| (19) |
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(11) |
EP 2 524 387 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.03.2014 Patentblatt 2014/12 |
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Anmeldetag: 13.01.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2011/050366 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/086112 (21.07.2011 Gazette 2011/29) |
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VERFAHREN UND STEUEREINHEIT ZUM STEUERN EINES ELEKTRISCHEN BAUELEMENTES
METHOD AND CONTROL UNIT FOR CONTROLLING AN ELECTRICAL COMPONENT
PROCÉDÉ ET UNITÉ DE COMMANDE POUR COMMANDER UN COMPOSANT ÉLECTRIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
21.05.2010 DE 102010029231 14.01.2010 DE 102010000887 14.01.2010 DE 102010000883
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.11.2012 Patentblatt 2012/47 |
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Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHUELER, Harald
71522 Backnang (DE)
- HARTMANN, Sven
70439 Stuttgart (DE)
- TUMBACK, Stefan
70469 Stuttgart (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 3 441 810
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US-A- 5 909 352
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft das Steuern von elektrischen Bauelementen wie
Relais, Transformatoren oder Elektromagnete, welche eine induktive Last haben.
[0002] Ein Beispiel für ein solches elektrisches Bauelement ist das Schalt- und Einrückrelais
eines Starters eines Kraftfahrzeuges. Ein solches Schalt- und/oder Einrückrelais kann
mit einer Hauptwicklung und einer Löschwicklung ausgestaltet sein. Dabei übernimmt
die Hauptwicklung die Funktion einer Einzugswicklung zum Einzug des Einrückrelais.
Die zweite Wicklung kann als Haltewicklung im Betrieb wirken. Zum Schalten beider
Wicklungen ist ein jeweiliger Feldeffekttransistor vorgesehen.
[0003] Gemäß einem intern der Anmelderin bekannten Stand der Technik hat ein elektrisches
Bauelement zwei Spulen, wobei beim Löschen des magnetischen Flusses die Energie im
Wesentlichen von einem Feldeffekttransistor getragen wird.
[0004] Das Dokument
US 5 909 352 offenbart ein Verfahren gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Offenbarung der Erfindung
[0005] Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis, die beim Löschen frei werdende Energie
auf zumindest zwei Feldeffekttransistoren zu verteilen, so dass eine Überlastung eines
einzelnen Feldeffekttransistors vermieden wird. Dadurch, dass die Energie zum Löschen
des Spulenstromes auf zwei Feldeffekttransistoren verteilt werden kann, können die
beiden Feldeffekttransistoren geringer dimensioniert werden. Des Weiteren entfallen
vorteilhafterweise zusätzliche Bauteile zur Löschung des Spulenstroms.
[0006] Demgemäß wird ein Verfahren zum Steuern eines elektrischen Bauelementes vorgeschlagen,
welches folgende Schritte hat:
Bereitstellen des elektrischen Bauelements mit einer Hauptwicklung, einem als Schalter
der Hauptwicklung ausgebildeten ersten Feldeffekttransistor (FET) zum Schalten der
Hauptwicklung, einer Löschwicklung zum Löschen der induktiven Last der Hauptwicklung
beim Abschalten der Hauptwicklung und einem als Schalter der Löschwicklung ausgebildeten
zweiten Feldeffekttransistor (FET) zum Schalten der Löschwicklung, und
Betreiben des ersten Feldeffekttransistors im Linearbetrieb und des zweiten Feldeffekttransistors
im Linearbetrieb oder in einem getakteten Betrieb zwischen dem Linearbetrieb und einem
abgeschalteten Zustand bei einem Abschaltvorgang der Löschwicklung.
[0007] Ferner wird eine Steuereinheit zum Steuern eines elektrischen Bauelementes vorgeschlagen,
wobei das elektrische Bauelement eine Hauptwicklung, einen als Schalter der Hauptwicklung
ausgebildeten ersten Feldeffekttransistor zum Schalten der Hauptwicklung, eine Löschwicklung
zum Löschen der induktiven Last der Hauptwicklung beim Abschalten der Hauptwicklung
und einen als Schalter der Löschwicklung ausgebildeten zweiten Feldeffekttransistor
zum Schalten der Löschwicklung aufweist. Dabei ist die Steuereinrichtung dazu geeignet,
den ersten Feldeffekttransistor im Linearbetrieb und den zweiten Feldeffekttransistor
im Linearbetrieb oder in einem getakteten Betrieb zwischen dem Linearbetrieb und einem
abgeschalteten Zustand bei einem Abschaltvorgang der Löschwicklung zu betreiben.
[0008] Die Steuereinheit kann hardwaretechnisch oder auch hardware- und softwaretechnisch
implementiert sein. Bei einer hardwaretechnischen Implementierung kann die Steuereinheit
als Vorrichtung, zum Beispiel als Mikroprozessor, Einrichtung oder auch als Teil eines
Systems, zum Beispiel eines Automobilsteuergerätes, ausgebildet sein. Bei einer hardware-
und softwaretechnischen Implementierung kann die Steuereinheit als Computerprogrammprodukt,
als eine Funktion, als eine Routine, als Teil eines Programmcodes oder als ausführbares
Objekt ausgebildet sein.
[0009] Weiterhin wird ein elektrisches Bauteil mit einer wie oben erläuterten Steuereinheit
vorgeschlagen.
[0010] Das elektrische Bauteil ist dabei vorzugsweise ein Schalt- und/oder Einschaltrelais
eines Kraftfahrzeuges.
[0011] Des Weiteren wird ein Starter oder Startersystem mit einem oder mehreren solchen
elektrischen Bauteil vorgeschlagen.
[0012] In den Unteransprüchen finden sich vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen
des in Anspruch 1 angegebenen Verfahrens und der im Anspruch 8 angegebenen Steuereinheit.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung werden der erste Feldeffekttransistor in dem
Linearbereich und der zweite Feldeffekttransistor in dem Linearbereich oder in dem
getakteten Bereich bei dem Abschaltvorgang der Löschwicklung nach dem Löschen der
Hauptwicklung und vor dem Abschalten der Löschwicklung betrieben. Somit kann die bei
dem Löschen der Hauptwicklung frei werdende Energie auf die beiden Feldeffekttransistoren
verteilt werden, ohne der Gefahr einer Zerstörung einer der Feldeffekttransistoren
bei dem Ausschalten der Löschwicklung.
[0014] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung werden der erste Feldeffekttransistor
und der zweite Feldeffekttransistor in dem Linearbetrieb während des Abschaltvorgangs
betrieben.
[0015] Vorzugsweise können dabei die beiden Übergangswiderstände oder Drain/Source-Widerstände
der beiden Feldeffekttransistoren derart geregelt werden, dass der Eintrag der Abschaltenergien
während des gesamten Abschaltvorgangs in beiden Feldeffekttransistoren gleich ist.
[0016] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung werden der erste Feldeffekttransistor
und der zweite Feldeffekttransistor während des Abschaltvorgangs derart angesteuert,
dass die Drain/Source-Widerstände des ersten Feldeffekttransistors und des zweiten
Feldeffekttransistors derart ausgebildet sind, dass die während des Abschaltvorgangs
über die beiden Feldeffekttransistoren abgeführten Energiebeiträge vorzugsweise gleich
sind.
[0017] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung werden der erste Feldeffekttransistor
im Linearbereich und der zweite Feldeffekttransistor im getakteten Betrieb mit einem
bestimmten Drain/Source-Widerstand während des Abschaltvorganges betrieben.
[0018] Dabei wird vorzugweise der Takt des getakteten Betriebes derart eingestellt, dass
der magnetische Fluss gleichmäßig abgebaut wird und die Ströme durch die Hauptwicklung
und die Löschwicklung stetig sinken. Somit wird vorteilhafterweise vermieden, dass
die Ströme wieder zunehmen können.
[0019] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung weist der getaktete Betrieb Pulse
und Pulspausen für den Linearbetrieb auf. Somit muss vorteilhafterweise nicht notwendigerweise
ein festes Taktverhältnis vorgegeben werden.
[0020] Dies kann insbesondere dann besonders vorteilhaft eingesetzt werden, wenn aufgrund
einer bestimmten Beschaltung der Feldeffekttransistoren nur ein bestimmter Übergangswiderstand
bzw. Source/Drain-Widerstand eingestellt werden kann.
[0021] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Steuereinheit ist diese dazu eingerichtet,
das elektrische Bauelement in einem Betriebszustand mit eingeschaltetem ersten Feldeffekttransistor
und ausgeschaltetem zweiten Feldeffekttransistor, in einem Löschzustand mit ausgeschaltetem
ersten Feldeffekttransistor und eingeschaltetem zweiten Feldeffekttransistor, in einem
Abschaltzustand mit dem ersten Feldeffekttransistor im Linearbereich und dem zweiten
Feldeffekttransistor im Linearbereich oder einem getakteten Betrieb und in einem Ruhezustand
mit ausgeschaltetem ersten Feldeffekttransistor und ausgeschaltetem zweiten Feldeffekttransistor
zu betreiben. Zur Einstellung des Betriebszustandes, des Löschzustandes, des Abschaltzustandes
und des Ruhezustandes ist die Steuereinheit vorteilhafterweise dazu eingerichtet,
den ersten FET mittels eines ersten Steuersignals und den zweiten FET mittels eines
zweiten Steuersignals anzusteuern.
[0022] In beiden Fällen des Betriebes des zweiten FETs bei dem Abschaltvorgang, nämlich
im Linearbetrieb oder in dem getakteten Betrieb, beruht der erfindungsgemäße Effekt
darauf, dass durch das Zuschalten der Hauptwicklung vor dem Abschalten der Löschwicklung
Strom von der Löschwicklung auf die Hauptwicklung übertragen wird. Dadurch wird die
Abschaltenergie auf beide FETs verteilt. Insbesondere wenn der Übergangswiderstand
des ersten FETs für die Hauptwicklung nicht ausreichend klein ist, kann der Effekt
durch ein kurzzeitiges Abschalten der Löschwicklung verstärkt werden.
[0023] Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und
in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein schematisches Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Bauelements,
- Fig. 2
- ein schematisches Ablaufdiagramm eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Verfahrens,
- Fig. 3
- ein schematisches Ablaufdiagramm eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Verfahrens,
- Fig. 4
- den zeitlichen Verlauf der Drain/Source-Widerstandes des ersten FETs und des zweiten
FETs beim Verfahren nach Fig. 3,
- Fig. 5
- ein schematisches Ablaufdiagramm eines dritten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Verfahrens, und
- Fig. 6
- die zeitlichen Verläuft der Drain/Source-Widerstände des ersten FETs und des zweiten
FETs beim Verfahren nach Fig. 5.
[0024] In Fig. 1 ist ein schematisches Blockschaltbild des erfindungsgemäßen Bauelementes
1 dargestellt.
[0025] Das erfindungsgemäße Bauelement 1 hat eine Hauptwicklung 2, einen ersten FET 3, eine
Löschwicklung 4, einen zweiten FET 5 und einen Kern 6. Die Hauptwicklung 2 hat eine
vorbestimmte Induktivität L
1, einen Widerstand R
1 und eine vorbestimmte Windungszahl n
1. Analog hat die Löschwicklung 3 eine vorbestimmte Induktivität L
2, einen vorbestimmten Widerstand R
2 und eine vorbestimmte Windungszahl n
2. Die Hauptwicklung 2 und die Löschwicklung 4 sind um den gemeinsamen Kern 6 angeordnet,
insbesondere gewickelt. Der erste FET 3 ist als Schalter zum Schalten der Hauptwicklung
2 eingerichtet. Weiter ist der zweite FET 5 als Schalter zum Schalten der Löschwicklung
4 eingerichtet. Dabei ist die Löschwicklung 4 insbesondere zum Löschen der induktiven
Last der Hauptwicklung 2 beim Abschalten der Hauptwicklung 2 eingerichtet.
[0026] Weiter hat das Bauelement 1 eine Steuereinheit 7. Die Steuereinheit 7 ist dazu eingerichtet,
den ersten FET 3 in dem Linearbetrieb 8 und den zweiten FET 5 im Linearbetrieb 8 oder
in einem getakteten Betrieb 10 zwischen dem Linearbetrieb 8 und einem abgeschaltetem
Zustand 9 bei einem Abschaltvorgang 12 der Löschwicklung 4 zu betreiben (siehe Fig.
4 und 6).
[0027] Vorzugsweise wird der erste FET 3 in dem Linearbetrieb 8 und der zweite FET 5 in
dem Linearbetrieb 8 oder in dem getakteten Betrieb 10 während des Abschaltvorgangs
12 der Löschwicklung 4 nach dem Löschvorgang der Hauptwicklung 2 und vor einem Ausschalten
der Löschwicklung 4 betrieben. Dazu steuert die Steuereinheit den ersten FET 3 mittels
eines ersten Steuersignals S
1 und den zweiten FET 5 mittels eines zweiten Steuersignals S
2 an.
[0028] Weiter zeigt Fig. 2 ein schematisches Ablaufdiagramm eines ersten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0029] Das Ausführungsbeispiel der Fig. 2 hat die Verfahrensschritte 201 und 202 und wird
mit Bezug zu Fig. 1 beschrieben. In dem Verfahrensschritt 201 wird das elektronische
Bauelement 1 mit einer Hauptwicklung 2, einem als Schalter der Hauptwicklung 2 ausgebildeten
ersten FET 3 zum Schalten der Hauptwicklung 2, einer Löschwicklung 4 zum Löschen der
induktiven Last der Hauptwicklung 2, und einem als Schalter der Löschwicklung 4 ausgebildeten
zweiten FET 5 zum Schalten der Löschwicklung 4 bereitgestellt.
[0030] In dem Verfahrensschritt 202 wird der erste FET 3 in dem Linearbetrieb 8 und der
zweite FET 5 in dem Linearbetrieb 8 oder in einem getakteten Betrieb 10 zwischen dem
Linearbetrieb 8 und einem abgeschalteten Zustand 9 bei dem Abschaltvorgang 12 der
Löschwicklung 4 betrieben. Der Abschaltvorgang 12 liegt nach dem Löschvorgang 11 und
vor dem Zeitpunkt des tatsächlichen Ausschaltens 13 der beiden FETs 3 und 5 (siehe
Fig. 4 und 6).
[0031] Fig. 3 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm eines zweiten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Verfahrens. Das Ausführungsbeispiel der Fig. 3 hat die Verfahrensschritte
301 bis 303 und wird mit Bezug zu Fig. 4 beschrieben. Fig. 4 zeigt den zeitlichen
Verlauf der Drain/Source-Widerstände RS1 und RS2 des ersten FETs 3 bzw. des zweiten
FETs 5 beim Verfahren nach Fig. 3. Dabei ist die Zeitachse t der Fig. 4 in Löschzustand
11, Abschaltzustand 12 und Ruhezustand 13 des Bauelements 1 eingeteilt.
[0032] In dem Verfahrensschritt 301 wird das Bauelement 1 in dem Löschzustand 11 betrieben.
In dem Löschzustand 11 ist der erste FET 3 in einem abgeschalteten Zustand 9, das
heißt der Drain/Source-Widerstand RS1 ist hochohmig. Weiter ist in dem Löschzustand
11 der zweite FET 3 in einem eingeschalteten Zustand 14, das heißt der Drain/Source-Widerstand
RS2 ist niederohmig, so dass die beim Abschalten der Hauptwicklung 2 frei werdende
Energie über die Löschwicklung 4 gelöscht werden kann. Dies wird insbesondere als
Haltezustand bezeichnet.
[0033] In dem Verfahrensschritt 302 wird das Bauelement 1 in dem Abschaltzustand 12 betrieben.
Dabei wird der erste FET 3 in dem Linearbetrieb 8 betrieben. Ebenso wird der zweite
FET 5 in dem Linearbetrieb 8 betrieben.
[0034] In dem Verfahrensschritt 303 wird das elektrische Bauelement 1 in dem Ruhezustand
13 betrieben, d.h. beiden FETs 3 und 5 sind in dem ausgeschalteten Zustand 9.
[0035] Fig. 5 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm eines dritten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Verfahrens. Das Ausführungsbeispiel der Fig. 5 hat die Verfahrensschritte
501 bis 503 und wird mit Bezug zu Fig. 6 beschrieben. Fig. 6 zeigt den zeitlichen
Verlauf der Drain/Source-Widerstände RS1 und RS2 des ersten FETs 3 bzw. des zweiten
FETs 5 beim Verfahren nach Fig. 5. Dabei ist die Zeitachse t der Fig. 6 ebenso in
Löschzustand 11, Abschaltzustand 12 und Ruhezustand 13 des Bauelements 1 eingeteilt.
[0036] In dem Verfahrensschritt 501 wird das Bauelement 1 in dem Löschzustand 11 betrieben.
In dem Löschzustand 11 ist der erste FET 3 in einem abgeschalteten Zustand 9, das
heißt der Drain/Source-Widerstand RS1 ist hochohmig. Weiter ist in dem Löschzustand
11 der zweite FET 3 in einem eingeschalteten Zustand 14, das heißt der Drain/Source-Widerstand
RS2 ist niederohmig. Das wird insbesondere als Haltezustand bezeichnet.
[0037] In dem Verfahrensschritt 502 wird das Bauelement 1 in dem Abschaltzustand 12 betrieben.
Somit wird der erste FET 3 in dem Linearbetrieb 8 betrieben. Weiter wird der zweite
FET 5 in einem getakteten Betrieb 10 betrieben. In dem getakteten Betrieb 10 wird
zwischen dem Linearbetrieb 8 und einem abgeschalteten Zustand 9 abwechselnd hin und
her geschaltet.
[0038] In dem Verfahrensschritt 503 wird das elektrische Bauelement 1 in dem Ruhezustand
13 betrieben, d.h. beiden FETs 3 und 5 sind in dem ausgeschalteten Zustand 9.
1. Verfahren zum Steuern eines elektrischen Bauelementes (1), mit:
Bereitstellen des elektrischen Bauteils (1) mit einer Hauptwicklung (2), einer Löschwicklung
(4) zum Löschen der induktiven Last der Hauptwicklung (2) beim Abschalten der Hauptwicklung
(2),
gekennzeichnet durch einem als Schalter der Hauptwicklung (2), ausgebildeten ersten Feldeffekttransistor
(3) zum Schalten der Hauptwicklung (2), und einem als Schalter der Löschwicklung (4)
ausgebildeten zweiten Feldeffekttransistor (5) zum Schalten der Löschwicklung (4)
und durch das
Betreiben des ersten Feldeffekttransistors (3) im Linearbetrieb (8) und des zweiten
Feldeffekttransistor (5) im Linearbetrieb (8) oder in einem getakteten Betrieb (10)
zwischen dem Linearbetrieb (8) und einem abgeschalteten Zustand (9) bei einem Abschaltvorgang
(12) der Löschwicklung (4).
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der erste Feldeffekttransistor (3) in dem Linearbetrieb
(8) und der zweite Feldeffekttransistor (5) in dem Linearbetrieb (8) oder in dem getakteten
Betrieb (10) während des Abschaltvorgangs (12) nach dem Löschen der Hauptwicklung
(2) und vor einem Ausschalten der Löschwicklung (4) betrieben werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei der erste Feldeffekttransistor (3) und der
zweite Feldeffekttransistor (5) in dem Linearbetrieb (8) während des Abschaltvorgangs
(12) betrieben werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei der erste Feldeffekttransistor (3) und der zweite
Feldeffekttransistor (5) während des Abschaltvorgangs (12) derart gesteuert werden,
dass die Drain/Source-Widerstände (RS1, RS2) des ersten und zweiten Feldeffekttransistor
(3, 5) derart ausgebildet sind, dass die während des Abschaltvorgangs (12) über die
beiden Feldeffekttransistoren (3, 5) abgeführten Energien im Wesentlichen gleich sind.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei der erste Feldeffekttransistor (3) im Linearbetrieb
(8) und der zweite Feldeffekttransistor (5) im getakteten Betrieb (10) mit einem bestimmten
Drain/Source-Widerstand (RS1, RS2) während des Abschaltvorgangs (12) betrieben werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei der erste Feldeffekttransistor (3) im Linearbetrieb
(8) und der zweite Feldeffekttransistor (5) im getakteten Betrieb (10) mit einem bestimmten
Drain/Source-Widerstand (RS1, RS2) während des Abschaltvorgangs (12) betrieben werden,
wobei der Takt des getakteten Betriebes (10) derart eingestellt wird, dass der magnetische
Fluss gleichmäßig abgebaut wird und die Ströme durch die Hauptwicklung (2) und die
Löschwicklung (4) stetig abnehmen.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei der getaktete Betrieb Pulse und Pulspausen für den
Linearbetrieb (8) aufweist.
8. Steuereinheit (7) zum Steuern eines elektrischen Bauelements (1),
wobei das elektronische Bauelement (1) eine Hauptwicklung (2), einen als Schalter
der Hauptwicklung (2) ausgebildeten ersten Feldeffekttransistor (3) zum Schalten der
Hauptwicklung (2), eine Löschwicklung (4) zum Löschen der induktiven Last der Hauptwicklung
(2) beim Abschalten der Hauptwicklung (2) und einen als Schalter der Löschwicklung
(4) ausgebildeten zweiten Feldeffekttransistor (5) zum Schalten der Löschwicklung
(4) hat,
wobei die Steuereinrichtung (7) dazu eingerichtet ist, den ersten Feldeffekttransistor
(3) im Linearbetrieb (8) und den zweiten Feldeffekttransistor (5) im Linearbetrieb
(8) oder in einem getakteten Betrieb (10) zwischen dem Linearbetrieb (8) und dem abgeschalteten
Zustand (9) bei einem Abschaltvorgang (12) der Löschwicklung (4) zu betreiben.
9. Steuereinheit nach Anspruch 8,
wobei die Steuereinheit (7) dazu eingerichtet ist, das elektrische Bauelement (1)
in einem Betriebszustand mit eingeschaltetem ersten Feldeffekttransistor (3) und ausgeschaltetem
zweiten Feldeffekttransistor (5), in einem Löschzustand (11) mit ausgeschaltetem ersten
Feldeffekttransistor (3) und eingeschaltetem zweiten Feldeffekttransistor (5), in
einem Abschaltzustand (12) mit dem ersten Feldeffekttransistor (3) im Linearbetrieb
(8) und dem zweiten Feldeffekttransistor (5) im Linearbetrieb (8) oder im getakteten
Betrieb (10) und in einem Ruhezustand (13) mit ausgeschaltetem ersten Feldeffekttransistor
(3) und ausgeschaltetem zweiten Feldeffekttransistor (5) zu betreiben.
10. Steuereinheit nach Anspruch 9,
wobei die Steuereinheit (7) zur Einstellung des Betriebszustandes, des Löschzustandes
(11), des Abschaltzustandes (12) und des Ruhezustandes (13) den ersten Feldeffekttransistor
(3) mittels eines ersten Steuersignals (S1) und den zweiten Feldeffekttransistor (5)
mittels eines zweiten Steuersignals (S2) ansteuert.
11. Elektrisches Bauelement (1) mit einer Steuereinheit (7) nach einem der Ansprüche 8
bis 10.
12. Elektrisches Bauelement nach Anspruch 11, wobei das elektrische Bauelement (1) als
ein Schalt- und Einrückrelais eines Starters eines Kraftfahrzeuges ausgebildet ist.
13. Starter mit einem elektrischen Bauteil (1) nach Anspruch 12.
1. Method for controlling an electrical component (1), comprising:
providing the electrical component (1) with a primary winding (2), a quenching winding
(4) for quenching the inductive load of the primary winding (2) on disconnection of
the primary winding (2), characterized by a first field-effect transistor (3) in the form of a switch of the primary winding
(2) for switching the primary winding (2) and a second field-effect transistor (5)
in the form of a switch of the quenching winding (4) for switching the quenching winding
(4), and by
the operation of the first field-effect transistor (3) in the linear mode (8) and
the second field-effect transistor (5) in the linear mode (8) or in a clocked mode
(10) between the linear mode (8) and a disconnected state (9) in the event of a disconnection
operation (12) of the quenching winding (4).
2. Method according to Claim 1, wherein the first field-effect transistor (3) is operated
in the linear mode (8) and the second field-effect transistor (5) is operated in the
linear mode (8) or in the clocked mode (10) during the disconnection operation (12)
after quenching of the primary winding (2) and prior to disconnection of the quenching
winding (4).
3. Method according to Claim 1 or 2, wherein the first field-effect transistor (3) and
the second field-effect transistor (5) are operated in the linear mode (8) during
the disconnection operation (12).
4. Method according to Claim 3, wherein the first field-effect transistor (3) and the
second field-effect transistor (5) are controlled during the disconnection operation
(12) in such a way that the drain/source resistances (RS1, RS2) of the first and second
field-effect transistors (3, 5) are designed in such a way that the energies dissipated
via the two field-effect transistors (3, 5) during the disconnection operation (12)
are substantially identical.
5. Method according to Claim 1 or 2, wherein the first field-effect transistor (3) is
operated in the linear mode (8) and the second field-effect transistor (5) is operated
in the clocked mode (10) with a specific drain/source resistance (RS1, RS2) during
the disconnection operation (12).
6. Method according to Claim 1 or 2, wherein the first field-effect transistor (3) is
operated in the linear mode (8) and the second field-effect transistor (5) is operated
in the clocked mode (10) with a specific drain/source resistance (RS1, RS2) during
the disconnection operation (12), wherein the clock of the clocked mode (10) is set
in such a way that the magnetic flux is reduced uniformly and the currents through
the primary winding (2) and the quenching winding (4) decrease continuously.
7. Method according to Claim 6, wherein the clocked mode has pulses and interpulse periods
for the linear mode (8).
8. Control unit (7) for controlling an electrical component (1),
wherein the electrical component (1) has a primary winding (2), a first field-effect
transistor (3) in the form of a switch of the primary winding (2) for switching the
primary winding (2), a quenching winding (4) for quenching the inductive load of the
primary winding (2) on disconnection of the primary winding (2) and a second field-effect
transistor (5) in the form of a switch of the quenching winding (4) for switching
the quenching winding (4),
wherein the control device (7) is designed to operate the field-effect transistor
(3) in the linear mode (8) and the second field-effect transistor (5) in the linear
mode (8) or in a clocked mode (10) between the linear mode (8) and the disconnected
state (9) in the event of a disconnection operation (12) of the quenching winding
(4).
9. Control unit according to Claim 8,
wherein the control unit (7) is designed to operate the electrical component (1) in
an operating state with the first field-effect transistor (3) switched on and the
second field-effect transistor (5) switched off, in a quenching state (11) with the
first field-effect transistor (3) switched off and the second field-effect transistor
(5) switched on, in a disconnection state (12) with the first field-effect transistor
(3) in the linear mode (8) and the second field-effect transistor (5) in the linear
mode (8) or in the clocked mode (10) and in a quiescent state (13) with the first
field-effect transistor (3) switched off and the second field-effect transistor (5)
switched off.
10. Control unit according to Claim 9,
wherein the control unit (7) actuates the first field-effect transistor (3) by means
of a first control signal (S1) and the second field-effect transistor (5) by means
of a second control signal (S2) in order to set the operating state, the quenching
state (11), the disconnection state (12) and the quiescent state (13).
11. Electrical component (1) comprising a control unit (7) according to one of Claims
8 to 10.
12. Electrical component according to Claim 11, wherein the electrical component (1) is
in the form of a switching and starter relay for a starter of a motor vehicle.
13. Starter comprising an electrical component (1) according to Claim 12.
1. Procédé pour commander un composant électrique (1) comprenant :
mise à disposition du composant électrique (1) comprenant un enroulement principal
(2), un enroulement d'extinction (4) pour éteindre la charge inductive de l'enroulement
principal (2) lors de la déconnexion de l'enroulement principal (2), caractérisé par un premier transistor à effet de champ (3) réalisé sous la forme du commutateur de
l'enroulement principal (2) pour commuter l'enroulement principal (2) et un deuxième
transistor à effet de champ (5) réalisé sous la forme du commutateur de l'enroulement
d'extinction (4) pour commuter l'enroulement d'extinction (4) et par le fonctionnement
du premier transistor à effet de champ (3) en régime linéaire (8) et du deuxième transistor
à effet de champ (5) en régime linéaire (8) ou dans un régime cadencé (10) entre le
régime linéaire (8) et un état déconnecté (9) lors d'un processus de déconnexion (12)
de l'enroulement d'extinction (4).
2. Procédé selon la revendication 1, selon lequel le premier transistor à effet de champ
(3) fonctionne dans le régime linéaire (8) et le deuxième transistor à effet de champ
(5) dans le régime linéaire (8) ou dans le régime cadencé (10) pendant le processus
de déconnexion (12) après l'extinction de l'enroulement principal (2) et avant une
mise hors circuit de l'enroulement d'extinction (4).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, selon lequel le premier transistor à effet
de champ (3) et le deuxième transistor à effet de champ (5) fonctionnent dans le régime
linéaire (8) pendant le processus de déconnexion (12).
4. Procédé selon la revendication 3, selon lequel le premier transistor à effet de champ
(3) et le deuxième transistor à effet de champ (5), pendant le processus de déconnexion
(12), sont commandés de telle sorte que les résistances drain/source (RS1, RS2) du
premier et du deuxième transistor à effet de champ (3, 5) sont configurées de telle
sorte que les énergies dissipées pendant le processus de déconnexion (12) par le biais
des deux transistors à effet de champ (3, 5) sont sensiblement identiques.
5. Procédé selon la revendication 1 ou 2, selon lequel le premier transistor à effet
de champ (3) fonctionne dans le régime linéaire (8) et le deuxième transistor à effet
de champ (5) dans le régime cadencé (10) avec une résistance drain/source (RS1, RS2)
définie pendant le processus de déconnexion (12).
6. Procédé selon la revendication 1 ou 2, selon lequel le premier transistor à effet
de champ (3) fonctionne dans le régime linéaire (8) et le deuxième transistor à effet
de champ (5) dans le régime cadencé (10) avec une résistance drain/source (RS1, RS2)
définie pendant le processus de déconnexion (12), le rythme du régime cadencé (10)
étant réglé de telle sorte que le flux magnétique s'évanouit de manière régulière
et les courants à travers l'enroulement principal (2) et l'enroulement d'extinction
(4) diminuent continuellement.
7. Procédé selon la revendication 6, selon lequel le régime cadencé présente des impulsions
et des pauses d'impulsion pour le régime linéaire (8).
8. Unité de commande (7) pour commander un composant électrique (1),
avec laquelle le composant électrique (1) comprend un enroulement principal (2), un
premier transistor à effet de champ (3) réalisé sous la forme du commutateur de l'enroulement
principal (2) pour commuter l'enroulement principal (2), un enroulement d'extinction
(4) pour éteindre la charge inductive de l'enroulement principal (2) lors de la déconnexion
de l'enroulement principal (2) et un deuxième transistor à effet de champ (5) réalisé
sous la forme du commutateur de l'enroulement d'extinction (4) pour commuter l'enroulement
d'extinction (4),
avec laquelle l'unité de commande (7) est conçue pour faire fonctionner le premier
transistor à effet de champ (3) en régime linéaire (8) et le deuxième transistor à
effet de champ (5) en régime linéaire (8) ou dans un régime cadencé (10) entre le
régime linéaire (8) et l'état déconnecté (9) lors d'un processus de déconnexion (12)
de l'enroulement d'extinction (4).
9. Unité de commande selon la revendication 8, avec laquelle l'unité de commande (7)
est conçue pour faire fonctionner le composant électrique (1) dans un état opérationnel
avec le premier transistor à effet de champ (3) mis en circuit et le deuxième transistor
à effet de champ (5) mis hors circuit, dans un état éteint (11) avec le premier transistor
à effet de champ (3) mis hors circuit et le deuxième transistor à effet de champ (5)
mis en circuit, dans un état déconnecté (12) avec le premier transistor à effet de
champ (3) en régime linéaire (8) et le deuxième transistor à effet de champ (5) en
régime linéaire (8) ou en régime cadencé (10) et dans un état de repos (13) avec le
premier transistor à effet de champ (3) mis hors circuit et le deuxième transistor
à effet de champ (5) mis hors circuit.
10. Unité de commande selon la revendication 9, avec laquelle l'unité de commande (7),
pour établir l'état opérationnel, l'état éteint (11), l'état déconnecté (12) et l'état
de repos (13), commande le premier transistor à effet de champ (3) au moyen d'un premier
signal de commande (S1) et le deuxième transistor à effet de champ (5) au moyen d'un
deuxième signal de commande (S2).
11. Composant électrique (1) muni d'une unité de commande (7) selon l'une des revendications
8 à 10.
12. Composant électrique selon la revendication 11, avec lequel le composant électrique
(1) est réalisé sous la forme d'un relais de commutation et d'engrènement d'un démarreur
d'un véhicule automobile.
13. Démarreur muni d'un composant électrique (1) selon la revendication 12.
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