[0001] Die Erfindung betrifft einen als Bestandteil eines Türantriebs und vorzugsweise eines
Aufzugstürantriebs vorgesehenen Türkuppler nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
[0002] Solche Türkuppler sind ihrer Gattung nach bekannt. Insbesondere ist es aus der bereits
den modernen Stand der Technik belegenden Patentanmeldung
WO 2005/077808 bekannt die Mitnehmerkufen 14, 15 solcher Türkuppler auf drehbaren Schwenkhebeln
11, 13 zu lagern und diese Schwenkhebel 11, 13 mit Hilfe des die Türen öffnenden und
schließenden Zahnriemens 106 anzutreiben, der auf einen sich im bestimmungsgemäßen
Betrieb drehenden Betätigungshebel 1 einwirkt, welcher unter Zwischenschaltung einer
ebenfalls drehbeweglichen Nocke 18 seinerseits mittels einer Betätigungs- bzw. Schubstange
10 die Schwenkhebel 11, 13, auf denen die Mitnehmerkufen 14 und 15 drehbeweglich gelagert
sind, rotierend antreibt und hierdurch letzteren ihre für das An- und Abkuppeln benötigte
Bewegung aufzwingt. Zusätzlich wirkt der drehende Betätigungshebel 1 zu gegebener
Zeit mit Hilfe der drehbeweglichen Nocke 18 so auf die Türverriegelung ein, dass diese
entriegelt wird.
[0003] Der aus der
WO 2005/077808 vorbekannte Türkuppler funktioniert zwar zuverlässig, ist jedoch schon deshalb in
gewissen Fällen nachteilhaft, weil er aufgrund seiner anspruchsvollen Mimik aus einer
beachtlichen Anzahl beweglicher Bauteile besteht, deren Herstellung und Montage entsprechende
Kosten verursacht. Ein weiterer, in manchen Anwendungsfällen eher sekundärer, in anderen
Anwendungsfällen jedoch gravierender Nachteil des vorbekannten Türkupplers ist darin
zu sehen, dass er nicht ohne Weiteres zur Variantenbildung taugt - gerade im Bereich
der Modernisierung bestehender Anlagen wird ein Türkuppler bzw. ein Türkuppler-Konzept
benötigt, mit dem sich eine große Variantenvielfalt darstellen lässt, d. h. Türkuppler
abbilden lassen, deren Mitnehmerkufen im angekuppelten Zustand die unterschiedlichsten
Kufenabstände voneinander einnehmen, um so mit den Gegebenheiten der jeweils vorgefundenen
Altanlagen zurecht zu kommen. Es leuchtet ohne Weiteres ein, dass der vorbekannte
Türkuppler von seinem Grundkonzept her hierzu wenig geeignet ist, da die komplizierte
Mimik nicht dazu in der Lage ist mit gleichen oder nur minimal veränderten Teilen
einen anderen Kufenabstand darzustellen, sondern der Türkuppler jedes Mal komplett
überarbeitet werden muss, um einen anderen Kufenabstand darzustellen.
[0004] Aus dem
US-Patent 5,435,415 ist ein Türkuppler bekannt, der Mitnehmerkufen aufweist, die durch die Keilwirkung
auseinandergedrückt werden, die die Schubstange eines Linearmotors entfaltet.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Der erfindungsgemäße Türkuppler umfasst an einer ersten, angetriebenen Tür befestigte
Mitnehmerkufen, es handelt sich also vom Grundprinzip her um einen klassischen Kuppler.
Der Abstand der Mitnehmerkufen relativ zueinander ist veränderlich, derart, dass die
Mitnehmerkufen in eine erste Position bringbar sind, in der sie sich in Fahrtrichtung
des Aufzugs an den Mitnehmern der zweiten, selbst keinen eigenen Antrieb aufweisenden
Türe vorbeibewegen können, ohne mit diesen in Kontakt zu treten und dass die Mitnehmerkufen
in eine zweite Position bringbar sind, in der sie sich an die Mitnehmer anlegen, so
dass die zweite Tür nun der Öffnungsbewegung der ersten Tür folgt, meist spielfrei.
Erfindungsgemäß sind die Mitnehmerkufen mit sie haltenden und führenden bzw. ihre
momentane Bewegungsrichtung bestimmenden Langlöchern ausgestattet. Hierbei sind mindestens
zwei Langlöcher pro Mitnehmerkufe vorgesehen, die Zahl der Langlöcher pro Mitnehmerkufe
kann aber auch größer sein. Mittels dieser Langlöcher sind die Mitnehmerkufen auf
Stiften (Zapfen oder dergl.) gehalten, derart dass sich zumindest bereichsweise der
Abstand der Mitnehmerkufen relativ zueinander ändert, wenn sie sich mit ihren Langlöchern
an den Stiften entlang bewegen, relativ zu den Stiften.
[0007] Der Vollständigkeit halber ist mit Blick auf mögliche Umgehungsversuche festzuhalten,
dass es zwar zweckmäßig und daher bevorzugt ist die Langlöcher in den Mitnehmerkufen
auszubilden, dass es jedoch theoretisch auch möglich ist die Langlöcher an entsprechender
Stelle in der die Mitnehmerkufen haltenden Basisplatte (oder allgemeiner Basis) auszubilden,
die Stifte starr an den Mitnehmerkufen zu befestigen und dann die Mitnehmerkufen mit
ihren Stiften in die Langlöcher an der Basisplatte eingreifen zu lassen.
[0008] Festzuhalten ist noch, dass unter Stiften, die die Mitnehmerkufen halten, solche
Organe zu verstehen sind, die die Mitnehmerplatten relativ beweglich zu der Basisplatte
an dieser halten.
[0009] Der erfindungsgemäße Türkuppler zeichnet sich durch seinen einfachen Aufbau aus,
der nur wenige bewegliche Teile umfasst. Der Türkuppler verzichtet vorzugsweise auf
die Einschaltung rotationsbeweglicher Teile in den Weg, den der Kraftfluss vom Zugmittel/Zahnriemen
bis zu den Mitnehmerkufen nimmt - wobei festzuhalten ist, dass die optional vorzusehenden
Stifthalteplatten nicht im o. g. Sinne in den Kraftflussweg eingeschaltet sind, da
sie ihrerseits erst von den Mitnehmerkufen angetrieben werden und daher selbst nicht
dem Antrieb der Mitnehmerkufen dienen.
[0010] Der erfindungsgemäße Türkuppler zeichnet sich ferner dadurch aus, dass er es seinem
Grundkonzept nach ermöglicht mit minimalem Aufwand und unter weitgehender Verwendung
von Gleichteilen diverse Varianten (also eine ganze Kuppler-Baureihe) zu bilden, die
sich im Wesentlichen nur durch den Abstand unterscheiden, den ihre Mitnehmerkufen
im Betrieb gegenüber einander einnehmen. Es kann also ganz einfach eine Kupplerbaureihe
hergestellt werden, die im Wesentlichen identisch ist aber dennoch an die unterschiedlichsten
Schachttüren ankoppeln kann bzw. mit den unterschiedlichsten schachttürseitigen Gegebenheiten
zurecht kommt. Es leuchtet ein, dass eine solche Kupplerbaureihe nicht zuletzt für
das Geschäft mit der Modernisierung von Altanlagen von großem Interesse ist, nicht
zuletzt, weil er ein einfaches Mittel an die Hand gibt um die Sicherheit und Zugänglichkeit
zu erhöhen.
[0011] Die Langlöcher sind so gestaltet, dass ihre Längsachse zumindest abschnittweise in
einer Richtung verläuft, die (mehr als nur unwesentlich, z. B. toleranzbedingt) sowohl
von der Richtung der Kupplungsfläche der jeweiligen Mitnehmerkufe als auch von der
Richtung der Normalen auf die Kupplungsfläche der jeweiligen Mitnehmerkufe abweicht.
Vorzugsweise verlaufen die Langlöcher zumindest abschnittweise unter einem Winkel
α von 30° bis 60°, vorzugsweise 40° bis 50° zur Kupplungsfläche. Auf diese Art und
Weise wird eine effektive Umsetzung der Bewegung des Antriebsorgans bzw. der später
zu erläuternden Kulissenplatte in eine Bewegungskomponente der Mitnehmerkufen in Richtung
der Normalen zu ihrer Kupplungsfläche gewährleistet.
[0012] Unter der Längsachse eines Langlochs versteht man hier die Achse, die im Wesentlichen
(d. h. von eventuellen rein lokalen, meist einseitigen Rücksprüngen, Kerben o. ä.
abgesehen) äquidistant von den beiden Längswänden entfernt ist, die das Langloch seiner
Länge nach begrenzen.
[0013] Dabei weisen die Langlöcher vorzugsweise jeweils zumindest einen Endabschnitt auf,
in dem ihre Längsachse im Wesentlichen parallel zur Kupplungsfläche der jeweiligen
Mitnehmerkufe verläuft bzw. in eine Richtung, die eine Selbsthemmung gewährleistet,
derart, dass die Mitnehmerkufen durch von außen an ihren Kupplungsflächen in einer
Richtung senkrecht zur Kupplungsfläche angreifende Kräfte nicht zusammengedrückt und/oder
auseinandergedrückt werden können.
[0014] Vorzugsweise weisen die Langlöcher darüber hinaus mindestens einen Bereich auf, in
dem ihre Längsachse kontinuierlich gekrümmt ist und keinen Knick aufweist.
[0015] Im Rahmen eine bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass zumindest in einer
Mitnehmerkufe die Langlöcher so ausgebildet sind, dass die Mitnehmerkufe gewendet
eingebaut werden kann, derart, dass ihre Kupplungsfläche entweder auf der einen oder
der dieser einen Seite entgegengesetzten Seite liegt. Hierdurch wird es möglich, dass
ein und dieselbe Mitnehmerkufe entweder als Mitnehmerkufe eingesetzt werden kann,
deren Kupplungsfläche mit dem ihr zugeordneten Mitnehmer bestimmungsgemäß in Interaktion
tritt, wenn sich die Mitnehmerkufen auseinander bewegen oder als Mitnehmerkufe, deren
Kupplungsfläche mit dem ihr zugeordneten Mitnehmer bestimmungsgemäß in Interaktion
tritt, wenn sich die Mitnehmerkufen aufeinander zu bewegen.
[0016] Vorzugsweise sind die Stifte ihrerseits paarweise an je einer schwenkbar gelagerten
Stifthalteplatte befestigt, wobei vorzugsweise eine der schwenkbaren Stifthalteplatten
Bestandteil eines Fahrkorbtürriegels ist. Auf diese Art und Weise wird es möglich,
den Fahrkorbtürhakenriegel direkt durch die Mitnehmerkufen zu betätigen. Ein aufwendiger
Mechanismus, der separat dafür sorgen muss, dass der Fahrkorbtürhakenriegel gelüftet
wird, sobald sich die Mitnehmerkufen an die Mitnehmer angelegt haben, kann entfallen.
[0017] Bevorzugt sind die Führung und der Antrieb der Mitnehmerkufen so konzipiert, dass
sich die Mitnehmerkufen die Stifte entlang bewegen ohne deren Stifthalteplatten zu
verschwenken solange sie sich frei bewegen, d. h. ungehindert auseinander bewegen
oder aufeinanderzu bewegen können und dass die Mitnehmerkufen die Stifthalteplatten
verschwenken, sobald sie sich mit ihren Kupplungsflächen an die Mitnehmer angelegt
haben und damit keine freie Bewegung im eingangs genannten Sinne mehr ausführen können.
[0018] Vorzugsweise sind die beiden Stifthalteplatten durch einen ersten an beiden Stifthalteplatten
schwenkbar angelenkten Lenker miteinander verbunden, der eine synchrone Drehung der
beiden Stifthalteplatten erzwingt.
[0019] Im Rahmen einer anderen, bevorzugenswerten Variante ist vorgesehen, dass die beiden
Mitnehmerkufen durch einen zweiten, diagonal verlaufenden, an beiden Mitnehmerkufen
schwenkbar angelenkten Lenker miteinander verbunden sind, der die Bewegung der einen
Mitnehmerkufe auf die andere überträgt. Bei dieser Ausgestaltung muss nur noch eine
der beiden Mitnehmerkufen unmittelbar (durch die Kulissenplatte) angetrieben werden,
während die zweite Mitnehmerkufe durch den besagten Lenker von der anderen Mitnehmerkufe
geschleppt wird.
[0020] Bevorzugt ist es so, dass zumindest eine Mitnehmerkufe, bevorzugt beide Mitnehmerkufen
durch eine Kulissenplatte angetrieben wird/werden, welche durch das/die Türblätter
öffnende und schließende, vorzugsweise in Gestalt eines Zahnriemens realisierte Zugmittel
als Ganzer eine rein translatorische Bewegung aufgezwungen wird/werden, wobei die
Kulissenplatte zumindest ein, vorzugsweise zwei schräg zu der ihr vom Antrieb aufgezwungenen
Bewegungsrichtung verlaufende Langlöcher aufweist, in das bzw. die (jeweils) ein Mitnehmer
einer Mitnehmerkufe eingreift, mittels dessen der Mitnehmerkufe eine Bewegung aufgezwungen
wird, sobald sich die Kulissenplatte bewegt. Als Kulissenplatte im hiesigen Sinne
wird verallgemeinernd gesagt auch eine nicht primär plattenartige Kulissenvorrichtung
verstanden, auch wenn die plattenartige Ausgestaltung bevorzugt ist, weil sie nur
geringen Bauraum benötigt.
[0021] Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung einen Träger bzw. eine Basisplatte zur Befestigung
der Vorrichtung an einem ein Türblatt tragenden Laufwagen, wobei die Kulissenplatte
auf einer ersten Seite des Trägers gelagert ist, während die Mitnehmerkufen auf der
der ersten Seite gegenüberliegenden Seite des Trägers gelagert sind. Hierdurch ergibt
sich ein sehr kompakt bauender Mechanismus, obwohl die Mitnehmerkufen und die Kulissenplatte,
da auf unterschiedlichen Seiten angeordnet, für sich jeweils einigen Bewegungsfreiraum
beanspruchen können, was die für diese Elemente zur Verfügung stehende konstruktive
Gestaltungsfreiheit erhöht.
[0022] Erfindungsgemäß wird also eine Vorrichtung mit Merkmalen nach Anspruch 1, d. h. vorzugsweise
mit den zusätzlichen Merkmalen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 vorgeschlagen,
die ein Getriebe aufweist, mittels dessen eine Bewegung des Antriebsorgans auf die
Mitnehmerkufen übertragen wird, wobei das Getriebe ein Kulissengetriebe ist, nämlich
ein Getriebe, welches einen sich unter dem Einfluss des Zugmittels, i. d. R. in Form
eines Antriebsriemens rein translatorisch bewegenden Wandler aufweist, der seine eigene
Translationsbewegung in eine andersartige, rein translatorische Bewegung der Mitnehmerkufen
umwandelt. Dabei ist es so, dass die Übertragung ohne Zwischenschaltung eines drehbeweglichen
Übertragungsgliedes in der Antriebskette zwischen dem Wandler und den Mitnehmerkufen
erfolgt bzw. zwar zwei drehbewegliche Glieder vorgesehen sind, die aber nicht der
eigentlichen Übertragung der Bewegung vom Wandler auf die Mitnehmerkufen dienen, sondern
lediglich die vom Wandler bereits auf die Mitnehmerkufen übertragene Bewegung modulieren.
Vorzugsweise ist der Wandler auch hier in Gestalt einer Kulissenplatte im oben erläuterten
Sinne ausgeführt. Die Vorrichtung kann zudem mit Merkmalen aus den übrigen Unteransprüchen
weitergebildet sein.
[0023] Im Rahmen einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass zumindest
eine Mitnehmerkufe von dem Zugmittel angetrieben wird und dass diese eine Mitnehmerkufe
ihrerseits den Fahrkorbtürhakenriegel antreibt, so dass das Zugmittel den Fahrkorbtürhakenriegel
nur mittelbar unter Zwischenschaltung der Mitnehmerkufe antreibt, womit es im Regelfall
so ist, dass der Kraftfluss, der von dem Zugmittel auf die Fahrkorbtürverriegelung
ausgeübt wird, sich nicht aufteilt in einen Teil an Kraftfluss, der auf die Mitnehmerkufen
einwirkt und einen anderen, einen parallelen Pfad verlaufenden Kraftfluss, der den
Fahrkorbtürhakenriegel lüftet, sondern es so ist, dass der Kraftfluss komplett durch
die Mitnehmerkufen hindurch den Fahrkorbtürhakenriegel lüftet.
[0024] Weitere Vorteile, Wirkungsweisen und Ausgestaltungsmöglichkeiten, auch im Sinne weiterer
Unteransprüche sind der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele anhand
der Figuren zu entnehmen.
[0025] Es zeigen:
- Figur 1:
- eine Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels von der Seite der Schachttür her gesehen;
- Figur 2:
- einen vergrößerten Ausschnitt aus der Figur 1, der die Einzelheiten der Mitnehmerkufen
zeigt;
- Figur 3:
- eine Abbildung, die das Zusammenwirken der Kulissen- platte und der Mitnehmerkufen
zeigt;
- Figur 4:
- eine Detailansicht der Kulissenplatte;
- Figur 5:
- eine Ansicht des ersten Ausführungsbeispiels von der Seite des Fahrkorbinneren her
gesehen;
- Figur 6:
- eine weitere Detailansicht der Kulissenplatte;
- Figur 7:
- ein zweites Ausführungsbeispiel in völlig geschlosse- ner und von den Schachttüren
abgekuppelter Position;
- Figur 8:
- ein zweites Ausführungsbeispiel während des Ankup- pelns an die Schachttüren;
- Figur 9:
- ein zweites Ausführungsbeispiel während des Lüftens des Hakenriegels;
- Figur 10:
- ein Detail des Langlochs in einer Mitnehmerkufe.
Erstes Ausführungsbeispiel (ohne Fahrkorbtürverriegelung)
[0026] Die Figur 1 zeigt eine Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung von
der Fahrkorbaußenseite her gesehen, die einer Schachttür zugewandt ist. Dieses erste
Ausführungsbeispiel weist keine von dem Türantrieb selbst betätigte Fahrkorbtürverriegelung
auf.
[0027] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur synchronen Betätigung der Fahrkorb- und Schachttüren
(kurz Türkuppler genannt) weist eine Führungsschiene 1 auf. Diese wird bestimmungsgemäß
im Sturzbereich der Fahrkorbtüröffnung montiert. Die Führungsschiene 1 weist Führungsorgane
2 auf, an denen Laufwägen 3 und 4 verschiebbar geführt sind. An jedem dieser beiden
Laufwägen 3 und 4 ist jeweils ein hier nicht gezeigtes Türblatt montiert. An der Führungsschiene
1 ist mittels eines Halteorgans, das gegebenenfalls mehrteilig ausgeführt ist, der
Motor 6 für den Türantrieb montiert. Der Motor treibt ein umlaufendes Zugmittel an,
welches mit dem Türkuppler 8 in Wirkverbindung steht und über diesen den Laufwagen
3 antreibt, auf welchem der Türkuppler 8 montiert ist. Der Vollständigkeit halber
ist noch festzuhalten, dass die beiden Laufwägen 3 und 4 über ein hier nur andeutungsweise
zu erkennendes, in einer endlosen Schleife verlaufendes Synchronisierungsseil miteinander
gekoppelt sind, so dass jede Bewegung des linken Laufwagens 3 sofort auf den rechten
Laufwagen 4 übertragen wird.
[0028] Das beschriebene Ensemble bildet bei dem von Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel
eine motorisch angetriebene, zentral öffnende Tür mit je einem nach links und einem
nach rechts öffnenden Türblatt.
[0029] Hauptbestandteil des besagten Türkupplers 8 sind die in Figur 1 gut zu erkennenden
Mitnehmerkufen 9 und 10. Ein weiterer Bestandteil des Türkupplers 8, der in Figur
1 gut zu erkennen ist, ist dessen Basisplatte 11, die mit dem Laufwagen 3 verbunden,
vorzugsweise verschraubt ist. Ebenfalls ein Bestandteil des Türkupplers 8 ist die
Kulissenplatte 12, auf die später noch einzugehen ist und von der in der Figur 1 nur
der seitlich über die Basisplatte 11 herausragende Teil zu erkennen ist, der einen
Teil der Führung der Kulissenplatte 12 bildet.
[0030] Des Weiteren sind in der Figur 1 andeutungsweise die Mitnehmer 13 und 14 zu erkennen,
die an einem hier nicht dargestellten Schachttürblatt befestigt sind und mittels derer
dieses Schachttürblatt mit den Mitnehmerkufen 9 und 10 des Fahrkorbs in Interaktion
tritt und von Letzteren in die beiden durch den Doppelpfeil OP symbolisierten Richtungen
mitgenommen wird. Da das besagte Schachttürblatt direkt oder mit Hilfe seines Laufwagens
mit dem anderen Schachttürblatt über eine vergleichbare Synchronisation verbunden
ist, wie sie die beiden Fahrkorbtürblätter verbindet, werden auf diese Art und Weise
beide Schachttürblätter in Bewegung gesetzt.
[0031] Wie man anhand der Figur 1 ebenfalls unschwer sieht, sind die Mitnehmerkufen 9 und
10 mit Langlöchern 16 und 17 ausgestattet, mittels derer sie auf Stiften 18 (bzw.
Bolzen oder Zapfen) laufen, die an der Basisplatte 11 festgelegt sind. Die Stifte
können im einfachsten Fall einen glatten zylindrischen Schaft aufweisen, der feststeht
und auf dem die Mitnehmerkufen 9, 10 gleiten. Anspruchsvollere Konstruktionen, die
zum Ziel haben, dass die Kulissenplatte 12 die Mitnehmerkufen 9 und 10 möglichst leichtgängig
und gleichmäßig anzutreiben vermag, setzen Stifte ein, welche jeweils eine drehbare
Hülse tragen, die gegenüber den sie kontaktierenden Flächen der Mitnehmerkufen abrollt.
[0032] Die diesbezüglichen Einzelheiten der Mitnehmerkufen 9 und 10 lassen sich besser anhand
der Figur 2 als anhand der Figur 1 erkennen. Die Figur 2 zeigt einen vergrößerten
Ausschnitt des oberen Bereichs der in Figur 1 dargestellten Mitnehmerkufen 9 und 10.
[0033] In Figur 2 sind zunächst die Kupplungsflächen 19 und 20 zu erkennen, die sich hier
auf der nach außen gewandten Seite der Mitnehmerkufen 9 und 10 befinden. Die Kupplungsflächen
sind dazu vorgesehen um mit den Mitnehmern 13 und 14 in Interaktion zu treten, vgl.
auch noch einmal Figur 1.
[0034] Des Weiteren sind anhand der Figur 2 die Langlöcher 16 und 17 in Großaufnahme zu
erkennen.
[0035] Die Langlöcher sind hier unmittelbar in den Kunststoff der Mitnehmerkufen eingearbeitet,
d. h. werden durch Kunststoffwände berandet, die eine hervorragende Führungseigenschaft
haben. Alternativ können die Kufen auch aus Leichtmetalldruckguss bestehen oder aus
einem Blech, das vorzugsweise so tiefgezogen ist, dass sich im Bereich der Langlöcher
eine vergrößerte Führungsoberfläche ergibt (Langlöcher durch nach innen gestülpten
Blechkragen berandet). Höher belastete Ausführungsformen bedienen sich metallischen
Inlays, die die Langlöcher beranden und mit dem Kunststoff der Mitnehmerkufen umspritzt
sind.
[0036] In diese Langlöcher, gleich wie sie ausgeführt sind, greift jeweils ein Stift 18
ein, der einen verdickten Kopfbereich aufweist, vorzugsweise in Gestalt einer unter
Zwischenlage einer Scheibe in die Stirnseite des Stifts eingedrehten Schraube. Hiermit
übergreift der Stift die Ränder der Langlöcher und verhindert so, dass die Mitnehmerkufen
9 und 10 von den Stiften 18 abgezogen werden können, gewährleistet also, dass sie
in Position bleiben.
[0037] Das in Figur 2 zu erkennende Langloch 16 weist eine nur streckenweise gerade und
ansonsten gekrümmte Längsachse L1 auf. Diese Längsachse L1 ist in dem in Figur 2 unten
dargestellten Bereich B1 so orientiert, dass sie in etwa in einem Winkel α von 45°
zur Oberfläche der Kupplungsfläche 19 verläuft, vgl. wegen des Winkels α auch Fig.
9. Oberhalb, im Anschluss an den Bereich B1, krümmt sich die Längsachse L1 des Langlochs
16, so dass das Langloch 16 schließlich in den Bereich B2 übergeht, in dem seine Längsachse
L1 zumindest im Wesentlichen parallel zur Kupplungsfläche 19 ist.
[0038] Die das Langloch berandenden Seitenwände folgen dem Verlauf der Längsachse L1.
[0039] Der Bereich B1 markiert eine Bewegungsphase, in der die Mitnehmerkufe 9 bei Bewegung
der sie antreibenden Kulissenplatte 12 eine Bewegung ausführt, die sowohl eine Bewegungskomponente
in Richtung entlang der bzw. parallel zur Kupplungsfläche 19 als auch eine Bewegungskomponente
senkrecht dazu ausführt, so dass sich die Mitnehmerkufen 9 und 10 auseinander oder
auf einander zu bewegen. Der Bereich B2 markiert eine Bewegungsphase, in der sich
die Mitnehmerkufe im Wesentlichen entlang der bzw. parallel zur Kupplungsfläche 19
bewegt.
[0040] Mit dem Langloch 17 verhält es sich im Prinzip ähnlich wie mit dem Langloch 16. Allerdings
besitzt das Langloch 17 drei Bereiche, nämlich einen ersten Bereich B3, in dem seine
Längsachse parallel zur Kupplungsfläche 20 verläuft, einen zweiten Bereich B4, in
dem seine Längsachse in etwa in einem Winkel α von 45° zur Kupplungsfläche 20 verläuft,
und daran anschließend einen weiteren Bereich B5, in dem die Längsachse des Langlochs
17 wieder zumindest im Wesentlichen parallel zur Kupplungsfläche 20 verläuft.
[0041] Der Bereich B4 markiert eine Bewegungsphase, in der die Mitnehmerkufe 10 bei Bewegung
der sie antreibenden Kulissenplatte 12 eine Bewegung ausführt, die sowohl eine Bewegungskomponente
in Richtung entlang der bzw. parallel zur Kupplungsfläche 20 als auch eine Bewegungskomponente
senkrecht dazu ausführt, so dass sich die Mitnehmerkufen 9 und 10 auseinander oder
auf einander zu bewegen. Die Bereiche B3 und B5 markieren Bewegungsphasen, in denen
sich die Mitnehmerkufe im Wesentlichen entlang der bzw. parallel zur Kupplungsfläche
20 bewegt.
[0042] Die Langlöcher sind vorzugsweise so gestaltet, wie das die Fig. 10 zeigt. D. h. sie
weisen dann zu beiden offenen Seiten des Langlochs hin eine Einsenkung des Langlochs
auf, die den Kopf des Führungsstifts des Langlochs aufnehmen kann.
[0043] Diese Gestaltung des Langlochs 17 dient dem Zweck die Mitnehmerkufe 10 dazu zu ertüchtigen
auch gewendet eingesetzt werden zu können - so dass es auch in Bezug auf die Mitnehmerkufe
10 so ist, dass ein und dieselbe Mitnehmerkufe 10 entweder als Mitnehmerkufe eingesetzt
werden kann, deren Kupplungsfläche 20 mit dem ihr zugeordneten Mitnehmer 14 bestimmungsgemäß
in Interaktion tritt, wenn sich die Mitnehmerkufen 9 und 10 auseinander bewegen, oder
als Mitnehmerkufe, deren Kupplungsfläche 20 mit dem ihr zugeordneten Mitnehmer 14
bestimmungsgemäß in Interaktion tritt, wenn sich die Mitnehmerkufen 9 und 10 aufeinander
zu bewegen, jeweils in und entgegen der Richtung des in Figur 1 mit dem Buchstaben
OP gekennzeichneten Pfeils.
[0044] Erklärungsbedarf besteht noch, warum die Langlöcher 16 und 17 Abschnitte aufweisen,
in denen ihre Längsachse parallel zu den Kupplungsflächen 19 bzw. 20 ist - dies hat
seinen Grund darin, dass die Mitnehmerkufen 9 und 10 in dem Augenblick, in dem die
Stifte 18 in diesen Bereichen (B2 bzw. B3 oder B5) stehen, nicht mehr durch von außen
in normaler Richtung auf die Kupplungsflächen 19 und 20 wirkende Kräfte zusammen-
oder auseinander gedrückt werden können, da jede der Mitnehmerkufen 9, 10 dann fest
zwischen dem ihr zugeordneten Mitnehmer 13 bzw. 14 einerseits und den beiden Stiften
18 andererseits eingespannt/eingespreizt ist. Denn Letztere drücken seitlich gegen
einen Bereich der Langlochwand, der sich parallel zur betreffenden Kupplungsfläche
19 bzw. 20 erstreckt, vgl. auch Fig. 1, die zeichnerisch vor Augen führt, was hier
verbal beschrieben ist.
[0045] Dies erlaubt es den Mitnehmerkufen 9 und 10 große Kräfte auf die Mitnehmer der Schachttüren
auszuüben und damit einen sehr dynamischen Bewegungsablauf zu fahren, ohne dass die
Mitnehmerkufen zeitweilig unter dem Einfluss der nicht unerheblichen Antriebs- und
Trägheitskräfte zumindest ein Stück weit zusammen- oder auseinander gedrückt werden
(also federnd nachgeben) und auf diese Art und Weise ein störendes Klappern oder Schlagen
entsteht, weil die Schachttüren zumindest zeitweilig nur mit erheblichem Spiel an
die Fahrkorbtüren angekoppelt sind.
[0046] Anhand der Figur 2 leuchtet ohne Weiteres ein, dass die Mitnehmerkufen 9 und 10,
sobald ihnen eine Bewegung in Richtung der Pfeile OP aufgezwungen wird, auseinanderfahren
bzw. zusammenfahren und sich dabei zugleich heben oder senken. Dies deshalb, weil
die Stifte 18 bei diesem Ausführungsbeispiel ortsfest sind.
[0047] Die Mitnehmerkufen 9, 10 werden vorzugsweise aus Kunststoff, idealerweise vorzugsweise
aus POM (Polyoxymethylan) oder PA (Polyamid) gefertigt. Faserarmierte Werkstoffe zu
Herstellung der Kupplerkufen werden möglichst gemieden, um die Entstehung von - aufgrund
des sich unvermeidlich beimischenden Faserbruchs - abrasivem Abrieb zu vermeiden.
[0048] Weder anhand der Figur 1 noch anhand der Figur 2 ist bislang zu erkennen gewesen,
wie die Mitnehmerkufen 9 und 10 von dem umlaufenden Zugmittel 7 angetrieben werden.
Dies soll nun anhand der Figur 3 erläutert werden.
[0049] Die Figur 3 zeigt schematisch eine Ansicht des von Figur 1 dargestellten Türkupplers,
aber von der Rückseite her gesehen und unter Auslassung der Basisplatte 11 (Basisplatte
11 demontiert). Dafür sieht man in der Figur 3 nun jedoch ungehindert die Kulissenplatte
12.
[0050] Nur schematisch dargestellt, aber doch erkennbar, ist anhand der Figur 3, dass die
Kulissenplatte 12 mittels entsprechender Kulissenplattenstifte 25 zum einen in ihrem
ersten Langloch 21 geführt ist, in das einer der Kulissenplattenstifte 25 eingreift,
und zum anderen an ihren beiden Kulissenplattenführungsflächen 24, an denen oben und
unten jeweils ein Kulissenplattenstift 25 anliegt. Aufgrund dessen ist die Kulissenplatte
12 ausschließlich translatorisch verschiebbar und zwar in beide Richtungen, die durch
den Doppelpfeil T angedeutet werden.
[0051] Diese Kulissenplatte ist mit Hilfe ihres zweiten Langlochs 22 und ihres dritten Langlochs
23 mit den Mitnehmerkufen 9 und 10 gekoppelt. Denn aus den Mitnehmerkufen ragt jeweils
ein Kulissenstift 26 in das zweite Langloch 22 und in das dritte Langloch 23 der Kulissenplatte.
Es leuchtet ein, dass bei einer Bewegung der Kulissenplatte 12 in einer der Richtungen
des Doppelpfeils T den Mitnehmerkufen 9 und 10 über die Kulissenstifte 26, die mit
den Langlochwänden der Langlöcher 22 und 23 in Interaktion treten, eine Bewegung aufgezwungen
wird. Hierbei hängt der genaue Verlauf dieser Bewegung von der Ausgestaltung der Langlöcher
16 und 17 der Mitnehmerkufen 9 und 10 ab.
[0052] Anhand der Figur 3 fällt ferner auf, dass das zweite Langloch 22 und das dritte Langloch
23 der Kulissenplatte unterschiedlich verlaufende Längsachsen und auch eine unterschiedliche
Länge haben. Das hängt damit zusammen, dass eine der beiden Mitnehmerkufen, hier die
Mitnehmerkufe 9, in der Lage sein muss einen längeren Bewegungsweg auszuführen als
die andere Mitnehmerkufe. Dies ist erforderlich um die Schachttürverriegelung zu entriegeln.
Das Entriegeln der Schachttürverriegelung läuft so ab, dass die eine der Mitnehmerkufen
als erste gegen den ihr zugeordneten starren Mitnehmer anläuft und dadurch in Richtung
des Pfeils OP (vgl. Figur 1) zum Stillstand gebracht wird, während die andere Mitnehmerkufe
sich noch ein gutes Stück weit in Richtung des Pfeils OP bewegen kann und muss um
den ihr zugeordneten beweglichen Mitnehmer ein Stück weit beiseite zu drängen und
dadurch die Schachttürverriegelung zu lüften.
[0053] Die Figur 4 knüpft an die Darstellung der Figur 3 an, zeigt hier jedoch die Kulissenplatte
12 in ihrem an der Basisplatte 11 ordnungsgemäß montierten Zustand.
[0054] Sehr schön ist hier noch einmal zu erkennen, wie die Kulissenplatte 12 mit ihrem
ersten Langloch 21 und ihren Kulissenplattenführungsflächen 24 zwischen den Kulissenplattenstiften
2 (könnten auch als Kulissenplattenrollen ausgeführt sein) gehalten ist bzw. läuft.
Mittels ihres Befestigungsorgans 31 ist die Kulissenplatte am Zugmittel befestigt.
[0055] Zu erkennen sind dann noch einmal das zweite Langloch 22 und das dritte Langloch
23, mittels welcher die Mitnehmerkufen 9 und 10 über die Kulissenstifte 26, die durch
entsprechende Öffnungen in der Basisplatte 11 hindurchragen, angetrieben werden.
[0056] Erstmals anhand der Figur 4 sieht man nun, wie die Kulissenverriegelung ausgestaltet
ist, die dafür sorgt, dass sich die Kulissenplatte 12 nicht bewegen kann, solange
die Türen nicht in ihrer geschlossenen Position sind. Diese Verriegelung wird durch
einen in Richtung seiner Verriegelungsposition mit Hilfe eines Federelements (hier
in Gestalt einer Schraubenfeder) vorgespannten Verriegelungshebel 27 gebildet, welcher
in einem Lagerauge 28 schwenkbar gelagert ist.
[0057] Der Verriegelungshebel fällt in eine Verriegelungskerbe 30 der Kulissenplatte 12
ein und ruht dort, bis die Verriegelung wieder aufgehoben wird.
[0058] Die Verriegelung wird aufgehoben, indem das Kontaktorgan 29, das hier in Form einer
Rolle ausgeführt ist, auf eine in Fig. 4 nicht gezeigte Rampe aufläuft, die an der
Führungsschiene 1 bzw. der ihm zugehörigen Halteplatte 34 befestigt ist und die wie
sogleich geschildert wirksam wird.
[0059] Im Gegensatz zum vorbekannten Stand der Technik wird der Fahrkortürhakenriegel K
im Rahmen der vorliegenden Erfindung durch die Kufen direkt betätigt, ohne zwischengeschaltete
Mimik.
[0060] Die Figur 5 zeigt eine Ansicht des in Figur 1 gezeigten ersten Ausführungsbeispiels
der Erfindung von hinten, d. h. von der Fahrkorbinnenseite her gesehen.
[0061] Sehr gut zu erkennen sind wieder die bereits besprochenen Bauteile, die auch hier
mit den gleichen Bezugsziffern gekennzeichnet sind, wie bisher.
[0062] Die Figuren 1 und 5 zeigen die beiden Laufwägen 3 und 4 in einer Position, in der
die zentral öffnende und schließende
[0063] Fahrkorbtür noch nicht vollständig geschlossen ist, weil ihre Türblätter noch ein
gutes Stück voneinander entfernt sind, so dass zwischen ihnen derzeit noch ein Spalt
frei ist. Die Fahrkorbtür ist jedoch weiterhin im Begriff sich zu schließen. Daher
bewegt sich das Vordertrum 32 des Zugmittels 7 in die durch den Pfeil TV gekennzeichnete
Richtung und das Hintertrum 33 des Zugmittels 7 in die mit dem Pfeil TH gekennzeichnete
Richtung. Aufgrund dessen bewegt sich auch die Basisplatte 11 zusammen mit den an
ihr befestigten Komponenten in die Richtung des Pfeils TV.
[0064] Infolge dieser Bewegung kommt, kurz bevor (i.d.R. etwa 10 mm) sich die Türblätter
in der Mitte treffen und im Begriff sind sich vollständig zu schließen, das Kontaktorgan
29 mit einer an der Halteplatte 34 befestigten Rampe (auch in Fig. 5 verdeckt und
daher nicht abgebildet) in Kontakt und läuft auf diese Rampe auf. Hierdurch wird der
Verriegelungshebel 27 im Uhrzeigersinn gedreht, so dass er mit der Verriegelungskerbe
30 außer Eingriff kommt. Somit wird rechtzeitig im Moment des Aufeinandertreffens
der beiden Türblätter die Verriegelung der Kulissenplatte 12 gegenüber der Basisplatte
11 aufgehoben.
[0065] Bei einer seitlich öffnenden Türe gilt sinngemäß Gleiches, kurz bevor (i.d.R. ca.
10 mm) das schnellstlaufende Türblatt die vollständig geschlossene Position erreicht
hat.
[0066] Die Basisplatte 11, die ja an dem Laufwagen 3 festgelegt ist, bleibt nun zusammen
mit dem Laufwagen 3 stehen, während die Kulissenplatte sich jetzt zusammen mit dem
Zugmittel 7 entlang der Richtung des Pfeils TV weiterbewegt. Die Kulissenplatte 12
wird also relativ zur Basisplatte 11 verschoben und führt dabei eine reine Translationsbewegung
aus.
[0067] Im Zuge dieser Translationsbewegung wirkt die Kulissenplatte mittels der Wände ihres
ersten und zweiten Langlochs 21, 22 auf die in den Mitnehmerkufen 9 und 10 steckenden
Kulissenstifte 26 ein und treibt so die Mitnehmerkufen 9 und 10 an.
[0068] Das bewirkt, dass sich die Mitnehmerkufen zunächst in einer Richtung parallel zu
ihren Kupplungsflächen 19 und 20 zu bewegen beginnen, solange, bis die Stifte 18 jeweils
den Bereich des ihnen zugeordneten Langlochs 16, 17 verlassen haben, in dem sich das
Langloch parallel zu den Kupplungsflächen 19 und 20 erstreckt. Dadurch wird zunächst
die Verriegelung der Mitnehmerkufen 9 und 10 gegenüber Bewegungen in einer der Richtungen
des Doppelpfeils OP aufgehoben.
[0069] Sobald die Mitnehmerkufen 9 und 10 die ihnen zugeordneten Stifte 18 soweit entlang
geglitten sind, dass die Stifte 18 die schräg verlaufenden Bereiche der Langlöcher
erreicht haben, beginnen sich die Mitnehmerkufen 9 und 10 aufeinander zu zu bewegen
und kommen dadurch schließlich außer Eingriff mit den Mitnehmern 13 und 14. Hierdurch
wird die Fahrkorbtür verriegelt (sofern, anders als bei dem momentan geschilderten
ersten Ausführungsbeispiel, überhaupt eine Fahrkorbtürverriegelung vorgesehen ist),
zugleich wird die Kopplung zwischen der Fahrkorbtür und der Schachttür beendet, so
dass der Fahrkorb als nächstes seine Fahrt fortsetzen kann, weil die Mitnehmerkufen
ungehindert aus dem Zwischenraum zwischen den Mitnehmern 13 und 14 herausbewegt werden
können.
[0070] Es bedarf keiner weiteren Erläuterungen, dass das Ankuppeln der Mitnehmerkufen 9
und 10 an die Mitnehmer 13 und 14 der Schachttür der nächsten Haltestelle und das
Wiederöffnen der Türen in sinngemäß gleicher Weise aber umgekehrt erfolgt. Eine schematische
Momentaufnahme kurz vor Beendigung des Türenschließvorganges bei bereits geschlossenen
Türen und momentan in der Auskuppelbewegung befindlichen Mitnehmerkufen 9 und 10 zeigt
die Figur 6.
[0071] Wie man deutlich erkennen kann, hat sich hier die Kulissenplatte 12 gegenüber ihrer
in Figur 4 gezeigten Position deutlich nach links, also in die in Figur 5 mit dem
Pfeil TV bezeichnete Richtung verschoben und die Kulissenstifte 26 und damit auch
die Mitnehmerkufen 9 und 10 schon in eine deutlich anderweitige Position gedrückt,
in der die Mitnehmerkufen schon deutlich weniger Abstand voneinander aufweisen. Dies
kann man, auch wenn die Mitnehmerkufen nicht abgebildet sind, recht gut erkennen,
wenn man sich die Relativposition der Kulissenstifte 26 zueinander ansieht.
[0072] Anhand der Figur 6 ist auch zu erkennen, wie der Verriegelungshebel 27 außer Eingriff
mit der Verriegelungskerbe 30 gebracht worden ist (wie oben geschildert) und mit seiner
zeichnungseinwärtigen Rolle die Entriegelungschräge 35 hinaufgerollt ist.
[0073] Das bis hierhin Beschriebene lässt augenfällig werden, dass man einen der entscheidenden
Aspekte der Erfindung auch anders beschreiben kann:
Erfindungsgemäß kommt ein ausschließlich translatorisch bewegter Wandler in Gestalt
der Kulissenplatte 12 zum Einsatz, der die ihm aufgezwungene Translationsbewegung
in eine andersartige aber ebenfalls rein translatorische Bewegung der Mitnehmerkufen
9 und 10 umsetzt.
[0074] Das zuvor beschriebene Ausführungsbeispiel beschreibt einen Spreizkuppler, das Beschriebene
gilt sinngemäß auch für einen Schließkuppler.
Zweites Ausführungsbeispiel (mit Fahrkorbtürverriegelung)
[0075] Die Figuren 7, 8 und 9 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel.
[0076] Dieses zweite Ausführungsbeispiel ist eine Abwandlung des ersten Ausführungsbeispiels
und funktioniert mit Ausnahme der nachfolgend beschriebenen Abweichungen genauso wie
das erste Ausführungsbeispiel. Die Ausführungen zu dem ersten Ausführungsbeispiel
gelten im Rahmen dessen (sinngemäß) auch für das zweite Ausführungsbeispiel. Aus gleichem
Grund sind die bereits zuvor vorgestellten Bauteile der ersten Ausführungsform und
die diesen entsprechenden Bauteile der zweiten Ausführungsform mit den gleichen Bezugsziffern
gekennzeichnet.
[0077] Insbesondere ist das bereits ausführlich dargestellte Kulissengetriebe mit seiner
Kulissenplatte bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel genau das Gleiche wie bei dem
ersten Ausführungsbeispiel - soweit sich nicht dadurch Änderungen ergeben, dass bei
einer Alternativvariante des zweiten Ausführungsbeispiels ein zweiter Lenker 39 zum
Einsatz kommt, der einen der Kulissenstifte 26 ersetzt.
[0078] Der einzige gravierende Unterschied zwischen dem ersten und dem zweiten Ausführungsbeispiel
ist der, dass die Stifte 18 bei dem zweiten Ausführungsbeispiel nicht ortsfest an
der Basisplatte 11 verankert sind sondern an Stifthalteplatten 36, 37 festgelegt sind,
die ihrerseits drehbeweglich auf der Basisplatte gelagert sind.
[0079] Darüber hinaus unterscheiden sich die erste und zweite Ausführungsform nur noch dadurch,
dass die zweite Ausführungsform in Folge dieser andersartigen Befestigung der Stifte
18 zusätzlich mit einem ersten Lenker 38 und optional mit einem zweiten Lenker 39
versehen ist.
[0080] Die funktionellen Auswirkungen dieser Abwandlung gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel
werden nunmehr erläutert.
[0081] Die Figur 7 zeigt den Türkuppler bei vollständig geschlossener Fahrkorbtür. Die beiden
Mitnehmerkufen 9 und 10 sind in vollständig zusammengefahrener Position und daher
nicht im Eingriff mit den Mitnehmern 13 und 14, die zu der Schachttür gehören, vor
der der Fahrkorb gerade gelandet ist (Schachttür nicht zeichnerisch dargestellt).
[0082] Bereits in dieser Figur ist zu erkennen, dass die Stifte 18, die in die Langlöcher
16 und 17 eingreifen und dadurch die Mitnehmerkufen 9 und 10 führen und deren Position
bestimmen, hier nicht starr an der Grundplatte 11 befestigt sind sondern an einer
Stifthalteplatte 36 bzw. einer Stifthalteplatte 37, die sich in einer Türverriegelung
mit einer maulartigen Einkerbung fortsetzt, welche die Fahrkorbtür verriegelt, solange
sie im Eingriff mit dem entsprechenden Gegenstück ist.
[0083] Die Figur 8 zeigt eine Momentaufnahme, die sich zeitlich an die Momentaufnahme anschließt,
welche die Figur 7 zeigt. Zum Zeitpunkt der von Figur 8 dargestellten Momentaufnahme
ist der Türantrieb bereits einige Zeit aktiviert worden, so dass der Motor 6 das Zugmittel
7 bereits ein gutes Stück weit bewegt hat, nämlich so weit, dass die Kulissenplatte
12 gerade eben die beiden Türkuppler 9 und 10 an die Mitnehmer 13 und 14 angelegt
hat.
[0084] Recht gut zu erkennen an Hand der Fig. 8 sind die Schwenkachsen 40 und 41 der Stifthalteplatten
36 und 37.
[0085] Bis zu diesem in Figur 8 dargestellten Zeitpunkt hat die fortlaufende Bewegung der
Kulissenplatte 12 lediglich dazu geführt, dass sich die beiden Mitnehmerkufen 9 und
10 in Richtung des Pfeils OPP voneinander weg bewegt und zusätzlich etwas angehoben
haben, beides aufgrund der Führung durch die Langlöcher 16 und 17 auf den Stiften
18. Die Stifte 18 bzw. die Stifthalteplatten 36 und 37, auf denen die Stifte 18 befestigt
sind, haben sich bis zu diesem Zeitpunkt nicht relativ zur Basisplatte 11 bewegt.
[0086] Ausgehend von der von Figur 8 gezeigten Position wird sich eine Mitnehmerkufe (10)
im weiteren Fortgang noch etwas in seitlicher Richtung, d. h. in Richtung des Pfeils
OPP bewegen und dabei den beweglichen Mitnehmer (13) beiseite drücken, so dass die
Schachttürverriegelung entriegelt wird wie oben im Rahmen des ersten Ausführungsbeispiels
beschrieben (an Hand der Figuren nur bedingt zu erkennen).
[0087] In dem Moment, in dem die Mitnehmerkufen 9 und 10 an den Mitnehmern 13 und 14 endgültig
zur Anlage kommen, nämlich so dass sie sich nicht mehr weiter in seitlicher Richtung
(Pfeil OPP) bewegen können, ändern sich die kinematischen Verhältnisse jedoch. Es
findet nämlich nun die Bewegung statt, deren Endstadium in Figur 9 dargestellt ist.
[0088] Zwar bewegt sich die Kulissenplatte 12 unter dem fortwährenden Einfluss der Bewegung
des Zugmittels 7 weiter und sie treibt auch die Mitnehmerkufen 9 und 10 weiter an.
Die Mitnehmerkufen 9 und 10 können sich jedoch, da sie durch ihr Anlegen an den Mitnehmern
13 und 14 daran gehindert werden, nicht weiter in Richtung des Pfeils OPP bewegen
sondern nur noch senkrecht hierzu, nämlich im Fall des vorliegenden Ausführungsbeispiels
nach oben.
[0089] Dies tun die Mitnehmerplatten auch, denn die Stifte 18 laufen nun in den Bereich
der Langlöcher 16 und 17 hinein, der parallel zu den Kupplungsflächen 19 und 20 der
Mitnehmerkufen 9 und 10 verläuft. Aufgrund ihrer entsprechenden Ausformung zwingen
dabei die Langlöcher 16 und 17 die Stifte 18 dazu ihren Abstand in Richtung des Pfeils
OPP bzw. in dessen Gegenrichtung zu verkleinern, wodurch an den Stiften 18 ein Drehmoment
im Uhrzeigersinn entsteht. Hierdurch werden sowohl die Stifthalteplatte 36 als auch
die weitere Stifthalteplatte 37 (im Uhrzeigersinn) gedreht. Infolge dessen dreht sich,
da einstückig, die gesamte Fahrkorbtürhakenriegel 37 im Uhrzeigersinn und wird gelüftet.
[0090] Um sicherzustellen, dass sich die Stifthalteplatten 36 und 37 synchron bewegen ist
der Lenker 38 vorgesehen. Er verbindet die beiden Stifthalteplatten 36 und 37 miteinander
und synchronisiert so die Drehbewegung der beiden Stifthalteplatten 36 und 37.
[0091] Der zweite Lenker 39 ist als Querlenker ausgebildet, verläuft diagonal und verbindet
den oberen Bereich der Mitnehmerkufe 10 mit dem unteren Bereich der anderen Mitnehmerkufe
9. Dieser Querlenker dient nicht primär der ja bereits durch den Lenker 38 im Verbund
mit den Stifthalteplatten 36 und 37 gewährleisteten Synchronisation. Vielmehr ertüchtigt
er die eine Mitnehmerkufe dazu, die andere Mitnehmerkufe mitzuschleppen, so dass bei
dieser Lösungsalternative nur noch eine der beiden Mitnehmerkufen mit einem Kulissenstift
26 ausgestattet ist, mittels dessen sie von der Kulissenplatte 12 angetrieben wird.
Die andere Mitnehmerkufe steht selbst nicht mehr in direktem Eingriff mit der Kulissenplatte,
sondern wird mittels des zweiten Lenkers von der anderen Mitnehmerkufe angetrieben
und besitzt daher selbst keinen Kulissenstift 26.
[0092] Indes kann der zweite Lenker 39 ersatzlos entfallen, wenn stattdessen ein zweiter
Kulissenstift 26 vorgesehen wird, d. h. genau die gleiche Kulissenführung realisiert
wird wie im Rahmen des ersten Ausführungsbeispiels beschrieben.
[0093] Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass die Mitnehmerkufen im Falle beider
Ausführungsbeispiele auch in kinematisch umgekehrter Richtung betrieben werden können,
d. h. so, dass sie sich nicht von innen her sondern von außen her an die nun zwischen
sich aufgenommenen Mitnehmer anlegen (nicht zeichnerisch dargestellt).
[0094] Am Rande ist festzuhalten, dass auch für die einzelnen Unteransprüche in dem Sinne
Schutz beansprucht wird, dass sie auch ohne die zusätzlichen Merkmale, welche sich
durch die Rückbeziehung auf vorhergehende Ansprüche ergeben, Schutz nur für die in
ihnen selbst enthaltenen Merkmale in alleiniger Position reklamieren.
[0095] Abschließend ist festzuhalten, dass die Zeichnungen, anhand derer die Ausführungsbeispiele
erläutert werden, echte Konstruktionszeichnungen sind, so dass alle diesen Zeichnungen
zu entnehmenden Details als erfindungswesentlich beansprucht werden.
[0096] Dieser sehr einfach aufgebaute Türkuppler bietet sich dazu an einen Aufzug zu realisieren,
dessen obere, wenig frequentierte Schachttür eine andere, billigere ist als dessen
stark frequentierte Erdgeschossschachttür. Dies deshalb, weil die Spreizbewegung von
schwenkhebelgelagerten Türkupplern konstruktiv beschränkt ist, während die erfindungsgemäßen
Führungskufen nahezu beliebig lang ausgeführt werden können, so dass ein und derselbe
Türkuppler unterschiedliche Schachttüren mit den unterschiedlichsten Mitnehmerabständen
betätigen kann.
[0097] Er ist auch gut geeignet, um eine vorlaufende Türöffnung zu realisieren, bei der
sich die Fahrkorbtüren und die Schachttüren schon zu öffnen beginnen, noch bevor der
Fahrkorb vollständig gelandet ist. Man muss nur darauf achten, dass die Mitnehmerkufen
in Schachtlängsrichtung entsprechend lang sind.
Bezugszeichenliste:
[0098]
- 1
- Führungsschiene
- 2
- Führungsorgane
- 3
- linker Laufwagen
- 4
- rechter Laufwagen
- 5
- -
- 6
- Motor
- 7
- Zugmittel
- 8
- Türkuppler
- 9
- Mitnehmerkufe
- 10
- Mitnehmerkufe
- 11
- Basisplatte
- 12
- Kulissenplatte
- 13
- Mitnehmer in Gestalt einer Schachttürmitnehmerrolle
- 14
- Mitnehmer in Gestalt einer Schachttürmitnehmerrolle
- 15
- Führungsschiene
- 16
- Langloch
- 17
- Langloch
- 18
- Stifte
- 19
- Kupplungsfläche
- 20
- Kupplungsfläche
- 21
- erstes Langloch
- 22
- zweites Langloch
- 23
- drittes Langloch
- 24
- Kulissenplattenführungsflächen
- 25
- Kulissenplattenstifte
- 26
- Kulissenstift
- 27
- Verriegelungshebel für Kulissenplatte
- 28
- Lagerauge
- 29
- Kontaktorgan i.d.R. in Gestalt einer Rolle zur Entriegelung der Kulissenplatte
- 30
- Verriegelungskerbe für Kulissenplatte
- 31
- Befestigungsorgan
- 32
- Vordertrum
- 33
- Hintertrum
- 34
- Halteplatte
- 35
- Entriegelungsschräge
- 36
- obere Stifthalteplatte
- 37
- untere Stifthalteplatte in Gestalt des Fahrkorbtürhakenrie- gels
- 38
- erster Lenker
- 39
- zweiter Lenker
- 40
- Schwenkachse Stifthalteplatte 36
- 41
- Schwenkachse Stifthalteplatte 37
- L1
- Längsachse
- B1
- Bereich
- B2
- Bereich
- B3
- Bereich
- B4
- Bereich
- B5
- Bereich
- T
- Richtungen der Transversalbewegungen der Kulissenplatte 12
- TV
- Bewegungsrichtung Vordertrum (beim Schießen)
- TH
- Bewegungsrichtung Hintertrum (beim Schließen)
- OP
- Öffnungs- und Schließrichtung der Türen
- OPP
- Bewegungsrichtung der Mitnehmerkufen 9, 10 senkrecht zu den Kupplungsflächen 19, 20
- H
- Richtung der Entriegelungsbewegung des Verriegelungshebels der Kulissenplatte 27
- K
- Fahrkorbtürhakenriegel
1. Vorrichtung zur synchronen Betätigung und verriegelung von in Durchgangsrichtung im
Wesentlichen hintereinander angeordneten Aufzugstüren - wie einer Fahrkorbtür und
einer Schachttür -, wobei die Vorrichtung an einer ersten Tür befestigte Mitnehmerkufen
(9, 10) umfasst, deren Abstand relativ zueinander veränderlich ist, und die Bewegung
der Mitnehmerkufen (9, 10) durch Langlöcher (16, 17) bestimmt wird, in denen die Mitnehmerkufen
haltende Stifte (18) laufen, derart dass sich zumindest bereichsweise der Abstand
der Mitnehmerkufen relativ zueinander ändert, wenn sich die Langlöcher an den Stiften
entlang bewegen, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsachse der Langlöcher (16, 17) zumindest abschnittsweise in einer Richtung
verläuft, die sowohl von der Richtung der Kupplungsfläche (19, 20) der jeweiligen
Mitnehmerkufe (9, 10) als auch von der Richtung der Normalen auf die Kupplungsfläche
(19, 20) der jeweiligen Mitnehmerkufe abweicht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Langlöcher jeweils zumindest einen Endabschnitt (B2, B3, B5) aufweisen, in dem
ihre Längsachse im Wesentlichen parallel zur Kupplungsfläche (19, 20) der jeweiligen
Mitnehmerkufe verläuft bzw. in eine Richtung, die eine Selbsthemmung gewährleistet.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest in einer Mitnehmerkufe (9, 10) die Langlöcher (16, 17) so ausgebildet sind,
dass die Mitnehmerkufe gewendet eingebaut werden kann, derart, dass ihre Kupplungsfläche
(19, 20) entweder auf der einen oder der dieser einen Seite entgegengesetzten Seite
liegt.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stifte (18) ihrerseits paarweise an je einer schwenkbar gelagerten Stifthalteplatte
(36, 37) befestigt sind, wobei vorzugsweise eine der schwenkbaren Stifthalteplatten
Bestandteil eines Kabinentürriegels (K) ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung und der Antrieb der Mitnehmerkufen (9, 10) so konzipiert ist, dass sich
die Mitnehmerkufen die Stifte (18) entlang bewegen ohne deren Stifthalteplatten (36,
37) zu verschwenken, solange sie sich frei bewegen können und dass die Mitnehmerkufen
die Stifthalteplatten verschwenken, sobald sie mit ihren Kupplungsflächen (19, 20)
an die Mitnehmer (13, 14) anlegen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Stifthalteplatten (36, 37) durch einen ersten Lenker (38) miteinander
verbunden sind, der eine synchrone Bewegung der beiden Stifthalteplatten (36, 37)
erzwingt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Mitnehmerkufen (9, 10) durch einen zweiten, diagonal verlaufenden Lenker
(38) miteinander verbunden sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Mitnehmerkufe (9, 10), bevorzugt beide Mitnehmerkufen, durch eine
Kulissenplatte (12) angetrieben wird/werden, welche durch das die Türblätter öffnende
und schließende Zugmittel (7) als Ganzer eine rein translatorische Bewegung aufgezwungen
wird, wobei die Kulissenplatte zumindest ein, vorzugsweise zwei schräg zu der ihr
vom Antrieb aufgezwungenen Bewegungsrichtung verlaufende Langlöcher (16, 17) aufweist,
in das bzw. die (jeweils) ein Kulissenstift (26) einer Mitnehmerkufe eingreift, mittels
dessen der betreffenden Mitnehmerkufe eine Bewegung aufgezwungen wird, sobald sich
die Kulissenplatte (12) bewegt.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass, die Langlöcher (16, 17) in der Kulissenplatte jeweils einen Abschnitt aufweisen,
der so orientiert ist, dass er, wenn die Kulissenplatte (12) angetrieben wird, den
Mitnehmerkufen im Wesentlichen ausschließlich eine Bewegung in einer Richtung parallel
zu deren Kupplungsfläche aufzwingt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Basisplatte (11) zur Befestigung der Vorrichtung an einem ein
Türblatt tragenden Laufwagen umfasst, wobei die Kulissenplatte (12) auf einer ersten
Seite der Basisplatte (11) gelagert ist, während die Mitnehmerkufen (9, 10) auf der
der ersten Seite gegenüberliegenden Seite der Basisplatte (11) gelagert sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10 zur synchronen Betätigung und Verriegelung von
in Durchgangsrichtung im Wesentlichen hintereinander angeordneten Aufzugstüren, wobei
die Vorrichtung ein Getriebe aufweist, mittels dessen eine Bewegung des Antriebsorgans
auf die Mitnehmerkufen (9, 10) übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe ein Kulissengetriebe ist, welches einen sich unter dem Einfluss des
Antriebsorgans rein translatorisch bewegenden Wandler aufweist, der seine eigene Translationsbewegung
in eine andersartige, rein translatorische Bewegung der Mitnehmerkufen (9, 10) umwandelt.
12. Aufzugsanlage mit einem in einem innerhalb des Verfahrenswegs an Schienen geführten
Fahrkorb, der durch Fahrkorbtüren gesichert ist und einer Schachttürenanlage und optional
einem Gegengewicht sowie einem den Fahrkorb hebenden und senkenden Aufzugsantrieb,
dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrkorbtür mit einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgestattet
ist und mit Hilfe entsprechend positionierter Mitnehmer an den Schachttüren die Schachttüren
im Betrieb öffnet und schließt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung der Mitnehmerkufen im Rahmen der Bewegungsphasen bei Veränderung des
Abstands der Mitnehmerkufen eine direkte Betätigung des Kabinentürriegels (K) über
mindestens einen Lenker bewirkt, indem die Mitnehmerkufen mit Stiften 18 zusammenwirken
die ihrerseits paarweise an je einer schwenkbar gelagerten Stifthalteplatte (36, 37)
befestigt sind, wobei eine der Stifthalteplatten Bestandteil eines Kabinentürriegels
(K) ist und wobei die beiden Stifthalteplatten (36, 37) durch einen Lenker (38) miteinander
verbunden sind, der eine synchrone Bewegung der beiden Stifthalteplatten (36, 37)
und damit zugleich die Betätigung des Kabinentürriegels (K) erzwingt.
1. A device for the synchronous actuation and locking of elevator doors that are substantially
disposed one behind the other in the passage direction - such as a cage door and a
shaft door - wherein the device comprises drive skids (9, 10) attached to a first
door whose distance relative to each other is variable, and the movement of the drive
skids (9, 10) is determined by elongated holes (16, 17), in which pins (18) holding
the drive skids run, in such a way that the distance of the drive skids relative to
each other changes at least in some regions when the elongated holes move along the
pins, characterised in that the longitudinal axis of the elongated holes (16, 17) extends, at least in some sections,
in a direction that deviates both from the direction of the coupling surface (19,
20) of the respective drive skid (9, 10) and from the direction of the normal onto
the coupling surface (19, 20) of the respective drive skid.
2. The device according to claim 1, characterised in that the elongated holes each comprise at least one end portion (B2, B3, B5) in which
their longitudinal axes extend substantially parallel to the coupling surface (19,
20) of the respective drive skid or in a direction that ensures a self-locking action.
3. The device according to any one of the preceding claims, characterised in that at least in one drive skid (9, 10) the elongated holes (16, 17) are formed in such
a way that the drive skid can be installed in a reversed manner in such a way that
its coupling surface (19, 20) lies either on the one or on the other side opposing
that one side.
4. The device according to any one of the preceding claims, characterised in that the pins (18) are themselves attached in pairs to one pivotably mounted pin holding
plate (36, 37), respectively, wherein preferably one of the pivotable pin holding
plates is a component of a cabin door locking bar (K).
5. The device according to claim 4, characterised in that the guide mechanism and the drive system of the drive skids (9, 10) is designed in
such a way that the drive skids move along the pins (18) without pivoting their pin
holding plates (36, 37) as long as they can move freely, and that the drive skids
pivot the pin holding plates once they rest with their coupling surfaces (19, 20)
against the drivers (13, 14).
6. The device according to claim 4 or 5, characterised in that the two pin holding plates (36, 37) are interconnected via a first steering rod (38)
that enforces a synchronous movement of the two pin holding plates (36, 37).
7. The device according to any one of the claims 4 to 6, characterised in that the two drive skids (9, 10) are interconnected via a second diagonally extending
steering rod (38).
8. The device according to any one of the preceding claims, characterised in that at least one drive skid (9, 10), preferably both drive skids, is/are driven by a
gate plate (12) on which, as a whole, a purely translational movement is forced by
the traction means (7) that opens and closes the door leaves, wherein the gate plate
comprises at least one, preferably two, elongated holes (16, 17) which extend oblique
to the direction of movement forced upon it by the drive system and which one gate
pin (26) (respectively) of a drive skid engages, by means of which a movement is forced
upon the respective drive skid once the gate plate (12) moves.
9. The device according to any one of the preceding claims, characterised in that the elongated holes (16, 17) in the gate plate each have a portion orientated in
such a way that, when the gate plate (12) is driven, it forces upon the drive skids
substantially exclusively a movement in a direction parallel to their coupling surface.
10. The device according to claim 9, characterised in that the device comprises a base plate (11) for attaching the device to a carriage carrying
the door leaf, wherein the gate plate (12) is supported on a first side of the base
plate (11), while the drive skids (9, 10) are supported on the side of the base plate
(11) opposite the first side.
11. The device according to claim 9 or 10 for the synchronous actuation and locking of
elevator doors that are substantially disposed one behind the other in the passage
direction, wherein the device comprises a gear unit by means of which a movement of
the driving organ is transmitted onto the drive skids (9, 10), characterised in that the gear unit is a gate-type gear unit comprising a converter, which moves in a purely
translational manner under the influence of the driving organ and which converts its
own translational movement into a purely translational movement of another type of
the drive skids (9, 10).
12. An elevator system comprising a cage, which is guided within the travel path on rails
and which is secured by cage doors, and a shaft door system and optionally a counterweight
as well as an elevator drive lifting and lowering the cage, characterised in that the cage door is equipped with a device according to any one of the preceding claims
and opens and closes the shaft doors in operation by means of correspondingly positioned
drivers on the shaft doors.
13. The device according to claim 1, characterized in that the movement of the drive skids within the context of the phases of movement causes,
in the event of a change of the distance of the drive skids, a direct actuation of
the cabin door locking bar (K) via at least one steering bar by the drive skids cooperating
with pins 18, which are themselves attached in pairs to one pivotably mounted pin
holding plate (36, 37), respectively, wherein one of the pin holding plates is a component
of a cabin door locking bar (K) and wherein the two pin holding plates (36, 37) are
interconnected by a steering rod (38) enforcing a synchronous movement of the two
pin holding plates (36, 37), and thus, the actuation of the cabin door locking bar
(K) at the same time.
1. Dispositif pour l'actionnement et le verrouillage synchrone de portes d'ascenseur
agencées sensiblement les unes derrière les autres en direction de traversée, comme
une porte de cabine et une porte de cage, dans lequel le dispositif comprend des patins
d'entraînement (9, 10) fixés sur une première porte, dont la distance les uns par
rapport aux autres est variable, et le mouvement du patin d'entraînement (9, 10) est
déterminé par des trous oblongs (16, 17) dans lesquels circulent des tiges (18) qui
retiennent les patins d'entraînement, de telle façon que la distance des patins d'entraînement
les uns par rapport aux autres varie au moins localement lorsque les trous oblongs
se déplacent le long des tiges, caractérisé en ce que l'axe longitudinal des trous oblongs (16, 17) s'étend au moins par tronçons dans
une direction qui diffère aussi bien de la direction de la surface d'accouplement
(19, 20) du patin d'entraînement respectif (9, 10) que de la direction des normales
à la surface d'accouplement (19, 20) du patin d'entraînement respectif.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les trous oblongs comportent chacun au moins un tronçon terminal (B2, B3, B5) dans
lequel leur axe longitudinal s'étend sensiblement parallèlement à la surface d'accouplement
(19, 20) du patin d'entraînement respectif, ou respectivement dans une direction qui
garantit un autocoincement.
3. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins dans un patin d'entraînement (9, 10) les trous oblongs (16, 17) sont ainsi
réalisés que le patin d'entraînement peut être monté en sens inverse, de telle façon
que sa surface d'accouplement (19, 20) se trouve soit sur un côté soit sur un côté
opposé à celui-ci.
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les tiges (18) sont fixées de leur côté par paires chacune sur une plaque de maintien
de tige (36, 37) montée pivotante, et l'une des plaques de maintien de tige pivotante
est de préférence un élément constitutif d'un verrou de porte de cabine (K).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que le guidage et l'entraînement des patins d'entraînement (9, 10) sont ainsi conçus
que les patins d'entraînement se déplacent le long des tiges (18) sans faire pivoter
leurs plaques de maintien de tiges (36, 37), aussi longtemps qu'ils peuvent se déplacer
librement, et en ce que les patins d'entraînement font pivoter les plaques de maintien de tiges dès qu'ils
viennent s'appliquer avec leur surface d'accouplement (19, 20) contre des éléments
d'entraînement (13, 14).
6. Dispositif selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que les deux plaques de maintien de tiges (36, 37) sont reliées l'une à l'autre par un
premier bras (38), qui impose un mouvement synchrone des deux plaques de maintien
de tiges (36, 37).
7. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que les deux patins d'entraînement (9, 10) sont reliés l'un à l'autre par un second bras
(38) s'étendant en diagonale.
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un patin d'entraînement (9, 10) et de préférence les deux patins d'entraînement,
est/sont entraîné(s) par une plaque à glissière (12) à laquelle est imposé dans son
ensemble un mouvement de pure translation au moyen de l'organe de traction (7) qui
ouvre et qui ferme les panneaux de porte, ladite plaque à glissière comportant au
moins un et de préférence deux trous oblongs (16, 17), s'étendant en oblique par rapport
à la direction de déplacement qui lui est imposée par l'entraînement, trous dans lequel/lesquels
s'engage une tige de glissière (26) (respective) d'un patin d'entraînement, au moyen
de laquelle un mouvement est imposé au patin d'entraînement concerné dès que la plaque
à glissière (12) se déplace.
9. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les trous oblongs (16, 17) dans la plaque à glissière comportent chacun un tronçon
orienté de telle façon que, lorsque la plaque à glissière (12) est entraînée, il impose
aux patins d'entraînement sensiblement exclusivement un mouvement dans une direction
parallèle à leur surface d'accouplement.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif comprend une plaque de base (11) pour la fixation du dispositif sur
un chariot qui porte un panneau de porte, et la plaque à glissière (12) est montée
sur un premier côté de la plaque de base (11), tandis que les patins d'entraînement
(9, 10) sont montés sur le côté de la plaque de base (11) opposé au premier côté.
11. Dispositif selon la revendication 9 ou 10, destiné à l'actionnement et au verrouillage
synchrone de portes d'ascenseur agencées sensiblement les unes derrière les autres
en direction de traversée, dans lequel le dispositif comprend un mécanisme au moyen
duquel un mouvement de l'organe d'entraînement est transmis aux patins d'entraînement
(9, 10), caractérisé en ce que le mécanisme est un mécanisme à glissière qui comprend un convertisseur en déplacement
purement en translation sous l'influence de l'organe entraînement, qui convertit son
propre mouvement de translation en un mouvement d'un autre type et purement en translation
des patins d'entraînement (9, 10).
12. Installation d'ascenseur comprenant une cabine d'ascenseur guidée sur des rails à
l'intérieur de la voie de déplacement, protégée par des portes de cabine, et comprenant
une installation de portes de cage et en option un contrepoids, ainsi qu'un entraînement
d'ascenseur qui fait monter et descendre la cabine d'ascenseur,
caractérisée en ce que la porte de cabine est équipée avec un dispositif selon l'une des revendications
précédentes, qui ouvre et ferme les portes de cage à l'aide d'éléments d'entraînement
positionnés de manière correspondante sur les portes de cage.
13. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le mouvement des patins d'entraînement dans le cadre des phases de déplacement lors
d'une modification de la distance des patins d'entraînement entraîne un actionnement
direct du verrou de porte de cabine (K) via au moins un bras, en ce que les patins d'entraînement coopèrent avec des tiges (18), lesquelles sont de leur
côté fixées chacune sur une plaque de maintien de tige (36, 37) montée pivotante,
et l'une des plaques de maintien de tige est une partie constitutive d'un verrou de
porte de cabine (K), et les deux plaques de maintien de tige (36, 37) sont reliées
l'une à l'autre par un bras (38), qui impose un mouvement synchrone des deux plaques
de maintien de tige (36, 37) et ainsi simultanément l'actionnement du verrou de porte
de cabine (K).