[0001] Die Erfindung betrifft eine hydraulische Ventilvorrichtung, insbesondere LS-Stromregelventil,
mit einer Fluidanschlußanordnung, beinhaltend mindestens
- einen Druckversorgungsanschluß (P),
- einen Rücklaufanschluß (R),
- einen Sektions-Loadsensinganschluß (LS),
- zwei Steueranschlüsse (P'A) und (P'B),
- zwei Nutzanschlüsse (A,B) und
- mindestens eine verfahrbare Steuereinrichtung zum zumindest teilweisen Ansteuern von
Anschlüssen der Fluidanschlußanordnung.
[0002] Durch die
DE 10 2005 033 222 A1 ist eine sog. LUDV-Ventilanordnung bekannt, bei der ein Regelventil eine Zulaufmeßblende
ausbildet, der eine Individualdruckwaage nachgeschaltet ist. Mittels der LUDV-Ventilanordnung
wird ein hydraulischer Verbraucher angesteuert, der an zwei Verbraucheranschlüsse
der Steueranordnung angeschlossen ist. Zum Einstellen eines Eilganges können zwei
Druckräume des Verbrauchers miteinander und mit einer Druckmittelquelle verbunden
werden: Um ein Absacken des Verbraucherdruckes zu verhindern, erfolgt diese Verbindung
der beiden Verbraucheranschlüsse über einen Druckmittelströmungspfad, in dem ein Rückschlagventil
angeordnet ist. Über das Wegeventil ist dabei nur die Verbindung zu einem der Verbraucheranschlüsse
aufgesteuert; die Verbindung des anderen Verbraucheranschlusses mit der Druckmittelquelle
und/oder dem erstgenannten Verbraucheranschluß ist im Eilgang nur über den Druckmittelströmungspfad
und das geöffnete Rückschlagventil möglich. Mit der bekannten Lösung ist eine unbeabsichtigte
Bewegung eines hydraulischen Verbrauchers in einer Eilgangstellung der Ventilanordnung
verhindert. Die bekannte LUDV-Steuerung stellt einen Sonderfall einer Loadsensing-Steuerung
dar, bei der der höchste Lastdruck der hydraulischen Verbraucher an eine Einstellpumpe
gemeldet und diese so geregelt wird, dass in der Pumpenleitung ein um eine bestimmte
Druckdifferenz Δ
P über dem Lastdruck liegender Pumpendruck anliegt. Bei der bekannten LUDV-Steuerung
sind die Individualdruckwaagen stromabwärts der Zumeßblenden angeordnet und drosseln
jeweils zwischen der Zumeßblende und der Last den Fluidstrom so stark an, dass der
Druck nach allen Zumeßblenden gleich, vorzugsweise gleich dem höchsten Lastdruck ist
oder leicht über diesem liegt. Die größte Schwäche dahingehender hydraulischer LS-Systeme
liegt in deren Empfindlichkeit gegen Systemschwingungen im Loadsensing-Regelkreis,
unter anderem bedingt durch Lastwechsel am jeweiligen Verbraucher.
[0003] Durch die
EP 1 370 773 B1 ist als hydraulische Ventilvorrichtung ein Wegeventil bekannt zur Steuerung des Druckes
und des Flusses von Hydraulik-öl von bzw. zu Arbeitsanschlüssen mindestens eines Fluidverbrauchers,
bei dem der Druck und der Durchfluß mittels eines durch mindestens einen Antrieb betätigbaren,
in einer Schieberbohrung verschiebbaren Steuerschiebers und damit in Wirkverbindung
stehenden Ringkanälen steuerbar ist, wobei in einem sog. Symmetriemittelpunkt der
Ventilanordnung auf einer Symmetrieachse ein Tankanschluß-Ringkanal (R) angeordnet
ist und beidseits sind weitere Ringkanäle symmetrisch angeordnet. Ferner ist für die
Realisierung einer hydraulischen Pumpenansteuerung auf der einen Seite der genannten
Symmetrieachse ein dem einen Arbeitsanschluß zugeordneter A-Ringkanal, ein erster
Pumpendruck-Ringkanal, ein erster LoadSensing-Ringkanal und ein erster Endraum-Ringkanal
und auf der anderen Seite der Symmetrieachse ein dem anderen Arbeitsanschluß zugeordneter
B-Ringkanal, ein zweiter Pumpendruck-Ringkanal, ein zweiter LoadSensing-Ringkanal
und ein zweiter Endraum-Ringkanal zugeordnet. Ferner ist der erste Load-Sensing-Ringkanal
mit dem zweiten Load-Sensing-Ringkanal über eine Load-Sensing-Verbindungsleitung verbunden.
Mit der bekannten Ventillösung ist eine Art Mengenteiler für die angeschlossenen Verbraucher
erreicht, wobei bei dahingehenden Mengenteilerventilen die Druckwaagen nicht den Druckabfall
über die Ventilblende regeln, sondern den höchsten Lastdruck des Systems übernehmen.
Schwankende Druckverluste in der Speiseleitung stören dann direkt die verfügbare Druckdifferenz
an der Reglerblende und verhindern dergestalt eine konstante Stromregelung.
[0004] WO 02/088550 A1 betrifft ein Wegeventil mit innenliegender Druckwaage, dessen Ventilgehäuse eine
Längsbohrung aufweist, in die Ringkanäle eingestochen sind und in der ein Wegeventilkolben
axial verschiebbar ist, wobei dieser Wegeventilkolben als mit einem ersten und einem
zweiten Ventilkolben-Radialdurchbruch ausgestatteter Hohlschieber ausgebildet ist
und eine Axialbohrung aufweist, in der ein mit einer Steuerkante ausgestatteter Druckwaagekolben
gegen eine Druckwaagefeder axial verschiebbar ist, wobei der Druckwaagekolben als
Hohlschieber mit einem einen Innendurchmesser aufweisenden Innenraum ausgebildet ist
und wenigstens einen Radialdurchbruch aufweist, der derart angeordnet ist, dass er
dauernd mit dem zweiten Ventilkolben-Radialdurchbruch in Verbindung steht, und zudem
Mittel vorhanden sind, durch die ein Druckwaagen-Federraum dauernd mit einem Load-Sensing-Ringkanal
(LS) verbunden ist.
[0005] Bei der ein Wegeventil aufweisenden Ventilvorrichtung ist der Radialdurchbruch des
Druckwaagenkolbens so angeordnet, dass durch diesen Radialdurchbruch und den zweiten
Ventilkolben-Radialdurchbruch eine Verbindung vom Innenraum zum Pumpendruck-Ringkanal
aufsteuerbar ist, wobei der zweite Ventilkolben-Radialdurchbruch eine Steuerkante
darstellt, über die eine Verbindung vom Innenraum zum Load-Sensing-Ringkanal aufsteuerbar
ist, und wobei unmittelbar an den zweiten Ventilkolben-Radialdurchbruch eine Ringnut
anschließt, die in der Neutralstellung eine Verbindung vom Innenraum zum Load-Sensing-Ringkanal
herstellt. Auf diese Weise soll erreicht werden, dass die Druckwaage unempfindlich
gegen durch unterschiedliche Mengenströme verursachte unterschiedliche Strömungskräfte
ist und zudem eine Bewegung des hydraulischen Verbrauchers in der Stellung "neutral"
verhindert werden.
[0006] Eine hydraulische Ventilvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus
DE 199 29 024 benannt.
[0007] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
die bekannten Ventillösungen dahingehend weiter zu verbessern, dass Systemschwingungen
im Load-Sensing-Regelkreis besser beherrschbar sind und dass eine konstante Stromregelung
für den jeweils angeschlossenen hydraulischen Verbraucher möglich ist. Eine dahingehende
Aufgabe löst eine hydraulische Ventilvorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruches
1 in seiner Gesamtheit.
[0008] Dadurch, dass gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 vorgesehen ist,
dass die jeweilige Steuereinrichtung einem jeden Nutzanschluß A,B zugeordnet einen
Steuerschieber aufweist, dem eine Druckwaage in Fluidrichtung zum jeweiligen Nutzanschluß
A,B vorgeschaltet ist, wobei die jeweilige Druckwaage von einem LS-Druck ansteuerbar
ist, der gleichzeitig auch auf eine Anschlussseite des jeweiligen Steuerschiebers
geführt ist, und wobei jeweils ein zwischen Steuerschieber und Druckwaage abgegriffener
Steueranschlussdruck gegenläufig zum LS-Druck wirkend die Druckwaage ansteuert und
wobei die LS-Drücke führende Ringkanäle mit einem Wechselventil verbunden sind, das
die beiden LS-Drücke voneinander trennt, ist das hydraulische LS-System gegen Systemschwingungen
weniger empfindlich. Aufgrund der vorgeschalteten Druckwaage kann diese einen entscheidenden
Einfluß auf die Systemstabilität nehmen. Druckschwingungen werden häufig durch mechanische
Schwingungen von nachgiebigen Strukturen bei den jeweils angeschlossenen hydraulischen
Verbrauchern (Kranarme) erzeugt und dann durch den Lastfühlkreis (LS) auf die Druckwaage
übertragen. Der LS-Druck (Lastmeldedruck) stellt dann insoweit die Führungsgröße für
die vorgeschaltete Druckwaage dar und kann insoweit die Druckschwingungen glätten,
noch bevor der Druck an den nachfolgenden Steuerschieber der jeweiligen Steuereinrichtung
weitergeleitet wird, der dann in Abhängigkeit seiner jeweiligen Schieber- oder Kolbenposition
die Konstantversorgung für den jeweils angeschlossenen hydraulischen Verbraucher sicherstellt.
[0009] Neben der genannten Systemglättung wird durch die Fluidfolge von Druckwaage mit nachgeordnetem
Steuerschieber sichergestellt, dass unabhängig von der Druckdifferenz an der Steuereinrichtung
für den jeweiligen Verbraucher ein konstanter Nutzvolumenstrom zur Verfügung steht,
so dass der Gesamtdurchfluß unabhängig von wechselnden Lastdrücken am Verbraucher
konstant bleibt und insoweit einen funktionssicheren Betrieb für den jeweils angeschlossenen
hydraulischen Verbraucher gewährleistet.
[0010] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Ventilvorrichtung ist
die Druckwaage innerhalb des Steuerschiebers integriert, wobei sowohl die Druckwaage
als auch der Steuerschieber in einer Relativbewegung zueinander innerhalb eines Ventilgehäuses
längsverschiebbar geführt sind. Die dahingehende Koaxialanordnung von Steuerschieber
und Druckwaage ist besonders platzsparend und führt zu klein aufbauenden Ventilgehäusen,
wobei die dahingehende Anordnung dennoch besonders funktionssicher ist.
[0011] Als besonders funktionssicher hat es sich ferner erwiesen, wenn bei einer bevorzugten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Ventilvorrichtung sowohl die Druckwaage als
auch der Steuerschieber federzentriert in einer Ausgangsstellung gehalten sind, wobei
die Druckwaage von einem LS-Druck ansteuerbar ist, der gleichzeitig auf eine Anschlußseite
des Steuerschiebers geführt ist, der wiederum von dem Steuerdruck eines Pilotventils
ansteuerbar ist und wobei ferner ein zwischen Steuerschieber und Druckwaage abgegriffener
Steueranschlußdruck gegenläufig zum LS-Druck wirkend die Druckwaage ansteuert.
[0012] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Ventilvorrichtung sind
Gegenstand der sonstigen Unteransprüche.
[0013] Im folgenden wird die erfindungsgemäße Lösung anhand eines Ausführungsbeispiels näher
erläutert. Dabei zeigen in prinzipieller und nicht maßstäblicher Darstellung die
- Fig.1
- in der Art eines hydraulischen Schaltplans den prinzipiellen Aufbau der hydraulischen
Ventilvorrichtung in Form eines LS-Stromregelventils;
- Fig.2
- die praktische Umsetzung des Schaltplans nach der Fig.1 in einem Ventilprodukt, das
teilweise mit seinen wesentlichen Komponenten einmal im Längsschnitt und einmal in
Ansicht wiedergegeben ist;
- Fig.3
- eine vergrößerte Darstellung einer geschnitten dargestellten Längsansicht einer in
Blickrichtung auf die Fig.2 gesehen rechten Steuereinrichtung mit Druckwaage und Steuerschieber.
[0014] Die hydraulische Ventilvorrichtung nach der Fig.1 weist eine als Ganzes mit 10 bezeichnete
Fluidanschlußanordnung auf, beinhaltend einen Druckversorgungsanschluß P, einen Rücklaufanschluß
R, einen Sektions-Loadsensinganschluß LS mit LS
max, zwei Steueranschlüsse P'
A, P'
B, zwei Nutzanschlüsse A,B sowie zwei daran angeschlossene voneinander
Die in der Fig.1 in der Art eines hydraulischen Schaltplans vorgestellte hydraulische
Ventilvorrichtung ist nun gemäß der Längsschnittdarstellung nach der Fig.2 dort als
konstruktive Ventillösung aufgezeigt. Die Ventilvorrichtung weist ein als Ganzes mit
34 bezeichnetes Ventilgehäuse auf, wobei das Ventilgehäuse in der Art eines modularen
Baukastenkonzeptes realisiert ist. Insbesondere sind die Pilotventile P
A, P
B mit ihren Anschlußgehäuseteilen 36 an das Mittengehäuse 38 angeschlossen, wobei in
Blickrichtung auf die Fig.2 gesehen im oberen Bereich des Mittengehäuses 38 die Nutzanschlüsse
A, B in der Art von Einschraubpatronen angeschlossen sind und im unteren Bereich des
Mittengehäuses 38 ist dieses von einem Durchgangskanal 40 durchgriffen, in dem insgesamt
der Pumpendruck P ansteht, der über Anschlußleitungen 42 an eine Mittenkanalbohrung
44 angeschlossen ist, in die die beiden Steuereinrichtungen 14 eingesetzt sind. Ebenso
wie der Durchgangskanal 40 erstreckt sich auch die Mittenkanalbohrung 44 quer zu einer
Mittenlängsachse des Gesamtventilgehäuses 34 und entlang dieser nicht näher dargestellten
Mittenlängsachse ist in Blickrichtung auf die Fig.2 gesehen unterhalb der Mittenkanalbohrung
44 der Rücklaufanschluß R angeordnet, der über eine weitere Anschlußleitung 46 in
den Mittenkanal 44 ausmündet. Ferner ist der Mittenkanal 44 vorzugsweise in Form einer
Bohrung ausgebildet über Verbindungsleitungen 48 fluidführend an die Nutzanschlüsse
A, B angeschlossen. Das in der Fig.1 mit 32 bezeichnete Rückschlagventil ist gleichfalls
in dem Ventilgehäuse 34 integriert, was aber aus Vereinfachungsgründen nicht näher
dargestellt ist.
[0015] Die in Blickrichtung auf die Fig.2 gesehen horizontal verlaufende Steuerschieberachse
des jeweiligen Steuerschiebers 16, gebildet durch die Mittenkanalbohrung 44 im Mittengehäuse
38, ist insoweit auf beiden Seiten mit dem jeweiligen Pilotgehäuse als Anschlußgehäuseteil
36 für das Zuführen des Ansteuerdruckes X
A, X
B dichtend verschlossen. Außerhalb der Ventilmitte liegt der Rücklaufkanal R und vom
Rücklaufkanal R gesehen reihen sich nach außen auf der einen Seite A,P und LS
A an und auf der gegenüberliegenden Seite B,P und LS
B. Wie bereits dargestellt, sind die LS-Ringkanäle LS
A und LS
B mit dem Wechselventil 30 verbunden, das die beiden Drücke voneinander trennt. Das
Wechselventil 30 ist vorzugsweise als kreisrundes Einsteckteil ausgebildet und wird
auf der sog. Flanschseite (nicht dargestellt) des scheibenartigen Ventilkörpers 34
montiert. Der Ausgangsanschluß des Wechselventils 30 führt über einen Druckkanal zum
Rückschlagventil 32, das gegen höheren Druck im LS-Meldekanal (LS
max) abdichtet. Wird der Lastdruck LS
A oder LS
B höher als der Druck im Meldekanal, dann wird dieser Druck über das Rückschlagventil
32 im Steuerblock weitergemeldet und von da aus weiter bis zu einer nicht näher dargestellten
Systemdruckregelung für das gesamte Ventilsystem.
[0016] Der gesamte Raum in Form des Durchgangskanals 40 im unteren Teil des Mittengehäuses
38 steht unter Pumpendruck P und von diesem Raum führt jeweils eine Kanalleitung zur
Hohlraumachse des jeweils zuordenbaren Steuerschiebers 16 neben die Ringkanäle, die
zu den Nutzanschlüssen A und B führen. Die beiden Steuerschieber 16 sind identisch
aufgebaut und nehmen in koaxialer Anordnung eine innenliegende, der Ventilblende vorgeschaltete
Druckwaage 18 auf, die auch insoweit miteinander baugleich sind. Wie in der Fig.2
dargestellt, sind in Neutralstellung die Steuerschieber 16 durch gehäusefeste Anschläge
und ihre jeweilige Arbeitsfeder (Druckfeder 22) in ihrer Stellung gehalten. Die Arbeitsfeder
(Druckfeder 22) stützt sich dabei einerseits gegen das Gehäuse 34 des Ventils ab und
andererseits gegen eine Verschlußschraube 50, die mit dem Steuerschieber 16 fest verschraubt
ist. In der dahingehenden Ausgangs- oder Neutralstellung trennt der jeweilige Steuerschieber
16 den Arbeitsanschluß A oder B vom Pumpenanschluß P ab.
[0017] Wie insbesondere die Fig.3 zeigt, ist eine variable Ventilblende gebildet in Form
von ersten radialen Durchbrüchen 52 innerhalb der Hohlschieberanordnung, bestehend
aus Steuerschieber 16 und Druckwaage 18, wobei insoweit ein Dichtsteg P zu A und P
zu B innerhalb des Ventilgehäuses 34 entsteht. Auch ist die innenliegende Druckwaage
18 über zweite radiale Durchbrüche 54 im Steuerschieber 16 ständig mit dem Pumpenkanal
P verbunden. Die Federkammer mit der weiteren Druckfeder 24 der Druckwaage 18 ist
über dritte radiale Durchbrüche 56 im Steuerschieber 16 ständig mit dem jeweils zuordenbaren
LS
A- oder LS
B- Ringkanal verbunden. In der Neutralstellung sind die dritten radialen Durchbrüche
56 des Steuerschiebers 16 zusätzlich mit dem Federraum mit der Druckfeder 22 des Steuerschiebers
16 druckführend verbunden. Das geschieht durch korrespondierende Radialdurchgänge
im Regelkolben der Druckwaage 18 und insoweit ist der genannte Federraum der Druckwaage
18 dann in Neutralstellung entlastet. Der Steuerschieber 16 kann mit vierten radialen
Durchbrüchen 57 versehen sein, deren zur Ventilmitte liegende Kante auf gleicher axialer
Länge liegt wie die ersten Durchbrüche (Steuerkante 52). Diese dahingehenden vierten
Durchbrüche 57 haben, anders als die ersten drei Durchbrüche, keine korrespondierenden
Durchgänge im Regelkolben der Druckwaage 18. Die lagerichtige Orientierung von korrespondierenden
Durchbrüchen mit Durchgängen ist durch eine Verdrehsicherung 58 in Form einer Rastkugel
gewährleistet, die insoweit eine Radialsicherung bietet zwischen Steuerschieber 16
und dem Regelkolben der Druckwaage 18.
[0018] Im drucklosen Zustand drückt die Regelfeder 24 den Regelkolben der Druckwaage 18
gegen das Sacklochende des Steuerschiebers 16. Der dahingehende Druckwaagekolben ist
ebenfalls als Hohlkolben ausgebildet und hat einen zweiten radialen Durchgang 60,
der die Verbindung mit dem Durchbruch 54 als sog. P-Durchbruch im Steuerschieber 16
beim Hub gegen die Druckwaagenfeder 24 verschließt (Steuerkante der Druckwaage 18).
Ein erster radialer Durchgang 62 ist mit einer Ventilblende in Form des ersten Durchbruches
52 im Steuerschieber 16 ständig verbunden. Die Federkammer der Druckwaage 18 ist durch
den dritten radialen Durchbruch 56 mit dem jeweils zuordenbaren dritten Durchgang
64 des Steuerschiebers 16 verbunden und außerdem mit Längsnuten 66 auf der Mantelfläche
des Regelkolbens der Druckwaage 18. Die dahingehenden Längsnuten 66, von denen in
der Fig.3 strichliniert nur eine dargestellt ist, erstrecken sich in Richtung R-Kanal
bis zur Steuerkante des Regelkolbens und liegen - am Umfang betrachtet - zwischen
den radialen Durchbrüchen und Durchgängen. Die jeweilige Längsnut 66 hat dabei ständige
Verbindung mit dem vierten radialen Durchbruch 57 im Steuerschieber 16. Die dahingehende
Längsnutverbindung stellt den LS-Meldeanschluß vom Arbeitsanschluß in die Federkammer
mit der Druckfeder 24 der Druckwaage 18 dar. Dabei entspricht die Anschlußstelle 57
gemäß Darstellung nach der Fig.1 dem Abzweigpunkt LS
B und der Durchbruch 56 bildet auf der einen Eingangssteuerseite der Druckwaage 18
den Meldeanschluß LS
B, aus, wohingegen der vorstehend bezeichnete LS-Druck LS
B den Fühlanschluß darstellt.
[0019] Wenn der Pumpendruck über den Pumpenanschluß P ansteht, dann wirkt dieser Druck auch
in der P'
A- oder P'
B- Kammer der Druckwaage 18 und drückt den Regelkolben gegen die Feder, bis die korrespondierende
Steuerkante schließt, so dass der P'
A- oder P'
B- Druck genau auf den Betrag der Regelfeder 24 der Druckwaage 18 eingeregelt ist.
Es ist selbstredend, dass die erwähnten radialen Durchbrüche und Durchgänge, wie in
Fig.3 auch dargestellt, mehrfach entlang der Außenumfänge von Steuerschieber 16 und
Regelkolben der Druckwaage 18 angeordnet sein können.
[0020] Wird nun über die Pilotventile P
A oder P
B ein Pilotdruck vorgegeben, wobei als Pilotventil ein elektrohydraulisches Druckreduzierventil
dienen soll, mit zentraler Versorgung aus einem Steuerölkreis P
St, dann verschiebt sich der Steuerschieber 16 gegen die Federkraft der Druckfeder 22
in Richtung R-Kanal (vgl. Fig.2). Die Ventilblende beginnt dann dabei einen Öffnungsquerschnitt
zwischen Druckwaage 18 und jeweils zuordenbarem Arbeitsanschluß A oder B zu öffnen.
Demgemäß bricht der P'
A- oder P'
B- Druck jeweils ein, weil Volumen abfließt. Die Regelfeder 24 kann dann den Regelkolben
in Richtung öffnender Steuerkante schieben und es fließt Öl aus dem Pumpenanschluß
P nach, bis wieder ein Staudruck vor der Ventilblende entsteht, der im Kräftegleichgewicht
mit der Regelfeder und dem gemeldeten Lastdruck ist. Der Lastdruck wird dann vom vierten
radialen Durchbruch 57 des Steuerschiebers 16 in die Längsnut 66, die gleichfalls
mehrfach sich um den Umfang des Regelkolbens erstrecken kann, gemeldet und von dort
durch den dritten radialen Durchbruch 64 im Regelkolben in die Federkammer mit der
weiteren Druckfeder 24 geführt. Mit der erfindungsgemäßen Lösung ist eine systemstabile
Ventilvorrichtung vorgegeben, die platzsparend eine LS-Stromregelfunktion erfüllt.
1. Hydraulische Ventilvorrichtung, insbesondere LS-Stromregelventil, mit einer Fluidanschlußanordnung
(10), beinhaltend mindestens
- einen Druckversorgungsanschluß (P),
- einen Rücklaufanschluß (R),
- einen Sektions-Loadsensinganschluß (LS),
- zwei Steueranschlüsse (P'A und P'B),
- zwei Nutzanschlüsse (A,B) und
- mindestens eine verfahrbare Steuereinrichtung (14) zum zumindest teilweisen Ansteuern
von Anschlüssen der Fluidanschlußanordnung (10),
wobei die jeweilige Steuereinrichtung (14) einem jeden Nutzanschluß (A,B) zugeordnet
einen Steuerschieber (16) aufweist, dem eine Druckwaage (18) in Fluidrichtung zum
jeweiligen Nutzanschluß (A,B) vorgeschaltet ist, wobei die jeweilige Druckwaage (18)
von einem LS-Druck (LS
A, LS
B) ansteuerbar ist, der gleichzeitig auch auf eine Anschlussseite (26) des jeweiligen
Steuerschiebers (16) geführt ist, wobei jeweils ein zwischen Steuerschieber (16) und
Druckwaage (18) abgegriffener Steueranschlussdruck (P'
A, P'
B) gegenläufig zum LS-Druck (LS
A, LS
B) wirkend die Druckwaage (18) ansteuert,
dadurch gekennzeichnet dass die LS-Drücke (LS
A, LS
B) führende Ringkanäle mit einem Wechselventil (30) verbunden sind, das die beiden
LS-Drücke (LS
A, LS
B) voneinander trennt.
2. Ventilvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckwaage (18) innerhalb des Steuerschiebers (16) integriert ist und dass sowohl
die Druckwaage (18) als auch der Steuerschieber (16) in einer Relativbewegung zueinander
innerhalb eines Ventilgehäuses (34) längsverschiebbar geführt sind.
3. Ventilvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Druckwaage (18) als auch der Steuerschieber (16) federzentriert in einer
Ausgangsstellung gehalten sind.
4. Ventilvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere Anschlußseite (28) des Steuerschiebers (16) an den Rücklaufanschluß
(R) angeschlossen ist, der im wesentlichen entlang einer Mittenachse im Ventilgehäuse
(34) geführt ist und der in der Ausgangsstellung der Steuereinrichtung (14) zwischen
den gegenüberliegenden Paaren von Steuerschieber (16) mit Druckwaage (18) verläuft.
5. Ventilvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Wechselventil (30) den höheren der beiden LS-Drücke (LSA, LSB) an ein Rückschlagventil (32) leitet.
6. Ventilvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an den Steuerschieber (16) fluidführend ein Nutzanschluß (A,B) angeschlossen ist.
7. Ventilvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der Steuerschieber (16) als auch die Druckwaage (18) ineinandergeführte Hohlkolben
aufweisen, die zumindest teilweise mit radialen Fluiddurchbrüchen (52,54,56,57) sowie
Fluiddurchgängen (60,62,64) versehen sind und dass ein Teil der genannten Fluiddurchbrüche
bzw. Fluiddurchgänge einen Fühlanschluß (LSA, LSB) und einen Meldeanschluß (LSA1, LSB1) ausbilden.
8. Ventilvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Fühlanschluß (LSA, LSB) und der Meldeanschluß (LSA1, LSB1) mittels einer Längsnut (66) miteinander in Verbindung sind.
9. Ventilvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckwaage (18) gegenüber dem zuordenbaren Steuerschieber (16) mittels einer
Verdrehsicherung (58) gehalten ist.
10. Ventilvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass als Teil des Ventilgehäuses (34) ein Durchgangskanal (40) als Verteiler vorgesehen
ist, der an den Pumpenanschluß (P) angeschlossen die jeweilige Steuereinrichtung (14)
mit Fluid versorgt.
1. A hydraulic valve device, in particular an LS flow control valve, with a fluid connection
arrangement (10), comprising at least
- a pressure supply connection (P),
- a return flow connection (R),
- a section load sensing connection (LS),
- two control connections (P'A and P'B),
- two utility connections (A, B) and
- at least one displaceable control means (14) for at least partially triggering connections
of the fluid connection arrangement (10),
the respective control means (14) assigned to each utility connection (A, B) having
a control slide valve (16) to which a pressure compensator (18) is connected upstream
in the fluid direction to the respective utility connection (A, B), the respective
pressure compensator (18) being able to be triggered by an LS pressure (LS
A, LS
B) which is also routed at the same time to one connection side (26) of the respective
control slide valve (16), a control connection pressure (P'
A, P'
B) tapped respectively between the control slide valve (16) and the pressure compensator
(18) triggering the pressure compensator (18) by acting in the opposite direction
to the LS pressure (LS
A, LS
B),
characterised in that the annular channels guiding the LS pressures (LS
A, LS
B) are connected to a shuttle valve (30) which separates the two LS pressures (LS
A, LS
B) from one another.
2. The valve device according to Claim 1, characterised in that the pressure compensator (18) is integrated within the control slide valve (16) and
that both the pressure compensator (18) and the control slide valve (16) are guided
such as to be longitudinally displaceable in relative motion to one another within
a valve housing (34).
3. The valve device according to Claim 1 or 2, characterised in that both the pressure compensator (18) and the control slide valve (16) are held spring-centred
in an initial position.
4. The valve device according to Claim 3, characterised in that a further connection side (28) of the control slide valve (16) is connected to the
return flow connection (R) which is guided essentially along a middle axis in the
valve housing (34) and which runs in the initial position of the control means (14)
between the opposite pairs of control slide valves (16) with the pressure compensator
(18).
5. The valve device according to any of Claims 1 to 4, characterised in that the shuttle valve (30) routes the higher of the two LS pressures (LSA, LSB) to a check valve (32).
6. The valve device according to any of Claims 1 to 5, characterised in that a utility connection (A, B) is connected to the control slide valve (16) such as
to convey fluid.
7. The valve device according to any of Claims 1 to 6, characterised in that both the control slide valve (16) and the pressure compensator (18) have hollow pistons
that a guided within one another and that are provided at least partially with radial
fluid openings (52, 54, 56, 57) and fluid passages (60, 62, 64) and that some of said
fluid openings and fluid passages form a sensing connection (LSA, LSB) and a reporting connection (LSA1, LSB1).
8. The valve device according to Claim 7, characterised in that the sensing connection (LSA, LSB) and the reporting connection (LSA1, LSB1) are interconnected by means of a longitudinal groove (66).
9. The valve device according to any of Claims 1 to 8, characterised in that the pressure compensator (18) is held by means of a locking element (58) relative
to the assignable control slide valve (16).
10. The valve device according to any of Claims 1 to 9, characterised in that as part of the valve housing (34) there is a through channel (40) as a distributor
which, connected to the pump connection (P), supplies the respective control means
(14) with fluid.
1. Installation hydraulique à vanne, notamment régulateur de débit LS, comprenant un
agencement (10) de raccordement de fluide, comportant au moins
- un raccord (P) d'alimentation en pression,
- un raccord (R) de retour,
- un raccord (LS) loadsensing de section,
- deux raccords (P' A et P' B), de commande,
- deux raccords (A, B) utiles et
- au moins un dispositif (14) de commande déplaçable pour commander au moins en partie
des raccords de l'agencement (10) de raccordement de fluide,
dans laquelle le dispositif (14) respectif de commande a un tiroir (16) de commande,
qui est associé à chaque raccord (A, B) utile et en amont duquel, dans la direction
du fluide allant vers le raccord (A, B) utile respectif, est montée une bascule (18)
manométrique, la bascule (18) manométrique pouvant. être commandée par une pression
LS (LS A, LS B) qui, en même temps est amenée à un côté (26) de raccordement du tiroir
(16) de commande respectif, dans laquelle respectivement une pression (P'A, P'B) de
raccord de commande prélevée entre le tiroir (16) de commande, et la bascule (18)
manométrique agissant en sens contraire de la pression LS (LS A, LS B), commande la
bascule (18) manométrique,
caractérisée en ce que des canaux annulaires conduisant les pressions LS (LS A, LS B) sont reliés à une
soupape (30) à deux voies, qui sépare l'une de l'autre les deux pressions LS (LS A,
LS B).
2. Installation à vanne suivant la revendication 1, caractérisée en ce que la balance (18) manométrique est intégrée au sein du tiroir (16) de commande et ce
qu'à la fois la balance (18) manométrique et le tiroir (16) de commande sont guidés,
avec possibilité de coulisser longitudinalement, suivant un mouvement relatif l'un
par rapport à l'autre dans un corps (34) de vanne.
3. Installation à vanne suivant la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'à la fois la bascule (18) manométrique et le tiroir (16) de commande sont maintenus
en une position de départ en étant centrés par un ressort.
4. Installation à vanne suivant la revendication 3, caractérisée en ce qu'un autre côté (28) de raccordement du tiroir (16) de commande est raccordé au raccord
(R) de retour qui est guidé sensiblement suivant un axe médian dans le corps (34)
de vanne et qui s'étend, dans la position de départ du dispositif (14) de commande,
entre les paires opposées de tiroir (16) de commande avec bascule (18) manométrique.
5. Installation à vanne suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la soupape (30) à deux voies conduit la plus haute des deux pressions LS (LS, LS
A, LS B) à un clapet anti-retour.
6. Installation à vanne suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'un raccord (A, B) utile est raccordé fluidiquement au tiroir (16) de commande.
7. Installation à vanne suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce qu'à la fois le tiroir (16) de commande et la bascule (18) manométrique ont des pistons
creux, qui passent l'un dans l'autre et qui sont munis au moins en partie d'ajours
(52, 54, 56, 57) pour du fluide ainsi que de passages (60, 62, 64) pour du fluide
et ce qu'une partie desdits ajours pour du fluide ou passages pour du fluide forment
un raccord (LS A, LS B) de détection et un raccord (LS A1, LS B1) d'indication.
8. Installation à vanne suivant la revendication 7, caractérisée en ce que le raccord (LS A, LS B) de détection et le raccord (LS A1, LS B1) d'indication sont
en liaison entre eux au moyen d'une rainure (66) longitudinale.
9. Installation à vanne suivant l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que la bascule (18) manométrique est maintenue par rapport au tiroir (16) de commande
pouvant être associé au moyen d'un dispositif (58) anti-torsion.
10. Installation à vanne suivant l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce qu'il est prévu, comme partie du corps (34) de vanne, un canal (40) de passage servant
de répartiteur, qui, raccordé au raccord (P) de pompe, alimente le dispositif (14)
de commande en fluide.