[0001] Die Erfindung betrifft ein Band für Türen, Fenster oder dergleichen zur um eine Scharnierachse
scharnierbeweglichen Verbindung eines Flügels an einem Rahmen, welches einen Bandlappen
mit einem Scharnierteil und einen mit diesem verbundenen Befestigungsteil umfasst,
welches mittels einem an dem Flügel oder an dem Rahmen feststehend zu befestigenden
Halteteil gelagert ist, wobei das Band einen ersten Anlageschenkel zur Anlage an einer
Vorderfläche des Flügels oder des Rahmens umfasst, und ein zweiter Anlageschenkel
zur Anlage an einer zur Vorderfläche etwa senkrechten Stirnfläche des Flügels oder
des Rahmens vorgesehen ist, wobei der erste Anlageschenkel mindestens eine erste Durchtrittsöffnung
für eine erste Befestigungsschraube und der zweite Anlageschenkel mindestens eine
zweite Durchtrittsöffnung für eine zweite Befestigungsschraube umfasst.
[0002] Ein derartiges Band ist aus der
DE 298 18 984 U1 bekannt. Bei diesem Band weist das Befestigungsteil zwei Seitenstege auf, zwischen
denen sich ein Boden erstreckt. Das zur Befestigung des Bandes dienende Halteteil
ist als Klemmplatte ausgebildet. Sie liegt auf dem Boden auf und drückt diesen gegen
den Rahmen oder den Flügel, wenn Befestigungsschrauben, die den Boden in Aussparungen
durchsetzen, fest in den Flügel oder in den Rahmen eingedreht sind. Das Befestigungsteil
bildet somit einen ersten Anlageschenkel.
[0003] Um ein Abkippen des Flügels weiter zu erschweren bzw. zu verhindern, ist ein Stützteil
vorhanden. Dieses Stützteil ist an einer zur Vorderfläche etwa senkrechten Stirnfläche
eines Aufdecks angeschraubt. Es ist gebildet durch ein Winkelblech, dessen an die
Stirnseite angeschraubter Winkelschenkel den zweiten Anlageschenkel bildet.
[0004] Zur Verstellung senkrecht zur Scharnierachse kann das Befestigungsteil unter der
Klemmplatte in entsprechender Richtung verschoben werden. Damit der den zweiten Anlageschenkel
bildende Winkel sich hierbei nicht relativ zur Stirnseite verlagert, greift er in
Verstellrichtung verschieblich in Nuten in der Anlageseite des Befestigungsteils ein.
Er wirkt daher nicht einem Abheben des Bandes von der Vorderfläche entgegen, sondern
lediglich einem Abkippen, bei welchem die durch das Band definierte Drehachse aus
der Scharnierachse verkippt würde.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Band zu schaffen, dessen Befestigung
an dem Flügel oder an dem Rahmen verbessert ist.
[0006] Diese Aufgabe wird durch das in Anspruch 1 wiedergegebene Band gelöst.
[0007] Bei dem erfindungsgemäßen Band ist der erste Anlageschenkel mit dem Halteteil verbunden.
Das Halteteil liegt somit direkt an der Vorderfläche an und wirkt nicht allein als
Klemmteil, wodurch die Qualität seiner Befestigung bereits verbessert ist.
[0008] Darüber hinaus ist an dem ersten Anlageschenkel mindestens ein sich von diesem etwa
senkrecht erstreckender Fortsatz mit einem Querschnitt angeformt, der zum Eingriff
in eine Aufnahmeöffnung mit einem etwa komplementären Querschnitt in dem Flügel oder
dem Rahmen vorgesehen ist. Durch das Vorhandensein dieses Fortsatzes wird die Befestigung
des erfindungsgemäßen Bandes gegen ein Abkippen oder Anheben von der Vorderseite des
Flügels oder des Rahmens verbessert.
[0009] Bevorzugt ist eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Bandes, bei welcher der zweite
Anlageschenkel ebenfalls mit dem Halteteil verbunden ist. Aufgrund dieser Maßnahme
wird das Halteteil nicht nur durch eine Festlegung an der Vorderwandung des Rahmens
oder des Flügels, sondern auch an einer hierzu etwa senkrechten Wandung, die beispielsweise
die Stirnseite eines Aufdeckbereichs bildet, gesichert. Ein Abheben oder Abkippen
des Halteteils und des mit diesem montierten Bandlappen ist daher ohne Beschädigung
des Rahmens oder des Flügels, in welchem die Befestigung erfolgt, nicht möglich.
[0010] Vorzugsweise weist der mindestens eine Fortsatz einen runden Querschnitt auf, er
ist mit anderen Worten zylinderförmig, da hierdurch die Herstellbarkeit des Halteteils
und insbesondere auch der Aufnahmeöffnung in dem Flügel oder dem Rahmen erleichtert
ist.
[0011] Ganz besonders bevorzugt ist eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Bandes, bei
welcher mindestens einer des mindestens einen Fortsatzes eine sich etwa in seiner
Längsrichtung erstreckende Gewindebohrung umfasst. Der mindestens eine Fortsatz kann
dann beispielsweise die folgenden weiteren Funktionen haben:
- Ist er durch eine Öffnung an einer der Vorderwandung gegenüberliegenden Rückseite
des Flügels oder des Rahmens zugänglich, so kann eine weitere Verbesserung der Qualität
der Befestigung erzeugt werden, indem von der Rückseite her eine weitere Befestigungsschraube
in den Fortsatz eingedreht wird, die sich - gegebenenfalls unter Zwischenfügung einer
Klemmscheibe oder einer Klemmplatte - an der Rückseite des Flügels oder des Rahmens
abstützt.
- In die Gewindebohrung kann von seinem der Vorderseite zugewandten Ende eine Befestigungsschraube
zur Befestigung des Befestigungsteils des Bandlappens an dem Halteteil eingedreht
werden. Da die Länge der Gewindebohrung somit nicht auf die Dicke des Halteteils beschränkt
ist, kann dieses vergleichsweise dünn ausgebildet werden, ohne dass hierdurch zwangsläufig
die Befestigungsschraube sich nur in wenigen Gewindegängen im Eingriff mit dem Halteteil
befindet.
[0012] Besonders bevorzugt ist das erfindungsgemäße Band zur Montage an einem Flügel oder
Rahmen vorgesehen, der an einer Stirnseite eine Euronut aufweist. Mit "Euronut" sind
derartige Nuten gemeint, die zwei seitliche Nutwandungen aufweisen, die sich etwa
parallel zur Vorderwandung des Flügels oder des Rahmens erstrecken. Mit "etwa parallel"
sind auch Erstreckungsrichtungen gemeint, die beispielsweise um Winkel bis zu 45°
abweichend von der Parallelrichtung verlaufen. An derartige Flügel oder Rahmen ist
das Halteteil derart angepasst, dass die mindestens eine erste Befestigungsschraube
in diese die Euronut seitlich begrenzenden Wandungen eindrehbar ist. Ist die Euronut
in einem Flügel- oder Rahmenprofil vorgesehen, so ist aufgrund dieser Maßnahme gewährleistet,
dass die erste Befestigungsschraube neben der Vorderwandung zumindest zwei weitere
Wandungen - die beiden Nutwandungen - durchsetzt, wodurch ihr Sitz gegen ein Ausreißen
gegenüber einer solchen Anordnung, wo die erste Befestigungsschraube lediglich die
Vorderwandung oder nur eine weitere Profilwandung durchsetzt, verbessert ist.
[0013] Weiterhin besonders bevorzugt ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Bandes, welches zur Montage an einem Flügel oder Rahmen vorgesehen ist, der einen
Aufdeckschenkel mit einer Aufnahmeöffnung umfasst. Der Fortsatz ist dann derart angeordnet,
dass er bei an dem Flügel oder dem Rahmen montiertem Zustand in die Aufnahmeöffnung
eingreift. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass der Fortsatz in zur Scharnierachse
senkrechten Richtung einen maximalen Abstand zur ersten Befestigungsschraube aufweisen
kann, wodurch die Wirkung des Fortsatzes gegen Abkippen oder Abheben optimiert ist.
Darüber hinaus kann, sofern der Fortsatz ein Innengewinde aufweist, durch Vorsehen
einer entsprechenden Lochung in der Rückseite des Aufdecks eine weitere Befestigungsschraube
in den Fortsatz eingedreht werden, die sich dann an der Rückseite des Aufdecks abstützt
und die Qualität der Befestigung des Halteteils weiter verbessert.
[0014] Das erfindungsgemäße Band weist darüber hinaus den Vorteil auf, dass zunächst das
Halteteil mit Hilfe der senkrecht zueinander verlaufenden ersten und zweiten Befestigungsschrauben
sowie gegebenenfalls der in die Gewindebohrungen der Fortsätze eindrehbaren Befestigungsschrauben
vollständig an dem Flügel und dem Rahmen befestigt werden kann, bevor der Bandlappen
montiert wird.
[0015] Ganz besonders bevorzugt ist eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Bandes, bei
welcher das Befestigungsteil linear verlagerbar an dem Halteelement gelagert ist.
Mit "linearer Verlagerbarkeit" soll eine Verlagerbarkeit in und/oder senkrecht zur
Scharnierachse, insbesondere nur senkrecht zur Scharnierachse gemeint sein. Aufgrund
dieser Maßnahme ist das erfindungsgemäße Band zur vertikalen und/oder horizontalen
Justierung des Flügels in dem Rahmen geeignet.
[0016] Um die Justierung in einer linearen Richtung vornehmen zu können, ist vorzugsweise
eine Verstellspindel vorgesehen, die sich - sofern eine Verlagerung senkrecht zur
Scharnierachse ermöglicht werden soll - etwa senkrecht zur Scharnierachse erstreckt.
[0017] Die Verstellspindel ist bei einer bevorzugten Ausführungsform in einem an dem Halteteil
vorgesehenen Spindelgewinde gelagert und wirkt in Verlagerungsrichtung ortsfest mit
dem Befestigungsteil zusammen. Die Verstellspindel verlagert sich bei Drehbetätigung
somit zusammen mit dem Bandlappen.
[0018] Um das in Verlagerungsrichtung ortsfeste Zusammenwirken der Verstellspindel mit dem
Befestigungsteil zu verwirklichen, weist die Verstellspindel Stirnenden auf, die mit
Stirnseiten einer an dem Befestigungsteil vorgesehenen Verstellspindelaufnahme zusammenwirken.
Diese Verstellspindelaufnahme kann hierzu als Durchbruch durch das Befestigungsteil
mit einem etwa rechteckigen Querschnitt, besonders bevorzugt mit abgerundeten Ecken,
ausgebildet sein.
[0019] Damit das Befestigungsteil und somit der ganze Bandlappen wirksam gegen ein Abkippen
- auch während eines Verstellvorgangs - gesichert ist, umfasst das Halteteil vorzugsweise
mindestens einen Führungsvorsprung, der in eine an ihn angepasste Führungsnut in dem
Befestigungsteil eingreift, oder umgekehrt. Führungsnuten sind vorzugsweise auf der
der Vorderseite des Flügels oder des Rahmens zugewandten Rückseite des Befestigungsteils
des Bandlappens angeordnet.
[0020] Zur Befestigung des Befestigungsteils an dem Halteteil ist vorzugsweise mindestens
eine Befestigungsschraube vorgesehen, welche das Befestigungsteil in einer sich in
Verlagerungsrichtung erstreckenden Längsausnehmung durchsetzt und in die Gewindebohrung
eingedreht ist. Aufgrund dieser Maßnahme ist es zur Verstellung lediglich erforderlich,
die mindestens eine Montageschraube geringfügig zu lösen, um anschließend die Verlagerung
mit Hilfe der Verstellspindel bewirken und anschließend die Festlegung des Bandlappens
an dem Halteteil vornehmen zu können. Hierbei ist es von besonderem Vorteil, dass
die Befestigung des Halteteils, die regelmäßig mit selbstbohrenden oder selbstschneidenden
Schrauben erfolgt, weder gelöst noch darauf geachtet werden muss, dass das Halteteil
nicht so fest angezogen ist, dass eine Verlagerung ohne Lösen desselben nicht mehr
möglich ist, wie dies bei dem aus der
DE 298 18 984 U1 bekannten Band der Fall ist.
[0021] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- das Ausführungsbeispiel im montierten Zustand in einer Aufsicht auf die Vorderseiten
des Rahmens und des Flügels;
- Fig. 2
- eine Ansicht gemäß Fig. 1 von oben;
- Fig. 3
- eine Ansicht gemäß Fig. 1 von links;
- Fig. 4
- ein Ausführungsbeispiel eines Bandlappens montiert an einem Halteteil dieses erfindungsgemäßen
Ausführungsbeispiels in einer perspektivischen Ansicht von schräg hinten;
- Fig. 5
- den Bandlappen gemäß Fig. 4 in einer Ansicht von schräg vorn;
- Fig. 6
- ein komplettes, den Bandlappen gemäß Fig. 4 umfassenden Bandes mit Befestigungsmitteln,
in einer perspektivischen Ansicht von schräg hinten;
- Fig. 7
- das Band gemäß Fig. 6 in einer perspektivischen Ansicht von schräg vorn;
- Fig. 8
- ein Ausführungsbeispiel eines Halteteils in einer perspektivischen Ansicht von schräg
vorn sowie
- Fig. 9
- das Halteteil gemäß Fig. 8, jedoch in einer Ansicht von schräg hinten.
[0022] Das in der Zeichnung als Ganzes mit 100 bezeichnete Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Bandes ist als sogenanntes zweiteiliges Band ausgebildet. Es umfasst einen an einem
Flügel 1 befestigten Flügelbandlappen 2 sowie einen an einem Rahmen 3 befestigten
Rahmenbandlappen 4. Es ist jedoch ebenfalls möglich, ein mehrteiliges Band, welches
beispielsweise zwei voneinander beabstandete Rahmenbandlappen und einen dazwischen
angeordneten Flügelbandlappen aufweist, in erfindungsgemäßer Weise auszubilden.
[0023] Von dem Flügel und dem Rahmen sind in der Zeichnung lediglich Mehrkammer-Hohlprofile
dargestellt. Das Ausführungsbeispiel ist insbesondere zur Anbringung an solche Hohlprofile
vorgesehen, kann jedoch auch an anderen, beispielsweise massiven Flügeln oder Rahmen
angebracht werden.
[0024] Der Rahmenbandlappen ist bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel
in herkömmlicher Weise ausgebildet. Er umfasst ein Rahmenscharnierteil 5 und ein daran
angeformtes Rahmenbefestigungsteil 6, mittels welchem der Rahmenbandlappen 4 unter
Zuhilfenahme von Rahmenbefestigungsschrauben 7 und Rahmenführungsbolzen 8 an dem Rahmen
3 befestigbar ist (s. insbesondere Fig. 3).
[0025] Bei dem erfindungsgemäßen Band umfasst der Flügelbandlappen 2 ein Scharnierteil 9,
welches mit einem Befestigungsteil 10 verbunden ist. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
sind das Scharnier- und das Befestigungsteil einstückig ausgebildet (s. insbesondere
Fig. 4 und 5).
[0026] Zur Befestigung des Befestigungsteils 10 an einer Befestigungsfläche, bei dem hier
dargestellten Ausführungsbeispiel der Vorderfläche 11 des Flügels 1, dient ein in
den Fig. 8 und 9 dargestelltes Halteteil 12. Es umfasst einen ersten Anlageschenkel
13, der bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel zweiteilig ausgebildet ist und eine
Brücke 14 umfasst, die die beiden Teile miteinander verbindet. An den ersten Anlageschenkel
13 ist ein zweiter Anlageschenkel 15 um einen Winkel von 90° abgewinkelt angeformt.
In dem ersten Anlageschenkel 13 sind zwei Durchtrittsöffnungen 16 für jeweils eine
erste Befestigungsschraube 17 vorgesehen. Von den beiden Befestigungsschrauben 17
ist in Fig. 2, 6 und 7 jeweils nur die obere erkennbar bzw. dargestellt. Mit Hilfe
der ersten Befestigungsschrauben 17 wird das Halteteil 12 auf die Vorderfläche 11
des Flügels, in Fig. 1 bis 3 anhand eines Flügelprofils 1 dargestellt, befestigt.
Hierzu sind die ersten Durchtrittsöffnungen 16 derart angeordnet, dass die ersten
Befestigungsschrauben 17 durch zwei Seitenwandungen 18 einer Euronut 19 eindrehbar
sind, welche an einer Stirnseite 20 des Flügels 1 vorgesehen ist.
[0027] An dem zweiten Anlageschenkel 15 sind zweite Durchtrittsöffnungen 21 vorgesehen.
Diese dienen dem Durchtritt von jeweils einer zweiten Befestigungsschraube 22. Der
Abstand zwischen der Anlageseite 23 des zweiten Anlageschenkels 15 und den ersten
Durchtrittsöffnungen 16 ist so bemessen, dass der zweite Anlageschenkel 15 mit der
zweiten Anlagefläche 23 an einer von einem Aufdeck 24 gebildeten Stirnseite 25 anliegt.
[0028] Von der ersten Anlagefläche 26, die von dem ersten Anlageschenkel 13 gebildet ist,
erstrecken sich zwei zylindrische Fortsätze 27. Jeder Fortsatz weist eine Gewindebohrung
28 auf.
[0029] Die Fortsätze 27 dienen zum Eingriff in jeweils eine Aufnahmeöffnung 29, die lediglich
in Fig. 2 angedeutet ist.
[0030] Ferner umfasst das Halteteil 12 an der von der Anlagefläche 26 fort weisenden Seite
der Brücke 14 eine Spindelaufnahme 30 mit einem Spindelgewinde 31 auf.
[0031] Das Befestigungsteil 10 des Flügelbandlappens 2 weist an seiner dem Halteteil 12
zugewandten Rückseite 32 Nuten 33 auf, in welchen die beiden Teile des ersten Anlageschenkels
13, die Führungsvorsprünge 34 bilden, senkrecht zur Scharnierachse S, d.h. in Verlagerungsrichtung
verlagerbar aufgenommen sind. Ferner umfasst das Befestigungsteil eine Verstellspindelaufnahme
35. Sie ist derart an die Spindelaufnahme 30 sowie an eine von dieser aufgenommenen
Verstellspindel 36 angepasst, dass beide Stirnenden an den Stirnseiten der Verstellspindelaufnahme
35 anliegen, so dass bei einer Drehbetätigung der Verstellspindel 36 das Befestigungsteil
10 relativ zum Halteteil 12 in Verlagerungsrichtung V verlagert wird.
[0032] Zwecks Befestigung des Befestigungsteils 10 und somit des Bandlappens 2 an dem Halteteil
12 sind zwei Montageschrauben 37 vorgesehen, welche das Befestigungsteil 10 in langlochförmigen
Öffnungen durchsetzen. Die Montageschrauben 37 sind in die Gewindebohrungen 28 der
Fortsätze 27 eingedreht. Die Länge der langlochförmigen Öffnungen ist so bemessen,
dass eine Relativverlagerung zwischen dem Bandlappen 2 und dem Befestigungsteil 10
in dem gewünschten Maße möglich ist.
[0033] Ferner sind in dem Befestigungsteil 10 zwei Durchtrittsöffnungen 38 vorgesehen, durch
welche jeweils eine erste Befestigungsschraube 17 etwa bei Mittelstellung des Bandlappens
2 gegenüber dem Halteteil 12 in die ersten Befestigungsöffnungen 16 einsetzbar und
festziehbar sind.
[0034] Wenn - wie in dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel - die Fortsätze 27
im Bereich eines Aufdecks angeordnet sind oder, allgemein ausgedrückt, dann, wenn
die von den ersten Anlageschenkeln 13 fort weisenden Enden der Fortsätze 27 zugänglich
sind - kann jede Gewindebohrung auch dem Eindrehen weiterer Befestigungsschrauben
dienen, die eine weitere Befestigung des Halteteils - gegebenenfalls unter Zwischenlegung
einer Klemmplatte 39 - bewirken.
[0035] Es versteht sich, dass - anders als bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel - auch
oder nur das mit dem Rahmen befestigte Rahmenbandteil so ausgebildet sein kann, wie
das oben beschriebene Flügelbandteil.
Bezugszeichenliste:
[0036]
- 100
- Ausführungsbeispiel
- 1
- Flügel
- 2
- Flügelbandlappen
- 3
- Rahmen
- 4
- Rahmenbandlappen
- 5
- Rahmenscharnierteil
- 6
- Rahmenbefestigungsteil
- 7
- Rahmenbefestigungsschrauben
- 8
- Rahmenführungsbolzen
- 9
- Scharnierteil
- 10
- Befestigungsteil
- 11
- Vorderfläche
- 12
- Halteteil
- 13
- erster Anlageschenkel
- 14
- Brücke
- 15
- zweiter Anlageschenkel
- 16
- erste Durchtrittsöffnungen
- 17
- erste Befestigungsschrauben
- 18
- Seitenwandungen
- 19
- Euronut
- 20
- Stirnseite
- 21
- zweite Durchtrittsöffnungen
- 22
- zweite Befestigungsschrauben
- 23
- zweite Anlagefläche
- 24
- Aufdeck
- 25
- Strirnseite
- 26
- Anlageflächen
- 27
- Fortsätze
- 28
- Gewindebohrungen
- 29
- Aufnahmeöffnung
- 30
- Spindelaufnahme
- 31
- Spindelgewinde
- 32
- Rückseite
- 33
- Nuten
- 34
- Führungsvorsprünge
- 35
- Verstellspindelaufnahme
- 36
- Verstellspindel
- 37
- Montageschrauben
- 38
- Durchtrittsöffnungen
- 39
- Klemmplatte
- S
- Scharnierachse
- V
- Verlagerungsrichtung
1. Band (100) für Türen, Fenster oder dergleichen, zur um eine Scharnierachse (S) scharnierbeweglichen
Verbindung eines Flügels (1) an einem Rahmen (3), welches einen Bandlappen (2) mit
einem Scharnierteil (9) und einem mit diesem verbundenen Befestigungsteil (10) umfasst,
welches mittels einem an dem Flügel (1) oder an dem Rahmen (3) feststehend zu befestigenden
Halteteil (12) gelagert ist, wobei das Band (100) einen ersten Anlageschenkel (13)
zur Anlage an einer Vorderfläche (11) des Flügels oder des Rahmens umfasst, und ein
zweiter Anlageschenkel (15) zur Anlage an einer zur Vorderfläche (11) etwa senkrechten
Stirnseite (25) des Flügels oder des Rahmens vorgesehen ist, wobei der erste Anlageschenkel
(13) mindestens eine erste Durchtrittsöffnung (16) für eine erste Befestigungsschraube
(17) und der zweite Anlageschenkel (15) mindestens eine zweite Durchtrittsöffnung
(21) für eine zweite Befestigungsschraube (22) umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Anlageschenkel (13) mit dem Halteteil (12) verbunden ist, und dass an den
ersten Anlageschenkel (13) mindestens ein sich von diesem etwa senkrecht erstreckender
Fortsatz (27) mit einem Querschnitt angeformt ist, der zum Eingriff in eine Aufnahmeöffnung
(29) mit einem etwa komplementären Querschnitt in dem Flügel oder dem Rahmen vorgesehen
ist.
2. Band nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Anlageschenkel (15) mit dem Halteteil (12) verbunden ist.
3. Band nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Fortsatzes (27) rund ist.
4. Band nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer des mindestens einen Fortsatzes eine sich in seiner Längsrichtung
erstreckende Gewindebohrung (28) umfasst.
5. Band nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass es zur Montage an einem Flügel oder Rahmen vorgesehen ist, der an einer Stirnseite
(20) eine Euronut (19) aufweist, derart, dass die mindestens eine erste Durchtrittsöffnung
(16) so an den Flügel oder den Rahmen angepasst ist, dass die mindestens eine erste
Befestigungsschraube (17) in die Euronut (19) seitlich begrenzende Nutwandungen (18)
eindrehbar ist.
6. Band nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass es zur Montage an einem Flügel oder Rahmen vorgesehen ist, der ein Aufdeck (24) mit
einer Aufnahmeöffnung (29) umfasst, in die der Fortsatz (27) bei an dem Flügel oder
an dem Rahmen montierten Zustand eingreift.
7. Band nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsteil (10) vorzugsweise linear verlagerbar an dem Halteteil (12) gelagert
ist.
8. Band nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verstellspindel (36) zur linearen Verlagerung vorgesehen ist.
9. Band nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellspindel (36) in einem an dem Halteteil (12) vorgesehenen Spindelgewinde
(31) gelagert ist und in Verlagerungsrichtung (V) ortsfest mit dem Befestigungsteil
(10) zusammenwirkt.
10. Band nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellspindel (36) Stirnenden aufweist, die mit Stirnseiten einer an dem Befestigungsteil
(12) vorgesehenen Verstellspindelaufnahme (35) zusammenwirken.
11. Band nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die lineare Verlagerungsrichtung (V) etwa senkrecht zur Scharnierachse (S) ausgerichtet
ist.
12. Band nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteteil (12) mindestens einen Führungsvorsprung (34) umfasst, der in eine an
ihn angepasste Führungsnut (33) in dem Befestigungsteil (10) eingreift, oder umgekehrt.
13. Band nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsnut (33) auf der der Vorderseite (11) des Flügels oder des Rahmens zugewandten
Rückseite des Befestigungsteils (10) angeordnet ist.
14. Band nach Anspruch 13 sowie 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Montageschraube (37) zur Befestigung des Befestigungsteils (10) an
dem Halteteil (12) vorgesehen ist, die das Befestigungsteil (10) in einer sich in
Verlagerungsrichtung (V) erstreckenden Längsausnehmung durchsetzt und in die Gewindebohrung
(28) des Fortsatzes (27) eingedreht ist.