[0001] Die Erfindung betrifft einen Schließzylinder mit einem in einem Schließzylindermodul
drehbaren Zylinderkern und einer Sicherungszuhaltung zur Blockierung beim Auf- oder
Abbrechen des Schließzylindermoduls.
[0002] Schließzylinder mit einem Schließzylindermodul, in dem sich ein drehbarer und sperrbarer
Zylinderkern befindet, sind aus dem Stand der Technik bekannt. Ein wesentliches Sicherheitsproblem
derartiger Schließzylinder besteht darin, dass der Schließzylinder in der Regel nicht
exakt auf die Dicke der zu sperrenden Tür angepasst werden kann, sondern einige Millimeter
bis Zentimeter aus der Ebene der Tür hervorragt. Durch Ansetzen eines geeigneten Aufbruchwerkzeugs
kann der Schließzylinder von außen abgebrochen und der Zylinderkern betätigt werden.
Als Abhilfe ist es bekannt, Sicherheitsbeschläge in Form von Manschetten oder dergleichen
an der Außenseite des Schlosses anzubringen, um das Ansetzen des Aufbruchwerkzeugs
unmöglich zu machen. Derartige Sicherheitsbeschläge sind jedoch teuer und müssen an
die Länge des Zylinders angepasst werden.
[0003] Als Abhilfe dieses Problems ist es aus der
DE 200 21 352 U1 bekannt, eine Sicherungszuhaltung zur Blockierung des Zylinderkerns vorzusehen, die
in Kombination mit einer Sollbruchstelle im Zylindergehäuse beim Abbrechen des Zylindergehäuses
aktiviert wird und die Drehung des Zylinderkerns blockiert. Nach dem Stand der Technik
ist diese Sicherungszuhaltung im Zylindergehäuse vorgesehen und umfasst einen Verriegelungsbolzen,
der unmittelbar neben und axial oder versetzt zu den Gehäuse- bzw. Kemstiften des
Zylinderschlosses angeordnet ist. Eine Sollbruchstelle im Zylindergehäuse sorgt dafür,
dass bei Einwirken einer äußeren Kraft auf das Gehäuse dieses an einer definierten
Stelle bricht und die Scherungszuhaltung aktiviert wird.
[0004] Ein Problem dieser Vorrichtung aus dem Stand der Technik besteht darin, dass das
Zylindergehäuse zur Aufnahme der Sicherungszuhaltung ausgeführt sein muss. Dies bedeutet
in der Praxis, dass für die unterschiedlichsten Dimensionen der Zylindergehäuse Ausführungen
mit und ohne Sicherungszuhaltung produziert und auf Lager gehalten werden müssen.
Dies bedeutet einen erhöhten logistischen und produktionstechnischen Aufwand. Darüber
hinaus wird das Zylindergehäuse durch die zusätzlichen Bohrungen und Aussparungen
zur Aufnahme der Sicherungszuhaltung unnötig geschwächt, was schlussendlich der Sicherheit
des Schlosses abträglich ist.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Nachteile der bekannten
Vorrichtungen zu beheben und ein Zylinderschloss mit Sicherheitszuhaltung zu realisieren,
das einfach in der Herstellung ist und modular mit anderen, bereits vorhandenen Zylinderschlössern
kombiniert werden kann, ohne Kompromisse beim Grad an Sicherheit gegenüber Aufbruchsversuchen
eingehen zu müssen.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Sicherungszuhaltung in
einer Abtasteinheit angrenzend an das Schließzylindermodul angeordnet ist und zum
Abtasten der Position des Schließzylindermoduls einen Abtaststift sowie zur Blockierung
einen Verriegelungsbolzen umfasst.
[0007] Indem sich die Sicherungszuhaltung - vorzugsweise zur Gänze - in einer separaten
Abtasteinheit befindet, kann im Prinzip jedes kompatible Zylinderschloss mit einer
entsprechenden Sicherungszuhaltung aufgerüstet werden. Das Vorhandensein oder Fehlen
des Schließzylindermoduls (in der Regel der außenliegende Teil des Zylindergehäuses)
wird direkt durch einen Abtaststift detektiert, der seinerseits beim Fehlen des Gehäuseteils
die Blockierung des Zylinderkerns veranlasst.
[0008] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Sicherungszuhaltung zur Blockierung
einer angrenzend an den Zylinderkern vorgesehenen Kernverlängerung ausgeführt ist.
Dies hat den Vorteil, dass Gehäuse- und Kemstiftanordnung in den Gehäuseteilen bzw.
im Zylinderkern nicht verändert werden müssen, da auch das blockierende Element zum
Bockieren nicht in den Zylinderkern, sondern in einen separaten Teil, eben die Kemverlängerung,
eingreift.
[0009] Das Schließzylindermodul kann ein Gehäuseteil, und die Abtasteinheit eine die Sicherungszuhaltung
aufnehmende Gehäuseverlängerung umfassen. Dabei kann das Gehäuseteil in bekannter
Weise ausgeführt sein. Herkömmliche Gehäuseverlängerungen können in einfacher Weise
angepasst werden, um die Sicherungszuhaltung aufzunehmen. Die Kernverlängerung kann
in bekannter Weise eine Kupplungsverlängerung umfassen.
[0010] Erfindungsgemäß kann weiters vorgesehen sein, dass der Abtaststift in einer Bohrung
der Gehäuseverlängerung derart beweglich gelagert ist, dass er im montierten Zustand
an einem Ende an das Schließzylindermodul angrenzt und an einem anderen Ende in den
beweglich gelagerten, unter Federspannung stehenden Verriegelungsbolzen eingreift.
Dadurch kann der Abtaststift als Detektor für das Abbrechen bzw. Entfernen des Schließzylindermoduls
dienen. Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass der Verriegelungsbolzen einen Einschnürungsbereich
aufweist, der derart mit einer Endkuppe des Abtaststifts korrespondiert, dass der
unter Federspannung stehende Verriegelungsbolzen bei Bewegung des Abtaststifts in
der Bohrung freigegeben wird. Der Verriegelungsbolzen kann aber auch auf andere Art
mit dem Abtaststift in Verbindung stehen, es muss lediglich gewährleistet sein, dass
bei Entfernung des Schließzylindermoduls der Abtaststift den Verriegelungsbolzen freigibt.
[0011] Der Verriegelungsbolzen kann vorzugsweise eine Endkuppe aufweisen, die bei Freigabe
des Verriegelungsbolzens zum Eingriff in eine Senkbohrung einer mit dem Zylinderkern
verbundenen oder verbindbaren Kernverlängerung ausgeführt ist. Dadurch kann der Verriegelungsbolzen
die Kernverlängerung sperren. Eine derartige Kernverlängerung kann vorzugsweise in
der Gehäuseverlängerung drehbar gelagert sein. Eine Betätigung des Zylinderkerns durch
Drehen der Kernverlängerung von außen wird durch den Verriegelungsbolzen unmöglich
gemacht.
[0012] Das Gehäuseteil als Bestandteil des Schließzylindermoduls und die Gehäuseverlängerung
können vorzugsweise auf einer gemeinsamen Achse angebracht sein oder anbringbar sein,
wobei die Achse eine, ihre mechanische Festigkeit verringernde, Sollbruchstelle, vorzugsweise
in Form einer Einschnürung aufweist. Die Sollbruchstelle kann vorzusweise in Form
einer Ringnut realisiert werden.
[0013] Beim versuchten Abbrechen des äußeren Gehäuseteils bzw. Schließzylindermoduls bricht
nicht das Gehäuse, sondern die mit dem Gehäuse fest verbundene Achse, und das Gehäuse
wird nicht beschädigt, sondern fällt mit der zerbrochenen Achse vom Schloss ab. Dies
ist auch insofern vorteilhaft, als es produktionstechnisch einfacher ist, einen Drehteil
wie die Achse mit einer Sollbruchstelle zu versehen, als ein komplexes Bauteil wie
das Gehäuse selbst, welches zur festen Aufnahme des Zylinderkerns dienen muss. Die
Gehäuseteile können durch Schraubverbindungen und/oder formschlüssige Steckverbindungen
mit der Achse fest verbunden sein.
[0014] Der Abtaststift kann weiters zum Abtasten der Position des Schließzylindermoduls
an einer seiner Enden eine Abtastnase mit reduziertem Durchmesser aufweisen. Vorzugsweise
wird der Abtaststift im Inneren der Gehäuseverlängerung in einer Bohrung verschiebbar
gelagert, deren Achse im Wesentlichen parallel zur Achse des Zylinderschlosses verläuft.
Die Bohrung kann vorzugsweise mit abgestuften Durchmessern ausgeführt sein, um zu
verhindern, dass der Abtaststift von außen aus der Bohrung entfernt wird.
[0015] Der Verriegelungsbolzen kann einen Verriegelungskopf mit Endkuppe zum Eingriff in
eine Senkbohrung einer Kernverlängerung und einen Mittelteil aufweisen, wobei der
Verriegelungskopf einen größeren Durchmesser als der Mittelteil aufweist, wodurch
zwischen Verriegelungskopf und Mittelteil eine Kante gebildet ist. Dass der Verriegelungsbolzen
in die Kernverlängerung, und nicht in den Kern selbst eingreift, hat den Vorteil,
dass die Konstruktion einfach bei bestehenden Schlössern nachgerüstet werden kann.
[0016] Die Kante zwischen Verriegelungskopf und Mittelteil, die üblicherweise in Form eines
Sprungs im Durchmesser von 0,05 bis 0,2, vorzugsweise 0,1 mm, realisiert wird, dient
dazu, dass der Verriegelungsbolzen im eingeschnappten (blockierten) Zustand nicht
durch Anwenden der Schlagmethode aus der Kernverlängerung entfernt werden kann. Sobald
der Verriegelungsbolzen in der Kernverlängerung steckt und die Kernverlängerung von
außen verdreht wird, bleibt der Verriegelungsbolzen an der Kante hängen, und ein Herausschlagen
aus der Kernverlängerung ist unmöglich. Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass
die Kernverlängerung umfangsseitig mehrere Senkbohrungen zur Aufnahme des Verriegelungsbolzens
aufweist. Dies erleichtert den Zusammenbau, da die Kernverlängerung in jeder beliebigen
Position eingesetzt werden kann.
[0017] Es kann weiters vorgesehen sein, dass die Gehäuseverlängerung über eine rechteckige
Ausnehmung formschlüssig und mit einem zusätzlichen Sicherungsstift mit der Achse
verbindbar ist. Weiters kann die Achse Bohrungen zur Verbindung mit den Gehäuseteilen
und der Gehäuseverlängerung sowie in bekannter Weise eine Stulpschraubenbohrung aufweisen.
[0018] Die als Sollbruchstelle dienende Einschnürung der Achse kann vorzugsweise als umlaufende
Ringnut ausgebildet sein und im Übergangsbereich zwischen Gehäuseverlängerung und
zweitem Gehäuseteil derart angeordnet sein, dass im zusammengebauten Zustand eine
äußere Krafteinwirkung auf den zweiten Gehäuseteil direkt auf die Ringnut abgeleitet
wird. Damit wird sichergestellt, dass die Achse bricht, und nicht das Gehäuse oder
der Kern.
[0019] Weitere erfindungsgemäße Merkmale ergeben sich aus den Ansprüchen, der Beschreibung
und den Zeichnungen.
[0020] Im Folgenden wird die Erfindung an Hand eines erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1:
- das erfindungsgemäße Zylinderschloss in Explosionsdarstellung;
- Fig. 2a-2b:
- eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Zylinderschlosses;
- Fig. 3a - 3b:
- das erfindungsgemäße Zylinderschloss im Querschnitt;
- Fig. 4a-4b:
- die Sicherheitszuhaltung eines erfindungsgemäßen Zylinderschlosses in Detailansicht.
[0021] Fig. 1 zeigt eine Explosionsdarstellung eines erfindungsgemäßen Schließzylinders.
Der Schließzylinder 1 umfasst eine Achse 5, auf der ein erstes Gehäuseteil 2a und
ein zweites Gehäuseteil 2b angebracht sind. Zu diesem Zweck ist die Achse 5 mit Bohrungen
17 versehen, in die Schrauben 16 zur Fixierung der Gehäuseteile 2a, 2b einführbar
sind. Die Achse 5 verfügt weiters über eine Stulpschraubenbohrung 6 zur Fixierung
des Schließzylinders im Einstemmschloss. Das Gehäuseteil 2b trägt einen Zylinderkern
3 und bildet mit diesem das Schließzylindermodul 27.
[0022] Direkt angrenzend zur Bohrung 17 und somit naheliegend zum Endbereich des zweiten
Gehäuseteils 2b weist die Achse 5 eine Einschnürung 8 auf, die als Sollbruchstelle
dient und als umlaufende Ringnut geringer Tiefe ausgeführt ist. Die Tiefe der Ringnut
ist so gewählt, dass einerseits die Achse stabil genug bleibt, um herkömmlichen Belastungen
zu widerstehen, jedoch beim Versuch, das Gehäuse abzubrechen, sicher eine Bruchstelle
bildet.
[0023] Die Achse 5 verfügt weiters über Abflachungen 14, die eine rechteckige Form bilden,
welche zur formschlüssigen Aufnahme einer Gehäuseverlängerung 7 dienen. Dazu hat die
Gehäuseverlängerung 7 eine entsprechend korrespondierende Ausnehmung 22, sowie eine
Bohrung 19 zur Aufnahme eines Sicherungsstiftes 18, wobei in der Achse 5 eine fluchtende
Bohrung 15 vorgesehen ist.
[0024] Die Gehäuseteile 2a und 2b beherbergen Zylinderkerne 3, die mit einem Schließbart
4 gekoppelt sind bzw. gekoppelt werden können. In den Zylinderkernen 3 und den Gehäuseteilen
2a, 2b befinden sich in bekannter Weise Gehäusestifte und Kernstifte (nicht dargestellt)
zum Sperren des Zylinderschlosses.
[0025] Zwischen Schließbart 4 und Schließzylindermodul 27 ist eine Abtasteinheit 34 eingefügt,
welche eine Gehäuseverlängerung 7 umfasst. Die Gehäuseverlängerung 7 ist zwischen
den beiden Gehäuseteilen 2a und 2b vorgesehen und nimmt eine Kernverlängerung 11 auf,
die die beiden Zylinderkerne über Kerneingriffsvorsprünge 24 mit dem Schließbart bzw.
miteinander koppelt. Zu diesem Zweck ist eine Kupplungsverlängerung 13 in die Kernverlängerung
11 eingeschoben.
[0026] Derartige Gehäuseverlängerungen zur Anpassung des Zylinderschlosses an die Dicke
eines Türblattes sind aus dem Stand der Technik grundsätzlich bekannt.
[0027] Im unteren Bereich der Gehäuseverlängerung 7 ist die eigentliche Sicherungszuhaltung
12 vorgesehen, umfassend einen Verriegelungsbolzen 20, eine Druckfeder 21 und einen
Abtaststift 10.
[0028] Der Abtaststift 10 ist in einer im Wesentlichen parallel zur Achse 5 ausgerichteten
Bohrung beweglich gelagert und kann durch eine Abtastöffnung 23 das Vorhandensein
oder Fehlen des zweiten Gehäuseteils 2b detektieren. An seinem anderen Ende greift
der Abtaststift 10 in einen Einschnürungsbereich 26 des Verriegelungsbolzens 20 ein,
der unter Federspannung der Druckfeder 21 in einer Bohrung, die im Wesentlichen radial
zur Achse 5 in der Gehäuseverlängerung 7 vorgesehen ist, gehalten ist. Sobald der
Abtaststift 10 seine Position verlässt, wird der Verriegelungsbolzen 20 freigegeben
und greift an seinem oberen Ende in eine Senkbohrung 25 am äußeren Umfang der Kernverlängerung
11 ein. Dadurch wird die Bewegung der Kernverlängerung 11 blockiert.
[0029] Fig. 2a zeigt eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Schließzylinders 1. Der Schließzylinder 1 ist als Doppelzylinder ausgeführt und verfügt
über einen ersten Gehäuseteil 2a und einen zweiten Gehäuseteil 2b, die an einer gemeinsamen
Achse 5 angebracht sind. Dazwischen befindet sich der Schließbart 4 und die Abtasteinheit
34, welche das Vorhandensein des Schließzylindermoduls 27 detektiert und eine Gehäuseverlängerung
7 umfasst. Die Achse 5 trägt in bekannter Weise die Stulpschraubenbohrung 6 zur Fixierung
des Zylinderschlosses im Einstemmschloss und weist eine Einschnürung 8 auf, die als
Sollbruchstelle dient.
[0030] Im Inneren der Gehäuseteile 2a, 2b sind Zylinderkerne 3 vorgesehen, die über eine
Kernverlängerung 11 (nicht dargestellt) miteinander verkoppelt sind. Ein Schlüssel
9 ist in einen Schließkanal des Zylinderkerns 2 einführbar und betätigt den Zylinderkern
und in Folge den Schließbart zum Sperren des Zylinderschlosses.
[0031] Fig. 2b zeigt das Zylinderschloss aus Fig. 1 a im aufgebrochenen Zustand. Durch Ansetzen
eines geeigneten Einbruchswerkzeuges wurde versucht, das Schließzylindermodul 27 in
Form des äußeren zweiten Gehäuseteils 2b abzubrechen, um in Folge Zugriff auf den
Zylinderkern bzw. die Zylinderkernverlängerung zu bekommen, und den Schließbart betätigen
zu können. Statt dem Gehäuse ist jedoch die Achse 5 an der Einschnürung 8 gebrochen
und gibt den Abtaststift 10 der Abtasteinheit 34 frei. Die Sicherungszuhaltung ist
aktiviert und der Verriegelungsbolzen 20 blockiert jede Bewegung der Kernverlängerung
11.
[0032] Fig. 3a zeigt das Zylinderschloss aus Fig. 1 a im Querschnitt. In dieser Ansicht
ist zu sehen, dass die Gehäuseverlängerung 7 eine Kernverlängerung 11 beinhaltet,
die an eine Sicherheitszuhaltung 12 angrenzt. Fig. 3b zeigt das Zylinderschloss auf
Fig. 1 b im Querschnitt. Wenn das zweite Gehäuseteil 2b weggebrochen wird, gibt der
Abtaststift 10 einen durch eine Druckfeder in der Gehäuseverlängerung 7 vorgespannten
Verriegelungsbolzen 20 nach oben in eine Senkbohrung der Kernverlängerung 11 frei,
wodurch diese gegen Drehung blockiert ist.
[0033] Fig. 4a zeigt die Sicherungszuhaltung 12 im Detail im zusammengebauten und nicht
blockierenden Zustand. Der Verriegelungsbolzen 20 wird an seinem unteren Ende (der
Federhalterung 33) durch eine Druckfeder 21 gehalten und nach oben gedrückt. Diesem
Druck wirkt der Abtaststift 10 entgegen, der an einem Ende eine Kuppe 29 aufweist,
die in einen Einschnürungsbereich 26 des Verriegelungsbolzens 20 eingreift und den
Verriegelungsbolzen 20 in Position hält. An seinem anderen Ende weist der Abtaststift
10 eine Abtastnase 30 auf, die einen geringeren Durchmesser als der Abtaststift 10
aufweist.
[0034] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weist der Abtaststift 10 einen Durchmesser von
3mm +/- 0,02mm und die Abtastnase 30 einen Durchmesser von 2mm +/- 0,02mm auf. Angrenzend
an den Einschnürungsbereich 26 weist der Verriegelungsbolzen 20 einen Mittelteil 32
auf, der mit leicht geringerem Durchmesser als der Rest des Verriegelungsbolzens 20
ausgeführt ist. Im vorliegenden Beispiel hat der Mittelteil 32 einen Durchmesser von
3mm +/-0,05mm, während die Federhalterung 33 einen Durchmesser von 3,1 mm +/- 0,02mm
aufweist.
[0035] Die Einschnürung 26 ist mit einem Durchmesser von 2mm +/-0,02mm ausgeführt. Das freie
Ende des Verriegelungsbolzens 20 ist als Verriegelungskopf 28 ausgeführt, der einen
leicht höheren Durchmesser aufweist, damit eine Stufe 31 gebildet wird. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel beträgt der Durchmesser des Verriegelungskopfes 3,1 mm +/- 0,02mm,
somit beträgt die Höhe der umlaufenden Stufe ca. 0,05mm. Wie der Abtaststift 10 ist
auch der Verriegelungsbolzen 20 an seinem Ende mit einer Kuppe 29 ausgeführt, um ein
reibungsfreies Eingreifen in die Senkbohrungen der Kernverlängerung zu gewährleisten.
Die Kuppen sind vorzugsweise in einem Winkel von etwa 60° zur Längsachse des Abtaststiftes
10 bzw. Verriegelungsbolzens 20 ausgeführt.
[0036] Fig. 4b zeigt die Sicherungszuhaltung im blockierenden Zustand: Der Abtaststift 10
hat sich axial nach außen bewegt und den Verriegelungsbolzen freigegeben, wodurch
dieser durch die Druckfeder 21 nach oben gedrückt wird und mit seinem Verriegelungskopf
28 in die Senkbohrung 25 der Kernverlängerung eingreift.
[0037] Die Erfindung erstreckt sich nicht nur auf die beispielhaft angeführten Ausführungsbeispiele,
sondern umfasst auch weitere Ausführungen im Rahmen der Patentansprüche. Insbesondere
ist die Erfindung nicht auf die konkret beschriebene Ausführung der Sicherungszuhaltung
beschränkt.
Bezugszeichenliste
[0038]
- 1
- Schließzylinder
- 2a
- Erster Gehäuseteil
- 2b
- Zweiter Gehäuseteil
- 3
- Zylinderkern
- 4
- Schließbart
- 5
- Achse
- 6
- Stulpschraubenbohrung
- 7
- Gehäuseverlängerung
- 8
- Einschnürung
- 9
- Schlüssel
- 10
- Abtaststift
- 11
- Kernverlängerung
- 12
- Sicherungszuhaltung
- 13
- Kupplungsverlängerung
- 14
- Abflachungen der Achse
- 15
- Bohrung
- 16
- Fixierschraube
- 17
- Bohrung
- 18
- Sicherungsstift
- 19
- Bohrung
- 20
- Verriegelungsbolzen
- 21
- Druckfeder
- 22
- Ausnehmung
- 23
- Abtastöffnung
- 24
- Kerneingriffsvorsprung
- 25
- Senkbohrung
- 26
- Einschnürungsbereich
- 27
- Schließzylindermodul
- 28
- Verriegelungskopf
- 29
- Endkuppe
- 30
- Abtastnase
- 31
- Kante
- 32
- Mittelteil
- 33
- Federhalterung
- 34
- Abtasteinheit
1. Schließzylinder (1) mit einem in einem Schließzylindermodul (27) drehbaren Zylinderkern
(3) und einer Sicherungszuhaltung (12) zur Blockierung beim Aufoder Abbrechen des
Schließzylindermoduls (27),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sicherungszuhaltung (12) in einer Abtasteinheit (34) angrenzend an das Schließzylindermodul
(27) angeordnet ist und zum Abtasten der Position des Schließzylindermoduls (27) einen
Abtaststift (10) sowie zur Blockierung einen Verriegelungsbolzen (20) umfasst.
2. Schließzylinder (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungszuhaltung (12) zur Blockierung einer angrenzend an den Zylinderkern
(3) vorgesehenen Kernverlängerung (11) ausgeführt ist.
3. Schließzylinder (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließzylindermodul (27) ein Gehäuseteil (2b), und die Abtasteinheit (34) eine
die Sicherungszuhaltung (12) aufnehmende Gehäuseverlängerung (7) umfasst.
4. Schließzylinder (1) nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kernverlängerung (11) eine Kupplungsverlängerung (13) umfasst.
5. Schließzylinder (1) nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Abtaststift (10) in einer Bohrung (23) der Gehäuseverlängerung (7) derart beweglich
gelagert ist, dass er im montierten Zustand an einem Ende an das Schließzylindermodul
(27) angrenzt und an einem anderen Ende in den beweglich gelagerten, unter Federspannung
stehenden Verriegelungsbolzen (20) eingreift.
6. Schließzylinder (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungsbolzen (20) einen Einschnürungsbereich (26) aufweist, der derart
mit einer Endkuppe (29) des Abtaststifts (10) korrespondiert, dass der unter Federspannung
stehende Verriegelungsbolzen (20) bei Bewegung des Abtaststifts (10) in der Bohrung
(23) freigegeben wird.
7. Schließzylinder (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungsbolzen (20) eine Endkuppe (29) aufweist, die bei Freigabe des Verriegelungsbolzens
zum Eingriff in eine Senkbohrung (25) der Kernverlängerung (11) ausgeführt ist.
8. Schließzylinder (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseteil (2b) und die Gehäuseverlängerung (7) auf einer gemeinsamen Achse
(5) angebracht oder anbringbar sind, wobei die Achse (5) eine, ihre mechanische Festigkeit
verringernde, Sollbruchstelle, vorzugsweise in Form einer Einschnürung (8) aufweist.
9. Schließzylinder (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abtaststift (10) zum Abtasten der Position des Schließzylindermoduls (27) eine
Abtastnase (30) mit reduziertem Durchmesser aufweist.
10. Schließzylinder (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungsbolzen (20) einen Verriegelungskopf (28) mit Endkuppe (29) zum Eingriff
in eine Senkbohrung (25) und einen Mittelteil (32) aufweist, wobei der Verriegelungskopf
(28) einen größeren Durchmesser als der Mittelteil (32) aufweist, wodurch zwischen
Verriegelungskopf (28) und Mittelteil (32) eine Kante (31) gebildet ist.
11. Schließzylinder (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kernverlängerung (11) umfangsseitig mehrere Senkbohrungen (25) zur Aufnahme des
Verriegelungsbolzens (20) aufweist.
12. Schließzylinder (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseverlängerung (7) über eine rechteckige Ausnehmung (22) und einen Sicherungsstift
(18) mit der Achse (5) verbindbar ist.
13. Schließzylinder (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (5) Bohrungen (15, 17) zur Verbindung mit den Gehäuseteilen (2a, 2b) und
der Gehäuseverlängerung (7) sowie eine Stulpschraubenbohrung (6) aufweist.
14. Schließzylinder (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschnürung (8) der Achse (5) als umlaufende Ringnut ausgebildet ist und im
Übergangsbereich zwischen Gehäuseverlängerung (7) und zweitem Gehäuseteil (2b) derart
angeordnet ist, dass im zusammengebauten Zustand eine äußere Krafteinwirkung auf den
zweiten Gehäuseteil (2b) direkt auf die Ringnut abgeleitet wird.