[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Mitnehmer zur Führung einer Fensterscheibe entlang
einer Führungsschiene einer Fensterheberbaugruppe gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Ein derartiger Mitnehmer ist aus der
DE 10 2005 004 000 A1 bekannt und ermöglicht eine vereinfachte nachträgliche Justage einer Fensterscheibe
in den Mitnehmern einer Fensterhebevorrichtung, indem die Klemmung der Fensterscheibe
ohne Zugriff auf eine beim Einspannen der Fensterscheibe in den Mitnehmer eingesetzte
Schraube ermöglicht wird. Der Mitnehmer besteht aus einem Mitnehmergrundkörper und
einer mit dem Mitnehmergrundkörper verbundenen flachen Aufnahmegabel mit zwei Aufnahmeschenkeln
und einer Schraube zum Zusammenziehen der Aufnahmeschenkel zum Einspannen der Fensterscheibe.
Ein Aufnahmeschenkel weist in der Nähe der Achse der Schraube eine Anzahl von Durchbrüchen
auf, durch die sich ein von der Außenseite des Aufnahmeschenkels betätigbares Druckstück
mit prismatischen Vorsprüngen erstreckt und in einer zur Achse der Schraube parallelen
Richtung verschiebbar ist.
[0003] Um die Fensterscheibe nach der Montage ohne Zugriff auf die Schraube neu justieren
zu können, ist an dem vom Mitnehmergrundkörper abgewandten Aufnahmeschenkel eine Gewindehülse
mit einer Durchgangsbohrung und einem darin ausgebildeten Innengewinde vorgesehen,
in das die Schraube zum Verspannen der Aufnahmeschenkel eingeschraubt wird. Die Gewindehülse
weist ein Außengewinde auf, das in ein Innengewinde einer mit einer Rändelung versehenen,
an der Außenseite des Druckstücks anliegenden Gewindemutter eingeschraubt wird. Zur
Nachjustierung der Fensterscheibe wird die Gewindemutter zum Lockern der kraftschlüssigen
Verbindung zwischen der Fensterscheibe und dem Mitnehmer gedreht, so dass sich das
an der Fensterscheibe anliegende Druckstück von der Fensterscheibe weg bewegt. Dadurch
wird die Anpresskraft der prismatischen Vorsprünge des Druckstücks auf der Fensterscheibe
abgebaut, so dass die Fensterscheibe neu ausgerichtet werden kann. Nach dem Ausrichten
der Fensterscheibe wird die Gewindemutter gegen das Druckstück wieder angezogen und
dadurch die kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Mitnehmer und der Fensterscheibe
wieder hergestellt.
[0004] Nachteilig bei dieser Ausgestaltung eines Mitnehmers zur Vereinfachung der nachträglichen
Justage einer Fensterscheibe sind das zum Einspannen der Fensterscheibe zusätzlich
erforderliche, mit den prismatischen Vorsprüngen aufwändig gestaltete Druckstück und
die Anordnung entsprechender Durchbrüche in dem Aufnahmeschenkel der Aufnahmegabel
sowie eine ungünstige, hohe Flächenpressung zwischen dem Druckstück und der Fensterscheibe
im Bereich der prismatischen Vorsprünge.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Mitnehmer der eingangs genannten
Art bereitzustellen, bei dem die Fensterscheibe sowohl mittels der Spannschraube als
auch zur Nachjustierung mittels eines Schraubelements, beispielsweise in Form eines
Rändelrades, mit dem Mitnehmer bei optimaler Flächenpressung der Fensterscheibe verspannt
werden kann, ohne dass Spannungen in der Klemmvorrichtung auftreten.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Die erfindungsgemäße Lösung stellt einen Mitnehmer zur Führung einer Fensterscheibe
entlang einer Führungsschiene einer Fensterheberbaugruppe bereit, bei dem das Innengewinde
der Gewindehülse mit der Spannschraube und das Außengewinde der Gewindehülse mit einem
Innengewinde eines Schraubelements verschraubt und die Gewindehülse axial (bezüglich
der Klemmplatte) verschiebbar und drehfest an der inneren Klemmplatte gehalten ist
und das Schraubelement an der Außenseite der inneren Klemmplatte einer die Fensterscheibe
einspannenden Klemmvorrichtung anliegt. Bei dem erfindungsgemäßen Mitnehmer wird die
Fensterscheibe derart zwischen den beiden Klemmplatten eingespannt, dass die Einspannkraft
auf den gesamten Kontaktbereich der Fensterscheibe mit den Klemmplatten oder einen
durch die Formgebung der Klemmplatten vorgegebenen Kontaktbereich verteilt wird. Die
drehfest an der inneren Klemmplatte gehaltene Gewindehülse ermöglicht unabhängig voneinander
ein Einspannen der Fensterscheibe zwischen den Klemmplatten einerseits durch die Spannschraube
und andererseits durch das Schraubelement. Infolge der Beweglichkeit der Gewindehülse
in axialer Richtung werden Spannungen in der Klemmvorrichtung verhindert, da sich
die innere Klemmplatte beim Lösen und Fixieren der Fensterscheibe mittels des Schraubelements
frei bewegen kann.
[0008] Zur Vereinfachung der Zugänglichkeit ist das Schraubelement bevorzugt in Form eines
Rändelrades ausgebildet.
[0009] Im Unterschied zu dem aus der
DE 10 2005 004 000 A1 bekannten Mitnehmer sind durch den Wegfall des aufwändig gestalteten Druckstückes
und der entsprechenden Durchbrüche in der entsprechenden Klemmplatte der Klemmvorrichtung
weniger Einzelteile für das nachträgliche Justieren einer Fensterscheibe in den Mitnehmern
einer Fensterhebevorrichtung erforderlich, wobei das Einspannen der Fensterscheibe
in der Klemmvorrichtung über eine zusammenhängende Fläche unter Ausnutzung des gesamten
oder eines vorgebbaren Kontaktbereiches zwischen der Fensterscheibe und der Klemmvorrichtung
erfolgt.
[0010] Dementsprechend bildet die innere Klemmplatte um die die Gewindehülse aufnehmende
Bohrung eine Auflagefläche für die Fensterscheibe mit zentrischer Krafteinleitung,
was beispielsweise durch die Anordnung konzentrisch zur Bohrung der inneren und äußeren
Klemmplatte angeordneter ringförmiger Stege, die von der der Fensterscheibe zugewandten
Seite von der inneren und äußeren Klemmplatte vorstehen, verstärkt werden kann.
[0011] Um für die Verbindung der Gewindehülse mit dem Schraubelement eine hinreichende Länge
für die Verschraubung des Außengewindes der Gewindehülse mit dem Innengewinde des
Schraubelements bereitzustellen, ist das Innengewinde des Schraubelements in einem
Durchzug angeordnet.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Spannschraube durch einen Durchzug der
am Schraubelement anliegenden inneren Klemmplatte gesteckt, die ebenso wie die äußere
Klemmplatte vorzugsweise aus einem Kunststoff besteht, so dass ein Kontakt der Fensterscheibe
mit der metallischen Spannschraube verhindert wird.
[0013] Die drehfeste, aber axial verschiebbare Lagerung der Gewindehülse in der inneren
Klemmplatte wird vorzugsweise über eine formschlüssige Verbindung der Gewindehülse
mit der inneren Klemmplatte erreicht, so dass sich die Gewindehülse innerhalb des
Formschlussbereiches axial verschieben kann.
[0014] Der Formschlussbereich zwischen der Gewindehülse und der inneren Klemmplatte kann
beispielsweise aus einem Endabschnitt der Gewindehülse mit einem Mehrkant, der im
montierten Zustand der Fensterscheibe formschlüssig in eine korrespondierende Mehrkantausnehmung
in der inneren Klemmplatte eingreift, oder aus radialen Führungsstegen im Endabschnitt
der Gewindehülse bestehen, die im montierten Zustand der Fensterscheibe formschlüssig
in radiale Führungsnuten in der inneren Klemmpatte eingreifen.
[0015] Dabei weisen der Mehrkant oder der radiale Steg im Endabschnitt der Gewindehülse
und die korrespondierende Mehrkantaufnahme oder der korrespondierende Schlitz in der
inneren Klemmplatte eine derartige axiale Länge auf, dass der Formschluss zwischen
dem Mehrkant oder dem radialen Steg im Endabschnitt der Gewindehülse und der korrespondierenden
Mehrkantaufnahme oder dem korrespondierenden Schlitz in der inneren Klemmplatte beim
Lösen der Verspannung der Klemmplatten erhalten bleibt.
[0016] Um ein ungewolltes Verdrehen des Schraubelements im montierten Zustand der Fensterscheibe
zu verhindern, ist zwischen dem Schraubelement und der inneren Klemmplatte ein auf
die Gewindehülse aufgesteckter Klemmring angeordnet.
[0017] Zum Nachjustieren der Fensterscheibe, beispielsweise zu deren Ausrichtung in Bezug
auf die Dachlinie eines Kraftfahrzeugs bei einer rahmenlosen Fensterscheibe, ist ein
radiales Spiel zwischen dem Außendurchmesser der Gewindehülse bzw. dem die Spannschraube
aufnehmenden Durchzug der inneren Klemmplatte und dem Innenrand des Scheibendurchbruches,
insbesondere dem Innenrand eines Scheibenloches, durch eine entsprechende Dimensionierung
des Scheibendurchbruches und der Spannschraube bzw. des Durchzuges vorgesehen.
[0018] Zur Erleichterung des Einführens der Fensterscheibe in die Klemmvorrichtung weisen
die Klemmplatten Einführschrägen zur Aufnahme der Unterkante der Fensterscheibe beim
Einsetzen der Fensterscheibe in den Spalt zwischen den Klemmplatten auf.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Außenumfang des Schraubelements eine
Profilierung nach Art einer Verzahnung auf, die mit einem entsprechenden Werkzeug
zum Lösen bzw. Herstellen der Verspannung der Fensterscheibe mit der Klemmvorrichtung
in Eingriff gebracht werden kann.
[0020] Zur erleichterten Montage und definierten Ausrichtung der miteinander fluchtenden
Bohrungen der Klemmplatten mit der Bohrung des Mitnehmergrundkörpers sind die Klemmplatten
mit ihren unteren Enden in einer Aufnahme des Mitnehmergrundkörpers eingehängt, so
dass die Spannschraube durch eine mit den Bohrungen der Klemmplatten fluchtende Bohrung
gesteckt werden kann und mit dem Schraubenkopf an der Außenseite des Mitnehmergrundkörpers
anliegt.
[0021] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Explosionsansicht eines Mitnehmers und einer mit dem Mitnehmer
zu verbindenden Fensterscheibe schräg von links;
- Fig. 2
- eine perspektivische Explosionsansicht eines Mitnehmers und einer mit dem Mitnehmer
zu verbindenden Fensterscheibe schräg von rechts;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht der mit dem Mitnehmer verbundenen Fensterscheibe schräg
von rechts;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht der mit dem Mitnehmer verbundenen Fensterscheibe schräg
von links;
- Fig. 5
- einen Längsschnitt durch den erfindungsgemäßen Mitnehmer und die mit dem Mitnehmer
verbundene Fensterscheibe entlang der Schnittlinie A - A gemäß Fig. 6;
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf die Verbindung der Fensterscheibe mit dem erfindungsgemäßen Mitnehmer;
- Fig. 7
- eine Seitenansicht der Verbindung zwischen erfindungsgemäßem Mitnehmer und Fensterscheibe;
- Fig. 8
- einen Schnitt durch die Verbindung der Fensterscheibe mit dem erfindungsgemäßen Mitnehmer
entlang der Schnittlinie B-B gemäß Fig. 7;
- Fig. 9
- eine perspektivische Explosionsdarstellung einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Mitnehmers schräg von links und
- Fig. 10
- eine perspektivische Explosionsdarstellung der weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Mitnehmers schräg von rechts.
[0022] Die in den Fig. 1 und 2 aus unterschiedlichen Blickrichtungen dargestellten perspektivischen
Explosionsdarstellungen zeigen eine Fensterscheibe 1 mit einer gewölbten Scheibenoberkante
11, deren Wölbung dem Dachkantenverlauf eines Kraftfahrzeugs angepasst ist, einer
Scheibenunterkante 12 und einem als Scheibenloch 10 ausgebildeten Scheibendurchbruch.
Zur Anbindung der Fensterscheibe 1 an eine Fensterheberbaugruppe ist ein aus einem
Mitnehmergrundkörper 2 und einer Klemmvorrichtung 3 zusammengesetzter Mitnehmer vorgesehen,
der an einer Führungsschiene verschiebbar angeordnet und entlang der Führungsschiene
mittels eines Zugseiles von einem Fensterheberantrieb verstellbar ist. Hierzu weist
der Mitnehmergrundkörper 2 einen Eingriffsbereich 20 für die Führungsschiene sowie
eine Nippelkammer 23 zur Aufnahme eines mit dem Zugseil verbundenen Nippels auf.
[0023] Die Anbindung der Fensterscheibe 1 an den Mitnehmer erfolgt dadurch, dass die Scheibenunterkante
12 in eine schlitzförmige Öffnung zwischen einer inneren Klemmplatte 4 und einer an
der der Fensterscheibe 1 zugewandten Fläche des Mitnehmergrundkörpers 2 anliegenden
äußeren Klemmplatte 5 der Klemmvorrichtung 3, eingesetzt und durch Verspannen der
inneren Klemmplatte 4 mit der äußeren Klemmplatte 5 fixiert wird. Zum erleichterten
Einführen der Scheibenunterkante 12 in die schlitzförmige Öffnung der Klemmvorrichtung
3 dienen an der Oberkante der inneren und äußeren Klemmplatte 4, 5 angeordnete Einführungsschrägen
40, 50. Am entgegen gesetzten unteren Ende sind die Klemmplatten 4, 5 miteinander
verbunden und weisen einen Formschlussbereich 30 auf, der entsprechend dem in den
Fig. 3 bis 8 dargestellten montierten Zustand der Fensterscheibe 1 und des Mitnehmers
in eine hakenförmige Einhängung 21 am unteren Ende des Mitnehmergrundkörpers 2 eingesetzt
ist.
[0024] Bei in die hakenförmige Einhängung 21 des Mitnehmergrundkörpers 2 eingesetzter Klemmvorrichtung
3 fluchtet gemäß dem in Fig. 5 dargestellten Längsschnitt durch den Mitnehmer eine
im Mitnehmergrundkörper 2 angeordnete Bohrung 22 mit Bohrungen 41, 51 in den Klemmplatten
4, 5 der Klemmvorrichtung 3 und mit dem Scheibenloch 10 der in die Klemmvorrichtung
3 eingesetzten Fensterscheibe 1.
[0025] In die als Durchzug 41, der in Richtung auf die äußere Klemmplatte 5 gerichtet ist,
ausgebildete Bohrung der inneren Klemmplatte 4 ist eine Gewindehülse 6 eingesteckt,
die in ihrem dem Mitnehmergrundkörper 2 zugewandten Endbereich einen Sechskant 91
aufweist. Der Sechskant 91 korrespondiert mit einem in einer von der äußeren Klemmplatte
5 weggerichteten Ausstellung oder Wölbung 42 der inneren Klemmplatte 4 ausgebildeten
Innensechskant 92, so dass die im montierten Zustand in die innere Klemmplatte 4 eingesetzte
Gewindehülse 6 drehfest mit der inneren Klemmplatte 4 verbunden ist.
[0026] Die Gewindehülse 6 weist ein Innengewinde 61 sowie ein Außengewinde 62 auf. Durch
die Bohrung 22 im Mitnehmergrundkörper 2 wird eine Spannschraube 7 gesteckt, deren
Schraubenschaft 71 mit einem Außengewinde versehen ist, das mit dem Innengewinde 61
der Gewindehülse 6 verschraubt wird. Der an der Außenseite des Mitnehmergrundkörpers
2 anliegende Schraubenkopf 70 weist gemäß Fig. 2 einen Innensechskant 72 zum Einschrauben
der Spannschraube 7 in das Innengewinde 61 der Gewindehülse 6 auf.
[0027] Das Außengewinde 62 der Gewindehülse 6 ist mit einem Innengewinde 81 eines Schraubelements
in Form eines Rändelrades 8 verschraubt, das an der Außenseite der inneren Klemmplatte
4 anliegt. Das Innengewinde 81 des Rändelrades 8 ist in einem von der inneren Klemmplatte
4 weg gerichteten Durchzug 82 angeordnet, so dass zur Verschraubung des Außengewindes
62 der Gewindehülse 6 mit dem Innengewinde 81 des Rändelrades 8 eine hinreichende
Gewindelänge zur Verfügung steht. Der Außenrand des Rändelrades 8 weist eine nach
Art einer Verzahnung ausgebildete Rändelung 80 auf, in die ein entsprechendes Werkzeug
zum Betätigen des Rändelrades 8 eingesetzt werden kann. Alternativ kann das Schraubelement
8 als Mehrkantmutter oder als Scheibe mit diagonalen Schlitzen ausgebildet sein.
[0028] Eine konzentrische Verspannung der Fensterscheibe 1 mit der inneren und äußeren Klemmplatte
4, 5 wird durch ringförmige Stege 43, 52 auf den einander zugewandten Innenseiten
der inneren und äußeren Klemmplatte 4, 5 unterstützt.
[0029] Die Fensterscheibe 1 wird mit dem Mitnehmer wie folgt verbunden:
[0030] Vor der Verbindung der Fensterscheibe 1 mit dem Mitnehmer wird die Gewindehülse 6
in die als Durchzug 41 ausgebildete Bohrung der inneren Klemmplatte 4 eingesteckt
bis der Sechskant 91 der inneren Klemmplatte 4 vom Innensechskant 92 der inneren Klemmplatte
4 aufgenommen ist.
[0031] Nachfolgend wird das Innengewinde 81 des Rändelrades 8 auf das Außengewinde 62 der
Gewindehülse 6 aufgeschraubt, so dass der Außensechskant 91 der Gewindehülse 6 in
dem Innensechskant 92 der inneren Klemmplatte 4 gehalten und damit die Gewindehülse
6 drehfest gelagert ist. Wie insbesondere dem in Fig. 5 dargestellten Längsschnitt
zu entnehmen ist, befindet sich der Sechskant 91 der Gewindehülse 6 im montierten
Zustand in Eingriff mit dem in der Wölbung 42 der inneren Klemmplatte 4 ausgebildeten
Innensechskant 92, wobei das Rändelrad 8 nahezu vollständig mit seinem Innengewinde
81 auf das Außengewinde 62 der Gewindehülse 6 aufgeschraubt ist.
[0032] Anschließend wird die Fensterscheibe 1 in den Schlitz zwischen der inneren Klemmplatte
4 und der äußeren Klemmplatte 5 gesteckt bis das Scheibenloch 10 mit den miteinander
fluchtenden Bohrungen 22 des Mitnehmergrundkörpers 2, 51 der äußeren Klemmplatte 5
und 41 der inneren Klemmplatte 4 fluchtet. In die miteinander fluchtenden Bohrungen
22, 41, 51 und das mit den Bohrungen 22, 41, 51 fluchtende Scheibenloch 10 wird die
Spannschraube 7 gesteckt und mit dem Innengewinde 61 der Gewindehülse 6 verschraubt,
bis der Schraubenkopf 70 an der Außenseite des Mitnehmergrundkörpers 2 anliegt und
die Fensterscheibe 1 kraftschlüssig zwischen den einander zugewandten Flächen der
inneren Klemmplatte 4 und der äußeren Klemmplatte 5 eingespannt ist.
[0033] Fig. 5 verdeutlicht, dass der Durchzug 41 der inneren Klemmplatte 4 den Schaft 71
der Spannschraube 7 radial abdeckt, so dass ein Kontakt des Lochrandes des Scheibenlochs
10 mit der metallischen Spannschraube 7 vermieden wird.
[0034] Dabei besteht entsprechend dem in Fig. 8 dargestellten Längsschnitt zusätzlich auch
eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Scheibenloch 10 der Fensterscheibe 1 und
der Spannschraube 7 bzw. dem die Spannschraube 7 umgebenden Durchzug 41 der inneren
Klemmplatte 4 mit einem hinreichenden radialen Spiel, das einen Toleranzausgleich
zum Justieren bzw. Nachjustieren der Fensterscheibe 1 bezüglich der Tür- oder Fahrzeugkarosserie
ermöglicht, so dass beispielsweise die Oberkante 11 der Fensterscheibe 1 in Bezug
auf die Dachlinie einer Fahrzeugtür oder Fahrzeugkarosserie eingestellt werden kann,
insbesondere beim Einsatz von rahmenlosen Fensterscheiben.
[0035] Nach dem Einbau der Fensterheberbaugruppe in eine Fahrzeugtür ist ein Zugang zum
Schraubenkopf 70 zum Lösen der Verspannung zwischen der Klemmvorrichtung 3 und der
Fensterscheibe 1 nicht oder nur schwer möglich. Der erfindungsgemäße Mitnehmer ermöglicht
es aber, in der nachstehend beschriebenen Art, die Fensterscheibe 1 ohne Zugriff auf
die Spannschraube 7 nach deren Montage zu justieren bzw. neu zu justieren.
[0036] Zum Lösen der kraftschlüssigen Verbindung zwischen der Fensterscheibe 1 und den Klemmplatten
4, 5 der Klemmvorrichtung 3 des Mitnehmers wird ein Werkzeug mit der Rändelung 80
des Rändelrades 8 in Eingriff gebracht und das Rändelrad 8 in Richtung eines Lösens
des Rändelrades 8 von der Anlage an der inneren Klemmplatte 4 gedreht. Dadurch wird
die Anpresskraft der inneren Klemmplatte 4 an der Fensterscheibe 1 abgebaut und eine
axiale Verschiebung der Gewindehülse 6 ermöglicht, so dass die Verspannung zwischen
der inneren Klemmplatte 4 und äußeren Klemmplatte 5 zur Freigabe der Fensterscheibe
1 gelöst und die Fensterscheibe 1 in ihrer Lage bezüglich des Mitnehmers infolge des
zwischen dem Rand des Scheibenloches 10 und dem Durchzug 41 der inneren Klemmplatte
4 ausgebildeten radialen Spiels justiert bzw. neu ausgerichtet werden kann. Nach dem
Ausrichten der Fensterscheibe 1 wird das Rändelrad 8 in entgegengesetzter Richtung
gedreht, so dass sich das Rändelrad 8 an die innere Klemmplatte 4 anlegt und dadurch
die kraftschlüssige Verbindung zwischen der Klemmvorrichtung 3 des Mitnehmers und
der Fensterscheibe 1 wieder herstellt.
[0037] Das in den Fig. 9 und 10 dargestellte zweite Ausführungsbeispiel zur drehfesten Lagerung
und axialen Verschiebbarkeit der Gewindehülse 6 (relativ zu der Klemmplatte 4) unterscheidet
sich von dem vorstehend anhand der Fig. 1 bis 8 beschriebenen Ausführungsbeispiel
lediglich in der Ausbildung der formschlüssigen Verbindung des Endbereichs der Gewindehülse
6 mit dem gewölbten bzw. ausgestellten Bereich 42 der inneren Klemmplatte 4, so dass
bezüglich der anderen Konstruktionselemente, deren Bezugszeichen mit den Bezugszeichen
des in den Fig. 1 bis 8 dargestellten Ausführungsbeispiels übereinstimmen, und deren
Funktion auf die vorstehende Beschreibung Bezug genommen wird.
[0038] Beim zweiten Ausführungsbeispiel wird die formschlüssige Verbindung des Endbereichs
der Gewindehülse 6 mit dem gewölbten bzw. ausgestellten Bereich 42 der inneren Klemmplatte
4 durch im Endbereich der Gewindehülse 6 ausgebildete radial ausgerichtete Führungsstege
93 und hierzu korrespondierende radiale Führungsnuten 94 im ausgestellten Bereich
42 der inneren Klemmplatte 4 hergestellt. Durch eine entsprechende axiale Länge der
Führungsnuten 94 im ausgestellten Bereich 42 der inneren Klemmplatte 4 ist gewährleistet,
dass die Gewindehülse 6 bei gelöstem Rändelrad 8 ein hinreichendes axiales Spiel in
den Führungsnuten 94 hat.
[0039] Zur Sicherung des Rändelrades 8 gegenüber einer unbeabsichtigten Verdrehung ist ein
Montageklemmring 15 vorgesehen, der zwischen dem Formschlussbereich der Gewindehülse
6 und dem Rändelrad 8 angeordnet ist.
[0040] Fig. 10 verdeutlicht in einer perspektivischen Explosionsdarstellung den in den Klemmbereich
der Fensterscheibe 1 mit den Klemmplatten 4, 5 hineinragenden Durchzug 41 der inneren
Klemmplatte 4 zum Schutz des Scheibenloches 10 der Fensterscheibe 1.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 1
- Fensterscheibe
- 2
- Mitnehmergrundkörper
- 3
- Klemmvorrichtung
- 4
- Innere Klemmplatte
- 5
- Äußere Klemmplatte
- 6
- Gewindehülse
- 7
- Spannschraube
- 8
- Schraubelement (Rändelrad)
- 10
- Scheibendurchbruch (Scheibenloch)
- 11
- Scheibenoberkante
- 12
- Scheibenunterkante
- 15
- Montageklemmring
- 20
- Eingriffsbereich des Mitnehmergrundkörpers
- 21
- hakenförmige Einhängung
- 22
- Bohrung
- 23
- Nippelkammer
- 30
- Formschlussbereich
- 41
- Durchzug
- 42
- Ausstellung oder Wölbung
- 51
- Bohrung
- 61
- Innengewinde
- 62
- Außengewinde
- 70
- Schraubenkopf
- 71
- Schraubenschaft
- 72
- Innensechskant
- 80
- Rändelung
- 81
- Innengewinde
- 82
- Durchzug
- 91
- Sechskant
- 92
- Innensechskant
- 93
- Führungsstege
- 94
- Führungsnuten
1. Mitnehmer zur Führung einer Fensterscheibe entlang einer Führungsschiene einer Fensterheberbaugruppe,
mit einem Mitnehmergrundkörper und einer am Mitnehmergrundkörper angeordneten Klemmvorrichtung
mit einer inneren und einer am Mitnehmergrundkörper anliegenden äußeren Klemmplatte,
zwischen denen die mit einem Scheibendurchbruch versehene Fensterscheibe einspannbar
ist und die miteinander und mit dem Scheibendurchbruch fluchtende Bohrungen aufweisen,
durch die eine Gewindehülse und eine mit einem Innengewinde der Gewindehülse verschraubte
Spannschraube gesteckt sind, wobei ein Außengewinde der Gewindehülse mit einem Innengewinde
eines Schraubelements verschraubt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gewindehülse (6) axial verschiebbar und drehfest an der inneren Klemmplatte (4)
gehalten ist, an deren Außenseite das Schraubelement (8) zum Spannen und Lösen der
Klemmvorrichtung (3) anliegt.
2. Mitnehmer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Klemmplatte (4) um ihre Bohrung (41) eine zentrische Auflagefläche für
die Fensterscheibe (1) bildet.
3. Mitnehmer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass konzentrisch zur Bohrung (41) der inneren Klemmplatte (4) angeordnete ringförmige
Auflagestege (43, 52) von der der Fensterscheibe (1) zugewandten Seite von der inneren
und äußeren Klemmplatte (4, 5) vorstehen.
4. Mitnehmer mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Innengewinde (81) des Schraubelements (8) in einem Durchzug (82) des Schraubelements
(8) angeordnet ist.
5. Mitnehmer nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung der inneren Klemmplatte (4) als zur äußeren Klemmplatte (5) gerichteter
Durchzug (41) ausgebildet ist.
6. Mitnehmer nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindehülse (6) drehfest mit der inneren Klemmplatte (4) verbunden ist.
7. Mitnehmer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindehülse (6) einen Endabschnitt mit einem Mehrkant (91) aufweist, der im
montierten Zustand der Fensterscheibe (1) formschlüssig in eine mit dem Mehrkant (91)
korrespondierende Mehrkantausnehmung (92) in der inneren Klemmplatte (4) eingreift.
8. Mitnehmer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindehülse (6) einen Endabschnitt mit radialen Führungsstegen (93) aufweist,
die im montierten Zustand der Fensterscheibe (1) formschlüssig in mit den radialen
Führungsstegen (93) korrespondierende radiale Führungsnuten (94) in der inneren Klemmplatte
(4) eingreift.
9. Mitnehmer nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Mehrkant (91) oder die radialen Führungsstege (93) im Endabschnitt der Gewindehülse
(6) und die korrespondierende Mehrkantaufnahme (92) oder die radialen Führungsnuten
(94) in der inneren Klemmplatte (4) eine derartige axiale Länge aufweisen, dass der
Formschluss zwischen dem Mehrkant (91) oder den radialen Führungsstegen (93) im Endabschnitt
der Gewindehülse (6) und der korrespondierenden Mehrkantaufnahme (92) oder den radialen
Führungsnuten (94) in der inneren Klemmplatte (4) beim Lösen der Verspannung der Klemmplatten
(4, 5) erhalten bleibt.
10. Mitnehmer nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Schraubelement (8) und der inneren Klemmplatte (4) ein Klemmring (15)
angeordnet ist.
11. Mitnehmer nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein radiales Spiel zwischen dem Schraubenschaft (71) der Spannschraube (7) bzw. dem
Außendurchmesser des Durchzugs (41) der inneren Klemmplatte (4) und dem Innenrand
des Scheibendurchbruches (10).
12. Mitnehmer nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmplatten (4, 5) Einführschrägen (40, 50) zur Aufnahme der Scheibenunterkante
(12) der Fensterscheibe (1) beim Einsetzen der Fensterscheibe 1 in den Spalt zwischen
den Klemmplatten (4, 5) aufweisen.
13. Mitnehmer nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenumfang des Schraubelements (8) eine Profilierung nach Art einer Verzahnung
aufweist.
14. Mitnehmer nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmplatten (4, 5) mit ihren unteren Enden in eine hakenförmige Einhängung (21)
des Mitnehmergrundkörpers (2) eingehängt sind.
15. Mitnehmer nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannschraube (7) durch eine mit dem Durchzug (41) der inneren Klemmplatte (4)
und der Bohrung (51) der äußeren Klemmplatte (5) fluchtende Bohrung (22) des Mitnehmergrundkörpers
(2) gesteckt ist und mit dem Schraubenkopf (70) an der Außenseite des Mitnehmergrundkörpers
(2) anliegt.