig dessen ein in einem Rahmen gehaltenes Flusensieb angeordnet
ist.
[0009] Der Bürstenfilter, also ein Filter mit einem Bürstenbesatz, ist weit effektiver als
die bisherigen Flusensiebe darin, Haare zurückzuhalten. Eine Verwendung mindestens
eines solchen Bürstenfilters befähigt somit den Flusenfilter, auch Haare zurückzuhalten.
Der Bürstenfilter liegt bei eingesetztem Flusenfilter in dem Prozessluftkanal, so
dass die Prozessluft durch den Bürstenfilter hindurch strömen muss. Der Bürstenfilter
kann insbesondere zur Verwendung in einem Prozessluftkanal des Wäschetrocknungsgeräts
vorgesehen sein.
[0010] Es ist eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung, dass der Bürstenfilter eine walzenartige
Form aufweist. So kann er einen breiten Prozessluftkanal abdecken, wie er häufig in
einem Flusenfilter vorliegt.
[0011] Es ist eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung, dass der Bürstenfilter
einen Flaschenbürstenbesatz aufweist. Ein solcher Besatz hat sich als ein besonders
guter Kompromiss zwischen einer Filtereffektivität, einem geringen Luftwiderstand,
einer guten Reinigbarkeit und einer hohen Widerstandsfähigkeit in dem Prozessluftstrom
ergeben. Die Art des Flaschenbürstenbesatzes ist z.B. von Haushaltsbürsten zur Reinigung
von Flaschen usw. bekannt.
[0012] Es ist noch eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung, dass der Flusenfilter ein
Flusensieb aufweist und der Bürstenfilter in Strömungsrichtung hinter dem Flusensieb
angeordnet ist. Dadurch wird der Bürstenfilter nicht durch Flusen verunreinigt. Jedoch
ist auch eine Ausgestaltung möglich, dass der Flusenfilter ein Flusensieb aufweist
und der Bürstenfilter in Strömungsrichtung vor dem Flusensieb angeordnet ist. Auf
diese Weise ist der Bürstenfilter zwar den Flusen ausgesetzt, er hält aber Haare effektiv
vom Flusenfilter fern.
[0013] Es ist ferner eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung, dass der Flusenfilter
einen Flusenkamm aufweist. Mittels des Flusenkamms kann ein Benutzer des Wäschetrocknungsgeräts
den Bürstenfilter bei Bedarf gründlich reinigen. Der Flusenkamm kann von dem Flusenfilter
abnehmbar sein. Es wird jedoch bevorzugt, dass der Flusenkamm fest an dem Flusenfilter
angebracht ist, so dass er nicht verloren gehen kann.
[0014] Es ist außerdem eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung, dass der Flusenkamm
ein Loch mit an seinem Innenrand angebrachten Zinken aufweist und dass der Bürstenfilter
zu seiner Reinigung durch den Flusenkamm bewegbar ist. So wird eine gleichmäßige und
schnelle Reinigung des Bürstenfilters ermöglicht, insbesondere bei einem länglichen,
z.B. walzenförmigen, Bürstenfilter.
[0015] Es ist zudem eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung, dass der Flusenkamm ein
Halterungselement für den Bürstenfilter darstellt. Dies bedeutet, dass der Flusenkamm
den Bürstenfilter bei einem normalen Betrieb haltert. Durch diese Doppelfunktion können
Bauelemente eingespart werden, und der Bürstenfilter kann zum Reinigen einfach durch
den Flusenkamm gezogen werden.
[0016] Es ist noch eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung, dass der Flusenkamm aus
einem flexiblen Material, insbesondere Kunststoff, besteht. Dies erleichtert ein Hindurchziehen
des Bürstenfilters und verhindert eine Beschädigung des Bürstenfilters und/oder des
Flusenkamms.
[0017] Es ist ferner eine bevorzugte Ausgestaltung des Wäschetrocknungsgeräts, dass das
Wäschetrocknungsgerät ein Waschtrockner ist. Alternativ kann das Wäschetrocknungsgerät
z.B. auch ein Wäschetrockner sein.
[0018] Es ist ferner eine bevorzugte Ausgestaltung des Wäschetrocknungsgeräts, dass Prozessluftkanal
ein Umluftkanal ist.
[0019] Es ist noch eine bevorzugte Ausgestaltung des Wäschetrocknungsgeräts, dass das Wäschetrocknungsgerät
ein Kondensationswäschetrocknungsgerät ist. Das Wäschetrocknungsgerät kann dazu beispielsweise
mit einer Wärmepumpe ausgerüstet sein.
[0020] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß auch gelöst durch ein Verfahren zum Reinigen eines
Flusenfilters in einem erfindungsgemäßen Wäschetrocknungsgerät, wobei das Verfahren
mindestens den folgenden Schritt aufweist: Hindurchziehen des Bürstenfilters durch
einen an dem Flusenfilter angebrachten Flusenkamm mit innenliegenden Zinken. Dadurch
wird eine gleichmäßige und schnelle Reinigung des Bürstenfilters ermöglicht.
[0021] Es ist eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung, dass der Bürstenfilter eine walzenartige
Form und der Flusenkamm eine ringartige Form aufweist, z.B. mittels eines kreisförmigen
Lochs. Dies ermöglicht eine besonders schnelle und gründliche Reinigung.
[0022] In den Figuren der beigefügten Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels
schematisch dargestellt; dieses Ausführungsbeispiel wir nachfolgend genauer beschrieben.
Dabei können zur Übersichtlichkeit gleiche oder gleichwirkende Elemente mit gleichen
Bezugszeichen versehen sein.
- Fig.1
- zeigt als Schnittdarstellung in Seitenansicht einen Wäschetrockner mit einem in einen
Prozessluftkanal eingesetzten Filter;
- Fig.2
- zeigt den Filter in einer Vorderansicht;
- Fig.3
- zeigt den Filter in der Vorderansicht mit einer teilweise entfernten Filterbürste;
- Fig.4
- zeigt die vollständig entfernte Filterbürste mit einem zugehörigen Kamm.
[0023] Fig.1 zeigt als Schnittdarstellung in Seitenansicht einen Wäschetrockner W mit einem
durch einen Lagerschild 2 in einen entsprechenden Aufnahmeraum 3 eingesetzten Filter
4. Der Aufnahmeraum 3 ist ein Teil eines Prozessluftkanals K. Der Filter 4, der somit
einen Prozessluftfilter darstellt, quert den Prozessluftkanal K, dessen Prozessluftstrom
durch die schraffierten Pfeile angedeutet ist, im Wesentlichen vollflächig. Der Filter
kann bei geöffneter Tür D zur Reinigung aus dem Lagerschild 2 entnommen werden.
[0024] Die Prozessluft P strömt bei einem Betrieb des Wäschetrockners W auf eine grundsätzlich
bekannte Weise aus einem Wäschetrocknungsraum R, die hier durch eine drehbare Wäschetrommel
T ausgestaltet ist, zu dem Filter 4. Die Prozessluft P ist nach Überstreichen von
in der Wäschetrommel T befindlicher Wäsche feucht und enthält Flusen sowie, zu einem
geringen Anteil Haare. Die Prozessluft P strömt danach durch einen streifenförmigen
oberen Rand 5 des Filters 4, welcher dazu mit Durchlassöffnungen 15 versehen ist.
Die Prozessluft strömt weiter durch mindestens ein in einem Rahmen 6 gehaltenes Flusensieb
7, von dem die meisten, insbesondere gröberen, Flusen in der Prozessluft P zurückgehalten
werden. Die nunmehr am Gehalt von Flusen wesentlich reduzierte Prozessluft P strömt
weiter zu einer Wärmesenke S, an welcher die Prozessluft P kondensieren kann. Möglicherweise
noch an der Wärmesenke S mit dem Kondensat abgeschiedene restliche Flusen und Haare
können beispielsweise mittels einer Spüleinrichtung entfernt werden. Hinter der Wärmesenke
S durchläuft die nunmehr getrocknete Prozessluft eine Heizung und ein Gebläse (nicht
gezeigt) und wird als trocken-warme Prozessluft wieder in die Wäschetrommel T eingeblasen.
[0025] Zum Schutz des Rahmens 6 und zur Erlangung der für einen Einsatz des Filters 4 in
den Aufnahmeraum 3 bevorzugten, in Seitenansicht keilförmigen Grundform, ist an einem
unteren Rand 8 des Rahmens 6 an diesem ein verschwenkbarer Schutzrahmen 9 angeordnet,
welcher wie gezeigt an den oberen Rand 5 verschwenkbar und dort lösbar befestigbar
ist, z.B. durch eine Schnappverbindung. Die Schrägstellung des mit dem Flusensieb
7 ausgerüsteten Rahmens 6 bezüglich der einströmenden Prozessluft P reduziert einen
Luftwiderstand für die Prozessluft P.
[0026] Diese grundsätzliche Anordnung und Arbeitsweise eines mit einem wie bisher beschriebenen
Filter ausgerüsteten Wäschetrockners W ist bekannt. Bei den bekannten Filtern werden
jedoch Haare nicht effektiv zurückgehalten, welche somit in der ansonsten von Flusen
weitgehend freien Prozessluft noch enthalten sind. Diese Haare können beispielsweise
an die Wärmesenke oder in das Prozessluftgebläse gelangen und sich dort festsetzen;
werden sie bei deren Reinigen von der Wärmesenke abgespült, so können sie sich in
einer Kondensatwasserpumpe, die die Spülflüssigkeit abfördert, festsetzen.
[0027] Um auch die Haare aus der Prozessluft filtern zu können, weist der Filter 4 nun zusätzlich
eine Filterbürste 10 auf, welche an zwei außenseitig zwischen dem oberen Rand 5 und
dem Rahmen 6 angebrachten Halterungselementen 11 für den Bürstenfilter 10 gehaltert
ist. Die Halterungselemente 11 weisen jeweils ein kreisförmiges Loch 12 zum endständigen
Einsatz des Bürstenfilters 10 auf. Der Rahmen 6, der obere Rand 5, der Schutzrahmen
9 und die Halterungselemente 11 können einstückig aus Kunststoff gefertigt sein, z.B.
mittels eines Spritzgussverfahrens.
[0028] Fig.2 zeigt den Filter 4 in einer Vorderansicht bezüglich des Prozessluftstroms,
d.h. in einer Sicht auf den Filter 4, bevor die Prozessluft P diesen durchströmt.
Der Schutzrahmen 9 ist hier ausschnittsweise in einer heruntergeklappten Stellung
gezeigt. Der Rahmen 6 weist eine U-förmige Außenstrebe 13 und eine senkrechte Mittelstrebe
14 auf, die oberseitig von dem oberen Rand 5 abgeschlossen werden. Durch die Mittelstrebe
14 wird eine Steifigkeit des Filters 4 verbessert, und es werden zwei Teilräume zur
Aufnahme jeweils eines gleichartigen Flusensiebs bzw. eines zweiteiligen Flusensiebs
7 geschaffen. Der Filter 4 wird typischerweise an seinem oberen Rand 5 gegriffen.
Der obere Rand 5 schließt typischerweise die Öffnung des Aufnahmeraum 3 in dem Lagerschild
2 ab.
[0029] Es wird bemerkt, dass statt des Schutzrahmens 9 ein weiteres Flusensieb 7 vorgesehen
sein kann, wodurch der Filter 4 die Gestalt eines symmetrischen V erhält, wobei im
Betrieb beide Flusensiebe 7 gleichermaßen von der Prozessluft P durchströmt werden.
[0030] Der Bürstenfilter 10 überdeckt von unten die in dem oberen Rand 5 vorhandenen schlitzförmigen
Durchlassöffnungen 15 und wird somit von der Prozessluft P durchströmt. Dies bedeutet,
dass die Prozessluft P zunächst von der Wäschetrommel T kommend durch die Durchlassöffnungen
15 und weiter durch den Bürstenfilter 10 strömt, in welchem die Haare effektiv zurückgehalten
werden, Flusen jedoch nicht oder nur in geringem Maße. Der Bürstenfilter 10 wird folglich
nicht durch Flusen zugesetzt. Durch die vergleichsweise grobe Struktur des Bürstenfilters
10 findet an diesem kaum ein Druckverlust statt. Der Bürstenfilter 10 weist eine walzenartige
Form und einen Flaschenbürstenbesatz auf, wie in Fig.4 genauer beschrieben wird. Die
von Haaren befreite Prozessluft P strömt dann weiter zu dem herkömmlichen Flusensieb
7, wo die Flusen zurückgehalten werden.
[0031] Fig.3 zeigt den Filter 4 mit dem teilweise entfernten Bürstenfilter 10. Der Bürstenfilter
10 wird zu seiner Entfernung durch eines der Halterungselemente 11, nämlich hier das
rechte der Halterungselemente 11, gezogen. Die Halterungselemente 11 dienen zusätzlich
jeweils als ein Kamm oder Bürstenkamm, so dass mit dem Herausziehen des Bürstenfilters
10 dieser von Haaren gereinigt wird. Die Haare, welche zuvor aus der Prozessluft P
gefiltert worden sind, verbleiben in dem Halterungselement / Kamm 11 und können von
dort einfach entfernt werden. Ggf. kann dieser Kämmvorgang mehrmals wiederholt werden.
[0032] Fig.4 zeigt den vollständig entfernten Bürstenfilter 10 mit dem zugehörigen kombinierten
Halterungselement und Kamm 11. Das Halterungselement bzw. der Kamm 11 ist aus einem
flexiblen Kunststoff gefertigt und weist an seinem inneren Rand umlaufend angeordnete
Zinken 15 auf. Die Zinken 15 stehen leicht angeschrägt in Richtung des Rahmens des
Filters 4 und damit in Richtung des eingesetzten Bürstenfilters 10. So werden die
Zinken 15 bei einem Herausziehen des Bürstenfilters 10 nach Innen gebogen und werden
damit für eine besonders gründliche Kämmwirkung in den Bürstenfilter 10 hineingebogen.
Die Haare H verbleiben zwischen den Zinken 15 und können leicht von Hand entfernt
werden.
[0033] Der Bürstenfilter 10 weist eine walzenartige Grundform mit einem länglichen, ggf.
biegsamen, Stiel 16 und einem daran angebrachten Flaschenbürstenbesatz 17 auf, z.B.
ähnlich zu einer Haushaltsflaschenbürste.
[0034] Selbstverständlich ist die vorliegende Erfindung nicht auf das gezeigte Ausführungsbeispiel
beschränkt. So kann die Filterbürste 10 auch hinter dem herkömmlichen Flusensieb 7
angeordnet sein. Dadurch werden zuerst die Flusen und dann die Haare aus dem Prozessluftstrom
entfernt. Auch kann der der Filter 4 an einer anderen Stelle in dem Wäschetrockner
angeordnet sein, z.B. in einer Tür. Das Wäschetrocknungsgerät kann allgemein ein Wäschetrockner
oder ein Waschtrockner sein.
Bezugszeichenliste
| 2 |
Lagerschild |
| 3 |
Aufnahmeraum |
| 4 |
Filter |
| 5 |
oberer Rand |
| 6 |
Rahmen |
| 7 |
Flusensieb |
| 8 |
unterer Rand |
| 9 |
Schutzrahmen |
| 10 |
Filterbürste / Bürstenfilter |
| 11 |
Halterungselement / Kamm |
| 12 |
Loch |
| 13 |
Außenstrebe |
| 14 |
Mittelstrebe |
| 15 |
Zinken |
| 16 |
Stiel |
| 17 |
Flaschenbürstenbesatz |
| H |
Haare |
| W |
Wäschetrockner |
| R |
Wäschetrocknungsraum |
| T |
Wäschetrommel |
| S |
Wärmesenke |
| K |
Prozessluftkanal |
1. Wäschetrocknungsgerät (W) mit einem Prozessluftkanal (K), wobei in dem Prozessluftkanal
(K) ein Flusenfilter (4) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Flusenfilter (4) mindestens einen Bürstenfilter (10) aufweist, welcher den Prozessluftkanal
(K) vollflächig quert und abströmseitig dessen ein in einem Rahmen (6) gehaltenes
Flusensieb (7) angeordnet ist.
2. Wäschetrocknungsgerät (W) nach Anspruch 1, wobei der Bürstenfilter (10) eine walzenartige
Form aufweist.
3. Wäschetrocknungsgerät (W) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Bürstenfilter
(10) einen Flaschenbürstenbesatz (17) aufweist.
4. Wäschetrocknungsgerät (W) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Flusenfilter
(4) ferner einen Flusenkamm (11) zur Reinigung des Bürstenfilters (10) aufweist.
5. Wäschetrocknungsgerät (W) nach Anspruch 4, wobei der Flusenkamm (11) ein Loch (12)
mit an dessen Innenrand angebrachten Zinken (15) aufweist und wobei der Bürstenfilter
(10) zu seiner Reinigung durch den Flusenkamm (11) bewegbar ist.
6. Wäschetrocknungsgerät (W) nach einem der Ansprüche 4 und 5, wobei der Flusenkamm (11)
ein Halterungselement (11) für den Bürstenfilter (10) darstellt.
7. Verfahren zum Reinigen eines Flusenfilters (4) in einem Wäschetrocknungsgerät (W)
nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verfahren mindestens den folgenden
Schritt aufweist:
- Hindurchziehen des Bürstenfilters (10) durch einen an dem Flusenfilter (4) angebrachten
Flusenkamm (11) mit innenliegenden Zinken (15).
8. Verfahren nach Anspruch 7, bei dem der Bürstenfilter (10) eine walzenartige Form und
der Flusenkamm (11) eine ringartige Form aufweist.
1. Laundry drying appliance (W) with a process air channel (K), wherein a lint filter
(4) is provided in the process air channel (K), characterised in that the lint filter (4) comprises at least one brush filter (10) which crosses the process
air channel (K) over the entire area and arranged at the downstream side of which
is a lint sieve (7) held in a frame (6).
2. Laundry drying appliance (W) according to claim 1, wherein the brush filter (10) has
a roll-like form.
3. Laundry drying appliance (W) according to one of the preceding claims, wherein the
brush filter (10) has a bottle-brush border (17).
4. Laundry drying appliance (W) according to any one of the preceding claims, wherein
the lint filter (4) further comprises a lint comb (11) for cleaning the brush filter
(10).
5. Laundry drying appliance (W) according to claim 4, wherein the lint comb (11) has
a hole (12) with tines (15) mounted at the inner edge thereof and wherein the brush
filter (10) is, for cleaning thereof, movable through the lint comb (11).
6. Laundry drying appliance (W) according to one of claim 4 and 5, wherein the lint comb
(11) represents a mounting element (11) for the brush filter (10).
7. Method of cleaning a lint filter (4) in a laundry drying appliance (W) according to
any one of the preceding claims, wherein the method comprises at least the following
step:
- drawing the brush filter (10) through a lint comb (11), which is mounted on the
lint filter (4), with inwardly disposed tines (15.
8. Method according to claim 7, in which the brush filter (10) has a roll-like form and
the lint comb (11) has an annular form.
1. Sèche-linge (W) avec un canal d'air de processus (K), dans lequel un filtre à peluches
(4) est prévu dans le canal d'air de processus (K), caractérisé en ce que le filtre à peluches (4) présente au moins un filtre à brosses (10), lequel traverse
l'intégralité de la surface du canal d'air de processus (K) et en aval duquel est
disposé un crible à peluches (7) maintenu dans un cadre (6).
2. Sèche-linge (W) selon la revendication 1, dans lequel le filtre à brosses (10) présente
une forme cylindrique.
3. Sèche-linge (W) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le filtre
à brosses (10) présente une garniture de goupillon (17).
4. Sèche-linge (W) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le filtre
à peluches (4) présente en outre un peigne à peluches (11) pour le nettoyage du filtre
à brosses (10).
5. Sèche-linge (W) selon la revendication 4, dans lequel le peigne à peluches (11) présente
un orifice (12) doté de dents (15) sur son bord intérieur et dans lequel le filtre
à brosses (10) est déplaçable à travers le peigne à peluches (11) pour son nettoyage.
6. Sèche-linge (W) selon l'une des revendications 4 et 5, dans lequel le peigne à peluches
(11) constitue un élément de support (11) pour le filtre à brosses (10).
7. Procédé de nettoyage d'un filtre à peluches (4) dans un sèche-linge (W) selon l'une
des revendications précédentes, dans lequel le procédé comprend au moins l'étape suivante
:
- passage du filtre à brosses (10) à travers un peigne à peluches (11) monté sur le
filtre à peluches (4) et doté de dents intérieures (15).
8. Procédé selon la revendication 7, dans lequel le filtre à brosses (10) présente une
forme cylindrique et le peigne à peluches (11) une forme annulaire.