[0001] Die Erfindung betrifft ein Schlagwerk gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 und 2.
[0002] Derartige Schlagwerke werden z.B. in elektrisch betriebenen Aufbruchhämmern bzw.
Bohr- und/oder Schlaghämmern eingesetzt. Die Schlagwerke weisen üblicherweise einen
in einer Drehrichtung mit weitgehend konstanter Drehgeschwindigkeit rotierenden Motor
auf, der über einen Kurbel- oder Taumeltrieb einen Antriebskolben (Kolben) hin- und
herbewegt, welcher seinerseits über eine Feder, z.B. eine Luftfeder einen Schlagkolben
(Schläger) antreibt.
[0003] Bei Schlagwerken, die von einem drehenden Motor angetrieben werden, ist aufgrund
der festgelegten Geometrie des Kurbeltriebs (Kurbelradius) oder der Taumeleinrichtung
(Taumelhub) der Hub des Antriebskolbens fest eingestellt. Auch die Drehfrequenz ist
während eines Schlagzyklus aufgrund der Massenträgheiten meist weitgehend konstant.
Durch den Hub des Antriebskolbens und die Drehfrequenz wird die Schlagstärke fest
vorgegeben. Somit können die Frequenz und die Schlagstärke nicht unabhängig voneinander
eingestellt werden.
[0004] Aus der
EP 1 172 180 A2 ist ein Schlagwerk bekannt, das von einem drehenden Elektromotor angetrieben wird.
Der Hub des Antriebskolbens kann über ein Verstellsystem manuell oder elektromotorisch
verändert werden. Der Aufwand für den Verstellmechanismus ist jedoch hoch. Auf unterschiedliche
Rückstoßbedingungen kann der Verstellmechanismus zudem nicht innerhalb eines Schlagzyklus
reagieren.
[0005] Darüber hinaus sind aus der
DE 10 2005 030 340 B3 und der
WO 03/066286 A1 Schlagwerke bekannt, bei denen der Antrieb des Antriebskolbens direkt über einen
elektrisch betriebenen Linearmotor erfolgt. Der Linearmotor bietet die Möglichkeit,
jeden Schlagzyklusverlauf innerhalb gewisser physikalischer Grenzen individuell zu
verändern. Nachteilig ist es jedoch, dass Läufer und Stator nicht mit ihrer jeweiligen
Länge zu jedem Zeitpunkt voll im Eingriff sind, da sie linear aneinander vorbeistreichen.
Das bedeutet, dass der bauliche Aufwand und damit die Kosten und das Motorgewicht
größer sind, als bei einem drehenden Motor, bei dem die gesamte elektromagnetische
Wirkfläche immer in Eingriff ist.
[0006] Aus der
EP-A-1 607 186, die der zweiteiligen Fassung der Ansprüche 1 und 2 zugrunde liegt, ist ein Schlagwerk
bekannt, bei dem die Einzetschtagenergie geregelt werden kann. Zu diesem Zweck ist
eine Drehzahlregelung vorgesehen, mit der die Motordrehzahl veränderbar ist.
[0007] In der
DE 498 728 C wird ein Schlagwerk beschrieben, bei dem ein Schwinghebel um eine Drehachse hin-
und herbewegt werden kann, wenn ein an dem Schwinghebel befestigter Eisenkern durch
zwei einander gegenüberliegende Magnetspulen entsprechend angezogen wird. Dadurch
wird eine Hin- und Herbewegung eines mit dem Schwinghebel über eine Blattfeder gekoppelten
Schlagbären bewirkt, der seinerseits auf einen Meißel einwirkt.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schlagwerk mit einem Antrieb anzugeben,
bei dem während des Zeitraumes eines einzelnen Schlagzyklus eine Kontrolle von Weg
und Geschwindigkeit des Antriebskolbens und damit des Schlags möglich ist. Zudem sollte
die Schlagfrequenz und die Schlagstärke von Schlagzyklus zu Schlagzyklus variabel
einstellbar sein.
[0009] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Schlagwerk mit den Merkmalen von Anspruch
1 oder 2 gelöst. Weiterentwicklungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0010] Ein Schlagwerk gemäß dem Anspruch 1, mit einem Antrieb mit einem Motor und einem
in dem Motor vorgesehenen Rotor, einem von dem Antrieb in einer Führungseinrichtung
hin- und herbewegbaren Antriebselement, einem Schlagelement und mit einer zwischen
dem Antriebselement und dem Schlagelement wirksamen Koppeleinrichtung, über die die
Bewegung des Antriebselements auf das Schlagelement übertragbar ist, ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Motor derart ansteuerbar ist, dass innerhalb eines Schlagzyklus veränderbare,
also unterschiedliche Drehgeschwindigkeiten des Rotors erzeugbar sind.
[0011] Durch diese besondere Ansteuerung des Motors ist es möglich, jeweils eine bestimmte,
z.B. durch eine Steuerung vorgegebene Einzelschlagenergie zu erreichen. Durch ein
derart präzises Ansteuern des Motors, dass der Rotor sogar innerhalb eines Schlagzyklus
unterschiedliche Drehgeschwindigkeiten und z.B. ein besonderes Bewegungsprofil erreichen
kann, kann dementsprechend auch eine Vorgabe für die Bewegung des mit dem Rotor gekoppelten
Antriebselements erzielt werden. Dadurch kann die Dauer, der Hub, die Frequenz und
insgesamt das Weg-ZeitVerhalten des Rotors, des Antriebselements und schließlich auch
nachfolgend des Schlagelements vorbestimmt bzw. gesteuert werden.
[0012] Der Motor ist derart ansteuerbar, dass eine Änderung der Drehgeschwindigkeit innerhalb
eines Schlagzyklus entsprechend einem vorgegebenen Algorithmus für die Bewegung des
Rotors bewirkt wird. So kann z.B. der Algorithmus einen durch eine Steuerung und/oder
Regelung fest vorgegebenen Weg-Zeit-Verlauf für die Bewegung des Rotors aufweisen.
In diesem Fall ist somit die Bewegung des Rotors und nachfolgend des Antriebselements
über die Zeit vorgegeben, lediglich z.B. in Abhängigkeit von äußeren Vorgaben des
Bedieners.
[0013] Selbstverständlich kann der Weg-Zeit-Verlauf sich von Schlagzyklus zu Schlagzyklus
ändern. So ist es z.B. möglich, bei einem Start des Schlagwerks zunächst automatisch
einen sanften Anlauf mit verhältnismäßig geringem Hub des Antriebselements, aber schon
hoher Arbeitsfrequenz zu erreichen, auch wenn der Bediener bereits ein entsprechendes
Bedienelement derart betätigt, als wolle er das Gerät im Volllastzustand betreiben.
[0014] Der fest vorgegebene Weg-Zeit-Verlauf kann somit durchaus in Abhängigkeit von einer
Änderung der Umgebungsbedingungen (insbesondere der Wünsche des Bedieners) variabel
sein.
[0015] Der Algorithmus gibt eine Bewegung des Rotors in Abhängigkeit von Ereignissen vor,
die an oder mit Komponenten des Schlagwerks auftreten, insbesondere in Abhängigkeit
von einer tatsächlichen Bewegung des Schlagelements. In diesem Fall kann z.B. die
Bewegung des Schlagelements durch geeignete Mittel überwacht werden, so dass die Bewegung
des Rotors und nachfolgend des Antriebselements sich an das Schlagelement anpasst.
Wenn z.B. das Schlagelement nur durch einen geringen Rückstoß zurückgestoßen wird,
kann das Antriebselement einen entsprechenden Hub vollziehen, um das Schlagelement
wieder zurückzusaugen.
[0016] Der Motor des Schlagwerks gemäß dem Anspruch 2 ist derart ansteuerbar sein, dass
der Motor innerhalb eines Schlagzyklus eine Hin- und Herdrehbewegung erzeugt.
[0017] Aufgrund der besonderen Ausgestaltung des Motors und seiner Steuerung ist es somit
möglich, dass der Motor keine konstante Drehbewegung vollzieht. Vielmehr kann die
Drehbewegung des Rotors hinsichtlich der Drehgeschwindigkeit, der Frequenz aber auch
der Drehrichtung variabel und individuell angesteuert werden, und zwar auch von Schlagzyklus
zu Schlagzyklus oder gar innerhalb eines Schlagzyklus. Dabei wird als Schlagzyklus
der Zeitraum von einem Schlag zum nächsten verstanden.
[0018] So ist es z.B. auch möglich, dass der Rotor nicht zwingend eine gleichsinnige, sondern
eine hin- und herdrehende Bewegung erreicht. Somit kann es zweckmäßig sein, wenn der
Motor in der Lage ist, sowohl eine gleichsinnige als auch eine Hin- und Herdrehbewegung
zu erzeugen. Der Motor kann dann je nach Ansteuerung entweder gleichsinnig in eine
Richtung durchlaufen oder bei Bedarf eine Hin- und Herbewegung, z.B. um den unteren
Totpunkt herum, durchführen. Dies erfordert vom Motor eine hohe Variabilität und Ansteuerbarkeit.
[0019] Zu diesem Zweck ist es sinnvoll, wenn der Motor sehr trägheitsarm gestaltet ist,
damit die Drehbewegung des Motors und die davon abgeleitete Bewegung des Antriebselements
dem Bewegungsverlauf des Schlagelements angenähert werden kann. Es hat sich herausgestellt,
dass besonders dann eine harmonische Schlagabfolge erreicht werden kann, wenn der
Abstand zwischen Antriebselement und Schlagelement während eines Schlagzyklus nicht
zu groß wird. Dadurch kann die zwischen dem Antriebselement und dem Schlagelement
wirksame Koppeleinrichtung, z.B. eine Luftfeder, mit kleinerer Größe, insbesondere
kürzer gebaut werden.
[0020] Es kann zweckmäßig sein, den Motor derart anzusteuern, dass der untere Totpunkt immer,
also bei jedem Schlagzyklus durchfahren wird, da der Aufschlagpunkt für alle denkbaren
Schlagstärken und Frequenzen immer in etwa an der gleichen Stelle liegt. Dadurch fallen
alle Bauraum- oder Energieaufwendungen zum Abbremsen des Kolbens im unteren Totpunkt
weg. Insbesondere ist keine untere Umkehrluftfeder oder das Bereitstellen von elektrischer
Abbremsenergie erforderlich, wie dies bei einem Linearantrieb der Fall ist. (vgl.
DE 10 2005 030 340 B3).
[0021] Der theoretische mögliche obere Totpunkt muss bei dieser Betriebsart durch das Antriebselement
nicht zwingend durchfahren werden, weil das Antriebselement bereits vorher seine Bewegungsrichtung
umkehrt.
[0022] Für eine maximale Schlagstärke, also bei Volllast des Motors kann es zweckmäßig sein,
den Drehsinn auch für den oberen Totpunkt beizubehalten. Dadurch werden gerade bei
einem Zyklus mit großem Leistungsbedarf die Energieaufwendungen zum Abbremsen des
Kolbens im oberen Totpunkt geringer. Ähnlich wie beim unteren Totpunkt ist dann im
oberen Totpunkt auch nur eine kleine oder gar keine Umkehrluftfeder sowie nur geringe
elektrische Abbremsenergie erforderlich. Zwischen dem Motor und dem Antriebselement
kann eine Übertragungseinrichtung vorgesehen sein, zum Übertragen einer von dem Motor
erzeugten Drehbewegung in eine Längsbewegung des Antriebselements. Die Übertragungseinrichtung
kann geeignete Bauelemente aufweisen, wie z.B. Kurbeltrieb, Pleuel, Zahnstange (auch
mit ungleichmäßiger Teilung), Kulisse, Kurvenscheibe, Schnecke, Taumelfinger, Raumgetriebe,
Kette, Zahnriemen, Seilantrieb etc.
[0023] Die Übertragungseinrichtung kann eine Übersetzungseinrichtung aufweisen, derart,
dass der Motor während eines Schlagzyklus mehrere Umdrehungen des Rotors erzeugt.
Der Motor läuft dann während eines Schlagzyklus mehrere Umdrehungen in die gleiche
Richtung, bis im oberen Totpunkt oder in der Nähe des oberen Totpunkts des Antriebselements
die Motordrehrichtung umgekehrt wird. Bei dieser Bauform muss der Motor für eine erhöhte
Drehzahl geeignet sein. Dafür muss er lediglich ein geringeres Drehmomment bereitstellen,
so dass es möglich ist, den Motor kleiner zu bauen.
[0024] Alternativ kann auf eine derartige Übersetzungseinrichtung, also z.B. auf eine Getriebezwischenstufe
verzichtet werden, um die Trägheitskräfte gering zu halten.
[0025] Der Motor kann z.B. als Asynchronmotor oder als Synchronmotor, wie z.B. als Magnetmotor,
Klauenpolmotor oder Torquemotor ausgebildet sein.
[0026] Von der prinzipiellen Ansteuerung her entspricht der Antrieb dann einem Linearmotor,
wie er z.B. in der
WO 03/066286 A1 oder der
DE 10 2005 030 340 B3 beschrieben ist. Jedoch handelt es sich vorliegend bei dem Motor um einen wieder
aufgewickelten, also wirkungsmäßig geschlossenen Linearmotor, mit einem drehend angetriebenen
Rotor anstelle eines axial beweglichen Läufers bei einem Linearmotor.
[0027] Der Antrieb kann bei einer Variante zwei gegenläufig betriebene Motoren aufweisen,
die gemeinsam das Antriebselement antreiben. Bei dieser Ausführungsform genügt es,
zwei relativ klein bauende, schwache Motoren zusammenzukoppeln, die gemeinsam das
Antriebselement bewegen. Die Aufteilung des Antriebs in zwei Motoren erhöht den Spielraum
bei der Gestaltung eines das Schlagwerk nutzenden Arbeitsgeräts, also z.B. eines Aufbruchhammers.
[0028] Jeder der Motoren kann wiederum in der oben beschriebenen Weise innerhalb eines Schlagzyklus
individuell angesteuert werden und z.B. als Magnetmotor bzw. Synchronmotor ausgebildet
sein, so dass er einerseits einen drehenden Rotor aufweist und andererseits wie ein
Linearmotor angesteuert werden kann.
[0029] Jedem der Motoren kann eine Übertragungseinrichtung zugeordnet sein, um die von dem
jeweiligen Motor erzeugte Drehbewegung in eine Längsbewegung des Antriebselements
zu übertragen. Ebenso ist es möglich, dass die Motoren eine gemeinsame Übertragungseinrichtung
beaufschlagen.
[0030] Die Motoren können auch in anderer Weise miteinander gekoppelt sein, um gemeinsam
das Antriebselement anzutreiben.
[0031] Bei einer Ausführungsform ist das Schlagwerk ein Luftfederschlagwerk, das Antriebselement
als Antriebskolben und das Schlagelement als Schlagkolben ausgebildet. Die Koppeleinrichtung
kann eine in einem Hohlraum zwischen dem Antriebskolben und dem Schlagkolben ausgebildete
Antriebs-Luftfeder aufweisen, über die die Bewegung des Antriebskolbens auf den Schlagkolben
übertragbar ist.
[0032] Bei einer Weiterentwicklung kann die Koppeleinrichtung zusätzlich zu der Antriebs-Luftfeder
eine zwischen Antriebskolben und dem Schlagkolben wirksame Rückhol-Luftfeder aufweisen,
um eine Rückwärtsbewegung des Schlagkolbens nach einem Schlag zu unterstützen. Auf
diese Weise wird eine so genannte doppelt wirkende Luftfeder realisiert.
[0033] Gegenüber einem herkömmlichen Drehmotor, wie z.B. in
EP 1 172 180 A2 beschrieben, ermöglicht die Erfindung eine Variation der Schlagfrequenz unabhängig
von der Variation der Schlagstärke. Dadurch kann z.B. eine hohe Schlagfrequenz mit
kleiner Schlagstärke beim Ansetzen eines von dem Schlagwerk in einem Hammer beaufschlagten
Meißels erreicht werden. Durch schnelles Abbremsen des Motors kann ein Leerlauf erreicht
werden, ohne dass ein Leerlaufweg oder eine spezielle Leerlaufeinrichtung erforderlich
sind. Zudem ist eine exakte Schlagstärkenregelung selbst bei unterschiedlichstem Rückstoß
(beim Aufprall des Schlagelements auf das Werkzeug) durch Anpassung der Bewegung des
Antriebskolbens an die Flugkurve des Schlagelements möglich. Das Verhältnis zwischen
Antriebselement und Schlagelement kann in Abhängigkeit von unterschiedlichen Umgebungsdrücken
angepasst werden.
[0034] Auch gegenüber elektrodynamischen Antrieben mit Linearmotor ergeben sich Vorteile.
So werden die Läufer- und Statorflächen voll ausgenutzt, weil sich Läufer (Rotor)
und Stator stets voll im Eingriff befinden. Es sind keine oder nur schwächere Umkehrfedern
im Bereich des oberen und des unteren Totpunkts für das Abbremsen des Antriebskolbens
erforderlich, da die ungefähre Lage der Umkehrpunkte des Antriebskolbens mit dem oberen
Totpunkt und dem unteren Totpunkt des Motors bei einem Vollschlag in etwa übereinstimmen.
[0035] Aufgrund der Bauform sind geringere elektrische Kräfte und damit geringe Maßnahmen
zur elektrischen Zwischenspeicherung möglich, so dass z.B. kleinere Kondensatoren
gewählt werden können.
[0036] Der Motor lässt sich aufgrund der rotatorisch bewegten Teile und der damit vorhandenen
Rotationslagerstellen einfacher abdichten, als dies bei Linearmotoren mit Linearführung
eines Läufers erforderlich ist. Die Lagerstelle des Rotors muss - da radial innenliegend
- nur eine niedrigere Geschwindigkeit aufnehmen, als dies bei dem Läufer eines Linearmotors
der Fall ist. Dadurch werden Massenkräfte und Reibung vermindert.
[0037] Diese und weitere Vorteile und Merkmale werden nachfolgend anhand von Beispielen
unter Zuhilfenahme der begleitenden Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in schematischer Darstellung ein erfindungsgemäßes Schlagwerk;
- Fig 2
- den Bewegungsverlauf eines Antriebskolbens und eines Schlagkolbens bei einem bekannten
Schlagwerk;
- Fig. 3 bis 5
- verschiedene Bewegungsverläufe des Antriebskolbens über dem Kurbelwinkel;
- Fig. 6
- Bewegungsverläufe des Antriebskolbens über der Zeit;
- Fig. 7
- die Bewegung von Antriebskolben und Schlagkolben bei dem Schlagwerk von Fig. 1; und
- Fig. 8
- eine andere Ausführungsform des Schlagwerks.
[0038] Fig. 1 zeigt in schematischer Seitenansicht ein Schlagwerk mit einem Motor 1, der
einen Stator 2, einen Rotor 3 und eine Steuerelektronik 4 aufweist. Der Motor ist
als Magnetmotor oder Synchronmotor ausgebildet. Er entspricht somit wirkungsmäßig
einem über den Umfang geschlossenen, aufgewickelten Linearmotor. Die Steuerelektronik
4 ermöglicht es, innerhalb physikalischer Grenzen beliebige Drehbewegungen, Wege und
Drehgeschwindigkeiten des Rotors 3 zu erzeugen.
[0039] Die Drehbewegung des Rotors 3 wird über einen Zapfen 5 auf ein Pleuel 6 übertragen.
Der Zapfen 5 und das Pleuel 6 bilden eine Übertragungseinrichtung in Form eines Kurbeltriebs.
[0040] Mit dem Pleuel 6 ist ein als Antriebselement dienender Antriebskolben 7 gekoppelt,
der innerhalb eines als Führungseinrichtung dienenden Führungszylinders 8 hin- und
herbewegbar ist.
[0041] Innerhalb des Antriebskolbens 7 ist ein als Schlagelement dienender Schlagkolben
9 angeordnet. Der Schlagkolben 9 ist in einem Hohlraum des Antriebskolbens 7 hin-
und herbewegbar. Durch die Relativbewegung zwischen Antriebskolben 7 und Schlagkolben
9 bildet sich in bekannter Weise eine Antriebs-Luftfeder 10 aus, die insbesondere
bei einer Vorwärtsbewegung des Antriebskolbens 7 in Richtung eines Meißels 11 den
Schlagkolben 9 ebenfalls nach vorne bewegt. Der Schlagkolben 9 trifft zyklisch auf
den Meißel 11 auf, der in einem Werkzeughalter 13 gehalten ist.
[0042] Zusätzlich ist vor dem Schlagkolben 9 ebenfalls im Inneren des Antriebskolbens 7
eine Rückhol-Luftfeder 12 ausgebildet, die die Rückbewegung des Schlagkolbens 9 nach
vollzogenem Schlag unterstützt. Dadurch wird ein Schlagwerk mit einer an sich bekannten
doppelt wirkender Luftfeder realisiert.
[0043] Fig. 2 zeigt für ein herkömmliches Schlagwerk mit rotatorischem Antrieb die Bewegung
des Antriebskolbens (Kolben) über dem Kurbelwinkel (Fig. 2a) sowie die Bewegung des
Antriebskolbens und des Schlagkolbens (Schläger) über der Zeit (Fig. 2b).
[0044] So ist erkennbar, dass der Elektromotor während eines Schlagzyklus einen Drehwinkel
von 360° überstreicht und der Antriebskolben eine entsprechende angenäherte Sinusbewegung
im Kolbenhub vollzieht. In Fig. 2 sind zwei Schlagzyklen dargestellt (Drehwinkel 720°).
[0045] In Fig. 2b ist erkennbar, dass der Schläger (untere Kurve) der Bewegung des Kolbens
zeitversetzt folgt. Der Schlag erfolgt jeweils in der untersten Stellung.
[0046] In Abweichung von diesen mit herkömmlichen Elektromotoren in üblicher Weise erzielbaren
Bewegungsverläufen ermöglicht es die Erfindung, bei dem in Fig. 1 dargestellten Schlagwerk
den Antriebskolben individuell variabel anzusteuern, wie in den Fig. 3 bis 6 gezeigt.
[0047] Fig. 3 zeigt die Kolbenbewegung des Antriebskolbens 7 über dem Kurbelwinkel. Dabei
wird der Kolbenhub zwischen dem maximal möglichen oberen Totpunkt (1,0000) und dem
unteren Totpunkt (0,0000) voll ausgeschöpft.
[0048] Bei der Darstellung von Fig. 4 erreicht der Antriebskolben zwar den unteren Totpunkt
bei 0,0000, während er jedoch nicht den maximal oberen Totpunkt von Fig. 3, sondern
lediglich einen oberen Totpunkt (hier: Umkehrpunkt) im Bereich von 0,8000 erreicht.
[0049] Bei Fig. 5 wird der Motor 1 derart angesteuert, dass der Antriebskolben einen oberen
Totpunkt von lediglich 0,3500 erreicht und dann bereits wieder umkehrt.
[0050] Die in den Fig. 3 bis 5 gezeigten Verläufe werden mit Hilfe des Motors 1 dadurch
erreicht, dass jeweils bei Erreichen des entsprechenden maximalen Drehwinkels die
Drehrichtung des Rotors 3 umgekehrt wird. Somit vollzieht der Antriebskolben 7 eine
Hin- und Herbewegung, ohne dass der durch die Übertragungseinrichtung, also z.B. den
Kurbeltrieb vorgegebene maximale Hubbewegung und der maximale obere Totpunkt (wie
in Fig. 3 gezeigt) durchfahren werden muss.
[0051] Es ist lediglich sinnvoll, wenn bei jedem Schlagzyklus der untere Totpunkt (Pos.
0,0000) durchfahren wird, wie auch in den Fig. 3 bis 5 gezeigt.
[0052] Diese Kolbenbewegungen sind in Fig. 6 über der Zeit aufgetragen.
[0053] Deutlich erkennbar ist, dass der Antriebskolben sehr unterschiedliche Bewegungsverläufe,
Kolbenhübe und Frequenzen erzielen kann, was durch die jeweilige Ansteuerung des Motors
1 ermöglicht wird. So ist z.B. bei dem verhältnismäßig geringen Kolbenhub von Fig.
5 über die Zeit ein hochfrequentes Schlagen möglich, während bei Ausschöpfung des
maximal möglichen Kolbenhubs (Fig. 3) eine geringere Frequenz erreicht wird.
[0054] Zudem ist erkennbar, dass es für das Erzeugen der Schlagbewegung des Antriebskolbens
7 nicht erforderlich ist, dass der Antriebskolben durch den maximalen oberen Totpunkt
(Pos. 1,0000) bewegt werden muss.
[0055] Alternativ zu den in den Fig. 3 bis 5 gezeigten Ausführungsformen ist es auch möglich,
dass der untere Totpunkt nicht bei jedem Schlagzyklus durchfahren wird. In diesem
Fall kann die Drehrichtung des Rotors 3 und damit die Bewegungsrichtung des Antriebskolbens
bereits umgekehrt werden, bevor der Kurbeltrieb (oder ein entsprechender Zahnstangentrieb
etc.) bzw. der Antriebskolben den theoretisch möglichen unteren Totpunkt erreicht
haben. Der Antriebskolben wird dann durch die Drehung des Rotors 3 zunächst nach unten
bewegt, jedoch schon vor Erreichen des (theoretisch möglichen) unteren Totpunkts abgebremst
und wieder zurückbewegt. Auf diese Weise wird der untere Totpunkt bei dieser Ausführungsform
nicht durchfahren, analog wie dies für den oberen Totpunkt in Zusammenhang mit den
Ausführungsformen der Fig. 3 bis 5 gilt. Die Hin- und Herbewegung des Rotors 3 bewirkt
eine Hin- und Herbewegung des Antriebskolbens, ohne dass der untere oder der obere
Totpunkt durchfahren werden.
[0056] Fig. 7 zeigt ein Beispiel für die Bewegung des Antriebskolbens 7 und des Schlagkolbens
9 über der Zeit.
[0057] Im Unterschied zu der Kolben-Schlägerbewegung bei einem bekannten Schlagwerk, wie
in Fig. 2b gezeigt, sind die Bewegungsverläufe des Antriebskolbens und des Schlagkolbens
9 deutlich angenähert. Der axiale Abstand, der maximal erreicht werden kann, ist erheblich
geringer, als beim Stand der Technik. Dadurch kann z.B. die Antriebs-Luftfeder 10
kürzer gebaut werden.
[0058] Fig. 8 zeigt eine andere Ausführungsform des Schlagwerks von Fig. 1.
[0059] Hier sind zwei Motoren 1 vorgesehen, die jeweils ein Pleuel 6 antreiben, wodurch
der Antriebskolben 7 in der entsprechenden Weise hin- und herbewegt wird. Die Motoren
1 werden gegenläufig betrieben, wie durch Pfeilrichtung gezeigt.
[0060] Die wechselnden Motordrehmomente heben sich gegenseitig auf, so dass keine Seitenkräfte
und keine Kippmomente auf den Antriebskolben 7 wirken. Dies erhöht die Laufruhe und
damit den Komfort, wenn das Schlagwerk z.B. in einem handgehaltenen Arbeitsgerät eingesetzt
wird.
[0061] Das Schlagwerk kann insbesondere bei einem Bohr- und/oder Schlaghammer bzw. einem
Aufbruchhammer verwendet werden.
1. Schlagwerk, mit
- einem Antrieb mit einem Motor (1) und einem in dem Motor (1) vorgesehenen Rotor
(3);
- einem von dem Antrieb in einer Führungseinrichtung (8) hin- und herbewegbaren Antriebselement
(7);
- einem Schlagelement (9); und mit
- einer zwischen dem Antriebselement (7) und dem Schlagelement (9) wirksamen Koppeleinrichtung
(10), über die die Bewegung des Antriebselements (7) auf das Schlagelement (9) übertragbar
ist;
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Motor (1) derart ansteuerbar ist, dass innerhalb eines Schlagzyklus veränderbare
Drehgeschwindigkeiten des Rotors (3) erzeugbar sind; und dass
- der Motor (1) derart ansteuerbar ist, dass eine Änderung der Drehgeschwindigkeit
innerhalb eines Schlagzyklus entsprechend einem vorgegebenen Algorithmus für die Bewegung
des Rotors (3) bewirkt wird; und dass
- der Algorithmus eine Bewegung des Rotors (3) in Abhängigkeit von Ereignissen vorgibt,
die an oder mit Komponenten des Schlagwerks auftreten, insbesondere in Abhängigkeit
von einer tatsächlichen Bewegung des Schlagelements (9).
2. Schlagwerk, mit
- einem Antrieb mit einem Motor (1) und einem in dem Motor (1) vorgesehenen Rotor
(3);
- einem von dem Antrieb in einer Führungseinrichtung (8) hin- und herbewegbaren Antriebselement
(7);
- einem Schlagelement (9); und mit
- einer zwischen dem Antriebselement (7) und dem Schlagelement (9) wirksamen Koppeleinrichtung
(10), über die die Bewegung des Antriebselements (7) auf das Schlagelement (9) übertragbar
ist;
wobei
- der Motor (1) derart ansteuerbar ist, dass von Schlagzyklus zu Schlagzyklus veränderbare
Drehgeschwindigkeiten des Rotors (3) erzeugbar sind;
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Motor (1) derart ansteuerbar ist, dass der Motor (1) innerhalb eines Schlagzyklus
eine Hin- und Her-Drehbewegung des Rotors (3) erzeugt.
3. Schlagwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (1) derart ansteuerbar ist, dass eine Änderung der Drehgeschwindigkeit
innerhalb eines Schlagzyklus und/oder von Schlagzyklus zu Schlagzyklus entsprechend
einem vorgegebenen Algorithmus für die Bewegung des Rotors (3) bewirkt wird.
4. Schlagwerk nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Algorithmus eine Bewegung des Rotors (3) in Abhängigkeit von Ereignissen vorgibt,
die an oder mit Komponenten des Schlagwerks auftreten, insbesondere in Abhängigkeit
von einer tatsächlichen Bewegung des Schlagelements (9).
5. Schlagwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Algorithmus einen durch eine Steuerung und/oder Regelung fest vorgegebenen Weg-Zeit-Verlauf
für die Bewegung des Rotors (3) aufweist.
6. Schlagwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (1) derart ansteuerbar ist, dass das von dem Motor (1) angetriebene Antriebselement
(7) einen Bewegungsverlauf erreicht, welcher dem Bewegungsverlauf des Schlagelements
(9) angenähert ist.
7. Schlagwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (1) derart ansteuerbar ist, dass
- ein unterer, zum Schlagelement (9) hin gelegener Totpunkt des Antriebselements (7)
innerhalb jedes Schlagzyklus durchfahren wird; und/oder dass
- ein oberer, vom Schlagelement abgelegener Totpunkt des Antriebselements (7) nicht
innerhalb jedes Schlagzyklus durchfahren wird.
8. Schlagwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Motor (1) und dem Antriebselement (7) eine Übertragungseinrichtung (5,
6) vorgesehen ist, zum Übertragen einer von dem Motor (1) erzeugten Drehbewegung in
eine Längsbewegung des Antriebselements (7).
9. Schlagwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungseinrichtung eine Übersetzungseinrichtung aufweist, derart, dass der
Motor (1) während eines Schlagzyklus mehrere Umdrehungen des Rotors (3) erzeugt.
10. Schlagwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb zwei gegenläufig betriebene Motoren (1) aufweist, die gemeinsam das Antriebselement
(7) antreiben.
11. Schlagwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass jedem der Motoren (1) eine Übertragungseinrichtung (5, 6) zugeordnet ist, zum Übertragen
der von dem jeweiligen Motor erzeugten Drehbewegung in eine Längsbewegung des Antriebselements
(7).
12. Schlagwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Schlagwerk ein Luftfederschlagwerk ist;
- das Antriebselement als Antriebskolben (7) ausgebildet ist;
- das Schlagelement als Schlagkolben (9) ausgebildet ist;
- die Koppeleinrichtung eine in einem Hohlraum zwischen dem Antriebskolben und dem
Schlagkolben ausgebildete Antriebs-Luftfeder (10) aufweist, über die die Bewegung
des Antriebskolbens (7) auf den Schlagkolben (9) übertragbar ist.
13. Schlagwerk nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Koppeleinrichtung zusätzlich zu der Antriebs-Luftfeder eine zwischen dem Antriebskolben
(7) und dem Schlagkolben (9) wirksame Rückhol-Luftfeder (12) aufweist, zum Unterstützen
einer Rückwärtsbewegung des Schlagkolbens (9) nach einem Schlag.
14. Schlagwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (1) ein Asynchronmotor, ein Magnetmotor oder ein anderer Synchronmotor
ist.
15. Schlagwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (1) als aufgewickelter, wirkungsmäßig geschlossener Linearmotor ausgebildet
ist.
1. Percussion mechanism, comprising:
- a drive with a motor (1) and a rotor (3) provided in the motor (1);
- a drive element (7) which can be moved in a reciprocating manner in a guide unit
(8) by the drive;
- a percussion element (9); and comprising
- a coupling device (10) which is operative between the drive element (7) and the
percussion element (9) and by means of which the movement of the drive element (7)
can be transferred to the percussion element (9);
characterised in that
- the motor (1) can be controlled in such a manner that variable rotational speeds
of the rotor (3) can be generated within one percussion cycle; and that
- the motor (1) can be controlled in such a manner that a change in the rotational
speed is effected within one percussion cycle corresponding to a specified algorithm
for the movement of the rotor (3); and that
- the algorithm specifies a movement of the rotor (3) as a function of events which
occur on or with components of the percussion mechanism, in particular as a function
of an actual movement of the percussion element (9).
2. Percussion mechanism, comprising
- a drive with a motor (1) and a rotor (3) provided in the motor (1);
- a drive element (7) which can be moved in a reciprocating manner in a guide unit
(8) by the drive;
- a percussion element (9); and comprising
- a coupling device (10) which is operative between the drive element (7) and the
percussion element (9) and by means of which the movement of the drive element (7)
can be transferred to the percussion element (9);
wherein
- the motor (1) can be controlled in such a manner that rotational speeds of the rotor
(3) which can vary from percussion cycle to percussion cycle can be generated;
characterised in that
- the motor (1) can be controlled in such a manner that the motor (1) generates a
reciprocating rotational movement of the rotor (3) within one percussion cycle.
3. Percussion mechanism as claimed in claim 2, characterised in that the motor (1) can be controlled in such a manner that a change in the rotational
speed is effected within one percussion cycle and/or from percussion cycle to percussion
cycle corresponding to a specified algorithm for the movement of the rotor (3).
4. Percussion mechanism as claimed in any one of claims 2 or 3, characterised in that the algorithm specifies a movement of the rotor (3) as a function of events which
occur on or with components of the percussion mechanism, in particular as a function
of an actual movement of the percussion element (9).
5. Percussion mechanism as claimed in any one of claims 1 to 4, characterised in that the algorithm has a displacement-time curve, which is fixedly specified by a control
and/or regulating facility, for the movement of the rotor (3).
6. Percussion mechanism as claimed in any one of claims 1 to 5, characterised in that the motor (1) can be controlled in such a manner that the drive element (7) which
is driven by the motor (1) achieves a path of movement which is approximated to the
path of movement of the percussion element (9).
7. Percussion mechanism as claimed in any one of claims 1 to 6,
characterised in that the motor (1) can be controlled in such a manner that
- a lower dead centre of the drive element (7), located towards the percussion element
(9), is traversed within each percussion cycle; and/or that
- an upper dead centre of the drive element (7), located remotely from the percussion
element, is not traversed within each percussion cycle.
8. Percussion mechanism as claimed in any one of claims 1 to 7, characterised in that a transfer device (5, 6) is provided between the motor (1) and the drive element
(7) for transferring a rotational movement generated by the motor (1) into a longitudinal
movement of the drive element (7).
9. Percussion mechanism as claimed in any one of claims 1 to 8, characterised in that the transfer device has a conversion device such that the motor (1) generates a plurality
of revolutions of the rotor (3) during one percussion cycle.
10. Percussion mechanism as claimed in any one of claims 1 to 9, characterised in that the drive has two motors (1) which are operated to rotate in opposite directions
and which jointly drive the drive element (7).
11. Percussion mechanism as claimed in any one of claims 1 to 10, characterised in that each of the motors (1) is allocated a transfer device (5, 6) for transferring the
rotational movement generated by the respective motor into a longitudinal movement
of the drive element (7).
12. Percussion mechanism as claimed in any one of claims 1 to 11,
characterised in that
- the percussion mechanism is a pneumatic-spring percussion mechanism;
- the drive element is formed as a drive piston (7);
- the percussion element is formed as percussion piston (9);
- the coupling device has a drive pneumatic spring (10) which is formed in a hollow
space between the drive piston and the percussion piston and by means of which the
movement of the drive piston (7) can be transferred to the percussion piston (9).
13. Percussion mechanism as claimed in claim 12, characterised in that the coupling device has, in addition to the drive pneumatic spring, a recuperating
pneumatic spring (12) operative between the drive piston (7) and the percussion piston
(9) for assisting a rearward movement of the percussion piston (9) after one percussion
action.
14. Percussion mechanism as claimed in any one of claims 1 to 13, characterised in that the motor (1) is formed as an asynchronous motor, a magnet motor or a different synchronous
motor.
15. Percussion mechanism as claimed in any one of claims 1 to 14, characterised in that the motor (1) is formed as a wound, closed-loop linear motor.
1. Mécanisme de frappe, comprenant :
- un entraînement avec un moteur (1) et un rotor (3) prévu dans le moteur (1) ;
- un élément d'entraînement (7) pouvant être déplacé d'avant en arrière par l'entraînement
dans un dispositif de guidage (8) ;
- un élément de frappe (9) ; et
- un dispositif de couplage (10) actif entre l'élément d'entraînement (7) et l'élément
de frappe (9) au moyen duquel le mouvement de l'élément d'entraînement (7) peut être
transmis à l'élément de frappe (9) ;
caractérisé en ce que :
- le moteur (1) peut être commandé de telle sorte que des vitesses de rotation variables
du rotor (3) peuvent être réalisées au cours d'un cycle de frappe ; et
- le moteur (1) peut être commandé de telle sorte qu'une modification de la vitesse
de rotation au cours d'un cycle de frappe est exécutée sur la base d'un algorithme
prédéfini pour le mouvement du rotor (3) ; et
- l'algorithme définit un mouvement du rotor (3) en fonction d'événements qui surviennent
sur ou avec des composants du mécanisme de frappe, en particulier en fonction d'un
mouvement effectif de l'élément de frappe (9).
2. Mécanisme de frappe, comprenant :
- un entraînement avec un moteur (1) et un rotor (3) prévu dans le moteur (1) ;
- un élément d'entraînement (7) pouvant être déplacé d'avant en arrière par l'entraînement
dans un dispositif de guidage (8) ;
- un élément de frappe (9) ; et
- un dispositif de couplage (10) actif entre l'élément d'entraînement (7) et l'élément
de frappe (9) au moyen duquel le mouvement de l'élément d'entraînement (7) peut être
transmis à l'élément de frappe (9) ;
dans lequel :
- le moteur (1) peut être commandé de telle sorte que des vitesses de rotation variables
du rotor (3) peuvent être réalisées d'un cycle de frappe au cycle de frappe suivant
;
caractérisé en ce que :
- le moteur (1) peut être commandé de telle sorte que le moteur (1) produit un mouvement
rotatif d'avant en arrière du rotor (3) au cours d'un cycle de frappe.
3. Mécanisme de frappe selon la revendication 2, caractérisé en ce que le moteur (1) peut être commandé de telle sorte qu'une modification de la vitesse
de rotation au cours d'un cycle de frappe et/ou d'un cycle de frappe au cycle de frappe
suivant est exécutée sur la base d'un algorithme prédéfini pour le mouvement du rotor
(3).
4. Mécanisme de frappe selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que l'algorithme définit un mouvement du rotor (3) en fonction d'événements qui surviennent
sur ou avec des composants du mécanisme de frappe, en particulier en fonction d'un
mouvement effectif de l'élément de frappe (9).
5. Mécanisme de frappe selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'algorithme présente un parcours espace-temps prédéfini de façon fixe par une commande
et/ou une régulation pour le mouvement du rotor (3).
6. Mécanisme de frappe selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le moteur (1) peut être commandé de telle sorte que l'élément d'entraînement (7)
entraîné par le moteur (1) atteint un parcours de déplacement qui se rapproche du
parcours de déplacement de l'élément de frappe (9).
7. Mécanisme de frappe selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que le moteur (1) peut être commandé de telle sorte :
- qu'un point mort inférieur de l'élément d'entraînement (7) dirigé vers l'élément
de frappe (9) est traversé au cours de chaque cycle de frappe ; et/ou
- qu'un point mort supérieur de l'élément d'entraînement (7) situé à distance de l'élément
de frappe n'est pas traversé au cours de chaque cycle de frappe.
8. Mécanisme de frappe selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'il est prévu entre le moteur (1) et l'élément d'entraînement (7) un dispositif de
transmission (5, 6) destiné à transmettre un mouvement rotatif produit par le moteur
(1) dans une direction longitudinale de l'élément d'entraînement (7).
9. Mécanisme de frappe selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le dispositif de transmission présente un dispositif de démultiplication de telle
sorte que le moteur (1) produit plusieurs rotations du rotor (3) pendant un cycle
de frappe.
10. Mécanisme de frappe selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'entraînement présente deux moteurs (1) fonctionnant en sens opposé qui entraînent
conjointement l'élément d'entraînement (7).
11. Mécanisme de frappe selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'un dispositif de transmission (5, 6) est adjoint à chacun des moteurs (1) afin de
transmettre le mouvement rotatif produit par le moteur respectif dans une direction
longitudinale de l'élément d'entraînement (7).
12. Mécanisme de frappe selon l'une des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que :
- le mécanisme de frappe est un mécanisme de frappe à suspension pneumatique ;
- l'élément d'entraînement est réalisé comme piston d'entraînement (7) ;
- l'élément de frappe est réalisé comme piston de frappe (9) ;
- le dispositif de couplage présente une suspension pneumatique d'entraînement (10)
formée dans un espace creux entre le piston d'entraînement et le piston de frappe,
au moyen de laquelle le mouvement du piston d'entraînement (7) peut être transmis
au piston de frappe (9).
13. Mécanisme de frappe selon la revendication 12, caractérisé en ce que le dispositif de couplage présente, en plus de la suspension pneumatique d'entraînement,
une suspension pneumatique de rappel (12) active entre le piston d'entraînement (7)
et le piston de frappe (9) afin de soutenir un mouvement vers l'arrière du piston
de frappe (9) après une frappe.
14. Mécanisme de frappe selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que le moteur (1) est un moteur asynchrone, un moteur magnétique ou un autre moteur synchrone.
15. Mécanisme de frappe selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que le moteur (1) est réalisé comme moteur linéaire bobiné fermé en fonctionnement.