[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Brandschutzkonstruktion, die ein Schallabsorberelement
verwendet, um neben Brandschutzfunktionen auch akustische Funktionen zu übernehmen,
insbesondere Raumschall zu absorbieren, um damit die Raumakustik zu verbessern. Das
Schallabsorberelement ist dabei insbesondere für den Einbau in eine Wand- oder Decken-Brandschutzkonstruktion
aus Brandschutzplatten angepasst. Eine derartige Brandschutzkonstruktion ist als abgehängte
Deckenkonstruktion oder vorgesetzte Wandkonstruktion ausgebildet. Bevorzugte aber
nicht ausschließliche Einsatzgebiete für die erfindungsgemäße Brandschutzkonstruktion
sind Hochbau, Schiffbau, Industriebau und Tunnelbau.
[0002] Herkömmliche Brandschutzkonstruktionen werden in unterschiedlichen Bauwerken angebracht,
um den Feuerwiderstand einzelner Gebäudeteile zu erhöhen, insbesondere um die Brandausbreitungsgeschwindigkeit
zu reduzieren. An vorhandenen Gebäudewänden oder -decken werden dazu Brandschutzplatten
aus nicht brennbaren Materialien (sogenannte A1 Materialien) angebracht. Herkömmliche
Brandschutzplatten übernehmen nur im beschränkten Maße statische Funktionen (beispielsweise
beim Aufbau von Leichtbauwänden) und zeigen zumeist keine wünschenswerten akustischen
Eigenschaften. Wenn besondere Anforderungen an die Raumakustik gestellt werden, müssen
entweder zusätzliche akustische Elemente eingebaut werden, was den Herstellungsaufwand
von Gebäuden deutlich erhöht, oder es sind bauliche Kompromisse erforderlich, die
zu Lasten des Brandschutzes gehen, beispielsweise wenn an abgehängten Decken Akustikplatten
angebracht werden, die selbst keine hohen Brandschutzanforderungen erfüllen.
[0003] Die
DE 34 44 881 C2 zeigt einen schallabsorbierenden Gebäudewand- bzw. Deckenaufbau aus fugendicht gestoßenen
Mineralfaserplatten, die mit einer tragenden Konstruktion verbunden sind. Die Mineralfaserplatten
sind als Fertigelemente ausgebildet und weisen auf beiden Seiten eine haftende Schicht
auf.
[0004] In der
DE 93 21 610 U1 ist eine Akustikdecke aus schallschluckenden Leichtbauplatten beschrieben. Die Leichtbauplatten
bestehen aus mittels Kunstharz miteinander verbundenen Blähglas-, Blähton- oder ähnlichen
Partikeln.
[0005] Aus der
DE 196 53 807 A1 ist ein mineralischer Dämmkörper bekannt, der als Schall- oder Wärmedämmplatte ausgebildet
ist. Der Dämmkörper besitzt eine haufwerksporige Struktur, die aus Blähglasgranulatteilchen
in einem stabilen Bindemittelgerüst gebildet ist.
[0006] Die
DE 44 08 177 A1 zeigt ein Lärmschutz-Wandteil, bei welchem ein Wandelement aus Massivbeton auf einer
Seite mit einer offenporigen Absorptionsschicht versehen ist. Die Absorptionsschicht
enthält mineralisch-silikatisches Teilchenmaterial, insbesondere Blähton oder Blähschiefer.
[0007] Aus der
DE 197 12 835 C3 ist ein Formkörper aus einem Leichtwerkstoff bekannt, welcher schalldämmende Eigenschaften
besitzt. Für die Herstellung des Formkörpers erfolgt eine Flüssigphasensinterung einer
Mischung aus einem Leichtzuschlagstoff und einem Natronwasserglas. Als Leichtzuschlagstoff
werden Blähglas, Perlite und/oder Blähton verwendet. Die Leichtzuschlagstoffpartikel
sind unter Ausbildung eines Natronkalkglases mit diesem netzwerkartig verbunden. Es
wird vorgeschlagen, den Formkörper als Akustikplatte, insbesondere als Baffel einzusetzen,
wofür jedoch keine weiterführenden Hinweise gegeben werden.
[0008] Die
DE 100 20 955 A1 zeigt einen Formkörper, welcher ausschließlich aus miteinander versinterten Leichtzuschlagstoffen,
ausgewählt aus Blähglasgranulat, Blähtongranulat oder thermisch vorexpandierten Perliten
gebildet ist.
[0009] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, eine Brandschutzkonstruktion
aus Brandschutzplatten für Wände oder Decken von Räumen anzugeben, die neben der eigentlichen
Brandschutzfunktion auch akustische Aufgaben übernehmen kann, insbesondere um relevante
Schallanteile zu absorbieren und damit die Raumakustik zu verbessern.
[0010] Die Lösung der genannten Aufgabenstellung gelingt mit einer Brandschutzkonstruktion
nach Anspruch 1.
[0011] Eine erfindungsgemäße Brandschutzkonstruktion aus Brandschutzplatten eignet sich
insbesondere für die Anordnung an Wänden oder Decken von Räumen. Die durch die Brandschutzplatten
gebildete Fläche ist entlang mehrerer Linien unterbrochen. An diesen Unterbrechungen
ist zwischen benachbarten Brandschutzplatten jeweils ein nicht brennbares, die Brandschutzanforderungen
ebenso erfüllendes, langgestrecktes Schallabsorberelement eingesetzt. Eine Absorptionsfläche
des Schallabsorberelements liegt im Wesentlichen in einer Ebene mit der zum Rauminneren
gerichteten Oberfläche der Brandschutzplatten. Vorzugsweise liegt die Absorptionsfläche
also in der Ebene der Oberfläche der Brandschutzplatten, um einen geschlossenen optischen
Eindruck zu vermitteln und keine unnötigen Angriffskanten für Hitzeeinwirkung zu bieten.
Auf einen geringfügigen Höhenversatz (von beispielsweise 5%-10% der Dicke der Brandschutzplatten)
kommt es dabei jedoch offensichtlich nicht an.
[0012] Das erfindungsgemäß verwendete Schallabsorberelement zeichnet sich einerseits dadurch
aus, dass es zum leichten Einbau in eine Wand- oder Deckenkonstruktion aus Brandschutzplatten
geeignet ist. Dazu besitzt es ein langgestrecktes Trägerhohlprofil, welches an zwei
gegenüberliegenden Längsseiten nach außen ragende Befestigungsabschnitte besitzt,
die der Befestigung an jeweils angrenzenden Brandschutzplatten dienen. An einer Vorderseite
des Trägerhohlprofils ist eine sich in Längsrichtung erstreckende Aussparung vorgesehen,
die sich in den inneren Hohlraum des Trägerhohlprofils öffnet. Diese Aussparung kann
die gesamte Länge und Breite der Vorderseite einnehmen, sodass das Trägerhohlprofil
einen U-förmigen Querschnitt mit seitlich angebrachten Befestigungsabschnitten aufweist.
Die an der Vorderseite verlaufende Aussparung kann alternativ als Nut oder Schlitz
in eine Wandungsfläche eingebracht sein, sodass an den Rändern der Vorderseite schmale
Wandabschnitte verbleiben. Das Schallabsorberelement umfasst weiterhin einen Absorberstreifen
aus einem schallabsorbierenden, nicht brennbaren Material, welcher im Trägerhohlprofil
befestigt ist und eine Absorptionsfläche besitzt, die in der Ebene der Aussparung
des Trägerhohlprofils frei liegt und auch nach dem Einbau des Schallabsorberelements
nicht von Brandschutzplatten überdeckt ist. Die Befestigung des Absorberstreifens
erfolgt z.B. durch Klemmen oder Kleben mit einem feuerbeständigen Kleber.
[0013] Um sowohl die akustische als auch die Brandschutzfunktion besonders effizient zu
erfüllen, besteht der Absorberstreifen des Schallabsorberelements vorzugsweise aus
einem glasbasierten, akustisch wirksamen Schaumstoff. Es handelt sich insbesondere
um einen nicht duktilen, mineralischen Schaumstoff, der eine hohe Festigkeit wie etwa
ein im Bauwesen verarbeiteter Stein, Ziegelstein oder Betonstein aufweisen kann. Dadurch,
dass es sich um einen Schaumstoff handelt, ist eine Oberflächenstruktur und bei vorteilhafter
Gestaltung auch eine durchgehende Luftwege belassende Struktur gegeben, die sich insbesondere
akustisch vorteilhaft auswirkt, nämlich im Sinne eines Schallschluckens. Da zugleich
eine diffusionsoffene Struktur des Abstandshalters gegeben ist, ergeben sich auch
vorteilhafte Eigenschaften im Hinblick auf einen Abtransport von Feuchte bspw. aus
dem Raum, der an die offene Absorptionsfläche des Schallabsorberelements angrenzt.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Trägerhohlprofil als Schiene mit einem
U-förmigen Querschnitt gebildet. Der Absorberstreifen weist dann eine im Querschnitt
rechteckige oder quadratische Struktur auf und entspricht in seiner Breite der vollständig
offenen Vorderseite des Profils. Die freiliegende Absorptionsfläche ist dann diejenige
Fläche, welche im eingebauten Zustand nach außen, d.h. zu dem akustisch zu beeinflussenden
Raum frei liegt. So kann besonders günstig durch den Schaumstoff die gewünschte Schallwirksamkeit
erreicht werden.
[0015] Gemäß einer abgewandelten Ausführungsform ist der Schaumstoff durch ein anderes geeignetes
Schall absorbierendes Material ersetzt. In dem Trägerhohlprofil können weiche und
ggf. verformbare Materialien, wie z.B. Steinwolle oder Mineralwolle zur Schallabsorption
verwendet werden und den Absorberstreifen bilden.
[0016] Das Trägerhohlprofil besteht vorzugsweise aus Metall, beispielsweise Stahlblech.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform besitzt das Trägerhohlprofil nach Innen gerichtete
Halteelemente, die zur Befestigung des Absorberstreifens in diesen eingreifen und/oder
Klemmkräfte auf diesen ausüben.
[0017] Die sich nach Außen erstreckenden Befestigungsabschnitte des Trägerhohlprofils sind
vorzugsweise als an den gegenüberliegenden Längsseiten verlaufende Materialstreifen
ausgebildet, die im wesentlichen senkrecht auf den Längsseiten stehen. Die Befestigungsabschnitte
können einstückig mit der Wandung des Profils hergestellt sein oder z.B. durch Punktschweißen,
Nieten oder dergleichen befestigt sein.
[0018] Erfindungsgemäß wird das Schallabsorberelement bevorzugt derart in der Brandschutzkonstruktion
eingebaut, dass zumindest die Absorptionsfläche in der fertigen Konstruktion frei
liegt. Alternativ dazu kann die Absorptionsfläche aber auch von einer weiteren Materialschicht,
die vorzugsweise akustisch stark durchlässig ist, abgedeckt sein, beispielsweise um
sie vor Umwelteinflüssen zu schützen oder um eine optische Gestaltung zu ermöglichen.
[0019] Bei einer vorteilhaften Ausführung besteht der den Absorberstreifen bildende akustisch
wirksame Schaumstoff aus Glasteilen bzw. -partikeln, die mittels eines Bindemittels
miteinander verbunden sind. Hierbei kann das Bindemittel ein hydraulisches, auch hydraulisch
abbindendes Bindemittel sein. Vorzugsweise handelt es sich um ein Bindemittel auf
der Basis von Zement oder Keramik. Auch ist es zweckmäßig, wenn das Bindemittel einen
Faseranteil aufweist. Nicht zuletzt kann ein solcher Faseranteil die ggf. gewünschte
Diffusionsoffenheit sicherstellen oder diese unterstützen. Auch kann der Faseranteil
mit zur akustischen Wirksamkeit beitragen. Bei den Glaspartikeln handelt es sich vorzugsweise
um Blähglasgranulat, welches mithilfe des Bindemittels oder auch durch einen Sinterprozess
zu dem akustisch wirksamen Schaumstoff kompaktiert ist.
[0020] Das Schallabsorberelement weist bevorzugt einen rechteckigen oder quadratischen,
ggf. auch trapezförmigen oder dreieckförmigen Querschnitt auf. Ein solcher Querschnitt
bildet eine ebene Absorptionsfläche aus, die in die Sichtseite bzw. die akustisch
zu beeinflussende Außenseite der Brandschutzkonstruktion integriert ist. Diese Absorptionsfläche
ist dabei in der Regel nicht plan ausgebildet, sondern durch die Struktur des Schalls
absorbierenden Materials geprägt. Wie bereits ausgeführt, ist die Absorptionsfläche,
welche die Sichtseite bildet bzw. in die Außenseite einer Betondecke integriert ist,
auch diejenige Fläche, die nicht oder nur entlang ihrer Kanten vom Material des Trägerhohlprofils
überdeckt ist.
[0021] Es ist besonders vorteilhaft, wenn die Absorptionsfläche zunächst durch eine selbstklebende
Folie oder ähnliche Schutzschicht abgedeckt ist. Diese Schutzschicht schützt die Absorptionsfläche
während der Verarbeitung vor Verschmutzungen und kann nach endgültiger Fertigstellung
der Brandschutzkonstruktion entfernt werden.
[0022] Bevorzugt ist das Schallabsorberelement in der oben beschriebenen Weise ausgebildet.
Die am Trägerhohlprofil des Schallabsorberelements angebrachten Befestigungsabschnitte
liegen vorzugsweise an der Rückseite der Brandschutzplatten an, sodass sie von der
Rauminnenseite nicht sichtbar sind. Die Position der Befestigungsabschnitte ist dabei
so gewählt, dass die frei liegende Absorptionsfläche im Wesentlichen in einer Ebene
mit der Oberfläche der Brandschutzplatten liegt, sodass sich eine geschlossene Fläche
der Wand- oder Deckenkonstruktion ergibt. Die Dicke des Schallabsorberelements ist
beispielsweise so gewählt, dass sie insgesamt der Dicke der Brandschutzplatten entspricht,
sodass hinter den Brandschutzplatten keine zusätzlichen Hohlräume für den Einbau der
Schallabsorberelemente benötigt werden. Im Falle der Verwendung von Gipskartonplatten,
die zu Brandschutzzwecken häufig doppellagig angebracht werden, kann das Schallabsorberelement
beispielsweise eine Dicke von etwa 25 mm aufweisen.
[0023] Beim Aufbau von Brandschutzkonstruktionen mit mehrlagigen Brandschutzplatten lassen
sich die Befestigungsabschnitte des Schallabsorberelements auch zwischen den einzelnen
Lagen einsetzen, womit die Montage erleichtert wird.
[0024] Eine bevorzugte Ausführungsform der Brandschutzkonstruktion zeichnet sich dadurch
aus, dass das Trägerhohlprofil des Schallabsorberelements an seinen Längsseiten und
seiner Rückseite ebenfalls mit Brandschutzmaterial verkleidet ist. Die originär bestehende
Brandschutzwirkung des Absorberstreifens im Schallabsorberelement wird dadurch weiter
verstärkt. Bei besonders hohen Brandschutzanforderungen wird durch diese Verkleidung
eine geschlossene Brandschutzfläche sichergestellt.
[0025] Die Abmessungen der einzelnen Schallabsorberelemente sowie deren Beabstandung beim
Einbau in die Brandschutzkonstruktion sind vorzugsweise so gewählt, dass die frei
liegenden Absorptionsflächen der Schallabsorberelemente etwa 15% bis 30% der Gesamtfläche
der Brandschutzkonstruktion einnehmen. Es hat sich gezeigt, dass die damit erzielbare
akustische Wirkung ausreichend hoch ist, um etwa 70% bis 80% der Schallabsorption
einer vollständigen Bedeckung der zur Verfügung stehenden Fläche mit Schall absorbierendem
Material erzielbar ist.
[0026] Die akustisch wirksamen Absorptionsflächen können gestrichen oder mit einem offenporigen
Putz beschichtet werden. Dabei ist sicherzustellen, dass eine Beschichtung akustisch
durchlässig bleibt, damit die Schall absorbierenden Eigenschaften erhalten bleiben.
[0027] Für die Herstellung des Schallabsorptionselementes eigenen sich verschiedene Methoden.
Vorzugsweise kann der glasbasierte akustisch wirksame Schaumstoff durch herkömmliche
Sinterverfahren erzeugt werden. Die Trägehohlprofile lassen sich leicht durch Tiefziehen
oder Biegen herstellen. Eine Wandstärke von 1-3 mm ist besonders bevorzugt. Die Trägerhohlprofile
können bei entsprechend stabiler Auslegung selbst statische Aufgaben für die Brandschutzkonstruktion
übernehmen und beispielsweise die sonst üblichen Deckenplattenschienen oder die Ständer
von Leichtbauwänden ersetzen. Der Absorberstreifen wird im Profil mechanisch befestigt
oder z.B. eingeklebt.
[0028] Weitere Vorteile, Einzelheiten und Weiterbildungen der Erfindung werden nachfolgend
an einem bevorzugten Ausführungsbeispiel erläutert, unter Bezugnahme auf die beigefügte
Zeichnung. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Brandschutzkonstruktion mit einem Schallabsorberelement.
[0029] Fig. 1 zeigt eine Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Brandschutzkonstruktion.
Die Brandschutzkonstruktion umfasst ein Schallabsorberelement 1, an welches beidseitig
Brandschutzplatten 2 angrenzen. Die Brandschutzplatten 2 sind in herkömmlicher Weise
an einer Ständerkonstruktion, an abgehängten Tragschienen oder anderen den Wand- oder
Deckenaufbau stabilisierenden Bauelementen befestigt. Die Brandschutzplatten 2 können
einlagig (links des Schallabsorberelements dargestellt) oder mehrlagig (rechts des
Schallabsorberelements dargestellt) angeordnet sein. Die Brandschutzplatten 2 sind
in ihrer Haupterstreckungsebene unterbrochen, um das Schallabsorberelement 1 aufzunehmen.
In einer Brandschutzkonstruktion sind üblicherweise mehrere parallel verlaufende Schallabsorberelemente
angeordnet, beispielsweise in einem Abstand von jeweils 30 bis 70 cm.
[0030] Das Schallabsorberelement 1 besitzt ein Trägerhohlprofil 5, in dessen Hohlraum ein
Absorberstreifen 6 angeordnet ist. In der dargestellten Ausführungsform ist das Trägerhohlprofil
5 durch eine U-förmige Blechschiene gebildet, die zwei Längsseiten und eine Rückseite
besitzt. Die Vorderseite des Trägerhohlprofils ist offen, sodass der Absorberstreifen
6 an dieser Vorderseite freiliegt. Die freiliegende Fläche des Absorberstreifens 6
bildet eine Absorptionsfläche 7, die zu dem akustisch zu beeinflussenden Raum gerichtet
ist. Die Absorptionsfläche 7 liegt vorzugsweise in einer Ebene mit der Oberfläche
der angrenzenden Brandschutzplatten 2.
[0031] Der Absorberstreifen 6 besteht aus einem akustisch wirksamen, nämlich Schall absorbierenden
Werkstoff in der Art eines Schaumstoffs. Vorzugsweise handelt es sich um einen mineralischen
Werkstoff, der einen Hartschaumstoff bildet. Insbesondere besteht der Absorberstreifen
6 aus glasbasiertem, akustisch wirksamem und diffusionsoffenem Schaumstoff. Einzelne
Glasteilchen sind dafür durch ein Bindemittel, das zudem einen Faseranteil aufweisen
kann, miteinander zu einer Riegelstruktur verbunden. Bei dem Ausführungsbeispiel kann
die Kantenlänge der Absorberstreifen 6 bspw. im Bereich von 2 bis 8 cm liegen Ersichtlich
ist hier ein quadratischer Querschnitt gewählt. Andere Querschnitte des Absorberstreifens
6 sind ebenso denkbar (z.B. dreieckig, oval, rund) und können für spezielle Anwendungen
aufgrund ihrer akustischen Eigenschaften vorteilhaft sein.
[0032] Die Länge der Absorberstreifen 6 kann etwa im Bereich von 0,5 bis 3 m liegen. Für
den Fachmann ist verständlich, dass die Abmessungen und die Formgebung der Abstandshalter
nahezu beliebig an den jeweiligen Anwendungsfall angepasst werden können. Entscheidend
für die Erfindung ist, dass der Absorberstreifen 6 aus einem Material besteht, welches
gut Schall absorbierend wirkt und gleichzeitig gute Brandschutzeigenschaften aufweist.
[0033] Der Absorberstreifen 6 ist bei der dargestellten Ausführungsform durch zweiseitig
gestanzte und nach innen gebogene Halteelemente 10 im Trägerhohlprofil 5 befestigt.
Nach dem Einsetzen des Absorberstreifens 6 werden die Halteelemente 10 von den Längsseiten
des Trägerhohlprofils nach innen gepresst, sodass sie den Absorberstreifen 6 festklemmen
und/oder teilweise in diesen eindringen. Alternativ dazu können die Halteelemente
durch Stifte, Schrauben, Nieten oder dergleichen gebildet werden, die durch die Wandung
des Trägerhohlprofils in den Absorberstreifen eingreifen. Ebenso ist es möglich, den
Absorberstreifen im Profil einzukleben oder an der Vorderseite des Trägerprofils Haltekanten
vorzusehen, die ein Herausfallen des Absorberstreifens verhindern.
[0034] Für besonders hohe Brandfestigkeit können an der Rückseite des Trägerhohlprofils
und gegebenenfalls auch an Abschnitten der Längsseiten weitere Brandschutzplatten
11 angebracht werden. Um das Schallabsorberelement 1 in einer Brandschutzkonstruktion
zu befestigen, sind an den Längsseiten Befestigungsabschnitte 12 vorgesehen, die bei
der dargestellten Ausführungsform durch lang gestreckte Materialstreifen gebildet
sind. Bei stabiler Gestaltung der Trägerhohlprofile können diese eine tragende Funktion
für die Brandschutzplatten übernehmen.
[0035] Bei der Herstellung der Brandschutzkonstruktion wird beispielsweise bei einem mehrlagigen
Aufbau eine untere Brandschutzplatte 2 angeordnet, an welcher die Befestigungsabschnitte
12 des Schallabsorberelements verschraubt werden können. Äquivalente Befestigungsmethoden
sind ebenso möglich. Die Befestigungsabschnitte 12 sind so positioniert, dass das
Schallabsorberelement über die untere Brandschutzplatte 2 hinausragt, sodass eine
obere Brandschutzplatte aufgebracht werden kann, die ebenfalls bis an die Längsseiten
des Trägerhohlprofils heranreicht und die Befestigungsabschnitte vollständig abdeckt.
Die Oberflächen der oberen Brandschutzplatte und des Absorptionsstreifens 6 liegen
dann im Wesentlichen in einer Ebene.
[0036] Wird nur eine einschichtige Brandschutzplatte verwendet (rechts vom Schallabsorberelement
dargestellt), befindet sich diese oberhalb des Befestigungsabschnitts 12, so dass
dieser ebenfalls abgedeckt ist.
[0037] Der Fachmann wird anhand der vorangegangenen Beschreibung erkennen, dass die Schallabsorberelemente
auf unterschiedliche Weise mit den Brandschutzplatten verbunden werden können. Für
eine besondere Festigkeit können die Schallabsorberelemente darüber hinaus mit weiteren
Bauelementen, beispielsweise der Tragkonstruktion der Wand/Decke verbunden werden.
Bezugszeichenliste
[0038]
- 1
- Schallabsorberelement
- 2
- Brandschutzplatten
- 3
- -
- 4
- -
- 5
- Trägerhohlprofil
- 6
- Absorberstreifen
- 7
- Absorptionsfläche
- 8
- -
- 9
- -
- 10
- Halteelement
- 11
- weitere Brandschutzplatten
- 12
- Befestigungsabschnitt
1. Brandschutzkonstruktion aus Brandschutzplatten (2) für Wände oder Decken von Räumen,
dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Brandschutzplatten (2) gebildete Fläche entlang mehrerer Linien unterbrochen
ist und an diesen Unterbrechungen zwischen benachbarten Brandschutzplatten (2) jeweils
ein nicht brennbares, langgestrecktes Schallabsorberelement (1) eingesetzt ist, mit
einer Absorptionsfläche (7), die im wesentlichen in einer Ebene mit der zum Rauminneren
gerichteten Oberfläche der Brandschutzplatten (2) liegt, wobei das Schallabsorberelement
(1) umfasst:
- ein langgestrecktes Trägerhohlprofil (5), welches an zwei gegenüberliegenden Längsseiten
nach Außen ragende Befestigungsabschnitte (12) zur Befestigung an den jeweils angrenzenden
Brandschutzplatten (2) besitzt, und an seiner Vorderseite eine sich in Längsrichtung
erstreckende Aussparung aufweist, die sich in den Hohlraum des Trägerhohlprofils (5)
öffnet;
- einen Absorberstreifen (6) aus Schall absorbierendem, nicht brennbarem Material,
der im Trägerhohlprofil (5) befestigt ist und eine Absorptionsfläche (7) besitzt,
die in der Ebene der Aussparung des Trägerhohlprofils (5) frei liegt und auch nach
dem Einbau des Schallabsorberelements (1) nicht von den Brandschutzplatten (2) überdeckt
ist.
2. Brandschutzkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schall absorbierende Material des Absorberstreifens (6) ein nicht duktiler Schaumstoff,
insbesondere ein glasbasierter Schaumstoff ist, welcher insbesondere Blähglasgranulat
umfasst.
3. Brandschutzkonstruktion nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerhohlprofil (5) einen U-förmigen Querschnitt besitzt.
4. Brandschutzkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerhohlprofil (5) aus Metall besteht.
5. Brandschutzkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerhohlprofil (5) nach Innen gerichtete Halteelemente (10) aufweist, die zur
Befestigung des Absorberstreifens (6) in diesen eingreifen und/oder Klemmkräfte auf
diesen ausüben.
6. Brandschutzkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsabschnitte (12) des Trägerhohlprofils (5) als an den gegenüberliegenden
Längsseiten verlaufende Materialstreifen ausgebildet sind, die im wesentlichen senkrecht
auf den Längsseiten stehen.
7. Brandschutzkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsabschnitte (12) des Schallabsorberelements (1) an der Rückseite der
zum Rauminneren gerichteten Brandschutzplatten (2) anliegen.
8. Brandschutzkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsabschnitte (12) des Schallabsorberelements (1) mit den Brandschutzplatten
(2) verschraubt, vernietet oder verklebt sind.
9. Brandschutzkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerhohlprofil (5) des Schallabsorberelements (1) an seinen Längsseiten und
seiner Rückseite außen mit weiteren Brandschutzplatten (11) verkleidet ist.
10. Brandschutzkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsabschnitte (12) des Schallabsorberelements (1) jeweils zwischen zwei
parallel liegenden Brandschutzplatten (2) eingeklemmt sind.
11. Brandschutzkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass Abstand, Länge und Breite der Schallabsorberelemente (1) so gewählt sind, dass sie
15% bis 30% der Fläche der Brandschutzkonstruktion einnehmen.
12. Brandschutzkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerhohlprofile (5) der Schallabsorberelemente (1) tragende Funktion für die
daran befestigten Brandschutzplatten (2) erfüllen.
13. Brandschutzkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Absorberstreifen (6) in dem Trägerhohlprofil (5) eingeklebt und/oder eingeklemmt
ist.
1. A fire-protection construction comprising fire-protection panels (2) for walls or
ceilings of spaces,
characterised in that the surface formed by the fire-protection panels (2) is interrupted along several
lines and on these interruptions between adjacent fire-protection panels (2) in each
case a non-combustible elongated sound-absorber element (1) is inserted, with an absorption
surface (7) that is essentially situated in a plane with the surface of the fire-protection
panels (2), which are facing the interior of the space, wherein the sound-absorber
element (1) comprises:
• an elongated hollow support profile (5) that on two opposite longitudinal sides
comprises outwards-projecting fastening portions (12) for fastening to the respectively
adjoining fire-protection panels (2), and at its front comprises an opening that extends
in the longitudinal direction, which opening opens into the hollow space of the hollow
support profile (5);
• an absorber strip (6) comprising a soundabsorbing non-combustible material, which
absorber strip (6) is fastened in the hollow support profile (5) and comprises an
absorption surface (7) that in the plane of the opening of the hollow support profile
(5) is free and that is not covered by the fire-protection panels (2) even after installation
of the sound-absorber element (1).
2. The fire-protection construction according to claim 1, characterised in that the sound absorbing material of the absorber strip (6) is a non-ductile foam material,
in particular a glass-based foam material, which in particular comprises expanded-glass
granulate.
3. The fire-protection construction according to claim 1 or 2, characterised in that the hollow support profile (5) comprises a U-shaped cross section.
4. The fire-protection construction according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the hollow support profile (5) comprises metal.
5. The fire-protection construction according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the hollow support profile (5) comprises inwards-directed retaining elements (10)
that for the purpose of fastening the absorber strip (6) engage the absorber strip
(6) and/or exert clamping forces on it.
6. The fire-protection construction according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the fastening portions (12) of the hollow support profile (5) are designed as material
strips extending on the opposing longitudinal sides, which material strips are essentially
arranged so as to be perpendicular on the longitudinal sides.
7. The fire-protection construction according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the fastening portions (12) of the sound-absorber element (1) rest against the rear
of the fire-protection panels (2) facing the interior of the space.
8. The fire-protection construction according to one of claims 1 or 7, characterised in that the fastening portions (12) of the sound-absorber element (1) are screwed, riveted
or bonded to the fire-protection panels (2).
9. The fire-protection construction according to any one of claims 1 to 8, characterised in that the hollow support profile (5) of the sound-absorber element (1) at its longitudinal
sides and at its rear on the outside is clad with further fire-protection panels (11).
10. The fire-protection construction according to any one of claims 1 to 9, characterised in that the fastening portions (12) of the sound-absorber element (1) in each case are clamped
between two fire-protection panels (2) that are arranged so as to be parallel to each
other.
11. The fire-protection construction according to any one of claims 1 to 10, characterised in that the spacing, length and width of the sound-absorber elements (1) are selected in
such a manner that they take up 15% to 30% of the surface of the fire-protection construction.
12. The fire-protection construction according to any one of claims 1 to 11, characterised in that the hollow support profiles (5) of the sound-absorber elements (1) carry out a structural
function in relation to the fire-protection panels (2) fastened thereto.
13. The fire-protection construction according to any one of claims 1 to 12, characterised in that the absorber strips (6) are bonded in and/or clamped in the hollow support profile
(5).
1. Construction ignifuge en plaques ignifuges (2) pour des murs ou plafonds de pièces
caractérisée en ce que la surface formée par les plaques ignifuges (2)est interrompue le long de plusieurs
lignes et
en ce qu'un élément d'insonorisation (1) non combustible, allongé est respectivement inséré
à ces interruptions entre les plaques ignifuges (2) voisines avec une surface d'absorption
(7) qui se situe pour l'essentiel dans un plan avec la surface des plaques ignifuges
(2) orientée vers l'intérieur de la pièce, l'élément d'insonorisation (1) comprenant
:
- un profilé creux porteur (5) allongé qui possède sur les deux côtés longitudinaux
opposés des sections de fixation (12) ressortant vers l'extérieur pour fixation aux
plaques ignifuges (2) à chaque fois limitrophes et présente sur sa face avant un évidement
s'étendant dans le sens longitudinal qui s'ouvre dans la cavité du profilé creux porteur
(5),
- une bande absorbeuse (6) en matériau absorbant le son non combustible qui est fixée
dans le profilé creux porteur (5) et possède une surface d'absorption (7) qui est
libre dans le plan de l'évidement du profilé creux porteur (5) et n'est pas recouverte
par les plaques ignifuges (2) même après le montage de l'élément d'insonorisation
(1).
2. Construction ignifuge selon la revendication 1 caractérisée en ce que le matériau absorbant le son de la bande absorbeuse (6) est une mousse non ductile,
en particulier est une mousse à base de verre, qui comprend en particulier des granulés
de verre expansé.
3. Construction ignifuge selon la revendication 1 ou 2 caractérisée en ce que le profilé creux porteur (5) possède une section en forme de U.
4. Construction ignifuge selon une quelconque des revendications 1 à 3 caractérisée en ce que le profilé creux porteur (5) est en métal.
5. Construction ignifuge selon une quelconque des revendications 1 à 4 caractérisée en ce que le profilé creux porteur (5) présente un élément de fixation (10) orienté vers l'intérieur
qui vient en prise dans celui-ci pour fixation de la bande absorbeuse (6) et/ou exerce
des forces de serrage sur celle-ci.
6. Construction ignifuge selon une quelconque des revendications 1 à 5 caractérisée en ce que les sections de fixation (12) du profilé creux porteur (5) sont constituées comme
des bandes de matériau passant sur les côtés longitudinaux opposés qui se trouvent
pour l'essentiel perpendiculaires aux côtés longitudinaux.
7. Construction ignifuge selon une quelconque des revendications 1 à 6 caractérisée en ce que les sections de fixation (12) de l'élément d'insonorisation (1) sont plaquées à la
face arrière des plaques ignifuges (2) orientées vers l'intérieur de la pièce.
8. Construction ignifuge selon une quelconque des revendications 1 ou 7 caractérisée en ce que les sections de fixation (12) de l'élément d'insonorisation (1) sont vissées, rivetées
ou collées aux plaques ignifuges (2).
9. Construction ignifuge selon une quelconque des revendications 1 à 8 caractérisée en ce que le profilé creux porteur (5) de l'élément d'insonorisation (1) est revêtu extérieurement
sur ses côtés longitudinaux et sa face arrière d'autres plaques ignifuges (11).
10. Construction ignifuge selon une quelconque des revendications 1 à 9 caractérisée en ce que les sections de fixation (12) de l'élément d'insonorisation (1) sont serrés à chaque
fois entre deux plaques ignifuges (2) situées parallèlement.
11. Construction ignifuge selon une quelconque des revendications 1 à 10 caractérisée en ce que l'intervalle, la longueur et la largeur des éléments d'insonorisation (1) sont choisis
de telle sorte qu'ils comprennent 15% à 30% de la surface de la construction ignifuge.
12. Construction ignifuge selon une quelconque des revendications 1 à 11 caractérisée en ce que les profilés creux porteurs (5) des éléments d'insonorisation (1) remplissent une
fonction porteuse pour les plaques ignifuges (2) qui y sont fixées.
13. Construction ignifuge selon une quelconque des revendications 1 à 12 caractérisé en ce que la bande absorbeuse (6) est collée et/ou serrée dans le profilé creux porteur (5).