(19)
(11) EP 1 945 362 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
12.03.2014  Patentblatt  2014/11

(21) Anmeldenummer: 06792114.8

(22) Anmeldetag:  16.09.2006
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B02C 4/02(2006.01)
B30B 3/04(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2006/009033
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2007/033800 (29.03.2007 Gazette  2007/13)

(54)

ZWEIWALZENMASCHINE INSBESONDERE ZUR GUTBETTZERKLEINERUNG

TWIN-ROLL MACHINE, IN PARTICULAR FOR COMMINUTING A BED OF MATERIAL

MACHINE A DEUX CYLINDRES, EN PARTICULIER POUR LE BROYAGE D'UN LIT DE MATIERE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 22.09.2005 DE 102005045273

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
23.07.2008  Patentblatt  2008/30

(73) Patentinhaber: KHD Humboldt Wedag GmbH
51067 Köln (DE)

(72) Erfinder:
  • FRANGENBERG, Meinhard
    51515 Kürten-Engeldorf (DE)
  • HAGEDORN, Alexander
    50259 Pulheim (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A2- 0 050 342
WO-A-2005/070549
EP-A2- 1 147 815
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Zweiwalzenmaschine zur Druckbehandlung körnigen Gutes, insbesondere Rollenpresse zur Gutbettzerkleinerung oder Kompaktierung bzw. Brikettierung, mit zwei in Lagergehäusen drehbar gelagerten gegenläufig angetriebenen und durch einen Walzenspalt voneinander getrennten Walzen, von denen eine als Loswalze ausgebildet ist, deren Lagergehäuse über die Walzenpresskraft aufbringende Hydraulikzylinder an Maschinenrahmen-Seitenteilen abgestützt sind, während sich die Lagergehäuse der Festwalze an Rahmenendstücken abstützen, und wobei alle Lagergehäuse mit ihren Unterseiten und Oberseiten auf Gleitbahnen von Untergurt- und Obergurt-Maschinenkonsolen gelagert sind, wie diese beispielsweise aus EP-A-0 050 342 bekannt ist.

    [0002] Bei Walzenmühlen zur Durchführung der sogenannten Gutbettzerkleinerung werden die einzelnen Stücke bzw. Partikel des durch Reibung in den Walzenspalt eingezogenen Mahlgutes wie z. B. Zementrohrmaterial, Zementklinker, Erze oder dergleichen in einem Gutbett, d. h. in einer zwischen den beiden Walzenoberflächen zusammengedrückten Materialschüttung bei Anwendung eines hohen Druckes gepresst und gegenseitig zerkleinert, wobei man statt von einer Walzenmühle auch von einer Rollenpresse spricht. Bei bisher bekannten Rollenpressen, siehe z. B. Broschüre "Rollenpressen" Nr. 2-300 d der KHD Humboldt Wedag AG vom September 1994 Seite 2, ist eine der beiden Walzen als Festwalze ausgebildet, die sich über ihre Lagergehäuse gegen Endstücke des Maschinenrahmeris abstützt, während sich die andere Walze als Loswalze über deren Lagergehäuse an Hydraulikzylindern abstützt, mit denen die Walzenpresskraft aufgebracht wird. Dabei müssen sich die Hydraulikzylinder wiederum an massiven Seitenteilen des Maschinenrahmens abstützen, der ein in sich geschlossenes Kräftesystem bildet, d. h. die im Betrieb der Rollenpresse auftretenden hohen radialen Walzenpresskräfte bzw. Mahlkräfte müssen vom Maschinenrahmen aufgenommen werden.

    [0003] Seitens der Betreiber solcher Rollenpressen besteht der Bedarf, aus Gründen der Reparatur z. B. verschlissener Walzen etc. die Walzen in möglichst einfacher und schneller Weise ausbauen und wieder einbauen zu können, wozu der Maschinenrahmen zerlegt werden musste, um die Walzen zu ihrer Auswechselung zugänglich zu machen.

    [0004] Zur Erleichterung des Walzenwechsels bei Rollenpressen ist es bekannt, z. B. Broschüre "Hochdruckzerkleinerung mit Walzenpressen" der Köppern GmbH & Co. KG von 7/87 Seite 6, den Pressenrahmen als Klapprahmen auszubilden, indem die Seitenteile des Maschinenrahmens über Bolzengelenke an den Enden der Untergurt- und Obergurt-Maschinenkonsolen angelenkt sind. Alle Bolzen-Gelenkachsen liegen parallel zu den Walzenachsen, so dass die Bolzengelenke unter der vollen Belastung der hohen Walzenpresskräfte stehen. Daher kann das Lösen der oberen Verriegelungs-Bolzengelenke sowie das Betätigen der unteren Bolzen-Gelenkachsen und das Ausklappen der stirnseitigen Maschinenrahmenteile in eine horizontale Ebene Schwierigkeiten bereiten, bevor dann die Walzen auf die ausgeklappten Rahmenteile herausgezogen werden können. Außerdem sind beide Walzen nicht zu einer Seite der Walzenpresse hin ausbaubar.

    [0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zweiwalzenmaschine insbesondere Rollenpresse der o. g. Art so zu konzipieren, dass der Walzenwechsel noch einfacher und schneller vorgenommen werden kann.

    [0006] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit einer Zweiwalzenmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

    [0007] Bei der erfindungsgemäßen Zweiwalzenmaschine insbesondere Rollenpresse zur Gutbettzerkleinerung ist an dem der Festwalze benachbarten stirnseitigen Ende der Rollenpresse, also an der Seite der die Festwalze abstützenden Rahmenendstücken, ein Zusatzrahmen angebaut, nämlich ein die beiden Konsolen-Untergurte verlängernder Unterrahmen und ein mit den beiden Obergurten in Verbindung stehender Querrahmen mit einer lichten Öffnungsweite, die das Hindurchschieben der kompletten Walzen durch den Querrahmen auf den Unterrahmen ermöglicht. Dazu sind die im Rollenpressenbetrieb die Festwalze abstützenden Rahmenendstücke zum Zwecke des Walzenwechsels aus ihrer Verbindung mit den Konsolen-Untergurten und -Obergurten lösbar, und zwar mit Vorteil seitlich nach oben mittels Hydraulikzylinder aufklappbar. Dabei sind nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die Schwenkachsen zum Aufklappen insbesondere nach oben Schwenken der Maschinenrahmen-Endstücke senkrecht zu den Walzenachsen angeordnet, die Schwenk-Gelenke sind also durch die Walzenpresskraft nicht belastet.

    [0008] Die obere Quertraverse des angebauten Querrahmens stützt die offenen Enden der beiden Konsolen-Obergurte ab. Mit einer geeigneten Zugvorrichtung, z. B. mit einer Doppelseilwinde mit zwei quer zum Walzenspalt angeordneten reversibel umlaufenden und an die Walzen ankoppelbaren Zugseilen sind dann nach Aufklappen der Maschinenrahmen-Endstücke beide Walzen samt Lagergehäusen nacheinander aus der Rollenpresse auf den Unterrahmen des Zusatzrahmens herausziehbar, und umgekehrt sind vom Zusatzrahmen neue bzw. reparierte Walzen in die Rollenpresse hineinziehbar. Nach dem horizontalen Herausziehen der beiden Walzen auf den angebauten Zusatzrahmen können die Walzen z. B. vertikal entfernt und weiter transportiert werden, z. B. mit Einsatz insbesondere eines mobilen Krans etc..

    [0009] Bei der erfindungsgemäßen Zweiwalzenmaschine kann ein einfacher und schneller Walzenwechsel bewerkstelligt werden, ohne dass dabei irgendwelche Bolzengelenke gelöst, entriegelt und verriegelt werden müssten. Aufwändige Demontagearbeiten am Maschinenrahmen sind nicht erforderlich. Um Rüstzeiten zu minimieren, bleibt der angebaute Zusatzrahmen dauerhaft montiert.

    [0010] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Hydraulikzylinder, die zum Aufklappen insbesondere nach oben Schwenken der Maschinenrahmen-Endstücke eingesetzt werden und an diesen angreifen, mit Vorteil am Querrahmen des Zusatzrahmens angelenkt. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Schutzabdeckung wenigstens der einen Walze vor dem Herausziehen der Walzen aus dem Maschinenrahmen jeweils um eine parallel zur Walzenachse liegende Schwenkachse nach unten oder oben schwenkbar.

    [0011] Die im Rollenpressenbetrieb die Festwalze abstützenden nach oben aufklappbaren Rahmenendstücke können in nicht aufgeklappter Position in seitliche Vertikalnuten der Untergurt- und Obergurt-Maschinenkonsolen eingerastet sein, die den Profilquerschnitt der klappbaren Rahmenendstücke aufnehmen. Dabei sind vor dem Klappen bzw. Verschwenken der Rahmenendstücke nicht mit irgendwelchen Kräften belastete Bolzengelenke zu lösen.

    [0012] Die Erfindung und deren weitere Merkmale und Vorteile werden anhand der in den Figuren schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.

    [0013] Es zeigt:
    Fig. 1:
    in perspektivischer Ansicht die erfindungsgemäße Rollenpresse mit angebautem Zusatzrahmen zwecks Vereinfachung des Wechsels der beiden Walzen,
    Fig. 2:
    ebenfalls in perspektivischer Ansicht die Rollenpresse der Figur 1 mit nach unten abgeklappter Schutzabdeckung der rechten Walze,
    Fig. 3:
    gesehen in mehr stirnseitiger Ansicht die Rollenpresse mit nach oben aufgeklappten Maschinenrahmen-Endstücken und mit durch den angebauten Zusatzrahmen bereits herausgezogener rechten Walze, und
    Fig. 4:
    die Rollenpresse mit bereits entfernter rechter Walze und mit zu derselben Stirnseite hin durch den Querrahmen des Zusatzrahmens hindurch auf dessen Unterrahmen herausgezogener linken Walze.


    [0014] Die in den Figuren dargestellte Rollenpresse zur Gutbettzerkleinerung körnigen Gutes weist zwei gegenläufig rotierbare Walzen 10, 11 mit an der linken Seite angeordneten Antriebszapfen auf. Die Walzen sind durch einen Walzenspalt voneinander getrennt und in Lagergehäusen gelagert, von den das Lagergehäuse 12 der rechten Walze 10 und das Lagergehäuse 13 der linken Walze 11 zu sehen sind. Alle Lagergehäuse 12, 13 sind mit ihren Unterseiten und Oberseiten vermittels Gleitplatten, von denen in Figur 4 die oberen Gleitplatten 14 des Lagergehäuses 13 zu sehen sind, auf Gleitbahnen von Maschinenkonsolen-Untergurten 15, 16 und Obergurten 17, 18 quer zum Walzenspalt gleitend beweglich.

    [0015] Beim zeichnerischen Ausführungsbeispiel ist die rechte Walze 10 als Festwalze ausgebildet, deren Lagergehäuse 12 sich an vertikalen Maschinenrahmen-Endstücken 19, 19a, 20, 20a abstützen, während die andere Walze 11 als Loswalze ausgebildet ist, deren Lagergehäuse 13 über die Walzenpresskraft aufbringende Hydraulikzylinder 21 an Maschinenrahmen-Seitenteilen 22 abgestützt sind.

    [0016] Erfindungsgemäß ist an dem der Festwalze 10 benachbarten stirnseitigen Ende der Rollenpresse ein Zusatzrahmen angebaut, nämlich ein die beiden Untergurte 15, 16 verlängernder Unterrahmen 23 und wenigstens ein mit den beiden Obergurten 17, 18 in Verbindung stehender Querrahmen 24 mit einer lichten Öffnungsweite, die das Hindurchschieben der Walzen durch diesen Querrahmen 24 auf den Unterrahmen 23 ermöglicht. Das Niveau der Gleitbahnen des Unterrahmens 23 liegt auf Höhe der Gleitbahnen der Untergurte 15, 16.

    [0017] Zum Zweck des Walzenwechsels sind die im Rollenpressenbetrieb die Festwalze 10 abstützenden Rahmenendstücke 19, 19a, 20, 20a aus ihrer Verbindung mit den Konsolen-Untergurten 15, 16 und Obergurten 17, 18 lösbar, insbesondere dadurch, dass diese Endstücke seitlich nach oben geschwenkt werden, wie das in den Figuren 3 und 4 zu sehen ist. Der Querrahmen 24 weist eine obere Quertraverse 25 auf, an der die offenen Enden der beiden Konsolen-Obergurte 17, 18 angehängt sind. Mit einer geeigneten Zugvorrichtung sind nach Hochklappen der Maschinenrahmen-Endstücke 19, 19a, 20, 20a beide Walzen 10, 11 samt Lagergehäusen nacheinander aus der Rollenpresse zu einer Seite hin auf den Unterrahmen 23 des Zusatzrahmens herausziehbar, und umgekehrt vom Zusatzrahmen in die Rollenpresse hineinziehbar. Nach dem horizontalen Herausziehen der beiden Walzen auf den angebauten Unterrahmen 23 können die Walzen bequem z. B. vertikal entfernt und weitertransportiert werden, z. B. durch einen Mobilkran.

    [0018] Die Rahmenendstücke 19, 19a, 20, 20a sind aus ihrer vertikalen Position ausklappbar um Schwenkachsen, die im Querrahmen 24 senkrecht zu den Walzenachsen angeordnet sind. In den Figuren 3 und 4 sind solche Schwenkachsen 26, 27 angezeigt. Zum Aufklappen insbesondere nach oben Schwenken der Endstücke 19, 19a, 20, 20a sind Hydraulikzylinder 28 angeordnet, die in Vertikalebenen parallel zu den Walzenachsen liegend am Querrahmen 24 des Zusatzrahmens angelenkt sind.

    [0019] Die Schutzabdeckung 29 wenigstens der Festwalze 10 wird vor dem Herausziehen der Walzen aus dem Maschinenrahmen um eine parallel zur Walzenachse liegende Schwenkachse 30 nach unten in eine horizontale Position geschwenkt. Die Schutzabdeckung 29 könnte aber auch statt nach unten nach oben geschwenkt werden. Ferner werden vor dem Herausziehen beider Walzen aus dem Maschinenrahmen die Walzenstirnseitenabdeckungen mit den Seitenwandspitzen nach oben aus dem Maschinenrahmen ausgebaut. Der ausgebaute Zustand dieser Maschinenteile ist in Figur 4 zu sehen. Bemerkenswert ist, dass der Gutaufgabeschacht 31 zum Zwecke des Walzenwechsels nicht ausgebaut bzw. verfahren werden muss.

    [0020] Aus Figur 4 geht deutlich hervor, dass die im Rollenpressenbetrieb die Festwalze 10 abstützenden nach oben aufklappbaren Rahmenendstücke 19, 19a, 20, 20a in nicht aufgeklappter Position, d. h. in vertikaler Arbeitsposition, in seitliche Vertikalnuten 32, 33 einrastbar sind, die den Profilquerschnitt der klappbaren Rahmenendstücke 19, 19a, 20, 20a aufnehmen, so dass die Rahmenendstücke 19, 19a, 20, 20a die radialen Walzenpresskräfte sicher aufnehmen können. Ferner geht aus Figur 4 noch hervor, dass die beiden die Festwalze 10 abstützenden Maschinenrahmen-Endstücke je aus zwei Hälften 19, 19a bzw. 20, 20a zusammengesetzt sein können, die jeweils spiegelbildlich zueinander aus ihrer Vertikalebene ausklappbar sind. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind dann vier schwenkbare Rahmenendstücke, jeweils vier in Untergurt- und Obergurt eingearbeitete Vertikalnuten und vier Hydraulik-Schwenkzylinder zur Betätigung aller ausschwenkbaren Rahmenendstücken erforderlich. Prinzipiell wäre aber auch möglich, mit nur zwei nach außen hochschwenkbaren Rahmenendstücken 19 und 20 auszukommen.


    Ansprüche

    1. Zweiwalzenmaschine zur Druckbehandlung körnigen Gutes, mit zwei in Lagergehäusen drehbar gelagerten gegenläufig angetriebenen und durch einen Walzenspalt voneinander getrennten Walzen (10, 11), von denen eine als Loswalze (11) ausgebildet ist, deren Lagergehäuse (13) über die Walzenpresskraft aufbringende Hydraulikzylinder (21) an Maschinenrahmen-Seitenteilen (22) abgestützt sind, während sich die Lagergehäuse (12) der Festwalze (10) an Rahmenendstücken (19, 19a, 20, 20a) abstützen, und wobei alle Lagergehäuse mit ihren Unterseiten und Oberseiten auf Gleitbahnen von Maschinenkonsolen-Untergurten- und Obergurten (15 bis 18) gelagert sind, wobei an dem der Festwalze (10) benachbarten stirnseitigen Ende der Rollenpresse ein Zusatzrahmen dauerhaft montiert ist nämlich ein die beiden Untergurte (15, 16) verlängernder Unterrahmen (23) und ein mit den beiden Obergurten (17, 18) in Verbindung stehender Querrahmen (24) mit einer lichten Öffnungsweite, die das Hindurchschieben der Walzen durch den Querrahmen (24) auf den Unterrahmen (23) ermöglicht, und zum Zweck des Walzenwechsels die im Rollenpressenbetrieb die Festwalze (10) abstützenden Rahmenendstücke (19, 19a, 20, 20a) aus ihrer Verbindung mit den Konsolen-Untergurten (15, 16) und Konsolen-Obergurten (17, 18) lösbare sind, und die obere Quertraverse (25) des Querrahmens (24) die offenen Enden der beiden Konsolen-Obergurte (17, 18) abstützt, und mit einer Zugvorrichtung nach Lösen der Maschinenrahmen-Endstücke (19, 19a, 20, 20a) beide Walzen samt Lagergehäusen nacheinander aus der Rollenpresse zu einer Seite hin auf den Unterrahmen (23) des Zusatzrahmens herausziehbar, und umgekehrt vom Zusatzrahmen in die Rollenpresse hineinziehbar sind.
     
    2. Zweiwalzenmaschine nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenendstücke (19, 19a, 20, 20a) ausklappbar sind um Schwenkachsen, die im Querrahmen (24) senkrecht zu den Walzenachsen angeordnet sind.
     
    3. Zweiwalzenmaschine nach den Ansprüchen 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet, dass zum Aufklappen insbesondere nach oben Schwenken der Maschinenrahmen-Endstücke (19, 19a, 20, 20a) Hydraulikzylinder (28) angeordnet sind, die in Vertikalebenen parallel zu den Walzenachsen liegend am Querrahmen (24) des Zusatzrahmens angelenkt sind.
     
    4. Zweiwalzenmaschine nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, dass eine Schutzabdeckung (29) wenigstens der Festwalze (10) vor dem Herausziehen der Walzen aus dem Maschinenrahmen um eine parallel zur Walzenachse liegende Schwenkachse (30) nach unten oder nach oben schwenkbar ist.
     
    5. Zweiwalzenmaschine nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, dass Walzenstirnseitenabdeckungen mit den Seitenwandspitzen vor dem Herausziehen beider Walzen aus dem Maschinenrahmen nach oben ausbaubar sind.
     
    6. Zweiwalzenmaschine nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, dass die im Rollenpressenbetrieb die Festwalze (10) abstützenden nach oben aufklappbaren Rahmenendstücke (19, 19a, 20, 20a) in nicht aufgeklappter Position in seitliche Vertikalnuten (32, 33) der Konsolen-Untergurte und Konsolen-Obergurte eingerastet sind, die den Profilquerschnitt der klappbaren Rahmenendstücke aufnehmen.
     
    7. Zweiwalzenmaschine nach Anspruch 6,
    dadurch gekennzeichnet, dass die beiden die Festwalze (10) abstützenden Maschinenrahmen-Endstücke (19, 20) je aus zwei Hälften (19, 19a bzw. 20, 20a) zusammengesetzt sind, die jeweils spiegelbildlich zueinander aus ihrer Vertikalebene ausklappbar sind.
     
    8. Zweiwalzenmaschine nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Zugvorrichtung zwei quer zum Walzenspalt angeordnete reversibel umlaufende und an die Walzen bzw. deren Lagergehäuse ankoppelbare Zugseile zum Herausziehen und Hineinziehen der Walzen aufweist.
     
    9. Zweiwalzenmaschine nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, dass diese eine Rollenpresse zur Gutbettzerkleinerung oder Kompaktierung bzw. Brikettierung ist
     


    Claims

    1. Two-roll machine for the pressure treatment of granular material, having two rolls (10, 11) which are rotatably mounted in bearing housings, driven in opposite directions and separated from each other by a roll gap, one of which is formed as a loose roll (11) whose bearing housings (13) are supported on machine frame side parts (22) by hydraulic cylinders (21) applying the roll pressing force, while the bearing housings (12) of the fixed roll (10) are supported on frame end pieces (19, 19a, 20, 20a), and all the bearing housings being mounted with their undersides and upper sides on sliding tracks of machine-bracket lower flanges and upper flanges (15 to 18), wherein on the front end of the roller press which is adjacent to the fixed roll (10) there is permanently mounted an additional frame, specifically a lower frame (23) lengthening the two lower flanges (15, 16) and a transverse frame (24) that is connected to the two upper flanges (17, 18) and has a clear opening width which permits the rolls to be pushed through the transverse frame (24) on to the lower frame (23), and the frame end pieces (19, 19a, 20, 20a) supporting the fixed roll (10) during roller press operation can be released from their connection to the bracket lower flanges (15, 16) and bracket upper flanges (17, 18) for the purpose of the roll change, and the upper crossmember (25) of the transverse frame (24) supports the open ends of the two bracket upper flanges (17, 18), and, using a pulling apparatus, after the machine frame end pieces (19, 19a, 20, 20a) have been released, the two rolls together with bearing housings can be pulled successively out of the roller press to one side onto the lower frame (23) of the additional frame and, conversely, can be pulled into the roller press from the additional frame.
     
    2. Two-roll machine according to Claim 1, characterized in that the frame end pieces (19, 19a, 20, 20a) can be folded out about pivot axes which are arranged in the transverse frame (24) at right angles to the roll axes.
     
    3. Two-roll machine according to Claims 1 or 2, characterized in that hydraulic cylinders (28) are provided which are used to fold out, in particular pivot upwards, the machine frame end pieces (19, 19a, 20, 20a) and, lying in vertical planes parallel to the roll axes, are attached to the transverse frame (24) of the additional frame.
     
    4. Two-roll machine according to Claim 1, characterized in that, before the rolls are pulled out of the machine frame, a protective covering (29) of at least the fixed roll (10) can be pivoted downwards or upwards about a pivot axis (30) parallel to the roll axis.
     
    5. Two-roll machine according to Claim 1, characterized in that, before the two rolls are pulled out of the machine frame, roll end covers with the side wall points can be removed at the top.
     
    6. Two-roll machine according to Claim 1, characterized in that the frame end pieces (19, 19a, 20, 20a) which support the fixed roll (10) during roller press operation and can be folded out upwards, when they are not in their folded out position, can be latched into lateral vertical grooves (32, 33) in the bracket lower flanges and bracket upper flanges, which accommodate the profile cross section of the foldable frame end pieces.
     
    7. Two-roll machine according to Claim 6, characterized in that the two machine frame end pieces (19, 20) supporting the fixed roll (10) are each assembled from two halves (19, 19a and 20, 20a), which can each be folded out of their vertical plane in mirror-image fashion in relation to each other.
     
    8. Two-roll machine according to Claim 1, characterized in that the pulling apparatus has two pull cables which run around reversibly, are arranged transversely with respect to the roll gap and can be coupled to the rolls or their bearing housings in order to pull the rolls out and in.
     
    9. Two-roll machine according to Claim 1, characterized in that it is a roller press for material bed comminution or compaction or briquetting.
     


    Revendications

    1. Machine à deux cylindres pour le traitement par pression de matière granuleuse, comprenant deux cylindres (10, 11) montés à rotation dans des logements de palier, entraînés en sens opposés et séparés l'un de l'autre par un interstice de cylindres, dont l'un est réalisé sous forme de cylindre libre (11), dont les logements de palier (13) sont supportés par le biais de vérins hydrauliques (21) appliquant la force de pression des cylindres aux parties latérales (22) du châssis de la machine tandis que les logements de palier (12) du cylindre fixe (10) s'appuient sur des embouts d'extrémité de châssis (19, 19a, 20, 20a), et tous les logements de palier étant supportés par leurs côtés inférieurs et leurs côtés supérieurs sur des pistes de glissement de courroies inférieures et de courroies supérieures de consoles de machine (15 à 18), un châssis supplémentaire étant monté de manière durable au niveau de l'extrémité frontale adjacente au cylindre fixe (10) de la presse à rouleaux, à savoir un châssis inférieur (23) prolongeant les deux courroies inférieures (15, 16) et un châssis transversal (24) en liaison avec les deux courroies supérieures (17, 18) ayant une largeur d'ouverture intérieure qui permet le passage des cylindres à travers le châssis transversal (24) sur le châssis inférieur (23), et les embouts d'extrémité de châssis (19, 19a, 20, 20a) supportant le cylindre fixe (10) pendant le fonctionnement de la presse à rouleaux pouvant être libérés, en vue du remplacement des cylindres, de leur liaison avec les courroies inférieures de consoles (15, 16) et les courroies supérieures de consoles (17, 18), et la traverse transversale supérieure (25) du châssis transversal (24) supportant les extrémités ouvertes des deux courroies supérieures de consoles (17, 18), et les deux cylindres, avec les logements de palier, après la libération des embouts d'extrémité de châssis de machine (19, 19a, 20, 20a), pouvant être retirés avec un dispositif de traction l'un après l'autre hors de la presse à rouleaux vers un côté sur le châssis inférieur (23) du châssis supplémentaire et, inversement, pouvant être rentrés depuis le châssis supplémentaire à l'intérieur de la presse à rouleaux.
     
    2. Machine à deux cylindres selon la revendication 1, caractérisée en ce que les embouts d'extrémité de châssis (19, 19a, 20, 20a) peuvent être ouverts par pivotement autour d'axes de pivotement qui sont disposés dans le châssis transversal (24) perpendiculairement aux axes des cylindres.
     
    3. Machine à deux cylindres selon les revendications 1 ou 2,
    caractérisée en ce que pour le rabattement, notamment le pivotement vers le haut, des embouts d'extrémité de châssis de machine (19, 19a, 20, 20a), des vérins hydrauliques (28) sont prévus, lesquels sont articulés au châssis transversal (24) du châssis supplémentaire en étant situés dans des plans verticaux parallèles aux axes des cylindres.
     
    4. Machine à deux cylindres selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'un recouvrement de protection (29) au moins pour le cylindre fixe (10) peut être pivoté vers le bas ou vers le haut autour d'un axe de pivotement (30) parallèle à l'axe des cylindres, avant le retrait des cylindres hors du châssis de la machine.
     
    5. Machine à deux cylindres selon la revendication 1, caractérisée en ce que des recouvrements frontaux des cylindres peuvent être démontés vers le haut avec les pointes des parois latérales avant le retrait des deux cylindres hors du châssis de la machine.
     
    6. Machine à deux cylindres selon la revendication 1, caractérisée en ce que les embouts d'extrémité de châssis (19, 19a, 20, 20a) pouvant être rabattus vers le haut et supportant le cylindre fixe (10) pendant le fonctionnement de la presse à rouleaux sont encliquetés dans la position non rabattue dans des rainures verticales latérales (32, 33) des courroies inférieures de consoles et des courroies supérieures de consoles, lesquelles reçoivent la section transversale profilée des embouts d'extrémité de châssis rabattables.
     
    7. Machine à deux cylindres selon la revendication 6, caractérisée en ce que les deux embouts d'extrémité de châssis de machine (19, 20) supportant le cylindre fixe (10) sont chacun constitués de deux moitiés (19, 19a, respectivement 20, 20a) qui peuvent être à chaque fois ouvertes par pivotement hors de leur plan vertical l'une par rapport à l'autre par symétrie miroir.
     
    8. Machine à deux cylindres selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif de traction présente deux câbles de traction pour le retrait et l'insertion des cylindres, lesquels tournent de manière réversible, sont disposés transversalement à l'interstice de cylindres et peuvent être accouplés aux cylindres ou à leurs logements de palier.
     
    9. Machine à deux cylindres selon la revendication 1, caractérisée en ce que celle-ci est une presse à rouleaux pour le broyage d'un lit de matière ou pour le compactage ou pour le briquetage.
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente