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(11) |
EP 1 664 404 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.06.2014 Patentblatt 2014/25 |
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Anmeldetag: 16.07.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH2004/000454 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2005/026421 (24.03.2005 Gazette 2005/12) |
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VORRICHTUNG ZUR HERSTELLUNG VON VORGARN MITTELS LUFTSPINNVERFAHREN UND VERWENDUNG
EINER SOLCHEN VORRICHTUNG
DEVICE FOR THE PRODUCTION OF ROVE BY MEANS OF A PNEUMATIC SPINNING PROCESS AND USE
OF SUCH AN DEVICE
DISPOSITIF DE PRODUCTION D'UNE MECHE PAR UN PROCEDE DE FILAGE PNEUMATIQUE ET L'UTILISATION
D'UNTEL DISPOSITIF
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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Priorität: |
12.09.2003 CH 157903
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.06.2006 Patentblatt 2006/23 |
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Patentinhaber: MASCHINENFABRIK RIETER AG |
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8406 Winterthur (CH) |
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Erfinder: |
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- GRIESSHAMMER, Christian
CH-8404 Winterthur (CH)
- STALDER, Herbert
CH-8483 Kollbrunn (CH)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 174 112 CH-A- 572 113
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EP-A- 0 375 242 DE-A- 3 631 400
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorspinnmaschine zur Herstellung eines Vorgarns
zu einem Faserverband, sowie die Verwendung eines Drallerteilungsmittels, welches
nach einem Luftspinnverfahren arbeitet.
[0002] Derartige Vorrichtungen sind in der Textiltechnik bekannt. Zu den Vorspinnmaschinen
gemäss der vorliegenden Erfindung gehören insbesondere die sogenannten Flyer. Die
Flyer dienen der Herstellung von Vorgarn bzw. zur Herstellung einer sogenannten Vorgarnlunte.
Das Vorgarn dient als Vorlage für den Spinnprozess, d. h. für die Verspinnung der
Fasern zu einem Fasergarn, beispielsweise auf einer Ringspinnmaschine. Die vom Vorwerk
(Karderie) kommenden Faserbänder werden in der Regel zuerst mit der Hilfe von Streckwerken
dubliert und in Kannen abgelegt. Das dadurch entstehende Streckenband wird anschliessend
den Vorspinnmaschinen zur Weiterverarbeitung vorgelegt. Das Streckenband wird in diesen
Vorspinnmaschinen in der Regel zuerst in einem eigenen Streckwerk verzogen und anschliessend
durch eine entsprechende Drallgebung leicht verdreht, bevor das ursprüngliche Faserband
als Vorgarn auf eine Vorlagespule aufgewunden wird.
[0003] Das dadurch entstandene Vorgarn (auch Faserlunte, Flyerlunte oder allgemein Lunte
genannt) dient üblicherweise als Vorlage für Ringspinnmaschinen. Die Vorspinnmaschine
weist üblicherweise ein eigenes Streckwerk auf, meist ein Doppelriemchen-Streckwerk.
Nach dem Verzug durch das Streckwerk der Vorspinnmaschine erhält der Faserverband
eine leichte Drehung (sog. Schutzdrehung), damit die dadurch entstehende Lunte eine
gewisse Festigkeit aufweist und auf einer Spule aufgewickelt werden kann und nicht
zerfällt. Die erteilte Drehung darf nur so hoch sein, dass der Zusammenhalt des Faserverbandes
für das Aufwickeln und wieder Abspulen sowie den Transport der Spulen fest genug ist,
damit insbesondere keine Fehlverzüge (Dünnstellen im Vorgarn) entstehen. Andererseits
muss die Drehung leicht auflösbar sein bzw. das Vorgarn muss verzugsfähig sein, damit
der anschliessende Spinnprozess, z. B. in einer Ringspinnmaschine, bewerkstelligt
werden kann.
[0004] Als Vorspinnmaschine wird in der Regel der sogenannte Flyer benutzt, welcher die
entsprechend genannte Flyerlunte herstellt. Diese Vorspinnmaschine ist mit einem Streckwerk
und einer Spindel zum Aufwinden der Flyerlunte auf eine Zylinderspule mittels eines
Flügels zur Stützung der Lunte gegenüber der durch die Spindeldrehzahlen bedingten
Fliehkraft ausgerüstet. Der Flyer ist insbesondere wegen dem komplizierten Aufwindemechanismus
eine teure Maschine im gesamten Spinnereiprozess. Dazu kommt, dass die übliche Leistung
eines Flyers bei 20 - 25 Meter Vorgarn pro Minute liegt. Diese niedrige Produktion
lässt sich aber im Hinblick auf das Aufwindesystem mit Flyerflügeln nicht steigern,
da eine höhere Geschwindigkeit durch die Fliehkraft begrenzt ist, welche die Flügel
und die Vorgarnspule aushalten müssen.
[0005] Es ist deshalb durch das sogenannte Direktspinnen schon versucht worden, die Vorspinnmaschine,
bei dem die Vorlage für die Ringspinnmaschine aus Streckenband besteht, zu umgehen.
Der Hochverzug durch das sogenannte Streckenband-Direktspinnen, erreicht nur bedingt
das Ergebnis, welches bei Vorlage einer Flyerlunte auf der Ringspinnmaschine erreicht
wird. Dies gilt insbesondere, wenn feine Garne mit Nm 50 und feiner gesponnen werden.
Zudem ist die Vorlage von Streckenkannen bei der Ringspinnmaschine aufwendig und kompliziert.
[0006] Eine Möglichkeit, den Flyer zu ersetzen, wird in der Offenlegungsschrift
EP 375 242 A2 offenbart. Darin wird eine Maschine zur Herstellung eines Vorgarns aus einem Faserverband
gezeigt, welches ein Drallerteilungsmittel mit einem sich drehenden Rotor besitzt.
Der Rotor weist auf seiner Drehachse eine durchgehende Längsbohrung auf, durch welche
der zur verdrehende Faserverband geführt wird. Der Rotor besitzt auf einer bestimmten
Höhe mehrere rotationssymmetrisch angeordnete in radialer Richtung gehende Bohrungen
auf. Diese radialen Bohrungen verbinden die Längsbohrung, durch welche der Faserverband
geführt wird, mit der äusseren Oberfläche des Rotors. Diese äussere Oberfläche des
Rotors ist einem Vakuum bzw. einem starken Unterdruck ausgesetzt. Wird der Faserverband
nun durch die Längsbohrung gezogen, so werden einzelne freie Faserenden von der Oberfläche
des Faserverbandes in diese radialen Bohrungen gesogen. Im Betrieb dreht sich der
Rotor während der Faserverband durch die Längsbohrung gezogen wird. Die sich in den
radialen Bohrungen befindenden Faserenden werden dadurch um den sich bewegenden Faserverband
gewickelt, wodurch dem Faserverband bzw. einzelnen Fasern davon eine Drehung (Echtdrall)
erteilt wird.
[0007] Die Vorrichtung gemäss der genannten Schrift ist wegen der mechanischen Elemente
(sich drehender Rotor) und der Vakuumtechnologie relativ aufwendig in Herstellung
und Betrieb.
[0008] Zur Herstellung von Garnen ist es beispielsweise aus der
DE 32 37 989 C2 bekannt, eine Faserlunte bzw. ein Streckenband in einem Streckwerk zu verziehen und
dem verzogenen Faserverband anschliessend einen Drall zu erteilen, wobei die Drallgebung
durch Luftstrahlen in zwei aufeinander folgenden Drallkammern erfolgt.
[0009] Die Drallgebung in der ersten pneumatischen Drallkammer erfolgt entgegengesetzt zur
weiteren nachfolgenden Drallgebung in der zweiten pneumatischen Drallkammer (die erste
Drallgebung verursacht z.B. eine Linksdrehung, während die nachfolgende Drallgebung
in der zweiten Drallkammer eine Rechtsdrehung verursacht). Auf diese weise entsteht
ein Garn nach dem sogenannten Falschdraht-Spinnverfahren).
[0010] Gemäss der Patentschrift
CH 617 465, wird eine Falschdrahtdüse zur Herstellung eines Stapelfasergarnes verwendet (ebenfalls
ein Falschdraht-Spinnverfahren).
[0011] Bei der Erzeugung eines Garnes - bei einem Spinnprozess also - werden die einzelnen
Fasern derart stark miteinander versponnen bzw. verdreht, dass die Verdrehung quasi
irreversibel ist und das erzeugte Garn auch nicht mehr verziehbar ist. Diese durch
die Verdrehung erzeugte Verfestigung ist für das Garn auch notwendig, denn nur so
erhält es die benötigte hohe Reisskraft. Dies hat jedoch zur Folge, dass die genannten
Vorrichtungen und Spinnverfahren nicht geeignet sind, um ein Vorgarn zu bilden. Das
Vorgarn weist nur eine sogenannte Schutzdrehung auf, welche den weiteren Spinnprozess
an den folgenden Maschinen (z. B. Verzug an der Ringspinnmaschine) nicht behindern
darf, d. h. das Vorgarn muss verzugsfähig bleiben. Die in diesen beiden Schriften
gezeigten Vorrichtungen eignen sich daher nur zur Herstellung von Garnen und nicht
von verzugsfähigem Vorgarn. Eine Vorrichtung zur Herstellung eines Vorgarns gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 wird durch
EP 0174 112 A1 offenbart.
[0012] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorspinnmaschine und ein Verfahren
zur Herstellung eines Vorgarns zu schaffen, bei der die weiter oben genannten Nachteile
konventioneller Vorspinnmaschinen vermieden werden können und bei welcher ein Vorgarn
hergestellt wird, welches die Eigenschaften herkömmlicher Flyerlunten bzw. Vorgarne
aufweist, dies betrifft insbesondere die Verzugsfähigkeit des hergestellten Vorgarnes.
[0013] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale in den unabhängigen Ansprüchen 1 und 8 gelöst.
Durch die Verwendung einer Vorspinnmaschine mit einem erfindungsgemässen Drallerteilungsmittel
ist es möglich, die Nachteile des Standes der Technik zu beseitigen, d. h. insbesondere
eine Vorspinnmaschine zu schaffen mit einer höheren Produktionsleistung.
[0014] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen zu finden.
[0015] Im folgenden wird die Erfindung, deren Erfindungsgedanke, sowie die Wirkungsweise
der Erfindung anhand von in Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert.
Es soll aber ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass sich die Erfindung bzw.
der Erfindungsgedanke nicht auf die in den Beispielen gezeigten Ausführungsformen
beschränkt.
[0016] Die Figur 1 zeigt schematisch eine Spinnstelle 1 einer Vorspinnmaschine (gesamte
Vorspinnmaschine nicht gezeigt) gemäss der Erfindung. Diese mögliche Ausführungsform
der Erfindung weist ein (ebenfalls schematisch dargestelltes) Streckwerk 2 auf, welches
mit einem Faserverband 3 (z. B. ein doubliertes Streckenband) beliefert wird. Der
(verstreckte) Faserverband 3 gelangt vom Streckwerk anschliessend in das Drallerteilungsmittel
4. Im Drallerteilungsmittel 4 wird der Faserverband 3 zu einem Vorgarn 9 verdreht,
d. h. dem Faserverband wird mindestens teilweise (d. h. mindestens einem Teil der
Fasern des Faserverbandes) ein Echtdrall erteilt. Darüber hinaus zeigt die Figur 1
ein Abzugswalzenpaar 8 mit einer Klemmlinie 34 und eine Aufwindevorrichtung 7 (ebenfalls
schematisch dargestellt) für das Vorgarn 9. Die erfindungsgemässe Vorrichtung muss
nicht zwangsweise ein Streckwerk 2 aufweisen, wie dies in Figur 1 dargestellt ist,
ebenso wenig ein Abzugswalzenpaar 8. Zusätzlich zum Streckwerk 2 oder anstelle des
Streckwerkes 2 kann innerhalb derselben Maschine (im folgenden "Kombination" genannt)
eine eigentliche konventionelle Strecke vorgesehen sein (nicht dargestellt). Eine
solche Strecke-Vorspinnmaschine-Kombination weist den Vorteil einer Prozessverkürzung
auf.
[0017] Das Drallerteilungsmittel 4 arbeitet nach dem sogenannten Vortex-Verfahren, einem
speziellen Luftspinnverfahren. Das Vortex-Luftspinnverfahren ist an sich als Garn-Spinnverfahren
bekannt. Wie weiter oben bereits erwähnt, sind Vorrichtungen zur Garnbildung an sich
ungeeignet für die Herstellung eines verzugsfähigen Vorgarnes. Überraschend und unerwarteter
weise haben Versuche mit geeignet modifizierten Luftspinnvorrichtungen ergeben, dass
sich gewisse Luftspinnverfahren auch zur Herstellung von Vorgarnen eignen. Dazu müssen
die Dimensionen und die Strömungsverhältnisse konventioneller Garn-Luftspinnvorrichtungen
allerdings angepasst werden. Die erfindungsgemässen Drallerteilungsmittel müssen dem
Faserverband nur eine Schutzdrehung erteilen, damit die dadurch gebildete Lunte oder
Vorgarn verzugsfähig bleibt. Herkömmliche konventionelle Luftspinnvorrichtungen drehen
den Faserverband derart, dass sich ein Garn bzw. ein Faden bildet, der derart stark
verdreht ist, dass die Drehung irreversibel ist und insbesondere nicht mehr verziehbar
ist. Durch eine entsprechend grössere Dimensionierung der Luftspinnvorrichtungen,
sowie einer Anpassung der Strömungsverhältnisse und vor allem durch geeignet hohe
Liefergeschwindigkeiten, lassen sich mit Luftspinnvorrichtungen auch verzugsfähige
Vorgarne bzw. Lunten herstellen. Die entsprechenden Verhältnisse lassen sich am besten
experimentell ermitteln.
Gemäss erster Versuche weisen Luftspinnvorrichtungen für Vorgarne vorzugsweise eine
oder mehrere der folgenden Eigenschaften auf:
- vorzugsweise beträgt der Durchmesser der Drall- bzw. Wirbelkammer mindestens 5 mm
(siehe Wirbelkammer 5 in den im Folgenden beschriebenen Figuren)
- vorzugsweise beträgt die Liefergeschwindigkeit des Faserverbandes (ab Auslaufwalzen
Streckwerk) mindestens 200 m/min
- vorzugsweise beträgt der Druck der Luftströmung, bevor sie durch die Düsenbohrungen
oder Düsen in die Wirbelkammer einströmt, höchstens 5 bar (siehe Luftströmung 32,
16, 16.1, 16.2, oder 20, sowie Düsenbohrungen bzw. Düsen 11 in den im Folgenden beschriebenen
Figuren)
- vorzugsweise erteilen diese Luftspinnvorrichtungen dem Vorgarn bzw. der Lunte eine
tiefe Umwindedrehung, bevorzugt beträgt die Umwindedrehung bzw. der Drehungskoeffizient
αm weniger als 100.
[0018] Die Wirkungsweise der erfindungsgemässen Vorrichtung zur Bildung eines Vorgarns ist
der Wirkungsweise konventioneller Luftspinnverfahren zur Garnbildung ähnlich. Aus
diesem Grund wird hier auf die Luftspinnverfahren nicht sehr detailliert eingegangen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Luftspinnvorrichtungen wird bei den erfindungsgemässen
Vorrichtungen und Verfahren dem Faserverband bzw. dem Vorgarn nur eine Schutzdrehung
erteilt. Diese Schutzdrehung ist derart, dass das Vorgarn für den weiteren Verarbeitungsprozess
verzugsfähig bleibt und die Dreherteilung sogar rückgängig gemacht werden könnte.
Sie ist oder wäre demnach reversibel im Gegensatz zur Drehung, welche einem Faserverband
mit konventionellen d. h. bekannten Luftspinnvorrichtungen erteilt würde. Zur Bildung
des Vorgarnes, wird dem Faserverband mindestens teilweise ein Echtdrall erteilt, d.
h. mindestens ein Teil der Fasern des Faserverbandes, wenn nicht alle, erhalten einen
Echtdrall (Drehung) mittels einer Luftströmung. Dieser Echtdrall bzw. diese Drehung
ist wie erwähnt nur eine Schutzdrehung. Das erfindungsgemäss hergestellte Vorgarn
bzw. Lunte hat daher die gleichen Eigenschaften wie eine mit einem konventionellen
Flyer hergestellte Lunte.
[0019] Die soeben gemachten Ausführungen gelten selbstverständlich für sämtliche erfindungsgemässen
Drallerteilungsmittel dieser Schrift, welche im Folgenden anhand weiterer Figuren
gezeigt und erklärt werden. Diese Ausführungen gelten somit nicht nur für das Drallerteilungsmittel
4 der Figur 1, sondern auch für jene Drallerteilungsmittel mit dem Bezugszeichen 18
und 31.
[0020] Eines der möglichen erfindungsgemässen Drallerteilungsmittel für die Bildung von
Vorgarn ist der bereits erwähnte Gegenstand 4 aus Figur 1. Das Drallerteilungsmittel
4 arbeitet wie bereits erwähnt nach dem sogenannten Vortex-Luftspinnverfahren. Die
Vorrichtung 4 weist dafür ein Faserführungselement 10, mit welchem der Faserverband
3 in die Wirbelkammer 5 des Drallerteilungsmittel 4 geliefert wird. In der Wirbelkammer
5 erzeugt eine nicht näher dargestellte Fluideinrichtung eine Luftströmung 32 bzw.
eine Wirbelströmung mittels einer oder mehrerer Düsenbohrungen 11. Die dadurch entstehende
Wirbelströmung innerhalb der Wirbelkammer 5 verursacht, dass sich einzelne freie Faserenden
12 auf der Oberfläche des Faserverbandes 3 um die Einlassmündung 13 des Vorgarnbildungselementes
6 legen und - erfasst durch die rotierende Wirbelströmung in der Wirbelkammer - um
den Kern 14 des Faserverbandes rotieren. Dadurch wird dem Faserverband 3 in der Wirbelkammer
5 mindestens teilweise (d. h. mindestens einen Teil der Fasern) ein Echtdrall mittels
einer Luftströmung 32 erteilt. Diese Luftströmung verursacht damit, dass mindestens
einem Teil des Faserverbandes, d. h. einzelnen Fasern, ein Echtdrall bzw. eine echte
Drehung um einen Kern von grösstenteils parallelen bleibenden Fasern erteilt wird.
Das dadurch an der Einlassmündung 13 entstehende Vorgarn 9 wird beispielsweise über
ein Abzugswalzenpaar 8 abgezogen und auf eine Aufwindevorrichtung 7 aufgewickelt.
Dazu weist das Vorgarnbildungselement 6 eine Bohrung auf (siehe Figur 1). Die Aufwindevorrichtung
7 in der Figur 1 ist nur schematisch dargestellt. Beispielsweise kann die Aufwindevorrichtung
ein Kreuzwickler, ein Präzisions-Kreuzwickler, ein wilder Kreuzwickler, ein Stufen-Präzisionswickler
oder ein Parallelwickler sein.
[0021] Die Figur 2 zeigt das Drallerteilungsmittel 4 aus der Figur 1 in einer anderen Ansicht.
Besonders gut erkennbar ist in dieser Abbildung, wie der Faserverband 3 durch das
Faserführungselement 10 in die Wirbelkammer 5 geführt wird, wo eine durch die Düsenbohrungen
11 erzeugte Wirbelluftströmung die freien Faserenden 12 des Faserverbandes 3 erfasst
und um die Einlassmündung 13 des Vorgarnbildungselementes 6 legt. Die um die Einlassmündung
13 sich legenden freien Faserenden 12 bilden eine um den Kern 14 des Faserverbandes
rotierende "Sonne". Die freien Faserenden 12 verdrehen sich somit um den Kern 14 des
Faserverbandes, wodurch der Faserverband 3 in der Wirbelkammer 5 mindestens teilweise
einen Echtdrall (Drehung) aufgrund der Luftströmung erhält. Das dadurch an der Einlassmündung
13 entstehende Vorgarn 9 wird durch das Vorgarnbildungselement 6 (z. B. wie hier dargestellt
eine Spindel) abgezogen (siehe Pfeil).
[0022] Die Figur 3 zeigt ein weiteres nicht erfindungsgemässes Drallerteilungsmittel 15,
welches jedoch kein Vorgarnbildungselement aufweist. Das Drallerteilungsmittel 15
(schematisch dargestellt) weist ebenfalls eine Wirbelkammer 5 auf, in welcher mittels
einer oder mehrerer Düsenbohrungen 11 eine Luftströmung 16 (Wirbelströmung) erzeugt
wird. Mittels dieser Luftströmung 16 wird dem Faserverband mindestens teilweise in
der Wirbelkammer 5 ein Echtdrall erteilt.
[0023] Die Echtdrallerteilung (echte Drehung im Faserverband) wird in der Figur 3a dargestellt:
innerhalb der Wirbelkammer 5 wird durch die Luftströmung 16 dem Faserverband 3 eine
Drehung erteilt, d. h. mindestens ein Teil der Fasern des Faserverbandes 3 werden
verdreht, so dass die Lunte 9 entsteht.
[0024] Die Figur 3b zeigt eine Variante des nicht erfindungsgemäßen Drallerteilungsmittels
gemäss der Figur 3a. Das Drallerteilungsmittel 17 weist zwei Wirbelkammern 5 auf,
die jeweils kein Vorgarnbildungselement aufweisen. Die Echtdrallerteilung geschieht
auch hier mittels einer bzw. in diesem Fall zweier Luftströmungen 16.1 und 16.2. Mindestens
ein Teil der Fasern des Faserverbandes 3 erhält einen Echtdrall (Drehung). Auch hier
wird das Vorgarn 9 bzw. die Lunte durch eine nicht dargestellte Vorrichtung abgezogen
und aufgewickelt. Bevorzugterweise weist das Drallerteilungsmittel 17 mehrere Düsenbohrungen
11 auf. Die Düsenbohrungen 11 dienen der Erzeugung der Luftströmungen 16.1 und 16.2.
Die Düsenbohrungen sind so ausgerichtet, dass die austretenden Luftstrahlen gemeinsam
und zusammen jeweils die Luftströmung 16.1 bzw. 16.2 erzeugen. Dazu sind die Eintrittswinkel
der Düsenbohrungen 11 innerhalb der jeweiligen Wirbelkammer 5 vorzugsweise gleich.
Die Luftströmungen 16.1 und 16.2 sind zudem gleichgerichtet, d.h. dass die beiden
Luftströmungen 16.1 und 16.2 - trotz getrennter Wirbelkammern - den gleichen Drehsinn
haben (rechts- oder linksdrehende Luftströmung).
[0025] Überhaupt wird vorzugsweise bei allen Ausführungsformen der Erfindung darauf geachtet,
dass die Düsen bzw. die Düsenbohrungen 11 so ausgerichtet sind, dass die austretenden
Luftstrahlen gleichgerichtet sind, um so zusammen eine gleichgerichtete Luftströmung
mit einem Drehsinn zu erzeugen. Bevorzugt sind die einzelnen Düsen bzw. Düsenbohrungen
zueinander rotationssymmetrisch angeordnet.
[0026] Bevorzugt weisen die erfindungsgemässen Drallerteilungsmittel auch ein oder mehrere
Drallstau-Elemente auf. Drallstau-Elemente können unterschiedliche Vorkommen aufweisen.
Ein Drallstau-Element kann zum Beispiel als Kante, als Pin, als tordierte Fläche,
als Kegel oder in Form von mehreren Lenkmittel ausgebildet sein.
[0027] Die Figur 4 zeigt ein Drallerteilungsmittel 18 mit einem Drallstau-Element in Form
eines Pins 19. Die restlichen Elemente der Figur 4 entsprechen weitgehend den bereits
beschriebenen Ausführungsformen und weisen entsprechend auch die gleichen Bezugszeichen
auf. Der Pin 19 in der Figur 4 dient als Drallstau-Element, als auch als falscher
Garnkern. Drallstau-Elemente dienen dazu, zu verhindern, dass sich eine Drehung im
Faserverband weiter nach hinten fortpflanzt. Insbesondere wird dadurch verhindert,
dass eine allfällige Falschdrehung entsteht und damit allenfalls kein Echtdrall dem
Faserverband erteilt wird. Die Verwendung von Drallstau-Elementen für die erfindungsgemässen
Vorrichtungen und Verfahren ist nicht zwingenderweise notwendig, aber empfehlenswert.
Insbesondere wird dadurch die Echtdrallerteilung mittels der Luftströmung verbessert.
[0028] Wie in den Figuren 4a und 4b dargestellt ist, verhindert ein Pin 19, dass sich die
durch die Luftströmung erzeugte Drehung weiter nach hinten Richtung Eingang des Faserführungselementes
im Faserverband 3 fortpflanzt. Dies ist besonders gut in den Figuren 4a, 4b und 4c
erkennbar: Die Luftströmung 20 um die Mündung des Vorgarnbildungselementes (nicht
dargestellt) erzeugt eine Verdrehung bzw. einen Drall innerhalb des Faserverbandes
3. Durch das Vorhandensein des Pins 19 als Drallstau-Element wird verhindert, dass
sich die Drehung der Fasern auf den Faserverband 3 überträgt, welcher auf dem Faserführungselement
10 bzw. 21 liegt (siehe parallele unverdrehte Fasern auf den Faserführungselementen
10 bzw. 21 in den Figuren).
[0029] Als Drallstau-Element kann auch eine tordierte Faserführungsfläche 21 dienen. Die
Figur 4b zeigt eine tordierte Faserführungsfläche 21, welche zusätzlich einen Pin
19 aufweist. Dadurch ist die Drallstau-Funktion besonders effektiv. Eine tordierte
Faserführungsfläche 21 mit Pin ist auch in der Figur 4c dargestellt. Die Elemente
der Figur 4c entsprechen weitgehend den Elementen der Figur 4b mit dem Unterschied,
dass der Pin 19 der Figur 4c stumpf ist.
[0030] Die Figur 5 zeigt ein Faserführungselement 10 mit einem sogenannten Drallstop-Kegel
24. Der Drallstop-Kegel 24 nimmt die Funktion des Drallstau-Elementes wahr. Die Wirkungsweise
ist gleich wie beim Pin 19: Kegel oder Pin dienen zudem als sogenannte falsche Garnkerne.
Die Fasern bzw. der Faserverband legt sich spiralförmig um den falschen Garnkern,
wodurch die Fortpflanzung der Drehung entgegen der Abzugsrichtung des Vorgarns bzw.
Faserverbandes verhindert wird.
[0031] Als Drallstau-Element kann auch nur ein tordiertes Faserführungselement 22 ohne Pin
dienen. Dies ist beispielsweise in Figur 6 dargestellt (vergleiche mit Figur 4c).
Eine tordierte Faserführungsfläche genügt an sich als Drallstau-Element. Die zusätzliche
Verwendung eines Pins ist nicht unbedingt notwendig. Verschiedene Ansichten eines
tortierten Faserführungselementes ohne Pin 22 ist in den Figuren 6a und 6b gegeben.
Als Drallstau-Element kann auch nur eine Kante 33 dienen, die nicht zwingenderweise
von einer tordierten Faserführungsfläche vorangegangen werden muss.
[0032] Die Figur 7 zeigt weitere Drallstau-Elemente, welche in der erfindungsgemässen Vorrichtung
Verwendung finden könnten. Die Figur zeigt ein Faserführungselement 23 mit mehreren
Lenkmitteln. Diese Lenkmittel 26 haben nebst ihrer Funktion, den Faserverband 3 zu
lenken, auch die Wirkung eines Drallstopps. In der Figur ist gut ersichtlich, wie
die Lenkmittel 26 mit Drallstau-Funktion wirken: der Faserverband 3 wird in unverdrehtem
Zustand in Richtung des Vorgarnbildungselementes 6 gezogen. Bei der Mündung des Vorgarnbildungselementes
6 werden die freien Faserenden 12 durch die Luftströmung 20 der Wirbelkammer mittels
Echtdrallerteilung verdreht. Die Verdrehung der freien Faserenden 12 entsteht ein
Torsionsmoment, welches sich entgegen der Abzugsrichtung (Pfeil) des Vorgarns im Faserverband
3 fortzupflanzen versucht. Durch das Vorhandensein der Lenkmittel 26 mit Drallstau-Funktion
wird dieses Torsionsmoment bzw. die Drehung, welches das Torsionsmoment im Faserverband
verursachen würde, gestaut bzw. gestoppt. Das heisst, dass sich keine Drehung in den
Faserverband 3 fortpflanzt (siehe Darstellung Figur 7: der Faserverband 3 ist unverdreht).
Auf diese Weise wird dem Faserverband 3 ein Echtdrall (Drehung) mittels der Luftströmung
20 erteilt, wodurch das Vorgarn 9 entsteht.
Ohne die Lenkmittel 26 mit Drallstau-Funktion würde sich die Drehung in den Faserverband
3 in den Faserverband 3 fortpflanzen, wodurch eine sogenannte Falschdrehung entstünde,
welche unter Umständen eine Echtdrehung des Faserverbandes bzw. des Vorgarns verhindert.
Eine weitere Darstellung der soeben erklärten Verhältnisse ist in der Figur 7a ersichtlich:
Auch hier ist sehr gut erkennbar, wie der Faserverband 3 dank der Lenkmittel 26 unverdreht
bleibt.
[0033] Die Figuren 8a und 8b zeigen Lenkmittel mit Drallstau-Funktion unterschiedlicher
Formgebung. Die Figur 8c zeigt eine Ansicht der Lenkmittel 27 bzw. 28 in Abzugsrichtung
des Vorgarns bzw. des Faserverbandes. Es sind verschiedene Formen für die Lenkmittel
mit Drallstau-Funktion vorstellbar. Die gezeigten Lenkmittel 26, 27 und 28 stellen
nur einige der möglichen Formen dar.
[0034] Die erfindungsgemässe Vorspinnmaschine kann vorzugsweise auch ein Mittel aufweisen,
welche die Breite des Faserverbandes vor dem Einlaufen in das Drallerteilungsmittel
bestimmen. Diese Mittel können beispielsweise Trichter oder andere Formen von Kondensor
sein. Ein solches Mittel 29 ist in der Figur 9 dargestellt. Die Figur zeigt einen
Trichter 29, welcher einen Faserverband 3 in dessen Breite einschränkt und einem Drallerteilungsmittel
31 zuführt. Ein solcher Trichter 29 oder sonstiger Kondensor kann beispielsweise einem
Auslaufwalzenpaar 30 nachgeordnet sein. Das Auslaufwalzenpaar 30 ist in einer Aufsicht
gezeigt. Das Bezugszeichen 34 deutet die Klemmlinie des Auslaufwalzenpaares 30 an.
[0035] Wie in den Ausführungsbeispielen weiter oben beschrieben, weist die erfindungsgemässe
Vorspinnmaschine, insbesondere Flyer, zur Herstellung eines Vorgarns aus einem Faserverband,
ein spezielles Drallerteilungsmittel auf. Das spezielle Drallerteilungsmittel der
erfindungsgemässen Vorspinnmaschine verdreht ein Faserband zu einem Vorgarn. Dazu
weist das erfindungsgemässe Drallerteilungsmittel eine Wirbelkammer mit einem darin
enthaltenen Vorgarnbildungselement auf. Vorzugsweise ist das Vorgarnbildungselement
eine Spindel. In der Wirbelkammer des Drallerteilungsmittel wird erfindungsgemäss
dem Faserverband mindestens teilweise (d. h. mindestens einem Teil der Fasern) ein
Echtdrall (Drehung) mittels einer Luftströmung erteilt.
[0036] Die nicht erfindungsgemässe Vorspinnmaschine zur Herstellung eines Vorgarns aus einem
Faserverband kann auch eine andere Ausführung eines Drallerteilungsmittels aufweisen:
Ein weiteres, ebenfalls nicht erfindungsgemässes Drallerteilungsmittel weist eine
Wirbelkammer ohne Vorgarnbildungselement (z. B. Spindel) auf. Diese Wirbelkammer weist
aber Mittel auf, welche eine Luftströmung in der Wirbelkammer entstehen lassen. Diese
Luftströmung erteilt dem Faserverband mindestens teilweise (d. h. mindestens einem
Teil der Fasern) einen Echtdrall (Drehung). Diese zweite Ausführungsform eines erfindungsgemässen
Drallerteilungsmittel kann auch mehrere Wirbelkammern mit entsprechend mehreren Mitteln
zur Bildung einer Luftströmung aufweisen (siehe z.B. Fig. 3b).
[0037] Den erfindungsgemässen Vorspinnmaschinen bzw. den erfindungsgemässen Drallerteilungsmitteln
kann jeweils ein Streckwerk vorgeordnet sein.
[0038] Vorzugsweise besitzen die erfindungsgemässen Drallerteilungsmittel jeweils ein oder
mehrere Drallstau-Elemente. Diese Drallstau-Elemente können beispielsweise als Kante,
als Pin, als tordierte Fläche, als Kegel oder als mehrere Lenkmittel ausgebildet sein.
Die erfindungsgemässen Drallerteilungsmittel können auch eine Kombination der soeben
genannten Drallstau-Elemente aufweisen, z.B. eine tordierte Fläche mit einem Pin,
oder ein Kegel mit einem Pin, oder eine Kante mit einem Pin, oder eine tordierte Fläche
mit einem Pin. Das erfindungsgemässe Drallerteilungsmittel kann mehrere dieser Drallstau-Elemente
bzw. eine Kombination davon aufweisen.
[0039] Vorzugsweise weisen die erfindungsgemässen Drallerteilungsmittel mehrere Düsen zur
Erzeugung der Luftströmung auf, wobei die Düsen so ausgerichtet sind, dass deren austretende
Luftstrahlen gleichgerichtet sind, um zusammen eine gleichgerichtete Luftströmung
zu erzeugen. Dies gilt insbesondere dann, wenn mehrere Wirbelkammern vorhanden sind,
d. h. die Luft- bzw. Wirbelluftströmungen haben die gleichen Dreh- bzw. Strömungsrichtungen.
Vorzugsweise sind die Düsenbohrungen daher rotationssymmetrisch um die Achsen der
Wirbelkammern angeordnet oder, im Falle, dass mehrere Wirbelkammern vorhanden sind,
sowohl rotationssymmetrisch wie auch rotationssymmetrisch-versetzt auf einer Achse
angeordnet (die Eintrittswinkel der Düsenbohrungen sind daher gleich).
Sind mehrere Wirbelkammern vorhanden, so können die Düsen vorzugsweise derart angeordnet
sein, dass die Düsen einer jeweiligen Wirbelkammer zwar rotationssymmetrisch angeordnet
sind, jede Wirbelkammer aber einen unterschiedlichen Eintrittswinkel für die jeweiligen
Düsen aufweisen. Die in den jeweiligen Wirbelkammern austretenden Luftstrahlen bleiben
zwar gleichgerichtet - im Sinne einer Links- oder einer Rechtsdrehung - haben aber
unterschiedliche "Steigungswinkel". Auch wenn die jeweils in unterschiedlichen Wirbelkammern
auftretende Wirbelluftströmung unterschiedliche "Steigungswinkel" aufweist, so bleiben
die Drallgebungen dennoch gleichgerichtet, d. h. der Faserverband bzw. das Vorgarn
erfährt eine Links- oder eine Rechtsdrehung in sämtlichen Wirbelkammern. Eine rotationssymmetrische
Anordnung der Düsen ist beispielsweise in der Figur 2 gezeigt. Eine rotationssymmetrisch
versetzte Anordnung der Düsen ist in der Figur 3b zu sehen (die Düsenbohrungen 11
der beiden Wirbelkammern sind analog zur Figur 2 auch rotationssymmetrisch angeordnet).
[0040] Vorzugsweise weisen die erfindungsgemässen Vorspinnmaschinen und Drallerteilungsmittel
ein Mittel, insbesondere einen Trichter oder einen aerodynamischen oder mechanischen
Kondensor auf, welcher die Funktion hat, die Breite des Faserverbandes vor dem Einlauf
in das Drallerteilungsmittel zu bestimmen.
[0041] Vorzugsweise ist der Abstand zwischen der Einlassmündung des Vorgarnbildungselementes
(z. B. Spindel) und der letzten Klemmlinie (z. B. des Auslaufwalzenpaares) nicht grösser
als die längste im Faserverband enthaltene Faserlänge oder grösser als die mittlere
Stapelfaserlänge des Faserverbandes.
[0042] Vorzugsweise ist der Abstand zwischen dem Eingang des Drallerteilungsmittels und
der letzten Klemmlinie (z. B. des Auslaufwalzenpaares eines Streckwerkes) nicht grösser
als die längste im Faserverband enthaltene Faserlänge.
[0043] Vorzugsweise ist der erfindungsgemässen Vorspinnmaschine eine Aufwindevorrichtung
zugeordnet. Diese windet das auf dem Drallerteilungsmittel austretende Vorgarn auf.
Bevorzugt ist die Aufwindevorrichtung ein Kreuzwickler, ein Präzisions-Kreuzwickler,
ein wilder Kreuzwickler, ein Stufen-Präzisionswickler oder ein Parallelwickler.
[0044] Vorzugsweise ist das Garnbildungselement eine Spindel.
[0045] Zur Erfindung gehört auch die erfinderische Verwendung eines Drallerteilungsmittels,
welches nach irgendeinem Luftspinnverfahren arbeitet und zur Herstellung eines Vorgarns
dient, wobei das Drallerteilungsmittel nur eine Wirbelkammer mit einem darin enthaltenen
Vorgarnbildungselement (z. B. Spindel) aufweist und bei dem der Faserverband in der
einen Wirbelkammer mindestens teilweise (d. h. mindestens ein Teil der Fasern) ein
Echtdrall (Drehung) mittels einer Luft- bzw. Wirbelluftströmung erteilt wird.
[0046] Bei der erfindungsgemässen Verwendung eines Drallerteilungsmittels wird im Drallerteilungsmittel
vorzugsweise eine gleichgerichtete Luftströmung im Sinne der vorangehenden Ausführungen
erzeugt (d. h. sämtliche Luftströmungen im Drallerteilungsmittel sind entweder links-
oder rechtsdrehend, zur Erzeugung einer entsprechenden links- oder rechtsgehenden
Drehung).
[0047] Bei der erfindungsgemässen Verwendung eines Drallerteilungsmittels weist das Drallerteilungsmittel
vorzugsweise eine, zwei, drei, vier, fünf, sechs oder mehr Düsen zur Erzeugung der
Luftströmung auf. Vorzugsweise sind diese Düsen rotationssymmetrisch oder rotationssymmetrisch-versetzt
angeordnet (siehe Ausführungen weiter oben dazu und vergleiche mit den Figuren 2 und
3b).
[0048] Vorzugsweise weist ein für die erfindungsgemässe Verwendung brauchbares Drallerteilungsmittel
mehrere Düsen zur Erzeugung einer Luftströmung auf, welche so ausgerichtet sind, dass
die austretenden Luftstrahlen gleichgerichtet sind und zusammen eine gleichgerichtete
Luftströmung erzeugen (gemäss obiger Ausführungen links- oder rechtsdrehende Luftströmungen).
Damit die austretenden Luftstrahlen in einer Wirbelkammer gleichgerichtet sind, sind
diese vorzugsweise rotationssymmetrisch um die Achse, oder um eine Achse in, der Wirbelkammer
angeordnet.
[0049] Bei der weiter oben besprochenen erfindungsgemässen Vorspinnmaschine, insbesondere
Flyer oder bei der erfindungsgemässen Verwendung eines Drallerteilungsmittels wird
dem Vorgarn nur eine Schutzdrehung erteilt. D. h. der durch die Luftströmung erzeugte
Vorgarn ist verzugsfähig. Der Drall (Drehung) könnte für die Weiterverarbeitung des
Vorgarns, z. B. zu einem Ringgarn, wieder entfernt werden.
[0050] Sämtliche beschriebene erfindungsgemässen Vorspinnmaschinen, dessen Drallerteilungsmittel,
sowie sämtliche beschriebenen erfindungsgemässen Verwendungen von Drallerteilungsmittel
arbeiten nicht nach einem Falschdraht-Verfahren.
Legende:
[0051]
- 1
- Spinnstelle einer Vorspinnmaschine
- 2
- Streckwerk
- 3
- Faserverband
- 4
- Drallerteilungsmittel
- 5
- Wirbelkammer
- 6
- Vorgarnbildungselement (Spindel)
- 7
- Aufwindevorrichtung
- 8
- Abzugswalzenpaar
- 9
- Vorgarn
- 10
- Faserführungselement
- 11
- Düsenbohrungen oder Düsen
- 12
- freie Faserenden
- 13
- Einlassmündung
- 14
- Kern
- 15
- Drallerteilungsmittel ohne Vorgarnbildungselement
- 16, 16.1, 16.2
- Luftströmung
- 17
- Drallerteilungsmittel mit zwei Wirbelkammern
- 18
- Drallerteilungsmittel mit Drallstau-Element
- 19
- Pin
- 20
- Luftströmung
- 21
- tordiertes Faserführungselement mit Pin
- 22
- tordiertes Faserführungselement ohne Pin
- 23
- Faserführungselement mit mehreren Lenkmitteln
- 24
- Drallstop-Kegel
- 25
- Faserführungselement
- 26, 27, 28
- Lenkmittel mit Drallstop-Funktion
- 29
- Trichter
- 30
- Auslaufwalzenpaar
- 31
- Drallerteilungsmittel
- 32
- Luftströmung
- 33
- Kante
- 34
- Klemmlinie
1. Vorspinnmaschine zur Herstellung eines Vorgarns (9) aus einem Faserverband(3), enthaltend
eine oder mehrere Spinnstellen (1) mit jeweils einem Drallerteilungsmittel (4) und
vorzugsweise ein vor dem Drallerteilungsmittel (4) angeordnetes Streckwerk (2), dadurch gekennzeichnet, dass das Drallerteilungsmittel (4) eine Wirbelkammer (5) mit einem darin enthaltenen Vorgarnbildungselement
(6) aufweist, wobei dem Faserverband (3) in der Wirbelkammer (5) ein Echtdrall oder
mindestens teilweise ein Echtdrall, mittels einer Luftströmung (32) erteilt wird.
2. Vorspinnmaschine zur Herstellung eines Vorgarns (9) gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Drallerteilungsmittel (4,18) mindestens ein Drallstau-Element (19,21,22,26,27,28,33)
aufweist, bevorzugt ist das Drallstau-Element als Kante (33), als Pin (19), als tordierte
Fläche (21,22), als Kegel (24), als mehrere Lenkmittel (26,27,28), oder als Kombination
dieser Elemente ausgebildet.
3. Vorspinnmaschine zur Herstellung eines Vorgarns (9) gemäss Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Drallerteilungsmittel (4,17,18) mehrere Düsen (11) zur Erzeugung der Luftströmung
(16,16.1,16.2,20) enthält, wobei die Düsen (11) so ausgerichtet sind, dass die austretenden
Luftstrahlen (32) derart gleichgerichtet sind um zusammen eine gleichgerichtete Luftströmung
(16.1,16.2,20) und Drallgebung zu erzeugen, bevorzugt sind die Düsen (11) rotationssymmetrisch
oder rotationssymmetrisch-versetzt angeordnet.
4. Vorspinnmaschine zur Herstellung eines Vorgarns (9) gemäss einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel (29), insbesondere Trichter (29) oder aerodynamische oder mechanische Kondenser,
vorgesehen sind, welche die Breite des Faserverbandes (3) vor dem Einlauf in das Drallerteilungsmittel
(4, 15, 17, 18, 31) bestimmen.
5. Vorspinnmaschine zur Herstellung eines Vorgarns gemäss einem der Ansprüche 1, 3, oder
4, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen der Einlassmündung des Vorgarnbildungselement (13) und der letzten
Klemmlinie (34) nicht grösser ist als die längste im Faserverband (3) enthaltene Faserlänge.
6. Vorspinnmaschine gemäss einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der oder den Spinnstellen (1) der Vorspinnmaschine eine Aufwindevorrichtung (7) zugeordnet
ist, welche das aus dem Drallerteilungsmittel (4,15,17,18,31) austretende Vorgarn
(9) auf windet, bevorzugt ist die Aufwindevorrichtung (7) ein Kreuzwickler, ein Präzisions-Kreuzwickler,
ein wilder Kreuzwickler, ein Stufen-Präzisionswickler, oder ein Parallelwickler.
7. Vorspinnmaschine gemäss einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Garnbildungselement (6) eine Spindel ist.
8. Verwendung eines Drallerteilungsmittels (4,18), welches nach einem Luftspinnverfahren
arbeitet, zur Herstellung eines Vorgarns (9), dadurch gekennzeichnet, dass
das Drallerteilungsmittel (4,18) eine Wirbelkammer (5) mit einem darin enthaltenen
Vorgarnbildungselement (6) aufweist, wobei dem Faserverband (3) in der Wirbelkammer
(5) mindestens teilweise ein Echtdrall mittels einer Luftströmung (32) erteilt wird.
9. Verwendung eines Drallerteilungsmittels (4,15,17,18,31) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Drallerteilungsmittel (4,15,17,18,31) eine gleichgerichtete Luftströmung (16.1,16.2,16,20)
erzeugt wird.
10. Verwendung eines Drallerteilungsmittels (4,15,17,18,31) nach einem der Ansprüche 8
oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Drallerteilungsmittel (4, 15, 17, 18, 31) eine, zwei, drei, vier, fünf, sechs,
oder mehr Düsen (11) zur Erzeugung der Luftströmung enthält.
11. Verwendung eines Drallerteilungsmittels (4,15,17,18,31) nach einem der Ansprüche 8
bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Drallerteilungsmittel (4,15,17,18,31) mehrere Düsen (11) zur Erzeugung der Luftströmung
(16.1,16.2,16,20) enthält, wobei die Düsen (11) so ausgerichtet sind, dass die austretenden
Luftstrahlen (32) gleichgerichtet sind um zusammen eine gleichgerichtete Luftströmung
(16.1,16.2,16,20) zu erzeugen.
12. Verwendung eines Drallerteilungsmittelsnach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Vorgarn (9) erteilte Drall eine Schutzdrehung ist, wodurch das Vorgarn (9)
verziehbar bleibt.
1. Slubbing machine for the manufacture of a roving yarn (9) from a fibre assembly (3),
containing one or more spinning positions (1) having each a twist application means
(4) and preferably a drafting device (2) arranged upstream of the twist application
means (4), characterised in that the twist application means (4) contains a swirl chamber (5) with a roving yarn formation
element (6) contained within it, whereby the fibre assembly (3) is subjected in the
swirl chamber (5) to a true twist, or at least in part to a true twist, by means of
an air flow (32).
2. Slubbing machine for the manufacture of a roving yarn (9) according to claim 1, characterised in that the twist application means (4, 18) exhibits at least one twist stop element (19,
21, 22, 26, 27, 28, 33), preferably the twist stop element is designed as an edge
(33), a pin (19), a toroidal surface (21, 22), a cone (24), as several deflecting
means (26, 27, 28), or as a combination of these elements.
3. Slubbing machine for the manufacture of a roving yarn (9) according to claim 1 or
2, characterised In that the twist application means (4, 18, 17) exhibits several nozzles (11) for the production
of the air flow (16, 16.1, 18.2, 30), whereby the nozzles (11) are arranged in such
a way that the emerging air jets (32) lie in the same direction in such a way as to
produce together an air flow (16.1, 16.2, 20) and a twist effect in the same direction,
with the nozzles (11) arranged for preference rotationally symmetrically or rotationally-symmetrically
offset.
4. Slubbing machine for the manufacture of a roving yarn (9) according to one of claims
1 to 3, characterised in that means (29) are provided, in particular funnels (29) or aerodynamic or mechanical
condensers, which determine the width of the fibre assembly (3) before the inlet into
the twist application means (4, 15, 17, 18, 31).
5. Slubbing machine for the manufacture of a roving yarn according to one of claims 1,
3, or 4, characterised In that the distance interval between the inlet aperture of the roving yarn formation element
(13) and the last nip line (34) is not greater than the longest fibre length contained
in the fibre assembly (3).
6. Slubbing machine according to one of the foregoing claims, characterised in that a winding device (7) is allocated to the spinning positions (1) of the slubbing machine,
which winds up the roving yarn (9) emerging from the twist application means (4, 15,
17, 18, 31), with the winding device (7) for preference being a cross-winder, a precision
cross-winder, a random cross-winder, a step cross-winder, or a parallel winder.
7. Slubbing machine according to one of the foregoing claims, characterised in that the roving yarn formation element (6) is a spindle.
8. Use of a twist application means (4, 18), which operates in accordance with an air-spinning
process, for the manufacture of a roving yarn (9), characterised in that the twist application means (4, 18) exhibits a swirl chamber (5), with a roving yarn
formation element (6) contained in it, whereby the fibre assembly (3) is subjected
in the swirl chamber (5) at least partially to a true twist by means of an air flow
(32).
9. Use of a twist application means (4, 15, 17, 18, 31) according to the claim 8, characterised in that the twist application means (4, 15, 17, 18, 31) generate together one airflow.
10. Use of a twist application means (4, 15, 17, 18, 31) according to one of Claims 8
or 9, characterised in that the twist application means (4, 15, 17, 18, 31) contains one, two, three, four, five,
six or more nozzles (11) for the production of the air flow.
11. Use of a twist application means (4, 15, 17, 18, 31) according to one of Claims 8
to 10, characterised in that the twist application means (4, 15, 17, 18, 31) contains several nozzles (11) for
the production of the air flow (16.1, 16.2, 16, 20), whereby the nozzles (11) are
aligned in such a way that the emerging air jets (32) lie in the same direction in
order to form together one air flow (16.1, 16.2, 16, 20) in the same direction.
12. Use of a twist application means according to one of claims 8 to 11, characterised
that the twist applied to the roving yarn (9) is a protective twist, as a result of
which the roving yarn (9) remains capable of being drafted.
1. Banc à broches pour la fabrication d'une mèche (9) en partant d'un ensemble de fibres
(3), comprenant un ou plusieurs postes de filage (1) munis chacun d'un moyen d'application
de torsion (4) et de préférence un banc d'étirage (2) disposé en amont du moyen d'application
de torsion (4), caractérisé en ce que le moyen d'application de torsion (4) présente une chambre à tourbillon (5) renfermant
intérieurement un élément de formation de mèche (6), l'ensemble de fibres (3) recevant
dans la chambre à tourbillon (5) une torsion réelle ou au moins partiellement une
torsion réelle, sous l'action d'un flux d'air (32).
2. Banc à broches pour la fabrication d'une mèche (9) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moyen d'application de torsion (4, 18) présente au moins un élément d'arrêt de
torsion (19, 21, 22, 26, 27, 28, 33), l'élément d'arrêt de torsion étant de préférence
réalisé sous la forme d'une arête (33), d'une d'une tige (18), une surface tordue
(21, 22), d'un cône (24), de plusieurs moyens déflecteurs (26, 27, 28) ou d'une combinaison
de ces éléments.
3. Banc à broches pour la fabrication d'une mèche (9) selon l'une des revendications
1 ou 2, caractérisé en ce que le moyen d'application de torsion (4, 17, 18) comporte plusieurs buses (11) servant
à produire le flux d'air (16, 16.1, 16.2, 20), les buses (11) étant orientées de telle
sorte que les jets d'air sortants (32) sont orientés dans un même sens afin de produire
ensemble un flux d'air ayant un même sens (16.1, 16.2, 20) et une application de torsion,
les buses (11) étant de préférence disposées selon une symétrie de révolution ou de
façon déportée par rapport à une symétrie de révolution.
4. Banc à broches pour la fabrication d'une mèche (9) selon l'une des revendications
1 à 3, caractérisé en qu'il comporte des moyens (29), en particulier des entonnoirs
(29), ou des condenseurs aérodynamiques ou mécaniques, qui déterminent la largeur
de l'ensemble de fibres (3) avant son entrée dans le moyen d'application de torsion
(4, 15, 17, 18, 31).
5. Banc à broches pour la fabrication d'une mèche selon l'une des revendications 1, 3
ou 4, caractérisé en ce que la distance entre l'embouchure d'entrée de l'élément de formation de mèche (13) et
la dernière ligne de pincement (34) n'est pas plus grande que la plus longue des longueurs
de fibres contenues dans l'ensemble de fibres (3).
6. Banc à broches selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'à un des postes de filage (1) ou aux postes de filage (1) du banc à broches, est associé
un dispositif d'enroulement (7) qui enroule la mèche (9) qui sort du moyen d'application
de torsion (4, 15, 17, 18, 31), le dispositif d'enroulement (7) étant de préférence
un enrouleur croisé, un enrouleur croisé de précision, un enrouleur croisé aléatoire,
un enrouleur de précision à échelons ou un enrouleur parallèle.
7. Banc à broches selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de formation du fil (6) est une broche.
8. Utilisation d'un moyen d'application de torsion (4, 18) qui travaille selon un procédé
de filage pneumatique, pour la production d'une mèche (9), caractérisé en ce que le moyen d'application de torsion (4, 18) présente une chambre à tourbillon (5) qui
renferme intérieurement un élément de formation de mèche (6), une torsion réelle étant
appliquée au moins partiellement à l'ensemble de fibres (3) dans la chambre à tourbillon
(5) au moyen d'un flux d'air (32).
9. Utilisation d'un moyen d'application de torsion (4, 15, 17, 18, 31) selon la revendication
8, caractérisé en ce que, dans le moyen d'application de torsion (4, 15, 17, 18, 31), on produit un flux d'air
orienté dans un même sens (16.1, 16.2, 16, 20).
10. Utilisation d'un moyen d'application de torsion (4, 15, 17, 18, 31) selon l'une des
revendications 8 ou 9, caractérisé en ce que le moyen d'application de torsion (4, 15, 17, 18, 31) comprend une, deux, trois,
quatre, cinq, six ou plus de six buses (11) pour la production du flux d'air.
11. Utilisation d'un moyen d'application de torsion (4, 15, 17, 18, 31) selon l'une des
revendications 8 à 10, caractérisé en ce que le moyen d'application de torsion (4, 15, 17, 18, 31) comporte plusieurs buses (11)
pour la production du flux d'air (18.1, 16.2, 16, 20), les buses (11) étant orientées
de telle sorte que les jets d'air sortants (32) sont orientés dans un même sens pour
produire ensemble un flux d'air (16.1, 16.2, 16, 20) orienté dans un même sens.
12. Utilisation d'un moyen d'application de torsion selon l'une des revendications 8 à
11, caractérisé en ce que la torsion appliquée à la mèche (9) est une rotation de protection, ce par quoi la
mèche (9) reste étirable.
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