[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und Verfahren zum Betreiben von Leuchtmitteln.
Technisches Gebiet
[0002] Derartige Vorrichtungen werden in Beleuchtungssystemen verwendet, um eine farbige
oder flächige Beleuchtung von Räumen, Wegen oder auch Fluchtwegen zu erreichen. Üblicherweise
werden dabei die Leuchtmittel von Betriebsgeräten angesteuert und bei Bedarf aktiviert.
Für eine derartige Beleuchtung werden organische oder anorganische Leuchtdioden (LED)
als Lichtquelle genutzt.
Stand der Technik
[0003] Zur Beleuchtung werden anstelle von Gasentladungslampen und Glühlampen immer häufiger
auch Leuchtdioden als Lichtquelle eingesetzt. Die Effizienz und Lichtausbeute von
Leuchtdioden wird immer stärker erhöht, so dass sie bei verschiedenen Anwendungen
der Allgemeinbeleuchtung bereits zum Einsatz kommen. Allerdings sind Leuchtdioden
Punktlichtquellen und strahlen stark gebündeltes Licht aus.
[0004] Heutige LED-Beleuchtungssystem haben oft jedoch den Nachteil, dass aufgrund von Alterung
oder durch Austausch einzelner LEDs oder LED Module sich die Farbabgabe oder die Helligkeit
verändern kann. Zudem hat die Sekundäroptik einen Einfluss auf das Thermomanagement,
da die Wärmeabstrahlung behindert wird. Zudem kann es aufgrund von Alterung und Wärmeeinwirkung
zu einer Veränderung des Phosphors der LED kommen.
[0005] Aus der
EP 1016062 ist es bekannt, LEDs mit mehreren parallelen PWM-Signalen anzusteuern. Dabei haben
alle PWM-Signale untereinander wie auch zeitlich für sich selbst betrachtet eine identische
gleichförmige Frequenz. Weiterhin ist vorgesehen, dass die PWM-Ansteuerung simultan
erfolgt, d.h. die Einschaltflanken aller PWM-Signale sind simultan.
[0006] Das gleiche Konzept der PWM-Signale für LEDs mit einheitlicher Frequenz und simultanen
Einschaltflanken ist auch bekannt aus der
US 5420482 (siehe bspw. dort die Figur 13).
[0007] Bei diesen bekannten Ansätzen besteht das Problem, das das PWM-Schalten mit einheitlicher
Frequenz und/oder mit simultanen Einschaltflanken einerseits Probleme hinsichtlich
elektromagnetischer Störungen erzeugt ("EMV-Verträglichkeit"). Zusätzlich oder alternativ
wird auch eine dem PWM-Modul vorgeschaltete Spannungsversorgung, bspw. ein vorzugsweise
getakteter PFC, durch das simultane Schalten stark belastet.
[0008] Die Druckschrift
WO 2008/025153 A1 beschreibt ein Beleuchtungssystem aufweisend drei LED-Kanäle zum Betreiben von jeweils
roten, grünen und blauen LEDs. Erste PWM-Signale für diese drei LED-Kanäle werden
in jeweilige analoge Signale umgewandelt. Jedes analoge Signal wird mit einer Referenz-Wellenform
verglichen, um ein entsprechendes zweites PWM-Signal zum Betreiben der jeweiligen
LEDs zu erzeugen. Die Phasen der drei Referenz-Wellenformen sind über eine Zeitperiode
verteilt, insbesondere sind sie jeweils um ein Drittel der PWM-Periode beabstandet.
Darstellung der Erfindung
[0009] Hintergrund der Erfindung ist wie für
WO 2008/025153 die Verringerung von Lastsprüngen und von Störungen und somit die Verbesserung des
EMV-Verhaltens der LED-Treiber. Bei gleichzeitigem Einschalten aller Stufen kommt
es zu hohen Lastwechseln und Schaltflanken. Diese müssen durch den PFC (Lastwechsel)
bzw. die Filterschaltung (Schaltflanken) kompensiert werden.
[0010] Gemäss dem zentralen Gedanken der Erfindung wird dies dadurch gelöst, dass
- die Einschaltflanke wenigstens eines PWM-Signals von der wenigstens eines weiteren
PWM-Signals zumindest zeitweise abweicht und somit nicht simultan ist, und
- fakultativ die Frequenz eines oder mehrerer PWM-Signale zumindest zeitweise zeitlich
nicht konstant ist, und/oder
- fakultativ die Frequenz wenigstens eines PWM-Signals wenigstens zeitweise von der
wenigstens eines weiteren PWM-Signals abweicht.
[0011] Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche, wobei die
die Merkmale der abhängigen Ansprüche den zentralen Gedanken der Erfindung besonders
vorteilhaft weiterbilden.
[0012] Die erfindungsgemäße Lösung betrifft weiterhin eine Vorrichtung zum Betrieb von wenigstens
zwei Leuchtmitteln, wobei durch eine gemeinsame elektrische Versorgungseinheit elektrische
Energie an wenigstens zwei Leuchtmittelanordnungen, jeweils bestehend aus einem oder
mehreren Leuchtmitteln, zur Verfügung gestellt wird, wobei einer ersten Leuchtmittelanordnung
und wenigstens einer zweiten Leuchtmittelanordnung elektrische Energie in Form von
PWM-Paketen zugeführt wird, wobei zwischen den unterschiedlichen Leuchtmittelanordnungen
die zeitliche Abfolge der PWM-Pakete abgestimmt ist.
[0013] Auf diese Weise ist es möglich, eine sehr gleichbleibende und gleichmäßige Ausleuchtung
einer Fläche durch ein Leuchtmittel mit Leuchtdioden zu erreichen, wobei die Belastung
der versorgenden Einheiten möglichst gering gehalten wird.
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
[0014] Nachfolgend soll die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert werden.
Es zeigen:
- Fig. 1
- zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Betreiben von LED,
- Fig. 2
- zeigt eine weitere erfindungsgemäße Vorrichtung zum Betreiben von LED, und
- Fig. 3 und 4
- zeigen erfindungsgemäße Abfolgen der PWM-Pakete.
[0015] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung
zum Betreiben von LEDs erklärt. Diese Vorrichtung weist ein Treiber-Modul auf, und
ein von dem Treiber-Modul angesteuertes LED-Modul mit wenigstens einer LED 5, mit
einem Speicher zur Hinterlegung von Informationen über das LED-Modul, wobei der Speicher
entweder im Treiber-Modul oder im LED-Modul enthalten sein kann und die Informationen
im Speicher abgeändert werden können.
[0016] Der Speicher kann in einem Treiber-Modul 1 enthalten sein. Das Treiber-Modul 1 verfügt
über Anschlüsse 2 und 3, an die über die Verdrahtung 4 eine LED oder mehrere LED 5
angeschlossen werden können. Die LEDs 5 können sich auf einem gemeinsamen LED-Modul
befinden.
[0017] Die einzelnen LED 5 können über verschiedene Ausgangsstufen, Treiber oder Konverter
angesteuert werden.
[0018] Die Informationen im Speicher aufgrund einer Kalibrierungsmessung abgeändert werden
können. Die Informationen im Speicher können um einen Korrekturfaktor abgeändert werden.
Die Informationen im Speicher können um einen Korrekturfaktor abgeändert werden, der
aufgrund einer Kalibrierungsmessung wurde. Der Korrekturfaktor kann von einem Benutzer
geändert werden, beispielsweise über eine Vorgabe über eine Schnittstelle 7. Die Schnittstelle
kann sowohl eine drahtgebundene als auch eine drahtlose Übertragung nutzen. Der Korrekturfaktor
kann von der Alterung bzw. der Betriebsdauer des LED-Moduls abhängig sein. Der Korrekturfaktor
kann von der Temperatur des LED-Moduls abhängig sein.
[0019] Für die Durchführung der Kalibrierung kann ein Sensor 6 genutzt werden, der für die
Kalibrierungsmessung in das Beleuchtungssystem eingeführt wird. Der Korrekturfaktor
kann von einer Farbmessung abhängig sein. Die Farbmessung kann mittels einer RGB-Farbmessung,
beispielsweise eines CCD Sensors, erfolgen. In diesem Falle wäre der Sensor 6 ein
RGB-Farbsensor. Die Bestimmung des Korrekturfaktors kann in regelmäßigen Abständen
wiederholt werden. Der Speicher kann von dem Treiber-Modul über eine digitale Schnittstelle
ausgelesen werden.
[0020] Der Speicher kann sich auf dem LED-Modul befinden und bei Austausch des Moduls durch
den Benutzer ausgelesen werden. Der Speicher kann sich auf dem LED Modul befinden
und vor einem Austausch des Moduls durch das Treiber-Modul aufgrund einer Signalisierung
durch den Benutzer ausgelesen werden. Der Speicher kann in einem Kalibriergerät platziert
sein.
[0021] Die Signalisierung zum Auslesen des Speichers auf dem LED-Modul kann durch den Benutzer
durch eine Schaltfolge an der Versorgungsspannung, einen digitalen Steuerbefehl oder
durch eine andere Signalisierung erfolgen.
[0022] Nach dem Austausch des LED-Moduls können die ausgelesenen Informationen in dem Speicher
des neuen LED-Moduls abgelegt werden.
[0023] Das Treiber-Modul kann die im Speicher abgelegte Information über eine digitale Schnittstelle
an andere Treiber-Module weiterleiten.
[0024] Zur Kalibrierung können eine oder mehrere LED Module abgeschaltet werden. Zur Kalibrierung
kann jeweils auch nur ein LED Modul eingeschaltet werden.
[0025] Die Farbmessung kann mit einem Farbsensor (bspw. CCD Sensor) durchgeführt werden.
[0026] Der Farbsensor kann so platziert ist, dass er einen Teil des von den LED Modulen
abgestrahlten Lichtes empfangen kann.
[0027] Der Farbsensor kann so platziert ist, dass er gegen Umgebungslicht abgeschottet ist
und nur von den LED-Modulen abgestrahltes Licht empfangen kann. Diese Abschottung
kann durch eine Abdeckung erfolgen, die speziell für die Kalibrierungsmessung angebracht
wird. Auf dieser Abdeckung 11 kann sich der Sensor 6 befinden. Der Sensor 6 kann aber
auch auf dem Reflektor 10 der LED Leuchte platziert werden. Der Sensor 6 kann so platziert
sein, dass er direkt oder indirekt das Licht der LED 5 des LED-Modules empfängt.
[0028] Bei der Kalibrierung können der Farbort und die Intensität der LED 5 gespeichert
werden.
[0029] Bei der Kalibrierung können die einzelnen LED Module nacheinander eingeschaltet und
kalibriert werden.
[0030] Die Kalibrierung kann zur Bestimmung der Farben der angeschlossenen LED-Module dienen.
Dabei werden die einzelnen Farben oder Farborte sowie die Intensitäten der jeweils
angesteuerten LEDs 5 bestimmt. Aus der Kombination der einzelnen Kalibrierungsmessungen,
die nacheinander durchgeführt werden, kann die Zuordnung der Farben und für die Ausgabe
einer gewünschten Farbe durch die LED Beleuchtung erforderliche Mischung der einzelnen
LED 5 ermittelt werden.
[0031] Es gemäß der Erfindung eine Leuchte mit LED aufgebaut werden. Das Treiber-Modul kann
einen Schaltregler, beispielsweise einen AC-DC-Wandler, einen DC-DC-Wandler, eine
Stromsenke oder eine Stromquelle enthalten. Das Treiber-Modul kann einen PFC (aktive
Leistungsfaktorkorrekturschaltung) enthalten oder es kann dem Treiber-Modul ein PFC
(aktive Leistungsfaktorkorrekturschaltung) vorgeschaltet sein. Das Treiber-Modul kann
eine Potentialtrennung aufweisen.
[0032] Der Betrieb der LEDs kann derart erfolgen, daß das LED-Modul mit wenigstens einer
LED von einem Treiber-Modul angesteuert wird, und ein Speicher zur Hinterlegung von
Informationen über das LED-Modul vorhanden ist, wobei Informationen im Speicher abgelegt
oder abgeändert werden können. Die Informationen im Speicher können aufgrund einer
Kalibrierungsmessung abgeändert werden.
[0033] Das Treiber-Modul kann durch einen Schaltregler oder auch durch eine Stromsenke oder
eine Stromquelle gebildet werden. Wenn als Treiber-Modul ein Schaltregler genutzt
wird, dann kann dieser intern mit einer höheren Frequenz als der Frequenz arbeiten,
mit der die LED oder das LED-Modul angesteuert werden. Die interne Frequenz, mit der
der Schalter des Schaltreglers angesteuert wird, kann im Bereich von 10kHz bis zu
einigen MHz liegen, während dieser internen Frequenz eine niedrige Frequenz überlagert
wird, die der Frequenz des wenigstens einen PWM-Paketes entspricht.
[0034] Die Informationen im Speicher können um einen Korrekturfaktor abgeändert werden.
[0035] Somit wird ein Verfahren zum Betrieb von wenigstens zwei Leuchtmitteln ermöglicht,
wobei durch eine gemeinsame elektrische Versorgungseinheit elektrische Energie an
wenigstens zwei Leuchtmittelanordnungen, jeweils bestehend aus einem oder mehreren
Leuchtmitteln, zur Verfügung gestellt wird, wobei einer ersten Leuchtmittelanordnung
und wenigstens einer zweiten Leuchtmittelanordnung elektrische Energie in Form von
PWM-Paketen zugeführt wird, wobei zwischen den unterschiedlichen Leuchtmittelanordnungen
die zeitliche Abfolge der PWM-Pakete abgestimmt ist.
[0036] Beispiele für die Ansteuerung von drei Leuchtmittelanordnungen sind in den Fig. 3
und 4 dargestellt, wobei den Leuchtmittelanordnungen elektrische Energie in Form von
PWM-Paketen zugeführt werden kann.
[0037] Die wenigstens zwei Leuchtmittelanordnungen können so angesteuert werden, dass der
zeitliche Mittelpunkt eines PWM-Pakets der ersten Leuchtmittelanordnung mit dem zeitlichen
Mittelpunkt eines PWM-Pakets wenigstens einer zweiten Leuchtmittelanordnung übereinstimmt
bzw. zeitlich nah aufeinanderfolgt. In Fig. 4 ist ein Beispiel für eine Ansteuerung
mit einem Versatz der zeitlichen Mittelpunkte der einzelnen PWM-Signale dargestellt.
[0038] Die Abstimmung der zeitlichen Abfolge der PWM-Pakete kann über den gesamten Dimmbereich
der Leuchtmittel erfolgen.
[0039] Die wenigstens zwei Leuchtmittelanordnungen können so angesteuert werden, dass alternativ
oder zusätzlich die zeitlichen Mittelpunkte der PWM-Pakete der Leuchtmittelanordnungen
mit einem Offset-Wert zeitlich gegeneinander verschoben sind, damit die Flanken der
PWM-Pakete an die Leuchtmittelanordnungen nicht zeitgleich erfolgen.
[0040] Es kann wenigstens zeitweise die Einschaltflanke wenigstens eines von mehreren parallelen
PWM-Signalen (d.h. die die PWM-Pakete etnhaltenden Signale) zeitlich zu wenigstens
einem weiteren PWM-Signal verschoben sein, so dass das Problem der simultanen PWM-Ansteuerung
nicht mehr besteht. Dieser Versatz (Offset-Wert) kann intern oder extern variierbar
sein oder aber fest vorgegeben sein. Insbesondere könnte beispielsweise der Versatz
der gesamten Ausschaltphase eines PWM-Signals entsprechen, d.h., bei unverändertem
Tastverhältnis wird die entsprechende LED innerhalb einer PWM-Periode zunächst ausgeschaltet
und dann eingeschaltet. Ein PWM-Signal kann also invertiert sein, d.h. beim Start
eines jeden Zyklus, getriggert bspw. durch ein Interrupt-Signal, kann zuerst die Ausschaltphase
und erst dann die Einschaltphase der LED angesteuert werden.
[0041] Alternativ hierzu könnte der Versatz auch derart gewählt werden, dass die Einschaltflanken
für die PWM-Signale gleichmäßig verteilt über die PWM-Periode generiert werden. Eine
dritte Alternative besteht darin, denn Versatz zufällig zu wählen. In Fig. 3 ist ein
Beispiel eine Ansteuerung mit einem Versatz der einzelnen PWM-Signale dargestellt.
[0042] Der Versatz kann bereits bei der Erzeugung der PWM-Signale vorliegen, oder aber bei
simultan erzeugten PWM-Signalen auf der Strecke zwischen der PWM-Erzeugung und den
LEDs gezielt eingefügt werden.
[0043] Die PWM-Signale können ausgehend von einem oder aber auch von mehreren Taktgebern
erzeugt werden.
[0044] Der Offset-Wert kann abhängig vom Dimmlevel der Leuchtmittel gewählt werden.
[0045] Es kann fakultativ sich auch die Frequenz wenigstens eines PWM-Signals wenigstens
zeitweise zeitlich verändern, so dass eine kombinierte PWM/FM (Frequenzmodulation
vorliegt). Dabei wäre es beispielsweise denkbar, die Frequenz abhängig von dem Tastverhältnis
des PWM-Signals einzustellen.
[0046] Zusätzlich kann sich auch die Frequenz wenigstens eines PWM-Signals wenigstens zeitweise
von der wenigstens eines weiteren PWM-Signals unterscheiden. Dazu kann wiederum ein
oder mehrere Taktgeber vorliegen. Bspw. kann eine Frequenz das Vielfache einer weiteren
Frequenz betragen. Wenigstens eine Frequenz kann nach Erzeugung einheitlicher PWM-Schaltfrequenzen
bspw. durch einen Kondensator verschoben werden.
[0047] Eine rein beispielsweise geschilderte und keineswegs einschränkende Implementierung
kann bspw. wie folgt sein:
Für jeden PWM-Kanal oder wenigstens einen abweichenden PWM-Kanal kann unabhängig der
notwendige PWM-Stellwert gerechnet wird und das Resultat in ein Hardwareregister geschrieben
wird.
[0048] Die Hardware übernimmt dann den neuen Wert beim Nächsten Nulldurchgang der Periode.
Durch das Center PWM Verfahren (Dreieck wie in Fig. 4 dargestellt) kommt bei unterschiedlicher
PWM Stellung keine der Flanken direkt zur gleichen Zeit zum Wechsel bei bis zu vier
Kanälen. Die einzige Ausnahme ist hier bei gleicher Dimmstellung fallen alle Flanken
aufeinander, die könnte aber als Verbesserung nach der Berechnung so integriert werden,
das mit der PWM Auflösung gespielt wird, d.h. dass man bewusst die Kanäle um jeweils
1 Bit PWM verschiebt um eine Verwischung zu erreichen (siehe Beispiel von Fig. 3).
[0049] Diese Verschiebung kann man dann z.B. pro Periode zusätzlich noch abändern, sodass
der Mittelwert über die Zeit wiederum Stabil ist.

da der Step dann alle 10ms ist, sollte es noch nicht als Flackern wahrgenommen werden,
zudem wählen wir die Auflösung jeweils recht hoch, sodass ein Bit Versatz nicht viel
ausmachen dürfte.
[0050] Die Leuchtmittel der ersten und/oder wenigstens der zweiten Leuchtmittelanordnung
können anorganische oder organische Leuchtdioden sein.
[0051] Die Leuchtmittel der ersten und/oder wenigstens der zweiten Leuchtmittelanordnung
können ein unterschiedliches Lichtspektrum emittieren.
[0052] Somit kann ein Betriebsgerät ermöglicht werden, in dem oben angeführte Verfahren
durchgeführt werden können.
[0053] Somit kann ein Beleuchtungssystem ermöglicht werden, welches wenigstens zwei Leuchtmittel
aufweist, in dem ein oben angeführtes Verfahren bzw. Betriebsgerät zur Anwendung gelangt.
[0054] In Fig. 2 ist schematisch eine Schaltung zum geregelten Betrieb von Leuchtdioden
(LED) gezeigt, die ein Beispiel für ein Treiber-Modul darstellt. Im dargestellten
Beispiel sind zwei Leuchtdioden in Serie geschaltet, indessen ist es gerade ein Vorteil
der vorliegenden Erfindung, dass sich die Betriebsschaltung sehr flexibel an die Art
und die Anzahl der ebenfalls seriell verbundenen Leuchtdioden (LED) anpasst.
[0055] Der Betriebsschaltung wird eine Eingangs-Gleichspannung Vin zugeführt, die natürlich
auch eine gleichgerichtete Wechselspannung sein kann.
[0056] Eine Serienschaltung zwischen einem HalbleiterLeistungsschalter S1 (beispielsweise
einem MOSFET) und einer Freilaufdiode D1 energetisiert in eingeschaltetem Zustand
des Schalters S1 eine Induktivität L1 mittels des durch den Schalter fliessenden Stroms.
Im ausgeschalteten Zustand des Schalters S1 entlädt sich die in der Spule L1 gespeicherte
Energie in Form eines Stroms i durch einen Kondensator C1 und die Leuchtdiodenstrecke
LED.
[0057] Es ist eine Steuer- und/oder Regelschaltung SR vorgesehen, die als Stellgrösse der
Regelung der Leuchtdiodenleistung die Taktung des Schalters S1 beispielsweise in Form
von hochfreugenten modulierten Signalen vorgibt. Die Steuer- und/oder Regelschaltung
SR kann beispielsweise eine hysteretische Stromregelung anwenden.
[0058] Mittels eines Messwiderstands RS erfasst die Steuer- und/oder Regelschaltung SR den
Strom durch den Schalter S1 (im eingeschalteten Zustand des Schalters S1).
[0059] Über einen Spannungsteiler R1, R2 kann die Steuer- und/oder Regeleinheit SR das Potential
auf der potentialniedrigeren Seite der LED-Strecke erfassen.
[0060] Ein weiterer Spannungsteiler R3, R4 ermöglicht die Erfassung der Versorgungsspannung.
[0061] Das Treiber-Modul wird in diesem Beispiel durch einen Buck-Konverter gebildet, kann
aber auch beispielweise durch einen Boost-Konverter, Buck-Boost-Konverter oder anderen
Schaltregler oder auch durch eine Stromsenke oder eine Stromquelle gebildet werden.
Der Schalter S1 wird intern durch die Steuer- und/oder Regelschaltung SR mit einer
höheren Frequenz als der Frequenz angesteuert, als mit der die LED oder das LED-Modul
angesteuert werden. Die interne Frequenz, mit der der Schalter S1 des Schaltreglers
angesteuert wird, kann im Bereich von 10kHz bis zu einigen MHz liegen, während dieser
internen Frequenz eine niedrige Frequenz überlagert wird, die der Frequenz des wenigstens
einen PWM-Paketes entspricht. Somit kann das LED-Modul mit einem PWM-Paket mit niedriger
Frequenz angesteuert werden, wobei das PWM-Paket einen Rippel aufgrund des hochfrequenten
Betriebes des Schalters S1 des Treiber-Moduls während der Einschaltzeit aufweisen
kann. Der Rippel, der sich aufgrund des hochfrequenten Betriebes des Schalters S1
des Treiber-Moduls ergeben kann, kann durch den Kondensator C1 verringert werden.
[0062] Die niedrige Frequenz des wenigstens einen PWM-Paketes, die überlagert wird, kann
durch einen externen Controller wie beispielsweise einen Microcontroller oder eine
andere zentrale Steuereinheit vorgegeben werden. Durch die Ansteuerung des Treiber-Modul
mit solchen niederfrequenten PWM-Paketen kann das Treiber-Modul zeitweise deaktiviert
werden und somit durch die PWM-Pakete eine Helligkeitssteuerung und bei Einsatz verschiedener
Lichtspektren der Leuchtmittel eine Farbmischung erreicht werden.
[0063] Beispielsweise können für eine RGB-Farbmischung die drei Farben des RGB-LED-Moduls
von jeweils einem Treiber-Modul angesteuert werden, wobei die drei Treiber-Module
über drei PWM-Kanäle angesteuert werden.
1. Vorrichtung zum Betrieb von wenigstens zwei Leuchtmittelanordnungen, jeweils bestehend
aus einem oder mehreren Leuchtmitteln, vorzugsweise LEDs, wobei die Vorrichtung elektrische
Energie an die wenigstens zwei Leuchtmittelanordnungen zur Verfügung stellt,
und wobei einer ersten Leuchtmittelanordnung und wenigstens einer zweiten Leuchtmittelanordnung
elektrische Energie in Form von PWM-Paketen zugeführt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einschaltflanke wenigstens eines PWM-Pakets einer ersten Leuchtmittelanordnung
wenigsten zeitweise von der Einschaltflanke wenigstens eines weiteren PWM-Pakets einer
zweiten Leuchtmittelanordnung abweicht,
wobei die wenigstens zwei Leuchtmittelanordnungen so angesteuert werden, dass der
zeitliche Mittelpunkt eines PWM-Pakets der ersten Leuchtmittelanordnung mit dem zeitlichen
Mittelpunkt eines PWM-Pakets wenigstens einer zweiten Leuchtmittelanordnung übereinstimmt,
bzw. zeitlich nah aufeinanderfolgt
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass die Abstimmung der zeitlichen Abfolge der PWM Pakete über den gesamten Dimmbereich
der Leuchtmittel erfolgt.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass die wenigstens zwei Leuchtmittelanordnungen so angesteuert werden, dass zusätzlich
die zeitlichen Mittelpunkte der PWM Pakete der Leuchtmittelanordnungen mit einem Offset-Wert
zeitlich gegeneinander verschoben sind, damit die Flanken der PWM-Pakete an die Leuchtmittelanordnungen
nicht zeitgleich erfolgen,
wobei der Offset-Wert abhängig vom Dimmlevel der Leuchtmittel gewählt wird.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass die Leuchtmittel der ersten und/oder wenigstens der zweiten Leuchtmittelanordnung
anorganische oder organische Leuchtdioden sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass die Leuchtmittel der ersten und/oder wenigstens der zweiten Leuchtmittelanordnung
ein unterschiedliches Lichtspektrum emittieren.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die zeitliche Abweichung der Einschaltflanke intern oder extern variierbar ist
oder fest vorgegeben ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die zeitliche Abweichung bereits bei der Erzeugung der PWM-Signale vorliegt,
und/oder auf der Strecke zwischen der PWM-Erzeugung und den LEDs gezielt eingefügt
wird.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Frequenz wenigstens eines PWM-Pakets wenigsten zeitweise von der Frequenz wenigstens
eines weiteren PWM-Pakets einer zweiten Leuchtmittelanordnung abweicht,
wobei die Frequenz eines PWM-Pakets das Vielfache einer weiteren Frequenz beträgt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
wobei wenigstens eine Frequenz nach Erzeugung einheitlicher PWM- Schaltfrequenzen
bspw. durch einen Kondensator verschoben wird.
10. Betriebsgerät, aufweisend eine Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
11. Beleuchtungssystem aufweisend wenigstens zwei Leuchtmittel und zwei funktionell miteinander
verbundene Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
12. Verfahren zur Verringerung der Belastung einer Spannungsversorgung und/oder zur Verbesserung
der EMV-Verträglichkeit bei einer Ansteuerung von LEDs mit PWM-Signalen,
wobei die Einschaltflanke wenigstens eines PWM-Signals weicht zeitlich von der wenigstens
eines weiteren PWM-Signals zumindest zeitweise ab und ist somit nicht simultan ist,
wobei die wenigstens zwei Leuchtmittelanordnungen so angesteuert werden, dass der
zeitliche Mittelpunkt eines PWM-Pakets der ersten Leuchtmittelanordnung mit dem zeitlichen
Mittelpunkt eines PWM-Pakets wenigstens einer zweiten Leuchtmittelanordnung übereinstimmt
bzw. zeitlich nah aufeinanderfolgt.
1. Device for operating at least two illuminant arrangements, each consisting of one
or more illuminants, preferably LEDs, wherein the device makes electrical energy available
to the at least two illuminant arrangements,
and wherein electrical energy in the form of PWM packets is fed to a first illuminant
arrangement and at least one second illuminant arrangement,
characterized
in that the switch-on edge of at least one PWM packet of a first illuminant arrangement deviates
at least occasionally from the switch-on edge of at least one further PWM packet of
a second illuminant arrangement, wherein the at least two illuminant arrangements
are driven such that the temporal midpoint of a PWM packet of the first illuminant
arrangement corresponds to or temporally closely follows the temporal midpoint of
a PWM packet of at least one second illuminant arrangement.
2. Device according to Claim 1, characterized in that the temporal sequence of the PWM packets is co-ordinated over the entire dimming
range of the illuminants.
3. Device according to either of the preceding claims, characterized in that the at least two illuminant arrangements are driven such that in addition the temporal
midpoints of the PWM packets of the illuminant arrangements are temporally shifted
relative to one another with an offset value, in order that the edges of the PWM packets
to the illuminant arrangements are not effected simultaneously,
wherein the offset value is chosen depending on the dimming level of the illuminants.
4. Device according to any of the preceding claims, characterized in that the illuminants of the first and/or at least the second illuminant arrangement(s)
are inorganic or organic light-emitting diodes.
5. Device according to any of the preceding claims, characterized in that the illuminants of the first and/or at least the second illuminant arrangement(s)
emit a different light spectrum.
6. Device according to any of the preceding claims, wherein the temporal deviation of
the switch-on edge is internally or externally variable or is fixedly predefined.
7. Device according to any of the preceding claims, wherein the temporal deviation is
already present when the PWM signals are generated, and/or is inserted in a targeted
manner on the path between the PWM generation and the LEDs.
8. Device according to any of the preceding claims, characterized
in that the frequency of at least one PWM packet deviates at least occasionally from the
frequency of at least one further PWM packet of a second illuminant arrangement,
wherein the frequency of one PWM packet is the multiple of a further frequency.
9. Device according to Claim 8,
wherein at least one frequency is shifted after the generation of uniform PWM switching
frequencies e.g. by a capacitor.
10. Operating unit, comprising a device according to any of the preceding claims.
11. Lighting system comprising at least two illuminants and two functionally interconnected
devices according to any of Claims 1 to 9.
12. Method for reducing the loading of a voltage supply and/or for improving the EMC compatibility
when driving LEDs with PWM signals,
wherein the switch-on edge of at least one PWM signal deviates temporally from the
at least one further PWM signal at least occasionally and is therefore not simultaneous,
wherein the at least two illuminant arrangements are driven such that the temporal
midpoint of a PWM packet of the first illuminant arrangement corresponds to or temporally
closely follows the temporal midpoint of a PWM packet of at least one second illuminant
arrangement.
1. Dispositif pour le fonctionnement d'au moins deux agencements de moyens d'éclairage,
consistant respectivement en un ou plusieurs moyens d'éclairage, de préférence LEDs,
le dispositif mettant de l'énergie électrique à disposition desdits au moins deux
agencements de moyens d'éclairage,
et dans lequel de l'énergie électrique est fournie sous forme de paquets MLI à un
premier agencement de moyens d'éclairage et au moins un deuxième agencement de moyens
d'éclairage,
caractérisé en ce que
le flanc montant d'au moins un paquet MLI d'un premier agencement de moyens d'éclairage
diffère au moins temporairement du flanc montant d'au moins un autre paquet MLI d'un
deuxième agencement de moyens d'éclairage,
dans lequel lesdits au moins deux agencements de moyens d'éclairage sont commandés
de telle sorte que le point central dans le temps d'un paquet MLI du premier agencement
de moyens d'éclairage correspond au point central dans le temps d'un paquet MLI d'au
moins un deuxième agencement de moyens d'éclairage ou lui succède de manière proche
dans le temps.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la coordination de la séquence temporelle des paquets MLI a lieu sur toute la plage
de gradation des moyens d'éclairage.
3. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les au moins deux agencements de moyens d'éclairage sont commandés de telle sorte
qu'en outre les points centraux dans le temps des paquets MLI des agencements de moyens
d'éclairage sont décalés temporellement les uns par rapport aux autres d'une valeur
de décalage, pour que les flancs des paquets MLI n'arrivent pas simultanément aux
agencements de moyens d'éclairage,
dans lequel la valeur de décalage est choisie en fonction du niveau de gradation des
moyens d'éclairage.
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens d'éclairage du premier et/ou d'au moins le deuxième agencement de moyens
d'éclairage sont des diodes électroluminescentes anorganiques ou organiques.
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens d'éclairage du premier et/ou d'au moins le deuxième agencement de moyens
d'éclairage émettent un spectre lumineux différent.
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
dans lequel l'écart temporel des flancs montants est variable de manière interne ou
externe ou est prédéterminé de manière fixe.
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
dans lequel l'écart temporel est déjà présent au moment de la génération des signaux
MLI, et/ou est inséré de manière ciblée sur le trajet entre la génération MLI et les
LEDs.
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la fréquence d'au moins un paquet MLI diffère au moins temporairement de la fréquence
d'au moins un autre paquet MLI d'un deuxième agencement de moyens d'éclairage,
dans lequel la fréquence d'un paquet MLI est un multiple d'une autre fréquence.
9. Dispositif selon la revendication 8,
dans lequel au moins une fréquence est décalée après la génération de fréquences de
commutation MLI uniformes par exemple par un condensateur.
10. Appareil de commande, présentant un dispositif selon l'une des revendications précédentes.
11. Système d'éclairage présentant au moins deux moyens d'éclairage et deux dispositifs
selon l'une des revendications 1 à 9, les deux dispositifs étant reliés entre eux
de manière fonctionnelle.
12. Procédé pour réduire la charge d'une alimentation en tension et/ou pour améliorer
la compatibilité électromagnétique lors de la commande de LEDs avec des signaux MLI,
dans lequel le flanc montant d'au moins un signal MLI diffèrent temporellement de
celui d'au moins un autre signal MLI au moins temporairement et, ainsi, n'est pas
simultané avec celui-ci,
dans lequel les au moins deux agencements de moyens d'éclairage sont commandés de
telle sorte que le point central dans le temps d'un paquet MLI du premier agencement
de moyens d'éclairage correspond au point central dans le temps d'un paquet MLI d'au
moins un deuxième agencement de moyens d'éclairage ou lui succède de manière proche
dans le temps.