[0001] Die Erfindung betrifft eine Kreiselpumpe gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 und
einen Laufradprotektor für eine derartige Kreiselpumpe mit den Merkmalen des Anspruchs
12.
[0002] Kreiselpumpen dienen zur Förderung von Pumpenmedien, wobei es sich in der Regel um
Flüssigkeiten handelt. Das Pumpenmedium tritt durch den Einlass in die Kreiselpumpe
ein und wird durch Rotation des Laufrades zur Druckseite gefördert und unter Druck
durch den Auslass ausgegeben. Häufig liegt dabei der Auslass radial bezüglich des
Laufrades, wobei durch das Laufrad eine radiale Strömung erzeugt wird.
[0003] Für einen guten Wirkungsgrad der Pumpen ist zwischen der Druckseite und der Saugseite
eine ausreichende Abdichtung erforderlich. Dafür wirkt das Laufrad mit einem Laufradsitz
zusammen, der stationär im Pumpengehäuse ausgebildet ist. Um eine Bewegung des Laufrades
relativ zum Laufradsitz zu ermöglichen, erfordert eine möglichst vollständige Abdichtung
zwischen Laufrad und Laufradsitz eine passgenaue Fertigung und gegebenenfalls zusätzliche
Abdichtung. Dies macht die Herstellung der Pumpe aufwendig und teuer.
[0004] Aufgrund von nicht zu vermeidenden Herstellungstoleranzen sind bei Kreiselpumpen
bei Inbetriebnahme häufig unangenehme Schleifgeräusche zu hören, die erst nach einer
gewissen Einlaufzeit aufhören. Diese Schleifgeräusche resultieren aus einem Kontakt
zwischen dem Laufrad und dem Laufradsitz und bewirken einen Materialabtrag an zumindest
einen dieser beiden Elemente. Dadurch entstehen allerdings auch Bypassverbindungen,
also Undichtigkeiten, zwischen der Saugseite und der Druckseite. Auch ist ein Austausch
des Laufrades relativ problematisch, da dann in der Regel das neue Laufrad nicht mit
der Form des alten Laufradsitzes übereinstimmt.
[0005] Dabei kann es auch zu einer Beschädigung einer Beschichtung des Pumpengehäuses beziehungsweise
des Laufradsitzes kommen. Dies ist insbesondere bei Einsatz der Kreiselpumpe mit korrosiven
Flüssigkeiten, wie beispielsweise Schwimmbadwasser, problematisch. Nach längeren Stillstandszeiten
kann es schlimmstenfalls zu einem Festrosten des Laufrades im Laufradsitz kommen,
was größere Wartungsarbeiten nach sich zieht oder sogar einen kompletten Austausch
der Pumpe erforderlich macht.
[0006] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die Nachteile des Standes der Technik
zu beheben und insbesondere eine Lösung anzugeben, mit der die Lebensdauer einer Kreiselpumpe
verlängert werden kann und die insbesondere wartungsfreundlich ist, einen Spielausgleich
bieten und den Wirkungsgrad der Kreiselpumpe verbessert.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einer Kreiselpumpe mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und einem Laufradprotektor mit den Merkmalen des Anspruchs 12 gelöst. Hauptmerkmale
der Erfindung sind im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 angegeben. Ausgestaltungen
sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 11.
[0008] Erfindungsgemäß ist also vorgesehen, den Laufradsitz in einem ringförmigen Laufradprotektor
aus einem korrosionsfesten Material auszubilden, der im Pumpengehäuse aufgenommen
ist, wobei ein Einführbereich des Laufrades radial vom Laufradprotektor umgeben ist.
[0009] Der Laufradsitz, der durch Zusammenwirkung mit dem Laufrad die Druckseite der Pumpe
von einer Saugseite abdichtet, ist also nicht, wie bisher im Stand der Technik üblich,
integral im Pumpengehäuse ausgebildet und /oder als zusätzliche Komponente hier in
einer festen Verbindung eingefügt, sondern in einem zusätzlichen dynamischen Element,
dem Laufradprotektor. Der Laufradprotektor kann mit geringem Aufwand mit relativ hoher
Passgenauigkeit gefertigt werden, sodass ein dynamischer Spielausgleich zwischen dem
Laufradprotektor und dem Pumpengehäuse erfolgt. Damit kann ein Spalt zwischen dem
Laufradsitz und dem Laufrad sehr klein gehalten werden, sodass ein hoher Wirkungsgrad
erreichbar ist. Dabei wird durch die Verwendung eines korrosionsfesten Materials für
den Laufradprotektor ein Schutz vor Festrosten erreicht, sodass auch ein Betrieb mit
längeren Stillstandszeiten der Kreiselpumpe auch beim Einsatz korrosiver Pumpenmedien
problemlos möglich ist. Sollte aufgrund von Verschleißerscheinungen ein Austausch
des Laufrades und/oder des Laufradsitzes erforderlich sein, kann der Laufradprotektor
relativ einfach ersetzt werden, sodass eine wartungsfreundliche Kreiselpumpe mit hoher
Lebensdauer erhalten wird. Über den Laufradprotektor kann eine relativ große Außermittigkeit
kompensiert werden. Dies führt zu einer leichteren Montage der Pumpen mit anschließender
hohen Laufruhe und hoher Dichtigkeit.
[0010] Dabei ist besonders bevorzugt, dass das Laufrad radial und axial im Laufradprotektor
geführt ist. Die Lage des Laufrades wird also durch den Laufradprotektor sehr genau
vorgegeben. dabei kann der Laufradprotektor einen radial nach innen ragenden Kragen
aufweisen, der sozusagen als axialer Anschlag für das Laufrad dient und einen Teil
des Laufradsitzes bildet. Damit ergeben sich ein sehr langer Dichtspalt und damit
eine gute Abdichtung.
[0011] In einer bevorzugten Ausgestaltung liegt der Laufradprotektor mit einer Stirnseite
an einem Anschlag des Pumpengehäuses an. Der Anschlag kann dabei beispielsweise als
radial umlaufender, radial nach innen ragender Steg des Pumpengehäuses ausgebildet
sein, an dem der Laufradprotektor anliegt. Die axiale Lage des Laufradprotektors innerhalb
des Pumpengehäuses ist damit eindeutig definiert. Dabei wird durch die Anlage des
Laufradprotektors an dem Anschlag bereits eine erste Abdichtung zwischen Pumpengehäuse
und Laufradprotektor erhalten. Eine Umgehung des Laufradprotektors durch das Pumpenmedium
wird damit verhindert.
[0012] Vorzugsweise ist die Stirnseite des Laufradprotektors zumindest an einer radialen
Außenkante abgeschrägt oder abgerundet. Ein Einsetzen des Laufradprotektors in das
Pumpengehäuse wird dadurch erleichtert. Zusätzlich ergeben sich fertigungstechnische
Vorteile, in denen zwischen dem Pumpengehäuse und dem Laufradprotektor eine geometrische
Überbestimmtheit vermieden wird.
[0013] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung weist der Laufradprotektor ein Kunststoffmaterial,
insbesondere POM oder PTFE auf. Als Kunststoffmaterial kommen insbesondere thermoplastische
Kunststoffe in Frage. Derartige Kunststoffe weisen eine hohe thermische Stabilität
und eine absolute Korrosionsfestigkeit auf. Darüber hinaus besitzen Kunststoffe eine
geringere Wasseraufnahme und sind einfach zu bearbeiten. POM und PTFE zeichnen sich
darüber hinaus durch eine hohe Festigkeit, ausreichende Härte und Steifigkeit aus
und besitzen eine hohe Abriebfestigkeit sowie einen niedrigen Reibungskoeffizienten.
Zwischen dem Laufrad und dem Laufradsitz beziehungsweise dem Laufradprotektor kann
dann eine Gleitpaarung ausgebildet sein, bei der das Laufrad auf dem Laufradsitz beziehungsweise
einer Innenseite des Laufradprotektors gleitet. Aufgrund des Materials des Laufradprotektors
treten dabei nur geringe Reibungsverluste auf, die im Hinblick auf die erreichbaren
Vorteile durch die gute Abdichtung zwischen dem Laufradsitz und dem Laufrad nur eine
untergeordnete Rolle spielen. Insgesamt wird damit eine Kreiselpumpe mit sehr hohem
Wirkungsgrad erhalten.
[0014] Zur Abdichtung und dem dynamischen Bewegungsausgleich zwischen dem Laufradprotektor
und dem Pumpengehäuse kann eine Radialdichtung zwischen dem Laufradprotektor und dem
Pumpengehäuse angeordnet sein. Die Radialdichtung ist dabei in der Regel als Ringdichtung
ausgebildet und verhindert eine Bypassverbindung bzw. Undichtigkeit zwischen dem Laufradprotektor
und dem Pumpengehäuse, auch wenn der Laufradprotektor radial Spiel aufweist, also
gegenüber dem Pumpengehäuse beweglich ist.
[0015] Dabei ist besonders bevorzugt, dass die Radialdichtung eine Dichtlippe aufweist,
die gegenüber einer Axialrichtung geneigt ist und mit einer saugseitigen Fläche am
Pumpengehäuse oder am Laufradprotektor anliegt. Diese Dichtlippe, beispielsweise eine
"Viton Gummilippe", dient zum einen zum Spielausgleich zwischen dem Laufradprotektor
und dem Pumpengehäuse und zum anderen zur sicheren Abdichtung. Durch die geneigte
Ausbildung der Dichtlippe wird erreicht, das durch den Druck des Pumpenmediums auf
der Druckseite die Dichtlippe an das Pumpengehäuse bzw. den Laufradprotektor angedrückt
wird, sodass mit steigendem Druck gleichzeitig die Dichtwirkung der Dichtung verbessert
wird. Ein radialer Spalt zwischen dem Pumpengehäuse und dem Laufradprotektor, der
beispielsweise zum Spielausgleich günstig ist, kann dann problemlos durch die Radialdichtung
mit der Dichtlippe überdeckt werden, sodass eine ausreichende Zentrierung zwischen
dem Laufrad und dem Pumpengehäuse beziehungsweise dem Laufradprotektor ermöglicht
wird.
[0016] Zur axialen Lagesicherung kann die Radialdichtung in einer Ringnut gehalten sein,
die insbesondere in einer Umfangsfläche des Laufradprotektors ausgebildet ist. Eine
derartige Ringnut ist relativ einfach erzeugbar und sorgt beispielsweise bereits beim
Einführen des Laufradprotektors in das Pumpengehäuse für eine definierte Lage der
Radialdichtung. Die Montage der Kreiselpumpe wird damit vereinfacht.
[0017] Bevorzugter Weise ist eine Nutöffnung der Ringnut kleiner als ein Nutgrund, wobei
die Ringnut insbesondere aufeinander zu geneigte Seitenflanken aufweist. Dadurch wird
die Radialdichtung mittels Formschluss in der Ringnut gehalten. Gleichzeitig ergibt
sich eine hohe Abdichtung zwischen der Radialdichtung innerhalb der Ringnut.
[0018] Vorzugsweise ist die Radialdichtung zwischen dem Laufradprotektor und dem Pumpengehäuse
vorgespannt. Die radiale Vorspannung kann dabei beispielsweise durch Verformung der
Dichtlippe erzeugt werden. Dabei kann durch die Vorspannung ein kraftschlüssiger Halt
des Laufradprotektors im Pumpengehäuse erzeugt werden. Gleichzeitig sichert die Vorspannung
der Radialdichtung eine ausreichende Abdichtung auch dann, wenn der Laufradprotektor
zum Spielausgleich gegenüber dem Pumpengehäuse leicht versetzt ist. Ein radialer Luftspalt
zwischen dem Pumpengehäuse und dem Laufradprotektor wird also zuverlässig durch die
Radialdichtung abgedichtet.
[0019] Die oben genannte Aufgabe wird durch einen Laufradprotektor mit den Merkmalen des
Anspruchs 12 gelöst. Ein derartiger Laufradprotektor ist ringförmig ausgebildet und
weist ein korrosionsfestes Material, insbesondere Kunststoff, auf, wobei im Laufradprotektor
ein Laufradsitz für ein Laufrad ausgebildet ist. Die im Zusammenhang mit der Kreiselpumpe
aufgeführten Ausgestaltungen des Laufradprotektors und die sich daraus ergebenden
Vorteile gelten sinngemäß natürlich auch für den Laufradprotektor.
[0020] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen. Es zeigen:
Figur 1: eine Kreiselpumpe in teilgeschnittener, räumlicher Darstellung,
Figur 2: einen Ausschnitt aus Figur 1,
Figur 3: ein Detail aus Figur 2 und
Figur 4: einen Laufradprotektor in räumlicher Darstellung.
[0021] In Figur 1 ist eine Kreiselpumpe 1 mit einem mehrteiligen Pumpengehäuse 2 dargestellt.
Das Pumpengehäuse 2 weist einen Einlass 3 und einen radialen Auslass 4 auf. Innerhalb
des Pumpengehäuses 2 ist ein Laufrad 5, das mit einer Motorwelle 6 verbunden ist,
rotierbar gehalten.
[0022] Dabei erstreckt sich ein Einführbereich 7 des Laufrads 5 in einen ringförmigen Laufradprotektor
8. Der Laufradprotektor 8 weist einen radial nach innen gerichteten, umlaufenden Kragen
9 auf und bildet einen Laufradsitz 10 für das Laufrad 5. Das Laufrad 5 ist dafür am
Laufradsitz 10 bzw. an Innenflächen des Laufradprotektors 8 gleitend geführt, so dass
das Pumpenmedium, wie beispielsweise Schwimmbadwasser, das vom Einlass 3 zum Auslass
4 gefördert wird, nicht zwischen dem Laufradprotektor 8 und dem Laufrad 5 hindurch
strömen kann, sondern durch das Laufrad 5 radial mitgenommen wird und so in einem
Druckkanal 11 und von dort zum Auslass 4 gelangt.
[0023] Durch den Laufradprotektor 8 erfolgt eine radiale und axiale Führung des Laufrads
5 bezüglich des Pumpengehäuses 2. Dabei ermöglicht der Laufradprotektor 8 neben einer
Zentrierung und einem Spielausgleich auch eine gute Abdichtung zwischen Saugseite
und Druckseite und gleichzeitig geringe Reibungsverluste. Dabei ist der Laufradprotektor
8 aus einem Kunststoff, wie beispielsweise POM oder PTFE gebildet und dementsprechend
korrosionsfest. Ein Festrosten des Laufrads 5 am Laufradsitz 10 ist daher auch bei
längeren Stillstandszeiten nicht zu befürchten.
[0024] Der Laufradprotektor 8 liegt mit einer Stirnseite 12 an einem Anschlag 13 des Pumpengehäuses
2 an, der durch einen radial nach innen vorstehenden, umlaufenden Steg des Pumpengehäuses
2 gebildet ist. Die axiale Lage des Laufradprotektors 8 innerhalb des Pumpengehäuses
2 wird also durch Formschluss vorgegeben. Dadurch wird eine sichere und dichte Anlage
des Laufradprotektors 8 im Pumpengehäuse 2 erreicht.
[0025] In Figur 2 ist die Anordnung des Laufradprotektors 8 innerhalb des Pumpengehäuses
2 und das Laufrad 5 in vergrößerter Ansicht dargestellt. Der Laufradsitz 10 ist die
Berührungsfläche zwischen dem Einführbereich 7 des Laufrads 5 und einer radialen Innenseite
des Laufradprotektors 8 mit einer axialen Oberseite des Kragens 9. Damit ergibt sich
eine relativ große Berührungsfläche, durch die eine gute Abdichtung erzielt. Gleichzeitig
wird durch das verwendete Material des Laufradprotektors 8 eine Reibung gering gehalten,
so dass insgesamt ein hoher Wirkungsgrad erzielbar ist.
[0026] In einer Ringnut 14 des Laufradprotektors 8 ist eine Radialdichtung 15 angeordnet,
die den Laufradprotektor 8 radial gegenüber dem Pumpengehäuse 2 abdichtet. Die Radialdichtung
15 weist dabei an ihrer radialen Außenseite eine Dichtlippe 16 auf, die mit einer
saugseitigen Fläche 17 am Pumpengehäuse 2 anliegt. Die Dichtlippe 16 erstreckt sich
also in einem Winkel zur Axialrichtung der Motorwelle 6. Dabei wird durch die Radialdichtung
15 bzw. die Dichtlippe 16 ein Spalt 18, der ringförmig zwischen dem Laufradprotektor
8 und dem Pumpengehäuse 2 ausgebildet ist, überbrückt. Der Laufradprotektor 8 kann
dadurch bezüglich seiner radialen Lage innerhalb des Pumpengehäuses 2 ausgerichtet
werden und so Toleranzen zwischen der Lage des Laufrads 5 und dem Pumpengehäuse 2
ausgleichen. Gegenüber dem Laufrad 5 kann der Laufradprotektor 8 damit immer genau
zentriert sein. Dabei kann durch die Radialdichtung 15 eine Haltekraft erzeugt werden,
indem die Radialdichtung 15 zwischen dem Laufradprotektor 8 und dem Pumpengehäuse
2 radial verspannt wird. Dies führt zu einer kraftschlüssigen Befestigung des Laufradprotektors
8 im Pumpengehäuse 2.
[0027] Wie insbesondere in Figur 3 zu erkennen ist, ist eine Nutöffnung 19 kleiner als ein
Nutgrund 20. Dies wird durch aufeinander zu geneigte Seitenflanken 21, 22 der Ringnut
14 erreicht. Die Radialdichtung 15 kann dadurch formschlüssig innerhalb der Ringnut
14 aufgenommen sein, so dass die Lage der Radialdichtung 15 gegenüber dem Laufradprotektor
8 eindeutig definiert ist. Auch ergibt sich eine große Dichtfläche zwischen der Radialdichtung
15 und dem Laufradprotektor 8 und damit eine gute Abdichtung.
[0028] Eine radiale Außenkante 23 der Stirnseite 12 des Laufradprotektors 8 weist eine Abschrägung
auf, durch die der Laufradprotektor 8 leichter in das Pumpengehäuse 2 eingeführt werden
kann. Zusätzlich wird dadurch eine geometrische Überbestimmtheit vermieden.
[0029] In Figur 4 ist der Laufradprotektor 8 in dreidimensionaler Darstellung gezeigt. Die
Radialdichtung 15 ist in der Ringnut 14, die in der Umfangsfläche des Laufradprotektors
8 ausgebildet ist, aufgenommen. Der umlaufende Kragen 9, der einen Teil des Laufradsitzes
10 darstellt, ist der Stirnseite 12 zugeordnet, so dass eine ausreichende Führungsfläche
in radialer und axialer Richtung für das Laufrad 5 innerhalb des Laufradprotektors
8 zur Verfügung steht.
[0030] Durch den Laufradprotektor wird eine flexible Abdichtung des Laufradsitzes, also
zum Laufrad, erhalten. Dabei ergibt sich eine maximale Abdichtung, wobei nachteilige
Bypässe zwischen einer Druckseite und einer Saugseite vermieden werden. Gleichzeitig
ergibt sich ein Verschleißschutz, da durch den Laufradprotektor eine Beschichtung
des Pumpengehäuses geschützt wird. Ein direkter Kontakt des Laufrads mit dem Pumpengehäuse
wird durch den Laufradprotektor vermieden. Dabei ermöglicht der Laufradprotektor,
in dem das Laufrad gleitend gelagert ist, eine sehr reibungsarme Bewegung des Laufrads.
Zusätzlich wird ein Festrosten des Laufrads im Pumpengehäuse verhindert, indem der
Laufradprotektor aus einem nichtrostenden Material wie beispielsweise Kunststoff hergestellt
wird. Durch eine Radialdichtung insbesondere mit einer Dichtlippe wird dabei auch
zwischen dem Laufradprotektor und dem Pumpengehäuse eine hohe Dichtigkeit erreicht,
wobei gleichzeitig ein Spielausgleich sichergestellt wird.
[0031] Durch den Laufradprotektor wird ein nahezu verschleißfreies Drehen des Laufrads innerhalb
des Pumpengehäuses, das vollständig beschichtet sein kann, erreicht. Durch die gute
Abdichtung wird dabei der Wirkungsgrad der Pumpe nochmals verbessert. Ein weiterer
Vorteil ergibt sich bei der Wartung der Kreiselpumpen. So ist beispielsweise durch
einen Austausch des Laufradprotektors ein einfacher Austausch des Laufradsitzes möglich,
ohne dass beschichtete Flächen des Pumpengehäuses beschädigt werden. Dabei treten
auch bei einer ersten Inbetriebnahme keine unangenehmen Schleifgeräusche auf, sondern
es wird ein leiser und angenehmer Betrieb erreicht.
[0032] Die erfindungsgemäße Kreiselpumpe kann auch mit korrosiven Pumpenmedien, wie beispielsweise
Schwimmbadwasser, eingesetzt werden. Dabei ist es möglich, das Pumpengehäuse als Graugussteil
herzustellen und alle mit dem Pumpenmedium in Kontakt kommenden Flächen zu beschichten,
so dass ein guter Schutz des an sich korrosionsanfälligen Materials Grauguss erreicht
wird. Der Einsatzbereich dieser Pumpen wird damit stark vergrößert.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1
- Kreiselpumpe
- 2
- Pumpengehäuse
- 3
- Einlass
- 4
- Auslass
- 5
- Laufrad
- 6
- Motorwelle
- 7
- Einführbereich 7
- 8
- Laufradprotektor
- 9
- Kragen
- 10
- Laufradsitz
- 11
- Druckkanal
- 12
- Stirnseite
- 13
- Steg
- 14
- Ringnut
- 15
- Radialdichtung
- 16
- Dichtlippe
- 17
- Saugseitige Fläche
- 18
- Spalt
- 19
- Nutöffnung
- 20
- Nutgrund
- 21
- Seitenflanke
- 22
- Seitenflanke
- 23
- Außenkante
1. Kreiselpumpe (1) mit einem Pumpengehäuse (2), das einen saugseitigen Einlass (3) und
mindestens einen druckseitigen Auslass (4) aufweist, wobei im Pumpengehäuse (2) ein
drehbar gelagertes Laufrad (5) zur Förderung eines Pumpenmediums vom Einlass (3) zum
Auslass (4) und ein Laufradsitz (10) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufradsitz (10) in einem ringförmigen Laufradprotektor (8) aus einem korrosionsfesten
Material ausgebildet ist, der im Pumpengehäuse (2) aufgenommen ist, wobei ein Einführbereich
(7) des Laufrades (5) radial vom Laufradprotektor (8) umgeben ist.
2. Kreiselpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufrad (5) radial und axial im Laufradprotektor (8) geführt ist.
3. Kreiselpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufradprotektor (8) einen radial nach innen ragenden Kragen (9) aufweist.
4. Kreiselpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufradprotektor (8) mit einer Stirnseite (12) an einem Anschlag (13) des Pumpengehäuses
(2) anliegt.
5. Kreiselpumpe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnseite (12) des Laufradprotektors (8) zumindest an einer radialen Außenkante
(23) abgeschrägt oder abgerundet ist.
6. Kreiselpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufradprotektor (8) ein Kunststoffmaterial, insbesondere POM oder PTFE aufweist.
7. Kreiselpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Laufradprotektor (8) und dem Pumpengehäuse (2) eine Radialdichtung (15)
angeordnet ist.
8. Kreiselpumpe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Radialdichtung (15) eine Dichtlippe (16) aufweist, die gegenüber eine Axialrichtung
geneigt ist und mit einer saugseitigen Fläche (17) am Pumpengehäuse (2) oder am Laufradprotektor
(8) anliegt.
9. Kreiselpumpe nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Umfangsfläche des Laufradprotektors (8) eine Ringnut (14) ausgebildet ist,
in der die Radialdichtung (15) gehalten ist.
10. Kreiselpumpe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Nutöffnung (19) der Ringnut (14) kleiner ist als ein Nutgrund (20), wobei die
Ringnut (14) insbesondere aufeinander zu geneigte Seitenflanken (21, 22) aufweist.
11. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Radialdichtung (15) zwischen dem Laufradprotektor (8) und dem Pumpengehäuse (2)
vorgespannt ist.
12. Laufradprotektor für eine Kreiselpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, der
ringförmig ausgebildet ist und ein korrosionsfestes Material, insbesondere Kunststoff,
aufweist, wobei im Laufradprotektor (8) ein Laufradsitz (10) für ein Laufrad ausgebildet
ist.