[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bestimmen mindestens einer Kenngröße
einer Metallschmelze (vorzugsweise Eisen- oder Stahlschmelze) oder einer auf der Metallschmelze
aufliegenden Schlackeschicht mit einem Trägerrohr, an dessen einem Ende ein Messkopf
angeordnet ist mit einem in dem Trägerrohr fixierten Körper, wobei im Inneren des
Messkopfes oder des Trägerrohres ein A/D-Wandler angeordnet ist, wobei der A/D-Wandler
mit mindestens einem an oder in dem Messkopf angeordneten Sensor verbunden ist.
[0002] Derartige Vorrichtungen sind aus
WO 03/060432 A1 bekannt. Hier wird die Verwendung einer verbrauchbaren Messelektronik innerhalb einer
Einwurfsonde beschrieben, wobei die Sensorsignale drahtlos an einer Auswertestation
übertragen werden. Die Vorrichtung ist daher beim Fall in die Schmelze nicht durch
Kabel behindert. Übliche Eintauchsonden, also Sonden, welche zur Messung oder Probennahme
kurzzeitig in die Metallschmelze getaucht und dann wieder herausgezogen werden, sind
mit ihrem Trägerrohr auf eine übliche, beispielsweise aus
DE 29805881 U1,
EP 69433,
DE 3641225 A1 oder
WO 03/064714 A1 bekannte Lanze (Messlanze) aufgesteckt, durch die hindurch die Ableitung der Messsignale
erfolgt. In
EP 1 614 758 A2 ist eine Messsonde für Metallschmelzen offenbart mit einem besonderen Lanzenhalter.
Aus
US 5,720,553 A ist ein Probennehmer mit einem Thermoelement bekannt, mit dem Eigenschaften einer
Eisenschmelze bestimmt werden können mit einem dislozierten A/D-Wandler.
[0003] Der obengenanten Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Messvorrichtung
zur Verfügung zu stellen, mit der eine genaue Messung von Kenngrößen einer Metallschmelze
oder einer auf der Metallschmelze aufliegenden Schlackeschicht ermöglicht wird.
[0004] Die Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0005] Dadurch, dass der Messkopf ein Kontaktstück aufweist, welches mit einem Signalausgang
und einem Stromversorgungsanschluss des A/D-Wandlers elektrisch leitend verbunden
ist, dass das Kontaktstück mit einer in das Trägerrohr eingeführten Lanze verbunden
ist und innerhalb der Lanze mindestens eine Signalleitung und mindestens eine Stromversorgungsleitung
angeordnet sind, die einerseits mit dem Kontaktstück und andererseits mit einem Computer
oder Auswertegerät verbunden sind, ist eine Weiterleitung der Messsignale von Sensoren
als digitale Signale möglich, so dass elektrische, durch die Umgebung bedingte Störungen
weitgehend eliminiert werden und eine Kompensation oder Abschirmung der Leitungen
nicht notwendig ist. Analoge Signale werden nur über eine sehr kurze Stecke geführt,
die Stromversorgung jedoch problemlos ermöglicht. Bei bekannten Lanzen/Messvorrichtungen
vorhandene kritische Stellen, die Messengenauigkeiten oder Signalverfälschungen hervorrufen
können, wie elektrische Kontakte und Verbindungen, werden durch die Digitale Technik
und die Beschränkung der Zahl der Leitungen zumindest minimiert. Dabei können prinzipiell
alle bekannten Sensoren eingesetzt werden, wie beispielsweise Temperatursensoren,
elektrochemische Sensoren oder optische Sensoren.
[0006] Die Signale werden in über ein übliches Kontaktstück mit den durch eine Lanze geführten
Leitungen verbunden, die an eine Auswerteeinheit angeschlossen sind. Die Lanze ist
eine übliche Trägerlanze, auf die das Trägerrohr zur Messung aufgesteckt wird und
mit der es während der Messung gehalten wird. Dabei ist es möglich, die Metallhülse
der Lanze und eine in den Messkopf integrierte oder diesen umgebende Metallhülse,
die mit der Metallhülse der Lanze verbunden ist, als eine von zwei Leitungen zu verwenden.
Es braucht so nur eine Leitung durch die Lanze hindurch geführt werden. Die Messsignale
und die Stromversorgung können wegen der Digitalisierung über eine einzige Leitung
geführt werden.
[0007] Vorzugsweise ist das Kontaktstück mit einem Stromversorgungsanschluss des A/D-Wandiers
elektrisch leitend verbunden. Erfindungsgemäß sind höchstens zwei Signalleitungen
zur Weiterleitung digitaler Signale einerseits mit je einem Kontakt des Kontaktstückes
und andererseits mit einem Computer oder Auswertegerät verbunden.
[0008] Erfindungswesentlich ist es, dass innerhalb der Lanze eine Stromversorgungsleitung
angeordnet sein kann, die einerseits mit einem Kontakt des Kontaktstückes und andererseits
mit einer Stromquelle verbunden ist.
[0009] Innerhalb der Lanze ist eine einerseits mit einem Kontakt des Kontaktstückes und
andererseits mit einem Mess- oder Auswertegerät verbundene Signalleitung angeordnet
und eine zweite Signalleitung durch das Metallrohr der Lanze gebildet, die mit einem
Kontakt des Kontaktstückes elektrisch verbunden ist. Die innerhalb der Lanze angeordnete
Signalleitung ist auch als Stromversorgungsleitung ausgebildet und mit einer Stromquelle
verbunden.
[0010] Der A/D-Wandler kann auf einer Leiterplatte (oder einem Leiterrahmen oder einer anderen
Einrichtung zur Aufnahme elektrischer Bauelemente) angeordnet sein.
[0011] In der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist prinzipiell die gesamte Messelektronik als
Einwegmaterial ausgelegt, welches nach einmaligem Gebrauch zusammen mit dem Messkopf
und dem Trägerrohr entsorgt wird. Der Messkopf kann weitere Sensoren tragen, beispielsweise
Sauerstoffsensoren, optische Sensoren oder Temperatursensoren, die in üblicherweise
über das Kontaktstück mit einer Auswerteelektronik verbunden werden können.
[0012] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand einer Zeichnung näher
erläutert. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine Sublanze
- Fig. 2
- eine weitere Sublanze
- Fig. 3
- eine erfindungsgemäße Ausführungsform einer Sublanze
- Fig. 4
- eine erfindungsgemäße Wurfsonde
- Fig. 5
- eine zweite Ausführungsform einer Wurfsonde und
- Fig. 6
- die Wurfsonde nach Fig. 5, während der Messung in der Schmelze.
[0013] Beispiele in Fig. 1, 2, 4, 5 und 6 stellen lediglich Illustrationen des technischen
Hintergrunds das.
[0014] Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung betrifft eine sogenannte Sublanze. An einer
Lanze 1 ist ein Trägerrohr 2 mit einem Messkopf 3 angeordnet. Das Trägerrohr 2 ist
aus Pappe gebildet, der Messkopf 3 im wesentlichen aus einem feuerfesten Material
wie Zement oder Gießereisand. Der Messkopf 3 weist einen Sensorträger 4 auf, an dessen
äußerem Ende, dem Eintauchende ein Sauerstoffsensor 5, ein Temperatursensor 6 und
der sogenannte Badkontakt 7 angeordnet sind. Die Sensoren sind mit einer ersten Schutzkappe
8, welche an dem Sensorträger 4 fixiert ist, bis zum Beginn der Messung geschützt.
Der gesamte aus dem Trägerrohr 2 herausragende Teil des Messkopfes 3 ist von einer
weiteren Schutzkappe 9 umgeben. Am rückseitigen, im inneren des Messkopfes 3 angeordneten
Ende des Sensorträgers 4 ist eine sogenannte Drahtverbindung 10 angeordnet, die die
Sensoren 5; 6; 7 mit einem A/D-Wandler 11 verbinden. Der A/D-Wandler 11 weist an seinem
anderen, ausgangsseitigen Ende zwei Signalleitungen 12 auf, die mit entsprechenden
Kontakten 13 eines Kontaktstückes 14 verbunden sind. Das Kontaktstück 14 ist an einen
mechanischen Konnektor 15 (der der mechanischen Verbindung der Lanze 1 mit dem Messkopf
3 dient) angeordnet. Am rückseitigen Ende des Kontaktstückes 14 sind zwei Signalleitungen
16 angeordnet, die durch die Lanze 1 hindurch mit einer Stromquelle bzw. einem Auswertegerät
17 verbunden sind.
[0015] Die in Fig. 2 dargestellte Sublanze ist ähnlich der in Fig. 1 dargestellten Sublanze
aufgebaut. Im Unterschied dazu wird der A/D-Wandler 11 durch nur eine Signalleitung
12 mit dem Kontaktstück 14 verbunden und vom Kontaktstück 14 wird nur eine Signalleitung
16 durch das Trägerrohr 1 hindurch zu einem Auswertegerät 17 bzw. einer Stromquelle
geführt. Die zweite zur Bildung eines Stromkreises notwendige Leitung wird vom Badkontakt
gebildet, der nach dem Eintauchen in die Metallschmelze über diese Metallschmelze
mittels der in Fig. 2 symbolisch dargestellten Signalleitung 18 (entspricht der Metallschmelze)
auf Massepotential 19 gelegt ist. Das Massepotential 19 ist mit dem Auswertegerät
17 verbunden.
[0016] Die in Fig. 3 dargestellte erfindungsgemäße Sublanze ist ebenfalls ähnlich zur Fig.
1 aufgebaut. Im Unterschied zu Fig. 1 ist das Kontaktstück 14 an seinem dem A/D-Wandler
11 angewandten Ende mit einer durch die Lanze 1 geführten Signalleitung 16 sowie mit
der Lanze 1 selbst elektrisch verbunden. Die Lanze 1 ist zumindest zum Teil aus Metall
gebildet, also leitfähig und an ihrem dem Eintauchende abgewandten Ende durch eine
Masseleitung 20 mit dem Auswertegerät 17 verbunden.
[0017] In Fig. 4 ist ein sogenannter Wurfsensor 21 dargestellt. Der Wurfsensor 21 wird aus
größerer Höhe, meist automatisch, in die Metallschmelze abgeworfen. Der Wurfsensor
21 ist über Signalkabel 22 mit einem Kontaktstück 23 verbunden, welches in der Regel
in der Nähe der Abwurfstelle angeordnet und mit dem Auswertegerät 17 bzw. der Stromquelle
verbunden ist. Der innere Aufbau des Wurfsensors 21 mit den Sensoren entspricht im
wesentlichen dem Aufbau des Messkopfes nach Fig. 1.
[0018] Der in Fig. 5 dargestellte Wurfsensor 21' ist ähnlich aufgebaut. Er weist allerdings
nur eine, vom A/D-Wandler wegführende Signalleitung 22 auf. Die zweite Leitung, die
Masseleitung, wird ähnlich der Anordnung in Fig. 2 nach dem Eintauchen des Wurfsensors
21' in die Metallschmelze über diese realisiert (Fig. 6). Dazu ist innerhalb des Wurfsensors
21' der A/D-Wandler an seinem dem Sensorträger abgewandten Ende (abgewandt im Sinne
der elektrischen Verbindung) neben der Signalleitung 22 mit einem Massekontakt 24
verbunden, der durch das Material des Wurfsensors 21' hindurch mit der Metallschmelze
verbunden ist. Die Metallschmelze liegt auf Massepotential, so dass sie über die Masseleitung
25 des Auswertegerätes 17 mit diesem verbunden ist. Diese Art der Kontaktierung ist
also ähnlich dem in Fig. 2 dargestellten Kreislauf aufgebaut. In Fig. 6 ist der Wurfsensor
21' während der Messung in der Stahlschmelze (diese ist in der Zeichnung nicht gezeigt)
dargestellt. Die Masseleitung durch die Stahlschmelze ist mit der Bezugszahl 26 bezeichnet.
Sie verbindet den Wurfsensor 21' mit dem Auswertegerät 17.
[0019] Der Körper des Wurfsensors 21; 21' besteht aus Stahl, um die zum Durchdringen der
auf der Metallschmelze (z.B. eine Stahlschmelze) aufliegende Schlacke zu gewährleisten
bzw. um eine Kontaktierung gemäß Fig. 5 und 6 zu ermöglichen.
1. Vorrichtung zum Bestimmen mindestens einer Kenngröße einer Eisen- oder Stahlschmelze
oder einer auf der Eisen- oder Stahlschmelze aufliegenden Schlackeschicht, aufweisend
ein Trägerrohr (2), eine Lanze (1), eine Stromquelle und einen Computer oder ein Auswertegerät
(17), wobei an einem Ende des Trägerrohres (2) ein Messkopf (3) angeordnet ist mit
einem in dem Trägerrohr fixierten Körper, wobei im Inneren des Messkopfes oder des
Trägerrohres ein A/D-Wandler angeordnet ist, wobei der A/D-Wandler (11) mit mindestens
einem an oder in dem Messkopf angeordneten Sensor (5,6,7) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Messkopf (3) ein Kontaktstück (14) aufweist, welches über seine Kontakte (13)
mit einem Signalausgang des A/D-Wandlers (11) elektrisch leitend verbunden ist, dass
das Kontaktstück (14) mit einer in das Trägerrohr (2) eingeführten Lanze (1) verbunden
ist und dass höchstens zwei Signalleitungen (16) zur Weiterleitung digitaler Signale
einerseits über je einen Kontakt des Kontaktstückes (14) mit dem A/D-Wandler(11) und
andererseits mit einem Computer oder einem Auswertegerät (17) verbunden sind, wobei
innerhalb der Lanze (1) eine einerseits mit einem Kontakt des Kontaktstückes (14)
und andererseits mit einem Computer oder einem Auswertegerät (17) verbundene Signalleitung
(16) angeordnet ist und zusätzlich auch als Stromversorgungsleitung ausgebildet ist
und mit einer Stromquelle verbunden ist, und die zweite Signalleitung durch das Metallrohr
der Lanze (1) gebildet ist, die mit einem Kontakt des Kontaktstückes (14) elektrisch
verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktstück (14) mit einem Stromversorgungsanschluß des A/D-Wandlers (11) elektrisch
leitend verbunden ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass der A/D-Wandler (11) auf einer Leiterplatte angeordnet ist.
1. Apparatus for determining at least one characteristic of molten iron or molten steel
or of a slag layer resting on the molten iron or molten steel comprising a support
tube (2), a lance (1), an electrical power source and a computer or an analytical
unit (17), whereby a measuring head (3) is arranged on one end of the support tube
(2) and has a body that is fixed inside the support tube, whereby an A / D converter
(11) is arranged inside the measuring head or support tube, whereby the A / D converter
(11) is connected to at least one sensor (5, 6, 7) that is arranged on or in the measuring
head, characterised in that the measuring head (3) comprises a contact piece (14) which is connected in electrically
conductive manner via its contacts (13) to a signal output of the A / D converter
(11), in that the contact piece (14) is connected to a lance (1) that is inserted into the support
tube (2) and in that at most two signal lines (16) for transmitting digital signals further are connected,
on the one hand, via one contact each of the contact piece (14) to the A / D converter
(11) and, on the other hand, to a computer or an analytical unit (17), whereby a signal
line (16), which is connected, on the one hand, to a contact of the contact piece
(14) and, on the other hand, to a computer or an analytical unit (17), is arranged
inside the lance (1) and is, in addition, provided as an electrical power supply line
and is connected to an electrical power source, and the second signal line is formed
by the metal tube of the lance (1) that is connected in electrically conductive manner
to a contact of the contact piece (14).
2. Apparatus according to claim 1, characterised in that the contact piece (14) is connected in electrically conductive manner to an electrical
power supply terminal of the A / D converter (11).
3. Apparatus according to any one of the claims 1 to 2, characterised in that the A / D converter (11) is arranged on a printed circuit board.
1. Dispositif de détermination d'au moins un paramètre d'une fonte de fer ou d'acier
ou d'une couche de scorie couchée sur la fonte de fer ou d'acier, présentant un tuyau
de support (2), une lance (1), une source d'électricité et un ordinateur ou un appareil
d'évaluation (17), dans lequel une tête de mesure (3) est disposée à une extrémité
du tuyau de support (2) avec un corps fixé dans le tuyau de support, dans lequel un
convertisseur analogique-numérique (11) est disposé à l'intérieur de la tête de mesure
ou du tuyau de support, dans lequel le convertisseur analogique-numérique (11) est
relié à au moins un capteur (5, 6, 7) disposé sur ou dans la tête de mesure, caractérisé en ce que la tête de mesure (3) présente une pièce de contact (14) qui est reliée de manière
électriquement conductrice par le biais de ses contacts (13) à une sortie de signal
du convertisseur analogique-numérique (11), que la pièce de contact (14) est reliée
à une lance (1) introduite dans le tuyau de support (2) et que deux fils de signaux
(16) maximum sont reliés d'un côté par le biais d'un contact de la pièce de contact
(14) à chaque fois au convertisseur analogique-numérique (11) et de l'autre côté à
un ordinateur ou un appareil d'évaluation (17) pour la transmission de signaux numériques,
dans lequel un fil de signaux (16) relié d'un côté à un contact de la pièce de contact
(14) et de l'autre côté à un ordinateur ou un appareil d'évaluation (17) est disposé
à l'intérieur de la lance (1), et est en outre également réalisé en tant que conduite
d'alimentation électrique et est relié à une source d'électricité, et le second fil
de signaux est formé par le tuyau métallique de la lance (1) qui est reliée électriquement
à un contact de la pièce de contact (14).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pièce de contact (14) est reliée de manière électriquement conductrice à un raccord
d'alimentation électrique du convertisseur analogique-numérique (11).
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que le convertisseur analogique-numérique (11) est disposé sur une carte de circuits
imprimés.