[0001] Die Erfindung betrifft ein Walzengehäuse für eine mit Werkzeugen versehene, um eine
Walzenachse mit einer vorgegebenen Drehrichtung rotierende Arbeitswalze einer Baumaschine
oder Abbaumaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, eine Baumaschine oder Abbaumaschine
mit einem solchen Walzengehäuse nach dem Oberbegriff des Anspruchs 12, sowie ein Verfahren
zum Überwachen des Zustandes einer Arbeitswalze einer Baumaschine/Abbaumaschine oder
deren auf dem Umfang der Arbeitswalze angeordneten Werkzeuge durch Messen des Zustandes
der Arbeitswalze oder deren Werkzeuge mit einer Überwachungseinrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 13.
[0002] Ein derartiges Verfahren ist aus der
DE 10 2008 045 470 A1 bekannt. Eine Überwachungseinrichtung überwacht den Zustand der Werkzeuge einer Straßenfräse
durch mindestens eine Inspektionsöffnung in einem die Arbeitswalze umfangsmäßig zumindest
teilweise umgebenden Gehäusemantel eines Walzengehäuses. Die mit Werkzeugen versehene,
um eine Walzenachse rotierende Arbeitswalze einer Baumaschine, z. B. eine Fräswalze
bei der Bearbeitung von Straßenoberflächen durch Straßenfräsen, sowie zum Abbau von
Lagerstätten durch Surface Miner, unterliegt einem kontinuierlichen Verschleißprozess,
wobei auch ein Werkzeugbruch auftreten kann. Dies betrifft in der Hauptsache die eingesetzten
Werkzeuge und dabei insbesondere die Fräsmeißel, aber auch die Werkzeughalter. Erreichen
die Werkzeuge einen bestimmten Verschleißzustand, ist ein Austausch der Werkzeuge
zweckmäßig, da sonst der weitere Prozess an Effizienz verliert. Dabei müssen verschiedene
Verschleißzustände unterschieden werden, die zum Austausch eines Fräsmeißels bzw.
Meißelhalters führen:
- 1. Austausch des Meißels, da nicht mehr genügend Verschleißmaterial, insbesondere
Hartmetall in der Spitze, vorhanden ist. Der Eindringwiderstand wird zu groß und damit
nimmt der Wirkungsgrad infolge eines zu großen Reibungsverlustes ab. Der Verschleiß
ist hauptsächlich rotationssymmetrisch.
- 2. Austausch des Meißelhalters, da es zwischen Meißel und Halter an der Kontaktfläche
zwischen diesen Teilen insbesondere zum Verschleiß des Halters kommt und die Verschleißgrenze
erreicht worden ist. Dieser Verschleiß ist üblicherweise symmetrisch.
- 3. Nicht rotationssymmetrischer Verschleiß der Meißelspitze und/oder des Meißelkopfes
durch unzureichende Drehbewegung des Meißels während des Fräsprozesses. Die Folgen
sind ein schlechtes Fräsbild sowie die Gefahr eines Werkzeugbruches, da die stützende
Wirkung des Meißelkopfes verlorengeht.
- 4. Der Meißelhalter kann darüber hinaus noch zusätzlichem, nicht rotationssymmetrischem
Verschleiß unterliegen.
- 5. Meißelbruch.
[0003] Darüber hinaus kann es bei verschlissenen und/oder gebrochenen Meißeln zu Sekundärschäden
an den Meißelhaltern beziehungsweise bei verschlissenen Meißelhaltern zu Sekundärschäden
an der Fräswalze kommen. Ein rechtzeitiger Austausch der Meißel und/oder der Meißelhalter
kann daher notwendig sein und Kosten reduzieren. Werden die Meißel und/oder Meißelhalter
hingegen zu früh gewechselt, wird ebenfalls nicht kostenoptimal gearbeitet. Noch vorhandenes
Verschleißpotential wird dann nicht richtig ausgenutzt. Zuvor wurde ohne Überwachungseinrichtung
der Verschleißzustand der Fräswalze und der Werkzeuge, nämlich der Meißel und Meißelhalter,
durch visuelle Kontrolle des Maschinenführers beurteilt. Der Maschinenführer muss
dazu die Maschine abstellen (Motor ausschalten und Walze vom Antriebsstrang entkoppeln).
Er muss sodann die hintere Walzenklappe öffnen, um so die Fräswalze visuell zu inspizieren.
[0004] Die Fräswalze wird dann mittels eines zweiten Antriebes (Hilfsantrieb) gedreht, um
die komplette Fräswalze abschnittweise inspizieren zu können. Die Aufgabe der Walzeninspektion
kann auch von einer zweiten Bedienungsperson übernommen werden. Der Verschleißzustand
der Meißelhalter wird dabei üblicherweise über sogenannte Verschleißmarkierungen,
der Verschleißzustand der Meißel über Längenverschleiß und Rotationssymmetrie des
Verschleißbildes beurteilt.
[0005] Die Kontrolle des Verschleißzustandes von Meißel und Halter ist sehr zeitaufwändig
und verringert die Betriebszeit der Maschine. Zudem besteht die Gefahr aufgrund der
stark subjektiv geprägten Beurteilung, dass der Verschleißzustand von Halter und Meißel
nicht richtig beurteilt wird und daher das Verschleißpotential nicht optimal genutzt
wird.
[0006] Nach dem aus Fig. 2 ersichtlichen bekannten Stand der Technik wird ein Tubus der
Inspektionskamera der Überwachungseinrichtung durch den Gehäusemantel des Walzenkastens
in das Innere des Walzengehäuses geführt. Desweiteren ist vorgesehen, dass die Überwachungseinrichtung
während des Fräsprozesses in einer Schutzvorrichtung verstaut wird. Der Tubus in dem
Walzengehäuse unterliegt durch das umlaufende Fräsgut einem hohen Verschleiß und kann
durch größere Bruchstücke des Fräsgutes stark beschädigt werden. Auch ist eine Beschädigung
der Optik der Kamera durch den Tubus hindurch nicht ausgeschlossen, falls die Kamera
in Fräsbetrieb nicht demontiert wird. Der Austausch beschädigter Teile ist zeitaufwändig.
Außerdem fallen durch das Verstauen bzw. Befestigen der Überwachungseinrichtung Montagezeiten
an.
[0007] Zur Lösung dieses Problems schlägt die
DE 10 2011 016 271 A vor, in einem Gehäusemantel des Walzengehäuses Inspektionsöffnungen für eine Überwachungseinrichtung
vorzusehen, bei dem auf der Außenseite des Gehäusemantels eine Schließeinrichtung
angeordnet ist, mit der die mindestens eine Inspektionsöffnung verschließbar ist.
[0008] Es hat sich herausgestellt, dass das in dem Walzengehäuse während des Fräsbetriebes
umlaufende Fräsgut einen sehr hohen Druck aufbaut, bei dem das Fräsgut mit hoher Energie
gegen die Innenseite des Gehäusemantels geschleudert wird, so dass die Schließeinrichtung
leicht beschädigt werden kann.
[0009] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Walzengehäuse, eine Baumaschine
oder Abbaumaschine und ein Verfahren zum Überwachen des Zustandes einer Arbeitswalze
zu schaffen, bei denen eine Überwachungseinrichtung jederzeit ohne Montageaufwand
einsetzbar ist und eine Zeitersparnis bei der Inspektion von Arbeitswalzen ermöglicht.
[0010] Zur Lösung dienen die Merkmale des Anspruchs 1, 12 bzw. 13.
[0011] Die Erfindung sieht ein Walzengehäuse für eine mit Werkzeugen versehene, um eine
Walzenachse rotierende Arbeitswalze einer in eine Vortriebsrichtung bewegbaren Baumaschine
oder Abbaumaschine zum Abarbeiten von Fräsgut mit einem Gehäusemantel, der die Arbeitswalze
umfangsmäßig zumindest teilweise umgibt, vor. Das Walzengehäuse weist mindestens eine
radial außerhalb des Gehäusemantels angeordnete Überwachungseinrichtung auf, die den
Zustand der Arbeitswalze oder deren Werkzeuge durch mindestens eine in dem Gehäusemantel
angeordnete Inspektionsöffnung inspizieren kann.
[0012] Die Erfindung sieht in vorteilhafter Weise eine derartige Anordnung vor, dass ein
Teilstrom des Fräsgutes während des Fräsbetriebes durch die mindestens eine Inspektionsöffnung
hindurchtreten kann und Leiteinrichtungen den Teilstrom in Radialrichtung hinter dem
Gehäusemantel in Arbeitsrichtung vor oder hinter die Arbeitswalze leiten.
[0013] Die Erfindung ermöglicht es in vorteilhafter Weise zur Inspektion des Zustandes der
Arbeitswalze oder deren Werkzeuge, eine oder mehrere Inspektionsöffnungen im Walzengehäuse
für eine Inspektion offen zu halten. Dadurch, dass ein Teilstrom des Fräsgutes durch
die Inspektionsöffnungen während des Fräsbetriebes hindurchgeführt wird, werden Ablagerungen,
die die Inspektionsöffnungen verstopfen oder verengen könnten, vermieden. Der Teilstrom
des Fräsgutes wird radial außerhalb des Gehäusemantels oder entlang des Gehäusemantels
nach unten geführt. Der durch die Inspektionsöffnung tretende Teilstrom des Fräsgutes
ist dabei derart gering, dass er für die Arbeitseffektivität der Maschine keine Rolle
spielt. Ein Verschließen der Inspektionsöffnung ist nicht erforderlich, so dass die
erfindungsgemäße Anordnung eine einfache und kostengünstige konstruktive Lösung ist,
um während eines Stillstandes der Maschine den Zustand der Arbeitswalze oder deren
Werkzeuge und Werkzeughalterungen mit Hilfe der Überwachungseinrichtung zu inspizieren.
[0014] Die Leiteinrichtungen können beispielsweise von der Außenseite des Gehäusemantels
selbst gebildet sein oder am Gehäusemantel oder an anderen Teilen des Walzengehäuses
befestigte Einrichtungen aufweisen.
[0015] Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Leiteinrichtungen den für den Teilstrom
des Fräsgutes mindestens eine radial zwischen der mindestens einen Inspektionsöffnung
und der Überwachungseinrichtung angeordnete nach außen begrenzende Wand aufweisen,
die peripher zu und mit Abstand von dem Gehäusemantel verläuft und mindestens eine
während des Arbeitsbetriebes verschließbare Durchlassöffnung aufweist. Die Wand ist
demzufolge der mindestens einen Inspektionsöffnung gegenüberliegend angeordnet und
schützt die Überwachungseinrichtung für den Fall, dass der Teilstrom des Fräsgutes
oder einzelne Bestandteile des Fräsgutes radial zu weit nach außen getragen werden.
[0016] Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Leiteinrichtung durch die Inspektionsöffnungen
hindurchtretenden Teilstrom des Fräsgutes in Vortriebsrichtung vor die Arbeitswalze
leitet. Dadurch, dass der Teilstrom in Vortriebsrichtung vor die Arbeitswalze geleitet
wird und das Fräsgut dort abgelegt wird, kann es von der in Vortriebsrichtung vorwärts
bewegten Arbeitswalze erneut aufgenommen werden, ohne dass Fräsgut verloren geht,
oder in der Frässpur verbleibt.
[0017] Der Gehäusemantel kann zumindest auf der radial inneren Seite einen im Wesentlichen
kreisförmigen oder einen sich in Drehrichtung der Arbeitswalze vergrößernden Krümmungsradius
aufweisen. Dadurch wird erreicht, dass an keiner Stelle Ablagerungen des Fräsgutes
aufgebaut werden können. Es stellt sich dadurch ein selbstreinigender Effekt ein.
Aufgrund von Fertigungsprozessen kann der Gehäusemantel auch einen polygonalen Querschnitt
aufweisen.
[0018] Grundsätzlich soll der Abstand zwischen der Walzenachse der Arbeitswalze und dem
Gehäusemantel keine sprunghaften Änderungen aufweisen.
[0019] Alternativ ist vorgesehen, dass der Abstand zwischen der Walzenachse der Arbeitswalze
und dem Gehäusemantel in der vorgegebenen Drehrichtung der Arbeitswalze zumindest
über einen Teilabschnitt vorzugsweise kontinuierlich zunimmt, um einen Druckabbau
in dem Raum zwischen Arbeitswalze und Walzengehäuse zu bewirken.
[0020] Auf diese Weise wird erreicht, dass ein möglichst geringer Teilstrom durch die Inspektionsöffnungen
hindurchtreten kann. Die geringe Teilstrommenge genügt, um die Inspektionsöffnung
von Ablagerungen freizuhalten.
[0021] Es ist vorgesehen, dass die mindestens eine Inspektionsöffnung permanent offen ist
und in einen radial außerhalb oder entlang des Gehäusemantels in der Art eines Bypasses
nach unten geführten und von Leiteinrichtungen für einen Teilstrom des Fräsgutes gebildeten
Kanal mündet.
[0022] Der Kanal kann mindestens eine peripher oder tangential zu dem Gehäusemantel verlaufende
radial äußere Fräsgutleiteinrichtung aufweisen. Diese kann beispielsweise aus festen
Wänden bestehen, oder auch aus luftdurchlässigen Leiteinrichtungen, die das Fräsgut
führen, aber letztlich luftdurchlässig sind.
[0023] Die Leiteinrichtungen für den Teilstrom des Fräsgutes können mindestens eine radial
äußere, den Kanal begrenzende Wand oder Schachtwand aufweisen. Diese Schachtwand kann
das durch die Inspektionsöffnung hindurchtretende Fräsgut in den Kanal leiten, aber
auch einen derartigen Abstand von dem Gehäusemantel aufweisen, dass die kinetische
Energie des Fräsgutes nicht ausreicht, um in Kontakt mit der Schachtwand zu gelangen.
[0024] Im Öffnungszustand der mindestens einen Durchlassöffnung können mit Hilfe der Überwachungseinrichtung
Inspektionen durchgeführt werden. Die Überwachungseinrichtung, (z. B. mindestens eine
Inspektionskamera oder ein Ultraschallsensor oder ein Scanner und vorzugsweise mindestens
eine Lichtquelle, z. B. eine Laserlichtquelle) kann in ihrem Einbauzustand verbleiben
und muss nicht während des Fräsbetriebes demontiert sein. Dadurch, dass nichts in
das Walzengehäuse hineinragt oder keine Elemente die Inspektionsöffnungen verschließen
müssen, kann auch nichts während des Fräsbetriebes beschädigt werden. Es ist möglich,
vor der Inspektion die Arbeitswalze z. B. mit Wasser zu reinigen, um die Inspektion
noch effektiver an einer von Schmutz befreiten Arbeitswalze oder deren Werkzeugen
durchführen zu können. Zur Durchführung der Inspektion wird die Durchlassöffnung geöffnet,
so dass die mindestens eine Inspektionsöffnung für einen Strahlengang der Überwachungseinrichtung
freigegeben ist. Nach Abschluss der Inspektion kann die mindestens eine Durchlassöffnung
durch Betätigen einer Schließeinrichtung wieder verschlossen werden, so dass sofort
anschließend der Fräsbetrieb wieder aufgenommen werden kann, wenn die Inspektion nicht
die Notwendigkeit eines Werkzeugwechsels ergeben hat.
[0025] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass sich die mindestens eine Inspektionsöffnung in
dem Gehäusemantel in Längsrichtung der Arbeitswalze erstreckt. Auf diese Weise kann
die Inspektionskamera die Arbeitswalze linienförmig in Längsrichtung der Arbeitswalze
abtasten. Entsprechend kann auch die Lichtquelle, sofern eine solche benötigt wird,
die Arbeitswalze linienförmig beleuchten, wobei die Lichtquelle auf den Messbereich
der Inspektionskamera gerichtet ist. Beispielsweise kann sich die mindestens eine
Inspektionsöffnung parallel zur Walzenachse erstrecken. Mit mehreren nebeneinander
angeordneten Überwachungseinrichtungen kann die gesamte Arbeitswalze vorzugsweise
in einer Linie abgetastet werden.
[0026] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die mindestens eine
Inspektionsöffnung sich radial in Richtung auf die Arbeitswalze erweitert. Eine solche
Gestaltung der Inspektionsöffnung begünstigt das Freihalten der Inspektionsöffnung
von Ablagerungen.
[0027] Die Überwachungseinrichtung weist mindestens eine Sensoreinrichtung, z.B. eine Inspektionskamera,
und vorzugsweise eine Beleuchtungseinrichtung auf, wobei die mindestens eine Inspektionsöffnung
und die mindestens eine Durchlassöffnung jeweils mindestens eine erste Öffnung für
die Sensoreinrichtung und ggf. mindestens eine zweite Öffnung für die Beleuchtungseinrichtung
aufweisen kann.
[0028] Die mindestens eine verschließbare Durchlassöffnung kann eine Schließeinrichtung
mit einer die Durchlassöffnung verschließenden Schiebeplatte aufweisten.
[0029] Mehrere Inspektionsöffnungen und zugehörige Überwachungseinrichtungen mit Durchlassöffnungen
können über die Breite der Arbeitswalze nebeneinander angeordnet sein. Dies ist insbesondere
vorteilhaft bei breiten Arbeitswalzen einer Arbeitsbreite, z. B. von mehr als einem
halben Meter Länge.
[0030] Die Überwachungseinrichtung kann an dem Kanal oder an der radial äußeren Schachtwand
angeordnet sein. Beispielsweise kann die Überwachungseinrichtung an der radial äußeren
Wand oder Schachtwand befestigt sein, wobei zwischen der Überwachungseinrichtung und
der äußeren Schachtwand die Schließeinrichtung für die Durchlassöffnungen angeordnet
sein kann.
[0031] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die mindestens eine Inspektionsöffnung im Querschnitt
des Walzengehäuses umfangmäßig in einem oberen Segment des Gehäusemantels angeordnet
ist. In einem oberen Segment des Gehäusemantels bedeutet beispielsweise in einem Winkelbereich
zwischen 30 und 150° gemessen an einer Horizontalen durch die Achse der Arbeitswalze,
vorzugsweise in einem Winkelbereich zwischen 50 und 130°.
[0032] Die Erfindung ist beispielsweise für Straßenfräsmaschinen oder Recycler oder Stabilisierer
oder Surface-Miner oder generell gesagt für Baumaschinen oder Abbaumaschinen mit Arbeitswalzen
verwendbar, deren Zustand, einschließlich des Zustandes der Werkzeuge inspiziert werden
soll.
[0033] Die Erfindung sieht auch ein Verfahren zum Überwachen des Zustandes einer Arbeitswalze
einer in Vortriebsrichtung bewegbaren Baumaschine bzw. Abbaumaschine oder deren auf
dem Umfang der Arbeitswalze angeordneten Werkzeuge vor. Der Zustand der Arbeitswalze
oder deren Werkzeuge wird mit einer Überwachungseinrichtung durch mindestens eine
Inspektionsöffnung in einem die Arbeitswalze umfangsmäßig zumindest teilweise umgebenden
Gehäusemantel eines Walzengehäuses hindurch gemessen.
[0034] Das Verfahren ist gekennzeichnet durch das Freihalten der mindestens einen Inspektionsöffnung
von Ablagerungen des Fräsgutes während des Arbeitsbetriebes der Arbeitswalze durch
Hindurchlassen eines Teilstroms des abgearbeiteten Fräsgutes durch die mindestens
eine Inspektionsöffnung, das Einleiten des Teilstroms in einen Kanal, das Ableiten
des Teilstroms über den Kanal nach unten, und das Durchführen der Zustandsmessung
bei einer Unterbrechung des Arbeitsbetriebes, in der die Arbeitswalze nicht im Eingriff
mit einer zu bearbeitenden Fläche ist, durch die von Ablagerungen freigehaltene Inspektionsöffnung
hindurch.
[0035] Das Verfahren ist in vorteilhafter Weise einfach durchzuführen und benötigt ein Minimum
an beweglichen Teilen, so dass das Verfahren kostengünstig, zeitsparend und mit geringen
Wartungskosten durchführbar ist. Auch die erforderlichen Stillstandzeiten der Maschine
sind auf ein Minimum reduziert.
[0036] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Teilstrom des Fräsgutes von dem Kanal in Vortriebsrichtung
vor die Arbeitswalze geleitet wird. Dort kann das abgelegte Fräsgut aufgrund des Arbeitsfortschrittes
der Maschine von der Arbeitswalze erneut aufgenommen werden. Da die Teilstrommenge
verhältnismäßig gering ist, wird die Arbeitseffektivität der Maschine nicht beeinträchtigt.
[0037] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Messstrahlen der Überwachungseinrichtung
durch eine während des Arbeitsbetriebes verschließbare Durchlassöffnung des Kanals
zu der Überwachungseinrichtung hindurch gelassen werden.
[0038] Dabei erfolgt das Schließen oder Öffnen der mindestens einen Durchlasssöffnung mit
Hilfe von Antriebseinrichtungen, die vom Fahrerstand der Baumaschine bzw. Abbaumaschine
aus fernbedienbar sind.
[0039] Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung näher erläutert.
[0040] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Beispiel einer Baumaschine in Form eines Surfaceminers,
- Fig. 2
- ein Walzengehäuse mit Überwachungseinrichtung nach dem Stand der Technik,
- Fig. 3
- die auf die Arbeitswalze gerichtete Überwachungseinrichtung,
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht eines Teils des Walzengehäuses,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht mehrerer Inspektionsöffnungen über die Breite des Walzengehäuses,
und
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht des Kanalaustritts am Walzengehäuse und der Überwachungseinrichtung
oberhalb des Kanals.
[0041] Fig. 1 zeigt ein Beispiel einer Baumaschine 2 in Form eines Surfaceminers zum Fräsen
von Boden- oder Verkehrsflächen. Der Surfaceminers weist ein Fahrwerk mit beispielsweise
vier Kettenlaufwerken 7 auf, das den Maschinenrahmen 3 des Surfaceminers trägt. Es
versteht sich, dass die Kettenlaufwerke 7 im Falle von Straßenfräsmaschinen, Bodenstabilisierern
und Recyclern durch Räderlaufwerke ganz oder teilweise substituiert werden können.
[0042] In dem Maschinenrahmen 3 ist eine um eine Walzenachse 6 rotierende Arbeitswalze 8
in Form einer mit Werkzeugen 4 bestückten Fräswalze gelagert, die sich quer zur Arbeitsrichtung
48 der Baumaschine 2 erstreckt. Die Arbeitswalze 8 ist von einem Walzengehäuse 1 teilweise
umgeben. Die Einstellung der Frästiefe erfolgt vorzugsweise mit Hilfe der Höhenverstellung
11 der Kettenlaufwerke 7, kann aber auch durch eine höhenverstellbare Arbeitswalze
8 erfolgen.
[0043] Es versteht sich, dass die Baumaschine 2 mit einer Arbeitswalze 8 und einem Walzengehäuse
1 auch aus anderen Maschinen bestehen kann, wie beispielsweise Straßenfräsmaschinen,
Bodenstabilisierer, Kaltrecycler, Recyclingmaschinen.
[0044] Fig. 2 zeigt eine Überwachungseinrichtung 15 an einem Walzengehäuse 1 mit einer Sensoreinrichtung
14, z. B. einer Inspektionskamera, und einer Lichtquelle 16. Die Inspektionskamera
14 ragt mit einem Tubus durch das Walzengehäuse 1 in den die Arbeitswalze 8 umgebenden
Raum innerhalb des Walzengehäuses 1.
[0045] Fig. 3 zeigt die mit Werkzeugen 4 bestückte Arbeitswalze 8, wobei die auswechselbaren
Werkzeuge 4 in Werkzeughaltern 5 befestigt sind. Schematisch ist die Anordnung der
Inspektionskamera 14 und der Beleuchtungseinrichtung 16 gezeigt. Es versteht sich,
dass die Beleuchtungseinrichtung 16 die zu inspizierende Arbeitswalze 8 bzw. deren
Werkzeuge 4 und Werkzeughalter 5 in dem Bereich beleuchtet, in dem die Sensoreinrichtung
14 in Form einer Inspektionskamera die zu überwachenden Gegenstände erfasst. Auf die
Beleuchtungseinrichtung 16 kann verzichtet werden, wenn ausreichend Licht für die
Zustandsüberwachung (Inspektion) vorliegt oder wenn für die Überwachungseinrichtung
grundsätzlich keine Beleuchtung notwendig ist. Die Überwachungseinrichtung kann alternativ
z.B. aus einem Ultraschallsensor oder z.B. aus einem Scanner, vorzugsweise aus einem
Laserscanner bestehen.
[0046] Hinsichtlich eines durchführbaren Inspektionsverfahrens wird vollinhaltlich auf die
DE 10 2008 045 470 verwiesen, deren Offenbarungsinhalt hiermit einbezogen ist.
[0047] Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels der Erfindung
teilweise im Schnitt. Die Arbeitswalze 8 ist in dem Walzengehäuse 1 in sich gegenüberliegenden
Stirnwänden 9 gelagert. Die Krümmung des Gehäusemantels 10 des Walzengehäuses 1 ist
vorzugsweise kreisförmig oder sich in Drehrichtung 46 der Arbeitswalze 8 erweiternd.
Es versteht sich, dass ein solcher Krümmungsradius streng genommen nur für die innere
Mantelfläche 12 des Gehäusemantels 10 erforderlich ist.
[0048] In dem Gehäusemantel 10 ist eine erste Inspektionsöffnung 20, durch die die Messtrahlen
19 einer Überwachungseinrichtung 15 hindurchtreten können, um die Arbeitswalze 8 und
dort insbesondere den Werkzeughalter 5 und das Werkzeug 4 inspizieren zu können, angeordnet.
Die Überwachungseinrichtung 15 weist hierzu zumindest eine Sensoreinrichtung 14 auf,
die beispielsweise aus einem Ultraschallsensor oder einer Kamera bestehen kann.
[0049] Desweiteren kann die Überwachungseinrichtung 15 auch eine Lichtquelle 16 oder Beleuchtungseinrichtung,
vorzugsweise eine Laserlichtquelle enthalten. Dazu kann sich im Gehäusemantel 10 eine
zweite Inspektionsöffnung 18 zum Hindurchlassen von Lichtstrahlen 17, insbesondere
von Laserlichtstrahlen befinden.
[0050] Die Inspektionsöffnungen 18, 20 münden in einen Kanal 22, der am Außenumfang des
Gehäusemantels 10 teilweise peripher und teilweise tangential ausgebildet ist und
radial nach außen von einer radial äußeren Wand 24 als Schachtwand, der Schachtwand
28, sowie der Stirnwand 34 begrenzt wird. Der Kanal 22 wird in Parallelrichtung zur
Arbeitswalze 8 von Seitenwänden 30 beidseitig seitlich begrenzt, von denen in Fig.
4 nur eine dargestellt ist. In Drehrichtung 46 der Arbeitswalze 8 ist der Kanal 22
durch die Stirnwand 29 begrenzt, die alternativ auch in der Nähe der Inspektionsöffnung
18 angeordnet sein kann. Die radial innere Begrenzung des Kanals 22 wird im Bereich
der Inspektionsöffnungen 18, 20 vom Gehäusemantel 10 gebildet und kann im weiteren
Verlauf entgegen der Drehrichtung 46 eine Rutsche 26 aufweisen. Auf der Rutsche 26
kann das durch die Inspektionsöffnung 18, 20 eintretende Fräsgut in Arbeitsrichtung
48 der Maschine vor dem Walzengehäuse 1 abgeworfen werden.
[0051] Die radial äußere Wand 24, die den Inspektionsöffnungen 18, 20 gegenüberliegt, weist
Durchlassöffnungen 32 für die Lichtstrahlen 17 bzw. die Messstrahlen 19 auf, die mit
Hilfe einer Schließeinrichtung 36 während des Arbeitsbetriebs der Maschine mit einer
Schließeinrichtung 36 verschlossen werden können, so dass kein Fräsgutmaterial oder
Staub zur Überwachungseinrichtung 15 vordringen kann.
[0052] Die Schließeinrichtung 36 weist eine verschiebbare Platte 40 auf, die mit zwei den
Durchlassöffnungen 32 in der Wand 24 entsprechende Öffnungen 41 versehen ist. Die
verschiebbare Platte 40 mit den Öffnungen 41 kann mit Hilfe einer Kolben-Zylindereinheit
45 in eine aus Fig. 4 ersichtliche Schließstellung für den Fräsbetrieb gebracht werden,
in der die Durchlassöffnungen 32 durch die verschiebbare Platte 40 abgedeckt sind.
Zur Inspektion der Arbeitswalze 8 kann die Platte 40 in eine Position verschoben werden,
in der sich die Durchlassöffnungen 41 exakt oberhalb der in Fig. 4 gestrichelt dargestellten
Durchlassöffnungen 32 für den Lichtstrahl 17 und den Messstrahl 19 befinden.
[0053] Die Inspektionsöffnungen 18, 20 verbleiben während des Fräsbetriebes offen, so dass
ein Teilstrom des Fräsgutes durch die Inspektionsöffnungen 18, 20 hindurchtreten kann.
Dies hat ebenfalls einen Selbstreinigungseffekt, so dass keine bleibenden Ablagerungen
in den Inspektionsöffnungen 18, 20 verbleiben, wenn die Maschine ihren Arbeitsbetrieb
einstellt. Auf diese Weise stehen die Inspektionsöffnungen 18,20 jederzeit für Inspektionen
zur Verfügung, ohne dass sie zuvor gereinigt werden müssten.
[0054] Das durch die Inspektionsöffnung 18, 20 hindurchgetretene Fräsgut bewegt sich allein
aufgrund der Schwerkraft entlang der Rutsche 26 nach unten, so dass es während des
Fräsbetriebes von der Arbeitswalze 8 überfahren und erneut aufgenommen werden kann.
[0055] Die Überwachungseinrichtung 15 ist mit Abstand von der Wand 24 auf einer Justierplatte
52 montiert, mit deren Hilfe eine exakte Ausrichtung der Überwachungseinrichtung 15
vorgenommen werden kann. Ist die Justierplatte 52 korrekt eingestellt, kann im Bedarfsfall
die Überwachungseinrichtung 15 ausgewechselt werden, ohne dass eine erneute Justage
erfolgen muss.
[0056] Fig. 5 zeigt eine perspektivische Ansicht der inneren Mantelfläche 12 des Gehäusemantels
10 mit mehreren nebeneinander angeordneten parallel zur Walzenachse 6 ausgerichteten
Inspektionsöffnungen 18, 20. Jedem Paar von Inspektionsöffnungen 18, 20 ist eine Überwachungseinrichtung
15 zugeordnet, so dass auch sehr große Arbeitsbreiten einer Arbeitswalze 8 vollständig
mit mehreren Überwachungseinrichtungen 15 überwacht werden können.
[0057] Fig. 6 zeigt eine perspektivische Ansicht der Austrittsöffnung 25 des Kanals 22.
Oberhalb des Kanals 22 ist die Überwachungseinrichtung 15 in eine durch eine Tür 50
verschließbaren Kammer 54 ersichtlich, die radial nach innen mit der Wand 24 und der
Schachtwand 28 abschließt.
1. Walzengehäuse (1) für eine mit Werkzeugen (4) versehene, um eine Walzenachse (6) rotierende
Arbeitswalze (8) einer in einer Arbeitsrichtung (48) bewegbaren Baumaschine (2) oder
Abbaumaschine zum Abarbeiten von Fräsgut,
mit einem Gehäusemantel (10), der die Arbeitswalze (8) umfangsmäßig zumindest teilweise
umgibt, und
mit mindestens einer radial außerhalb des Gehäusemantels angeordneten Überwachungseinrichtung
(15), die den Zustand der Arbeitswalze (8) oder deren Werkzeuge (4) inspiziert,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens eine Inspektionsöffnung (18,20) für jede Überwachungseinrichtung (15)
in dem Gehäusemantel (10) angeordnet ist, und
dass ein Teilstrom des Fräsgutes während des Fräsbetriebes durch die mindestens eine Inspektionsöffnung
(18,20) hindurchtritt und Leiteinrichtungen den Teilstrom in Radialrichtung hinter
dem Gehäusemantel (10) in Arbeitsrichtung vor oder hinter die Arbeitswalze (8) leiten.
2. Walzengehäuse (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiteinrichtungen für den Teilstrom des Fräsgutes mindestens eine radial zwischen
der mindestens einen Inspektionsöffnung (18,20) und der Überwachungseinrichtung (15)
angeordnete nach außen begrenzende Wand (24) aufweisen, die peripher zu und mit Abstand
von dem Gehäusemantel (10) verläuft und mindestens eine während des Arbeitsbetriebes
verschließbare Durchlassöffnung (32) aufweist.
3. Walzengehäuse (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiteinrichtungen den durch die Inspektionsöffnung (18,20) hindurchtretenden
Teilstrom des Fräsgutes in Arbeitsrichtung (48) vor die Arbeitswalze (8) leiten.
4. Walzengehäuse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen der Walzenachse (6) der Arbeitswalze (8) und der radial inneren
Mantelfläche (12) im Wesentlichen konstant ist, oder sich in Drehrichtung der Arbeitswalze,
zumindest über einen Teilabschnitt vergrößert.
5. Walzengehäuse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Inspektionsöffnung (18,20) in einen radial außerhalb oder entlang
des Gehäusemantels (10) in der Art eines Bypasses nach unten geführten und von den
Leiteinrichtungen für einen Teilstrom des Fräsgutes gebildeten Kanal (22) mündet.
6. Walzengehäuse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Überwachungseinrichtung (15) jeweils mindestens eine Sensoreinrichtung
(14) und der Gehäusemantel (10) mindestens eine zugehörige Inspektionsöffnung (20)
für die Sensoreinrichtung (14) aufweist.
7. Walzengehäuse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Überwachungseinrichtung (15) mindestens eine Sensoreinrichtung
(14) und mindestens eine Beleuchtungseinrichtung (16) aufweist und dass der Gehäusemantel
(10) mindestens eine zugehörige erste Inspektionsöffnung (20) für die Sensoreinrichtung
(14) und mindestens eine zweite zugehörige Inspektionsöffnung (18) für die Beleuchtungseinrichtung
(16) aufweist.
8. Walzengehäuse (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine verschließbare Durchlassöffnung (32) eine Schließeinrichtung
(36) mit einer die Durchlassöffnung (32) verschließenden Schiebeplatte (40) aufweist.
9. Walzengehäuse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Überwachungseinrichtungen (15) mit zugehörigen Inspektionsöffnungen (18,
20) über die Breite der Arbeitswalze (8) nebeneinander angeordnet sind.
10. Walzengehäuse (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachungseinrichtung (15) an der radial äußeren Wand (24) angeordnet ist.
11. Walzengehäuse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Inspektionsöffnung (18,20) umfangsmäßig in einem oberen Segment
(44) des Gehäusemantels (10) angeordnet ist.
12. Baumaschine (2), insbesondere Straßenfräsmaschine oder Recycler oder Stabilisierer
oder Abbaumaschine, insbesondere Surface Miner, mit einer aus einer Fräswalze bestehenden
Arbeitswalze (8) und einem Walzengehäuse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11.
13. Verfahren zum Überwachen des Zustandes einer Arbeitswalze (8) einer in einer Arbeitsrichtung
(48) bewegbaren Baumaschine (2) oder Abbaumaschine oder deren auf dem Umfang der Arbeitswalze
(8) angeordneten Werkzeuge (4) durch Messen des Zustandes der Arbeitswalze (8) oder
deren Werkzeuge (4) mit mindestens einer Überwachungseinrichtung (15) durch mindestens
eine Inspektionsöffnung (18, 20) in einem die Arbeitswalze (8) umfangsmäßig zumindest
teilweise umgebenden Gehäusemantel (10) eines Walzengehäuses (1) hindurch,
gekennzeichnet durch
das Freihalten der mindestens einen Inspektionsöffnung (18, 20) von Ablagerungen des
Fräsgutes während des Arbeitsbetriebes der Arbeitswalze (8) durch Hindurchlassen eines Teilstroms des abgearbeiteten Fräsgutes durch die mindestens eine Inspektionsöffnung (18, 20), das Ableiten des Teilstroms in Radialrichtung
hinter dem Gehäusemantel (10) in Arbeitsrichtung vor oder hinter die Arbeitswalze
(8), und das Durchführen der Zustandsmessung bei einer Unterbrechung des Arbeitsbetriebes,
in der die Arbeitswalze (8) nicht im Eingriff mit einer zu bearbeitenden Fläche ist,
durch die von Ablagerungen freigehaltene Inspektionsöffnung (18, 20) hindurch.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der durch die Inspektionsöffnungen (18,20) austretende Teilstrom des Fräsgutes in
(48) vor die Arbeitswalze (8) geleitet wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Licht- und/oder Messstrahlen (17, 19) der Überwachungseinrichtung (15) durch
eine während des Arbeitsbetriebes verschließbare Durchlassöffnung (32) hindurch geleitet
werden.