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(11) |
EP 2 344 287 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.11.2013 Patentblatt 2013/45 |
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Anmeldetag: 21.09.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/006802 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/037481 (08.04.2010 Gazette 2010/14) |
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM KÜHLEN EINES VORBANDES ODER BANDES EINES METALLSTRANGS
IN EINEM WARMWALZWERK
METHOD AND DEVICE FOR COOLING A LEADER OR BAND OF A METAL STRAND IN A HOT-ROLLING
MILL
PROCÉDÉ ET DISPOSITIF POUR LE REFROIDISSEMENT D'UNE BANDE PRÉLIMINAIRE OU D'UNE BANDE
D'UNE LIGNE CONTINUE MÉTALLIQUE DANS UN LAMINOIR À CHAUD
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
30.09.2008 DE 102008049537
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.07.2011 Patentblatt 2011/29 |
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Patentinhaber: SMS Siemag AG |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- SEIDEL, Jürgen
57223 Kreuztal (DE)
- BAUMGÄRTEL, Uwe
57271 Hilchenbach (DE)
- WIED, Andreas
57334 Bad Laasphe (DE)
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| (74) |
Vertreter: Klüppel, Walter |
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Hemmerich & Kollegen
Patentanwälte
Hammerstraße 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 634 657 JP-A- 59 078 710
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DE-C2- 3 230 866 US-A- 5 235 840
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Kühlen eines
Vorbandes oder Bandes eines Metallstrangs in einem Arbeitswalzen aufweisenden Warmwalzwerk,
bei dem ein Kühlmittel auf das Vorband bzw. das Band aufgesprüht wird.
[0002] In einem Warmwalzwerk sind mehrere Kühleinrichtungen im Bereich der Vor- und Fertigstraße
bekannt bzw. definiert, wie:
- die Vorbandkühlung (Anordnung zwischen Vorgerüst und erstem Fertiggerüst)
- die Zwischengerüstkühlung (zwischen zwei Fertiggerüsten angeordnet)
- die Bandunterseitenkühlung (vor einer Seitenführung bzw. hinter einem Schlingenheber
positioniert)
- Walzspaltkühlung (beidseitige oder einseitige Kühlung des Bandes kurz vor dem Walzspalt).
[0003] Mit den verschiedenen Kühleinrichtungen wird die Oberflächentemperaturführung, Zunderwachstum,
mechanische Eigenschaften, Produktionsmenge etc. beeinflusst. Die Kühlwirkung erfolgt
gleichmäßig über der Bandbreite. In der Regel sind die Vorbandtemperatur sowie die
Bandtemperatur in der gesamten Fertigstraße im Bandkantenbereich kälter. Durch die
oben genannten Kühleinrichtungen wird dieser Effekt noch verstärkt. Durch Einsatz
des in der Erfindung dargestellten Verfahrens und Vorrichtungen soll dieser Nachteil
vermieden und die Temperaturgleichmäßigkeit sogar verbessert werden. An dem exemplarischen
Beispiel Walzspaltkühlung wird das neue Kühlverfahren bzw. Kühleinrichtung näher beschrieben.
[0004] Eine Einrichtung dieser Art ist aus dem Patent
DE 4134599 C1 bekannt. Hier handelt es sich um ein Verfahren zum Warmwalzen von Metallband mit
einem oder mehreren Stichen, wobei vornehmlich auf der Zulaufseite des Walzgerüstes
oder der Walzgerüste das Vorband bzw. das Band gekühlt wird.
[0005] Das bekannte Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass das Aufsprühen der Kühlflüssigkeit
auf der Zulaufseite in einem sich über die gesamte Breite des Metallbandes möglichst
nahe vor dem Walzspalt erstreckenden Bereichs auf das Metallband und auf die Mäntel
der Arbeitswalzen derart erfolgt, dass die Bandoberfläche unterkühlt wird und so ein
geringerer Wärmefluss in die Arbeitswalze entsteht.
[0006] Dieser Vorgehensweise liegt die Erkenntnis zugrunde, dass sich durch Kühlung der
Bandoberfläche eines Stahlbandes unmittelbar vor dem Einlaufen in einen von zwei Walzen
gebildeten Walzenspalt die Standzeit der Walzenoberfläche in den vorderen Gerüsten
einer Warmbandstraße eines Walzwerks in erheblichem Umfang verlängert. Durch diese
Maßnahme wird ein "Schälen" der Arbeitswalzen, d. h. ein Lösen der Oxidschicht von
der Manteloberfläche der Arbeitswalzen, weitgehend vermieden oder wesentlich herausgezögert.
Dies wirkt sich indirekt auch positiv auf die Qualität der Bandoberfläche aus.
[0007] In der Regel ist die Temperatur des Vorbandes sowie des Bandes eines zu walzenden
Metallbandes im Bandkantenbereich niedriger als in der Mitte des Vorbandes bzw. des
Bandes. In Fig. 1 ist die Temperatur eines Metallbandes als Funktion der Breite des
Metallbandes dargestellt, das Walzgerüste eines Warmwalzwerks durchläuft. Dabei ist
am linken Rand des Diagramms die Bandmitte des Metallbandes dargestellt. Eine Kurve
1 zeigt den Verlauf der Temperatur vor dem Einlaufen des Metallbandes in ein Walzgerüst.
Eine Kurve 2 zeigt den Temperaturverlauf nach dem Austritt aus dem Walzgerüst. In
beiden Kurven ist der starke Temperaturabfall im Kantenbereich des Metallbandes erkennbar.
Dadurch, dass die Temperatur des Metallbandes, d. h. auch des Vorbandes, im Kantenbereich
geringer ist als in der Mitte, kommt es zu einer unterschiedlichen örtlichen Belastung
des Metallbandes, die sich sowohl auf die Arbeitswalzen als auch auf das Metallband
selber negativ auswirkt. Die betroffenen Bereiche der Arbeitswalzen verschleißen unter
Umständen stärker, so dass Profilanomalien und/oder Bandplanheitsprobleme entstehen.
Die kalten Bandkanten können sich auch negativ auf die metallurgischen Eigenschaften
an der Kante des Bandes auswirken.
[0008] Der Einsatz eines aus dem Stand der Technik bekannten Verfahrens zur Bandkühlung
vor dem Walzenspalt kann die Temperaturdifferenz des Bandes zur Kante hin und damit
die negativen Effekte noch vergrößern.
Ähnliche Effekte treten auch bei den anderen eingangs genannten Kühleinrichtungen
auf.
[0009] Das amerikanische Patent
5,235,840 offenbart eine Vorrichtung zum Bearbeiten eines Stahlbandes in einer Warmwalzanlage
und ein Verfahren zum Minimieren von Zünderwachstum auf dem Stahlband sowie zur Reduzierung
des Verschleißes der Arbeitsrollen in der Fertigwalzstraße. Um das Zünderwachstum
bzw. die Oxidierung des Stahlbandes zu reduzieren, wird das Stahlband innerhalb der
Fertigwalzstraße an ausgewählten Stellen auf dem Band mit Kühlmittel besprüht, wobei
die Oberflächentemperatur des Bandes derart gesteuert bzw. geregelt wird, dass sie
innerhalb eines Temperaturbereiches liegt, innerhalb dessen das Zünder- bzw. Oxidationswachstum
minimiert ist. Dadurch wird automatisch der Verschleiß der der Arbeitswalzen minimiert.
[0010] Die europäische Patentanmeldung
EP 1 634 657 A1 offenbart ein System zur Steuerung bzw. Regelung des Kühlmittelauftrags auf eine
Stahlplatte nachdem diese warm und kalt gewalzt wurde. Zu diesem Zweck wird die Temperaturverteilung
auf dem Stahlband bzw. der Stahlplatte in Breitenrichtung vor Beginn des Kühlprozesses
vereinheitlicht und die Stahlplatte wird dann mit einer über die Breite gleichen Kühlrate
mit Hilfe einer Kühlungsregelung gekühlt.
[0011] Die deutsche Patentschrift
DE 32 30 866 offenbart eine Vorrichtung zum Kühlen einer Stahlblechtafel unmittelbar nach dem
Warmwalzen. Im Bereich der Seitenränder der Stahlblechtafel sind Abschirmglieder angeordnet,
welche mittels einer Verschiebeeinrichtung aufeinander zu und voneinander weg in Breitenrichtung
der auf einem Rollengang liegenden Stahlblechtafel bewegbar sind.
[0012] Die japanische Patentanmeldung
JP 59078710 offenbart ein Verfahren zum Steuern bzw. Regeln der Temperatur eines fertiggewalzten
Stahlbandes, wobei Abschirmeinrichtungen an den gegenüberliegenden Rändern des Stahlbandes
vorgesehen sind, welche das Auftreffen von Kühlmittel auf die Ränder des Stahlbandes
verhindern. Die Abschirmeinrichtungen können aufeinander zuoder voneinander wegbewegt
werden und auf diese Weise an die Breite des Stahlbandes angepasst eingestellt werden.
Außerdem lässt sich auf diese Weise der Bereich in der Mitte des Stahlbandes definieren,
welcher mit dem Kühlmittel besprüht werden soll.
[0013] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein alternatives Verfahren und ein Walzwerk mit einer alternativen Kühlvorrichtung
zum Aufbringen eines Kühlmittels auf das Vorband bzw. das Band bereitzustellen. Diese
Aufgabe wird durch das im Anspruch 1 beanspruchte Verfahren gelöst.
[0014] Durch die erfindungsgemäße aktive Walzspaltkühlung stellt sich ein homogener gleichmäßiger
Temperaturverlauf über das Querprofil gemäß Kurve 3 in Figur 1 ein und verbessert
somit die Bandeigenschaften sowie den Walzenverschleiß.
[0015] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0016] Vorzugsweise wird ein Verfahren eingesetzt, gemäß dem das Kühlmittel im Bereich der
Bandkanten des Vorbandes bzw. des Bandes abgelenkt wird, so dass es nicht auf das
Vorband bzw. das Band im Bereich der Bandkante auftrifft. Bevorzugt wird das Kühlmittel
im Bereich der Bandkanten auf Bereiche außerhalb des Vorbandes bzw. des Bandes abgelenkt,
obwohl es prinzipiell auch möglich ist, das Kühlmittel zur Bandmitte abzulenken. Vorzugsweise
werden die erfindungsgemäßen Maßnahmen im Bereich der Einlaufführung der Arbeitswalzen
ergriffen.
[0017] Die oben genannte Aufgabe der Erfindung wird weiterhin durch das Warmwalzwerk gemäß
Anspruch 3 gelöst.
[0018] Die Seitenführungen sind insbesondere jeweils vor einem jeweils von zwei Arbeitswalzen
gebildeten Einlaufspalt angeordnet. Dabei sind die Mittel zur Abschirmung der Bandkanten
jeweils an den Seitenführungen, insbesondere als separate Bauelemente, befestigt.
Sie lassen sich mit Vorteil zusammen mit den Seitenführungen quer zur Bahnlaufrichtung
des Vorbandes bzw. des Bandes verfahren. Die Abschirmmittel sorgen ferner mit Vorteil
dafür, dass das Kühlmittel von dem Vorband bzw. dem Band weg nach außen gelenkt wird.
[0019] Die Abschirmmittel können ebenso auch im Bereich hinter einem Schlingenheber (Looper)
auf der Unterseite des Vorbandes bzw. des Bandes angeordnet sein.
[0020] Nachstehend wird die Erfindung in Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 2a
- eine Schnittansicht eines ein Walzgerüst durchlaufenden Metallbandes im Bereich zwischen zwei Kühlbalken quer zur Laufrichtung mit Seitenführungen und Einrichtungen im Seitenbereich des Metallbandes zur Abschirmung
des Kühlmittels von den Kantenbereichen des Metallbandes vor dem Einlaufspalt zweier
Arbeitswalzen,
- Fig. 2b
- eine Draufsicht auf das Metallband gemäß einer Linie II - II aus Fig. 2a und zusätzlich
eine Abschirmvorrichtung zur Abschirmung des Kühlmittels, die vor der Einlauf-Seitenführung
angeordnet ist, und
- Fig. 3
- eine Schnittansicht des Metallbandes und einer Seitenführung gemäß einer Linie III - III aus Fig. 2a sowie zusätzlich den Querschnitt der vor der
Seitenführung angebrachten Abschirmvorrichtung.
[0021] In einem eine Mehrzahl von Walzgerüsten aufweisenden Walzwerk durchlaufen ein Vorband
und ein Band 4 (Fig. 2a, 3) eines zu walzenden Metallstrangs Walzspalte 5 zwischen
jeweils zwei Arbeitswalzen 6, 7. Im Bereich vor den Arbeitswalzen 6, 7 sind an den
Seitenkanten des Bandes 4 seitliche Führungen 8, 9 angebracht, die die im Querschnitt
etwa U-förmig ausgebildet sind und das Band 4 auf der Oberseite und Unterseite in
dessen Kantenbereich übergreifen.
[0022] Auf der Ober- und Unterseite des Bandes 4 sind als Kühlbalken 10, 11 Kühlvorrichtungen
vorgesehen, aus deren Düsen 12 ein Kühlmittel, insbesondere Wasser, unter Druck auf
die Oberfläche des Bandes 4 aufgesprüht wird, um dieses zu kühlen. Die Düsen 12 erzeugen
dabei auf der Oberfläche des Bandes 4 Aufschlagbereiche 13 des Kühlmittels. Erfindungsgemäß
sind Abschirmvorrichtungen 14, 15 vorhanden, die verhindern, dass aus den Düsen 12'
im Kantenbereich des Bandes 4 Kühlmedium unmittelbar auf den Kantenbereich des Bandes
4 gestrahlt wird. Die Abschirmvorrichtungen 14, 15 lenken den Kühlmittelstrahl jeweils
bevorzugt in einen Bereich seitlich außerhalb des Bandes 4 um.
[0023] Insbesondere die oberseitige Abschirmvorrichtung 14 umfasst daher an beiden Seiten
des Bandes 4 zur Außenseite des Bandes 4 nach unten geneigte Platten 16 und 17. Auf
der Unterseite des Bandes 4 können Platten 18, 19 der Abschirmvorrichtung 15 auch
eben, bezogen auf die von dem Band 4 gebildete Ebene, verlaufen, da das Kühlmittel
bereits aufgrund der Schwerkraft nach unten abgelenkt wird.
[0024] Vorzugsweise lassen sich die Abschirmvorrichtungen 14, 15 bzw. 16, 18 an den Führungen
8, 9 als gesonderte Bauteile befestigen, oder die Abschirmvorrichtungen 14, 15 bzw.
16, 18 sind feste Bestandteile der Führungen 8, 9. Wenn die Führungen 8, 9 entsprechend
der Breite des zu walzenden Bandes 4 quer zur Laufrichtung des Bandes 4 in Richtung
von Doppelpfeilen A, B verschiebbar sind, werden dann die Abschirmvorrichtungen 14,
15 bzw. 16, 18 entsprechend mitverschoben. Es lässt sich auch vorsehen, dass die Platten
18, 19 verkippbar bzw. schräg sind, um den Auftreffbereich des abgeschirmten Kühlmittelstrahls
einzustellen.
[0025] Zusätzlich zur Anordnung der Abschirmvorrichtungen 14, 15 bzw. 16, 18 im Bereich
vor den Walzenspalten 5 zwischen Arbeitswalzen 6, 7 lässt sich eine Abschirmvorrichtung
20 auch vor der Seitenführung 8, 9 auf der Unterseite des Bandes 4 anordnen, was zusätzlich
in Fig. 2b, 3 dargestellt ist. Die Abschirmvorrichtung 20 ist prinzipiell aufgebaut
wie die Abschirmvorrichtungen 14, 15 bzw. 16, 18 und umfasst ebenfalls wie diese Platten
21 zum Umlenken des Kühlmittels, das aus Düsen 22 eines Kühlbalkens 23 strömt.
[0026] Es versteht sich, dass die Erfindung unabhängig davon einsetzbar ist, ob das Kühlmittel
aus einzelnen Düsen strömt oder in Form eines Vorhangs auf das Band 4 eingestrahlt
wird, der eine die Breite des Bandes 4 überstreckende rechteckige Düsenöffnung aufweist.
Als Kühlmittel können außer Wasser auch andere Medien wie flüssiger Stickstoff oder
Wasser-Luft-Gemische eingesetzt werden.
[0027] Die anhand der Figuren dargestellte Einrichtung zur Kantenabschirmung des Bandes
4 kann innerhalb der Fertigstraße an verschiedenen Stellen eingesetzt werden, insbesondere
auch bei einer Vorbandkühlung oder einer Zwischengerüstkühlung. Hierbei können separate
Verstellmechanismen zur Bewegung und Anpassung der Abschirmelemente an die Bandbreite
zum Einsatz kommen.
1. Verfahren zum Kühlen eines Vorbandes oder Bandes (4) eines Metallstrangs in einem
Arbeitswalzen (6, 7) aufweisenden Warmwalzwerk, bei dem ein Kühlmittel auf das Vorband
bzw. das Band (4) aufgesprüht wird, wobei das Vorband bzw. das Band (4) im Bereich
der Bandkanten von der Beaufschlagung durch das Kühlmittel abgeschirmt wird;
wobei das Kühlmittel im Bereich der Bandkanten des Vorbandes bzw. des Bandes (4) abgelenkt
wird;
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kühlmittel im Bereich der Einlaufführung einer Arbeitswalze (6, 7) von den Bandkanten
abgelenkt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kühlmittel im Bereich der Bandkanten auf Bereiche außerhalb des Vorbandes bzw.
des Bandes (4) abgelenkt wird.
3. Warmwalzwerk mit einer Vorstraße und einer Fertigstraße zum Walzen eines Vorbandes
bzw. eines Bandes (4) eines Metallstrangs mittels Arbeitswalzen (6, 7) und mit einer
Kühlvorrichtung (10, 11) zum Aufbringen eines Kühlmittels auf das Vorband bzw. das
Band (4),
wobei Mittel (14, 15; 20) zur Abschirmung der Bandkanten des Vorbandes bzw. des Bandes
(4) von der Einwirkung des Kühlmittels vorgesehen sind;
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel (14, 15; 20) im Bereich von Seitenführungen (8, 9) des Vorbandes bzw.
des Bandes (4) angeordnet sind; und
dass die Seitenführungen (8, 9) jeweils vor einem jeweils von zwei Arbeitswalzen (6, 7)
gebildeten Einlaufspalt (5) angeordnet sind.
4. Walzwerk nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel (14, 15; 20) jeweils an den Seitenführungen (8, 9), insbesondere als separate
Bauelemente, befestigt sind.
5. Walzwerk nach einem der Ansprüche 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel (14, 15; 20) zusammen mit den Seitenführungen (8, 9) quer zur Bahnlaufrichtung
des Vorbandes bzw. des Bandes (4) verfahrbar sind.
6. Walzwerk nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel (14, 15; 20) das Kühlmittel von dem Vorband bzw. dem Band (4) weg nach
außen lenken.
7. Walzwerk nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Mittel (20) im Bereich hinter einem Schlingenheber (Looper) auf der Unterseite
des Vorbandes bzw. des Bandes (4) angeordnet ist.
8. Walzwerk nach einem der Ansprüche 3 bis 7,
gekennzeichnet durch,
ein Mittel zur Abschirmung der Bandkante im Bereich der Zwischengerüstkühlung.
9. Walzwerk nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Mittel zur Abschirmung der Bandkante in einer Kühleinrichtung im Bereich zwischen
Vorgerüst und erstem Fertiggerüst angeordnet ist.
10. Walzwerk nach Anspruch 8 und 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Abschirmmittel mit einer eigenen Breitenverstelleinrichtung versehen ist.
11. Walzwerk nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abschirmbreite unterschiedlich für die verschiedene Einrichtungen (Vorbandkühlung,
Zwischengerüstkühlung, Walzspaltkühlung) einstellbar ist.
1. Method of cooling a pre-strip or strip (4) of a metal strand in a hot-rolling mill
having working rolls (6, 7), in which a coolant is sprayed onto the pre-strip or the
strip (4), wherein the pre-strip or the strip (4) is screened in the region of the
strip edges from action by the coolant; wherein the coolant is deflected in the region
of the strip edges of the pre-strip or the strip (4); characterised in that the coolant is deflected from the strip edges in the region of the inlet guide of
a working roll (6, 7).
2. Method according to claim 1, characterised in that the coolant is deflected in the region of the strip edges to regions outside the
pre-strip or the strip (4).
3. Hot-rolling mill with a roughing train and a finishing train for rolling a pre-strip
or a strip (4) of a metal strand by means of working rolls (6, 7) and with a cooling
device (10, 11) for application of a coolant to the pre-strip or the strip (4), wherein
means (14, 15; 20) for screening the strip edges of the pre-strip or the strip (4)
from the action of the coolant are provided; characterised in that the means (14, 15; 20) are arranged in the region of lateral guides (8, 9) of the
pre-strip or the strip (4); and that the lateral guides (8, 9) are each arranged in
front of a respective inlet gap (5) formed by two working rolls (6, 7).
4. Rolling mill according to claim 3, characterised in that the means (14, 15; 20) are respectively fastened to the lateral guides (8, 9), particularly
as separate components.
5. Rolling mill according to one of claims 3 and 4, characterised in that the means (14, 15; 20) are movable together with the lateral guides (8, 9) transversely
to the path running direction of the pre-strip or the strip (4).
6. Rolling mill according to any one of claims 3 to 5, characterised in that the means (14, 15; 20) deflect the coolant outwardly away from the pre-strip or the
strip (4).
7. Rolling mill according to claim 3, characterised in that the means (20) is arranged in the region behind a loop lifter (looper) on the underside
of the pre-strip or the strip (4).
8. Rolling mill according to any one of claims 3 to 7, characterised by a means for screening the strip edge in the region of the intermediate stand cooling.
9. Rolling mill according to claim 8, characterised in that the means for screening the strip edge is arranged in cooling equipment in the region
between roughing stand and first finishing stand.
10. Rolling mill according to claim 8 and 9, characterised in that the screening means is provided with an own width adjusting device.
11. Rolling mill according to claim 10, characterised in that the screening width is settable to be different for the different devices (pre-strip
cooling, intermediate stand cooling, rolling gap cooling).
1. Procédé pour le refroidissement d'une ébauche ou d'un feuillard (4) d'un ruban métallique
dans un laminoir à chaud présentant des cylindres de travail (6, 7), dans lequel on
pulvérise un réfrigérant sur l'ébauche, respectivement le feuillard (4), dans lequel
on protège l'ébauche, respectivement le feuillard (4) dans la zone des bords du feuillard
contre la sollicitation par le réfrigérant, le réfrigérant étant dévié dans la zone
des bords de l'ébauche, respectivement du feuillard (4), caractérisé en ce qu'on dévie le réfrigérant des bords du feuillard dans la zone du guidage d'entrée d'un
cylindre de travail (6, 7).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on dévie le réfrigérant dans la zone des bords du feuillard dans des zones situées
à l'extérieur de l'ébauche, respectivement du feuillard (4).
3. Laminoir à chaud comprenant un train dégrossisseur et un train finisseur pour le laminage
d'une ébauche, respectivement d'un feuillard (4) d'un ruban métallique au moyen de
cylindres de travail (6, 7), ainsi qu'un dispositif de refroidissement (10, 11) pour
l'application d'un réfrigérant sur l'ébauche, respectivement le feuillard (4), dans
lequel on prévoit des moyens (14, 15 ; 20) pour protéger les bords de l'ébauche, respectivement
du feuillard (4) contre l'impact du réfrigérant, caractérisé en ce que les moyens (14, 15 ; 20) sont disposés dans la zone de guidages latéraux (8, 9) de
l'ébauche, respectivement du feuillard (4), et en ce que les guidages latéraux (8, 9) sont disposés respectivement devant un espace libre
d'entrée (5) formé respectivement par deux cylindres de travail (6, 7).
4. Laminoir selon la revendication 3, caractérisé en ce que les moyens (14, 15 ; 20) sont fixés respectivement aux guidages latéraux (8; 9),
en particulier sous la forme de composants séparés.
5. Laminoir selon l'une quelconque des revendications 3 ou 4, caractérisé en ce que les moyens (14, 15 ; 20) sont à même de se déplacer conjointement avec les guidages
latéraux (8, 9) en direction transversale par rapport à la direction de défilement
de l'ébauche, respectivement du feuillard (4).
6. Laminoir selon l'une quelconque des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que les moyens (14, 15; 20) dévient le réfrigérant vers l'extérieur à l'écart de l'ébauche,
respectivement du feuillard (4).
7. Laminoir selon la revendication 3, caractérisé en ce que le moyen (20) est disposé dans une zone située à l'arrière d'un releveur de boucles
(looper) sur le côté inférieur de l'ébauche, respectivement du feuillard (4).
8. Laminoir selon l'une quelconque des revendications 3 à 7, caractérisé par un moyen pour la protection du bord du feuillard dans la zone du refroidissement
de la cage intermédiaire de laminoir.
9. Laminoir selon la revendication 8, caractérisé en ce que le moyen pour la protection du bord de feuillard est disposé dans un mécanisme de
refroidissement dans la zone située entre la cage ébaucheuse et la première cage finisseuse.
10. Laminoir selon les revendications 8 et 9, caractérisé en ce que le moyen de protection est muni d'un mécanisme propre de réglage de la largeur.
11. Laminoir selon la revendication 10, caractérisé en ce que la largeur de protection peut être réglée de manière différente pour les différents
mécanismes (refroidissement de l'ébauche, refroidissement de la cage intermédiaire,
refroidissement de l'espace libre entre les cylindres).
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