| (19) |
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(11) |
EP 2 507 485 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.11.2013 Patentblatt 2013/45 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.11.2010 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2010/068071 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/067142 (09.06.2011 Gazette 2011/23) |
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| (54) |
ELEKTROMAGNETISCHE STELLVORRICHTUNG
ELECTROMAGNETIC ACTUATING DEVICE
DISPOSITIF DE RÉGLAGE ÉLECTROMAGNÉTIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
02.12.2009 DE 102009056609
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.10.2012 Patentblatt 2012/41 |
| (73) |
Patentinhaber: Schaeffler Technologies AG & Co. KG |
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91074 Herzogenaurach (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- ELENDT, Harald
96146 Altendorf (DE)
- NENDEL, Andreas
91093 Hessdorf (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2009/018919 DE-A1-102008 060 166 DE-U1-202009 015 466 US-B1- 6 414 577
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DE-A1-102007 052 253 DE-U1-202008 015 980 GB-A- 2 227 608
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine elektromagnetische Stellvorrichtung, umfassend ein Gehäuse,
zwei Aktuatorstifte, die zwischen einer im Gehäuse eingefahrenen Ruheposition und
einer aus dem Gehäuse ausgefahrenen Arbeitsposition voneinander unabhängig verfahrbar
im Gehäuse gelagert sind, und eine elektrisch bestrombare Magnetspuleneinrichtung
zur Betätigung der Aktuatorstifte sowie zwei mit den Aktuatorstiften im Betätigungssinn
zusammenwirkende Permanentmagnete, die zweipolig magnetisiert und in die Verfahrrichtung
entgegengesetzt gepolt zueinander ausgerichtet sowie einem stationären Kernbereich
der Magnetspuleneinrichtung gemeinsam zugeordnet sind. Dabei ist die Magnetspuleneinrichtung
dazu ausgebildet, in Abhängigkeit von deren Bestromung ein sich in der Wirkrichtung
umkehrendes Magnetfeld am Kernbereich zu erzeugen, das den ersten Permanentmagnet
anzieht und den zweiten Permanentmagnet abstößt und umgekehrt.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Eine derartige Stellvorrichtung eignet sich in besonderem Maße zur Verstellung hubvariabler
Ventiltriebe von Brennkraftmaschinen, deren prinzipielle Funktionsweise beispielsweise
aus der
DE 10 2004 021 376 A1 hervorgeht. Die Hubvariabilität dieses Ventiltriebs basiert auf einem Nockenstück
mit zwei darauf unmittelbar benachbart angeordneten Nocken, deren unterschiedliche
Öffnungsverläufe mittels eines konventionell starr ausgebildeten Nockenfolgers selektiv
auf ein Gaswechselventil übertragen werden. Zur betriebspunktabhängigen Einstellung
dieser Öffnungsverläufe ist das Nockenstück drehfest, jedoch längsverschieblich auf
einer Trägerwelle angeordnet und weist zwei spiralförmig und gegensinnig verlaufende
Verschiebenuten auf, in welche die Endabschnitte der Aktuatorstifte zweier Stellvorrichtungen
(mit lediglich einem Aktuatorstift) wechselweise eingekoppelt werden. Während der
axiale Verlauf der sich jeweils mit dem zugehörigen Aktuatorstift in Eingriff befindlichen
Verschiebenut dazu führt, dass sich das Nockenstück selbststeuernd und nockenwellenwinkeltreu
von der einen in die andere Nockenposition verschiebt, ist der radiale Verlauf jeder
Verschiebenut so gestaltet, dass diese gegen Ende des Verschiebevorgangs zunehmend
flacher wird und den momentan in Eingriff befindlichen Aktuatorstift aus seiner Arbeitsposition
zurück in die Ruheposition verlagert.
[0003] Im Falle des in der
DE 196 11 641 C1 vorgeschlagenen Ventiltriebs mit drei benachbarten Nocken und zwei mit geringem Abstand
angeordneten Aktuatorstiften erscheint es zweckmäßig, die Aktuatorstifte in einem
gemeinsamen Gehäuse zu integrieren.
[0004] In der
WO 03/021612 A1 ist eine Stellvorrichtung vorgeschlagen, deren Betätigung auf dem Zusammenspiel einer
Magnetspule mit einem am Aktuatorstift befestigten Permanentmagnet basiert. Aufgrund
dessen magnetischer Anziehungskraft haftet der in Ausfahrrichtung federkraftbeaufschlagte
Aktuatorstift an der unbestromten Magnetspule. Zum Lösen des Aktuatorstifts aus dieser
Ruheposition ist lediglich eine impulsförmige Strombeaufschlagung der Magnetspule
zur Überwindung der magnetischen Anziehungskraft des Permanentmagnets erforderlich,
wobei der Aktuatorstift nicht nur durch die Kraft des Federmittels sondern auch durch
die Kraft eines magnetischen Abstoßungseffekts zwischen dem Permanentmagnet und der
bestromten Magnetspule in Richtung der Arbeitsposition beschleunigt wird.
[0005] Eine konstruktive Weiterentwicklung dieses Funktionsprinzips ist in der
DE 20 2008 008 142 U1 offenbart. Der Aktuatorstift wird dort lediglich durch die magnetische Anziehungskraft
an einem Permanentmagnet gehalten, so dass durch die gegenseitig exzentrische Anordnung
von Aktuatorstiften und Permanentmagneten/Magnetspulen eine kompakte Bauweise der
Stellvorrichtung mit zwei oder drei selektiv ansteuerbaren Aktuatorstiften in einem
gemeinsamen Gehäuse ermöglicht wird.
[0006] Eine Stellvorrichtung der eingangs genannten Art geht aus der nicht vorveröffentlichten
DE 10 2009 010 949 A1 hervor. Die dort vorgeschlagene Stellvorrichtung weist eine Magnetspule auf, die
zwecks Umkehrung der Magnetfeldwirkung umkehrbar, d.h. mit entgegen gesetzten Stromflussrichtungen
bestromt wird. In Abhängigkeit der Magnetfeldrichtung wird einer der beiden Aktuatorstifte
in die Ausfahrrichtung betätigt, während der andere Aktuatorstift in dessen eingefahrener
Ruheposition verharrt. Das zur elektrischen Ansteuerung der Stellvorrichtung erforderliche
Stromversorgungsgerät - im bevorzugten Anwendungsfall des genannten hubvariablen Ventiltriebs
einer Brennkraftmaschine handelt es sich zweckmäßigerweise um das Motorsteuergerät
- muss mit einer entsprechenden Stromrichtungsumkehrschaltung beispielsweise in Form
einer sogenannten H-Brücke versehen sein. Eine derartige Schaltung ist jedoch bei
Motorsteuergeräten üblicherweise nicht vorgesehen und erfordert eine aufwändige Anpassung
des Steuergeräts.
[0007] Dieselbe Problematik trifft für die aus der
WO 2009/018919 A1 bekannte Stellvorrichtung mit umkehrbarer Bestromung der Magnetspule zu.
Aufgabe der Erfindung
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Stellvorrichtung der
eingangs genannten Art so fortzubilden, dass die zuvor genannten Nachteile mit einfachen
Mitteln beseitigt sind. Insbesondere soll die Stellvorrichtung zu herkömmlichen Steuergeräten
ohne Stromrichtungsumkehr kompatibel sein oder eine allenfalls geringfügige Modifikation
des Steuergeräts erfordern, um im Sinne der umkehrbaren Magnetfeldwirkung betriebsfähig
zu sein.
Zusammenfassung der Erfindung
[0009] Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des Anspruchs 1, während
vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen den Unteransprüchen entnehmbar sind.
Demnach wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Magnetspuleneinrichtung zwei voneinander
unabhängig bestrombare Magnetspulen aufweist derart, dass bei Bestromung der ersten
Magnetspule das Magnetfeld mit erster Wirkrichtung und dass bei Bestromung der zweiten
Magnetspule das Magnetfeld mit umgekehrter zweiter Wirkrichtung erzeugt wird.
[0010] Gegenüber dem eingangs zitierten Stand der Technik ist also eine Bestromung der Magnetspuleneinrichtung
mit umkehrbarer Stromflussrichtung nicht erforderlich. Die Wirkrichtungsumkehr des
Magnetfelds am stationären Kernbereich wird vielmehr dadurch erzeugt, dass die Stellvorrichtung
mit zwei voneinander unabhängigen und selektiv bestrombaren Magnetspulen versehen
ist. Die entgegengesetzte Ausrichtung der Permanentmagnetpole führt dann in Abhängigkeit
der momentan bestromten Magnetspule dazu, dass dasselbe Magnetfeld einen Permanentmagnet
anzieht und den anderen Permanentmagnet abstößt. Diese Kraftwirkung kehrt sich um,
wenn die jeweils andere Magnetspule bestromt wird.
[0011] Die Magnetspulen sind vorzugsweise in der Verfahrrichtung aufeinanderfolgend, d.h.
in axialer Reihenschaltung um den Kernbereich angeordnet.
[0012] In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung soll den Aktuatorstiften jeweils ein den
Aktuatorstift in die Ausfahrrichtung kraftbeaufschlagendes Federmittel, eine Rastierung
und ein mit dem Aktuatorstift mittels der Rastierung zusammenwirkender Sperrstift
zugeordnet sein, der den zugehörigen Aktuatorstift bei gesperrter Rastierung in der
Ruheposition hält und in die Verfahrrichtung relativ zu diesem verlagerbar ist. Dabei
sind die den Aktuatorstiften abgewandten Kopfabschnitte der Sperrstifte jeweils mit
einem der Permanentmagnete versehen. Das sich bei Bestromung einer der Magnetspulen
erzeugte Magnetfeld verlagert einen der Sperrstifte in die Einfahrrichtung, um die
zugehörige Rastierung zu lösen, und kraftbeaufschlagt den anderen der Sperrstifte
in die Ausfahrrichtung, um die zugehörige Rastierung zu sperren.
[0013] Hierbei verlagert sich der mit dem ersten Permanentmagnet verbundene Sperrstift in
Richtung des Kernbereichs, d.h. in Einfahrrichtung des zugehörigen Aktuatorstifts,
der sich bei jetzt gelöster Rastierung durch die Kraft des Federmittels in dessen
Arbeitsposition verlagert. Demgegenüber verbleiben der mit dem zweiten Permanentmagnet
verbundene Sperrstift und der zugehörige Aktuatorstift bei gesperrter Rastierung in
Ruhe.
[0014] Bei Bestromung der jeweils anderen Magnetspule kehrt sich die Wirkung des Magnetfelds
um, so dass nunmehr der zweite Permanentmagnet angezogen wird, während der erste Permanentmagnet
abgestoßen wird. Ausgangspunkt hierfür ist wiederum der Zustand, dass beide Aktuatorstifte
mittels der Rastierungen in deren Ruhepositionen gehalten sind. In analoger Weise
verlagert sich nun der zweite Aktuatorstift in dessen Arbeitsposition, während der
erste Aktuatorstift in seiner Ruheposition verharrt.
[0015] Außerdem sollen die Permanentmagnete bei Anlage der Kopfabschnitte der Sperrstifte
am Kernbereich zu diesem beabstandet verlaufen. Dies erfolgt konstruktiv zweckmäßigerweise
dadurch, dass die Kopfabschnitte der Sperrstifte gegenüber den Permanentmagneten erhaben
verlaufen. Durch diese Maßnahme kann die im Nahbereich zum Kernbereich exponentiell
ansteigende Kraftwirkung der Permanentmagnete auf ein solches Maß begrenzt werden,
dass bei stromlosen Magnetspulen eine ausreichende, die Sperrstifte rückstellende
Kraftwirkung verbleibt. Diese Kraftwirkung soll zweckmäßigerweise von weiteren Federmitteln
ausgehen, welche die Sperrstifte in die Ausfahrrichtung kraftbeaufschlagen.
[0016] In bevorzugter Ausgestaltung sollen die Rastierungen jeweils durch folgende Merkmale
gebildet sein:
■ eine im Aktuatorstift verlaufende Längsbohrung zur Aufnahme des Sperrstifts und
eine oder mehrere die Längsbohrung schneidende Querbohrungen,
■ eine am Sperrstift ausgebildete erste Stützfläche und eine im Gehäuse ausgebildete
zweite Stützfläche, wobei zumindest eine der Stützflächen gegenüber der Verfahrrichtung
geneigt verläuft,
■ und Rastkörper, die in den Querbohrungen beweglich angeordnet und in der Ruheposition
zwischen den Stützflächen eingespannt sind.
[0017] Bei einer solchen, auf Form- oder Reibschluss basierenden Rastierung sind nur kleine
Wirkflächen erforderlich, um den zugehörigen Aktuatorstift entgegen der Kraft des
Federmittels sicher in dessen Ruheposition zu halten. Im Gegensatz zu den so erzeugbaren
Haltekräften sind die erforderlichen Kräfte zum Lösen der Rastierung um ein Vielfaches
geringer, da neben der Kraft des den Sperrstift beaufschlagenden weiteren Federmittels
lediglich die zwischen den Rastkörpern und den Stützflächen wirkenden Reibkräfte zu
überwinden sind.
[0018] Der bzw. die Rastkörper sind bevorzugt als Kugeln ausgebildet, wie sie als extrem
kostengünstiges Massenprodukt einer Wälzkörperfertigung entnehmbar sind. Dabei können
drei Kugeln und drei gleichmäßig über den Umfang des Aktuatorstifts verteilte Querbohrungen
vorgesehen sein. Diese Anordnung ist gegenüber lediglich einer Kugel insoweit vorteilhaft,
als entweder bei identischer Dimensionierung der Kugeln größere Haltekräfte erzeugbar
sind oder bei kleinerer Dimensionierung der Kugeln - entsprechend einem weiterhin
reduzierten Bauraumbedarf der Rastierung - die gegebenenfalls bereits ausreichende
Haltekraft nur einer Kugel erzeugbar ist. Zum anderen führt die Anordnung der um 120°
umfangsverteilten Kugeln zu einer mechanisch günstigen, zentrierten Abstützung des
Sperrstifts in der Längsbohrung des Aktuatorstifts. Dennoch sind selbstverständlich
auch Anordnungen mit lediglich einer, zwei, vier oder mehr Kugeln möglich.
[0019] Außerdem können die Kugeln selbsthemmend zwischen den Stützflächen eingespannt sein,
wobei die Stützflächen einen konstanten oder einen sich in die Einfahrrichtung verkleinernden
Abstand zueinander aufweisen. Beispielsweise kann die zweite Stützfläche parallel
zur Verfahrrichtung des Aktuatorstifts verlaufen und Teil einer fertigungsgünstig
durchgehend zylindrischen Längsführung für den Aktuatorstift sein. Bei der konstruktiven
Auslegung der Stützflächen sind selbstverständlich sowohl die Kräfte der Federmittel
als auch die Reibungsverhältnisse an den Kugel-Stützflächen-Kontakten zu berücksichtigen,
so dass der für eine einwandfreie Funktion der Rastierung erforderliche Bereich der
Selbsthemmung an diesen Kontakten nicht verlassen wird.
[0020] Dabei ist es zweckmäßig, dass sich die erste Stützfläche am Sperrstift in die Ausfahrrichtung
radial verjüngt und dass die Stützflächen parallel zueinander verlaufen. Im Falle
rotationssymmetrischer Stützflächen sind dann die Stützflächen kreiskegelstumpfförmig
ausgebildet. Diese Ausgestaltung ermöglicht einen besonders verschleißarmen Gleit-
oder Wälzkontakt zwischen den Kugeln und den Stützflächen, wenn der Aktuatorstift
die Ruheposition verlässt und wieder erreicht.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0021] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und
aus den Figuren, in denen ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen elektromagnetischen
Stellvorrichtung dargestellt ist. Sofern nicht anders erwähnt, sind dabei gleiche
oder funktionsgleiche Merkmale oder Bauteile mit gleichen Bezugszahlen versehen. Es
zeigen:
- Figur 1
- die elektromagnetische Stellvorrichtung im Längsschnitt und
- Figur 2
- eine bekannte Ausführung eines mit einer Stellvorrichtung zusammenwirkenden hubvariablen
Ventiltriebs einer Brennkraftmaschine.
Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
[0022] Figur 1 offenbart ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Stellvorrichtung
1, die zur Ansteuerung eines grundsätzlich bekannten hubvariablen Ventiltriebs einer
Brennkraftmaschine dient. Das grundlegende Funktionsprinzip eines solchen Ventiltriebs
ist in Figur 2 dargestellt und lässt sich dahingehend zusammenfassen, dass anstelle
einer konventionell starr ausgebildeten Nockenwelle eine Trägerwelle 2 mit einem darauf
drehfest und längsverschiebbar angeordneten Nockenstück 3 vorgesehen ist. Das Nockenstück
3 weist zwei Gruppen axial benachbarter Nocken 4 und 5 mit unterschiedlichen Öffnungsverläufen
auf, die zur betriebspunktabhängigen Betätigung von Gaswechselventilen 6 dienen. Die
zur selektiven Aktivierung des jeweiligen Nockens 4 oder 5 erforderliche Verschiebung
des Nockenstücks 3 auf der Trägerwelle 2 erfolgt über spiralförmige Verschiebenuten
7 am Nockenstück 3, die sich entsprechend der Verschieberichtung in ihrer Orientierung
unterscheiden und in die, je nach momentaner Stellung des Nockenstücks 3, jeweils
ein Aktuatorstift 8 oder 9 einkoppelbar ist.
[0023] Bei der Stellvorrichtung 1 handelt es sich um eine in den Zylinderkopf der Brennkraftmaschine
montierbare Baueinheit mit einem Gehäuse 10 und zwei darin angeordneten, hohlzylindrisch
ausgebildeten Aktuatorstiften 8 und 9. Die als Gleichteile ausgebildeten Aktuatorstifte
8, 9 sind in Längsführungen 11 des Gehäuses 10 gelagert und können voneinander unabhängig
zwischen einer im Gehäuse 10 eingefahrenen Ruheposition (wie dargestellt) und einer
aus dem Gehäuse 10 ausgefahrenen Arbeitsposition hin und her verfahren. Wie vorstehend
erläutert, sind die Aktuatorstifte 8, 9 in der (nicht dargestellten) Arbeitsposition
mit einer zugehörigen Verschiebenut eines Nockenstücks in Eingriff, um das Nockenstück
zu verschieben.
[0024] Die von Federmitteln - hier Schraubendruckfedern 12 - in die Ausfahrrichtung kraftbeaufschlagten
Aktuatorstifte 8, 9 werden von Rastierungen in der Ruheposition gehalten. Ein Lösen
der Rastierungen erfolgt durch ansteuerbare Sperrstifte 13 und 14, die ebenfalls als
Gleichteile ausgebildet und relativ zu den Aktuatorstiften 8, 9 in deren Verfahrrichtung
verlagerbar sind.
[0025] Die miteinander identischen Rastierungen sind jeweils durch eine im Aktuatorstift
8, 9 verlaufende Längsbohrung 15 und diese schneidende Querbohrungen 16, eine am Sperrstift
13, 14 ausgebildete erste Stützfläche 17 und eine im Gehäuse 10 ausgebildete zweite
Stützfläche 18 sowie drei Rastkörpern in Form von Kugeln 19 gebildet. Die in den gleichmäßig
am Umfang des Aktuatorstifts 8, 9 verteilten Querbohrungen 16 beweglich angeordneten
Kugeln 19 sind in der Ruheposition des Aktuatorstifts 8, 9 zwischen den Stützflächen
17 und 18 eingespannt. Hierzu verjüngt sich der in der Längsbohrung 15 verlaufende
Endabschnitt 20 des Sperrstifts 13, 14 konisch in Ausfahrrichtung des Aktuatorstifts
8, 9, so dass die erste Stützfläche 17 die Außenmantelfläche eines Kreiskegelstumpfs
bildet. Die zweite Stützfläche 18 im Gehäuse 10 verläuft mit konstantem Abstand dazu
und bildet folglich die Innenmantelfläche eines Kreiskegelstumpfs.
[0026] Die Sperrstifte 13, 14 sind jeweils durch ein weiteres Federmittel - hier eine Schraubendruckfeder
21 - ebenfalls in die Ausfahrrichtung kraftbeaufschlagt. Der Neigungswinkel der Stützflächen
17, 18 gegenüber der Verfahrrichtung des Aktuatorstifts 8, 9 ist unter Berücksichtigung
der auf den Sperrstift 13, 14 und den Aktuatorstift 8, 9 wirkenden Federkräfte sowie
der Reibungsverhältnisse an den Kugel-Stützflächen-Kontakten so gewählt, dass die
Kugeln 19 selbsthemmend zwischen den Stützflächen 17, 18 eingespannt sind und so den
Aktuatorstift 8, 9 sicher in der Ruheposition fixieren. Der Neigungswinkel beträgt
vorliegend etwa 5°.
[0027] Die konzentrischen Schraubendruckfedern 12, 21 stützen sich einerseits an im Gehäuse
10 eingepressten Buchsen 22 und andererseits an kreisringförmigen Stirnflächen 23
und 24 der Aktuatorstifte 8, 9 bzw. der Sperrstifte 13, 14 ab. Diese werden zum Lösen
der Rastierungen elektromagnetisch kraftbeaufschlagt in die Einfahrrichtung der Aktuatorstifte
8, 9 verlagert und sind zu diesem Zweck an ihren den Aktuatorstiften 8, 9 abgewandten
Kopfschnitten 25 mit daran befestigten Permanentmagneten 26 und 27 versehen. Diese
sind zweipolig axial magnetisiert, in Verfahrrichtung der Aktuatorstifte 8, 9 bezüglich
ihrer mit N und S bezeichneten Nord- und Südpole entgegengesetzt zueinander ausgerichtet
und dem Magnetfeld einer Magnetspuleneinrichtung ausgesetzt.
[0028] Die Magnetspuleneinrichtung umfasst als wesentliche Bauteile einen stationären Kernbereich
28 und zwei voneinander unabhängig bestrombare Magnetspulen 29 und 30, die in der
Verfahrrichtung der Aktuatorstifte 8, 9 aufeinanderfolgend, d.h. in axialer Reihenschaltung
um den Kernbereich 28 angeordnet sind und ein umkehrbares Magnetfeld erzeugen, dessen
Wirkrichtung vom momentanen Bestromungszustand der Magnetspulen 29, 30 abhängt. Die
selektive Stromversorgung der Magnetspulen 29, 30 erfolgt über einen Steckverbinder
31. Der koaxial zu den Magnetspulen 29, 30 verlaufende Kernbereich 28 weist seitens
der Permanentmagnete 26, 27 eine Schulter auf, die eine ebene Anlagefläche 31 für
die Sperrstifte 13, 14 bildet. Eine stark haftende Anlage der Permanentmagnete 26,
27 an der Anlagefläche 31 wird dadurch vermieden, dass die Kopfabschnitte 25 der Sperrstifte
13, 14 gegenüber den Permanentmagneten 26, 27 erhaben verlaufen und diese stets einen
entsprechenden Mindestabstand zur Anlagefläche 31 aufweisen.
[0029] Die Funktionsweise der Stellvorrichtung 1 ist wie folgt: die Bestromung der ersten
Magnetspule 29 (die zweite Magnetspule 30 ist dabei unbestromt) erzeugt ein Magnetfeld
erster Wirkrichtung mit Südpol an der Anlagefläche 31 des Kernbereichs 28, so dass
der erste Permanentmagnet 26 mit dessen N-S-Polausrichtung angezogen und der zweite
Permanentmagnet 27 mit dessen S-N-Polausrichtung abgestoßen wird. Während der abgestoßene
zweite Permanentmagnet 27, der zugehörige Sperrstift 14 und folglich auch der zugehörige
Aktuatorstift 9 bei gesperrter Rastierung in Ruhe verbleiben, wird der mit dem ersten
Permanentmagnet 26 angezogene Sperrstift 13 bis zur Anlagefläche 31 in die Einfahrrichtung
verlagert. Dabei löst sich die zugehörige Rastierung, indem die Klemmwirkung der Kugeln
19 gegenüber den Stützflächen 17, 18 aufgehoben wird. Während die Kugeln 19 der Neigung
der zweiten Stützfläche 18 im Gehäuse 10 folgen und sich radial einwärts in den Querbohrungen
16 verlagern, wird der Aktuatorstift 8 durch die Kraft der Schraubendruckfeder 12
in seine Arbeitsposition getrieben. Die erste Magnetspule 29 wird daraufhin stromlos
geschaltet, so dass der angezogene Sperrstift 13 durch die Kraft der Schraubendruckfeder
21 in seine Ausgangslage zurückkehrt.
[0030] Wie eingangs erwähnt, wird der mit dem Nockenstück in Eingriff befindliche Aktuatorstift
8 durch den sich radial erhebenden Auslaufbereich der Verschiebenut zurück in dessen
Ruheposition geschoben und dort wieder verrastet. Dies erfolgt dadurch, dass die Kugeln
19 dem geneigten Verlauf der ersten Stützfläche 17 am Sperrstift 13 folgen, sich radial
auswärts in den Querbohrungen 16 verlagern und unter Selbsthemmung zwischen den Stützflächen
17, 18 eingespannt werden.
[0031] Während der Aktuatorstift 8 nachfolgend in dessen verrasteter Ruheposition verbleibt,
wird die Betätigung des anderen Aktuatorstifts 9 dadurch eingeleitet, dass nunmehr
die zweite Magnetspule 30 bestromt wird, während die erste Magnetspule 29 unbestromt
bleibt. Die umgekehrte Wirkrichtung des jetzt entstehenden Magnetfelds mit Nordpol
an der Anlagefläche 31 des Kernbereichs 28 stößt den ersten Permanentmagnet 26 mit
dessen N-S-Polausrichtung ab und zieht den zweiten Permanentmagnet 27 mit dessen S-N-Polausrichtung
an. Der weitere Stellverlauf des anderen Aktuatorstifts 9 erfolgt in identischer Weise
wie vorstehend für den Aktuatorstift 8 erläutert.
Liste der Bezugszahlen
[0032]
- 1
- Stellvorrichtung
- 2
- Trägerwelle
- 3
- Nockenstück
- 4
- Nocken
- 5
- Nocken
- 6
- Gaswechselventil
- 7
- Verschiebenut
- 8
- Aktuatorstift
- 9
- Aktuatorstift
- 10
- Gehäuse
- 11
- Längsführung
- 12
- Federmittel / Schraubendruckfeder
- 13
- Sperrstift
- 14
- Sperrstift
- 15
- Längsbohrung
- 16
- Querbohrung
- 17
- erste Stützfläche
- 18
- zweite Stützfläche
- 19
- Rastkörper / Kugel
- 20
- Endabschnitt des Sperrstifts
- 21
- weiteres Federmittel / Schraubendruckfeder
- 22
- Buchse
- 23
- Stirnfläche des Aktuatorstifts
- 24
- Stirnfläche des Sperrstifts
- 25
- Kopfabschnitt des Sperrstifts
- 26
- Permanentmagnet
- 27
- Permanentmagnet
- 28
- Kernbereich
- 29
- erste Magnetspule
- 30
- zweite Magnetspule
- 31
- Anlagefläche des Kernbereichs
1. Elektromagnetische Stellvorrichtung (1), umfassend ein Gehäuse (10), zwei Aktuatorstifte
(8, 9), die zwischen einer im Gehäuse (10) eingefahrenen Ruheposition und einer aus
dem Gehäuse (10) ausgefahrenen Arbeitsposition voneinander unabhängig verfahrbar im
Gehäuse (10) gelagert sind, und eine elektrisch bestrombare Magnetspuleneinrichtung
zur Betätigung der Aktuatorstifte (8, 9) sowie zwei mit den Aktuatorstiften (8, 9)
im Betätigungssinn zusammenwirkende Permanentmagnete (26, 27), die zweipolig magnetisiert
und in die Verfahrrichtung entgegengesetzt gepolt zueinander ausgerichtet sowie einem
stationären Kernbereich (28) der Magnetspuleneinrichtung gemeinsam zugeordnet sind,
wobei die Magnetspuleneinrichtung dazu ausgebildet ist, in Abhängigkeit von deren
Bestromung ein sich in der Wirkrichtung umkehrendes Magnetfeld am Kernbereich (28)
zu erzeugen, das den ersten Permanentmagnet (26) anzieht und den zweiten Permanentmagnet
(27) abstößt und umgekehrt, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetspuleneinrichtung zwei voneinander unabhängig bestrombare Magnetspulen
(29, 30) aufweist derart, dass bei Bestromung der ersten Magnetspule (29) das Magnetfeld
mit erster Wirkrichtung und dass bei Bestromung der zweiten Magnetspule (30) das Magnetfeld
mit umgekehrter zweiter Wirkrichtung erzeugt wird.
2. Stellvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetspulen (29, 30) in der Verfahrrichtung aufeinanderfolgend angeordnet sind.
3. Stellvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass den Aktuatorstiften (8, 9) jeweils ein den Aktuatorstift (8, 9) in die Ausfahrrichtung
kraftbeaufschlagendes Federmittel (12), eine Rastierung und ein mit dem Aktuatorstift
(8, 9) mittels der Rastierung zusammenwirkender Sperrstift (13, 14) zugeordnet ist,
der den zugehörigen Aktuatorstift (8, 9) bei gesperrter Rastierung in der Ruheposition
hält und in die Verfahrrichtung relativ zu diesem verlagerbar ist, wobei die den Aktuatorstiften
(8, 9) abgewandten Kopfabschnitte (25) der Sperrstifte (13, 14) jeweils mit einem
der Permanentmagnete (26, 27) versehen sind und das sich bei Bestromung einer der
Magnetspulen (29, 30) erzeugte Magnetfeld einen der Sperrstifte (13, 14) in die Einfahrrichtung
verlagert, um die zugehörige Rastierung zu lösen, und den anderen der Sperrstifte
(8, 9) in die Ausfahrrichtung kraftbeaufschlagt, um die zugehörige Rastierung zu sperren.
4. Stellvorrichtung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Permanentmagnete (26, 27) bei Anlage der Kopfabschnitte (25) der Sperrstifte
(13, 14) am Kernbereich (28) zu diesem beabstandet verlaufen.
5. Stellvorrichtung (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopfabschnitte (25) der Sperrstifte (13, 14) gegenüber den Permanentmagneten
(26, 27) erhaben verlaufen.
6. Stellvorrichtung (1) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Rastierungen jeweils durch folgende Merkmale gebildet sind:
■ eine im Aktuatorstift (8, 9) verlaufende Längsbohrung (15) zur Aufnahme des Sperrstifts
(13, 14) und eine oder mehrere die Längsbohrung (15) schneidende Querbohrungen (16),
■ eine am Sperrstift (13, 14) ausgebildete erste Stützfläche (17) und eine im Gehäuse
(10) ausgebildete zweite Stützfläche (18), wobei zumindest eine der Stützflächen (17,
18) gegenüber der Verfahrrichtung geneigt verläuft,
■ und Rastkörper (19), die in den Querbohrungen (16) beweglich angeordnet und in der
Ruheposition zwischen den Stützflächen (17, 18) eingespannt sind.
7. Stellvorrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass drei als Kugeln ausgebildete Rastkörper (19) und drei gleichmäßig über den Umfang
des Aktuatorstifts (8, 9) verteilte Querbohrungen (16) vorgesehen sind.
8. Stellvorrichtung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugeln (19) selbsthemmend zwischen den Stützflächen (17, 18) eingespannt sind,
wobei die Stützflächen (17, 18) einen konstanten oder sich in die Einfahrrichtung
verkleinernden Abstand zueinander aufweisen.
9. Stellvorrichtung (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich die erste Stützfläche (17) in die Ausfahrrichtung radial verjüngt und dass die
Stützflächen (17, 18) parallel zueinander verlaufen.
10. Stellvorrichtung (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützflächen (17, 18) kreiskegelstumpfförmig ausgebildet sind.
1. Electromagnetic actuating device (1), comprising a housing (10), two actuator pins
(8, 9) which are mounted in the housing (10) such that they can move independently
of one another between a rest position, in which they are retracted into the housing
(10), and a working position, in which they are deployed out of the housing (10),
and comprising an electrically energizable magnet coil device for the actuation of
the actuator pins (8, 9), and comprising two permanent magnets (26, 27) which interact
with the actuator pins (8, 9) in the actuation direction and which exhibit bipolar
magnetization and are oriented with opposite polarity with respect one another in
the movement direction and which are jointly assigned to a static core region (28)
of the magnet coil device, wherein the magnet coil device is designed such that, as
a function of the energization thereof, it generates on the core region (28) a magnetic
field which reverses its direction of action and which attracts the first permanent
magnet (26) and repels the second permanent magnet (27) and vice versa, characterized in that the magnet coil device has two magnet coils (29, 30) which can be energized independently
of one another, such that, in the event of the first magnet coil (29) being energized,
the magnetic field is generated with a first direction of action and in that, in the event of the second magnet coil (30) being energized, the magnetic field
is generated with a reversed, second direction of action.
2. Actuating device (1) according to Claim 1, characterized in that the magnet coils (29, 30) are arranged in succession in the movement direction.
3. Actuating device (1) according to Claim 1, characterized in that the actuator pins (8, 9) are assigned in each case one spring means (12), which loads
the actuator pin (8, 9) with force in the deployment direction, a detent means and
a blocking pin (13, 14) which interacts with the actuator pin (8, 9) by way of the
detent means, which blocking pin holds the associated actuator pin (8, 9) in the rest
position in the case of the detent means being blocked and is displaceable relative
to said associated actuator pin in the movement direction, wherein the head portions
(25), which face away from the actuator pins (8, 9), of the blocking pins (13, 14)
are provided in each case with one of the permanent magnets (26, 27), and the magnetic
field generated in the event of energization of one of the magnet coils (29, 30) displaces
one of the blocking pins (13, 14) in the retraction direction, in order to release
the associated detent means, and loads the other of the blocking pins (13, 14) with
force in the deployment direction, in order to block the associated detent means.
4. Actuating device (1) according to Claim 3, characterized in that, in the event of abutment of the head portions (25) of the blocking pins (13, 14)
against the core region (28), the permanent magnets (26, 27) run spaced apart from
said core region.
5. Actuating device (1) according to Claim 4, characterized in that the head portions (25) of the blocking pins (13, 14) run in an elevated manner with
respect to the permanent magnets (26, 27).
6. Actuating device (1) according to Claim 3,
characterized in that the detent means are formed in each case by the following features:
- a longitudinal bore (15), which runs in the actuator pin (8, 9), for receiving the
blocking pin (13, 14), and one or more transverse bores (16) which intersect the longitudinal
bore (15),
- a first support surface (17) formed on the blocking pin (13, 14) and a second support
surface (18) formed in the housing (10), wherein at least one of the support surfaces
(17, 18) runs obliquely with respect to the movement direction,
- and detent bodies (19) which are arranged in a movable manner in the transverse
bores (16) and which, in the rest position, are clamped between the support surfaces
(17, 18).
7. Actuating device (1) according to Claim 6, characterized in that three detent bodies (19) in the form of balls, and three transverse bores (16) distributed
uniformly over the circumference of the actuator pin (8, 9), are provided.
8. Actuating device (1) according to Claim 7, characterized in that the balls (19) are clamped in a self-impeding manner between the support surfaces
(17, 18), wherein the support surfaces (17, 18) have a spacing to one another which
is constant or which decreases in size in the retraction direction.
9. Actuating device (1) according to Claim 8, characterized in that the first support surface (17) tapers radially in the deployment direction and in that the support surfaces (17, 18) run parallel to one another.
10. Actuating device (1) according to Claim 9, characterized in that the support surfaces (17, 18) are of circular frustoconical form.
1. Dispositif de réglage électromagnétique (1), comprenant un boîtier (10), deux goupilles
d'actionneur (8, 9) qui sont montées dans le boîtier (10) de manière déplaçable indépendamment
l'une de l'autre entre une position de repos rentrée dans le boîtier (10) et une position
de travail sortie hors du boîtier (10), et un dispositif de bobine magnétique pouvant
être parcouru par un courant électrique pour l'actionnement des goupilles d'actionneur
(8, 9) ainsi que deux aimants permanents (26, 27) coopérant dans le sens de l'actionnement
avec les goupilles d'actionneur (8, 9), lesquels aimants permanents sont aimantés
selon deux pôles et sont orientés l'un par rapport à l'autre avec leurs pôles opposés
dans la direction de déplacement, et sont associés en commun à une région de noyau
stationnaire (28) du dispositif de bobine magnétique, le dispositif de bobine magnétique
étant réalisé de manière à produire au niveau de la région de noyau (28) un champ
magnétique inversant son sens d'action en fonction de son alimentation en courant,
lequel champ magnétique attire le premier aimant permanent (26) et repousse le deuxième
aimant permanent (27) et inversement, caractérisé en ce que le dispositif de bobine magnétique présente deux bobines magnétiques (29, 30) pouvant
être alimentées en courant indépendamment l'une de l'autre, de telle sorte que lors
de l'alimentation en courant de la première bobine magnétique (29), le champ magnétique
soit produit avec un premier sens d'action et que lors de l'alimentation en courant
de la deuxième bobine magnétique (30), le champ magnétique soit produit avec un deuxième
sens d'action inverse.
2. Dispositif de réglage (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que les bobines magnétiques (29, 30) sont disposées l'une derrière l'autre dans le sens
de déplacement.
3. Dispositif de réglage (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'aux goupilles d'actionneur (8, 9) sont à chaque fois associés un moyen de ressort
(12) sollicitant par force dans la direction de sortie la goupille d'actionneur (8,
9), un crantage et une goupille d'arrêt (13, 14) coopérant au moyen du crantage avec
la goupille d'actionneur (8, 9), laquelle goupille d'arrêt retient la goupille d'actionneur
associée (8, 9) dans la position de repos lorsque le crantage est bloqué et peut être
déplacée dans le sens de déplacement par rapport à ladite goupille d'actionneur, les
portions de tête (25) des goupilles d'arrêt (13, 14) opposées aux goupilles d'actionneur
(8, 9) étant à chaque fois pourvues de l'un des aimants permanents (26, 27) et le
champ magnétique produit lors de l'alimentation en courant de l'une des bobines magnétiques
(29, 30) déplaçant l'une des goupilles d'arrêt (13, 14) dans le sens de rétraction,
afin de libérer le crantage associé et sollicitant par une force l'autre des goupilles
d'arrêt (13, 14) dans le sens de la sortie, afin de bloquer le crantage associé.
4. Dispositif de réglage (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que les aimants permanents (26, 27), lors de l'application des portions de tête (25)
des goupilles d'arrêt (13, 14), s'étendent au niveau de la région de noyau (28) à
distance de cette dernière.
5. Dispositif de réglage (1) selon la revendication 4, caractérisé en ce que les portions de tête (25) des goupilles d'arrêt (13, 14) s'étendent de manière rehaussée
par rapport aux aimants permanents (26, 27).
6. Dispositif de réglage (1) selon la revendication 3,
caractérisé en ce que les crantages sont à chaque fois formés par les caractéristiques suivantes .
- un alésage longitudinal (15) s'étendant dans la goupille d'actionneur (8, 9) pour
recevoir la goupille d'arrêt (13, 14) et un ou plusieurs alésages transversaux (16)
coupant les alésages longitudinaux (15),
- une première surface d'appui (17) réalisée sur la goupille d'arrêt (13, 14) et une
deuxième surface d'appui (18) réalisée dans le boîtier (10), au moins l'une des surfaces
d'appui (17, 18) s'étendant de manière inclinée par rapport au sens de déplacement,
- et des corps d'encliquetage (19), qui sont disposés de manière mobile dans les alésages
transversaux (16) et qui sont serrés dans la position de repos entre les surfaces
d'appui (17, 18).
7. Dispositif de réglage (1) selon la revendication 6, caractérisé en ce que trois corps d'encliquetage (19) réalisés sous forme de billes et trois alésages transversaux
(16) répartis uniformément sur la périphérie de la goupille d'actionneur (8, 9) sont
prévus.
8. Dispositif de réglage (1) selon la revendication 7, caractérisé en ce que les billes (19) sont serrées de manière autobloquante entre les surfaces d'appui
(17, 18), les surfaces d'appui (17, 18) présentant une distance mutuelle constante
ou diminuant dans le sens de rétraction.
9. Dispositif de réglage (1) selon la revendication 8, caractérisé en ce que la première surface d'appui (17) se rétrécit radialement dans le sens de la sortie
et en ce que les surfaces d'appui (17, 18) s'étendent parallèlement l'une à l'autre.
10. Dispositif de réglage (1) selon la revendication 9, caractérisé en ce que les surfaces d'appui (17, 18) sont réalisées sous forme tronconique circulaire.

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